m. 264 Der Sirhener Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags, - Beilagen: viermal wöchentlich Sießener^antiNenblätter; zweimal wöchenll.ilreie- blalisiirLcn Ureis Siegen : monatl. 75 'Bi., viertel- jährl. Akk. 2.20: durch Abhole- n. Zweigstellen inonatl 65 Ps.: durch diePost Atk.2.— viertel- jährl. ausschl. Beslellq. Zeilenpreis: lokal 15 Pi-, ansiv. 20 Ps. — Haupt- schristleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich sür bei» polit. Teil: Ang. Goetz; sür ,Feuilleton", .Vermischtes" und.Gerichtssaal": Karl Neurath; sür .Stadt und Land" : Rotationsdruck und Verlag der vrühl'fchen Univ.-Buch- und Steindruckerei R. Lange. Zchriftlcitung, SeschästrjteHe u. vruckerei: Schulstr. 7. Anzeigenteil:' H^ Beck! Ariegsglück im Westen und im Osten. Auch die TMen siegen? Großes Hauptguartier, 9.Nov. vorm. (WTB. Amtlich.i Wieder richteten mehrere feindliche Schiffe ihr Feuer gegen unseren rechten Flügel. Sie wurden aber durch unsere Artillerie schnell Vertrieben. Ein in den Abendstunden aus Nieuport heraus unternommener und in der Nacht wiederholter Vorstotz des Feindes scheiterte gänzlich. Trotz hartnäckigsten Widerstandes schreiten unsere Angriffe aus Ypern langsam, aber stetig vorwärts. Feindliche Gegenangriffe südwestlich Ypern wurden abgewiesen und mehrere 100 Mann zu Gefangenen gemacht. Im Osten wurde rin Angriff starker russischer Kräfte nördlich des Wysztyter See's unter schweren Verlusten für den Feind abgeschlagen. Die Russen ließen über 4000 Gesan- gcneund lOMaschinengewehrein unsere »Händen * . * Es ist ein schlechtes Zeichen für den Feind in West- flandcrn, dach er seinen 'Durchbruchsversuch an der Küste, bei Menport, nochmals, und zwar wiederum vergeblich, auf- genoinmen hat. Die Unseren sind, trotz Ueberschwemmungcu, unermüdlich auf der Wpcht, und sie ziehen den Kreis um die feindliche Armee enger und enger. Englische Kriegsschiffe hatten geglaubt, den Durchbruchsversuch bei Nieuport durch iljx Feuer unterstützen zu rönnen: die Hoffnung war eitel; die Schiffe wurden schnell vertrieben. Die Franzosen verbreiten wortreiche amtliche Nachrichten, aus denen aber mitKlarheit g a r u i ch t s entnommen werden kann. „Wir halten uns": „unsere Truppen drangen da und dort vor", usw.; Nebensächlichkeiten werden aufgezählt, und es lohnt nicht, sic wiederzugeben. Die Hauptsache, daß, es jetzt bei Ypern rüstig vorwärts geht, steht nur in der deutschen Meldung. Feindliche (Gegenangriffe wurden dort abgewiesen und mehrere hundert Gefangene gemacht. Bemerkenswert ist, daß die Franzosen nach ihren eigenen Meldungen keine Gefangenen und keine Beute gemacht haben. Auch im Osten haben unsere unverzagten Truppen lviedcr über andrängende Russen einen ansehnlichen Sieg davougctragen. 4000 Gefangene und 10 Maschinengewehre in unseren Händen, das stimmt alle'Herzen froh und bringt uns leicht darüber hinweg, daß die Russen mit ihren An- griffsversuchen gegen Ostpreußen anscheinend immer noch nicht genug haben. Noch nach Jahrhunderten wird dieser ostprcnßische Grenzstrich für das Zarenreich ein Ort der Btaniage sein. In der Vorstellung des Betrachters befestigt sich immer stärker jenes Bild von den handfesten Fäusten, die einen schwerfälligen Burschen beim Kragen packen und ihn vor die Türe werfen. Ter Mißhandelte kommt wieder, aber immer ist derselbe Besen zur Stelle. Ter Wysztptcr See liegt auf der deutsch-russischen Grenze, südöstlich von Gumbinnen. Starke russische Kräfte erlitten schwere Verluste. Nun wird das Gouvernement Suwalki wohl bald wieder ganz in deutscher Hand sein! Auch die Türken siegen über die Russen! Am Oberlauf des Aras im Karsgcbiet, bei dem Städtchen Kagpsman, hat das türkische .Heer das Zentrum des Feindes erfaßt und nach zweitägigem Kampfe geschlagen. Gar nicht weit davon, an der Ostküste des Schwarzen Meeres, haben gleichfalls tür- schc Geschütze gedonnert, und zwar galt der Angriff eines türkischen Kreuzers der Stadt Poti. Väterchen Zar muß auch dem „kranken Manu" gegenüber den Rückzug an treten. Ob er nun die pauslavistischen Hetzer und Treiber einmal fragen wird, wohin ihre schönen Pläne entschwunden seien? Die russische Hydrä hat viele Köpfe: sie hat aber bereits so viele verloren, daß sic bald ansängt, ungefährlich zu werden, zumat die noch vorhandenen Köpfe nicht mehr recht beißen können, weil keine Zähne (Kanonen) mehr vorhanden sind. Und mit der Peitsche ist doch gegen den äußeren Feind nichts zu machen. * , * Türkischer Sieg über die Russen. (WTB.) Konstantinopel, 8. Nov., 6 Uhr abds. (Amtlich.) Zweiter amtlicher Bericht aus dem Großen Haupt- guartier: Im Kampfe, der seit zwei Tagen an der kaukasischen Grenze andaucrte, ist die russische Armee vollkommen geschlagen worden. Unsere Armee hält die russischen Stellungen besetzt. Einzelheiten werden später bekannt gegeben werden. Ko n sta ntino p el, 9. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Ein weiterer Bericht des Großen Hauptquartiers über den t ü r lisch en Siegander kaukasischen Grenze besagt: Während unsere Kavallerie über Kaghisman gegen den Feind vorrückte, griff das ;Gros unserer Armee das russische Zentrum an, das stark war. Nach heftigem zweitägigen Kampfe wmde der Feind geschlagen. Unser Heer besetzte die vom Feind verlassenen Stelliingen. Beschießung von Poti durch einen türkischen Kreuzer. (WTB.) Petersburg, 9.Nov. (Nichtamtlich.) Der Generalstab der kaukasischen Armee meldet: Am 7.Noveinber morgens kam ein feindlicher Kreuzer vom Typ der „Midilli" in Poti an und eröffnete das Feuer gegen Stadt, Hafen, Lenchtturm, Bahnhof und Eisenbahn. Er löste 120 bis 150 Schuß. Als der Kreuzer sich dann der Mole näherte und gegen russische Truppen Mäschincngewehrfener zu geben versuchte, erwiderten diese mit Artillerie- und Gewchrfeucr. Nach den ersten Kanonenschüssen entfernte sich der Kreuzer in der Mchtung Sukhum. Sechs russische Soldaten verletzt; Beschädigungen von Stadt und Hafen unbedeutend. Einwohner keine Verluste. Poti ist eine Stadt an der Ostküste des Schwärzest Meeres. Sukhum liegt etwa 80 Kilom. nördlich davon. Kaiser Franz Josef und der Sultan. (WTB.) Wien, 9.No». (Nichtamtlich) Zwischen Kaiser Franz Josef und Sultan Mehmed fand ein Depeschenwechsel statt. Das Telegramm Kaiser Franz Josefs hatte folgenden Wortlaut: In diesem feierlichen Augenblick, da das ottomanische Reich, genötigt für sein« Ehre und sür die Wahrung seiner obersten Interessen zu kämpfen, sich auf die Seite Oesterreich-Ungarns und seines Verbündeten, Deutschland, stellt, liegt es mir am Herzen, Eurer kaiserlichen Majestät die hohe Genugtuung anszudrücken, die ich darüber empfinde, unsere Heere und unsere Flotten in edler, hehrer Begeisterung für die Unversehrtheit und den Ruhm des Vaterlandes kämpfen zu sehen. Es freut mich in diesen! glücklichen Beginn der Aktion der Flotte Eurer kaiserlichen Majestät ein Unterpfand und ein gutes Vorzeichen für den Erfolg unserer Waffen im Kampfe zu erblicken, der uns von unseren Feinden ausgezwungen ist, und für die dauerhafte ruhmvolle Zukunft unserer Völker. Franz Josef. Das Antwort-Telegramm des Sultans lautete: Ich habe das Telegramm, das Eure Majestät an mich zu richten die Güte hatten, mit größten! Vergnügen erhalten. Gestützt ans mein Recht und im Vertrauen auf den Allmächtigen habe ich den uns von unseren gemeinsamen Feinden aufgedrimgenen Kampf ausgenommen. Ich kann Eurer Majestät versichern, daß ich meinerseits die lebhafteste Befriedigung darüber empfinde, meine Heere mit den glorreichen Heeren Oesterreich-Ungarns und Deutschlands für die Verteidigung unserer heiligsten Rechte kämpfen zu sehen. Ich habe die fest« Hoffnung, daß der Allerhöchste die heilige Sache der Gerechtigkeit durch den Sieg unserer Heere triumphieren lassen wird. Ich lege Wert darauf, Eurer Majestät meine große Bewunderung sür die ruhmvollen Taten ihrer Heere anszudrücken und hege die aufrichtigsten Wünsche für unsere gemeinsamen Erfolge. Mehmed V, Enver Pakcha und der Oberkommandicrendc der österreichisch-ungarischen Armee. Konstantinopel, 9. