164- Jahrgang Ar. 257 Zweiter Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. Tie „Gletzener Aamiiienblätter" werden dem .Anzeiger' viermal wöchentlich beigelegt, das ..«reirdlatt für den «reir Ließen" zweimal wöchentlich. Di- „Landwirtschaftlichen Zeitsragen" erscheinen monatlich zweimal. Via« General-Anzeiger für Gberhefsen Montag, 2. November *91$ Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universiläts - Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. Schristleitung,Gcschä!tssIellc ».Druckerei: Schul- straße?. Geschältsstelle u. Verlag: ^8Oüt,Schrist- leitung: «^112. Adresse fiir Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen. Dar 5chwarze Meer alz Kriegsschauplatz. Die beste BertcidigiliiI ist der Angriff. Diesen alten Kampfgrundsatz hat sich nun auch die Türkei gegen Rußland zu eigen gemacht. Tic Türkei ist fest entschlossen, den Krieg an die russischen Küsten des Schwarzen Meeres zu tragen. Sonst hätte sie sich nicht gleich zwei so wichtige Punkte zum Angriff aus ersehen, wie die Krimstadt Fco dosia und das kaukasische MiooroßijSk. Der KFiegsplaft erscheint längst vorbereitet und durch und durch überlegt. Die russischen Küsten des Schwarzen Meeres sind im Winter rmr wenige Wochen lang vereist. Sie besitzen weder Risse noch Untiefen. Die Kriegsschisfahrt der türkischen Flotte ist so gut wie gesichert, und es gibt eine ganze Reihe Non Punkten, an dcmen es möglich sein wird, türkische Truppen ohne große Verluste zu landen. Das erstrebenswerteste Ziel der türkischen Landungstruppen werden na- itürlich die Städte Odessa und Nikolajew sein. Es gilt, die reichen Odessacr Vorräte zu gewinnen und die Nikolajew er Werften zu vernichten! Türkische Landungen sind aber auch denkbar zu dem Zwecke, gegen die Flanke dxr Russen zu kämpfen, die dorn Dnjestr 'oder Dnjepr etwa verteidigen. Sollten die Russen gegen Rumänien vorstoßen, um nach Süden auf türkisches Gebiet zu kommen, so werden die Türken alles aufbieten müssen, um durch gelandete Truppen die russischen Verbindungslinien zu stören. Besorrdcrs günstig sind die Lan- dunasvcrhälknisse in der Bucht von Odessa und in der Bucht der Dujepr-Bug-Mündung. Letztere ist allerdiirgs durch die Befestigungen von O t s ch a k o w und K i n - durn gesperrt. Ern wertvolles Angriffsziel kann auch, Gieszener Stadttheater. Erö ffnungsvorstetlung. Gießen > 2. Nov. Die Kriegsffrrie, die seit drei Monaten die ganz- Welt erschüttert, hat über das friedliche Leben unserer deutschen Heimat kein schwarzes Entsetzen verhängt. Der erste Nooembcrsonntag entfaltet ein lebhaftes und freundliches Bild: günstig steht cS .MN unsere Kämpfe, hunderte erregte, aber hoffend gcstrnimte Menschen entströmten unter feierlichen Orgelklängen den Gotteshäusern, Trost und Erbaurmg verewigt sich mrt der würzigen «Schönheit des Herbstes. Wie sollten wir, ivenn am Abend dcc Natur sanft entschlummert ist, nicht auch durch die Pforte eingeben, die uns ein lichtes Reich unvergänglicher Herrlichkeit eröffnet, und dem Leben, all seinen mannigfaltigen Regungen, Vergnügen. Trauer, schmerz und Wonne, erst himmlische, milde Weihe verheißt? Donnerschläge großer Ereignisse haben die Gemüter ins Tiefste aufgewühlt, der Wesen unharmonische Menge drängt gerade setzt nach Klärung und Erhebung in die Bahnen edler Kunst. Es mußte eine Paarse eintreten in dem Slbftngen patriotischer Lieder, was wäre geeigneter, alle Schichtungen des Volkes zu deutscher Andacht Uisanimenzufüluen, als das lebendige Spiel der drainatrfclun Muse? Ws F-riedrich der Große seine Schlachten schlug — wie werben wir jetzt an seine schwertcrklirrende Zeit erinnert! «— da gab es aus der «deutschen Bübne noch keinen Wallenstein, und man muß die Literaturbrrefe Lessings kennen, um zu wissen, was dem Deutsclien damals fehlte, wie sehr eine gute .Volksbühne und gute Scharisvieler vermißt wurden. Heute beklagen wir solclren Mangel nickst, und es wäre nur tief zu bedauern, wemi Lessrngs grollendes Wort trotz der freudigen tVemühungen unserer heutigen Bühne noch Geltung behalten sollte: „wrr haben keine Zuhörer." Die Wiedererösfmcng des Gießencr Theaters vollzog sich unter den güirsngfteil Vorzeichen: ivir haben ein gediegenes Theater, wir haben tüchtige Sätauspieler: bosfentlich dürfen imr in der ganzen kommenden Spielzeit hinzufügen: wer liaben auch Zuhörer. Noch war gestern, besonders in den Logen, niaucher Platz unbesetzt geblieben: denen, die fehlten, möge gesagt sein, daß es nicht die letzte Aufgabe vaterjärrdückym Wirkens ist, es dem Theater zu ermöglichen, das beste Rüstzeug deutscher Kultur wieder M Ehren zu bringen. Der mit dichlerischeni Temperament von Direktor Stein- goettcr verfaßte Prolog, der die gestrige Aufführung einleitete, atmete das Pathos des begeisterten deutschen Kämpfers: warum ließ er aber die fchönen, packenden Mänuerivorte aus zartam Frauenmunde verkünden? Frl. Maria Schild hat in der folgenden dramatischen Szem offenbart, daß sie die Saiten fanjtcn wrib- wie 1854/56 der Seehafen Sewastopol und die dort elwa versammelte russische Flotte bilden. Für türkische Landungen kommt in erster Linie das schmale Stück Se- wastopol-Balaklawa in Betracht, weniger die Südostküste, da dem weiteren Vordringen ins Innere dort das Gebirge im Wege steht, ebensowenig der Nordwcsten, ivo Untiefen und Sandbänke die Landung erheblich erschweren würden. Ans der kaukasischen Strecke des Schwarzen Meeres ist R o w o r o ß i j s k der einzige Punkt, wo eine Bucht ins Land einschnerdet und einen vorzüglichen Hafenplatz bildet. Die türkische Flotte hat dort ihren Kreuzer Hamidije schon Besuch machen lassen. Weitere Anlegeplätze wären dort an der 550 Werst langen Strecke noch Poti und Batum. Für inilitärischc Ausschiffungen kommt aber vor allen: die Gegend von Anapa, Roworoßijsk und Tnapse in Betracht. Denn von diesen Plätzen aus führen Wege durch den gangbarsten Teil des Kaukasus ins russische Gebiet, während auf dem übrigen Teil der Küste entweder unwegsame Gebirgszüge oder sumpfige Niederungen den Einmarsch verhindern oder wenigstens sehr erschweren. Rußland wird natürlich versuchen, vom Kaukasus aus in die türkischen Schwarzmeergebiete einzudringen mft Truppen, die es von seinem derzeitigen Kampfe gegen Deutschland-Oesterreich abzweigen muß, was uns natiir- lich sehr willkommen wäre. Ms solche Bormcrrschwege Rußlands gegen die Türkei kämen in Betracht eininal die Straße Ardagan-Olty-Erzerum; sie ist in schlechtem Zustande, führt durch sehr gebirgiges Gelände und durch ein armes, fast ausschließlich von türkischer Bevölkerung besiedeltes Gebiet; die Ueberwindung des Arsian- GebirgsstockcS würde große Schwierigkeiten verursachen, lichen Fühlens besser meistert als die ehernen Klänge eines gepanzerten Hervinenherzens. Die Vorzüge der Steingoetterschen Dichtung erweisen wir qm besten dadurch, daß wir sie anschließend znm Abdruck bringen. Aus der programmatischen Ankündigung glauben wir entnehmen zu können, daß unsere Bühne vor fremder Zwitterkunst gediegenes deutsches Schassen bevorzugen wird. Womit wir aber nicht etwa sagen möchten, daß große, klassische Dichter des Auslandes aus unserem Musentempck überhaupt verbannt werden sollen. Während der letzten Worte des Prologs hob sich der Vorhang, und wir fanden uns vor einem lebenden Bild, das uns Germania, mit ausgerecktem Schwerte zeigte: umgeben von einer Gruppe, die den Gesang Deutschland, Deutschland über alles anstimmtc. Damit war nun nicht des Abends künstlerischer Höhepunkt erklommen: der Gesang der Vaterlandsfreunde und das stumme Bild der bewegungslosen Germairia waren