Kv. 2:>2 Zweiter Blatt Jahrgang Elscheinl täglich mit Ausnahme des Sonntags. Die „Siehener FamUIendlätter" werden dem „Anzeiger' viermal wöchentlich bcigeiegt, das .„Xceisblatt für den Ureis Sietzen" zweimal wöchentlich. Tic „ran-wirtschaftlichen 3eit- fragen" crlchcine» monailich zweimal. General-Anzeiger für Gderheßen §am5tag, 7. llovemder \Q\\ Rotationsdruck und Verlag der Brühl'ichcii Unwersitäts - Buch- und Steindruck-rci. R. Lange, Gießen. Schrsstleitung,Geschäftsstelle ».Druckerei: Schul- stra ge 7. Geschäftsstelle u.Per!ag:a^A51,Schrisl- leitung: ^^112. 'Adresse iiir Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen. vie der Deutsche an seiner Nahrung sparen kann. So trefflich auch unsere wirtschaftliche Mobilmachung chr die Bedürfnisse des Deutschen Reiches sorgt, so wird wch mit Recht überall hervorgehoben, das; der Einzelne in einer Ernährung jetzt mancherlei Verschwendung und Luxus lufgeben muß, die er sich in Fricdenszeiten gedankenlos gekältete. Wichtige Ratschläge, wie man am Essen sparen kann, >hne sich besondere Entbehrungen auszuerlegcn oder seine tzräfte irgendwie zu beeinträchtigen, gibt Geh. Rat Prof. £. Ä. Ewald in einem ausführlichen Aufsatz der bei der Deutschen Verlagsanstalt in Stuttgart erscheinenden „Deut- chen Revue", in dem er die Fragen der Ernährung, des ltahrungsbedürfnisscs und der Nahrungsversorgung im krieg und Frieden behandelt. Vor allem wird man sehr leicht aus die tägliche Flcisch- lahrnng verzichten können, denn der übermäßige Flcisch- lennß, wie er sich in Deutschland ausgebildet bat, gibt oeder mehr Kräfte, wie der Volksglaube meint, noch ist er «sonders gesundheitsfördernd. Haben wir es doch sogar sertig gebracht, die als Fleischesser früher unerreichten Engländer n diesem Punkte zu überslügeln. Während der Fleischkonsum n Deutschland im Jahre 1816 nur 13,6 Kilogramm auf den köpf betrug, ist er von da ab bis zum Jahre 1913 in fast leichmäßiger Steigerung bis auf .33,3 Kilogramm angewach- en, also heute mindestens 3Vs mal so groß als vor huw- «rt Jahren. Die Männer der Befreiungskriege haben aber rvtz dieser geringen Fleischuahrung auch recht beträchtliche brüste gezeigt und Tüchtiges geleistet. Die Engländer veri ilgen nur 47,6 Kilogramm Fleisch auf den Kopf und das scchr. und die mäßigen Italiener, die deshalb doch sehr Käfige Arbeiter siud, kommen mit 10,4 .Kilogramm Fleisch pro topf und Jahr aus. Das Flerschrffen ist bei uns sogar viel- ach zu einer Sache der sozialen Stellung, ja fast der Eitel?- eit geworden. Der Fleischverbrauch ist in den Städten bei xitem größer als auf dem Lande, obwohl die Landbevölkc°< uug in körperlichen Leistungen sicher nicht hinter den Städtern zurücksteht. Berlin init 70,9 Kilogramm Fleisch uf den Kopf und das Jahr steht an der Spitze. Die Städte aben im allgemeinen mehr wohlhabende Einwohner, und iese essen des Wohlgeschmacks und der Abwechslung wegen rehr Fleisch, als notwendig ist. ,I)ie weniger bemittelten Städter," sagt Ewald, „die ielleicht früher auf dem Lande gelebt haben und dort einen edeutend geringeren Fleischverbrauch hatten, halten es für iueu Ehreupunkt, sobald sie nach der Stadt kornmen, ebenso iel Fleisch zu essen, wie die Bemittelten. Sie suchen cs hiev »re in anderen Dingen den „reichen Leuten" möglichst nach- amacheu und fühlen fich auf eine höhere Stufe gehoben, »eun sie in Bezug auf Vergnügen und äußereLebensführung \ yvta Vorbildern nahckommen." Wie urü dem Fleisch, so wird bei uns im allgemeinen I uch mit dem Fet t eine erhebliche Verschwendung getrieben. I litt 50 Gramm Fett pro Dag kann der menschliche Körper I chr gut bestehen. Wer sich aber diese 50 Gramm als Butter I bwiegt, der wird sehen, daß er gewöhnlich mindestens die I >älste, wahrscheinlich aber noch mehr auf sein tägliches Brot I reicht, während das znur Kochen nötige Fett, das er zu sich I immt, die andere Halste beträchtlich übersteigt. Dazu kommt | och, daß viele Lebensmittel, wie Rauchwaren, Speck, Sahne, I etter Käse usw, art sich schon einen hohen Fettgehalt haben.. | :s wird also viel mehr Fett genossen, als dem Grundgewicht | on 50 Gramm entspricht. Und wieviel Fett geht täglich | üt dem, was sonst vergeudet wird oder was auf denc Teller | arückbleibt, im Spülwasser verloren! Wieviel der Einzelne I rn kann, um durch einen geringen Abstrich an seinen tägi- I chen Gewohnheiten die für die Allgemeinheit vorhaichencn I Nahrungsmittel zu steigern, geht aus einem kleinen Beispiel l ervor, das Rubener gegeben hat: „Wenn jeder Mensch in Ileutschland täglich nur 1 Gramm Butter weniger Grstzener Stadttheater. Zwischen den Schlachten. Schauspiel von Björnson. Wallensteins Lager erschien gestern abend in anderer Gesell- Haft als begleitet von der Hurraooesie der lebenden Germania nd i>em zeitgemäßen Blitzen deS Eisernen Kreuzes, aber der heaterzcttel machte auch in seiner Umäichcrung einen — um das !ort zu brauchen — äußerst aktuellen Eindruck: Wallcnfteins eisen- rsselnde Reiterei und die Vorstellung von dem, >oas alles „z w i - chen den Schlachten" passieren kann, paßten doch famos so- ohl zusammen wie in die berübmte „augenblickliche Loge". Hand asS Herz — hat man Björnson nicht so ganz gelinde an nt dankbaren Parallelen Herberge zogen, die das Publikum zwischen an Starid