vr.rhtz Zwetter r»,l!ch«M wr bei Sonntags. 9k w 9k^jemt gmalOtMUtatr“ naben bem .Bmrksa J weonol -väeheotüch Mqrfegt, bai J&teHblaM ßi bes Krtb Sich««" jiowmal Woche,Uiutz. tv ^MUd»tNsch«ftUch« Lrft. f»a ftm" afatynw» nwaortiO) juwmittL für GberheMn Zreitag, 23. Moder IW Rotationsdruck und Vertag der Brühl'sche» Univerfiläts - Buch- und Eteindruckerei. R. Lang«, Kietzen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Echul- srratze 7. Expedition und Verlag: bi. Redaktion: o-UK lir. Tel.-Adr.:Anze>gerKletzen, <»—^gggggi ^——— ^ A«§ dem preutzischev Adgeordnetenhause. Berlin, 22. OL. (83228.) ) In der heu- L^ev Siynng des Pren ßischen Abgeor drte teu hau- f e i ergriff der Vizepräsident des Liaatsrni a tperiums Dr. Delbrück das Wort zu folgender Ansprache: Meine Herren! Ms Sie im Juli dieses Jahres Ihre Arbeiten eSb e Bib ra , geschah «S in bet Annahme, bafc Sie in der Lage sein würden, sie an Nopember wieder au jzn nehmen. und ipir hofften mH N m en , dag es möglich sein würde, in dieser Herbstscssion dir Früch-.c schwiemger arid langwreeigcr yejf&itixnidm Arbell glück- äch unter Dach tu bringen. Diese öouiömg hat sich nicht erfüllt: daS SchttLai hat es anders beschloss«!. Der öafe und die Mißgunst Unserer Nachbarn haben Deutschland in einen Krieg um Sein »der Nichtsein «ermittelt Unser Heer kämpft w Ost nnd West an den Kreuzen. 5. Majestät der Kaiser und König befindet sich »mitten feiner siegreich fechtenden Truppen. Der Reichskanzler und WirnsterprAsident hat ihn begleitet, and so fällt es mir zu. ansträr des letzteren, der lebhaft bebauen verhindert zln sein, heute » diese» Saal« tu erscheinen. iwer Vorlagen vor Ihnen zu nertreren. dir uns der Krieg anfgenötigr hat. Bevor ich dies aber twc, entledige ich mich eines allerhöchsten Auftrages (sävttlichr Mtt- B»eder des Danses nnd der Regierung erhoben sich von den Plätzen), ttldern ich dem Haufe dir herzlichsten Grütze unseres geliebten Kaisers und Königs ckbrrnritteltr, die mir vor ’taaan, cäs ich an Hanptgiiartter weilte, dort ausgetragen worden find 8. M. der Kaiscr versvlgt mir krbhaftem Interesse Ihre Ar be ite n, die darans gerichtet sind, die Wunden zn hellen und die Erschwernisse zu beseitigen, die der Krieg verursacht hat, S. M. der Kaiser nvo Köittg läßt Ihnen Arbeiten den bchben Fortgang wünsche« (Lebhafter (Beifall.) Bov den I»ecken Vorlagen, die sich in Ihren bänden befinden. He die wicht-gue diejenige, der sich bescheiden ct5 eine Abänderung des GiatkgefrtzcS für I!Nst bezeichnet, die aber tatfäck»lick> euren Kredit toi 1 tyi Milliarden erfordert, dessen Zweckbe- fSnnntrncren im Gesetze selbst nicht angegeben sind und die auch rn der Begründung nur lose umschrieben werden konnten Die Kgl. Sbaatsregierung ist sich bewußt, datz in der Bewilligung «ftirS solchen Kredits nkit sokchen Vollmachten ein ganz besonderes Vertrauen der VoMvertretung liegt, aber an anderer Sag taar nicht gangbar, wenn überall. loo «S notwcntng ist. auch Golfen werden soll, da die Bedürfnisse im einzelnen sich so taang «rlwrsehen lassen wie die Höhe der Erfordernisse. Es kommt dctzn, datz ein grvtzer Teil der aufzuwendenden Mittel, wie wir e rw a r be n kömmn, vorn Reiche erstattet werden wird. Ern Der! des Kredits, den wir erbittcu, ist bcstinrmr. die Löckvr aus- za füllen, die der Krieg in die Einmchnrcn des Staates naturgemäß geickffen hat und weiter reisten wird. Er soll di« Möglickckeit geben, die Verwalkmrg deS Staates ordnungsmäßig wetter'-ufiiheen. Darüber hinaus, meine Herren, ist es eine unserer wiäinqsten Aufgaben, die Sxmimmoö, die der Krieg unserem wrrtfchaft- llchen Leben anferkogt, nach Möglichbeü zu beseitigen und die mit diesen Hemmungen verkmndcnen Nachtelle nach Möglichkeit ab- Uuschwächea, Bor allem gilt es hier, der Arbeitslosigkeit zn steuern und dir üol »n lindern, dic sie zu bedingen pll«ll- Hiervon abgrschcn, sollen aber staatlich« Notstands- ar beiten in Angriff geno uiiu cn werden, & ist daher in Aussicht genommen, dir Bantätigkeit der Gisenbahn Verwaltung und die Bautätigkeit der allgemeinen Banverwaltung soweit wie möglich unBeränbert und in der üblichen > Brise fortzusetzen. Es ist ser»er in Aussicht qr uo e um e n , aus dem Gebiet der W a s ser bau verwalt« v g über den RglZnen der bisher gen eh migten Projekte hinaus nmfangreiche Wasserregu- LerunaSarbeiben, namentlich im Ge b ie t der Elb« und Oder auS.zu'üIueu. Es ist in Aussicht genommen der Ausl>au des Plano- schen Kanals, die Herstellung der Anschluststrerken des Lippe-Seiten- kanals aus den Strecken Wesel—Datteln und Hamm—Liovstadt. Aus dem Gebietc der Landwirtschastsvcrwaltnug K beabsichtigt, tue Kultivierung der Oedlandflächen in den Provinzen Brandenburg, Pommern. Schleswig-Holstein und Westfalen mit großer Beschleunigung durchznfiihren, und wir hoffen gleichzeitig, daß die beschleunigte Dnrchfühcmtg dieier Arbeiten auch die Knl tnr fläch en für die Erzengung menschlicher nnd tierischer Nahrung vermehren »nd somit auch das Matz unserer wirtschaftlichen Ler- stungsfähigkeit für die Dauer des Krreges erhöhen werde. Soweit es sich hicrb« um Arbeiten handelt, bei denen einheimische Arbeiter nicht beschäftigt werden können, werden bet llgien zweckentsprechend