Nr. 2 n Der ®lt|*ntr Anzeiger erscheint täglich, anher Sonntags. — Beilagen: viermal wöchenttich »ichenerZamilienblätler: zweimal wörtjenil.iireir- Mod für »en KreisGiefjen (Xicnf’lnQ imigreitaa); zweimal inonall. land- wirtschaftUche öeilfragiii Fernivrech - Anschlüste: inrdie SchriitlcitunqI12 Berlag,Gelchältsstelleöl 2tdrelse stir Drahtnachrichten: Anzeiger Kietzen. Annahme van Anzeigen brr di« Taqesnummer bis vormittags S Uhr. List« Blatt w-s. Jahrgang Mittwoch. 2h Sktober Giehener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen und Verlag »er Snihl'schen Univ.-Vuch- uni» ZttinSruckerti N. Lange. Lchristleitung, Seschästrstelle u. vruckerei: Schulftr. 7. Jic'.iiasntti moiiatl. 75 'Bi., vicriel- I.ilirl. Mk. 2.20: durch Abhole- ». Zweigstellen inonall 65 Bf.; durch die Post Alk. 2.—viert el- jährl. auSschl. Bcflellq. Zeilenpreis: lokal IbBt. ausw. 20 Bi. — Hauvt» schristleiter: Aua. Goetz. Verantwortlich für dev volit. Teil: Aug. Goetz; für .Feuilleton', .'Ber- miichles'und.lÄerichts- faal": Karl Slenrath; für .Stadl und Land" : Otto Braun; für den Anzeigenteil: y. Beck. Kampfe bei Nieuport. vergebliche Bemühungen der westlichen sranzöfischen Aüge!§. Reue Erfolge der Oesterreicher. Rrft«» kxrirpBguarttM, 20. DB, »orm. tAmklich.l Tie deutschen »on Ostende längs der Küste oorge- dend-en Truppen stiegen «in Merabschintt bei Nienpvtt aus seiirdärch« KrSste und mit diesen stehen sie seit vorgestern im G e fecht. Lorgenommene Angriffe des Gegners tuest sich Lille wurden unter starken Verlusten für den G«s«er ab- gewi escn. Auf dem östlichen Kriegsschauplätze hat sich nichts wrsent- llcheS eoeigmet. • , * Als vor einigen Tagen über der sturmbetvegten Zeitgeschichte wieder einmal gaitz schüchtern der Name Bethmann Hollweg austauchte, da erinnerten sich manche schreibenden und polllisierenden Zeitgenossen der alten, lieben Gepflogen- beit, dem Inhaber der Reichsregierungsgewalt einen dornige« Kranz aus die Stirne zu setzen. Alan glaubte nicht, daß sei« Stern des Reiches Ausstieg bis zur Höhe begleiten könne und von einigen freilich unmaßgeblichen Stellen erscholl der Schrei nach seinem Rücktritt. Teils setzten diese Politiker Mißtrauen in die Tatkraft des fettigen Kanzlers, die vielleicht zögen! werde, alle militärischen Machtmittel an das große Ziel zu setzen, teils >oar die Angst vor der staatsmännischcn Bescheidenheit des Reichskanzlers die Berairlassung zu pa- viernen Angriffen. Wir wollen das Gerede kurz abtun. Es ist kleinlich und kurzsichtig, dem Reichskanzler vorzuwersen, sein Bekenntnis bei der Verletzung der belgischen Neutralität fei ein politischer Fehler gewesen. Wir dürfen wohl bekennen, daß wir Gesetze und Rechte auch internationaler Vereinbarungen respektieren und daß uns keineswegs Gewalt vor Recht gilt. Der Zwang der Verhältnisse >»ar, so hat der Reichskanzler nrtt Recht gesagt, stärker als wir selbst. Herrn v. Beth- mairn Hollwcg aber jetzt schon als ein Hindernis für einen erfvtgrecheu und aller Opfer würdigen Frieden z« bezeichnen, ist eine Taktlosigkeit, die glücklicherweise nur einzelnen in den Sinn gekommen ist. Die Mehrheit des Volkes weiß, daß wir auch Herrn v. Bethmann Hollweg als einen unserer aller- treueste« Volksgenossen einßhätzeu müssen, dessen rechtlicher Sinn rrnd deutsche Geradheit i« der Well von Feinden, die ims umgeben, gerade am rechten Platze sind. Es müßte eine unerträgliche Mißstimmung erwecken, und es wäre auch voli» tisch schädlich, wenn der »berste Reichsbeamte in dieser kritischen Zeit seinen Posten verlassen würde. Wir glauben nicht darmi und hoffen. daß solche urrzritgefnäßen Erörterungen in den Zeitungen nicht wiedcrkehren. ttrrsere Zeit braucht jetzt zunächst nicht hochfliegende Wrne von Welt e roberung — dafür lassen w-ir den deutschen Generalstab sorgen '— sondern Pflichterfüllung aller und sorgfältige, gut organisierte Kleinarbeit im Innern. In Bezug ans dre Milderung der Arbeitslosigkeit hat der in sozialer Beziehung so verdienstvolle Reichskanzler dem Vorsitzenden der Gesellschaft für soziale Reform, wie aus einer der nachstehenden Meldungen hervorgelft, die besten Leitsätze bekannt gegeben. Gerade Preußen, wo weite Gebiete durch die russische Barbarei schwer gelitten haben, braucht jetzt volle Ärmrütigkeit und fleißig Verwaltungsfürsorge. Aus den Vorlagen, die dem preutzisckfen Landtag jetzt zugehen, ist zu erkennen, daß alle Aussicht vorhanden ist, mit bewährter Gründlichkeit durch die Fährnisse der Zeit hin- durchznkommen. Auch Unser hessisches Parlament soll nach einer bisher unbestätigten Meldung demnächst eine kurze Tagung abhaltrn. Wir würben dies sehr begrüßen, und wenn wir auch große Redeverschwendnngcn gegenwürttg für absolut überflüssig halten, so sind doch auch für Hessen große Aufgaben genug vorhanden, die es verdienen, unter einheitlichen, großzügigen Gesichtspunkten zusammengefaßt zu werden, und wir nelimen an, daß die hessische Staatsregierung in dieser Hinsicht ebenfalls manch« Vorlagen in Bereitsckfaft haben wird. In dem einen Punkte der Arbeits- losensitrsorge hat der Reichskanzler ja schon die Mithilfe der Bundesstaaten dirett angcrufen. Dom 'Parlament fordern wir kurze, gute Entschlüsse ohne Weitschweifigkeiten, und wir sind geiviß, daß auch die großen volkswirtschaftlichen Organisationen, wie z. B. die hessische Landwirtschafts- kaimner, in diesen großen Zeiten, die so vielfache bedeutsame Anforderungen an sie stellen, nicht versagen werden! » Wer den Glauben hegen sollte, wir befänden uns bei dem Mangel großer Entsckfeidunqssch'.ackUen in einem Still staub, und wer es noch immer nicht über sich gewinnen kann, einmal gründlicher naehzudenken und die erfolgreiche Riesenarbeit unserer tapferen Heere nach voller Gebühr zu würdigen, dem ist nicht zu helfen. Es werden jetzt allerdings nur wenige sein, die Langeweile und Ungeduld verspüren. Die überwälttgende Mclfrheit des deutschen Volkes ist auch unter den in der Heimat Zurückgebliebenen tapfer und hochgemut. Wie überwältigend hat es sogar ans unsere Feinde gewirkt, daß die deutschen Heere an allen Kriegsschauplätzen mit unerhörter Energie und Schncöngkeit die Offensive ergriffen haben! Auch in den jetzigen Kämpfen in Belgien erleben wir die erffculichstcn Beweise der soldatischen Fähigkeiten unserer Offiziere und Mannschaften. Mll großer Schnelligkeit sind