m. 248 Der Siehener Anzeiger erscheinl täglich, anher Sonntags. — Beilagen: viermal ivöchentljch »te-enerLamilienblötter: zmeinial wocheiiil.trreir- dlattsürden Kreis Sietzen (Sienstofl und Freiiag); zweimal moiiail. Land- »irtschastliche Seitsragen s^rnjvrech - Anschlüsse: Iürd>eSchr>stlettungtl2 Vertag,GeschästSstelleSl Adresse iür Dravtnach- rschten: An^igcrSietzen. Annahme «>n Anzeigen iür die Tagesnummer bis vormittags S Uhr. Erster Blatt m. Jahrgang Donnerstag, 22. Moder General-Anzeiger für Oberhessen Bezugs.» er »o»atl. 75 Ps„ vieriel- lähvl. 'Dlf. 2.20; durch Abhole- u. Ziveigslelleu mouatl 65 Pf»; durch dicVosl Dil.2.— üiertel- liilni. nusschi. Besiellg. Zeilenpreis: lokal ILPs., ausw. 20 chi. — Hanpt- ichriiileiicr; Aug. Goetz. Verantwortlich iür den i'olit. Teil; Aua. Goeh; iür .Feuilleton', .Vermischtes' und.Gerichts- saal": Karl Neurath; iür .Stadt und Land": Rotationr-ruck und Verlag -er vrühl'schen Univ.-Vuch- and Steindruckerei R. Lange. Zchriftleitung, Seschästzstelle u. Druckerei: Schulstr. 7. An°e^en,ell:' h/Beck'. Die Schlacht am ysertale. westlich von Lille 2*000 Engländer gefangen. Der Raubzng der Japaner im Stillen Ozean. ®rofie3 Kerrrvtouartier, 21.Oft., vorm. rSTmtlid).) ttra Dser-Kanal stehen unsere Truppen noch in hefttgcm Kampfe. Der Feind unterstützte seine Artillerie voni Meere nordwestlich Nieupsrt aus. Ein englisches Torpedoboot wurde dabei von unserer Artillerie kampfunfähig gemacht. Die Kämpfe westlich Lille dauern an. Unsere Truppen gingen auch hier zur O f f e n si v e über und warfen den Feind an mehreren Stellen zurück. Es wurden etwa 2000 Engländer zu Gefangenen gemacht und mehrere Maschinengewehre erbeutet. Auf dem östlichen Kriegsschauplatz ist keine Entscheidung gefallen. Der Reichstag wird zu einer kurzen Dczembertaguna zusammengerufen. Wie wird es dann wohl in der Wett ausschen? Sckstverwicgcnde Beschlüsse haben unsere deutsehen Parlamentarier nicht mehr zu fassen, seit an jenem denkwürdigen 4. August das große Gelöbnis abgelegt worden ist, ohne Unterschied der Partei in diesem Kriege durch- zuhalten bis ans Ende. Es hat sich inzwischen nichts ereignet, was nnS diese wundervolle nationale Einmütigkeit irgendwie beeintriichtigeit kaimte, weder im Fnncrn, zwischen den Parteien, noch draußen vor den Feinoen. Im Gegenteil, der deutsche Reichstag, würde er heute schon sich zu- sanemeufinden, könnte voll Stolz auf die bisherigen Waffcn- baten das Gelöbnis erneuern. Wenn die letzten Blätter von den Bäumen gefallen sind, wird die blutige Feldarbeit ans Frankreichs Boden beendet oder bis ans nahe Ende gediehen sein. Die gestrige Meldung aus dem deutschen Hauptquartier, die wir einem Teil unserer Auflage noch mitgeben konnten, berichtet uns wieder vvu der tapferen deutschen Offensive ES ist selbstverständliche daß die Engländer nach dem Fall von Antwerpen an der Küste von Oftende bis Ealais neue Landungen unteruonrmen haben. And im Bunde mit den, Rest des belgischen Heeres leisten sie nun dem deutschen Angriff an der Pser den letzten Widerstand. Das deutsche Hauptquartier ist, wie imirrer, nicht ruhmredig. Aus dem amtlickzen franzvsischien KriegÄ>ericht aber erhalten wir die beste Gewähr, daß es gut mit unserem Vordringen stetst. Hieß es doch in einer solchen Meldung vom 30. d. M. spät abends, die Deutschen hätten auf allen Kampflinien nach- drücklickfst angegriffen, die Belgier leisteten Widerstand. Holländische Blatter bezeichnen es als unwahrscheinlich, daß die Belgier sich noch) lange halten könnten, und ein Beweis dafür, daß auch) das Eingreifen der englischen Flotte unsere itzegncr nicht retten kann, liegt i» der Tatsache, daß es unserer Artillerie sogar gelungen ist, ein neugieriges englisches Torpedoboot kampfunstihig zu machen Westlich von Lille sind zu unserer großen Freude wieder einmal 2000 Engländer gefangen worden. Wie stark nun ihre Truppenmachl noch auf belgischem und französischem Boden ist, läßt sich sckzwer erraten. Der englische Finanzl- ministcr Lloyd George Halle nach einer Meldung aus Bordeaux dort mit dem französischen Minister Briand vor dessen Abreise nach Paris eine lange Unterredung. Sind es Geldnöte der französisch russischen Bundcsbrüdcr? Mit Geld kann England etwas besser kämpsen als mit seinem unansgebil- detcn „Heere"; aber wenn jetzt den Russen sinanziclle Hilfe geliehen werden soll, so kann man sich ausdenken, daß da viele Zweifel und Bedenken austauchen. Wohin kommt das Geld, wie wird es verpulvert? Rußland hat bekanntlich auch an der türkischen, persischen und afghanischen Grenze große Wie „Wir werden furchtbar zu leiden haben", sagte Sir Grcy, als er dem englischen Darlanicnt die englische ikriegs- absicht mitteilte. Er hat nicht zu viel gesagt, und es liegt ein schöner Gegensatz zu der Meldung von 200000 Mann neuer Landungstrupven in der Tatsache, daß im Umkreis von London jetzt Befestigungsarbeiten in Angriff genommen worden sind und daß di- „Times" den furchtsamen Bewohnern der Hauptstadt rät. ihre Häuser gegen Gefahren ans der Luft mit — Sandsäcken zu schützen. Die neueste Erfindung im Zeitalter der Luftschiffe. Es gibt im Kriege doch auch ergötzliche Momente! Die Italiener haben V a lo n a besetzt, oder, wie es heute in einer Berliner Privarmeldung heißt, sie werden es möglicherweise in den nächsten Tagen besetzen. Aus den ersten Blick klang die Nachricht etwas beunruhigend. Was wird Oesterreich tun? Balona, der Südhasen Albaniens, liegt dem Stiefelabsatz Italiens, Otranto, gegenüber, und die Mecr- straßc von Otranto ist noch nicht 100 Kilometer breit. Ter Wunsch Italiens, den Hasen von Balona zu besitzen und aus- zubaucn, ist also ohne weiteres verständlich. Freilich würde Oesterreich diesen Verschluß des Adriatiichen Meeres mit sehr gemischten Gefühlen begrüßen. Ein Blick aus die Karle genügt, um zu erkennen, daß die Fwage von Balona in der Tat einer eingehenden Verständigung zwischen Italien und Oesterreich bedürfte. Wir dürfen aunchmen, daß es jetzt zeitgemäß war, diese Dinge zu ordnen. Wenn Italien mit dem Herzen auf der Seite des Dreibundes stehen soll, war es wohl erforderlich, das schwebende schwierige Problem einer Lösung cntgegenzufiihren. Noch wissen wir nichts über Oesterreichs Zustimmung, aber da es bekanntlich in Albanien seit der Abreise des Fürsten Wilhelm wieder sehr bunt hevgeht, lag die Annahme nahe, daß die mit Griechenland im Bunde stehenden Epiroten Balona in Besitz nehmen könnten. Wir wollen hoffen, daß es gelungen ist, die Unterhaltung zwischen Rom und Wien ans eine freundschaftliche Grundlage zu stelle». Es gibt nördlich von Valona noch andere alte Zankäpfel, die sich zu Kompensationen für die Habsburger Monarchie eignen würden. Wie