Nr. 2*5 - ' Zweiter Blatt - - 164- Jahrgang Erscheint täglich m!I Ausnahme de? Sonntag?. Tic „Sikße»«r Zamiliendlätter" werden dem .Anzeiger^ viermal wöchentlich beigelegt, da? „Kreis&Iolt für den Kreis Kietzen" zweimal wöchcn.lich. Die „randwttffchsstlichen Zeitsregen" erscheinen monatlich zweimal. General-Anzeiger für Gberhessen VouLage \9. ©fto&er \9\H Rotationkdnick und Verlag der Drühl'schen UncversitätS - Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- straße 7. Expedition und Verlag: e-GK bl. Redaktionell 12. Tel.-Adr.:AnzeigerBießcn. Zapaur falsche Rechnung. Die Besetzung der chineftsch-meiitralen Shantnnsibahn hat ju einer „Spannung der diplomatischen Beziehungen zw-iscllcn Tokio und Peking" geführt. Die Japs mag das wenig berührt haben. Man keimt die nrilitäriscbe Ohnmacht Chinas und fürclxtet weder Drohungen noch Ultimatums ans Peking. Aber in Washington ist endlich Alarm geblasen worden, und das mutz in Tokio doch zu denken geben. Zwischen den Vereinigten Staaten und China bestehe, so wurde «rerBmirdigerweise aus russischer Quelle gemeldet, eine geheime Militär- und Flotten-Kortvention zur Mwehr japanischer Nebergriffe. Die Tatsache ist nicht bestätigt und sie wird vielleicht auch so schnell nicht bekannt gegeben werden Aber die Tatsache nruß bestehen, weil die politische Lage mit lßwiirgender Notwendigkeit dahirrgetrieben lwt. Bei der jiriegserklarnng Japans gegen Deutschland erklärte Amerika in Tokio Prikte ^Neutralität ,nit denr Hinweis, daß: es "Notiz genommen habe von dem Versprechen Japans, das eroberte deutsche Pachtgebiet mi China zuriickzugeben. Glaubten die klugen Amerikaner wirklich an das Versprechen Japans? Heute sicher nicht mehr. Marschall Jamagat«, in dessen Hand die Zügel der javanischen Negierung zurzeit liegen, ist ein ehrgeiziger Miütär, dem es nur nach kriegerischen Lorbeeren gelüstet. Gr besitzt nicht die politische Einsicht und Weitsicht, und er hat nicht verhindert, daß die geheimen Pläne Japans, nun endliri, die Vormacht Ostasiens zu iverden, ins Licht der Oeffentlichkeit gedrungen sind. Vor einiger Zeit ist in lJapau eine Gesellschaft ins Leben getreten, der sich hunderte von Politikern, Juristen und anderen führenden Persönlichkeiten Japans anschlossen unb die es zu ihrem Pro- «nmtnt gemacht haben, Japans Oberherrschaft iin Stillen Ozean dmabzusetzen. Sic nennt sich die Pacifische Gesellschaft (Taiheijokai) und ihr gehören bermerkenswerterioeise auch dir streitbaren Professoren an, die seinerzeit den Krieg gegen Rußland predigten Wir können mit einer Probe aus den neuen Aufrufen der Taiheijokai dienen: .Heute hängt das Schicksal einer Großmacht von dem Blühen »der dem Verfall ihrer Macht ans dem Stillen Ozean ab, und du Oberherrschaft aus dem Stillen Ozean innehaben bedeutet die Zügel der Weit ergreifen. Die sog. pazifische Frage umfaßt nutzt allein dir Herrschaft zur See und andere, die Seemacht betreffende Fragen, sondern auch alle Fragen, die die an den Stillen Ozean angrenzenden Länder angehen, nie auch die mit den erwächrlen Ländern ot Beziehung stehenden Fragen des Ver^hrs, des Handels, des EinwanderungsrechteD, der Rassenfragen, der Politik, de? internationalen Rechtes und der internationalen Verträge." Von derselben Persönlichkeit, hie uns dieses interessante Dokument zur BcrfuAnwg gesbclli hat, werben wir auch noch darauf hin. gewiesen, daß vor Ausbruch des Krieges Mit- gveder des lapanischen Abgeordnetenhauses und andere Interessenten eine Art Klub unter dem Namen „Daiheiso Mandat Danwvkai" oder „llnterhaltungeu über das paciftsche Problem" gegründet haben, der sich de? grö ß te n politischen Änflusses aus die Sti mn mngen der Vokksmaften erfreut trnd her zu dem Räuberpakt mit England «nd dem Krieg gegen Deutschland wesentlich beigetragen, wenn nicht den Ansschlag gegeben Ijat. Diese Belgge allein schon müßten genügen, um in Washirrgton Marm hervorzurusen. Die Vereinigten Staaten von Nordamerika haben sich durch die Besitzergrcifnng der Philippinen nach dein spanisch-amerikanischen Kriege rm äußersten Osten verwundbar gemacht. Die Wegnahme dieser Inseln durch das kändergierigr Japan gilt bei allen Kennern Er noch als eine Frage her Zeit. Und die japanischen Wicke richten sich ja schon längst begehrlich über den S-tilhen Cfyean hinüber nach Amerika Ob wissenschaftlich haltbar oder nicht, besteht seit Jahrzehnten in Java» die Theorie, daß die Japaner von den alten Mexi- lanern abstammen. Diese schöne Geschichte wird selbst von den Katheder» der Universität Tokio herunter gelehrt. Bei den letzten inexikanischen Wirren wurdeit die Japs nicht müde, den Mexikanern ihre ddeigung zu erweisen, als die Union mexikanisches Gebiet besetzte. Wird die Union ihre ausgedehnte Küste gegen Japan verteidigen köirnen, werrn es den Ränb«cn des Ostens gelingt, mit den Geldern ihres jetzigen Kriegs- »nd Beutezugs eine noch beträchtlichere Flotte zu bauen, als sie jetzt schon besitzen? In Washington hat man jetzt allen Grund, diesem furchtbar ernsten Problem sorgenvoll ins Gesicht zu blicken, um so sorgenvoller, als nach den neuesten Meldungen Erdrutsche im Panamakanal die Durchfahrt der anreri Ionischen Kriegsschiffe tviedcr in Frage stellen sollen. Entschließen sich aber die Vereinigten Staaten jetzt zu rasct,ein und energischem Handeln, so hat sich Japan, das mit sehr ungenügenden finanziellen Atitteln in den Krieg gezogen ist, verrechnet. Es handelt sich um eine Rassenpfticht Amerikas! Protest Ser Univ.-rsitaten. Unter dem Titel: „Die Univcrsüätcn des Deutschen Reiches an die Universitäten des Auslandes" erlassen die oeutsäzcn Hochschulen die nachstehende Verwahrung, die von sämtlichen deutschen Universitäten nMcrzeichnet ist. Der Feldzug systematischer Lüge und Verleumdung, der schon seit Jalzren gegen das deutsche Volk und das Deutsche Reich van ihren Gegnern geführt wurde, hat seil Ausbruch des Krieges alles übertroffcn, was man selbst der gewissenlosesten Presse zugetraul baden würde. So weit es sich dabei um Dinge handelt, die unserem Kaiser und seiner Regierung zur Last gelegt werden, ist die Abwehr Sache der berufenen Stellen. Sie ist erfolgt, gestutzt aus schlagende Beweise. Wer die Wahrheit kennen will, kann sie erfahren, und wir vertrauen, daß sie sich Bahn brechen ivird. Wenn wir aber mit ansehen sollen, daß dir neidische Bosheit unserer Feinde sich nicht schämt, unser Heer Und in ihm unser ganzes Volk barbarischer Grausamkeit und sinnloser Zerstörungswut zu beschuldigen, »nd daß sic dmnit auch im neutralen Aisland und dort, wo man uns sonst wohlgesinnt ist, einen gewissen Glauben zu finden scheint, so fühlen wir, denen die Pflege menschlicher Bildung in unserem Vaterland vorzugsweise anvertraut ist, uns verpstichtet, aus der Zurückhaltung, die