vr. 268 Drittes Blatt 16§. Jahrgang ittscherm «tzüch mtt AuSxoha» des Sonntags. Die ^»»r»«er LemllieubläUer" werd« dem .Anzeiger^ »irrmal wöchenllich beigelegt, das „KiciibUtt ftr de» Hrtis Kleben" zweimal wöchenllich. Di« ^Lmid«iktschastlichen Zeit- erschein«« monatUch zwennal. Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Gberhejjen Samstag. H. November \W Rotationsdruck und Verlag der Brüh Ischen Univerfiläts - Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Sieben. Schrffttettung, Geschäftsstelle ».Drucker« Schul ftraße?. Geschältsstelle u.Verlag:«^8öl,Schrist- leitung: ^qK112. Adresse sür Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen. Das christliche England und der welttrieg * 9 ^. Don Prof. D. Martin Schian-Gießen. (Nachdruck verboten.) England trifft die Verantwortung für diesen Krieg. Rußland hätte ihn, selbst mit Frankreich verbündet, nicht gewagt, wenn es nicht auf England hätte zählen können. Es ist eine furchtbare Schuld, die auf England lastet. Auf dem christlichen England! Das christliche England! Ich setzte das Eigenschafts- wort n icht inAnführungsstriche: England will wirklich christlich sein. Man kann chm das Prädikat christlich mindestens so gut zuerkennen, wie man es Deutschland zuerkennt: und es verdient es ohne jede Frage mehr als Frankreich, das früher einmal als das allerchristlichste Land galt, und mehr als Rußland, mit seinem zwar reilweis mystisch innigen, aber durchlveg der sittlichen Energie entbehrenden und bei den Massen noch äußerlichen orientalischen Christentum. England und Schottland zeigen das, was wir oft vergeblich ersehnen; einen gut kirchlichen Protestantismus. Man mag über den englischen Sonntag denken, wie man will — uns wird der deutsche lieber sein —„ aber ein mächtiges Zeugnis für den Einfluß christlicher Gedanken ist er doch. Man mag die Einseitigkeit des Methodismus mißbilligen; in jedem Fall stellte und stellt er noch heut eine religiöse Bewegung von ungeheurer Wucht dar. Man mag die Heilsarmee wunderlich finden und vieles gegen sie cinzuwcnden haben; in ihr steckt doch eine religiöse Angriffs- und Hilfskraft, über die man staunen muß. Man mag die katholisierendcn Neigungen iu der englischen Staatskirche befremdlich finden; auch sic zeigt, wie jeder Beobachter bezeugt, ein kraftvolles Leben. Es gibt auch in England (ja, gerade in England) große Massen, die dem Christentum entfrerndet sind, und selbst die allerlebendigste Evangelisationsarbeit hat dieser Entfremdung nicht begegnen können; aber die entscheidenden Volksschichten sind christlich. Und was hat England in einer mehr als Jahrhunderte allen Arbell für die Ausbreitung des Chrrstentuins getan! Dieses christliche England trägt die Verantwortung für den ungeheuersten Krieg, den die Welt gesehen hat. Wir sind alle der Ansicht, daß es sic deshalb auf sich genommen hat, weil es Deutschlands wachsende Konkurrenz im weltweiten Wirtschaftsleben zerschmettern will. Sein Erwerbstrieb, sein Brotneid haben das Furchtbare veranlaßt. Zwar England selber sagt es anders. Es gibt vor, die belgische Neutralität schützen zu müssen. Kein Verständiger glaubt ihm das. Es verletzt ja selbst ununterbrochen die Neutralität anderer kleiner Staaten: Spaniens, Aegyptens, Chinas. Es kümmert sch in seiner Kriegsführung auch sonst nicht um Recht und Unrecht. England tut das alles! Das christliche England! Also ist Englands Christentum einfache Heuchelei? Hundertmal drängt es uns, dies Urteil auszusprechen. Und dennoch wollen wir es nicht so formulieren. Es mag auch in England Heuchler genug geben, auch christliche Heuchler. Daß alles Christentum jenseits des Kanals Heuchelei sei, wäre doch zu viel gesagt. Vertreter englischer Kirchen haben sich dahin geäußert, daß sie um des Rechtes willen hätten Jmeg führen müssen; Deutschland trage mit seinem Einmarsch in Belgien die Schuld. W i r in Deutschland sehen deutlich, wie fadenscheinig diese Beweisführung ist. Aber ob die englischen Christen das ebenso deutlich zu sehen in der Lage sind? Sie, die ihre Regierung dauernd belügt? Denen eine gewissenlose Presse die Dinge täglich in falschem Licht zeigt? Wir wollen alle mildernden Umstände von Herzen gern gellen lassen. Nicht bloß um der Christen loillen, um die es sich handelt, sondern auch um des Christentums selber willen, das unter dem Verhalten seiner Bekenner leidet. Wir wollen uns im Gedächtnis halten, daß einige englische Christen im Anfang dem Krieg widersprochen haben, daß andere wahrscheinlich nur aus Patriotismus ihren Widerspruch nicht laut äußern mögen. Wir unterscheiden acich zwischen der Regierung, die die größte Verantwortung trägt, und zwischen dem Voll. Aber wir können — alles in allem — nicht anders urteilen, als daß England, als Ganzes genommen, das christliche England, ein weltgeschichtliche Schuld von ungeheurer Größe auf sich geladen hat. Das christliche England hat leidigen Gewinnes wegen dem deutschen Brudervolk den Krieg erklärt. Das christliche England hat Frankreich und Rußland den Rücken gestärkt, daß sie gegen uns vorzugehen wagten. Das christliche England hat das heidnische Japan, mit dem wir niemals Streit hatten, zu siechem Raubzug gegen uns gehetzt. Das christliche England zwingt das unbeteiligte Portugal, Truppen gegen uns zu schicken. Das christliche England vergewaltigt gegen alles Recht Aegypten, so daß seine Hilfsmittel gegen uns in die Wagschale fallen. Das christliche England sieht zu, wie der japanische Bundesgenosse die chinesische Neutralität verletzt. Das christllche Eirgland führt Hilfstruppen .aus nichtchristlichen Ländern nach dem christlichen Europa. Das christliche England trägt den Krieg in das Herz Afrikas unv schlägt der Missionsarbeit unheilbare Wunden. Das christliche England führt gegen Rechtssätze, die es selber anerkannt und, als es ihm zugute kam, sür sich reichlich ausgenuyt hat, einen wahren Seeräuberkrieg gegen unsere und die neutrale Schiffahrt. Das christliche England raubt schamlos deutsche Patente. Das christliche