unsere Truppen von Antwerpen (wo die deutsche Verwaltung schon tadellos im Gange ist) weiterhin an der belgischen Mste vorgedrungen: nach einer hollandiich'n Meldung mußten an der Küste längs der Dämme von Middelkerke und West- ende sogar Laufgräben angelegt iverden, da die englische Flotte mit ihren Schiffsgeschützen an den Kämpfen teitge- nommen haben soll. Trotzdem wurde der zurürkweicheilde Feind bis südlich Nieuport getrieben, >v>o jetzt nach der obigen amtlichen Meldung entscheidende Gefechte im Gange sind. Die Absicht der Feinde, eine Bereinigung ihrer Truppen in Flandern und westlich von Lille zu erreichen, wird sicherlich zu schänden tverdcn. Deutsche Hartnäckigkeit und Widerstandsfähigkeit tverden über den so oft gelobten „Clan" der Franzosen, die den Rächt eil einer zu bunt gewürfelten Waffenbrüderschaft für sich haben, am Ende den Sieg davontrage«! Regengüsse in Nordsrankrcich. Kristiania, 20. Okt. Der Kriegskorrespondent des „Dailh Chronicle" berichtet über die Kämpfe in Nordfrank- reich: Die Operattonen an der Nordfrvnt würden durch die anhaltenden Regengüsse der letzten Tage sehr beeinträchtigt. An einzelnen Stellen glichen die Landstraßen zwischen den kämpsendcn Arineen wüsten Moraststrecken. in Mannschaften und Pferde stecken blieben. Die englischen Verluste. Berlin, 20. Okt. (Ctr. Bln.) Der Mailänder „Cor- riere della Sera" meldet aus London: Nach dem Bericht des Generals French an den Kriegsminister betragen die Verluste des englischen Heeres tvährend der Kämpfe an der Aisne vom 12. September bis 8. Oktober an Toten, Verwundeten und Vermißten 561 Offiziere und 12980 Soldaten. Der Anteil der Bayern an den Kämpfen. (WTB.) B e r l i n, 20. Okt. lMchtamtlich.) Bei dem Angriff ans die Fortslinie Toni—Verdun, bei dem die Einnahme des starken Sperrforts Camp des Romains besonders eine glänzende Ruhmestat war, haben außer dem ersten und zweiten Bataillon des Bayerischen 11. Infanterie- Regiments noch das dritte Bataillon des 6. Infanterie-Regiments und das 2. Pionier-Bataillon Nr. 16 teilgenommen. Eine deutsche Denkschrift über franzästsche Rohheiten. Der „Reichsanzeiger" schreibt in seinem amllichen Deik: Die Kaiserliche Regierung hat nachsteehnde Denkschrift über die Verletzung der Genfer Konvention vom 6. Füll 1906 durch die französischen Truppen und Freischärler, in der gegen deren völkerrechtswidriges Verhallen scharfer Protest erheben wird, der sranzöfischen Regierung, sowie den Regierungen der neutralen Mächte zugehen lassen: „3« dem gegenwärtigen Kriege haben rranzösische Truppen und Freischärler die zur Verbesserung des Loses der Verwundeten und Kranken bei im Felde stehenden Heeren getroffenen Bestimmungen der Genfer Konvention vom 6. Juli 1906, die von Deutschland und Frankreich notifiziert worden sind, in flagranter Weise verletzt. Aus der großen Zahl der bekamU gewordenen Fälle werden in Anlagen diejenigen aufgeführt, die bereite durch gerichtliche Vernehmungen oder dienstlicl-e Meldungen ernwand- srei sestgestelll wurden. An der Spitze der Genier Konvention steht einer der ersten Grundsätze des Kriegsrechts: daß nämlich ine Verwundeten und Kranken des feindlichen Heeres ebenso wie che Verwundeten und Kranken des eigenen Heevte geachtet und versorgt werden sollen (Art. 11, Abt. l). 'Diesem Grundsatz haben französische Truppen und Freischärler ins Gesicht geschlagen, indem sie deutsche Verwundete, che in ihre Hände gefallen waren, nicht nur roh behandelt, sondern auch beraubt, ja sogar teilweise m bestialisckwr Weise verstümmelt und ermordet lmbcn. Für di« beweglichen Sanitätsiormationen sehen Artikel 6 und 14 der Genfer Konvention besonderen Schutz vor. Tiefen Bestimmungen zuwider haben französische Truppen deutsche Automobile nrü Verwundeten angegriffen und Sanitätswagen beschossen, obwohl das Rote Kreuz deullich erkennbar war: mich wurden deutsche Lazarette überfallen, ihres Persoirals und ihrer Ausrüstung beraubt. In völkerrechtswidriger Weise haben sich ferner französische Truppen gegen den Artikel 9 der Genfer Konvention vergangen, der das 'Sanüätepersonal der kriegführenden Heere schützen, ja sogar sie neutral behrnoelt wissen will. Wie sich aus den Anlagen ergibt, wurde der Führer einer Sonüätswlonne von einem ffanzöiischen Trupveniiibcer verhaitet und woggeschler>p:, und ein Arzt, der einem Verwundeten Hellen wollte, von französischen Truppen erschossen; auch wurden die LIerzte und Beglcümann- scharten emes Sanitätewagens unter Feuer genommen, sowie Krankenträger bei der Bergung der Verwundeten durch französische Truppen und Freischärler angegriffen, verwundet und getötet oder zu Kriegsgefangenen gemacht. Ebenso wurde ein deutscher Feldgeistlicher von den französischen Truppen gefangen und wie ein gemeiner sVerbrccher behandelt. Tie .Kaiserliche Reaierimg bringt mit Entrüstung diese dem Bölkerreckit und der Acenschtichkeit hohwvreckcnde Behandlung deutscher Vernmndeten, deutscher Sanitätchormotionen und deutschen -Sanitälsverionats zur onenlllchen K.'mmnl und legi iss er- mit feierlich Verwahrung ein gegen die unerhörten Verletzungen eines von allen .Kulturstaaten geschlossenen Weltvcrtraaes. Berlin, 10. Oktober 1914." Geht Chnrchill? Wien, 20. Okt. Rach einer Meldung der Wiener „Zeit" aus London hat Winsron Churchill nach einer sttirmischeu Ministersitzung seine Entlassung gegeberr. (Diese Nachricht ist bisher von keiner andern Seite bestättgtO Keine deutschen Verluste beim Untergang des englische» Unterseebootes „Kl 3". Berlin, 20. Okt. (WTB. Nichtamtlich^ Wie nnr der- nehmen, sind bei dem Untergang des englischen Unterseebootes auf deutscher Seite keine Berlnste zu beklagen. „E 3" gehörte zu den neuesten Unterseebooten ES ist 1912 vom Stapel gelaufen mit etwa 800 Tomicn Wassenierdrängung. 