rr. 262 Erster Blatt Der Eichener Anzeiger Erscheint täglich, ander sonntags. — Beilagen: viermal wöchentlich ßietzenerZamilienblätter: goeimal wöchentlAreir- UtittfürdenUreir Siehe» Dienstag und Freilag): qoeiinat »wnatl. Land- virtfchaftüche äeitsraqcn lernsprech - Anjchliiffe : tirdie SchratteiliingllL Lertag.Geschältsstelleöl Adresse inr Dratitnach- .ichten: AnzeigcrSiehen. Annahme »an Anzeigen ür die Tagesnummer ns vormittags 9 Uhr. M- Zahrgang Samstag, r. irovemder 1A4 Bezugspreis: monatl. 75 Bi., vicriel- jährl. Mt. 2.2»; durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. 65 Pf.; durch diePost Mk.2.— viertel- sährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15Pj., ansro. 20 Pf. — Haupt- schristlciter: Aua. Goetz. Verantwortlich sür bei» polit. Teil: Aug. Goch: sür „Feuilleton", „Vermischtes" unü„Lcnchts- saal": Karl Neurach; iiir „Stadt und Land" : Rotationsdruck und Verlag der Srühl'schen llniv.vuch- und 8teindruckerei v. Lange. Schristleitung, ssieschäftrstelle u. Druckerei: Schukstr. 7. H^B-ch General-Anzeiger für Oderheffen Ziegreiche Seeschlacht an öer chilenischen Rüste. Der öentsche Besuch vor yarmouth. Neue Erfolge im Westen. lWTB. Amtliche Berlin, 6, Nov. Nach Meldung des eng- > ischen Presseburcans ist am 1. November durch unser Kreuzcr- cschwader in der Nähe der chilenischen K ü st e der englische | :mtsetfreu}tt „M ontmouth" vernichtet, der Panzerkreuzer Good Hope" beschädigt worden. Der kleine Kreirzer „Glas- o w" ist beschädigt entkommen. Auf deutscher Seite waren beteiligt: S. M. Große Kreuzer I Scharnhorst" uud „Gneisenau", S. M. Kleine Kreuzer „Mrn- ™ erg", „Leipzig" und „Dresden". Unsere Schiffe haben anscheinend nicht geilten. Der stellvertretende Chef des Admiralstabs: B e h n ck e. Der Kreuzer Montmvuth wurde Ende 1902 in Dienst estellt und ist 9950 Tonnen groß. Er ist bestückt mit vierzehn 5-Zentimeter-, acht 7,6-Zentimetcr- und drei 4,7-Zentimeter-Ge- chützen. Tie Besatzung beträgt 540 Mann. Der Kreuzer Good Dope lief 4904 vom Stapel und hat ine Wasserverdrängung von 14 300 Tonnen. Seine Bewaffnung cstcht aus sechzehn 15-Zentimetcr-, zwölf 7,6-Zentimetcr- und | rei 4,7-Zentimcter-Geschützcn. Die Besatzung ist 900 Mann stark. Ter Kreuzer Glasgow lief 1909 vom Stapel und ist 4900 ! (onncn groß. Seine Bewaffnung besteht aus zwei 15,2-Zenti- icter-, zehn 10,2 Zentimeter- und vier 4,7-Zentimeter-Geschützeu, )ic Besatzung beläuft sich auf 376 Mann. (WTB. Amtlich.) Großes Hauptquartier, 6. Nov. > ormittags. Unsere Offensive nordwestlich tind südwestlich von >pres macht gute Fortschritte. Auch bei La Bas fee lürdlich von Arras und in den Argvnnen wurde Boden ge- I rönnen. Unter schweren Verlusten für die Franzosen er- ! bcrtcn unsere Truppen einen wichtigen Stützpunkt im B o i s - Firnis südöstlich von St. Mihiel. Auf dem östlichen Kriegsschauplatz hat sich nichts Wesentliches | rechnet. Oberste Heeresleitung. !War schon gestern die Freude über die neuen deutschen erfolge zur See groß, so haben wir heute, nachdem ergän- ende Meldungen eiugclaufeu sind, noch mehr Grund, fröhlichen Mutes zu sein. Alle Welt staunt über die deutsche ratkrast, sogar die englischen Zeitungen halten es jetzt für hre Pflicht, auf den Todesniut der deutschen Soldaten und veclentc hinznweiscn, und wenn wir genauer nach ihren Gründen forschen, so kommt man immer wieder auf die Vernutung, daß die Welt langsam vorbereitet werden soll auf in so ganz anders geartetes Ergebnis des Krieges, als eg ,m Anfang von britischen Staatsmännern prahlend angc- l ündigl worden war. Die deutsche Flotte sollte, so sagte be- f anntlich Herr Churchill, in ihren Mauselöchern ausgesucht verden! Es sollte nur wenige Wochen dauern, um den Eng- ändcrn ein helleres Licht ausgchen zu lassen. Unsere „Mäuse" laben au der englischen Küste einen Besuch abgcstattet, wobei re der Bevölkerung von Barmouth und Umgebung eine sehr ebhaftc Begrüßung zollten! Ein englisches Unterseeboot war >ernt Empfang so unglücklich, über eine Mine zu stolpern ind ist wie eine Mausefalle untergegangen — aber die beut* chen Mäuse sind im Nebel verschwunden! Ter Fall er- nnert an einen Vorgang, der im Winter des Jahves 1908 | in englischen Unterhaus zur Sprache gckvmnien ist. Das war rekanntlich die kritische Zeit deutsch-englischer Gegensätze, und I >ie britische Marinevcrwaltuug veranstaltete große Manöver n der Nordsee, deren Grundgedanke darin bestand, daß das öros der atlantischen Flotte unter dem Oberbefehl Lord Zeresfords England angreifen, während die Heimatflotte die Üerteidigung führen sollte. Hinterher stellte der Abgeordnete Üellairs fest, dem Adiniral Finnis sei es gelungen, mit einer s-lottenabteilung, die eine Transportflotte mit 70 000 Mann Landungstruppen vorstellte, der englischen Verteidigungslotte bei Nebel auszuwcichen und die Küste von Schottland I inbcmerkt zu erreichen. Es wu"^e von der Marineverwal-- ung zwar widersprochen und erklärt, diese Dinge hätten sich I Inders abgespielt, aber sicherlich war an der Beschwerde Uwas Wahres. Jetzt hat die deutsche Flotte dasselbe Manöver, trotz größerer Schwierigkeiten, mit bestem Erfolge wiederholt, und zwar an der Westküste des Fnselreiches. Die Engländer sind noch voll Staunen tnd Unklarheit, wie es den deutschen Führern gelungen sein mag, die Minengefa.hr glücklich zu bestehen, rwd ihre Fachleute überbieten sich in den Ausdrücken der öewunderung für die glänzenden Eigenschaften der deutschen Seeleute. Ein Unglück kommt nie allein. Der neue deutsche seesieg an der Küste Chiles war gleichfalls eine nette Ueber- aschnng. Wir aber jubeln: wie unvergleichlich schneidig, Ahn und doch besonnen gehen unsere braven öeefeutc tit »ett schweren Kampf! Keine Besorgnis vor der Uebcrmacht änn sie hindern, mit