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Der Oberkommandierende der österreichisch-ungarischen Armee, Erzherzog Friedrich, hat an den türkischen Kriegsminister En v e r Pascha ein Telegramm gerichtet, in welchem er seine große Freude und Befriedigung ausdrückt, daß die Türkei an dem Kriege, den Oesterreich-Ungarn für die Gerechtigkeit und die Zivilisation unternommen hat, mit solchem Mute teilnehmc. Der Erzherzog begrüßt den Kriegsminister als das wahre Haupt der ruhmreichen Armee, die gegen die gemeinsamen Feinde den Sieg davontraacn werde, und fügt hinzu: er betrachte den Erfolg der ottomanischen Flotte als ein gutes Vorzeichen. Schließlich spricht der Erzherzog dem Krieqsminister Enver Pascha und dem Marineminister Dsche- mal Pascha, dem es in so kurzer Zeit gelungen sei, eine so tüchtige Flotte zu schatten, die herzlichsten Glückwünsche aus. Enver Pascha erwiderte mit einem Telegramm, in dem er dem Erzherzog für die Glückwünsche dankt und den Wunsch ausdrückt, der Allmächtige möge den Ottomanen und ihren Waffenbrüdern, die gegen die Feinde des Rechts und der Humanität Krieg führen, den Sieg verleihen. Das Telegramm schließt mit den Worten: Wir haben mit großem Vertrauen die Waffen ergriffen, um sür Millionen Unschuldige die Freiheit zu erringen. Die Depesche ist gezeichnet: Enver Pascha, Vize-Generalissimus des ottomanischen Heeres und der Flotte. Englisch-türkische Feindseligkeiten. (WTB.i Athen, 9. Nov. (Nichtamtlich.) Meldung der Agence d'Athsnes. Zwei englische Torpedobootszcrstörer haben die Telegraphcnstationen Sarmussakll und Ajusmand beschossen. Die Türken räumten Moskhonissia. Ein kleiner griechischer Dampfer unter englischer Flagge wurde von den Türken bei Aivali in den Gstund gebohrt. Die Griechen in Smyrna flohen, nachdem dort eine Panik ansgebrochen war, nach Burla. Ein englischer Torvedobootszerstörer begab sich nach Aivali, um den englischen Konsul an Bord zu nehmen. Die türkischen Behörden lehnten cs ab, ihn sreizugeben. Aus Aegypten. Mailand, 9. Nov. Der „Secolo" meldet aus Eairo: GeneralMaxwcll, Kommandant der britischen Streitkräfte in Aegypten, hat einen Aufruf erlassen, in dem er ankündigt, daß Großbritannien in der Achtung vor dem Suh- tan und der Religion der Moslems darauf verzichte, in dem: Kriege gegen die Türkei von ihnen Hilfe zu forderst. abep sicher verlange, daß das ägyptische Land keine Maßregeln ergreife, die geeignet sind, die militärischen Operationen zu stören. Der Ministerpräsident des Kbediven erklärte, daß er mit seinen Kollegen die Zivilverwaltnng des Landes fort- besorgen werde, damit sic nicht znm Schaden des Landes eine Unterbrechung erleiden. General Maxwell bestimmte, daß der Beschluß des ägvvtischen Ministeriums vom 5. August bei Gelegenheit der Kriegserklärung an Deutschland auch aus die Türkei in Anwendung komme, mit der Beschränkung, daß den in den ägyptischen Häfen vorhandenen Handelsschiffen keinerlei Vergünstigung zugestanden würde. Die Besitzergreifung Zyperns. Athen, 9. Nov. Der vom englischen Kronrat gefaßte Beschluß, von Zypern, das seit 1878 unter englischem Protektorat steht, Besitz zu ergreifen, wird in hiesigen politischen Kreisen vom griechisch-nationalen Standpunkt aus als die Beseitigung des Haupthindernisses der Vereinigung Zyperns mit Griechenland angesehen. Die erwähnten Kreise gaben sich der Hofsirung hin, daß die Annexion Zyperns nur als Vorspiel der künftigen Einverleibung in Griechenland anzu- schen sei. Die Kämpfe in Nordfrankreich. Genf, 9.Nov. An beiden Ufern der Yser unternahmen gestern die Deutschen entschiedene Angriffe, besonders gegen die Umgegend von Rams- capetle, ebenso bei Lontbaerzyde, wo die Gegner mehrere! Maschinengetvehre verloren. Die verzweifelten Anstrengungen der Franzosen, vc»^ Dixmuiden oder Ypern gegen Ostende vorzndringen, scheiterten an dem tapferen deutschen Widerstande. U eberlegen zeigten sich die Deutschen gleichfalls in einem hartnäckigen Kanrpfe um einige zwischen dem Kanal von La Bassse und Arras sowie um die Flüsse Arras und Oise gelegenen Ortschaften. Bon den bis abends sortgcsctztcn, meistens durch das Bajonett entschiedenen Gefechten auf den Maashöhen und Umgebung war dcos bei 2t. R e m y das blutigste. Alle wichtigen Stellungen wurden von den Deutschen behauptet, das Gleiche gilt von den Kämpfen um einige Dörfer im Osten von Verdun. Die französischen Kritiker betonen, daß vorläufig nichts die Vermutung rechtfertige, als hätten die zwischen Ostende und, Arras, wenngleich unter schwierigen Umständen stramm zusammengehaltenen deutschen Strettkräste ihr Hauptziel, Dünkirchen, ausgegeben. Zwei Bomben über Dünkirchen abgeworfen. (WTB.) Lo n d on, 9. Nov. (Nichtamtlich.),,Daily Mail" meldet, daß eindeutscherFlieger gestern zwei Boucheu über Dünkirchen abwarf. Die eine Bombe fiel in ein Dock, ohne Schaden anzurichten. Die zweite fiel in die Mhe des Rathauses. Im Umkreis von 100 Metern sprangen all« Fensterscheiben. \ Der Kaiser an der Front. Berlin,9. Nov. Ein Arzt, der im Felde steht, schreibt! dcni „Berliner Tageblatt": Ein sommerlich warmer Tag: der erste November 1914. Die seit 14 Tagen von den Deutschen besetzte Stadt zeigt militärisches Gepräge. Plötzlich heißt es, der Kaiser kommt nach. Punkt 3 Uhr erscheint der Kaiser im Auto, umgeben von seinem Stabe. Der Kaiser sieht ganz vorzüglich ans. Frisch und fast sorglos heiter schreitet er, wie bei der Parade, die Front ab und grüßt jeden Truppenteil! mit einem kräftigen „Guten Tag, Stanerabeit", dem ein kräftiges „Guten Tag, Majestät" entgegenschallt. Biele Soldaten und Offiziere werden ins Gespräch' gezogen. Znmj Schluß versammelet sich alle Offiziere um ihren obersten; Kriegsherrn, der folgende Rede hält: „Meine Herren! Mit Freuden habe ich gehört, daß sich ixte Kavallerie tadellos' geschlagen hat. Der Kavallerie ist in dieseist Kriege eine Aufgabe zuteil geworden, wie ich sie nie gedacht hätte. Es war vielleicht meine Schuld, daß ich an die Friedensausbildnng nicht das anf- gewendet habe, was die Kavallerie hier ausüben mußte. Mit Sellengewehren und Spaten hat die Kavallerie gekaut pst, und General von Marwitz hat mir gesagt, daß die Infanterie gern und stolz mit der Kavallerie gekämpft und gesllirmt hat. Mll Freude habe ich vernommen, daß die Soldaten nur ungern die Schützengräben verlassen haben, um sich von chren Strapazen etwas zu erholen. Ich hoffe aber, daß die Kavallerie noch Gelegenheit liaben wird', von ihren Lanzen Gebrauch zu machen, wenn es mit der Hilfe des lieben Gottes, der uns schon so viele Erfolge gegeben hat, gelingen wird, den Feind zu umkreisen. Ich danke Ihnen, meine Herren." Hierauf brachten General von Marwitz und sänllliche Offiziere ein donnerndes .Hurra auf ihren obersten Kriegsherrn aus, und der Kaiser bestieg mit seinem Stab dos Auto. Sven Hedin in Berlin. B e r l i n , 9. Nov. Sven Hedin ist gestern früh in Berlin eingetroffeu. Er ist voll ehrlicher Begeisterung über das, was er auf dem westlichen Kriegsschauplatz gesehen hat. „Ich war überall an der Front und ich kann nur sagen, daß der Ein»- druck, den ich gewonnen habe, ein großartiger, überwältigen-- der ist. Diese Begeisterung der Soldaten, ihre Kampsesfreude, diese Kraft, die sich überall offenbart, ist das Schönste, was icki je in meinem Leben gesehen habe. Es ist wie eine Offenbarung, diese