die oll banische Frage schließlich gelöst werden könnte, das zu prüfen, ist vielleicht für Wien und Rom noch nicht der geeignete Augenblick gekommen. Daß aber der ivackeligc Zaun des Königs Nikita von Montenegro sich noch lange vor Skntari halten könnte, ist ganz ausgeschlossen Hier wäre recht wohl eine Dtöglichkeit schon jetzt zu schaffen, Oesterreichs Einverständnis zu der Besetzung von Valona zu erlangen. Die deutsche Offensive. <25 e n f, 21. Okt. Die Fortsetzung des Widerstandes durch die belgischen Truppen, die seit Sonntag schwere Verluste erlitten haben, gilt als fraglich. Von englischer Unterstützung von der Seeseite ist in den französischen Meldungen keine! Rede mehr. Aus amtlichen wie ans privaten Depeschen geht hervor, das; die deutsche Offensive ans der ganzen Front fort- geführt wird, die den Franzosen die alleräußersten Anstrengungen auferlegt. Die Verbündeten richteten bei Dünkirchen eine starte Stellung ein, wohin sich das sranzösischc Marine- kontingent gezogen hak, das den Rückzug der Belgier von Antwerpen deckt. Es wird behauptet, daß die Belgier keinen Kampswert mehr besitzen, solange sie iiidjt vollkommen reorganisiert sind. Es werde daher längere Zeit dauern, bis die Verbündeten von ihnen würden stützen ziehen können. Alle deutschen Truppen, die bei Antwerpen entbehrlich sind, werden »ach Ostende geschasst, wo die Deutschen osfenbar eine starke Stellung einnehmen. Wo ist der König der Belgier? Rotterdam, 21. Okt. (WTB Nichtamtlich.) Der „Nicuwe Rottcrdanische Courant" meldet ans Havre vom 19. Oktober; Das Königspaar der Belgier und der Ministerpräsident befinden sich in der Nähe der belgischen Armee. Ter Fühl er des englische» Fliegerkorps gefangen! Berlin, 21. Okt. (Priv.-Tel.) Die „Voss. Ztg." meldet aus München: Vom 1. Bayerischen Armeekorps wird bekanntgegeben, daß ein englisches Flugzeug erbeutet wurde, welches zunächst der Fliegerersatz-Abteilung in Obersihleißheim überwiesen wird. Mit dem Flugzeug ist auch der englische Oberst Grey, der Führer des englischen Fliegerkorps und ein Unteroffizier in Gefangenschaft geraten. Die Rückkehr der Belgier. Amsterdam, 21. Okt. (WDB. Nichtamtlich.) ,,Tele- graas" meldet aus Bergen op Zoom von gestern: Die Rückkehr der Belgier nimmt einen riesigen Umsang an. Gestern reisten über 8000 Flüchtlinge ab. Die ersten vier Züge, die heute früh abgingen, nahmen weitere 8000 mit. Tie Stimmung in Paris. Basel, 2l. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Die „Nat.-Ztg." veröffentlicht einen Pariser Brief, in dem es heißt; Der Befehl des Kriegsministers betr. den Schutz vor den deutschen Flugzeugen beruhigt die Bevölkerung nicht mehr als die fortwährenden amtlichen Siegesnachrichten, welche durch Erzählungen Verwundeter und durch Briefe in Felde Stehender beträchtlich abgcschwächt werden. Was Wunder, wenn an Stelle der Augustbegeisterung Enttäuschung und Mißmut getreten sind. Meldungen der Blätter, welche immer wieder dartun, daß die Armeeverwaltung nicht mit allem Nötigen versehen sei, vermehren natürlich die Sorgen um die Soldaten. Bei den Parisern kominen noch Nahrungssorgen und die ungekienre Arbeitslosigketl hinzu. Infolge des Moratoriums und des dadurch bedingten Geldmangels wird die Krisis auch in den Kreisen der Begüterten sehr empfunden. Me Zufuhr war vermindert, immerhin ist sie abex zurzeit noch genügend. In Paris sind die Butterpreise von 2.40 auf 4 Franks gestiegen; ebenso sind die Preise für Gemüse und Obst stark in die Höhe gegangen. Eine amtliche Mittellung behauptet zwar, daß die Getreideernte genüge, streist aber doch am Schluß die Möglichkeit, amerikanisches Getreide einführen zu müssen; Hungersnotpreise seien jedoch nicht zu befürchten. Beruhigt hat dies die ohnehin mißtrauisch gewordenen Pariser keineswegs. London wird befestigt. Kopenhagen, 21. Okt Wie aus New Bork gemeldet wird, veröffentlichen dortige Blätter Briefe mehrerer Soldaten der englischen Kolonie lärmee, die jetzt an Stelle der regulären Armee in England die Garnisonen bildet. In diesen Briefen beklagen sich die Soldaten bitter, daß sie schwere Erdarbeiten verrichten müssen. In einem der Briefe wird mitgeteilt, daß in einem Umkreis von 20 Meilen rings um Lorrdon Gräben ausgehoben und daß rings um die Stadt eine große Anzahl Erdwerke. Schützen- und Verteidigungswerke angelegt werden. Ferner sind auch entlang der ganzen Küste und an allen strategischen Punkten zwischen der Küste und London Verteidigungswerke angelegt worden. Eine englische Marinewerft brennt. Rotterdam, 21.Okt. (Etr. Bin.) Wie das „Rottcr- damschc Rieuwe Blad" meldet, steht die Marinewerft von Sheerneß in Flammen. Shcerncß ist nicht nur Flottenstation und noch dazu die einzige aus den, Wege nach London, sondern auch Stapelplatz für alle Flottenbcdüisnisse, Vorräte jeglicher Art, Kohlen in gewaltiger Menge liegen in den Schuppen dieser Station für die Flotte bereit. Hier würde sich ein Geschwader nach einem Scekainps mit allem Notwendigen, auch mit 'Munition ansstalteii können. Die kostbaren Torpedoboote und Sceminen sind ebenfalls dort ausgespeichert. Denn von Sheerneß aus finden auch Schießübungen mit Torpedobooten statt. Was eine Feucrsbriinst an einem derartigen Orte dedentet, ist kaum genügend zu würdigen. Es ist freilich in dem Telegramm nur von Sheerneß selbst die Rede, und der kleine Ort liegt genügend weit von dem Dock und den Arsenalplätzen entfernt. uni jede Geiähr von ihnen auszuschlicße». Da man es aber für wichtig hielt, die Feuersbrunst zu melde», werden wohl auch die Docks, die Kasernen und die Magazine der Insel Sheppcy, aus der Sheerneß liegt, in Flammen stehen. Ein englischer Dampfer von einem deusche» Unterseeboot in den Grund gebohrt. Kristiania, 21. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Aus Sta- vanger wird gemeldet: Der englische Dampfer „G l i t r c" der Saivesen-Lcith-Linie ist zwölf Seemeilen vor der norivegischen Küste von einem deutschen Unterseeboot in Grund gebohrt worden. Die Mannschaft ist gerettet. Die Aufregung in Dover. London, 21. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Der Befehl, daß alle ausländischen Flüchtlinge binnen einer Woche die Stadt D o v e r zu verlassen lfäben, ist, wie angenommen ivird, durch die Vermutung veranlaßt worden, daß mit der großen Zahl von Michtlingen auch Spione nach Dover übergesetzt worden sind. Tie Lage der Deutschen in England. London, 21. Okt. (W. B. Nichtamtlich) „Daily Chroniclc" gibt solgendc Darstellung von den Pogroms des Londoner Pöbels aut die Deutschen: Der Ursprung des Angriffs ist un- Pbclannt, aber die Planmäßigkeit des UcbcrsallS wird durch die Tatsache wahrscheinlich, daß der Pöbel gleichzeitig in Sonth- wark, Cambcrwell und D e p t f o r d in Aktion trat. Nach einem Bericht ivurde die Menge in Dcptsord durch eine Bemerkung verwundeter Soldaten aufgeregt, die, an mit Kunden gefüllten deutschen Läden vorüberkommend, ausriesen; Haben wir dafür gekämpst? Nach einer anderen Lesart erregte der Anblick einer großen Zahl belgischer Flüchtlinge in Dcptsord die Witt der Menge gegen die Deutschen. Jedenfalls begann ein organisierter Angriff auf die Highstrcet in Deptsvrd. Am SamStag um zehn Uhr abends wurde ein Hagel von Steinen und Ziegeln auf 'die Schaufenster des Schwcinemetzaers Pfister geschleudert. Die Menge stürmte den Laden, warf die Fleischwarcn weg, zertrampelte sie und demolierte das Mobiliar der Privatwvhnung. Die Menge, die jetzt einige tausend Mann zählte, bewegte sich nun die Highstreel auswärts und ließ ihre Wut an allen deutschen Läden, meist Fleischern und Bäckern aus. Die Schaufenster wurden zertrümmert, die Lebensmittel vernichtet und hie Möbel aus den Fenstern auf die Straße geworfen. Die 200 Mann starke Polizei war nicht imstande, die Menge zu zügeln. Erst mit Hilfe von 350 herbesgernfenen Trainsoldatcn wurde die Ordnung wieder hergcstellt. Der Aufruhr dauerte drei Swnden an Aehnliche Angriffe, obwohl kleineren Umfangs, fanden gleichzeffig in Southwark und Camberwcll statt. Zahlreiche Verhaftungen wurden vorgenommen. „Daily Chrvnicle" schreibt; Wir erfahren, daß neue Maßregeln gegen alle noch nicht internierten Personen deutscher und österreichisch-ungarischer Nationalität in Erwägung stehen. Während wir die Verstärkung von Vorsichtsmaßregeln gegen Spione entschieden befürworten, hoffen wir, das, die Regierung kein« Politik rücksichtsloser Verfügung billigen wird, die den Unschuldigen mit dem Schuldigen zusammenwirft. London, 21. Okt. M. B Nichtamtlich.) Die gestrige „Daily Mail" schreibt: Wir haben keinerlei Sympathie msi den heftigen Angriffen, die in Deptsvrd und anderwärts mir die Läden geschehen sind, deren Besitzer deutsche Namen tragen. Wir vertrauen darauf, daß die Behörden Schritte ergreifen werden, um eine Wiederholung solcher Vorkommnisse zu verhindern, aber wir vertrauen auch darauf, daß sie sich erinnern werden, daß die Herrschaft des Pöbels stets in Kraft tritt, wetin die Regierung zu weit hinter der öffentlichen Meinung zurückbleibt. General v. Beseler Dr.-Fng. Hannover, 21. Okt. (Priv.-Tel.) Rektor und Senat er Technischen Hochschule Hannover haben auf einstimmi- .en Antrag der Abteilung Maschinen- und Jngenieurwcsen en siegreichen Belagerer Antwerpens, General v. Bese- er, zum Dr.-Jng. ehrenhalber ernannt. Ter König von Sachsen im Hauptquartier. D r e s d e n. 21. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Der K ö n i g st am 20. Okt. glücklich im G r o ß e n Ö a u p t q u a r t f e r »gekommen. Er frühstückte beim Ka r s e r und besichtigte m Nachmittag ein erobertes Fort sonne ein Lazarett, in em sich viele Sachsen befanden. Ein russischer Bericht. Berlin. 21. Okt. (Priv.-Tel.) Die „B. Z. am MA neldet ans Genf: Der rusilschc Eeneralftab gibt unter dem 9 Okt. bekannt: Man meldet k e i ne wesentliche Ver - iiderung. Tie russischen Truppen sind teils in engster sühlnng mit dem Feind, teils im Kampf auf der Front von ötryi bis Ostpreußen. Reue französische Kriegsschiffe. Paris, 21. Okt. (Ctr. Bln.) Me ,,Agence Havas" meldet auS St. Sa^aitc: Der für die französische Marine bestimmte Uederdreadnought „Normandie" ist am Montag glücklich vom Stapel gelassen worden. Nach einer werteren Havas-Meldung ist auch das Linienschiff „F l a n d r e", das eine Wasserverdrängung von 25 000 Tonnen ausweist, am Montag vom Stapel gelaufen. Japan besetzt die Marschall-, Mariannen- und Karolineninseln. London, 21. DTt (WDB. Nichtamtlich.) Das Reuter- sch« Bureau meldet aus Tokio vom M. Oktober: Das Ma- rincministerium gibt bekannt, daß die Marschall-, Mariannen- und KarotineninseVn ans militärischen Gründen besetzt worden sind. Aus dem Reiche. Zum Geburtstag der Kaiserin. (WTB.) B er l i n, 21. Okt. (Nichtamtlich.) Die Kaiserin wünscht ihren morgigen Geburtstag mit Rücksicht aus die Kriegszeit in regelmäßiger Arbeit ganz in bei Stille zu verleben. Die „Norddeutsche Mg. Zeitung" schreibt u. a.: Nicht allein in Schlags ertiqkett, sondern auch in der Gestaltung einer hingebcnden und opferwilligen Liebcstätigreit, die heute alle Stämnie cmt, steht Deutschland an erster Stelle. Die Kaiserin Auguste Viktoria hat seit Kriegsbeginn ihr Wirken bis zu einer Höhr gesteigert, die nicht mehr übertrofsen werden kann: keine Frag« der Not -cher des Bedarfs, die nicht von der hohen Frau, zugleich edier erfahrenen Kennerin und Beraterin für den großen Umkreis dieser Pflichten gefördert wäre. So verbindet sich die höchste Probe des Lebenswerkes mit seinem schönsten Triumvb, wobei die Un- zer tr enu lichkcit und der völlige Einklang zwischen dem innersten Empfinden und dem Wollen bei Fürst und Volk zum reinen frohen AuÄrrvck kommt. Einberustmg de§ Reichstags. Berlin, 21. Okt. (W. B. Nichtamtlich) Wir verlautet, wird der Reichstag Anfang Dezember zu einer kurzen Beratung MssurmeMveteu. » Maßnahmen «egen Sartofferverteuerung. Der deutsche Kartoffel-Großhändler-Berband (Sitz Düsseldorf: hat an das RettbsanU des Innern eine Denkschrift gelangen lassen, in welcher die Notwendigkeit betoM wird, zwecks eines vermehrten Angebots von Ware auf die Landwirte einzuwirken, damit diese den für den eigenen Bedarf nicht unbedingt notwendigen Vorrat von Kartoffeln dem allgemeinen Gebrauch freigeben. Zrhr Erreichung dieses Zieles sei erforderlich, aufllärcnd dahin zu wirken, daß die ungebührliche, über ein bestimmtes Maß hinausgehend« Festhaliung von Ware jedenfalls moralisch nick« als mt» ivandsrci bezeichnet werden könne, und daß. falls die cvtfprechen- den öfientiichcn Hinweise nicht genügen sollten, mit Maßnahme« gegen solche Landwirte (selbstverständlich auch Händler! vorgegangen werden nnlsse, denen uachgewicsen wird, daß sie Kar- ofsclnt zurückhalien beKv. aufspeichern, um ans die allgemeeue Preislage verieuernd zu wirken und ans dem Hochgehrn der Preise nnbereckttigtzcn Nutzen zu ziehen. Ms derartige Maßnahme könne allerdings nur die zwangstveife Enteignung in Betracht ton mm . lMlerdings dürsten dann niemals die aujznst cklewwu Höchstpreise eintreten, sondern gerade umgekehrt besondere Mindestpreise, weil ein Verkauf zu ^Höchst- «preiseick' dem Besitzer der Ware nur erwünscht sei» könne. Es müßte als» das Gesetz bctr. Höchstpreise eine Ergänzung dahin erfahren, daß im allgemeinen der Verkant svei- gelafsen und nur von Fall zu Fall eiugefchritten. wenn ein wucherisches Festhalten von Ware nachweisbar ist. Berlin, 21. Okt. lWTB. Nichtamtlich) Ber Beginn des Krieges beaustragte der Kultusminister den Ausschuß für das kaiserliche Bolksliederbuch mit der Ausarbeitung -eines den Bedürsnifsen des Heeres entsprechenden Krregs- ftrederbnche s Etwa eine halbe Million Exemplare des letzt fsertigg «stellten Büchleins sind, wie wrr erfahren, dem Heere soeben ans den Mitteln des Ministeriums überwiesen worden. Berlin, 21. Oki. (WTB. Mchtamtlich.) StaatSnunister «. D. Gras p. Zedlitz und Trützschler ist in der ver- »wngcnen Nacht m Charkottenkmrg gestorben, v. Zedlitz war «n» 8. Mzcmbcr 1837 in Freienwalde a. O. geboren und wurde nach reger Tätig Kit in der .Kreis- und Provinzialverwaltung 'Schlesiens Regierungspräsident in Oppeln, Mitglied des Staats- .rats, Oberpräsident der Provinz Posen und Präsident der gleichzeitig gegründeten Ansiedlungskonrnckssion. 