und nulchringcnd die Kriegsgefangenen Verwendung finden komron. Unt mru aber diese Arbeiten rechtzeitig in Angriss nehmen zu können, wird es not- wcirdig sein, daß das etwas weitfchichtige Verfahren unseres Ent- eignnngsgesetzes vereinfacht wird. Es ist deshalb eine Nistverr-rdmmg erlassen, die Ihnen zur verfassungsmäßigen Ge- nehmigtmg unterbreitet ist. Datz bei der Anwendung dieses ab- gewrzten Verfahrens nicht etwa eine Herabdrnckunq der fin Enl- esgnungsverfahren festgesetzten Preise beabsichtigt ist. »ersteht sich von selbst. Es ist auch ausgeschlossen, daß den Beteiligten im abgekürzten Verfahren nicht jederzeit der Rechtsweg offen bleibt. Es sind dann ferner erhebliche 2kufwe uduug e n notwcndi« geworden durch die Fürsorge und die staatliche Hilsstätigkrit für dir Unterstützung der kommunalen Verwaltungen und Gemeinden aus dem weiten Gebiete der Kriegssürsorg« sowie für die Maßnahmen, die eine Vermehrung der Nahrungs- und Fnttermittel und die dringend notwendige Erhaltung unseres Viehbestandes bezwecken. Mit schmerzlicher Tellnahme haben wir S erfahren müssen, daß bei den schweren Kämpfen an zwei Ironien die Provinz Ostpreußen, in dir der Feind cmgedrungcn war. von der Kricgsnot aufs härteste betroffen worden ist. Wie Seine Majestät der ÄNiscr und König in seiner warmherzigen, öffent- ticken Kirndgrtnkrn, betont hat, ist cs ein selbswerständlicher Akt der Dankbarkeit des Vaterlandes gegen die schnergcvrüftc Bevölkerung. daß ihr der Schaden in vollem Umfange ersetzt, und datz den betroffenen Landesteilen iniedcr zu ihrem irüheren Wohl- stände verholten werde (Lebhafter Beifall. Borbehaltlich der Ersatzr^ticht des Rcichcs war es eine unabwcisbarr Bslicht des Preußischen Staates, sofort ciue mnsangrereb« Hcllsaftzon ernzu- lciten. Es müssen Maßnahmen getroffen werden, welche der Landwirtschaft und dem Gewerbe die Wirdereinrichtung und Fortsetzung ihrer Bet ri e b e ermäglänen. Zur Dnrmfu-ciing dieser Niaßwahmcu und zur Linderung der Kriegsschäden ist eine besondere Kriegs- hilfs kommissivn für dir Provinz Ostpreußen und sind .örtliche Kricgshilfsausschüss« den staatlichen Behörden tzur Seite gestellt worden. Angesichts der Notlage, in welcher sich dir Provinz Ostpreußen befindet, ist ferner ein vorübergehendes Eingreifen des Staates zu Gunsten leistungsschwacher Gemeinden und rm Bcdarssfallr auch weiter erforderlich Ebenso haben Mittel zur Unterstützung leistungsrnnfLhiger und hllisbcdürf- figcr Kirchcngemrindcn bereftgestrllt werden müssen imd endlich ist zur Lftcherung der durch den Lbieg entstandenen Kreditschwierigkeiten eine Kriegskreditbank eröffnet worden, zu der der Staat die doppelte Einlage geleistet Hai als die Provinz Ostpveutzcn. Wir groß die Kosten des Wwdcraufbaues der Provinz Ostpreußen und der in Mftlridenschaft gezogene» Telle.von 'Seit» Preußen sich belaufen werden, läßt sich heute noch nicht überielwn. Wir sind aber der Mcinunit, daß Beträge bis zu 4 00 Mrl- fioncn Mark bercitgrhaltcn werden müssen. Weine Herren! Das ist das. wrs ich zur Gnführuug der beiden Vorlagen zu sagen habe Während dranßen unsere Heere käuilüru und bdiren, ist cs mtscrr Pflicht und Ausgabe, das Land in allen seinen Hüfsguellen stark und lcistungssähig zu erhalten, die in der Heimat Zurückgebliebenen vor Not und Sorge zu bewahren. (Beifall.) Diesem Ztveckc dienen die Vorsclüägr der Kgl. Staalsregie- rnng. Dieser gcwalttgr Krieg stell! beispiellose Anwrdcrungen au das ganste Volk und erlegt curi» dem Erriz lucu ungelicure Opfer aus. Er mallu aber auch ungeahnte Kräfte frei. Ein jeder weiß, daß wir die Waffen nicht mehr aus der Hand legen dürfen, bis wir einen Sieg erkämpft haben, der nns die Bürgschaft dauernden Friedens gibt. (Stürmischer, sich immer wiederholender Beifall des ganzen Hauses.) Ein jederweißaberauch. d a ß w > r >> i« "'rast u " d die Mittel haben du rchtzu halte«, bis der Srcg « nser ^sc. sErnentrr ^a-uvaiiciiürr. sich imedeihvtelwct r>e»aU.) o«> ziverffe nicht, daß auch Ihre Beratungen und Beschlüsse Zeugnis ablcgcu werden von dcni eisernen Willen zum Siege, der das g o n z e M v l k beseelt. (Erneuter, sich immer n» eher holender Beifall und Händellatschen im Hmtse und aus den Tribünen.) Hieraus gibt Abg. Hirsch (Soz.) folgende Erllörung ab: Dir sozialdemokratische Partei ist mit den Grundgedanken der Vorlagen einverstanden. Wir batten den dringenden Wunsch, daß Kommt ssivnsberatun gen stattfindc». um die Vorlage» nach mancher Richtung zu ergänzen. Ein ungerechtes Wahlrecht gchl ims aücr nicht die Möglickckeit, das zn erreichen. Unter den in Aussicht genommenen Arbeiten vermissen wir den Weiterbau des Mittrllandlanllls. Hier wäre die Möglichkeit, Tausenden von Arbeitern Arbell zn verschaffen. In erster Linie müssen für die Notstandsarbeiten freie Arbeiter verwendet werden. Die Angehörigen der Krirgstellnehmcr müssen ausreichend unterstützt werden. Wft fordern auch dir Aufhebung aller Ausnahmegesetze, sowie die Auftiebung des Dreillassenlvahlrechts und die Einftlhruiig des allgemeinen, gleichen und geheimen Wahlrechts. lBeisall links.) Obwohl die Vorlage hinter unseren Erwartungen zurückbleibt, werden wir ihr zustimmen, Wr wünschen, daß der entsetzliche Krieg zu erncm