England behandelt die Deutschen, die in seinen Grenzen bleiben mutzten, mit unerhört brutaler Geivalt. Das christliche England verteidigt durch einen seiner verantwortlichen Minister skrupellos die entsetzlichen Greuel taten belgischer Zivilisten gegen deutsche Soldaten. Das christliche England belügt täglich die ganze Welt und verleumdet alles, was deutsch ist, in der ungeheuerlichsten Weise. Das christliche England! Spricht denn Englands Gewissen nicht? Schweigt drüben alle Gerechtigkeit? Ist die einfachste Menschlichkeit dem Volk verloren gegangen? War wirkllch nur Firnis, was uns Christentum schien? Wir stehen vor Rätseln. Vor den größten und schwersten Rätseln, die die Wellgeschichte uns jemals aufgegeben hat. Wir finden jetzt für sie keine andere Lösung als die, daß der dem englischen Volk eingeborene, in seinem Herzen fest verwurzelte Erwerbstrieb, sein heißes Verlangen nach Besitz zurzell alle anderen Regungen ertötet oder in seinen Dienst gezwungen hat. Habsucht und Brotneid hat Englands Gewissen eingeschläfert, hatten seinen Blick getrübt, sein Urteil verdunkelt. Es klarmnert sich an Vorwände, es sucht moralische Scheingründe, es nimmt die Pose des gerechten Pharisäers an. Es sieht nicht klar, lveil es nicht sehen will. Es häuft Unrecht aus Unrecht und betet für uns, daß Gott uns das Unrecht vergebe. Wir tragen Leid um das christliche England. Nicht etwa, well es uns in harten Zeiten bitteren Schaden bringt, sondern weil es dem Christentum Schande macht. Wtt tragen Leid nm Eirgland. Auch wenn wir cm die Zukunft denken; denn Gott sitzt im Regimente. Und seine Wettgeschichte ist das Wellgericht. Au» Stadt und Land. Gießen. 14. November 1914. Auf dem Felde der Ehre gefalle«. (Aus Hessen und den Nachbargcbieten.) llffz. d. R. Gg. Trümmer, Jnf.-Regt. 118, aus Worms. — Res. Wilh. Schmidt, Jns.-Regt. 118, aus Pseddcrsheinr. — Res. Gg. Klee, Jns.-Regt. 115, aus Offenbach a. M. — Landwchrin. Ang. Müller, Jnf.-Regt. 116, aus Soden r. T. — Musk. Hans Sch ü tz, Jnf.-Regt. 117, aus Offenbach a. M. — Lanbwchrm. Karl Grüneberg, Jnf.-Regt. 116 ausOffen-- bach a. M. — Obekl. d R. Erwin Mrttermaier, Jnf.-Regt. 118, aus Frankfurt a. M. — Kanonier Wilh. Eber 6, Feldart.-Regt. 27, aus Herborn. — Uffz. d. R. Heinrich Opperts- häuser, Jnf.-Regt. 116, aus Obergleen. — Res. Wilhelm Klein, Pionier-Bat. 7, aus Tecbcnbach. — Landwehrm. Karl Leihmann, Res.-Jnf.-Rgt. 116, aus Maulbach. — Res. Louis Weishaupt, Jnf.-Regt. 116, aus Wohnseld. — Uffz. Heinr Klemann, Jnf.-Regt. 116, aus Burgsolms. — Res. Heinr Baumann, Jnf.-Regt. 116, aus Neukirchen. — Premier Franz Wiebling, Eismb.-Regt. 2, aus Holzhausen. — Kriegsfreiw. Carl Hofsmann, Res.-Jäger-Bat. Marburg. — Rittm. d. R Rechtsanwalt Dr. Alexander B o p p , Drag-Regt. 24, aus Darm- stodt. — Geft. d. R. Heinr. Weinberger, Ich.-Regt. 116, aus Lanzenhrin. — Drag. Heinrich Schrimps, Drag.-Regt. 23, aus Schlechtenwegen. — Uffz. d. R. Wilh. Falter, Jns.-Regt. 116, aus Tarmstadt. — Res. Otto Will». Ruths, Jnf.-Regt. 116, aus Beedenkirchen. — Fahnenjunker Ludw. Schmidt, Jnf.-Regt. 88, aus Mai uz. ** Ritter des Eisernen Kreuzes. Leutn d. R. Hockelmann (Gewerbeinspektor in Wetzlar), Res.-Jnf- Regt. 13. Oberlt. Schneider (Amtsrichter), Landw.-Jnf.- Regt. 81, aus Wetzlar. Kriegsfreiwilliger Gefr. Paul Heep (Referendar), 23. Res.-Jäger-Bat., ans Wetzlar. Off.-Stellv. (Lehrer) Batz aus Allendorf, Kr. Wetzlar. Uf^>. Cloosz Res.-Jnf.-Regt. 81, aus Wetzlar. Hauptmann Heinrich Gru now aus Schlitz. Dr. jur. Otto Böckner, Leutn. d. Rt im 2. bayr. Jnf.-Regt., aus Schlitz. Mzefekdw. Wilh. Bätz aus Schlitz, Res.-Jnf.-Regt. 116. Wachtmeister Johannes Ritz aus Nieder-StoÄ. Gefr. Felix Mitschke, Jsabellen- hütte bei Dillenburg, Dragoner Anton Joppmann aus DWenburg. Viktor Wunderlich aus Dillenburcp Leutn. im Jns.-Regt. 159. Bizewachtmeister Wilhelm Gerlwch (Diplomingenieur), 14. Bad. Fußart.-Regt., aus Wetzlar. Feldw. Scheller, Jnf.-Regt. 116 (früher 168), ans Butzbach. Vizefeldw. d. R. Off.-Stellv. Karl Seipp, 12. Res- Fns.-Regt., aus Biedenkopf. Oberlt. v. Lynker, Lcibgarde- Jnf.-Regt. 115, aus Darmstadt. Wilhelm Le in web er aus Schupbach, Jns.-Regt. 145. Rechtsanwalt Dr. H. Lieber aus Camberg, Leutn. lt. Kompagnieführer im bayr. Jnf.- Regt. 8. Gefr. Philipp Gönner von Buchenau, 3. GMde- Regt. z. F. Res. Ernst Viehmann aus Kinzenbach, Jns.- Regt. 116. Sergt. Heinr. Dieter, Leibgarde-Jnf.-Regt. 115. Einj.-Freiwillige im Jnf.-Regt. 115 Fritz Krämer und Karl S ch a r d t im Res -Jnf.-Äiegt. 116, aus Darmstadt. Uffz. Ph. S ch a a b aus Rimbach, Jnf.-Regt. 118. ** Knote-Riemann- Abend. Knote wird morgen ©onrp tag singen: Gebet vor der Schlacht, von Weber; Lohengrins Abschied; „Fanget an, so rief der Lenz in den Wald", aus den Meistersingern; Steuermannslied „Mit Gewitter und Sturm", aus dem Holländer; Monolog Sigmunds: „Ein Schwert verhieß mir der Vater", aus der Walküre; Schmelztied: „Nothung, Nothung, neid- liches Schwert", aus Siegfried. E. Riemann wird vortragen: Toccata und Fuge, von I. S. Bach, für Klavier, von Tansrg, Fantasiestücke von Schumann, Heldcnsang (Evotta) und Ungarische Rhapsodie von Liszt. ** Der Ortsgewerbeverein Gießen e. V. hält heute abend um 9 Uhr im Postkeller seine diesjährige Hauptversammlung ab, die sich u. a. mit Maßnahmen während der Kriegszeit beschäftigen wird. ** Der Stenographenverein „Stolze - Schrey" e. V. zu Gießen hielt, wie man uns schreibt, am vergangenen Dienstag seine diesjährigeordeMlicheGeneralversammlung ab, die gut besucht war. Aus dem erstatteten Jahresbericht sei hervorgehoben, daß auch in dem abgelaufenen Bereinsjahre reiche Arbeit getriftet worden ist. Die Zahl der Unterrichteten und Mitglieder hat wiederum zugenommen und die auf den Wettschrerben erzielten Erfolge sind außerordentlich gM, wenn man berücksichtigt, daß das in Hungen angcsetzte Bezirkswettschreiben uMer den jetzigen Verhältnissen nicht abgehallen werden kcmMe. Es wurden insgesamt 61 1. Preise, 12 2. Preise und 6 3. Preise errungen. Für