Erstes Blatt Nr. 254 Ter Eichener Anzeiger erschcinl täglich, anher Sonntags. -- Beilagen: viermal wöchentlich SietzenerZaniiliendlötter, zwetinal Ivöchentl.lireis- dlaN für den lireir Eiehen istnq und Freitags: zweimal rnonatl. !»ud wittschafflich« Seitfragcn Ferniprech - Anschlüsse: snrdieSchriltlcilnngllL Berlag.GeschäilsslelleöZ Adresse tfir Tradlnach- r«chle„: AnzeigerSiehen, Annahme von Anzeigen sür die Tagesinnniner bis vormittags 9 llhr. 164- Jahrgang Donnerstag, 24. Mober 19W 'S c \ ii« a u r c i ,. monatl. 75 viertel- jälirl. Mk. 2.20; durch Abholc- u. Zweigstellen monatl 65 Ps.: durch diePost Mk.2.— viertel- jabrl. ausschl. Beslellg. Zcilenpreis: lokal15Ps., ausiv 26 Pi. — Hailpt- schriitleiler: Aug. Goetz. Peranlivortlich für den volit. Teil: Aug. Goetz: snr .Feuilleton', .Vermischtes' und.Kerichts- saal": .llarl Renralti: sür .Stadt und Land": Sita Braun: snr den Anzeigenteil: H. Beck. Die Ausdehnung der Schlacht am yserkanal. Eine neue 5ch!acht- ordnung in polen. Die Regulierung der Lebenrmittelmarttes durch das Reich. Wrt)6«§ Hauptouartier, 28. CIt., vormittags. sAmt- fldl) Die Sfimtpfe bei Nieuport-Drrmuiden dauern noch an. Die Belgier erhielten dort erhebliche Verstärkungen. Unsere Angriffe wurden fortgesetzt. Sechzehn englische Kriegsschiffe beteiligten sich am Kampfe gegen iinsern rächten Flügel. Ihr Feuer war erfolglos. Be, Ppres ist die Lage am 27. Oktober unverändert geblieben. Westlich Lille wurde unser Angriff mit CBolg sortgesetzt. Im Argonner Wald sind wieder einige feindliche Schützengräben genommen worden, deren Besatzung zu Gesangenen gemacht wurde. Auf der Westfront hat sich iveitcr nichts Wesentliches ereignet. In Polen mufften die dentsch-österrenbnchen Truppen vor neuen russischen Kräften, die von Ilvangorod, Warschau und Nowogeorgiewsk vvrgingcn, auswerchen, nachdem sie bis dahin in mehrtägigen Kümpfen alle ruffischen Angriffe erfolgreich'abgewiesen hatten. Di« Russen folgten zunächst nicht. Die Loslösung vom Feinde geschah ohne Schnnerigkeit. Unsere Truppen werden sich der Lage entsvrcchend neu gruppieren. Ans dem nordöstlichen Kriegsscizauplatz such keine wcjcntlichen Aenderungru. Dke Belgier haben neue Verstärkungen erhalten: diese Tatsache braucht uns schon deshalb nicht M beunruhigen, weil die deutsche Heeresleitung vorgesorgt haben ward. Um das belgische Heer stellt es bekanntlich schlecht: ein englisches Blatt schrieb vor einigen Tagen, daß diese Soldaten nur noch hohläugige Schatten seien. Dagegen ist es wohl' den Franzosen möglich gewesen, Wau Westen her neue Helfer lwranzn- bringen. was natürlich eine Rückwirkung aus ihre Stellungen an Süden ausüben wird. Ferner entwiche ln die Engländer eine ganz besondere Rührigkeit. Sechzehn englische Krü«S- schisfe paradieren an der Lüste des Kanals: ob ihr Schießen diesmal einen größeren Erfolg hat als das letzte Rllll, wo sie bekanntlich sich auffer Gefecht setzen mufften, wissen wir nicht. Immerhin machen sie den deutschen Truppen Kl schaffen, von denen man bei der äußerst sckmnerigen Geläude- beschaffenheit nicht erwarten kann, daß sie von heute auf morgen ihre Aufgabe erledigen. Es heifft in einein Bericht aus englischer Quelle, daß an einer Stelle die Deutschen englische Truppen zurückqcschlaqen hätten, dann ober durch stürmische Bajonettangriffe indischer Kämpfer selbst znrück- geioorsen worden wären. Wir hören aus dieser Angabe nur die Effcktniacherei englischer Zeitnngspolitik heraus: Die Indier sollen mit" einem Nimbus von Schrecken einflöffender Heldenhaftigkeit umgeben werden. Man überlegt in London anscheinend gar nicht, welch besilzämendes Zeugnis dadnrcki den Säumern des eigenen iNutterlandes ausgestellt wird! Dabei prahlt John Bull damit, das; jetzt die „zweite halbe Million" seines neuen Heeres angeworben loerden solle. Wo ist die erste lwlbe Dtillion dieser „Neuen"? Es lffeß, französische Offiziere arbeiteten an der Ausbildung von Rekruten in Eng- larch. Aber das macht den Schwindel von der neuen Million wahrlich nickst glaubliaster. Es hat sich in Bezug auf das englische Militär seit Io Im Falstaffs Zeiten lvcnig geändert; die Anwerl'ung der Söldner wird nickst viel gröbere Erfolge haben als in der famosen Sbakespaareschen Szene vom König Heinrick, IV. Es fehlt überdies für die Ausbildung eines großen Heeres drüben an jeglickwr Vorbereitung, an Kaser- iicn, Schicsqtänden u. a. m Wie sehr cs aber unsere Truppen darrstet, die Bekanntsck>aft englischer Soldaten zu mcuüen, zieht aus dem in diesen Blättern wiedergegebenen Erlaß des bayrischen Kronprinzen an sein Heer hervor. Die Bauern rrollen auf eine „ganz besondere Art", freilich nickst gcntle- menlife mit Handschuhen, die brinschcn Waffenträger be- grüßen! Der „Temps" erörtert inzwischen ein sehr zeitgemäßes Thema: ob die französiscklen Behörden und Minister wieder nach Paris znrückkelsren könnten. Das Blatt kommt zum Schlüsse, daß die Franzosen wohl die moralisch: Gewißhell hätten von der Unmöglrcksteit einer Wiederholung des deutschen Vormarsches, aber keine materielle Gewißheit. Eine seine Unterscheidung, die allerdings ins Gewicht fällt Heiter wirkt es, daß der „Tcinps" noch hinzufügt, die Wiederbesetzirng der Residenz wüstde zweifellos die aggressive Tätigkeit der Deutschen crlzvhcn, daher, das ist ungefähr der Gedankcngang, nröckste das diplomatische Körps die Anger von einer so gewagten Unternehmung lassen. Auf die R u s s e n scheint man gar nicht mehr zu warten Betrachtet mau die gestrige Ddclduivg aus dem deutschen Hauptguarticr ül>er die Lage in Ruffisch-Polen genauer, so sind schwarzs ehe rische Folgerungen nicht gerechtfertigt Die Russen besitzen, das ist gewiß, ein außerordentliches Men- schemnaleriall Allein wie es mit der Ausrüstung, Ausbildung und der Kampsesstimnrung der Verstärkungen aus- seheii wird, ist eine andere Frage. Die Fassung der gestrigen amtlichen Meldung erinnert uns an jene Ankündigung einer Entscheidung, die der Schlacht von Tanncnbcrg oorausging. Auch damals hieß cS, daß deutsche Truppen an einer Stelle znrückgenoimncn werden mußten, um gegenüber heran- zichenden neuen russischen Korps wirksam einzugreiscn. Aus dem nordöstlichen Kriegsschauplatz gibt es keine ivesentliche» Veränderungen. So geht man wohl in der Annahme nicht fehl, daß OKneraloberst v. Hinde,iburg selbst in Polen die Zügel ergriffe» hat In einer Front von über 100 Kilometern, nämlich in der Linie Iwaitgorod, Warschau und Nowogeorgiaost, haben die Russen Verstärkungen antretcn lassen. Taß die deutsche Heeresleitung sich einstweilen vorsichtig abwartend verhalten und erst dann zu neuen Kämpfen schr/ilen will, wenn sie die Größe und Beschaffenl>ett der neuen russischen Truppen genau übersehen kann, ist durchaus einleuchtend. Ob Generaloberst v. Hindenburg sodann sein altes Meisterstück wiederholen wird, schnell zu einem Schlage gegen e i n en Flügel des Feindes auszuholen, müssen wir, freilich voll großer Spaiinung, abwarien. Daß er nicht der Mann zagen Llbwartens 'ist, haben wir ja zur Genüge erfahren. W Wenn wir zum Schluß noch ans die Bedeutung der heute von der Rcichsrcgierung veröffentlichten Maßregeln zur Regulierung des Lebensmiltc.Marktes Hinweisen, so möchten wir damit den Wunsch verbinden, daß auch in die,seil Fragen, in denen man gewiß öfter verschiedener Meinung sein kann, der innerpoliti'che Burgfriede gewahrt bleiben möge! Es ist erfreulich und von allen Seiten als notlvendig anerkannt, daß von Reichs wegen .Höchstpreise angeordnet werden. Die Preise von 220 Mil sür Roggen und 360.50 für Weizen erscheinen zwar etwas hoch, wenn man die Durchschnittspreise der letzten Jahre betrachtet, die von der Frkf. Ztg. wie folgt angegeben we den: 1968 1967 1968 1909 1910 1911 1912 1913 Roaaen 161 193 186 176 152 168 186 164 Weizen 180 206 211 234 211 204 217 199 Indessen der Krieg hat seine unvermeidlichen Ernwir- kungen gehabt, und wir müssen uns damit zufriedengeben, daß Deutschland ans eigener Kraft seinen Verbrauch an Lebensmitteln zu decken vermag, sofern die Maßnahmen, die in der Veröffentlichung der „Nordd. Allg. Ztg." übersichtlich