baldigen gesicherten Frieden des deutschen Volkes und der Menschheit sichren möge. (Beifall.) Dre Vorlage wird in allen drei Lesungen ohne weitere Aus- sprnche einstimmig angenommen. Sodann wird die Notvorlage, betreffend ein vxrernsachtes Eni- ergnungsverfahren znr Beschaffung von Arbeitsgeleyenheft und znr Beschäftigung von Kriegsgefangenen, ohne Aussprache einstimmig genehmigt. Dem Antrag des Staatsmftnstrrftcms auf Vertagung des Preußischen Landdags aus den st. Februar 1415 erteilt das Haus seine Zustftnniung. Damit ftl die Tagesordnung erledigt. Es folgte noch eine patriotische Schlußausproche des Präsidenten. ' . * 55a? preußische Herrenhaus hat die Vorlagen ohne Aus- sprallic ebenfalls einstimmig angenommen. Dabei iaar n. a. Altreichskanzler Fürst Bülow awoesead. Rriegrdnefe cmr dem Offen. Snt unserem jum Osthecre entsandten .ldrirnMerichterftnü« gtwberrchtigter Nachdruck, auch ausrngLweise, »erbot».) Der Stillstand der rusfisrhen Offensive. Arrnee-Oderkommando Ost. den 13. OL Die Lag«. Der rnsfifihe Offensiv stoß aus der Linie Kongno—Grotrno heraus UTtb im Süden von Lonrza her mit da» wiederhergestcllten Armeen Samsanoff und Rennekanw, also dem Rest der Narew- und der Wilna-Armee ist aus der ganzen Linie unter heftigen Arsillerir- und Insanteriekämvicn zum Stillstand gekommen. Soweit es im Rahmen unserer Operationen lag, sind die deutschen Kräfte dabei zum Augrifs übergegangen und die amllichen Berichte haben ja die dabei erreichten Erfolge, die gewonnenen Geschütze und Maschinengewehre, die zahlreichen Gefangenen gemeldet. Wir selbst kennten die Nutzlosigkeft der russischen Artillerio- vorbcreitimq auf deutschen Stellungen hinter Wirballen beobachten, wir sahen das Nachlassen und die vielleicht gewollte Mattigkeit des ruffischen Angriffs gegen absichtlich nicht eninull starke deutsch« Stellungen, bei denen Kavallerie eine merkwürdige Rolle spielte, und wir konnten jetzt den Zusammenbruch des russischen Stoßes gegen eine andere Stellung unserer Front niiterleben. Die Stadt Marggrabowo wurde am 8. und 9. Oktober von den Truppen des Generals v. Morgen genommen. Die dahinter befindlichen außerordentlich starken rnffischen Stellungen von WL- kasscv und Winlitzken wurden am 15. und 16. gestürmt. Es galt nun cftnge zu günssiger Stellung notwendige Positionen zu nehmen, andere gegen etwaige rnffffche Gegenstöße zn behauvten. Diesen ausgedehnten Gefechten am 17. und 18. Oftober konnte ich beiwohnen. Russisch« Schützengrädeu. Rechts links van der Straße nach Wllkaffen liegen die verlassenen russischen Schützengräben. Es gibt einen Jndiauer- stamm. der sich im Felsengelnrge dicht übereinander seine üöhlen- wobirungcn in Etagen kunstvoll ausvant: von diesen Indianern müssen die Russen ihre Schützengräbentechnik gelernt haben. Bier, zuweilen sogar fünf Stockwerke übereinander sind die Höhlen angelegt, kunstvoll abgestützt mit Brettern und Tannenreisig bedeckt unö innen und außen dick mit Stroh gepolstert. Ein reichliches Lager von gestohlenen Kleidern. Mänteln liegt neben russischen Teilen und linfformstückrn in den Hütten zum Warmhalten. Manche Leute haben sich regelrechte Heusäcke zur ll nt erläge gestopft. Sie hatten sichtlich nicht vermutet, daß >vir ihnen so wenig Gciegenheit zur Benutzung dieser köstlichen Schlafgelegcicheitrn lassen würden. Zunächst sieht es aus. als müßte eine deutsche Granate die ganze Herrlichkeit durchschlagen, aber bei näherem Zusehen werft man. daß die ganze Anlage sich so geschickt in die Bergmulde schmiegt, daß die erste und letzte Reih« noch im toten Winkel liegt. Das Zurückwcrsc» der Ruffen von hier muß eine schöne Arbell gewesen sein. Wenn man incht nur seine Augen über die Erdwerke tvazieren führt und auch von seiner Nase Gebrauch macht, könnte mau diese Positionen ellisach am Geruch schon als russisch erkennen. Aus manchen dieser Erdhöhlen ichlug ein beÄolischer Gestank hervor, die Lumpen, das Stroh, die russischen MäMcl, alles roch gleichmäßig, trotzdem der starke Oftoberwllld doch seit einem Tag über die leeren Löcher geblasen hatte. Freilich, gerade an diesem grauen Vormittag machte er lange Pausen und dic Ferne verhängte sich mü grauen Schleiern. Artillerie-Gefecht. Die Kanonade vor nns wird stärker und stärker. Das Henken der deutschen Granaten, die über uns hinweg den jenseittgen Waldrand, den Staridvunft der russischen Batterien beschießen, tönt in immer kürzeren Abständen. Bei einer fteinen Ortt'chaft machen wir Halt. Ich benutze eine alte Lcllcr und erklettere einen 'chönen, gabligen Eichbaum, um Uckersicht zu gewinnen. Man blickt weit in das Waldgelände hin- nein. Zuweilen schlägt eine Granate noch in das Astgewjrr des Waldes vor uns. Ein Stückchen des Forstes zur Linken begiimt zu brennen. Mit dem Fernglas kann ich eine Waldlffiöre genau beobachten: Drei Retter. Ich halte sie für eine daitsche Husaren- vatrouüle, bis ich dic Mützenform und den Mantel ec kenne: Kosaken. Es müssen besonders ..tollkühne^' Kosaken sein, die ich seb«. da sie sich vor ihrer Jnsantcric zeigen, denn nach den ersten Schlachten. nachdem das Pack inerfte, daß Blei und Säbel der Deutschen gut ackciteten, waren sie niemals mehr vor der Front zu erblicken. Wie cs ja