Nr. 259 Der Sietzener Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags. - Beilagen: viermal wöchentlich SletzenerKamiliendlattek: zioennai wöchentl.llreis- dlatlsürden «reis Sichen (Dienstag und Freitag): zweimal monall. Landwirtschaftliche Seitfragcn Fernsprech - Anschlüsse: sürdie Schrütleitung 112 Verlag,Geschäitsstellebl Adresse für Drahtnachrichten: Anzeiger Liehen. Annahme von Anzeigen sür die Tagcsnummer bis vormittags 9 Uhr. Erstes Blatt M. Jahrgang Mittwoch, 4• November M4 General-Anzeizer für Ohecheffey Rotationsdruck und Verlag der vrühl'schen Univ.-Vuch- und Steindrurkerei R. Lange. Zchriftleitung, Geschästrstelle u. Druckerei: §chulstr. 7. Sczuqsv reis: inonatl. 75 Vs, viertel- sährl. Mk. 2.20: durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. 65 Ps.: durch diePost Mk.2.— Vierteljahr!. ausschl. Bestellq. Zeilenpreis: lokal I5Ps., ausw. 20 Ps. — Hauptschristleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich sür den polit. Teil: Aug. Goetz; sür .Feuilleton", .Der- niischtes" und.Gcrichts- saal": Karl Neurath: für .Stadt und Land": Otto Braun; sür den Anzeigenteil: H. Beck. Neue deutsche Angriffe in Mandern und Mankreich. Beschießung der Dardanellen durch ein sranzsstsch-englisches Geschwader. Die Nordsee mn England als militärisches Gebiet gesperrt. Großes Hauptquartier, 3. Nov. (WTB. Amtlich.) Di« U eberschwenrmn n gen südlich Nreuport schließen jede Operation in dieser Gegend aus. Die Ländereien sind sür lange Zeit vernichtet. Das Wasser steht zum Teil üb?r mannshoch. Unsere Truppen sind ans dem überschwemmten Gebiete ohne jeden Verlust an Mannschaften, Pferden, Geschützen und Ftcht»cugen herausge Flotte über. In den Kämpfen gegen die russische Flofttq tat sich besonders das Linienschiff „Tourgud Reiß" hervor. Tic fErsolge der türkischen Flotte lassen sich folgendermaßen zusammenfassen: Fünf russische Kriegsschiffe wurden in Grund gebohrt, 19 Transportschiffe versenkt. Ans den Transportschiffen befanden sich, wie die gefangenen russischen Marinesoldaten aus sagten, nicht weniger als 1 700 Minen, die im Schwarze» Meer versenkt werden sollten. Sckwn diese Tatsache beweist die feindselige Absicht der russischen Flotte. Bei der Beschießung der Häfen wurden 55 Speicher, die Petroleum und Getreide enthielten, vernichtet, und zwar 50 in Sebasto- pol und Noworossijsk und füirf in Odessa. Niemand darf mehr nach Indien hinein! Der italienische Konsul in Bombal) hat seine Regierung davon benachrichtigt, haß in Bombay niemand mehr an Land gelassen wird, der nicht Nachweisen kann, daß er englischer Untertan ist oder sich durch die Farbe seiner Haut unzweideutig als A-siate ausweisen kann. Diese Meldung des „Corriere" besagt also nicht inehr und nicket weniger, als daß die Engländer Indien ganz und gar gegen alles absperren wollen, was ihnen nicht behagt! Wer etwa archäologische Studien machen will, so hat der Konsul weiter be richtet, oder aus sonst einem Grunde die Stadt besichtige» möchte, hat beim Konsulate um die Erlaubnis einzukomnren und dann bekommt er — vielleicht die Erlaubnis zu vor- übergehendem Aufenthalt! Eine neue englische Kriegsanleihe. Lo» don, 3. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Der „Daiky Telegraph" meldet: "Demnächst ivird eine neue Krie-gsanleilw emtttjert Werben und ytmt 200 Millionen Pfund Sterling zu 4 Prvz., in zehn Fahren zu Pari einlösbar. Rücktritt des türkischen FinanzministcrS. (WTB. Nichtamtlich.) K o n st a n t i n o p e l, 3. Nov. Finanzminister Dschawidhat seine Entlassung nachgesucht. Die tapfere „Karlsruhe". (WTB.) Wie Lloyds aus Para (Bras.) gemeldet wird, hat dort der deutsche Dampfer „Assuncion" die Passagiere und Mannschaft des belgischen Dampfers „van Dyck" und der englischen Dampfer u r st dale" und „Gan- t o n" an Laird gesetzt. Tie Dampfer sind von dem deutschen Kreuzer „Karlsruhe" erbeutet worden. Die Beschießung von Tsingtau. T»kio, >3. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) ülmtlich wird bekanntgegeben, das; die Beschießung von Tsingtau andauert. Die meisten deutschen Forts sind zum Schweigen gebracht, nur zwei beantworten unaufhörlich di« zu Wasser und zu Lande unternommenen Angriffe der Berbunderen. Das Bombardement verursachte eine Feucrsbrmist in der Nähc^ des Häsens und die Explosion eines Oeltanks. Das Fort Sico- chaushau steht in Flammen. Ein deutsches Kanonenboot, das den Schornstein verlor, ist nicht mehr sichtbar. Der deutsche Einfluß in China. (WTB.) Peking. 3. Nov. (Nichtamtlich.) Die „Exchange Telegraph Company" meldet unter dem 31. Oktober: Bon morgen .ab wird keine englische Zeitung hier erscheinen, .da die Deutschen die „Peking G a z e t te" angekauft -haben. Die nächsten britischen Organe werden in Tientsin cr- -scheineu. Die Deutschen übcrnebmen zugleich die finanzielle Kontrolle über die gesamte chinesische Presse in Peking und besitzen «in ebnen die Kontrolle gebendes Finanzinteresse über die drei wichtigsten chiueirsäy?n Blätter in Tientsin. Dic Kaiserin in Königsberg. Königsberg, 3. Nov. Die Kaiserin besuchte gestern vormittag das Hilfslazarett im sozialdemokratischen lDewerkschaftshmis. • Ein deutscher Flieger über Warschau. Be r l i n, 3. Nov. Zur Bombardierung Warschaus durch ein deutsches Flugzeug wird verschiedenen Müttern berichtet: Ein deutscher Flieger erschien über Warschau und warf etwa 4 0 Bomben herab, di« jedoch nicht wesentlichen Schaden angerichtet haben sollen. Die Kämpfe der Oesterreicher. (WTB.) W i e n , 3. Nov., mittags. (Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: In Russisch-Polen brachen unsere Strcitkräftc, als sie die starke feindliche Armee zur Entwicklung gezwungen hatten, die Gefechte auf der L Y s a G o r a ab, um die nach den Kämpfen vor Jwangorod befohlenen Bewegungen fortzusetzen. Die Lage in Galizien ist unverändert. Aus den Kämpfen der letzten Tage südlich von Stary Sambor und nordwestlich von T u r k a lvurden bisher 2500 gefangene Aussen eingcbracht. Gestern früh überfielen .Husaren bei Sybnik rm Stryjtale eine feindliche Munitionskolonne und erbeuteten viele Wagen mit Artilleriemunition. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes, v. H ö f e r, Generalmajor. Die Niederlage der Serben. (WTB.) Wien, 3. Nov. (Nichtamtlich.) Amtlich wird berlautbart: 3. November. Erst jetzt läßt sich der in der Macva errungene Erfolg voll überblicken. Die dort gestandene zweite serbische Armee unter General Stepanovic mit vier bis fünf Divisionen konnte sich nur durch übereiligen Rückzug, wobei sie Vorräte aller Ari und ihre Trains im Stiche lassen mußte und zahlreicheGefangcne verlor, aus der bedrohlichen Situation retten. Der Feind ist, ohne in seinen vorbereiteten rückwärtigen Stellungen neuerdings Widerstand zu leisten, in einem Zuge bis in das Hügelland südlich von Sabac zurückgewichen. Er leistete nur noch bei Sabac, welches in der Nacht vom 1. auf den 2. November von unseren tapferen Truppen e r st ü r m t wurde, hartnäckigen, aber vergeblichen Widerstand. P o t i o r e k, Feldzeugmcister. Getreide-Höchstpreise in Oesterreich-Ungarn. Ofenvest. 3. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Wie verlautet, soll aus Grund von Beratungen, die zwischen dem Ministerpräsi- deuten Grafen Tis za und Mitgliedern der österreichischen Re- flierung abgehalten worden sind, die Festsetzung von Maximal- preisen für Getreide in kurzer Zeit bevorstehen. . Der „Pestcr Lloyd" meldet, daß die administraiiven Behörden Mit deni Recht ausgestattet iverden sollen, wenn nötig, auch Requisit i o ne nvorzunchmen, um die vorhandenen Getreidemengen aus den Speichern der Produzenten dem, Konsum zuzuführen. Dic Neubildung des italienischen Kabinetts. Rom , 3. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Die Audienz des Ministerpräsidenten Salandra dauerte von 7 bis 7 1 /» Uhr abends. „Ewrnale d'Jtalia" sagt: Gemäß den übereinstimmenden Ratw,lagen der vom Könige befragten Politiker hat der König Salandra mit der Bildung des Kabinetts beauftragt. Die Krise werde schnell überwunden sein. Nack, der „Tribuna" iverden Son- nino und Carcano in das Kabinett cinttrten. Trcibundfrcun bliche Kundgebungen in Rom. Rom, 3. Nov. Gestern fand unter dem Vorsitz des Senators G r a s s y eine DersammlungzumSchutzeder nationalen Interessen Italiens statt, beitvelcher Grassy und Graf Lucidi begeistert« Reden zum Lobe Deutschlands hielte». Grassy äußerte im Bilde eines Traumes die ungeheuren Vorteile, welche Italien erwachsen wären, wenn es sich in de» ersten Augusttagen den Verbündeten anqe-. schlossen hatte. Beide Redner vernrteil-ten scharf die Agitation gegen Deutschland und Oestcrrcick>-Uilgarii. Der Versammlung wohnten hervorragende Mitglieder des Seiurbs und der Deputiertenkammer bei. Ans Bulgarien. Sofia, 3. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) In der Sv braus e tichtete der Führer der Sozialisten an den Ministerpräsidenten .Radoslawow eine Anfrage über die Allgemeine Politik der .Regierung im Zusammenhang mit dem europäischen Kriege. Der .Ministerpräsident ersuchte, die Antwott einige Tag« verschieben zu dürfen. Das Haus ftimnite dem Ersuäzen zu. Rußland und Persien. (WTB.) Tientsin, 3. Nov. (Nichtamtlich.) Dem „Leidiger Tageblatt" wird aus Kopenhagen mttgeteilt: Nach einer Meldung der „Berlingske Tideudg" auS Petersburg hat der persisclw Gesandte dem russischen Gesandten die Forderung aus sofortige Abberufung der russischen Truppen aus denr persischen Gebiet überreicht. Englische Meldungen über den Ausstand in Südafrika.« Kapstadt, 2. Nov. (WTB. Nichtamtlich. Reutermeldung. ) Oberst Alberts hat die A n f st ä n d i s ch e n km Distrikt Lichtenburg geschlagen. Kapstadt, 2. Nov. (WTB. Nichtamtlich. Meldung des Mcnterschen Bureaus.) Bon den durch Oberst Alberts im Distrikt Lichtenburg geschlagenen A n f st ä n d i s ch e n wurden 13 getötet, 30 verwundet und 240 gefangen. Pretoria, 2. Nov. (Meldung des Renierschen Bur.) Oberst Gilliers meldet aus Ken H ardt, daß zwei Führer der Aufständischen, Major Ben Eoetzcs und Kapitän de Bikliers, gefangen genommen wurden. Aus Amsterdam wird berichtet: Handelsfirmen in Amsterdam und Rotterdam haben aus London vertrauliche Benachrichtigungen erhalten, wonach die Zahl der aufständischen Buren bereits über zehntausend gestie- c »i sein soll. Sie sind sämtlich gut bewaffnet und auch im esitze von Schiiellfeuergeschlitzen und Maschinengewehren. Gewissen Nachrichten znsolge soll sich die gesamte Orcmje- slußkolonie in Aufruhr befinden. Tie Engländer versagen m der Kaplolonie etwa über 80000 Mann, deren Zahl bei einem Umsichgreifen des Ansstaitdes bei weitem nicht zu seiner Unterdrückung ausreichen würde. Das englische Kriegsmaterial in der Kapkolonie soll unzureichend sein. (WTB.) Lonhon, 3. Nov. (Nichtamtlich.) Tie ,,Mor- niug Post" meldet aus Kapstadt: Tie Gefahrenzone ist im nördliche» Teil des Oraujefrcistaates, wo De Wet im Felde steht. Er zwang tatsächlich Engländer dazu, sich seinem K o in m a n d o a n z i> s ch l i e ß e n. Da die Eisenbahnen bekannt gaben, das; sie die Güterbeförderung nach dem Rand nur auf Gefahr des Absenders aus- sührten, beschloß das Schatzamt infolge von Vorstellungen der handelsiammcr in Johannesburg, die Bahnen gegen das Risiko der Gefahr durch die Ausstandischen zu entschädigen. hierdurch wurden die normalen Raten wieder her- gestellt. Aus den englische» „Gcsangcnen-Lagern". Berlin, 3. Nov. Ein aus dem englischen Konzentrationslager in Farnley entkommener Deutscher berichtet, daß in oen Gefangenenlagern während einer Woche 17 beut» sche Zivilpersonen gestorben seien. In der ersten Zeit mußten die Jnteritierten auf dem nackten Grasboden schlafen. Deutsche Unterseeboote in der Straße von Dover. London, 3. Nov. (W.B. Nichtamtlich.) Dic „Times" schreibt: Die bezeichnendste Exstsode a,u§ den Nachrichten des Wochenendes ist, daß der Kreuzer „Hermes" am Samstag von einem deutschen Unlersecbool in der Straße von Dover torpediert worden ist. Dieses ist an sich keine sehr ernste Sache, aber es ist ein gewisser Verlust und es ist besser, ihn zuzugeben. Ts ist bemerkenswert, daß der „Hermes" wie schon der „hawkc" während der Fahrt torpediert wurde. Bon Ivirklicher Bedeutung ist, daß sich deutsche