frischem Unternehmungsgeist den pihtenmäßig überlegenen Gegnern zum Spiele anfzuwarten. klei Chile waren 'die Engländer unterlegen, weil sie über- ascht und ertappt worden sind. Die drei Schiffe unserer vst- isiatischen Station haben sich mit dem vstamcribanischen Betende unserer Flotte vereinigen und den ahnnngslosen Geg^ wr überraschen können. Der englische Kreuzer „Monmouth :st gesunken, und dasselbe Schicksal erlitt wohl auch der Panzerkreuzer „Good Hopckfi Die ausführlichen englisckfen Meldungen lauten für die Niederlage der britischen Schiffe noch weit ungünstiger als die kurze Fassung des Chefs un- seres Adniiralswbes. Der Eindruck dieser Ereignisse zur See vereinigt sich mit der Wirkung unserer neuen Erfolge in Feindesland. Immer unhaltbarer wird die Lage der Belgier und ihrer Bundesgenossen und auch an Frankreichs Ostgrenze sind wir durch einen neuen Vorstoß, südlich! von St. Mihiel oem Endergebnis einen guten Schritt näher gerückt. 433 247 feindliche Gefangene. Berlin, 6. Nov. (WDB. Amtlich.) Bis zum 1. Novbr. waren in den Gefangenenlagern, Lazaretten nsw. nach den dienstlichen Meldungen untcrgebracht: Franzosen: 3138 Offiziere und 188618 Mannschaften, Russen: 3121 resp. 186 779, Belgier: 537 resp. 34 307, Engländer: 417 resp. 15 730, zusammen 7213Offiziere und 426 034 Mannsck^iften. Tie Kriegsgefangenen, die sich noch auf deni Transport nach den Lagern befinden, sind hierbei noch nicht milgezählt. Gegenüber den letzten Veröffentlichungen zeigen die Zahlen eine auffallende Steigerung, die sich durch die beträchtlichen Zugänge erklärt, die seitdem in erfreulicher Weise zu verzeichnen waren, und dadurch, daß in den bisheri- gen Znsamnienstellungen nur diejenigen Kriegsgefangenen aufgeführt werden, die nach den eingegangenen Meldungen der Lagerkommandanturen in den Gefangenenlagern untergebracht waren. Nicht berücksichtigt ivaren u. a. die große Zahl der-Kriegsgefangenen, die sich in den Lazaretten befanden, und solche, die außerhalb der Gefangenenlager sür. Arbeitszwecke Verwendung fanden. Die Kriegsgefangenen, die sich am 1. November - ch auf dem Transport befanden, sind in obiger Zusammenstellung noch nicht enthalten. Der Seekrieg au der chilenischen Küste. Berlin, 7. Nov. Zu dem deutschen S-eesieg« beji Coronet sagt die „Vossische Zeitung": Daß sich die deutschen Schiffe vor der chilenischen Küste vor- einigen konnten, obgleich England, wie es die Meere, so auch die telegraphischen Verbindungen zu beherrschen wähnt, ist ein glänzendes Zeugnis für di« Umsichtigkeit und die Tüchtigkeit unserlw Marine. Ein noch glänzenderes Zeugnis ist es, daß die deutschen Schiffe sofort imstande waren, die britische Flotte anzugrrifen w.rd sie zu vernichten oder in die Flucht zu schlagen. Das deutsche CK- fchwadcr hat diesen Sieg nicht seiner Uebcrmacht zu verdanken. Die Hauptsache ist nicht, daß, sondern wie der Sieg erfochten wmode. Die deutschen Seeleute rühmen mit Recht die Tapferkeit der Engländer, und daher ist der Erfolg desto großartiger, den die deutschen Schisse errungen haben. Berlin, 7. Nov. Die amerikanischen Blätter melden, Wik der „Berliner Lokalanzeiger" berichtet, über die Seeschlacht an. der chilenischen Küste: Nachdem die deutschen Kreuzer den „Monnnknth" versenkt hatten, richteten sie gegen den „G o o d H o p e" das Nwer. Die großen Kanonen der „Scharnhorst" und „Gncismau" Wattn den Geschützen der englischen Schiffe stark überlegen. Mit unheimlicher Präzision trafen die Geschosse der deutschen Kreuzer. Ms der Schiffsrumps des „G o o d Hove" voll Wasser gelaufen war, lies das Schiff an der Küste auf. London, 6. Nov. (WTB. Nichtamtlichi.) Tie „Times erhält folgenden Bericht über die Seeschlacht bei Chile: Bier deutsche Kreuzer, darunter „Scharnhorst" und „Gneisenau", griffen am Sonntag die englischen Kreuzen' „Good Hope", „Monmoulh", „Glasgow" und „Otranto" bei 45intritt der Nacht in der Nähe der Insel Santa Maria an. Der §. a m p f dauerte über eine Stunde. „Good Hope" wwrde derartig beschädigt, daß er gezwungen war, uicker dem Scstutze der Dunkelheit zu iliehen. „Älonmouth" versuchte zu fliehen:, wurde aber von einem kleinen deutschen Kreuzer verfolgt und saick, nachdem er einige Trefjer erhalten hatte. Unglücklicherweise w achte das stürmische Wetter die Benutzung der Bonte unmöglich. Man glaubt, daß die „Glasgow" 'und die „Otranto" beschädigt wurden, es gelang ihnen aber, drnk ihrer großen Schnelligkeit, in der Dunkelheit zu enckommen. Die deutschen Schiffe erlitten keine schweren Beschädigungen. Zwei Mann des „Gneisenau" wurden leicht iverwundet. Es wird angenommen, daß die ganze Besatzung des „Awnmonth" nmgekommen ist. Die deutschen Offiziere erkennen einMtnmig den Mnt der Besatzung des „Monmonth" an, die noch im Moment des Untcrgehens versuchte, das deutsche Schiff zum Sinken zu bringen. Der Panzerkreuzer „Good Hope" fuhr, als ei zuletzt gesehen wurde, mit Volldampf nach der Küste. Man gkotnbt, daß er in sinkendem Zustande auf die Klippen anfsuhr, und hlofst, daß die Offiziere und die Mannschaften sich retten konnten. 