überhaupt Tatsache ist, daß die russische Kavallerie — auch dic Heereskavallerie >— in einer Weise versagt hst, die man nicht ftir möglich hält. Der Blick von oben gibt keine we i ter e Ausbeute mehr. Es gebt daher wieder wrller vorwärts. Hinter einer fteinen Slraßen- böschnng legen wir uns nieder und können, die Arme aus dem Straßenrand, das Feuergeieckit deutlich beobachten. Dicht vor vnS hinter Wilkaffen stehen drei Feldbaltericu. Zwei davon dicht hinter den, Dorf imd eine nach rechts gestaffelt. Es blitzt unuiiteckrochen. Gebäude weiter vorwärts roerben von den Russen in Brand geschossen, der Ranch schlägt dicht über das Dorf zurück Die iveißcn russischen Schrapneilwolke» erscheinen jetzt genau über der seucrndev Batterie. Die meisten platzen anfangs zu hoch, aber bald sind eil Dutzend Schrapnells in 60 Meter Höhe geplatzt. Verwundete werden die Straße z» unserer Rechten gctra. gen, das muß Verluste geben. Aber unsere Batterien scuern uu- imterbvochen Wetter, nicht übermäßig schnell, aber ur glezch- mätzrgem Abstand, wie nach der llhr. Nach einiger Zeit, in der das Fcnergestcht sich nicht verändert, lässt drüben das ruffifchc Feuer evoas nacti. Wir wenden uns nach der Provrntzstvaßc zu „nsecrr Rochttm, «in möglichst nahe an unsere Linien zu kommen. Im Schrapnellfener. Wir gehen ein paar Mttruten lang die kerbt ansteigende Straße, zu deren beiden Seiten die goldenen Birkeiffahnr» flattern Eine Kavalleriepatrovillr reitet zu uns I>eran und erftän, daß diese Verbindungkslruße von den Russen mit Granaten beschossen würde. Ta steigt au,h sckwn fnntbert Meter vor uns die erste braune Eidsäule -ruf. bald folgen andere Eine Birke wird zersplrttctt und eine goldene Bdtttwolke flattert über die Straße. Wir wenden int? noch tafiter nach reckst? rn den Wald. Gestern ist hier uiffere Infanterie vorg.gaiv.eii, überall sind lcickste topirreic des Kampfes. Der Boden ist mit Heidelbeerkraut beocckl. Ein paar schöne blaue weiche Beeren hängen noch im Kraut. Also, ich friihstücke im langsamen Borwärtsschietten. Hinter einer fteinen Lttlstung ftingl jetzt voir vechts twrwärts das unimterbrochcnr Klopfen der deutschen Maschinengewehre, die Infanteriesalven rollen unaufhörlich und ziemlich nah Sobald das regelmäßig ftovsendc Geräusch der Maschincngcivehrc eiu- fctzt, hat man dciittich ein Gefühl der Krtrubigamg. Icl» kann cs verstehen, wie die Truvoen das Einsetzen der Maschinengewehre als ungeheure Beruhginig empfinden, selbst hier, ein paar lmndert Meter zurück, fühlt man die stütze:tde Wirkung. Die Truppe sehnt nattirlich den Augimblick, da der ftopsende Ton aieängt, vegelmäßig zu hämmern, Herl« und die Lösung der Spamrung erscheint ihr mttn ci zu spät Lobet ist natürlich die Wrrftrng des tNaschinengo a eh r cs am stärksten «nd eindriuglirhitrn, wenn es reckst spät, möglichst im letzten Augkai- blick, eingesetzt Wirb. Die Russen stick meistens außerordentlich geschickt ni der L0 Holz stößt, das Einschläge» der Schüsse. Wir liegen nun otm Rand der Waldwicse. Nach rechts liabcn nsir guten 'Ausblick mrf dic russischen Positionen. Ein paar ltzc- höfte innerhalb der russischen Stellung sind in Brand geschossen loordcn, die deutschen Granaten scheinen jetzt regelmäßig cftr- zuschlagen. Ucker uns, vor uns und neben uns smelt jetzt die ganze große Schlackstshmphonie. Die Granaten heulen über den Wald. Die Salven rollen nunnterbrockten und der trockenere Ton der Mascknnen behauptet sick) fest in dem Trio. Eben stehe ich auf, um Uckerblick nach links zu l>abe«, da zcrflattrrt über der Wiese ein weißes Wölkchen. ES dagelt um mich herum. Ein paar Tairneiizweigc treffen das Gesicht und ettc Regen von gelben und braunen Blättern raschelt nieder. Das zweite Wölkckten erscheint, es ist nutzlos, hier zu bleiben. Schräg nach links gehen lvir rückwärts, aber der Waldrand wird jetzt von Granaten bestrichen. Ein fteines (tzehöft, das wir beim Hinweg passierten, wird getroffen, aber dir Granate zündet nicht. Die polnischen Bctoohner verlassen das Haus und ziehen sich von der Straße zurück, der alte Mann sagt: .Brüderchen, cs ist gut. daß ich gestern merue itluh verkauft habe," Aber die Frau weint still in sich hinein. Die Verbindungsleute ziehen sab zu «ns henrm. Wir kernen >ehr schnell, „das Gelände auszurmtzeu" nnd gehen einzeln über den frisch gmLlügten und ausfällig sauber bearbeiteten Acker, Es wird da ein merkwürdiger Samen in die Furchen gesät. Ich glaube aber, daß er auch harte und schwer« Früchte tragen wrrd. Bea schwerer Artillert«. Wrr sasiren querfeldein, nach den Stellungen imferer schweren Arttllerie aus dem rechten Flügel dieses Abschnittes ,m lerer Front. Es ist kurz vor dem Positionswechsel, der nach settivärts voegenommeu wird. Wir haben unferr Stellungen behauptet. Ich kann hier wieder einen Teil der Zeifting-n und Liebesgaben verteilen, die mir freundkichst zn diesem Zweck überschickt trurden. Die Ärttllerirbrigadc hatte lange kerne Verbindung gehabt. In zwei Minuten ivar auch kein Resichcn mehr vorhanden. Mehr Zeft wäre auch kaum gewesen. Denn die Protzen fahren schon im Esittopv hermc und die Mannschaft mutzte arbeiten. Ein Test 'der schweren Batterie blick stehen uick das ickrachen und Blitzen