der Dinge vor den Reichsgrenzen und dem vielvcrsprc- enden Titel unwillkürlich zu zielnm geneigt ist? Sei dem, wie ihm olle, jedenialls bat die Direktion unseres Musentenipels ihren ntschluß, Schiller und Björnson sich in die Lorbeeren des Abends ilcn zu lassen, in einer Bornotiz recht ansprechend damit begrün- rt, daß Björnson zu Lebzeiten stets ein Deutschenfreund gewesen i, und daß sein Sohn augenblicklich viel in Sachen pro Oermania ache. Ganz abgesehen davon aber, daß man über die Notwendigkeit, in Auffassung^- und Genußvermögen an einem Abend mehrmals rf verschiedene Tvirarten einstellen zu müssen, höchst getrennter ieiimng sein kann, möchten wir doch eins bemerken: Die CKr- ania und das Eiserne Kreuz seien gerne konzediert, denn sic nülen wohl selbst nicht als künstlerische Herausforderungen, son- 'nt als vassende patriotische Zuspeisen bewertet werden. Bei ljörnson liegt das Ding aber etwas anders. Ihn zum vierzehnten ischgast zu machen, verbietet sein Rang, und ihn neben „Walleneins Lager" als Großen erscheinen zu lassen, dazu reicht sein inaktcr wis der nordischeil Bardenzeit nicht hm. So bleibt u kleiner Zweifel an der Berechtigung der Zusammenstellung crück, der die Freiheit des Genusses beeinträchtigt. Björnson schlägt die Saiten zu dem Liede vom verkannten I önig, dessen hohes Wollen für die Seinen vom Klang der Schwcr- I r von seinen wahren Zielen abgelcnkt und in Brand und Tod ffchäftigt wird. Zwischen den Schlachten aber erscheint der König I s anderer: Es stihrt mit den Verstehn dessen, dem alles Kampfes- I wen das wahre Menschentum nicht berülwen .kann, ein liebendes I nar, dessen Glück an Mißverständinssm und am Leben scheitern I ill, zusammen: Zwisckwn den Schlachten sind wir nicht so wie ilmen. Um diesen Kern drängt sich >vie eine feste Schale da? I -eschick des von dem König vereinten Paars, und es I i, dunkel, wie die Exposition des Stücks einsetzt, schwer zu I ihlen, woraus der Dichter hinauswill, bis in der grandios ge- I-igerten Schlußszene die Schleier weichen und das Bild des I cnschlichcn Königs, des Kriegers mit dem edelmütigen Herzen aufs Brot streicht, so macht das im Jahre einen Mindcr-- verbrnuch von 25000 Tonnen Butter. Zur Butterbcreiluug braucht man rund das Dreißigfache des Buttergewichtes an Milch, also 750000 Tonnen Milch, und da eine Kuh im Durchschnitt 2500 Liter Milch im Jahre liefert, also 2,5 Tonnen, so beschäftigen wir für diese an sich so gering aussehende Verschwendung von 1 Gramm Butter pro Tag 300 000 Kühe während eines Jahres, Dabei fällt freilich auch viel Magermilch ab, die nicht völlig für das Vieh nötig ist, daher können wir auch sagen, wenn wir an Butter sparen, gewinnen wir auch wieder reichlich Milch für die ärmeren Klassen, nämlich schon bei 1 Gramm Fettersvarnis pro Kopf der Bevölkerung 3000 Liter Vollmilch pro Tag, so daß man das teure Fleisch teilweise durch Milch ersetzen könnte." Daß man für wenig Geld eine schmackhafte und auskömmliche Mittagsmahlzeit Herrichten kann, beweisen unsere Kriegsvolksküchen, in denen für 20 oder 30 Pfg. ein Teller Suppe, V- Liter, mit Einlage von Gemüse und Fleisch, nebst ein Stück Brot gereicht wird. Diese Küchen arbeiten vielfach zum Selbstkostenpreise oder mit nur geringem Zuschuß, wobei allerdings das Personal z. T. unentgeltlich arbeitet und nicht mehr als 60 bis 70 Gramm Fleisch Rohgewicht auf die Portion kommt. Auf Grund der Tatsache, daß sich der Geldwert von Fleisch, Fett und Kohlehydraten wie 5:3:1 stellt, hat man den Gehalt eines Nahrungsmittels an den genannten Nährstoffen mit diesen Zahlen multipliziert und so seine Nährwerteinheiten sestgestellt. Danach erhälk, man an Nährwerteinheiten für 1 Mark: Reh 229, Blumenkohl 268, Karpfen 374, Rindfleisch (mittelsett) 590, Hühnerei 599, Kalbfleisch 616, Gans 789, Schweinefleisch, (fett) 983, Butter 1125, Bohnensuppe 316, Kuhmilch 183/9, Magerkäse 1877, Hering 2127, Weizcnbrot 2133, Roggenmehl 4077, Kartoffeln 4666. Daraus ergibt sich, daß ßie Nährstoffe in den tierischen Nahrungsmitteln durch,oeg 3-Ibis 5 mal so teuer bezahlt werden als in den pflanzlichen, i-ald daß unter den Fleischsorten die fetten Stücke preiswerter als die mageren sind, weil sie weniger Wasser enthalten. Sehr preiswert sind die Seefische, und so wäre es zu wünschen, daß die Bestrebungen der Scefischereivereine mehr Anklang bei unserer Bevölkerung fänden. Unter den pflanzlichen Nahrungsmitteln stehen an Preiswürdigkeit Hülsensrüchte, 5kar- tofseln und Gctrechemchle obenan. Milch und Molkereipno- dukte sind verhältnismäßig billige, die feineren Gemüse.dagegen sehr teure Nahrungsmittel, in denen sich die Nährstoffe oft teurer als im Fleisch stellen. Air Stadt rind £an8>. Gießen, 7. November 1914. Sluf dem Felde der Ehre gefalle». . R. Ritter, Amtsrichter in Dillenburg. Hauptm. Ernst Schmidt ans Weilburg, Res.-Inf.-Regt. 229. Rcinhold Weber ans Waldhauseii, Res.-Jnf.-Regt. 87. Rechtsanwalt Karl E n g elm a n n aus Weilburg, Ofs.-Stellv. ini Feldart.- Regt. 63. Reservist Heinrich Paul aus Hirschhausen, Jnf- Roqt. 87. Reservist Heinrich Erbe aus Wolfeuhausen, Res.- Z.ns.-Regt. 87. Uffz. Joh. E g e n o l f aus Limburg, Jitf.-i A:egt. 88. Sergt. Emil He m m i n g aus Diez, Jnf.-Regt. 28. Leutn. b. R. A. Lang, Jnf.