16 Knoleit Geschwindigkeit über, 10 Knoten unter Wasser und 27 Mann Besatzung. Das Unterseeboot war also eines der besten dei englischen Flotte. Die deutschen Orden des englischen Königs. Haag, 20. Okt. Wie der „Manchester Guardian" mil- teilt, .haben der König von England, der Prinz von Wales und LordRoberts ihre deutschenOr- den znrückgeschickt. Ter Reichskanzler über die ArbeitSloscn-Fürsorgc. Berlin, 20. Okt. (WTB Nickstanttlickf. Die „Nvrd- deutsckfe Allg. Ztg." schreibt: Ans die Eingabe des Vorsitzenden der Gesellschaft sür soziale Reform Staatsminister Dr. Berlepsch »nd Prof. Dr. Franckc, die sich mit der Frage der Arbeitslosensürßovgc besaht, ist folgende Antwort des Reichskanzlers ergangen: Euer Exzellenz geneigtes Schreiben vom 21. Septeniber, das Sie gemeinschaftlich mit Professor Franckc an mich gerichtet haben, ist in memc Hände gelangt. Ich bin ebenso wie Sic davon durchdrungen, daß alles geschehen muß, um diejenigen unserer Bolks- genosscii, die der Krieg erwerbslo-s gemacht hat, vor Rot zu schützen. In erster Linie werden, wie S« treffend hervorheben, dir Gemeinden dafür zu sorgen haben, daß die Unterstützung in aus- reichendein Maße unter Formen gewährt wird, die deU llmstanbe Rechnung tragen, daß es sich nicht um eine Armenimtefftützung in landläuffgem Sinne handelt. Daher rechne ich darauf, daß die Bundesstaaten bestrebt sein werden, den (Gemeinden, soweit die Geldbeschaffimg Schwierigkeiten inackit, mit ihrem Kredit beizuspringen. zumal sich meines Erachtens das Reich nach beendetem Krieg der Prüfung nicht toird entziehen können, inwieioeit cs sich seinerseits an der Unterstützung beittagsschwacher Gemeinden beteiligen muß. Euer Exzellenz ergebener Bethmann Hollweg. Die Italiener besetzen Balona? Rom, 20. Okt. (Ctr. Frkft.) Der „Meflaggero" gibt ein Exttablatt erus, wonach Bakona durch eine Matrosenkoiw- pagnie des Kreuzers „Agordat" und des Torpedobovtszersdö- rerS „Dardo" besetzt wurde. Das Jnfanterie-Rcgiment 47 aus Lecce sei gleichfalls dorthin unterwegs. Die Regierung gibt zwar ein Dementi aus, doch höre ich, so meldet ein Berichterstatter der „Franff. Ztg.", ans bester Quelle, daß das Dementt nur kurze Zeit aufrechterhalten toird, weil man bald vor einer vollendeten Tatsache stehen wird. Bedrückte Stimmung in Rußland. Wien, 19. Okt. Russische Blätter klagen über den auffallenden Mangel an Krie^beaeisteruug in allen Krei- sen der Gesellschaft. Der bekannte Publizist Peter S tr u we richtet an die Studenten die Mahnung, sich in diesem fiir Rußland schweren Augenblick sür die Berteidiming des Vaterlandes zu opfern. Ter Moskauer Professor Speranski verweist in einem Artikel darauf, daß die russischen Klöster, deren Reichtümer unschätzbar sind, nickst das geringste getan haben, um die Schrecknisse des Krieges zu mildern. Selbst der Sanitätsdienst verzeichnet keine Mitglieder der Nonnen- llöster. In Moskau ist die Spitalnot so groß, daß viele Krankenttansporte tagelang toarten müssen, bis sie Unterkunft finden. Die Notspitäler zeigen einen empfindlichen Mangel an Medikamenten. Die Stimmung in Moskau ist sehr gedrückt. Die Bewohner von Warschau ftuchtbereit. Krakau, 19. Okt. „Kurier Codzienny" meldet: Die städtischen und Staatsbeamten in Warschau haben den Befehl erhalten, in dem Falte, wenn die deutschen Truppen 30 Meilen vor der Stadt sirrd, Warschau zu verlassen und nach Petersburg zu flüchten. Die Beamten sind schon be- reft, jede Minute die Stadt zu verlassen. Die Bevölkerung Warschaus wurde aufgefordert, sich schleunigst schon jetzt aus der Stadt zu entfernen, weil die Festung, wie der Kommandant von Warschau durch Anschlag bekanntgibt, mit allen Mitteln und bis zum äußersten verteidigt werden solle. Am Sonnabend zeigten sich südlich von Czenstochau hinter Radom zwei Zeppeline, die von den Russen erfolglos beschossen wurden. Reue serbische Lügen. Wien 20 Oll. tWTB. Rickstamtlich) Amtlich wird verlautbatt: 19. Okwber. Die serbische Presse verbreitet in den letzten Taaen eine Reibe von sregesirachrrchten, die vielleicht im Bereiche ihrer Wünsckjc gelegen sind, die aber mü den tatiäckstichcn Bcrhälmiisen in völligem Widerspruch stehen und aus Nachstehendes reduziert tverden müssen: 1. Der angebliche Sieg bei Murjacica war durch das Hochwasser der Tttna bedingt, nicht aber durch den serbischen ’U». griff mä> bie erstoutnien« Wdrmnna te? flberfdjrjennnten Finnen SlrÄtaitopjiES, dem md zwar auch in die sonst nicht zur öffentlichen Besichtigung eingerich- tetcn, ungehinderten Einblick erhält. Eine große Holztafel verkündet, daß dies der „Bahnhof Deutsch-Mvntmsdy" sei Ein Stall» ist oer Wartesaal 1.—2. Klasse, ein Wageuschnp- pen soll» den Reisenden 3.-4. Klasse Unterkunft gewähren nnd an zwei ganz kleinen Oertllchkeiten stehen die nockischisn Inschriften „Für Herren", „Für Damen". Den gewaltigsten Eindruck von der Arbeit unserer Eisenbahner habe ich beim Sau eines Tunnels in Frankreich empfangen. Es handelte sich hier um einen Verkehrs technisch in Friedenszeiten, im Kriege aber auch strategisch ungemein wichtigen Punkt. Deshalb war hier die Zerstörung besons- ders gründlich vorgenommen worden. Air zwei Stellen war der Tunnel in der Mitte mit Hilfe von Minenkammern, welche schon bei seiner Erbauung vorgesehen worden waren,, von der Decke her gesprengt. Die Explosion hatte einen gewaltigen Schuttkegel» aus der Hohle des Berges heransgcris- sen, so daß die Verschüttung des Türrnels in der Tat so vollkommen wie nur möglich durchgeführt w»vrden war. Eine Räumung von den beiden Etirgängen aus war darum unmöglich, weil in den engen Tünnelhöhlcn immer nur ein kleiner Teil» Arbeiter beschäftigt werden kownte. Außerdem kam das zerborstene Gestein fortwährend nachgebrochen und gefährdete das Leben der Mederherstelller. Da entschloß nian sich kurzer Hand, eine Riesenarbeit zu unternehmen, welche auch in Friedenszeiten als ein Jngenieurwer? und eine Arbeitsgroßtat ersten Ranges gegolten hätte. Man deckte den ganzen Berg von oben her nach dem Einbruchstrichter zu aus. Der Anblick dieser Arbeitsstätte im Feindeslände war namentlich bei Nacht ganz gewaltig. 