Unterseeboote in der Straße von Dover befinden, daß d>rs Minen seid ihr Gehen und .Kommen nicht hindert, und das; wir mit if/rer fortgesetzten Anwesenheit in der Meerenge rechnen, müssen. Die tciitblidjeit Unterseeboote erscheinen jetzt an neuen Orten, sie sind mit großem Geschick und Mut geführt. Der Feind hat durch Unterseeboote und Minen in gewissem Maße, obwohl nicht in vitalem Umsange, die sicheren Bedingungen verringert, die wir zur See zu erhalten streben. Unsere Strategie zwingt uns, Schiffe aus der See zu behalten, wo sie sich in größerer Gefahr befinden, als man wohl anzimrhmen pflegt. Der Marinemitarbeiter der „Morning Post' schreibt: Es entsvricht Deutschlands Interesse, olle Meere nwalirbst unsicher zu machen, unser Interesse ist. sic offen zu halten. Deutschland ist imstande, der englischen Flotte dadurch eine endlose Menge von Mühe und Arbeit zu machen, während cs die eigenen Schiffe rvhig im Lasen liegen läßt. Das Minenlegen, das anfangs vom Publikum nur als Unstlg betrachtet wurde, entwickelt sich zu einer regelmäßigen Methode des Seekrieges. Ein Bild ans Fapa». Berlin, 3. Nov. In einem der „Voss. Ztg." zur Verfügung gestellten Brief eines in Japan lebenden Deutschen vom 28. August heißt cs: hier in Japan macht sich der Unmut gegen den Krieg allgemein Luft. Die Mehrzahl der Landarmee kämpft ungern gegen ihre deutschen Lehrmeister, und unter den deutschen Reservisten in Tsingtau befinden sich Hunderte von Japanern. Den Japanern fehlen die deutschen Ratgeber. Tie Handelskammern schimpscn, die Gelehrten schütteln die Köpfe, die Krankenhäuser sind in Rot. Es gibt kein Glyzerin, Karbolsäure und keine Seife mehr im Lande, das Petroleum wird knapp. Ans dem See erklingen deutsche Begleitlieder, von den Japa- nern mit mehr oder weniger Geschicklichkeit mitgesungcn. Kam ich ldja vor drei Tagen Mit meinem Segelbötchen mits vier Kindern zu einem Fischerhans am Ende des Sees ge- sahren. Das Haus war voller Studenten. Bald nachdem sie unsere Sprache verstanden hatten, sang alles, tovhl 20 Mann, mit uns „Die Wacht am Rhein" und „Deutschland, Deutschland über alles". Der Unterrichtsminister hat an die deutschen Lehrer und Ratgeber eine Kundgebung erlassen, in der er sie bittet, dem Land lveiter zu dienen, „es solle ihnen nichts geschehen". Die wirklich Gebildeten stehen sämtlich mit ihren Sympathien auf Deutschlands Seite, schütteln die Köpfe, ohne es aber doch hinderrr zu können, daß ihr jetziger Ministerpräsident Graf Okulna, der unwissende Greis, sein Land ins Unglück stürzt. Englands Verhalte» gegenüber deutschen und österreichischen „Gefangenen". Der hier in Gießen lebende Herr Arch. R. Cusden veröffentlicht folgendeit Aufruf: Alle britischen Untertanen, die mit dem folgenden P r o t e st übereinstimmen, werden ersucht, durch Postkarte oder Telegramm ihre Billigung an Mr. Arch R. Cusden, Gießen (OberHessen , Jobannesstr. 11, 8, kund zu tun, der darauf eine vollständige Liste der Namen der Protestierenden an die amerikanische Gesandtschaft schicken wird mit der Bitte, sie der Königlich Britischen Negierung vorzulegen. „An die Regierung Seiner Britischen Majestät! Nachrichten aus zuverlässigen Ouelieu sind uns zugekommen, daß dic Brittsche Regierung angeiangen Hat, deutsche und österreichisch-ungarische Zivilisten, die sich augenblicklich in England befinden, in Konzentrationslagern einzu- sverren, und daß die allgemeine Behandlung dieser Zivilisten, die jetzt als Gefangene gehalten werden, eines zivilisicr- tenLandeSunwürdigist. Andererseits iverden wir in Deutschland ansässigen britischen Untettanen, mit sehr wenigen Ausnahmen, vom Publikum »ist» von den Behörden mit aller Höflichkeit und Rücksicht behandelt, und genießen wir eine verhälmismäßig große Freiheit. Wir fühlen uns deshalb genötigt, gegen diese Handlung Englands energisch zu protestieren, und fordern Seiner Majestät Rc- giernng auf, gegen dic deutschen und österreichisch-ungarischen Untettanen fair zu sein, und ihnen dieselben Rechte und den Schutz zu gcioährcu, wie bttttsche Untettanen sie in Deutschland jetzt erhalten." Aus Stadt und Land. Gießen, 4. November 1914. ** Hauptmann Poly gefallen. Neben so vielem anderen schmerzlichen Verlust beklagt das Infanterie-Regiment Nr. 116 nun auch den Tob des Führers seiner Maschinengewehrkompagnie, Hauptmanns Poly. Am 2. November starb er in Frankreich den Soldatentod. Dic Teilnahme am Geschick des Tapferen wird weit über die Kreise seiner Kameraden hinausgehen, da der Name des Toten nicht irur durch dessen sympathische Persönlichkeit in ganz Gießen bekannt und beliebt war, sondern da man auch in den letzten Wochen, wenn man vom Regiment 116 sprach, kaum je deS Haupli mauns Poly vergaß, den Kaiser und Landesherr mit dem Eisernen Kreuz m: ft c r und zweiter Klasse und der hessischen TapserkcitsMedaille ausgezeichnet hatten. Manclw Erzählung von ihm machte in der Stadt die Runde: Wie er nicht einmal, sondern oft selbst das Maschinengewehr bediente, wie er Verivundetc aus der Linie ge tragen nsw. Liegt es auch in der Natur der Dinge, daß davon kein Aufhebens gemacht wurde, so erhellt doch daraus, wie die Gedanken seiner Soldaten, die verwundet in der Heimat weilten, um den tafferen Führer tätig waren: Der sprechendste Beweis dafür, daß ein echtes Kamcradschaftsverhältnis zwischen Vorgesetztem und Untergebenen herrschte, das nur zu- tande kommt, wenn der Führer ist, wie er sein soll. Regiment und Bürgerschaft werden den heldenmütigen Offizier nick» vergessen, wenn einst die Verdienste des Regiments Kaiser Wilhelm im Kriege von 1914 gewürdigt werden. Aus dem Leben des GefaUeneil erfahren wir folgende Daten: hauplmann Karl Poly >var geboren im Jahre 1873 zu Lübben bei Frankfurt a. d. Oder als Sohn des Oberstleutnants Ludwig Poly. Er besuchte das Gymnasium in Gnesen, die Kadettcnschnle in Kulm und trat dann in dic Kadettenanstalt Groß-Lichterscldc ein. Am 22. März 1893 kam er als Leutnant ins Infanterie-Regiment 116 n a ch Gießen. Genau vier Jahre später wurde er als Erzieher an die Kadettenanstalt in Vensberg und gleichzeitig zum Infanterieregiment 168 