Nr. 251 ©tr agjrigtr erscheint täglich, nutzer Eo»mrag4. - Beilagen: viermal wöchentlich SietzenerFanillirvdläNer: zweimal wöchentlllireis- blatt liietz, n ilreii Kietzen sDieustaq unöKrettag): zweimal monatl. land- wirtschaftliche äeiffragen Feriüvr«ch - Aiischlützc: fürdi»Schriitle,Ninq112 Verlaz,Eeschäitsst«lleb1 Adreüe iüc Drahtnachrichten: Anzeiger «letzen. Annatzse van Anzeigen lür ine Tagesnummer bis vormittags 9 Uhr. Erstes Blatt 164- Jahrgang Montag. 26. Oktober M '$ e i« a ö v r c i ,. inonatl. 75 Pi., vicrtel- jährl. Mk. 2.eü: durch 'Abhole- u. Zweigstellen monatl. 65 Ps.; durch diePost Mk.2.— viert el- ,älnl. ausschl. ideüellg. Zcilenvrcis: lokal löPf., aiisiv. LV Pi. — paupl- lchriüicitcr: Alig. ltiocg. Verantwortlich für £>ci» polii. Lcü: Aiig. (a»»eS 5 ; für „Feuilleton", „Vermischtes" uiid.Äerichts- faal": Karl Reurach: für „Stadl und Land": Notati««rtzruck und Verlag der vrnhsschen Univ.-Vuch und Zteindrilckerei R. Lange. 5christleitung, Seschästrstelle u. Druckerei: Zchulstr. 7. An°eigcm-ll? y" Beck! General-Anzeiger für Oberhessen 500 Engländer. 1800 Russen gefangen! Generalstabzchef v. Nsltte erkrankt. bi (WTB.) Große? Haupt avartrcr, 25. Okt. vormittag?. lLntttich.) Mitteilung der Obersten Heeresleitung: Der I s erst anal ist zwischen Nieuvvrt und Dirmuiden nach hes- tigem Kampfe am 24. Oktober von uns mit weiteren starken Kräften überschritten worden. Oest. sich und nordöstlich von D p r e s hat sich der Feind verstärkt; trotzdem gelang es unseren Truppen, an mehreren Stellen vorzudringcn. EtwaoüOEngländer, darunter ein O b « r st und 2 8 O s f i» ziere, wurden gefangen genommen. Im Osten haben unsere Truppen die Offensive gegen Augustow ergriffen. In der Gegend von Jwangorod kämpfen unsere Truppen Schulter an Schulter mit den österrcichisch- ungarischen Truppen und machten 1800 Gefangene. "Berlin, 25. Okt. ^Nichtamtlich.) Wie aus dem Großen Hauptquartier mitgcteilt wird, ist General v.Moltke an Leber- und Gallenleiden schwer erkrankt. Die Krankheit gibt keinen Anlaß zu Besorgnis. General v. Moltke befindet sich in guter ärztlicher Pfleg« im Großen Hauptquartier. In seinem Zustand ist bereits eine wesentliche Besserung ein- getretcn. Seine Geschälte sind jetzt Kriegsm inister General v.Falkenhapn übertragen worden. Großes Hauptquartier, 24. Okt, vormittags. lAmt- lich) Die Käntpfe am Vfer-Dpres-Kanalabschnitt sind außerordentlich hartnäckig. IM Norden geling es uns mit erheblichen Kräften, den Kanal zu überschreiten. Ocst- lick, slpres und südwestlich Lille drangen unsere Truppen in heftigen Kämpfen langsam vor. Ostende wurde gestern in völlig zweckloser Weise von eng- lischen Schissen beschossen. Im Argonnenwalde kamen nnfre Truppen ebenfalls vorwärts: cs wurden Mehrere Mafchrnengewehre erbeutet und eine Anzahl Gefangener gemacht. Zwei französisch« Flugzeuge wurden hier hcrmrtergeschossen. Nördlich T o u l bei Fllreri lehnten die Franzosen «ne ihnen von uns zur Bestattung ihrer in großer Zahl vor der Front li-gerben Toten und zur Bergung ihrer Verwundeten angebotene Waffenruhe ab Westlich Angustow erneuerten die Russen ihre Angriffe, die sämtlich abgeschlagen wurden. Berlin 24. Okt. sWTB. Amtlich.) Die bereits früher nichtamtlich gemeldete, am 13. Oktober mittags erfolgte Vernichtung des englischen Kreuzers „Hawke" durch ein deutsches Unterseeboot wird hierdurch amtlich bestätigt. Das llntersecboot ist wohlbebalten zurückgekehrt. — Am 20. Oktober ist der englische Dampfer „Glitra" an der norwegischen Küste von einem deutschen Unterseeboot durch Ocsfnen der Ventile p e r s r n k t worden, nachdem die Besatzung auf Aufforderung das Schiff in den Schiffsboolen verlassen hatte. Ter stellvertretende Chef des Admiralstabs Behacke. Der Krieg in Westflandern steht für die deutschen Truppen außerordentlich gut. Am Samstag haben weitere starke Kräfte den Ajserkanal überschritten und den Feind zurüekgetrieben, der sich dort festgesetzt Tratte, fortan sedoch schutzlos der stürmischen Offensive der Unseren preisgegeben ist. Etwas weiter südlich, nämlich östlich und nordöstlich von Bpern sind deutsche Truppen ebenfalls vorge- drungen, und wenn es auch Tellen des tvestlich von Lille kämpfenden ffmrzösischcn Heeres gelungen ist, sich nach Norden durchzudrücken, so ist bei Wern ihre Stellung dennoch sehr gefährdet, wie wir aus der Meldung unseres Haupt- gnartiers ersehen. Die deutschen Truppen sind in der Uederlegenheit, und bereits jetzt sind 500 Engländer in Gefangenschaft geraten. Der stampf an der belgischen Küste erinnert ein wenig an den Befreiungskampf der Niederländer, allerdings sind die Deutschen von ganz anderen Motiven getrieben, als die Angreifer im 17. Jahrhundert, die Spanier. Aber das Bild der Küstcnkänlpse hat lieute doch noch andere Farben^ Dir mögen die Belgier es bedauern, daß sie nicht, wie 1574 die Niederländer bei Leiden, Dämme durchstoßen und die Angreifer dem Untergang in den Fluten überliefern können. Die Belgier lraben lreutc ein anderes Hilfsmittel, die Sclnfss kmionen der Engländer. Aber auch diese können nickt viel ausrichten, denn die großen Schlachtschiffe vermögen nickt an die flache -niste heraiizukonnnen, und es ist nur ein Versuch mit untauglichen Mitteln, daß die drei kleinen, ursprünglich fiir Brasilien erbauten Kanonenboote die Untersttitzung von der See l)er besorgen sollen. Wie holländische Blätter wissen wollen, zeigte sich bei den letzten Kämpfen nur noch ein einziges dieser Boote, woraus zu schließen wäre, daß die beiden anderen kampfunfähig gemacht worden sind. Selbstverständlich haben dre kleinen Boote auch nur schwache Gcjckstitze. D-ie schweren deutschen Batterien aber haben zwischen Nieuport und Ostende in gedeckten Stellungen ein sehr tmrksanies Feuer gegen die englisckren Kriegs säst sie unterhalten können, woraus diesen offenbar die Lust vergangen fft, noch weiter vorzugchen. Großes Bedauern ttrirb die Nachricht von der schfvercn I Erkrankung des deutschen Generalftabschefs v. Moltke Hervorrufen. Die Verdienste dieses vortrefflichen Strategen ioerden aus dem bisherigen Gang der Ereignisse erwiesen. Wenn uns etwas über dieses Mißgesciuck z» trösten vermag, so ist es der ausgezeichnete stand unserer jetzigen iniiitärischen Lage. Die sttalegischen Pläne sind überall erfolgreich in Angriff genommen — auch aus dem Osten sind ja iviedcr die günstigsten Nachrichten gekommen — und die Organisa- kion ist zahlreichen Mitarbeitern des Erkrankten lvohl bekannt. Mit General p. Moltke sind auch andere deutsckrc Generalstäbler aus der Schule des Grafen Schliefen hervor- aegangeiL und nur dürfen das scste Vertrauen haben, daß die Forff'chrirte unserer deutschen Heere anhalten werden. Auch den heute noch unbekannten Männern, deren iveit- blickcnde, gründliche und zuverlässige Arbeit uns bei der Mobilisierung und dem Aufmarsch des deutschen Heeres die bewunderungÄvürdigsten Erfolge gewährleistet hat, dem Geist in unjcren obersten Osfizierstellen, darf die weitgehendste Zuversicht cntgegcugebrachl werden. lieber die lange vor dem Ausbruch des Krieges von unseren Feinden gerrosfcnen heimtückischen Vorbereitungen e» lhilten wir heute neue überzeugende Belege. Tie „Nordd. Mlgem. Ztg " berichtet nämlich, daß in den Papieren des beim Kriegsbeginn aus Frankfurt a. M. geflüchteten französischen PräteiGenten Philipp von Orleans Geheimberichte gesunden worden sind, die ein Helles Schlaglicht ans die amtliche englische Meugnung eines Marineabkommens zwischen England, Frankreich und Rußland werfen. Ein Major Dublaix hat als Vertrauensmann des Prätendenten an diesen folgenden Brief vom 29. Januar 1914 gerichtet: _____Gnädigster Herr! Ich habe gestern, ziemlick), lange einen Seeofstzier sprechen können, der persönliche Beziehungen zum Haitptmann Perct, dem Adjutanten des Marincministers, und zum Hauptmann Dimitrjew, dem russischen Marineattache, besitzt Wir haben van dem kürzlich«» Besuche des russischen Admiralstabschess, Admiral Russin, in Paris gcsprochm. Es scheint, daß in zwei geheimen Zusammenklinsten die jranzüffsckren und russischen Äd- miralstäbler geprüft lraben, ivclchc Rolle die russischen Geschwader sür den Fall eines europäischen Krieges spielen könnten. Natürlich ist cs nicht