800 Manu, uämlich vier Eisenbahnkornpagnisn, arbeiteten beim Scheine einer von der Firma Siemens u. Halste eingerichteten elektrischen An- lage, deren Helligkeit an einzelnen Stellen noch durch Fackeln und Spiritusglühlichter verstärkt wurde, an den stufenförmigen Wänden eines fünfzig Meter im Durchmesser nies senden Trichters, Der Anblick erinnerte an ein großes Bergwerk mit Tagbau Wie ein Ameidenschwcrrm wimmelten die emsig hackenden, schanfeluden nnd karrenden Soldaten durcheinander, die in ununterbrochenen Tag- mrd Nachtschichten von je sechs Stunden den letzten Fniiken Kraft emfttzten, über den jeder verfügte. Handelte es sich doch hier um ein Werk, das für den Fortgang des Krieges nicht weniger entscheidend war, als der Ban von Schützengräben oder Fcckdbe festig uni- gcn, ja, das sogar ebenso Wertvolk sein konnte ccks eine rechte zeitig gewonnene Schlacht. Dementsprechend haben unsere Eisenbahner ihr Teil geleistet. Mancher, der mit Hüuen- krast seine Arbeit bewäüigte, ist abends im Quartier einfach erschöpft zusannnengeklappt. Aber sie haben diese Schvacht der Attbeit gewonnen, wie so mancher andere zuvor. In 23 Meter Diese stießen sie aus die gesprengten Tunuelwötz- bungen «ab tflat war tue Durchfahrt bald frei. Gleichzeitig hatte eine andere Abteilung di« im Anschluß an den Tunnel gesprengte Drücke wiederhergastelkt. Auf den festgesetzten Dag konnte die erste Lokonrottve durch den nunmehr mit entern, riesigen Oberlichtfenster beleuchteten Tunnel hindnrchfahveu 20000 Kubikmeter Eibe und Stein sind, ehe die Arbeit fertig war, von unseren Eisenbahner« Spaten für Spaten, von einer der stuft» zur ar worden. den Trichter umgebenden Erd- bis ans die Höhe dos Beägps befördert Wiederum eine ganz andere Turme l l o ced erh e r st ellung lag den Eisenbahnern in der Nähe einer 1870 ebenso wie 1914 hart nmkämpften Stadt ob. Erfinderisch wie die Franzosen in der Vertächtnng ihrer eigenen Sulturbauien sind, hatten sie hier den Tunnel durch ebenfalls vorher eingebaute Mtn eutzlsnnrern cm drei Stellen gesprengt, «nd zwar an beiden «ftnyämgen «nd in der Mckte Me Aufdeckung des Mittelem brnches erfolgt« wieder durch eine He rkules tot der Arbeit, nur daß sie hier beiwche ebenfo n nr ftng reich eS mutzten 18000 Kirbitznrter Erde beut werden —> ober noch viel schwieriger war, weil der lichtenweise mit Lage» von Steinblöcke» abwechselnde blaue Don der Formation des Berges keinen Halt in sich selbst hatte, sondern fortwährend «tnbrnch «nd twdjfanf. Hier sind mui, vielbeicht gam ersten Male feit dem Türken kr logen, wieder Bergle»t« als solche im Kriege »«> wendet wurde«. Während die Ausgrabung das Mtttektrich- ters durch unsere Soldaten »nd auch bauch angeworbene eingeborene Arb e i te r geleistet wurde, trieben Bergleute beiderseits mit ,Morpfändermdeit", Wie der beggtechuifche Ausdruck heißt, Meter vor Meter ihre Mollen in den vev- schütterten Dunuelfthacht. MamhnnA senkte sich die Mufft des Berges auf eine Stelle des Stoll»ens, so daß sich die aus dem rrächsten Walde geholten Halbmeter dicke« Achen und Buchenstämme, welche ihn stützten, wie dünne Haselperten bogen. Daun mußte scheuntgst durch Unterbau die Ern- brnchsgescchr abaewendet werden. 230 Knappen aus dem rheinischmtestfälisthen Kohlenrevier, die kriegsmäßig einquartiert und verpflegt worden sind, haben unter Leitung eines Berginspektors dieses eigenartige Stück mikllärflcher Arbeit im Feindesland« vollbracht. Einer von ihmen, der dabei verunglückt ist, ist mit soldatischen Ehren bestattet worden. Wie ich schon eingangs sagte, wird die gewaltige Drau°k setzung von Kraft und Mut. die zu diesen Arbeitet! gehört, nicht überall in der Heimat richtig eingesthätzt. Unsere Eisenbahner lassen sich von keiner anderen Truppe an soldatischer Dapftrtzeit übert ref ft » ; das haben fte oft genug zu beweisen Gelegenheit gehabt, z. B. bei Erkundungsstchrten auf Lokomotiven im Feindeslanlz so z. B. noch jetzt bei den letzten Mmpfen um und hinter Antwerpen, bei Arbeiten, welche sie unmittelbar im Anschluß cm die kütupftnden Fronten durchführen mutzten, und bei denen sft öfter so weit noch vorn kamen, daß sie ihr Werk infolge feindlicher Uebersüll« unterbrechen muhten. Aber auch solche technischen Arbeiten, wie die hier bei den Tunnclbauten geschilderten, sind ganz, abgesehen von der Möglichkeit, daß dabei verborgene Minen zur Entzündung kommen können, voller Gefahren. Hier ist die Eile alles, das Lebe« des Einzelnen wenig Me SuhernngK, maßregeln, mit denen wir im Frieden dos Leben nn- serer Arbeiter schützen, sind ftll'stoerständlich im Zeldo großenteils nicht durckHuführen. Bei einem der oon mir besichtigte» Tunnclbautcn ließ es sich nicht verhindern, daß von Zcft zu Zeit Lawinen von inetcrgroßcn Steiublöcke«! in die Tiese rollten. Eine Woche war ausgestclll, dir solche Lawinen den unten Arbeitenden rechtzeitig durch Signaft meldete, außerdem waren aus Faschinen Schutzpacknngcn a» den gefährdeten Stellen eingerichtet, um die Wucht der niederschmetternden Blöcke zu mildern. Auch hier gilt das Wortz Der Krieg ist der Krieg! War bei solchen für das vauhs Vorwärtsdrängen unserer Soldaten, für ihre Vervfleguug, für die Munilionsbcschafsung, kurz für die Erhaltung deq rückwärtigen Verbindungen nöti»gen Arbeiten durch den tückischen Steinblock zerschmettert ward, der hat nickü weniger den Heldentod aus dem Feldv der Ehre erworben als der, den int Schützengraben die feindliche Kugel trifft. 50000 Mann Eisenbahner stehen im Feindestende. Sie gliedern sich in Bau- und Bctricbsgrnppen, unterstehen dem Ehcs des Feldeiscnbahnwescns im Großen Hauptquartier und sind mit allem ausgerüstet, >vas sie in Stand setzt, die Eisens bahnen des Feindes so rasch wie möglich zu Htlssmitteln unserer Kriegsführung zu machen, llnd das leisten sie, >oeil sie den Heldcngeift der deutschen Arbeit im Herzen tragen, >vefl sie mit dem äußersten Funken der Kraft jedes Einzelnen ihre große hingebungsvolle Aufgabe tun für Kaiser und Reich! W. S ch e u e r m a n n , Kriegsberichterstatter. An» Stadt nnd LauS- Gießen, 21. Oktober 1914. ** D i e Hilfstätigkeit der Landesversicherungsanstalt. Der Ausschuß der Landesvcrsiche» r u n g s a n st a l t des Großhcrzogtums Hessen bewilligte in seiner heutigen Sitzung gemäß dem Antrag des Vorstandes für Zwecke der K r i e g s s ü r s o r g e für 1914 150 000 Mark, für 1915 500000 Mark mit der Maßgabe, daß diese Mittel nötigenfalls auf den Gesamtbetrag von 1500000 Mark erhöht werden können. Für Ausrüstung der hessischen Division mit warmem Unterzeug wurden bereits 15 000 Mark verausgabt. Um die Krcisverwaltungen und Gemeinden durch Darlehn zu unterstützen, wurden vorerst 3 000000 Mark be- reitgcstellt zum Zinsfüße von 5 Prozent, über 2 200 000 Mk. wurden bisher schon in Anspruch genommen, so daß der Betrag wohl weiter erhöht werden muß. Da die Landesversiche- rungsanstalt diese Darlchnsmittel sich selbst erst durch Lombard bei der Darlehnskasse beschaffen und dieser zurzeit 67 f % Zinsen zahlen muß, legt sic bei diesem Darlehn V/ t *h jährlich zu, um es zu ermöglichen, daß die Kvmmunalverwal- tungen bei Auszahlung der Unterstützungen der Angehörigen unseres Heeres nicht durch Mangel an Barmitteln gehindert sind, und um ihnen die Fortführung kommunaler Arbeiten zu ermöglichen. — An der Kriegsanleihe beteiligte sich die Landesversicherungsanstalt mit 1500000 Mark und überwies dem hessischen Landesverein des roten Kreuzes bein« Kriegsausbruch sofort 10000 Mark. ** Ein hessischer Prinz verwundet. Der bet dem Ma-wner-Regiment Nr. 24 in Dcrrmsdadt bienende zweite So hn des Prinzen und der Priwessin FriedrichKarlvonHesse« ist nun mich durch einen Schuß in den Oberschenkel verwundet worden. ** Ordensverleihung. Der Großherzig hat dem Bürgermeister, OrtsgerichtsVorsteher und Standesbeamten Ludwig Volk XIII. zu Alle «darf a .d Lahn das Silberne Kreuz des Verdienstordens Phikipps des Großmütigen verliehen. — Ritter des Eisernen Kreuzes. M. Sieg- mnnd Heichelheim, Stabs- u. Regimentsarzt, Jnß- M. 81. Kanonier Karl Stenner im Brandend. Feld-Art.