keineswegs überwältigend und liehen sich auch in keine künstlerische Einheit bringen. Dann aber kam ,.W all en steins ßaaer" und erwies die volle Reife unserer Bühne. Die unvergleichliche Soldatcmnalerei Schillers wirkt immer hinreißend, wie viel mehr heute, wo die ganze Welt ein großes Feldlager ist! „Scchszehn Jahre der Verwüstung, des Raubs, des Elends sind dahingeilohen" — so kündigt Schiller seine bunten Bilder an — und nun wickelt sich vor den Mauern der Stadt Pilsen dieses lustige, übermütige Lagerleben ab, in dein die verschiedensten Typen so leibhaftig scharf Umrissen liird: alle Menschengattnngen rede» in ihrer besonderen Weise und sind streng auseinandergehallen. obgleich ein Zweck und Gebot sie zusammengeführt hat. Es gibt kaum eine dankbarere Aufgabe für eine Bühne, als dieses flotte Gewimmel wiederzugcben, und doch ist es wahrlich nicht leicht, alles zu der gebotenen ungezwungenen Einheit zusammenzuiügen, ebenso wie der Schauspieler es leicht verfehlen kann, den hurtigen Gedankcnflng seiner Rolle restlos einzufangen und in Fleisch und Blut zu verkörpern. Was ivir gestern sahen, ivar des lebhaftesten Beifalls wert. Da war der Wachtmeister (Paul Schuberts ein richtiger Wlerwcltswisser, der sich in keiner Rolle lieber gefällt, als in der Belehrung grüner Rekruten oder der Auszählung seiner Erfahrungen als Beobachter der Praktiken Friedlands, seines Feldherrn. Weit weniger schwer und vedantisch ist der erste Holckische Jäger, ein lustiger Geselle, der dos Soldatenglück jucht, wo es am meisten Spaß und Lust verspricht: unbedenklich nimmt er die mutigen Pflichten der Tapferkeit aus sich: sonst aber muß man ihn, bitte sebr, mit nichts weiter inkammodiereit. Ferd. Stein Hofer erfüllte den unruhigen Burschen mit Schwung und Laune und mit iener von Verackstung sprübenden Ueberlegenheit, die den bürgerlich und nionaichisch korrekt denkenden Trefenbaclrer mit dem bekannten Eimvnri vom „Gevatter Säpieider uich Dandschuhmqckier" absertigte. Auch 'Direktor Steingoetter ivar in der Wiedergabe des zweiten und besonders nachteilig fiir Rußland ist, daß weder Ar--' dagau noch Olty durch eine Bahnlinie mit dem Rücken- gebiet verbunden ist. Der einzige chauffierte Weg Ruß-' lands zur türkischen Grenze ist zweitens die Straße KarS- E r z e r u m ; sic führt durch ein verhältnismäßig stark von Russen besiedeltes Gebiet und hat nur ein ernstliche? Hindernis zu überwinden: den Saganlug-Gebirgsstock. Die Bahnlinie geht bis zur Festung Kars. In Betracht käme noch drittens die Straße Er iw an -Ba ja se t- Erze rum, aber der beste und kürzeste Weg ist doch der über Kars. Rußland hielt bisher an dieser türkischen Einfalls- pforte im Frieden drei starke Armeekorps. Ob es jetzt im. Kriege gegen uns die dortigen Truppen vermindert hat, um seinen Ansturm gegen Westen zu verstärken, wissen wir nicht. Daß Rußland sich dort einen Kampf immer als Offensive gedacht hat, geht daraus hervor, daß nur eine einzig« Festung, und zwar eine solche dritter .Klasse (Kars), angelegt ist, wemi man von der Küstenbefestigung Michailomsk bei Batum absieht. Jetzt, wo Rußland so ivenigs Kräfte für einen Kaukasuskrieg entbehren kann, sind die Aussichten für eine türkische Gegenoffensive ganz ausgezeichnet. Die Türkei hat viel bessere Bahn- und Wege- verbindimgen zum Kaukasirs hin als .Rußland seinerseits. Die dortige Bevölkerung ist der Türkei freundlich und Rußland feindlich gesinnt. Das Land ist an natürlichen Hilfsquellen so reich, daß Enver Pascha und seine General«' sich uni den Proviantnachschub keine Sorge zu macheir brauchen. Nochmals: die Türkei hat die besten Aussichten, den: schon anderweitig so stark gefesselten russischen Bären ganz empsindlich auf die Tatzen schlagen zu können. Die Wirkung in Italien. Rom, 31. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Alle Blätter er-' örtern die Möglichkeit eines Angriffes der T ü r k e i auf den Kaukasus, die Schwarze-Meer-Küste, Aegypten und berühren schließlich den für I t a l i e n wichtigsten Punkt: den Einfluß des von der Türkei geführten Krieges auf dir libyschen Stämme. Das „Giornale d'Jtalia" meint, die italienischen Interessen könnten nur auf der Balkan-e Halbinsel oder in Nordasrika berührt iverden, rät aber zu Besonnenheit und ruhigem Blut. MegzMese aus dem Osten. Bon unserem zumOftheere entsandten Kriegsbericht erstatt«; (Unberechtigter Nachdruck, auch auszugsweise, vcrbotzol.) !Jm Gefecht beim Korpsstab. Armee--Oberkom'man!dlv Ostj, 27. Okt. Ein Stabsauto brachte mich in rascher Fahrt zu dem Artilleriebcobachtungsstand, den Exzellenz Morgen in liebenswürdigster Weise uns als geeignetsten Beobachtungs- Punkt ausgesucht hatte. Unsere schweren lö-Zentiineter-HM- bitzcn machten gerade Pause, als wir vorbcikamen. DaS Auto wurde hübsch in gedeckte Stellung gefahren, und wir gingen zu Fuß den Hügel hinan, dessen Flanken noch von den rufsi- schen Schützengräben aufgerissen waren, die die Unfern vor kurzer Zeit gestürmt hatten. Ein paar spärliche Kiefern wachsen oben auf der Spitze und daneben lag ein znsammen- gesrhossener Triangulationspnukt. Exzellenz beobachtete schon oben die Entwicklung der Schlacht, und ich hatte nun während des ganzen Tages den Vorzug, in die ungeheiere Maschine des modernen Gefechts hineinblicken zu können. Die Batterie Oesterreich; bei der ivir uns befanden, hatte ihren Beobachtungsskant» mit aller Kunst ausgebaut. Da gab eS eine kleine Hütte mit Sitzbänken und mehrere Höhlen, die über Meter in die Erde gingen. Oben hatte man das Hoffschen Jägers, eines ähnlich unternehmungslustigen Kämpen, recht glücklich und wipig. Noch zwei weitere Figuren sind es vorzüglich, die von charatteristtschem Leben strotzen: der erste Pappenheimer Kürassier und der nach dem Muster Abrahams A Santa Klara geschaffene Kapuziner. Im Pappenheimer Kürassier erreicht das Sokdatenpathos seine Ijichstc Höhe. Er liebt den Slang um seiner Ehre willen, er empfindet tief, daß das Soldatenhand- werk edel und nobel getrieben werden müsse, und bei ihm klingt überall etwas ethisch Heroisches hindurch. Clemens v. R o g g e n< hausen hat ihn gestern mit Unrecht auch eitel und selbstgeiälllg gestaltet: in ihm lebt vielmehr üuc schöne Resignation, wenn er die — gestern gestrichenen — Worte spricht, daß der Soldat sich am eignen Herd nicht wärmen dürfe, daß er die Traubciilese, den Erntekranz wandernd von ferm schauen müsse. Auf die Frage, nelckier Herkunft er sei, antwortet er nicht leichtfertig witzelnd, sondern traurig in sich hinein: „ich hab's nie können erfahren, sie stahlen mich schon in jungen Jahren." Tie Hauptrolle des Kapuziners gab Herr Goll mit sympa- tischer Mäßigung, in Maske und Haltung vortrefflich. Nur die Steigerung bis znm überschnappcnden höchsten Zorn wurde nickst völlig erreicht. Die kleineren Rollen waren durchweg erfolgreich besetzt. So war Else Jüngling eine famose resolute Marketenderin^ Ganz besonderes Lob verdient die übersichtliche und taktvolle Spielleitung von Direkwr Steingoetter. Me Gruppen waren nicht nur malerisch, sondern auch in lebensvoller, natürlicher Bewegung. Man verstand zu lauschen, zu schack>ern und, nirgends steif, durcheinander zu wirbeln, und alles ging aufs beste Hand in Hand. Einige Bilder, so das erste Erscheinen der Holkische» Jäger, waren sehr plastisch und wirksam hcrausgearbritet, und die Fülle trefflicher teckyrischer AusstatmngSnrittel gaben der Vorstellung Glanz und Erfolg. Die Zuschauer spendeten reichsten Beifall. Den Abschluß bildete nach einer Pause ein dramatisierter Novellenswff, „Das Eiserne Kreu.," von Ernst Wrchert. Der Einakter spielt am 18. Okwbcr 1870 und wird in der jetzigen ähnlichen Zeit vielem Jnteeessc begegnen. Treue Krregskamerad- schatt zioeier aller Mitkämpfer bei der «chlacku von Leipzig gerät in Widerstteit mit dcni Adelsstolz des einen, der tue Zustrmmung zur Heirat seiner Enkelin mit dem Enkel des an den, vcnveigert, bis erschütternde gemeinsame Erlebnisse der Enkel beider Alten auf dem Kriegs,'chäicplagc dir befreiende Lösung herbrisiilwen. Dü Art der Verlcilzung des Eisernen Kreuze« bringt in die Handlung neue Lichter. 