angeführt sind, gewissenhaft befolgt werde». Disziplin und Subordination ist jetzt auch in der Heimat die Parole! Besserwisserei und Kritik dürfen die Bevölkerung in der treuen Befolgung der durch die höchsten Lanjdesinter-- esscn gebotenen Anordnungen nicht aufhältcn! Kronprinz Rupprecht an seine Bayern. München, 28. Okt. (WM. Nichtamtlich.) Tic „München-Augsburger Abendzeitung" meldet: Kronprinz Rup- v r e ch t von Bayern hat als Kommandierender der sechsten deutschen Armee folgenden Armeebefehl an seine Soldaten gerichtet: > Soldaten der VL Armee! Wir haben nun das (blückj auch die Engländer vor unserer Front zu haben, Truppen jenes Volkes, dessen Neid seit Jahren an der Arbeit war, unS mit einem Ring von Feinden zn imigeben, um uns zu erdrosseln. Ihm haben nur diesen blutigen, ungeheuren Krieg vor allem zu verdanken. Darum, wemi es jetzt gegen diesen Feind geht, übl Vergeltung für die feindliche Hinterlist und für so viele schwere Opfer. Zeigt ilpveii, daß die Deutschen nicht so leicht aus der Weltgeschichch zu streichen sind: zeigt ihnen das durch deutsche Hiebe ganz besonderer ?lrt. Hier ist der Gegner, der der Wiederherstellung des Friedens am meisten im Wege steht. Draus! Rupprecht. Tie technische Geschicklichkeit der Tcutschen. Lont»on, 28. Okt. Ter militärische Mitarbeiter der „Times" bebt die besondere technische Geschicklichkeit der deutsckwn Truppen in den letzten Kämpfen in Flandern hervor. Die Deutschen könnten in wenigen Augenblicken Bauernhäuser in Festungen verwandeln, und aus diesen Festungen heraus wären sie imstande, im entsck)kidenden Augenblick durch Maschinengewehrfener die Lage zu ihren Gunsten zu beeinflussen. Lcbcnsmittclmangel in Belgien. Haag, 28. Okt. In Herstal, Wandrc und anderen Ort* schaffen in Vrr Umgebung von Lüttich herrscht Mangel an Brot und Kartoffeln, deshalb Hai man, in den letzten Tagen viel Brot in Maastricht angekamt. In Herstal, einer Gemeinde von 22000 Einnvhnern, wervcn iäglich 14 000 Portionen Sgippe nimsonst ausgcielü. (Berl. Tagebl.) jlrenzcr „Karlsruhe". Rotterdam, 28. Okt. Lloyds Agent in Teneriffa meldet, daß die drei englischen Dampfer „Jichrani", „Farn" und „Eondor" von dem deutschen Kreuzer „Karlsruhe" nicht versenkt, sondern erbeutet wurden. „Jn- drani" und „Farn" hatten beide eßre Kohlenl'adung und wahrscheinlich batte auch der „Eondor" eine größere Menge Kohlen an Bord. Die „Karlsruhe" wird somit ihre Kohlenvorräte ergänzt haben, um so mehr, well auch die von ihr versenkten Schisse „Eornisb Eich" im£> „Rio Iguassu" ""ößcre Mengen Kohlen geladen hatten. Bedrückungen der Deutschen in Aegypten. London, 28. Okt. (WM. Nichtanttlich.) Die Zet- tunacn melden: Tie äghptischcn Behörde» haben beschlossen, alle Deutschen und Oesterreicher dienstpjlichtiaen Atters zu internieren. Die Bewegungsfreiheit der übrigen soll noch mehr bejchrünkt werden. Der russische amtliche Schlachtcnberichi. Petersburg. 28. Okt Ter ruffiiche Große Generalstab gibt Folgendes bekannt: Tie Kämpfe an den Straßen, welche nach P e t r o ko w und Radom leiten, haben den Charakter einer großen Schlacht angenommen, die sich über eine Front von m e l> r als I 00 Werst efftreckt und zwar von Ran>a über Nowo Mjslo ilüb Bjalolwbegi bis zur Einmündung des Jljankaffiisses in die Weichsel. Am 2lbend des 24. Oktober haben wir nördlich von Rawa erbitterte Bazonettkämpse ansgeiochtrn; in gewaltigen Kamp' fc» wurde um bie Stadt Kasimorsjew gerungen. Auch im Nemulowoswalv, südlich von Rawa, wurde hesttg gekämpst. Ebenso in den Lkäldern zwischen Rawa und Kosenlzh tobt die Schlacht. Aus dem Wege nach Nowo 2llerandria lxitten mir cinüzes Terrain gewonnen an mehreren Punkten. In Galizien rücke» unsere Truppen in der Gegend von Sambor und Stavenlasto vor. (?) sNationalzellung.) Studentenunruhen in Rußland. Kopenhagen, 28. Okt. In Petersburg und Moskau sind große Studenten-Kundgebungett im Gange wegen eines Erlasses, der den Kriegsminister ermächtigt, Studenten zum Wasscndienst heranzuziehe,,. In Moskau fanden studentische Straßcnumzüge statt. In Petersburg nahmen die Studenten gleichzeitig eine revolutionäre Haltung ein. Der Unterrichtsminister lehnte ein ltzrsuch des Rektors der Petersburger Universität ab, 25 jüdische Abiturienten sowi« 18 jüdische Studenten, die bisher im Ausland studiert hattet^ über die sür die Juden festgesetzte Prozcßnorm l/inaiis zum Studium an der Universität znzutasscn. Bulgarische Studenten aus Rußland auSgewiescn? Sofia, 28. Okt. Nach dem Blatt „Utto" sind die bulgarischen Studenten, die a» russischen Universitäten im- mairiknltert sind, anfgesordert worden, b in n e n 24 S tun- den Rußland zu verlassen. (?) Russische Lügen. Wien, 28. Okt. (WM. Nichtamtlich.) Aus dein Käiegs- pressequartier wird amtlich gemeldet: Die Russen verbreiten unter Aufwand großer Geldmittel Oiachrichten über G r e u e l t a t c ii unserer Truppen und Behörden in der von uns zum großen Telle wieder besetzten Bukowina, namentlich in Czernowitz. Besonders die Rumänen sollen unter der österreichisch-ungarischen Verwaltung sehr zu leiden haben. Hunderte von Hinrichtungen sollen statt- gesunden haben. Obwohl die Tendenzen dieser plumpeu Äusstteuungeii allzu durchsickstig sind, sei mit aller Bestimmtheit erklärt, daß diese und alle älytlichen russischen Meldungen auch nicht ein einziges ivahres Wort enthalten. Uiffere von einmütigem Jubel begrüßten Truppen und Beliörden besinden sich i n b e st c m E i n v c r n e h - men mit der stets loyalen bnkowiiiischcn Bevölkerung und genießen deren vollstes Vertrauen. Ganz besonders sei fest, gestellt, daß die Rumänen in der Bukowina in keinem ein- zigen F-alle zu einenr Einschreiten unserer Truppen oder Behörden Anlaß gegeben haben, wohl aber empfindet die gesamte Bevölkerung die Unterschiede zwischen unserer und der russtsck)en Verwaltung in einer Weise, die unseren Gegnern nicht erwünscht zu sein scheint. * ^ * # Das Urteil gegen die Norder des Erzherzogspaares Zranz Ferdinand. Sarajewo, 38. Okt. (WM. Nichtamtlich.) Im hoch- verratsprozeß ist folgendes Urteil- gefällt worden: Die Angcllagten Ilitsch, Beljtz» Ttschnbrilowitsch Ntt» Kerowitsch, Jvwanowitsch und Milowitsck wurden znm Tode durch den Strang veruttcilt. Mitai Kerowitsch wurde zn lebenslänglichem schwerem Kerker, D r i n civ, Tschcbrinowitsch und Grab«sch zn 20 Jahren, Bast Tschnbrilowitsch zu 16 Jahren, Pvpowitsch zu 13 Iah ren, Kranjewitsch und Gjukitsch zn 10 Jahren, St je- panowitsch zn 7 Jahren, Zagoratz und Perin zu drei Jahren schwerem Kerker verurteiU. Die übrigen Angeklagten wurden freigcsprvchen. Das Borgrhen der «riechen in Sndalbanien. Athen. 28 Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Die „Agence d'Athenes" meldet: Trotz der im epirottschen Feldzug gebrachten Menschen- und Geldopfcr hatte Grieckwnlaiid entgegen dem Wunsche der Bevöllcrung von Nordevirus, um sich den Beschlüssen der Mächte anzupassen, die Räumung desjenigen Teils von Evirns durchgefül,rt, der von der Botschaß- tcrkonferenz dem albanischen Staate zuerkannt worden war. Dos - der Folge zwischen den eprrotischen Delegierten und beit Vertretern der Mächte abgeschlossene Uebereinkom- men von Korfu gewährte den Bewohnern von Nord- cpirus ethische und religiöse Garantien, die ihnen gestatteten, unter dem neuen Regime friedlich zu leben, Unglücklicherweise machten die inzwischen enigelrctene» Ereignisse die Wiederherstellung der Ordnung und Sicherheit als unerläßliche Vorbedingung des Wohlergehens dieser bereits so schwer heim-, gesuchten Bevölkerung unmöglich. In dieser Gegend nahm die llnsicherheit überhand und fanden häufige Angriffe albanischer Banden gegen die Truppen des autonomen Epirns statt. BlutigeKämpfe waren die Folge, die die Bevölkerung nicht zu einem friedlichen Leben kommen ließen und sie seit Äionaten im Zustande etoiger Angst erhielten, während andererseits zahlreiche muselmanische Eintvohner dieser Gegenden Haus und Herd im Stich ließen und nach Balona flüchteten. Zu wiederholten Malen wandten sich die Mächte an die hellenische Regierung mit der Forderung, sie möge chren Einfluß bei Zographos