1891 wurde er zum pveußtscben Kultusminister ernannt. Er nahm bereits im nächsten Zähre seinen Mschied, nm 1898 in den Staatsdienst und zwar «ls Oberpräsident von Hessen-Nassau Mrückzukehreu 1903 wurde -er zum Oberpräsidenten von Schlesien ernannt. Er war Ritter des Schwarzen Wlerordcns, Mitglied des Herrenhauses, Ehren- idokbor der Universitäteu BttSlau und Grersswald. Berlin. 20. Okt. 158235 Nichtamtlich.) Die „Nordd. TO«. 'Zeitung^ schreibt: Bei dem Kaiserlichen Patentamt werden setzt häufig Anmeldungen eingereicht, in denen für Worte wird Darstellungen, die aut die gegenwärtigen kriegerischen und politischen Ereignisse Bezug haben, der Wa ren ze rchen sch« tz /begehrt wird. Ae freie Benutzung solcher Worte und Darstellungen (tz. B. der Nanie von Schachten, Schiffen, .Heerführern ,usw.), bei der Ausstattung und Feilbietung von Waren entsprmgt einem allgemeinen Bedürfnis, und der Verkehr siecht in solchen Zeichen mehr einen Ausdruck vaterländischer Grsrnnnng, als einen geschäftlichen Hinweis auf e A nnen, NÄternonm. Modistinnen. Fabrikarbeiterinnen. Die Einrichtung von Nähsttlben und Strickstuben hat an einige» Orten für die Linderung der Not gesorgt Ebenso wurden m einigen Orten Notstandsarbeiten sür Frmieu einge- ^Ät «, in F ransinrt a. M. Strickarbetten. Durch Austtäge an die Pr,vatiiidu skrc seitens der Milttärverwaltmrg konnten auch do^ Arbettslose nutergebrncht werden Häufig besteht eine gewiss« Schtoierigstvi in den Uohuverhältnifien. da b« den zu liefernden Massemrrbeiken nur geübtt Näherinnen etwas verdienen. Am schlimmsten dürfte die Lage zurzett für d,e Fobrik- fiin, die ailch für die eingerichteten Notstandsarbeiten (Strickarbeiten und Näharbeiten) nur in beschränktem Umfange m Frage llmrmeit. Au» Stadt und €ms$w Gießen, 22, Oktober 1914. ** Mit d em Eisernen Kreuz ausgezeichnetz« 116er. Nach uns aus dem Felde Angegangener Nachruhm erhielten von Angehörigen des 116. ReKs. das Eiserne ikreuz: Major v. Asten, Hauptmann Wehrheim, Hcmptnnmn R i e ck, Oberle ntnairt F i m e n i ch, Leutnant Brendel (Rudolf), Leutnant v. Specht, Leutnant Schroeder, Leutnant Haagner, Leutnant Buch- holtz, Leutnant d. Res. HeKlwig, Leutnant h Aes. Johlen und Borne mann, Feldwebel Steinmetz (6. Komp.), Feldwebel Goppelt (8. Komp.), Feld»veb^ Bill (7. Komp.), SSizefeldwebel H Einj. Gefr. Becker (8. Komp.) Ernj. Ufstz. Pansch (8. Komp.), Gefr. d. R L uh (8. Komp.)» Musketier Müller Ul. (7. Konrp.)tz Reseroist Kien ecke (5. Komp.), Stein ff>. Komp.), Bommersheim (6. K.), Ufsz. Lochmann (5. Kvmp.), .Hornist Eg«er (5. Komp.). ** Die Hessische Tapferkeits-Medaille erhielten: Vizefeldw. Marge lf (5. Komp.), Uff*, t». Res. Sack (7. Kong,.stz Gefr. d. Res. Kinzenbach (8. Komp.), Düringer f6. Komp.). ** Pri «zMax von Hessen gefanstze-n. SBte wir in der gestrigen Ausgabe beruh petzen, ist! Prir^ Max von Hessen, der zweite Sohn des PrmpmpautteS F r i e d r ick , Karl, durch einen Schnß in den Oberschenkel verwundet worden. Er wurde nach seiner SSetnttnfaertg ta das Kloster Bailleul an der belgischen Grenze gebracht. Wie man der „Franks. Ztg." meldet, ist der Prrnz dort von^«a En^> länderngefangengenommen Wochen. Ans eine <Ä- kuirdigurrg an zirständiger Stelle in Darmstadt erfahren: wir, daß die Nachrrcht ans Tatsache« beruht. ** Liebesgaben für das Reserveregiment 11k, Nachdem mit bau zweiten LrebesgadattraaSport die Gabe« dc« Truppen unmittelbar in die Front zugeführt werden konnten, soll versucht wechen, in Kürze eine weitere Sendna« de» Reserveregiment <äck dem gleichen Wege zuznfnhren. E» wird dies voranssichtlich die letzte Sendung schtz die auf diesem Wege vor dem Winter abqeheu kanu. da bei e i n tr etr» - dem starken Frost die Baörderung mtt Kraftwagen in Frage geslckh ist. Di« Stadtverwaltung hat daher die städttscheu Liebesgaben sa m m el st el l e in der Baracke im Hofe der Stadd- knabenschule an der Nord-Antagr wieder eröffnet ,rnd erläßt t» Verein mit dem Zweigverein vom Roten Kreuz und dem M«»- sraucirverer» in der heutigen Nummer einen »men Aufruf zur Spendung von Gaben. Wohl sind die Gaben schon reichlich geflossen, cs mangelt aber noch an vielem, wenn mau ruäglichst all« nufere 116er bedenken will. In erster Linie ist wollenes Unterzeug sehr stark begehrt. Wollene Hemden, Unterjacken, Strümpfe und Fußlappen, das war allenthalben der erste Wunsch der Soldaten: erst in zroeiter Linie kamen Tabak, Zigarren, Zigarette» und Wurst. Di« von mehrermi Ortschaften gestiftete .Hausniacher- wurst war natürlich ein ganz besonderer Leckerbissen. Die genannten Steile« richte« daher an alle Kreise die dringende Bitte: Gebt schnell und reichlich und helft dazu beitragen, daß unseren tapferen Soldaten eine Freude und Erleichterun« in ihrem schwere» Kampfe gemacht werden kann. ** Die Verschiebungen im Wert unserer Heiz- und Leuchtmittel. Wie schon ja Beginn des Krieges vorauszusehen war, hat die Petr»lenmein- fuhr nach Deutschlandsich vermin der t «nd, !vos die hauptsächlich in Betrrnht kommende Liesernng von Amerika aniMigt, wohk so ziemlich ansgehört. Die Folge ist, daß di« Petroleumvorrüte schon merklich knapp werden. Infolgedessen hat die Deutsch-Amerikanische Pe- trolemn-GeseLschaft, ferner die ^Olex" und die Petrvkenm- BerkmifSgesellschast den Verkaufspreis für Petrvlezan im Kleinhaivdel um 3 Psg. sür 1 k^, also von 20 Psg. cruf 23 Psg. für 1 kx sür die Abgabe in Eisengebinden erhöht. Weiter hat die Petroleum-Gesellschaft ihren GroßoLnchmcrn mitgeteilt, sie könne jedem nur nngesähr die Häkste des bisherigen Wtnterbedarfes kiefern. Es ist zu bedenken, daß «ruf dem Lande vielfach kein« Möglichkeit einer Beleuchtung außer der Petrobeumbelench- tuug gegeben ist und daß also die PetroVeumvorrSw zweckmäßig hierfür Vorbehalten werden müssen. Um so mehr rst es nötig, jetzt überall in den mit Gas und Elektrizitak versorgten Orten darauf lfinznivirken, daß Gas- oder