M. 252 Der Sießener Anzeiger erschein! täglich, außer Sonntags. - Beilagen- viermal wöchentlich Liehener§amiliend>ä»er; zweimal wöchenll.kreir- tlattfür 6tn Kt«is Rieften (Dienstag und Freitag); zweimal nionall. Land: wirtschaftliche seilsragin sterulorech - Anschlüße : ilirdieTchriitleilUiigllL Verlag, Gcschäitsstellebl Adresie lür Traylnnch- richlen: Anzeiger «letzen. Annahme von Anzeigen lür die Tageöniiiniiiec bis voriniliags S Uhr. Erstes Blatt m. Jahrgang Dienstag, 21. Ottober Scz >lqS » re monatl. 75 Pf., vienci- jährl. Mk. 2.20; dlirch Abhole- u. Zweigstellen nionall 65 Pi.; diirch biePosl Mk.2.— viertel- jährl. ansschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal I5Pi.. ausiv. 20 Pi. — Haupl- schriitleiler: ülug. Goctz. Veraiitivortlich snr dei> polil. Teil: Aug. Goey; für .Feuilleton", »Der- mischles" »iid „Gerichtssaal" ^ Karl Neurath; snr .Stadl mid Land-': Rotaffonrdruck und Verlag der vrühl'jchcn Univ.-Vuch- und Steinörudcrci R. tauge. Schristleilung, SeschästLjtelle u. Druckerei: Zchulstr. 7. Anz-igeiueü:' Deck! General-Anzeiger für Oberhessen Bas englischeGeschwader vorUieuport zunlRückzug gezwungen. 8srtfchritte im Westen und Osten. Großes Hauptquartier, 26. Okt. (WTB. Amtlich.) Westlich des Userkanals zwischen N i e u p o r t und D i r - muiden, welche One noch vom Feinde gehalten werden, griffen unsere Truppen den sich dort noch hartnäckig wehrenden Feind an. Das am Kampfe sich beteiligende englische Geschwader lmirdc durch schweres ArtillcNeseucr zum Rückzug gezwungen. Drei Schisse erhielten B o l l t r e s s c r. Das ganze Gc- schivader hielt sich daraus am 25. nachmittags außer Sehweite. Bei V p e r n steht der Kamps. Südwestlich Dvern, sowie westlich und südwestlich Lille machten unsere Truppen im Angriss gute Fortschritte. In erbittertem Häuscrkamvf erlitten die Engländer große Verluste und ließen über 500 Gefangene in unseren .Händen. Nördlich A r r a s brach ein heftiger französischer Angriss in unserem Feuer zusammen; der Feind hatte starke Verluste. Aus dem östlichen Kriegsschauplatz schreitet unsere Osfcnsive gegen Augustow vonoärts. Bei I w a n g o - r o d steht der Kampf günstig; eine Entscheidung ist noch nicht gefallen. * . * Wie die Dinge für Deutschland günstig stehen, kann >nan auch sclwn daran erkennen, daß bereits Frage» erörtert und uitterfticbt werden, die sich auf unsere Siege gründen. Würde der Schrei gegen den deutschen Militaristnus, den das englische Kabinett auszurotten sich vermessen will — mit Worten freilich nur, nicht mit Daten —, unsere Feind« in ohnmaclftiger Hetze derart aufzupeitschen, loenn die englischen Ballettratten im Bunde mit Franzosen, Russen, schwarzen und gelben Völkerschaften mit lediglich spart- licken, Anstrengungen der deutschen Heere Herr würden? Wir aber fangen auch schon an, uns Rechenschaft darüber iznlcgen, welche Eigenschaften es in Wirklichkeit sind, die uns den Siegeszug in Frankreich und Belgien verschafften, und die erfreultckzerweise durchaus nicht ernste Erkrankung unseres Generalstabschess v. Moltke gibt uns aufs neue Gelegenheit. dieien Fragen in der Gewißheit nachzugehen, daß auch die hervorragendsten Leistungen eines Einzelnen, etwa des obersten Heerführers, ohne die entsprechende» Eigenschaften des ganzen Volkes, nicht vermocht hätten, Zins so weit voran zü führen. Das bekannte Wort, daß die Schlackst von Königgrätz vom deutschen Schulmeister gewonnen worden sei, bereitet uns auch heute wieder allerlei Ucber- legunaen. Man darf nickst in den Fehler verfallen, der Tat sackst allein unsere Siege zuzuschreiben, daß wir keine Analphabeten haben, daß in unseren Volksschulen die eleinentaren Kenntnisse tückstig gelehrt werden. Wenn es der Geist ist, der unsere Feldzüge bestügelt, so sind es eben nicht nur Wissen und Kenntnisse. Es ist vielmehr der Wille zum Sieg, die Disziplin, die Ueberzeugung, das; unsere Sackst die wahr- Istft gute ist, die Baterlandsliebc, die uns zum heile geworden sind. Auch im deutschen Volke war ja bekanntlich vor dein Allsbruch des Krieges die einheitliche Richtung des Denkens keineswegs überall zu verspüren. Wir hatten Parteien, sehr viele Ismen, wir hatten Friedensfreunde und Alldeutsche. Mer über alles das himocg hatten wir eben doch die Schule der deutsckstn Gründlichkeit, Gewissenhaftigkeit und Disziplin. Sogar der Sozialdemokratie dürfen wer in gewissem Sinne in dieser Richlnng einige Verdienste einräumen. Aber gute Schulmeister waren vor allem die deutschen Offiziere und Unteroffiziere. Sicherlich dürfen wir uns heute lächelrtd erinnern, daß uns der Kascrnenhof >md die militärisckstn Exerzitien nicht inrmcr schrankenloses Vergnügen bereitet haben; mancksts war mitunter schmerzlich, erschien uns quälend, n>eil nur das Ziel, den letzten großen Zweck nicht stets gegenwärtig hatten. Aber diese überlieferte, starke Schule unseres Volkslsteres hat den reifen Männern dock) schließlich das mitgegebcn, was sie jetzt im Felde so nötig gebrauchen können und was sie alle unvermeidlichen Enlbehrungen nr>t Zuversicht ertragen lehrt. Unsere Feinde, bcsoitders di« Engländer, klagen darüber. Wie steht cs denn hei ihnen rn dieser Hinsicht? Auss den letzten Berichten entnehmen loir, daß sie in Belgien und Nordsrankreich in der hartnäckigen Verteidigung ihrer Stellungen großes geleistet haben. Freilich, es ist kein Volksheer, die da fechten sind Söldner. Mut und Tapferkeit allein aber erwirken die Endsiege nicht. Unsere Truppen haben die Begeisterung für ihre großen dluigaben, die Ueberzeugung, daß sie siegen nrüssen. vor den anderen voraus. Pros. Dr. A. Schwer, Lehrer an der Kölner Handels- bockischule, widmet dem Volksgeist der Engländer unseres Erachtens etwas zu scharfe Wwrte, wenn er in der Kl Z. schreibt: t England stand an einem ernsten Scheideweg«. Die einbrcchendc Cündstut und Arbeitsscheu, Gottlosigkeit, Vergnügungssucht und Demoralisation, der der König <8>uard der Siebte Tür und Tor geöffnet, hatte ihre entnervenden Wirkungen schon gezeigt. Ernstere Leute lstssten immer noch, es werde gelingen, der drohenden Flut Einhalt zu.bieten, hofften immer noch, der alte puritanffchc Geist der Sittenstrenge und der Arbeit werde sich geltend machen; aber es war zu spät, zu spät, weil es der Regierung gelang, die schwachen Seiten des Volkes zu benützen, und so war dieses Volk zu schwach, uni diese leuiliche Regierung, die selbst zu erbärmlich war, um mit den tollen Wahl weibern fertig zu werden, wegzuregen und durch eine starke zu ersetzen. In ihrer jämmerlichen Hiffslvsig- kcit, mit der Ulstrrftage und andern innern Schwierigkeiten zustande zu kommen, nach einem Ausweg verlegen, stürzte diese Regierung in sträflicher Verblendung das Volk in einen Krieg, log nach links und rechts und stellte die Tatsachen schamlos aus den Kops, um ihr Vorgehen zu rechtsertigen; sic verkannte zwar gänzlich die Kraft und Stimmung Deutschlands, aber sie kannte zur Genüge die Schwache ihres eigenen Volkes, dem eben der unserm Militarismus zugrunde liegende kategorische Imperativ der Arbeit unbeaucm war; gelang cs der Regierung, dein Volke diesen un- bcgueincn kategorischen Imperativ als Feind in Gestalt einer croberungssücbtigcn Militärherrschaft plausibel zu machen, so halte sie dasselbe hinter sich. Durch hartnäckige Täuschung ist cs ihr gelungen, im Volke diese salschc Vorstellung zu erwecken. Aber, wenn es zu spät sein wird, dann wird wohl auch daS getäuschte Volk zu seinem Schaden erkennen, daß es sich um ganz ctivas anderes handelt, und zwar um nichts Geringeres als um den Kampf zweier Grundsätze, den der Arbeit und den der Indolenz. Eläoas Wahres ist dock) an diesen barten Worten. Nur glauben wir nicht, daß Sir Grey den Krieg daruin geführt hat, weil er das englische Volk von den inneren Schwierigkeiten ableiiken wollte. ES war vielmehr der euglserzige und unmoralische Gedanke, daß diese Weltkatastrophe besser als eigener Meist und