versetzt. Am l. 4.1898 kam er in seine erste Garnison zurück, wurde am 22. März 1902 zum Oberleutnant befördert, sodann vorübergehend zur .Kriegsakademie und zur Dienstleistung beim Eisenbahn-Regiment Nr. 2 kommandiert und erhielt 1905 ein Kommando zum Großen Generalstab. Am 1. Avril kam er wieder nach Gießen und wurde am 10. September 1908 zuin überzähligen haupt- mann und am 27. Januar 190!) zum hauptmann und Kom- pagnicchcf befördert. Anl 1. Oktober 1913 wurde er dann mit der Führung der ne »gebildeten Maschine n- gcwehrkompagnic des hiesige» Infanterie-Regiments betraut. ** Auszeichnungen. Ter Großherzvg verlieh die Tapferkeitsmcdaille den Schichtmeistern Eichen an er und Kolb im Großh. Gendattneriekorps, kommandiert zur Feldgendarmerie des mobilen Generalkommandos 18. Armeekorps. Beide haben vvr einiger Zeit das Eiserne Kreuz 2. Klasse erhalten. — Die Gr o s; he r zog in hat dem Ober-Postschafsner Lorenz Rühl in Alsfeld das Allgemeine Ehrenzeick)en mit der Inschrift „Für langjährige treue Dienste" am Bande des Verdienstordens Philipps des Großmütigen und dem Ober-Briefttäger Christtan San« mann aus Pfungstadt das Mgemeine Elpenzeichen mft der Inschrift „Für langjährigk: treue Dienste" und devr bisherigen Bürgermeister, Ortsgerichtsvorsteher und Standesbeamten Willen Schaf er'zu Eberstadt, Kreist Darm- stadt, das Silberne .Kreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. ** Ritter des Eisernen Kreuzes. Vizeseldivchel d. Landw. Dr. Thr o m aus Gießen. Sergt. Ernst Schön- see, Pion.-Regt. 25 (früher Uff j. im Inf.-Regt. 116). Kriegs» freim. Karl Haibach, Res.--Feldart.-Regt. 29, aus Wetzlar. Leutn. d. R. Dr. Messerschmidt, Jnf.-Regt. 110 aus Werdorf. Gefr. Gg. Keiner, Jnf.-Regt. 80, aus Werdors. llsfz. d. R. Ludwig Wart, Jnf.-Regt. 116 in Lauterbach (aus.Gießen). Hauptin. Paul Trap p, Jnf.-Regt. 25. Forstassessor Zimmer, Lt. d. R., aus Friedberg. Lt. d. R. Ingenieur Otto Krüger, Friedbcvg. Lt. Hcinz W. Meyer (Hanau) vom Jnf.-Regt. 116. Obevstabsvetermär Kail Schmidt vom Ula„en--Regt. 6. Dr. med. Ernst Henrich (Hanau), Assistenzarzt d. R. im Res.-Regt. 118. Feldintcrid-- Sekr. Bal. Assian (Hanau) vom Stabe der 22. Jns.-Div. Off.-Stellv. Hans Hauser, Bataillonsschr., Feldwebel Alb. hocke nj ös, Sergt. u,ch Fahnenträger Willy Hendrick, Dizeseldw. Karl M a n ke l, Uffz. d. R. G e r l a ch, Uffz. d R. Sali Löbenstein, Einj.-Ufsz. Wilh. Adam vom Jnf.-Rgt. Nr. 88 in Hanau. Oberstlt. Fürst von Schanmburg- Lippe, Rittmeister v. Ulrich, Rittmeister v. hanen- fe ld (1. u. 2. M), Rittmeister h i mcke, Oberlt. v. haakc, Oberlt. d. R. Lindpeintner, Lelltn. v. Al»enslebcn, Leutn. v. Mosch, Leutn. d. R. Bocken heim er, Lbcr- musikmeister P s a n nens ch m id t, Wachtmeister Trümmer, Vizewachtmeister Rudolf, Dizewachtmeifter Fr icke, Trompeter Martin Pfau, sämtlich aus Marburg. Sergt. Lorenz, Sergt. Kellner, Serg-t. Printer, Unteroff. Schweinsberg, Husar Fnhnmann, Husar Meißner, sämtlich vom 14. husarenregiment in Kassel. Erwfti Kn ack s u ß, Leutn. im Großh. Hess. Feldart.-Regt. 61. Vize- seldw. und Off.-Stellv. Wilhelm S ch l ö r b aus Schotten. Off.-Stellv. im Art.-Regt. 61, Dipl.«Ing. Hermann Kurz in Darmstadt. Res.-Uffz. Ernst Sem ml er von Darmstadt. Obermusikm-ister Matlstas Weber vom Feldart.-Regt. 61. Finanzasp. Heinrich Pfeifer aus Alsfeld, Uffz. d. R. im Fuß.art.-Regt. 3. Gg. Schuchardt aus Ällsfeld, Jnf.-Rgt. Nr. 116. Pfarrassistent heinr. Hebbel ans Ortenberg. Jvh. Schlemmer aus Weinheim, Jnf.-Regt. 117. Einj.-Uffz August Brun, Jnf.-Regt. 115, ans Darmstadt. Sergt. Karl Kröning, Jnf.-Regt. 116, aus Bernsburg. ** Ins Fejd rückende Soldaten, über zwei kttegs- starke Kompagnien, niarschietten heute morgen wieder einmal mit klingendem Spiel zum Bahnhof. Es handelte sich zum größten Teil um hier zusammcngczogene Ersatzreservisten, der Reit waren Kriegssteiwillige. Das Sttaßenlcben wird nun für einige Zeit wieder emiges von seinem militärischen Einschlag cinbüßen. ** Dankesgrüße aus dem Reserve-Lazarett I. Unsere Soldaten können, wofür schon manches Beweisstück veröffentlicht morden ist, nicht nur schießen und dreinschlagen, sondern viele von ihnen können auch — dichten. So haben auch die Verwundeten im Reservelazarett l in der Turnhalle ihren .hauspoeten. Bon diesem geht uns heute der dichterische Ausdruck der dankbaren tzlcsinnung seiner Kameraden »ich seiner selbst zu, und wir übergeben das hübsche Gedichtchcn im folgenden gern seiner Bestimmung, dem Abdruck: „hier, — wo sonst in ruhigen Zeiten , Turner stramm im Gleichschtttt schreiten, Wohl auch im Hellen Lichterglanz Die Fiedel spielt zu frolzem Tanz, — Da sollen wir jetzt stille liegen, Genesen von dem blm'gei, Kriegen. — Fragt man: woher? — Wir sind fürwahr 'ne bunt zusamm'geworfcile Schar. Da gibt es Preußen, Hessen, Schwaben, Auch Bayern, Sachsen sind zu haben: Und wenn man seine Truppe nennt, Jst's dies und jenes Regiment — Doch sagt: welch Band hält uns umschlungen? —, Jst's, weil wir mit dem Feind gerungen, Ta bitt’rer Laß in uns geloht, Ter uns gcfilhrt zu Mut und Tod? — Rein — hier vereint von Herzenstrieben Ter beste uns: ein edle-s Lieben! Voran der Aerzte hohe Kunst, — Tann edler Helferinnen Gunst, Tie mit flinken, zarten Händen Uns selbstlos, rastlos Beistand spenden, — Und Gießens Bürger — allezeit Zu Liebesgaben gern bereit — All dieses Lieben, ohne Schranken Entflammt in uns ein heißes Tanken! Für all die Liebe, die man bot, Ihr Guten: ein „vcrgelts Euch Gott!" ** Aus dem Bureau des Stadttheaters schreibt man uns: Erfreulickscrweise werden noch weite re Abonnements angemeldet, und eS sei darum daraus hin- ^ewiescn, daß auch noch später cintretende Abonnenten .einen Schaden erleiden, da sie für etwa erledigte Vorstellungen Gutscheine erhal ton. ** Universitätsbibliothek. Wie an? dem Anzeigen- :eil der gestrigen Run,,»er ersichtlich. sind alle von Nicht-Dozenten r»? der Universitätsbibliothek entliehenen Bücher bis fpäteften« 15. November znr Musterung v o r z u l e g e ». Landkreis Gießen. X Treis a. L., 1. Nov. Der von Tr. Ku n z - Allendorf in den letzten Wochen in Bcnncrs saal dahier