2"/e britisckwn Schiffe waren am Sonntag ausgelaufen, um auf di« dew: scheu Schiffe Jagd zu machen. Die deutschenSchiffe eröffnelen dasFeipec. Esscheint, daß die brit. Schiffe nicht in gute Sckmßweite kamen. „Monnwuth" fetzte den Kampf fort, bis der Schiffskörper durchlöchert war, stürzte darm um, lag einen Augenblick kieloben und sank dän»-. Die Deutschen griffen sodann den „Good Hope" an. Das schwere Geschütz der beiden deutschen Panzerkreuzer feuerte belrnnderns wert genau. Flammen sthlugm bei dem „Good H«cpe" cws zahl reichen Stellen empor. Der Oberbau wurde weggcschos- sen und die Geschütze kampfunfähig gcniacht. „Good Hope" werchetc sich schließlich und fuhr nach der >K:stste, während Wasser in den Schiffsrninpf eindvang. Es war erkennbar, d a ß „G o o d H o v e" u n t e r g i n g. „G l a s-g o w" wurde ebenfalls ernstlich beschädigt und fljüchtete nach Coronell. „Gneisenau", „Scharnhorst" und „.Nürnberg", die ich noch in Valparaiso b'.stinden nnü^>venig Schaden anfioeisen, fahren heute ab. Es wird berichtet, daß die „Leiv-^ia" und „Dressen" und vier bewaffnete Transportschiffe sich autzerktplb -des Häsens befinden. Die Neutralität Chiles. (WTB.) London, 6. Nov. (Nichtamtlich.) Die ch»-» lcnifche Gesandtschlaft hat der „Times" mitgeteilt, baß die chilenische Regierung Maßregeln ergriffen habe, um die Neutralität zu beivahren. Sie habe Kriegsschiffe benutzt, nm die in den Territorialgewässern unter der Flagg« eines lriegfiilpienden Staates fahrenden Handelsschiffe zu eskortieren, die von feindlichen Kreuzern bedroht wurden. Dieser Schutz sei den britischen Kanffahrern .Flrtega" und „Ofionsa" zuteil geworden. (WTB.) London, 6. Nov. (Nichtanrtlich.) Die „Exchange Telegraph Company" meldet aus Wafffingion: Nach amtlichen Bericksten des anrerikanischen Gesandten in Chile ist der englische Kreuzer „Glasgotp" in Chile interniertworden. (WTB.) London, 6. Nov. (Nichtamtlich.) Die Londoner Blätter melden, daß der Sunderland-Dampfer „Bine- branch" von dem deutschen >kreuzer .^Leipzig" an per .Küste non Chile erbeutet und versenkt wurde. Die Mannschaft ist in Sicherheit gebracht. Eine sranzösifchc Sensationsmeldung. lWTB.) Bordeaux, 6.Nov. (Nichtamckich.) Der „Petit Parifien" meldet aus London: Nach einem Telegramm ans Valparaiso verfolgt die japanische Flotte die deutschen Kreuzer, welche der britischen Division die Schlacht lioferten. (Das ist höchst unglaubwürdig: die Japaner werden sich hüten, derart in den Bereich Amerikas vorzugchen.) Das Seegefecht bei Yarmouth. Basel, 6. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Zu dem Ser- kampf bei Dcrrmouth schreiben die Faseler Nachr": „Das Seegefecht an der englischen Wste war ein H n s a r e n- st r e i ch der deutschen leichten Kreuzer, welche es daraus ab- sehen, Verfolger auf sich zu ziehen und ihnen Adin«n in den Weg zu werfen. 'Dies ^gelang. Der Verlust eures werteren Unterseebootes von einem gpotzen, in der englischen Marine noch nicht zahlreich, vertretenen Offensivtyp ist fühlbarer als es der eines älteren Kreuzes gewesen wäre." Es beginnt in England z« tagen! (WTB. Nichtamtl.) London, 6.Nov. Lord Derby hielt eine Rede in Liverpool, in der er sagte: Der Grund, weshalb die Deutschen so gut äbschueidui) sei, daß sie immer: ihre Lücken ausfüllen könnten. Die Engländer könnten vollständig sicher sein, daß auch, die Lücken in ihven Reihen ausgefüllt werden könnten. Der Redner glaubte nich an eine Invasion, aber er Meinte, die Absicht der Dcutfi schen sei ein lleberfall, und den würden sie versuchen. Wenn Kreuzer in der Straße von Dover in Gruiü, gebohrt und die deutschen Geschosse eine lmlbe Meile von. der Landnngsbrücke in Yarmouch niedcrftelen, dann müsse man sich vergegenwärtigen, daß die Gefahr wirllichj sei. London, 6. Nov. (WTB. Nichtanrtlich) Die „Times" schreibt: „Wir muffen im Ernste die Aufmerksamkeit der Natron ans die furchtbaren Anstrengungen lenken, die der in Flandern fortdauernde Kampf von unseren Truppen fordert, die bereits durch das erschöpfende Ringen an der Ais ne schwer ans die Probe gestellt worden sind. Tic schwierige Aufgabe, sie nach der französisch-belgischen Grenze zu verlegen, wurde uns durch die ErkenMuis aufgezwungen, daß die Deutschen ungeheure Verstärkungen dorthin brachten. Um dieser frischen Armee zu begegnen, mußten wir auf die bereits im Felde befindlichen Kräfte zurückgreifen, die durch aus England kommende Truppen ergänzt wurden. Die neuen deutschen Truppen sind, was Führung und Ausbildung betrifft, den EliteregimeMern, mit denen wir zu kämpfen halten, nicht ebenbürtig, aber ihr Mut ist über jedes Lob erhaben, ja, nahezu übermenschlich, wie ein aus dem Hauptquartier berichtender Augenzeuge sagt. Wir haben ihnen schwere Verluste beigebracht, aber sie waren bisher imstande, die Lücken in ihren Reihen wieder zu füllen, und wir erlittenauch selbstschwereBerlu sie. Wirb e- ginnen zu erfahren, wie schwer unsere Verluste waren. Die Verlustliste spricht für sich selbst, aber sie ist notwendigerweise noch unvoll st ändig. Wie lange werden wir imstande sein, die Lücken in unsere Reihen auszusüllen und unsere Angriffe zu erneuern? Davon hängt alles ab. Menschen können nicht endlos in Schützengräben einem Hagel von Kugeln und Granaten und Kälte und Entbehrungen ausgesetzt bleiben; auch unverwundete müssen zeitweilig abgelöst werden, um kampffähig zu bleiben!" Das Blatt äußert sodann seine Befriedigung darüber, daß die englische Nation aufzuwachen beginne und nicht nur die Schwere des gegenwärtigen Kampfes, sondern auch seine Bedeutung und die Folgen erkenne. Der Kampf sei der größte, den England jemals geführt habe. Bon seinem Ausgange hänge alles ab. Auch „Daily Chronicl'e" und „Man che sie r Guardian" betonen in Leitartikeln die Notwendigkeit einer schnelleren Bermehrnng des Heeres. Die Vorsicht in London. WTB. (Nichtamtlich.) London. 