aufbielen, uni die Rückkehr dieser Anwairöerer zu sichern. Die geringen Mittel, über die die provisorische Regierung verfügte, gestatten ihr jedoch nicht, die Verantwortung dafür zu übernehmen, der Rückkehr der oben genannten Flüchtlinge zuzustimmen und die Ordnung, Sicherheit und Wohlfahrt der von ihr verwalteten Provinz wirksam verbürgen zu können. Unter diesen Umständen und angesichts der sich daraus -ergebenden fortschreitenden Anarchie habe sich die griechisch)« Regierung, geleitet von den Gefühlen der Menschlichkeit und auf Bitten der christlichen und muselmanischen Bewohner von Epirus, die wiederholt die griechische Regierung darum ersuchten, entschlossen, die Verantwortung für dieOrdnung und Sicherheit imLandezuüber- nehmen. Sie habe sich ferner entschlossen, ihre Truppen in den Bezirk von Argyrokastro und P r e -- meti zu dem Zwecke einrücken zu lassen, um hier Die Ordnung zu sichern, den herdflüchtigen Bewohnern die Rückkehr zu ermöglichen, das Leben und Eigentum aller Epiroten ohne Unterschied der Religion zu gewährleisten und an den Grenzen des Königreichs die zu seiner Sicherheit unerläßliche Ordnung herbeizuführen. Die Notwendigkeit dieses Vorgehens stellte sich um so dringender dar, als die Saatzeit naht und den Familien der Ausgewanderten Gelegenheit gegeben werden mußte, zur rechten Zeit heimzukehren, um die Felder bestellen zu können. Indem Griechenland zu diesen Maßregeln greife, welche einen rein provisorischen Charakter trage, nehme es sich vor, sich stets streng nach den Beschlüssen der Mächte zu richten, denen es durch seine Note vom 8. (210 Februar beigetreten ist, wie es denn auch bereits in diesem Sinne den Mächten eine Erklärung abgab. Tic Beschießung von Antivari. Wien, 28. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Die „Südslawische Korrespondenz" berichtet ausführlich über die früher gemeldete Beschießung des Lowtschen und von Anti- vari. Am 10. Oktober vormittags wurden die montenegrinischen Artilleriestellungien auf dem Lowtschen in wir- iungsvoller Weise durch ein üsterreichisch-ungarisches Flugzeug, das ein Maschinengewehr und Bomben mit sich führte, bei gleichzeitiger Mitwirkung der in der Bucht von Cattarv liegenden Kriegsschiffe angegriffen. Das Flugzeug be- Hann die montenegrinischen Stellungen aus dem Mafchinen- fgewchr zu beschießen. Auch ließ der Flieger mehrere Bom- -beu in die Stellungen der Adontenegriner fallen, die das Flugzeug vergeblch beschossen. Gleichzeitig nahm die schwere -Schiffsartillerie den Lowtschen unter heftiges Feuer. Es schien, daß das Bombardement starke Wirkung hatte. Am 18. Oktober nachts erschien eine österreichisch-ungarische Flo- tille aus Torpedobooten und Unterseebooten überraschend vor Antivari, wo am Tage vorher ein französischer .-Dampfer Artilleriematerial, Flugzeuge und Proviant für Montenegro ausgeladen hatte, die noch im Hafen lagerten. Mehrere Lagerschuppen wurden in Brand geschossen und die erneuerte Fnn kenstation zerstört. Als die französische Flotte herandampste, waren unsere Schiffe bereits außer Schußweite nnd fuhren im Schutze der Kiffteuforts. Wie verlautet, herrscht in Cetinje über den ungenügenden Schutz Antivaris durch die französische Flotte große Bersttmmung. Ausbreitung des Burenaufstandes. Amsterdam, 28. Oktober. (Ctr. Frkft.) De r „Testes r aaf" bc r ich te t aus London: Die letzten Meldungen aus Südafrika lauten sehr ungünstig. Es scheint, daß auch General de Wet gegen Botha Partei genommen hat, während man sich über die Haltung vieler anderen einflußreichen Mitglieder der Hertzog- Pattei in London sehr beunruhigt. Gerüchten zufolge sollen hohe englische Beamte durch ausständische Buren gefangen genommen sein. — Zieht man, so bemerkt ein Berichterstatter der „Frkf. Ztg.", der wir diese Meldung entnehmen, die außergewöhnlich strenge englische Zensur in Betracht, so kann man sich aus diesen wenigen Mitteilungen, die der englische Zensor durchgehen ließ, einen Begriff von der wahren Lage in Südafrika machen. Bis jetzt haben die Luglffcheik, Telegramme nur von Siegen über Maritz und bevorstehender Beendigung des Ausstandes sprechen dürfen: auch die zuletzt hier in Amsterdam aus England eingetroffenen englischen Blätter vom Dienstag veröffentlichen die üblichen für England sehr günstigen --Nachrichten über den Aufstand. Aur dem Reiche. Die deutsche Presse in der Krieaszeit. Aus Anlaß des 25 jährigen Berlagsiubilämns haben sich die „Chemnitzer Neuesten Nachrichten" an den Generalobersten v. Heeringen, den Heerführer unserer VII. Armee, gewandt und diesen um sein Urteil über die Bedeutung und Geltung der deutschen Presse in der gegenwärtigen Kriegszeit gebeten. Generaloberst v. Heeringen hat daraus der Zeitung einen Bttes gesandt, in welchem es u. a. heißt: „In der ernsten Zeit, in der ganz Deutschland ohne Ansehen der Petton und Partei für Kaiser und Reich zusammensteht, hat sich auch die deutsche Presse vortrefflich bewährt. Diskret, wie es im Interesse unserer Operationen erforderlich ist, vatri- vtisch im besten Sinne des Wortes, ist der deutsche Zeitungswald ein treues Spiegelbild der ernsten, ovierwilligen und siegesbewußten Stimmung unseres Volkes. Für uns im fernen Frankreich ist die Presse ein lwchwert gehaltenes Band mit der geliebten Heimat, das den Soldaten im »orberften Schützengrabor, wie dem oberen Führer sttts neue Kraft zum Siege zusübtte." Ein Telegramm des Reichskanzlers. Dem Fürstbischof Dr. Bertram von Breslau, dessen Einführung heute startfindet, ging von dem Reichskanzler aus dem Großen Hauptquartier folgendes Telegramm zu : „Euer iürstlickwn Gnaden spreche ich am heutigen Tage meine aufrichtigsten Glückwünsche aus. Gott der Allniächtige gebe Ihrem oberhirtlichen Walten auch in Ihrem neuen Wirkungskreise seinen reichsten Segen. Die schlesische Treue, die sich in hattem, aber ruhmvollem .Kampfe für die Ehre und den Bestand des Vaterlandes wieder glänzend be- währt, wird auch Ihrer Friedensarbeit einen guten Boden bereiten." Berlin, 28. Okt. (W. B. Nichtamtlich.) In der heutigen Sitzung des Bundesrals gelangten zur.Annahme der Entwurf einer Bekanntmachimg über die privatrechtlichen Verhättnisse der Genossenschaften zum Zwecke der B o d c n b e w ä s s e r u n g, die Entwürfe von Bekanntmachungen, bett. Höchstpreise usw. Au» Stadt und LanH. Gießen, 29. Oktober 1914. Offener Brief an die Lchüler höherer Lehranstalten. Liebe Jungen! Die weiften vvn Euch würden jetzt sicher lieber im Krieg fettr nnd für das Vaterland Leben und Ge sundheit opfern als behaglich, im warmen Zimmer auf der Schulbank fitzen: und ich weiß: lvemi Euch jemand zeigt, hier und dort könntet Ihr selbst etwas tun für die große Sache, fo würdet Ihr nicht zögern, es zu vollbringen. Nun gut, ich will Euch eine solche Gelegenheit zeigen. Kürzlich ging ich an einer höheren Schule vorbei, als gerade Pause war. Da sprangen viele in eine natyc Konditorei, imd sie kamen zurück mit Törtchen, Cremschnittcheu und anderen keckeren Sächelchen. — Ich habe mich über den guten Appettt gefreut, mit dem das verzehrt wurde, aber zugleich kam mir doch der Gedanke an die Tausende Ber triebener oder Arbeitsloser, die jetzt in unserem Vaterland Not leiden, und an die vielen wichtigen Aufgaben, für die jetzt dringend Geld gebraucht wird. Und ich dachte mir: wenn jetzt unsere Jugend statt der teueren Konditorivaren — Brot äße und das ersparte Geld für vaterländische Zw-ecke sammelte, das bewiese echte, männliche opferwillige Vaterlandsliebe, das wäre schlichtes Rittertum. Ist das im Grunde nicht auch Eure Ansicht? Und vielleicht findet Ihr bei näherer Ueberlcgung noch andere Gelegenhetten zu solch wertvollen Entsagungen im Dienste des Vaterlandes? Wie steht es denn z. B. mit dem Trinken nnd Rauchen nnd Euren Weihnachtswünschen? Ich bin sicher: Euerem findigen Geist fällt noch Tausenderlei ein, woran ich Alter gar nicht denke. Wie wäre es, wenn Ihr damit Ernst machtet? Ener alter Freund A M. Auf dem Felde der Ehre gefallen. (Aus Hessen und den Nachbargebitten.) Res. Adolf Müller, Jnf.-Rgt. 116 aus Gießen. — Gefr. d. R. Ferdinand Schwalb, Jns.