uns Beruf und Stellung auferlegen, mit einer lauten Verwahrung hervvrzutreten. Darum wenden wir uns jetzt an die Körperschaften, mit denen wir uns bisher in gemeinsamer Arbeft für die höchsten Ideale der Menschheit verbunden lvußten, und mit denen wir auch in dieser Zeft, da Haß und Leidenschaft die Welt beherrschen und dir Geister verwirren, eines Sinnes zu bleiben hoffen im gleichen Dienste der Wahrheit, Wir wenden uns an sie im zuversichtlichen Vertrauen, daß unsere Stimme Gehör und der Ausdruck unserer ehrlichen Entrüstung Glauben ftndeu wird. Wir legen außerdem Berufung ein an die Wahrheitsliebe und Gerechtigkeit der viejeu Tausende in der ganzen West, die als gern gesehene Gäste in unseren Lehranstalten Teilhaber geworden sind an dem Erbe deutscher Kultur, und die dabei Gelegenheit hatten, das deutsche Volk in der Arbeit des Friedens zu sehen und keimen zu lernen, mit seinem Fleiß und seiner Rechttichkest, seinem Sinn für Ordmmg und Zucht, seiner tiefen Achtung vor aller geistigen Arbeft und seiner umigen Liebe zu Wissenschaft und Kunst. Euch Alle, die Ihr wißt, daß unser Heer kein Söldnerheer ist, daß es die ganze Nation ooni ersten bis zum letzten umfaßt, daß es von den besten Söhnen des Landes geführt wird, und daß auch zu dieser Stunde in seinen Reihen Tausende «ms unser« Mitte, Lehrer wie Schüler, als Offiziere und Soldaten auf russischen und französischen Schlachtfeldern für ihr Vaterland bluten und fallen: Euch, die Ihr selbst gehört und gesehen habt, in welchem Geiste und mft welchem Ersolge bei uns die Jugend unterrichtet und erzogen wird, und daß ihr nichts so tief eingeprägt ist. wie Dichtung und Bv- wunderung für die Schöpfungen menschlichen Geistes in Kunst, Wissenschaft und Technik, wes Landes und Volkes sie immer sein mögen: Euch, die Ihr alles das wißt, rufen wir zu Zeugen auf, ob cs wahr sein kann, was unsere Feinde erzählen, daß das deutsche Heer eine Horde von Barbaren und eine Bande von Mordbrennern sei, die ihre Lust darin finden, wehrlose Ortschaften dem Erdboden gleich zu machen und ehrwürdige Denkmäler der Kunst und Geschichte zu zerstören. Wenn Ihr der Wahrheit die Ehre geben wollt, so werdet Ihr mit uns der festen Urberzeugung sein, daß die deutschen Truppen, wo immer sie zu Zerstörungen schreiten mußten, dies nur getan haben könmn in der bitteren Notwehr des Kampfes, Alle die aber, zu denen die verleumderischen Berichte unserer Feinde dringen, und die von der Leidenschaft noch nicht ganz verblendet sind, beschwören wir im Namen der Wahrheit und Gerechtigkeit, daß sie solchen Beschimpfungen des deutschen Volkes ihr Ohr verschließen und sich ihr Urteil nicht von denen vorsckreibcn lassen, die immer auss neue benwisen, daß sie durch die Lüge zu siegen hoffen. Wenn nun in diesem stirchtbarcn Kriege das Werk der Zerstörung größer sein sollte, als in ft älteren Kriegen, und mancher kostbare Wert der Kultur der Veruichtmig anheimfällt, so lastet die Vcrantnwrtung dasür ungeteilt auf denen, die sich nicht damit begnügen wollte», diesen ruchlosen Krieg zu entfesseln, nein, die auch davor nicht zurücksclneckten, der friedlichen Bevölkerung zu heimtückischem llcbersall Mordwaffen gegeii unsere aut 'den Kriegsbrauch aller gesitteten Völker vertrauende» Truppeii in die Hand zu drücken. Sie allein trifft die Schuld an allem, was hier geschieht: sic wird auch sür den bleibenden Schaden, den die Kultur dabei erleidet, der Fluch der Geschichte treffen. Aus Stadt und Land». Gießen, 19. Oktober 19-14. Auf dem Felde der Ehre gefallen. (Aus Dessen und den Nachbargcbietcn.l Einj.-Freiw. stud, med. Franz Schmitt, 9. bayr. Ins-Rgt.» aus Mainz. — Musk. Ernst Becker, Jnf.-Rgt. 116, aus Gießen. — Unteross. h. Res. Lehrer Will). Lenz, Jnf.-Rgt. 116, aus Klein-Linden. — Geft. d. Res. Heinrich Frei t ag, Jns.-Rgt. 116, ans Gießen. — Unteraff. d. Res, Gymnasiallehrer Hrch, Schcvp, Jnf.-Rgt, 116, aus Gieße». — Unteross, d, Landlv. Ernst Balle, Jns.-Rgt, 116, in Gießen, — Musk. Gg. Weber, Jns.-Rgt, 168» aus Dutenhosen. — Landwehrm, Heinr, Fr, Weigand, Jnf.- Rgt, 81, aus Garbeutcich. — Biveseldw. Ludwig Körbcr, Jns.- Rgt, 116, aus Rödgen, — Einj.-Freiw, Jakob Reuter, Jnf.- Rgt, 80, aus Lauterbach, — Unteraff. ix Res, Ldw, Schässer, Jnf.-Rgt, 81, aus Herborn. — Fiis. Wilhelm Schönhals, Jns- Rgt. 80, in Hanau. — Off.-Stellv. Referendar Ldw. Mahr, Jnf.-Rgt. 171, in Fulda. — Res. Kvnrad Gömmer, Jns.- Rgt, 116, aus Büdingen, — Unteross, Heinr, R u y p e r t, 9. bayr. Jnf.-Rgt,, a»S Altenstadt, — Landwehrm. Karl Biermann aus Nidda. — Landwehrm. Gg. Meißner, Jns.-Rgt. 116, aus Hainchen, — Geft. d. Res. Heinr. Dillemu th, Jns.-Rgt. 116, aus Rommelhausen. — Geft. d. Landw. Ad. B e ck e l, Jns.- Rgt. 116, aus Selters. — Gefr. d. Landw. Wilh. Schultheiß, Jns.-Rgt. 116, aus Echzell. — Res. Karl Drach, Jns.-Rgt. 115, aus Darmstadt. — Untcroff. d. Res. Ludw. Günther, Jns.- Rgt, 115, aus Wvffsgarten, — Lt. d. Res. Mar T Hy l mann, Jnf.-Rgt. 117, aus Mainz. — Einj.-Freiw, Balth, Sieben, stud, jur,, aus Ebersheim. — Feldw.-Lt. u. Lehrer Engelbert Franz, 8. bayr. Jnf.-Rgt., aus Heusenstamm. — Untcroff. d. Res, Rich, Müller, Jns.-Rgt. 115, aus Osseirbach a. M. — Gefr. d. Res. Karl Glaß, Jns.-Rgt. 115, aus Offenbach a. M. — Lt. d. Res, Dr, phll, Christian Bär, Jns.-Rgt, 116, aus Offenbach. — Komp -Führ« u. Lehramtsaffclsvr Dr. Martin Schmidt, Jnf.-Rgt, 115, aus Mainz, — Gefr. d. Res, Adolf Neumann, Jnf.-Rgt. 39, aus Laubus-Eschbach. — Unteross, d. Res Dr. Phil. Ernst Herr, Jnf.-Rgt. 117, aus Schierslein. — Sergt. Gg. Weintritt, Jnf.-Rgt, 87, atis Mainz, — Res, Adam Kurtz, Jnf.-Rgt. 117, aus Mainz. — Tambour Ludwig Fischler , Jnf.- Rgt. 168, aus Mainz. — Res. Wilhelm Andre, Jns.-Rgt, 118, aus Syiesheim. — Unteross. d. Landw. u. Scimtzmann Jos. Friedr. Weil, Jnf.-Rgt. 117, aus Bretzenbeim, — Major u. Bat.-Komm. Gg. Stehherger, Jns.-Rgt. 118, in Worms. — Landwehrm. Heinrich Trauthig, Jnf.-Rgt. 81, aus Kölschhausen, — Landwehrm, Karl Dietrich, Jns.-Rgt, 83, aus Wetzlar. — Unteross. und Aktuar Jos. Augst ein, Jns.-Rgt, 87, aus Frankfurt a. M, — Off.-Stellv, Referendar Lothar Fohr, Jns.-Rgt, 80, aus Frankfurt a. M, — Vizefeldw, d. Res. Aftuar Peter Linder, Jns.- Rgt. 171. — Lt. d. Res. Chemiker Dr. Heinrich Heß in Frankfurt a. M. — Gefr. d Res. Friedr. Lauf, Jns.-Rgt. 168, auä Frankfurt a. M. — Musk. Wilhelm Lind, Jns.