elektrisches Licht Verwendung surdet Dauert der Kriag lange, st wtrd geradezu die Notwendigkeit dafür vorltogen. ES liegt übrigens in dringendem vaterländischen Interesse, den Gasverbrauch zu fördern, weil jetzt unsere Landwirtschaft für ihren Stickstoffbedarf, den sie biA)er ungefähr zur Halste durch die jetzt imfcerfeutbo» Ein fuhr von Chrlisalpeter deckte, angewiesen ist ans die inländische Erzeugung und zwar insbesondere ans die Erzeugung von Ammoniak, das in den Gaswerken gewonnen wird. I « der Mohr, das di« Gaswerke hier»»« erzfeugen, ist W» größtem Wert Jetzt zeigt es sich, daß die Destillation der Kohle Aufgaben denkbar wichtigster AÜft für die Dierch- führung des Krieges zu leisten hat: die Ddte des DeereS, ber seitens der Marineverwaltnng mit Beschbag b«4cyt loorde» ist, dienen der Marine sür FeliernngszwecSe, das tennoU) irm die Ernährung des deutschen Volkes sicherjnsteSeu, ** Verleihung pvn Ehren-Urkunden «n selbständige Personen deS HaudwerkertzondeL Di« Handwerkskammer zu Darmstadt wird wie in früheren Acrhren an unsckbständige Personen des Handwerkerstandes, Gesellen, Gehttsen usiv„ welche mindestens 25 Jäher i« ein und demselben Betriebe nuunterbrvchen tätig gewesen find, als Aw- erkemruug sür die treue Arbeit Ehren-Urkunden verleihen. Bei dem wirtschchllichen Auffchtvnng, den ein« große ZaU Tkruss- grnppen in den zwei letzten Jahrzehnten griwmmen hat, ist ein öfterer Wechsel in dem Personal wie früher zu verzeichnen. Ern> Aushalten von 25 Jahren bei rin und dcmlelben Meister qehört immerhin schon zu den Seltenheiten und setzt Treue, Fleiß, Ehrlichkeit und rechtschaffenen Sinn voraus. Diesen Personen zur Anerkennung und andern zur Aueiserung dienend, sollen die vor- genmmten, einsachen, aber in ihrer Ausführung künstlerisch gehaltenen Ehren-Urkunden nach folgenden Verlcihungs - Bestimmungen verliehen werden: 1. Die Verleihung erfolgt an Weihnachten. 2. Die Anträge zur Verleihimg sind von der gewerblichen Körporativn, welcher der Arbeitgeber angekört, ber der Lxmdwerksbunmer zu Darmstadt bis spätestens 1. November l. I. einzirreichen. 3. Den Anttägcn ist ein ausführlicher Lebenslauf d«S zur Ärszeichnung Borgefchlacunen, sowie ein von dem Aetriebs- inhaber «nrsgrstelktes, ortsposizeilich beglaubigtes Arbeitszcugnis, das gleichteitty den Noch:veis der 25jährigen irmmtcrbrochenen Dienstzeit in ein imd demselben Bettiebe enthalten muß, soivie ein von der Polizeibehörde «rusgestrlltes Leumundszeugnis beizuschliehen. ** Der Verkehr aas unfern Dahnhöfen hat in der letzten Zeft wieder andere Formen nngcnommcn. In bjp Frühe von 6 bis 7 lßhr bringen die Züge die bekannten Smarcn von Arbeiter und Arbeiterinnen aus der Umgebung in die Stadt, die hauptsächlich in der Tabakindustric Beschäftigung finden und am Abend gegen 6 Uhr wieder in ihre Heimat zurücksahren. Die Berwandets«- nab Le- fangenentransporte fwbm bei Tage wenigstens in d«n letzten beiden Wochen ans der Station last ganz ausgehört. Dagegen bringen die endlos langen D-Zügc zahlreiche aus den Lazaretten entlassene Krieger zu ihren Regimentern zu-/ rück oder auf Erholungsurlaub in die iocimnt. Nur vereinzelt bringen die Züge auch Verwundete, die sich in Lazarell- behandlung begeben. Dieser Tage hielt auch am Personen-, bahnhos ein Transport leicht verwundeter P fe r d e, die vom Kriegsschauplatz kamen. Täglich fast passiert allerdings unsere Station ein Lazarel tzuq, der nach kurzem Aufenthalt nach Norden weikerfährt. Benvundelentransporte, die neuerdings aber nur Franzosen und Belgier bringen, passieren Gießen in neuerer Zeit nur nachts. Sie führen Mannschaften, die schon besonders in Belgien in deutscher Lazarett- behandlung waren und dort Platz mache» müssen. ** öHcfeener Volksbad om 3. Virrlrljahr wurden in der Anstalt 33 769 Bäder abgegeben (gegen 33 045 im gleichen Zeitraum 1913) im Durchschnitt täglich 367 Bäoer <369!. Sie verteilten sich wie folgt: 15 567 Schwimmbäder 14 062 , 829 Wannenbäder 1. Klasse. 3620 2. Klasse und 1254 3 Klasse. 8526 Brausebäder, 240 Dampf und medizinische Bäder und 3732 Polks- schwimmbäder ä 10 Psa Die Perwnenwaqe wurde 640mal benutzt. Trotzdem der grössere Teil der Stammgäste des Bolksbades beim Deere eingcrffckt ist. hat sich doch die Benutzung der Llnstalt aut der Höhe Hallen können, wozu besonders die Einguartierung viel beigetragen haben mag. ** E t n gefährliches Spiel trieben am Dienstag nachmittag zwei etwa I4,ährige Buben in der Plockstraße in der Nähe des Cass Altona Sie riefem mit vorgelmltenem Luftgewebr einem im Auto berankommendon Forint ein Halt zu. und als dieser, ein Arzt alus der Umgebung, sich daran/ nicht kehrte, drückte einer der Jungen sein Gewehr ab, wobei er dem Fahrer eine blutende Verletzung reite Friedrich Felde von der Kompagnie des Leibgarde-Regiment? Nr. Ilö. Ter Verstorbene st das erste Spier, das der Krieg in unserer Gemeinde gefordert hat. Kreis Büdingen. * Nidda, 21. Oft Am Montag fand im Sparkaisegebäud: die Harp,Versammlung derBrzirkssvarkalsr Nidda statl. Nach dem Geschäftsbericht bat die Bt-zirksipnrkaiie auch im vergangenen Jvhre crfreulufK’ Fortschritte gemacht und über 200 Sparkassebücher mehr ausgestellt Den Etniiahmen von 1 927 531,78 Mk stehen die Aufgaben mit 1 793 202,99 Mart gegniilber. so das; ein Ueberschust iwn 134 331,79 Mk. verbleibt. Das Kapital vermögen der Kasse betrug 5 389 174 Mk. die Scknil- den belaufen sich aus 5 382 483.75 Mk., mithin ergibt tun Re- ierveionds Eatdr 1913 241 022.04 Mk. Ter Reingeivnn beträgt 17 936,12 Mk. Bon dem Reingewinn konnten nickst nur für landivirtscha'tliche und gewerbliche Einrichtungen, für Kirchen- nnd Sckmlzwecken in bisheriger Weise reichliche Unterstützungen bewilligt werden. sondern auch angesichts der jetzigen lckstveren Kriegszeit dem Beteranen verband Nidda um Umgcg-nd 300 Alk., dem Lande-"erein vom Roten Kreuz 500 Mk. und den Notleidende» in Ostpreußen 500 Mk genebmigt werden. Ferner fand ein Antrag des Vorstandes Annahme, wonach aus dem Reserveionds ein größerer Fonds gebildet werden kann, dessen Zinsen zur Unterstützung der lnlfsbrdnrstrgen Hinterbliebenen von gesallenen Kriegern des Sparkaslebezioks verwendet werben sollen. Nötigenfalls wird dieser Beschluß auch die Genehmigung der Aussichtsbeltöide finden Weiter wurde be- schlonen, daß den .Kirchengemeinden des Bezirks für Darlehen derselbe ennästigt: Zinsfuß geivahrt ivird »ne den politischen Gemeinten An der Zeichnung iür die Reichskriegsanleihe hat kich die Bezirkssparkasse mit 100 000 Mk. beteiligt Zum Schlime der Berhandliingeii wurden an 29 Dienstboten de? Bezirks, die 5 Jahre und länger bei derselben Herrschaft fleißig und treu gedient haben, Prämien von je 18 betzw. 