möglich), zu ersahren, was in diesen Zusammenkünften beschlossen lvordcn ist. Die Besprechungen sollen sich aber vornehmlich aus das künftige Eingreifen der russischen. Schwarzen Meer-Flotte im Mittelmcer bezogen haben. Die voraussichtliche Rolle der russischen Ostsceslotte sei nur nebenher in Betracht gezogen worden. Wenn diese Auskunft zn- trcssend ist - und ich habe Grund, es zu glauben, — so muß hian daraus- ohne Zweiscl de» Schluß ziehen, daß das etlvaigc Zusammenwirken der „eussi 1 ck) en O st s c e f l o t t e mit den englischen Nordseegeschwadern sür den Fall eines europäischen Krieges von dem russischen Marineminister, Admiral Grcgorowitich, mir der britischen Admiralität geprüft worden ist und geprüft werden wird. Allerdings hat erst kürzlich im Unterhaus auf eine Frage des radikalen Abgeordneten King über die Vorbereitung oder den Abschluß einer englisch-russischen Marinekonvcntion Sir Edward Grev geantwottet: Wenn zwischen den europäischen Mächten ein Krieg ausbreck>e, so bestehe kein geheimes Et »vernehmen, das d:e Freiheit der ^Regierung oder des Parlaments beschränken oder einengen könnte, wenn cs sich darum handeln tvürde, über die Teilnahme Englands an den Feindseligkeiten zu entscheiden. Vor einem Jahre hat Asguith mit Beziehung aut das sranzösisch-englischeBündnis die gleiche Sprache geführt. Es ist aber notorisch, daß die amtlichen Erklärungen der englischen Minister immer buchstäblich genommen und im engsten Sinne ausgelegt werden müssen. Man muß also einräumen, daß kein divlomattsches Schriftstück vorhanden ist, das England formell vcr- pilichtet, für diesen oder jenen bestinrintcn Fall seine Heere und seine Flotte mit denen Frankreichs und Rußlands zu verlanden; aber es ist darum nicht weniger gewiß, daß milttärische Abmachungen. die zwischen den Armee- und Marincstäbcn dieser drei Mächte zustandegekonnnen sind, mit Genauigkeü die Beteiligung der biitisclwn Streitkräfte^ in dem Kampfe zu Land und zur See für den Fall regeln, daß Regierung und Parlmnent in England die Tcilnahine an den Feindscliglcüen beicblies-en sollten. Und ierner nur groß die Zuneigung der englischen Radr- kalcn für Deutschland und ihre Abneigung gegen Rußland sein mag, sicherlich würde England sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen, die ihm ein cnropäiscircr Krieg für die Vernichtung oder Schwächung des einzigen ernstlichen Nebenbuhlers um die Seeherrschaft bieten würde." Mit diesem geheimen Berichte vom 29. Januar 1914 hat Major Tublaix sich als guter Proplret für das erwiesen, was anfangs August in Errgland tatsächlich gescheheii ist. Gibt es fiir das -wiespältige Verhalten Gretzs einen anderen Ausdruck als Heuchelei? Und wird es nicht von Tag zu Tag llarer, daß Deutscklaiids Entschlossenheit in den entsckreiden- den letzten Tagen des Juni ein unerläßliches Erfordernis war? Verflogen sind jetzt alle «brüstungsideen, das Fort- wursteln, das uns .Verderben hätte bringen müssen, war einmal. Ganz komisch, aber auck) verdächtig llingt eine neue Botschast, die neuerdings aus England konnnt. Die „Boss. Ztg." berichtet nämlich: „Unter Führung des früheren Unterrichtsministers in dem liberalen englischen Kabinett, Trevelyn, der bekanntlich bei Kriegsausbruch seine Demission gegeben hat, ist eine neue Partei gebildet worden, die sich „B e r e i n i g u^r g d e r d e m o k r a t i - s ch e n Kontrolle" nennt. Unter den Führern befindet sich auch der bekannte radikale Politiker Rmnsay Macdonald, sowie der bekanutc Avoücl der deutsch-euglischeu Verständigung, Norman I Angcll. Das Programm der Partei enthält den Gnmdsatz, daß der gegenwärtige Krieg jeden künftigen unmöglich I machen soll. Bei den neu«: Friedcnsbcslimmungen soll deslralb vorgesehen werden, daß kein Territorium ohne Krstimmung der Bevölkerung abgetreten ioerden darf, ferner daß die auswärtige Politik einer demokratischen Kvmrolle unterworfen werden imiis, daß ferner ihr Ziel das Zusammengrlrcn aller europäischen Staaten sein soll, die einen gemeinsamen obersten Rat zu errichten haben. Ferner soll die Verminderung aller Rüstung unter Zustimmung der kricgsührcnden Staaten als letztes Ziel angrstrehl ioerden. Es soll deshalb ein Staatsmoiwpvl für die Herstellung von Kriegsmaterialien angcstrcbt und die Aüshihr von Waffen und ikriegs- matcrial zu Wasser und zu Lande verboten werden. Nicht einmal,der jetzige Präsident der Bereinigten Staaten von ^Nordamerika wird an diese Botschaft glauben; wir vermuten aber, -aß die englischen Urheber selbst nichts Po» diesen Phantastereien erwarte». Es sei denn, daß damit wieder einmal .Stimmung gemacht werden soll. Das friedliche, gesittete zind humane England! Eine ciiglisch-franzifsisch-russischc MarinckonPention? (W?B. Nichtamtlich.) Wien, 24. Okt. Tie „Neichs- post" meldet aus Sofia: Die letzte Nummer der in Peters - bürg erscheinenden Zeitung „Nowojc Zwono" berichtet, das. vor einigen Tage» auf Verlangen Englands eine neue errg- lisckr-sranzösisch-rnsfischc Marinetonpcnlion abgeschlossen wor. den ist, der zufolge der O b c r b e s c h l über die russische Bal- tische und Schwarze-Meer-Flotte de» Engländern übertragen werde. Großbritannien verpflichte sich gleichzeittg, die Flotten durch eigene Geschwader zu verstärken. Das Blatt fügt hinzu, daß die Forderungen Englands nach unbedingter Unterordnung der französischen und russischen Admirale unter die englisckren Flottcnkommandanten von Frankreich anfangs bekäinpst lvordcn sei. Rußland habe dem Vorschlag sogleich zugestimmt. Die Kämpfe an der belgischen Küste. Rotterdam, 25. Okt. Deutsche Marinesoldatcn haben gestern Heyst »nd Knocke und andere Dörfer besetzt. Die Deutschen bewachen sehr sorgfältig die Lcuchttürmc von Knocke, wahrscheinlich, um nicht durch eine Landung englischer Soldaten überrascht zu werden. Auch sonst sind Wachd- poslen auf den Dünen ausgestellt. Englische Bürger mußten gestern gegen 12 Uhr das Land verlassen. Die Cinsührung der deutschen sozialpolitischen Gesetze in Belgien. Berlin, 25.Okt. (WTB. Amtlich.) Bei der deutschen Zivilverwaltung in Belgien wird erwogen, ob und wieweit während der Dauer der Besetzung zu Gunsten der Llrbeiterschaft dieses Industriestaates die deutschen sozialpolitischen Gesetze, insbesondere auf dem Gebiete des Arbeikerjchutzes, eingesührt werden sollen und können. Ein nach außen erkennbarer erster Schritt ist dadurch geschehen, daß der Direktor im Großhcrzoglich badische» Gewerbcaufsichtsamlc, Geheimer Oberregicruiigsrat Dr. Bittmann und der Hilfsarbeiter int Reichsamt des Innern, Gewerbeassessor Poerschke nach Brüssel berufen wurden, um durch Vorarbeiten dem Porschwcbcnden Ziele näher zu kommen. Auch sonst ist bei mannigiachcn Anlässen, die in das Gebiet von Arbeiterschutz und Ärbeiterwohl hiw- überspielen, zwischen dem Verwaltungschcs und Sachverständigen beraten worden. Ter letzte franzöfirche Kriegsbericht. Paris, 24. Okt. (W. B. Nachlawtlickr) Amtlich wird gemeldet: Aut unserem linken Flügel setzen sehr bedeutende deutsche Kräfte, deren Gegenwart bereits gestern gemeldet ivurde, die heftigsten Angriff« auf dem Gebiete zwisckren dem Meer, dem Kanal und La Baisse fort. Im ganzen wurde die Lage der Verbündeten gehalten, wenn sie auch an einigen Stellen weichen mußten, rückten sie an anderen vor. Der Feind zeigte ebensalls eine sehr bedeutende Tätigkeit im Gebiet von A r r a s und der Somme. Nördlich und südlich der Somme rückten toir vor, namentlich im Gebiet vvn R o si ö r cs - e n - S«n t e r re. Im Gebiet vvn Verdun und Pont-ä-Monssvn Hallen wir einige Teilerfolge. Ans der übrigen Front nichts Neues. Zusammensassend scheint der Feind aus dem größten Teil der Front, namentlich zwischen der Nordsee und Oise, eine K r a i t - anstrengung zu unternehmen, indem er neue Formationen verwendet, die aus neu ausgebildeten Mannschaften, die teils sehr jung, teils ziemlich alt und deren Ossiziere alten Truppenteilen entnommen sind, bestehen. (Nottz des WTB.: Man erkennt hier deutlich das Bedürfnis, den überraschenden Eindruck der kraftvollen deutschen Offensive abzuschwächen und den sinkenden Mul aufzurichten.) . In Rußland stehen die Deutschen noch an der Wcrch- i el mit Ausnahme der Linie Jwa ng o rv d - Ko se n i tzv, die sie, von