abgchaltene Unterricht in der Krankenpflege war von Ist Frauen und Mädchen und einem Mann besucht. Ter Kursus wurde mit »in« Prüfung geschlossen, wobei dem Leiter der herzliche Dank der Teilnehmer für seine selbstlosen Bemühungen ausgesprochen wurde. Aus unserer Gemeinde sind schon 4 Krieger gesellen: ein aktiver Soldat des N6. Regiments, Philipp Leinweber, 2 Reserristen. Wilhelm Grau und Unteroffizier H. Klein und l Landwehr - mann, Philipp A m e n d. — An der militärischen Ausbildung der Jugend beteiligen sich hier zwischen 50 bis ;<0 Burschen Die Hebungen finden unter Leitung von vier srühwew Soldaten allsonntäglich nachmittags ran 2 Uh- -in statt. B. Treis g. Ldr.. 3. Nov. Aus dem zu Aniang des Krieges gesunkenen Schiss „Ariadne" liesand sich auch der Re» >«mst Ober Heizer Fr. R. von liier. Er schreibt über «ne Erlebnisse beim Untergang de? Schisses: „Ms es hieß: Rette sich, wer kann, find ich alle Luken verschlossen, denn rar alles krumm und schief gebogen und keine Türe ging mehr ins. Ta kam mir der Gedanke, durch ein Loch zu schlüp'en. durch welches eine Geschützkugel reiä ageu war, die aber nicht krepiert rar. Kaum gedack-t, war ich auch schon durch und bcsaud mich :m Wasser. M-r folgten noch 12 Kameraden, auch ein Maschinist rollte hindurchkricaen. « war aber zu dick und blieb stecken. Was das für ein Anblick war, kannst du dir denken. Er schrie rach seinen Kindern, wir konnten ihm aber nicht Helsen. Wir 'chtrvmmen eine Viertelstunde im englischen Feuer, da legte sich ms Schiss aus die Seite und sank sofort. schwamm dann auf einen Rettungtgürtel -u, wan ihn mir über den. Kops und 'annte mich so länae: über Wasser halten, bis ich von dem Torpedoboot 132 ausgenommen vairde. das uns nack- .Helgoland irackite. Ten andern Tag kam ich wieder nach Wilhelmshaven, 00 ich nreinc Kleider, die im Wasser geblieben waren, wieder «setzt bekam. Gott war mein Besebützer, hätte er die Hand nicht tber nrich gehalten, so läge ich wohl jetzt schon ans dem Meeres- rrimd, wie so mancher meiner Kameraden. .." Der folgende kwies teilte mit, daß auch der unglückliche Maschinist sich noch >abe retten können. Kreis Schotten. Ost Groß-Eichen, 2. Nov. Auch in unserer Gemeinde hat ne F ü rsorge für die Kriegsnot eingesetzt. Bisher wurde oiaendes gesammelt bezw. gearbeitet: 101 Hemden. 38 Leibbinden. '27 Paar Strümpfe, 40 Unterhosen, 24 Taschentücher, 45 Paar kulswärm«. l.54 Paar Fußlappen. 82 Bettücher, 92 Handtücher, >7 Spreukissen, ll Kovsbezüge, 18 Armbinden, 7 Unterbemden. 1 74 Berbandsbinden, 2 Bettbezüge Eine Sendung ging an die Havvtsammelstelle nach Darmstadt, das übrige an das Rote Kreuz n Gießen. Eine Sammlung von Gemllle. Obst. Kraut und Kar- osseln ergab 115 Zentner, außerdem wurden 43 P'nnd Wurst und Sverl. 1956 Eier und einige Pfund gedörrte Zwetschen gesammelt. Für die kriegsuctleidmoen Ostvrcußen ergab die Gckdlamwlnng 10 Mk, außerdem konnten 5 Kisten mit Kleidungsstücken, Bctt- cedeckeu uss. an die Sammelstelle in Berlin abgesandt werden. An Geld gingen bisher ein durch Haussgmmlunq und aottesdicnst- iche Opfer sowie Beiträge der Vereine 1112 Mk. Eine weitere Sammlung soll demnächst in den Häusern stattstnden Die Ge- neindechat alle im Felde sehenden Angehörigen in die Krieg s- rersicherung eingekaust. Dieser Tage giva an alle im Felde stehenden Kemeindeglieder eine Liebetzgabenlendung. beredend ans varminn Unterzeug, Hemden, Unterhosen. Leibbinden, Strümv'en, Ebokolabe und Zigarre" ab, wozu Vereine und Gemeindeglieder leigesteuert hatten, auscrdem wird sleißig Ebarpie gezupft. Q Ö e r eb e n h a i n, 1. Nov. Tie Tounerstaa, 29. Oktober, «ransialtete L i e b e? a a b e n s a ni m l » n a i n kt a r t o > s e l » rggh aus den drei Kirchivieisgenieinden ein 6!elan>lgewicht von >7 Zentner» und 80 Binnd Davon entnelen onf Herckenboin >7.60 Zir», aick Eortmannshain 33,20 Zte. und aus Sicheillianleii 7 Zentner Tie Kartoffeln sind für unsere ostprenhi'chen Land?- e»te beslinimt worden. Kreis Lauterbach. Ir. W a l l e » r o d , 3. Nov. Ruch in unsere», Torte ist man »I Begriffe, eine Jlläendwehr zu gründen. Es haben sich ereil? iast alte Zungen im Aller von 18—20 Zähre» von hier md der Nachbarqemeinde Reuter? zu diesem Zwecke gemeldet konnerSlgg a''end findet unter Leitung der Herren Lehrer Loch >»d S ch NI a l z n»d de? Herrn Beigeordnete» K a i o v Ziisirnkiions- lunde stall. Tie Leilimg in, Felddienst haben die Herren Ehr. k r a s t und Briefträger M ü Iler übernommen. Starkenbnrg und Mcinkicsstn. X D a r m st a d t, 4. Nov Der breisackic Raubmörder Fl ö r s ch, >er im Frühjahr in Hochheim bet Worms den Bäckermeister Back, wssen Ehefrau und Tochter ermordete und vom Schwurgericht weimal zum Tode verurteilt morden war, wurde heute vprmittag m Hofe des Provinzialarresthauscs h i n g e r i ch t c t. Kreis Wetzlar. <:) Waldgirmes, 3. Nov, Ter Krieg hat bis jetzt schon Opier a»? der Gemeinde gclordert. — A tz bach, 3. Nov. Zusgesamt 09 wehrfähige 11 ä » n e r sind ans unserem Dock« zur Fahne einberuien vorden. Hessen-Nassau, ss M a r b u r g , 3. Nov. Tic Bäckcrinnnng hat abermals ine Brotpreis-Erhöhung eintreten lassen. Es kostet der Nerpfünd« I. Sorte 64 Psg. und 2. Sorte 60 Psg. — Im Alter wn 8l Jahren starb hier das eh-malige langjährige Magistrrts- nitglicd, der srüberc Brauerelbesitzer Missomelius. m. Kirchhain, 2. Nov. Vergangene Nacht gegen 1 Uhr wurden die Bewohner unserer Stadt durch das Feuersignal rus dem Schlafe g-nchreckt. Im benachbarten Dor'e Langenstein war n dem Stalsgebäudc des Landwirts H. Klingelhöfer Feuer aus- lebrocheu, das in den ausgestavelten Futleniorräten reiche Nahrung and, sich mit unheimlicher Schnelligkeit ansbreitete und bei dem ckemlich hestigen Ostwinde die dicht aneinander stehendemNachbar- tebaude, namentlich den Schulhof, stark bedrohte. Dem tatkräftigen ind besonnenen Eingreifen der Feuerwehr gelang cs. die sämtlichen Lserde und das Rindvieh aus dem brennenden Gebäude zu retten inb den Brand aus seinen Herd zu beschränken. Der durch ver- icherung gedeckte Schaden ist erheblich. Tic Entstchiinasursachc des Feuers ist unbekannt. — Bein, hiesigen Landratsamt sind nach der etzten Quittung für das Rote Kreuz eingegangen von Schisfcl- bach 75 Mk., Gemeinde Erksdorf 2600 Mk., Momberg 3230 Mk., Mardorf 761 Mk. Der letzte Betrag wurde dem Frauenverein zur Anschauung von Dollsachen für das 11. Armeekorps überwiesen. m. Neustadt, 3. Nov. Nach heute hier eingetrossener amtlicher Mitteilung ist der Schreiner Joses G n au Vvn hier aus dem Felde der Ehre gefallen, Unteroffizier Christian Kuhn gilt als schwer»-r»»»det. Oermißt sind gemeldet Moritz Braun, Kandidat des hiheren Lehramts, Heinrich Mann, Gärtner, und Heinrich F r » u f, Schornsternseger. sämtlich von hier. — Das Eiserne Kreuz 2. Klaffe erhielt Wachtmeister Bernhard R a m b ans dem aahr»- Momberg. — Als erster aus der' Gemeinde Momberg starb den Tod fürs Vaterland der Jäger Eugen Groß, Sohn des bärtigen Gemrindesörstrrs.