Kr. 256 Zweiter Erscheint tözlich mit Ausnahme des Eonntags. Die „Oktzenrr La«ilienbli>tter" werden dem .Anzeiger- viermal wöchentlich beigelezt, das „Arefttlatt fiir den Kreis Siehe," zweimal wöchentlich. Die .^«twirllchafllichei, Leit- ieagen" erscheinen monatlich zweimal. Blatt Jahrgang General-Rnzeiger für Oderhefsen 5amzLag, ö \. Oktober Rotationsdruck und Verlag der Brühl'Ichen Universität» - Buch- und Sleindruckerei. R. Lange, Gieße». Cchriltleituug.Geschäitrslelle ».Druckerei: Schnl- strajje7.cheichäiisfiellcu.Verla,i:^»^'>l,Schrilt- leitung: e-^»lir. Üldrcsic iiir Trahtnachrichtcu: Anzeiger Liege». Der neue Burenfrtcg. Wird nn neuen Surenfricge Borha siegen und init iljm der brirische Imperialismus oder werden die Generale de We: und Beyers mir ihrer Auflehnung durchdringen? Die Frage ist fü* unseren dculsäfen scineg von größtor Wichtigkeit, s)i>ich den englischen Meldungen kann inan ja nie gehen, Bie sind genau so plump erlogen oder vrakel hast verschleiert wie seinerzeit vor vierzehn Jahren, Ter angebliche erste Sieg Bvllfaö über die Leute BeyerS bei Sfuftenhrrg ist genau so gelogen, wie die ganze Darstellung, daß es sich um einen burischän Bürgerkrreg handele Nein, auch in diesem zweiten Burenkrieg kämpft nicht der Bur gegen den Bur, sondern der Bur gegen den Engländer, Wen» einmal die Kanten aufgedeckt sind, wird man ersahreu, daß nicht ein Bur such meldece, um für England zu kämpfen. Die Buren haben nichts vergessen, nickst die Farineneinasckn> tauigen des JaKreS 1900, nickst die Berschlepvung von Frauen und Kindern, denen in den Konzentrationslagern Massengräber bereitet wurden, nicht die Rebellenhiurich- taingen und andere Maßregeln brutalster Art, zu deren Verteidigung Chamberlain damals nichts anderes zu sagen wußte, als daß es die Deutschen 1870/71 noch schlimmer getrieben hätten. Aller wiederlwlt sich auch die englischen Lügenfeldzüge. Weiß man in Deutschland immer noch nicht, so schtreibt uns lerne Persönlicksteit, die über die Entwicklung der Tinge in Eiidairika vorzüglich Bescheid lveiß, wie der alte Veteran General Delareh, der große Protestler gegen Botha, zu Anfang diese-? Weltkriege-? ums Leben kam? Tie englische Presse log, Dclarey sei o»if einer Autofahrt nach seinem Landgut durch ein zufälliges Mißgeschick erschossen worden, In Wahrheit hatte Trotha Befehl gegeben, ihn lebend oder tot zu fangen. JA Walwheir sind bei dem Borsall außer General Delarey noch fünf Menschen erschossen worden. Es war kein zufällige? Mißgeschick, AuS Telareys Blut erstehen jetzt als Rächer Christian de Wet und Beyer? und Noch mancher andere. Wird Botha ihrer Herr werden? Sein Maß ist voll. Nur drei Jahve hat D-olha gebraucht, um in den Buren- ftaaten den Haß und Zündstoff hervorMruscn, der dort jetzt in Wien Flammen auflodert. Nachdem er in England übersck>»englich empfange» und gefeiert worden war, kam von seinen Lippen ein solcher Strom von Berspreckpuigen miü Ver h eißu n gen, daß die gutmütigen Buren sich sckzon mit der Auffasstmg absinden «»Uten, welch ein prächtiger" Verl doch dieser Botha sei, der nach seinen eigenere Acußc- tamgen durch geschickte Politik erlangen wolle, was aus dem Felde verloren worden war. Das erste scharfe Signal gegen Boll>a ertönte, als der bedeutendste Landwirtschaft?-- kenner Südafrikas, Dr, William Dir, Donald, den Regierungsdienst verließ und in einer öffentlicher' Versammlung erklärte, die Regierung betrüge das Land und wünsche Leinen Fortschritt. Ueberseeiickze Einwanderer wurden mit Mißgnrst und Derdackst dei-andeft und möglichst fern gehalten. Beigeblich forderten die Fveundc des Landes Botha auf, die Politik AustraliewS imchzuahmen und Einwanderer fldbliri, pi unterstützen, um frisches Blut in das Land zu bringe», Nickt? geschah. lind wie in der Agrarpolitik wurde in nrtmfhidTer Hinsicht die heimliche Pirole vollständiger Untätigkeit au-Sgegeben, Tie Regienmg war nur bedackil auf ihre fetten oiejjältrr und aus Erweiterung ihrer persönlichen Macht, Dann kam der S-reft der EKtverk- schaftler, und Botha griff zu seinem Lieblingsmittel, dem Belstaerungszustaud, Eine Pressezensur wurde eingesührl, wie sie von ilhusseu nicht despotischer gehandbabt werden könnte, Ueberseeischc Telegramme oder Telegramme, für das Ausland bestimmt, wurden unterdrückt. Sogar Gespräche am Telephon wurden in den Zentralstationen überwacht, und in W Straße mußte »um höchst vorsichtig sein, um nicht von einem Gelnimagenten der Regierung in einem angeblich icerräterischcn Gespräche belauscht nnd sofort, ohne viel Federlesens, verhaftet zu iverden. Indem Botha die parlamenlarisckzen Methoden aufgab und mit Kriegsreckh regieren wollte, bekannte er sich zu dem den Bnren ganz unverständückten Glauben an Gewalt und Tyrannei. Ter Truck erzeugte Gegendruck, Tie Tyrannei gab, anderen Gewalttaten den Anschein der Berechtigung. Bothci lzat durch dieses System nicht nur sich, sondern auch England in Südafrika unmöglich gemacht. Wer ihm jetzt im Kampfe folgt, sind nur die Engländer. Tic Mincnarbeiter und die Eisenbahnmänner werden ihm nicht einen Manu leihciu Keiner hat das rohe Auftreten der Botharegierung im Januar dieses Jakrc-.- vergessen. Tie Gefangennahme von Tausenden dieser Männer, die ro!sen Mißhandlungen nnd die allem Recht mid Gesetz hohnspr-chcnde Deportation der Arbeiterführer nach England, vieles, viele-? steht auf dem Sündenregister Bolhas. Lluch das wirtschaftliche Elend kommt aus sein Haupt. Infolge des Krieges liegen alle Tianiantminen still. Tic Goloprodnklion ist erschreckend vermindert. Biele Tausende von Arbeitern, weiße wie schwarze, sind arbeitslos. Sic lassen sich nickt von der Regierung anwcrben. Sie gehen ins Lager der Bolksgeneralc. Nnd ein Sturm braust k-eran, der Botha hinivegfegen wird. Kapstadt, 30. Oft. (WTB. Nichtamtlich.) Reuter Meldung, OKneral Hertzog hat Bloemfontain verlassen in der Hoffnung, die Führer der Rebellen zu treffen, um ihnen zu raten, heimzukehrcn. Es gelang ihm vorläuftg weder de Wet noch das Mitglich» des Ptawiu^-Parla- mcnte-? C o n r o y, der ein Nebellcnkommando anführl, zu treffen. Bisher ist es in bür Olrcrnjekolonie zu keinem Blutvergießen gekommen. (So spricht das istcuterbnrean, Lb es die Wahrheft sagt, ist eine andere Frage, T, Red.) Kanadier nach Südafrika? Kopenhagen, 30,Okt, Den Londoner „Time-?" wird aus Toronto gemeldet: 10000 Kavalleristen aus dem tvesllichen Kanada sollen wahrscheinlich nach Südafrika gesandt werden, um an der Unterdrückung des Aufstandes l eilzunehmen. Christian Temet. der Mann und feine Tate». Der jetzt im 60, LebenSiahr siebende Christian Deivet, der alte Vorkämpfer de? BirrcnvolkeS in Südafrika, hat von neuen: den Knegtzpiad gegen den Erbfeind, die Engländer, betreten. Christian Dewct ist ein Bure von echtem Schvot und Kdrn. Bon bau? cm? schlicht und derb, liegt ihm, wie er in seinen Kämpfen ja zur Genüge bewiesen hat, die Tat besser als da? Wort, Zäh und hattß minie hält er an den von seinen Vorfahren überkommenen llrber- liesericngen fest, Hai er sich aber erst einmal vom (Gegenteil