-Rgt. 116, aus Frankfurt a. M. Ypern — vöurirchen Nun erlebt auch das alte Ipern wieder stürmische Kriegs- tage. Seine Gesäucktte weiß genug von solchen zu erzählen Es war am 9. Juli 1383, als dieselben Engländer, die sich jetzt pi Verteidigern Belgiens auswerien, vor der Stadt ertojiaun und ihre Belagerung begannen Damols war Ipern eine blühende Großstadt, deren Beivotmerzahl auf 100 000 geschätzt wurde und deren Tuch- und Wollindustrie europäische Bedeutung hatte. Ein schwerer Kamp) war es, den die tapferen Ipern« in ,enen Tagen auszukänrpfen hatten: sie siegten schließlich, aber die Stadt war übel mitgenommen, die Vorstädte waren zerstört und gerade dort hatte die Drbetterbcvölkcrnng gewohnt. — Die war nun hecmal- los geworden, wanderte aus und verpftanzte Iverns Hauptindn- stric an neue Stätten. So sind es die Engländer gewesen, die der Blüte dieser allen Hauptstadt Westflcncdarns den Todesswß versetzt haben, und den Rest ggb ihr dann die achtnronatliche Belagerung durch die spanischen Truppen, die fte im Jahre 1584 durchzumachen batte. Ter Farnese bezwang Ipern schließlich und preßte die Bevölkerung grausam ans. Do war Ipern Er noch ein 'Schatten der einstigen, reichen und blühenden Industriestadt — man zählte damals in der Stadt nur noch 5000 Em- tvohner. Heute hat sie ihrer über 15 000! Platz genug haben sie, denn die Stadt hat den alten Umsang des Mittelalters bewahrt und überdies ist Iperlöe, dü früher in einer Anzahl »vn Kanälen die Stadt durckffloß. längst überwölbt worden. So sind riesige Plätze, irngewöhnlich breite Straßen entstanden — das Gewand der Stadl ist recht weit und etwas schlotterig geworden für die Ancahl der Menschen, die sie bnvohnen. Aber darum daN inan Ipern doch rriclrt etwa ju teJttB toten ober balbtoten Städten zählen, deren Typus am reinsten durch Brügge wrd anci, durch Meckün Dc i t/e U 'i i wird C nein, die Iperner leben und lauen leben : es ist eine kebarsftohr, wohlhabende Bevölkerung, die hier ansässig ist, und darum stinant Ipern, obgleich es in seiner ganzen Erscheinung wie ein Stück steingewordene Vergangenheit anmiitet, dock iircht inelancholffch, wie etwa das erstorbeike Brügge. Die Tuckindustrie war die Lebensader des alten Ipern und der Tuchindnstrie dankt die Stadt das Bawverk, das vor allem ihren Ruhm ausmaM, Das sind die in ihrer Axt völlig eiiiWgen Tuckhallen» deren Bau noch tief in das 14. Jahrhundert zurückgeht. Die Tuchdcdustrie erforderte gewaltige Lagerrckune und diesem Zwecke dienten die mächtigen Hallen, die nicht weniger als 4872 Quadratmeter und deren vier -Ichauseften zusammen einc Länge von 354 Metern baben. Der künstlerische Reiz und Wert des Bauwerkes liogt darin, daß be, der Gestaltung der Fronten energische Zusannneniassung der Massen und bewegliche Gliederung m das glücklichne Gleichgewicht gesetzt word-cn sind. Der impvsantc Belftied, der 70 Nieter hoch emvorsteigt, löst die riesige Bairmafte sehr tvftkungsovll aut und verhindert, daß sie den Erudruck wachsender Schwere erweckt. Die Fajsaden- bildung der Iperner Tuchhallen, die übrigens, drollig gemig, keinen eigentlichen Emgang haben, ist ja seitdem bei Ausgaben verwandter Art vielfach nachgeahmt wordeir. Ein Durchgang unter deui Belftied führt gerade zur Häuptkivche der Stadt, St. Martin mit seinem scunrpsen Turme, einem bedeutenden Bauwerke des Ucbergangsstlles, deffen Chor durch besonders schöne Berhältniffe sich an-^eichnet. Allein ivenn man die Tuchhallen und St, Alartin ausgesucht und besichtigt hat, so hat man noch lange nicht Ipern gesehen. Denn das Schönste an Ipern — das ist, sozusagen das ganze Ipern, dies unendlich malerische Stadtbild, das bei icdem Schritte neue entzückende Blicke eröffnet. Krumme Höähchen — so hat H, Hymans, ein feiner Kenner der Stadt, sie einmal geschildert — locken uns hier zu inonumental aussehenden Säulengängen oder öffnen sich plötzlich, um uns enien Blick auf originelle, höchst rftjBoIIe Motive zu gewähren, während dort im Schatten der Kirchen, aut wetten, von Bäumen eingezäunten Plätzen sich lange Hämerreihen hinziehen, deren Dächer, so wunderlich gestaltet, so vielfach verschnörkelt erscheinen, daß ihre überraschende, unregelniäßige Silhouette den Beschauer ganz aus der Fassung bringt und zugleich entzückt. Ipern hat seine Ban- und Kiinsrschätze glücklich durch die erwähnten beiden großen Belagerungen gebracht. Im 17. Jahrhundert ist dann die Stadt viermal von den Franzosen eingenommen und ebenso oft "zurückerobert ivorden, ohne ffwch wesenk- licbe Beschädigungen an ihrem alten Bestände zu erleiden. Höffen nur, daß auch diesmal ein guter Stern über der schönen allen Stadt stehen und sie gnädig in Kriegszettcu bewahren nnrd. Kommt man mü der Bahn in Dünftrchen an, so ist das Bild, das nch bietet, wenn man aus dem düsteren Bahnhoie ans den großen öden, noch nicht ausgebauten Bahnhofsplatz tritt, nicht gerade inrponierend. Aber je mehr man sich dem eigentlichen Kerne der Stadt nähert, um so unverkennbarer wird bemerllich, daß Dünkirchen eine Stadt voll regen Lebens ist. Ihrer ganzen Art nach ist die Stadt flandrisch: nur die pvlittsche Grenze trennt das ftanzösische vom belgischen Flandern, die Bevölkerung aber ist hüben und drüben ihrem Grundstöcke nack) die gleiche, und noch weithin au der ftanzösischen Küste sprechen die Fischer den vlämischen Dialekt, Auch die weißen Ziegelhäuser der engen Sttaßen von Dünkirchen, die fteilich im Laufe lang« Jahre schon längst einen dunkeln Firnis angenommen haben, auch sie sprechen von ungebrochener flandrisch« Ueb«lieserung. Am belebtesten ist der Teil der Stadt, der sich zwischen dem Platze d« Republik und dem Platze Jean Bart ausdehnt, D« Seeheld Jean Batt, zu deffen Ehren auch Theodor Fontane ein paar reizende Strovben gedichtet hat, ist d« Ruhm lein« Vaterstadt, und hi«, aus dem Platze, d« so recht das H«z Dünkirchens bildet, hat man ihm ein Denkmal gesetzt, das von d« Hand Davids d'Angertz herrührt. Dies« Hauvtplatz d« Stadt ist von regelmäßig« Gestalt, rings von hohen Häuserzetten umgeben, und rhn beherrscht, wiederum gut slaudrisch, d« 60 Met« hohe Belftied, dessen Glockensyiel altberühmt ist. Ihm gegenüber «hebt sich die gottsche, ab« klassizistisch umgestaltete Kirche des heil. Eloi. Schon wird hi« in d« ganzen Haltting des Straßen- unü Geschäftslcbens die Nähe des Hafens deutlich wahrnehmbar. Noch ein paar dicht belebte Straßen iveiter, vorbei an dem neuen großen Rathause — und wir stehen an der Lebensader von Dünkirchen — an seinem Hafen Das ävlll sagen: am alten Hafen, der eigentlich nur ein Binnenhasen ist. Ihn setzt dann seewärts d« „Sttom" (chenal) fort, und hint« seinem Laufe zeichnet sich die grasgrüne Linie des ossenen Meeres ab. Einc ganze Reihe von bcsond«s günstigen Umständen hat sich lnreinigt, um Dünkirchen eine hohe Bedeutung als Hascnplatz zu sichern. Die mehrfache Kette d« Sandbänke, die beiden Küsten am Osteingange des Kanales vorgelagert ist, hat im Norden, wie im Süden zur Bildung vortrefffich« Reeden geführt. Das sind die von Dov« und von Dünkirchen. Dazu kommt, daß das Delta d« bei Gravelingen mündenden ?Ia durch die Jahrhund«te dauernde Arbeit der Anschwemmung ein