die im Felde stehenden Mitglieder wurden Liebesgaben versandt, die nach den eingelaufenen Dankschreiben große Freude bereitet haben. — Der engere Vorstand setzt sich jetzt aus dem 1. Vorsitzenden K. Reitz, 1. Schriftführer E. Müller, Kas- Schiller im deutschen Krieg. Man hat Schiller in diesen Tagen, da sein Geburtstag zum 155. Male wiederkehrte, nfit besonderer Liebe und Verehrung genannt, und wahrlich ist die Zeit gerade jetzt dazu angetan, dieses größten deutschen Sängers von Heldentum und Vaterland zu gedenken. Schillers Werke wandern hent wieder an die Front, in die Schützen graben, nm erhebend und begeisternd zu wirken, ganz so wie 1813 und 1870 der „Tttl" und die ,Zmtgsiau" in manchem Tornister den Marsch nach Frankreich mitmachten. Schiller ist ja in den Gefrerungs- wie in den Einignngskriegen der eigentliche ,Lprtäus" unseres Volkes gewesen. Wie es einst in fernen Zotten das Recht des schwäbischen StcmrmeS war, des Reiches Stnrmsahue dem Heere vorantzuttagen, so leuchtete der Geist von Schwabens größtem Sohn in Zeiten des KMntffes und der Gefahr den Tapferen als stolzes Siegeszeichen voran. Während der Freiheitskriege war es nach einem Wott Jmmermanns ein lckderrschastlichcs Liebes band, das dir Ingrid an Schiller schelte „Unsere Begeisterung für ihn ging bis zur Andach. Es war uns wunderbar, daß ein solcher Mann hatte sterben können. Das Bewußtsein, daß sein Tod erst vor wenigen Jahren erfolgt sei, schärfte noch die mythisch EmpsftidMNg... So schritt uns Schüler als Schatten noch umher... in einer unserer Zusammenkünfte, etwa 1813, rief einer plötzluh: „Wenn er noch lebte, wollt« ich gern einen Finger meiner rechen Hand darum geben," Dieser (Äser blieb nich ohne Nachahmung Ein zweiter setzte die Hand, ein dritter beide Hände dran. Friedrich Förster, einer von den Lützotvcr Jägern, erzählt uns, daß seine Kameraden keinen andern Dichter als Schiller gelten lassen wollten. Das Relletticd aus Wallensteins Lager war ihr Schachgesang, und Körner iäweibt: „So singen wtt beim Champagner aus vollem Herzen: „Frisch auf! eh der Geist noch verduftet." 'Der zweite Mann muß verloren sein, daraus sind wtt alle gefaßt." Ein preußischer Offizier, der sich ch Sommer 1813 von seinen bei Bautzen erlitten« Wunden in Karlsbad erholte, kam an der Wchstaftl mtt seinen ihm persönlich unbekannten Nackchar ms Gespräch. Der Kriegsmann äußerte sich sehr abfällig über den „Werther", und aus die Bemerkung des andern: „Da gesallen Ihnen die Räuber von Schller wohl besser?" antwortete er: „Allerdings: Schller ist der Mann der Soldaten; er erweckt in der Brust uns den Mut und fcuett die Seele zu Taten an." Der Rittmeister von Schvanenseld, der hier an der Karlsbaoer Wittstafcl die Mei- mmg des ganzen kriegerischen Deutschand also ausdrücktc, erfuhr erst später, daß er mtt — Goethe gesprochen hatte. Und nich nur die Kämpfer, sondern das ganze Volk sand rn Schliers Werken die Töne angeschagrn. die mm in seiner eigenen Brust lebten. „Das Theater mische sich fortdauernd ein," c-rzätzlt Gubitz .pWallcnfteius Lager mußte ftetj neue Kriegslieder gefallen lassen. Gras Dunois wurde mtt überlaut getrennt hervorgehobener Rede Ausrufer gegen Fmnkreich bet jauchzendem Zustintmeu." In Wien timrde sogar eine Bearbeitung des Schil- lerschen Vorspiels „Das österreichisch Feldlager" mtt großem Erfolg gegeben, und in Berlin bildete am (Änzugstage Porcks das „Lager" den Schuß der Theatervorstttlmig: der dem „Wohlauf, Kameraden" erhob sich das ganze Publikum und stimmte begeistett ein. 18 7 0 ereigneteu sich ähnlich Szenen Wieder waren Aufführung« des „Wilhelm Tell" der Mttttlpwrkt höch stcr vaterländrsther Begeisterung, wieder spürte inan ch „Lager" den krrezerijchu Geist dieses Dichters, der wie kemer fernem Bott in Kanchsestzeft aus der Seele gesprochen: das Rertcrsied wurde tzu einer Mt „deutscher Marseillaise". „Wer das Jahr 1870 mtterlebt hat," schrieb der bekannte Wpchttolsge Theodor Bttt in der Erinnerung an dich Vorgänge, „der wird dies unser Schiller nie vergessen", llnd auch ch Mde war der Dichter dabei. „Wtt, die wtt 1870 nkit gleicher Begeisterung che die Jugend von 1813 und unempsindkich gegen alle Beschwerden des Krieges für das Vaterland gestritten haben, waren erfüllt von Sckällecschen Idealen," so schreibt ein alter Offizier, der Archäologe Ernst Bötücher, und Schillers Dramen, Schillers Geduhte führte so nmncher damals in einer „Feld- und Zelt- ausgaltt' mtt sich, wie sie auch heute wieder die edlen Begietter ucherer Smeger sind. — „Deutschland, Deutschland über alles!" Noch dem Bericht unserer obersten Heeresleitung vorn II^Rovember haben junge deutsche Regimenter aus dem westlichen Kriegsschauplatz bei Langemarck unter dem Gesang« von „Deutschland, Deutschland über alles" die erste Linie der feindlichen Stellungen genommen. Unser herrliches Trntzlied, „das Lied der Deutschen", wie es sein Dichter Heinttch Hofftnann von Fallersleben genannt hat, begeistett also seit dem Beginn des europäischen Weltttteges nicht nur die in der Heimat zurückgebliebeiten Deutschen, sondern es fenctt auch unsere tapferen Truppen zmn Kainpse an. llnd wenn die jungen heldcnmüftgen Krieger gerade ans diesem Schlachtfelde den Vers „Von der Maas bis an die Memel" sangen, so hat dies für uns noch eine ganz besondere Bedentuugt Der Dichter des „Liedes der Deutschem^ war einer der eifrigsten Förderer und Vorkämpfer der vlämischen Bewegung, die sich auf das entschiedenste in der Mitte des vorigen Jahrhuudetts gegen die llnterdrückung germanischen Wesens und der germanischen vlä- nnschen Sprache in den einst zu Flandern gehörigen Gebieten Belgiens und Nordfrankreichs wandte. Das Land der Maas und ganz Flandeni überhauvt war unserem unvergeßlichen Heinrich Hoffman» von Fallersleben in ganz besonderer Weise an das Herz gewachsen, und er hat noch in den letzten Jahren seines Lckens in der in Amsterdam erscheinenden vläönschen Zeitschrist „De Zweep" so manches begeistette Gedicht in vlämischer Sprache vcröffentjicht. Als