überzeugen lassen, dann wird er der inutige Vorkämpfer des »euaj Gedanken?, zumal, wenn er seinem Volke damit nützt. So war er, wie viele seiner Volksgenossen, von einem tiefen Misstrauen gegen das Lernen und die Bildung beseelt und verachtete den gebildeten Ausländer, Doch wie er bei Besichtigung einer Schule einmal sclbü eingestand, ist er jetzt anderer Meinung geworden. „Ich habe gesehen, ivas Menschen in einem Krieg wert sind. Wist» ihr, wer treu und surchtlo? geblieben ist, als es heiß wurde? Das waren die Leute, die etwas gelernt hatten. Bur die. Bon l 00 Kämpfern waren am Ende 80 gebildete Tah-r freue ich mich, daß die Bildung auch jetzt bei uns so gi'te Fortschritte macht." Mft derselben Anirrchtigkeit bot Dewet zu Beginn de? Burenkriege? seinem Volke vorgehallen, daß der Ungehorsam uird Diszjplintosigkeit in rluen lweiben ein viel größerer Feind sei als die (tzeschiitze der Engländer. Und er trat in seinem Korp? diesen Män, 7 eln mit äußerster Strenge entgegen. Dadurch dat er sich zwar viele Feinde cm Lande gemacht und er ist alles andere als beliebt. ?lber man achtel chn hoch und sckzenkr ihm ein fast blindes Vertrauen. Cl-ristian Dewet? Kiame bekam aiuü in Deutschland einen guten Klang, ab? inan seinen kutmen Streich erfuhr, durch den er - tritt. Die Buren »sinnen einem liöslich die Gewehre ab und forderten auf, zur Seite zu treten, und es blieb nichts übrig. eS u tun." Daraus zerstörte Dewcd die Wasserwerke von Bloemsontcin nnd zog nach seinem GebuttS- ort DewetSdors, >vo jüns Kompagnien Engländer lagen. Sie wurdeat von lim, überrascht »nd gefangen genommen. Die OVcneriile Brabant, Rundle und Hart machten jetzt mit drei Divisionen Jagd aus i!m und am ,30. April de? folgende» Jahres begann Lord Rodert? selbst den Llvrinarich »ach Norden. Doci, Deic-et war un- saßdar wie der sliegende Holländer. Ä:» 31. Mai zwang er in Lindlen das 13. Bataillon nach kurzem (sKsecht zur Wassensttrekling. Bier Tage spater erschien er an der sorgiältig beivaälten Bahnlinie, nabm bei Roadeval einen TranSporlzug samt der Begleil- mannschatt »ich zersiörtc den Bayndaiunl, Am 7. Jnni überfiel er bei Sand River ein Milizregement icnd erbeutete in eima» Inge eine Kriegskasse mit 10 Millionen ?.'>ark i» Gold: und da? alle?, ivährend die Engländer nach ihren Berichten nahezu ie»eu ziveiten Tag Dewet? AbteUung „vollständig besiegten" oder „ver- ivrenglcn". Sie logen also schon damal?, wie sie lioute lügen. Am l3. August glaubte man cb» sicher zu halten. Kitchenrr, Mr- ihiic-ii. Sniith-Dorricii mit ihren Inianleriebrigaden und zwei Kavallcrieabteiluiigen I-alten die Höhen von Beniersdorp besetzt und trasen alle Borbereituiigen, um einen Tnräibnlch Dewets zu vereiteln. Während der ganzen Aaclit erlünte m>? deni Burenlager d>i? Knarre» der Wagen und da? Knallen der Beitsäxn, Doch al? der Morgen «»brach, Iva? Dewet mit seinen getteuem! Tausend wiederum entichlüpsl. Einicge verwundere uich krMikc Buren waren während der ganzen Nacht mit mehreren Wagen! im Lager unihergesahrc» und hatten einen Höllenlärm gcncacht, um den Engländern die Anwesenheit Delveis vorzutäusäuri. Außer ihnen fand Krtchener eine gesprengte englisäsr Kanone imd sechzig zurückgclassene Gefangene. Dai'ür nalgni Dnvet drei Monate später da? englisäik Lager bei Tlorc-jonlecu und machte »nie ltzesmuiene. Erst der Friedensschluß vom Mai 1902 zwang ihn, die Waffen ruhen zu lasse», die er jetzt von neueni gegen die Engländer erhoben hat. Briese aus der §ront. Wir beginne» heute mft dem Abdruck einer Reihe intev- essantcr Auszüge aus Felopostbriefe» eines in Gießen geborene» uud einem Mefener Korps angehärigen Teilnehmers am Feldzug in Frankreich. Tie Briefe sind air seine hier lebende Bäurtcr gerickstet, und da der Scklirriber, der seft dem 18. August andauernd im Feuer steht, regelmäßig über seme Erlebnisse berichtel hat, so gewinnt der Leser ein höchst andchauttches und eindrucksvolles Bild von den weltgeschichtlichen Schlachlenvorgängen an der Aisne, Dort liegt ttämlüh seit einigen Wochen der junge Artillcrieossizier als Führer von vier Geschützen, eingegraben in guter Deckung, tapfer allen Fährnissen trotzend. Da dieses Wirken hinter den Sckiützengräben der Infanterie augenblicklich im Vordergrund des Interesses steht, wollen wir heute zunächst nritf dem Abdruck eines der letzten Brieke beginnen. Wir ftnd überzeugt, daß die Leser dann auch mit Spannung den in den folgenden Nummern unseres Blattes zur Beröffent- lichung kommenden Erlebnissen folgen iverden, die den Verfasser der Br,esc, Inhaber des eisernen Kreuzes, seit Wen Mobilmachung in Feindes Land begleitet haben. ... a. d. AiSnc, 30. Sept. 14. Viel viel habe ich erlebt seft meinen letzten Zeile» an Dich! — Zuvor wieder die übliche Meldung, daß es mir gesurrdheitlich In geht. Die öfter genannten Schmerzen und andere Äeschiverden sind vollständig verschwunden. Sodann herzlccheir Tank für die lieben Zeilen Momeittan erhalle ich säst täglich Post, doch nie in richtiger Reiheniolge. So erhielt ich gestern Deinen Brief von' 17. September zusammen lieft einem vom 28. August. Nun nähere? von mir: Naä>dein wir bi? vorigen Samstag, den 26., in unseren alten Stellungen ivaren, entschloß sich unser Oberst nac!> Besprechung mit dem General, ScrmSlag nnriMittag einige Geschütze weiter oorzngeben, unsere ü. h. die ... Batterie, wurde miscrsehen. Am Nachnultag des 26. gingen der Oberst und wir 3 Offiziere der Batterft vor, um die Stellungen auszusuchen. Alles kroch auf dem Bauch herum. Der Erfolg waren 2 neu» Stellwigen. Eine für Lt. D. mit 2Gescl»ützeu, die andere für fit. H. mib mich mit 4 Geschützen. Die erste feindliche Jnsanterie lag 1300 Meter vor uns. die erste feindliche Artillerie 2000 Meter. In der Dunkelheit mußten wir in die Stellmig einsahren, und die ganze Nacht wurde gegraben, um uns flute Deckungen zu schäften. Sclwn ain Samstag war der eine meiner beiden Mrt- oftiziere an Typhus erkrankt und pni selben Abend wurde auch noch der andere, Lt. H. (dessen Vater früher einmal >m Gießener Regiment stand,, krank und mußle n nächsleit Tag zurück! Sv stand twnn ich, der ich noch nie richtig gesclzossen, seit kurzen Zeit erst Osstzier war. und weniger Frontdienst als jeder Eftv- ,ihrige hatte, plötzlich allein da! Ich hatte zu silzießen, für meine Leute zu sorgen, dazu noch für die ganze Bespannung usw. und TkKnst, rvincnschast und Leben. — Wo sind die Schätze de? Louvre? Mit emem Aui- locmd von säst zwei Spalten ergeht sich der Pariser .Korretponoent der „Times" in geheimnisvollen Andeuyingen über das Sm-.c-al der Kunsplicatze de? Louvre, über das Mitteilungen.zu verö'-'ent- lcchen die französische Z-nftir den sranzösi-Hen Zeitungen aus da? strengste verboten bat. Ctwa? Genaues wectz freilich mich der englische Bericluerstcurer nicht: aber so viel zebc doch au? seinen An- deumnqen bervor. daß bas franzö-tschie llnierrichtSmiilisterftun und die L.ncer der öiieittlichen Museen zum Schutze der Hcacvt- N-erke der Mukeen de Louvre, von Clunv. Cbautftln. Ber -,,l? und den anderen Vvrsich:-: maßregeln in einem ganz rrstauiil ä-m Umfange getronen har. Cs ist ein offenes Geheimnis, dar nvhr scheinliih bald Frankreich kein», daß 7 00 bee berüdntteiten Gemälde des Louvre früb.