natürliches System von Wass«straßen geschasfen hat, die Dünkirchen auf "das beguemfte sowohl mit dem französiscknn wie mtt dem belgischen Hint«lande in Verbindung setzen. Dies Hint«land ist nun im höchsten Grade geeignet, einen Hasen großen Sttles zu beschäftigen und zu Hallen. Dort Legen die großen Kohlenlager von Nvrd- frankreich, die reichen Niederungen von Flandern und Artois, die bedeutenden Jndulttiezentren von Lille, Roubair, Tourcoing iffw. Dünkirchen rst also d« natürliche Nebenbnhl« von Antnwrven, zumal da cs d« Schweiz und Deutschland geographisch näh« liegt, als die Lwriptstadt an d« Schelde, und in der Tat haben die Franzosen den Plan gefaßt, Dünkirchen gegen Slntwerpen auszuspielen. In diesem Sinne begannen sie nach dem Kriege von 1870/71 die Hafenanlagen der Stadt, die sich längst als ungenügend «- nnesen hatten, ganz grwalttg zu erwettern. Nördlich von dem alten Binnenhafen wurde eine Reihe neuer Hafenbecken von sehr bedeutenden Wmesstrngen geschasfen, die durch Schleusen in Verbindung mtt dem Strome gesetzt wurden. Aber selbst diese großen Erweillrungsbauten konnten schon nach wenigen Jahr^hnten dem Verkehre von Dünkirchen nicht mehr genügen, und so ging man an de» rieffgen Neubau, d« erst 1896 vollendeten Nordschleuse, durch den man es «reichte, Seeschfffen von jed« Größe zu jed« Zeft Eingang in den Hafen von Dünkirchen zu sichern. Einen herrlichen und charakteristischen Rundblick genießt man von dem weit vorgeschobenen Leuchtturme von Dünkirchen. Da sieht man die grauen Däch« d« alten ilandrisclwn Stadt dichtgedrängt in dem Mcruerringe. 40 000 Menuhen wohnen rn- n«holb d« Umwallunqen, während die Gesamtbevölk«ung von Dünkirchen, wenn wan die umliegenden Vororte hinzurechnet, sich auf 70 000 bezfffert. Diese Vororte sind zum Test neue, recht einförmiqe Wohnvi«tel, zum Teil angenehme Villenortc, wie Malo-les-Bains und Rosendael im Osten dn Stadt oder Arbeit«viertcl, Darüb« hinaus schweift der Blick auf die grünen Triften des französischen und delgiichell Fjanüerns. Unmittel- ** Ritter des Eisernen Kreuzes, Weimer, Oborlt, und Battcriefiihrer im Res.-Fußart-Rcat, I aus Gießen, Hermann Schmitz, Direktor der Metalüxuik, Lt, d, R, und Kvmpagnieführer im Inf-Regt. 81, Dr, med, Fritz Rosenberg im 25, Pion.-Bat, Uffz, Willy S l r ö b e l, 2. Garde-Feld-Pion-Bat,, u, Gefr, August Papst, Feldart Regt. 63 in Frankfurt, Gerichtsassessor Oswald Friedrich aus Wetzlar, Führer einer Mrrrine-Maschinengewehr-Komp, Hauptm, d, R, und Ingenieur Zicrvogcl vom Jnf.-Regt, Nr, 25 aus Frankfurt (1, Klasse), Leutn, und Adjutant Hans Böhmer aus Weilburg, Pion,-Regt, 30, Dr, med, Ohio von Limburg. Stabsarzt beim Fußart.-Regt. 3, Wachtmeister Jos, B u s a l t aus Limburg, Feldart.-Rcgt, 84, Feld-Divi- sionspfarrer Jung beim Stabe der 21, Div,, 18, Armee korps, Uffz, Willy Kaspart aus Weilburg, Pion.-Bat, 28, Leutn, d. L, Wilhelm Lehr aus Höchst a M,, Leutn, d, R. Hermann Nebgen aus Sindlingen a, M, vom Jnf,-Regt, 168, llff^, Eduard Schlicht aus Grävencek, Jnf.-Regt, 87 unter Beförderung zum Feldwebel, Hauptm, und Batt,-Chcf Karl Geppert iin Res,-Feldart,-Regt, 25 (früher Feldart- Regt, 61), außerdem die Hess, Tapferkcitsdemarllc, Jakob Dohm, Uffz, im Lairdiv.-Jnf.-Äegt. 118, Uffz, im 53, Regt, Erich Wecks aus Wiesbaden. Leutn, im Inf,-Regt 168 Fr, Schlombach, Lffizier-Stellv, Hill (Rechtsanwalt aus Mainz) im Res-Jnf-Regt, 118, unter Bcsörderung zum Leutnant, Oberlehrer Konstantin Hartte, Leutn, d, R, und Kompagnieführer im Res-Jnf-Regt 88. Hauptmann v, Rogues, 3, Gen,-St-Offizier; Hauptmann Tcgncr, 3, Adjutant; Rittmeister d, R, und Mitglied des Kais Freiwilligen Automobil-Korps v, Passavant, Automobiloffizier; Hauptmann Bernhardt, Führer der Korps- Fernsprech-Abteilung; Stabsarzt Tr, Schröter, Hygieniker, 18, Armeekorps, Feld-Jnkendanturrat G i e r m a n n, Rittmeister a, T, v, E i ch m a n n, 2, Mun,-Kol,-Abt, Wachtmeister Sack, 3. Art,-Mun,-Kol. Leutnant Sieh, Fliegerabteilung 27, Oberstabsärzte Dr, Blech er, Dr, Neumann, Dr, Klein, Dr, Binder, Stabsarzt Dr, Ri eck, Sanilätskolonne l: Rittmeister h e h k e r, Oberstabsarzt Dr, R i d d e r, Uffz, Voigt und Stabsarzt Dr. D e n a r i o. Von der Feldgcn,-Truppe des 18, Armeekorps die Wachtmeister Steinbach und Beut läge, Musketier Heinr. Seip aus Staudernheim, Gefr, Will;, Bender ans Sobernheim, Netz, Leutn. und Bataillonsadj, im Jns,-Regt, 132. Reinhard Wiener, Leutn, d, R, im Inf,-Regt, 141 ni Tarmstadt. Intendant der 21, Div, Bruno Röder in Darmstadt, Fahnenträger des 3, Bats, des 115. Jnf.-Regts, Sergeant Ludw, Heß, Res, im Inf-Regt, 88 E n g e l k e , Zollpractikant beim Zollamt in Siegen. Gefr, im Ins,-Regt, 81 Fritz Hühner aus Siegen, Gefr, d, R. im Res,-Inf,-Regt, 87 Wilhelm Schneider aus Trupbach, Karl W e st e n d u r g e r, Kommandeur der Fuhrparkkolonne, bisher Rittmeister d, R, bekannter Porträtnraler in Biebrich, Einjahrig-Freiwilliger im Leibgarde-Jnfanterie-Regiment 115 Otto C a r i u s in Tarnistadt, Landw.-Feldlv, Ludwig H a x aus Schaasheiin, Lt, 0 , R, u, Kompagnieführer Ing, M i o u l a, Uffzl. im 2, Garde-Feldpionier-Bat, Willy Ströhel, Gefr. im Feld- Art.-Regt, 63 Aug, Pabst, 5peinrich de Bary-O st erriet h, Frankfurt a M. Major u, Führer d, Res,-Fnf,° Regts, 88 Kübl (1, Klasse). Vizcfeldw. d. Res. ü, Ossizier- stellvertr, im Refs,-Jnf-Regt, 88 Hans Rodde, Hanau, Uffz. im Res,-Inf.-Regt, 88 Rob, Stüber, Groß-Auheim, Uffz, Johann Coloniba, Senior des Marburger kathol, Gesellenvereins, Vizefeldw d. Res, im Landw,-Jnf.-Regts 1l8 Johann Schröck aus Bensheim, Generallt, v, Mey aus Wiesbaden (l. u, 2, Klaffe). Lt, d, Rest u, Kompagnie- sührer im Füs.-Regt. 80 Bcnno Wecks, Paul Müller vom Großen Feldberg, Lt, d. Res, u, Kompagnicfiihrcr im Jnf.-Regt, M. Dr, Hornp von der Landwirtschastskannncr in Wiesbaden, Uffz, im Res.-cJns-Regt, 118 Ludwig Oel- schläger, Lirkenau, Feldwebel im Jnf.-Regt. 87 Karl S t e i n b a ch aus Wetzlar, Füsilier Georg Braun vom Füs.-Regt, 80. Gerichtsass, u, Hauptm, d. Res, Reitz aus Enrzell, Fähnrich im Leibgarde-Jns,--Regt, 115 Fritz Höl- zinger, Amtsanwalt Grohrock, Lt, d. Res, im Res,- ,Jüf,-Regt, 40, Heinrich Reinhardt vom Jnf.-Regt, 117 aus Hungen, Stabsarzt Dr, Wald ow von Osthofen) Land- wehr-Jnst-Regt, 118. Uffz, Adam Baltz von Osthofen, Landw.