industrielle Tüchtigkeit die deutsche Konkurrenz niederwerfcu könnte. Den Engländern fehlt diese Gründlichkeit und Disziplin der Deutschen, die einer sein- gebildeten Kitllur keineswegs gcgcnüberstehcn. Wir betrachten durchaus nicht Säbel und Bajonett als die obersten uitd wahren Symbole der Kultur, aber sic haben zu schüchen, was in der Welt des Neides und der lliifried- fertigfeit gar zu leicht verloren gehen niöchtc. * . * Die Ueberzeugung wächst, angesichts der neuesten Meldung aus dem Hauptquartier, daß wir die vereinigten Engländer, Belgier und Franzosen schlagen werden und daß der Zeitpunkt der Entscheidung näher gerückt ist. .Die englisch« Flotte ist durch uusere Artillerie wirklich von der Küste vertrieben nwrden. Mit leblzafter Aufmerksamkeit verfolgen wir jetzt die Vorgänge i>n Orient. Die Türkei schließt, nach glaubwürdigen Presseineldungen, Bündnisse und Abmachungen init Persien uiid Afghanistan. Hand in Hand damit erließ die türkische Regierung eine Anweisung, aufs strengste gegen diejenigen einzuschreiten, die falsche und die Interessen der .Türkei schädigende Nachrichten verbreiten. Es geht anscheinend im Osten etwas von bedeutsamer Tragweite vor. Die nüchterne englisck>e Rechnung könnte am Ende ohne einige Wirte gemacht sein, die es nrüde sind, das herrsch- süchtige Albion zu bewirten und zu beköstigen. Und Englaitd hat den deutschen Vetter, der nicht mehr nur Philosoph ist, gründlich verkannt! Die Kämpfe an der User. Berlin, 26.Okt. (Ctr. Bln.) Aus Rotterdam wird gemeldet: Der Kriegskorrespondent des „Daily Telegraph" berichtet in einer Depesche, die er am Samstag aus Vcurne absandle, über die Kämpfe au der Bser von Nieuport bis Tixmuiden. Die Deutschen richteten seit Mittwoch ihre Angriffe auf die Verschanzungen bei Dixmuiden. Im Feuer von beiden Seiten wurde die Stadt zu einem Trümmer« Hausen. Der Kamps ist hauptsächlich ein Artilleriegesecht geworden. Von französischer Seite sind zum ersten Male schwere Haubitzen den deutschen schweren Geschützen in guter Deckung gcgenübergcstellt; auch die Deutschen haben ihre Stellungen infolgedessen verstärkt. Einzelheiten, die der Korrespondent erzählt, beweisen die Bravour, mit der die neuen deutschen Truppen Vorgehen. Sie haben mitten im Artillcriefeuer der Franzosen acht Bajonettangriffe hintereinander mit dem größten Dkul gemacht. In der Donnerstagnacht gelang es den rechten deutschen Abteilungen, den Mersluß, sowie den Kanal nach der Mer und den Kanal nach Dpres zu übev- schreiten. Am Samstag sind große Verstärkungen für die französische Infanterie eingetrofsen, offenbar um die ganz erschöpften Belgier abzulösen. Der Bericht schließt mit der Schilderung der schrecklichen Wunden, die die deutsche Artillerie verursacht. Zürich, 26. Okt. Nach dem gestrigen amtlichen Bericht haben deutsche Unterseeboote gestern die britischen Fahrzeuge vor Nieuport und Ostende hartnäckig angegriffen. Ter König der Belgier. Kopenhagen, 26.Okt. (WTB. Nichtamtlich.) „National Tidende" meldet aus Hazebrouck: Als der König d e r B e l g i e r sich kürzlich unter feindlichem Feuer aus dem Schlachtfeld befand, bat ihn sein Stab, sich aus dem Bereich der Gefahr zu entfernen. Der König erwiderte: „Mein Leben hat für mein Land keinen größeren Wert, als das eure. Mein Platz ist das Schlachtfeld". Die Furcht vor den Deutschen. London, 26. Okt. Hier herrscht ungeheure Beunruhigung angesichts des steten Vordringens der Deutschen auf Calais. Die „Times" sieht in diesem Plan wieder die Hand des Kaisers, der durch die Eroberung von Calais England Angst einjagen und auf die Neutralen Eindruck machen wolle, indem er die deutsche Fahne an der Kanalküste gegenüber Dover aufpfkonzc. Der Erfolg, wie ihn der Kaiser plant, wird bei den Neutralen Eindruck machen, zumal, da die Deutschen dabei England erfolgreich beunruhigen können, indem sie durch an der Küste aufgestellte Batterien die englisch« Flotte fernhalten und aus Ostende, Dünkirchen, Calais und Boulogne Flottenstützpunkte machen wollen. Ter französische Tagesbericht. Genf, 26. Okt. Der amtlich« französische Bericht von Sonntag nachmittag 6 Uhr besagt: Aus dem rechten Flügel nimmt die Schlacht ihren Fortgang. Der Feind ist nördlich Dixmuiden und in der Umgebung von La Bassee vorgeschritten. Wir rückten östlich Nieitport, am Kanal von Lanemark, Armcntiäres und Lille merklich vor. Es handelt sich dabei um unvermeidliche Sck>iv a u kun gen der Kampfeslinie, die sich im ganzen hält. Auf denr Osten der Front siild mehrere deuksck>e Tag- und Nachtangriffe zuruckgeschlagen worden. Auf mehreren Punkten rückten wir leickst vor. 'Fm Wöwra-Gebict jckwcitel unser Borrückcn in der Gegend von Montmar (südlich von Thiaucourt) und bei dem Gehölz von Le Prötre, nördlich von Pont ü Mousson, fort. Zn der Erkrankung des Gcncralstabschcfs v. Moltke schreibt die „Voss. Zdg": Der deutsche Generalftabscksef General v. Mwllke hatte bei Kriegsausbruch eure Kur in Karlsbad unterbrechen müssen, die er wegen seines Leber- und Gallenleideujs brauchte. Unter den Anstrengungen des Feldzuges hat sich das Leiden zeitweilig verschlimmert, so daß er jetzt die Geschäfte des Chefs des Feldheeres dem Kriegsminisper General v. Fakkenhayu übergeben hat. Daß das Leiden des Generalstabschess nicht von sehr ernster Natur ist und bald wieder behoben seil» wird, geht schon daraus hervor» daß er im Hauptquartier geblieben ist. M rst deshald auch immlerr möglich, seinen bewährten R a t einzuholcm. — General von Falkenhayn ist ein alter Generalstäbler, der sowohl dem Generalstabe als auch dem Truppeugeneralstabe lauge Zeit an- gcl/ört. Er loar .Generalstäbsofsizier bei dem Expeditionskorps in China, dermi Chef des Geirerälstabes beim 16. Armeekorps in Metz und beim 4. Armeekorps in Mägde» bürg geioesen. Demoralisierung der Franzosen. Berlin, 26. Oktober. Bon einem zuweit verwundet in Berlin weilenden Offizier erhält der „Berliner Lokal- Anzeiger eine Zuschrift, in welcher es heißt: Ich habe auf der Verfolgung der in Belgien geschlagenen Franzosen iiber Semvy und die Maas als Führer der Spitzen- kvmpagnie oftmals Orlschasten, die erst kurz zuvor von den Franzosen verlassen worden loarcn, als erster deutscher Soldat betreten., Obwohl um diese Ortschaften kein Kamvf stattgestiichen hatte, boten sie einen bcmitleidcnswetten Anblick. Sämtliche Däuser waren erbrochen, alle Schränke utch Kommoden durchstöbcrt und durch- cinandergewüylü alle Spiegel und Bllder zerschlagen. Ueberall zeigte sich die Spur schlimmster Brutalität durch die infolge des schnellen Rückzuges völlig demoralisierten Truppen. Ausrüstungsgegenstände und Waffen aller Art zeigten, wie sehr jede Disziplin bei den meisten französischen Truppen geschwunden sei. Wenn also jetzt viele französische Dörfer denselben traurigen Anblick gewähren wie die von den .Russen zerstörten Ortschaften Ost- pretlßens, so ist das nicht unsere Schuld. Eine französische Bauersfrau, bei der ich zwei Tage lang in bester Pflege schioer venoundet jag, sägte mir: Die Deutschen nehmen nur, was sie brauchen; von uns haben sic nur Stroh zum Biivak verlangt. Die Manzvsen aber nehmen alles unter den gröbsten Drohungen. Sie sind viel schlimmer als die Deutschen. tteber 4VUVV0 Verwundete in Frankreich. Berlin, 26. Okt. In einem der „Vossisckzen Ztg." zur' Verfügung gestellten Brief aus Madrid vom 7. Okt. heißt es: O. ist »urückgekehtt^ hat mir aber nichts besonderes Neues mitteilen können. Die Sttmmung in Biaritz soll außerordenttüh niedergeschlagen und resigniert sein. Die Stadt war für 1500 Verwundete vorbereitet, hat bis heute 5000 bekommen, und soll noch weitere 3000 geschickt bekommen. Aehnlich soll es in ganz Frankre,ich aussehen. Es soll in Frankreich über 400 000 Verwundete und Kranke geben. Dabn herrscht ein kolossaler Mangel an medizinischem Material, so daß die Verwundeten viele Tage lang das gleiche Stückchen Watte aus der Wunde behalten, das immer wieder umgedreht