er vor 73 Jahren das ,fifted der Deutschen" ans Helgoland niederschrieb, gehötte die Insel iwch unseren Feinden, den Engländern; l»eute ist Helgoland deutsch . . . Die Tausende und Abettausende von Deutschen, die „Deutschland, Deutsch- jaud über alles^^ singen, legen dem ersten Verse gervöhnlich die Bedeutung bei, daß ihnen ihr Vaterland über alles geht. Es fft aber darin weit mehr eMhalten. Man beachte das „Wenn" am Beginn des zweiten Verses, und man wird dann finden, daß in der ersten Sttophe des Liedes derselbe Gedanke zmn Ausdruck gebracht wttd, den schon Goethe im Jahre 1814 in seinem zur Berliner Siegesfeier bestimmten Festspiele „Des Epimenides Erwach«" als Mahnung an seine Landsleute in die nachstehende Form gegossen hat: „ZusammenhalteteurenWert, undeuchistnie- mand gleich." Ein Freund unseres Hofftnann von Fallersleben, der Breslauer Professor G. H. Stenzel, hat dieselbe Mahnung in seiner bereits 1820 erschien«« Schrift „Geschichte der Kriegs- Verfassung Deutschlands" in folg«der Form nnedergegeben: „In seiner Kriegsversassung wttd das gemeinsame Vaterland ein Mittel sind«, daß es in Nirovv, in der Welt wiedeckhalle: „Deutschland über alle, wenn es nur will." Diese Stelle stand sicherlich dem Dichter unseres Nationalliedes vor der Seele, al-. er 21Jahre später auf der Insel Helgoland den unsterblichen Sang niedefichtteb. Er hat uns also mit dem ersten Verse sagen wollen - Deutschland ist allem und allen überlegen, wenn es „stets zu Schutz und Trutze brüderlich zusammenhült." Äe heiitiqc Zctt macht das tvahr, was einst der prophetische Geist des Dichter- vorausgesagt hat. Gletschern des Karakorum. Bo» der ^xveortion De Filrppi zum Karakorum ist in Rom ein uener- Bericht eingetroff«, d« Tr. De Fllippi am 30. August 1914 von Suget Karaill in Chincsisch-Turkestan abgesandt hat. Er be handelt die verschick»«« wichtigen llnternehmung« vom 7. April dieses Jahres ab, bei denen eine Reihe bisher unbekannter Gebiete erforscht wnrd«. Am 15. Mai brach die ganze Expedition von Leh zum Karakorum auf und gelangte nach 5 Tag« nach Shyoh. einem armselig« Dorf in 3700 Mtt. Höhe, dem äußersten be wohnt« Ort im Tal. Auf dem weiter« Marsch stun man durch ttese Schlucht«, die so eng waren, daß man lange Streik« durrli dtt Strudel des infolge der Schnee schwel w angeschwoll«« Sturz baches wände« mußte, und am 2. Juni erreichte die Expedition ihr Lager ftn höchst« ivestluh« Teil des Devsang in 5300 Mtt Höhe, das über 2'/, Monatt das Hanptguatticr sür alle llnter nehmung« wurde Der Depsang ist eine Art ungeheurer Terrasse, die mtt Stein« bedeckt ist und auf der kein Grasholn, nächst. Dtt Hochebene will» von der Karawaimnsttaße Mittelasien- durchschnft t«, die durch eine lange Reihe wm Skcketten gefallener $faä»r Esel irr* .Kamele bezeichnet wird. Die Hauvtnnt er net uu umi be iiexrr O. *nin gpfamm; der e rw ei ter te SJwcftnni) brrtrtzt aus dem 2. Vo-rsitzercken Ä. Roth, 2. Schriftführer H. Krauskopf, den Bibliothekaren Reiber und Jäggle und den Beisitzern Ho « rstcr mid Hörle ** Die Glaubenszeugen der Bergangenheit. Unter diesem Titel ist im Selbstverläge des Vereins ehemaliger 116er die Predigt erschienen, welche Pfarrer Bech- tolshcimer am Reformationsseste in der Jvhanneskirche gehalten hat. Dieser Verein, welcher es sich seit Kriegsbeginn angelegen sein ließ, für unsere braven Truppen im Felde in jeglicher Weife zu sorgen, sendet diese Predigt in einer großen Anzahl von Exemplaren an das Linien-Regiment 116, das Reserve-Regiment 116, das Landwehr-Regiment 116 und der Landsturmbataillone kyftßrn. Außerdem ist diese Predigt in sämtlichen hiesigen Buchhandlungen zum Preise von 20 Pfg. erhältlich. Der Ertrag dient zu weiteren Unterstützungen der vorbenannten Truppenteile. ** Nur deutsche Waren in den Bahnhofs- tvirisch asten. Nachdem zuerst die Berliner Eisenbahn-- dirrklion allen Bahnhofs- und Kantinenwirten ihres Bezirks zur Pflicht gemacht hatte, keine Waren aus feindlichen Ländern oder aus Betrieben von Untertanen feindlicher Staaten feilzuhalten, hat nunmehr auch der Eisenbahnminister dieses Verbot zum Gegenstand eines Erlas sesfüralleEise n- bahndirektionen gemacht. Auch die Pächter der Speisewagen sollen veranlaßt werden, den Bertrieb derartiger Waren zu vermeiden. ** Vom R ei chs-Kursbu ch erscheint eine neue Ausgabe anfangs Dezember 1914 zum Preise von 2,50 Mk., die die Fahrpläne des am 2. November in Kraft getretenen beschränften Fahrplans für Deutschland und die Fahr-Friedensplänc des neutralen Auslandes, soweit sie zugänglich sind, enthält. — Bestellungen nehmen sämtliche Postanstalten imd Buchhandlungen entgegen. Der Postbezug für 4 aufeinanderfolgende Ausgaben ist zurzeit aufgehoben. ** Die Behandlung unbestellbarer Feldpostbriefe. Es ist vielsach angeregt worden, Feldpostbriefe nrit Warcnin halt, die von den Truppenteilen nicht aus- gehändigt weroen können, weil die Empfänger abkommandiert, verwundet, vermißt oder tot sind, nicht an den Aufgaüeott zur Rückgabe an den Absender zuriickzusenden, sondern den Truppenteilen zur beliebigen Verwendung zu überlassen. Ohne ausdrücklichen Wunsch des Absenders ist dies nicht Möglich. Wenn der Absender aber durch einen auf der Sendung — sei es handschriftlich oder durch gedruckten Zettel — anzu- bpingenden Vermerk etwa folgenden Inhalts: „Wenn unbestellbar, zur Verfügung des Truppenteils" zum Ausdruck bringt, daß er die Preisgabe wünscht, so werden die Postverwaltung und die Truppenteile diesem Wunsche entsprechen. Unbestellbare Sendungen, die einen solchen Vermerk nicht tragen, iverden nach mie vor an den Absender zurückgeleitct werden. Landkreis Gießen. — Hausen, 13. Nov. Für die erste Sendung unserer Liebesgaben, die durch das Kreiskomitee dem Landwebr- Jnianterte-Regiment 116 zugegnnqen ist, hat letzteres innerer Ge- meinde tn Brieten »nd Karten leinen Dank ausgesprochen, besonder? auch für die Derse und Grüße, die unsere jungen Mädchen in die Taschentücher gehestct batten. Ein freundlicher Gegengrnß des Leutnants