- Rvgt. aus Kirrhtzäin. Lt. d. Res. Gerichtsasf. Johlen^ Jnf.-Megt. 116 ans Wcilburg. Feldw Kcrrl S t e i n b e ck an? Wetzlar, Znf.-Äftgt. 87. Res. Th. Pf aff ans Herborn, Res.-Inf.-Regt. 81. Karl Schönborn ans Sinn, Räd- fahrer im Ins.-Regt. 116. Gerichtsäktnar Fritz Becker. Ufsß. d. Res. beim Inf.-Regt. 87. Dr. Schraub, Oberlehrer am Seminar zu Alzey. Assistenzarzt M. Siegler, früher in Worms, im 2. Piomerbatcrillon 12. Wehrm. La mMer aus Worms, Inf.-Regt. 118. Feldw. -Lt. Scheinitz, 2. Bat. Larcheo -Inf.-Megt. 53, früher Komp Feldwebel 5. 118 in Worms. Major n, Führer d. Res.-Jnf-Mogts 88 Kühl. Vizefeldw d. Res. n. Orsizierstelkvertc. im Res -Inf Regt. 88 Hcrns Rodde, Hanau. Vizeftldw. d. Res. im Landw.-Fnf- Regt. 118 I. S ch r ü ck aus Bernsheim Jean Friedrich ans Nierstein, llfft. i. Res.-Na»»herm. Oberlt. und Komm, der schweren Proviant- Kolon« 4 d«S 18. Armee-Korps Müller ans Rad-Nauheim. Res. Ernst Dhielmann aus Herborn. Lt. und clvmvagnieführer Ott» Herbst, Inf.-Regt. 88, Mainz (tfl iisqoiskhen gefallen). Dolmetscher beim Stab der 41. Brig. llftz Arthur Krebs an« Marburg. .Kckk. Assistenzarzt Heinrich Braun (1. 9l.) ans Marburg. Bizewvchtmeister Alb. Schleppt ans DOrmstadt. Lt. d. Res. Paul Stimme! ans Darmstadt, früher Regierungßassesior beim .Kreisamt Osftnbach, Landw.-Jnf.-Regt. 1l6. Hauptm. d. L. u. 'flott * Chef im Fnß-Art-Regt 3 Hofmanu, Regiernngsvat u. Mitglied der Reichs kommtssion Hermann R ü s ch e r, Mom- bach^ zurzeit Dizeftldt». im KriegSftldlaz-arett in Sedan. ResIOfsz. Rndofl Bamberger aus Ddrrnz, Feld-Art.- Regt. 27. Reaierungsrat A. H o f m a n n aus Mainz, Haupft timra d Re>. u. Batterieführer. "WohltätigkeitskonzertaufderLiebigs- höhe. Das «nn vergangene» Sonntag auf der Liebigshohe oevanstoltet« zweite Wohltätigkeitskonzerr hatte sich eines überaus zahlreichen Besmlus zu erfreuen, so daß ein noch l»ö herer Reinerttag als der des ersten Konzerte» (160 Mk.) an den Oberbürgermeister abgegeben loerden kann. Die beiden großen Säle der Liebigshohe waren überfüllt. Die musikalischen Leistungen waren ausgezeichnet nnd demnach auch von regem Beifall begleitet : sie mußten teilweise wiederholt werden. Es würde zu weit gehen, wenn man jedes einzeln« Musikstück des reichen Programms anfiihren wollte, doch seien das Klart netten svko des Herrn Leib und das Mendelssohnsche Streichquartett „Des Deutschen Kriegers Traum vor der Schlacht" besonders lobend erwähnt. Den Schluß bildete die Nattonalhymue, die von der Menge der Zuhörer mit Begeisterung stehend gesungen nmrde. Wie wir hören, soll in 14 Tagen ein weiteres Konzert stattsinden, von dessen Rernerttag Liebesgaben fitr die im Feldheere und der MOrine dienenden G-ießener angeschafft werden sollen. ** Einqnartierungsgeld. Das Eiuquarlie- rungsgeld für die L a n d st u r m l e u te vom Monat September kann bei der Stadtkassc vou 8bis12lthr voc»ib- tags in Empfang genommen werden. Im Interesse der Emp- länger sowohl, d$ auch der in Betracht kommenden Behörden ist cs wünschenswert, wenn die Abholung des Geldes alsbald erfolgte. ** Gin Wort an d i e Wirtshaus st ratcgen. Die Zahl derer, denen es in Frankreich und Rußland nicht schnell genug vorwärts geht, und denen ein Tag verloren scheint, an dem nicht ein neuer Erfolg bekannt gegeben werden kann, ist nicht so klein, als daß man ihnen nicht» einmal gelegentlich Vorhalten könnte, wie die Soldaten im Felde über solche Kleinmütigen und Alleswisser denken. Man stellt uns folgenden F e l d p o st b r i e s zur Verfügung, der uns gerade in der gegenwärtigen Zeit der spannenden Erwartung der Verössentlichtmg wert erscheint: &., 9. 10. 14. Lehr geehrter Herr S.! Gestern hörte ich von aus der Heimat gekommenen Ersatz- mannichafren für unsere Kvloirne diese Leute waren am 23. 9. d. I. emgezogen worden! auf Befragen, daß in verschiedenen Kreisen unserer Heimatbevölkerung eine gewisse Mißstimmung Platz qegrisien habe über die weniger rasche Aufeinanderfolge von Siegesnachrichten aus Frankreich. Meine Zuschrift an Sic verfolgt den Zweck, Sie zu bitten, einer solch kleingläubigen, beinabe irivolen Auffassung energisch entgegen;u- trctcn Wer wie wir Gelegenheit hatte und »och hat, aus eigener Anschauung den Heldenmut unserer Soldaten kennen zu lernen, ist empört darüber, daß Bierbankphllojophen mehr von unseren braven Truppen verlangen wollen als die eigenen Führer, um die uns die ganze Welt beneidet Glauben diese Leute denn wirklich der Franzose sei wcgzublasen wie eine Feder? Bei strömendem Regen, durchnäßt bis auf die Haut, rückten unsere Scharen den orückweichcnden Feinden nach Feder Flnßübergang mußte vorher erkimvtt ivrrden, mitten im feindlichen Arlillerieseuer schlugen unsere braven Pioniere die Brücken — seelenruhig wie im Manöver. Tie Tage von 'Anfang Seprember bis jetzt bedeuten einen einzigen fortgesetzten Kampf, der auch jetzt noch nicht »u Ende ist und sein kann. Gewiß wurde unser 18. Korps bei B. zurückgenommen, freilief) waren unsere Soldaten unwillig darüber, niä't weiter vorwärts stürmen zu können, aber die Manneszucht und da» Vertrauen auf die Führer vom jüngsten Leutnant angcimigeu gestalteten den Rückzug zu einem musterhaften. Gerade darin liegt das Geheimnis unserer Erfolge. Heute, wo ich dies schreibe, ist unser Korps voll der ihm gestellten Ausgabe — in diesen schlichten Worten wurde uns dies beim Appell verkündet — gerecht geworden. Wenn jedoch, wie eingangs