wird. Ferner sind in Biaritz 400 unverwundete englische Soldaten, die an Rheumatismus leiden und sich kaum rühren können. Wenn ein neuer Verwundetentransport ankommt, so iverden kirrzerhand die Autotiwbile auf der Sttaße requiriert und die Besitzer gezwungen, aus zusteigen, was den MÄändern nicht immer Vergnüg« macht. Reims von deutschen Fliegern beworfen. Berlin, 26. Okt. (Ctr. Bln.) Wie über Kopenhagen aus Paris gemeldet wird, hat ein deuffcher Flieger am Sonntag Reims bombardiert. Mehrere französisch« Flieger stiegen auf und machten Jagd auf die deutsche Taube. Als ein zweiter deuffcher Flieger dieser zu Hilfe kam, ergriffen die französischen Flieger die Flucht. Später wurde Reims nochmals von einem deutschen Flieger mit Bomben beworfen. Auch Dünkirchen und Montdidier erhielten Besuche deuffcher Flieger, die Boinben niederwarfen. Beschlagnahme deutscher Hotels in Nizza. Turin, 26. Okt. Der „Matin" meldet aus Mzza, daß die französische Regierung dort 15 große Hotels, deren Eigenttimer Deutsche sind, mit Beschlag belegt hat. Kämpfe zur See. Berlin, Ai (DW. (Ctr. Wn.) Dem „Sidsvenska Dag- bladet" wird aus Bordeaux gemeldet: Ein offizieller Bericht des Marincdcpartements berichtet über di« letzten Operationen der verbündeten Flotten,: Es wird hier mitgeteilt, daß der franKösische Kreuzer „Bruix" und das französische Kanonenboot „Surprise" während der Zeit vom 11- bis 14. Oktober Jvic deutschen Posten in Kanten tun, Campo undKribibombardiert haben, nachdem die Aufforderung, sich zu ergeben, nicht befolgt wurde. Weiter wird aus Christiania gemeldet: In einem Bericht des französischen Marincmtnisteriums vom 24. Oktober, aus Bordeaux datiert, ioerden die letzten Operationen der verbündeten Motten besprochen. .Es heißt darin: Ein österreichisch-ungarisches Unterseeboot habe am 18. Oktober ohne Resultat den französischen Kreuzer „Wal- deck-Rousscau" vor Cattaro angegriffen. Die „Opfer der Emden". Eine klare Ucbersicht über die Verluste, die der Kreuzer „Emden" bisher der britischen Handelsmarine zugefügt hat, gewinnt man aus der Tabelle, welche die „Times" unter der Ueberschriit „Die Opfer dem Emden" gibt: Schisse Touuen- oelinlt Deuiuotzr...... 4806 versenkt. Buresk «Kohle) .... 43', 0 geköpert. Cliilfnna...... 5140 versenkt. Citii ol Winchester . . 6800 „ Clo» Grnut..... 3948 Clou Matheson.... 4775 Tiolo not...... 7615 9 Erlord «Kohle) .... 4542 geköpert. JudiiS....... 4871 versenkt. Knrbina...... 465? geknoert und sreigegeben. Jüdin....... 3541 versenkt. King Lud...... 36:0 w Lovat....... 6102 Ponrabbel..... 473 Poutopores (Kohle) . . 4049 geköpert «später von einem brit. Kriegsschiff ar,sgenoi»n,e»l. Riberlu...... 4147 versenkt. Et. Egbert..... 5595 geköpert und mit Fahrgästen und Bemannung nach Cochi» gebracht. Trabboch ...... 4014 versenkt. Traft öS...... 7562 Tymeric ...... 3314 „ 91955 Die Schanghais Versicherungsagentur Aangtsekiang gibt bekannt, daß der große japanische Dampfer K a m a s a t a lotu, der von stöbe nach Singapore unterwegs war, vom Kreuzer „Emden" versenkt worden ist. Die Gesellschaft erklärt, für Fahrten über Singapvre keine Versicherungen an- zunchmcn. (Ctr. Bin.) Die Neutralität Schwedens. Rom, 26. Okt. Aus London wird berichtet, daß man dort mit der eventuellen Aufgabe der Neutralität Schwedens rechnet. Die englische Admiralität habe bereits einen DeildercnglischenFlotte nach den schwedischen Gewässern entsandt. Amerikanische Borwürfe gegen England. London, 26. Okt. iWDB. Nichtamtlich.) Der Korrespondent der „Jtorninv Post" in Washington meldet: Die englisckze Politik chinsichtlich der Kvntrebande könne die herzlichen Beziehungen mit Amerika gefährden, wcim die durch die Beschlagnahme amerikanischer Schiffe verursachte Erregung nicht bald beseitigt werde. Die britische Regierung handle weder offen, noch folgerichtig. Es erwecke den Eindruck, daß sie keine bestimmte Politik liabe. Die Amerikaner nähmen übel, was sie für eine ungerecht- sertigtc Einmischung hielten. Viele Kreise glaubten bestimmt, England tue dies alles, um den Ausbau der amerikanischen Handelsflotte zu stören. Tie Erregung würde schvinden, wenn die englisch« Regierung eine Erklärung über ihre Poli- t i k abgebc, so daß die amerikanischen Produzenten und Exporteure die Lage genau übersehen könnten. Fe länger der gegenwärtige, höchst unbefriedigende Zustand andauere, desto mehr werde er in der Presse erörtert und die Erregung gesteigett. Die „New York World" schreibt: Es befinden sich nicht viele dentsckie Kriegsschiffe auf dem Ozean. Die Zahl der amerikanischen Handelsschiffe ist nicht groß: aber wir hören n'vcht's davon, daß britische Kreuzer deutsche einsangm, während fast täglich Schiffe mit amerikanischer Flagge beschlagnahmt und fciraftfudit Iverden. Die „Washington Dimes" meiM: Die Besorgnis der britischem Regierung vor einem deutschen Angriff cuif England scheine so mnikartig geworden zu sein, daN Dvwnmgstreet lieber die Feindschaft k«r Vereinigten Staaten riskiere, als amerikanisch« Verschiffungen dulde, dir die Misführung der deutschen Pläne fördern könnten. Die „Washingwn Times" schreibt ferner, die Zeit sei geeignet für die Erneuerung komplizierter Magen des Freihandels nnd der Schiffahrtsrcchte, die den Krieg von 1812 veranlaßt haben. Weder Amerika noch England wünschten, daß diese Fragen nach« einem Jahrhundert der Ruh« durch einen andern europäischen Krieg zu einer Krisis führten. Aber ein solches Ergebnis werde sicher emtreten, wenn noch viel mehr Beschtlaguahmeu einttätcn. Der englische Gencralstabschcf s-. Berlin, 26. Okt. (Priv.-Del.) Der „Bert. Lok.-Anzr" meldet aus Kopenhagen: Aus London wird amtlich gemeldet: Der Ehef des Gcnerabstabs für das britische Reich, General SirCstwrbes Don glas, fft im Mer von 64Jahren gestorben. Er war auch das höchste militärische Mitglied des Armcerats. Meutereien der Indier. Berlin, 26. Okt. (Ctr. Bln.) Aus Konstantinovcl wird gemeldet: Der „Tanin" meldet aus Alexandrien: Zwischen durchziehenden indischen Truppen und der englischen Garnison haben blutige Zusammenstöße stattgefunden Die Inder weigerten sich, nach Marseille und in den Krieg zu gehen. Das Kriegsgericht sprach 80 Todesurteile fg c g e n I n d e r aus. Bei der Einschiffung kam es zu einem blutigen Handgemenge, wobei einige englische Soldaten getötet wurden. Der Ausstand des Obersten Maritz. Prätoria, 25. Okt. (WDB. Nichtamtlich.) Amtliche Reutermeldnng. Bei Ke imn s am Oranjefluß griff Oberst Maritz mit seiner gesamten Streitmacht und vier Maschinengewehren sowie acht Geschütze» die Eirgländer Mi, die zehn Verwundete hatten. Eine Schätzung der Verluste des Feindes ist unmöglich, da er seine Verwundeten mit- nahm. Ter Burenoberst Salvmvn March, der sich aus die Seite der Deutschen in den jetzigen Käinpßn in Sndwestaftika gestellt bat, wird von der englischen Presse als Verräter mit leidenschaftlichem Haß- angegriffen. Trotzdem müssen auch die Engländer seiner 1 üchtigkelt Anerkcnmmg zollen, >vie dies ans eincni Leb.nsbild des Obersten hcroorgeht, das der „Dailn Chronicle" ivitteilt. Wrr erfahren hier Interessantes über die Lausbahn dieses Burenführers, der so plötzlich in den Vordergrund unserer Teklnai-me gerückt ist. Maritz trat zuerst als ein tüchtiger Soldat und einflussreicher Mann in den letzten Stadien des BurenkraegeZ hervor. Cr organisierte damals einen neuen Feldzug im Nordosten des Landes. Die Vertreibung der Generale Herzog und De Wer aus dicseni Gebiet im Februar 1901 hatte nur eine vorübergehende Ruhe hervorbringen können. Es gärte noch immer in dein Land«, und so gelang es denn einem damals völlig unbekannten jungen Korporal, Saloiiw» Maritz, im Kenhart-Gebiet neue Truvven zusammen zu bringen, die er gegen die Engländer führte. Durch seine Energie und Tavierkeft, sowie durch seine kraftvolle Persönlichkeit schwang sich Maritz rasch zum Beiehlshaber dieser Truppen empor. > Während des ganzen Frühlings nnd