6. Der Staatssekretär des Innern hat angeordnct, daß die E c n > ch r a n r n n g d c r B e - leuchtungLondons weitere zwei Monate dauern ,oll »nd neu verfügt, daß die intensive Beleuchtung der Schaufenster von 6 Uhr rvW fn’rhpr. wenn die Polizei cs anordnet, verringert wer abentis oder früher, wenn die Polizei ec- anordnet, verringert werde,, muß. Stacke Lampen werden sür Automobile und andere Gefährte verboten. . (WTB. Nichtamtl.) London, 6. Nov. „Daily Mail" schreibt: Die britische Regierung sollte einscheu, daß Deutfck>- land noch ungeheure .Reserven an Aiämrern hat. Die beste i 11110 ua>erlle Methode, die Revrubierung M fördern, s«, 8 nr Nation vollständigere und eingehendere Berichte von in ’t Front zu geben und allen den verzweijelten^Charakkcr d> 4 Kampfes, die gewaltigen zu überwindenden Schwierigkeit« i. die glänzende Tapferkeit, die entfaltet wurde, und die duff ch Kugeln und Granaten in die britischen Reihen geriffelt« n Lücken deutlich zu machen. Ein englisches Hilfskorps. Zürich, 5. Nov. (Ctr. Frkft.) Eine amtlickte Vcröffeni t- lichung des englischen Geueralstabes gibt, wie hierher g, -- nicldet lvird. bekannt, dach am 12. Oktober 800» 0 Manu in Calais, Boulognc und anderen Dt: * ten gelandet worden seien. Ter Bericht b c klag t, ß »ic Franzosen an der L»s keinerlei BerteidigungsarbertrSa Liigelegt Härten. (Frkf. Ztg.) Die sranzöstschc Tarstcllung. Berlin, 7. Nov. (WDB.) Die gestrige Darstellung in t der amtlichen französischen Geuerat-skabsuote ergibt in Bor- . bindnng mit englischen und belgischen Depeschen, dach der am Mittwoch unternommene Versuch der Dctbündcten, im Gebiet von Dünkirchen in der Nähe von Armentisres und» nördlich von Plaesschcndaele vorzudringen, Donnerstag erneuert weichen sollte, aber wegen des über an- schwierigen.. Snmvfgeländes ohne große AuSsiclit auf Erfolg verlief. Die- Franzosen bestätigen, dach ihre Stellungen bei Bpern neuerdings bedrängt seien. Zn einem ihrer Berichte wird behauptet, dach die verminderte Tätigkeit der deutschen Infanterie eine französische Offeirsivc gestatte. Die Meldung konnte jedoch schon iin den nächsten Stunden durch die Tatsache widerlegt werden. Die schwächsten Stellen des französischen Berichtes sind die dein Vordringen zwischen der Oise und Mosel sowie nördlich Arras gewidnicten. Hier wie dort, wird zugegeben, habe die deutsche Artillerie schwere Verheerungen angerichtet. Ileber die Kampfesweise der Ghnrkas wird berichtet: Die kleinen, dürren und flinken Gestalten erinnern an Japaner. Mit der linken Hand laden sic das Gewehr, niit der rechten fassen sie das Messer. Ans 20 Meter Abstand schleudern sie es auf den Feind, und dann erst gehen sic mit dem Bajonett vor. AnS Brüssel. Berlin, 7. Nov. Ein aus Brüssel in Rotterdawr eingetrosscner Reisender erzählt, dass in Bimssel durch Anschlag der Deutschen bekannt gemacht worden ist, daß diie Stadt zu 5 Millionen Geldbuße verurteilt worden ist, ioeil P oliz c idi en er sich gegen deutsches Militär wider» seht haben. Die Polizeidiener weigerten sich, dem Bt-- fehl eines deutschen Offiziers zur Verhaftung eines Manness zu folgen. Es entstand infolgedessen ein Wortwechsel',, der Mob lies zuscmrme» und beleidigte den Offizier und dH' Soldaten. Nur mit großer Mühe gelang es einigen Bürgern, den Pöbel zu beruhigen. Es wurde daraus ein Verfahren cingeleitct imd die Polizeidiener zu hohem Gefängnisstrafen, die Stadt zu der oben genannten Summe verurteilt. Die Verfolgung von Deutschen in England (WTB. Nichtamtlich.) Manchester, 6. Nov. „Manchester Guardian" meldet: Das Polizcigericht inCrewe verhandelte gestern gegen 50 Personen wegen.Zcrstö- runa und Plünderung dreier deutschcrLäden. Der Stadtschreiber sagte aus, daß 5000 Menschen sich in den Läden angesammelt, die Fenster eingcschlagcn und alles geplündert hätten. Mehrere Polizeiofsizierc und Soldaten wurden in dem Tumult verletzt. Bier Angeklagte wurden freigesprochen, die anderen zu Geldstrafen von 10 Schillingen aufwärts und den Kosten verurteilt. Daö Konzentrationslager in Ruhlcbcn. Berlin, 6. Nov. (Priv.-Tel. Ctr. Bln.) Die „Boss. Ztg." meldet: Etwa 600 englische Staatsangehörige wurden im Laufe des Vormittags nach dem Polizeß- Präsidium gebracht und am Nachmittag nach dem Konzen- trationslvger in Ruhleben überführt. Berlin, 6. Nov. (WTB. Amtlich.) Zu der Festnahme der in Deutschland befindlichen Engländer schreibt die „Nordd. Allg. Ztg.": Die Bchandluna der Reichsnngebörigen in den feindlichen Ländern war von Ausbruch des Krieges an für die Regierung ein Gegenstand ernster Fürsorge. Die Verfolgung jeder in greifbarer Form zur Kenntnis gckoniuiencn Beschwerde wurde amtlich ein- geteitct, bevor sich in der Ocssenilichkcit Klagen über schlechte Be- bandlung der Deutschen in Feindesland, besonders in England, bäuften. Nach der amtlichen Untersuchung, wobei wir uns der Vermittlung neutraler Mächte bedienen muhten, stellten sich manche Fülle nicht in allen Umständen so dar, wir in den Schilderungen der Presse. In Einzelheiten imterliesen den Be- schwerdesülircim bin und wieder auch Uebertreibungem Was aber als das Ergebnis amtlicher Feststellungen übrig bleibt, ist so schwerwiegend, daß, vor alleni gegenüber England, Ver geltun gsni aßregeln gerechtfertigt und notwendig wären. Das Näbere darüber wird au anderer stelle mitgeteilt. Diese Maßregeln lind nicht darauf berechnet, mü unseren Gegnern einen Wettstreit in der Brutalität gegen seindlichc Staatsangehörige zu eröffnen. Vniüvrllige Grausamkeiten gegen Deuti'chc waren den Engländern im großen und ganzen nicht machzuweisen. Es kamen aber ganz unnötige und unwürdige Härten vor, wie sie mindestens obne Fahrlässigkeit von seiten der Beauftragten der britischen Zvrone nicht möglich gewesen wären. Eine vollkommene Genugtuung dafür können wir nicht suchen in der Rache an Unschuldigen, nicht in deni Schriftwechsel mit neutraler Unterstützung, nicht durch Schiedsspruch: diese Tinge gehören mit zu der verstockten Ueberhebung, womit England sich gegen alles, was deutsch ist, versündigt. Wir müssen sie einbezichen in die Wb- rcchnung. die wir gegen das auf seine Unangreifbarkeü pocknmde Inselvoll durchzusühren entschlossen ftud. Ein schwedischer Protest gegen England. S t oeu Schule Sr. Benoit wurden Apparate ffir drahtlose Telegraphie gesunden. Nene Beschießung Lcbastapols. Berlin, 6. Nov. Aus Stockholm