Truppen zu sehen. Esi st meineinner st e Ueberzeuaung: Die Deutschen werden siegen, überall. Ich habe auch öfters den Kaiser gesprochen, er sieht gut aus. lieber ihn kann ich nur das eine sagen: Er ist in allem, was er tut, ein leuchtendes Beispiel für sein Heer. * -» * Taö Bordringen der deutschen Truppen auf Uarmonth. (WTB.) Berlin, 10.Nov. Nach einer glaubwürdigen Erzählung eines Scheveninger Fischers, der Augenzeuge des Bombardements der deutschen Schiffe auf Yarmouth war, sind die deutschen Schiffe keineswegs," wie die Engländer behaupten, geflohen, sondern langsam zürn ck g e f a h r e n. Das englische Geschwader sei erst erschienen, als die deutschen Schiffe außer Sehweite waren. Holländischen Zeitungen zufolge herrscht infolge des letzten deutschen Angriffs'auf die englische Küste unter den Knstenbcwohnern im östlichen England unbeschreibliche Panik. In London seien bereits mehrere Tausend, Flüchtlinge aus dem Gebiet der Ostknste eingetroffen. Ein holländischer Protest gegen England. (WTB) Rotterdam, 9. Nov. (Nichtamtlich) Der „Nie uwe Rotterdam schc Courant" schreibt in einem Leitartikel über die neueste brllische Maßregel über dem neutralen Handel: Es ist kein Zweifel, daß das Recht der Neutralen, das bei der Führung von Kanterbn-o^ aus neutralen Schissen doch mindestens Cie Bestimmung für wirkliches Feindesland erheischt, vollkommen außer ach! gelassen und hier eine Maßregel in Aussicht gestellt wird, die einer Handelsblockade in einem neutralen Gebiet wunderbar gleicht, welche omnium consensu durch den auch von England angenommenen Artikel 18 der Londoner Deklaration für unzulässig erachtet wird. Es besteht ebensowenig ein Zweifel, daß diese Maßregel in vollkommenem Widerspruch steht mit dem Grundsatz des freien Aussuhrhandels mit den neutralen Staaten, welcher Grundsatz uns von England durch die gleichlautenden Artikel 7 und 2 der Haager Neutralitätsverträge von 1907 verbürgt sind. Der Burenausstand. London, 9, Nov, (stkichtamtlich, Rrnter,) Ein starkes Kommando von Aufständischen zieht, w-ie es heißt, unter dem Befehle des Generals Kemp durch das Dal des Great Salt River nach dem Bezirk Vryburg. Oberst Albert zieht mit Regierungstruppen in derselben Richtung, Eine Abteilung Aufständischer ist in Harrysmith eingerückt, Pretoria, 8, Nov, (WTB, Nichtamtlich, Reuter,) Die Regierungstruppen haben den Baalfluß überschritten, die Aufständischen verfolgt und 350 davon gefangen genommen. Im Freistaat besetzten die Aufständischen neuerdings .Harrysmith und entfalteten in mehreren anderen Distrikten ihre Tätigkeit, Oberst Mentz meldet, daß er nach einem Gefecht von Br o n kh o r stsprui t die von General Müller befehligten Ausständischen verfolgt, sie am Samstag überrascht, drei von ihnen getötet, sechs verwundet und vier gefangen genommen habe, Tie Lage und »Haltung Griechenlands. (WTB,> Wien, 9. Nov. (Nichtamtlich.) Die „Südsla- bi'sche Korrespondenz" meldet aus Athen: Ter DruckEng- lands und Frankreichs, um Griechenland zur Aufgabe seiner Neutralität zu veranlassen, ist seit der Eröffnung der Feindseligkeiten mit der Türkei stärker geworden, und versetz: Griechenland unter allen Balkanstaaten in die unangenehmste Lage, Man befürchtet namentlich, daß England Griechenland zwingen werde, gegen die Türkei vorzugcben bevor dieses über die Haltung Bulgariens klar geworden ist. Ter Druck Englands, der sich auch in der Behinderung der Ausfuhr der wichtigsten griechischen Produkte äußert, ist um so fühlbarer, als sich die ganze griechische Flotte in den .Hänl- den von Engländern befindet. Dem griechischen Admiral Kunduriotis, dessen zweimonatiger llrtaub jetzt abläuft, mußte auf Verlangen Englands sein Urlaub verlängert werden, was zu vielen Kommentaren Anlaß gibt. Die Kriegsgefangenen von Tsingtau. Dondcrholländischeu Grenze, 9, Nov, (Telcgr.) Ein Reutcrtelegramm vom 8. November aus Tokio lautet: Nach den letzten Berichten sind bei der Einnahme von Tsing tau 2300 Kriegsgefangene gemacht worden. Die Verluste der Japaner betragen 40 Offiziere verwundet und 426 Mann getötet oder verwundet. Außerdem sind zwei englische Offiziere verwundet, Eii» russischer Protest gegen China. (WTB,) Leipzig, 9,Nov, (Nichtamtliche Dem „Leip zcger Tageblatt" wird aus Kopenhagen gemeldet: Wie die hiesigen Blätter aus Petersburg melden, hat die russische Regierung in Peking Protest erhoben gegen die begonnenen starken chinesischen Konzentrationen in der Mandschurei. Der Kaiser über Tsingtau. Berlin, 9. Nov. (Etr, Mn.) Vom Kaiser ist bei dem Reichstagspräsidcnlen Dr. Kampf nachstehendes Telegramm eingetroffen. „Ich danke Ihnen für den Ausdruck der Gefühle des Schmerzes und des Vertrauens auf die Zukunft, von welchem der Reichstag und alle deutschen Herzen angesichts des Falles von Tsingtau erfüllt sind. Die heldenmütige Verteidigung der in langjähriger Arbeit geschaffenen Mnsterstätte deutscher Kultur bildet ein neues Ruhmesblatt für den Geist der Treue bis znm Tod, den das deutsche Volk mit seinein Heer und seiner Flotte in dem gegenwärtigen Beetcidignngskamvs gegen eine Welt von Haß, Neid und Begehrlichkeit schon so mannigfach — wills Gott, nicht vergeblich — betätigt hat. Wilhelm I, R," Der Kaiser und der Bremer Senat. (WTB,) Bremen, 9,Nov, (Nichtamtlich,) Anläßlich des Sieges unseres Geschwaders an der chilenischen Küste hat zwischen dem Senat der freien Hansestadt Bremen und dem Kaiser folgender Depescheruvechsel stattgefunden: Seine Majestät dem Kaiser, Großes Hauptguartier, Zu den großen Wasfentatcn des Heeres und der Marine hat die letztere in diesen Tagen eine neue von besonderem Glanze binzugefügt, die Vernichtung der englischen Kreuzerdivision an der chilenischen Küste, Elv, Kaiserlichen und Königlichen Majestät, als dem weit- blickcnden Schövjer der deutschen Marine, beehrt sich der Senat der Freien und Hansestadt zu deren erstem herrlichen Sieg die herzlichsten Glückwünsche z»»> 'Ausdruck zu bringen. Möchte der Geist, mit dem Ew. Majestät die deutsche Wehrmacht erfüllt haben, sie zu einem vollen Erfolg für unseres Reiches Macht und Ehre führen. In untertänigster Ehrerbietung der Präsident des Senats, Stadtländer, An den Senat der Freien und Hansestadt Bremen! Meinen wärmsten Tank für die Glücktoünsche der Freien und .Hansestadt Kremen zu dem ersten Seesieg unserer Marine, Ich freue Mich mit dem gesamten deutschen Volk über diese glänzende Probe echten Seemannsgeistcs und bitte Gott, daß er unseren Waffen zu Lande und zu Wasser auch fernerhin den Sieg verleihe und die ans die Vernichtung deutschen We>ens und Einilusses gerichteten Pläne aller unserer Feinde zuschanden mache. Gezeichnet Wilhelm I R. — Auch zwischen dem Staatssekretär des Reichs- marlneamtö, Großadmiral von Tirvitz und dem Präsidenten des Senats jand ein ähnlicher Depescheniveäücl statt. Bon» südöstlichen Kriegsschauplatz. (WTB.) Wien, 9, Nov, (Nichtamtlich.) Amtlich wird gemeldet: 9, Nov, Unsere Operationen aus dem südlichen Kriegsschauplatz nehmen einen durchaus günstigen Verlauf Während jedoch unsere Vorrückung über die Linie Sabae- LicSnica an den stark verschanzten Bergfüßen auf zähesten Widerstand stieß, endeten die dreitägigen Kämpfe auf der Linie Loznica-Krilpauj-Ljubovija bereits mit einem durch- greifenden Erfolge. Der Gegner bestand aus der serbischen 3. Armee, General Paul Sturm, und der 1, Armee, General Peter Bojavic. mit zusammen 6 Divisionen von 120000 Mann, Die beiden Armeen befinden sich nach den« Verlust der lavier verteidigten Stellungen seit gestern ans dem Rückzuge nach Baljewo. Unsere siegreichen Korvs erreichten gestern abend Loznica, östlich den dominierenden Höhen des Hanptrückens der Sobolska Planina, südöstlich