Sominers 1901 war er der unbestrittene Gebieter dr Gegenden von Ken hart und Calvinia. Als dann Sinuts im Okt. 1901 nach dem Calvinia-Gebiet kam, hatte Maritz gegen 600 woylbcwafsncte nnd trefflich disziplinierte Buren unter sich. In den nun folgenden Känipfen wurde er schwer verwundet und musste sich vor der immer größeren Uebermacht während des Winters zuletzt bis nach Namwnaland zurückziehen. Nach dem Kckiege besaß Oberst Maritz, der aus Transval stammt, eine angesehene Stellung und erhielt im deutschen Herero-Fcld- z u g ein Kommando in Damaraland. Damals kain er mit den deutschen Befehlshaberir in enge Berührung und empfing einen tiefen Eindruck von deutscher Disziplin und deutscher militärisästr Tüchtigkeit. Auch km Hottentotten-Krieg kämpfte er aus der Seile der Deutschen. Tein energischer Charakter, seine große Kriegseriahrung, die er sich in den verschiedenartigsten Kämpfen und unter den schwierigsten Verhältnissen erworben hatte, machten ihn zu einer Persönlichkeit. die die englischen Behörden gern sür ihre Dienste gewinnen ivolltm. So wurde er denn in den Polizeidienst der Union-Regierung ausgenommen, und nian vettrantc ihm schlie ßlich den nichigten Posten eines Befehlshabers im Nordwcsten der Kap-Provinz an. In dieser Stellung Ivirkte er höchst erfolgreich, bis ihn nunmehr die Haltung Bothas in einen Gewissenskonflikt brachste, den er durch den festen Entschluß löste, nicht gegen, sondern aus Seiten seiner deutschen Waffenbrüder zu fechten. * . * Erfolgreiche Kämpfe gegen die Serben und Montenegriner. (WTB.) Wien, 26. Okt. Amtlich wird bekannt gegeben: Seit dem 23. d. Mts. werden Erfolge unserer Truppen zwischen Rakro nnd Rvgtika gemeldet. Tie Operationen zur Säuberung des b o s - nischcn Gebiets machten weiter erfreuliche Fottschritte. Der auf Vcliko-Drod und Bracevica westlich von Visegrad eingcholte und gestellte Gegner wurde am 24. abends angegriffen und nach Visegrad zurückgcworfen. Unsere verfolgenden Truppen erreichten gestern die Drina bei Visegrad und Ancgjeva, Gorazda und westlich davon, nahnicn die östlichen Positionen bis zur Drina. Bei dieser Aktion erbeuteten wir zwei Geschütze und eine große Menge Infanterie- und Attillerie-Munitton. Die montencgrischen Abteilungen trennten sich von den Serben und ziehen sich südwestlich zurück. Gleichzeüig fanden auch im Sawe- nnd Drina- Gebict (Matschwa) für uns erfolgreiche Kämpfe statt. Bei Ravnja und Adenkovic gelang es unseren Truppen nach entsprechender Artillerievorbereitung trotz starker Drahthindernisse zwei hintereinander gelegene feindliche Positionen zu erobern, wobei dierWasch i n en g ewe h re und 600 Gewehre erbeutet, sowie zahlreiche Gefangene gemacht wurden. Heftige Gegenangriffe der Serben brachen blutig zusammen. Der Zar und feine Flotte. Petersburg, 27. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Der M a r i n e m i n i st e r hat dem Kommandanten der B a l t i - scheu Flotte folgendes mitgcteilt: Der Kaiser hat mich beauftragt, Ihnen und der Marine die Anerkennung für die ansttengcnde Tätigkeit ivährend der Herbst- zeit unter Gefahren von Torpedobooten und Unterseebooten auszudrücken. Dank Ihrer Geschicklichkeit und Ausdauer führte die Marine die Verteidigung der Küste nnd der Hauptstadt erfolgreich und unterstützte die Landarnree. Trotz seiner zahlenmäßigen lieber lcgcnheit hat der kühne Feind keine ivirklichen Ergebnisse erzielt. Der Kaiser glaubt, daß Gott die Anstrengimgcn der russischen Marine, die zum Ruhme des teuren Vaterlandes kämpft, durch den schließlichen Triumpf segnen wird. Airs Ucffctt. Zur Frage des Zusammentritts des Landtages. rb. D a r m st a d t, 27, Okt. Das Staatsministerium hat. wie man uns telegraphisch meldet, den Präsidien der beiden Stände- kainmcrn und den Mitgliedern der Finanzausschüsse der l«iden Kammern eine Einladung auf Domierstag nachmittag 3Uhr zu einer gemeinsamen Besprechung zugehen lassen, um über die Frage zu entscheiden, ob noch vor Weihnacht«,, eine kurze Tagung der beiden Kammern stattsinden soll«. ©3 handelt sich vor allein darum, eine Beschlußfassung der gesetzgebenden Körperschaften über etwaige Notstandsarbcrteit herbeiznfükwcn. Da eine Anberaumung von Neuwahlen sür die Zweite Kammer infolge des Krieges einstweilen nicht stattfindet, so werden die bisherigen Mitglieder der Zweiten Kammer cmst- weilen ihr Mandat weiterführen. Auch während der 28. Landtagsperiode ist gelegentlich der Beratung dringender Nvt- standsarbeiten in diesem Sinne verfahren worden. Aus dem Reiche. Höchstpreis« für Weizen, Roggen. Gerste und Kleie. Der Bundesrat wird am Mittwoch Höchstpreise für Weizen, Roggen, Gerste und Kleie sestsetzen: ausgenommen ist jedoch Brangerste. Der Roggenpreis dürste, so meint das „B. T.", etwas niedriger als 225 Mk. pro Tonne, der Weizenpreis etwas höher Äs der beantragte Preis von 250 Mk. werden. Der Preis der Gerste wird niedriger werden als der Roggenpreis. Der gesetzliche Höchstpreis bezieht sich ans den Bezirk Berlin. Für die übrigen Bezirke des Deutschen Reiches werden Zuschläge bezw. Absclchäge festgesetzt, das heißt, je iveiter im Westen, um so höher ist der Preis, je weiter im Osten, um so niedriger. Für spätere Monate werden Reports bewilligt, die zur Deckung der Zinsen, Spesen usw. dienen sollen. GleickMitig mit bet Borschrist der gesetzlich,en Höchstpreise gelangen einige Besttmmungcu über die Vermischung des Brotes mit Kartoffelmehl, eine intensivere Ausmahlung von Weizen und Roggen zu Mehl, sowie ein Verbot des Verfütterns von Brotge- treidezur Veröffentlichung. Der Staffeltarif für Getreide und Kartoffeln bleibt bestehen. (Wie dem Wolf-Burean hierzu mitgeteilt wird, sind die Angaben im allgemeinen richtig, nur dürsten die Zahlen vielleicht nicht ganz zw- treffen.) Reichstagsabgeordnetrr Fürst Radziwill. Nach Berichten des „Nieuwe Rottcrdamsche Comant" aus Petersburg ivnrde gegen den Fürsten Radzüvill, Mitglied des Deutschen Reichs- tags, der in Rußland gefangen ist, eine Verfolgung wegen Spionage eingelritet. Die ursprüngliche erhobene Anllage wegen Hochverrats ist zurückgezogen worden. M a n n h e i m , 26. Okt. Unter Anwesen Heck von mehreren Ministern und eines Vertteters des Generalkommandos in Karlsruhe hat heute in einer imposanten Versammlung die von allen Gesellschaftsklassen besucht war, die G r ü » d » n g der ersten badischen Jugrndwehr stattgcfunden. Breslau, 26. Okt. (W. B. Nichtamtlich.) Die Kaiserin ist heute mit ihrer Uingebung tm Sonderzug nach Posen abgereist. Ans Stadt nnd LanS. Gießen, 27. Oktober 1914. Auf dem Felde der Ehre gefallen. sAvS Hessen und den Nachbargebietcn.) Uffz. d. Res. Willi Finger, Jnf.-Rgt. 116, aus Lauterbach. — Musk. Albert Magcl, Jnf.-Rgt. 116. aus Oberodmen — Res. Louis Bast, Jns.-Rgt. 116, aus Solms-JlSdors. — Aküsk Karl Sartorius, Jns.-Rgt. 116, ans Merlau. — Gesr. b. Res Otto Langsdorf, Jnf.-Rgt. 168, aus Pohlgöns, — Res Frickr. Heinr. Hanb, Ins. Rgt. 116, aus Hausen b. Butzbach — Landwehrm. u. Briefträger in Großen-Linden Karl Winn aus 2!onnenrotl). — Fcldw. Heinr. Hüttenberger, Landw.^ Jns.-Rgt. 116, aus Gießen. — Res. Fritz Engel, Jnf.-Rgt. 116 ans Gießen. — Musk. Ph. Becker. Jnf.-Rgt. 117, ans Kriegsheim. — Landwehrm. Heinr. Ph. Schäfer, Rcs.-Jns.-Rgt. 118 ans Hosheim. — Musk. Willi Beckmann, Jnf.-Rgt. 168, aus Echzell. — Vizcfelbw. Otto Schmidt, 4. Garde-Regt., ans Eichelsdors. — Res. Karl Hermann Ben n er, Res.-Jns.-Rgt. 99 aus Reddighausen. — Gardist Jakob Fritz, 3. Garde-Rgt., aus Brvmsffrchen. — Gesr. d. Res. Gg. Künkel, Jnf.-Rgt. 87 aus Breidenöach. — Res. Fritz Schneider, Jnf.-Rgt. 83, aus B: eidenbach. — Gesr. Johs. S ch in i d t, Jnf.-Rgt. 168, aus Sandlofs. — Gefr. d. Landw. Johs. Hofmann, Landw.-Rgt. 116, aiis Sandlofs. — Gefr. Heinr. Steinacke aus Hemmen. — Uff}. Georg Bauer, Feldart.-Rgt. 25, aus Dalsheim. — Res. Hcinr. Kraus, Jns.-Rgt. 116, aus Aßlar. — Res. Karl Zimmermaun, Jäger-Bat. 11, aus HcheiffolmS. — Res. Jak. Christ, Jns.