melden verschiedene Morgenblätter, daß ain 5. November wieder türkische .Kriegs schliffe vor Sewastopol erschienen seien und erneut eine heftige Beschießung auf den .Hafen und die Befestigungsanlagen eröffnet hätten. Tie Beschießung hielt nachmittags noch an. (F-rkf. Ztg.) Frankreich und die Türkei. Bordeaux, 6. Nov. (WTB. Nichtamtlich.)'Der Minister des Auswärtigen hat folgende Note veröffentlicht: Tie feindseligen Akte, welche die türkische Flotte sich gegen ein französisctzeä Handelsschiff hat zujchul'oeu könnnen lassen und durch die der Tod von zwei Franzosen und süMere Beschädigungen des Sciiiffes verursacht worden sind, ohne daß die Entfernung.der deutschen Militär- und Marinetommisjiou erfolgt wäre, durch die sich i allein die Pforte von der Verantwortlichkeit jär diese Akte >ätte entlasten können, machen es der französischen Rcgie- t ung zur Pflicht, zu erklären, daß durch dieses Vorgehen d er türkischen Regierung der Kriegszustand zwischen F r a n k r c i ch und der Türkei eingetreten ist. Rußland und Persic«. Wien, 6. Nov. (WTB.) Nichtamtlich.) Die russische s \ rgierung beschloß, wie die Korrespondenz „Rundschau" n s eibet, die Forderungen Persiens in allen Prunkten a b z lt l e h n e n , und die russischen Truppen in Pg- rsien unverzüglich auf den Kr ie As zu stand zu. erhöhen. D »' anti- ru ff i s ch c Bewegung in Persien ist kaum me I hr einzudämmcn. Ter Schah hat sämtliche als russen- fre.» ndlich geltende Beamte eirtfernt. An der Spitze der Gärt äug, die er nrilitävisch ausgezeichnet organisiert hat, stehö SalarietDauleh als Beauftragter der Regierung. Eine hervorragende Rolle spielt ferner der Kurden Häuptling D cch af. Die Geistlichkeit predigt in den Gotteshäusern den l -eiligen Krieg, Seite an Seite mit der Türkei gege i Rußland und England. Das -Organ des Kriegsmini- sterivlms „Tomaden" verlangt die sofortige Ausweisung aller .Russen und Briten. Waren russischer und englischer Markc' werden durchweg bohkottiert. (IlTB.) Wien, 6. Nov. (Nichtamtlich.) Das Wiener 'K. K. ss lelegr.-Karresp.-Bur. meldet: Nachrichten aus Teheran best -gen, daß der ö st e r r e i ch i s ch - u n g a r i s ch e Generali o n s u l und der t ü r k i s ch e B e r t r e t e r i II T ä- b r i s voi u den Russengesangengcnommcu und nach Tislis geführt wurden. Die persische Regierung und die amerikanische! Gesandtschaft in Teheran protestierten gegen dieses völkerrechtswidrige Vorgehen. Ein gleicher Protest wurde .von der persischen Regierung in Petersburg erhoben. Tic Encignisse in Galizien und Russisch-Polen. Wien, 6. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Der Kricgs- bi rrichlcrstatt r r der „Neuen Freien Presse" gibt folgende zu- sa mmcnfasser.lde Darstellung der Vorgänge in Gali- z, i,c n und Russisch-Polen. Aus den: rnffsischen Kriegssckmuplatz brackzten die letzten Wochen \ia it bem Entsatz - von Przemysl die bis an hie Tore von.Warsäimu: ge, nagen« deutsä^österreichisch-ungarische Osscnsive metirerc für den ns# ckerrn Verlaus der Heeresbewegnng wichtige Vorgänge. Ms in der ersten Hälstte des Oktober die neue Vorwärtsbewegung der ön« -rreichisch-ungcrrischen Armee sür die Rüsten überraschend be- ga« n, schlossen fünf r-ussische Korps P rzeinh s l ein. Gr, -xc Reitcnnasscn und mehrere gemischte Kolonnen drangen nocl darüber lchnaus westwärts vor, um die Bewegung der eigentlich« n Hauptarmee zsi verschleiern. Die russstchen Hauvlckräste Iran :n in nördlicher Versclüebung, um insgesamt gegen Deutschland angesetzt zu werden. Der überraschende Angriffsmarsch der ölten ccichischFingariscitm Armee gegen Jwangorod und einer über Schl,' jicn vorgebrochenen- ueueir deutsckien Ostarmee gegen War- sckmu: üvangen die russische Hauptarmee sckzon hinter der Weülisel- linie \ zur Entwicklimg, die durch» die anfangs sehr eriolgreichen Angriffe der Armeen Hindenburgs und Tankls ivesentlich verlangsam! wurdt . Die russische Armee wurde bei Przemvsl über die SanIZ nie z ur ück g eworf an und Przcmysl ents etzt, worauf sis h im Raume von Radvmno—Aledvkai—Chrirow ein nocki heute \ fortdauernder Stellurrgskamps entspann, in dessen Verlaus der rr» htc österreichisch-ungarische Flügel mit von der Artillerie gut v>» 'bereiteten Insanteriirstürmen bis Starv-Sambor und darüber I» inaus vorqebracht werden konnte. Mich ini Zentrum der galizißl en Schlacht hatten unsere Truppen mehrfache Ersolge trotz sortges v tztcr russischer- Verstägkungeu und der festungsartiqen Ver- sck»anzi » tg dm- sciudlichcu Artillerie undJnrauterie- Mn-Nordflügel versuch, t -u stärkere russische Kräfte in der Richttmg Radvmno—> Iaroslcg. i durchzuswßen, bisher jedoch ohne größeren Erfolg. Inzwischen brachten die Russen in Russisch-Polen ihre zahlenmäßige uebcrmcli ht zur Geltung. Doch waren sie geznmugen, sie gegen Südwcsta, i einzusetzen, statt, lvic beabsichtigt, gegen Deutschland. Hindcnbui cg und Dankt wichen vor immer neuen russischen Korps aus. wort ms die Russen imr zögernd folgten. Unser Vorgehen in Russisch- l 'ölen erreichte, daß die nissische Armee von dem geplanten i v ruptongriss gegen Deutschlands Ostgrenzc abgedrängt und niit allen. Kräften in eine von uns besttnuittc Front gcbundeti wurde. Au§ dem Reiche. (WT3ß. Amtlich.) Berlin, 6. Nov. Der Stellvertreter des Reichskanzlers, Staatsmlinster von Delbrück, hielt ffi den letzten Tagerr^ mit den Vorsitzenden sämtlicher Fraktionen des Rei histags eine e im geh ende Besvrechung Wer die deni Rc i chstag nach Ablauf der Vertagung zu machenden Vorlagen ab. '8 ei der gemeinsamen Beratting, an der mit dem Präsidenten des -O'iüchstags die Vertreter aller Fraktionen und Gruppen teilnah «t en, imirdc ein Einverständnis darüber erzielt, daß die erste Sitzun p des Reichstags nach der Vertagung am 2. Dezember statrftnden , u >lle und daß aus Einladung des Vorsitzenden des Budgetaussä». isscs der vorigen Session am Tage vvrl>er in cinein freien Aussä si iß, an dem auch die sonst im Budgelnusschuß nicht vertretenen II eincreu Parteien und Gruppen beteiligt sein sollen, die Dorlierat». «3 der dem Reichstag möglichst bald zuzustelleuden Vorlagen erj os lgen solle. verlustsiste. Landw es fr-Jnfanteric-Regt. Nr. 116, Darmstadt. ^lerlustc infolge Krankheit. Wehrm. kc rl Philivp, Waas, 13 10. I l Laz. Kas. Msseld, Sd nrich Beyer, Herborn, Dillkreis, bisher vcnnißt, verw. — Gest.'