22 Mk. auSbchahkt. Kreis Friedberg. d. Ali? der Wellers », 21. Okt. Tie schädlichen A b- wässer der Ziikkersabrik ,W e 11 e r a u* bei Friedtzerg üben >cho» ivieder ihre verderbenbringende Wirkling in den Gewässern der ll'g und N'dda n»r Z» vielen Hunderten siebt man seit einige» Tagen Sie Fische tot an der Wasieroberstäche talwärts treiben. Etnrkenburg nnd Rheinhessrn. ^ Aus dem südlichen Odenwald, 21. Okt. Die Ernte der E r d g c w ä ch >' e ist allenthalben beendet. Besonders haben sich Dickwnrz und Kohlrabi gut entwickelt und infolgedeisen eine gute Ernte ergeben. Auch das Weißkraut sowie alle anderen Gemüsearten und gut ausgesallen Dagegen sind auch in unserer Gegend die K a r t o s s e l p r e i s e gegen das Borsahr erheblich gestiegen. Mit dem Einsammeln von Eicheln lxil auch manche- Bewohner unserer Gegend eine lohnende Beickiäitigung gefunden Fleißige Sammler verdienten sich an manckwn Tagen 5 Mark nnd mehr. e. Aiiolterbach, 21. Okt. Der Sohn des hiesigen Polizei dienerS Sattler, Adam Sattler, der bei Ansbruch des Krieges in der 10 Komp, des 125. Fni-Retgs. diente^, hat das Eiserne Kren, erbalten. — Bis jetzt hat der Krieg in unserer tzstmeind. zwei Ovser geiordert. Am 28. August fiel der Gerrdesüsilier Geor Sattler und am 24. September der Reservist Peter Bauer. Hessen-Nassau. h. Franksurt a. M, 2l. Okt. Al? Tienstaq abend der ?8säs»ige Webrmann Ludwig W l tt e r au? Helevhos sKrei? Heppe» beim) in der Tertorstraße von einam iatnenden Slraßenbahnwait» abspringen ivollte, stürzte er ad. Er erlitt einen Schädelbruch, an dem er nach wenigen Augenblicke» verstarb. — Heute mittag jagte ein betrunkener Mann eine Schar Kinder in der dUIerhetligen- strabe vor ffch der. Tadel lief das elsjalirige Töchierche» des Deiverkschgitssekretär? Schttickier in einen Krastwagen hinein. Tie Räder ginge» dem Mädchen über Hai? und Kops. io daß e? s o- sort getötet wurde. Ten Wagenführer trifft keine Schuld; der irunkene Mann dagegen ivnrde verhastet. — Beim Abbruch der Alte» Brücke stürzie der Arbeiter K a tz e n st e i » von einem Pseilerstumpk in de» Alain und ertrank, ehe ihm Hilse gedrnchi iverden konnte. le. No d he im a. Bieber, 21. Okt. Am 21. März d. I?. knnd liier die (ö e n> e i n d e v e r t r e t e r ;v a b l in allen drei Klaffen stall, Gegen da? Znstandetomme» der Wahl oeriolgte der Lrt'- eingesesiene Lndivi , KraiiSkopi Enisprnch und machie bezüglich der l. Klaffe gellend, daß Gehennrat G. von Gießen milqewöhtt habe, obwohl er dazu insolge dovvelien DohnsttzeS nicht berechtigt sei. Veiüglich der 2. und 3. Klaffe machte er unrichtige Au'steliung der Wählerliste und Wahlveeiiistnffiing durch Bürgermeister lmd Or,?- dicner gellend. Letzterer sei am Tage vor der Wahl mit Flugblättern von Han? zu paus gegangen und habe dadurch die Wähler beeiiistnßt. Der Einspruch würbe zurückgeiviesen, derKIage vom Krei?an?sch»ß Biedenkopf aber insoweit staltgegebe», als die Wahl in der I. Klaffe sür »ngilliq erkläri, dies niqen der beiden anderen Klaffen aber bestäligt ivnrde Zu derselbe» ErkeiintniS gelangte auch heute der Bezirksausschuß Wiesbaden. JJcrmHcbte». " Der schwarze Iosire. Mit großer Genugtuung erzählen die Variier Blätter, daß es »immehr auch eine» schwarze» Fass re gibt. Roch öl er erst wenige Tage alt, aber von seinem Dasein weiß ganz Frankreich. In den Tage» nämlich, als sie TenNche» an der Marne znrnckgingen und die Franzosen, mit ih'.e», S>ege?geschrei die Wett erfüllten, kam die Boischast auch i nch Martinique, nnd die Lieger, die ne nalürlich in vostem Glauden lnnnahme», gerieten in einen Begeisternngstnnmel So kam auch em Li e g e r jmn Standesbeamte», him tne Geburt einer Knabe» anzuinelben, und statt wie sonst einen bochtönenden Namen der Geschichte, Lllerander, Napoleon oder Hinnibal z» wählen, nannte er sei» Knübleii, höchst aklneli .Zoffre' lind der Beamte nahin die en Name» auch ristiig an, sodaß es ,etzt z iv e i IoiireS in der Well gibt, einen weiße» und einen schwarzen. vilchertisch. - Gerechtigkeit. Nomon von H a » S O t I o Becker. Leipzig. Verlag von Vanl List. Gottreich Erd mann Chrlstaller, der bekannte Kritiker und Schriitsteller, schreibt über daS Wert: Kriminnloeschiehten sind bei der Mgffe der Lese ebenso beliebt wie bei dem ieinere» Kenner verrufen. Gewiffer- maßen haben jene gar nicht unrecht, nnd die Mißachtung der Kenner gili auch, wohlverstanden, nicht den, Stoff, sondern der oberflächliche» Behandlimg, die er meistens erlälirt. Wenn aber em «einer ieelenlinidlger Dichter sich n»> dieses Gebier begibt wenn er ein Menschenkind zeichnet, da? ivtr lieben muffen, >ind uns seine» SchicksalSweg zeigt, der es zur Schuld (was Viensche» Schuld nonnenl) nvingt und linserein innersten Einpstnden zuwider dem iühNoS ernsteii Parngrapbeiiteiisel zu ireffen gibt — dann, glaub ich, sind die Voraussetinnqen Iür ei» Werk gegeben, da? ebenso die Blaffe der Leser anzieben. ivie dem böheien an»» Vinchologiiche »nS Soziologische gerichletei, Kenner Genüge leisten kann. Besonders toi»in! er den, Werk zu gut, daß der Veriaffer als Richter ein genauer Kenner der Rechtsmalckiinc ist. Amtlicher Wetterbericht. Oessentlichcr Wetterdienst, Gießen WctterauSiichlen in Heilen am Freiing, de, 23 Okt. I 1: Ziemlich i euer, trocken, südwestliche Winde, nacht? kalt, Nedcl. Letzte Nachrichten. Günstige Fortschritte ans allen Kriegsschauplätzen. WTB.) G r o ß e S H a » p t a u a r t i e r, 22. Okt. vorm. (Amtlich .) Die Kämpfe am Uferkanale dauern noch fort. Elf englische Kriegsschiffe unterstützen die kindliche Artillerie. Oeftlich von Desmilde wu-rde der Feind zurückgeuwrfcn. Auch in Richtung Pp.rn dringen unsere Truppen crfolgrcivfi vor. Die Kampfe nordwestlich und westlich \*iilf waren sehr erbittert. Der Feind wich aber auf der ganzen sz-ront langsam zurück. Heftige Angriffe aus der Richtung Taut gegen die Höste südlich Tbiaueoittl wurde» unter schweren Verluste» für die Franzosen zunickgeworkn. ES ist einwandftei sest- gestelit, daß der englische Admiral, der das Geschrmider vor Ostende befehligt, nur mit Miche von der Absicht. Ostende zu besch'ießen, durch die belgische Betchrde abgebracht imirde. Aus dem nordöstlichen Kriegsschauplatz folgen Teile uit serer Truppen dem weichenden Gegner in der Richtung Ojso- wiee. Mestvere 100 Gefangene und Maschinengewehre sieten in unsere Hände. Bei Warschau und in Polen wurde nach dem unentschiedenen Ringen der letzten Tage nicht gekämpft. Die Verhältnisse befinden sich dort noch in der Entwickelung. Die ,,Emden" an der Arbeit. (WTB.) London. 22. Oft. (Nichtamtlich.) Der Agent t«m Llopd in Eolomba telegraphiert an die Admiralität: Der deutsche Kreuzer „Emden" hat die britischen Dampfer Ghilka. Troilus, Benmoftr. Elanguan nnd den für Tasmanien bestimmten Bagger Ponrabbel tKn'enkt und den Dampfer Orfort gekapert. Kein Unterschied der Parteien mehr. (WTB. Nichtamtlich.) Altona. 