undKomvagnielührerS Böhmer der 7.Kompagnie hat hier besondere Freude gemacht: »Die Landwehr grüßt wieder mit vielem Dank Alle Junglranen, blink und blank, Zu Hausen im Kreise Gießen. In Schützengräben und Erdhöhlen ist'? kalt, Drum war die Liebesgabe dieser Gestalt Uns Landwehrlcnten willkommen. Wir stehen fest bei Tag und Nacht Fürs deutsche Heim aul sich'rer Wacht l Dies unser Tank. Nun Gott besohlen! ei-. Langsdorf, 13. Nov. An das Kreiskomitee des Roten Kreuzes wurden kürzlich ferner überwiesen : 28 Hemden, 19 Unterbosen, 29 Paar Strümple, 5 Leibbinden, 76 Paar Stauchen, 3 Paar Kniewärmer, 19 Ohrenschützer, 5 Lungenschlltzer, 1 Bettkolter, 19 Pfund Scharpie, ein« Partie Fußlappen und 491,40 Mk. Die Lazarette in Lich erhielten: 415 Eier, 12,46 Ze ntn er Kartoffel lind di« AusstellungSgaben vom Erntedankfest. Für Ostpreußen wurden 2 Wagen Kleider, Strüinpfe, Beltwerk usm. gesammelt und nach oer Sammelstell« in Lich gebracht. Kreis Lauterbach. A Lauterbach, 12. Nov. Dem hiesigen Zweigverein vom Roten Kreuz ist nach früheren vergeblichen Bemühungen »ilnmehr dtejAuSsicht auf Errichtung eines Bcreinslazaretts in hiesiger Stadt von der Zentralabteilung des Landesvereins zugesichert worden. Ter Turnverein hat seine große, an der Straße nach Herbstein stehende Turnhalle für die Etnrichtiing des Lazaretts zur Veriügnng gestellt, und es wird zurzeit eitrig an der inneren Ausstattung gearbeitet. Es gelangen vorläufig vierzig Betten zur Ausstellung. Außerdem sind im hiesigen Krankenhaule 21 Betten zur Ausnahme von Verwundeteil beretlgeslellt, die zurzeit ziir Halste belegt sind. Kreis Schotten. = Aus dem oberen Vogelsverg, 13. Nov. Seit den letzten drei Tagen ist das Thermometer stark gefallen. Die Gipfel der Berge sind mit Schnee bedeckt. A Ulrich st ein, 13. Nov. Bon der Liebesgabe-Sa m- inelstellr Ulrich stein wurden vom 1.—31. Oktober l. I folgende Liebesgaben gesammell. Es wurden dem Ausschuß für Liebesgaben vom Kreisverband des Roten Kreuzes in Schotten Mgesandt: 31 Paar Strümpfe, 34 Paar Pulswärmer, 11 Hemden, 32 Taschentücher, 48 Leibbinden, 19 Paar Kops- und Obrenschützer, 6 Unterlagen, 5 Paar Handschuhe, 6 Brnstwärmer, 3 Untersacken, t Paar Unterhosen, 3 Bettücher, ein größerer Posten Berband- sachen, mehrere Sendimgcn Bücher imd Zeitschriften. An Nahrungsmitteln ivurden znsammengebracht: 28 Pfund Wurst, 10 Psd. Butter, über 100 Eier, 6 Stücke Speck und geräuchertes Fleisch, 10 Töpfe Gelee, 3 Flaschen Wein, etwa 4 Zentner Gemüse, etwa 5 Zenlncr Kartoffeln, 2 Pftmd Seift, 1 Pfund Kaffee. Ferner: 750 Zigarren, 250 Zigaretten, 225 Pakete Tabak, 4 elektrische Batterien. 6 Frldpostpakete mit Schokolade. —■ Am vergangenen gann am 1. Juli und hatte als Ziel die Bestimmung der indisch- asiatischen Wasserscheide zwischen dem Gletscher Stachen und dem Karakorumpaß. In den Lagern in der Höhe von 5800 und 5900 Mir. wurde die Expedition vom Schnee übersatten, und nachdem man 11 Tage unter einem ununterbrochenen Schneefall ae- ivartet hatte, verschlftnmette sich die Lage so, daß schleunigst die Rückkehr angeircten werden mußte. Am 13. August waren alle Teilnehmer ivieder in dem Hauptlagrr auf dem Depsang vereinigt. Das Ergebnis ibrer Untersilchnngen ist. daß die Wasserscheide, die Lage und Richtung der Täler, die Verteilung der Gletscher durchaus anders sind als die heutigen Karten'sie angeben. Der Fluß Shyok entspringt in einem einzigen riesigen Gletschcrbecken, das den Namen Rimu erhielt. Der Rim» besteht in Wirklichkeit aus zwei grvßeir Gletschern, einem westlichen und einem nördlichen, die sich fast im rechten Winkel am äußersten Ende ihrer Täler begegnen und zusammensließen. während sie in 4900 Mtr. mit einer rin* . fielt oft 100 Mtr. Imeiten Stirnseite enden, die die ganze Breite des Shyoktals eimnmmt. Diese Gletscher sind 35 bis 40 Klm. lang ulü> 5 bis 8 Klm. breit, imb die Fläche des ganzen Beckens beträgt 600 bis 700 Quadr.-Klm. Der tiefer gelegene Teil der Gletscher ist völlig bedeckt nnt Pyramiden, Zinnen, Nadeln und Obelisken von ganz weißem Eis, die vom Schmelzen hervorgebrachtc -armen von riesenhaften Verhältnissen sind. Von dem Gletscher imn entspringt zugleich der Fluß Shyok, dessen Wasser sich mit c-m des Indus vereint und zum Indischen Ozean strömt, und , in Parkcnt, der sich in den Sandwüsten Mittelasiens verliert, n 20. August verließ die Expedition ihr Lager und das Gebiet ' ckaschmir, um die Gebirgskette zu überschreiten, die es von st-Turkestan trennt. Mittwoch wutde hier der bekannte „Kalte Markt" abgehallru. Nur wenige Leute der näheren Umgegend hatten sich cingesuudcu, um sich nnt warmen Schuhen für den nun kommenden Mint« zu versehen. Kreis Friedbrrg. r. Bad-Nauheim, 13. Nov, Zuin Besten der W e i h - nachts kasse der Verwundeten des Reserve - Lazarett« im Eleonoren-Hospiz wurde kürzlich dort ein Unt erhalt ungsabend veranstaltet, an dem sich neben verschiebenen Berufskünsllern auch die Verwundeten — durch den Vortrag von Chören und Musikwerken — selbst beteiligten. — Aus Anregung verschiedener Herren finden von heute ad an jedem Montag im Singlaale der Stadtschule vaterländisch- wissenschast- liche Abende statt, an denen allgemein verständliche Vorträge gehalten iverden sollen. Hessen-Nassau. mKirchhain, 12. Nov. Gestern fand eine U e b u n g für die gesamte hiesige F e u e r w e h r statt. Da infolge der Mobilmachung 60 Feuerwehrleute einber»!en find, ist eine Anzahl jüngerer Mannschaften eingestellt und zur Ausfüllung der vorhandenen Lücken wurde der Wachtzug in den Steiger-, Hydranten- und Spritzenzug verteilt. b F r a n k f» r t a.M,, 13. Nov. Tie Franksnrler Brauereien haben heule infolge der steigenden Gerstcnvreije den »Bereinigten Landwirten von Frankfurt u. UZ den Vertrag über die Liejerung ftijcher Treber zum 1. Januar 1915 gekündigt. Gietzencr Strafkammer. Gießen, 13. Rov. Der verbotene Hausierhandel mit Vieh brachte den Handelsmann Aron L. von Friedberg unter Anklage wegen Vergehens gegen das Vrehseuchengesetz. Obwohl L. die