Krupanj, Es wurden zahlreiche Gefangene gemacht und Kriegsmaterial erbeutet, Details fehlen noch. Aus dem Reiche. (WTB.) Berlin, 10, Nov. Die Vorlage über Festsetzung von Höchstpreisen für Kartoffeln, die dem Bundesrat der „Neuen Polit, Korr," zufolge demnächst zugehen wird, sieht eine Preisbemessung vor, welche der Bevölkerung das wichtigste Nahrungsmittel neben dem Brot zu erschwinglichen Preisen zur Verfügung stellt und doch dem Landwirt keinen Anreiz bietet, die Kartoffeln in übermäßigem Umfange zu verfüttern. (WTB.) B e r l i n, 10. Nov, In der gestrigen Kriegs- s i tz u n g der Berliner Handwerkskammer wurde erneut die Entschlossenheit der Handwerkskammer festgcstcllt, daran festzuhalten, daß alle Erwerbsstände zusammcustehen müssen, bis es gelungen ist, einen Frieden zu schließen, der unserer großen Opfer lvert ist. Für das notleidende Handwerk in Ostpreußen und Elsaß-Lothringen sind von der Handelskammer 10 000 Mark bewilligt worden. Bis zum 3, November wurden im ganzen 1310 Handwerker mit 4763 Familienangehörigen mit 70000 Mk. unterstützt, Gotha, 8, Nov, Im Anschluß an die bereits srüher gemeldete Kundgebung des gemeinschaftlichen Landtages der Herzogtümer Koburg und Gotha gegen eine Thronfolgeaußer deutsch er Mitglieder des koburgischcn Fürstenhauses in den beiden thüringischen Herzogtümern hat nunmehr auch der Ausschuß des Got Hai scheu Sveziallandtages einsttmmig den Beschluß gefaßt, worin das Staätsministerium ersucht wird, einen dahingehenden das Staatsgrundgesetz und das Thronsolgegesetz abändernden Gesetzentwurf vorzulegen. Während sich aber der Antrag des gemeinschaftlichen Landtages lediglich gegen die Thronfolge an und für sich wendet, richtet der Gothaische Landtag sein Angcnmerk^darüber hinaus auch dagegen, daß bis jetzt die ausländischen Thronanwärter auch berechtigt sind, als Erben am Go- thaischen Hansiideikommiß und an dem Ernst Albert-Fideikommiß auszutretcn. Nach der jetzt gültigen Erbfolge würde im Falle des Aussterbens der von Herzog Karl Eduard begründeten Linie zunächst das englische Königshaus, dann die chcm, königlich vortugiesische danach die bulgarische und schließlich auch noch die belgische Linie des koburg-gothaischen Hanfes erbberechtigt sein: erst nach diesen kommen wieder zwei deutsche Fürstenhäuser in Frage, nämlich die sachsen-mciningische und die sachsen-altcnburgische Linie. Der gemeinschaftliche Stammvater dieser Erbberechtigten ist der im Jahre 1675 verstorbene Herzog Ernst der Fromme von Gotha, Provinzial-Ansschutz der Provinz Oberhessen. Kz. Gießen, 7, Nov. Klage des Schäfers August Philipp Keller zu Butzbach gegen die Fürsorge für Beamte u nd Bedien st etederLaud gemciudenundK om- munalvcrbände wegen Gestattung der frei- willigen Fortsetzung der Mitgliedschaft. Der Gemeindeschäfer von Hoch-Weisel August Wilhelm Keller ist, um sich pelüniär zu verbessern,in dieTieuste der Schäferci- gescttschast Butzbach übergetreten und stellte daraufhin bei der Fürsorgekasse, deren Mitglied er war, Antrag auf freiwillige Fortsetzung der Mitgliedschaft, Dieser Antrag wurde von dem Verwaltungsrat der Fürsorgekasse mit der Begründung abgclchnt, daß Keller die Auflösung seines Dienstverhältnisses selbst verschuldet habe. Der Provinzialausschuß nahm den gegenteiligen Standpunkt ein und entschied, daß der Klage des Schäfers stattzugeben sei unter Aufhebung des Bescheides der Fürsorgekasse, Klage der G e m c i n d c r a t s m i t g l i e d e r Heinrich Ruppel XI. und Genossen gegen den Beschluß des Kreisausschusses des Kreises Gieße» vom 19, September 1914, Auf ordnungsmäßige Einladung zu zwei Sitzungen des Gemeinderats in Obbornhofen haben einige Mitglieder, die sich durch einseitiges Vorgehen des Bürgermeisters für überflüssig hielten, ohne Entschuldigung gefehlt, Der Kreisausschuß verhängte über die Mitglieder Ordnungsstrafen von 2 Mk. pro Sitzung und Mitglied, Gegen die verhängten Strafen klagten die Gemeinderatsmitglieder nunmehr bei dem Provin- zialausschuß. Dieser kam zu der Entscheidung daß die Ge- meindcratsmitglieder Heinrich Ruppel XI, und 4 Genossen wegen unentschuldigten Ausbleibens in einer Sitzung zu je 2 Mk, Ordnungsstrafe verurteilt werden. Wegen einem Gemeinderatsmilglied, das zurzeit im Felde steht, beschloß der Provinzialausschuß die Verhandlung auszusetzeu. Gesuch des Heinrich Ripper zu Friedberg umErlaubniszumBetricbeeinerSchanklv irisch aft indem Hause Hanauer Straße 3, Gesuch- stctter hat seinen Antrag auf SchanLvirtschaftskvnzessivn zurückgenommen. Klage des Gesamtarmenverbands Nienstedten zu Blankenese gegen den Ortsarinen- verband Storndorf wegen Unterstützung des H, Günther, Der Provinzialausschuß entschied, daß die Klage des Gcsamtarmciwcrbands Nienstedten zu Blankenese gegen den Ortsarmenvcrbcmd Stonidorf als unbegründet !zurückzuweisen sei und der Gesamtarmenverband Nienstedten die Kosten zu tragen habe. Ans Stabt und Land« Gießen. 10. November 1914. Auf dein Felde der Ehre gefallen. (AvS Hessen und den Nachbargebieten.) Unieroff, d. L, 'Andreas TongeS, Jni.-Rgt «3, aus Friedens- dort. — Landivehrmann Seinr. Aua. W a I d s ch in i d t aus sirohu- bansen (Till>. — Musketier Karl 9! e i tz, Ink.-Rat. 114, aus Elpenrod. — Landwekirm. Karl Leihinann, Ink.-Rat. 146, aus Maulbach. — Landivehrm. Hciur. Eckstein, Ius.-Rgt. 116, ans Brauerschmend, — Unterosf. ü. Res, Ernst P ! e ß Iiü.-Rgt. 16$, aus Offenbar!, a M. - Eokr, der Res, Allred I >u m i s ch , Juk.^ Rqt 115, auS Offe,ibach a, M. — Res. Karl B n » in a ä r t m c r, Jul.-Rat, 115, aus Offenbar!, a. M. — MuSk Julius Stöcker, Ink.-Rat. 164, aus Offenbach a. M. — Rej, Franz Fr. S n u e r’ Ink.-Rgt, 116, aus Offenbach a. M, — Kanonier Heine. Längs- dori, Fub-Aet-Rgt. S, aus Groß-Nerliteubach. — Meir. F>ih Schneider, Ink.-Rgt 84, und Res, Karl Schneider, 3»f.» Rat. 31 (Bruders, aus Reiskirchen (Kr. Wetzlar. — Landwekirm. Slei er Wild. Jen, Ink.-Rgt 116, aus Oberudori, — Landmebrm f'etuv. D ö r t n q II. aus Bannerod. — Res. Karl Wenzel aus Rieder-Florstadl. — Laiidwcbrnicuin Rob. öeinr. Schneller Ink.»Rat. 116, aus Rieder-Wöllstadt. — Res. Karl Kost, I„s.. Rgt. 116, aus Petterweil. — Dize'elswebel und Rekcrendar Her»,. Schäler, 22. bayr. Ink.-Rgt, ans Reichelsheim i. d. W. — Landivehrmann Willi. Mühlia, Ini.-Ra». 116, aus Reichels- titun i. d Ä, — Landivehrm. Wild. Siedler, Ink-Rat, II6, aus Ober-Rosbach, — llmeroff. d. L. Jak, Jinhok, 41.Ärig.-Ers.-Bat. aus Mainz. - Res. Wilh. Zivi, Ins-Rgt. 88, aus Mainz, — Landwehr»,, Ga, I n n a, Ink.-Rat. 117, ans Mainz. — Land- wehrnu Wilh. Bender III., In'.-Rqt. 117, nus Essenheim. — Res, Emil Schneider. Res.-Iägerbat, ll, nus Ostheim b, Butzback, — Landivehrm. Heine. PHiiipvS, Ink.-Rgt. 116, aus Langen- Hai»-Ziv ingenberg. — Kiiegslreiw, Gew Dr. pdil, Hugo Weaelc aus Darmstadt. - Dr jar Karl Schleicher, Bürgermeister ln Kreuznach, Ge'r. Karl T,e h l, Lauvw.-Rat. 30, aus Wies- baden — Tronweler-SecEmil Braatz, Traa.-Rgt. 23» aus Tarmstadt — Nuteroff. d. Res. Lehrer Karl Saum. Ins-Rgt 116, aus Tarmstadt. - Res, 'Adam H a r t in a » n , Ink.-Rgt. 116, aus Darmstadt. — Res. Phil. Wenchel, Jns.-Ra», 116. ans Messel. — KrieqSireiw. Reuili. Fasterding, Res.-Iägerbat Marburg. — Fcldivcbcl Job. R » v v e r s b e r a , Ink.-Rat-4!, aus Ltcezhausen. — 5i>>egclrenv, Albert Walter, Rei-Jngerbat, Marburg. — Res. Ad. «lern, Jns.-Rgt. 116, aus Geiß-Ridda. Laudwehkm. Wilh. K leer, Ink-Rgt. 116, aus Ober-Didders- he>m. — Gesr. Otio Zoll, Jiik.-Rgt.llk, aus Lber-Widdcrsheim. ** D r. Fritz P o l h , ein Bruder des am 2. November gefallenen Hanpnnanns P o l y , ist zwei Tage nach seinem Bruder, am 4, November, ebenfalls auf französischer Erde g e st o r 6 e n. Er stand als Stabsarzt d. Res. beim 2 . Bat. des Jns.