-Regt. 68 aus (tzroßen-Liubew, Llberlt. u. Regimentsabj. Frhr. v. Follenius, Jns.-Rgll dir. 78, in Laubach. Leutn. HanS Bieg er, Jns.-Regt. 88. stieserenbar Tlreo Trumpler, Lt. b. R. und Kmnpagnie- snhrer im Jnf.-Regt. 87. Lt. Wilh. .Herpel (5>anau1, Jnsch Regt. 88. Assistenzarzt b. 9L im Res.-Jnst-Regt. 118 Dr. lßrnst Henrich auS L«nau. Lt. im Jnf.-Regt. 117 Rossi. lkt. b. R. im Fußart.-Regt. 3 Brock mann. Dizefeldimchel b. R. und Offizierstellv. beim Brückentrain 25 Hch. Möller aus Bingen. Oberli. und Kompagnieftllirer Rudolf Andre a e im Fußart.-Regt. 18. Stabsarzt b. Landw. Dr. Paul Schuster, Jnf.-Regt. 81. Lt. b. R. Dr. Walter Schuster Im (Drag.-Regt. 6. Oberlt. b. R. Martin Krug-Lüthi (Hanau), Komm, des Fnlwparks 4 des 18. Armeekorps. Ing. Philipp Mar klof s, Vizewachtm. beim Feldart.-Regt. 27. Vizefeldw. Rudolf Meyer, Maschinengew.-KUntp. des Jnf.- Regts. 87, jetzt Jnf.-Regt. 88. Einj.-Gefr. Ferd. Metzger im Jns.-Regt. 117, Gefr. Jak. Eb ling, beide aus Mainz, im Jnf.-Regt. 164. Schulverw. S ch n e t d e r h ö h n und Kanonier Heiderich, beide von Gonsenheim. Pionier Wich. Goedert aus St. Goar. Offizierstellv. Jak. Bechtold, Otto Brückner und Fritz Pott ho ff, Leutn. und Adj.„ aus Kreuznach. Offizierstellv. Büttner, Bosenheim. Otto Nagel, Cal'lbach. Johann Kästner, Gensingcn. Uffz. Otto Grün, Langlveiler. Lehrer Fritz Mayer, Feldwebel, Merxheim. Oberförster R asm ns, Simmern. Johmnies Schlemmer von Weinsheim, Jnf.-Regt. 117. San.-Uffz. Theodor Thurn, Jns.-Regt. 87. Reservist Oswald Bender, Jnf.-Regt. 116, von Niederscheld. Oberlt. Bind von Dillcnburg, Jnf.-Regt. 132. Vizefeldw. Ott vom 81. Jnf.- Regt. Uffz. Willi N e u ni a n n , Pionierbat. 25, aus Schierstein. Oberarzt Dr. ined. Klaus H o f f m a n n aus Darmstadt, zugeteilt der Feld-Luflschiffer-Abt. 1 (Belgien). Flld- webel-Leutn. Anton Pfänder, Res-Jnf.-Regt. 118, aus Jugenheim. Medizinachraktikant Fritz Müller aus Fried- bcrg. Sanitätsfeldw. Dürr, Jnf.-Regt. 168 in Butzbach. Bizeivachtm. und Zugführer im Huf.-Regt. 13 Hch. Rumpf aus Ziegenberg. Landwehrm. Heinrich Egle von Worms. Vizefeldw. Wetzelberger, Jnf.-Regt. 117. Offizierstellv. Lehrer Rücker aus Mtenkirchen, Jnf.-Regt. 88. Laudrat Bacmeister von Usingen. Chemiker Heinrich W i r t h aus Limburg, Offizierstellv. im Res-Jns.-Regt. 87. Vizefeldwc d. R. Fritz Schäfer aus Weilburg, Pionierb^at. 7. Wehrm. Eduard Kuhlmann aus Wetzlar, Res.-Jnf.-Regt. 81. Ass- Arzt Dr. Ro f f i aus Offenbach, Fußart.-Regt. 10. Lt. Ross i aus Offenbach,-Jnf.-Regt. 117. Vizefeldw. Phil. Habermann, Jnf.-Regt. 87. Lt. Fuchs, Jnf.Megt. 117, aus Nieder-Jndelheim. Fritz und Hugo Löwensberg aus Mainz. Mttinhaber der Malzfabrik Löwlensberg-Jirgclheim. Vct.-?lrzt '3>r. Trvps von Worms. Lt. d. R. Looff von Worms. Vizefeldw. S t i e h von Oppenheim. Uffz. Karl Heinz von Alzey. Feldintendant Fabricius (28. Res.- Div.). Lt. und stello. Abt.-Adj. A. K'ullmanu, Feldart.- Regt. 33, in Lauterbach. Lt. R. Kullntattit, Res.-Fernsprechabt. 25, in Lauterbach. Postbote Otto Senner, Jnf.- Regt. 81, aus Herbornseclbach. ** Kr eiskomit ce für Rotes Kreuz und .Kriegshilfe, Gießen. Aus der in unserer heutigen: Rümmer abgedruckten 1. Rechnungsablage des Kreis- komitees werden unsere Leser entnehmen können, wie groß yiudendurg uns der Uladderadatsch. Zu 5>indenburgs Geburtstag sandte ihm, wie Karl Strecker in der „Tagt. Rdsch." mitteilt, der Kladderadatsch- ttssch in Berlin folgeird-en Drahtgruß: Heil Dir. Du Held! Hei! Dir 'und Glück! Ja, Rnsfenschandtat rächt sich. Sieh da, schon liesest Tu zurück Tein Ruhmjahr Sechsundsechzig. Vorwärts mit Gott! das ist Tein Wort, Und Russenstechheit gibt sich. Du läßt zurück, geht das so sott, Auch weit das Ruhmjahr Siebzig! Tafelrunde des Kl a dder adatschtis ches bei Trarbach, 1. Oktober 1914. Hindenburg: antwortete.- A. H. Qu., den 4. 10. 1914. dlkkerzetts herzlichen Tank für frdl. Merngcdenkcn. Am ge- «Hc „sehr bcschästist". v. Hindenbnrg, Generaloberst. Als nun verschiedene Städte und Universitäten ntttein- ai tder wetteiferten, chu znm Elxrenbürger, zum Dr. h. c. aller vier Fakultäten zu ernennen, da konnte auch der Kladdera- da'tschtisch nicht länger säumest, er ernannte ihn zum Dr. Klndd., gleichzeitig zumBernkasteler Doktor h. c.. Die Urkunde nacrbe von folgenden Versen begleitet: Nein Hardenburg! so geht das nicht. Du aller Deutschen Kirchenlicht, Dm Doktor jeder Fakultät — Du weißt schon, daß das nicht so gcU. Zum Ehrennntglied drum Dich, den Verehrten, Ernennen heut die Madderadatsch-Gclchtten. O ja, da ist die Wett wohl platt, Tu nengebackner D r. K l a d d. Fa, Marschall Vorwärts, vorwärts geht: -Bernkasller Diottor Du b. c. Wieder war schnell die Anttvort da: A„ H. Qn, d. 5. 10. 