ging regelmäßig wie nach der Uhr. Die Russen scheinen die Stellung noch nicht gefunden zu haben. Es war auch jetzt ein allgemeines Rachlatsen des ruffftchcn Feuers sestzm'tellen. Ban deni Bevbackstung:oifi>,er wurden crilie Resultate der schweren deutschen Batterie gemeldet. Aut jeden Fall hatte sie und die aackere erreicht, daß sich die Insant-ri« vorn tn den Schützengräben aut 300 Meter an dcc rusiffcke Stellung hercmarbeiten konnte. Das Gefecht schien nach ao> >g- lichem Sckiwankcn eine günstige Wendung zu nehmen, das ivar der Eindruck, den wir nrft nach Mavggrabowa nahmen. Beim Korpsstab. Am Abend hatte ErzeNenz Morgen die LickenSwürdigkeit, zwei anderen Kollegen und mir das Ergebms der z>v« Tagr au-o- sührlick ausemanderznsetzen, irxzcllcnz rührte uns m die gckantte Sittuttion ein und schloß, daß er mtt dem Ergebnis des £agcs zufrieden wäre Wir hätten untere Position behauptet und sie an den notwendigen Stellen vorwärts grschoben Es wird in anderem Zuiammenhang Gelegenheit sein, aut die eingehenden Ausführungen des Sreges von 4 stowo zurück- zukommen. Auf jeden Fall lernten wir kennen, dqst sich die Energie und Härte des deutschen Offizierkorps auch mtt annerordentlicker Liebenswürdigkctt verbinden kann. Tie zwei Wende beim Stab des Generals ».Morgen werden für niich zu den angenehmsteir Erinnerungen des Feldzuges gehören. Nicht, weil es sehr (pitcn Rotspo^t ciab. den wir seit längerer ,Jttr nickt mehr kannten!/ sondernwrudas entgegenkommendste Berständnts unsere Aufgabe erleichterte, die wir fa nicht für uns, sondern für dic erfüllen, dic mit Httßcr Spannung jet>c Nacltricht vom Kttegsschau Platz erwarten. 3bnt»olpH Brandt, Kriegsberichterstatter. Im w ledere rr> Herten Lyck. Von unserem zum OstHccr entsandten Krjegsberechtrrsiatter. Armee-Oberkomnraudv Ost, den 20. Okt. Unser Auto rast an Gresken, an dem schönen See von Przy- lullen und an Stradaunen vorbei. Die Türme von Lyck leuchten in dem kurzen Sonnengcflinrmer, das bald wieder von Wolken verhangen wird. Lyck war eine wunderschöne kleine Stadt mit der liebenswürdigsten Einwohnerschaft. Kurz, nachdem die Russen das erstemal abgezogen waren, lagen wir dort acht Tage in Quartier. Rach Insterburg war es in dem freundlichen Städtchen ordentlich hei nie!ich, wir bekamen den sauberen und netten Ort ordentlich gern. Bei der nenen Offensive der Russen fiel Lyck, das sehr ungünstig im Kessel liegt und kaum zn halten ist, wieder in die Hände der Wisssen, . Rach £nd Togen wurden die hier vorgeitosteneu Telle der regenerierten Rarem-Armee wieder hinausgejagt. Hauptmann Meyer von den Jägern, sonsten Oberförster, warf hier schließlich mit zusammcngcstellten Kräften den Einbruch in glänzender Manier Mrück. Die Ängriffskrast dieser russischen Armee soll allerdings ganz besonders gering gewesen sein, da auf einen ausgebrldeten Mann drei neue Rekruten kommen, die gerade fest vier Wochen unter den Fahnen stehen, wie Gefangenen-Aussagen berichten. Wie es auch sei, Lyck war wieder unser. Zum erstenmal konnte ich die Verwüstungen des Krieges an einem Städtchen abschäyen, das ich vor der Verwüstung gut kennen gclerrrt hatte. Die russischen Granaten hatten den schönsten Teil der Stadt zerstört Von der Kirche standen nur noch die beiden Gicbelmauern. Die neuen und schönen Häuservierecke am Eingang der Balmhosstraß« auf dein Markt sind ein Trümmerhaufen! während unserer Anwesenheit stürzte ein Giebel, der noch stehen gc- bkeben war, ein, General Francois besichtigte die Verwüstungen und die in Schutt verwandelte Kirche; das Schicksal der schönen Stadt schien den Oberkommandierenden besonders tief zn berichreit Dic Straßen waren ausgestorben. Ich sah Hüne fünfzig Menschen. Die Wohnungen und Läden waren in russischer Weis« verwüstet. Es ist nur erstaunlich, wie es die Russen fertig bekommen haben, die schönen und sauberen Wohnstätten in so kurzer Zeit zu Schtvttneställen umzuwandeln. Sie haben ja eine außerordentliche llebung auf dieseur Gebiet, aber trotzdem bleibt das Ergebnis ein verblüffendes. Unsere Soldaten sind bewunderungswürdig, wie sic selbst in den schwersten Lagen ihren urwüchsigen und herzstärkenden Humor nicht verlieren. Die Anlagen von Lyck stehen herbstlich und still in der toten Stadt. Eine Anzahl von russischen Gefangenen reinigt die verschmutzten Straßen. Der Unteroffizier. der sic beaufsichtigt, ordnet das Bescnführen ganz militärisch. Ms die Mittagspause heran- nalst, kommandiert er: „Besen hock! Besen über!" Die Gefangenen ordnen sich zu Reihen und schultern ihre mächtigen Reisigbesen. Dann kommt, mllitärisch kurz, das merkwürdige Koni- mauüo; „Achtung! Zum Fressen!" Die Russen verstehen ausgezeichnet, ihre breiten Gesichter grinsen freundlich. Ich habe, wie fast immer, den Eindruck, daß sie sich außerordentlich wohl befinden. So reinigen dic Russen di« Stadt Lyck von denr russischen Schmutz. Sie werden sie letzten Endes auch wieder ausbauen müssen. Rolf Brandt, Kriegsberichterstatter. Au; dem Reiche. Berlin., 32. Okt. (WTsB. NichtamMch.) Der Bnn- Äesrat hat den Entwurf einer Bekmrrttmachrrtrg Mer die Geltendmachung von Ansprüchen von Personen, die im Auslande wohnen, mrgenonrmen, ferner den Entwurf einer Bekanntmachung Wer die