-Regts. 116 und hatte sich wie sein Bruder das „E i s e r n e K r e u z" verdient. ** Ritter des Eisernen Kreuzes: Feldwebel! Harnisch, Jnf.-Rcgt. 81 (früher Jnf.-Regt, 12/116). Fcldw. Plage mann, Jnf.-Regt. 81 (früher Jnf.-Regt, 8/116). Uffz, Gottfried Zeller aus Vilbel. Prüp-Anst,-Lehrer Welcker in Herbvrn, Off,-Stellv, Emil Cuntz vom Res,- Jnf.-Regt, 81 aus Sinn, Reservist Heinrich Moos aus Donsbach, Uffz, Bau mann, Gesr, Beutel und Feldw. Zink ans Unter-Schönmattenwag, Lenin, Otto Schmidt im Jnf.-Regt, 60 aus Heppenheim, Graf Eberhard zu Erbach, beaustragi mit der Führung der iRach^icksten-Abt. der 6, Kav,-Div,, in Erbach, Dr, Herm, Schweckendiek beim 66, Res,-Jnf,-Rcgt, (Altenburg), Dr, Phil, u>:d chem, Aug, Sch weckendick, Vizesetdw, im Res,-Jäger-Bat, 11 (Marburg). Lcutn, d. R, Gerichtsass, Dr, Werner Rhode (Marburg). Res, Hermann Seger (Marburg), General- stabshauptmann Kurt v. He er in gen, ObcrU. rmd Rogi- mentsadj, im Jus,-Regt, 91 v. Heeringen, Lenin, d, R. Wilhelm F l c i s ch h n t (Homberg) im Pionierbat, 11, Kreis- ticrarzt Jakobson, zurzeit Stabsveterinär beini 4L. Feld- Art.-Rcgt, Leutn, d, R, im 1. bayr. Jnf.-Leib-Regt, Ernst Hacker aus Darmstadt, Tr, phil. Hermann Schmeel, Uffz, d, R, beim Stabe der Mun,-Kol-Abt. II des 14. Arniec- korps, in Darmstadt, Leutn, Jäger in Darmstadt, Einj,- Uffz, Ka lb e rla aus Ostheim, Jnf.-Regt. 168. Wachtmeister Bürgermeister Möckc l aus Maibach, badische sck/wcre Mu- nitionskolonne. Vizefcldw, Sch e er, Jnf.-Regt, 13, früher Unterofsizierschule Wetzlar, Gesr, Wilhelm Fey, Res,-Jns.- Rcgt, 116, aus Oberndorf (im Lazarett seinen Wunden erlegen), Stabsvetrenär im braunschw, Husaren-Regt, Mberl Kaiser aus Lauterbach. ** Der ungediente Landsturm, der im Oktober zur Müstcrung gekommen ist, wird aller Mahrscl>cinlichkcit nach zum Teil gegen Ende dieses Monats zur Einstellung kommen. ** Die Paketuot. Im Hinblick aus die mannigfachen Klagen über die Mängel der Pakctbefördewmg ins Feld seien nachstehend drei Acntzernngen zu diesem Gegenstand wicdergegeben, die znr Klärung der Uusicksten das ihrige beitragen dürften. Amtlich wird- erklärt: „In der Presse und in Zuschristcn ist im Tone des Vorwurfs gegen die Postvcrwaltung darauf hingewiescn worden, daß bis vor kurzem aus Bahnhösen große Mengen von Postpaketen ausgcstapclt waren, die offenbar wegen Mangels an Personal nicht sortiert und besördcrt würden. Wenn hieraus gefolgert werden sollte, daß die Postverwaltung den Paketvrrlehr veruachtässigt und ihm nicht wie sonst die möglichste Sorgsalt gewidmet habe, so ioäre das falsch. Die Pakete, die die Einsender der Zuschriften usw, gesehen haben, waren nicht Pakete des allgemeinen Verkehrs, sondern solche, die nach der Bekanntmachung des Kriegsministeriums vom 1. Oktober in der Zeit vom 19. bis 26. Oktober zur Beförderung an das Feldheer ausgcliescrt worden sind. Nach dieser Bekanntmachung hatte die Postverwaltung die Pakete anzunchmen imd bis zu den Militär -Paketdevots zu desördern. Das ist seiner Zeit geschehen. Die Weiterbeförderung der Pakete von den Paket- dcpots aus lag in den Händen der Militär Verwaltung und ist von ihr mit allen Mitteln betrieben worden. Wenn trotzdem der ?lbsluß der Pakete von senen Stellen nicht mit einer solchen Be-, schlninigung vor sich gegen konnte, daß eine Ansammlung vermieden'wurde, so lag dies an der Menge der zuströmenden Pakete und an der notwendigen Rücksichtnahme aus die Möglichkeit ihrer Weiterbeförderung auf des Etappenstraßen," Weiterhin wird amtlich mitgetcilt: „Im Publikum ist die irrtümsichc Auffassung verbreitet, daß die in der Zeit vom 19, bis 26, Oktober 1914 von den Paketdevots angenommenen Pakete durch die Feldvost zu den Truppen befördert werden, — Die Feldvost hat mit diesen Paketen überhaupt nichts zu tun, und die Reichspost hat lediglich die Zuführung der Pakete an die Paketdevots übermittelt. Bei den Paketdevots sind die Pakete nach den i einzelnen Trupvenverbänden geordnet und mit der Eisenbahn weiter befördert worden. Naturgemäß hat zeitweise bei den Paketdevots eine starke Ansammlung von Paketen stattgefunden, denn die Paketdepots sind eben Sammelstcllen. Nach Schluß der Paketannahme wickelt sich die Weitersendung ordnungsmäßig ab, Tie Zustellung der Pakete an die Truppen wird zeitlich eine sehr verschiedene sein. Berücksichtigt man, daß wichtigere Bedürinisse unserer kämvsendcn §>eere vor den Pakctsendungcn unbedingt den Vorrang haben müssen, und daß die Etapoenstraßen stets außerordentlich belastet sind, so kann es nicht Wunder nehmen, wenn in manchen Fällen einige Wochen vergehen werden, bis die Pakete an ihrem Bestimmungsort angelangt sind," Als Beweis für die Mühewaltung, die man der Angelegenheit an den verantwortlicl)en Stetten widmet, diene lchließlich noch nachstehende Mitteilung des Generalkommandos: „Die eingegangencn Reklamationen über unvünktliche Zustellungen von Paketen an Truppen jm Felde gaben dem Stellvertretenden General-Kommando des 18, Armeekorps Veranlassung, eine Kommission ins Feld zu entsenden, welche die ausdrückliche Aufgabe hatte, nach vermißten Sendungen Ermittelungen anzu st eilen, diese mit einer Reihe neuer Waggonsendungen der Bcstimmuirg zuzuführen. Die Reise, welche im Laufe der letzten Woche ausgeiührl wurde, hat das befriedigende Resultat ergeben, daß nunmehr alle Sendungen für das 18, Armeekorps an dem Schlußpunkr der Bahnlinie weiter« geführt werden konnten. Der vom Generalkommando beauftragte Kommissar war in der Lage, persönlich mit dem Generalkommando des 18. Armeekorps im Felde zu verhandeln, und die Auslieferung von rund 86 000 bis 100 000 Paketen am Sitze des General- Kommandos zu veranlassen. Bei dieser Rücksprache hat sich herausgestellt, daß die Verabfolgung der zahlreich eingehenden Pakete dadurch weitere Verzögerung erleiden muß, daß von einzelnen Absendern teilweise Sendungen im Gewicht von 10 bis 20 Kg. unifassend 6—8 Pakete an einzelne Offiziere und Mannschaften übermittelt worden waren. Das Generalkommando im Felde erklärte dem Kommissar, daß eine Verabfolgung derarttg großer Mengen jeweils nach Lage des Gefechtes auf Schwierigkeiten stoße, zumal eine Reihe von Regimentern sich zur Zeit in vorgelagerten Schützengräben befinde, und auch durch di« weitverzweigten Stellungen nicht binnen kurzem erreicht werden können. Die Msender der Pakete müssen daher damit rechnen, daß die Verabsolgung der Sendungen nur in geeigneten Zwischenräumen erfolgt und auch dann nur zu crinüglichen ist, wcmi die einzelnen Osnzicre und Mannschaften im Fclddienst abgelöst werden, und von ihrem zeitweiligen Standort zurnckkehren. Die weiteren Untersuchungen der abgesandten Kommission erstreckten sich aus die viclsachcn Klagen bezüglich der Sendungen, die offen oder teiliveise ihres Inhaltes beraubt am Besffmmungs- ort anlangen sollen. Diese Klagen sind bezüglich Paketen vollständig unberechtigt. Es hat sich gezeigt, daß die Waggonsendungcn gut vervlombt bis an die Endstation gelangen und dort von den Kraftwagenkolonnen des Korps oder den Fuhrwerken der einzelnen Regimenter pünktlich in Eniviang genommen werden. Durch die weile Reise sind selbstverständlich Beschädigungen niemals zu vcrmcideu: insbesondere gilt dies von leicht verderblichen Sachen, wie Obst, Flcischwarcn oder schlecht verpackwn Flüssigkeiten, die trotz wiederholter Mahnungen in der Presse, immer iwch zum Versand ge- ,ng?it Auch ungenaue Adressierungen sind vielfach Anlaß zu ner Reche von Verzögerungen, da in den weiter zurückliegenden lapven-Jnspektiouen diese Pakete geordnet und nochmals richtigstellt werden müssen, Ter Erfolg dieser ersten Reise