1914. Herzlnhen Dank für srcundliches Meingedenken durch Ernennung zum Dr. Kladd.! Werde mich bemühen, auch dieses Ehrentitels würdig zu sein! v. Hindenbnrg. Generaloberst. Es folgte vom Kladderadatschttsche diese Antwort: Dank für den Gruß, Herr Dr. Kladd., Setz weiter unsere Feinde matt, Fag' immer rin sie in den Matsch Bis M dem großen llladderadatsch Inzwischen hatte man auch für ein bleibendes Andenken an diese Beziehungen zu dem volkstümlichsten deutschen in beit frfmx'TMi Zeiten, die unser Vaterland lund seinw Kckrc»- aer eben durrhmerchen nrüsseu, au>ch> fius dem Land«? die Opfertvilligkeit und 5>i lf's b e re ick s ch:a§ £t ift. Wenn man bebcntt, daß die Stadi Gießen sowie sollten größere Landorte, in denen Zweigveverne vom Roten .teraijj. oder selbständige Lazarette bestehen, eine gesonderte Samt meltätigteit entfaltet haben, so itbertirftr das, was di^ noch verbleibenden, zum Teil recht kleinen Laudhenrei ninrj bis jetzt alles aufgebracht haben, sicherlich die Ermcrk»- kungen vieler. Schon die Summe an lstwlsspendcn, die ixfii Kreiskomitce an den Landesvercin vom Roten Kreuz na Kj Darmstadt gvliefern konnte, legt in Anbetracht der Krieg s- zciten und d er taburcb besctirankceren Leistungsfähigkeit i> Ü5 Einzelnen beredtes Zeugnis für die Gebefrcudigkeit, aihzr auch für die lebhafte Tätigkeit der iv: den einzelnen Orte«> anschlag! Hütte, denn dies gäbe, zusammengerechnet mit den Geldspenden, erst ein richtiges Bild dafür, in welcheiA Grad sich die Landbevölkerung bis jetzt mit so üb crr äschert-, dein Erfolg angestrengt hat. Als sehr erfreulich können i»tr; cs schließlich bezeichnen, daß anscheinend alles das, ivaltl von den eiugelieferlcn Bestanden verschickbar war, auch cu» unsere Soldaten lpnausgrng. Auf alle Fälle zeigt schor r. die vorliegende Rechiruirosablagc, daß sich das ürcislomüc e eine überaus dankensiverte Aufgabe gestellt hat, wenn ci f irrt Vertrauen auf das Entgegcürkommen der Bevölkerung i und die Mitarbeit freiwilliger Helfer die Kräfte unserer > Landgemeinden zum Wohl der Krieger und Verwundeten ^ nutzbar gemacht hat, ** Ten Liebesgabe ilscitdungen an nnjiere 1 l 6er der verschiedenen Formationen hat man warmherziigc Begleitschreiben bcigclegt. Lkachsteljiend sei dasjenige, das die Freiwilligen erhielten, wiedcrgegcben: Euch Freiwilligen allen senden wir Taheimgcbliebe-, neu unsere Gaben und unfern Gruß, Als Ihr alles verließet, was Euch daheim teuer war — alles, was Ihr durch ernstes Streben der Vergangen- heit abgerungen hattet, oder was Ihr erst von der knnft erhofftet — da standet Ihr mit dcni Freibrief höchsten Adels vor unserer Seele, Ta erhielten Mut und Bc- aeisternng ihre feste Begnindung — da erst schloß sich wür- dig die Kette, die durch das mannhafte Eintreten aller Parteien, aller Richtungen und Kreise gebildet wurde. T rutsche Männer, Helden der Werkstatt und des Geistes auf der ganzen Front, das gab und gibt uns den Glauben an unfern Sieg über alle unsere Feinde! Wir folgen Euch aus Schritt und Tritt — wenn die Herbstnebel sinken, gedenken wir Euer, wenn der Regen strömt, haben wir nur den einen Gedanken: möchte er unfern Kriegern im Felde nicht schaden. Bricht die Sonne durch, so jubelt cs einer dem andern zu: „Das lvird den Unftigen da draußen gut tun!" Faltet unser Jüngstes abends die Hände zum Gebet, so kommt es innig und dringlich von den Kindcrlippcn: „Lieber Gott, behüte und beschütze alle unsre lieben Krieger zu Lande, zu Wasser, imter dem Wasser und in der Luft — unb laß sie alle siegen!" Und unsere Seele betet mit. Blicken wir zu nächtlicher Stunde zu den goldenen Sternen empor, da gedenkett wir Euer, Wie oft werdet Ihr in, Lärm der Schlachken das Gefühl haben, als stündet Ihr ans, den, schmalen Stege, der Ewigkeit von Ewigkeiten trennt. Ewigkeiten hinter Euch mit unergründlichem Werden, mit Entwickelungen und Leben, von deren tiefsten Geheimnissen manche unter Euch erst eben versucht hatten, den Schleier zu lüften. Und Elvigteiten vor Euch, in die Euer Geist cindringen möchte in unermüdlichem Forscher- ernst durch die wache Sehnsucht kurzer, heiligster Augenblicke, Urti. zwischen Ewigkeit und Ewigkeit Ihr selber als lebendige Werkzelige höchster Wcltenmacht, mitschaffend am Entstehen einer neuen Zeit mit neu zu prägenden Werten und Möglichkeiten, Schauer überrieseln mich vor der Größe ltttö Heiligleit Eurer Aufgabe, Gott segne Euer Schwert und stärke Euch Körper und Geist, Er lasse Euch lebendig den Zusammenhang zwischen Euch und der Heimat empfinden, Er schenke Euch leichte frohe Stunden, dantit Eure- Seele die Slwunkrast behalte für all' das Große, was aus schweren Opfern, ans tapferem, freudigem, ehrlichem Kampfe rmporwachfen will. Gießen 1914. Rotes Kreuz, Gießen, ** K notc-Riemann-Abcnd. Man schreibt uns: Tie Beifallsstürme, die vor drei Jahren das Theater dnrch- lobteit, als Heinrich .Knote, der weltberühmte Münchener Tenor, seine glänzende Slimnre erschallen ließ, sind noch in der lebendigen Erinnerung aller, die dem Abend anwohn- len, Während der Erlrag des damaligen Konzertes der Ortsgruppe des Alldeulschen Versandes die Mittel verschaffen mußlc, um die Bevölkerung durch Borträge und Versammlungen über den Ernst der Lage aufzuklärcn nnb sie auf den lommenden Krieg innerlich vorzubcreilcn, soll diesmal der Ertrag zur Linderung des Loses derjenigen dienen, deren Ernährer im eingelretenen Krieg gefallen find. Die Preise sind niedrig genug gehalten — Galerie u. a. 75Psg, —, um selbst Minderbemittelten einerseits den Genuß der bohen Kunst Knotes und Biermanns, andererseits damit gleichzeitig einen Beitrag zu dem guten Zwecke zu ermüglicheu, Ter Barverkauf beginnt Moulag, 8, November, au der Theaterkasse. ** F ü r Elsaß und Ostpreußen, Wir verweisen auf die Be'anntmackiuiig im Inseratenteil unserer heutigen Nummer, daß auch Liebesgaben für