21. Oft. Die städtischen Kollegten haben bei der Ersatzwahl für den Provinzial- .andtag anstelle des verstorbenen Gcheinirats Sieveking den soziatdenrokratischen Stadtverordneten Thomas zum Vrovinziaftandtagsabgeordneken gewählt. Für ihn hoi auch 'der Magistrat gestimmt. Bus Oswreußen. Berlin, 22. Okt. In Ostpreußen ist der gesamte i) oft verkehr wieder in Tätigkeit: nur für einige renzorte im Bezirke Gumbinnen bestehen zurzeit noch Be- .chrünkuiigen. Bon Oftende nach Bouiogne. . WTB.i Berlin, 21. Okt. Der Korres'vvndcnl des „Dailt, Ehconicle" schreibt, wie der „Berliner Lokalcmzciger" wiedergibt: Ick, bin mehr und mehr davon überzeugt, daß die Dcutscheii die Küstcnlinie von Ostende nach Boulognc sur mer besetzen woNen. Ein Armeebeftbl des Königs non Sachsen. Dresden, 22. Oft. (WTB. Nichtamtlich.) Der König hat folgenden Armeebefehl erlassen: Fm Augenblick, da ich aus dem westlickien Kriegsschauplatz ein- trcfic, drängt eS mich, allen Truvoen meine, Armee, die in den letzten Monaten an ;uit QMM Hilfe w erfolgeeick, verlanienen Kämmen der Deutschen Arnier ruhnrrrichcn Anteil genouimen habcn, meine vollste Anerkennung mid meinen wärmsten Königliche» Tank ausznsprechen. Ungeechtet der schweren Verluste haben sic getreu der Ueberliefcrung uw'erer Vorväter, zunr Teil aus denselben H-cländen wie in den Jahren 1870'71 neuen unver- welklichen Lorbeer erworben. Die veründerte Kampftsweisc, ve - Kunden mit großen Berbrsscrnngen der WasKn, haben die Truppe ; aller Rassen, besonders die Infanterie, vor ganz neue, schwierige Lagen gebracht. Aber depen ungeachtet lsaben sic alle, dt je st ein Bertranen aus i'wttes Schutz, des Mmäck)ttgrn Lenkers aller Mcnsckxngeschtckc, und aus unsere gerechte Lache in freudiger Begeisternng ihre Pflicht voll und ganz erfüllt. Das Jahr 1914 wird für alle Zeiten ein ruhmreiches Blatt in der Geschichte nie,„er Arni.e lgeiben. Der liebe Gott wird uns auch loeiter fcknihen ,ms „wS h«Kn, unicve schwcir Achgabe zu vollenden, Friedrich August. Die Deutsche Pelioleiim-AktiengeKllschaft. Berlin, 21. Oft. ,WTB. Nichtamtlich.) Die deirtsckse P e t r o l e u m 2! k t i e n g e s e l l s ch a f l verieilt eine Dwi- dende von 8 Prozent wie im Vorjahr. Die Ausrechteichaitniigl dieses Tividendensatzes ist möglich, obgleich die Slenna Ro- mana für dieses Jahr nur 6 Prozent Dividende zalstt und trotzdem der Hst'win» der Europäischen Petrolenm Union für 1913 wegen des Krieges vorerst nickt zur Ausschüttzimg gelangt. Das » eitere Mnvringen der Oesterreicher. (WTB. Nichtamtlich.) Wien, 21. Oft Amtlich wird vcrlaiilbart: 21 Oft. mittags: In den schweren und hartnäckigen Angriffen aus die verstärkten Stellungen des Feindes von Felsztin bis an die Chanssce östlich von Mcdvko gcn»in»cn wir an mehreren Stellen Terrain, während die russische» Gegenangriffe nirgends durchzudringe» vermochten. In der vergangene» Nackst ersnirinicu unsere Trupven die .Kapellenhöhe nördlich Mizyntac. Südlich Magiern gelang es ihnen schon gestern, sich von den eroberten Ortschaften gegen die .Höhen vorznarbeiten. Aus dein südlichen Flügel wird der Kamps hauptsächlich durch Artillerie geftihel. Durch weitgehende Anwendung der modernen Feldbefestigung nimmt die Schlackt zum große» Teil den Charakter eines FestungSkriegeS an. — In den Karpathen wurde gestern der Jablonica Paß. der letzte der von einer russischen Abteilung besetzt ge»>eseiren Uebergänge, genommen. Auf ungarischem Boden ist bei» Feind niehr llnseve Erkundung in die B n k o iv i n a erreichte den großen Sereth Pfobilmachung der it«lienischen Landwehr. (WTB.) Berlin, 22. Oft. Die Mobilmachnng der italienischen Landwehr, beginnend mit der Einberuftmg der Jahresklasse 1894, wird aus Turin gemeldet. Die Rückkehr deutscher und österreichischer Reserpisten au§ Buenos Aires. WTB.) L »>i d o n , 22. Oft „Times" meiden ans Buenos« Aires vom 18. Oktober: Grosze Ueberraschling Hai hier die Ankündigung ans Nom mregt, daß italienische Tampser »ich! mehr als 50 deutsche oder österrrichüchr Reservisten anfnehmen dürsen, ohne einen Eingrifs britisckwr Schisfc zu besürcknen. Den Deutschen wurde bisher vom Kowül geraten, die Rückkehr nickst zu versuchen, aber jetzt werden Plätze zur lleberfahrt in der genannten besck-räntlen Anzahl belegt. Wie berichtet wird, haben holländische Schifte die gleiche Bergünstignng erholten. Die blinde Tat eines englischen Nntersr'booteü. WTB.) Kopenhagen, 21. Okt iNichtamllich) Eleftenr nachmittag seuerte in den internationalen Gewässern zwischen Nakkehoved und Knlleii-Leuchtscucr ein vorher nicht bcmerkles U n t e r s eeb v o l zn>» Torpedos gegen das dänifckte llnterseelioot „Haunianden", das mit iünf Knoten Geschnrinüigkei! über Wasser fnlrr Kein Sckzuß ttaf. Das Unterseeboot hatte die Nationalflagge geführt. Ein Unterseeboot unbekannter Nationalität nnirdr nach mittags von fftakkelwved-Leuckstieuer aus beobachtet. Heute früh trieb am Vorstrande oon.Nakkelwved ein Torpedo an, der dort er- vlodierte Den i» Frage kommenden kriegsührenden Mächten ist der Vorfall zur Kenntnis gcbrarht worden mit dem Ersuchen, in Zukunft größere Achtsamkeit zu üben. Zu dem Vorsall meldet „N a t i o n a l t i d e n d e": Das Untm'eeboot befand sich ein gutes Stück a»perl,alb des dänischen .Hoheitsgebietes, als der Kommandant plötzlich einen weißen Streifen im Wasser erblickte. Er war sich sofort darüber klar, daß dieser von einem Torpedo herrührte, dessen Kurs denjenigen des Unterseebootes kreuzte DaS Boot, das nur niit fünf Seemeilen Geschwindigkeit lies, konnte seinen Kurs nicht so schnell ändeni, und die Besatzung war aus das schlimmste geiaßi. Glücklicherweise ging sedoch der Torpedo unter dem Kiel des Bootes hindurch, ohne Schaden anzurichten. Wenige Minuten später sah der Kconmandant wieder eine» verdächtigen Sehanmstreifen auf dem Wasser, aber dieses Mal befand man sich nicht in der Kursrickstiing des Torpedos. Das Unterseeboot begab sich sofort aus dänisches Hoheitsgebiet zurück und hielt scharf Ausguck. Jedoch ivar nichts von dem fremden Unterseeboot zu entdecken. Zu derselben Zeit, als die Torvedoschüssc abgeseuert wurden, ist ein Unterseeboot, dessen Nationalität nicht erkennbar war, bei Nakkehoveü-Lcuchtsciier bemerkt worden. — Notiz des WTB.: Wie wir von amtlicher Seite erfahren, sind die beide» Schüsse nicht von einem deutschen Fahrzeug abgeseuert worden. Die Beftstigunff Belforts. (WTB.) Berlin, 22. Oft Einzelheiten über die Befestigung Belforts finden sich in italienischen Blättern. Darnach sind außer den eigentlichen Fort? alle