veranlaßt das St, General oulmando nunmehr, beginncrrd anr Dienstag, den 10, November ne weitere Reise in das Gebiet des 18, Reserve- rm«c-Korps und der angeschlossenen Formationen zu unter- chmen, damit auch dort die Besörderungsangelegenheitcu geregelt erden und die Zuführung der Pakete beschleunigt wird, Bejon ,-rs jetzt ber der bevorstehenden Weihnachtszeit dürste eS fick, ipfchlen, die Llbfendung der Pakete frühzeitig zu veranlassen, rmit der Zeitpunkt der Ankunft eingehalten werden kann, Trotz lcr Beschleunigung muH damit gerechnet werden, daß 3—4 joche n, selb st ber geregeltem Eisenbahnverkehr, n Feindesland vergehen, ehe die Pakete ihrem Bestimmungsort rgängig gemacht werden können. Es wird daher daraus aus- erksam gemacht, daß ab Mitte November die Sluflicierung de: afetc an den bereits bekannt gegebenen Stellen ersolgen kann, eichzeitig wird nochmals dringend ersucht, den Ilmsang der alete nach Möglichkeit zu beschränken und nur Waren abzn- »den, welche die Reisedauer von 3—4 Wochen auch wirklich tragen ckönnen. Seitens des General-Kommandos des 18, Armeekorps im elde wurde noch besonders darauf hingcwiesen, daß jetzt alle nippen hinreichend mit Wollsachen versehen sind, ,gegen dauernd Mangel au Rauchmaterral herrscht uno iß auch gut verpackte Spirituosen, Taschenlaternen, Kerzen, so- ic haltbare Kolonialwareir dankbar cntgcgengenommen werde», ** Feldpostbriefe im Gewicht bis zu 500 g erden in der Woche vom 15. bis zum 21, November ein- hließlich von den Postanstalten zur Beförderung an- mommen, "Neue Zugverbindungeu, Ab heute verkehren ieder Zug 796 Marburg—Gießen bis Friedberg, Gießen t nachm, 3,06, ab 3,16, und Zug 797 Friedberg—Gießen— Harburg: Gießen an 6,29, ab 6,36 abends, "Zum Knote-Riemann-Aben d, der demnächst rttfindet, schreibt man uns noch: Kcimmersänger Heinrich note, einer der ganz Großen in dem Reich der Töne —> as Caruso auf denk Gebiete der italienischen Oper, ist note als Wagnersänger —• ist im Fahre 1871 in München -boren, steht jetzt also in dem Alter, in dem die Stimme ren höchsten Glanz zu erreichen pflegt. Sein Ruf ist über e Welt verbreitet. Weniger bekannt — wie übrigens noch auch andere am Konservatorium in München wirkende rvorragende Kraft; das künstlerische Reklamewesen ist in ünchen wenig entwickelt und die Münchener haben diel eigung, sich zu sehr in ihrer schönen Ktadt einzukaspeln — Ernst Riem ann. Von ihm schrieb schon vor einigen ihren der bekannte Kritiker R. Louis in München: ebenbürtig dieser ausgezeichneten Leistungen stellte sich zfpianist E.Riemann zur Seite, Seine kraftvolle Art r Gestaltung und virtuose technische Behandlung wissen n Zuhörer stets zu fesseln und sichern ihm bereits jetzti nen Platz unter den besten einheimischen Vertretern seines istrumentß." ** Die Gesangsabteilung des Evang, Ar - ;itervereins besuchte gestern die in der Turnhalle der Nord-Anlage und im Kaufmännischen er einshaus untergebrachten Verwundeten, um esetben durch einige Gesangsvorträge zu erfreuen. Die arbietungen des Chors fanden auch bei den sonstigen Bechern allgemeinen Beifall und boten den Verwundeten re angenehme Abwechslung. ** Postnachri cht. Das Umrechnungsverhältnis für zstanweisungen nach Rumänien ist mit Geltung vom .November ab auf 81 Mk. 40Ps. für 100Lei ermäßigt orden, ** Eine Derlu st liste der 9, Komp, Inf, --Regt s, 16, die von Gefechten vom 30, 10. bis zum 2. 11. 1914 her- hrt, erhielt der augenblicklich in Gießen wellende Hauptmann olf, Tie Liste enthält solgcnde Namlnr: 1, Sergt, Karl ünthcr, Engelrod, Kr, Lauterbach, lverw, — 2. Uffz. d, Res, ), Wischnack, Schöneck, Kr, Bcrent, lverw. — 3. Usjz, d. Res, ritz Schälicke, Potsdam, Kr, Berlin, schverw. — 4. Gesr, Ludw, -inr, Rosenscld, Stadt-Hagen, gefallen, — 5. Musk, Leonh, ivf, Pfungstadt, Kr, Darmstadt, gesallen, — 6. Wehrm, Aug, iber, Bischheim, Kr, Straßburg, gefallen, — 7, Wehrm, Joses rchen, Schönholtzhausen, Kr. Mcrschede, gefallen, — 8. Wehrm, ilh, Marquardt II,, Darmstadt, gesallen, —- 9. Freiw, Hans umvf, Butzbach, gesallen, — 10. Musk, Kurt Berke, Kreuzberg, chlesien, lverw, — 11. Res. Karl Gath, Burgsolms, Kr, Wetzlar, wcrw, — 12. Res, Friedr, Nell, Kölschhauscn, Kr, Wetzlar, iverw, — 13. Res, Louis Ochs II,, Ilbeshausen, Kr, Lauterbach, vertv. — 14. Wehrm. Heinr, Krug IV,, Geilshausen, Kreis ießen, lverw, — 15. Wehrm Will), Bolkmann, Heuchelheim, r, Gießen, lverw, — 16. Wehrm, Herm, Frey, Darmstadt, erw. — 17. Wehrm, Gesr, Heinr, Horst, Bessnngcn, Kr. Darm- ibt, schverw. — 18. Wehrm, Adam Schuster, Egclsbach, Kreis ssenbach, schverw, — 19. Wehrm, Christian Rich, Leidet, Frank- rt a, M,, schverw, — 20, Wehrm, Seb. Mühling, Hering, c, Dieburg, lverw. — 21. Res, Aug, Schulz, Darmstadt, lverw, 22. Wehrm, Hugo Paul Menk, Liebeirschcid, Kr, Westerwald, erw, — 23. Musk, Adam Sanchel, Eschelborn, Kr, Heidelberg, erw, ,— 24. Freiw, Robert Fretztag, Roitz, Kr, Spreusberg, erw. — 25. Res, Otto Hagen, Münster a, Stein, lverw, — >. Freiw, Hans Schenk, Charlottcnburg, lverw. — 27. Res, irl Klar, Wißmar, Kr, Wetzlar, lvertv, — 28, Res. Joh. Bruckner, peichersdors. Kr, Kemnath, lvenv, — 29. Musk, David Pollak, wlsbach. Kr, Ossenbach a, M„ lverw, — 30, Wehrm. Wilh, idw, Schulz, Wolferborn, Kr, Gclnbansen, vermißt. Landkreis Gießen. DObbornhofen, 9. Nov, Bis jetzt wurde aus hiesiger -meinde an das Kreiskomilce des Roten Kreuzes und der iegshllje zu Gießen abgesandt: In b ar 825 Mark: an Liebes- iben: 185 Pfund Wurst und Speck, 235 Pfund irisches Obst, Pfund Dörrobst, 160 Paar Strünipse, 37 wollene Hemden, '3 leinene Hemden, 14 Paar Handschnbc, 12 Kopfichützer, nenn hrenschützer. 27 Taschentücher, 4 Leibbinden, 59 Bettücher, 22 ,'züge. 4 Unterlagen, 80 Handtücher, Außerdem wurde eine rchenkollclte für das Rote Kren; von 170 Mark nach Darmstadt sandt. Einige Körbe frisches Obst, sowie etliche T->vic Latwerg, irden an Lazarette geschickt, 540 Pfund Bohnen, sowie mehrere -ntnec Gurken wurden der Alicenkochschule zum Roten Kreuz zum nmachen überwiesen, -m- M ü n st e r, 9, Nov, Aus unserem Dörfchen zogen oa 30 Mann in den Krieg. Davon sind bereits drei gefallen, mlich- 1, Heinrich Gontrum, Feldwebel im Reserve- egiment 118, am 24, 9, bei Servon. 2, Wehrmann Wilhelm e v p in Belgien am 25, 10, und 3, Ludwig Heß, Reservist r Inf,-Regt. 116 bei Lille, Er wurde am 25. 10, schwer verludet (Bauchschuß) und starb am 26, 10, iin Feldlazarett Lommc. Alle drei waren verheiratet und hinterlassen Wiv- -n mit 1, bez. 2 Kindern. — Heute tvurde ein Waggon mit irtosfeln, Weißkraut, Rotkraut uff., sowie Kleidungsstücken 'd sonstigen Sachen sür die armen Ostpreußen gesandt. Kreis Büdingen. — Leid hecken, 9. Nou. Seit einigen Tagen treten ()ic: 0 In der Umgegend die Masern unter den Kindern stark an', daß die Schule geschlossen werden innstte. Kreis Lauterbach. -r Walle nrod, 8. Nov. Am dem Felde der Ehre ge 1 l en find die Herren: Emil Römer und I. Berka». - rmundet liegen in den verschiedenen Lazaretten: H. Zutuns, »Karl Friedrich» Karl Kern, Hcb Müller, Lud,v, Wahl, IH Hartman», Karl Döring, Eg. Habe r m e b I »nd Hcb. ?