Elsaß-Lothringen und Ostpreußen vom hiesigen Roten Kreuz gesammelt werden. Die Zeitungsnachrichten und hierher gelangte Briefe schildern die Rot der Levötterung, die vor den anoringenden Feinden fliehen mußte, ohne die nötigen Habseligkeiteu mitnehmen zu tönnen, Frauen und Kinder sehen der kalten Jahreszeit mit Schrecken entgegen, oa sie alles verloren haben, ** Führt alle Goldin ü nzcn an die Reichs- kasscn ab! Ein Leser unseres Blattes schlecht uns: Am Schalter des Postamts teilte mir in diesen Tagen einer der Beamten mit, daß immer noch täglich eine stattliche Menge von Goldmnuzeiz cingeliefert wird, Wie vieles Gold »lag aber noch in den Sparstrümpfen und Kassetten zurückgeblieben sein! Jedes Zurückhalten von Goldmünzen in Privatbesitz ist ein Raub an der wirtschaftlichen Kraft unseres Reiches, das für jede Gold-Krone einen viel- iachcn Betrag von Papiergeld in den Verkehr bringen kann. Darum auch die letzten Goldfüchse heraus und an die öffent- lichen Kassen abführen! Landkreis Gießen, A Henchelheiin, (J. Nov, Tee Unterricht in der hic- sigen Fortbildungsschule wurde diesmal mit öö lSchülern begonnen, einer Zahl, wie sie bis jetzt noch nicht Erreicht ist Auch für die Begründung einer Jugend- ivehr man auf eine rage Beteiligung, ihre Organisation ist aufs 'beste vorbereitet, i - Hessen-Nassau. m, Kirchhain, ,i. Nov. Mitten im Kriege ist die Avussührang eines großzügigem Kulturwerkes, die Ohm- 'Regulierung, genehmigt. In den Gemeinden Amöne- kchrg, Kirck Hai::, Großseelheim, Kleinseelheim und Nicper- irüa Ib soll eine umfassende Flutzragulierung arisgesührt und dadurch die stete Ueberschrreiniurmgsgesahr beseitigt !ver- de-z, Zu den erheblichen Kosten lersten Staat und Provinz 60 .Prozent Beihilfe, 10 Prozent tilgen die beteiligten Gemeinden im Berhliltni. der Fläche, so entfallen auf die S t, i d t Kirchhain <>8 000 M ark Negulicrungskosten, die wieder auf die einzelnen Grundbesitzer verteilt werden, ,Jjn der Gemeinde Kirchhain werden die Arbeiten gleichzeitig mit der Zusammenlegung aus Fr'führt, ft ll> » 8 Ruvheijc», 6. Nov, Für dev gesamten llmfgng des R cg, i e r » » g 4 b e z ii I s K n i i e I iß n»»!i,ebr der Ö ü ch fi- prpiS (ii v S'u c i i c f n v t o f i c 1 n im ,2cinl>n»del mit :l Alk, feftfi"iei jt. 'bei frcicv Lieiernng ins Haus ober beim Klemhandcl auf böüi Wocbettmnift erhöbt lieh her "trt.fä um 5- Big, 'i-ct pimnbri reifem'ilerfant (bu zu 20 Pkurid» bürfcit 1 Pkg. kür da- Pliiud fletntl remen werden, ’|| 'if n 1 1 c n b er n , G. 9iou. Tie in der Reihe innerer Stadt über die Eder führende Brücke stürzte in bei» '.'lugenblick ein, als ein Fuhrwerk darüber fuhr. Ter Knecht kam mil dem Schrecken da, um, auch die Pferde konnten gerettet werden, ,ui. N e u st a d t, 6, Nov Der fett SlnSbrittb des Krieges hi« »selbst in Aktion getretene K r i e g s e> >i s s ch u ß zum Roten K e«: uz entlastet eine segensreiche Tätigkeit und basste in jeiner ge jtarn abend abgebalteaen Sitzung mebrere anerkeeiKonswerte Be- Icbi-iisse, Ter Keieasausschuß überninunt den grössten Teil der kür di t im biesigen SchwenernhanS iwlergebrachten PerwAndeteii ent- st-i'idenen Bervsteg'ng§- und Arztkailen, befchloli weite z, ledern ans R irnstadt gebürtigen und im Felde stehenden ttrieaer ein LiebeS- Ket, bestehend' aus 1 Paar Strümpfen, 1 Paar Pulswärmer, 1 löeibbiude, Zigarren und Scholotade zu senden und mehreren t> sdnrfiigcn Witwen, -deren Männer den deldcntod cibiitea, eine u Zitcrslntziing zukomme» z» lassen. B,s jetzt sind schon von hier letzt Krieger jur Fahne cinbenifen. h, F r a u k s u r t a, M,, 6. Nov, Der Magistrat der Stadt sFrankfurt hat heute für beste auserlesene Sp e i s c ka r Po f- s l e 1 n folgende H ö ch st preise fest gesetzt: Beim Verkauf ' !,ou mindestens 100 Kilogramm unmittel-bar an den Ber- braucher kosten 100 Kilo Kartosfetti einschließlich Verpack,rng e nd Beförderung nach der nächsten Ladestelle 6.50 Mt,, bei freier Lieferung ins Bans oder beim Verkauf in der Markthalle 8 Mk, Jtn Kleinverkänf kostet ein Kilo 9 Pfg, Dienstag, den >0. Rovem'cr, abends 6 Nbr: Dersammlung des FranenvereiiiS der Lnkasqemeinde im Lnkassaal, Mittivoch, den II. November, abends 8 Uhr: Knegsbetstimde. Pfarrer B e ch l o I s h e i n, e r. Freitag, den 13, 9ioven>ber, abends lUir: Vereinigung der konfirmierten iveiblichen Jugend der Johannes einemde. Näch'lküiilligen Sonntag, den t', Nonen,brr, findet i»! tzt! end. aottesdienst Beichte und heiliges ülbeuhnmh! für die Lukas» „nd Johannesgemeinde geinenijani statt Anmeldungen dazu werden vorher bei den, Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. wartdurg-verein, eb.ingelischer tfil tglings mid Maimer-Ver!!-,. Sonntag, de» 8. November, abenks 8 llhr: Port rag (z,,. gleich Bereinigung der konfirmierten männlichen Jugend de, Markus gemeinde, Dienstag, den 10, 9tobember, abends 8 1 /, Uhr, Bibelstimde, Donnerstag, den 12. November, abends 8tz. llhr: Lesegbeud, Sam-iaa. den lt. > ov„ abends 8 llbr: 9Iellere Abteilung. vibelktänzchen für Schüler höherer Lehranstalten. Für die längere Abteilung :eden Aüttwoch von 6—7 uftr, fi» die ältere Abteilung jeden Samstag von 6 — 7 Uhr im Johannesj ,.,: vibelktänzchen fiit Mädchen atu der Iahanireszeuteiiide. Jede» Dienstag von 6-7 Iltir im Johannesstral. Sonntags-Verein für Rädchen. Jeden ecoimtag »achmiltag von 2 Uhr ab Tiezstr. lö x, |An- iprache, Gesang, Spiele, Bibtiathek.) Evc>nqe!iich;r Eottesdieiiit. Kirchbcrg: Sonntag, de» 3, . ovember, vormittags 10 Uhr, tiveil. 