-Rgt. 116, aus Obbcrndorf. — Gesr. d. Res. Hermann S p a m e r, Jnf.-Rgt. 115, aus Darmstadt. — Sergt. Hcinr. Krell, Lehr-Jnf.-Bat., aus Niedernhausen. — Res. Friedrich Stenger, Jnf.-Rgt. 115, aus Bieber b. Ofsenbach. — Res. Taiwan Mehner, Jnf.-Rgt. 168, anä Ofsenbach a. M. — Uffz. b. Re). Adolf Nassauer, Res.-Jnf.-Rgt. 81, aus Herborn. Reserve-Feldartillcrie-Regiment Nr, 25, Dnrmstadt. Ser von vom 21. bis 26. 9. 1914. I. A b t e i l u n g. 2. Batterie: Kan. Karl Schästr, Stcinberz, Kr. Gießen, low. II. Llbtcilung. Stab: Gefr. Karl Wenz, Mombach, Kreis Mainz, gefallen. — 4. Batterie: Bizewachtm. d. R. Osf.-Dienstt. Gust. Friedr. Will,. Beck,,Ofsenbach a. M„ low., verbleibt bei der Truvpe. — San.-Untcrvsf. Johann Emig, Beerfelden, Kr. Erbach, lviv. — Gesr. d. R. Martin Kisscl, Wies-Ovvenbeim, Kr. Worms, gefallen. — 5. Batterie: Kan. Georg Stahl, WormS-Neuhauscn, schwer verimindet. **EineSitzungderStadtverordneten findet am D o n n e r s t a g, den 29. Okt. 1914, nachmittags 4 Uhr statt. Ans der T a g e s o r d n u n g stehen Mitteilungen, Baugesuche des Hubert Heinz zur Errichtung eines Aw- baues Steinstraße 57, des Hubert H e i n z für die Ederstraße, des Heinrich Launspach sür Liebigstraße 80 und der Firnia I. B. Noll für die Wiescnstraße: ferner die Anlage eines Ehren friedhofs sür in Gießen verstorbene Krieger, Schlachtgcbühren für Kälber, Unterstützung für das diirch den Krieg heimgcsuchte Rcichsland Elsaß-Lothringen. Fürsorge für die Familien der einbernfenen städtischen Beamten, Bediensteten und Arbeiter, Freiwillige Weitev- vcrsichcrung städtischer Bediensteten nnd Arbeiter nach ihrer Einberufung zum Kriegsdienst bei der Allgemeinen Orts- Krankenkasse und Polizeiverordnung, betr. das Betreten des Kriegsgefangenenlagers. ** Als Lazarett sür die Kriegsgefangenen soll ein Teil derKasernederMaschinengewehrkompag- n i e eingerichtet werden. Für diesen Zweck werden auch auß dem Hof der Kaserne zwei Baracken errichtet. Das Lazarett' soll dazu dienen, Kriegsgefangene, die rm Lager erkranken, aufzunehmcn, um das Garnisonlazarett sür verwundete Kriegsgefangene frei zu halten. ** Stadttheater. Bon morgen ab werden die Abonnements im Theaterbureau zwischen 11 und 1 Uhr ausgegeben. ** Knote-Riemann-Abcnd. Die Ortsgruppe Gießen des Alldeutschen Verbandes wird am Sonntag, den 15. stsovember, ein Konzert zum Besten im Feldzug gefallener Gießener veranstalten. Kainmcrsänger Heinrich Knote, München, wird Sachen ans Wagneropern, Hofpianist E. R i e in a n n, Lehrer am Konservatorium in München, Stücke von Bach, Beethoven und Liszt zum Vortrag bringen. ** I m Union-Theater ^Seltersweg 81) ist morgen von nackmittags 2 Uhr bis abends 7 Uhr Jngend- und Familienvor- stcllung. Es werden Bilder gezeigt vom Bölkerkrieg 1914. Jedes einzelne Bild wird erklärt. Wir verweisen auf das heutig« Inserat. ** Krieg und Frauenberufe. Man schreibt uns: Mit Rücksicht darauf, daß die Volkswirtschaft mehr denn je in dieser Zeit auf die Mitarbeit der Frauen aus allen Gebieten angewiesen sein wird, sollten Mädchen und Frauen« die vor ihnen liegende Zeit zu einer gründlichen Berufsbildung benutzen. Durch eine sachliche Schulung erhalten die Frauen nicht nur das Bewußtsein, sür die AllgemcinheiÜ wirken zu können,sondern auch dieMögllchkeit, sich durch eigene Kraft eine Existenz zu schaffcu. Die Nottvendigkeit, sür sich selbst und sür Angehörige zu sorgen, ist schon vielen Frauen in stärkerem Maße als je zuvor auferlegt worden. Deshalb ist im allgemeinen, wie im eigenen Interesse, die berufliche Schulung der Mädchen und Frauen von ganz besonderes Wichtigkeit und der baldige Beginn kann nicht dringend genug angcralcn werden. Ucber die Berufsaussichten sowie sämtliche mit der Berufswahl zusammenhängenden Fragen erteilt zuverlässige Lluskunft die Auskunftsstelle für Frauen^ berufe des Ailgemcinen Deutschen Frauenvereins. Sprechstunden sind Dienstag nachmittags von V-7 bis Vr8Uhr im allen Rathaus, Marktplatz 14. ** Wanderhandel i nt Etappengebiet. Man schreibt uns: Der Verkauf von Waren aller Art im Umher- ziehen ist innerhalb des Operation»- und Etappengebiets der Armceabteilinig Falkcnhausen verboten. Das in Betracht kommende Gebiet umfaßt säst ganz Elsaß-Lothringen. Es ist zwecklos, das Armcc-Oberkoiiiiiiando, die Etappen-Jnspek- lion oder deren Nachgeordnete Behörden um Erlaubnisschein! anzugehen. ** G c m e i n d c stc u e r - R ück st ä n d e. Unter den heutigen amtlichen Bekamitinachungen der Stadt Gießen befindet sich auch die Mahnung des 3. Zieles der Gern c i n d e st e u c r n n n d K a n a l g e b ü h r e n. Die Zahlung kann noch bis zum 14. November emschließkich bei der Stadtkasse Gießen oder durch Einzahlung bei der Post oder durch Ucberlveisung im Baut- oder Poslschcckverkehr erfolgen. Nach Ablauf der scstgcsetzten Frist erfolgt die Beitreibung, wobei die vorgeschriebenen Pfändungskosten erhoben werden. ** 6inc ernfte Warn n n g. Verschiedene Wahrnehmungen der letzten Zeit lassen es, nne amtlich verbreitet wird, als gewiß erscheinen, daß unsere «Gegner auf dem Wege über das neutrale Llusland versuchen, Material und Werkzeuge zur Anfertigung von Munition und anderem Kriegsmaterial in T c u t s ch k a n d a n z u kau f e n. Es läge die Möglichkeit vorz das: in Deutschland ansässige Firmen versuchen, dies sich zuirutze z.l machen. (Ganz abgesehen von der nndeutschcn Gesinmung, die solche Geschäfts- | rfec an den Tag legen ttmr&nt, läge u. a. auch ein schwerer | stoß gegen das Strafgesetz vor: denn nach § H9 St.® I b mit Zuchthaus bestraft, wer vorsätzlich während eines »en das Teutsche Reich ausgebrochenen Krieges einer s idlicheu Macht Vorschub leistet ** Po st verkehr mit Holland. Das Uinrech , ngsverhältnis für Postanweisungen nach den Rie j landen und den ntederländisckieii Kolonien ist mit Gei :g vom 26. Oktober ab auf 100 Gulden — 182 Mk. er stigt worden. Landkreis Gießen. kl. flollnr, 25. Cft. Auch hier Hai stch ein« Jugend hr gebildet, der bi« jetzt 35 junge Leute be,getreten sind en Conntagirgchmitiag werden Uebnnqcn in, Gelände ab- alten und einmal in der Woche findet Unterricht in, Stint n I. Die Leitung der Hebungen liegt in den Händen euiigei iger Herren, der Turnunterricht ivlrd vom Turnwan de lgen Turnvereins abgehalte». 0 Staufenberg, 26. Okt Von der Gemeinde ans wurde jeden der im Felde ftebenbcn Staufen berget rin P a kr, mit besgabcn abgefandt — In unterem Städtchen Ir.u der Krieg ,etzl schon das 7. Opfer gefordert. r. Londorf, 26. Okt. Lus unserer Gemeinde sielen bis t im kamvt fürs Vaterland: Musketier Heinrich Kronen rg. Jns.-Rqt 116, Musketier Karl Theiß, Ins Rgl l6«, enbach, gleseroist .Heinrich Lich, Jns.-Rgt. 116 und Gefreiter Reserve Louis Fabel. Jnf.