-nng im Sememder P^a r i S v c r l a i i e n baden und nach „einem Oet von großeeer Sicherheit" geßtaift worden sind Wo *idi geienwärtig die Benutz von Mil», die Mvna Lisa und andere Meisterwerke von internarionalem Ruhm wirklich befinden, darüber ist nichts bekannt: man nimmt nur on, daß fle irgendivo unter iorg-a riger Bcu>achunq ,.im Süden" c-..>beioa!»rr loerden. „Die Brnus har sich, wie es beißt, von den Bersr-.eßluh- keften. die sie Nübrcnd ihres kurzen Aufenthaltes in den Hiwev- gebäuden der Präftktur Ixu etteiden müft'en. wieder vollständig erholt." „Bor einigen Tagen." io erzählt der englische Bcrichr- erstatter, dem es augenscheinlich iehr lchtver fällt, den Mund zu halten, weiter, „fpracl, ich über dieie Dinge mit einer Per'önlich- keit, die zum Dirckwrium der Nattonalmuseen gehört. Er gab zu, daß e? sich um eine Angelegenheit bandele. Ml der die ganze Welt ein natürliclieS und starker Interesse nähme. Indessen, dir Bor- schriften de? Minister wären eindenttg und nicbt zu umgeben: eS dürfte also nichts darüber geiagl werden. So ließen wir da? verbotene Themn fallen und kamen -u anmmigen Eriirueritn.ien an den früheren Antzfliig der Bilder des Louvre, der im Jabre 1870 im Boot nack, Brest statNand, und zu philoioolnichen Betrachtungen vorüber, daß das Leben kurz, die Kunst aber lang wäre. .Mona Lisa, bemerkte er dabei, hätte guten Grund, in ihrem freundlichen Sommerausrntball im Süden zu lächeln... Während meiner Wanderungen mit der Suche nach den Direktoren des Louvre hatte ich Gelegenheft, diwch dir kleine Galerie zu kommen, die dicht an der Decke der Salle de la Gaze in der Höhe des Gebäudes läuft: dann verirrte ich mich und kam durch trüb beleuchtete Säle de? Schweigens und geriet schließlich in chatz Untergeschoß. Hierbei bemerkie ich oerscknebene inrercssanir T-inge. die nur die Loyalität gegen die ministerielle Polink mich hindert zu bericksten. Ich kann aber soviel sagen, daß die Borsicli-smastregeln zmn Schutz des Museums und seine? Inhaltes gegen Bomben von Flugmaschiwn sehr sorgfältig erdacht nnd auogeführt. sind, und mich die Borkehruugen zur Bekompiung des Feuer? sind vollständig. Ich begegnete auch zwei Leuten von der Wachniann-'chait. die sich iür die nächtlichen Runden rüsteten, ein Amt. das auch in den schönsten Zeiten etwas Gruselige? haben muß ©iner von diesen Beamten .gab mft eine lebha'te Belchrcibnng von den Tagen des großen Packens. Er erzübtte mir auch eine spa.st'iafte Geich-, ne über eine gctvisie kleine Statue Karl? de? Großen, die. wenn der Zensor es eine? Tage? erlauben schird, in ber Dell der Kämst klassisch werden dürste." — Sbackletons Ausrüstung für seine Solar- fahrt Sir Ernest Shackleton ist nun zu seiner kühnen ftans- ontorkttschen Ervedittoti anigebrochen, die sich die Ausgabe gestellt hat, nicht nur den Südvol zu erreichen, sondern den ontarktt- stben Konttnent nach allen Richtungen bei einer Turchguerung zu eriorichen Die Ausrüstung dieser Polariahrl ist von dem er- sahrenen Forscher mit besonderer Sorgfalt vorgencmmen worden: eine Reil»e von neuen wissenschaftlichen Instrumenten, mft denen Beobachtungen ausgerühtt werdeir sollen, die bisher unmöglich waren, stehen ihm zur Beriügung. Besondere Hoffnungen setzt Sliackleton auf die Schlitten mit Luftorooeilern, die die Hundeschlitten ersetzen sollen. Er selbst hat diese völlig neuen Schlitten gezeichnet, die als Flugmaschine ohne Tragflächen oder Automobile ohne Räder beichrgeben toerden: ein groß» Propeller, der dem einer FluAmaichine ähnlich ist, zieht den Schlitten sott: die erreichte Geschwindigkeft ist ziemlich bedeutend. Tie Schlitten sind in Norwegen autzgevrobt und laufen „wie ein Segelboot, nur über Land und mit eigenem Wind". Eine Anzahl Hunde werben die beiden Erveditionen jedoch zur Aushilfe begleiten. In W)0 seiften au? dünnem Holz sind die Vorräte mft größter Sorgsalt verpackt, und von allem ist das B«le genommen: denn gesteigerter Komfort erhöht, wie Shackltton bttonle, die Leisttingssähiqkeit. Besondere Nottzbücher aus dünnem, hatten! Papier sind für die Auszeichnungen der 'Beodachttingen hergestellt. spür die Zeit des langen Marsches durch die Eistoüste ist folgendes Tagesprogramm, da? 19 Stunden umfaßt, für dft sechs Männer, die darcut teilnehmeir, ausgestellt: 7—8 Uhr: Vorbereitungen zum Aufbruch „ild Früh- scück, das au? 3 Unzen Fett für den Mann, 2 Unzen Zucker, I Unze gttrvckntter Milch, Weizen. Protein und .Haler besteht. 8—12 Uhr: Marsch. 12—1 Uhr: Ruhepause und Frühstück, bestehend aus Nusnahrung, getrockntter Milch „nd Ha-er. I— 5 Uhr: Marsch. 5—7 Uhr: Lager ausschlagen, Ruheiz imd 'Ah-udmahlzeit. die au? dett'elben Nahrung besteht wie beim ersten Frühstück. 7 Uhr abend? bi? 2 Uhr morgens: Schlaf. Damit wird dieser Tageslauf enden und ein neuer Tag von 19 Stunden beginnen Da die ganzen 5 Monate des Marsches über Tageslicht herrscht so braucht man ans den Gang der Uhr und den gewöhnlichen Tag von 24 Stunden keine Rücksicht zu nehmen. * Ein« vlä misch« Ze r tknng in England tztachtr^g- lich begiimt Engla»ft> für die Belgier zu sorgen. Es sind gegenwärtig ct)t>a 60—70 000 belgisch- Flüchtlinge auf engluchem Boden, die nur vläneisch sprechen und lesen können, und um diesen ihre tzkachrichten Kugänglich zu machen, haben eine Anzahl Engländer eine kleine vlSnftsche Zeitung begründet. „De stem ml Belgie" heißt das Unternehmen, das zunächst wöchentlich erscheint, bald aber ^veirnal wöchentlich autzgeg-bcu werden soll. Jft den Londoner Blättern wendet sich der Herausgeber an da? englisch« Publikum mit der Bitte, das Unternehinen zu untentützen und für die gewiß nicht unerhcchdchen Kv,ren der lleinen Zeitung Geldbeiträge KU schicken. außerdem ,mch noch für di- zu?«teilte Infanterie An Unker- vsfizieren standen mir nur junge Kräfte zur Beifügung. Mein Regiment liegt weit zurück nrrd schießt über mich weg, nur ein Telephon verbindet mich mit ihm! — Lebensrnittel und Munitionsersatz müssen NachtS herangebracht norden, da der Feind alle Anmarschstraßen unter Feuer hält. Am Sonntag morgen, den 27. September, ging der Tanz schon los.. Französische Schützengräben wurden hcstigst beschossen — es war eine Freude, durchs Fernrohr zu sehen, ivic die Burschen „liefen". — Jede Nacht gab eS ein fürchterliches Jnsanteriegcschieße, die Kugeln sausten uns ohne Aushören um die Ohren, und wildes Getöse herrschte im Tale vor uns. Da wurde mir denn doch manchmal etwas sonderbar zu Mute bei der Verantwortung urch dem Gedanken: 'Kannst du unter Umständen deine 8 Fahrzeuge (4 Geschütze und 4 Munilionswagens wieder heil zurückbringen. An solch einem Abend brachte mir, aus dem Bauche herankriechend, ein Kanonier einen Brief von Dir, den ich beim Sckzein einer Blendlaterne und unter devi Surren der Jirsanteriegeschosse in meiner Beobachtimgsstelle in der Erde sitzend las! — Am Montag, den 28. Sept. wurde