'Abendmabt für Lotlar.i Lollar: Mittwoch, den 11. 9lov , abends * Uhr: Kriegsbetsinnde, Danbringe» : Tonneislag, den 12. 9iov,, abends 8 Udr: KriegSbetstnnde. ttz » ß »i an», Tekaa. rkatholische Gemeinde. Gottesdienst. S a m 7 t a a , den 7, November: tz'achmittag? um 5 Uhr und obexds um 8 Uhr: 6iolegent>efi z»r bcil. Beuchte. Sonntag, d e » 3, N o v., 23, S o » » t a g » a ch D i i u g st e n, Vormittags von. 6' , Uhr an: Gelegenheit zur ht. Beichte. , um 7 Uhr: Die erste hl. Messe. . um 8 Uhr: Austeilung der ht. Kommimiou. , mn 9 Uhr: Hochamt mit Predigt. „ »m 11 Uhr: öl. Messe mit Predigt. Nachmittags um 5'/, Uhr: Ehri lenlchre: daraus Andacht sin die Abgestorbenen. Dienstag und Freitag abend mit VI, Uhr ist Kriegsbittandacht, Diasp»ra-Gottesdie«st. Sonntag, den 8. 9t o v e in h e r: In ©rüubfiv, um btzs Uhr. In Hungen ui» d'l, Uhr. Feldherrn des Krieges gesorgt. Einer der „Kladderadatsch gelehrten". Professor Eberlein, Tjat bekanntlich Hürden - bnrg schon modelliert, und eine lebensgroße (and) lebens Spiclplan der Sicftcncr StaOtfljcatcrs» Tircktton: Hermann Stcingoetter. Sonntag, den 8. Liovember, nachiniliag - ,p/, Uhr, de: Polks- vreisen: Prolog von Hern,. SteingoeNee, gesprochen von Maria Schild, Hierani: .WallenNcinS Lager' von Fr. v. SchtNer. u,„» Schliib: „Das Eiserne Kreuz,' Le ensbitd in t Anlzua von Ernst Wiehert, in neuer Einrichluug vo» Richard Kehler. Ende ,r , Ilt» 9tb«nds 7", Uhr, bei kleinen Proste»: „Wi- die ,'!Iten snngen." Lustsmet in vier Akte» von Karl 9!ie>:iann, Ende nach I-) Uhr, Dienstag, den 10, Liovember, abenos 8 Uhr, bei gewöhnliche» P,eisen termähiat), 2.Dienstag-'Aboi>»einento-Borslell»»g „Zivilehen de» Schlachten/ Schanisiel in einem Auszug von Björnstjerne Björnlou. Hieran': »WalleiisteinS Lager,' Ende gegen In Nh,-. Freitag, den Ist, 9!aveniber, abends 8 llhr, bei gewöhnt, Preiien (erinässtgll, 2. Freilag-Aboiinenients-PorsteÜinig: „Minna von Barnhelin." Lnslsoiel >u ö Anlzngen von (9. E. Les'ing. Ende regen I0X Uhr, Sonntag, den Ist. November, nachnnltags i'A llhr, bei kleinen Preisen: „Die .'Kabenilctneiiu." Schani viel in 4 91fteu von Ernst von Wilbenbrzich, Ende ü'/ t Uhr. lfiin 9lbend keine Vorstellung, Letzte Nachrichten. jWTVZ Großes Hauptquartier, 7- Nobcuiber vom. lAmtlichZ Illiscr Angriff j,; der Ricl>tii»g Hperii inaditr nudi gestern, beiouLers südwestlich Fortschritte. 1000 evian= zosrn wurden zu Gesangeucii gemacht »iid Z Maichinenarwesitk rrürmct. Fra«;osische A»grifft westlich Noyvn sowie ans dik non uns gktiouimcuk» Orkt Balllti !ittd ElfauonnkS »'.»irden jmtrr schweren Berlnftrii für den Feind abgelziiescii. Ter von uns eroberte und nur schwach besetzte Sri Soiipir und der Wkst- tcil von Slipigneul, der dauernd unter schwerem Artillcrit- fcucr lag, mußte von »ns geräumt werden. Bei Scrvon lvurde der Feind abgewiesen, im Argouiikr Wald weil» zurnckgedriickt. Ans dem öltlichen Kriegsschauplatz wurden drei rnssischk Kavallerie-Divisionen, die die Warta obcrlmlb Eolo über schritten hatten, geschlagen und über den Fluß znrückgcworscli. Im übrigen kani es dort zu keinen Zitsommenstößeii. Rotterdam, 7, Nov, ncn, so daN sich die Verluste der dnit- j scheu Besatzung auf,iie iämpfunsähig -ii machen. Gelandete deutsche Ossiziere erzähle», daß die Englänocr heldenmütig kamviten, aber daß ihre Artillerie den schweren großen Kanonen der Deutschen gegenübe, wirknngSlo? war. Die kleinen deutschen Kreuzer beteiligten sich NN dem Kampfe und einer unter ihnen niackte sogar dem „Ätonmoutti" den Garauc Man vermutet, dasz die engliichen Schisse zu der japanischen Flotte von abl Schiften, welche die deutschen Schisse beriolglen, stoßen wollten. Aus diesem ltzrunde blieben die deutschen Schisse rennatlich nur einen Tag in Valparaiso, um ihre Vorräte zu ergänzen, — Ameeiianische Blätter geben zwar zu, daß die Artillerie der deutschen Skliisfc überlegen nr, nber sie verhehlen ihr Erstaunen bar liier nicht, daß das engliilbe Geschwader so wenig Schaden anrichterc. Das Schießen der Engländer soll den, ausgezeichneten Richten der deutschen Kanoniere gegenüber nur mäßig gewesen sein Die amerikanischen Blätter erkennen übereinstinimcnd ait. daß die Deutschen große Tüchtigkeit, Mut und daoes große Einheit beim ejusaminemoirken ihrer Schiisk, bevor die englischen und japanisch«» Schijse sich vereinigen konnten, zeigten, so das: sie die Engländer getrennt schlugen. aus dem Stegreif godirhlel — ging an Hindenburg ab: Heil Dir, D„ Held und Dr, Kladd,! Setz die verjluclsten Russen matt! , Du bester .Held im deutschen Staate, Es strabtt in um rer Kemenate Dein Bild, geformt von Meiperliand, Ans Lorbe-rn nieder von der Wand. Gebildet hals der Eberl ein! Wir aber trinken edlen Wein, Wir trinken ihn zu Deinem Wohle, Daß Nikolaus dcr Tenjel hole! Der Teufel ist ein braver Mann---- Doch — einer ist, berc- besser kann. Der Klndoeraditiäwisch b. Trarbael (. Wieder sollte pvvmpk am 2, November aus dem Hau ch t- quartier der Ostarmee Hindenburgs eigenhändiger Dc a ik, unterzeickfiiet Dr, Klad-d, Sind diese Antworten , a ch T r i n i t a t i s. Gottesdieiilt. Zn der Stadtkirche. Pormitlags 0'ü llbr: Proleiior tt, Sckiian, Vormittags II Uhr: Slinbertirrbe für die MarluSgeineinde. Plärrer Schwabe, Abends b Uhr: Pimeroerwalter F n ch Dienstag, den 10. November, naclnuiltags 4 Uhr nelmieii die Pcriaimnlungc» des F r a n e n »> i l f > o n s v e r e i » s für Bafel ii» Matthäi siaale wieder ihren A»>a»a und locrbcn daun regelmäßig alle 14 Doge qchalic» werde» Die alten ■> iiglieder, loiuic alle, die geneigt find, einzutrelc» und mitzuar eiten, werde» dazu herzlich ivillkommen geheüie». Sonntag, den 8. 