öll. — Das Eiserne Kreuz erhielt der MuSkcticr Johannes W a h l von Storndors. Kreis Schotten. ? Herchenhain, 9. Nov. Tie hiesige Feld- u n d W a ld- t a g d erstand Restaurateur Heinrich Weidner sür den Preis von 120 Mk. Tie seitherige Parbtiummc betrug 590 Alk. -m-. Wc t t c ri e l d, 8. Nov, Durch Beschluß der Generalversammlung wurde die Auslösung der hiesigen Spot- u » b Darlehenskasse angcordnet. Zn Liquidatoren wurde» Heinrich Keller und Ehr. Nenn crnannr. A Bobe n hausen II,, 9, Nov Aus unserem Kirchspiel, zu ivelchcm die Gemeinden Boden Hansen, Kölzenhain, Ober-Seibertenrod, Höckersdorf und W o h n f e 1 d gehören, sind folgende Liebesgaben an die zuständige Zentralsammelstelle des Roten Kreuzes und an Kriegshilse abgesandt uwrden: 213 Hemden, 216 Paar Strümpfe, 117 verschiedenartige Binden, 98 Bettücher, 72 Taschentücher, 56 .Handtücher, 54 Unterhosen, 45 Paar Pulswärmer, 44 unigestochene Lappen, 25 Paar Fußlappen, 21 Hautjucken, 11 Paar gestrickte Handschuhe, 17 Kissew- bezüge, 9 dreizipsetige Tücher, 5Bettdecküb-crzüge, 3Bettdecken, 3 Paar Kniewärmer und 3 Kissen mit Spreu. An Nahrungsmitteln wurden ferner gcsamwekt: 1875 Stück Eier, 110 Pfund Speck und geräucherte Wurst, 90 Pfund Erbsen, über 50 Pfund Butter, 20 Säcke mit Kartoffeln und Gemüse, 17 Pfund Kaffee, 7 Pfund Zucker. 6Pfd. Schinken, kleinere Mengen Brot, Zwetschen, Bienenhonig, Tabak, Zigarren und Zigaretten, einige Flaschen Himbeersaft, Gelee, Schokolade, Wein, Seife u. v.a, — Tie militärische Vorbereitung der Jugend ist hier schon seit drei Wochen im Gange. Allsonntäglich werden Geländeübungen vorgenommcn. Tie Gesamtzahl der aus dem Kirchspiel beteiligten Jugend betragt 65. Die Leitung her Uebungen hat Pfarrer B ü h 1 e r von hier übernoinmen. Kreis Wetzlar. Wetzlar, 9. Nov. Zum Kommandanten des Kriegs- q e s a II g e n e n l a g c r ä Wetzlar liebst Kriegsgesangenen-Lnzgrett ist Generalmajor z, D. 51 e I t l c r - Wiesbaden ernannt worden. Das gewaltige Lager ans der Höhe der Franlsiirlec Straße geht seiner Bollendmig entgegen. Hessen-Nassau, m Kirchhain, 9. Nov. Tein von hier gebürtigen Zghs. incister I. Euler und dem Leutnant der Res, K o n r a d t, der 'rüber hier als Beamter der Marbnrgcr Bank tätig war, ist da? Eiserne Kreuz 2. Klasse verliehen worden. — Gestern abend kurz nach 7 Uhr brach in dein Gehisst des H. K l i» g e l h ö s e r im nahen Langenstein Feuer an§. Tie mit Futtervorrälen reirb gefüllte Scheune ist bis ani den Grund »isdergetrannt. während das dickt an der Scheune stehrnde Eiallgcbände und das Wolm- hans des Beützrrs und die Nachbarqebände verschont bliebe». Man vermutet B r a n d st i s t » n g , da vor kaum acht Tagen in demselben Gchöit schon einmal Feuer anSgcbrocken ivar. Erst ivcnige Stunden zuvor hatte die Tieschnia-chine den Hos verlassen. Ter Schaden ist nur reilweise durch Persicherung gedeckt. — Weilbnrg, 9. Nov. Tirektor Moritz, der bereits vor einiger Zeit das Note Kreuz mit einem reichen Beitrage bedacht halte, hat demselben jetzt eine ivciicre Spende von 10 090 Pik. überwiesen. b. Frankfurt a. M., 9. Nov. Tie Etnsührung von Ö ö ch st v r e i s e n sür K a r I o s f e l n in Franksurl hat mit einem Schlag die. fast gänzliche Einstellung der Kartossel- zus n liren im Geiolge gehabt. Das Angebot ist derart ungenügend, daß die Konsumenten am Samstag und heute keine Ware in der Markthalle vorsanden. (h) Frankfurt a. M., 9. Mo. Im Rödelheimer Schloßpark wurde Sonntag früh ein Hindenburg-Ge- d e n k st e i n feierlich enthüllt. Die Weiheredc hielt Dekan Krohmann. Das Denkmal besteht aus Steinen von der ehemaligen Burg Rödelheim und trägt die Inschrift: „von Hindenburg. Tannenberg, 29. August 1914. 92 000 Russen. Gewidmet von verwundeten Kriegern". Auf ein an Generaloberst von Hindenburg während der Feier abgesandtes Glückwunschtelegramm lies nach wenigen Stunden die A n t w o r t ein: „Den im Schloßpark zu Rödelheim Versammelten herzlichen Dank für freundliches Meingedenken. Den Verwundeten wünsche ich baldige Wiederherstellung, v. H i n d e n b u r g. ; -' i i i i Märkte. Gieße«, 10. Nov. Marktbericht. Aul dem heutige» Wochenmarkte kostet«: Butter da? Biund 1,30—1,40 Mk.; Hühnereier 1 Stück 12—13 Pfg., 2 Stück 00 Big.: Enteneier I St. 0 Psg. 2 St. 00 Piq.; Gänseeier 1 St. 0-0 Big., 2 Et. 00 Psg.; Käse das Stück 10—12 Mg., Kasematte 2 Stück 5—6 Psg.: Tauben das Paar 1,00—1,40 Mll, Hühner das Stück 1,00—2,50 Mk., Hahnen das Stück 1,00 - 2,50 Mk., Enten das Stück 2,50-3,00 Mk., Gänse das Pkd, 65—70 Psg.: Welsche 4—5Mk.; Ochsenstetsch dazPsd. 86—96 P'g., Rindfleisch das Psund 90-94 Psg., Kuhfleisch 80-90 Psg., Schweins- fleisch das Pfund 80—90- 96 Pfg., Kalbfleisch das Pid. 80 - 84 Psg., Hammelfleisch das Psund 70—90 Psg.; Kartoffeln 100 Kilo 7 . 00 — 0,00 Mk., Weißkraut das St. 8—15 Psg..- Zwiebeln der Ztr. 10 . 00 — 12,00 Mk.; Milch das Liter 22 Psg.: Aepsel der Zentner 15—20 Mk.; Birnen das Pfund 10-15 Psg, Nüsse 100 Stück 40 —50 Pkg. — Marktzeit von 8 bis 2 Uhr. fc. Frankfurt a.M. Viehhofmarktbericht vom 9. Nov. Austrieb: Rinder 1476, Ochsen 302, Ochsen au? Oesterreich 0 , Bullen 43, Kühe und Färsen 1131, Kälber 261, Schase 151. Schiveine 2175. Tendenz: Rinder rege, Kälber gedrückt, Schale ruhig, Schweine gedrückt. Ueberstand. Preise für 100 Pfd. Lebend- Schlachtgewicht Ochsen. Mk. Pfg. Poklflefschige, ouSgemästete, höchsten Schlacht- wertes, 4—7 Jahre alt........ 52—57 95—105 Junge fleischige, nicht ausgemästete und Me« ousgemästete....... . . . . 47—50 85—90 Bullen. Vollfleischsqe, ausgewachsene, höchsten Schlachtw. 47-50 89-85 Pollfleischige, jüngere ........ . 43—15 74—78 Färsen. Kühe. Wenig gut entwickelte Färse» ...... 41—46 79—88 ältere ausgemästeti Kühe...... . 38—44 70—82 Mäßig genährte Kühe und Färse» ..... 80—35 60—70 Gering genährte Kühe und Färse» .... 24—29 55 —66 Kälber. Feinste Maktkälber ... 50-54 83-90 Mittlere Mast- und beste Saugkälber.... 46-50 78—85 Sch »' \ Staklmastschak«: Mosikämmer und jüngere Masthammel . . , 40-00 88 -00 Schwei nt. Erk!fleischig» Schweins von80—100 7- Lebendgewicht........57.o0—60v9) 74,00—76.01 Povfteischig» Schweine unter 80 k? Lebendgewicht....... 57.00—58.00 73.00—75.00 Lolifleischige Schweine oo» 100—120 kj Lebendgewicht........ 69.00—60.0 ) 75.00—76.1) Lollsterschige Schweins van 120—15) c 5 Lebendgewicht ........59.00—60 00 75.00 — 76.00 )c. Frankfurt a. M., 9. Nov. (Orig.-Telegr. des „Gtez. H 111 .*) Amtliche Notierungen der heutigen Fruchtmarktpreise. Weizen lhiesigers Mk. 27.25-27.50, Kurhesfischer Mk. 27.25-27.50, Wctteraner Mk. 00,00-00.00, Nogien thieüqerj Mk. 23.25-21.50. Gerste lWeiterauer) Mk. 22 . 00 - 00 . 00 , Gerste, Franken, Psälzer, Rico vtk. 22.00-go.00, Gerste sür Brauzwecke Mk. 24,00-24,50, Haler Otr. 22.10-00.00, Mais Mk. 0000-00.00, Wei^nmelil 0 Mk. 00.00-00.00, Weizenmehl I Mk. 00.00 -00.00, Weizenmehl III Mk. 00 00 - 00.00, Roqqenmcül 0 Mk. 00.00—00.09, Roggenmehl 0/1 Mk. 00.00 —00.00, Roggenmehl I Mk. 00.00—00.00, Weizenkleie Mk. 0.00 —0.00, Weizenschalen Mk.0.00—0.00, Roggen» llcie Alk. 00.00 - 00.00, Mal,keime Mk. 00.01—00.00, Biertr-dec 00.00 - 00.00, Futtergerste Mk. 00.00 - 00.00. Alles «ec 100 kg ab hier. fc. Frankfurt a. M., 9. Nov. sOriq.-Telegr. des »Äießenec Anzeigers".) K a r t 0 sse l in ark t. Man notierte: Kartoffeln in Waggons Alk. 0,50—7,40, im Kleinhandel Mk, 9,10—0,00 sür je 100 re. FC. Wiesbaden. Dlehhos-Marktberich! vom 9. Nov. Auflried: Rinder .-5 fOchsen 30, Bullen II, Kühe und Färsen 41,, Kälber 73, Schale 32, Schweine 351. 4 Bulle», 24 Kühe aus Holland. — Marktoerlaus: Bei ruhigem Geschäst geräumt. Preise sür 100 Pkd. Lebend» Schlacht- O ch sgewicht Bollstesschsge, niisgemästete. böchffen Schlacht» Mk, 'Mk. wertes im Alter von 4—7 Jahren .... 52—55 95 — 102 Junge, fleischige, nicht ausgemästete und ättere vusgemästete......... 49—52 91—95 Mäßig genährte junge und gut ge- xenährte ättere ..... . 44—48 82—90 Bullen. Vollfleffchsge, ausgsw, höchsten Schlachtw. . . 45—48 80—86 Tollfleischige. jüngere.... . . .... 40—45 70—79 Färse». Kühe. Pvllflesschfqs ausgentästet» Färse» höchste» Ecklacktwertes ........... 48—63 86—98 Vollflcischiqe onSqemästetr Kühe höchste» CchkachtwerlsS bis zu 7 Jahren 38—46 72—87 Wenig gut entivickelte Färsen..... . 