FälKcfkeit im Auslände «nsgestellter Wechsel, den Entwurf einer Bekanntmachung betreffend die llWerwachung ausläridischer Unternehmungen, den Entwurf einer Bekanntmachung über die Ausdehnung des Gesetzes betreffend den Schutz der infolge des Krieges an der Wahrnehmung ihrer Rechte behinderten Personen auf am Kriege Beteiligte aus Oesterreich-Ungarn, dm Entwurf einer Bekanntmachung betreffend weitere Verlängerung der Fristen des Wechsel- und Scheckrechtes für Elfaß-Lothringen, Ostpreußen usw., die Vorlage über Pauschbeträge, die von den Bersichernngsträgern zn den Kosten der Oberverficherrmgs-- ämter zu entrichten sind, die Borlage betreffend Aenderung der AusführnngsbestimnMngen zluin Gesetz über die Schlachtvieh- uud Fleischbeschau und die Vorlage betreffend Aerrde- rung der Bundesratsverordrmng Wer den Verkehr mit Kraftfahrzeugen. Berlin, 22. Okt. (Amtlich.) Alle bisher von Militärbehörden an Privatpersonen aus-gestellten Ausweise für Eisenbahn- und Automobilfahrten nach den Kriegsschauplätzen gelten vom 24. Oktober ab nicht mehr, lieber die Ausstellung neuer Ausweiskartcn nach anderem Muster werden die hierfür erlassenen Bestimmungen demnächst bekanntgegeben werden. Au» Staöt nnb fand» Gießen, 23. Oktober 1914. Kreiskomitee für Rotes Kreuz und Kriegshilfe. Die unter dem 21. September l. Js. abgejandten, für das aktive Regiment Nr. 116 bestinrmte» Liebesgaben sind nach Mitteilungen des Herrn Oberst Schimmelfcnnig und der mit der Verpflegung dieses Truppenteils beauftragten Offiziere angekonunen. Wie der Herr Oberst in einer .Zuschrift besonders betont, waren die Gaben sür die durch andauernde Kämpfe angestrengten Mannschaften von großem Wert und ihre Verteilung hat unter den Bescherten großen Jubel und dankbares Gedenken aller, die an dem Zustandekommen der Sendung mitgewirkt haben, Hervorgerufe». Nachdem unterm 21. September 1914 an das aktive und Reserve-Reginient Nr. 116 — auf Bataillone verteilt — insgesamt ad gesandt worden sind: 9S1 Wollhemden, 818 leinene Hemden, 204 Paar Unterhosen, 2075 Paar Strünipfe, 798 Paar FuUappen, 64 Paar Handschuhe, 100 Paar Stauchen, 68 Leibbinden, 39 Ohrenschützer, 285 Taschentücher usw., sowie >0 Zentner Wurst und Speck und zirka 5000 Zigarren und Zigarretten nebst einigen Paketen Tabak, konnten in letzter Woche unsere Regimenter — und diesmal insbesondere das Landwehr-Regiment Nr. 116 — wiederum mit einer größeren Sendung Liebesgaben bedacht werden. Es erhielt das Landwehr-Regiment; 755 Wollhemden, 556 Paar Unterhosen, 375 leinene Hemden, 375 Unterjacken, 1187 Paar Striunpfe, 246 Paar Fußlappen, 357 Paar Stauck-en, 88 Paar Handschuhe, 47 Leibbinden, 111 Ohrenschiitzer, 123 leinene Binden, 125 Taschentücher, 57 wollene Decken, 360 Handtücher, 35 Waschlappen, 13 wollene Westen, 3 Halstücher, 46 Stück Seife, sowie eine größere TOenge Wurst, Speck und Zigarren. Dem Aktiven und Reserve-Regiment wurden diesmal 543 Wollhemden, 455 Paar Unterhosen, 161 leinene Hemden, 151 Unterjacken, 691 Paar Strümpfe, 263 Paar Fußlappen, 347 Paar Stauchen, 65 PaarHanb- sc-mhe, 17 Leibbinden, 85 Ohrcnschützer, 52 leinene Binden, 91 Taschentücher, 21 ivollene Westen, 19 wollene Decken, 60 Waschlappen, 20 Handtücher, 13 Paar Kniewärmer, 54 Ttück Seife, sowie Zigarren ustv. überwiesen. — Alle diese Gaben sind hervorgegangen ans der Scwttnel- tütigkeit in den Landgemeinden des Kreises Gießen, sowie eitriger Gemeinden benachbarter oberhcssischer Kreise. Außer den an die Regimenter abgeführten Gaberr sind die hiesigen Lazarette mit reichen Zinoendung«c an Lebensmitteln, Bekleidungsstücken und Lazarettartikeln bedacht worden, worWer in ltürze auch an dieser Stelle eines eingehende Rechenschaftsablage gegeben werden wird. Ans dem Felde der Ehre gefalle«. (Aus Hessen und den Nachbargebictcu.l Oss.-Stellv. und Lehrer Karl Kühn in Hartenrod aus Usingen. — Lehrer Georg Kirschenstein in Rüssetshemr. — Fahnenjunker Unternss. Ang. Baur, Jnf.-Regt. 117 aus Heppenheim Wergstr.). — Unteroff d. 3t cand. iug. Karl Lours, Feldart.-Regt. 25 aus Darittstadt. — Lt. d. 3t Iug. Rndolt Wonne, Jnf.-Regt. 16 aus Darnrstadt — Lt. b. L, ßng. Max Wohn städt, Inf-Regt. 80 aus Darinstadt. — Gesr. b. L. Otto Kosmahl, Jns.-3iegt. 87 aus Wttlburg. — Res. Bürzenz Mal ek in Zöttlburg. — 3tef- Httnr. Bcdenbcnder, Inf.-Siegt. 116 aus Fedordrlle. — Unteroff. d. 3t Karl de Groote, Jnf.-Regt. 116 aus Ortenberg. — Res. Johannes Grauet, Jnf.-Regt. 116 aus Rinderbügen. — Res. Wilh. Hch Nanz, Jnf.-Regt. 116 aus Calbach — Res. Otto Erk, Jnf.- Regt. 168 aus Effolderbach. — G-ft. Karl Mohn, Jnf.-Regt. 168 aus Himbach. — Lt. und Atg. Reinhard Düngers, Feld- art.-Regt. 33 aus Dillenburg. — Landrichter Dr. Ernst Froden rus in Wiesbaden. — Fahnenjunker stüd. Math. Richard Kaiser, Jnf.-Regt 117 aus Wiesbaden. — Res. Joh, Httnr. Rack, Jnf.-Regt. 168 aus Langenselbold. — Res. Wilh Fr. Schmidt, Inf-Regt 116 aus Wcrdorf. — Res. Jak. 3t atß 1 ., Jnf.-3iegt. 168 ans Hergershauseu. — Gesr. d. 9t PottassUteM Karl Wör tch«, Jägerbat. 11 aus 9ieim!heim. — Landwehrm. Valentin Bauer, Jnf.-Regt. 118 aus Worms. — Dootsnnnrns- maat Heinr. May, S. M. S. „Mainz" aus Worms. — Land- wchrm. Th. Blöchinger, Jnf.