.j August Gebhardt, Harreshauseu, Dieburg, bisher vermißt, vcrw. — Gest. Heinrich Gärtner, LorsätfJensheim, l>er vermißt, i. Laz. — Gcsr. Karl Heldmann, tzlrosz-Gerau, bisl-. vermißt, i. Laz. — Wehrm. Henning, bisher vermißt, i. Laz. Rcscrvc-Jnfanterie-Ncgiment Nr. 116. Gießen, De.rmsta-, Friedvcrg. Berichtigung früherer Angaben. , Gard. Friedrich Krämer, Ruttershausen, Gießen, bisher vx-, mißt, gesallcn. — ©eit. Ludwig Seim. Otterbach, AlSseld. verw., ^gestorben. — Res. Wilhelm Altvatter Mtvater). Stamm- heim. Friedberg, bisher vernrißt, v>-no. — Gesr. Adam Brunner (Brummer-.Fränkisch Crumbach, Dieburg, bisher verw., gestorben. —- Res. Friedrich Eckart. Dtzuernheim. Büdingen, bisher Perm geswrben. — Wehrm. Sigmund Bravmann, Mutteraktenheim Würzburg, bisher verw., gestorben. — Res. Anglist Tröster. Gros,- (ßicken, Schotten, bisl-er vermißt, gefallen. — Wehrm. Jacob 3i nil Reuters, Lanlcrbakb, bisher vermißt, gefallen. — Res. Heinrini Buchenau, Ildenhausen. Alsfeld, bisber vermißt, gefasten. — ist-,- Hermann Kühl, Gießen, bisher vermißt, gefallen, — Wehrm ft ot i Reinem er. Glashütten, Schotten, bisl-er verw., am 6. st. 1 Z tz, Kricgslazarett Wetzlar gestorben. — Wehrm. Andreas Kleiß, Mx, chenbrücken. Friedberg, bislzer verniiül, ani 10. 10. 14 im Kranke, haus Heiligenstadt gestorben. — Wehrm. Ludwig Keh-eS, hausen. Darnistadt, bisher vermißt, am st. 10. 14 nn Rei -Lazar«l Darmstadt gestorben. — Webrm. Friedrich Schwab, Bingenheim Büdingen, bisher verw., arN 1. 10. 14 im Fest.-Laz. Cobkem' Abt. Obenvertb, gestorben. Infanterie Regiment Nr. 116, Gießen. Feldw. Wilhelm Pistler v. d. l. Komp., Marten, Dortmuub gefasten. Tag und Ort nicht angegeben. A»»s Stadt und Gießen, 7. November 1914. Von drinnen und draußen. Mit dem Svazicrcngehen ist eS im November nicht viel: wer Zeit und Lust hat —" und es sind nicht gar viele — sich bnt Wind ein wenig itm die Nase weben zu lassen, macht einen klemm Laus durch die Anlagen, oder, wcnns hock) kommt, zum Trieb bin- aus, wo inair augenblicklich Dank der ssemden Eingartierung allerhand Abwechselung erleben oder wcnig>tens erwarten kann; weün draußen aber im Philosophen- und Bcrgwerkswald, auf den Aean, zu unseren beliebten Änsflugspunkten ist's leer. Die graue M. lerung des Novembers, die imnicr mi! dem Regenschirm drohi. und vor allem die Zeitlänie nehmen den meisten die Sttmmuni zu Spaziergängen. Man sieht ja auch ohnedern in der «cotadt. waj es mit dem Spätherbst aus sich hat. Die kahlen Aestc greiin, so deutlich in die feudfjtfalte Luft, als ob sich mit einer frartDolicn Bewegung Anne ausstreckten, die ein Gewand abwerfen: schwer satten die letzten Blätter und bilden lim Ahorn und Buche und Linde für ein paar Tage dicke, goldgelbe und rote und graue Tcv- piche, bis der Gärtner und der Straßenkehrer kommen und ihrej Amtes walten. Im grünen, kalten Wasser der Wieseck spiegeln sich noch Svätrosen, die auch noch manchem Garten im Verein mit den Astern ein wenig Farbe geben: anderwärts flammt noch der wilde Wein im Purpurschein um Erker und Laube, aber des sind auch die letzten Reste von Sonimersrcndigkcit und Farben- ireude, und der graue Spätherbst ivffd auch sie bald verschwinde» machen. Schon sieht man ab und zu eine Krähe durch die kable, Wipfel der Stadtbäume streichen, und in dem Astgewirr der Zi,-r- sträncher wispert die Meise: Beide sind Boten von, nalwn Winter. Steht die Natitt rm Zeülzcn des Wüttcr, so drückt dem Stra- ßenbikd der Krieg den Stempel aus. Man wird noch keine zehn Schritte von seiner Haustür entfernt sein, ohne in einer Art an ihn erinnert zu werden. Das erste, was einem bcgrzntt, sind ein paar sttamme Fünffährige, die an Frankreich schon seit einer Stunde den fragenden Gesang richten, wie es ihm ergehn werde. An der nächsten Straßenecke stehen drei beisammen mit wichttgen Mienen und großen Gissten, und im Vorbeigeben hört man etwa einen Diskurs über den Wert der indischen Ekesantnr für die Kriegführung. Im langsamen -rxUenderschritt, den Arni in der lDindc oder mis den Stock gestützt, im Schnnnck des Feld zugsbarts und die Zigarre im Munde, kommt ein Trüpplein Lazarettbewohner uns entgegen und schäkert mit einen I)ell- blonden Hesscnmädckien, dem Mitleid oder Bewunderung oder was es sonst war, vielleicht etwas deutlich aus den blauen Augen spracheii. Me Sckorusenster haben ihre -Dekoration aus Liebe»- gabentättgkeit, Pattiottsnrus und ähnliche zeitgemäße Empsin- düngen eingestellt: freudig wird man es zum Vermerk nehmen, daß langsam aber sichrer die sogenannten ttlkkarlen aus den Auslagen verschwinden, die in ihrer Läpvischkeit so iwrnchen llttiua angerichtet haben. Slm Seltcrsweg und der Schlllsttaße, Ivo die Landstürnkler ihren Standplatz haben und ihre krilgerischen Herzen gegenseitig tagaus tagein entttanrmen, wirds lebendig, ivenn in d5n Nachmittagssttinden das crirartete Erttablatt 'in l-im Fenstern des „Anzeigers" erickwint. Der 'krkegswissenschofklrche Mit- teilungSdrang des Publikums feiert alsdann seine Dnnmphe, und um den, der am lautesten sprübt, sammeln sich die andächtigen Gemeinden geistiger Interessengemeinschaft. In soläien Stunden lohnt eS sich schon, für kurze Zeit den stillen ibörct zn machen: Tie Znrnckhaldtng des einzelnen scknvlndet d.