9!ovember, abends 8 II r: Pereiniaung der konfirmierten »iäunltche» Jugend der Maiknsgemeinde, Tiez- straße Ist. Dienstag, den 10, November, abends 8 Uhr: Bereinigung dcr oiifirniicrlcn weiblichen Jugend der Maeknsgeincinde k In der Iohannerkirchc. Vormittags 8'tz Uhr: Pfarrer 2l » s > e l d. Vormntags II Uhr: Kindcrkirche für die ckobaimesgemei-iste, Pfarrer A » § f e l d. Abends ö Uhr : Pfarrer B e ch l o l s !> o i m e v. SlbrubS 7’/, Uhr: Vereinigung der konfirmierte» inännli be» Jugend der LukaSgemeinde in, LulaSfnal, Zm rnfosiaale lkiebigltraß- 56). Nachmittags 2 Uhr: Gottesdienst für Taubstumme. Pfarrer Bc cht o l s b e i m e t. Abends 8 Uhr: Veijamnilung und Bibclbesvrechung ji» Johaunesjaal. Verantwortlich für „Feuilleton", „Gerichtssaal" u. „Verniijchics": I, D,: A u g u st G o e p. Auch zur KickegSzcit werben die deutschen Frauen daraui kr daätt sei», schön gepflegtes volws Haar zu befilzcn und sich zu erhalten, denn nickits entstellt mehr als eiue schlechte Fciun Vielen Damen in es nun trotz aller Mühe nicht möglich, eüu schöne, haltbare F'easur zuwege zu bringe», da ihr Haar a,i in reichlichem F-etlgchaPt leidet. In solchen Fällen überrascht das ärztlich und von D.ameniriseuren bestens emveohlenc Pallabona durch seine Wirkung, Jede Dam- mache einen Versuch, Äe: Daniensriseuren und in Panüincrien ist das beivährte Fabrilal stets auf Lager, Vit 8 * Amtlichcr Tcik. Bckeu«llt«rachung. letzter Zeit ist es vorgekommc», oaß Militärpflichtige, die als Freiwillige angenonimen, im Besitze van Annahme,meinen von Rcgimenlern waren, sich nick)' zum Kricgsersatzgeschäit gestellt haben, in dem Glauben, daß der Auimhineschein noch Gültigtest habe. Es wird daher hiermit daraus ausmerlsam gemocht, daß die 'stnnahmeicheine durch die Mobilmachung ihre Gültigkeit verlöre» aben, und daß sie in Frage komnienben Personen, soweit sie miliiärpslichtig smd, verpflichtet siitü, sich zum Kwiegaersatzgeschätt zu stellen, Tiejeiitgeu, die der Gestellung bi-:- >eyt nicht nachge- konimen sind, werden liierniit ausgesordert, sich soiorl aut Ziiitmers oes Regierungsgebäudes in Gießen zu melden, Gießen, den ö November 1!il-l, Ter Zivil-Byriitzende: I, V.: Hechler. \ Sehr preiswerte Neuheiten in Kindermänteln von M. 5 - an Mädchen- und Backfisch-Mänteln von M. 12 - an Damen-Mäntein von M. 15 - an Jackenkleidern von M. 24 - an Röcken von M. 6 - an Blusen in Reinwolle von M. 9 - an Blusen in Tüll von M. II - an Unterröcke aller Art in jed. 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Liebesgaben fit LtzttiUii uni Elsaß-Äthriagca Vetiwerk, Kleider, Leib- und Vettwiischc, Haus- lraltniigsgerätc, werden Montags, Mittwochs und Donnerstags zwischen II und 1 Uhr im früheren Zichamt, Reuen Bälle 3t,e»tgegengenoiumen. Jie Vorstsudk kt Vereint nom Mn Kreuz. Mrn'inevcrein Gieszen Bein, Bor! and des Marine-Bereins Gienen gingen Beiten der Mannichane» der Kaiser!, Marine und deren Hinterbliebenen folgende Spenden ein: Es stifteten 6, 5.— 3.— 5.— 10 .- 1.50 23.- 10 .- II, Es gingen ein in bar von folgenden Spendern: Mk, Landg.-Dir, Prätorius August Tefbel . . . FetdivcbeFBolz . . Unternehmer Bender Riegelpfadklub , , . Lokomoiivf. H.Schmidt Schnlicderiilftr, Gäbet, Treis a. Lda. , . , Rentner Heil . , , Bereit, fllrKriegshiise nnd-Lürgernleisterei Bkeichelsheim , , , 105.— Alfred Pabst.... 2.— Mitglieder d. Marine- Vereins,dicnidnein- berufen find . . . 93 .— Mk. 263.50 Obige Eingänge guitiicrt dankend Der Vorstand des Marine -Vereins Gieren Gg. Hcbftrcit. W. Schmidt. [113880 [. Tabak Zigarren u. Zigaretten : lkomm.-Rat Schirmer «leb. Rai Gail llomm.-Rai Klingipor lloium.-Rat 0ioü Ilinn & ClooS, Hencheiheim Fabrikant Pletz Scheid -ton»».-Rat Müüer -omm.-Rat EnimclinS Fabrikant Nnitmann tarl Seidel Hermann OSwaid, Wiesen labrikani Ficger 7 au Hovield . chornstcinsegermstr. Keil zrau Worch -Mittwoch, 11. l. -»ne., nackt». 2 > , Ilbr. werden nach :iitittf: des Zugs auS de» in nächster Rahe der Halte,teile chifsenbcrg gelegenen Teichen Bachforellen. Karpfen ,d Schleien in kleineren Mengen versteigert. Gienen, den 0. November 1914. Grotzhcrzogliche Oberiärsterei Schiffenberg. Traut wein. >11290 B Versteigerung. Fortictzung der gr. Warcnvcrstcigcriina iindcl Montag, den 9. ds. Mts., nachmittag« l Ilbr, »n .'tuktionssaale Neustadl 55 bcitimmt stau. Es gelangen insbesondere zur Versteigerung: Heinde», Lorhcmdcn, Krage», Selbstbinder uiw. 11302 M üller, Gronh. 