der Kamps noch wilder! Am Morgen schon batte ich den Franzosen ein von ihnen besetztes Dorf in Brand geschissen, da kanren plötzlich die seind-- lichn Granaten, und mm hieß cs sich decken! Schlag aus Schlag sausten sie in unsere Batterie. Keiner von uns hätte nur 10 Psg. sür sein Leben gegeben, und es ist uns allen wie ein Wunder, trotz des heftigsten Feuers, trotz Volltreffer und Schüssen in nächster Nahe, hatte die Batterie keine .Verluste. Unsere.Deckungen sich:» allerdings böse aus und ich mußte einige Geschützstände verlegen. Hinten beim Regiment scheint man noch besorgter um uns gewesen zu sein, als wir selbst. Da der Telephondraht durchschossen war, war auch lange Zeit keine Verbindung init uns zu bekommen und als sie dann glücklich wieder hergcstellt war, hagelte es nur so mit Anfragen, der General, der Oberst, der Ab- leUungslominandcur, meine früher« Batterie, alle wollten Näheres wissen, und in ruhigen Stmrden kamen alle Herren einmal vorsichtig angckrochen, rmd erkundigten sich, wie es steht. — Seitdem täglich dasselbe Mid! Vor mir von mir in Brand geschossene Häuser und ansreißende Franzosen, man muß an seinen, Fernrohr manchmal herzlich lachen. Am Dienstag Morgen nahmen nach vorheriger Verabredung einr andere weiter zurückliegende Batterie und ich die feindliche Artillerie derartig unter Feuer, daß seitdem dort Grabesstille herrscht! Hie und da steige ich in den Abendstunden in das vor mir liegende Dorf herab, wo mich der Kommandeur der Infanterie-Brigade aufs herzlichste empfängt und mit köstlichem Wein bewirtet. Allerdings findet eine derartige Sitzung immer im Keller statt, in den Obergeschossen ist es unsicher, da dorr manchmal feindliche Granaten aufschlagen. — Tu glaubst aar nicht, wie selbstärrdigcs „.Handrlnkönnen" die eigne Leistungsfähigkeit zu heben vermag! Ins Wasser.geworfen, habe ich rasch schwimmen gelernt imd fühle mich jetzt nreiner Ausgabe in jeder Beziehung gewachsen. — Doch jetzt zum .Schlnß, die letzten Zeilen sind schon in der Nacht, beim Kerzenschcin in meiner Beobachtungshöhle geschrieben! Draußen wartet die Ordonanz, unr nächtlicherweile die Post herimterzubringen, und außerdem nxrrtet mein Bursche, um mich in meine Schlafdecke einzuwickcln. ,— 4. Oktober. Meine gestrige Karte mit der „frohen Botschaft" wird ein- getrossen sein! Hierdurch iwcknnals die Bestätigung, daß mir gestern, am 3. Oktober, nnstr Oberst das „Eiserne Kreuz", welches ich mir genau vor einem Monat— sogar ans denselben Tag „er- diente", überreichte. —- Ich freue mich der Auszeichnung, trage sie mit Stolz und bin momentan der einzige in der Batterie, der sic besitzt. 5. Oft. Hoffentlich sind meine seitherigen Mitteilungen regelmäßig bei Dir eingetroffen, aus jeden Fall schreibe ich Dir täglich, wenn auch zwischendurch — je nachdem es die Zeit erlaubt — nur eine Karte. In meiner Kampfesstellnng hat sich seit meinem Brief vom 30. nichts geändert. Ich stehe noch Innrer mit meinen Geschützen auf der alten Höhe, und batte inzwischen wieder Gelegenheit, bei einem feindlichen Angriffe so wirksam einzugreisen, daß in 20 Minuten alles vorbei war, nick» die feindliche Infanterie stellenweise wie niedergemäht ivar. —Wenn ich in ruhigen Lkbendstunden mich hinunter zur Infanterie wage, so werde ich mit mrinen Leuten geradezu rührend ausgenonimen. Jeder will mir etwas Gutes tun! „Ohne die Artillerie wären wir schon längst nicht mehr," heißt es dort. Mitten im Dorfe ist ein Wegweiser angebracht „Nach — daim folgt mein Name, mit dem Zusatz „Höhe" — 25 Minuten." Es vergeht eben kein Tag, an ivelchem ich ans meiner Höhe nicht Besuch erhalte. Infanterie, Fnßartillerie, Fckdartillerie, alles kommt. Ebenso täglich der Oberst! Heute war auch der Oberst des links hinter mir stehenden Feldartilleriereguneirts Nr... mit seinem Millionten bei mir, um sich alles zeigen zu lassen. — 7. Okt. Noch immer in derselben Stellung, und wenig Neues! Seit gestern beschießt uns der Feind wieder heftiger, so daß ich wieder zwei Verwundete habe. Di« Batterien hinter mir Ijetfcn mir, so gut sie können. — In Beantwortung Deiner verschiedenen Fragen Folgendes: Nachtruhe gibt es jetzt mehr wie genug, neun Stunden, denn mit Dunkelwerden stellen beide Seiten iftr Feuer ein, um sich nickst zu verraten. Ich habe seit fünf Wochen art- dauernd nur im Freien geschlafen. Jetzt in unserer Erdhöhle. Der Boden ist dick mit Stroh ausgelegt, dann habe ich Schlaff ack und Pferdedecke um mich. Aus den Kleidern kommt man natürlich nicht, nur die Stiefel zieht mau aus. Immerhin versucht man, sich möglichst oft zu waschen. Unterwäsche wird auch nach Möglichkeit gewechselt, irgendwoher bekommt man immer etwas Neues, und außerdem wäscht mein Bursche. Mein Koffer kommt nur äußerst selten heran, wenn ich etwas dringend benötige, reitet mein Bursche zurück — 12 Klm. — Daß ich verwildert aussehe, bestreite ich energisch, man wird rasiert und läßt sich sogar auch die Haare zeitweise schneiden. — 8. Oft. Soeben erhielt ich Deine famose wasserdichte Weste, sic erweckte die Begeisterung des Llbteilungs- kommandeurs und unseres Verpflegungsoffiziers, die «3 sich beide nicht nehmen ließen, mir das Korsett anzulegen, d. h. nachdem wir nach einstündigem Studium herausgeffmden batten. was vorn und was hinten war! (Die Weste war in zwei Teile zum Zusmnmen- schnüren gearbeitet worden, um sie in zwei Briefpaketen schicken zu können. 1 Für wie dick hältst Du mich eigentlich? Der Schneider näht heute im feindlichen Feuer in seiner Deckung meterlang« Falten in die Weste! A...., 11. Oft. Heute erhältst Tu einmal einen Brief mit Tinte geschrieben, und ans einem anderen Ort. — Doch dazu bedarf eS ausführlicher Schilderungen der letzten Ereignisse. — In den letzten Tagen, seit Mittwoch, war die Lage in unserer alten Stellung äußerst kritisch geworden! Täglich bedachte uns der Feind mit seinem Segen, mit seiner schweren und seiner Feldartillerie. — ES ging aber alles gut, nur Mittwoch zwei Leichtverwundete. Da kamen wir Donnerstag abend in schweres Feuer! Ich kommandiert^ „Decken", und alles kroch in die Unterstände, links und rechts krachten die Granaten! Plötzlich lautes Geschrei, und dann Rufe um Hilfe! Ich streckte meiinn Kopf über die Deckung meiner zirka 40 Dieter vor der Batterie gelegenen Beobachtungsstelle heraus und sah, wie ein Unteroffizier auss dem Bauche langsam unter sortwälirenden Hilferufen auf meinen Stand losgekrvchcm kam. Er war am Fuß verwundet. Aus seinem Geschrei begriff ich, daß ein Ge'chützunterstand einen Volltreffer erhallen hatte, zusammen- gebrochen war und die Bedienung unter sich verschüttet hatte! — Da war keine Minute zu verlieren, da sonst alles erstickt wäre. Ich sprang aus meinem Loch heraus, kommandierte „Ganze Batterie an das erste Geschütz!", und kein einziger meiner famosen Diannschaffen dachte ans eigene Leben, alles lies aus seinen Unterständen heraus, nm zu Helsen! Ich war zuerst an der Unalücks- stelle, ein sürchterlicher Anblick! Unter der Erde ein wildes Gestöhn nach Lust! Ich durchfurchte nrff