-Rgt. 116 ans Alten-Bnscck. — Landwehrm. Wilh. Stumpf, Res.-Jnf.-Rgt. 116 aus Kirtorf. Landwehrm. Gefr. Ludwig Seim, Res.-Jnf.-Rgt. 116 aus Wahlen. — Res. Karl Lehmer, Jnf.-Rgt. 168 ans Staden. — Landwehrmann Adolf Tuch, Jnf.-Rgt. 118 aus Mchnz. — Res. Jos. Sauer, Jnf.-Rgt. 117 aus Mainz. — Vizefetdw. Phil. Maus, Pionier-Bat. 21 in Mainz-Kastel. — Freiw. Karl Jaxtheimer, Jnf.-Rgt. 88 aus Hanau fl. M. — Res. 'Georg Graeff, Jnf.- Rgt. 115 aus.Darmstadt. — Unteroff. Aug. Reff, Jnf.-Rgt. 115 aus Darmstadt. — Landwehrm. Christoph Mahr, Jnf.-Rgt. 115 aus Brcnsbach. — Res. Gustav F u h r, Jnf.-Rgt. 116 aus Felker- dillen (All). • — Mnsk. Willi Theiß, Jnf.-Rgt. 117 aus Stangenrod. — — IM FELDE erwarten unsere Angehörigen aus der Heimat Nachrichten über die Vorgänge daselbst und über die Ereignisse und Fortschritte auf den Kriegsschauplätzen. Durch die regelmäßigeUebersendung des Gießener Anzeigers kann mancher lebhafte Wunsch erfüllt werden. Die Nachsendung des Gießener Anzeigers ins Feld erfolgt am zweckmäßigsten durch die Post. Man bestelle ihn deshalb bei den zuständigen Postämtern vom 1. Novbr. an unter genauer Angabe des Namens, des Armeekorps, der Division,desRegiments undder Kompagnie. Außer dem üblichen Bezugspreis erhebt die Post nur eine monatliche Umschlaggebühr von 40 Pfennig. Bestellungen nimmt außerdem entgegen die Geschäftsstelle des Gießener Anzeigers. V__> ** Ritter des Er fernen Kreuz^es. Obervegierungsrat v. Wussow bei der deutschen Verwaltung in Brüssel, Wilhelm Kann und Heinrich Jüngst von Dillen- burg. Wahl und Santtätsseldw. Walter, Jns.-Reqt. 65, von Niederscheld. Cunz aus Burg. Präparandenlehrer H a st i n g aus Herborn. Stabsarzt Dr. D o b t, Futzart -Rgt. Nr. 10, aus Wetzlar. Leutn. und Kompagnieführer Harald Turner, Inf.-Regt. 131 aus Leun. Vizefetdwebel Karl Schlegel, Jnf.-Regt. 81, aus Aßlar. Dizefeldw. im vierten Bayer. Jnf.-Regt. Otto Geisel aus Alsfeld. Reichsbankbote Buckow, Vizswachtmeister im 18. Fußart.-Linien- Regt., aus Biedenkopf. Lehrer Dönges (zurzeit Einj.-- Untervffizier bei der Maschinengew.-Abt. Fnf.-Regts. 81), früher in Friedensdorf. Sämtliche vier Mitglieder der Familie v. H e r f f in 'Darmstadt, der Oberst Karl b>. Herff wurde mit dem Eisernen Kreuz 1. Kt. ausgezeichnet Pionier Wilh. Dich! von Löhnberg. Wzeseldw. Werner Willgerodt, Zeichenlehrer am Kgl. Gymnasium in Dillenburg.' Unteroff. Heinrich Jüngst und Gesr. Alfred Heimes von Dillen- burg. Bizefeldw im Jnf.-Regt. 115 Wilhelm Glanz. SPraft« wagensahrer Uffz. beim Stabe der 5. Kav.-Div. Lehe in Darmstadt. Eins.-Freiw. Pb. Sang, Jnf.-Regt. 115. Schntz- mann Philipp Stein, Uffz. m der 2. Sam-Komp, des 18. Armeekorps in -Darmstadt. ** Stad ttheater. Es ist beschlossen worden, daß bei sämtlichen Vorstellungen Militärpersonen vom Feldwebel abwärts auf dem zweiten und dritten Parkett nur l-albe Preise zu zahlen haben: auch werden unseren verwundeten Kriegern für die Nachmittagsvorstellungen Freikarten nach Bedarf zur Verfügung gestellt werden. ** Wohltätigkeitskonzert. Das dritte und wahr- schttnlich für dieses Jahr letzte Wohltätigkertskonzert findet Sonntag, und zwar nicht wie sttther au) der Liebigshöhe, sondern im Philosvphenwalde statt, da die Räume der Liebigshöhe dem Militär zur Bttfügung gestellt werden. Das Konzert findtt statt zum Besten unserer im Felde und bei der Marme stehenden Mstbürger. Der Reinerttag wird dem Oberbürgermeister zur Anschaffung von Liebesgaben überwiesen. Sse*. »rundete haben iviederum freien Eintritt. Die Programme ,oer- den zivar kostenlos gegeben, doch steht zu hoffen, daß der Eine oder der andere mrgesichts des guten Zlveckes des Konzertes und des niedrigen Preises irttwitlig auch ttnen kleinen Obolus sür das Programm etttatttt. ** Krieg und R e l i gio n s fr a g en. Die Vorträge, welche der Ober hessische Verein für Innere Mission veranstaltet und die religiöse Fragen mit .Bezug aus 'den Kriq, behandeln sollen, beginnen am künftigen Sonntag, 1. Noo., abends 8 Uhr, und finden in der Stadtkirche statt. Den ersten Vortrag hält Prof. D. Schian über das Thema: „Bedeutet der gegenwärtige jtrieg den Bankerott der Christenhett?" Der Eintritt iß für jedermann srtt. **• „U n ron- T h«a t er" (Selt-ersweg 81). Aus den: neuen Programm ist besonders das großartige Kriegsdrama „'Der Heber- fall auf schloß, Boneourt" zu erwähnen. Heute rmd morgen smd wieder zwei Ausnahmttage zu klttnen Prttscn. (Siehe Inserat.) ** Im Lichtspielhaus auf der Bahnhofftraße wird heute und morgen noch der Film „Atlantis" nach Ger- hart Hauptmanns gleichnamigem Roman gezeigt. Der Film ist als technisches Meisterwerk ebenso interessant wie ast- moderne Seiffation. Das Hauptinteresse konzentriert sich auf den in allen Einzelheiten wiedergegebenen Untergang des Ozeanriesen „Roland", eine Schöpfung der .Kinoregie, wie sie bisher noch nicht lvieder erreicht worden ist. ** Vortrag in der Universität. Wir machen ans den Vortrag des Geh. Hofrat Prof. Dr. Elbs: „Ans der Entwicklung der chemischen Industrie m Deutschland und England", der heute abend Um 8>/« Uhr in der neuen Aula der Universität swttpndtt, ncch» mals aufmerksam. Der Ertrag ist betamulich »um Besten von Hinterbliebenen im Felde gefallener Gießener bestimmt. ** Die 116er im Taubcnschlag. Allerlei Ernstes und Heiteres von unseren, wackeren Gießener akttven Regiment plaudett ein Jeldpostbttes von ttnem 116er aus, den man uns einsandte. Er lautet: „Liebe Eltern! Ihr werdtt Euch zunächst Wundern, ttnen Brief vvn mir zu bekomme», der mit Tinte gttchrieben ist. Ausnahmsweise habe ich nial ttne Flasche Tinte und Feder dazu erbeMtt. Seit einiger Tagen ist unser Regiment nebst llttnen Abteilungen anderer Truppengattungen als Armeereserve unter Führung des Generals ....... hinter die .Gefechtsfront zurückgezogen worden. Das Regiment liegt in zwtt Ortschaften, imscr Batailbm in ■ - - - „ aus dem ich Euch schon vor einiger Zttt ttnige Briese und Karten zugehen ließ. Untergcbracht sind wir kompagniewttst in den noch einigermaßen erhaltenen Gebäuden, um jederzeit aufs schnellste marschberttt zu sttn. Die zettchoüenen Fenster, Wände und Ziegeldächer sind durch die bei uns bifindlichen Handwerker wieder hergestttlt worden. Dachdecker, Glaser, Maurer usw., alle konnten uneder einmal ihres Amtes wallen. Die übttgeu Mann- schasten beschäfttgtcn sich mtt JnsMndsetzen der Höfe und Sttaßen, so daß das von uns bewohnte Dorfviertel schon wenige Stunden nach dem Einzuge einen guten Eindruck machte. Selbst unser General war des Lobes voll über die zustande gebrachten Leistungen und hat uns seine Anerkennung ansgeiprochen. Meine Komvagnie liegt im Gehöft des M.... F.... Mein Schlafgemach mit noch zwtt Kameraden — einer hiervon ist von Grünberg — befindet sich im unteren Stockwerk eines tnrmartigen, fensterlosen Tauben schlages, dessen nächst höhere Etage nur noch von emer Henne nnd einem fast schwanzlosen Hahn bewohnt wird. Aber ttotz seiner werrigen Federn im Schwanz läßt er es sich nicht nehmen, uns jeden Morgen gegen 6 Uhr den Tagesanbruch zu vertündeu. Doch lange wird er nicht mehr krähe» brauchen, dann lverden Hahn und Henne in unsere Kochgttchirrc gmxrndett sein, da sonst doch niememd da ist, der sich ihrer an- nimmt. Einen kleinen, noch fast neuen Koksofen haben wtt heute aus dem unbewohnten Nachbarhof requiriert, den wir in unserem, zur Hälfte in der Erde gelegenen Zimmer ansgesttttt haben. Um Licht in die Stube zu bekommen, heben wir während des Tages die Tür ans, lvährend der Nacht brennen wtt Wachskerzen; den .Boden haben wir dick mit Stroh belegt. So liegen wir augenblicklich wie im tiefsten Friede». Der Dienst ist derselbe wie in der Garnison. Gegen 7 Uhr vormittags wird durch den Unteroffizier vom Dienst geweckt, anschließend findtt Waschen unter Aufficht der Korporalschastsführer statt. Der Vormittag wird zum Gefechtsexerzieren und Anlegen von Feldbttesti- gungen ausgenutzt, die wir zwar alle genügend kennen, aber unser junger Ersatz ist hierin noch nicht genügend eingewttht. Nachmtttagsl üben wir Ehrenbezeugungen, rttrrigen Gewehre, daran