^— Aus der Gemeinde Wahlen sind schon 6 Soldaten den Tod für? Vaterland gestorben.. m. iikeilburg, 3. Nov. Die Stadtverordneten haben die Erhebung einer Kriegs st euer in Höbe ovn 25 Prozent der Staalseinkvmmenstcurr bejHlossen. Svdann werden sämtliche Krieger >etwa 170) bei der Nass. Kriegsversicherung mil je einem Anteilschein versichert. h. Frankfurt a. M.. 3. Nov. Unter den unzähligen Liebesgeben, die vor etlichen Wochen aus Frankfurt unseren tavieren Kriegern zugesanbt wurden, befand sich auch ein Paar selbstgestrickter S t r ü m v i c. das eine junge Kricgcrssrau zur Verfügung gestellt hatte. Die Spenderin hatte an die Strümpfe ein Zettelchen mit ihrem Namen gehängt. Tic Sachen kamen an und wurden wahllos in den Schützengraben vor Frcsnoy verteilt. Auch ein Frankfurter Soldat war so glücklich, ein Paar Strümpfe zu ergattern. Wer aber beschreibt sein Erstaunen, als er in den Strümpien den Namen seiner Frau entdeckt. b. üranktnet a. Bl,, 3. Nov. Tie mit einem Kostenaufwand« van dlbl 000 Mk. erbaute Kgl. M a I ch i n e II b a » - schule wurde heute in Gegenwart zahlreicher Verlreter der Dc- hörden der B e n u tz u n g übergeben. Tein Ernst der Zeit enlipieckiend halte man von einer Feier nhgesohen. Tie rännilich und leehntich mnsterglntig eingerichtete Anstalt bietet Raum für ISO Schüler. + t) bö Orb, 3. Nov. klick dem neuen Trupveii- ü b n I, q r v l a tz e im Sveff.irt soll ein großes <8 e l a II g e II e nd l a a e r eingerichlei werde». Tic ersten Arbeiten hierfür fin- bereik? verleben. Tie Geianaenen solle» mit Abbolzimgen, 2li,S- roben der Vanmstümvle und Wurzeln in den bereit? abneholzlen Waldmigen beschästigt werden. — Tie Zahl Ver in Bad Orb unteraebrachten B e r w n n d e 1 1 ii ist inlolge der rasch vor sich »ebenden tbenesniig Itark zurückgeganaen. Zurzeit sind die Reserve- Lazarette und Logterhäu'er kaum noch zur pälste belegt. Japans ValikbLtteit. Eine Erinnerung. Heute, >vo die Japaner mit schnödem Undank lohnen, was sie Deulschland zu danken haben, mag eine Erinnerung am Platze sein, die sich mir in diesen Tagen immer wieder ausdränzt. Es war bei Gelegenheit meiner Weltreise im Jahre 1898. Ich hatte nach Japan gute Empfehlungen, besonders auch an hohe Osfizicrc erhalten, unter anderem auch an den danialigen KriegSminifter, späteren Ministervrasi-- dcnlen Kalsura. Ich machte ihm gleich in den ersten Tagen meiner Anwesenheit in Japan einen Besuch, und wir unterhielten uns wobl eine Stunde lang sehr angeregt, namentlich über militstrilche Fragen, und zwar wurden die dcntsehen soivohl wie die japanischen Verhältnisse besprochen. Der Minister hatte viele Jahre in Deutschland zugebracht und war einmal der deutschen Sprache vollkbmmen mächtig, hatte andererseits auch die ihn interefftcrenbcn militärischen Verhältnisse aus eigener Anschauung kennen gelernt. Er gab unumwunden seiner Bewunderung über das deutsche Heer und die deutschen Heereseinrichtungen Ausdruck, und da diese Be- wunderustg durchaus ehrlich gemeint war, so sprachen wir über mancherlei Dinge, die sonst nicht den Gegenstand einer mehr oder weniger konventionellen Unterhaltung in einem fremden Lande zu bisocn pflegen. Er war sichtlich erfreut, wieder einmal etwas aus seinem früheren, bei ihm noch in bester Erinnerung stehendcll Wirkungskreise zu hören, und ich konnte ihm manche Ergänzung geben. So zog sich unser Gespräch immer mehr in die Länge. Zum Schluß ergriff er mich am Arni, führte mich an das offene Fenster, und indem er mit der Hand aus den freien Platz hinwics, der sich vor dem Kriegsministerium in Tokio ausdehnlc, fragte er mich ernsten Blrckes: „Wein glaubrit Sic wohl, müßte dieser Platz gehören?" Ich konnte ihm natürlich keine Antwort hierauf geben. Mit strahlenden Augen gab er sie selbst: „Dieser Platz gebührt allein dem Standbild Meckels! Diesem preußischen General verdankt die javanische Armee und damit Japan selbst alles, was cs bis heute geworden ist und noch weitdr sein wird!" Eingehend erläuterte er mir dann, wie das, was Meckel geschaffen habe, die kssrundlage des japanischen Heerwesens gewesen sei und bleiben werde. „Kein Denkmal ist groß genug, daß Japan diesem Manne setzen müßte!" Beim Abschied lud mich der Minister noch zur Teilnahme an einem Manöver ein und gab mir einen Adjutanten mit, der mich bei dieser Gelegenheit noch weiter, soweit das überhallpi angängig war, in die japanische Heeresorganisa-- ti»n einweihte. An den Mann, der damals solche Worte zu mir sprach und sich mil dem größten Teil der aus diesem Gebiete führenden Männer Japans in Uebereinstimmung befand, muß ich heute immer und immer wieder denken. Keiner von uns hätte es dewals für möglich gehalten, daß die Nachfolger sich dazu hcrbeilassen könnten, gegen diejenigen einen so nichtswürdigen Feldzug zu erössnen, denen sie nicht zum wenigsten dce Größe ihres Vaterlandes verdanken. Ohne die Spur einer äußeren Veranlassung, geschweige denn innerer Berechtigung, fallen sie über unser schönes Kiautschan her. Ausgestachelt von englischem Neid und Haß, schänden sie sich selbst durch einen Undank ohne gleichen. Wenn cs ihrer gewaltigen Uebermacht auch bis jetzt noch nicht gelungen ist, die kleine, tapfere Schar zu bezwingen, die auf verlorenem Posten für die deutsche Ehre sicht, so müssen wir doch darauf gefaßt sein, daß es schließlich dahin kommen wird. Aber ich beneide die Sieger in diesem Falle nicht um den Moment, wo sic angesichts der überwundenen Helden in veinvoller Scham die Augen Niederschlagen müssen. Georg Schweitzer. Leipzig. 