den Ruhen verfolgt, räumen mußten. Alle öfterreichixben Versuche, nördlich Jaroslaw den San zu überschreiten, wurden abgewiesen. In diesem Gebier erariffen die Runen tne Ofwnnve. Mottr des WTB : Tie neuesten önerreicknich-ungarmlchen Knegs- bcrickNe lassen erkennen, was es mit diesen Behauptungen der französischen Heeresleitung auf sich hat.) Ein -lrtillcriekamps im Sundgau. Basel 25 Okt. Ein ernster Artilleriezusammenstoß hat am Freitag rm südlichen Sundgau statt- gesunden Tie Franzosen versuchten, die deutschen Stellungen bei Sepl und Largitzen zu stürmen. Die deutsche Arsille- rie sckoß von Bisel-Feldbach. Die militärischen Operationen begannen um 6 Uhr abends und dauerten bis 7 Uhr. Oberhalb Beuniepesin (Berner Jura) ist starke Brandröte wahrnehmbar. Zwei französische Fesselballons sind bei Rechesy und Dainmcrkirch zu bemerken. Ein deutscher Ballon beherrscht die Gegend Non Fcrrette. Die Franzosen haben die Räumung von Scvt angeordnct. Eine wichtige Aktion ist in der Gegend von Sevt bis Bisel und Feldbach zu erwarten. Französische Kavallerie- und Jnfanteriepatrouillen verkehren fortwährend zwischen Rechesy und Moos. Eine Taube überflog gestern zwischen V- und 3 / 4 3 Uhr nachmittags Bel- sort, wurde stark beschossen und mutzte sich zurückziehen. Frauzöfische Kriegsführung. Straßburg t. Elf., 24. Okt. (WTB. MchtanÄich.) Mus Schlierbach im Kreise Mülhausen berichtet die „Stratzbirrger Post": Am 10. August wurde der hiesige Förster West und seine Haushälterin von den Franzosen gefangen genommen und nach Belsvrt gebracht, weil West angeblich deutsche Vorposten in sein Haus aufnahm, die von hier aus eine französische Patrouille beschossen. Wie durch eine aus französsichcr Gefangenschaft entlassene Frau bekannt wird, wurde die Haushälterin erschossen und West zu 20 Jahren Zwangsarbeit verurteilt. 296 868 Gefangene! B e r l i rt, 25. Okt. (WTB.) Bis zum 21. Oktober waren in deutschen Kriegsgefangenenlagern unter- gebracht: Franzosen 2472 Offiziere, 146897 Mann; Russen: 2164 Offiziere, 104524 Mann; Belgier: 547 Offiziere, 31378 Mann; Engländer: 218 Offiziere, 8669 Mann. Darunter sind 6 französische und 18 russische Generale (einschließlich 2 kommandierenden Generalen) und 3 belgische Generale. Alles in allem also bis zum 21. Oktober 296 869 .Gefangene. * « * Die österreichisch-russischen Kämpfe. MTV.) Wien, 25. Okt. Amtlich wird verlautbart: 25. Okt. mittags. Auf dem nordöstlichen Kriegsschauplatz stehen nunmehr unsere Armeen und starke deutsche Kräfte in einer fast un- uuteiLroctwnen Front, die sich von der: Nordabsällen der östlichen Karpathen über Stary Sambor, das östliche Vorgelände der Festung Przemysl, den unteren San und das volnische Weichsclland bis in die Gegend von Plozk erstreckt. Im Kampfe gegen die Hauptmacht der Russen wurden auch ihre kaukasischen, sibirischen und turkesta- nischen Truppen heraugesührt. Unsere Offensive über die Karpathen hat starke feindliche Kräfte auf sich gezogen. In Mittelgalizien, wo beide Gegner bescstigte Stellungen inne haben, steht die Schlacht im allgemeinen. Südöstlich Przcmysl und am unteren San errangen unsere Truppen auch in den letzten Tagen mehrfache Erfolge. In Russisch-Polen wurden beiderseits starke Kräfte eingesetzt, die seit gestern südwestlich der Wcichscl- strecke Jwaiigorod-Warschau kämpfen. Der stellvertretende Chef des Generalstabs: v. Hofer, Generalmajor. Eine wirkungslose Kundgebung des Zaren. Petersburg, 24. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Der Kaiser hat dem Generalissimus die Insignien des St. GeorgSordens 3. Klasse verliehen wegen seiner tapferen Energie und unerschütterlichen Festigkeit, die den russischen Waffen neuen Ruhm gebracht hätten. (Wo aber sind die Erfolge geblieben? D. Red.) Deutsche Luftschiffe über Warschau. Mailand, 25.Okt. Nach einer Meldung des „Cor- riere della Sera" find die Deutschen bis 12 Kilometer vor Warschau vorgedrungen. Täglich überfliegen deutsche Lusb- schisfe und Flugzeuge die Stadt. Eines Morgens erschien ein Zeppelin über der Stadt und warf mehrere Bomben herab, ohne datz aber wesentlicher Schaden angerichtet wurde . Eine vergebliche russische Anbiederung au Italien. Rom, 24. Okt. (WTW. Nichtamtlich.) Di« „Agrnzäa Stefaiii" meldet: Gestern abend um 10 Uhr begab sich der russische Botschafter Kr u pe n s ki auf die Evnsulta. um dem Miiristerpräsidonten Salandra namens seiner Regierung eine Mitteilung zu machen, die ihm telegraphisch von Petersburg zugcgangen war. Diese lautet: In dein Bestreben, Italien einen Beweis der hohen Sympathie zu geben, geruhte der Kaiser von Rußland, den Auftrag zu geben, vorzuschlagen, datz alle österreichischen Ge- sangencn italienischer Nationalität freigelassen würden, wenn die italienische Regierung sich verpflichte, sie während der gesamten Dauer des Krieges zu bewachen, damit sie sich nicht zu den ösberreichisch-nngari- schcn Heeren zurüclbcgeben könnten. Salandra antwortete, daß er die sympathischen Absichten des Kaisers von Rußland hoch schätze. Er machte aber dabei den Botschafter darauf aufmerksam, daß gemäß dem öffentlichen Rechte Italiens jeder Italiener und Fremde, der auf italienischem Boden ankomme und der kein Verbrechen begangen habe, frei sei und daß seine Freiheit in keiner Weise geschmälert werden könne. Daher sehe er nicht, wie Italien die Verpflichtung eingehen könne, natürlich, um sie zu halten, die von Rußland freigelaffenen Gefangenen zu überwachen und sie am lleberschreiten irgendeiner Grenze zu verhindern. Salandra behielt sich auf jeden Fall auch in Anbetracht der von Italien zu beobachtenden Pflichten der Neutralität vor, diese Rechte und Fragen eingehend zu prüfen, die möglicherweise sich daraus ergeben könnten. Generalleutnant v. Liebert Gouverneur von Lodz. Berlin, 25. Okt. (Ctr. Bin.) Wie die „Tägl. Rundschau" erfährt, ist der bekannte politische Schriftsteller Generalleutnant v.Liebert zum Gouverneur von Lodz ernannt worden. Ein britisches Torpedoboot auf Grund geraten. L o n d o n, 24. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Die .Limes" meldet: Das britische Torpedoboot „Dryaden" ist an der Nordkiistc von Schottland auf Grund gelaufen. Die Mannschaft iß gerettet. Die Wcstminstcrabtei versichert! London, 25. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Nach einer Meldung des „Daily Telegraph" ist die Wc stmin herab t ei fiir 150 000 Pftund gegen eine Beschädigung durch Luftschiffe bei Lloyds versichert worden. Eine neue Auszcichnnng de» Führers von „U 9". (WTB.) Berlin, 25. Okt. (Nichtamtlich.) Wie wir hören, hat der Kaiser dem Kapitänleutncmt Otto Weddi- g e n den Orden ?our le msrita verliehen. Ans Aegypten. Konstantinopel, 24. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Nach authentischen Nachrichten aus informierten Kreisen Stambuls ließen die Engländer in den letzten Tagen zahlreiche englische und kanadische Truppen nach Aegypten kommen. Aus beiden Usern des Suezkanals sind allein 14 000 Mann zusammengezogen. Bon den indischen Truppen, die unlängst nach Aegypten befördert wurden, wurde der größere Teil als wenig zuverlässig wieder z u r ü ck- gezogen. Nur ungefähr 1000 Mann blieben dort. Die Zu- sammcnzichung englischer Truppen in Aegypten wird als eine Verletzung der Neutralität angesehen und hier lebhaft besprochen. Man verweist darauf, datz die Zustim- niung der Pforte, die für den Abschluß jeder Anleihe ein- zuholen ist, bezüglich der Anleihe von fünf Millionen Pfund für landwirtschaftliche Zwecke in Aegypten nicht eingeholt wurde. Diese Unterlassung wird gleichfalls als eine Verletzung des ägyptischen Status kritisiert. Ans Portugal. Lyon, 24. Okt. (WTB. Nichtamtlich,.) Das „Journal" meldet aus Lissabon: Jir der Nacht vom 20. zum 21. Okt. fanden an verschiedenen Stellen Portugals monarchistische Unrichen statt. Lissabon war einige Stunden infolge zerschnittener Telegiraphendrahte und zerstörter Eisenbahnlinien von Nordportugal abgeschnitten. In Mafra beschlagnalynte ein lvegen seiner monarchischen Gesinnung bekannter Offizier mit etwa 100 Zivilisten die Waffenvorräte in der Militärschule urcd versuchte, die Soldaten zum Aufstand zu bewegen. Von Lissabon sind Truppen nach Mafra gesandt worden. — In Santa row