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Dank auch dem Kriegerverein Allertshausen sür die dem Verstorbenen erwiesene letzte Ehre. 07726 Iic traiimide» ßlntcrblicbeiikii. Slllendors a. d. Lumda, den 6. November 1914. Danksagung. Für die überaus zahlreichen Beweise herzlichster Teilnahme an den, uns so rasch und schwer betroffenen Verluste, sowie Herrn Pfarrer Barth sür seine ergreifende Trauerrede sagen wir innigsten Dank >11275 Familie Heust Familie Pfeiffer Familie Schäfer. Grohen-Buseck, Sllten-Buseck, 5.November 1914, Trauersachen werden ln 2—8 Tagen tadellos schwarz gefärbt Jftampf-Färberei und Chemische Waschanstalt Fabrik und Laden: J5arbnrBcr Straße 40, Filiale: Selterswce 25. Aufträge n ch außerhalb werden prompt erledigt. Telephon 220. (9573 C. F. Croon, Tranarsaclieii. werden in kürzester Zeit tadellos schwarz gefärbt J. O. Wallenfels Färberei, chemische Wasch-, Dekatur- und Bettfedem- Reini£TUi)#r>-Anstalt. Fabrik n. Laden Klrchenplat* Ü1-8S. Telephon OU Anfträrre nach außerhalb worden prompt erledigt. 1112B4 übrzoql Braunschw. Baugewerksciuile Kolzminden. Hochbau - m &r- Tiefbau C . D Ä™ Sommrruntcrrtajt 2. ttppl. HcIMirtfung. wintrronmrlch, 15. Okto»cr. _ OiEldjtKrxbtlgl mll t*n asnlgu Preofi. Bjujrotriyjjulm. ----- Mit Gott für König und Vaterland starb den Heldentod Ende Oktober in Frankreich unser lieber Neffe und Vetter Dr. phil. Kurt Vogel von Falckenstein Privat• Dozent an der Uuiversität Giessen, Reserve-Leutnant im Dragoner-Regiment Nr. 4 Inhaber des Eisernen Kteuzes. ln tiefstem Schmerz: Marie Vogel von Falckenstein Caroline Vogel von Falckenstein, geb. König Eveline Vogel von Falckenstein Otto Vogel von Falckenstein, Oberleutnant der FeIdfiieger-AbteilungNr.23, zurzeit im Felde. 11298D ■ Am 6. September starb infolge seiner am 28. August erlittenen schweren Verwundung den Heldentod fürs Vaterland mein innigst- geliebter, herzensguter Mann, unser lieber unvergeßlicher Schwiegersohn, Bruder, Schwager und Onkel Am 25. September starb im Feldlazarett den Heldentod fürs Vaterland nach schwerer Verwundung mein innigst geliebter herzensguter Mann, der treue Vater seines Kindes, unser guter Sohn, Bruder, Schwiegersohn, Schwager und Onkel &*' 3 Bruno Christner Ludwig Körber Wehrmann im Infant.-Regiment 116, 10. Komp. Die tieftrauernden Hinterbliebenen. L d. N.: Marie Christner geb. Müller u. Kind. Giessen, Scbottstr. 7. 07746 Vizefeldwebel im Inf.-Regiment „Kaiser Wilhelm“ Nr. 116 Im Namen der tieftrauernden Hinterbliebenen: Elisabeth Körber geb. Stroh. Reiskirchen (Kreis Wetzlar), Rödgen. 07736 Am 5. November starb an den Folgen des Feldzuges mein herzensguter Mann, der beste Vater seines Kindes, unser lieber Sohn, Schwiegersohn, Bruder, Schwager und Onkel Karl Schmidt ® crI . Heldentod fürs Vaterland starb am 24. Oktober aus Frankreichs Erde mein innlgst- geliebter Mann, der herzensgute Vater seiner Kinder, unser braver Sohn, imser treuer Schwiegersohn, Bruder und Schwager Nachruf. Wehrmann im InF.-Regt. Kaiser Wilhelm Nr. 116 im Alter von 33 Jahren. (iuo# Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Lina Schmidt, geb. Bonarius. Giessen (In Löbers Hof 9 p.), Schierstein, Butzbach, Siegen, den 7. November 1914. Johannes Leidner Gelreiter im Res.-Jns.-Rcgt. 11«, 7. Komv. im 30. Lebensjahre. Den Heldentod fürs Vaterland starb am 28. August bet Mouzon unser treuer Kamerad, Sangesbruder und Turngenosse Die Beerdigung findet Sonntag, den 8. November, nachmittags 3 Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofs ans statt. Sen Friedrich Sriimtr Webrmann im Res.-Jns.-Rcgt. 11«. 5. Storni). In tiefster Trauer: KatharincLeidner, geb. Hofmann und Kinder In «hm vertieren wir einen treuen Freund, ein eifriges Mitglied, besten schmerzlichen Verlust wir auss tiefste bedauern. I» liehldtm finter rnkit utf»!« Familie Ludwig Hofmaun H. Familie Johannes Leidner. Wir werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren. Nachruf. Alten-Buseck, Wetterfeld, Laubach, den 7. November 1914. 07750 Knkgemrklll 8estilgvttkin „Frshsinii" Turnverein Ruttershausen. Den Heldentod fürs Vaterland starb am 22. August unser Sangesbruder Herr Uarl Wehn Gefreiter der Reserve im Fnsanterie-Rcgt. „Kaiser Wilhelm" Nr. 11«. Kaisers Brust Caramelien m.li Was wir bergen in den Särgen, ist der Erde sterblich Kleid, Was wir lieben, ist geblieben, bleibt in Ewigkeit. Gesangverein 5ängerkranz. Groben-Buseck, 7. November 1914. 11287 Landwchr-Jnf.-Regt. 116, 12. Komp. im 31. Lebensjahr. In Trauer: Gesangverein Concordia Langsdorf. wenn man *lch wB diesen überall I bekennten Ho»- tenbon- bona rer- eiebt! Hutten, ____ Heiserkeit, Katarrh verschwinden nach Gebrauch von schon wenif« n Caramelien. Aber man »oll es fsr nicht soweit kommen lassen Man führe bei allen AospingW Kaiser’s Brnst-Caramellen b«i sich, dann sind Erkkltunf® 0 ausge- ßinn ^eugnia,« von echlossen. OlUU Aerzten ond Privaten. Paket 25 Pfennig, bü Pfg.. KriegspackunQ 15 ng Schutzmarke : 3 Tannen. Za haben bet: Apoth. *. Dngel, <»*. Wallenfels, M arktpl. 21 , Aagrust Wallep* fei«, Marktplatz 17, AI** Stamlt, Neuen Bftoe 17, Jaeou VlaternnK und Chr. Bleker- Neustadt in Giessen; ler in Lang-Göns: Auf. bert and Hc*h. Rtlmmel ’ D Wieseck: Fr. Volk II. m Kerker VH. in Heochelheim. Wllh. Röhl in Gr.-Pase«. T h. U e 1 c ü m an n, Stadt-A poth. in Kirtorf. Tapeten! ,, t A <ßf(1. UI Katnrell-Tapeten V. 10 Dfg> *]; GaM-Tspetan von 28 Pig- & in b. schonst, u. neuest. Mut 21!an vcrtkoslensr.Ahtsterb^' L«br. Ziegier. I-ivwbm» i""v I.