'Das interessante llnterhaltun-yzsttick wurde unter der Regie von Rudolf Goll sehr flott und wirkungsvoll gespielt. Paul Schubert und W. Dworkosk» markienen sehr treisend dir beiden alten Herren, und F. S t e i n h v i e r glänzte als Enkel des Freilierrn mit der dranurttsch gesteigerten Erz'älstung des cntslt-eivcitüen .Schtackstenvmganges, Pcagda/ die Enkelin d>-s ,13er Scftäupkate der türkischen FlortenakHon. Hcchpuch sSuv^rllch mit Strvh und ZrMcchnen bekleidet, vnd auch unten bildeten riesige Jqgen von Roggenstroh die einigermaßen warme Unterlage. Ich glaube trotzdem dem Batwrtschcf und seinen Leutnants, daß num „des NachtS vor dem Einschlafen mindestens ein« halbe Stunde lang das monotone Geräusch der auseinanderllappcrnden Zähne Härte." Uebrigens wäre die Verpflegung sonst außergewöhnlich ideal, was mir die leeren Büchsen von Halberstädter Würstchen auch zu beweisen schienen. Nach "kurzer Zeit begann sich das Gefecht lebhaft zu entwickeln Die Batterien weiter rechts von unserem Standpunkt und bald auch die Batterie hinter ans begannen zu feuern. Nach wenigen Minuten schienen die ersten Gehäfte Feuer gefangen zu haben,. Grauschwarzer Dampf steigt langsam hoch; der Batteriechef steht befriedigt durch das Scherenfernrohr. Er lätzt ein wenig vevlängern. „Schuß!" „Schuß!" wiederholt der Gefreite, der unten in der Erdhöhle das Telephon bedient. Ein paar Augen-- gliche später saust wieder eine Granate über utzsern Kopf. In W. flammt es hell lauf. Durch das Glas sehen wir dentscli« Infanterie, die sich in langer Lipie auskost. Am Waldrand hinter W. kami rnan deutlich russische Soldaten erkennen. Es kommen Meldungen von der Front. Exzellenz läßt eine neue Telephonverbindung Herstellen, und die Division bekommt neuen Befehl. Kurz vor Mittag wird Meldung erstattet, daß der Kirchhof von SS. in unserm Besitz ist. Im Dorf W. muß jetzt eine riesige FcuerSbrunst sein. Die Flam- imenzungen fassen an ein paar inächttge Bäume, die in dem scharfen Wind bald wie Fackeln auflodcrn. Wie auf Berzch^eLmng schweigt jetzt für kurze Zeit das russische Feuer. Äa um dies« Zeit die Russen äst er eine kleine Pause einlogen, hat man bei uns schon überall den Witz von der „russischen Mittagspause" gemacht. Auf jeden Fall wird der SSink beherzigt, und der Derpflegungsrat des Korps beginnt seine Tätigkeit. Er hast es fertig gebracht, warmen Kalbsbraten mit richtig gehenden Kartoffeln bis hier herauf zu bekommen. Exzellenz versichert übrigens, daß dies eine ganz besonders glückliche Loge sei. Es kommt eine Meldung von eurem Regiment, daß Kühe 173 genommen sei. Der ganze Stab sieht aufmerksam durch die Gläser auf die Ebene, in die in der Ferne größere SSakdstücke und ein paar Gehöfte cingvsprengt sind. Der harte Wind schneidet in die Finger, die das Glas halten. Man wartet. Dies Warten gehört unabänderlich zum modernen Krieg wie die Riosen- wirkung der schioeren Haubitzen und die Meilenausdehnung der Fronten. Immer wieder ist da§ die Situation: man hält die Hand an das Glas, sieht in die Ebene, auf der sich eist Paar Pünktchen bewegen, sieht die Weißen 'Schrapnellwolkcn, hie Brandwirkung der Artillerie, mjcm sieht, bis die Augen schmerzen — ustd wartet. Einem Offizier wird eine Meldung gebracht. Er meldet selbst an Exzellenz weiter: „W. ist in unserm Besitz." Der Kamps um W. muß außerordentlich heftig sein, denn dreimal im Lause der Zeit wird die Meldung wiederholt, bis wir das brennende Nest fest in der Hand haben. Bald fotgt die dürre Nachricht: unsere Infanterie steht 75 Meter vor dem Waldrand. Fetzt kann ich sehen, wie die «nfgeköste Reihe zwischen den Stärnmen verschwindet. Längst hat das Klopfen der Maschinengewehre eingesetzt, nnd ununterbrochen rollt das Gewehrfeuer. Die Batterie hinter uns hat Zielrichtung geändert, man kann das Einschlagen der Granaten in der neuen Richtung deutlich erkennen. Ich .'trete ein paar Schritte aus dem Kiefern Wäldchen rückwärts auf das Feld und sehe plötzlich in vielleicht 1000 Meter Höhe einen russischen Flieger über unserer Batterie. Ich vann deutlich mit dein Fernglas den russischen schwarzen .Kreis erkennen. Da flattert auch schon ein feiner weißer Strich von dent Flieger herab. 300 Meter über unserest Geschützen etwa erscheint ein kleines weißes Wölkchen. Das Flugzeug saust weiter, und ein zweites Wölkchen bildet sich in einiger Entfernung. Markierungspunkte für die russische Artillerie. Die macht aber keinen Gebrauch von der Zielhilfe. Sie richtet ihr Feuer aus den Wald, durch: den jetzt die deutsche Infanterie vorrückt, und in immer säpielbe- rer Reihenfolge ersckzeineu die Schrapnellwolken über den Kiesernspitzen. Ms der Flugapparat unsere Sclpitzcnstellung überfliegtz beginnt ein lebhaftes Feuern gegen ihn, leider vergeblich. Er hat sich mit ein paar Wendungen in ziemlich bedeutende Höhe geschraubt. Exzellenz erzählt bei der Gelegenheit, wie die Russen drei ihrer eigenen Flieger herabgeschossen hätten. Den einen Fliegeroffizier hätten sie mit dem Kolben halb tot geschlagen, bis sie an dem sclstmpfestden Löhnen erkannten, daß es ihr Landsmann war. Die Lage vorn scheint sich weiter günstig zu entwickeln. ES kommen Meldungen, daß das Regmrent so und so von russischer Wrtißmc stark belästigt würde, man bäte um Artillerieunterstützung. ©ine schwere Batterie weiter rechts bekommt die nöttgen Befehle. Langsam gehe ich den Hägelhang zu unserer feuernden Batterie hinunter. Gerade als ich unten anlange, ertönt aus der Leinen Erdhütte der Befehl, der sofort weiter gegeben wird: „Feuerpause". Tie Kairo Niere hocken sofort an einem Protzendeckel, der als Tisch benutzt wird, und spielen einen Krug S-Techsundsechstg. Wie ich seststelle, wird eine tadellose Mettwurst auSgespeelt. Ehe das Spiel in das richtige interessante Endstaoium getreten ist, kommt durch das Telephon die Meldung, daß die Batterie feuert. Die neue Einstellung wird angegeben und weiter gesagt, und dann kommt das Kommando „Schuß", und der Kanonier reißt an der Zündschnur. Deutlich kann ich bei der leicht entsetzenden Dämmerung die Flugbahn des Geschosse? verfolgen. Die außerordentlich starke Erschütterung dröhnt noch in weinen Ohren, da kommt der Befehl für das zweite (Yeschittz. Man hat vergessen, die Sicherung horauszunehmen, so daß der Bruimner nicht losgeht, als an der «chnur gerissen wird. „Zwettes Geschütz fällt aus! Erstes Geschütz Schuß!" Und von Geschütz drei und vier klingt die höhnende Frage: „Seid Ihr eigentlich Kanoniere, oder schießt Ihr mit Kandiszucker?" „Geschütz drei Schuß!", unterbricht der Befehl jede weitere jetzt ziemlich „grobkalibrige" Auseinandersetzung. Das russische Feuer hat abgeslaut. Die Gewehrsalven sind kaum zu hören, daS Gefecht hat sich deutlich nach vorwärts entfernt. Mit ein paar Worten hat Exzellenz die Liebenswürdigkeit, das Resultat deS Tages zußrmmenzu- fass«,. Wir haben auf fast allen Punkten unsere Absicht erreicht. W. und der Waldabschnitt ist in unserem Besitz. Die Dämmerung sinkt unheimlich schnell herab, und als wir im Auto zurücksahren, sehe ich eine merkwürdige weißliche Wolke wie