anschließend putzen wir unsere Sachen für den näck)sten Tag, wobtt wtt allerhand schöne Lieder, auch welche aus der Heimat, singen. Selbst imstr M u s i k k o r p s ist heute in Tätigkett getreten nnd hat uitter anderen schönen Liedern auch den Pattser Ernzngsmarsch erklinge« lassen. Wie mag es auf die noch anwttenden Franzosen gewirkt haben, wenn sie ihn kannten. Die Verpflegung, tue bisher noch nie schlecht war, ist ausgezeichnet. Nach dm: Abend- mahlzttt, die mttstens aus einer guten Suppe httteht. gibt es noch mal Kaffee oder Tee, der nrtt Rotwein gemischt wird. Vom Battnllon hat die Kompagnie 72 Liter empfangen, den wir setzt mit Genuß verzehren können. Ihr seht, liebe Eltern, daß Ihr nnbttorgt nm mich sttn kölmt, wir leiden keinen .Hunger. Doch wem erst wieder weiter marschiert wird, dann wird die Regelmäßigkeit etwas eingeschränkt werden müssen: das Essen kommt dann zuletzt. Vor dem Eingang des zum .Hose gehörigen Hauses, löttches durch einen Granattchuß fast vollständig znsammeiigesallen ist, liegen zwtt Angchöttge des Regiments beerdigt. Wtt haben ihnen ein schönes mit Blumen dekoriertes Grab errichitt. Ern Kreuz aus Holz zttgt die Namen der Tapsereir. — Hiermit will ich schließen, da wtt drtt Bewohner des Tauben schlages noch einen kleinen Schasskops uwche» wollen. Nun sttd alle recht herzlich gegrüßt von Euren, Sohn H. ** Abgabe von ansrangierten Militär- Pferden in Hanau. Samstag, den 31. ds. Mts., mittags 1 lllp, versteigert die Landivirtscltziftskamnier für das Großherzogtum Hessen in der Kaserne des Ulanen-Reginrents 6 in Hanau 10 Stück ansrangierte Militärpferde, darunter zwei tragende Stuten, gegen Barzahlung. Augelassen zur Versteigerung werden nur Landwirte und zwar ausschließlich ans dem Großherzogtum Hessen. Landkreis Gießen. sF) Watzenborn, 29.Okt. Ein junger Krieger aus unserer Gemeinde, Karl Weiß, Unteroffizier bei den 21. Pionieren, ist am 8. Okt. durch Verleihung des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet worden. In einem Briese an seine Eltern schreibt er darüber: ,Lch bin schon oft auf Patrouillen gewesen nahe am Feind. Bei dieser Gelegenheit habe ich ttne Herde Schafe entdeckt, die zwischen uns und den Franzosen im Felde umher weideten. Die Schafe hatten Schellen an und sollten uns verraten, wenn wir nachts vdtt' gegangen wären. Dä habe ich mit vier Mann dennoch diä klugen Franzosen rlberlistet, indem wir uns hinschlichen, weit vor, fast bis an die feindlichen Schützenlinien, und die ganz« Herde Schafe in unsere Stellung brachten. Als wir ankamen, wurden wir mit Jubel begrüßt. Es waren mehr als 150 Stück, es war ein guter Fang. Wir hatten Fleisch die Menge. Was wir übrig hatten, ist an die ganze Brkigade verteilt worden. Dadurch ist unsere vierte slümpagnie sehr bekannt geworden. Ich habe heute deshalb das Eiserne Kreuz erhalten, — eine schöne Auszeichnung." F. Watzenborn-Steinberg, 29. Oku Der Krieg hat ans unserer Gemeinde schon eine ganz« Rtthc schwerer Opfer gefordert, 7 ans dem Felde bei Ehre Gefallene und 22 Verwundete': einige werden vermißt. Von einem der Schwcrverwim- beten melden zudem die iienesten Nachriehtm, er stt jttncn Wunde» erlegen. "M Trais-Lorloff, 28. Cft. Ter bi er wvbndaNc. aus «Izheim gebüttiqe Mjähr Weißbindermeifter und Musiker Jalol 5 am es, der als Landtvehrmanu eingezogen war und in einem )rt in Rheinheiien als Unteroffizier an der AuSbildimg nuae- ienter Mannschaften teilnahor, mußte aui eigentümliche Weise ein Leben lassen. Einem mrt dem Entladen französischer »ewehrr beschäftigten Mann war eS trotz vieler Mähe nicht mög uh, einen Schuß aus einein Gewehre zu bringen. Be, weiteren Per rchen entlud sich plötzlich die Nasse und die Kugel drang dein abeistehenden S. in den Leib. An der erhaltenen schweren Per chung ist der Bedauernswerte, der Familienvater ist und sich llgemrincr Beliebtheit erfreute, bald daraus gestorben. O Steinheim b. Lungen, 27. Olt. Die Sammlung lir das Rote Kreuz ergab in unserem One: 84 Lemden. 0 Bettücher. 31) Landtücher und 13 mit Daunen gestillte Krisen kußcrden, wurden »ach Gießen adgclieserl: 560 Stfirf Er er. , Zentner weiße Bohnen, 30 Pfand gedörrte Bobnrn. I Zcntner örrvblt und an Speck und Wurst 25, Pftind Auch wurde in der ergangenen Woche ein Wagen voll Kartoffeln an das Lazarett , Lungen gespendet. An barem Geld gingen bis letzt ein 511,53 7ark, wovon ein Teil an den Kreisausickuiß, fürs Rote Kreuz und ricgSHilfe abgcliefert wurde. — Zwei Söhne unserer itzemrinde at das LEucrland als Opfer gefordert. Am 17. September narb fzeseldwebel d Res. Losman» den Leldentod fürs Vaterland, nd am 9. Okwber ftel der Gefreite NicklaS vom Jägerbal. Il uf dem Felde der Elrre. Kreis Büdingen. O) Büdingen, 27. Okt. In der llmgegend, ivelche noch ine elektrilche Lichtanlage beült, lehlt leit ci.nqe» Tage» auch i» Petraleuni last gänzlich und inan greift jur Nerze und cm schon längst Itileile gestellten Otlidit. Die Neberlandzentrale at gegenwärtig da« Arbeitererional erheblich vermehrt: d» ?ln- >ng Dezember d.I. soll die elektrische Lichtanlage hier ii, Büdingen -rtigaeiiellt lein. O Selter», 22 Oft. Zwei Eisenbahn ivaaen mit iebesgaben wurden in den Gemeinden Selters, Ortenberg, Siopenbach. Bellinutb, Boden Hausen I, Eckartsborn, Ltbbera, ielnhagr, Usenborn und Bergheini gelanimell und noch de», Etsaß bzelandt. Eine Seiidnng Kleiduiigsilückc kgin nach Ostpreußen. — Echzell, 2). Okt. A»! dem Felde der Ebrc liel der ins. Freiiv. Unteroffizier in, Ini.-Reg 87 Gottfried Krämer, 'er tbeiallcne ivirkte eine Zeitlang als Lehrer an hiesiger Volks- kliil». Kreis Schotten. Ober-Seibertenrod, 28. Okt. Run bat der irieg auch in unserer Gemeinde das erste Opier gefordert. )en Leldentod für*» Bciterland starb der 32jährige Wehr- >ann Leinrich Korell beim Landwehr-Jnsmtterie-Reqi- rent 116 Er war Angestellter in einer Fabrik in Zeilsheim. )er Gefallene lnnterläßt Frau und Kind. £ Kölzenhain, 28. Cft. Ten Leldentod für Bater- and starb hier der bei Schülern und Ortseinwahnern be- iebtc Lehrer L e h r. Rur einige Jahre hat er hier segensreich icroirrt. Er hinterläßt Frau und Kind. Kreis Frievbcrg. 3. Friedberg. 28 0k>. Leute wiirden aus dem nieügeii lelangeneii-Lazarett zwanzia von den üebzia nnweienden Seiangeneit nach Darmstadt verbracht, nachdem ihre Ver- oundungen gekeilt waren. Der Transport bestand aus 15 Fran- osc», zivei Indiern, zwff Eeneaalnegern, fomic einem Tiirko. D Friedberg, 28. Okt. d-esteni fand unter den, Porsitz »eS Schulrats Süß die diesjährige L e r b st v e r s a m m l u u q >er Lehrer des Kreises Friedberg statt. In seiner Begrüßungsansprache gedachte der Schulrat der schweren Zeit, die iber unser Paterland gekommen. Pon den Lehrern des Kreises ind über l 00 zu den Fahnen gerufen worden, 98 leben im Felde, 51 sind verwundet und zwei haben bereits den geldentod fürs Paterland gefunden Das Andenken der Ge- allenen ehrte dü' Berimionluag dnrch Erbeben von den Sitzen. >n dem sich anschließenden Vorträge gab Schulrat Süß innen Rückblick über die Ereignisse seit Ausbruch des Krieges. Dann v.acl Lerr Med-Rat Tr Nebel über das Tlwnia „Krüppel- ürforge unter der Jugend" Den Schluß der Per- jammlung bildeten geschäftliche Mitteilungen. Starkenbnrg und Nhrinhessen. s. Ans R de in kessen. 27. Okt. Sowohl im Kreise Bingen als auch in, Kreise Alzey sind Löch st preise für Kartoffeln sestaeietzt worden. Der Preis für beste Speise- kartviieln wurde auf scäiS imd für qeringerr Ware aui fünf Mark iür de» Doppelzentner festgesetzt Beim Verkauf aui den Wockwn- inärkten und bei freier Lieferung in den Aiiibewabriingsranm dcS Käufers darf der Preis um je eine Mark höher fein. Starkcnburg »nd Rhrinhcffen. A Tarmstadt, 29 Oft Die Landgränn Karoline don Lessen, geborene.Prinzttsin zu Solms-Lohensolms-Lich. eine Schwester der Großberzogin Eleonore von Leisen, tourdc auf Schloß Lettes Hausen von einer Prinzessin entbunden. Vessen-Rassnu. b. Laigcr, 28. Okt. Der Babnbau Laiger — Güstern Hain bat begonnen: die Brückenbauten sind bereits in Angriff genommen worden Dir Bahnhöfe auf der Strecke Laiger— Siegen iind beinahe vollendet. b. Biedenkopf. 