Hände» und Armen, so kies ich konnte, die Erde, um Lustznffihr zu ermöglichen, da kamen auch schon meine Leute von allen Seiten, und bald lag alles frei! Mitten im Rettungswerk schlug noch eine Garnate 10 Meter von uns entfernt ein, alles warf sich hin, und wir blieben unversehrt Aber wie sahen die armen Verschütteten ans, die da herausg-- mittag wurde ich zum . . . besohlen . . ., gleichzeitig wurde mir mitgeleilt, daß meine Batterie, mit der ich nun 12 Tage in dieser exponierten Stellung ausgehalten, in derselben Nacht in andere Stellung gehen solle, um sich einmal zu erholen, und durch eine Batterie eines anderen Regiments ersetzt werden solle. — Ich ritt dann sofort los, erkundete die neue Stellung und den Weg dahin, in der Nacht wurde sckion der Umzug bewerkstelligt. — Gestern morgen erschien in der neuen Stellung mein Kommandeur, erkundigte sich nach meinen Schmerzen, an denen ich seither öfter gelitten hatte, und verfügte, trotzdem ich erklärte, das; ich mich wieder völlig wohl fühle — daß ich sofort in das Tors A. in seine Wolmung übersiedelte, um mich einmal drei bis vier Tage völliger besckstrulicher Ruhe hinzugebeu! So habe ich denn feit Wochen zum erstenmal wieder ein Dach über dem Kopse, schlaje und esse den ganzen Tag, und es geht mir so gut, wie es einstin Menschen nur gehen kann. Die großen Strapazen, von denen Du schreibst, hatten wir natürlich alle drttchzumachcn, aber ich kann trotzdem wahrheits getreu sagen, daß sie spurlos an mir vorübergegangen sin». Ich habe mich keinen Moment überanstrengt oder gar krank gefühlt. A., wo wir eben liegen, ist ein malerisches Dörfchen, mit einer wunderbaren Kirche. Allerdings stören feindliche Granaten etwas die Geniüttichkeit, und der Feind ist nicht gerade sparsam mit ferner Munitiov. Aber man stpnivff ab, und auch im scindlichen Granatfeuer sthläst man wie ein Sack! Wir wohnen im Erdgeschoß, im ersten Stock der Psasse des Ortes, streng beioacht, die männliche Bevölkerung ist in der Kirche zusammengcürieben, Frauen und Kinder in Freiheit. Die Leute besitzen so gut wie gar nichts mehr und werden von unseren Truppen mitbeköstigt. — Heute abend feiern wir ein Fest. Wir haben die Wkeilnngsstäbe der ersten Abteilung zu uns zum Essen geladen. Der Adjutant der 2. Lkb- tciluna, der Stabsarzt und xch richten alles her. Das voraussichtliche Essen besteht aus: Schmodenplattc, Kraftbrühe in Tassen, Filetbraten mit Bratkartoffeln und Artischocken — Erbsen, Milchreis mit Mselmus, Kaffee, Zigarren uud Zigaretten, dazu Getränke aller Art! Gestern abend saßen wir in heiteren Gesprächen beim Weingrog noch bis 12 Uhr am Kamin! — Oft habe ich den Wunsch, einmal nach meiner Batterie zu sehen, äußere ich ihn, so werde ich von meinem Kommandeur angesahren: „Ich hätte mich den Teuwel um die Batterie zu kümmern", der ginge cs sehr gut, und ich sollte es mir nun auch gut gehen lassen! Tu sichst, man lebt somit auch im Krieg einmal wie der Herrgott „in Frankreich". ün» Slast rinv Land. Gießen, 31. Oktober 1914. Auf dem Felde der Ehre gefallen. (AvS Hessen und den Nachbargebieten.) Einj.-Freiw. Lehramtsass. Dr. Wilh. Stroh, Jnf.-Rgt. 118, aus Goddelau.— Musk. Karl Erbe ans Ahausen. — Musk. Jul. So Hin, Jnf.-Rgt. 1l7, aus Offenbach a. M.— Unterofs. d. L. Sam. Leon Hardt, Res.-Jns.-Rgt. 116, aus Offenbach a. M.— Res. Jean Honig, Art.-Regt. 35, aus Offenbach a. M. — Hauptmann Martin Tube, Jns.-Regt 59, aus Darmstadt. — Korvettenkapitän Julius Wirth, Hilfskreuzer „Kap Trafalgar", aus Hanau. — Landwehrni. Ferd. Quelle, Jns.-Regt. 88, aus Hanau. — Musk. Phil. Hansel, Jns.-Regt. 118, aus Hörgenau. — .Unterofs. d. Res. und Lehrer Wilh. Lenz, Jns.- Regt. 116, ans Gedern. — Res. Karl Ge i ß, Jns.-Regt. 116, aus Höckersdorf. — Gesr. Otto Stamm, Jns.-Regt. 118, ans Waldgirmes. — Unterofs. d. Res. Eduard I außen, Res.-Jnf.- Regt. 80, aus Wiesbaden. — Einj.-Freiw. Gesr. Karl Nnd. Heil, Jnf.-Rcgt. 87, aus Ober-Mörlen. — Maj. u. Bats- Komm. Max Ham scher, Jnf.-Rgt. 117 in Mainz.— Res. Phil. Albert Jäger, Jns.-Regt. 117, aus Mainz. — Freiw. Theodor Rossel, Znf.-Regt. 27, aus Mainz. — Res. Äug. Wcstcn - Vors, Jnsi-Regt. 117, aus Mainz. — Res. Albert Dörr, Jns.-Regt. 117, aus Bretzenheim. — Lt. ft. Res. Gerichtsass. Theodor Braun, Res.-Feld-Art.-Regt. 25 in Darmstadt. — Bizeseldwebel Ludwig Justus Karl Bärner, Jns.-Regt. 118, aus Worms. — Res. Heinrich Sch midt, Jns.-Regt. 167, ans Wailau. — Gardist Ein kl Rasch, Jns.-Regt. 115, aus Worms. * ** Ritter de? Eisernen Kreuz,cs. Gefr. d. R. Friedrich Rohrbach, Jns.-"Regt. 116, m Lollar (.zuletzt Buchdrucker in Gießen). Bizeseldn». Stracke, Akt. Jns- Reat. 116 in Gießen. Unterofs. u. Bat.-Ta.mb. Wilh. Tülle, Jntz.-Regst. 116. Uffz, Äug. Momberrrer, Jmf.-Rogst. 116. Hafendstrektor Lern c eile, Oberst. d. R. im Feldart.-Regst. Nr.43. Dr. pW. Knewitz in Opperchcim. Gesr. Zimmer zu Buben heim. Kaufimrnu Joh. Kästner aus Gensingen. Land>wehrm«nu B r a d e n ans Bü des hem». Sergst. Börner aus Galsheim. !Fel!d»v. Koch aus Meder-Olm. Dr. Beiß ne r, Oberarzt zu Wörrstadt. Lehrer Wilhelm Schmitt aus Ensheim. Notar Dr. Hoffmann zu Wörrstadt. Oberlt. und 'Adjutant iin 3. Brandenb. Res.-Fußart..- Regt. Rudolf Iu ng i» Mainz. Lcmtu. d. R. uud Kompaignie- führer Heinrich Glassncr, Offen.-Regt. 110, aus Schwab- bach. Dizefeldw. Theodor Schmitz, Res.-Regt. 28, aus Wetzlar. Uffz. im Feldart.-Regt. 84 Karl Kappes aus Lorsch. Otto Zimmermann aus Hanau, Leutn. d. R. Uud Res.-Bat.-ckWsutant im Jns.-Regt. 88. Leu tu. d. R. Ober- sörster W. Biiff aus Böhl. Kanoniere Eichenauer, N e u m a n n und .Schimpf vom Feldqrt.-Regt. 61 in Darmstadst. Kreis Lauterbach. -f- Nieder-Moos, 29. Okt Briefträger Ruppel von hier, Sergeant bei», Jnianteiie-Regimcnt Nr. 116, erhielt das Eiserne Kreuz. Es ist schon der Dritte aus unserer Gemeinde, der da? Eiserne Kreuz erhalte» hat. Starkenburg und Rheinhrfsen, e. A s s o l l e r b a ch, 26. Okt. Für die gefallenen Krieger sand am letzten Mittwoch in der Kirche eine erhebende GedächtniSseter statt. Das Gotteshaus ,var überstillt. Zu Beginn des Gottesdienstes sangen di« Schulkinder „Morgenrot, Morgenrot, leuchtest mir zum srnhen Tod". Während deö Altar- diensles ivurde von den Herren Schwöbel und Jäger das eindrucksvolle Lied »Näher, mein Gott, zu dir" gesungen und vom Kirchen- gesangverrm das erl>ebende Begräbnistied »Wo findet die Seele die Heimat, die RnP" vorgetragen. Im Anschluß a» Offenbarung Johs. 2,10 gedachte der Orisgeistliche, Psarrer Weidner, der ge- iastenen Krieger. e. Erbach, 23. Okt. Kreisrat Dr. K r a n, b ü h l e r, der vor seiner Berufung nach hier alS KreiSrat im Kreise Schotten tätig war, fft in die deutsche V e r w a l t u n g »ach Belgien berufen worden. Er ist bereits nach seinem neuen Wirkungskreise abgereist. e. Aus dem südlichen Odenwald, 28. Okt. In den letzten Tagen ist der Preis des SchiveinesleischeS stark In die Höhe gegangen. An manchen Orten ist der Preis von 7g ans 80 Psenntg das Pfund gestiegen. — Außerordentlich stark ist vielerorts die Nachfrage nach Kartoffeln. Tie Käufer können vielfach nicht den nötigen Bedarf erhalten. Eine Folge davon ist u. a. eine Preissteigerung ber Eicbol». Für den Zentner werden jetzt Mk. 2,S0 — feilher Mk 2 — bezahlt. Hessen-Nassau. § Nord eck (Kr. Marburg), 30. Lkt. Auch aus unseren» Ort bat der Krieg schon seine Lpser gelordert. Bereits zwei tapsere Soldaten haben de» Heldentod für das Vaterland erlitten und zwar Eelceiter Reservist Konrad Vogel nnd Äleservist Gotthard Schneider. Reservist Georg W>>Sker, der Sohn unseres Bürgcr>ne>sters, welcher bei ücni 3. (tzarde-Reginient in Berlin eingestellt ivar, ist als vermißt gemelde'. Die letzte Nachricht von ihm erbieltcn seine Angebörigen vom 30. Anglist. r. Renne rod, 29. Lkt. Die große» Vorräte an H e u und Kartosselu, die eS in diesem Jahr« so icichlich gegeben hat, ble>bcn nicht lange liegen. Tag sür Tag werden viele Waggons von beiden Produkten verlade». Znsällig ist der Preis für beide auch gleich nnd beträgt zivischen 2,70—3,00 Mk. der Zentner lrei Station. 