von eiicem Schrapnell am Himmel. Erft beiin genauen Zusehen erkenne ich, daß es dev Mond ist, "der in dem toeißen, tvattigen Wvlkeugeschicbsel schwimmt. ES geht mir durch den Kops, selbst der Morst» sieht jetzt aus wie eine Schrapnellwolke. Rolf Brandt, Kriegsberichterstatter. Die Chinesen für Deutschland. Je länger der große Krieg dauert, desto mehr müssen die lügcngcwaltrgen Engländer erkennen, wie wenig aus die Dauer die Wahrheit unterdrückt rverden kann. In Europa, Nord- und Südamerika, in Nordafrika und Vorderasien mehren sich von Tag zu Dag die deutschfreundlichen Stimmen. Die Mitteilungen des Vereins für das Deutschtum im Ausland verweisen auf den großen Stimmungsumschwung, der sich jetzt in China, besonders seit dem brutalen Eingreifen Japans, bemerkbar macht. Tie Chinesen haben für den Begriff „kuir plav" mehr Verständnis und ein feineres Empfinden als die Briten; e§ ist ihnen deshalb unfaßbar, wie sich so viele Gegner aus zwei Staaten stürzen konnten. Die Sympathien de? ganzen Reiches der Mithe siijd auf deutscher Seite. Nach Berichte« von in China ansässigen Deutschen kommen des öfteren zu chnen Leute — und zwar meistens keine christianisierten Eingeborenen — die sie ihrer Anteilnahme versichern und ihrer Entrüstung über das perfide A5- bion Ausdruck geben. Einflußreiche Personen machen sich sogar erbötig, Freiwilligenscharen zu sammeln, um den Verteidigern von Kiauäschau zu Hilfe zu eilen. Groß ist die Emff pörung über die allgemeinen Preissteigerungen, die eine Folge des Kriegszustandes sind. ^Zn kurzer Zeit sind so notwendige Dinge, wie Milch, Mehl, Eicköl, bedeutend teurer geworden; China ist eben aus fast allen Gebieten vom Ausland abhängig geworden. „Wie kommt England dazu", sagt man überall, „ivenn es sich mit Deutschland schlägt, uns die Tür zuzumachen?" — UnS 'Deutschen kann es nur recht sein, wenn die Engländer sich immer mehr Feinde schassen. Es wird nnd muß der Tag konimen, an dem alle anständigen Völker aufslehen gegen das heuchlerische Britentu-w. Aur dem Reiche. Berlin, 1. Nvv. (W. B.) Den Morgenblättern zufolge hat die philosophische Fakultät der Universität Bonn Herrn Dr. Krupp von Bohlen undHalbach sowie das Mitglied des Direktoriums der Firma Krupp Professor Rau s ch,e n b e r g c r, den Konstrukteur der schweren Geschütze, in 'Anerkennung der großartigen Leistungen dieser Geschütze zu Ehrendoktoren ernannt. Der Präsident der Reichsbank, v. Ha »enstein, erhielt die gleiche Auszeichnung als Anerkennung für die finanzielle Kriegsbereitschaft des Reiches. Berlin, 1. Nov (33. S. Amtlich.) Die „Norddeutsche Allgemeine Zeittmg" schreibt: Es sind Gerückte im Umlauf, die sich mehr und mehr zu erdichten scheinen, daß der Botschafter Freiherr v. Echoen, der gegenwärtig als preußischer Gesandter in München fungiert, ausländische Dienerschaft beschäftigt. Wir sind in der Lage, zu erklären, daß Freiherr v. Echoen fest dem Mus- Freiherrn, wmde in der feinen Behandlung von Marta Schlld zu der rührendsten Gestalt des Stückes, während L. .Grosser eine komische Dieiierrolle mit sehr gutem Getingen aussüllte, und Auguste F r e n z e l sich mit sicherem Gefühl m ihre Rolle als Mutter Magdas einfügte. Wir sind nach der ersten Aufführung überzeugt, daß die Zu<- sammensctzung unseres Theaters in dieser denkwürdigen Spielzeit viele interessante und erl>ebende Abende verspricht. Wenn die Direktwn m der Auswahl gediegener Werke ihre Versprechungen -erfüllt, werden die Kunstfreunde ihr die Treue .halten. , z. Prolog von Hermann Steintzvetket!. Jn ernster Stunde konrm ich euch begrüßen, Ein Völlcrringen, wie es nie erschaut. Die Sterne noch im Jahrmtllionen-Wandck Turchbraust Europas altbcbaute Fluren: lim Deutschlands Sein und Nichtsein geht der Kampf. Des Einzelmenschen Sorge, sie versinkt —- Jetzt in des ganzen Volles großer Sorg« — Da ist der bangen Seele eines Trost: Nicht leichten Herzens hob Germania DaS wohlgeschlisfcne Schwert zum Schicksalsschlage, Sie trat gezwungen nur aus blittigen Plan, Barbarischer Feinde Tücke und Verrat Zwang in gerechter Notwehx sie zum Kampf: Die Hand, die ehrlich ausgestreckt zum Friede», Der Nachbarn Neidschar stieß sie kalt zurück. -— Da fuhr die Hand denn nach des Schwertes Griff! Jetzt rauschen uns'« sieggewohnten Fahnen Kn Land des Feucks. der nur im Lügen groß. In Ost und West hat schon der alte Gott Den Unsrigen die Palme Wgewcndet! Des Erdballs Völker, arg vom Haß getäuscht. Erschauen staunend, wie sich Michel wehrt: Daß er dem Schwerte solche Siegesfunkcn Entlocken würde, träumte kaum der Freund: Und jeder Schlag, der uns« Neider trifft, ' Ist von des ganzen Volkes Kraft gefithgst: ' 1 Min Arm, «cn Mut, «in Kaiser und «in Bott! In solcher Sttinde, da das Schicksal schreitet. Wagt sich die Dichtkunst schüchtern mis den Plan: Darf sie es wagen in dem Reich deS Scheins Ein kleines Bild des Lebens euch zu zeigew Das ringsum auf der Wellenbühne jetzt In ungeheuren Taten sich ergeht? Darf sie im Dämmer fahlen Rampenlichts Ten engen Raum mit schwack»en Worten füllen. Wenn draußen unter unheilvollen Blitzen Aus Er^smund die DeltgcsMäste spricht? — Sie darf es wohl, denn gleich Po saunen ton Schallt edler Sänger Wort cn diesen Zeiten, Prophetisch klingend auS der Hsffimng Land: Dem Dichter ist? vergönnt, des Schicksals Wucht — Die niedcrdrnckcnd auf den Herzen lastet —. Ter Schwere zu entkleiden und inS Reich Der hehren Phantasie sie zu entrücken. Wo sie euch groß nur und erhebend -dünkt. Und weiter ist dem Dichter es verliehen. Mit holdem Dotte lichten Traum zu zaubern, Ter euch das Lacken auf die Miene ztvingt. — W«t sei verwiesen alle Zwitterkunst, Doch heiteren Bildern, die ans Herzensgrund Ten echten Frohsinn wecken, ihnen sei Ein Platz gegönnt, sie sind dem Hckltrank gleich, Ter sanken und Gesunden Wunder schafft. So wollen wir, die Priester eines Tempels, Dem große Zeit die Reinheit wiedergab, Nicht abseits stehn, wenn'S auch ttn Sprichwort heißk Die Kunst verstimmte vor der Waffen Lärm; Erheiternd und begeisternd wollen wir Cinstimmen kn der Brandung mächtiges Rauschen, Das Zroße geit an unsre Mauern trügt: Hier sei die Stätte, Ivo sich alles findet, Wenn neuer Taten Kunde zu un§ dringt. Wie deutsche Kraft und Einheit überwindet, Nach deutschem Wort dann deutsches Lied erschalle Für Vaterland und Kaiser eint es. alle! Laßt heul wuh, was ihr fühlt, zur' Lippe dringen Uno Deutschland über alles mag erklingen! tDcrGcsang von Deutschland« Dcufichland über alles schließt sich «m.1 beuch des Krieges imr deutsche Dienerschaft bat. Im übrig«, hat Freiherr v. Schocn auch in Paris niemals ausländische Diener- schaff gehabt. A«» Stchdt und Land. Gießen, 2. November 131s. Auf dem Felde der Ehre gefallen. (Aus Hessen nick den Nachbargebieten.) Freiw. Unteroffizier Kandidat deS höh. Lehramts Hermann Mankel, 2. bayr. Jns.-Rgt., aus Weilburg. — Untervsf. i>. Res. Emil Knierim, Jns.-Rgt. 118, aus Worms. — Sant» nehrmami Sfonrab Wlngcscld, Jns.-Regt. 81, aus Wetzlar. — Res. Karl Mohr, Jns.-Rgt 116, aus Kölschhausen. — Res, Ctto Albraiid, Jns.-Regt. 116, aus Bobsnhauscn (Kr. Büdingen). — Füs. Willi, ©rat, Königiii-Augufta-Garde-Rgl. Nr. 1, aus Dillenburg. — Gesr. Adoli Hoimann, Jns.-Rgt. 116, aus Waldanbach. — KriegSfreiw. Ernst ©rieb, Jns.-Rgt. 168, aus Griedel. — Res. Richard Bock, Jns.-Rgt. 116, aus Ober-Lais. - Landwehrm. Heinrich Spengler, Jns.-Rgt. 116. aus Echzell. — Einj.-Frciw. Untcrofs. Walter Gn eisig. Im.-Regt 8d, aus Mainz. — Res. u. Techniker Adani Dauborn, Jns.-Regt. 115 aus Gins heim. — Gefr. d Res. Will). Welsch, Jnt.-Brcg.-Ers.