Anklage, am 26. Mai ds. J-s. ohne vorherige Bestellung Ferkel nach Obcr-Mörle gebracht zu haben, bestritt, wurde er zu einer Geldstrafe von 15 Mk. cventl 3 Tage Gefängnis verurteilt. Der bezechte Has en liebha be r. Ter Taglöhner Ludwig K. von Gießen sott in der Nacht vom 4. auf den 5. Okwber aus dem Hof des Restaurants zum Löwen fünf Stallhasen int Wert« von 40—50 Mk. gestohlen und dann getötet haben. K. erklärt, er wrsse von dem Vorfall rein gar nichts, er sei in jener Nacht sinnlos bezecht gewesen. K. ist wiederholt, darunter als rückfälliger Dieb, mit uchthans bestraft. Es wurde ihm nachgewiesen, daß er die irre entwendet hat, daß er in ftner Nacht zwar ^angetrunken war, aber doch genau gewußt hat, was er tue. Die Strafkammer war der Ansicht, daß im vorliegenden Fatt keine mildernden Umstände gegeben seien. Es wurde auf 1 Jahr 6 'Monate Zuchthaus und 5 Jahre Ehrverlust gegen K. erkannt. Der Verbreitung .unsittlicher Darstellnn gen warm Landwitt Karl K. von Babenhausen und der Reisende Wilhelm E. von .Hanau beschuldigt. Sie wurden sreige- sprachen. Vergehen gegen das Biehseuchengesetz. Der Landwirt Hch. E. von Kefenrod hat aus Westsalm zur Einführung einer neuen Zucht 12 Ferkel bezogen. Er hat dabei gegen die vom Kreisamt Büdingen auf Grund des Viehsmchcn- gesetzes erlassene Verordnung zur Abwehr der Seuchmgefahr verstoßen, indem er erstms den Empfang der Tiere nicht der Ortspolizeibehörde angemeldet hat und indem er weiter dirselbm in seine Hofreite ohne weiteres einstellte, in der sich noch anderes Klauenvieh befand. Er war aber verpslichtet, die Tiere erst 12 Tage in einen Bcobachtungsstall zu stellen, in welchem sich kein anderes Klauenvieh befindm durste. Wegen Außerachtlassung dieser Be- stimmungm der kreisamtlichcn Verordnung wurde E. zu 15 Mark Geldstrase eventuell 3 Tage Gefängnis verurteftt. vermischte». * Das erste Denkmal. Der „Berl. Lokalanz." meldet aus Saarburg : Am 15. November wird das erste deutsche Dmkmal im gegenwättigen Kttege auf dem Dünkelsberg zum Andenken an die tapferen Bayern und ihre Tatm in der dortigm Schlacht vom 8. bis 20. August eingeweiht werdm. Das Denkmal erttchtete das Nmstädter Landstnrmbataillon. *DerfranzösischeKriegswein 1914. Durch cinm merkwürdigm Zufall ist das franzöftsche Weinjahr von 1914 dem von 1870 sehr ähnlich, als die Deutschen ebenfalls die Champagne besetzten. Wie der Kriegswein von 1870 wird auch der von 1914 ein besonders guter Tvvpsm sein. Der Frühling war für die Entwicklung der Weinernte günstig, aber dann kämm die nassm und sonnenlosen Monate Juni und Juli, und man hatte keine giitm Aussichtm für die Ernte. Mit dem >Ausbruch des Krieges aber brach auch das ungewöhnlich schöne Wetter während des August und September an, das sich auch noch in dm ersten Tagm des Oktober hielt und so eure ganz vorzügliche Ernte möglich machte. So wird das Jahr 1914, das sonst in der Geschichte Frankreichs so trübe Ettnnerungen hinterlassm muß, als ein gutes Weinjahr in etwa 4000—5000 Millionen Litern trefflichen Weines svrtlebm, so daß ca, 100 Liter auf den Kops der Bevölkerung kommm. Sowohl Qualität wie Quantftät sind ganz hervorragend. Die Ernte, derm Wert von Sachkennern auf eine Milliarde Franks geschätzt wird, ist von alten Männern, von Knaben und in der Hauptsache Vv-n Fraiim zu einer Zeft eingebracht wordm, da die ganze männliche Bevölkerung zwischen 20—45 Jahren unter dm Waftm stand. Man hat befürchtet, daß besonders die Ernle in der Champagne sehr leiden würde: aber tatsächlich sind nur 10 Proz. der Trauben verloren. Die Qualftät des Champagners von 1914 ist ähnlich der von 1870 und 1904. Als besonders gut muß der Weißwein hcrvorgehoben werden, dessm Alkoholgehalt geradezu ideal genannt werden muß. Sogar die einfachsten Svrtm verspreckcri eine sehr günstige Entwicklung, und ähnlich verhält es sich mit allm andern Weinarten. Bei dem rttchm Ertrag der Emte ist trotz einzelner Verluste jedmsalls für Frankreich kein Mangel an Wein zu be- fürchtm. Spiclplan des Metzener Stadlcheaierr. Direktion: Hermann Sleingoetter. Sonntag, den I.s. November, nachmittags 3)4 Uhr, bei kleinen Preisen: .Die Rabensteinerin." Cchausoicl in 4 Akten von Ernst von Wildenbruch. End« 6'/, Uhr. Am Abend keine Vorstellung. Dienstag, den 17. November, abmds 8 Uhr, bei gewöhnlichen Preisen lermäßigt), 3. Dienstag-Abonnemenls-Dorstellnng: »Zopi und Schwert." Lustspiel in 5 Alffzügen von Karl Gutzkow. Ende argen IOX Uhr. Freitag, de» 20. November, abends 8 llhr, bei Polksoreiscn: VolkSvorstellung: »Wie die Alten jungen.' Lust» sviel in vier Akien von Karl Niemann. End« nach 10 a Uhr. Sonntag, den 22. November (Tolenlonnlags, findet keine Vorstellung statt. Sandei. — Braunkohlen werke Leonhard Aktiengesellschaft. Ter Abschluß !ür das Geschäftsjahr 1913/14 würde die Verteilung einer dem Vorjahr gleichen Dividende von 9 Proz. ermöglicht haben. Der Auffichtsrot hat Indes in ietner Sitzung am Mittwoch beschloffen, mit Rücksicht au! die gegenwärtige Lage die Dividende nur mit 5 Proz. in Vorschlag zu bringen und den so frei werdenden Betrag mit Mk. 38 j 000 zur Erhöhung der Abschreibungen zu benutzen. Aus da? neu« Jahr wird ungeiähr der gleiche Betrag wte im Vorjahre vorgetragen. Märkte. Gießen, 14. Nov. Marktbericht. Aut dem bmttgen Wochenmarkte kostete: Butter das Vinnd 1,25—1,40 Mk.: Hühnereier 1 Stück 12—13 PIg., 2 Stück 00 Pfg.: Enteneier 1 St 0 Pfq. 2 St. 00 Pig.i Gänseeier 1 St. 0-0 Big.. 2 St. 00 Mg.: Käse das Stück 10—12 V!q» Käsemaite 2 Stück 6—6 Psg.; Tauben das Paar 1.00—1,10 Mk., Hühner das Stück 1,00—2,50 Mt, Hahnen das Stück 1,00 - 2,50 Mt, Enten vaS Stück 2,50-3,05 Mk., Gänse das P!d. 65-70 Psg,: Welsche 4—5Mk.: Ochsenstetich dasPfd. 