2. Nev. cW. T. Nicbtamlücb.) Ter vereinigte ziveite und bit te Tiraiienat be? R e i eb ? g e r l ch t s verbände!! am b Nove aber gegen den Kgi,>ninnn Georg £ ii cf, geboren am 9. Mai 1882 zu Nancy, zuletzt in Saarbrücken wobnhalt, der des Berbreehen? aegen § 8g de? Strasqeietzbnckie? angeklagt ist. Ter Paragrayb bedrsht mit Znck.tdau? dis zu drei Zähren jede andere al? in den Baraqravhen 80 MS 85 de? Strakgeletzbuch? erwähnte, em hochverräterischer Uiiteriiebmen vorbereitend« Handlung. — Tie Ei ii iv a ii d e > u ng in Kanada. Kanada, da? jetzt in dem euro äischen Kriea auch eine kleine Rolle spielen will, indem es England seine Hsllstruvven schickt, hatte bei der Volk?- zäbtimg von 1811 erst eine Bevölkerung von weniger als 3'/, Atil- lwnen Häufen. Schon im Beginn »nsere? Jahrlmnderl? war diese Zabl aber auf 5 370 000 gestiegen. Drei Fünftel aller 'Einwohner Kanada?, d. b. etwa? über .3 Millionen, waren Engländer, wobei die ekcholien und Irländer mit einbegriffen waren. n dem Jabr^ebnt von 1101 — 1911 kamen 502 000 Einwanderer ans dem Bereinigten Königreich hinzu, die etwa 60 Proz. der gesamten Ein Wanderung darstellten. Die fremde Einwanderung hat sich in der Zeit vonl67l-I9ll nahezu verdoppelt. Die Franzosen stellten darunter fast 1850 000, die Deutsche u etwa 310000, di» Holländer säst 34 000, die Skandinavier 31 000, die Russen 28 000, die Oeslerreicher 18 000 und die Italiener 11000. Märkte. FC. Wiesbaden. Dlshhof-Marktberich! vom 2. Nov. Auftrieb: Rinder 7 - Deisten 27, Bullen 10» Kühe und Färsen 42z, Kälber 6', Schate 42, Schweine 392. Marktverlaus: Ruhig, bet Großvieh etwa? Ueberstand. Preise für 100 Pf!». Lebend- Schlacht- C * i s». gewicht Zunge, fleischige, nicht ausgemästete und ältere Mk. Mk. ausgemästele....... 49—53 91—98 Mäßig genährte junge und gut ge- genährte ältere...........44—48 82—87 Dul 1 e \ Aollfleischlge, enisqew, höchsten Schlachtw. . . 47—43 80—86 Vvllfleischige, jünger«..........40-44 70-79 Färsen. 5kii h e. Tollfleischiqe ausgemästete Färsen höchsten Schlachtwert«? . . - ...» . . - 48—53 86—96 Bollfleischige ausgemäflet; Küh« höchsten „„ Schlachtwerle? bi? zu 7 Jahren ..... 38—46 72—87 Wenig gut entwickelte Färse" 43—46 78—36 Steilere au?gemästete Kühe und wenig gut ent- ivickelie jünoere ............. 32—37 64—73 Feinste Maflkälber. V" . ...... . . 60-00 100-00 Mittlers Mast- und beste Saugkälber . . . 58—62 97—103 Geringere Mast» und gute Saugkälber . - . 50—57 85—95 Schaf». Meidemastlchafei Mastlämmer und Masthammel.... 38,00—41.00 81—36 Schweine. Lollfleischtge Schweine von 80—100 ks Lebendgewicht . ............. 58 58'/, 74-75 Bollfleischige Schweine unter 80 kg Lebendgewicht 56-57 72-73 Lollflcisthige Schweine von 100—120 k; Lebendgewicht .............. 59 60 74—75 Ftetschwcine über 150 kg Lebendgewicht . . 56-57X 70—72 Amtlicher Wetterbericht. Dessentlichcr Wetterdienst, Gießen. Wctteraussichlen in Hessen am Donnerstag, den 5. Nov. 1914: Bedeeli, doch meist trocken, östliche Winde, Nebel. Letzte Nachrichte«. (WTB.- Großes Hauptguartic r, 4. Nov.. vormittags. (Amtlich.) Unsere Angriffe auf Apcrn nördlich Roye und östlich Svisfons schritten langsam, aber erfolgreich vorwärts. Südlich Berdnn und in den Vogesen wurden französische Angriffe abgewiesen. Auf dem östlichen Kriegsschauplatz hat sich nichts wc- sentlichcs ereignet. Die Mnensperre in der Nordsee. i. Köln, 4. Nov. Tic ,Löln. Ztg." meldet von der holländischen Grenze: Dem „Nieuwe Rotterdamsche Eoirranck' wird aus London berichtet: Tie Schließung der Nordsee durch Minen, wodurch in enter Linie der niederländische Handel getroffen wiicki, wird hier als eine Maßnahme dargestellt, zu der die britische Regierung durch die Deutschen gezwungen werde, die ihre Minen willkürlich dahin und dotthin legten. Dre Gefahr des regellosen Minenlegens ergebe sich u. a. aus der gestern bekauntgegebenen Tatsache, daß der Dampfer „Signora" auf der kurzen Fahrt von Hock van Holland nach der Themsemündung aus nicht weniger als neun treibende Minen gestoßen sei, deren Herkunst der britischen Admiralität unbekannt gewesen sei. (Daß die britische Admiralität nicht genau weiß, wo sich ihre Minen berumtrciben^ist nichts neues, wohl aber der Versuch, mit diesen Mangel die Sperre der Nordsee in den Augen der neutralen Länder rechtsertigen zu wollen, die doch nur vvn der Augst vor der deutschen Unterseebooten eingegeben ist. Die Red. d. G.-A-) Ein Brief aus Portugal. (WTB.) Wien, 2 . Nov (Nichtamtlich.) Das „Neue Wiener Tageblatt" veröffentlicht einen Brief, den der Chef eines hochangesehenen, auch in Deutschland vorzüglich eck- kreditierten p o rtugi e s i schen H an de lshan ses an einen Freund gerichtet hat. Darin heißt es: Sie kennen die überwiegend friedsertigen TcndNtzen unser« leitenden republikanischen Kreise, Sie wissen, wie dringend imser Land gerade jetzt der Konsolidierung aller wirtschaftlichen Faktoren bedarf, und wie sehr Volk, Handel und Industrie — von dev Landbevölkerung ganz zu schweigen — jedem politischen Abenteuer abhold sind. ES ist indessen leider nicht vollkommen ausgeschlossen, daß trotz aller unserer Abtvehr und Wneigung England durch seine seit Monaten betriebene Politik unerhörter Einschüchterungen und Drohungen einzelne, mehr persönlichen Motiven dienende Gruppen von politisäxn Desperados dazu bringt, uns in eine Aktivität h i n e i n z u d r ä n g e n, die seinen und den Interessen der Ententemächte dienen soll. Ich wäre der erste ■ der dies tief beklagen würde und würde mil dieser Gesinnung ganz gewiß nicht allein stehen, denn wir portugiesischen Handelsleute wissen, wie viel wir stets dem vom Geiste ehrlichen Entgegenkommens getragenen deutschen Kaufmannswescn zu danken haben. Viele der unsrigen, die lange Jahrzehnte unter dem Truck des sich uns gegenüber selbstherrlich und als bevorrechtet