- Bat. 50, aus Mainz. — Landtvehem. Peter Corzilius, Lri^- Ers.-3)at. 41 aus Mainz. Jnfanterie-Regimknt Nr. 116, Gießen. Berichtigung sriiherer Angaben. Musk. Walter Stamm, Hvhen-Limburg, Wena, bisher vermißt, zur Truppe zurück. — Musk. David Pvtlak, Engelsbach, Ottenbach, nicht gefallen, sondern verwundet. — Musk. Erich Thiel, Straßburg i. E., nickst gesallen, soirdern verw. — Res. Karl Fischer III., Ober-Ohmen, MSfeld, bisher verniißt, inr Lazarett. — Res. Joh. List, Frischborn, Lauterbach, bisher vermißt, verw. — Res. Gustav Loos, Waldenberg, Gelnhausen, bisher vermißt, zur Trupve zurück. — Res. Fritz Erwin Schmidt VI., Ober- Neudvrs, Görlitz, bisher vermißt, zur Truppe zurück. — Res Heime Mohr, Kölschhausen, Wetzlar, bisher verwundet, zur Truppe zurück, — Wehrm. Heinr. Greb, Engrlrod, Lauterbach, bisher vermißt, zur Truppe zurück, Landwehr-Jnfanterie-Regiment Nr.116, Darmstadt. Gieße». Verluste infolge Krank heit, Wehrm. Albert Damann, gestorben am 11. 10. 14 im Koch. Krankenhaus Erfurt. — Wehrm. Kvnrod Michel, gestorben.pm 6. 10. 14 im Kriegslazarett Vvuzicrs. " Hoftrauer. Die Großherzogin hat wegen des Ablebens Ihrer Königlichen Hoheit der Herzogin Adel- gnnde von Modena, Prinzessin von Bayern, eine Hoftrauer vom 29. Oktober bis einschließlich den 2. November d. IS. angeordnet. '* Der Großherzog hat am 23. Oktober d. IS. die TapferkcitSmedaille deni Leutnant Ernst Morneweg in der FestungS-Fernsprechkompagnie Nr. 1, Führer der Radio-Großstafion der Festung Thorn, verliehen. ** Ritter des Eisernen Kreuzes, llffz. d. R. Hans Thöt «ns Gießen. Offfr. Aug. Wehel, Jns.-Regt. l 16, aitS Sinn. Lenin, d. R. und Kompagnieführer Heinr. Gl aß n er, Gren.-Regt. 10 aus Sckstvalbach (Kr. Wcchlar)., Leutn. d. R. Gerichtsaff. Dvlkbach aus Hai'ger. Off.- Stelkv. Wegemeister M e p« r von Dillenburg. Oberjäyer Ed. Dill'maiin, Res.-Jäger-Bat.8 aus Forstljans Wissetckach. Oberst u. Adj. Rud. Jung, Brandcnb. Firß-Ärt.-Regt. 8, aus Herbor». llffz. Buhmann ans Weinsberg (Dill), l. u 2. Kl.). Frldw. Beuler und llffz. Metzger, Inf.-Regt.' 168, aus Gcrnibach. Serot. Naumann, Jnf.-Regt 168 (unter Beföttderung zum Off.-SteW.). Leutti. d. R. u. Ass. a. d. Dcchn. Hoclffchtuste, Tipl -Jng. 5> a i n z, Pion.-Bat. 21 in Darmstadt. Leuttl. d. R. Forstaff. Blitz, Fel>d-Art.Regt. Nr. 61 aus Lcngsekd. MuÄk. Heinr. Lan g aus Orsteshansen b. Büdingen. Leutn. d. R. Lehrer Krau sch, Jnf.-Regt.M, aus Bergheim. Leutn. Bergingenieur Karl Zieste seid, Jns.-Regt. 55, aus Wetzlar. Bizetvachtmeisber und Ober- fahnenschmied Heinr. Schweb«!, Huf.-Regt. 7, ausRodcm i. Odenw. Leutn. Hugo Frhr. v. Starck, 3. Jäger- Ragt, zu Pferde, aus Darmstadt. Hauptm. und Bat.-Fli.hrer N au, Jns.-Regt. 76, aus Darmstadt, llffz. Karl H e p p e s, Jnf.- Regt. 118, aus Worms. Oberarzt d. R. Dr. Ernst Löb, 19? Bayr. Feldorst-Negst, aus Worms. Leutn. d. R. Wort- mamn, Jnf.-Regt. 60, ans Worms. Gefr. vom Lehr-Jnf.- Regt. Ph. Greim atls Oppenhenn. Wchrmami Karl Schömbs aus Dexheim, llffz. I. Krämer, W. Maus aus Gernsheim. Peter Dörr aus Leeheim. llffz. Jakob Mahlerrvein im Inf-Regt. 88 miS Ginrbsheim. Kommandeur des heff. Leüb^Drag-Regt. Oberstleuin. Meister (1. Klrst Feld-Unterarzt d. R. W. Rech el im Königin-Elisa- beth-Garde-Gren.-Regt. 3, aus 'T-armstadt. Direktor der städt. elektr. Straßenbahn von Worms Th. Radtke im Res.Jnf.-Regt. 88. ** Soldatengrüße au? dem pelbe. Daß btc Gießen er Garnison, der inngc Freiwillige so gut wie der graue Landsturmipamt, neben seinen Lieben und Freunden dahetni auch jeine (starnison- oder Vaterstadt nicht vergisst, davon haben wir an dieser Stelle schon numcheS fpreätende Belocisstück veröffentlichen können. Leider — aber bcgreiflickierweise — ist es nicht angängig, jeden Eiuzeigruß an die „liebe Stadt Gießen" oder jeden, manchmal sogar recht persönlich gehaltenen Tank geheilter Berw-undeter „an dre ausopsernde Pstegenn", den man und einsendet, ab-zndcucken, aber wenn sich eine ganze Anzahl wackerer BaterlandSverteidiger zugleick, vmn Heimatgesühl zu einem Grntz an die Heimat gedrängt fühlt, machen wir uns gern zn sealeni Dcnnrtller. So schreibt uns heistc der Stadt der 4, Koiiipasme Jns.-Rechs. 116: ,/ihrer lkeben Garncscmstadt Gießen herzliche Grüße ans Feindesland. D« Stab der 4. Kompagnie. Bittorf, FÜdw., Spoerhase, Osf.-Stellv., Dvtzenrvdt, Vizefeldw. d. R., Schaaf, Vizekeldw. d. L., Heun, Vizefeldw., Schwabe SanitÄLimteroff. d. R., Sergeartt Stansenberg, Fahnenträger I 116." Ein weiterer an uns gerichteter Felbpostbrief stellt ein erjreu- liches Lebenszeichen vom Gießcner Landsturmbatarlkon Nr, 1 dar: „Der Unterzeichnete erlaubt sich, Ihnen von hier die herzlichsten Grüße Kn senden mit dem Bemerken, daß es dem ganzen 1. Landsturmbataillvn noch gut geht. Hier wurde uns vom durchkommenden Landsturni aus Lrmburg ä. L. erzählt, in Gieszeil wäre das Gerücht verbreitet, wir wären bei imserer Ankunft in E. bejckwffen wurde» und hätten 10 Tote und viele Venvundete. auch wären wir schon feldgrau eingelleidet. Dies ist beides nicht wahr. Dem ganzen Landstnrm-sBat. geht es gut und es fehlt nicht ein clNKiger Mann." ** Der Turnverein von 184 6 hielt am Samstag seine Jahreshauptversammlung ab. Der Vorsitzende, Herr Erle, dankte nie den regen Besuch und gedachte vor Eintritt in die Tagesordnung der zu den Falznen berufenen Dcr- einSanqehörigen. deren Zahl 146 beträgt und von denen schon 6 im Kamps fürs Vaterland gefallen sind, darunter auch der 2. Turn- waxt. Wester sind dein Verein im Lalife des Jahre? vur Mitglieder durch den Tod entrissen worden, unter ihnen der 1. Sprecher, Redakteur Heß. und das Elwenmitglied Helm. Zur Ehr« det Loten erhob sich die Beriammlunz von den Plätzen. Turnwart Erb entattete Bericht über die ttienecisch« Tätigkeit. ÜKttirnt wurde ait Hä Ab«iden mit einem Gesamtdesuch vpn 4945 Turnern. ffiie Schüler ftmttat an 43 Tagen mit einer Besucherzahl tion 2274, die Dmncnabteilung an 3l Wenden mit insgesamt 434 Turnerinnen Auf den pfchickten Turnseslen wurden 65 Preise, darunter fünf erste, errungen. Auf dem O-anturnfeft erhrelr die Mufterriege die Note „Sehr gut" unter 50 Riegen, So hatte demi der Verein bis zum 3l, Juli gute Fortschritte zu verzeichnen, bis mit der Mobilmachung auch hier eine Aenderung ein* trat. Die Halle wurde als Lazarett zur Verfügung gestellt und die Turnstunden mnf.ten bis auf weiteres aus!allen, Aber schon am 6, September konnte der Tunibetrieb, wenn auch mir an einem Abend, in der von der Stadtvenvaltung zur Verfügung gestellen Turnthalle der Etadtkuabenschule wieder aufgenommen werden. Bald stellte sich das Bedürfnis norf) einem zweiten Turn abend ein, so dag heute wieder regelmäßig Donnerstags und Samstags geturnt wird. Hat auch der Krieg die besten Turner gefordert tuud stellen sich heute nur tunge Leute aut dw Platz ocgenüber, so liegt doch gerade die ernsteste Aufgabe des Vereins tu der Heranbildung einer an Geist und Körper gestählten Jugend von treudeulsckier Gesinnung, Landkreis Kietzen. A & e n cti e 11) c i m, 3. Nov. Bon den Arbeiterinnen der Firma Job. Tan. Haas, Ztgarreufabrik, deuchelhedn, sind für die Notleidenden in Ostpreußen Mt. 59,- gestiftet worden. A Lollar, 31.Oft. Mil dem Eisernen Kreuz wurden ans unserem Orte ausgezeichnei: Tr. Nordiua»», Oberar,I der I. Reserve-Kompagnie des Pionier-RegiuienlS Nr. 2ö, und Friedrich Rahrbach, Gefreiter int Jnfamerie-Negiinent Nr. 118 (Kaiser Wilbelms, 6. Kompagnie. I. Mainzlar, l. Nov. Ten H e l d e n I o b für da? Vaterland starb auf Frankreichs Erde Feldivebestentnant Friedrich Jäger von bier. Er tefaß das Eiserne Kreuz »»d ist das zweite Opser, das der Krieg von