-Jnf-Regt, 118, letzterer unter gleichzeitiger Deför- har am Fuße des Leuchtturmes zwischen den Forts Und den Wällen, sicht man auf die neuen .Hasenanlagen, und wendet man das Auge dann zur anderen Seite, so erfaßt es die grauen Wasser des Kanals und der Nordsee, Seiner Bedeutung verdankt es Dünkirchen, daß es seü Jahrhunderten ein sheiß umkämpfter Platz ist. Die Engländer, die Frcknzosen, die Spanier hiben cs sich streitig geinachl und haben es sich in schworen Kämpfen immer von neuem entrissen, Ern seit 1662, wo sich England diesen Platz von Ludwig XIV, um vier Millionen Livres abkaufen ließ, ist er dauernd in icanzösischcr Hand geblieben, und heute bildet Dünkirchen unbestritten den Haupthafen von Flandern und Artois, Crnft haeckel gegen Zerdiiand Hobler. Professor Ernst Haeckel veröffentlicht im Jenaer So®» blatt fönenden ofsenenBriefanMonsieurFerdi- nand yodler, Historienmaler in Genf: Mt tiefstem Bedauern haben wir in Jena Ihren Namen unter dem lügenlmften Protest gelesen, welchen haßerfüllte Feinde Deutschlands in Gens gegen unsere angebliche Barbarei gerichtet baden, und in welchem die ganze Menschheit zum Kampfe gegen uns her- ausgesordert wird, «ie Itabcn durch diese gehässige und verleumderische Erllärung nicht nur unser nationales Ehrgefühl auf das tiefste verletzt, sondern sich auch selbst ins Gesicht geschlagen. Denn Ihr vielbesprochenes Monumentalbild: „Aufbruch der Jenaer Studenten 1813", welches die Universität Jena um schweres Geld von Ihnen gekauft und in ihren Hallen aulgestellt hat. soll symbolisch den Beginn der nationalen Erhebung darstellen, durch welche daS deutsche Volk vor hundert Jahren sich von der furchtbaren Tyrannei Frankreichs zu befreien luchte, I» gleichem Sinne soll aber jetzt der ungeheure, seü zwei Monaten wütende Weltkrieg, welchen England mit Frankreichs und Rußlands Unterstützung anqestiitct bat, Europa von der angeiiiaßten Weltherrschaft Englands befreien, Daß Sie — als „freier Schweizer"! — in völliger Entstellung der bekannten Tatsachen — diesen in Notwehr uns aus- gedrungenen Befreiungskrieg als ein barbarisches Attentat gegen die merschliche Kultur verurteilen, zeugt ebenso von Ihrer geringen Urteilskraft wie von Ihrer deutschfeindlichen Gesinnung, Als achtzigjähriger Senior der Universität Jena habe ich, im Verein mit gleichgesinnten Kollegen, den Vorschlag gemacht, daß Ihr Monnmentalbild aus den Räumen der Universüät Jena entfernt und öffentlich znm Verkauf ausgeboten wird. Der gesamte Verkausswcrt soll dem Roten Kreuz überwiesen und zur Linderung eines steinen Teiles der Leiden verwendet werden, welche dieser beisviellosc Völkerkrieg — das größte Verbrechen der ganzen Welt- «-»chichte! — über Millionen unglücklicher Menschen verhängt hat. Wenn unser Vorschlag angenommen wird, sind — entsprechend dem b-ben Einkauispreise — als minimaler Verkaufspreis zehntausend Mack in Aussicht genommen, Meistgebote sind bis Ende November emzureichen. Je mehr, desto besser! Für unsere Tausend« von Verwundete» und Invaliden und ihre notleidenden Verwundeten. ®tn st Haeckel. lerung zum Vizefeldwebel. Geff. Jakob Sch aas, Ins, liegt, 168, unter Beförderung zum Unteroffizier, ** Der Gepäckverkehr auf der Eisenbahn, Die Gefahr der Verschleppung von Gepäck st ücken ist jetzt, so lange der Zugverkehr auf den Eisenbahnen unter dem Einfluß oes Kriegszustandes steht, naturgemäß wesentlich größer als im Frieden, Reisende, die ihr Gepäck gegen Unregelmäßigkeiten, insbesondere Verschleppung, schützen wollen, handeln zweckmäßig, wen» sie auf den Gepäckstücken dre alten irreführenden Bcllcbungen ent fernen oder unkenntlich machen und an gut sichtbarm Stelle ihre» Namen und den Namen der Ziclstatton anbringen. Auch wird die Verschleppungsgesahr wesentlich gemindert, wenn die Reisenden so zeittg dos Gepäck ausgeben, daß den Eisenbahnbediensteten genügend Zeit zur ordnungsmäßigen Ausfertigung der Papiere und dm Bcklebung vmbleibt. Für die Friedenszeit gilt das Gleiche, Wenn die volle Adresse nicht auf den Gepäckstücken selbst angebracht wird, so ist doch immmhin ein Anhängezettel (Anhänger aus Ledm oder dergleichen) mit der ständigen Adresse des Eigen- tümms praktisch. Bei der starken Geväckstauung zur Mobil mackmugszeit konnten die Eigentümm dm Koffer, die derartig gekennzeichnet waren, viel früher ermittelt werden und in den Be sitz ihr« Geväckstücke gelangen, ** Naturaliengaben fürs Rote Kreuz, Von Landorten ist in letztm Zeit viel Obst in rohem Zustand hier einpeliefmt und auch für die Verwundeten in allen Lazaretten gleichmäßig verwendet worden, Tie in neuester Zeit eintresftn- den Verwundeten leiden meist an Darmkranklzeiten, so daß frisches Obst ihnen nicht vmabreicht wmden darf. Es würde daher, wie man uns mitteilt, weilig verwendbar sein. Dagegen emvstehlt es sich, um auch für den Winter den Verwunderen Obst verabreichen Zi, können, Aevicl und Birnen in gedörrtem Zu st and an das Rote Kreuz zu schicken, daß es dann gleichmäßig aus die cinzeluen Lazarette vmteilt oder den Truppen ins Feld zugeschickt wmden kann. In letzter Zeü wird von eiiizelnen Gemeinden Gemüse in großen Mengen in sehr anerkenuenswerter Weise an das Rote Kreuz und an einzelne Lazarette geschickt, so daß dasselbe augenblicklich gar nicht alles verwendet werden kann, ES empfiehlt sich nicht, das Weißkraut in frischem Zustand hierher zu schicken, besonders nicht ohne vorherige Annielduiig, weil es sonst leicht vmderbcn kann. Dagegen wäre das Einschneidcn zu Sauerkraut und Zusenden in Fässern rätlich, ** Der Po st verkehr in Ostp r euß e n, Für den Bezirk dm Ober-Postdirektion in Gumbinnen, in dem nach der Bckanutinachung vom 1, August dm P o st a n w e i s n n g s - , Zablkartcn-.Zahlungsanweisuiigs-.Postkredit- bries-, Postanstrags - und Postnachnahmevcrtehr eingestellt ist, wird dieser Vmkehr mit der Maßgabe wiedm Zuge l a s s e n , daß die Lber-Postdir e ft i cm_ berechtigt ist, in Gebietsteilen ihres Bezirks, wo es die Sicherhmt erfordert, den Verkehr durch Verfügung an die Posttmsllalten otiszuschließen, Ta es nach Lage der Verhältnisse nicht angängig ist, von solchen Ausschließungen die andmen Postanstalten zu benachrichtigen, müssen die Abend« von Postsendungen nach Orten im Grenzgebiete die Gefahr in Stauf nehmen, daß die Sendungen den Bestinimungs- ort nüht emeichen oder die Auszahlung von Beträgen nicht mög- lick> ist, Solebe Sendungen tverdeu mit Angabe des Grundes zurückgeleitet, Untm denselben Voraussetzungen wird für den Obm- PoNdlrektionsbezirk Königsberg (Pr.) dm nach der genannten Bekanntmachung eingestellte P o st kr e d i t br i e s -, dm Post- Nachnahme- und de- Postauftragsverkehr Wied« zu- gelasscn. Abgesehen von den «wähnten örtlickieii Ausnahmen, zu deren Festsetziing für ihre Bezirke nach srüheren Bekanntmachung«! auck> die andmen Grenz-Ober-Postdircktionen berechtigt smd, bestehen nunmehr in den angegebenen Menstzweigen keine Be- schränkimg>en mehr, ** Krieg und Turnvereine. Bon dm berechtigten Uebmzeugung durchdrungen, daß das Turnen gerade in dm gegenwärtigen Zeit eine Sache von höchster vaterländischer Bedeutung ist, hat der mste Gau Hessen dm deutschen Turner- schaü an die ihm angcschlosscuen Vereine ein Rundschreiben et» gehen lassen, in