28. Okt. Die Zwangsinnung für das S chr ei n c r ba n dwe r k wird mit l. März n. Js. eingerichtet, zumal iich die Mehrdeft der (Kewerbelreibrnden dafür entschieden bot. Ausgenommen bleibt der Bezirk Rodbeim a d Bieber. m. Neustadt, 28. Okt. Auch liniere Statt stellt eine große An ahl Kriegsteilnebmcr, st»d doch von der 2000 Einwohner zählenden Bevölkerung bis jetzt 141 Mann schalten ein- beruien worden. ?IuS mehrere» Familien dienen gleichzeitig drei Söhne. Das Eilerne Kreuz zweiter Klaüe erhielten Musketier Julius Kran, »nd Leinilch Lenimer. Mit der österreichische» TavierkeiiSmedaille zweiter Klasse wurde der Unteroifizicr Eugen Z i n ! e r ausgezeichnet. mstirchhain, 28 Okt. In der Z ii I a m m t n 1 1 q ii n a wird jetzt mit den. Ausnieste» und Perstcinen der Wielenwege und Entwäsierungsgräben begonnen; bierdurcb wird manche tiel- liegende Fläche in unserem Wieiengrmide bester entwästert und gute Futtergräser werden an den Stellen wachlen. Der Zuschuß z» den Kosten der Melioration ist vom Minister von 50 aus 60 Prozent erhöhl worden. Ursvrü 'glich waren der Kosten van dem das MelioralionSvrojekt ouSarbeitenden Regierungs- beamten in Ansücht gestellt worden. O Frankfurt, 28. Okt. Fm Zoologischen Garten ist am S o n n t a a der EinttckttSpreiS bis l Uhr au» 3 0 Big. Kinder 20 Psg.) und für das Aauarium mit den Reptilienbäuiern auf 20 Pig für alle ermäfMk Um 1 Uhr wird der Garten für die Vvrnrittagsbesiicher geschlossen. A Wiesbaden, 28. Okt. Bei der beute in Wiesbaden er- wlaten Eröffnung der Angebote iür Lieierungen von Kar toffeln. Fleisch nsw. iür die Städtischen Speiseanstalten iür die Zeit von Aniang November d I. bis 3l Mär, 191 '• ergab es iich, daß iür Kartoffeln, von denen 160000 Kilo ausgeschrieben, überhaupt kein Angebot erngttaufcn war. rinnst «nd Wissenschaft. — Richard Leuberger t. Der bekannte Komponist und Musikichriitsteller Richard Leuberger ist am Mfttivoch in Wien nii i>5. Lebensjahre gestorben. Er niar Prosciwr an der Akademie für Musik und darstellende Kunst und Chvrmeistrr des Wiener Männergrsangoereins. vermischte». * Die Schul zen kat dein. Bekanntlich erhielt als erste Frau in diesem Kriege die Krankcnpitegerin Frieda Geifert vom Bethanii-n Verein das Eiserne Kreuz, das ihr der Kronprinz selbst überreichte. Diese seltene Auszeichnung erinnert an ein ähnliches Ereignis auS dem Kriege 1870/71, in dem cbenialls eine nrutige Frmi dekoriert wurde. 2tm 6. August 1870, atS auf dem Schlacht- selde an den Spülzercr Löhe» die Kämpfer und Berwundclen vor Sitze zu verschmachten drohten, da ging Katharina Weißgerber, die Magd eine; Gutsbesitzers in der Nähe des Schlachtfeldes, mit einer Wafierbüttr auf dem Kopf furchtlos in die Gefelnslinic und labte dir Kämpienden und am Boden liegenden Verwundeten mit cigriickendem Trünke, während der Tod um sie bernm reiän' Ernte hell. In diesem gesahroollen Samaritergeschäfl suchte sie ein ain sic zuiprengender Offizier zu ivarnen: „Weib, sehen Sic nicht, wie gefährlich es hier ist? Vlachen Sie ivch fort, hier wird ge 'choiicn!" rief er ihr zu. Die brave Katharina aber, ein Lünen nrid an Gestalt, antwortete ruhig: „Das sehe ich wohl. Lerr Leutnant, aber ich bin ia kein Soldat und ichieße auch nicht!" Un l-eirrt sctzlr iie ihre Tätigkeft fort, labte die Verwundeten und trug ne aui starken Armen ans der Fencrllnie Für diese nmtige Tai iuurde das tapierc Mädchen später vom Kriiier Wilhelm init der Medaille iür Nichrkombattanten und dem Ebrenkreu, belobnt. Ebenso nmrde ibr bis zu idrem Ende die allgemeine Llchtung chrer Mitbürger zuteil. Sie verschied, in einem Süihesessel sitzend. .Lch lege mich in kein Belt," sprach sic, „die Katharina will sitzend sterben!" Eingesandt. Für Forin und Jnball aller unter dieser Rubrik stehenden Artikci übernimmt die Redaltio» dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Krieg nnv Alkohol. Daß Rußland das Lllkoholverbot eingriührt hat, obwohl es sich dadurch eine .Lauvteinnahniequelie vcn'chließt: daß in Frankreich äbnliche Maßnahmen durriigeftihrt und »och weitere von den angesehensten Blätter» geiordcrt werden: das beweist, daß unsere Gegner die ungehencre Bedeutung der Alkohol- iragc sür die Kricgsührung klar eriaßt haben. Bleiben wir nicht hinter ihnen zurück? — Zwar hatten unsere Milftärbehörden während der Mobilmachung anerkennenswerte Perbcte erlassen. Aber sind diese nicht schon bald wieder gemildert ivorden? Feldvoschrieien, gedruckten und ungedruckten, kann man wenigstens entnehmen, daß die reichen Weinvorräte in iranzösische« Ortschaften und Schlössern von Reguisitionrn nicht aiisgeschlossen bleiben. Und spielt nicht auch bei den Liebesgaben der Alkohol eine Rolle? Wenn es aber schon in der FricdenSzeit vielen nicht möglich ist. Maß zu halten: wie sollten sie es im Kriege können, in den Aufregungen und Entbehrungen, die er mit sich bringt? Und hat nicht täe Wissenschaft gezeigt, daß auch schon verdältniSmäßia ge- ringe Alkohelmeiigen die Auimerksamkeit. die Ten! und Enffcbluß- iädigkeil und drc WUIensstärlc beeinträchtigen?! Und welche An torderungen stellt gerade der moderne Krieg an Eie ist und Ükerven- si>üem! Welch' seine, präzise Leistungen verlangt er, welch' gewaltige W>' iärke! Man denke an den Wachtdienst im Felde und aus de., schiffen, an die Bedienung der Geschütze und Ma- schinengcwehre, der Flugzeuge, der Lokomosiven! Jetzt, b im Eintritt der kälteren Jahreszeit wird man sicher wieder den 2Ukol-ol atS unentbehrlich sür die Erwärnmng bezeiäineii. ?lbcr auch hier ist ,iaä»,ewnesen, daß diese Erwärmung nur eine rasch vorübergehende ist »nd bald schädlicheren Rachwirknngen Platz macht. Tüchtiges Eisen erwärmt nachhaltiger. Statt der teueren Liköre und Weine fügt man den „Liebesgaben" weit richtiger — möglichst viel Thermosflaschen bei, die ja stundenlang Kaffee, Tee. Milch heiß halten. Die LerreSvcrwaltung sollte in großen Massen Tbermosilaschen Herstellen lassen — wodurch ihr Preis sich iülier sehr erniedrigte —. Sic würden vor allem beim Vorvostendicnst Unschätzbares leisten. Wie sollten nach den Anstrengungen k-e? Tages Nachtvosten dem Schlaf widerstehen, wenn sic vorher mit Alkohol sich „geioärmt" liabe«! In t-ein baNen Kampfe, in dem wir stehen, ist es heilige Pilicht, keine Maßnahme zu unterlassen, die die körperliche und geistige Leistungsiabigkeit unserer Mannschaften erhält und steigert. Markte. 3. Fricdbcrg, 28. Okt. Der gestrige P le rd ein arkt ließ viel z» ivünsche» übrig, insbesondere waren Arbeitspierde vo» 8 Jahren auswärts sehr rar. aber auch in jüngeren Pierden war ein mangelbaiier dluftrieb iestznslellcn. Es wurden deshalb auch Preise geiordert und bczablt, »nie n>an seit Bestehe» des Marktes loidic »och nicht erlebt hat. Sämtliche Fohlen, besonders die lo beliebten belgischen Foblen, »vurden verkauft. — Der heutige Sch w e i » e i» a r k t zeigte einen kolossale» Auitrieb. Auch hier wiirden heilte die höchsten Preile int ganze» Jahr erzielt. Limburg a. d. Lahn, 28. Okt. Friicb mar". Durch- schnittspreis rro Dlalter. Roter Weizen iNaiiauischcr) 21.00 Mtz. weißer Weizen 'Ik, Korn >7 00 v!k, Gerste (Futier) 0,00 Mk.. Braugerste 0,00 Mb, Laler !I,00 Mk., Erbsen 0,00 Mk, Kartoffeln der Zlr. 3,01—3,20 Mk, Butter das Piund 1.70 Mk., ojer Stück N Via. Wiesbaden. Die H4 o i-Ma rk tb eri chi vom 28. Okt. Slustrieb: Rinder 01 lOchlen 10, Bullen 9, Kühe und Färsen 38) Kälber *3, Schare H?, Schweine 378. Geschält »rittel. Ochsen. Junge, lleilchige, nicht ausgeinä'tete und ältere auSgemäftele............ Mäßig genährte junge «nd gut gs- gcnährte ältere ...........43—48 Bullen, Volllleilchige, ausqew, höchsten Schlachtw. Bollfletschige, jünger«..........40—40 Färsen. Kitze. Volllleischiqe giisge>näft-t! stütz« höchsten Schlacht,vertes bi» zu 7 Fahren ... Wenig gut entwickelte Färsen. . . . . . , 48—53 Weitere au »gemästete Kütz« „nd wenig gut ent ivickelle jünger- Kühe.........33—37 Käl der. Feinste Mastkälber..... 60—64 DilNler« Riast- und beste ^ugkälber . . . Geringere DIast- und gute Saugkälber . . . E ch a kr. Wetdeinastlchai« ■ Mastlämmer und MasthammK.... 