erwähnt, solche KleinmiitSäußernngen aus der Heimat bei unseren Truppen laut werden, dürste manchen Mann der Unmut überkommen. Ich bin überzeugt, bis diese Zeilen an Sie gelangen, stehen die Zeitungen in der Heimat voll von überwältigenden Siegesnachrichten, die die Vollendung eines bedeutenden Abichniltes dieses Feldzuges verstellen: die Kampsessreudigkeii und Ausdauer unterer Truoven hat dann wreder ein glänzendes Zeugnis auch den Besserwissern gelicsert. Bor einigen Tagen fuhr unser geliebter Kaiser im Auto zur Front. Hunden Franzosen würden ihr Leben für nichts geachtet haben, hätten sie'» qelvußt und das scinige bedrohen, wenn nicht vernichten können. Aber unser Kaiser kennt keine Furcht, — und Demgegenüber der Kleinmut in manctien Kreisen der Heimat. Wir Lollarcr hier in der Kolonne befinden uns recht wohl, hoffen dasselbe auch von Ihnen und Ihrer w. Familie. Es grüßt Sic in aller Rainen Ihr R. E. ** Der Zahlungsverkehr mit England. Auf Grund des tz t der Verordnung des BundesratS, betr. Zah- lungsverbot gegen Enqlant», vom 30. September 1914 werden laut Beiaiinlinachung des Reichskanzlers Zahlungen, die zum Erlaiigen, Erhalten oder Verlängern des Patent-, 'Mutter- oder Warcnzeichenschupes erosrderlich sind, bis auf iveitereS zugelassen. ** P ostnachricht. Das Umrechn ungsvcr- h ü l l n i s für Postanweisungen nach Dänemark, Norwegen und Schweden ist aus 100 Kronen — 117 Mark neu festgesetzt worden. ** Abgabe von Pferden durch die Landwirt- schaitskammcr Darm st ad t. Ans dem Train-Ersatz-Devvt in Tarmstadl werden nächsten Freitag (23. d. M.), vormittag« 1 10II hr etwa 40 Stück nicht mehr brauchbare Militärpfcrde, darunter auch etwa 15—20 trächtige Stuten, gegen Barzahlung versteigert werden. An der Versteigerung können sich nur Landwirte beteiligen, die die Vervilichtnng eingehen, üast sie die ersteigerten Pserdc bis zu Ende des Krieges in ihrem Betriebe be- ballcn und verwenden wollen. Ein Weitervcrkaut ist also für die Kriegszeit ausgcichlosscn. Eine besondere Benachrichtigung der Landwirte, welche Pferde bei der Landivirtschasts-Kaiiimer bestellt haben, sinder nicht mehr statt. ** Ter „Land-Kalender iüi das Großherzog« Inm Hessen", Ausgabe 1915, ist soeben im Großhcrzoglichen Staatsverlag zu Tarmstadt erschienen und durch die in allen Städten und Genieinden des Großberzogtums befindlichen Verkaufsstellen zuin bisherigen Preise von 25 Psg. zu beziehen. Dieser „Land-Kalender" ist einer der ältesten, ivenn nicht überlmupt der älteste aller in Deutschland erscheinenden Kalender, denn er steht jetzt im 205. Jahrgang. Außer dem amtlichen Kalendarium für 1915 und dem amtlichen Verzeichnis aller im Jahre 1915 statt- iindenden Messe» und Märkte, bringt der „Land-Kalender" jetzt zum entenmale einen weiteren amtlichen Teil: „Das Großherzog- tum Hessen". ES ist dicS sozusagen ein kleines Hot- und Staats- standbuch für jedermann, enthaltend eine Beschreibung und die ivsch- ligsten Angaben über das Land, seine Vecsassung, seine Wappen, daß Großberzoglicbe Haus, die Landesverwaltung — insbesondere die Landstände, die Landes- und die Lekilbchörden Außerdem iindn ivir in dieser Kalender-Ausgabe noch zablrciche auoere nützliche Mitteilungen, Ratschläge und Tabellen, sowie cistllassige Criginal- aussätze unter ballenden und belehrenden Jnbalts, darunter an erster Stelle eine fesselnd geschriebene und vorzüg'ich illustrierte Schilderung der Geschichte und Entwickelung der alten Freien Reichsstadt Friedberg. Landkrris Sirirt O Saasen, 20. Oft. Den Ehren»- inrs Vaterland starben auf Frankreichs Erbe drei brave Söhne ni,lerer Gemeinde, Welii- niaiin Karl Wagner, Wehrmaim Heinrich Bach und Reservist Max Müller. Kreis Schotten 8. Laubach, 20. Okt. Von der liiestgen S a m m e I st e l l e für Liebesgaben, die OberamlSrichter Zi m »r e r m a » n übernommen hat. ging gestern die dritte Sendung an die Zentrale nach Darmstadt ab. Iin ganzen sind bis setzt qesvendel worden; 12 750 Zigarren, 1000 Ziaarillos, 4000 Zigaretten, grobe Menge» Tabak, Ebokolade, Tee, Kaffee, Zucker. 20 Würste, 6 Speckseiten, Rauchfleisch, Sei'«, Brielvapier, Stearinkerzen. 4 elektrisch« Talchcn- lamven, t> Svnzierstöcke, 300 Paar Strümpi«, 82 Paar Pulswärmer. 15 Paar Handschuhe, 14 Obrcnschützer, I Paar Kniewärmer, 3 Leibbinden, 9 Lunaenschntzer. 33 Hemden, 7 »nlerboien. 47 Paar Fuß- laoven, I Halstuch, 27 Taschentücher, 12 Handtücher, 0 Westen. 0 Unterjacken. Die Öeniden und aestrlckten Keaenstände wurde» in de» in, Amtsgericht Donnerstags „nd SonMaaS abaebaltciie» 'Arbeitsstunden anqelertigt. Tie Spender des Tabaks, die ans een Päckchen die Name» vermerkt hatten, haben bereits Gräne von den dankbare» Empiängern im Felde erhalten. An Geldlpenden >ür die im Felde stehenden Krieger wurden 6663,35 Mark gesammelt, darunter 428 Mk. monallich iviederkehrend. Hessen-Nassau. h Fra n kfurt a. M„ 20. Okt. Dse Stadtverordnetenversammlung beschloß heutr einstimmig, den städtischen Zuschuß zu den im Reichsgesetz bestimmten Kricgsuntrr- stützungssätzcn mit Wirkung vom l. Rov. ab für die Frauen der Kriegsteilnehmer von 50 Prozent aut 100 Prozent und für jedes Kind von 50 Prozent aus 7 5 Prozent zu erhöhen Die Frnmlientürsorqe der Kvieqssürivrge soll ersucht ivcrden, auch ihrerseits die bisher gezahlten Zuschläge beizubehaltcn. Der Min- destnuterstüpunqsfatz beträgt nirnurtiiri-. nunmehr iür rinc Frau 24 Mk., für eine Frau mit einem Kind 34,50 Mk, eine Frau mit zivei Kindern 45 Mk., mit drei Kindern 55,50 Mk, mit vier Kindern 64 Mk., mit fünf Kindern 76,50 Mk. — Zur Deckung dieser Mchrmisgaben bewilligten die Stadtverordneten einen Kredit von vorläufig drei Millionen Mack d. Battenberg, 20. Okt. Die Sammlung iür die Rot- lcidenben in Ostoreußen betrug 037,50 Mark. Bereits irüher sind in unserem Städtchen 1500 Mark tär das Rote Kreuz eingeqangen. ? Crumbach, 20. Oft Jnlolge der Zusammenlegung der Feldmark verschwindet mit der nächsten Holziällnnq der letzte Rest der .Langhecke'. Der abgetriebene Wald wird ln ülcker- land umaewandelt; er hat vorzüglichen Boden. b Bad H o in b u r g v. d. ö., 20. Oft Für die notleideiideii Elsaß-Lothringer bewilltgle die Stadtverordn eie n- s t h u n g heute 1000 Mk. Jnlolge der Einreihung der Stadt von der Sero i skla s se 0. in di« Klaffe 8. erhöhte man den Wohnungsgeld,uschnß sür Schulleiter von 700 anl 800 Mk., den