D ö r- fer der Umgegend in fteine Festungen verwandelt. Außerdem seien Kanäle vorhank>«n, durch welch- die ckhnehin unwegsame Gegend in n enigen NLinuten überschwemmt werden könne. Oefterrrickiischr Finanzmatznahmen. Wien, 22 (WTB. Nichtamtlich., Der Generalrat der O e st e r r e i ch i s ch -11 n Z a r i s ch e n D a n k hat dit Eln- fiihrnng der Belehnung von im Lürslande zlnhibaren Wechseln nach den für das Tarlehensgefchäst des Instituts geltenden Bestimmungen bei den Hanptanswllen und den Fl lialen beschlossen. Zulässig zur Belchinmg sind Warenwechsel mit einer Laufzeit von über drei Monaten, sowie mit einer Verfallzeit von döchstens sechs Monaten. Tie DarlelzenS- gewährnng erfolgt nur ans drei Monate und rn dairch hundert teilbaren Beträgen. Die Türkei und Serbien Berlin, 21. Okl. Die „Boss. Ztg." meldet ans Wien, daß die türkische Regierung das serbische Kabinett aus eine Verieftung des türkisch-serbischen Friedensvertrages hingewiesen habe, die darin bestehe, daß entgegen den Beslimmnngen dieses Vertrages in letzter Zett Muselmanen zum Kriegsdienst ge- vungen worden und. Die Türkei fordert die wwriiqe tstinstei- lung dieses Vorgehens. Für Kriegs-Ausrüstungen und Liebesgaben sind grosse Posten Unterzeuge u. sonstige warme Winfer-ArtikeB neu eingetroffen Die Verpackung für Feldpost-Sendungen in starken Kartons etc. wird nicht berechnet 10790a Danksagung. Allen, die uns an dem uns betroffenen schweren Verlust ihre Teilnahme bezeugt haben, sprechen wir auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank aus. Namens der trauernden Hinterbliebenen: Obersteiger Heinr. Freitag. Giessen, Niederscheld u. Wernswig, am 22. Oktober 1914. Am 24. September starb auf Frankreichs Erde den Heldentod für das Vaterland mein lieber unvergesslicher Gatte, der treue Vater meines Kindes, unser treusorgender braver Sohn, Bruder, Schwiegersohn und Schwager Heinrich Jung* Ritter des Eisernen Kreuzes Reservist im Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 116, 7. Komp. In tiefer Trauer im Namen der Hinterbliebenen Margarete Jung, geb. Becker Familie Georg Jung, Obsthändler Familie Becker Ww., Werda Familie Wilhelm Jung Familie Allred Jung. 10SC Grossen-Linden, 20. Oktober 1914 .......... - - Nach Gottes Ratschluß starb auf dem Felde der Ehre am 22. August den Heldentod fürs Vaterland unser innigstgeliebter, hoffnungsvoller, unvergeßlicher Sohn, Bruder und Neffe Karl Krämer Tambour der 9. Komp. Inf.-Regt. 116. im Alter von 22 Jahren. In tiefem Schmerz: Familie Krämer Ruttershausen, den 22. Oktober 1914. «<> Auf dem Felde der Ehre starb am 7. Oktober unser liebes Mitglied Gustav Wilhelm Unteroffizier der Reserve im Infanterie - Regiment 116 Ritter des Eisernen Kreuzes. Sein Andenken werden wir stets in Ehren halten. Giessen, 21. Oktober 1914. 10851D Ortsgruppe Glessen im Deutschnalionalcn Ilandl.-Geli.-Verband. Nachruf. Den Heldentod fürs Vaterland starben auf Frankreichs Erde unsere lieben Mitglieder Reservist Heinrich Fett im Infanterie-Regiment „Kaiser Wilhelm“ Nr. 116 Leutnant der Res. Julius Mengcs im Infanterie-Regiment „Kaiser Wilhelm“ Nr. 116 Reservist Heinrich Jung im Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 116. Wir verlieren mit ihnen drei treue Mitglieder, denen wir stets ein ehrendes Andenken bewahren werden. 10860 Gesangverein „Harmonie" Gr.-Linden. Ohsthäume schützt man gegen Frost- ipuner n. Rangen inrcb C'Perflanientftrcilcn u. Sorbet 1 Adler - Drogerie Selters. eg39,OtloSchaat. luln FtldM-BlrsaildkiltünS in verschiedenen Grützen für 50, 250 u. 500 Gramm n. 3 u. 5 Kilo-Packci-Bervacknng au blfligen Preisen. Wiederverkäufer erhalten Rabatt. I>m„ Peglcriidt. Jnng, Selters weg33. Am 12. Oktober starb den Heldentod lürs Vaterland unser lieber, unvergesslicher, hoffnungsvoller, einziger Sohn, Bruder, Bräutigam und Neffe Emil Werner, Kaufmann Unteroffizier der Reserve 4. Kompagnie Infanterie-Regts. „Kaiser Wilhelm“ Nr. 116 im 25. Lebensjahre. In tiefer Trauer: Familie Heinrich Werner Else Sand Friedr. Sand Kran Hofmann. N euhof-Leib gestern, Giessen, den 21. Oktober 1914. 07432 Am 10. September starb in Frankreich l en Heldentod fürs Vaterland unser lieber, unvergeßlicher, einziger Sohn, unser heißgeliebter Bruder, Bräutigam, Schwager und Onkel Wilhelm Niebch 1«. Komp. Res.-Jnf.-RegtS. 81 im 29. Lebensjahr. In tiefer Trauer: Familie Wilhelm Niebch Karolin« Schmidt Familie Wilhelm Schmidt. Krofdorf, den 19. Oktober 1914. omo Gestern nachmittag ’/.2 Ubr verschied nach längerem schweren Neiden in der Klinik au Gießen meine liebe Frau, unsere gute Mutier WlMchr Kniliad) geb. Juncker im Aller von 41 Jahren, Dies zeigen tiefbetrübt an Georg Umbach und Kinder. Wieseck, den 21, Oktober 1914. Die Beerdigung findet Freitag nachmittag 3 Uhr statt Danksagung. Allen denen, die uns an unserem schmerzlichen Verluste ihre wohltuende Teilnahme bezeugt haben, sagen wir auf diesem Wege herzlichen Dank. Familie Bürgermeister Hoffman» Frau Christine Rühl geb. Hoffmann Familie JohS. Rühl. Burkhardsfelden, am 20. Oktober 1914. ■Illll i r*a Den Heldentod fürs Vaterland starb am 10. Oktober Im Feldlazarett Marche bei Rethonvillers an den Folgen seiner am 4. Oktober erhaltenen Verwundung: unser einziger, hoffnungsvoller, lieber Sohn, treuer Bruder, Enkel und Neffe Wilhelm Schilfer Einjahrig-Freiwilliger - ITiitcrolTlzler Im Infanterie-Kegt. „Kaiser Wilhelm“ Sfr, 116, 7. Kompagnie. Gambaeh, Gießen (Wilhelmstraße 49), den 22. Okt. 1914. In tiefer Trauer: Familie Heinrich Schäfer Familie Jakob Hall Familie Wilhelm Sommer Familie Eberhard Schmidt. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlichster Teilnahme bei dem schweren Verlust unseres lieben Sohnes, Bruders, Schwagers, Onkels und Bräutigams Ludwig Jung Obermatrose der Res.-Matr.-Artillerie sagen wir allen, besonders dem Gesangverein Arion, unfern herzlichsten Dank. Margarethe Jung «w. Familie Karl Schimmel Marie Weller. Klein-Linden, 22. Oktober 1914. Trauersacfeei werden in kürzester Zeit tadellos schwarz gefärbt. J. C. Wallenfels Färberei, ehern. Wasch-, Dekatur- und Bettfedem- Keiiiigung-Anstalt, Fabrik u. Laden Kircbcnplata 31—23, Telephon 044. Aufträge nach ausserhalb werden prompt erledigt. 19961 Offiziershandschuhe fStSvISR. mit Pelz, Kamelhaar UU. Wolle gefüttert Reithandschuhe Wollene Handschuhe l rot i n raU n Gestrickte Handschuhei feldgrau Wollene Militär-Westen SeideneMilitär-Westen Ä Kamelhaar-Westen Sweaters Kopfschützer SM Ohrenschützer Lunjenschützer Leibbinden Kniewärmer Pulswärmer & a Ä ar u. p e iz gefüttert Socken Hemden Jacken Wollene Unterhosen Hosenträier Halsbinden Halstücher in grosser Auswahl ««« Wilh. Wirsij* Seltersweg 8 Handschuhfabrik Fernspr. 361