wurde die Eisenbahnlinie zerstört, so daß ein Zug entgleiste. In Br aga ist ein ähnlicher Versuch mißlungen. Mehrere Verhaftungen sind vorgenommen worden. Umgsbriese au§ dem Gsien. Von unserem zum Ostheerc entsandten Kriegsberichterstatter (Unberechtigter Nachdruck, auch auszugsweise, verboten.) Kaiserin-Geburtstag an der Grenze. Marggrabowa, 22. Okt. Die Fenster der Kirche zu Marggrabowa Wersen gelbe Licht- viercckc auf den kleinen Hügel und die Anlagen. Der Wind streicht über die kahlen Zweige der alten Lindenbäume. Es geht ein kurzer Weg von dein Markt zu der höher liegenden Kirche, die den Mittelpunkt des riesengroßen Platzes bildet, der Weg ist voll von Menschen, die sich langsam in das geösstrcte Portal schieben. Ehe noch die letzten Versäumten das Tor erreicht haben, setzt drinnen die Orgel ein. Es ist wie Weihnachten, ich habe kein anderes Gefühl, ich erwart« scst, daß ein Weihnachtslied über den Platz schlägt. Es ist Festgottesdienst für den Geburtstag der LandeSmuttcr. Drinnen sitzen Soldaten und Bürger, alle Chargen und der Rest der Einwohner, die in der Stadt geblieben sind. Das Licht fällt über schwere Gesichter und flimmert seltsam in den Säbelgrissen und fängt sich in dem schweren blonden Haar von ein paar jungen Mädchen, die vor sich hin weinen. Der Kirchengcsang schlägt hell und fast hart zur Decke. Dann wird es sehr still, so still, daß man das Atnccn hört, als der Pfarrer sagt: Wir wollen beten. ©4 gehen Ewigkeiten vorüber... Als ich die Kirche verlasse, klingt der Donner der neuen, schweren russischen Geschütze herüber, die sie in Grodno in Position gebracht haben. Gestern haben sie die ersten Granaten aus den ncächtigen Rohren aus unsere Stellungen verschossen. Am Abend glänzen aus dein Tisch des Korpsstabes kunstvolle Wachslichtcransbauten. Jetzt riecht es sogar nach Weihncrchtm, als man hier den Geburtstag der Lcmdcsnuitter feiert. Ten Salut zu der Gcburtstagsrede fercern wieder pünktlich die Geschütze, die nur ein paar Kilometer weiter neun Dörfer ausilaminen lasse». Von der kleinen Terrasse des Hotels sehe ich die vielen Rote- Kreuz-Fahncn der Berbandswagen im Nachtwindc wehen und das scheint mir zu dieser Geburtstagsfeier zcc gehören: Das Wehen der Fahnen mit dein Roten Kreuz auf weißem Grunde. Rolf Brandt, Kriegsberichterstatter. Arir Stadt und Lan-. Gießen, 26. Oktober 1914. A«f dem Felde der Ehre gefallen. (Aus Hessen und den Nachbargebieten.) Lt. d. Res. Diplom-Jngenienr Karl Schmitz, Res.-Jnf.- Regt. 168, in Gießen. •— Kanonier Hermann Hinterlang, Feld-Art.-Rcgt. 25, aus Klein-Linden. — Einj.-Freiw. Unterofs. Karl Mörschel, Inf-Regt. 116, aus Crumstadt. — Res.-Gefr. Karl Selig mann, Jnf.-Regt. 115, in Darmstadt. — Res. Ph. Pra, Jnf.-Regt. 115, aus Rohrbach. — Landwehrm. August Frank, Jnf.-Regt. 80, in Wiesluidcn. — Einj.-Freiw. stich, jur. Balth. Sieben, Jnf.-Regt. 132, aus Cbersheim. — Oberjägrr dldolf Svamer, 2. bayr. Jägerbat., in Ruppertsburg. — Gesr. Fritz Schneider, Jnf.-Regt. 88, aus Reiskirchen (Kr. Wetzlar). —• Lt. ii. Adjutant Bötaz Baue, 2. bad. Gren.-Regt., aus Lin- densels i. O. — Res. Moritz Adolf Rech, Jnf.-Regt. 81, aus Nanzenbach. — Gesr. d. Res. Lehrer Karl Nob. Franz, Jnf.- Regt. 168, aics Ossenbach-Bürgcl. — Res. Johannes Maul, Jnf.-Regt. 168, aiis Osfenbach a. M. — Einj.-Gefr. Georg Maehler, Jnf.-Regt. 168, aus Osfenbach a. M. — Landwehrm. Jakob Büchner, Brigade-Ersatzbat. 41, in Mainz, — Gardefüs. Jakob Werncrsbach, Jnf.-Regt. 115, aus Dittelsheim. — Lt. d. Res. Dipl.-Jng. Wrlh. Oppermann, Jnf.-Regt. 98, aus Darmstadt. ** Nit ter des Eisernen Kreuzes. Chefarzt des Res.-Feld-Lazaretts Stabsarzt Dr. Kbe w itz aus Gießen. Leutnant Braß vom Jnf.-Regt. 88 aus Wetzlar. Lentn. (Lyzeaktehrer) Karl H e y m a ch vom Res-Jnf.-Regt. 81 aus Wetzlar. Off.-Ste.Kv. Wölf Waldschmidt vom Res.-Jnf.- Regt. 81 ans Wetzlar. Feldw d. R. im Jnf.-Regt. 116 Louis Mülker aus Friedberg (nachträglich als tot gemeldet). Otto Falck, Leutn. d. R. im Jnf.-Regt. 66, aus Friedberg. Kapitänlt. Dr. Arthur Müller, sttiher Apotheker im Städt. Krankenhaus zu Darmstädt. Leutn. Karl Weitzel, Feldflieger-Abt. 39. Btzwfeldw. Wilhelm Klee im Lcibg.-Inf-Ragt. 115, komm, zum Res.-Rogt. 116. Vom 25. Res.-Feldart.-Begt. erhielten das Eiserne Kreuz: Major Wa n ge m a nn, Komm, der 2. Abt., Hanptm. Krug von Nidda, Komm, der 1. Wt., Hanptni. v. Gilsa, Batt-» sichrer der 1. Batt., Häuptm. Fahr. v. Hirschbcrg, Bcrtt.- Führer der 5. Batt., Hauptni. Hantel, Batt.-Mchrer der 4. Batt., Hanptni. Gep pert, Batt-Führer der 6. Batt. Oberlt. Fresenius, Adj. der 2. Abt., Oberlt. v. Kl ein- schmit, Regts.-'SLq., Oberlt. v. Moritz, bei der 3. Batt. (aktiv 25), Oberlt. Ple ße r, bei der 6. Batt. (Res.), Oberlt. Msrod Dauber, Wch der K lWt. (Res.), Lentn. Böte- führ, 1. Batt. (Res.), Lentn. Engels, Ordonnanzoffizier (Res.), Leutn. Sol tau, 1. Batt. (Reserveoff.-Asp.). Radfahrer der 8. Komp. Jnf.-Rgts. 116 Karl S ch ö n b or n von Sinn. Leutn. d. R. Sonnenschein, Assistenzarzt d. R. Dr. Willy Schmidt (Freiburg i. B.). Hermann Franken, Fähnrich der 8. Heldkomp. 21. Pmn.-Bat. Haupttir d. Res. Führer der Fesk-Masch.-Gewchr-Wit. beim Res.-Gvv nadier-Regt. 12. Postinspektor Bivndino in Bingen. Oberlt. Adjutant D u r st von Arnsheini. Uffz. Gustav M a r- t i n von Arnsheim. Fahnenjunker Fresenius ans Worms, der gleichzettig zum Leutnant befördert imirde. Leutn. Ritter, Regts.-Adj. im Jnf.-Regt. 118. General v. Behr (1. Kl.), früher Regts.-Komm. d. Jnf.-Regt. 118. Uffz. Joh. Deboben von Dittelsheiin, Jnf.-Regt. 168. Gustav Schäfer aus Worms, Leutn. d. R. im Res.-Inf.» Regt. 80. Otto Müller, Frankfurt a. M., Oberstabsarzt im Jnf.-Regt. 81. Chefarzt d. Feldlazaretts 3 Dr. Friedr. Osann, Frankfurt«. M, Obcrstarbsarzt im Feldart.-Regt. 63 „Frankfurt". Chefarzt d. Feldlazaretts 4 Dr. 'Paul Dan- N e h l, Frankfurt a. M. Oberpostinspektor K a l b e r s b e r-g, zurzeit Fcldpostnieister beim Kaiserlichen Feldpostamt des 15. Armeekorps. Willi Linkenbach aus Wiesbaden, vom Jnf.-Regt. 87. Feldfliegerleutn. Hans Hesse im 12. Fliegerkorps. Feldberciiiiginigs-Kommissar KreiSamtmann Dr. I a n n, Oberlt. d. Rj., zuletzt bei der Dclagerungsarmee von Antwerpen (Maschinengem.-Wt.). RcgierungScat Probst von Friedberg. Ragierungsasseffor Ernst Papst, Lcun,. d. R. im Jnf.-Regt. 115 (und die Hess. Tapfcrkeitsmedaille). Oberlt. d. R. Heidt«Schafhof, Bizesekdw. Helw-ig Haust und Landbriesträger Reiß in Ziegenhain. Sergt. Zipp von Niedershausen beim Ülanew-Regt. 6. Lenin. Stein aus EhriiigShausen beim Feldart.-Regt. 27. Beterinärarzt Dr. Claus aus Wetzlar beim Fnßart.-Regt. 3. Laicdwehrm. Heinrich Eysc aus Wctzlar beim Res.-Jnf.-Noyt. 8l. Iürl B e r k c n h o f f aus Aßlar, Teleirvaphist beim 18. Reserve- Armeekorps. Must. Georg Weber aus Tutenhosen beim Jnf.-Regt. 168. Usfz. d. N. Otto Fischer aus Selters bei Ortenbcrg (unter gleichzeitiger Beförderung znin Vizefeih. mcbcl). Leutn. d. R. Leo Zuge ho er, friiher Gerichtsass. in Dillenburg. Gerichtsasß Eduard Hain er, Oberlt. im 20. Bayr. Jnß-Ncgt., in Hungen. Prinz Diether zu Isenburg und Büdingen, Hanptm. im Königin-Augufta- Gardc-Gren.-Regt. 4. Oberarzt Dr. Ldg. Stemm, Leutn. Friedrich Knas aus Büdiiugen. Bizeseldw. Peter Funck, Jnf.-Regt. 118. Wachtmeister Heinrich Neuling, Art.- Regt. 61. Kanonier Heinrich Däsch, Art.-Regt. 25, aus Harpershausen. Stabsarzt in der 2 . Bayer. Drainabt. Dr. Karl Grösch, Osfenbach. Oberlt. und Regnncnts-Adj. im 8. Fußart.-Regt, in Metz Richard Mittermaier, Osfenbach. Oberlehrer Dr. Manns aus Marburg. ** Sämtliche Söhne eines GießenerS Inhaber des Eisernen Kreuzes. Die drei Söhne des Geh. Kricgsgcrichtsrats Fritz Wolf, Feldzugsteilnehmers von 1870/71, Inhaber des Militärverdienstkrcuzcs, zuletzt im KricgSmiilisterium zu Berlin tätig, und zwar Hauptmann W o l f, Kompagniechef 9/116, Kriegsgerichtsrat Wolf, z. Zk. bei der 5. Kavallericdivision und Leutnant Wolf, Ordonnanzoffizier beim Stabe 116, erhielten das E i s e r n e K r c u z. ** Für unsere tapferen Soldaten! Eine Anleitung zur Herstellung gestrickter Bekleidungsstücke siir unsere Soldaten ist soeben in H. Thünnnlers Verlag in Chemnitz erschienen und durch alle Buchhandlungen zu beziehen. Das kleine Schriftchen kostet nur 10 Pfennig und unterrichtet die Frauen über das Stricken von Kops- schützern, Fanstk)andsckMhen, Kniewärniern, Leibbinden, Pulswärmern und anderen von unseren im Felde steheiLen Soldaten so gut zu gebrauck-enden Bekieidiuigssttickcn. Ein Teil des Reingewinnes ist zmn Besten der Kriegsfürsorge. ** Noch ein Dankesbrief vom Inf.