Iür Lehrer von 600 an! 83 > und den für Lehrerinnen von 400 an! 480 'Mark, doch verzichteten die Lehrer in diesem Halbjahre z» Gunsten der Kriegssnrsorge aus die Zulage. Für die Legung von BaS- und Wafferleituiiarii nach der vom Batcrländischeu Frauen, verem am Balinhoi eingerichleieu KriegeriHrsorgestation stellte die Berlammlung 2400 Alk. bereit. Einstimmig bewilligte man sodan» 24 350 Alk. zur Auslührung von NolstaildSarbeiten zur Linderung der durch den Krieg geschaffenen wirtschastlichen Notlage und weitere 4000 Mk. iür Liebesgabe» an Krieger. Die bcivilligte Summe soll der Zentrale zngelührt werden. Für die 'Auirechlerhallung der Ordnung in der Stadt an Stelle der einberuseneii Schutzleute tritt die tu Bildung begriffene Bürger- weh r in Tätigkeit. Die Fällung der mittleren Banmreihe in der Kurvarkallee, die seit langem die Geniüler erhitzte, wurde endlich mit 14 gegen 14 Stimmen beschlossen. Ter Stadtverordnetcu» vorsteber gab den Ausschlag. — Stadtrat Baehl, der wegen seiner england- »nd iranzosensreundlichcn Gesinnung die Stadl verlassen mußte, hat sein Amt nnniiiehr niedergelegl. Eine Ersatzwahl stndct demnächst statt. sM Bad Homburg v. d. Höhe, 20. Oft. Während ihres letzten Ausenthaltes in Homburg besuchte die Kaiserin auch die verwundeten Krieger im hiesigen Krankenhause. Dabei unterhielt sic sich mit einem Soldaten, der ihr erzählte, daß er aus Braun- schweiA sei und dort Familie besitze. Die Kaiserin antwortete ihm daraut: „Ich sahre morgen nach Braunschweig, wenn Sie mir einen Brief an Ihre Familie mitgcben wollen, will ich ihn gern z u st e l l c n." Der wackere Krieger hat diese seltene Art der Brics- belörderung gern benutzt Welteraiisüchten in Hessen am Donnerstag, den 22 Oft. Oll: Fortdauer der bestehenden Witterung: Trüb und regnerisch, Temperatur wenig geändert, wechselnde Winde. Letzte Nachrichten. Heftige Kämpfe am Asertälc. 2900 englische Gefangene. (WTB. Großes Hanptguartier, 21. Skt. vorm. (Amtlich.) Am P'serttlle stehen unsere Truppen noch im heftigen Kampfe. Der Feind unterstützt seine Artillerie vom Meere nordwestlich Nieupor: aus. Ein englisches Torpedoboot wurde dabei oon unserer Artillerie kampfnnfähig gemacht. Die Kämpfe westlich Lille dauern an. Unsere Truppen gehen auch hier zur Sffensioe über und warfen den Feind an mehreren Stelle» zurück. ES wurden etwa 2000 Engländer zu Gefangenen gemacht und mehrere Maschinengewehre erbeutet. Auf dm östlichen Kriegsschauplatz ist keine Entscheidung gefallen. Die Kämpfe bei Apern. (WTB.) Berlin, 21. Oft Nichtamtlich. Holländer, weiche gestern im Automobil aus der Nähe von H p c r n gekommen sind, haben, wie verschiedenen Blättern «ns Rotterdam mitgeteilt wird, berichtet, daß eine heftig« Schlacht dort ini (\Vmqc fei. Alle verfügbaren deutschen Streitkräfte seien zum Schlachtfeld beordert worden. Ja Gent sollen massenhaft Verwundete emgetroften fern. Die Unsicherheit Englands (WTB.) L o n d o n, 20. Olt. (Nichtamtlich.) Dir „Mor- :iing-Post" schreibt zu der Botschaft Churchills cm di« Rotzal-Navel-Divtsion: Wir wünschen Churchill besonders klar zu machen, daß diese harte Lektion ihn lehren sollte, daß er kein Napoleon, sondern ein Minister der Krone ist, der keine Zeit hat, Armeen zu organisieren oder sic ins Feld zu führen Tie Nation würde weitaus mehr Vertrauen in die Leitung der Geschälte haben, wenn ein Seemann oder ein wirklicher Fachmann im Seekriege an die Spitze der Admiralität gestellt würbe. Wir glauben, daß. wenn dies nickst geschieht, das Empfinden der Unsicherheit in der Nation mit dem Fortschreiten des Krieges eher wachsen als abnehme« wird, da sie vielleicht besser als die Regierung einsieht, daß dieser Krieg eine Lebensfrage ist. wobci ein Mißerfolg die absolute Vernichtung bedeutet Wie unsere Torpedoboote untergingen. London, 20. Okt. (WTB. Nichtamtluch. Der Kreuzer „Undaunted" nnd die vier Zerstörer, die am 18. -Oktober iw Harwich ankamen, berichteten über den Kampf in der Nordsee: Wir verließen Harwich am ®edoangrisfe geschnitzt wurde, richtete da» Feuer gegen zwei seindlichc Boote, während die britischen Zerstörer die zwei anderen beschäftigten. Die deutschen Torpedolwote sanken nachernnnder, bis zuletzt tapfer kämpfend. Das (tzesecht dauerte anderthalb Stunden. — Wie der „Rotterdamsche Courant" meldet, behauptet Her Kapitän des norwegischen Schiffes „Drottnietz Sophia", deutlich gesellen zu haben, daß auch ein engkie scher Zerstörer durch einen Torpedo getroffen: wurde, und daß eine Dampfwolke aus dem Innern aus stieg, woraus der Kapitän aus eine Kefselcxplosion schließen will. Der Streit um die Ber««kn»rtunst für Antwerprn. (WTB.) Berlin, 21. Oll .9Hrt)tQmtIifb.) Um Churchill ;n verteidigen, der wegen des Falls von Anlwervi'n scharf an-- gegrisien worden war, wird in den englischen Blättern gesagt: Es sei van englischer Seide mil Frankreich ein Uebrreinkvmmen getrossen gctvesen, um cnne Trupvenniacht von 50 000 Mann über Gem zu schicken, die Dcutsckicn vor Anstverpen abzulenken, die Festung zu entsetzen, gleichzeitig die deutsche Vertcidigunoslincc zu durchbrechen und, wenn möglich, dem deutsche» rcchlnr Flügel in den Rücken zu iallen. England bätie seimm Anteil an der Truppeninachl serlia gehabt, aber Frankreich hatte rin letzten Augenblick seine P sticht nicht erfüllt. Löschung der Leuchlfruer a« der schwedischcn Küste. (WTB.) Stockholm, 20. 0k>. (Nichtamtlich ) Es wird bekannt gegeben, daß die Leuchtfeuer, F r u c rs ch i f f und Leuchtbojen an der westlichen und südlrchen Küste Schwedens vorläung amszulöschen sind, ausgenommen die Lenchliener von Helsingborg und Malmö, die Leuchtbojen bei der Einiahrt nach Malmö, daS Trelleborger Feuerichrii und das LeuitKiencr und die Leuchtbojen bei der Einfahrt nach Trclleborg. Deutsche Alatznahmen tu Russisch Polen. (WTB.) Berlin, 21. Okt 'Nichtarntlich. Für Rus- sischätzolen ist ein Deutsche» Bergamt i» Svsiio- vrce errichtet worden. Es überninmit, ivie das „Berliner Tageblatt" meldet, die bisherige Warschauer Bergvenval- tung. Der österreichische Tagesbericht. (WTB.) Wien, 20. Okt. tNichtamtlich.) AnNlich wird verlautbart: 20. Oktober, mittags: Die Schlack! in Mrtleigali»«» namentlich nördlich des Strwiazflusses hat noch an HeitigkeS zugenommen. Unser Angriff gewinnt stetig Raum nach Osten. Um einzelne besonders ivichiige Höhen ivirv von (Kioen Seiten mit äuiictfter Heiligkeit gekänqch Me Versuche <i tL.i frühen Moigrnstunden der- 18 Oktob.r einen Aagris, aut oei-. Hasen von Aniivari »nd zecstönen aus nächster Nähr cinigc Magazine »nd beladenr Daggoirs durch EKschützfeuer. Der Stellvertreter des Ehess deS (tzeweralslribs von Höser, wrneralniaior. Vortrag in der neuen 'Aula der Nniverntät am Donnerstag, den 22. Oktober, abends ,v , Uhr. Prftfewnr I»r. Srhlnn: 7 ic Rrrctfitiflffit sltßkniibkr unjfrcn ^eintien. 