unserer Gemeinde gefordert hat. Starkkiiburg und Mlrinhrssen. A Hainstadt , 1. Nov. TaS Ehrenzeichen für Mitglieder freiwilliger Fe» erwehren ivurde verliehen durch die Großherzogin an Karl August Hutter, Karl Johann Kohl, Georg Heinrich Jung I., Johann Beeter, weorg Hann, Peter Gregor Korb, Jakob Klein I, Franz Wolz I., Johann Michael Blumör I , Johann Michael üflumöt II,, Adam Jose! A e tk e r I,, Kaspar Wendelin Jung, Ehristiaii Wenzel, Georg Jung I,, Peler Adam, Adam D n t i n e, Peter M e r g e t I„ Michael S eh n a b e l I., Wilhelm Jakob Klein, sämllich in üainsiadt S, Ans R h e i n h e s s e n , 30, Olt, Ans den r h einhessi - schen Obstmärktcn berrschte auch im Lanse drr letzten Woche ein recht lebhafter Geschäftsgang, Tie Nachfrage war anhaltinid rege, so daß vereinzelt das Angebot hinter der Nachfrage zurück- blieb. Die Preise haben in den letzten Tagen etwas angezogrn, sie sind jedoch immer noch niedriger als «m Vorjahre. Obgleich diesmal, teils infolge der niedrigeren Preise nnd teils aus anderen llm- ständen sehr große Mengen eingekaust wurden, sind die vorhandenen Vorräte immer noch beträchtlich. — Die Lesederweißen Trauben ist nuumebr allgemein im Gange, In einzelnen Gemarkungen ist sie bereits beendet. Im großen und ganzen wird das Leseaeschäst nicht viel Zeit in Aworuch nelimen, da die Menge durchweg recht klein ist. Nur einzelne Lagen und Weinberge bilden eine Ausnahme, Da sind solche, in denen die NikotinbKämpfung des Smierwnrms gründlich durchgeführi wurde. In manchen d-r< artigen Weinbergen steigt der Ertrag bis zu einem vollen Herbst, Diese Ausnahmen können jedoch einen Ausgleich in dem allgemein recht geringen Ertrag nicht bringen. Die Güte des 1914 er wird dagegen dtrrchweg recht zufrieden st eilend ausfallen. Der GesckiästSgang läßt manches zu wünillxm übrig. Immerhin ist die Nachfrage lebliafter. als bei der augenblicklichen politischen Lage erwartet wurde. Die Preise für Most, Maische und Trauben sind in den letzten Tagen zumeist in die Höhe gegangen, Bezablt wurden sür 64 Liter Maische in Nierstein 26—34 Mark, in Oppenheim 17—35 Mk., in Waldillversheim 19—23 Mk, Vereinzelt konnten auch schon Mostverkänse abgesckilossen werden. Dabei wurden in Guntersblum für das Stück 525 Mk,, in Metten- heim 450—540 Mk, und in Bechtheim 530—590 Mk. angelegt. Die Nachfrage nach älteren Weinen ist vollständig still, Umsätze darin waren in der letzten Zeit nicht zu verzeichnst, Dagegenl werden aber jetzt die vor dem Aus brüll) des Krieges gekauften Weine nunmehr bezogen, Kreis Wetzlar. ? Salzböden, 1. Nov. Tie Sammlung für das Note Kreuz und verwandte Zwecke batte auch in unserer Gemeinde einen sehr schönen Erfolg. Sie betrug 2000 Mt. Ferner ivurde» an die Verwundeten der benachbarten Lazarette, Diesten und Wetzlar, Eier, Kuchen u, a. abgesührt. Jedem einheimischen Krieger wurde ein Pake! mit Liebesgaben zugestellt. Ti« Frauen »»d Mädchen sind mit dein Slricken von Strümpfen für unsere tapferen Sotdalen beschäftigt. Hessen-Nassau. — Bo11 enhorn, 1. Nov, ?lus unterer Gemeinde hat der Krieg bereits 5 Opfer gefordert, dazu sind über 20 Soldaten verwundet, und 3 gelten als vermißt. h, Haigcr, 1. Nov, Das hiesige Krankenhaus sowie das Hotel „Nassau" sind als Lazarette für Verwundete eingerichtet worden. Die Behandlung der Verwundeten hat Dr, Schneider übernommen, m. Ne » stadt, 31. Ott. Mit dem Eisernen Kreuz wurde Vizeivachtmeisler Bernhard Rainb aus dem nahen Momberg ausgezeichnet.— Tie Gemeindeschwester von Merzhansen Hai bei der dortigen Jugend die Geldbeträge lür Kriegszwecke gesammelt, die durch den Aussasi der KirmeSfeier erspart wurden. So kamen int oanjen 83 Mk. zusammen. h Franksurt a. M„ 1. Nov, Für die bevorstehenden Stadtverordneten wählen wurde wegen des Krieges zwischen den einzelnen Fraktionen ein 'Abkommen dahin getrotten, daß sich die Parteien die bisherigen Sitze gewährleisten, Es findet k e i n W a h l k a m p s statt. Nur dem Zentrum wird ein zweiter Sitz eingeräumt. Es schieden aus 11 Bolksvar- teiler, 11 Sozialdenwkrateu und 4 Nationalliberale, Universitätr-Nachrichten. ; — Der Rektor der Universität Greifswald Professor D. Ir, Wiegand erläßt einen Aufruf an Kriegsteilnehmer von der Greifswalder Hochschulet Die Universität Greifswald will Namen und Schicksal aller ihrer Angehörigen, der Dozenten, Studierenden und Beamten, ,osern sie am Kriege teilnehmen, in einer Chronik sammeln und sesttzalteu. Sie wendet sich zn diesem Zweck an alle, die als Soldaten sin Felde stehen oder iwlli zu den Fahnen einberufen werden, an alle Studenten und Studentinnen, die in den Lazaretten tätig sind, sowie an die Verwandten und Freunde, an die Familien n»d studentischen Korporationen, Sie bittet jm einzelnen um verläßlickte Angaben der Namen und Truppenteile, seitens der Korporationen um die vollständigen Listen ihrer einberufeneu Mitglieder, ferner um Mitteilungen über Erlebnisse, Auszeichnungen, Verwundnngen, gegebenrniatls um zeitweilige Ueberlassuug von Feldpostbriefen, Karten oder Bildern, die an Bekannte oder Angehörige gelaugt sind. Alle Nallirichten sind an Prosessor Dr, Thurau, Greiss- loald. Romanisches Seminar, Domstr, 30, Erdgeschoß, zu sende», mündliche Mitteilungen ebenda Dienstags in der Sprechzeit 12—1 Uhr abzugeben. Gietzener Strafkammer. § Gießen, 30. Oktober. Zürücksewiefen wurde die Berufung der Großh. Staatsanwaltschaft gegen das frei- sprechende Urteil dos Großh, Lxhösiengerichts Vilbel in der Strafsache gegen den Karl Philipp v, D, in Dortelweil, unter Verurteilung der Staatskasse in die Kosten, einschließlich der dem Angeklägten erwachsenen iwtwendigen Auslagen, Ter Angeklagte sollte sich des ihm nicht zirstebenden Namens „von B," gegenüber dem Großh, Amtsgericht Vikbel bedient und damit unbefugt das Adelsprädikal „von" angenommen haben. Der Angeklagte will, wie er ausdrücklich erklärte, lediglich das Recht beanspruchen, den Namen weiterbin führen zu dürfen, den sein Vater und er selbst stets geführt hätten. Er beanspruche damit in keiner Weise Zugehörigkeit zum Adel, Freisprechung erfolgte, weil der Angeklagte berechtigt ist, den bürgerlichen Farnlliennarnen „von V," zu führen. Zum mindesten aber könne nicht sestgestellt werden, daß der Angeklagte das Bewußtsein der Rechtswidrigkeit bei der Führung und Angabe dieses Namens hatte. Freigesprochen wurde der Maurer Georg ^D, zu Ober-Erleubach auf seine,Berufung gegen das ihn in Strafe nehntendc Urteil des Schöfsew- gcrichiö Vilbel, B, war angeklagt, seine Famllie nicht unterhalten zn haben, indem er keine HauSmiele zahlte, obwohl er dazu imstande gewesen sei. Der Ängrlla sie behauptete nun, durch einen Todesfall und Zahlung eines Allerkanffchilliitgs fei er außerstande gewesen, neben der Ernährung seiner achlköpstgen Familie noch Hansmicte zu zahlen, zumal er auch seit Kriegsausbruch arbeitslos sei, Ta diese Angaben nicht widerlegt werden konnten, mußte Freisprechung erfolgen. Der Streit im Armenhaus« in Klein-Karben zwischen zwei Frauen von Insassen endete heute mit Verurteilung der Cbarlotte W. wegen Körperverletzung zu einer Gtfängnikstrafp von drei Tagen, Sie hatte ihre Mitbewohnerin Tr, mit beschichten Füßen gegen den Leib getreten. Von der Anklage der Bedrohung erfolgte Freisprechung mangels Beweises. Fretgesprochen wurde der Handelsmann Samuel B, in Wenings von der Anklage, sich gegen das Reichsviehseuchvugesetz vergangen zu haben, und zwar mangels Beweises, Fünfzehn Mark Geldstrafe erhielt der Handelsmann Abraham R, in Wenings, weil er eine Kuh aus dem Regierungsbezirk Kassel in Wenings eiirsührte und ohne Anmeldung