2Inch vom vorige» Jahre sind »och viele Vorräte an pen »a, die jetzt mit zum Berka»! kommen. Schade nur, daß ciel (Brummet mitunter noch snßhoch steht, aber infolge der ungünstigen Witterung nicht eingebracht werden kan». -g Gönnern, 29. Okt. Lehrer E. W. B i e r w a l d , Ein- jährig-Freiwilliger im Regiment Nr. 81, 2. Kompagnie, starb den Heldentod. d. Biedenkopf, 29. Lkt. Aiit dem Eisernen Kreuz wurde» anSgezeichuet: Leutiianl der Reserve Karl Zimmer- >» a u n fFußaitisteri« - blegiineur Nr. 18), Oberavolheker Kar! ViarriuS fsieldlazaretl des 9. LIrnie korpS), Reichsbaiikboli B u k o w (18. Fußarlillerie-Reginient) und Lehrer Dönges (Ji,. läuterie-Reglment 81). -ff E s ch io e g c a. d. Werra. 29. Skt. Beim Sandholen wurde heute der 13jährige Junge der Witive A p v e I aus dem benach- barten Dorie Kella durch niederstürwiide Erdniassen in eine, Sandgrube verschüttet uud getötet. Schl ü ch t e r » , 29. Okt. Der K r e i s - A u s s ch u ß dei Kreises Schlüchtern beschloß die Ausnahme eines D a r l e h n s von ISO «00 D!k. zur Durchsührung der K r i c g s n n t e r st ü tz u n g e „ im Kreist. 5pielplan der Gictzener Stadttheaterz- Direftion: Hermann Steingoettcr. Sonntag, den 1. Llovember, abends 7'/, Uhr, bei kleinen Preisen: Eröffnungs-Vorstellung: Prolog von Herrn. Steingoetter, gesprochen von Maria Schild. Lebendes Bild; Huldigung vor Germania. Hieraus: .Wallensteinr Lager" von Ir. v. Schiller. Zum Schluß: ,Da4 Eiserne Kreuz." Lebensbild in I Auszug von Ernst Wiehert, in neuer Einrichtung von Richard Keßler. Ende gegen lO llhr. TienStag, den 3. November, abends 8 Uhr, bei geivöhnlichen Preisen (ermäßigt), I. TienStag-AbonnementS-Vor- stellnng: „Minna von Barnhelm." Lnstsviel in b Aufzügen von (B. E. Lessing. Ende gegen IO^L Uhr. Freitag, de» S. November, abends 8 Uhr, bei gewöhiil. Preiscii (eruiäßigt), l. Freilag-Abonne- meiitS - Vorstellinig: „Zwischen den Schlachten." Schausviel in l Pliiszug von Björustierne Björuson. Hierauf; „Wallensteint Lager." Ende gegen 10 Uhr. Sonntag, den 8. November, abends 7', Uhr, bei kleinen Preisen: „Wie di« Riten sungen." Lustspiel in 4 Akten von Karl Iliemann. Ende nach 10 Uhr. kirchliche Ncrchrichtekr. Sonntag, d e n 1. November, 2l. n a ch T r i n i t a t i 3. Reforinatioirofcst. Kollekte sür die (Bustav-Adols-Sliftnng. Sottesdienit. Zn der Stadtkirche. Vormittags 9'/. Uhr: Pfarrer I). Schloff er. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die MatihänSgemeind«. Pfarrer v. Schlosser. ?!bends 5 Uhr: Plärrer Schwabe. Beichte und heiliges Slbendmahl sür Matthäus- und MarkuS- geineinde geiiielnsam. Anmeldung vorher bei dem Plärrer jeder Gemeinde erbeten. Riittwoch, den 4. November, abends 3 Uhr: KriegSbetstunde. Psarrer 0. Schlosser. Zn der Zohanneckirche. Dormfftags 9'/, Uhr: Pfarrer B e ch t o l s h e i m e r. Vormittags II Uhr: Kinderkirche sür die LnkaSgemeinde. Pfarrer BechiolSheimer. Abends b Uhr: Pfarrer Aus leid. Beichle und heiliges Abendmahl sür die Lukas- nnd Johannes- gemeiiide gemeinsani. Iliimeldimgen vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. Abends 7'/, Ubr: Vereinigung der konfirmierten weiblichen Jugend der Lukasgemeinde in, Lnkassaal, sowie der männlichen Jugend der Johannesgemeinde im Johamiessaal. vibelkränzchen für Schüler höberer Lehranstalten. Für die jüngeie Abteilung jeden Alittwoch von 6—7 Uhr, für die ältere 'Abteilung jeden Samstag von 6—7 Uhr im Johannessaal, vibelkränzchen für Mädchen ans der Zohannesgemeinde. Jeden TienStag von 6-7 Uhr im Johamiessaal. Wartburg-Verein (viezftratze fö). TienStag: Bibelstnnde. Donnerstag: Lejeabend. Sonntag: Vortragsabend. Sonntags-Verein für Mädchen. Jeden Sonntag nachmittag von 2 Uhr ab Diezstr, 1b p. (Ansprache, Gesang, Spiele, Bibliothek.) Evangelischer Gottesdienst. Kirchbrrg: Sonntag, den I blovember, vormsttagi 10 Ubr. (Heil. 'Abendinabl kür Stanfenbeig. Kollekt« sür die Giistav-Adols-Stistung. Mittwoch, den 3. Nopember, „achmlttagr 6 Uhr: Kriegsgebetstunde. Dekan G u ß m a n n. llatholische Gemeinde. Gottesdienst. SamStag, den 31. Oktober: Nachmittags um 8 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beichte. Samstag nachmittag und Sonntag vormittag ist Gelegenheit, polnisch zu beichten. Sonntag, den I. Nov., 22. Sonntag nach Pfingsten: Fest Allerheiligen. Vormittags von 6'/, Uhr an: Gelegenheit ziw hl. Beichte. „ um 7 Uhr: Tie erste hl. Meffe. , um 8 Uhr: Austeilung der hl. Kommunion. , um 9 Uhr: Hochanit mit Predigt. , um II Uhr: Hl. Meffe mit Predigt. Militärgottesdienst. Nachmittags um 4‘/, Uhr: Juugsraucu-Koligregation. Nachmittags um £>'/, Uhr: Rosenkranz-Andacht mit Segen. Nachmittags um 6 Uhr: Predigt; daraus Andacht sür die Abgestorbenen. Nachmittags um ö Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beichte. Montag, den 2. November: Allerseelen. VoriiiittagS von 6 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte. , um 6'/, Uhr: Tie erste heil. Messe. , „8 Uhr: Seelenanit sür aste Verstorbenen de» Plarrei. Nachmittags um 6 1 /, Uhr: Rosenkranz-Andacht mit Segen. Dienstag und Freitag abend um tzX Uhr ist Kriegsbittaudacht. Freitag um 7 Uhr ist SegeuSinesse. vsaspora-Gottesdrenft- Conntag, den 1. November: In Laubach um 10 Uhr. In Ltch um 9ff, Uhr. Bwle Mütter sind der Ansicht mit dem Nestlc'schen Klndermcbl ein ausländisches Erzeugnis zu kaufen. Dem ist aber nicht lo. Die Ncsttcffchc blinde»mehl (Bestllschail in Berlm nnd sine Fabrik gleichen Namens in Bauern wurden mit Schweizer Kapital gegründet, und werden bei der Oerstellung unseres Kindern,edles Deutsche erstklassige Rohprodukte besonders die voUrabmbaltigc Allgäuer Alpcnmitii, vcinrbeilet. Uin alle Mütter von der Gute dieses feil einen, balben Jabrbundert belieblen Näbrmiticls zu überzeugen, iverdcu von der Nestle Gesellschaft, Berlin W. 57, Gratlsprobcn franko versandt. 