-Regt. 116 aus Nicder-Efchdach. — Res. Aug. Ludwig Barth, Jnf.-Regt. 115 aus Offenbach. — Unteroff. d. R. Änil Werner, Jnf.-3iegt. 116 aus 3teu- hof-Leihgestern. — Tambour Karl Krämer, Jnf.-Regt 11b aus Ruttershausen. — Ernj.-Frttw. Wilh. Schäfer, Jns- Regt. 116 aus Zambach. — Res Heinr. Jung, Jof.-Regt 116 aus Grotzen-Lindcu. m Referve-Frldartillerir-Regiment Nr. 25. Tarmftadt. Neufchüteau am 23., Trencklois am 24., Cattgnan am 26., Mvnzvn am 28. 8., und Gesecht am 15. 9. 14, Ort nicht angegeben. I. Abteilung. 1. Batterie: Rrs Heinrich Schimpf, Harbach, Dieburg, tot — Serg. Karl Schmidt, Albach, Gießen, low. — Res. Ignatz Matylewitz, Gleinborkir, Strcwo, lvw. — 9les. Heinrich Adam Brenner, Schlierbach, Dieburg, schvw. — 2. Batterie: Unteroff. d. R. Georg Wilhelm Thüringer, Offenbach, lvw. — Res. Georg Frieß, Groß-Umstadt, Diebrttg, lvw. — Kanonier Heinrich Wilhelm Schmandt, Holzheim, Gießen, lvw. — Kanonier Carl Schnitzer, Vadenrod, Alsfeld, lvw. — 3. Batterie: Oberst, d. R. Paul Eisseller, tot. — Lt. Adolf Gnauth, tot. — Res. Kell ll., Fränkisch-Crumbach, Dieburg, lvw. — Geft. d. R. Wett Lung, Saarbrücken, schvw. — Kan. Julius Weber, Mainz, tot — Kan. Heinrich Mt Vater, Burggräfenrod, Fttedberg, schvw. — Kan. Anton Blümlein, Dannstadt, lvw. — Kan. Jean Margraf, Mainz, schvw. II. Abteilung. 4. Battette: Geft. Franz Brand, Bechtheim, Worrns, lvw. — Kan. Karl Laum, Worms, lvw. — Kan. Philipp Loos. Ensheim, Oppenheim, lvw., bei der Truppe ver- bliebeu. — Kan. Josef Oppenheim, Beerfelden, Erbach, lvw. — Geft. Katt Martin, Waldülversheim, Oppenheim, wt. — Kan, Ernst Schneider, Hepvenbttni, lvw. — Kan. Karl Aug. Beck, ©traft- bürg. lvw. — Kan. Josef Clcrhardt, Weinsheim, Oppenhttin. lvw. bei der Truppe verblieben. — Kan. Johann Wilhelm Andres, ?llzey, lvw. — Kan. August Schätzet Gundersblum, Oppenheim, lvw. — 5. Batterie: Vtzewackttn. Offizftrsasp. Heinrich Nik. Heil, Wickstadt, Friedberg, tot — Unteroff. Jakob Sckwöbel, Hüttental, Erbach, lvw. — 9ies. Aug. 36mg, Uudenhemk, Oppenherm, schvw. — 3ies. Jakob Schmitt, Mbig, Alzey, schvw. — 9M- Jakob Schmitt, Ossenheim, Alzey, schvw. — Geft. Franz Lieh, Pfeddersheim, Worms, lvw. — Kan. Georg Herzog, Oppenheim, schvw. — Kcm. Karl -Ackermann. Denbeim, Oppenheim, schmv. — Kan. Heinrich Bücher, Alzey, schvw. — Geft. Wilhelm Diehlmann. Freiendig, Unterlahnkreis, schvw. — Geft. Karl Klingmann, Hirschlanden, Mosbach, lvw. — Geft. Franz Gerhard Freisens, Hevpenbeim, lvw. — Geft. Gotthelf Zeltwanger, Heiningrn, Barkenberg. lvw. — Geft. Mett Krölftr. Diez, Unterlahnkrtts, lmv. — Geft. Heinr. Wimmers, Hardheim, Worms, lvw.. bei der Truppe verblieben. — Geft. Heinrich Lenwall l., Ober-SAzen, Frankenthal, schvw. — Kanonier Karl Kunz. Hofherrn. Höchst es Eisernen KreuA-es. Hauptmanft Rausch, Jnf.-Regt. 26 (srLher in Südwestafrika) und Lt. d. R. Rausch, Jnf-Regt. 116, Mcsschinen-gew.-ALt. (Söhne des Geh. Schulrat Dr. Rausch in Gießen); Hcruptmanft Rausch erhielt das Eis. Kreuz 1. M Lt d. R. Karl Heller (Sohn des Beigeordneten Jak. Heller in Lich), SILaschsmenh ew.-Abi. Jnf.Äiegi. 1M5. Regierurrgscrssessor Dr. Win- e l m a n n aus Fciedberg» Lentn. d. R. ftn Fußart.-Rgt. 10. Leutn. d. R. Draub im Jnf.-Regt. 118. Oberarzt Dr. Eckes von Pfeddersheim. Unterzahlmttster H. Blum im Jnf.-Regt 118. Ludwig Koerner, Bizefeldw. im Landw.- Jnf.-Regt. 118. Leutn. d. R. Möller (früher Postass. in Hanau) im Jnf.-Regt. 166. Uffz. Httnrich Pfeiffer aus Hanau, im Jnf.-Regt. 168. Uffz Hermann Buhmann aus Dillenburg, 4. Garde>Regt. zu Fach. Hauptm. Wencken- b a ch im «33. 3ies.-Art.-Regt. Uffz. d. 3t 3iud. M a tt r e r, Lehrer in Uebernthal Gertchtsassessor L o m m « T aus Weil- bürg, Leutn. d. R. im Jnf.-dtvah 37. Oberstlt und 3tegi> inentskonrni. Schenck aus Werkburg beftn Jnf.-Rgt. 174. Stabsarzt Ohlemann vom Fnf.-3iegt. 82, früher'an der Unteroff.-Vorschule Weilburg. Leutn. Böhm im stdgjt. 88 aus Gernsheim. Wilh. Beck, Wachttneister in der 2. Abt. des Feldart.-Regts. 61, Justus Mohr, Bizefekdw, im Jnf.- Regt. 117, aus Babenhausen. Rogftnentsstabsveterinär Hain an n in der 1. Abt. des Feldart-3iegts. 61. Hxmpimanri und Adjutant der 41. Jnf.-Brig. (Mainz) (Smard Born- hausen (1. Kt). Oberst. Aldefeld beim 1. Seebat, aus Wetzlar. Oberjäger Ernst Wolfs, Schles. 3kes.-Jagerbat 5, aus Wetzlar. Wehrm. Heinrich Spieß, 9res.-Jnf.-31eyt. 81, aus Steindorf. Res. Fttedrich Dietz, Res.-Jnf.-9i«A. 81, aus Steindorf (inzwischen in Frankreich gefallen). Bize- selbw. (Lehrer) Adam Dietz, 9. Kontp. Res.-Regt 81. aus Oberbiel. Vizefeldwt (Telegraphenasststent) Karl Kosma n n, Jnf.-Regt 81, ans AllByiMsen, Landrvkchrntarr« Heinr. Becker aus jEberstadt Lehramtsaffeffor Ais. Mlan« im Res-Jnf.-Regt. 118. Lentn. d. 3t W. Hämmerle ans Darmstadt, Koin.-Führer im Siegt 84, Gtroßh. 