-.nn oft unter dem Eindruck der Wucht der Neuigkeit, und in den sich entivrnnenden Redeschlachten geht es wie beim Wernc: Dre i g c n e n l a gr r untergcbracht. Die Leute waren in Frankreich zum Heere cinbernfcn und standen gerade zur Abfahrt an einem Bahnhof in Frankrei chbereit. Es kam aber anders. Unsere Truppen hatten den Bahnhof umzingelt und statt znm französischen Heere, mußten die Zivilisten nach Gießen in KriegSgesaagenschast. — Gestern passierte wieder ein Transport von vierzig gefangenen Franzosen die Straßen vom Bahnhof zum Lager auf dem Trieb. ** Bon dein Verhaftungsbefehl für Engländer wurden in Gießen sieben Personen bctrosten, darunter ein Vater von 47 und ein Sohn von 18 Jahren, die beide in G>ßen geboren sipd. Auch aus der Umgegend wie aus Frankfurt wurde eine große Anzahl Engländer nach dem Trieb verbracht, von wo sie heute nach dem Konzentrationslager in Ruhlebcn weiierb-e- fördcrt werden. *" s Hunderte j u n ge r TN anirscha ft e n für unser Regiment, die zur Einstellung gelangen, passierten heute vormittag unter Gesang die Straßen als ein deutlicher Beweis für die Uiicrschöpsiichkeit unserer Bolkskrast. Es bandelt sich um Relruten aus dem Kricgsersatzgeschäst. ** Militärische Vorbereitung der Jugend. Durch Erlaß des Kriegsministeriums vom 16. August d. I. ist bekanntlich die militärische Vorbereitung unseren Jugend für alle Orte des Reiches angeregt worden. Allent- halbcn, namentlich auch in den Orten unserer Umgebung, sind die Arbeiten schon in vollem Gange. Nunmehr hat sich in diesen Tagen auch hier ein Ausschuß gebildet, der die Heranbildung unserer Jugend in dieser Richtung sich als Aufgabe gestellt hat. Die c r st c Zusammenkunft findet am nächsten Mittwoch, abends S’/z Uhr, in der Turnhalle der Oberraalschule statt, bei der misllürcnde Mittciluiigrtt über die beabsichtigte Durchführung! der Maßnahmen gemacht werden. (Siehe Aweigenteil.) ** Schwurgericht. Die Tagung des Schwurgerichts für die Provinz Oberhessen für das 4. Bierieljahr nimmt am 7. Dezember vormittags 9ff- Uhr ihren Anfang. Vorsitzender ist Land- gcrichtsrat K 0 ch. **■ Stadtthcatcr. Man schreibt uns ans dein Theater- bnrecm: Da die ErösiiNtNgsvorstellimg des vergangenen Sonntags so besonderen 'Beifall gesunden hat, findet am morgigen Sonniagnackmiittag bei VolkSprcisen eine Wiedcrbolung statt, in der also der vaterländische Prolog von Direktor Hermann Stein- goctter, „Wnllensicins Lager" von Schiller und „Das Eiserne Kreuz" von E. Wickert gedrückt werden. — Die bisherigen ausgezeichnet ausgciiommencn VorsteUungcn sprechen dafür, daß auch in dieser ernsten Zeit Boden für gefunden volkstümlichen .Humor ist, und so ist für den morgigen Sonntag Abend das historische Lustspiel ^,,Wie die Alden strngcn" von Karl Niemann ber kleinen Preisen angesetzt worden. Das Werk, das am König!. Schauspielhaus in Berlin Repertoirestück ist, behandelt bekanntlich Episoden aus der Zeit des „alten Dessauer" und hat bei früheren Ausführungen an imsexer Bühne stets ein zahlreiches beisallsreudiges Publikum gefunden. ** P 0 st n a chr i ch t e n. In Dänemark beträgt seit dem 22. Oktober der Einzahlungskurs für Postanweisungen nach Deutschland 88 Kronen gleich 100 Mark. — Der Postanweisungsverkchr mit der Argentinischen Republik ist vorläufig eingestellt worden. ** Fis chv erst eigern n g. Mittwoch, 11. l. Mts„ nachmittags 2>,-ü Uhr, werden nack» Ankunft des Zugs aus den in nächster Nähe der Haltestelle Schisienberg gelegenen Teichen Bachforellen, Karpfeir und Schleien in kleineren Mengen verstergert. Landkreis Gießen. ch Burkhardsfelden, 6. Nov. Tie OrtSsanmilimg für die Bedrängten in O st v r c n h e n ergab 213,85 Mk. bar, 32 Zentner Kartoffel», mehrere Zentner Gemüse, ö große Kiste» wollene Kleidungsstücke nnd Wasche aster Art, sowie eine Partie Bcttinhalt O Lang-G3ns,6. Nov. Bis znni l. Noveinber wurden an das K re i k 1 0 m i t e e des Roten Kreuzes zu Gieße» ans unserer Gemeinde abgesandi : in bar 1271 Mk.: an Liebes gaben: 2413 Eier, 271 Pid. Speck, 23 Psd. Wurst, 1 Md. Bnttei 10 Laib Brok, 42 Kuchen, 1 Tüte Zwieback, 1 Zentner Frühäpfel 220 Krankenhemden, 4 Wollbcmden, 15 Unterhosen, 24 Paar Strümpfe, 8 Paar Fußlappen, 48 Taschentücher, 78 Handtücher, 71 Derbandtücher, 2 Jlniiellbinden, 10 Federkissen, 25 Kopilisien- bezüge, 5 Bettbezüge, 5 Betlkolter, 72 Bettücher, 81 Spreuktfsen, 13 Eandkissen, 6 Bündel altes Leinen nnd >0 Säckchen Ebarpie. Für das Infanterie-Regiment Nr» t 16 : 122 Wollhcmden, 64 Unterjacken, 5 Wostmeste», 128 Utilerhosen, 116 Paar Strümpfe, 106 Paar Fnßlavpen, 84 Paar Handschuhe ntid Pnlsivärn>er, 57 Leibbinden, 7 Kopfschützer, 30 Ohrenschntzer, 6 Paar Kniewärmer, 70 Taschentücher, 12Waschlappen, 1040Zigarren,200Zigaretten, oPieiicben nnd 3 Kistche» Scliololade. An >», Felde stehende Lrlseinwohncr wurdet, abgegeben: 01 Wollhemden, 34 Unterjacken, 3t Leibbinde», 61 Paar Utiterhosen, 6l Paar Slrmnpse, 61 Paar Pulswärmer, 31 Obretifchützer nnd 34 Taschenlüester; an deren Fa,nisten: in bar 108 Alk., daneben 30 Pfund Fett. Außer diejen durch den stilfsverein übermittelten Gabe» sandten der Kriegervercni sowie die beideti Gejangvcrenie allen von hier i,n Felde stehende» Kriegern >e 1 Feldbries mit Zigarren. Als Kriegshils« wnrdcr dein Landesverband des Flotlenvereins in Darmsladt 634 Alk. übersandt. Für Ostpreußen gingen heute 2 Waggon (17 030 kg) Kartosseln ab. Kreis Büdingen. ckX Nidda, 6. Nov. Heute vormfttag ist aus dem hiesigen Gcrichtsgcsängnis ein Zigeuner namens Sämann entsprungen. Obgleich mit einem Polizeihund nach Bekanntwerden der Flucht sofort die Spur des Flüchtlings ausgenommen und bis in den nahen Harbwald ocrfolcjt wurde, konnte der Häftling bis zum Abend noch nicht wieder cingcfangen iverden. Kreis Friedbcrg. 