0M8tssl Amtlicher Teil. Bekanntmachung. SfagrijüTOje feindlicher Staaten sollen auch nach ?.yZ* bauch des lkrieges bei einzelnen Bereincn und 8es«rUckc«ten ,n ihrer Stellung als PorNMidsinikglicder oder in ähnlicher S'> Nu»g tjerbfiebrx sein und an den BorstandSsivuwgen und OK-brü- frtdngnnam outfi dann teil genommen l»ol>en. wenn t4 it^i um Oiegenstände handelte, die das allgemeine Sohl des tLandes be- rührten und denen jVmntntS für daS feinotichr Ausland r-on Wuhtigleit sein kannte. Um in diese Verhältnisse für die Tauer des MrwaSznstandes den erforderlichen (Einblick »u gewinnen. ordne ich hiermit an: Lämrlich.' Berrinr und k>>esettschafren. insbeiünbi'rc auch AktienaesellichuNen und d»eiellichaf'ri, m, b, {*.. de, d-nen An- gehörige fctnöii tjrr Staaken als Borstandsmitgür-rr. ?ijt qhföfr des AnKichisratS oder tSeichiifkss>!ürrr brsteNt sind, staben. soiveil sie im Korv-chezirk des IV Armcclorps ihren Zitz baden oder ihr Geschäft betreiben. binnen einer ^.'oche „ach Bekanntgabe dieicr Verfügung dem Sirllvertrelnchru (5cneralkainwaii»a des 18 Armeekorps in Frankfurt a, Main. Unienna.nlai Hi ein Verzeichnis dieser Mitglieder br,n>. Xic- schäskSführer einzureichen. Tu Nichtdeiolgiing dich« Ästrochnung unterliegt der Stritt- Vorschrift de-? z 9 Zip. b de- Gesetzes üb« den Bclawrirngs- jusauid vom 4, Jum 1351 Frankfurt a t'l., htn 15. Oktober 1914. Der General Lee 18. ArineekoN-S: Kehr ». 6«kl. venerai d« Jnünlerie. L»et-c»gaha«desi»rderung. Nach Mitteilung he« stai.eilrchrn Kommissars für die frei- witl.ge tuu.itrnt lea-' w-..d tote unsrgani ireie Ltebesgadenzufuhr vom 2V L.wdei i: isdiUnitbrrini: verhindert werden, um jo bi« plL»i«ch,><»e der LbaahnulUtteu, sonne die Zufuhr gder sic L«ormrlt««»ren j« den Tc«,? der Et rvvenlauptorle m»ü da«,: e«»e ;t* BeSLrlnificn enisvrerbende lpcnniung d« Nebejgechen dnerh-nibdren ltach de« «rsech des stellvertretenden Generalkomiuandos Limeeforrs «in v. bi Wt •*. dürfen nl* Begleiter van Liebe«,«drntrantvvrtrn nur Telegicrre der s r« i-mi 1 H g mi Sr « nkenvilrar ,„gelassen neiden. Der helkvertrondc l.til.ti.-nitte.wr der freinn-ligen ffrankeurnegr Hai a:ie-vrtn«!. Vrü < »«X.-etc, deren Begleiter sich nicht einiuairdirr, »i Selegrrrre der frei -i'i-: er Le aaleure lege aiUwciicn, iot.-ri an* ' cha!>«i iw« noch dein 05 HUfts^emnoTt ju leite» sind, luuiiTbft über die Lied»». seu im Ti»ve der Tiennl-arschnit für die srei- unllchc sch.eut-.'V Zfsser 108 ifj' > rer fügt iverden iaird Ä-drsgAie,! iur A»Fc-S«i«c des Feldheeres gelangen zur AL- frndtu.z an her XruMJ.v.: 1. durch sämtliche Ersatztru pvrnteile des KorPS- t()iitf, 2. durch die immobile Eiapprnko.mnandantur II Franksurt Tüd «Bureau: Sachsen Hausen, Mittlerer Hasenpfad ■>), durch die immobile Etappenkoinmandantur III Darmstadt «Bureau: Postamt ID, 3. durch die Abnahmesiellkn in Franlsurl a. M., u Abiiahmeilellen srciwilliger Gaben Nr. 1 (Hotel Bahnhofs« blak 18) für LazarettbedarsSartikel, b) Äbnahmestctlc Nr. 2 (sxbbcnrtiltr. 59) jür sämtliche übrigen Liebesgaben. Insoweit die Liebesgaben von den Absendern nicht den vor» genannten Stellen direkt zugesübrt loerden, empüedlt es sich, die >n> Grostbcrzogtmn gesannnelirn Liebesgaben der Licbesaaben- sa nl ,n cl st«l l e des Roten Kreuzes im Alten Palais in Darmsiadt jiuuiübteu, s»n wo ans die vorschriftsmäbige Deiterbesürderung erwlgen ivird. Nur in veremzelren Fällen dringendsten Bedürfnisses könuen win mir Lu-nahmen non verstellenden Bestimnrungen zu» gelassen werden. Tarmstadt, den 23. Okiobor 1914. Der Territorialdelegierlr der freiwilligen Kraukenpsleqe für das Grob Herzogtum Hessen, v. Hvmbergk, Minister des Innern. Porstebender Erlab ivird hirrinil zur allganicincn Kenntnis gebracht. Giebcn, den 30. Oktober 1914. Grvbh«zogliches Kreisamt Giesten. Ilr. U s i n g e r. I>iactiruf! Im Imnävebvlntanterio-iroad dir. 11» «1. 6rosb. ErtsJ starben den Heldentod für Kaiser, GroBherzofc und Vaterland 1. Im Gefecht bei TItry le Francois toiu 8.—10. SepU: Oblt.d. L. Otto, Leib-Garde-Inf.-Rog. Nr. 115, Fabrikant in Langen (Hessen) Lt. d. Res. Falkenhagen, Leib-Garde-Inf.-Reg. Nr. 115, Reg.-Ass. in Darmstadt Lt. d. Res. Becker, Inf.-Reg. „ Kaiser Wilhelm“ Nr. 116, Oberlehrer in Biolefeld Die Offizier-Stellvertreter Vzf. d. R. Helm, Vzf. d. R. Mayer, Feldw -Lt. Kaufmann, Vzf. d. Res. Lober sowie 35 Unteroffiziere und Mannschaften. 2. Im Gsfeelit bei Cernay am 15. September: Lt. d. Res. Winkler, Inf.-Reg. „Kaiser Wilhelm 1 " Nr. 116, Oberlehrer in Plön i. Holstein Lt. d. Res. Bär, Ink.-Regt. „Kaiser Wilhelm“ Nr. 116, Oberlehrer in Offenbach a. M. Lt d. Landw. Yolflt, Fürstl. Hohenzollerscher Oberförster Die Offizier - Stellvertreter Vzf. Müller und Hotfmanu sowie 34 Unteroffiziere und Mannschaften. Du Gedächtnis dieser unserer Helden wird uns ein steter Ansporn sein und wir werden ihrer stets ehrend gedenken! 11108D Heute vormittag IN/, Ilhr entichliks sanft uuser guter, unvergcblicher Vater. Scfüriegert'ater.Großvatcr, Bruder,Schwager und Onkel Herr Johannes Wißner im <5. Lebensjahre. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Heinrich Herbert , Wilhelm Hermann , Nnton Veiten „ Ludwig Velten „ Heinrich Wihner , August Witzner. Gießen, den 30. Oktober 1914. Krotdorser Strahe 24 Tic Sloordigung hndet Lonniag, den 1. November, ngkbniilmgS LZ, Nbr, von der Kavellc des neuen Friedbots aus statt. f)n slrankrcich fiel aus dem Felde der Ehre mein innig gelirbler Zob», »nier teurer \ Bruder, Neffe u. Vetter, der .Naminergeridiis rcserendar l""^ss! Arbeiterverein Heuie starb unser langjähriges Mtiglted -Herr Johs. Witzner B?ir lsttioei um zahlreiche Belciligung bei der Beerdigung, welche am Lsnniag. den 1. Noo., nachmitlags 2'/, Uhr. statistndct. : VlselsUwebsl >t. S. sod ] Otlis.-Asplr. I. Inl.-Reg. , l Oraf Taaentslon Nr. f# | | im Ld. Lebensjahre. In Itest-r Trauer. Gustav Bock kkrist Boik Hclmutb Bock, Lcinnanl u. ikomv.- Fiilirrri.B.EB. 12 ». Zt. inl Felde Theodor Boch vano Joievb. Berlin W., L Ctl. 1914. Zvichernftr. 18. 11113D 9lra 22. August l. ^)». starb den inildcniod lärS Baieriand mein lieber Mann, unser guter Baier, Doh», Leudcr, SchwieLccsohii und Ter Borttand. Die Zichnng der m finde! bestimmt am 4. Nov. d». I. statt. LoieaMk.l.- iiiid solange Borrai in allen Loicgeschäsien zu habe». l,„- Otto Wetter Reservist 10/11«. Namens der Hinlerbliebcnen« lrn»na Weller, geb. Deibel AugustWcller ».Familien. Wicscck. den 31. Okiober 181«. 11101 Oberförster Wilhelm Brückner Leutnant der Reserve im Infanterie - Regiment Nr. 97. Sein Andenken wird die Landsmannschaft stets in IBS Ehren halten. Die Landsmannschaft Chattia. 11094D I. A.: Erwin Fritz. Den Heldentod fürs Vaterland starb am 18. Oktober in Frankreich unser treues Mitglied Heinrich Speier Res.-Garde-Grenad.-Jnf.-Regt.Nr.3 vrNlliSNLfUllLf. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme anlässlich des Heldentodes meines geliebten Gatten sage ich allen meinen innig-ten Dank. Lydia Balke geb. Paidolph. Giessen. (*7814 in Ehren halten. Turnverein Witzmar. In sieht dem iiatcr raklf rnfpfti wenn man sich mit überall h^ehir Hu«ten, ___ Heiserkeit, Katarrh verschwinden nach Gebrauch von schon wenigen Caramellen. Aber inan soll eit gar nicht soweit komm« lassen. Man führe hei allen Ausprflogen Kaisers Brnst-Caramellen bei sich, dann sind Erkältungen ausge- CIAQ üougnisso von schlossen. üiUl/ Aerzten und Privattn. Pal5 Pig. Schuf/mArke: <1 Tnnnen. Zn haben bei Apotli. ». srold. f'nrel, Hk. Wallenfels, I Marlctpl *1. August Wallen- fei«, Marktplatz 17, Aloin *4 1 ko de. Neuen Baue 17. .Incoh Maternus und Chr. Illeker, Neuatadt ln Gfeesr-n; J. Itepi*- lcr io Lauff-Gdns: Aue- «ei- t>ert an«: Heb. Kümmel In WleM'-k Fr. Volk II. n. Ph. Kecker VIV. ln Heucheliieitri; Wllh. RU hl ln Ur -Uasock; T h. Re Ich mann, Stadt-Apoth ln Kirtorf. _ Ob st Hochstämme Zwergodst.Nosenbochsiämme Liachei-, OobanuiLbcersträu cber, chimbeerliräuchcr, Erd berrpstan^en osteriert ,u bill. Preisen Banmichulcn V). 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ES werden deshalb die Schüler aufgefordert, an ge- nanmem Nachmittag vünkilidi erscheinen zu ivollen. Gieften, den 2V. Oktober 1914. Der Sdmlvorstand: __ Seiler. _U0723 Die unterferligien Vereine haben sich bereit erklärt im Dienste des Vaterlandes Hunde auSzubllden und fie unseren Saniiüisleuien und Samaritern, die ins Feld ziehen, zur Beriiigung zu stellen. Die ersten Bersuche dieser Art haben lick glänzend bewährt und mancher laviere Krieger, der schwerver- ivundet dalag, Hai es einem braven Hunde zu verdanken, wen» er sich nichi verbluieie oder schmerverwundei in FerndeShand siel. Nim aber fehlt es weiter am Nötigsten, an Hunden und an Jührern. Wir fordern daher unsere Bltibürgkr ans, falls sie Besitzer geeigneter Hunde sind, die sich zur AnSbiidung als SaniiälS- und Postenhunde eignen iah» vornehmlich Kriegsbunde, Deutsche Sdmierbunde. Dober- ingnnmnscher »nd llivttiveiler, nichi über vier Jahre all . UNS diese Hunde zur Ausbildung zur Bersünung zu stellen. Selbstredend bleiben die Tiere Eigentum der Spender und iverden diesen nach beendigier Dienstzeit wieder zurllckersiaiiei. Ferner fordern mir Freiwillige auf, die bereit sind, sich als Führer solcher Hunde ausbiiden zu lassen und dann mit de» Tieren ins Feld zu gehen, sich zu melden. Anmeldungen sowie Dorsieüung von Hunden sind zu richten an Herr» NechlSanwaii Homberger, SetterSwegSI. der and, täglich zwischen 4 »nd 5 Uhr uachmiitagö gerne iede einschlägige Auskmist erteilt. Gießen, im Oktober 1814. 1109011 lififiii KMksMl fiir kiktzkli II. pW, E. B. Sill Tarmstadt E. V„ Ijwcigvrrcin (Sieften. Itlriililjci’p PsckdcocMriiWerkli zu Grünberg i. S>. Ans Beschlutz der anherordentlichen Miigtiederver, sammlung soll der Beitrag vom zweiten Halbjahr sür die Pferde erlassen werde», von welchen durch ainiljchk Bescheinigung der betreffenden Bürgermeister bis spätestens 1, Dezember d, IS, der Nachweis erbracht wird, bah fie zu KrieaSzwecken augekauft sind. Die von einem Orte aiisgehobenen Plerde können aus eine Bescheinigung komme». Wer diese Prämienrückvergiiiung in Einspruch nimmt muh seine evenli. neu angekaniien Pserde soso« versichern. Die bis jetzt ersoigien Abmeidungen sind nicht giiliig. sondern müssen, wie oben angegeben, in beginn bigier Form geschehen. Grünberg i. H,, den 1, Okiober 1814. __ Direktor Stein. _ 109111) AiiidtM ^frtScDfriidjtrBSgSutrffn zn Ärunbeig. Die noch rückständigen Beiträge vom laufenden Halbjahr können noch innerhalb vier Woche» an den Unterzeichneten ohne Kosten bezahlt werden. Grünberg, am 26. Oktober 1914, ioössd H ch. Zinlincr I! Rechner, Holzverfteigernng. Montag, den 9, November 1914, vormittags 9'l, Uhr, werden bei (tzaltwirt Pfannitiel zu Illrichsiet» aus der 1914er Hoizernle versteigert: 1, Nullbolz aus den Forstwarleien MeicheS, Helpershain und Feidkrückeu: Härchen-Stämme: 2 Stück V. Kl, — 0,54 Fstm, Kiefern Stämme: 6 Sttick Ifl. SH. = 5,12 Fstm., 42 Sick. IV. SH. = 18,61 Fstm.: 103 Sick. V. «1. - = 26,85 Fstm. Fichten-Stämme: 12 Sick, I. Kl. = 34,64 Fstm.! 16 Sick. II. SM. - 26,81 Film.: 104 Sick. III. SU. = 145,01 Fstm.: 214 Stck. IV. SM. = 187,58 Fstm.,- 461 Stck, Va SU. = 231,24 Fstm.: 721 Stck, Vb SH. - 207,69 Film, 2. Brennholz ans ftoiitroartei Helpershain: Nm. Scheiter: 2 Buchen. Sw. Knüvvel: 4 Buchen, 168 Fichten. Nm. N ifig: 4 Buchen, Nm. Stöcke: 4 Buchen. Das Brennholz wird zuerst versteigert: das Siamni- holz in der Reihensolge der unier Nr. 1 genannten Forst- warteien. Auskunft erteilen die Grohh, Forstwaric Körber zu Bleiches nnd Bönsel zu Uirichstein. Ulrichstein, den 21. Oktober 1914. 11104D Groftbcrzogliche Oberförslerei Ulrichstein. OCirio*^ jetzt mit SCaikmehl ist billig macht die Pflanzen geiund erzeugt kräftige Körner Ueieri gutes üppiges Futter macht den Boden locker wirkl Siicksiost sparend kann iederzeii, auch den Winter über, auSgesireut werden. 0b8rh. Kalk- u. 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C3 V» tl cs « «p *o- er- a %» n L Jq -»S**» Z -L S^LS — T^LxL ^ ^ <2 SILzLZ ss t 2 sj ©» ‘je 3 Ego e S isl'h ,iltl s® - J“ fsäi a ^P Ä I s LZ-p jj-*. ^48 >- 5 c> w *P u — a? % 5 'S *r jo .ii *- ®3: i £ S^7 S=T ^«N H - E * tf = r ~ J§~ i-e-£ --A Z ~Z " in S o •«= £. *■ c ^ 0,0 'E C —. ^ - tv *£■ o 'j— -r* SS - c ^Är> —— *►*•»' c Sä^ -S,°Ö) xi ü c crr *£■ — *£ *53 .x -0 — .H.ti) £ &lj g si||j#^i 3 8 «S§! n --«LZ ““** : -e s S tJ J °r 5 'e L e-Z§A UZ S^KS eeö ; ; SÄSr = r .-_ _ c .g ;w ae . «s'S z s 5 c W = ^2 tzß-L- - * »- o "T - J 7 ~ X. ■»- G 4 < O ~ u " °- 2 uZ : C Z 2 „--B» 3 O . s g 'vA Jfis-ll'k® I j*=-| ; w w as *- - g e , iti »w p -5 5 ß —-*-* s: a» LS |s Z-s 5.J £ Ä a « ST« CT o >b® "fi «2 c «■" 2-2 2 ^ - etieet!- ^ ^ 8 ^ ^ ' 6 \ fC cs ‘»; Sie' s §■- - »*s. r 5^«® " 5 W e sr gs-o -2 § ..-§ S.“ " G ^ E >XE LkZZff 3 8 ö-Lx^LL.ZLE «-n i* >?- :Zßk^LlkL--M E jo —« C i>—k0 j; X> —• ““ u E o *-• 8„*sSag .DLZL-EL S4 '* :ii j®3>g| ߣ* Sic -

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O r~r ' SS ^ S £ » *a g 3 « S E &gj >2 8 u U» .y S *s? «s> c wo S o s * “»3* = - § € 2 <3*° ^ 5 ^ Z «so—S^s E '-> »-» ^ K) .ü ■*- ü •».*: >0 S^ifc e IZ® §«Z.-E.. gN-A ^^8 'S'LL ^ «.2 x>® £^£^°g^Z8°-L.r- “S = S^ e ^ 3 ^ ä“ 2 E f E =£5°^ « g _ gtr~ e^S^“ 3LZF-L ^1 c g| jf 2 c‘ 3 § p '-ki 2 |’o®e i.sJi 3tqs £ = £üiJ^ 3 "Eli:» '•;eg a-Ä- .JcQ- c ~ £-£-'f : 2. 3 "' : 2 E «3>§ « E >§ E-- « “S JO ei c *» P - Lv) *° - E^e^“ i5pj; •=-“ ~ 33 - - -- < ° ZÄ j M SW o- |S> 2 7 * ■“ ^ e ^ ^ O _-L 3 3 -Z° 5 ^L^ ~ .— &> XI o *— C ri o SS .h£ C2.X- o t? *t- — S c .-f -j -2 j 5 . Ä ?- *8 5 *=•—3:3 O . r « P co kr Ä' * 5 s g,l<».g«^Ä ° 3 _. »Ht*. .2*2 P _ C O Q C ^ p ä* ; - »- ^ 2 ’^i' i-. C ^ . X. O e O ^ o C ♦- Ä I E : 8 ä C PL"-« »'C“-^££ c “JS?“ s .U=- C ■ff |-e ®pii all j— « 2 J -»-« v wo SLs.LZM .sss 1 SiÄJälE,;« MM, «•irW -g-sgo- -d c •»«® K . a ^ >P ^ O c C— — £ H e— a 2 6 _ E C _*S w - ?ie 25 £ c ?««e;,?M£s S“ 5 - E u Cjo ® ». — (. 2 , - t i' 3 5 o S | ! to — 0 2 c B Sg E c „ e- •': s««! ■°JS -S»“ • - c ^ ■ st« o— « »•Sf e ?3 E| S « O 2 S € w e E ■ —2< * p ^ 3 ■ X « * *0 «*^ä «* S ä J?e ?<31 I .WC * % Jf »*0 O p 3-^Ä^S Pf O C X T- ^ - *»r;OC t c“o**x^o^ * c e “ ci_/j "a * i* •*•• r ® ^ c o Ä -, w*5f « cc r*r -n ^«2 •3 -"-L 5 : £ „o€ ^ * 0 X 2 ■= >c. T ®S=„-sS - - C 3^£ 3»* ,0 «pL:*r S«i d-ß _ 3 1 . 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