- Regt. Nr. 116. Dem Vorstmid des hiesigen Noten Kreuz ist folgender Brief des Herrn Rcginrentskommandeurs zngegan- gen: „An den Vorstand des Roten jlrenzes Gießen. T^m Vorstand spreche ich im Namen meines Reginients den herzlichsten Dank ans für die überaus reiche Spende Liebesgaben. Wie jeder Gruß aus der Heimat, so sit eine derartige mit besonderer Liebe und richtigem Verständnis zusammcw- gestcllte Sendung von gan.; besonderem Wert, und zeigt uns hier draußen, daß die Heimat die barte Arbeit ihrer vbcist hessischen Söhilc anerkennt und wiirdigt. Wenn man, wie wir alle wochenlang Tag und Nacht in Schützengräben im Granatfeuer gelegen hat, so sind es fast weihnachtliche Dankesgefühle, mit denen man die Liebesgaben auS- packt. — Wenn die Arbeit auch bluttg, hart und rauh ist, das Herz der Obcrhessen bleibt loeich und dankbar. Nochmals unseren Rrzlichsten Dank allen Gebern und tteue deutsche Grüße der geliebten Heimat, gez. Schimmelfeimig, Oberst und Kommandeur des Jnf.-Regts. Kaiser Wilhelm Nr. 116." ** Müßiges Geredie. In der Stadt hält sich mit großer Hartnäckigkeit das Gerücht, das Gießener Landstu r m b a t a i llo n habe entsetzliche Verluste gehabt, sei schon wiederholt im Gefecht gstvefen usw. Demgegenüber teilen wir den Wortlaut eines aus dem gegrirwärtigeii Standort des Bataillons kommenden Telegramms mit: „Da ungünstige Meldungen über unser Bataillon verbreitet >ein sollen, die Mitteilung, daß es uns allen gut geh t." — Uebrigens sei nochmals auch an dieser Stelle vor dem Verbreiten solcher wilden Nachrichten gewarnt, da deren Urheber und Kolporteure mit den e m p'f in dl i ch sten Strafen von der Militärbehörde bedroht sind. Das Publikum tut im eigenen Interesse gut, jeden Erzähler von Schauergeschichten hierauf aufmerksam zu machen. Der Un- sng geht dann an sich selbst zugrundg **DerBerein«hcm. 116er hat, wie man uns fthreibt, für alle Angehöttgen von Kriegsteilnehniern, welche sich gemeldet hatten, Kartoffeln für den Winterbedars beschafft und die Ablieferung min beendigt. Es wurden im ganzen 916 Zentrier beste Speisekarwffeln, Industrie und Magnum bo>nnn. zum Preise von 2,70 Mark für den Zentner frei ins Haus, geliefert. Durch das Entgegenkommen der Firmen Heyligenstaedt u. Co., Karl K l i n g s v o r und Georg H e b st r e i t, die ihre Fuhrwerke je einen Tag für die Mfichr zur Berßrgimg stellten, sowie dmch unentgeltliche Leistung aller Arbeiten für die Beschasstcug pnü Mlieserimg, ist« ibei dem genaimten Preise noch ein lieber« s ch lt H erzielt worden, wodurch eine größere Menge Kartoffeln den hilfsbedürftigen Angehörigen im Felde stehender Kameraden gra- t i s abgegeben werden konnte. — Der Verein hal außerdem seit Beginn des Krieges eine ausgedehnte Hilsstätigkeit entfaltet, verabfolgt u. a. wöchentlich an die Familien seiner im Felde stehenden Kameraden Brot und Kaffee «sw. und wird auch seine Sammlung von Liebesgaben aller Art während der ganzen Dan er des Krieges sortsetzen, um solche den Angehörigen der im Felde stehenden ©otbateu der hiesigen Regimenter zu übermitteln (siehe Ausruf in heutiger Nummer des Gießener Anzeigers). Bon vielen Empfängern der bereits abgelieferten Gaben gingen Dankschreiben ein, aus welchen hertwrgeU, mit welcher großen Freude und Dankbarkeit die Spenden aus der Heimat entgegen- geiwmmen werden. ** Ueber einen Besuch iot Garnisonkazarett plaudert einer unserer Mitarbeiter wie folgt: Mit Genehmigung der Verwaltung besuchten wir am SanrStag die verwundeten Franzosen und Belgier im Lazavett. Herr Ober-Inspektor Mechow teilte uns mit, daß, nachdem etwa 80 der verwuüdtt getvesenen und wieder geheilten Feinde in _ der vergangenen Woche nach Tarmstadl entlassen sind, die Kaserne der Maschinengewchr-Ab- teilung geräumt ist nird der Bestand im Garnisonlazarett sich auf 125 Mami und 9 Offiziere belaufe. Wir suchten zuerst den ver- wimdeten Turko auf, der noch bettlägerig mit 12 anderen venviindeten Kameraden ein geräumiges Zimmer teilt. Sein Gesicht war durchaus friedlich und strahlte vor Freude, als ihn der Beamte begrüßte imd ihm dabei ein Täfelchen Schokolade überreichte. Mit einer ergebenen Geste, die Hand aufs Herz gelegt, verbeugte sich der Tnrko und gab dem Betimten die Hand, wobei er sich aus arabisch bedankte. Auch uns reichte cr zum Dank süv den Besuch die schmale aber in ihrer inneren Fläcl)b von dev Arbeit harte Hand. Wir erfuhren auf Befragen von einem französischen Offizier, der als Dolmetscher diente, daß der aus Algier stammende Soldat ea. 35 Jahre alt und verheiratet ist und mehrere Kinder in der Heimat hat. Gr wurde als Laiidwehrmann vor Ausbruch des Krieges zu der Fahne eiiü>c»ifeit und verdient M Sttu5 sein Arol aT3 Stein arSrtter. Man hak den echten Tvvus )cs Arabers vor sich. Das Güsicht msit den hohen Stirn, dern ipitzeu Kinn und der kräftigen Nase Ivs.rd »xevwt von einem hachlangen Kinn- und dünnen Schnurrbart. Ter Mohammedaner macht übrigens durchaus keinen blutgierigen, sondern im Gegenteil einen gutmütigen Eindruck. Der Ober-Inspektor teilte uns mit, dass der Turko der fügsamste Mensch sei. den man i,ch denken könne. Er war anfänglich überaus ängstlich und imfuramicf), nach dem er aber gemerkt hat, daß man ihn human del»a adelt. ist er offenbar zutraulich und für jede Fremrdlichkeit, die man chm erweist, danstwr. Er lebt von Brot, Früchten und Schokolade und trinkt gern gezuckerten schwarzen Kaffee. BersuchÄockie habe er auch schon kaltes Fleisch genossen, aber dem Genug warmer Speisen bisher widerstanden, weil er nicht welch ob er dieselben, vertragen könne. Mit damelben Hinweis hat er bisber auch den ©«11116 von Milch im Kaffee abqclehnt. Als wir uns von dem Afrikaner verabschiedet hatten, trafen wir brausten auf dem Korridor den Monffenr August, das Faktotum des Lazaretts. Aus Befehl deS Ober-Inspektors eilte der gelenkige Franzose von Stube zu Sttibe und meldete den vorzunehmcnden Svaiiergang an. Etwa 30 Verwundete in ihrer bekannten Lazaretttracht mit ihren Käppis auf dem Kaps begaben sich in Begleitung von wck Soldaten in den Garten des Hauses. Zuerst wechselten die Leute durch den Oberinspektor französisches oder belgisches Geld in Reichsmünze um, und dann begann mit dem Verwalter der Annen Kantine, die man notgedrungen für die Verwimdeten einrichten mußte, der Handel. Der Umsatz war im ganzen nicht grast, meistens wurden drei Zigarren für 20Pig.. seltener Zednckennig Zigarren verlangt. Dann kam da? Geschäft mir Schokolade an die Reihe. Die Leute verzehren die dünnen Täfclckwu znsanimeii mit Brot. Die Dewegimg der verwundeten Gckanarnen, die täglich etwa zwei Stunden nach dem Mittagessen geschieht, vollste!» sich ganz zwanglos. Die Leute plaudern und rauchen und fühlen sich anscheinend in der Lazarcttbehandlimg reckst wohl und zufrieden. Mr. August erzählte uns aus Befragen, dost er schon in London. Nom, Berlin, Köln und Düsseldorf als Friseur gearbeitet hat. Es habe ihm am besten in Deutschland am Rliem gefallen. Es sei eine schöne Gegend mit guten, vergnüpten Menschen. Ans die Frage, wie eS ihm denn in Gießen gefalle, meinte er, er habe die Gegend unb die Stadt noch nickst gesehen, aber die Aerzte und die Menschen, die er im Lazarett kennen gelernt habe. meinten cs gut mit den Gefangenen. Wir verliehen das Lazarett in der Uebcr- zcugung, dast die Verwundeten der fremden scindlichen Nationen, wenn sic dereinst wieder in ihre Heimat zurück kommen, nicht sagen werden, die Deutschen seien ein Volk von Barbaren. Sie wissen es dann auS Erfahrung besser." ** In der Herberye zur Heimat übernachteten im September 20fi Miste gegen Arbeitsleistung (gegen 327 im gleichen Monat des Vorjahres) und <>81 Güstr gegen 5k’« ^lbtung (798). Die Gesamtzahl der Kläste betrug also 888 ll085). Im abgelausenen Bierteljahr hatte die Herberge 28 >3 Gäste (gegen 3326 im gleichen Zeitraum des Borjahres), darunter 734 gegen Llrbeitsleistunig (105,4). — Der Arbckts- nachivcks der Herberge brachte rn 84 gemeldete offene Stellen 82 Arbeiter unter, darunter 21 nach airßerhalb. Unter den Arbeitern befanden sich 42 gelernte Handwerker. •* Die Ausbildung von Sanitäts- und Postenbunden, deren Notwendigkeit und Nütziichkckt sich in diesem Kriege immer mehr herwisgestrllt hat. soll min auch in unserer Stadl eine Stätte finden. Der Polizei- und Schutz« hundeverein, der Verein „Hundespvrt" und die Sanität s k v l 0 n n e Gießen werden die .Angelegenheit gemeinsam in die Wege leiten. ** Dom Postverkehr mit Kriegsgefangenen. 