'Forfta-ssesfar, Gefreiter Karl Brenner aus Grotz-llmsmdt ** Von unseren Landstürmern. Ein mit dan Giv- ßencr LcrndsMrtnbataülvn ansqcrückter Landstnrnwriinn schrribl unterm 10. Oktober an einen hiesigen Einwohner: ».Am Tvnnrrr- tag abend um 5 Uhr lamcit nnr von!L. nach B. Als wir dvtt ankamcn, war um den abgesperttru BahutzoDplatz alles schwarz von Menschen. Wir fragt eit ttnige Kameraden und Bahnbeamtr, ob ^as immer so stt, da sagten -sie uns, dir warten alle ans ihren König, die Russen sttcn schon in Berlin und wir wären aus der Flucht. Das war für uns 'ein großer Spaß. Unsere Musik spielle „Dic Wacht am :lihom" und „Deutschland über alles", tvft Tausende von Menschen saugen mit Daim ging es wieder sott, in die Nacht hinaus. Die ganze Batzi ist gut be» wacht, heute waren wir in St Q., sie konnten «ns aber nicist brauchen, es ist alles gut besetzt Wft rttsen in Femdesland so sicher als zu Hanse, wo wir setzt h rn k murnen , wissen wft nicht." ** Postverkehr mit Kriegsgefangenen i» England. In England besteht ttne Anskunftsstell« über Kriegsgefangene urtter der Bezttchnung: The Pttsrmms' ns War Jnformatton Bureau. Postsendungen an Kttegsgehmgem in Englarch, deren Ausenthaltsott nicht bekannt ist, könne» an diese Auskunftsstelle gettchttt werden. Die Auffchttst hat zu lauten: (Name des Gttangenen.) care of the Pttsoners' of War Jnsar- mation Bureau, London, 49 Wellington Sttett, Sttaud. — Briefe an Kriegsgefangene in England sollen kurz und, wenn möglich, englisch geschneben sein; auf der Rückstttt der Sendung müssen Name und Wohnung des Wenders angegeben werden. Kreis Büdingen. A Nidda, 21. Oft. Heute feiern LamiriftgermcksterlLudtvtg Eck V. und Ehcftwr Joharrnette geb. Bollbracist baö Fttt der gvldenenHvchzeit. Das Jubelpaar ist noch sehr rüstrg. A Gedern, 20. Okt. Bei entern starken Auftritt» von Schwttnen — annähernd 600 Stück — wurde heute bei.günstiger Witterung der dtttte Grderner Markt abgehalten. Obwohl Käufer weniger erschienen waren als Derkänfrr, ging der Handel! doch flott. Für Ferktt von 8—10 Wochen wurden 25—30 Mark für das Paar gezahlt. Der Handtt mit den Läufern wickelte sich nicht so rasch ab. Kreis Alsfeld. □ aiSfelb, 20. Oft Tie Wiederherstellung,, arbeiten in der hiesigen Walpurgiskirch« nehmen einen guten Fortgang. Die Ausstellung einer neuen Orgel durch di« Fttma Förster , Krumm- strol, 0,00 -0,00 Mk. — Fruchtmarkt. Hafer 12,50-00,00 Mk., 3lllcs je 50 Kilo. Meteorologische Beobachtungen der Station Siehe». Oft. ICH Barometer aus 0° reduziert 34. 8 2 Ln t Sis- ch zr. *o *C ÖD 4 ! if !o c i „iß !»■§« 1 % Weiter. 22. 2” 746,9 14,6 80 66 s 2 2 Sonnenschein 22,1 9’* 747,2 7 1 6,7 89 still still 0 KlarerHtmmel 23. < '* | 147,4 5,6 6,8 100 NE 2 10 Nebel Höchste Temperatur am 21.—22. Okt. 10 tl = 4- 14,9 c. Niedrigste , , 2I.-22. . 1S!1 --- .z. 5.6 ' . Niederschlag: 0,1 mm. Verantwortlich sür „Feuilleton", „Gcttchtssaal" u. „Vermischtes"- I. V: August Goetz. Bekanntmachnng. Betr.: Sonntagsruhe. Der Kommandierende General des XVIII. Armeekorps hat sttne Anordnung, wonach der Verkans von Lebensmitteln bis 7 Uhr abends an Sonn- und Festtagen gestattet ivar, zurückgctwm- mcn. Der Verkauf von Zttttingen an Sonntagen bleibt bis auf »veileres gestattet. Gießen, den 19. Oktober 1914. Großherzogliches Kreisamt Gießest _ Or. Usipger» unter n Folgende Warenposten solange Vorrat 1500 Stück Kinder-Schürzen . . 2000 Paar Kinder-Strümpfe wi‘ 350 Kindep-F!auschjäckchen (Leib u. Seel) 0.95, 1.25, 1.45 Mk. Mk. 0.00 0.65 0.70 V.-5 0.80 0.85 0.90 0.95 1.00 1.05 . . 0 . 800 Paar Kinder-Unterhosen 1000 Kinder-Mützen u. -Häubchen Reste Kostümstoöe c Vr 4 eir nur Neuheiten, Meter . . . 2.50, 3.50 Mk. für B^eke, Kindermkntel und KontUme. Kostüm - Röcke Stüok......2.25, 3.25, 3.75 Mk. 500 Franen-Hosen n. -Hemden, bnnt Flanell........... 0.95, 1.50, 2.25 Mk. 500 Knaben-Nweaters Wolle Stück 0.95, 1.50, 2.25, 2.40 Mk. Kinder- Kleidchen 80, 0.95, 1.50, 2.25 Mk. . . . 0.95, fl.<5, 1.30, 1.45 Mk. 0.30, 0.45, 0.75, 0.95, 1.25 Mk. Golf-Jacken für Damen Neuheiten, reine Wolle 6.75, ».75,14.75 Mk. Damen - Muffler 0.95, 1 . 25 , 2 . 25 , 3.50 Mk. weiss gestrickt 0.38, 0.45, 0.75, 0.95 Mk. 'dZA Paar Oame^Jan^chuhe B*«»^00,75,35Pfg. Gestrickte Damenwesten = «1.°= Kinden-Gamaschen Kinder-Handschuhe Brio, weiß, schwarz, 0.95, 1.30, 1.90, 2.50, 3.50 Mk. weiss u. farbig, Paar Mk.0.75, 0.95,1.25,1.50 weiss und farbig, Mk. 0.30, 0.50, 0.65, 0.75 Posten Krimmer-Herren-Handschuhe Paar 95 Pfg. Lungenschützer 95 Pfg. Kopfschützer 95 Pfg. Leibbinden, prima Mk. 1.50 Sämtliche Militär-Bedarfs-Artikel in grösster Auswahl. Enorm billig. Enorm billig. Eusanose-TabEetten einhtvibrln IUr- nd KrBMianjswittslbesonders auch als Verbsaga.gsMlttel gegen Magen- nnd Dirn- kruttelten für unsere Seldnten im Felde, ln «e- eijraeter Packung zum Versand als Feldpostbrief 1 Schachtel Mk. 1.—. In allen ApaUitkaa UnQiek. Nliirmütelverk H. 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Max Baer, Süd-Anlage 15 Bekanntmachung. In unser Handelsregister Abt. B. wurde heute bezüglich der Gewerkschaft Kur-Köln in Gießen eingetragen: Bergwerksdirektor Heinrich Roth in Frankfurt am Main ist als Vorsitzender des Grubenvor- standes abberusen, zum Vorsitzenden bestellt wurde Bankdireklor Hermann Häntschke in Frankfurt am Main, zu dessen Stellvertreter Bankdirektor Georg Mager in Darmstadt. Gießen, den 19. Oktober 1914 Großherzoql. Amtsgericht. ,v8ll7N -- ♦♦♦♦♦♦♦<>♦♦♦♦♦ Wasserdichte ‘““' a Feldwesten GebrüderStamm FeliM-LkrsaMirtas in oevfdiicbcncix (Größen für 50, 250 ». 500 Gramm u. 3 u. :> jtiio-'Badel-Perpackung zn billigen 'Breiten. 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