dem zunächst die möglichste Fördmung dm vom Kriegsininisterium eingerichteten militärischen Vorbereitung der Jugend dringend empfahl«, wird. Dann bezeichnet es die Gau- leitting als patriotische Pflicht, jetzt, wo lausende kräftig« snngm Leute im Felde bleiben, für die Kräftigung des Nachwuchses zu sorgen. Die Gaulcitung bittet, in allen Vmeinen das Turnen wieder anfzunehmen, Sir wisse recht gut, daß bei vielen Vereinen durch die Einbmuffing dm wehrpflichtigen Turnbrnder die Mitgliederzahl eine gmingcre geworden ist, dies dürfe aber keinen Verein abhalten in dm jetzigen schwmernstrn Zeit, sein« Schuldigkeit zu tim. Habe ein Verein keinen geeigneten Leiter, dann seien die Nachbarvereiue gerne bereit, Hilfe zu leisten. Vielleicht lasse sich auch dadirrch ein Ausweg finden, daß mehrme, nahe beieinandm liegende Bmeinc sich zum gemeinsamen lieben zusannnenschließen und wenigstens Sonntags zur Turnarbcit antr«en. Selbstredend dürfe dies nicht während des Gottesdienstes geschehen, denn die Turn« sollen mich ichen religiösen Pflichten Nachkommen, Mit Rücksicht mis die Kriegslage seien vor allem die in ein« dem Rundschveiben beigefiigtrn Anlage vorgeschriebenen militärischen Uebungen diirchzuttirnrn, Tie sonstigen Geräteübungen sollen während des Krieges nur gepflegt werden, w«in es die Zeit erlautzt. Die Gauturnwarte und Bezirksti iruwarte, soivie die Turnwarte dm größeren Bm- eine seien gmne bmeit, den kleinmen Bmeinen mit Rat und Tat an die Hand zu gehen. Die Bezirksttirnwarte wmden msucht, ihre Bezirksvereine w«iigstens einmal im Monat an einem gut er» reichbarcn Ort« zum Turn«i einzuladen, wie dieselben es sich auch einrichten wollen, die Vereine zu besuchen, Kreis Friedbcrg. b Friedberg, 18. Okt. I» der Wetterau wurden für das in den bochvogclen stehende Friedberger La »d sturm- Latnillon 1427 Säcke Kartofkeln iin Gesamtgewicht von etiva 1780 Zentnern als Liebesgabe» gesammelt, wovon bereits etwa 900 Säcke abgeschickt wurde». Starkenburg und Rhrinhesien. X W a I d » M i ch e l b a ch , 17. Okt. Ten Tod sürs Vatmtrmd starb aus Frankreichs Erde der hiesige Obcramtsrichter Bickel- h a ii d t, der als £inui>(mm,n und Kompagnieiührer ü» Landivehr- Jnianterie-Negiment 118 stand. In dem a»i dem Felde der Ehre Gelalleneu verliert unsere Gegend einen allseits geachteten und beliebten Beamten, dem alle, die Ihn gekannt haben, ein ehrendes Andenken bewahren werden. X A u s dem südlichen Odenwald, 17. Okt. In vielen Gemeinden des Kreises ffenpenheim habe» sich in den letzten Wochen unzählige junge Leute zur 'Bildung von Juqendwehren zn- sammengelchlossen, so z, B. ln Fürth, Wald-Alichelbach, Vömmelbach, Affolterbach. Jeden Sonntag nachmittag werden Ueb>mqen abgehalten, mindestens cinmnl wöchentlich findet Unterricht statt. Tie Leitung liegt meistens in den vänden von Kriegervereins- mitgliedern, an manchen Orten wird der theoretische Unterricht auch von den Lehrern erteilt. Kreis Wetzlar, O Dutenhofen, 18. Oft. Den Ehrentod für das Vaterland starben zwei brave Söhne unterer Gemeinde, Reservist Karl Loh e I s, Sohn des Prinzen Alexander, ist als österreichischer Oifizier im LUter von 82 Jahren im Kample g e s a l l e n. Hessen-Nassau. Mitteldeutscher Arbcitsnachwcis-Berband. h. Frankfurt a, M., 18. Okt, Untm dem Vorsitz des Ge- hcimrats Dr, Breidcrt (Bibrich) trat dm Mitteldcntsche Ar- beitsnacktweisvmbgnd im Stadtvrrvrdnetensitznngssaale zu ein« Besprechung üb« dir durch den Krieg geschaffene Lage auf dem Arbeits markt zusaminen, Oberbürgermristm Voigt bmichtete für.Frankfurt und stellte him eine allgmneine stessirung auf allen Wirtschaflsgebieten fest, die er vorzugsweise nis die Einwirkungen der Kriegs-Kreditgenossenschafte» gegenüber icn Banken ziirücksührt. Zu wünschen sei nur eine Stärkung des Bauwesens. Ebenfalls stell«« de- Geichäftsführm des Vmbandes, Dr, Schlotter, fest, daß der letzt' Monat fast normale Arbefts- 'erhältnissc auszuweisen hatte, überall seien die Betriebe wieder miigenommen worden. Dringend ersvrdmlich sei das Beschaffen ueiterm Arbeitsgelegenheit«! durch die Staats- und Gemeindebehörden, Die Vertreter der Jwdvstrie betont-n, daß viele Wmke aus Vorrat arbeiten ließen, lim ihre Arbeit« nicht entlaffen zu brauchen. Interessant war die von .Abgeordneten des hessischen Bezirks vvrgebrachte Tatsache, daß im Großherzogtnin Hessen der Arbeitsmarkt gegenwärtig gesestig- *et und stärker dastebe, als im Jabre 1009, Um eine --eitere Besserung der wirtschaftlichen Lage hmbeizufübr«!, wurde »ne zwcekmäffigrre Llrbeitsverteilung, die Ausschakttmg des Vn- dingunasweseus mäbi««d des Krieges und die Herabsetzung des Finssufies emoioblcn. Nach längerer Beratung nahm die Kon- "rcvr schließlich folgende Entschließung an: „Um der durch Arbeitslosigkeit bervorgenisencu Stockung des wirtschaftlichen Lebens entaegenzutreten, imiß die aus EArbefts- beschafNiiig gerichtete Tätigkeit aller Behörden, all« Arbaftgrb« und Arbeitnehmer durch bessere Organisation des öffentlichen Arbeitsnachweises erleickitcrt imd verbes'mt wmden. Hierbei darf, soweit irgend möglich, weder die Arbeitslvffgkeft zur Verschlechterung der Arbeitsbedingungen benutzt, noch eine zu annehmbaren Bedingunwu augebvtene Arbeit nur deshalb zurück- aewiescn werden, weil sie deni eigentlickzen Berus und d«n ftÜHeren Lohn nicht entspricht," Lan-wkr'tsclxrfS. Die diesjähnste Kartoffelernte iin Teuffchen Reich. Dm Deutsche Landmirtschaftsrat gibt folgende Schätzung der Kartoffelmntc im Reich bekannt. Auf Gmind dm amtlichen Hektar- fchätznng in Pr«ißen, Mecklenbiirg-Schlverin und Königreich Sachsen, nach den Saatenstandsziffern der übrigen B'mdesstaaten und unter Berücksichtigung, daß ein Teil der Kartofselmnte in Ost- vreuß«i und Obmelsaß infolge der kriegerisch«! Ereigniffe nicht geborgen werden kann, ist die gesamte Kartoffelernte im Deutschen Reich auf 4 7 Mill, Tonnen zu schätzen, dies sind über 2 Mill, Tonnen mehr als dm zehnjährige Durchschnittsertrag von 1904/13 mit 44,8 Mill, Tonnen, In den letzten fünf Jahren betrug die deutsche Kartoffelernte: 1909: 46,7 Mill, Tonnen. 