4t Friedberg, 6. Nov. Unsere neueiKasernc, an der seit Beginn des Krieges mit Macht gearbeitet wird, soll zur Ausnahme von gesaiigcncn Ossizieren demnächst in Benutzung genommen werden. Starkenbnrg und Rheinhessrn. A Bensheim, 5. Nov. Einen besonders tragischen Fall stellt der Heldentod des hiesigen Bäckermeisters Schäfer dar, der in Frankreich gefallen ist. Schäfer war der Mann einer Tockiter des anfangs Juni in Hosheim ermordeten Bäckermeisters Back. Innerhalb kurzer Zeit verlor die so schwer heimgesuchtc Gattin somit ihren Manu, zwei Schwestern und ihre Eltern. Hrssen-Rassau. m. N c u st a d t, 5. Nov. Heute i>t hier die amtliche Mitteilung cingclauscn, daß Unteroffizier Ehristinn Kuhn von hier, der als verwundet gemeldet, auf dem Felde der Ehre gefallen ist. — Auch im nahen Mendorf ist eine Jugend wehr ins Leben gerufen. Die Jünglinge von Emsdorf und Erksdorf nehmen daran teil. Wöchentlich findet auch eine Jnstruktionsstunde statt. Herr Wachtmeister P a r i d 0 n - Alleudorf hat die Oberleitung und wird von den Herren Förster B 0 r n e m a n n - Allendorf und Lehrer Hermann - Emsdorf unterstützt. -— Herr Gerichtssekretär G 0 tt- schlich von hier hat das Eiserne Kreuz erhalten. Derselbe liegt augenblicklich noch an einer schweren Kniewunde im Mar- burgcr Lazarett. Gicßener Strafkammer. h G i e ß cn , 7. Nov. Ein teures Apfelfrühstück. Der Kohlenschipper E. Sch. aus Gießen, ein vielfach, auch schon wegen rückfälligen Diebstahls mit Zuchthaus, vorbestrafter Mann, war gestern angeklagt, daß er am 9. Mai von einem Milch- karrcn einen Korb mit Obst, Kasematte und Butter im Werte von etwa 10 Mk. gcstoblen hat. Der Angeklagte bestritt, daß er der Dieb gewesen ist. Er will an dem Vornrittag mit zwei Kollegen, die er auch schon in der Voruntersuchung namhaft gemacht hat, vom Personenbahnhof hcrkommend den Karren gesehen haben. Ta hätten die Kollegen, auf den Karren deutend, gemeint: Was brauchen wir lange zu sorgen, da haben wir ein Frühstück. Die Zwei hätten den Korb genommen, er sei weiter gegangen, mau habe sich wieder getroffen und den Inhalt des Korbes dann geteitt. Von der Butter habe er nichts genommen, dagegen habe er den Korb an sich genommen und seiner Schwester geschenkt. Der Vertreter der Anklage erklärte, daß die angeblichen Täter, von deneir der eine im Feld stehe, zur Verhandlung nicht geladen werden konnten. Wenn der Tatbestand auch so wäre, wie der Angeklagte behauptet, so sei derselbe immer noch der Hehlerei schuldig, denn er habe den Korb, von dem er wußte, daß er gestohlen war, an sich genommen. Der Gcrichtshos war der gleichen Ansicht und erkannte auf 5 Monate Gefängnis wegen Hehlerei. Märkte. Gießen, 7. Nov. Marktbericht. Aut dein beutigen Woebenmnrkte kostete: Butter das Bkund 1 , 20 —1,30 Mk.: Hühnereier 1 Stück 12—!3 Pka., 2Etnck00Pka.: Enteneier I 3t. 0 Pf 7 . 2 St. 00 Piq.f Gänfceier I-St. 0-0 Pfg. 2 St. 00 Pia.; Käse das Stück 10—12 P!g., Kasematte 2 Stück 5—6 Pfq.: Tande» das Paar 1,00-1,40 Mk., Hübner das Stück 1,00—2,50 P!k., Hahnen daß Stück 1,00 - 2,50 Mk., Enten das Stück 2,50—3,00 Mk., Gänse da« Pkd. 65—70 Pia.: Welsche 4—5Alk.! Ochlensteiich basPid. 86 — 06 P g., Rindfleisch das Psnnd 90-94 Pfa., Knbfleifch 80—90 Pfg.. Schweinefleisch da? Mund 80—90 Pfg, Kalbfleisch bas Psnnd 80 — 84 Pfg., Hnnrnielfleisch bas Pfund 70—90 Pfg.: Kartoffeln 100 K:le 7.00— 0,00 'Dir., Weißkraut das St. 8—15 Pfg.,- Zwiebeln der Ztr> 10.00— 12,00 Alk.: Milch das Liter 22 Pfg.: tzleviel^ der Zentner 15—20 Alk.: Birnen das Pfund 10—15 Pfg-, Nüsse 100 Stück 10—Ü0 Pfg. — MarktzSit von 8 bis 2 Uhr. Wetteraussichten in Heften ain Spnntag, de» 8. 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Das Grostherzogl. Hesfische Ministerium hat mit Durchführung dieser Maßnahmen im Grofiherzogtum den Hesfische» Landesverband „Jnngdcutschland" betraut, auf dessen Anregung fich in der Stadt Gietzen aus Vertretern von der Jugcnd- pstegc dienenden Vereinen ein besonderer „-lusschutz zur militärischen Vorbereitung der Fugend" gebildet hat. Fch hoffe, datz die Anregung zur militärischen Vorbereitung der Jugend von allen Seiten kräftig unterstützt werden wird und richte diesen Ruf an alle Klassen der Bevölkernng. Bor allem ergeht der Ruf an die jnngen Männer aller Stände, die ihm mit Jubel folge» und gern bereit sein werden, körperlich geschult nnd hinreichend vorbereitet auf der Wacht zu stehen zum Schutze des heimatlichen Bodens. Ter Lbcrbnrgcrmcistcr. _ K ellcr. _ licsiB An unsere Jugend! Nachdem sich in diesen Tagen ein Ausschuß zur smilitärischen Vorbereitung der Jugend hier gebildet hat, werden die Uebungen schon in aller Kürze beginnen. Wir verweisen daher ganz besonders auf den obenstchenden Aufruf des Herrn Oberbürgermeisters an unsere Jugend. Listen zum Einzeichnen der Teilnehmer liegen auf der Großherzoglichen Bürgermeisterei und in den Schulen offen. Die Jugendlichen, welche der Jugendwehr angehören, brauchen sich nicht besonders zu melden, da die Jugendwehr als selbständige Organisation bestehen bleibt. Jeden Sonntagnachmiltag finden Uebungen im Freien statt, jeden Mittwochabend Uebiingsstunden in einer Turnhalle, in denen gleichzeitig kurze Mitteilungen über die Kriegslage gemacht werden. Die erste Zusanimenkunft, verbunden mit einem kleinen Festakt, bei welchem anfklärcnde Mitteilungen über die geplanten Uebungen gemacht werden, findet Mittwoch, den 8 (. d.M., S 1 ^ Uhr, in der Turnhalle der ^berrealfchnle statt. Wir laden hierzu unsere Jugend herzlich ein. Irr Aiisslhlls] z«r iliilitörisÄksl Isrbkreitlllis der Ziigkiid. I. N.: Pros. vr. Krausmüller. II286D Wsnisltieli 6ie 20 Mark wöchentlich ^ trerbieneu ? 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