in ein mit anderem Klauenvieh bestelltes Gehöft einstellte. Zwanzig Mark Geld strafe erhielt der Handelsmann Meper R, in Wenings, weil er Klauenvieh. das zu Nutz- und Zuchtzw«cken bestimmt war, nätylich eine Zuchikiih in Wenings eingesührt und in sein mit anderem Klanen- rieh bestelltes tzsehöfl einstellte, ohne es vorlier bei der Orispoiizei- Obrhörde zu Quarantäne angemeldet zu l>aben, B erlagt wurde die Sache gegen den Taglöbner Konrad Sch, Mts Ranstadt wegen Betrugs. Es wurde Haftbefehl gegen ihn erlassen, weil er trotz ordnungsmäßiger Ladung im heutigen Termin nicht erschienen ist. Sieben Wochen Gefängnis erhielt der Metzqergeselle Sally K, aus Maizisres bei Metz wegen Nrkundensälschuug in Tateinheit mit Betruasversuck und wegen Untreue in Tateinheit mit Unterschlagung Er hatte in Bad-Nauheim, wo er in Sielkuug war, auf den Fleischlieferzetteln, die er für die Kunden mitbekam, daS Gewicht geändert, um einen höheren Preis zu bekommen und diesen für sich zu behalten. Weiter hatte er Gelder, die er im Auftrag seines Meisters quittiert jmb empfangen hatte, für sich behalten. Sandei. Die Wolle ans dem Weltmarkt. Unter den Liebesgaben, die tmr unseren tapferen Streitern ins Feld ttachfeuden, spielen seit dem Eintritt rauherer Witterung wollene Kleidungsstücke eine tvichtige Rolle, Es dürfte daher anqezeigt sein, mit einigen Worten die Stellung deS Artikels „Wolle" iin Welthandel darzulegen. Unter den zatlrcictien Rassen der Wollschafe können l)eut als die beiden w-ichtigsten die in Spanien heimische Merinorcrsse und die englische Rasse gelten. Den Gejermtbestand der Erde an Schlafen können wir zurzeit auf etwa 550 bis 600 Millionen Stück veranschlagen, Sie sich auf die einzelnen Weltteile und Länder tvie folgt turtelten. Europa besitzt haute insgesamt etwa 160 Millionen Schafe, von denen 417, Millionen auf Rußland, 32 Millionen auf England, 17*/, bezw. 15 1 / 2 Millionen auf Frankreich und Spanten, je 11 Millionen auf Italien und Oeftrrreich-Unaarn. aber nur 5y 2 Millionen auf Deutschland entfallen. In der Neuen Welt verfügen die La-Plata-Länder über 93'/, Millionen, die Bereinigten Staaten über fast 62 Millionen Schafe, Nord- und Südamerika zusammen über 165»/, Millionen Schafe. Die Schafherden Australiens und Neuseelands haben zurzeit eine Kopfstärke von 109'/» Millionen, so daß auf jsden Einwohner mehr als 20 Schafe korw- nien: die Kolonien Britisch-Südafrikas wiesen brr der letzten Zählung 30% Millionen Schafe auf. Die Gesamterzeugung der Erde an Rohwolle beläuft sich heute auf etwa 1260 Plillionen Kilogramm nn Jahr; davon entfallen aus Europa 318 Millionen Kilogramm, Der Iah- resertoag eines Schafes ait Wolle beträgt ziemlich genau 2 Kilogramm. Der Verbrauch an Wolle hat sich bei oer Bevölkerung Europas uns Nordamerikas in den letzten zwei Mensll>enaltern außerorden-tlich gehoben, er stieg von 1,33 Kilogramm für den Kopf im Jahre 1850 auf 2,95 Kilogramm im Jahre 1910, Jm Zusammenhang mit dem Amvachsen des Verbrauchs steht eine Verschiebung des Schlverpunktes der Wollerzengung. Während bis zur Mitte des vorigen Jahrhunderts die europäischen Staaten ihren Wollbedarf noch durch die Eigenproduktion decken konnten, erzeugt Europa heute nur noch 1/4 bis Vs, 'Deutschland, sogar nur '/i« bis 7i>. seines Bedarfes selbst. Zu den Hauptversorgungsländern haben sch seither die großen Schafzucht- gebiete der Südhalbkugel, Australien und Neuseeland, Bri- ttsllz-Südafrila und die La-Plata-Staaten entwickelt. Die niedrigen Unkosten der Züchter in diesen Ländern hatten einen starken Sturz der Wollpreise im Gefolge, der seinerseits eine beträchtliche Einsllpänrnng der Schafhaltung in vielen europäischen Landern bedingte. Am stärksten tvar dieser Rückgang in Deutschland, wo die Zahl der Schafe seit dem Anfang der 60 er Jahre von 28 Millionen auf 57* Millionen siel. —, Der isichtigste Wollmarkt der Erde ist heute London. Bon Bedeutung für den Wollhandel sind ferner Antwerpen, Liverpool, Havre und Marseille, in Deutschland besonders Berlin, Bremen, Leipzig, Breslau und Posen. Märkte. eb. Bürgen, 30. Okt. Marktpreise. Weizen Mk. 26,2b, Korn Alk. 23,50, Gerste Mk. 28,60, Hafer Mk. 23,50 Heu Mk. 6,50, Stroh Mk. 3,50, Kartoffeln Mk. 7,76, Erbjen Mk. 00,00, Linfen Mt. 00,00, Bohnen Mk. 00,00, Weibwehl Mk. 45,00, Noggenmebl ®!f. 36,50; alles für 100 Klar. Butter 1 Klgr. Mk. 2,90, Milch 1 Liter 21 Pfg., Eier 10 Stück Mk. 1,30. m. Kirchhai», 3l. Okt. Zmu gestrigen Schweinemarkt waren im ganze» 480 junge Schweine aufgetrieben. Tie 6 bis 8 Wochen allen Saugforkel kosteten 20—30 Mt„ Läuferfchweine 60 bis 80 Mk. pro Paar, je nach Qualität. Der Markt war gut b«. sinhl und der Handel sehr rege. Standesamt-nachrichten. Gießen. Aufgebote: Oktober 96. Bernhard Rosenbera, Kaufmann mit M-ta Pavvcnheim, beide in Eschweg«. — 27. Johann Ehrr- stian Rink, Wcitzblnder sit Lohra, iillt Katharine Schneider in Fennhanfen. Eheschltcßungen: Oktober 24. Dr. Lwinrich August Ludwig Alartin Ensil Lepper, Lehramtsaslessor. UMerofsi»ier der Reserve in Gvünüerg, mit Anna Etiiabethe Jvkobine Haas in Gießen. — Albert Heinrich Dangendorf, Lokomotivführer in Gio- kern, mit Pautma Bleike iu Burbach — 28. Ernst Karl Hermann, Schratt, er, Ersatzreferrnsi, mit Luise Elifabethe ©dxutb, beide in Gießen. — Dr. Karl Anton Hubert Roekkeken, Königl. Uuiver- fitätsprofessor, mit Sabina Gertrud Rosine Werglenr, beide tn Würzburg. Geborene: Oktober 17. Dem Postboten Karl Müll« ein Sohn, Karl Willi. — 18. Dem Buremrgehllsen Lubwrg Hörle eine Tocki-ter, Erna Antonie Katharine Lrna. — Dem Königl. Bahnmeister Ewald BramS ein Sohn, Ewald Wllltelm. — Dem Lokomotivheizer Heinrich ttzrieger eine Tochter, Sieg Hilde Elife Helene. — 20. Dem Buchhalter Heinrich Karl Emil Ohr eine Toll>ter, An» «liefe. — Dem Schuhmallzer Friedrich Wilhelm Kiefer ein Sohn, Frretn-ich> Wilhelm. — Dem Zimmer mann Otto Rickvard Schubeckei ein Sohn, Helemtt. — Dem Fuhrmann Georg Ureis eine Tollxter, Elisabeth. — Dem Weichensteller Heinrich Allxich ein Sohn, Hilmar Otto. — 23. Dem Fuhrmaim Ludwig Matter» eine Tochter, Klara. — 24. Dem Kaufmann Leo Wollt Zwillinge, Eugen Robert und Marianne. — Dem Buchhändler Franz Philipp Albrecht Haustein ein Sohn, Georg Franz Lllbrccht Sirglried. — 27. Dem Bahnarbeiter Karl Krombach eine Tochter, Diaraavete. Sterbefälle: OAober 22. Clisabethe Pitzer, geb. Dust, 78 Jahre alt, Wetzsteingasse >7. — Heinrich Becker, Hetzer, 61 'I. ait, Weserstt. 12. — 23. Otto Siek, Musiker und Gastwirt, 33 Jahre alt, HamMstr. 10a. — 24. Martha Nagel, geb. Hardt, 58 Jahre alt, Ost-Anlage 7. — Msab. lhe Bender, geb Kwmballi, 74 Jahre alt, Neustadt 14. — Kalharme Stecker, geb. Nickolay, 72 Jahre alt, Neuenweg 42. — 27,.’ Christiane Hartman», geb. Birk, 83 Jahre alt, LichorDtr. 74. — Lldanr Volk, Lehrer t. R., 65 Jahre alt, Diezstr. 10. — 28. Karl Müller, 11 Monate alt, Somteustr. 13. — 29. Dorothea Kolb, geb. Kaltenschuee, 59 I. alt, Hcnselstr. 10. — Jm Felde gefallen: August 22. Oskar Anacker, Tapezier, Unterossizier der Reserve, 27 Jahre alt. — Johannes Werner, Sergeant, 27 Jahre alt. — Robert Wllh. Kock-, Unterossizier, 26 Jahre alt. — 23. Ott» Emil Wilhelm Ebel, Oberleutnant, 31 Jahre alt. — Okt. 1. Wilhelm Ludwig Karl Pistler, Btzefeldwebel, 25 Jiahre alt. — 8. Phtlivv Ludwig Gustav Wilhelm, Kaufmann, Unterossizier der Reserve, 2p I. alt. Büdingen. Eheschließu-ngen: Oktober 15. Alfred Rudolf Jakob Schädel, sttid. med., mit Elise Gref, beide in Büdingen. Geborene: Oktober 12. Dem Handarbester Heinrich Hachenberg ein Sohn, Ludwig. — 15. Dem Landwirt Cbvistian Wieder- sum ein Sohn, Erich. —■ 17. Dem Kaufmann David Kulp ein Sohn, Manfred. — 18. Dem Bahnarbeiter Andreas Schalles ein Sohn, Wilhelm. Sterbefälle: Oktober 27. Sufamia Wiedersum, geb. Elbrecht, 67 Jahre alt. Frledberg. Geborene: Oktober 25. Dem Eisenhahmrrbeiter Karl Schneider ein Sohn, Heinrich. Sterbefälle: Ottober 22. Wilhelm Gtllmamt, 1 Jahr alt. — 27. Maria Denn, 7 Monate alt. Hungen. Geborene: Oktober 25. Dem Schlosser Karl Ludwig Schäfer ein Sohn, Karl Hermann. Sterbefälle: Oktober 29. Ernst Pletsch. f Langsdorf. 