1910: 43,5 Mill, Tonnen, 1911: nur 34,4 Mll, Donnen, 1912: 50,2 Mill. Tonnen und 191,3: 54 Mill, Tonnen. Tie vorjährige Ernte war die größte, welche jemals auf deutschem Kulturboden gewachsen ist. Besonders ungünstig ist die Ernte in diesem Jahre ausgefallen in Brandenburg. Posen mtb Mecklenburg, eine befriedigende bis Mite Ernte haben zu vm- zeichnen: Ostvreußen, Westpreußen, Westfalen, Heffen-Naffau, Rbeiuvrovinz, Königreich Sachsen, sowie säst ganz Süddeutschland, Himnach bildet di« diesjährige Kartoffelernte in ihr« Gesamtheit eine M i t t el e r nt e , die eine sichmc llntmlage für die Volksernäbrung während des Krieges bis zum nächsten Erntejahr gewährleistet. Wettmanssichtcn in Hessen am Dienstag, den 20, Okt. 1914: Bedeckt, doch meist trocken, östliche Winde. Letzte Nachrichteu. Die Unnchen in Indien. (WTB, Berlin, 19, Okt, (Nichtaintlich.) Me „DentscVe Tageszeitung" weiß ans Ko-nstgnttiwpel zu bmicht«i: ‘3>i* 10 000 bewaffneten Hindus, die von den englffchen Behörden mit Gewalt in die Armee eingeoeiht werden sollten, haben in Kalkutta revoltiert. Es hat sich ein heftigm Kämvs ent- spoiinen, über dessen Eiuzelheiten noch keine nähmen Nackirrchten vorlieg«!. Jedoch vmlmitet, dm Bizekönrg von Indien sei im Verlaus dm Kämpfe ermordet worden. Hinter der russischen Front. (WTB.) Konstantinopel, 18, Okt, (Nichtgmllich,) Das hier mscheinende persische Blatt „Haver" veröffentlicht einen Brief eines Komrsvondenten aus Kiew, in welchem erzählt wird, daß in den letzten Tagen 25 000 verwundete Russen in Kiew eingetroffen sind. Sie sind in dm Nacht in die Svitälm A»m- geftihrt worden, um inckst die Ausmmksamkcit des Pul'likums auf sich zu zieh«!. Alle ösfentllchen Anstalten und großen Gebäude sind in Svitälm umgewandelt worden. Die Verwundeten lieben die Tapsmkeit dm dmitschen und östmreichisch-ungarischen Truppen Io»' bend hervor, — Die russischen Behörden nehmen der Bevölkerung alles Hartgeld ab, wonibm sie vmfügcn, indem sie es gegen Papiergeld nmwechsrln. Das Getteide dm miiselnimiischen Bauern wird gegen geringes Entgelt regiffrimt. Dir Mlitärbeliör- den haben alle Mühlen mit Beschlag belegt. Die Reichen verlassen die Stadt, Untm den Christen und den Muselmanen herrscht Unzufriedenheit mit der Regierung, Kosaken und Gendarmen patronilliuen Tag und Nacht, um einer Erbebunq vorzubmrgen. Me Briefpost und die Zeitungen sind unter Zensur gestellt. Der Schrecken des Indischen Ozeans. (WDB.i Berlin, 19, Oll, «Nichtamtlich.) Me hiechm qe- lang«iden London« Blättm schreiben, die engllschen Schiffahrts« kreise b«luruhige es aufs Llmißerste, daß alle Versuche, di« „Emden" und die „Königsberg" unschädlich zu machen, bishm sehlqesckstagen sind. Man vermutet, daß die beiden Kreu- zm fortgffetzt drahtlose Meldungen der sie vrrsvlgcndon englischen Kreuzer auffangen. Es wird jetzt Jagd gemacht auf Schisse, die den Kr«izmn als Tendm biene» und Mt diesem Zwecke mft dacht- losm Tctegraphic ausgerüstet sind, ~ ÄmtticherTeil. Bekanntmackiuug. Betr,: Musterung und Aushebung der unausgcbftdeten Landsturm pftichtigen. Die Musterung und Aushebung der unausgebikdeteu Landsturmpflichtigen, die in den Jahren 1894 bis einschließlich 1885 geboren sind, findet wie folgt st a t t: Freitag, den 23, Oktober 1914, vormrtkags 8 11 fti, im Saalbou Cafs Leib kWalltorstraße 38) in Gießen für alle Landsturmpflichtigrn ans den Gemeinden Albach, Allendorf (Lahns, Mendorf «Lumda), Allcrtshäusrn!, Lllten-Bvksmk, Annerod, Bellmslieim, Bcltnshain, Bmsrod, Bet- tenhausen, Beuern, Bftllar, Mirkhardsselden, Climbach, Dau- bringen, Dvrf-Gill, Eberstadt mit Arnsburg, Ettingshausen, Gar- bentcich, Geilshakusen, und ferner die in den Jahren 1894 bis einschließlich 1888 geborenen Pflichtigen, die in der Stadt Gießen wohnen. Samstag, den 24, Oktober 1914, vormittags 8 Uhr. im Saalbau Cafe Leib (Walltor st raße 38) in Gießen für die in den Jahren 1887 bis einschließlich 1885 geborenen Landsturmpslichttgen aus dm Stadt Gießen imd ferner die in den Jahren 189 4 bis einschließlich 18 8 5 geborenen Pflichtigen aus den Gemeinden Göbelnrod, Großen- Birftck, Grvßen-Linden, Grünberg, GrLningen, Harbach, Hattenrod, Hausen. Heuchelheim, Hvlzlwim, Hungen, Inheiden, Kessel- bach, Klein-Linden, Langd, Lang°-Göns, Langsdors und Laut«, Montag, den 26, Oktober 1914, vormittags 8 Uhr, im Saalban Cafs Leib «Wa l l t o r st r a ff e 38) in Gießen ftir die in den Jahren 1894 bis «mschsießlich 1885 ebvrenen Landsttirmpflichtigen mis den Gemeind«! Leihgeftmn. ich mit Dos Mbach, Eolndansen und Müblsachs«», Lindenstruth, Lollar, Londorf, Lumda, Mainzlar, Münster, Muscheulteim mit Hvs-Güll, Nieder-Bssiingen, Nonnenroth. Obbornhoftu, Obm» Bessinoen, Ober-Hörgern, Odenhausen mit Appenborn, Oppenrod, Oneckborn, Rabmtshansen mit Ringelshous«!, Reinhards- Hain. SftteTmfcnt, Rodheim mit &of Okafc, Rödgen, Röthges Rüddingshmrsen, Ruttershausen mit Kilchberg, Saasen mtt Dolln Ged), Leitsberg und Wirb erg, Stangenrod, Staufenberg mit Frie- Gelhanscn, Steinbad), Steinheim, Swckhausen, Trais-Horloff. Tras a. b. Lbot, trotze, Utphe, Villingen, Watzenborn mit Steinberq, Weickartshain, Weitershain, Wieseck, Die in Frage kvnrmrnben unansqebildeten Landsturm Vilich- tiqen werben hiermit ansgefvrbert, sich an den oorgenannbn \ Tagen rechtzeitig in brm Musternngslvkale emznfinben, B c - sauber« Labungen bnrch brn Oberbürgermeister k in Gießen unb burch bic Großh, Bürgermeiste- ' reien ergehen nicht, viel« vckannttnachong gilt oirl«ebc «ls kahmig. Wer sich der Gestellung entzieh, wirb mit Freiheitsstrafe von I . sechs Monaten bis zu fünf Jahren bestraft, es kann auch im Falle her Tauglichkeit sofortige Einstellung als unsicherer Landstnrm- pslichtiger erfolgen. Die Landsdurmvslichttgen baden in ordentlichem Anzüge und » reinlich an Körper zu erscheinen Die von den Trsatzbehörden « erteilten Landsturmschrine sind mitzubringen. Wer durch Krankheit oder körperlicher Gebrechen am Er- I scheinen im Musternngslokal verhindert ist, hat ei» beglaubigtes I ärztliches Zeugnis brr der Gr Dürgermeishecei seines Wohn- I ortes einzuliesern. Die Zeugnisse sind von deir Vürgermeistern > oder deren Vertretern im Musterungstcrmine abzugeben, Di« von der Bahn-, Post- und Telcgravhen- I Verwaltung als unabkömmlich bezeichneten Be- I amten und ständigen Arbeiter sind von der p « r - I sönlichen Gestellung im Musternngstermine be- I freit:,es genügt die Einsendung der Unabkömm- I lichkeitsbeschcinigungen, Gießen, den 14, Okwbrr 1914 I Der Zivikvorfftzende der Ersatz-Kommission des Kreises Giehen. I, V: fiframetbt Bet rMusterung unb Aushebung der unansgebildetcn Landsturm psllchtigen. An den Oberbürgermeister ^ Giehen und an die Grotzh, Bürstcrmeittrrrirn der Landgemeinden des Kreises. Odiqf Bekanntmachung wollen Sie mehrmals ortsüblich bekannt machen lassen und dafür sorgen, daß die Landsturmpsllch- tigen der fraglichen Jahrgänge rechtzeitig im Musterungslvkale eintressen. Dir Gr, Bürgermeister, in deren Verhinderung die Gr, Beigeordneten, haben ebenfalls anwesend zu sein!, iem über etwaige Verhältnisse Landsturmpslichtiger Ausknnst zu geben, Sic wollen auch dafür sorgen, daß die Pflichtigen ihre Lanldsturm- scheine mitbringen. Es wird hier nochmals darauf hingeivirsen, dah sich alle in den Gemeinden wolmenden von den Ersatzbehördrn zum Landsturm überwiesenen Personen, die in den JabveN 1894 bäs einschließlich 1885 geboren sind, zu stellen haben. Die in der Stadt Gieficn wvbncndcn Pflichtigen lmbrn sich am Freitag, den 23 Oktober b. Js. (Jahrgang 1894 bis rinschl 1888) und am Samstag, den 24. Oktober d, IS, (Jahrgang 1887 bis einschließlich 1885) zu stellen, Giehen, den 14, Oktober 1914, Der ZivilVorsitzende der Ersatz-Kommission des Kreises Giehen, I. B,: Hemmerde. Bekanntmachung der für die Mlsqekwtzenen LandfturmVflrchtigen geltenden Beftlnnmmgen, 1, Für bic onsgchvGe n en LandsturmpfSchÜgen gellen vom Tag« der Aushebung an die für die Mnnnschafren der Landwehr (S-eewrirr' bestehenden Be stimm ungen. 