-Rgt. 116 (Inhaber der lavier smedaille). — Der Gewerbeverein Raben an lurlt ern seine außerordentliche Generalversammlung ab - Rechnungsablage pro 1013 wurde geprüft, worauf dem Rechner tlastung erteilt wurde. Bei der BorstandSwadl lvurden als r,ätzender Louis Weber, als Rechner Wilhelm Ranft, als iriftführer Jobs. Berlin III., sämtlich ans Londorf, und als lerer Vorstand Balth. Conrad, Will». Lu mann II. aus idori. Peter Becker, Jakob Decker aus Kesselbach und Konr. st, Heine. Niebergall aus Geilshausen gewäblt. — Wester rde beschlossen, daß daS Schulgeld etwas erhöbt werden soll, i iwar für Schüler der Vereinsmilalieder aut 8 Mark und für mler von Nichtmitgliedern aus 10 Mark für das Faste Endlich nlligle der Verein den hlissbedürftigen Gewerbetreibenden in peeuste» 20 Mark. Birklar, 25 Okt Lm letzten Sonntag wurde das Eente- n k s e ft in brr hiesigen Kirche gefeiert. Am Schlüsse des Gottes- nste« wurde eine Kollekte für das Rote Kreuz ge- len, die den Betrag von 76,50 Mk. ergab. Kreis AlSfelv. I b. A l S f e I b , 2K. Cft Das H r e i 8 a m t letzte d>e ö 6 rfi st. I eile für Soeilekartost'eln wie folgt fest: Beste anigelesene “ rien kosten der Tovvelzentner 6 Pik.. geringere Ware 5 Mk i freier Lieferung in den Kecker des Käi-ferS und beim Verkauf den Wochenmärkten erstöbt stch der Prei« um eine Mark für | e Carle »nd jeden Tovveizenlner. KreiS Friedberg, h. Fauerbach b. Friedberg, 26. Okt Eine seltene Ehrung nhr der Lokomotivheizer dein» Krem er von stier durch die rleihung des Eisernen Kreuzes erster Klasse Kremer t als Unterofiizier bei der 3. Kompagme der 81 Fnfanterie« gstnents zu Frankfurt ein. wurde bald zum Feldwebel be- dert, machte als solcher 11 Gesecknc mit und erhielt das Eiserne nt» zweiter Klasse. Als sämtliche Offiziere der Konipagnie I allen waren, führte er sie mit heldenmütiger Tapferkeit. .Hierwurde Kremer jri t mit dem Eisernen Kreuz erster Klaiie > ^gezeichnet und gleichzeitig zum Feldwebel-Leutnant beiördert. Hessen-Nassau. I O Rodheim a. d. Bieber, 26. Oft. Tie Errichtung einer Wigendwehr hat in unserer Gemeinde groben Anklana r>e- den. Mehr als 60 erwachsene Burschen im Alter von 16 bis Fahre» stnden stch regelmäßig z» den tsteorelischen und vrakti- >>, Deianstaltungen ein. Ehemalige Unterofnziere haben >ich eifwilligst in den Dienst der Cache gestestt. Ho m be r g , 25. Okt, Heute mittag I Uhr trat die hier ins reu gerufene Jugendwehr zum erstenmal zusammen Es sammelten sich ungefähr 140 junge Leute im Alter von 16 bis Jahren. Der Beitritt weiterer Mitglieder wird erwartet. Die brnnq und Ausbildung haben die beiden Wachtmeister M ft TI er « IdRumpf sowie einige ältere gedientellnterosiiziere und Mann- | arten übernommen. Tie Hebungen sollen jeden Sonntag Mitl.ig n 1—4 Uhr stattsinden. PcridtiitaoL T'rr docksverraksorozeß in Sarajewo. Sarajewo, 25. Okt. ?WTB Nichtamtlich? In dem Hock- I rratsprozes! beendigten die Verteidiger ihre Mlwohers Ti" > ruptverhandlunq irurde dann qeschlviien. Tie Berlündung Is Urteils erfolgt am 28. Oktober vormittags. verniisclfte». * G «lchichten vom Marchese dl San Giuliano. ! m veestoedenen italienischen Minister ft' Aeubcren, werden in k römilchen Blättern in r.'iwer Fülle erzählt Tan er'iu*.i.rno Irr berühmt durch (eint Geisle-gegenwirt lind seinen lebhaften sitz. Von seiner Juaendzeit an itt er an b-r Krankbeit, die zu I nem Tode führte, aber er wurde seiner Leiden so ant Herr, daß sie selbst z»m Geaenstande feines Witzes mn Ic. Wenige Tuge I r feinem Tode trat ein Beamter in lern 5 ablnell ant aale ihm t asten Zeichen der Aufregung: .Erzelleni, Rnmcknlen - ist stch I Iiren , , .* .Daran« siebt man, datz es i m elfer -eht als I r,' sagte der Kranke, .ich kan» mich gar nick t rühren.' Er Irr kein Freund der üblichen geiellichrfilichel' Höstichketlen »nd le leine Meinung gelegentlich inil ber.e»g»ickender Offenheit. i,er sehr beliebte» Eck, lfisteilerin, die- ilin eines Tages fragte, I e viel« Jahre er istr gäbe, sagte er trocken; »Gar keine. Olgnora. lande» Eie nicht schon genug zu l aben t * In London mnrde er > eine»! Lmi'sanq bei Ho'e, nachdeni er Km Bealaubigunge reiben als iialienifcher Volschafle, überreich! batte, nun den eng teil Tarnen, die stets geneigt und, bei einem Manne ans dem liden an wilde Ränberromantik z» denken, »indräiiat, die astes üglfch« von ,hm heraus bekoiiimen woste», bi« fchllesilich die huste von ihnen den Botschafier fragte, ob er auch seinen Dolch i stch bade. .Nein, den habe ich zufäUi, lctter zu Hanse ge fielt,* sagte San Gintinno. Länder. 'Iuteersatz und Hausbau. Bereits in FriedenSzetten ist in der Versorgung der Jute- dustrie mit Rchstoiien ein empfindlickwr Mangel zu spüren ge- sen Preise, die sich noch im Tnrchschnitt der letzten Jolrre [oifdicn 12 und >8Psd. Sterl. iür die Tonne gestalten statten, gellten in, vergangenen Jastre bis aus 34 Pid. -Osteel rtz die oh? Im selbeu Jahre sah sich auch der Verband Tenlick-er ^>ule .ti:ftricllcT zu einer Einschränkung seiner Betriebe um 24 v^H. nötigt. Tie Schwierigkeit der Lage wird noch dadurch erhobt, '.st Jute nur in Britisch-Jndren ,u»d zioae Bcngaienf angezogen rd. Aus den verschiedenster! Gründen ist die Änbaustäckie da- lbst ieik 1005 nicht mehr vergrößert worden. So liegen tue erhältnisse für die Zukunit der Juteindustrir recht traurig. Damit ehr in Frage: aus we^em Rohmaterial sollen in Zukunit neben | r nicht ausreichenden M te Sack- und Packstoiic gefertigt werden? n-.I e'-endere in der Ow.dmiriscknisl macht tick, derzeit Mangel an . : i fül.bar. — Aber auch, was die anderen Faserstoste an- d, in Hdntzp nnereien. Tauwerk-, Bmdegarn , Bindiaden-- rfcriüu und Seilereien verarbeitet werden, ist das zur _5er>an-:-« eckunz dienende Material auch als knapp zu bezeichnen. Tie allen iiopäischen Hanie !aue Rußland und Jtalreu, und ihre tropinuen rfatzstoste, wie Manilahanf, Tiialhauf, Neiiserlonstflachs usw. wrr- en insbesondere in Jahren großer Getreideernten atS Bindegarne i- Mebmaschinen in enormen Quaulitäten benötigt (iür diesen nveck wurden in de» letzten Jahren altern in Nordamerika un- ! ejähr 120000 bis 150 000 Tonnen verbraucht , aber nur in nzurcichendcn Mengen angebracht. Mil diesen Fragen deichäftigl sich eine soeben von der Deutschen Landwirtsckiastsgeiellschast »er- össenllichle Broschüre „Intoersatz und Hanibau" des Giehener ilniversilätsprvteisorS Tr. W. F. Bruck (Verlag von Paul Pareh, Berlin). Ter Vertaner hat seit einer Reihe von Jahren in euro- väischen sowie in den überseeische:! Produktionsländern (Cftinbien, Ostasrika Untersuchungen über den Faserbau angestellt, um ein Bild über die zukünftigen WeUmarktSverbällnisie aus diesem Ge stete gewinnen zu können. In der gegenwärtigen Zeit, wo der »wieg :,i neuen Organisationen des inneren Winschastsmarkies zwingt, glaubt er, daß auch die Interessenten der Jute- und Haniindil- strien neue Wege zur Teckung des Rohstoiibedarses geben müssen. Bros. Bruck einpitebll die Wiederaus nähme des in Deutschland einst blühenden Hansba»es. Würden in einiger Zeit 50000 Tonnen au Hans in Teutichland erzeugt, io würde damit nur 0,2 v. H. des bebauten Ackerlandes entzogen werden Man könnte somit nickt davon reden, daß dieses Handels- ewacst' der Nälmtofferzeugnng zu viel Land ivegnehmen würde. Run hat sich bei Versuchen, die eine Reihe von Jahren durch- geführt wurden. herauSAestellt, aus die in der Broickmre näher ein gegangen wird, — daß Hani auf Zuckerrübenboden be« sonder» gut gedeiht Unsere Rübenindustrie Hot aber, seit dem England ans bekannten Gründen nicht ineirr in dem Maße wie irüber feinen Rodznckerbedari aus Teutichland deck!, schwer zu leide». Schon lang: geht daber der Wunsch der Rübenbauer dahin, die Bodensläche durch Anbau eines gleicknvertigen Produktes einickränken z» können. Hani. der zugleich eine vorzügliche Vvr- irmbt von Weizen ist und besonder« unkrmnreinigend wirkt, könnte hier gut einietzen. Würden die enväbnlni 50 000 Tonne» ani bis tierigem Rübenboden erzeugt werden, so würde die R üben an bau- iläche damit um 10 v. H. reduziert werden. Estne rationelle Hans- verarbeilung mit modernen Metstoden, insbesondere beim Rösten iWarmwasiervenohren) würde die Gestehungskosten gegen früher bedeutend herabfetzen »nd zugleich ein den dosten Hänfen gleich- weniges Onalilätsvrodukt hervvrbringen. Bruck bezweckt mit seiner Anregung, daß sich die Interessenten der Faier- und Jnteindn strien mit den Kreiien der LandwiNschait, insb-sondere den Per tretern der Znckenndnstrie in Verbindung setzen sollen, um der praktischen Aussübrnng des behandelten Vorschlages näherzutrelen. Wetlerausjichten in Heiien am Mittwoch, de, 2< Oft. Mit. Foil.'nue! der bestehenden Wilteruna, unbeständig, westliche Windes Letzte Nachrichten. Tie Kampfe im Westen und Osten. (WTB.) Milleiiuiig der obersten HerreSleilnng: Großes Haiiptauarkicr. 