3s,Ol E ch w e i a r. kolllleischtge Schweine von 80—100 k? Lebendgewicht .............. 60 61 Bollllcilchiqe Schweine unter 80 >c? Lebendgewicht rollsteischige Schweine vo>r 100—120 >is Lebendgewicht ..............61 62 Fettschivenle über 150 k? Lebendgewicht . . 67X-58 unreine Sauen und geschnittene Eber . . . 54—60 Preile lür 100 Pid. Lebend- Schlacht- gewübt Mk. Mk. 48—52 83—96 43—48 80-37 47—50 40-40 82—88 70-82 38—46 48—53 72-87 86—90 33-37 65-75 60—64 68—62 63—57 100—107 97-103 88-95 —41.00 84—(-6 60 61 57-58 75 73 73 74 75-76 72-73 68-70 Amtlicher Wetterbericht. Oessentlichcr Wetterdienst. Gießen. Wettcrausiichten in Lessen am Freilag, de i 30. Oktober 191t: Fortdancr dc-c begebenden Witterung; trüb und regnerisch, Winde aus öglichen Richtnugen. tehle Nachrichten. Vorzeichen für die baldiae Entscheidung des Ringens im Westen. 'DTB.I Berlin, 29. Okt. Nichtamtlich.) In der Besprechung der militärischen Lage i» Nordsrankreich gibt selbst der Berichterstatter dcS „Dailv Telegraph" laut „Bert. Lok.-Anz." zu, daß die belgischen Truppen nach Tage und Nächte langen Kämtnen dem überwältigenden Drucke nicht standzuhaltcn vermochten, den dir deutschen Truppen in den letzten Tagen ausübken. Fn oerichiedenen Augenblicken sei die Lage höchst kritisch gcwcien. Die belgisct»: Armer sei noch voll Mut. Die Franzosen seien noch nicht außer Gefahr, aber Optimismus herrsche aus der ganzen Front. Lannooer, 29. Okt. iWTB Nichtamtlich.) Der Korrespondent des „Lann. Couriett' meldet aus dem Haag: Tie deutt'chen Truppen haben nicht nur bei Dixmuiden, iow- dcrn auch weiter südlich in der Richttmg Warneton—Armen- nereS den ?)serkanal überschritten Bei Dixmuiden sollen bereits mehr als 20 000 Mann deutscher Truppen aus dem linken User des Kanals eine befestigte Stellimg eingenommen haben. (WDB.l Berlin, 29. Okt (lkichtamtlich.) Der milftärische Sachverständige des „Benrer Bund" sagt: Es sei ersiclitlia», daß die Franzosen ihren rechten Flügel in der Rrch- tuug auf Bethunc zurückdrebten. Die Front der Verbündeten beginnt an verschiedenen Stellen zu bröckeln. -WDB.i Berlin. 29 Okt (Nichtamtlich.) Dem,.Matin"wird laut „Deutscher TageSzeilung" gemeldet, daß die Belgier au der Dser enic Schlappe erlitten hätten und sich z u r ü ck z ö g c n. Dcr Dom zu Reims. Berlin, 29. Okt. Unter Vorbehalt sei die Meldung der „Mornmgpost" wiedergegeben, daß Reims fori während bombardiert zoerde. Der Drnn soll nur nock» eilte Sflüiic jcui. Die Feststellung der Kriegsrechtsbrüche unserer Feinde. (WTB.) Berlin, 28. Okt. Amtlich.) Znr Feft- stellung dcr von unsere» Feinden begangene» KriegSreckffS- verlepungcn ist im Krietzsministerium eine besondere U n t c r s u ch u n g S st c l l e eingerickftet worden. EL wird gebeten, dieser alle Fälle — aber auch nur solche — mitzuteilen, in denen ?l u g e n z eu ij e ii dafür benannt tverden können, daß sich fkindtickw Militär- oder Zivilpersonen unsere» Truppen gegenüber einer Verletzung des Kriegsrechts schuldig gemacht haben. Die Adresse lautet: Kriegsministcrinm (Militär-Untersuckglugss!elie sür Verlegungen des KriegSreck'tS) Berlin W. 06, Leipziger Str Nr. 5. England und der neutrale Ereverkehr. (WDB.i London, 28. Okt. iNick.tcnntlich.) Das Rcuterfckie Bureau meldet miS Washington von gestern: Der britisätr Bolsckpstcr bat dein Staatsdepattrment zwei Noten übcrniittelt, in denen erstatt wird, daß B.mmwollsendungeu nicbt beichlagnahmt werden würbtti. Es sei nicl,t die ?lbsicht der britischen Regierung, Baumwolle aus die neue in Vorbereitung bcsind- iidte Konterbande-Liste zu setzen Was Mineralöle »nd andere in der Konterbande-Liste auigeiührtrii Güter betreffe, so werbe England kein« Ladungen besästignahmen, wenn dic Schisss- papccre dttviefen, daß das biffttinnile Land neutral sei. Nur wenn die Güter aus Ordrr konsignictt seien, werde England eine Dnrä» suchung ponichnien. Zugleich wird dtti amrn'kanischen Versrach- tcrn emvirblcu, ihre Sendungen an iienkrale Regierungen oder andere desttnmrte Empfänger zu riä>!eu In der einen Liste Imrd serner dic Aufmerksamkeit aui die nierstickie Zunahme der anieri- la in scheu Llussiihr vou Mineralöle» während dcr letzten Wochen gelenkt und es ivird gesagt, e« sei unnötig, die Beixii- tung der Rkotore und Unleriechorte während diese« Krieges, dic alle Äiiieralöl brauchten, zu betonen. Zum Aufftandk in Südafrika. i. Köln, 29. Okt. Die „Köln. Ztg." meldet von der bollän dischcn Grenze: Nach einem Telegramm des „Nieuwc Rotterdanffch: Courani" geben die Londoner Blätter.mehr als allem aiiberen ihrem Bedauern über die Llusbreitnng bcs Aufstandes in Südafrika Ausdruck. Sic zeigen ,ich ochie LluSnahmc peinlich davon berührt. Dic Mehrzahl betont, daß eS sich um einnr Bürgerkrieg und nicht um einen Abfall von England handle. In England eingetrosiene Nachrichten über eine bennnilngcnde Ausdehnung des Aufstandes in Südasttka wurden bisher vmr der Zcniur z u r ü ck g e h al t c n. Der Ernst der Lage scheint nunmelw die Veröffentlichung nottvcndig zu machen. Das Berl. Tageblatt erfährt, daß die Unruhen in Südafrika eine größere Dimension airzunehnien beginnen. General Clwisttan De Wct lwt die Fahne der Empörung im Oranje-Staat erhoben und General Beyers hat sich an die Spitze der ?lusnthrbewegnng im westlichen Transvaal gestellt. Kundgebungen der Irländer. i. Köln, 29. Okt. Die Köln. Ztg. meldtt aus Kopttibagrn: In Belfast veranstalltteu die irischen Nationalisten eine vaterländische Kundgebung. Tausende durchzogen in scierliäiein Zuge die Stadt. Neben dcr gttinen irischen Flagge wurde die der Union Jack getragen. Sir John Red m o n d hielt eine Ansprache, in der er ankündigte, daß er der e r st c irische M i - nistcrpräsident werden würde. Die albanische Frage. London, 29. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reutcrschen Bureaus. Die bei den Eßrostmächten beglaubigten griechischen Gesandten teilten vorgestern abend den Regierungen die Wsicht der griechischen Regierung mit, E Pi - rus wiederzu besetzen. Dieses sei als eine vorNusige Maßregel zur -Verstellung der Ordunng und Sicherheit gedacht, toelche durch wiederholte Einfälle albanischer Banden bedroht seien, wodurch die Zustände an der griochisckien Grenze unhaltbar seien. Griechische Truppen seien nach den betreffenden Gebieten abgesandt worden. Die griechische Regierung wiederholte betreffend Val-onas die Italien ge^' bene Versicherung, daß sie Balona als außerhalb ihrer Einflußsphäre liegend betrachte. iWTB.) Wien, 29. Lkt lNichtamtlich.) Wie die „Neue Freie Presse" aus Rom nteldet, verlangte und erhielt Italien von der griechischen Regierung die Erklärung, daß die Besetzung von Argsfroeastro und Premeti provisorischen Charakters sei und eine Annexion nicht statt- sinde. Die Absichten Japans. (WDB.) B e r l i n , 29. Okt. (Nichtamtlich.) Dem „Berl. Lokal Anz." hat Botschaftsrat Tr. Rhombcrg von der deutschen Botschaft in Tokio u. a. folgendes mitgeteilt: Tic Javaner lieben keinen weißen Mann, weder Deutsche noch Engländer, Russen oder Amerikaner. Sie glauben, von dicicn nicht als gleichberechtigte Raffe angesehen zu werden und fühlen sich in ihrer Eitelkeit gekränkt, Miswrdcin durch sie in ihrem Sttebcn nach der Vormachtstellung in Asien behindert. Schon Ende vottgen JahrhundcttS stellten die Japaner den Satz aui: Asien für die Maten. Ihr Ziel ist, Asien unter japanische Bormacht zu stellen. So benutzen sie den Völkerkrieg in Europa zu einem sich gegen die ganze weiße Raffe ttchtenden Raubzug. Ta sic aber Wert darauf legen, das Gesicht zu wahren, das heißt, ihr Borgeben als berechttgt erscheinen zu lasten, so war ihnen das englische Bündnis und Englands Aufforderung, am Kriege teilzunehmen, höchst willkommen und außerdem eine Befttcdigung ihrer maßlosen Eitelkeit. Baron Kalo, Minister des AuSwättigen, brüsttt sich, die Augen der Welt seien auf Japan gettchltt. Von den einflußreichen Staatsmännern sind unierr Freunde Graf Aoki und Fürst Katmra kürzlich gestorben. 