7 Sterbefälle: Oktober. Philipp Roth .V., Auszügler, 88 Jahre alt. Lich. Geborene: Dem Dachdecker Christian Baker II. eine Tochter, Erna Philippine Charlotte. — Dem Maurer Heinrich Wilhelm Strack ein Sohn, Heinrich. — Dem Feldarbeiter Aases Hibaniat eine Tochter, Eugenie. Sterbefälle: Dr. med. bet. Franz Krender, Tievarzj i.R., 84 Jahre alt. Airchliche Nachrrchten« Sarisison-Gemeinde. Dienstag, den 3. November, abends 7 Uhr: Feier des heiligen Abendmahls für die ins Feld rückenden Ersatz-Mann» schaslen und chre Angehörigen. Plärrer Schwabe. wölyentl. lleberficht der Todesfälle k. d. Stadt Sietzen. 43. Woche. Born 18. bis 34. Oktober 1914. Einwohnerzahl: angenommen zu 32 900 sinkt. 1000 Wann Mllitär). Sterblichkeltsziffer: 28,46*/«, nach Älbzug von 3 OrtssceiNÜeu: 17,38 Kinder Es starben an: Zufammen: Erwachsene: t>n vom 1. Lebensjahr: 2.—15. Jahr: —* KrebS 1 1 — mm Leberkrankheit 1 1 — — Gefallen im Feld » 5 — — Altersschwäche 1 1 — — Summa: 14 (8) 14 (8) A tt nt.: Die in Klammern gesetzten Ziffern gehen an, wie viel der Todesfälle in der betressetchen Kllankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen. Meteorologische Beobachtungen der Station Sletzeo. Nov. 1914 fa I 1 ! Sl W i* -25 5 = » S 3 S & sl ■3-a S 2 ® C « l§ if - 'S) UM jli 1 2« 737.7 8,8 7.6 92 NE a 10 1. 9" 739,7 33 7,8 03 NE 2 10 2. 7“ 741,3 6,4 6,2 93 NNE 2 0 Nebel Höchste Temperatur am 31. Ott. bis 1. Nov. 1911 -- 4- 9# • c. Niedrigste , • 31. . , 1. . 1911 -- + 7 ©• Niederschlag: 0,0 mm. Verantwortlich für „Feuilleton", „Gerichtssaal" % „Vermischtes", _I. B.: August Goetz. vergessen Sie nicht, Ihren Liebesgaben für unsere braven Truppen im Zelde \ Schachtel Fays ächte Sobener Mineralpastillen beizusügen. §ie bengen dadurch manchen schweren Erkrankungen der Luft- und Atemwege vor und unterdrücken bereits entstandenen husten, heisetteit und Verschleimung im Aeime. vie Schachtel kostet 85 psg. und ist > überall zu haben. Bekanntmachung. Auf Grund dcs § 1 des Gesetzes, bctr. Höchstpreise, vom 4. August 1914 Und § I der Bekanntmachung des Großh. Ministeriums des Innern, betreffend die Ausführung dieses Gesetze?, vom 7. August 1914 werden unter Aushebung der früheren Festsetzungen die Höchstpreise für Speisckartoffeln einschl. freier Lieferung in den Aufbewahrungsraum des in der Stadt Gießen wohnenden Käufers mit sofortiger Wirksamkeit fiir die Stadt Giessen wie folgt festgesetzt: 1. für beste ausgelcsene Speisekartoffcln der Doppelzentner Mk. 6.5V 2. für geringere Ware der Doppelzentner......„ 5.50 3. für beste Speisekartoffeln im Kleinverkauf das Kilogramm „ 0.07 Tiefe Festsetzungen haben nur die Bedeutung einer ©bergrenze für die Preise. Es ist selbstverständlich, daß geringere Preise insbesondere dann gefordert werden, wenn die Beschaffenheit der Ware oder sonstige Verhältnisse cs angemessen erscheinen lassen. Die Verkäufer, unter denen alle Personen zu verstehen sind, welche mit Kartoffeln, sei cs im Marktvcrkehr, in Läden oder sonstwie handeln, haben die vorstehend festgesetzten Preise mit Angabe der Menge, auf die sich die Preise beziehen, durch einen sichtbare» Anschlag an den BerkaufS- ftellen zur Kenntnis zu bringen. Sie haben diesen Anschlag mit dem polizeilichen Stempel versehen zu lassen und täglich während der Verkaufszeit aus'uhängen. Der Verkäufer hat ferner eine Wage mit geeichten Gewichten bei der Verkaufsstelle aufzustellen und ihre Benutzung zum Nach- iviegcn der gekauften Waren zu gestatten. Auf die hierunter abgcdruckten §§ 2 und 4 des Gesetzes, bctr. Höchstpreise, vom 4. August 1914, wird besonders hingewiesen. Außerdem kann zur Verhinderung von Zuwiderhandlungen gegen die Vorschriften des genannten tz 4 die Schließung der Verkaufsstellen der- zeitigen Verkäufer erfolgen, welche die Jnnehaltung der Höchstpreise verweigern. Gießen, den 29. Oktober 1914. Der Oberbürgermeister. Keller. no69B § 2. Weigert sich trotz Aufforderung der zuständigen Behörde ein Besitzer der im § 1 genannten Gegenstände, sie zu den festgesetzten Höchstpreisen zu verkaufen, so kann die zuständige Behörde sie übernehmen und auf Rechnung und Kosten des Besitzers zu den festgesetzten Höchstpreisen verkaufen, soweit sie nicht für dessen eignen Bedarf nötig sind. tz 4. Wer die nach § 1 festgesetzten Höchstpreise überschreitet oder den nach 8 3 erlassenen Ausführungsbestimmungen zuwidcrhandclt oder Vorräte an derartigen Gegenständen verheimlicht oder der Aufforderung der zuständigen Behörde nach 8 2 nicht nachkommt, wird mit Geldstrafe bis zu dreitausend Mark oder im Unvermögenssall mit Gefängnis bis zu sechs Monaten bestraft. LLbig Lfekling 50 ^Jahren ^ »ärZtßcb--verordnet «seit steh! Chemisett o. technisch an der Spitze aller Malz-Präparaie Ein vorzugl NäKr* präparatT . Kinder nd Kranke. 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Die Stelle eines Finanzaspiranten an dem R chnungsbureau der Veterinäranstaltcn der Landes- Universität ist sofort zu besetzen. Bewerber wollen ihre Gesuche alsbald bei der Unterzeichneten Behörde einreichen. Gießen, am 31. Oktober 1914. Verwaltungsausschuß der Großh. Landesuniversität. _ E cf. _ 11127D Der Stickunterricht.mÜMicke 2 Ö* Bränning, Kaiser-Allee 4 1 . $ Naturreiner Ein reelles und gediegenes Stärkungsmittel für Kranke und Gesunde. [11068a Reformhaus Kreuzplatz 5 . ^TORPEDO“ eisern« Lazarett-Einricöufigen H. Frankfurt a.M. Rödelheim w« nicht mtfiun. geseiht. n mm ——«bme -t— Dr. phil. Fritz Sandmann Marie Sandmann geb. Schudt Vermählte 1 07656 Frankfurt a. M. (Souchaystr. 13), 31. Oktober 1914 Konkursverfahren. Das Konkursverfahren Über das Vermögen des Konrad Köhler in Gießen wird nach erfolgter Abhaltung des Schlußtermins hierdurch aufgehoben. U135B Gießen, den 28. Oktober 1914. Großherzogliches Amtsgericht. Bekanntmachung. Die Konrav Schneider Ehefrau, Josephinc geb. Pfeiffer, zu Gießen, ist heute wegen Trunksucht entmündigt worden. U136B Gießen, den 26. Oktober 1914. Großherzogliches Amtsgericht. 32 Sißiifler Liimsbrot iit nicht aus Mehl, Kleie oder Schrot bern-cftcUt, sondern aus dem ganzen, unverletzten Getreidckorn. Es enthalt daher alle Nährstoffe dcs Getreides in iiufaeidjloijciter Samt, die bei gewöhnlichen Mehlbroten dnrdi de» Mahlprozeg atisgcschicdcn sind. Acrzi- lirt) verordnet! DaL Beste sür Nlesunde und Kranke! Stets edN zu haben bei: Georg Wallenfels, CarlScltwaafo und Bbcrh. Metzger Kachf. _ 10S53hv Von beute ab geben wir Kartoffeln pro Zentner zu Mk. 3.25 11142 ab unserem Lager Margareihenhütte. Tamuel Nosenbaum & Töhrrc Bureau Wesl Slnlage 46, Telephon 179. Das Beste für die Hautpflege ist: „Heil" 25 Pfg. pro Stück. 3 Stuck 65 Pfg. bl Lanoljn-Seiie Nachahmungen weisem.zurück. Vereinigte Chemische Werke Aktiengesellschaft, Charlottenbarg, Salzufer 16. 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Jllsil Z. Z C p j 3 c CI 3 g ^ y 3 - tEW““ e ■ s 2 £f o-r; - 3 — 2 >?’S » a 3 :.p w o c w 2 p pTi£P.SE^ .«^>0 3 qE ^ ’S p W£s e t4e s 5 » O 3 * 3 - 5 l’Ö'SSo; SJoo^’S iß, -C a 3 .© Ä 3.3 ■c£5£ SSQ 10 3 . ü i.-E'g: a 5 a 3 £s»=^- »3. 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