27. Oktober, vormittags. tAmklich.» Dir Kämpfe am Aser-Ppern Kanalabschnitt bei Bvern und süüwrstlich von Lille werden mit gleicher Hart näckigleit fortgesetzt. Die deutschen Truvpen staben auch gestern Fortschritte gemacht. Auf den übrigen Teilen der »amvsfront im Westen staben sich wesentliche Ereignisse nicht zugetragen. Westlich Augiistow ist der Angriff der Deutschen im langsame» Fortichrcitkii. Südwestlich von Warschau sind nllc Angriffe starker russischer Kräfte von unseren Truppen ,;u- rückgewiesrn worden, slkordlich von Iwangorod lhiven neue russische Arnirrkorps die Weichsel überschritten. Tie Riescnschlacht nn der belgischen Küste. (WTB. i Berlin, 27. Okt. Nichtamtlich ) Ter ,,Berl. Lok.--Anz." schreibt: Mit unvernninderter Hestigkelt dauern die Kämpfe an der belgrsck)eil Küste fort. Tasi sie für uns erfolgreich verlausen, geht nicht nur aus den täglichen Berichten des Großen .Hauptquartiers hervor, sondern wird durch die ans dem neutralen Atisiande eiinaufcnden Meldungen bestätigt. — Die „Deutsche Tagesztg." sagt: Die^Völkerschlacht n» der vc.giickrfranzösischen Küste, die iilln sckwn eine Reihe von Tagen die Welt in Spannung halt, ist ein Ringen erbittertster Art, von eben so gewaltigem Umfang ivic entscheidender Bedeutung. Allem menschlichen Ermessen naelz wird dieses gigantische Ringen nickst nur von uimtitletbarer entscheidender Bedeutung nir den Au-zgiairg des gegenwärtig tobenden Weltkrieges sein, sondern auch im weiteren Verlaus der Dinge immer mehr als ein Ereignis von höchster w c l t - hiskorlichcr Bedeutung hervor treten. Italien und Baloua. i. Köln, 27. Okt. 'ie , Köln. Ztg." schreibt: Die Nachricht von der Besetzung Volonas drlrch gtaläcn nstrd durch unser» Wiener Korrespondenten als verfrüht bezeichnet. Sollte die Besetzung dennoch stattgesunden haben, so wird man darin eine Maßnahme zu erblicken haben, die Italien als einzige an der Londoner Botsckzasterkonferenz beteiligte Macht, die gegenwärtig neutral ist. im Einverständnis mit diese» Mächten und besonders mit O-esterreich trifft, um dir Beschlüsse der Konferenz ausreckzt zu erhakten. Italien und die albanische Frage. (WTB. Wien, 26 Okt. lNütitmutlich.) Die „Neue Freie Presse" erhält Mitteilungen über die Verhältnisse in Sndalba- nim in denen di: Frag- nah gelegt ivird. in welcher We.se trotz des UmstandeS, daß sich fast alle Unterzeickmer der Londoner Beschlüsse ün Kriege beiinden, die Beschlüsse der Mächte hinsichtlich dieses Landes gesichert würden. Es liege nahe, daß als einzige neutrale Macht unter den Teilnehmern an der Londoner Botschaiterkvnferenz Italien hierzu beruirn sein könnte Es sei anzimehmen, daß Italien sich vieler Ausgabe im Einvernehmen mit den übrigen Mächten, insbesondere mrt Oesterreich-Ungarn, auch unterzteben werde, ES würde sich dabei in der Praxis um Maßregeln für bumoniläre und volizeilick): Zwecke in der Gegend von Valona handeln, die überdies den Wert hätten, feinen Zweifel darüber aufkommeu zu lassen, daß bie znstscheu den Mächten hrnstchtlrch Albaniens getrosienen "lbmachungen trotz des Weltkrieges ausrecht erhalten wurden. Der österrkschischc Tagesbericht. Wien, 26. Okt (WTB. Nickstaüit.ich.' Amtlich wird ver- laalbart: In 'bat Kämpfen vor Jw.mgvroö mäck'.en wir Pisber 8000 Russen zu Gefangenen und erbnite.'en '10 Ma- stlstnengavrhte. Rächst Jaroslau mußten iich ein russrsckser Obern und 2tX> Nianm ergeben. Bei Zalncze (südwestlich Sniatyn. und bei Pasienieza 'sü»westlich Nadworna wurde der Feind zurück- gravorsen. Die Lage im großen ist unverändert Der Stellvertreter de- Chefs des GenerMabs: v. H ö s e r, Generalmajor. Die Lustskotle im Kamps um Warstlmu. Stockholm, 27. Olt. (WTB. Nichtamtlich.) Die Aät- ter melden laut Bert. .Jkok.-Anz." au« Petersburg: Eine deutsche Luftflotte, aus mehreren Zeppelinen und Lustsastrzeugen bestestend, beschieße seit dem 2,-,. Oktober früh Warschau. Tie Angrissc imirdcn durch Maschinen-- gewehre von den Kirchtürmen erwidert. Es werde mit der baldigen U e b e rg a b e der Stadt gerechnet. Der „Lok- Anz " bemerkt zu dem letzten ^atz: Warten wir das Wort des Gros^n Hauptquartiers ab Stürzen wir uns nicht in übereilte Hoffnungen, sondcnt freuen wir uns, daß jeden- falls unsere Aktien im Osten steigen und nicht fallen. Aus Persien. K o n st a n t i n o p e 1,26. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Wie persische Matter melden, lmden die Russen dis Stadt Sauüichbutak geräumt. KUvallerre, Infanterie und Artillerie ist nach Rußland zurückgekehrl: es blieben nur 30 Kosaken zurück Tie persische Bevölkerung Hobe eine ungeheure Freude über den Abmarsch der Russen kuud- gegeben. Die persischen Kanonen, die seit der Besetzt»«; der Stadt durch die Russen vergraben waren, sind jetzt cmsgs- graben und in Stellung gebracht worden. Kaiser Franz Josef an die Bewohner Galiziens. (WTB. Nichtamtlich.) Wien, 26. Otit Me „Wiener Zeitung" veröffentlicht ein Handschreiben des Kaisers an den Grasen Stürgkh, in dem der Bevölkermtg Galiziens und der sonstigen lwm Kriege unmittelbar betroffenen Landesteile die Teilnahme des Kaisers in der Ettvartung ausgesprochen wird, daß sic die ihnen Mtf- erlcgte Prüfung mutig ertragen w.wdcn in der festen Zuversicht auf eine bessere und völlig gesicherte Zukunft. Die Regierung sei beauftragt, diesen Ländern ihre besondere Fürsorge angeoeihen zu fassen »nd zunächst zur Linderung de« druckenden Notstandes die geeignete» Maß- mchmcn zu treffen. Aus «egvpten. (WTB Nichtamtliche K o n st a u i in o p c l, 26. Okt. Dos äguplische Blait „Elharam" meldet, daß die Engländer einen Studenten der großen „ruselmanischen Universität 2lzbar in Kairo verhaftet hätten. Die hieran sich an- geschlossene Untersuchung stabe ergeben, daß Prsfrssoren der Ilnivcrsilät und Schciks der Moschee einen Ausstand in Aegnpleii v o r d e r c i l e t e ii. Die Engländer hätten die entsprechenden Maßregeln getroffen. Ein anderes äghptisches Blair meldet, daß die Regierung des Südens gegen den Ba- kim von Darfour, der sich verdächtige Umtriebe gegen die Engländer habe zuschulden kommen lassen, ein Heer entsandt halte. Englische Prrlegrnsteiten. (WTB.) Berlin, 27. Okt. lstsichtamtlich ^ Wie bollindische Zeitungen aus London berichten, habe» die Arbeitgeberverbände von Liverpool und Manchester die Stillegung i h r er Betriebe infolge Auftragsmangels zu 33 vom Hundert beschlossen. — Einige 50 große Anlwervi'ner Handelshäuser sollen wegen der Vernichtung ihrer Warenvorräte durch die Engländer vor ihrem Abzug aus Antwerpen dem amerikanische» Gesandte» im Haag Entschädigungsansprüche in Höhe von 2 30 Millionen Franks angezeigt haben. Auszeichnung des Königs m»i Württemberg. (WTBL S l » t t g a r l, 26. Okt. (Nichtamtlich. > Wie der „Schwäbische Merkur" meldet, hat der Kaiser dem König von Württemberg da« Eiserne Kreuz Erster Klasse verliehen. ('»cöriirftr Stimmung bei Den Serben und Russe», WTB. (Nichtamtlich.i Wie», 26. Okt. Die ,,Südslavischc Korrespondenz" ersähet von besonderer Seite aus Salonisi: Die Stimmung der Bevölkerung Serbiens ist ziemlich gedrückt, nur die serbischen Offiziere beivahren Zuversicht. In nichtpoliti schm Kreisen fragt man sich, welchen Zweck die mit so großen Verlusten an Mmschenlebm und Kriegsmaterial verlnmdenen Einbrüche in Slavonie», dis Banat und Bosnim l-atteii. ohne daß es möglich ivar, sich dort sestzusetzen. Man verweis« aus die groß » Sckiädm, welche Belgrad und oerschii'deiw Grmzorte bei der Zurückweisung der serbischen Truvvm zugesügt wurden und macht das serbische Oberkommando hierfür verantwortlich. lWTB K v n sta n t i n o p el , 26. Okt (Nichtamtlräi.) ,Lk- dam" venveist aus die llnzusriedenhcit, die sich in RlisKaiid wegen des Krieges gegm die Regierung bmierkbar »nickte, sowie aus die Bttvegung unter dm lllrainern. Ties zctgc, daß dlejmigcn sich nicht oeläuscht hnltm, die oorausgesagt hättm, datz auch diese Elemente nickst zögcm nnirden, sich zu erheben. Ruszland ioerde die Folgen jenes veihängnisvolleil Fehlers, sich m den Krieg zu stürzen, verspürm. Statt auf Eroberungm a«szugelie,l, hätte Rußland die von den Liberalen verlangten Re'sornieil duvch- sübren solle», woher es mehr gnooimen und sich auch