88-96 Pig, Rtndstetsch das Pinnd 90 — 94 Psa, Kuhfleisch 80—90 Pfg, Schweinefleisch das Pfund 80—90—96 Pfg, Kalbfletsch das B!d. 80-84 Psg, Hammelfleisch das Pfund 70—90Psg.; Kartoffeln 100 Kilo 7,00—Mk., 1 Kgr. 8 Psg, Weißkraut das Stück 8—16 P!g.; Zwiebeln der 10,00-12.00 Mk.: Milch das Liter 22 Psg.; Aepiel der Zentner 15—20 Mk.; Birnen das Pinnd 12—15 Pfg, Nüffe 100 Stück 40—0 Pfg. — Marktzeit von 8 bis 2 Uhr. FC. SleSbade«. Blehhof-Marktbericht vom 13. Nov. Auftrieb: Rinder 91 (Ochsen 19, Butten 6, Kühe und Färsen 66i Kälber 72, Schale 36, Schweine 164. Geschäft mittel. Och srir. AoklfleNchlge, misqemästtte. höchsten Schlacht» wette« im Alter von 4—7 Jahren .... Junge, fleischige, nicht ausgemästete und ältere ausgemästete............ Mäßig genährte junge und gut ge» gmährte älter«.......... Bnl len. Aollfleifchige, m>?qew, höchsten Schlacht w. . . Vollfleischtge, jünger«.......... Färsen. Kühe. Vovstelschsqe ausgemästete Färsen höchsten Echlachtwertes . . ........ Vollfleisckiig« ausgemästete Kühe höchsten Schlachtwette« bi» ,u 7 Jahren..... Wenig gut entwickelte Färsen....... Aeitere ausgemästete Kühe und wenig gut entwickelte jünaer Kühe ......... Kälber. Feinste Mastkälber....... .... Mittlere Mast- und beste Saugkälber . . . Geringere Plast- und gute Saugkälber . . . Schal». Wetdemasflchaft Mastlämmer und Masthammel.... 40,00 Geringere Masthammel und Schafe . . 33'/, Schweine, kollflestchlge Schwein« von 80—100 kg Lebendgewicht .............. Vollfleischige Schwein« unter 80 kg Lebendgewicht Bollfleischige Schweine von 100— 120 Ic< Lebend» gewicht .............. Fettschweiue über 150 kg Lebendgewicht . . Preis« für 100®$ Lebend- Schlacht gewicht Mt 52—55 Mt 95-102 49—52 91—95 11—18 82-90 15—48 10-15 80—86 70—79 18—53 86-91 ll 72-97 78—86 83-37 66—75 | 60-00 58—61 53—57 100-00 I 97-10: 88-95 -41.00 —00.00 84-68 1 75-00 57 58 56 57 73 74 73-79 | 58 59 73 -74 56-56'/, 70-71 ^kirchliche Nachrichten Evangelische Semeinde. Sonntag» den 15. November, 23. nach TrinilachN. » Sotterdienlt. Zn der Stadtklrch«. Vormittags 9'/, Uhr: Pfarrer v. Schlosser. Vormittags II llhr: Militärgottesdienfl. Pfarrer Schwabe. Nachmittags 2'/, Uhr: Kinderkirche !ür die Matthäusgemeind«. Plärrer v. Schlosser. ?Ibends 5 Uhr: Vlarrer Schwabe. Abends 8 Uhr: Vortrag von Geh. Kirchenrat 0. Eck über: Krieg und persönliches Chrislentum. Mitlivoch, den 18. November, abends 8 Uhr! Kriegsbetstunde Piarrer D ch w a b t Zn der Zohannerkirche. Vormittags 9V Uhr: Pfarrer B e ch t o! S h e! m e r. Vormittags 1l Uhr: Kinderkirche iür die Lukasgemeind«. Pfarrer Bechtolsheim er, Abends 5 Uhr: Piarrer AuSield. Beichte und heiliges Abendmahl für die Lukas» und Johanne»-^ gemeinde gemeinsam. 'Annieldnngen vorher bei dem Psarrer jeder Gemeinde erbeten. Abends 7'/, Uhr: Vereinigung der konstrniierten weiblichen Jugend der Lukasgemeinde im Lnkassaal, sowie der konfirinierten männlichen Jugend der Iohannesqemcinde im Johannessaal. Nächsten Sonntag, den 22. November, feiern wir das Totenfest, wobei in beiden Kirchen eine Kollekte zum Besten der vinter- biiebenen nnserer im Felde ltzesallenen erhoben iverden wird. Aus diesiin Anlaß wird außer dem gewohnten Gottesdienst in der allen Friedhosskapelle auch einer ans dem neuen Friedhof gehalten werden. Wattburg-Verein, evangelischer Züngling;- und Mänuer-Vereli. Sonntag, den 15. Noveniber, abends 7'/, Uhr: „Teulscher Abend' mit Vorsührung von Lichtbildern von den Kriegsschauplätzen znm Besten der Kriegsgeichädigten in Ostpreußen. '/Inch die unterstützenden Mitglieder und Freunde des Vereins sind herzlich eingeladen. Näheres durch Piarrer Schwabe. Dienstag, den l7. ffjovember, abends 8'/, Uhr, Bibclslnnde, Donnerstag, den 19. November, abends 8 Uhr: Leseabend. Samstag, den 21. 'Nov, abend? 8 Uhr: Aeltere Abteilung. vibtlkrSiizchen für Schffler höherer rehranstalten. Für die jüngere Abteilung jeden Mittwoch von 6—7 Uhr, für die ältere Adieilung jeden Samstag von 6—7 Uhr im Johannessagh videlkränzchen für Mädchen au; der Zshanuergemelndr. Jeden Dienstag von 6-7 Uhr im Johannessaal. 5»nn!ags-v«rein für Mädchen. Jeden Soniilagnachmiltaq von 2 Uhr ab Diezstr. 15 p. spräche, Gesang, Spiele, Bibliolhek>. Svong2lischer Kotterdienst. Kirchbcrg: Sonntag, den 15, 'November, vormittags 10 Uhr. lHei!. Abendmahl !ür Alainziar.s Dekan G u ß m a n n. Mainzlar: Sonntag, den 15. November, abends 7 Uhr. Missionar G s el h Matuzlar: Rüttwoch, den 18. lltovcmber, abends 8 Uhr: KriegSbelstund«. Dekan Guß mann. Uatlsolische Gemeinde. Eoiterdienst. CamStag, den 14. November: Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur beit Leichte. Sonntag, den 15. Nov., 24.Sonntag nach Psingste«. Vormittags von 6'/, Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte. , um 7 Uhr: Tie erste hl. Meffe. , um 8 Uhr: Austeilung der hl. Kommunion. , uni 9 Uhr: Hochamt mit Predigt. „ um 11 Uhr: k>I. Meffe mit Predigt. Militärgottesdienst. Nachmittags um 5'/, Uhr: Christenlehre; daraus sakramen- talisch« Bruderschafts-Andacht. Dienstag und Freitag abend um 8'/, Uhr Ist Kttegsbittandacht Viaspora-Gotterdienft. In Lich um 9'/. Uhr. Metrorologis che B eobacht ungen der Station Siehe» Nov. 1114 L w p 1 « £ü w *5 3 3,6’, Niederschlag: 11,0 mm. Verantwortlich für „Feuilleton", „Gerichtssaal" u. ,vermischtes": I. V.: August Soetz. Die Umwandlung der Zuulight Zeifensabril in ein rein deutscher Unternehmen. Wir gestatten uns, unseren verehrten Abnehmern sowie der deutschen Konsumentenschaft, welche in der heutigen Zeit ein berechtigtes Interesse daran besitzen, über die inneren Verhältnisse der Gesellschaft eine zuverlässige Aufklärung zu erhalten, die ergebene Mitteilung zu machen, daß mit dem heutigen Tage diejenigen Gesellschaftsanteile, welche bisher in Händen englischer Kapitalisten gewesen waren, restlos und endgültig in den Besitz der Süddeutschen visconto-Sesellschast A.