'Also hatte die Regierung freie Land. Der Raubzug gegen Tsingtau war der erste Schntt. Um ihn zu rechtiettige». gräbt man die bald vergessene Geschichte von unserer Tellnaftmc an dcr Jnter- vennon von Chimonoseki auS und benutzte sie zu der am 7. August beginnenden Prcßhetzc gegen Teuttchland als cinem alten Erbfeind, durch den man sich auch bei den Verbündeten als acsinnunqstüchtig, , vettrauen-wurdtg und ireitergehcnden politischen Absichten nicht verdächtig zu erweisen suchte. Besonders milftänsche Krene Japans sehen Rutzland als unvermeidlichen Gegner an. aber ein Vorgehen in dicicr Rlch- tunq hätte jetzt einen Anschlag aui England bedeutet. Ter Angriff aus Tsingtau ist der erste LihrrN zur Erwcuerung dcS j a - vani'chcn Machtbereiches in Ehina. Wohin dcr Krieg dic Japaner sonst noch rühtt, ist unberechenbar. Eie werden jedenfalls keinerlei Rücksicht aus Wünsche und Interessen ihrer Verbündeten nehmen. Am 9. September starb auf Frankreichs Erde den Heldentod fürs Vaterland unser lieber, unvergesslicher Bruder, Schwager, Onkel und Bräutigam Karl Steinmüller Unteroffizier d. Res.-Inf.-Begts. „Kaiser Wilhelm“ Nr. 116 In tiefer Trauer: Familie Adolf Wieczoreck Familie Konrad Lauber II. Familie Wilhelm Steinmüller Ludwig Steinmüller Anna Mölcher Familie Mölcher. 07557 im 26. Lebensjahre. Lang-Göns, Gam- back. Klein-Eichen. Am 10. September starb auf Frankreichs Erde den Heldentod fürs Vaterland bei le Breison unser lieber, guter, unvergesslicher Sohn und Bruder Karl Frey Reservist in dem Feld-Art.-Regt. Nr. 16, 1. Batterie, Trier im 29. Lebensjahre. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Familie Frey. Wieseck, den 28. Oktober 1914. 11055 Heute nacht entschlief nach längerem Leiden unser guter, treubesorgter Vater, Schwiegervater, Grossvater, Urgrossvater und Onkel Dr. Franz Krender Grossh. Kreisveterinärarzt i. R. im 85. Lebensjahre. Die trauernden Hinterbliebenen. Lieh, den 28. Oktober 1914. 11038 Die Beerdigong findet Freitag:, den 30. Oktober, nachmittags 2‘/, Dhr, statt. Todes-Anzeige. Nach Gottes unerforschlichem Ratschlüsse wurde heute morgen gegen 6 1 /,, Uhr unser treuer, heissgeliebter Sohn, mein guter Bruder, unser lieber Enkel und Neffe Heinrich Nicolaus von seinem langen, schweren, in Geduld getragenen Leiden im 20. Lebensjahre durch einen sanften Tod erlöst. Allen Verwandten, Freunden und Bekannten zeigen wir dieses in tiefster Trauer mit der Bitte um stille Teilnahme an. Im Namen der Hinterbliebenen: Die tiefgebeugten Eltern Ernst Nicolaus und Frau, geb. Horn. ßteinbach, den 28. Oktober 1914. 11041 Die Beerdigung findet Freitag, nachmittags 3 Uhr, statt. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme an unserem schweren Verluste sagen wir allen unsern innigsten Dank. Giessen, den Adam Bender 29. Oktober 1914. Friedrich Thon nnd Fran. Nachruf. Den HeldentodsürSVaterland starbenunsere unvergefflrchen Mitglieder und lieben Sanges- brüder Philipp Weller Gefreiter im Infanterie-Regiment Nr. 118. Hermann hinterlang Kanonier im Artillerie Regiment Nr. 33. Wir werden ihnen stets ein ehrendes Andenken bewahren. 11048 ktsailgvtttiii „Eintracht" Klein-Lin-kn. Danksagung. ßlir die wohltuende Teilnahme an dem so schweren, schmerzlichen, unersetzlichen Verluste liniere.-- innigst geliebten, uiivergehlichen Sohnes, guten Bruders, Schwagers, Enkels und Onkels Otto Müller Reservist in der 4. Komp. Jnf.-Rcgts. 118 sowie für die ehrenvollen Nachrufe des Gesangvereins strohsinn und der treuen Kameraden sagen wir hiermit innigsten Dank. Im Namen der ticsgebeugten trauernden Angehörigen: Danksagung. Für die innige Teilnahme an dem Heldentode unseres einzigen, unvergeßlichen Sohnes Gustav sprechen wir allen unseren herzlichsten Dank aus. Ludwig Wilheltn und Frau. Gießen, den 28. Oktober 1914. i 1(B1 Familie Johs^kmg lütter Trauers&ohen werden in kürzester Zeit tadellos schwarz gefärbt. J. C. Wallenfels Färberei, ehern. Wasch-, Dekatur- und Bettfedem- Reiuigung- Anstalt, ; Fabrik n. Laden Kirchen platz 21—23, Telephon 644. Aufträge nach ansserhalb werden prompt erledigt. 19961 Oppenheimer Krötenbrunnen bukeltretcher, Vorzug!. Weih, wein, per Flasche Liter, Mk. 1.2«. A. Austerlitz Wcinliaudluug Frankfurter Str. 11, Tel. 385 Lang-GönS, den 28. Oktober 1814. „Ich war am Leibe mit einer Mcchtc bebastet.welchemich durch das ewige Jucken Tag und Nach! peinigte. In 14 Tagen bat Zncker’s Patcnl-Jledl- zlnal-Scife das Nebel beseitigt. Diese Seise ist nicht 1.50 #(.. sondern 100 M. wert. Serg. M." (In drei Stärken, k 50 Ps.. M. 1— u. M. 1.50». Dazu Znckoob - Creme (50 und 75 Ps.,. In der Uni- vcrütätS-Avotbckc, Hirir!»- Avolbekc, bei Aua. Noll, C. Seidel, W. Kilbingcr, O. Schaas. E. Karn. Ernst Noll u. W. Schräder, Drog. 110387 s!» 07563 Für die vielen Beweise herzlichster Teilnahme an dem uns so schwer betroffenen Ber- luilc unseres lieben, unnergehlichen Sohnes, Bruders und Bräutigams sagen wir allen herzlichen Dank. Familie Heinr. Werner Elic Sand Friedr. Sand 07541 Fra« Hoimann. Ncuhos, Leihgestern, Giehcn, den 29, Okt, 1914. Kräftiger Sonntagsjunge angekommen Lehramtsassessor Dr. Hillenhrand und Frau Else, geb. Engelhardt Wimpfen a.N., 25. Oktober 1914 nach seit 50 Jahren ärztlich verordnet steht chemisch o. technisch an der Spitze aller Stöalz-Präparate Die aus diesem ctn> CTntrlerten Malzextract hergestellten ln Apotheken unO Dfoo*rl«w Löflunds Bonbons ollen anderen Hustenbonbons weitaus überlegen. und Kranke. Von sicherer Wirkung bei Husten, Brust-* katarrh, Influenza slm! an WeM?». scbmack undrasch l ösender Wirkun g l oflunj,' Biloiiz WM 31. Jcjcmticr 1913 des Spur-- unö Vsrslhsßytttiil, Aktieil-Keskttschaft zu Kroheu-Liulien. Aktiva. Jk Ausgeliehcne Kapitalien: Auf Obligationen und Schuldscheine 1685107.71 Wertpapiere 52 540.35 Auf lausender Rechnung 22290.— Mobilien 500.— Ausstände und Vorlagen 36101.03 Vorausbezahlte Güterkaufschillinge 3085.03 Nachträglich eingegangen 45207.66 KassenvorMt 23 038.64 1867 870.42 Gewinn- und Zinsen von Ji 3) ausgeliehenen Passiva. M H Einzahlung der Aktionäre 22000.— Aufgenominen Kapitalien 1741476.20 Rücklagcfonds 15915.16 Reservefonds 79599.73 Reingewinn 8879.33 Kapitalien Verzugzinsen Nachlässe von Gäterkauf- schillingrn 76746.10 1363L6 234.59 1867870.42 Verlust-Konto. Zinsen für Jk 3) Einlagen 65011.73 Berwaltungs- kosten 2 620.— Besondere Vergütungen 486.23 Botenlohn und Berkündigungs- kosten 63.90 Gerichtskosten 71.65 Steuerabgaben 950.59 DrutKichen £10.82 Reingewinn 8 879.33 78394.25 78394.25 Großen-Lindeu, 28. Oktober 1914. noy»___ Der Vorstand Philosophenwald. Sonntag, den 1. November 1914 Grosses Konzert Streich- Musik znm Besten für Liebesgaben der Regimenter Nr. 116 und der Kaiserlichen Marine. AoSsührcnde: 35 Herren ebemal. iMilitarmnsiker etc. Direktion: Grohherzoglich. Musikdirektor a. D. C. Kraniic. Ansang l IJä Uhr. 11051D Etntritt 50 Pfg. W Berwundete sind Gäste. TO Rheumatismus-, Ischias- und Gichtleidende nehmen die clänzend bewahrten Petrin - Tabletten Name gesetzlich geschützt 9851 anerkannt besten mittel, da vollständig; anschädlich, ohne jegliche Nebenerscheinungen und sicher wirkend. — Za haben in allen Apotheken. 2 Ausnahme-Tage sind heute und morgen im Önion-Theatep Seltersweg 81 mit dem überaus reichhaltig. KriegSvrogr a m m . N. a.: Gef Ueberfall auf SchloG Boncourt Die Heldentat eines deutschen Offiziers in 3 Akten. 07568 III. Platz 24 A, II. Platz 40 A, r. Platz 60 A Krautsäffer Krautständer Fleischbiitten Waschbütten in allen Gräben empffehlt billigst [10542 Wilh.Kohlermann Küierei. Neustadt IS. Die Ziehung der findet bestimmt am 4. Nov. s. I. statt. Loie aMk. 1 .— ind solange Borrat in allen Lo scgeschäiien zu haben. I Obstbäume schltxt man gegen Frost- «panier n. Raapen durch lPcrgamentstreisen u-Kordcl» Adler - Drotterle Soltors «esJS, Otto Sehaal.»«, HlbealerEieli Vir, Hermann Stehgoettar. Sonntag, den IA»ov.lS14, abends 7■/, Uhr Kleine Preise! Prolog von Hermann Stcingoetter, gesprochen von Marta Schi ld, und Lkbkildks Bild: HMgllliMrArniailir. Hieraus: Wolkißtios Sauer von Friedrich von Schiller. Zum Schluff: Das eiserne Kreuz Lebensbild in 1 Auszug von Ernst Wichcrt, in neuer Ein- richiung von Richard Kehler. Ende gegen 10 Nhr.