nicht dat Dlißttoucn seiner Nachbirnl zngezogm hoben würde Aus Norwegen. (WTB.) K r r st i a >r i a , 26. Okt. (Nichtamtlich.) Der norwegische Kriegsminister hat angeordnet, da» das Ausfuhrverbot für Wollwarm auch aus W o l l a l> f ä l l e jeglicher Art ausgedehnt werde Weiter wird amtlich gemeldet, daß, wie früher schon niil- geteilt tvorden ist, versucht werden soll, die Schiiiahrt nach Ar- chanaelsk längm als gewöhnlich offen zu lmlten. Der Minister des Amß-rn habe von de: Gckandtschast in Petersburg eine Mitteilung erholten, nach der niltztand einen Eisbrecher mit 6006 Pserchekrösim von Kanada angekausl lind in Archangelsk in Dienst gestellt habe. Zwei andere Eisbreckwr seien schon von früher vor- lmnden. und ein von privater Seile gelauster EiSbreckier mit 1300 Pferdekräftm sei von Kanada unterwegs. Ans der Türkei, K o n st a n t i n o p e l, 27 Okt Aegtivkisch« Blätter- 7neld-.nr, da» mmmevr ein ckebec>vach u n g->d >c nst an der pü i kr- schen Küste durch euglisw: Kreuzer eingerichtet worden ist. Sehwierigkeilcn aus Sem englischen zlostlcninarlte. , Köln, 27. Okt. Die Lage des K o hl e n m a r k t e s in England soll nach einer Kieler Meldung der „Köln. Ztg," sehr ungünstig sein. Der Uebersckmtz an Kohlen soll so groß sein, daß die britische Regierung genehmigt hat, daß neutrale Scknste, die deutschen Zucker nach Amerika bringm, in englischen Häsen Kohlen fassen bürien. „Warm zu ein vielsten t!« KnckerV zlnnl-Selfe gegen unreine Haut, Mitesser. PickeS, Knötchen. Pusteln usw. Sve- zial-Ärzt l>r. W." (,'m drei Elärken. ä 30 Ps.. M. 1.— u. M. 1.50). Dazu Zocliooli- Creme (50 u. 75 Pi t. iII der Uaiveri. rlvotbeke, Hirsch- Avolbeke. bei 21»«. Roll, E. reibet. W. Kilbinacr. O. Lchaai, E. 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Oktober starb im Dienste des Vaterlandes auf dem Krankentransport von Russland nach Deutschland vor Kattowitz an Herzschwäche unser herzensguter, unvergesslicher Sohn, Bruder, Schwager, Onkel, Neffe und Vetter Ernst Wolf Zahlmeister im Inf.-Regt. 1.J83 Cassel (früher 116 Giessen) im 36. Lebensjahre. Er verschied gottergeben in der Sehnsucht nach dem Elternhause, wo er Genesung erhoffte. In tiefer Trauer: J. Wolf u. Frau lda geh. Seiler Margaretha Zörb Ww. geb. Wolf IlllgO Wolf U. Frau Anna geb. Finkernagel Heinrich Horst u. Frau Gustel geb. Wolf Franz Funk u. Frau Anni geb. Zörb und Nichten Gisela und Else. Den Heldentod für das Vaterland starben unsere kA; lieben Bundesbrüder Dr. Ernst Heinrich Wolf | Oberarzt d. Res. Pionier-Bat. 21, praki. Arzt in Nieder-Sauihcim | Heinrich Gfock Unteroff. d. Res. Landw.-Regts. 118, Gerichtsassessor in Scho ten. In tiefer Trauer: itotsd 0i 0 Burschenschaft Alemannia. Giessen (Bleichstr.24), Darmstadt, Worms, Offenbach am Main. Die Beerdigung findet in Giessen statt: Mittwoch, 28. Okt., nachm. 3 Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofes aus. Von Beileidsbesuchen bittet man abseben zu wollen. Nachruf. Den Heldentod fürs Vaterland starb am 8. Oktober auf Frankreichs Erde unser liebes Mitglied Reservist Karl Lenser im Jnf.-Rcgt. „Kaiser Wiihclm" Nr. 116/7 i,n 26. Lebensjahre. 109861) Wir verlieren in ihm ein treues Mitalied, dem wir stets ein ehrendes Andenken bewahren werden. Gesangverein „Teutonia", Zrankenbach. Nachruf. Den Heldentod fürs Vaterland starb am 29. August auf Frankreichs Erde unser treues Mitglied Ludwig Bender Dragoner im Drag.-Rgt. Nr. 24. Wir werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren. 10981 Der Turnverein Langsdorf. Ltatt besonderer Anzeige. Am II. Oktober starb im Feldlazarett zu MarchS infolge schwerer Verwundung am 2. Oktober den Heldentod fürs Vaterland unser unvergeülicher, bcibneliebter Sohn, Bruder, Schwager und Onkel Christian Müller Musketier der 4. 51omp. im Jnsanterie- Regimcnt Sir. 116 in seinem 22. Lebensjahre. Die tiefgkbeilüteil Gltcra und Angehörigen. Geilshausen, den 26. Oktober 1914. [07519 Todes-Anzeige. Hontag in der Frühe verschied nach längerem Leiden unsere liebe Mutter und Schwiegermutter j Frau Margarethe Kornemann geb. Schudt im Alter von 77 Jahren. t':W Prof. Dr. Ernst Kornemann Maria Kornemann. v> Tübingen, den 27. Oktober 1914. Die Bestattung findet Mittwoch, den 28. Okt. 1914, & ff i nachm 4 l / i Uhr, auf dem neuen F riedhof zu Giessen statt. 11006 Sri 'S Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei unserem schweren Verluste sagen wir innigen Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Margarete Becker Ww. Giessen (Weserstr. 12), den 27. Oktober 1914. 10991 Danksagung. Allen, die uns bei dem Verluste unseres lieben Zakob Rofenbaum Den Heldentod fürs Vaterland starb aus Frankreichs Erde an den Folgen seiner schweren Verwundung unser liebes Mitglied Wehrmann Heinr. Kaufmann 7. Komv. Landwehr-Rcgt. 116 . Sein Andenken werden wir stets in Ehren halten. 10994 kesangverein Liedttkran; Weitrrshain. Danksagung. Für die in so reichem Maße erwiesene Teilnahme bei dem Hinscheiden unseres lieben Entschlafenen sagt im Namen aller Angehörigen den herzlichsten Dank 078I8 die trauernde Gattin Elise Keil, geb. Kühn. Für die innige Teilnahme bei dem Helden- tobe unseres guten, braven Sohnes Herrmann sprechen wir unseren herzlichsten Dank aus. Familie Stehling. Gießen, den 26. Oktober 1914. ihre Teilnahme erwiesen haben, sagen wir auf diesem Wege unseren Herz- !M lichsten Dank. Cm. Rojenbaum u. Hamilie. g Gießen, 27. Oktober 1914. [ 0751S Danksagung. Vielen Dank für die überaus zahlreichen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem uns so schwer betroffenen Verluste unseres für das Vaterland so früh dahingeschiedenen Sohnes Familie Kraushaar. Gießen (Seltersweg 56), den 27. Oktober 1914. 10977 Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme an dem uns betroffenen schweren Verluste sagt innigen Dank 10990 Familie Konr. Bopp. Hausen, 26. Oktober 1914. Bruchleidende Mein Bruchband „Ideal“ ohne Feder, eigenes System, auch bei Nacht tragbar, bietet die grösste Erleichterung und hält jeden Bruch zurück. Leih- and Vorfallblnden, Beradehaller. Langjährige Erfahrung, reelle Bedienung. — Bin wieder selbst mit Mustern anwesend in ClieBen Samstag, 31. Oktober von 9 bis 12 Uhr im Hotel Kobel. 10974ss Bapctag.-Spezialist Engen Frei, Stnttgart, Kronenstrasse 48. kriiiidcrgkr WrScmW'eimMmii zu Grünberg. Die noch rückständigen Beiträge vom laufenden Halbjahr können noch innerhalb vier Wochen an den Unterzeichneten ohne Kosten bezahlt werden. Grünbcrg, am 26. Oktober 1914. 10988D Hch. Zimmer II., Rechner. Vcrlandichachteln ,ows dcsal. mit Zigarren und Zigaretten Füllung Postkarten ins F-cld deSgt. aus dem Felde Auiklebcadrcst'cn Beutel mit Falten Brieiiimschlägc Bricimavvcn mit ver- ichicdcnem Inhalt Llvackvavicre. wnsicrdicht Wilhelm Tietz, Pavicrbandluna Sich. Wasserdichte Uniform- Westen ans Regenschirmseide, das einzig beste Mittel gegen Durchnässen der Unterkleidung. Eigene Fabrikate. Seltersweg 52. [10832 Arbeit für die Frauen. Diejenigen Frauen, die sich auf die Bekanntmachung vom 18. Oktober beim städtischen Arbeitsnachweis gemeldet habe« oder noch zu melden beabsichtigen, werden aufge- sordert, sich zur Cinpfangnahme der Arbeitsstoffe oder zum Beginn der Arbeit am Montag, den 26. Oktober, nachm. 3 Uhr, im städtischen Sclmlhans, West-Anlage 43, Knabenabteilung Saal Nr. 4, einznsindcn. Weitere Anmeldungen werden daselbst cntgcgengenommen. Die Arbeit besteht zunächst in Stricken und Nähen sowie Charpiezupsen und zwar Montags und Donnerstags, nachmittags 3 Uhr beginnend. Leinwand für Charpie wird verausgabt Mittwochs und Freitags, nachmittags von 3 bis 4 Uhr in der alten Klinik. Gießen, den 23. Oktober 1914. Ter Oberbürgermeister Keller. ioo27B Brunnen ban Bohrungen und Pump-Anlagen billigst, 81. KdIid, Inheiden -Hqip (Hessen). 28 F» Für Liebesgaben rmpiehle mein grobes Lager in Normal-Hemden Hosen und Jacken zu billigsten Preisen. t 10 * 05 Max Bacr, Süd-Anlage 15