43—46 78—86 Keltere ausgemästete Kühe und wenig gut entwickelte jünoer Kühe......... 33—37 66—75 Kälber Feinste Mastkälber. . . ........ 60—00 100—00 Mittlere Mast- und beste Saugkälber . . . 58—61 97—102 Geringere Alast- imh gute Saugkälber . . . 53—57 88—95 Schaf». Weidemastschafs! Mofllämmer und Masthäminel. . . . 40 01-41.00 84-83 Geringere Masthammcl und Schase . . 33'/',—00.00 75— 00 Schwei»». Lollfleischsge Schweine vo» 80—100 kg Lebendgewicht.............. 57 53 73 74 Bollfleischige Schiveine unter 80 k» Lebendgewicht 56.57 72 73 Bollflcischige Schweine von 100—120 k; Lebendgewicht .............. 58 59 73-74 Fettjchweine über 150 kj Lebendgewicht . . 56-58'/, 70—71 2Lcrkc!f!ic1)e Nachrichten. EoangeUsüse Gemeinde. Mittwoch, de» II. Liovember, abends 8 l!hr: Kriegsbetstunde in der Johanneskirche. Psarrer Bechtolsheim er. - - r, M g| Meteofs!o§ische Beobachtungen der Station SietzeiL Nov. KU |ö.S Q'= ? J S-2 * 1 »j"S ■ 15< ? gissvisämsZ il "B 0 . 0 ~L & z o-e S 2 t» if -Q K, IIP j 3 i Wcac» 9 2", 754,3 8,4 0,9 84 S 2 7 Sonnenschein 9. b J -55,0 03 5,8 81 w 2 10 Bed. Himinel 10. i 1 -54,4 5,1 6,4 97 SSE 2 10 Nebel Höchsts Temperatur am 8. hj? 9 . Nov. 10 Il -t- 9.1' C. Niedrigste . „ 8. , 9. , 1814 = +. 2,6’ Niederschlag: 0,0 mm. Wetteraussichten in Hessen am Mittwoch, den II. Nov. 1214. Trub, regnerisch, dunstig, w estlich- Winde. Letzte Nachrichten. Von der russischen Armee. i. Köln, 10. Nov. Das Blatt „Est" meldet nach einer Mitteilung der „Köln. Ztg." aus Czernowitz: Die Russen die die Linie Bojanolvo-Sjenitza besetzt gehallen haben, lmbeu vorgestern die Stadt mit Schrapnells beschossen. Ihre Geschütze wurden jedoch von mrsern -Batterien zum Schweigen gebracht. Die Rumänen sind sehr erbittert gegen die Russen, weil der rmssische Konsul sic gezivuugen hat, die aus Anlaj;. de? Todes des Königs Äarol gehißte Trauerflagge einziiziehcn. In Bessarabien finden in den letzten Tagen starke rnssiscke Kräste- verschicbungen statt, die mit dem russisch-türkischen Kriege rn Zusammenhang stehen. Die deutschen industriellen Nnternehmringen in Frankreich. ... . i- Köln, 10. Nov. Die „Köln. Ztg." meldet von der holländischen Grenze: Ter frmizösilche I u st i z m i n i ste r hat nach einer Nceldung des Temps ans Bordeaux vom 4. November seine Bestimmungen über die gerichtliche Verwaltung aller beweglichen und unbeweglichen Bermügensstücke der deutschen, österreichischen und ungarischen Gewerbetreibenden in Frankreich ergänzt. Danach sind diejenigen deutschen und österreichischen Fabriken in Frankreich, bei denen der Fortgang der Produktion im Interesse des französischen Armccbedarss und der Landesverteidigung gelegen ist, weiterznführen. Dasselbe gilt von denjenigen deutschen und österreichischen Fabrikeii, die Waren erzeugen, deren man in Frankreich bedarf, die znan sich aber aus andere« Quelle nicht beschaffen kann. Einer Mitteilung der Lotteriebank G. m. b. H. Eisenach zufolge, ist die Ziehung der 5. Eisenacher Museumslotterie, die für den 25. und 26. September angesetzt worden war, des Krieges wegen verschoben. Der neue Ziehnngstermin ist auf den 19. und 21. Dezember 1914 festgesetzt worden. Sie findet also noch vor dem Weihnachtsfest statt. 7 / u q Verantwortlich für „Feuilleton", „Gcrichtssaal" ». „Vermischtes''^ I. B.: August G 0 e tz. —— —*■*—rr—Tir—im m—■— mijmi, Bekanntmachung. Betr.: Feldbereinigung Kesselbach: hier den Zntellungsplan Mit Entschließung vom 27. Oktober 1. Js. hat Großh Mi- nisterium des Innern, Abteilung sür Landwirtsckrist Handel und Gewerbe den Zut.ilirn isplan der GeMariung K.ssclba'ch auf Gennd von Arttkel 36 des FeldbereinigungsgesetzeS in der Fassung der Bckannttnachung vom 7. Jul, 1906 sür vollzrrbbar erklärt Ich bestimme nunmehr als Zeitpunkt der Ausführung (Eigen- tmnsübergang) den 1. Dezember 1914 und überweise hiermtt mit Wirkung von diesem Tage an den Beteiligten die neuen Grundstücke. Von der Ueberlveisung sind die neuen Parzellen Mur I Rr. 266 und Flur IV Nr. 26 ausgenommen, Tie Ueberweisung erfolgt uitter folgenden Bedingungen: 1. Meliorattonen können auf den neuen Gruirdstücken auch fernerhin vorgenommcn werden. 2. Die beteiligten Grundeigentümer müssen sich eine Veränderung der Zuteilung gefallen lassen, die infolge der Ausführung von Meliorationsarbeiten, der Anlage von Wegen, Gräben oder aus sonstigen Gründen iinierhalb der Zeit der Ausführung dieser Arbeiten notwendig werden. Ein hierdurch bedingter Ab- und Zugang von Elclände wird dem neuen Eigentümer nach dem BonitätSIoert vergütet bezw. zngeschriebru Friedbcrg, dm 3. November 1914. Der Großh. Feldberemigimgskoimnissär: Schnittspahn, Rcgicrungsrol. I Seltersweg 71 empfehlen zu enorm billigen Preisen ( Machen Sie einen Versuch und Sie werden finden, dass Fides“ Schuhwaren ? 5 §|j sich durch enorme Billigkeit und Solidität ganz besonders auszeichnen. Einige Beispiele unserer PresswiSrsligkeit! Ilül m H i mumm Nurdurch ihre Erfolge empfohlen sich: neuere Art Nährzucker !ür zarte Rinder u.durch Krankheit od. Überarbeit, geschwächte Personen nach Prof.Soxhlets Verjähren, reinste Marke, für rationelle Säuglingsernährung. Diese im Weltmarkt bevorzugten Nähr- und Kräftigungsmittel sind von massgebenden Kinderärzten als erstklassig anerkannt und stehen in den Kinderfürsorgestellen in täglichem Gebrauch. In Apotheken und Drogerien erhältlich. — Stets »Löflunds“ verlangen. wegen vollständiger Geschäfts- Auf gäbe LA a ssa. en- ff..nT.f. i jrw.T! i .™mnnr. , ft.M i .n , .fT!r ! i m , ! r.iiH.rf:r.fr. , .iiiBimffliinii!niiiiiiimiiiiiHiiiiJH.ii,itimiiiuiiiiii!iniiiiiB moderne Formen u. garniert Herren - Stief eS in allen Ausführungen u. modernen Formen Mk.. 7 50 Batrraea? « Stiefel mit und ohne Lackkappe, Derbyschnitt, moderne Formen Mk. 5 95 7 5 * ICinder» - Stiefel in solider Qualität 27-30 31-35 5 95 Mh. ß 95 Damen'HaBfoscßiishe zum Knöpfen und Schnüren in matt und 1 Lackleder Mk. 5 05 7 50 Sonntag, 4!». Sfoubr. 1914, abends 8 libr, im Tbenter Zum Bestell Dcr^intcrbliclicncn .gcicltener Weiler Konzert f. b. Kammersänger und Hokvianist Stücke aus Wagners Lohengrin, Meisteriinger, Holländer, Walküre. Sieairicd as Vcspcrlüntcn. Dramatische Handlang. IMe vielnmworbene Witwe. Novelle. m~ Hochaktuell. HP“ Sehenswert. "TSS Der* Kampf um Antwerpen. Authentische Aufnahmen von der Belagerung Antwerpens und die Stellung unserer 42 cm Mörser. D7~ Verwandele zahlen werktags kalbe Preise. ~W8 ES gebt nichts über ein gut durchwärmtes Zimmer und dieses erreichen Sie nur mit einem echten Kpvi's Sripl^RM-Olei! von der Finna Eich & Eomv.. Mannheim. Mit diesem Oien sparen Sie viel Geld und Zeit durch seine gute Zeigerregulierung. Er macht sich in kurzer Zeit bezahlt an Brand, daher der billigste und dauerhaiteste Ösen aus dem Markte. X&- Laaer »nd Laden: Diezstraste Rr. >, ~&x Alleinvertretung sür Giehen und Umgebung: Wilh.DürbeckNachf. Oiezstraße 6 GIESSEN Diezstraße 6. 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I Petroleumtanks im AntwerpenerHafen. — Innere Festungswerke,— Festungstor. — Die Antwerpener Katliedrale. — Das Rat- Innere Festungswerke, — Festungstor. — haus, in dem sich jetzt die deutsche Kommandantur befindet. — Beisetzung König Carols von Rumänien. l I1SM a Tonnerstag, den 12. November 1914. nachmittags 1 Uhr, soll auf hiesigem Rathaus ein der Gemeinde Utphe zustehender, zu schwer gewordener Arrselochs öffentlich versteigert werden. — Zugleich ersuchen wir um gefällige Offerten zum Ankauf eines jungen, sprungsähigen Simmenthaler Faselochsen. Utphe, den 7. November 1914. Großh. Bürgermeisterei Ulphe. Schneider. tlUÄ Hervorragende Neuheiten Wsteohis - Meites in angefangenen u. vorgezeichn. 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