5km jetzt ab sind auch in der Richtung aus Großbritannien Postanweisungen an britische Kriegsgefangene in Deutschland oder von deutschen Kriegsgefangenen in England nass» Deutschland durch Vermittelung her niederländischen Postvcrwaltung zu- gelassen. In den Nirderkrndcn werden die Postanweisungen in niederländisch-deutsche Postanweistmgen umgeschrirben uich portofrei wnkergcsandt. ** I n letzter Zeit haben Vermieter v.on Wohnungen und einzelnen Zimmern mehrfach unterlassen, die ausgenommenen Fremden rechtzeitig polizeilich anzu melden und dadurch Schaden erlitten. Es ist im öffentlichen Interesse dringend geboten, alle ausgenommenen Personen, insbesondere aber Ausländer, wenn nicht sofort, dann aber doch innerhalb vicr- undzwanzig Stunden beim Polizciamt anzumelden. ** Betzir kStu rn g>a n g. Der gestern imtrrnvmmene Turngang konnte sich einer guten Teilnahme erfreuen. Im flotten Tempo ging es ion der Lohnbrücke über den Aindhos »ach Abcndstcrn, Ivo sich die benachbarten Vereine anschtossen, und von dort gemeinsam auf Umioegen nacki Krofdorf. Hier fand eine kui^e Zusannnenklmit mit dem Brudervercin stakt. Bczrrls- tunnvart Erb dankte fiir die rege Beteiligung, wies aut die engen Weclss elbe' tckr.nrgen zwischen der Ausübung der milttäriicken Tienslffficht und deni Turnei, hin und betonte, dast die Turnvereine gerade in dicker sckpveren Zckt zusammenhalt-n müssen. Hieraus wurde unter Wanderliedern der Rückweg über den Glet- bcrg angettcten. Kreis Schotten. A R n u I n 0 6 , 24. Cft. Etraßenwart Wilhelm 51 0 p c I von hier ist iniolge seiner erlittenen Verwundung im Lazarett zn Zieste» gestorben. 5Ippel stand als Reservist bn In'anterie- Regiment IIS und hinterläbt eine Frau und drei kleine Kinder. Er ist schon da« zwei!« Oplcr, dar der Krieg in unserer kleinen Eemelnde gefordert hat. & Ob er- Seemen, 54. Cft. AnS unserem Docke sind schon acht Mann den Heldentod snr dar Vaterland gestorben. Kreis Fricdberg. h. Friedberg, 25. Okt. Mit sofortiger Wirkung hat daS Kreis am t für den Kreis Friedberg am Samstag ritt den Verkauf von Spcisekartoffeln folgende Höchstpreise festgesetzt: Beste ausgelescne Speisekartol'rln kosten der Doppelzentner 5 M a r k. g e rin qer c Ware 4 M a r k. Bei freier Lieferung und beim Verkauf anf den Dochenmärktcn erhöht sich der Preis um eine Mark für den Doppelzentner. Hessen-Nassan. h Frankfurt a. M, 25. Okt. Aus daS Ersuchen auswärtiger Politckbelwrden verhaftete man hier einen als lä- stiqen Ausländer bekannt gegebenen 58 jährigen Mann, der sich Herzog de ln Chartres nannte. ?lls die Polizei weitere Ermittlungen über die Persönlichkeit und die Vergangenheit des Mannes anstellte, entdeckte sie in ihm cincii abgefeimten Schwindler, der die Mittel zu seinem Unterhalt durch Betrügereien betritt äic Untersuchung ergab, dast es dem Herzog gelungen ist. von Berliner Geldmännern bedeutende Summen zu erschwindeln Unter den Geldgebern befand sich auch der Pfarrer Mi rb t aus Berlin, der lürstick wegen Unterschlagung einer Million Mark fluchtete imS> in Dresden verhaltet wurde. Der „Dur de, la Ebartres^be- triel> auch einen einträglichen Ordens- und z.ilcllchack>ci. sein bochklingender 5tame hatte ihm schon seit Jahr und aag Zutritt zu den ersten Kressen Wiesbadens, Berlin». München«, Frankfurts usw. rcckckiasst: beim bekannten Berliner ^raoaller-Slub stielte er ebenfalls eine Dolle. Me der Schwindler in WirNich- krit beistt, konnte noch nicht ermittelt werden. _ h. A 1 ,s der Rbön, 25. Okt. In den hockigelegeucn Orten der Rhön ist am Freitag der erste Schncefall cingctretcn. — Dillendurg, 25. Okt. Der Stadtverordne, tcnversammlung lag Ine Prüfung der Stadtrechnung vor, die mit einer Einnahme von 412500 Mk. und einem Uebcrschust von 20000 Mk. abschließt. - Der,Bezirksausschuß genehmigte die Erhebung der S 0 n d e r st e u e r für Kriegslasten von weiteren 25 Protz. Zuschlag, also eine Erhöhung der Gemeindeciukommensteuer ans 185 Proz., vcr- ivcigert jedoch die Genehmigung zur Befreiung der Ein- koinmen unter 800 Mk, Univerfitäts-Nacbricktten. (l Marburg, 25. Okt. Außer den Professoren der Rechte Leonhard und B r edt wurde numnehr auch der bekannte Jurist Prosckior A n d r 6 e, zurzeit Hauptmann und Etappcnkommandant, mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet. — Tine Nürnberger Handelshochschule. Aus Nürnberg wird uns gckchricbcn: Gleich der Frankfurter llnioersität wird ein anderes der wisscnschastlichen Bildung gewidmetes, wenn auch in beschckdenerem Rahnren gedachtes Unternehmen trotz der Kriegszcit erössnet werden: Pas in Nürnberg sckwn seit Jahren hin und her erwogene Projekt einer Handclshvch'chulc ist nunmeljr zur Tat geworden Allerdings wird die pro gram mäßim Kurs cinteilung nicht durchgesüdrt Iverden können, da sowohl der Houpt- teil der Lehrer wie der Schüler im Felde stehen 5ln Stelle Hessen bat man ein oußcrordenüich würdevolles Einführungssemrster er inöglicht. Zwei Vortragsreihen über Kultuifragen und WirtschaNs »ragcn des Kric.ges sollen durchgesülwt werden: Männer wie Rudolf Eucken, Franz Staudinger. Karl Lamprecht. K. Th. von Ekeberg. Werner Sombert, Hanns Dorn, Friedrich Curtrus, u. a. m. wer den sich daran beteiligen. ' -- - — ■ j 1 ■■ i ■ . 1 ■ ■ ©crietifsfartL Der Hochtwrmtcprozetz in Samscloo. Sarajewo, 24. Okt. >W. B. Nichtamtlich.) Im Hochverratsprozeß lnelt der Staatsannnlt nach Beendigung des Beweis- versahrens sein Plädoyer, in Nchlchem er die Hauptergebnisse der Verhandlung zusammeniasttr. Diese Iwbc den nnwiderleglickwn Beweis erbracht, daß Serbien, welches seine selbständige Existenz und seine vielfachen Olebietserweiterungcn hauptsächlich der österreichisch-ungarischen Monarchie verdanke und dieses Entgegenkommen »ur mit Hast vergolten lzabe, au s g c sta chelt durch das despotische Zarenreich, das Serbien zu seinen eigenen Zwecken gegen Oesterrckck>lln,rarn als Werkzeug bewitzle, i» den Größenwahn verfallen sei, im Süden imter den Slawen dieselbe Rolle ,u spielen, wie 9!ußland im Norden. Serbische Minister, ja selbst der Thronfolger, seien erwickenermasten vicksnch mit gegen die leitenden Staatsmänner der Monarchie, ja sogar gegen den Erzherzog gedungenen Mördern in persönliche Berührung getreten. Das übrige tat als Werkzeug der serbischen Regicrimg der Verein ..N arodna Obran a", der alle Schichten der südslaloischen Gesellschaft der Monarchie vergiftet und die kulturellen, wirtschastlickzcn und fiuaiizieslen Vereine von Bosnien und der Herzegowina gewonnen habe, die ihin als Werkzeuge und Mittel für die Wühlarbeit der großserbisckien Propaganda und des Hochvrrarts gegen die Monarchie dienten Nach den übereinstimmenden Aussagen der Angeklagten selbst habe der rrmordetc Thronfolger den Tendenzen der serbischen Regiernnqskreise im Wege gestanden. Diese beschlossen daher, dieses Bollwerk gegen das Grost- serbenttim um jeden Meis zu vernichlen. Die serbische Regierung habe die gedungenen Mörder mit Geld und Waffen versehen. Der Mord von Sarajewo sei nur ein neues Glied in der langen Kette der Verbrechen gewesen, die die serbische Regierung gegen die Monarchie im Interesse ihrer imperialistischen Znwckc teils an- gezettelt, teils vollbracht habe. Der Staatsanwalt beantragte ichliestllch die Bestrafung der Angeklagten im Sinne der Anklageschrift. vskmNchte». * Eine geheininisvolle Erfindung. Der schwedische Chemiker und bekannte Erffnder Ingenieur John Landin hat ckne neue Ernichnng gemacht, die durch ihre ungeheure Wirkung in Zukunft alle Kriege unmöglich machen soll. Mle bisherigen Verteidigungsmiltel haben nur eine lokale Wirkung und Ervtosion zur Folge gehabt Herr Landin teilt mit, dast durch die