3iim Besten von Hinterbliebenen im F-clde acsnllciier Gießrncr. Eintrittskarten — eine zu 30 Pia., zehn zu ^2,50 Mk. — und in den Buchliandluiiaen von FrceS, Tellerswea. Kock, TelterSwcg, Legier, Süd-2Inlage. Schneider. Neuen Baue, sowie Ernst Baiser, MäuSburg und abends on der Kaffe zu haben. >082411 LechtspieSHaus Hentp »nie» Programm! sensationeller Detektivschlager in 3 Akten 2) l'nterfceeboote der «chwed. tlnrlne 3) Die fnleche Amme, Burleske 4) Späte Sühne, Drama 5i Junsre Vögel, Naturbild 6) Bo Uno kommt spät nach Han« Posse u Die Erd-, Maurernrbeiten d Lieleriinaen. c d. 4'to, hm FimdaineniauShnbii.OüOebm Mauerwerk, für den aewälb- >«» Durchlaß auf Babnhoi Lannenanbach im Teilvunkl 61 ck dtz der Nenbausticckc Haiaer - Gusteriihcin lösten verdungen werden. Anne- bvldbrsic und Zcichn-inaen licacn au! dem Buieau der Eiienbabn - Bauabteilnni Lanaenanbachec Straße Nr.6 zur Einsicht ans. Erlterc können von dort. lolnnac der Vorrat reicht, aeuen oost- nnd beitest,zeldireie Einien- dnna non L00 Mk. in bar be zogen werden. Die Auge -nie werden nm.ö November IHI4 vornniiaao N Nbr aeöKnei. Zuichlnasirist 14 Tage. Doll- endnnasirltt 10 Wochen. Kgl.EiienbabwBauabteiluna Loaiacr.^ b»23id Kram fasrsei* Krantsfander W asclihiitten Floisphbfitten Janchofflsspr empriehlt billigst [,oi «7 Köferei Philipp Sommepkopn BleiclistraOe 10. (jn lktztkllml kommt Donnerstag, den 20. d. M.» nachmittags 3>lbr, ani deni Bureau ic Gelegenheit Selbttändiateit. ?f; le ite Berstetaeruitg kan i der Bnichlaa iowet erteilt weiden. Benchiianna des Stuweiens jcderzctt. Der Nachlabneiwatieri L. Altbon. 10717 M830D Sektion 4-le^.en HoancrsUn, flen 22 . i’.Hls. aherös? 1 Chi» wichttfle Ba- sprerhang Helel Saklti Der Borstaad. Schellfische üroftf ^innö 48 Ufp. ßdiiliflH „ 86 „ Twtfiiffic „ 20 „ Pßatzjkhlktt „ 04 „ L'kkil-Vnttkc,, 00 „ Kalbflsisch Liefalnslr. 71 teUph. Atz. ^Idvsß'^M'mSklirtvilS IN vei schiedenen Größen > I! 50, 25> ü. 5 Pi Gramm u. 3 tt. 5 Kllo-Packei-Bcrvacknna zu bistiacn Breiien. Wicderver- känier ei öalien Rabatt. 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Den Heldentod fürs Vaterland starben auf Frankreichs Erde unsere lieben Sangesbrüder Feidwebel-Leutnant Otto Müller im Alter von 27 Jahren Reservist Otto Müller im Alter von 24 Jahren Reservist Alfred Müller im Alter von 26 Jahren im Infanterie Regiment ,.Kaiser Wilhelm“ Nr. 116. Wir verlieren an ihnen drei treue Mitglieder, denen wir stets ein ehrendes Andenken bewahren werden. Gesangverein Frohsinn Lang-Göns. Den Heldentod fürs Vaterland starb am 7. Oktober unser treuer Mitarbeiter Herr Gustav Wilhelm Unteroffizier der Reserve im Inf.-Regt. ,.Kaiser Wilhelm“ Ritter des Eisernen Kreuzes. Er wurde als Zweiter aus unserer Mitte gerissen. Ehre seinem Andenken! W. & Gr. Scliuchard. Die Todesstunde schlug zu früh. Doch Gott der Herr bestimmte sie. Am 4. Oktober starb auf Frankreichs Erde den Heldentod fürs Vaterland mein innigstgeliebter Gatte, der treusorgende Vater seiner Kinder, unser lieber Sohn, Schwiegersohn, Bruder, Schwager und Onkel Karl Hossbach, Maurermeister Gefreiter der Landw. 12. Kompagnie l. Garde-Regts. zn Fuss im 37. Lebensjahre. Lützellinden, den 19. Oktober 1914. 07496 In tiefer Trauer: Luise Hossbach, geh. Schmidt und Kinder Familie Hossbach Familie Schmidt Familie Srhüfcr. Was wir bergen in den Särgen, ist der Erde sterblich Kleid, Was wir lieben, ist geblieben, bleibt in Ewigkeit. Den Heldentod fürs Vaterland starb am 27. September im Knegs-Lazarett zu Sedan infolge schwerer Verwundungen durch Granatfeuer unser liebes, treues Vereinsmitglied Schreinermstr. Ludwig Hofmann Unteroffizier der 6. Komp, im Res. Inf.-Regt. 116 im fast vollendeten 29. Lebensjahre. Als tüchtiger, allzeit freundlicher und hilfsbereiter Mann wird er in unserm Gedächtnis weiterleben. ( 108 , 2 Krieger- und Gesangverein zu Bersrod. Nachruf. Den Heldentod fürs Vaterland starb in Frankreich am 6. Oktober unser treues Mitglied Ferdinand Rau. Wir werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren. Turnverein Launsbach. Für die vielen Beweise herzlicher Teil- nähme an dem uns so schwer betroffenen Verluste sagen wir allen, insbesondere den Herren Beamten und llnterbeamten des Postamtes, unseren tiefgefühlten Dank. Die tieftrauernden Hinterbliebenen: Skimilh iReining onb «omilit. Gießen, den 20. Oktober 1914. »«'» Für die tanMen eignet sich besonders mein derselbe ist besonders nahr- bast, mit gutem Geschmack und nickt ftoviend. '/, Psd. 85 Psg. Reformhaus Krcuzplatz 5 . H0214 Für untere empje&ie besonders meine Landjäger a Stück 15 Psg. 10806 ferner Konserv. in Rlechdos. wie Ia. Ochsenkraststeisch, Gulasch, Cornedbees, vv. weiter empfehle von heute ab wieder Fleischsalat in bekannter Güte. Friedrich Schreiner Kgl. Hoflieferant. Bindfaden.Kordel und Packstricke Danksagung. Für die innige Anteilnahme bei dem Heldentode unseres treuen Sohnes sprechen wir unseren herzlichsten Dank aus. Familie Reuter. Lauterbach, den 19. Oktober 1914. Ia. erstklass Fabrikate, stttndig.Lager von ca. 3000 kg sortiert in den gangbarsten Nummern. Ludwig Lazarus Asterweg 53 Fernsprecher 505. [10399 imßeSpkise-uniiLsliit- l-rtchlNbSL^. Hantel Infolge der auf dem Felde der Ehre erhaltenen Verletzungen starb am 7. ds. Mts. den Heldentod in Feindesland Herr Gustav Wilhelm Reserve-Unteroffizier im Kaiser-Wilhelm-Regiment Nr. 116 Inhaber des Eisernen Kreuzes. Wir betrauern in dem Dahingeschiedenen einen treuen Kollegen und Mitarbeiter; sein Andenken werden wir stets in Ehren halten. Das Personal der Firma W. & G. Schuchard. Rheumatismus-Gicht-Ischias. Auf vielseitiges Verlangen will ich nun für obige Leiden Rat und Hilfe erteilen. Nach meinen 25jährig. Erfahrungen habe ich W7!B anerkanntermaßen genügende Kenntnisse hierfür gesammelt. V/anter ernte Erfolge. 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