ge- bärdendenenglischenHandels gelitten haben, haben ihre Wiedererstarkung dem uns stets freundlich gesonnenen, weitausschauenden deutschen Handelsgeist zu verdanken: und die nässen auch, daß wir dies allezeit durch Bekundung warm« sreundsckmstlicher Zugeständnisse belohnt hoben. Fabrikanten und Slcisende aus dem mächtigen Hamburger Jmportgebiet, aus Württemberg, aus Barmen-Elberjcld, dem Sachsenlande und nicht zu- letzt die Ihrigen aus dein wclibekannten Gablonzer Produktions- zentrum sind ^uns zumeist Bertraute geworden. Deshalb, verehrter Freund, ivas auch immer kommen möge, seien Sie dessen sicher, daß bei uns in Portugal ernem Deutschen oder Oesterreicher niemals ein Haar gekrümmt oder gar zu völkerrechtswidrig« Seguestration ihr« Güt« und ihr« Betriebe gesckwitten werden würde. Nicht allem die hohe Achtung vor deutscher Kultur und deutscher Gesittung, sondeni auch die Selbstachtung würde uns von einem solchen Beginnen abhalten. 1 verantwortlich für „Feuilleton", „Gerichtssaal" u. „Vermischtes": I. V.: August G o e tz. _ Die nllcrseinsten holländisch. MWmki Eablian sind lebendfrifch eingelrollen bei »0642 G?or£ Wallenfels gegenüber derEngelcrpotheke Telephon Obsthoch stamme Kwergobft.Rosenbochstämme flachet-, Johannisbeersträucher. pimbcersträlicher. Erd- beervtlanzen offeriert zu bill. Preisen Baumicbnlcn W. 2r>ct xrp^lcin-Lindcn.l07584 fiäniorrhoideii- Leidende, die alles ohne dauernden Erfolg angewandt, verlangen sofort kostenlose Auskunft in verschloss. Kuvert ohne Aufdruck durch Apotheker Dr. A, Uecker, Q. m.-fr-.H, in Jenen bei fl*steo N.-L ,S8j Statt jeder besonderen Anzeige. Am 2. November fiel auf dem Felde der Ehre mein geliebter Mann, mein lieber Vater Karl Poly Hauptmann und Kompagniechef der Maschinengewehrkompagnie Infanterie-Regiment Nr. 116, Ritter des Eisernen Kreuzes I. u. II. Klasse und Inhaber der hessischen Tapferkeitsmedaille. Frieda Poly geb. von Meibom Felicitas Poly. 1 HA m Gießen, den 4. November 1914. Nachruf. Am 24. September starb aus Frankreichs Erde den Heldentod fürs Vaterland unser liebes Mitglied und Sangesbruder Heinrich Schmidt Res. i. Jns.-Regt. .Kaiser Wilhelm" Nr. 11«. Das Andenken unseres treuen Kameraden werden wir stets in Ehren halten. 11175 kesailMm „Liedertafel", Stehen. Den Heldentod fürs Vaterland starb am 22. Oktober auf Frankreichs Erde mein innigstgeliebter Mann, der herzensgute Vater seines Kindes, mein braver Sohn, unser treuer Schwiegersohn, Bruder und Schwager Konrad Dörr Rcscrve-Wchrmann im Jns.-Regt. 116 im 33. Lebensjahre. In tiefster Trauer: Christine Dörr, geb. Schnell, und Kind Heinrich Dörr Familie Christian Schnell Heinrich Schneider und Frau Wilhelm Dörr und Frau Ludwig Dörr Leonhard Winhauer und Frau Ludwig Kratz und Frau. Kesselbach, Deckenbach, Friedberg, Gießen, den 2. November 1914. 11183 Danksagung. Für die uns zuteil gewordenen zahlreichen Beweise herzlicher Teilnahme sagen lg wir allen innigsten Dank. Namens der Hinterbliebenen: Katharina Volk. Gießen, 3. November 1914. Am 6. Oktober starb ans Frankreichs Erde den Heldentod mein innigstgeliebter Mann, unser guter Sohn, Bruder, Schwiegersohn und Schwager 11178 Karl Hamei Reservist" 8/116. Die trauernden Hinterbliebenen: Anna Hamel, geb. Warner Wilhelm Hamel, als Vater Frau Wörner Ww. Gießen (Wetzlarer Weg 55), 3. Nov. 1914. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme an unserem schweren Verlust sagen wir allen unseren besten Dank. U170 Fmilit Heivr. Herbert. Gießen, den 3. November 1914. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem uns betroffenen schweren Verlust sagen wir innigsten Dank. 0 ;6si Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Ferdinand Schwalb. Alten-Buseck, den 3. November 1914. W Sämtliche I Nähr- n. Kräftigungsmittel für Kinder, Kranke und Genesende empfiehlt (Kreuz-Drogerie August Nollj Bahnh.fstrssse 51 Nach langer Ungewissheit erhielten wir die schmerzliche Nachricht, dass mein innigstgeliebter Gatte, der treusorgende Vater seines Kindes, unser lieber Sohn, B rüder 4 Schwager, Onkel und Neffe Friedrich Krämer IVehrmann im Res.-Inf.-Regt. 116, 5. Komp. am 28. August bei Mouzon im 28. Lebensjahre auf dem Felde der Ehre gefallen ist. Die tieftranernden Hinterbliebenen. I. d. N.: Margarethe Krämer, geb. Kraft. Ruttershausen, den 3. November 19 1 4. 0769t Von Beileidsbesuchen bitte abzusehen. Trauer Telephonieren Sie unter Nr. 249 u. Sie 1 erhalt.sof. Auswahl 1 empfehlen unser Lager in Trauerhüt., schw. Schürzen, schw. Satin - Binsen, schw. Handschuhen, Trauer-Flor, Crepe, schwarze Krawatten, Trauer-Schleier. 8635a Schul- odlUlllUHSbli)., s t r , 4, Vortrag in der neuen Aula der Universität am Donnerstag, den 5. November, abends 8'/, Ubr. Professor Dr. Krüger, Oberleutnant der Landwehr: Deutsche vaterländische Dichtung. Zum Beiten von Hinterbliebenen im Felde geiallener OBiefccntr. Eintrittskarten — eine zu 30 P!g., zehn zu 250 Mk. — sind in den Buchhandlungen ron Frees, SelterSweg, Koch. Seltersweg, Legier, Süd-Anlage, Schneider, Neuen Baue, sowie Ernst Baiser. Mäusburg und abends an der Kasse zu habeu _ 11187D Licht - Spiel - Haus Vom 4. bis inkl. 6. Voyember 1914: Lebenskrisen Modernes Schauspiel aus dem Leben in 5 Akten. EinkinematoffraphischesMeisterwerkeratenRanges. Hochkünstlerisch und hervorragend in Spiel und Darstellung. Oesterreichisches Flottenmanöver Interessantes Marin eschauspiel Der Senorittasehraetterling Amerikanische Komödie — Das Abzeichen l ramatische Handlung Fine neuzeitige Eroberung Humoreske. 11192a Naturreiner Ein reelles und gediegene« Stärkungsmittel für Kranke und Gesunde. (11068a Reformhaus Kreuzplatz 5. Gaslamoen und Gasherde eiupficljlt zu billigen Preisen J. Thörner Jnstattalions-Geschäst (07426 l.udn igMtraUe 40. Dir.: Hermann Steingoetter. Freitag, den 6. Nov. 1914, abends 8 Uhr 1. Freilag-Aboun.-Borllellg. «tewöbnt.Preise lermäbigi Schausviel in 1 Auszug vo» Björnstjerne Björnion. Hieraus: 1119t MtafitinS Sujet von Friedrich von Schiller. Ende gegen 10 Uhr. Soldaten, nom Feldwebel abwärts, zahlen bei allen i Boriiellungen aus II. und« III. Parken nur halbe Preise.