Explssionsfähigkeit seiner Erssndung deren Wirkmig sich über eine große Fläche verbreitet, mit einem Schlage ganze Armeen, Festungen und Stadtteile vernichtet werden könnten. Herr Landin hat seine Erfindung kostenlos dem schwedischen Staate zur Verfügung gestellt, ldlinnerkung der Redaktion: Wir nehmen von dieser Blättcrmeldung Notiz, glauben aber, dast fte auf Klatsch beruht.) Vanvel. •' Mitteldeutsche Kreditbank. Ter Abschlust des ersten Halbjahres des Jahres 1814 weist gegenüber dem ent- Ivrechenden Zeitrauni des JahreS ISIS infolge des nicht unerheblich gesteigcrlen Geschäftsverkehrs ans asten ErträgniS-KonIen höhere Ziffern aui. Ten 5lnlorderungen. welche der 5Ius- bruch des KckegeS an dis sämtlichen Niederlassungen der Bank stellte, koiinten diese in jeder Beziehung entsprechen, Tie Bank war in der Lage, die der alten Kundschaft früher bewisttgten Kredite aufrecht zu erhalten inid darüber hinaus sich Ihrer Knnd- schgst auch Mr die Finanzierung von Liesenmgen für Heercsbedars zur Versügurg zn stesten Ktan-esn«ntsnz,chri^)te»r. Giebeu. A u f.g eb 0 t e: Oktober 17. August Schlendäcker, Taglöhner, mit Luise Schmidt, beide in Gießen. — 20. Heinrich Eckhard, Taglöhner in lStaufenberg. mit Ehristina Katlxlrma Becker in Gießen. — 21. Dr. Friedrich Kack LSckgand, prakt. ?lrzt in Groß- Felda, mit Auguste Georgine Nirnua Katharine Jnderthal in Gießen. — Heinrich Pflüger II., Gvosth. Obeckörstereigehilie in Bingenheim, mit Ekisadethe Euler in Heblos. — 22. August Eidmann, Schreiner, mit ?llbertine Slnna Katharine Käthe Zinn,, bckdc in Gießen. — Dr. Heinrich Wilhelm Spohr, Llnstaltsarzt in Streliß^ mit Emilie Paulnre Emma EKeim >n Marburg. Eheschließungen: Oktober 17. Heinrich Fink, Fabckk- arbeiter, Rckervisk, mit Nlargareta Schäfer, beide in Gießen. — 22. Karl Sehrt, Hilfsheizer, nüt Jckedenkc Mackha Ranboth, beide in Gießen, Geburten: Oktobor 11. Dem Dreher Karl Mbert Max Strand ein roohn. Kack Lllbeck Hermann. — Dem Hilfsheizer ALmn Heußner ein Sohn, Karl August. — 14. Dem GaswerkS- arbckter Johannes Schiefecktern ein >sohn, Fckedckch. — Dem Lokomotivheizer Wilhelm Troß ein Sohn, Hekmnt. — Dem Esarmionverwaltungs-llntecknspektor Fckedckch Ernst Kack Decke ckn Sohn, Hans Friedrich Hermann. — 15. Dem Glasreiniger Wilhelm Kor!» ckne Tochter, Elisabcthe Margarete Linse — 16. Dem Kutscher Friedrich Fcddeler ckne Tochter, Slnna. — 18. Dem Prediger Hcknrich Fckedckch Moos ckn Sohn, Wrlhckm Ernst. — 19. Dem Tclegravl>en-Assistentrn Martin Ring ein Sohn, .Helmut Friedrich Wiffzelm. Sterbefällc: Oktober 17. Pauline Koch, gck>. So hm, 50 Jahre alt, Gackcnstr. 1. — Elisabeth Hainbach, geb. Keil, 81 Jahrr alt, Kaiser-ANec 34. — 22. Kack Kckl, SSeißbinder und Ofensetzer, 68 Johre alt. Lindenvlatz 7. — Im Felde gefallen: Aug. 22. Chckstoph Karl Sill, Fuhrmann, Rckeroist, 24 Jahre alt. — Johann Scknckch Fckedckch Schäfer, Konditor, Rckervist, 21 Jahre alt. — Ludwig Friedrich Theodor Karl Andrea» Lüter, Mälzer, Reservist. 2/ Jahre alt. — Hermann Wilhelm >,vrl Hans rtchlma. Schlosser, Musketier, 20 Jahre alt. — Ernst Johann Heller. Btzefeldwrbck und Bataillonstambour, 34 Jahre alt. — 28. Hermann Ludwig Peter Happel, Prokurist. 5k,ckckdwebel der Rckerve 25 Jahre alt. — Sept. 6 . Ludwig Körber, Bizefckdwebel, 32 Jahre alt. Wctteraussschten in Hessen am TienS ag, de, 27. Okt. I jII ! Wechjclnd beivölkt, Niederschläge möglich, 'Lvinde auS westlichen Richiimgen, etwas kühler. _ Letzte Nachrichten. Die Schlackt an der Küste. (i) Köln, 26. Qkt. Die ,Lölw Ztg." meldet von der holländischen Grenze: Der Berichterstatter des Amsterdamer „Telcgraas" meldet seinem Blatt aus Sluis: Ter Kampf an der Küste wbr unverändert fort, allein diejenigen, die eine Entscheidung schon bald erwarten, müssen sich n 0 ch g ed nl- d e n. Die Kampflinie zieht sich von Ostende bis in die Gegend von Deynze und Thourout. Die Belgier kämpfen milj großem Mute nnter den Augen ihres Königs. Ter Kantps blieb bisher ohne endgültiges Ergebnis Deutsche M a r i n e t r u p p e n b e s e tz t c n g e st e r n H e»it, K n 0 ck e und eine Reihe voll Dörfern in der Umgegend. Ti: Deulschen beobachten von Kitoffc aus die Sec, um nicht durch englische Truppenlandmigen überrascht zu werden. Die Beschießling von Ostende durch die britischen Schiffe halte keinerlei Bedeutung. Obwohl die Geschütze nicht viel Schaden anrichteten, ist die Stadt dtzitnoch unruhig. Vom rechten deutschen Flügel. (W2A.) Berlin, 26. Okt. sNiästnnttlich.) Wie dein Beck. Tageblatt ans Rolterdanr gemeldet wird, war die Stadt Ronleirs, die, wie die Verbündeten meldeten, seit 'Anfang der Woclw vvn de» Deutschen geräuntt sein sollte, mn 24. Oktober abends in unbestrittenem Besitz derDcntschcn. — Der Kckrrespvndciit des „Nicuwc Rvt- terdmnfche Courant" telegraphiert feinem Blatte von der EKenze, daß die Deutschen unntiltelbar vor ArraS stehen. — Ern Amsterdamer Lcricksterstattcr meldet, er hatte Gelegenheil, den Kmnpf zwiscl^n der dentjAzen Artillerie und den englischen Schissen an der Küste zn beobachten. Tie Lage der Deutsche» sei sehr günstig, da die Dünen eine» großen natürliche» Sclmtz gewährten. Eine Heldentat im Luftschiff. (WTB5 Berlin, 26.0kt. lNichiaintliä,.) Bei einer der letzten Fahrten eines Zeppelin-Lnstslliifses, das bereits bck der Bckässeßung der Festungen Namur und Lüttich tcklgenommen und auch den Forts von Antwerpen verschiedene seiner Grüße aus der Lust zugcsandt hatte, geriet das Fainzeug in den Bereut» der Scheinwerfer der Festung. Sofort ivurdr aus allen dickäü>den ein furchtbares Feuer aus es erüsffict. Eine Granate zer- Irümnieckc das Gerüst, an dem ckne der Hinteren Srlirauben beseitigt war. Die schwere Schraube neigte unalückliclzerlveise nach hinten und drohte in die Gondel zu stürzen. ES galt, währeiw die Fahrt hoch in der Lust daS Gestänge abznsägen uud «Ickchzeitig die Schraube ohne (tzesahr für die Mannschaft zu bc- icitigeu. Ter Oberniaschinist Richard Luirkhardt aus Willwlnis- >»agcn bck Berlin meldete sich freiwillig zu der gefahrlickzen Ausgabe. Kr löste sie »vährend der rasenden Fahrt. Der Held im Zeppelin hat, wie der Berliner „Lok.-Anz." ersälirt, als Lohn für sein tapferes, opfermütigcs Verl»alteii daS Eiserne Kreuz 1 . Kl a s s e erhalte». Die „Times" über dir „deutsche Pest". London, 26. Okt. (WTB. Nichtarntlich.) Der militärische Mitarbeiter der „Ti nies" schrckbt: Wenn die Deutschen nach Calais .kommen, könnten in einiger Zckt Ba t te- r i e ,1 schwerer Geschütze unter d-em Schutze der Nacht dort ausgestellt werden. Diese Möglichkeit leugnen hieße, eine Enttäuschung untersckitzen. Die deutschen Unterseeboote könnten diesen Hafen errckchen, da diese P e st die Art hat, zu kommen Jini» zu gehen, Warnt eS ihr beliebt. ES ist auch nicht undenkbar, daß kleine Torpcdobootcl mit der Eisenbahn oder auf Mnäten die .Häsen an der französischen Nordküste erreichen. Wie England seine 61rfailgr»eii behandelt. (WTB5 .Berlin, 26. Okt. (Nichtamtlich.) Das ..Hamburger Frcmdeichlatt" bringt Einzclhritcu über die Roheit bei dev Behandlung der in England cmgeschlossenen Deutschen. Der Erzähler war mit vielen anderen Teittschen auf einem holländische»« Tampscr nach Brasilien zurüikgekchrt und nmrde in dem Lager von Newburh in einem Rennftakl untergebracht. 8 bis 10 Tcntsche lagen in einer Pfcrdcbox auf Stroh beisammen. Sie erlncttcn jeder zwei dünne Decken^ »veiler nichts. Um 5 ,llhr naekMittagv mußte alles ins Stroh lckcchcn. Das Essen nrnßten die Gefangenen sich selbst kochen, nird zivar ml Freien in einem Graben. Ter Ter wurde durch alte S ä ck e gegossen, so daß er völlig schnnitzig war. Die Wassersuppe init ckncm geringen Zusatz von Fett enthielt vickleichl für jeden Gefangenen einen Kubikzoll Fleisch., Tie Ernährung war vollkommen unzureichend. Beschwerdcsührendq wurden drck Tage bei Wasser und Brot cingesperrt. Tic englisckie Militärverwaltung soll die Kantmcn sämtlicher Gesangeneulager an ckncn Unternehmer in London verpachtet haben. Die Folge» der Taten der „Emden". (WTB.l London, 25. Okt. (Nichtamtlich.) „Dailv Telegraph" meldet aus Kalkutta: Infolge der letzten Lckstnngen des deutschen KreuzcrS „Emden" sind die amerikanischen Aufträge für den Jutemarkt am 2l. Oktober zurückgezogen worden. Man fürchtet, daß mit dem argentiniichcn Aufträge dasselbe geschehen »ckrd. Schreckenstage in Warschali. (DTB5 Berlin, 26. Ost. (Nichtamtlich.) Aos Warschau wird über Mailand berichtet, in der Stadt höre man deutlich den Kanonendonner. Täglich seien deutsche L u s t s ch i s s c und Flugzeuge über der Stadt. AnS den Lultschissrn und Flugzeugen auf die Stadt gewmfene Bomben solle»! an einem Tage 44 und an cknem anderen 62 Menschen getötet haben. Porfirio Dinz t? (WTB.) London, 25. Okt (Nichtamtlich.) Ans Mexiko »vird vom 23. Oktober beckchtct: Ter frühere Präsident P 0 r f i r i 0 D i a z sei in Spanien gestorben. Die Wirren in Albanien. Athen, 25. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Ngeme d' Athönes. Wie au» Janina gemeldet wird, dauert der Kamp» 'bei Klissura fort. Die Strcktkräste der Albanesen übersteigen 50 000 Mann, die übrigens über Artillerie imd Maschiiiengciochrc verfügen, während die autonomen Tnippen in geringer ^)ahl und deshalb ^urückgingen, doch »ourdcn ihnen aus Argyroeastro eiligst Verstärkungen geschickt. Die Angckssc der Albanckcn gegen die Grenze bei Epirus dauern fort und gestalten die Lage der epiro tischen Negierung sehr schmcckg, da die an sich geringen Haupt- auellen, über die sie versügen, bald erschöpft sind m>d die männ^ liche Bevölkerung, die zur Beckckdigung des Gebietes gezioungen ist, sich ni«k»t mehr an der Feldarbeit beteiligen kann, dir ihr gestatten würde, die unerläßlichen Lebensmittel zu gewinnen. Verantwocklich für „Feuilleton", „Genchtssaal" u. „Vermischtes": I. B.: August G 0 c tz. Die Höhere Handelsschule Landau (Pfalz) beginnt in den Räumen der Anstaltsgebäude Nordring 4/6 ilw 19. Schuljahr am Dienstag, den 3. November d. I., vormittags 8 Uhr. p 6 , u>ss Danksagung. Herrn Geheimrat Heichelheim, welcher durch die liebenswürdige Spende von 1000 Mk., zur Beschaffung der Instrumente os ermöglichte, die bisher von den Freiwilligen schmerzlich vermißte Regiments-Musik zu gründen, sei auch an dieser Stelle herzlicher. Dank des ge- Gießener Reserve - Infant. - Reg. I. A-: K»«ten Leiter des Musikkorps .... den 20. Oktober 1911 Vorgestern abend entschlief sanft unsere liebe Mutter, Schwester, Schwägerin und Tante Elisabeth Bender Ww. geb. Krombach im Alter von 74 Jahren. Elisabeth Thon geb. Bender Adam Bender Friedrich Thon. Gießen, Frankfurt a. M., den 26. Oktober 1914. (Neustadt 14) Die Beerdigung findet statt: Dienstag, den 27. Oktober, nachmittags 3 Uhr, von der Kapelle des alten Friedhofs aus. looej Um stilles Beileid bitten 10665] Giessen, Ost-Anlage 7. Die trauernden Hinterbliebenen. I. d. Namen: Edmund Nagel. Todes-Anzeige. Heute mittag 3 Uhr entschlief sanft nach kurzem, schwerem Leiden unser guter Vater, Schwiegervater, Grossvater, Bruder, Schwager und Onkel Heinrich Weiss I., Maurermeister im Alter von 62 Jahren. Die trauernden Hinterbliebenen. Grossen-Linden, Offenbach, Coblenz, Hörnsheim, den 25. Oktober 1914. 07601 Die Beerdigung findet Dienstag, den 27. Okt. 1914, nachm. 3 Uhr statt. IBflj E j« Nachruf. Den Heldentod fürs Vaterland starben unsere werten Svortkameraden und Mitglieder Heinrich Kronenberg Musketier im Infanterie-Regiment 116 , Karl Theif; Musketier im Infanterie-Regiment 188 , Louis Fabel Gcsr. der Reierve im Fns.-Regimcnt 116, Inhaber der Tnvfcrkcits-Mcdaille. Wir werden ihnen stets ein ehrendes Andenken bewahren. 10960 Ba-sahrcrvrrein „Rabenau" £onborf 1902. Turnverein Londorf. Statt besonderer Anzeige. Am 18. Septem ber starb den Heldentod fürs Vaterland nach Gottes Ratschluss unser innigstgeliebter, unvergess- ^ lieber, treusorgender Sohn, Bruder, Schwager und Onkel Heinrich Hiittenberger Koinpagniefeldwebel d. 10. Komp. Landwehr-Iuf.-Regts. 116 im 30. Lebensjahre. Im Namen der tieftrauemden Hinterbliebenen: litli. ÜBttenberger Ww. Giessen, den 26. Oktober 19 1 4. 10361 Von Beileidsbesuchen bittet man absehen zu wollen. 0 ® Am Samstag abend entschlief sanft nach langen, mit grosser Geduld ertragenen Leiden im Alter von 58 Jahren meine liebe Frau, unsere gute Mutter, Schwiegermutter, Grossmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Martha Nagel geb. Hardt Die Beeidigung findet Dienstag, den 27. Oktober, nachmittags 3 Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt. Am 24. August starb den Heldentod fürs Vaterland mein innigstgeliebter Mann, unser lieber unvergesslicher Sohn, Bruder und Schwiegersohn Fritz Engel Reservist im Infanterie - Regiment Nr. 116, 9. Komp. im 27. Lebensjahr. Die tieftrauernden Hinterbliebenen: Fran Ella Engel geb. Nather Familie Friedrich Engel Fran Nather Wtw. Giessen, 26. Oktober 1914. [07501 Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, unsere herzensgute, treusorgende Mutter, Schwiegermutter, Grossmutter, Urgrossmutter und Tante Frau Katharine Stecker Ww. geb. Nickoley nach langem, schwerem Leiden zu sich in die Ewigkeit abzurufen. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Ernst Mahr and Fran geb. Stecker Jean Stecker Emilie Knoll Ww. geb. Stecker Jakob Stecker Ludwig Stecker nebst Enkel nnd Urenkel. Giessen (Erdkauterweg 17, Löwengasse 21), den 26. Oktober 1914. 10966 Die Beerdigung findet am Mittwoch, 28. Oktober, nachmittags 3V 2 Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofs aus statt. Die Todesstunde schlug allzufrüh. Doch Gott der Herr bestimmte sie. Nachruf. Danksagung. Kür die wohltuende Teilnahme bei der Beerdigung unseres am 13. September verwundeten, am 17. Oktober in Trier gestorbenen lieben Mannes und Vaters ^anöiDfftrmflnn Karl Wim zuletzt Briefträger in Großen-Sinden sagen wir hiermit unseren herzlichsten Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Gretchen Winn Ww. Nonnenrod. 07497 Sämtliche Nähr- n. Kräftigungsmittel! für Kinder, Kranke nnd Genesende empfiehlt IKreuz-Drogerie August Nolli Obstbäume schitst man gegea Frost- Spanier a. laapea durch Bahnhofstrasmc 51 (Pergamenistreisen n.Kordell Adler - Droccrie Selters wei3S, Olle Sclual.,^,, KielerBücklinge srisch eingetrossen u. bist, bei August Wallenfels Colenlalwarea, Delikatessen a. WeiBhandlang [, M;9 (dessen. Telelen 282. Barktplats 17. Auf dem Felde der Ehre starben aus Frankreichs Fluren den Heldeniod für Ihr Vaterland unsere treuen Tnrnbrüder: 1. Unser 1. SLristwart Karl Jung. 30 Jahre alt, Wehrmann im Res.-Jnf.-Regt. 116. in der Schlacht bei Tremblois am 24. August: 2. unser l. Kassierer Wilbelm Müller, 36 Jahre alt, Wehrmann im Jns.-Negt. 168, am 1. Okt. 3 Wilbelm Danernbeim, 27 Jahre all, Reservist im Res.-Jnt-Regt. 116, am 24. August in der Schlacht bei Tremblois: 4. Wilbelm Wend, 29 Jahre alt, Wehrmann im Res.-Jnf.-Regt 116, am 24. August in der Schlacht bei Tremblois: 5. Ferdinand Diebs. 23 Jahre alt, Unteroffizier der Reserve im Jns.-Regt. 168 am 28. August bei dem MaaSllvergan«: 6. Otto Bock, 23 Jahre alt. Reservist im Jni- Regt. 188. am 28. September in der Schlacht bei Servons: 7. Karl Hartman», 23 Jahre alt, Reservist im Jns.-Regt. 168 . am 28. September in der Schlacht bei Servons: 8. Wilhelm Estchelmana, 26 Jahre alt, Reservist im Jns.-Regt. 168. am 15. September in der Schlacht bei Servons: 9. ein langjähriges srübereS Mitglied, Hitzel, 26 Jahre alt, Reservist im Regt. 81, an einer Verwundung am 30. Aug. in Nieder-Ramstadt. Wir werde» unseren treuen Turnbrüdern ein ehrendes Andenken über das Grab hinaus bewahren. DerTnrnverein Münzenberg Der Vorstand. Ä!Ig. Deotsefa. FraeeoigrelB Ortsgruppe (Bicfccn. Auskuuftftekle für Zrauenbenrfe.' Frauen u. Mädchen erhalten »nentaeltlich Rat und AuSkunti sür alle Berufe im alten RatbauS, Marktvlah 14. Dienstag nachmittags von 6'/» bis TI, Uhr. l> - Rechtrschutzstelle. Frauen u. Mädchen erhalten unentgeltlich Rat und Auskunft inRtditsangelcgcnhcilcn im alten Rathaus Markt- vlatz >4 Mittwoch nachmittags von tH ,—8 Uhr. Versand,»achteln dcsyl. mit Zigarren und Zigarcttrn-Füllung Postkarte» ins Feld deSgl. aus dem Felde Aukklebeadresse» Beutel mit Falten Vriesnmschläge Vrieimavpe» mit verschiedenem Inhalt Llpaikpapicrc, wasserdicht Wilhelm Tietz, Papierhandlung Sich. Prima Nußkohlen Eierbriketts, Unionbrikett*, emvsiehlt (10967 KohlenliiiiAung Wser, Sicher Strafte 9. RyffhäuserTechnfRam frankenhause lng.-o.Werfern.-Abt. Gr.M«ch.-ltb. •Mi n*ft>an.