-G. übergegangen sind unter Modalitäten, welche die volle Zustimmung der Grohherzogl. Bad. Regierung gefunden haben. Dieses deutsche Finanzinstitut hat sich für die Erhaltung und Weiterführung unseres Unternehmens deshalb interessiert, weil die Sunlight Seifenfabrik sich im Laufe der Jahre zu einem nutzbringenden Faktor im deutschen Wirtschaftsleben entwickelt hat, unserer Heimatstadt wie dem deutschen Vaterlande von nicht unbedeutendem Werte gewesen ist, unter einer rein deutschen Verwaltung stehend, Zahlreichen deutschen Beamten und Arbeitern lohnende Existenzmöglichkeit geboten und als vorbildlich geleitetes Unternehmen auch dem speziellen Industriezweige große Dienste geleistet hat. In diesen Erwägungen hat die Direktion der süddeutschen DiZconto-Gesellschüft die rückhaltlose Zustimmung und fördernde Unterstützung der hiesigen Handelskammer, des Verbandes Südwestdeutscher Industrieller und des Hansabundes gefunden. Sämtliche Gesellschaftsanteile der Sunlight Seifenfabrik S. m. b. h. find deshalb von jetzt ab rein deutsches Eigentum. Rein Ausländer befindet sich mehr unter den Gesellschaftern. ver Uebergang des englischen Kapitals in deutschen Besitz bedeutet also einen nicht gering einzuschätzenden Steg aus dem Gebiete des deutschen Wirtschaftslebens. ver Auffichtrrat der Gesellschaft wird sich aus folgenden Herren zusammensetzen: Rechtsanwalt Ernst Bafiermann, Mannheim, Mitglied des Reichstages, Major der Landw.-Kavallerie, z. Zt Adjutant des Militär,Gouverneur von Antwerpen, Vorsitzender. Kommerzienrat Ludwig Stollwerck, in Fa. Gebr. Stollwerck A.-G., Köln a. Rh., stellvettr. vorfitzender. Geh. Kommerzienrat LmU Engelhard, Präsident der Handelskammer Mannheim. Bankdirektor Benno weil, in Fa. Süddeutsche Disconto-Gesellschaft A.-G., Mannheim. Fabrikant Richard Lenel, in Fa. Lenel, Bensinger & Co., Mannheim. Generalkonsul Earl Stollwerck, i. Fa. Gebr. Stollwerck A.-G., Köln a. Rh., Rittmeister d.L.-K., z.Zt. im Felde. Rechtsanwalt vr. LmU Selb, Mannheim. Eine Veränderung in der Herstellung unserer Fabrikate und namentlich der Zunlicht Zeise wird durch die vorgenommene Transaktion nicht herbeigeführt, da alle Fabrikationsverfahren sich in voller Kenntnis der Geschäfts- und Betriebsleitung befinden und alle Rechte zur Fabrikation im Besitze der Gesellschaft verbleiben. Auch bezüglich der für eine ununterbrochene und unveränderte Fabrikation und Lieferung der Zunlicht Zeise erforderlichen Rohmaterialien sind wir in der ganz besonders günstigen Lage, jede Zusicherung zu machen. Die Zunlicht Seife und alle anderen Produkte werden deshalb auch in Zukunft in unveränderter Qualität und gleichmäßiger Güte hergestellt werden können. Einen Wechsel oder auch nur eine Abänderung des Namens, unter dem unser hauptsächlichstes Fabrikat, die Zunlicht Zeise in Hunderttansenden von deutschen Familien Eingang und Wertschätzung gefunden hat, erachten wir nicht als im Interesse ihrer Volkstümlichkeit liegend, zumal die Befürchtung sonst zu hegen wäre, daß das Fabrikat unter einer anderen Marke von den an diesen Namen gewöhnten Konsumenten nicht mehr erkannt werden würde. Dagegen wird die Firmierung des Unternehmens in Zukunft lauten: 11<5A> Neue Zunlicht Gesellschaft von 1914 Wir bestätigen hiermit, daß vorstehende Erklärung den Tat- m h H HochachtNNgsVollst fachen in vollem Umfang« entspricht. * _ „ ' . . Süddeutsche Visconto-Gesellschast A.-S. ^ N),j, vr. heffe. I}. ©. Bcd, Generaldirektor, MiNIUhelkU. Mannheim-Rheinau, den 9. November 1914. L ~ CO CO*p,P -S __ -— p. p « «* ®p g — o S ÖO w 5 Äß PS 5 - — •**—1 < . w . - /J w ’ (U Ci — <■» Ä\ 'G G e— ß li 5J W -O :3 O gg w 3 o C ü —■ S (- — tj w .3-0 O* . 3 .—' tj :_, i 3 i £ -2 Ä (S 2 - Ä -, “ = —— 3 S -2 ■» .-5- 15^ - 1 = = IS"= l-g 3 o^i ^^S-SSiS S -S5 “ -= £ o 8 — ,3N - a =£ c ss-Si^i ^-=2# 11^ S & S«5v = .. c s p.S^'^o o U ö ^ 2 ö - s ‘C“wtj«J 2 'W„ n = = »«öw-j|'SÜw|2«»5®' - £*£* **—S« 0 cQj= = ttOo = -° • ~<® SS "•2-S'S'ci 55 § ^HoßS^f^ -- Go - «> — : ;3 yD - sS-ä'j- «-''S' - v» 3 w JJ -3 U .; tfo o « 'S |» ^3 - ** A' * S, u tu M .O-C— I? 2 in u ~ w . .-r . rj -■_, - .—. «■'5 S—Sti'° -, 3~®'g ~ ~ g o .3-— 3 ° g =. 3 “ = „■SS e S a s£B e ^-? „-S-ffesJ-^a ai »cd C l _ ^ g *g' - * - C « o - i 'S _ ^ 5: u> 2 >.g ^ p 5 2jHf g s £ ö w -2^ S io ; c - Gtfo . Ci o_E o « G- o ^ ~ ___ ., w ---- -- - äs xu o A — p- ' —w cV .E 3 ^.« p o « O fe __ 'S « -2 -Ui «»s sa^sS S-SS-Hä’s-g-^ = oiS^^ 55 M-Z B.,:ocüS — ? ■'BiS'S g a Ä » 0 = Q S JS«B ='"(3 ^.c. ~. 2 m ZSgj Z,^DZ-DZ ^ ^ ^ "____ ? Ci o tzr o> *—- ’-i-i -—- = =i§ § £ >3 Cy m *2 ■07- - ^T'-'— ui — ^ o-s: — 5a; — s " — «tn ■o s^o*H ^ «=° a rü"« = c ca s: ' ci o-3*^r«j>cr^« r- coo <3:—r--a .o- c= a: — a C — TT— r: =c «> ?J ?-Q c c <3 —'.n ss ^ o M |s? --Z--L r^ZZ f-s--1»- = °~ ^ 2 8 =s i ®* ll»ji« si 2 a <" Ui^ ^ o u. --- ^ ^ ^ ° v^sSiS'ö sä c w w »Ä fB ^ Sa ioUS>Ä X> -O ' £.5 ^ a Ji» 5 w 5 „ - -J», -s; Ä üigf“s 2 it ö I=i|=l? u> “ cs O S ? O ® S **^ u ° ^ w Ci » -— Ä „G _ if» O o ^ O Ci~. — ro «ci-^Ci/p — — S- ^ xu' g «* «i'^jin g o " y „ -G Si.iH*-^.- -3 O sr : . ‘rt ci in O ci — p tC' ci G — , -— ZS«c«Os ß = w w e 5* c .H 3 a _ G. Ui^.'Ö .'ö o S HG 41 o C - "G, ® _ ~ U-> ^ Ci Ci 0 G G c G S"= 2 «i2 - _ p o a-w w «‘S'w c-2* 1 ^«p£ c ija s* _ c ♦*5*° *c7 ^ s w o w s u *g p ci - • --. — Ui — fl» G 5 C S Ü Ci —• S*f5-g g»!5 !|.f o _ c ~ o« ^ O’Cy G““wc-w .3 5 ox) vC p c ^ _ — m S a C l(n O; c 02 — 5-» -- g- s_» Ci = = e = ^ SZ--»S = = c m> Ä. ^ »L c 2 "»üS u ® -G G *tG S ■_, ci G G ^ 2 ? G ^ ^ *tr* G G C uj /-».m w G a — G G ^5»’ tCQ^5 j-ä-c J — ÄJ _ U W — Ui Ui .OL-. - ■° «•- 3-3 Ui s. " °° = =•-= t;« E »• ol ? 5 st: § „•»Sgäs-o.. i= 2 -!qu d Z ?S 2 | b = ; 2 2 ^'S.S«.#-f g_« 4 ~ ZLLLGsr-TLLgGN SLFLZZ^^ 2 aZi.S^gflÄjs Isl 5 - 5 -—‘a i t oä a> 2 C « Wf ölBrCTpp ‘'■-•e- 0 .c: L ."55-“S -, .? =ja ... arjo'fT. :£sü ^SijJ'ciiSao ?£®- 2 s ° ~.-2 CM!» S "ä « : 2 » Ä > 3 Ä® G i~. G G p G^o L — G 3 . w -5 «* 2'S3 “f- 2 S» a - se Ci « G-p o d a G — -£. •*=> — u ~ ;r S ^ Z° s ^5P^G^ G p ^ 'GT w “ •» r G'b— S : 3 c» ifi* Ui* ci 5 »»» g: «• O „ ~ 2 « c = c 2 !.i ^»^S’E'rSJ » - ’S “.= — 3“* ° -a 73 — a — uj — — CO Ui CW-- - o Ci CV p - gy 2-0 r - = OS ^\gÄ ’ ^G G c 6 V ^ Js-3 c R ^ s 5c = o^E 1 G^V^ L^-S ST ä0-i5K9^S,ao£o g-5 8 . ,5 s© f§ 0 fc* C^ p 3 LZK N- 2 ^> ?5 as 'iQ^^S.-N ..p Ci’“' ^ - -G CO L3 - p 5 T ° ^ 2 , ’Z z& & G- j^j *P PS ' (öc^l * s = S.H . p? 05 G

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