2, Me ansgeholieneii LandsturmMichikigen treten in die Kontrolle der BctzirksßrLnvebcl des Hmiptnoeldeauits Giehen, des Ddelde- omts Alsfeld oder der BctzirSkompagnie 'Schotten Sie send ver- Echtctziede Mcfentbaltsveränderung inner bald 48 Stunden ihrer Kontrollstelle anx>i»rigcn und sich beim Bertziehen in einen anderen Konttvllbczirk bei der dortigen Kontrollstelle cnnerhold 48 Stunden anzzunieldeu. Me Meldungen können mündlich oder schristlicki dnuch den pt Meldung Berrfflichtetrn selbst erfolgen. Bei sctircfllichen Meldungen ist Datum und Ort der Geburt, iower der frühere Wohnort und der Wohnort, für den die Anmeldung crfosgt, genau amzugeben. Zwoide r h an dhingen werden nach den Militämesetzen bestvast. 3, Me nächsten milikärischen Borgrietzttn der anSgebildetrn LandsturtirMichtigen sind die FeLnvebri des HmiotmeldeamtS, des Meldeamts oder der BrzirkSkomvagnie und der Bezirkskmnmandeur, sowie deren Stellvertreter, Die Mannschaften haben doenstfichen Befehlen ihrer Vorgesetzten, vstentliden 7ütffvri>erungcn und Ge- stellungsbesehien unbedingt Folge zu leisten. Im dienstlichen Verkehr mit den Vorgesetzten sind sie der militärischen Miziplm unterworfen. 4, Brr Anbrrnginrg dienstlicher Gesuche und Beschwerden smd die ansgechobencn LandsturmiKlichtiqeu verpflichtet, den vorge- schriebcnen Dienstweg einKuhalteu Gefache send an den Betzrrks- feldwebrl der Kontrollstelle zu richten, Beschwerden dem Bezrrks- kommandeirr vorzuttagcn: richtet sich die Beschwerde gegen diesen, so ist sic bei dem Bezrrksadjutanten cnrxubrrngen, Me Beschwerde darf erst gm folgenden Tage oder muh Verbüßung einer etwa verhängten Strafe erhoben und muh innerhalb einer Frist von 5 Tagen angebracht werden. ' 5, Ueber elwa stattfindende Konkrolkverfammliingen ergeht besonderer IDesehl. 6. Ausgehvbenr Land stu r n qLffchkge koiruen ungehindert verreisen, haben jedoch der Kontrollstelle den Antritt der Reise und die Rückkehr zu melden, sobald die Reite länger als 48 Stunden dauert. Bei zeder Mmreldung za er Reise hat der Betreffende an« zugeben, durch welche dritte Person während seiner Abwesenheit etwaige Befehle an ihn b ef ö rde rt werden können Er blecht ledoch der Militärbehörde gegenüber allein dafür verantwortlich, dah ihm jeder Befehl richtig zugeht, 7. Ein Uebertritt vom ersten zum zweiten Aufgebot sonne em Ausscheiden aus dem Laichsturm findet bis zur Aullöfnug des LandsttrrmS nicht statt. 8. Die vorstebenden Bestimmungen gelten für die ausgebobenen Londsturmpflicbtigen bis zur Acnflösnng des LaudstnrmS, Weitere Auskünfte werde» durdi die Bürgermrifleueieu und die Bezcrks- feldwebrl erteilt. Naumann, Oberfilattnant und Bczir^stmrmnndeur, An den Oberbürgcrmeifter der Stadt Giehen und an die Grotzh. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Obige Bekanntmachung wollen Sie in geeignet erscheinender Weise den Landsdirmpflichtigen bekannt geben und rhoen auf Azzfordccn EirrsiciN gestatten, Giehen, den 15, Oktober 1914, Großherzogliches Kreisamt Gießen. J.D.: Hechler. Bekanntmachung. Bet r.7 Den AuSbrnib der MmL- und Klauenscnche in Weickartshain. In Weickartshain ist dir Maul- und Klauenseuche aus- Die Ställe oder sonstigen Siandorte, wo Klanenvieh steht, unterliegen der Sperre, Die abgesperrten Tiere dürfen aus deni Stalle (Standvn) mit o rt s Po l i z ei l i che r Erlaubnis nur zur sofortigen Schlachtung entfernt werden. Auf die Schlachtung finden folgende Vorschriften Anwendung: __aa) Zur Schlcnhtstrile dürfen die kranken und verdächtigen Tiere nur zu Wagen oder aui Wegen gebracht werden, die weder dem Personenverkehr osfenstrhen, noch von Tieren ans anderen Gehöften betteten werden, bb) Die veränderten Teile der getöteten seuckzenkranken oder der Seuche verdächtigen Tiere einscdlieszlich der llnieriüsze samt Dank bis zum Fesielgclenke, des Schlundes, Magens und Darm- kanals samt Inhalt sind mischädlich zu bcsrittgrn Kops imd Zunge sind freigegrben, wenn sic unter amtlicher Aufsicht in lochendem Wasser gebrüht worden sind, ee) Häute und Hörner der kranken und der verdächttgrn Tiere sowie Klauen, Magen- und Darminhalt der gesund befundenen der Ansteckung verdächtigen Tiere, ferner die Transportmittel und die sonst verwendeten Gerätschaften dürfen aus dem Gedöst, in dem die SMaclstung stnttgefunden hat, ohne vorherige Desiniektton nicht cntfenit werden und sind gleich wie die bri bei Schlachtung verunreinigten Räumlichkeiten bis zur Vornahme der Desinicktton unter Verschluß zu hallen, ckck) Die bri dem Transport und der Schlachtung beteiligten Personen haben sich vor dem Verlassen des Schlarhtgehüstes zu desrnsizicrcn, b) Die Verwendimg der aus dem Gebvftc befindlichen Pferde und sonstigen Einhufer außerhalb des gesperrten Gehöfts ist gestattet. jedoch nur unter der Bedingimg, daß ihre Hufe vor dem Verlassen des Gehöfts desinfiziert weiden. Me Desinseftion der Hufe ist bei allen Pferden vorMnehmcn, die rin Seuchrngeböst verlassen, e) Geflügel ist so zu verwahren, dah es das Gehöft nicht verlassen kann. Für Tmchen gilt dies insowrit, als die örtlichen Vcrhällniffe die Verwahrung ermöglichen, Hunde, die in dem Gehöft gehalten werden, dürfen aus diesem nur nach erfolgttr Desinfektton der Füße entfernt werden. Fremde Hunde dürfen das Seuchrngehöft nicht betteten, d) Fremdes Klanenvieh ist von dem Gehöftt fernzuhalten, e) Das Weggeben von Milch aus dem Gehöft ist nur unter der Bedingung der vorherigen Abkochung oder einer anderen ausreichenden Erhitzung gestaltet. Ms ausreichende Erhitzung ist anznsehen: , aa) Erhitzung über offenem Feuer bis zum wiederholten Auf- kvchen, dd) Erbitzuug durch unmittelbar oder mittelbar rinwirkenden strömenden Wasserdamps aus 85 Grad, ee) Erhitzung int Wasserbad auf 85° für die Dauer einer Minute, Kann eine wirksame Erhitzung nicht gewährleistet werden, so ist das Weggeben von Milch aus dem Geböfte verholen. Für die Abgabe von Milch an die Sommelutolkereien, in denen eine wirksame Erhitzung der gesamten Milch gewährleistet ist, können Ausnahmen von uns zugelasscn werden, 1, Tie Entfernung des Düngers aus den verseuchten Ställen und die Abfuhr von Dünger und Jmiche von Klanenvieh aus dem verseuchten Gehöfte darf nur unter Beobachtung der besonderen. von nns von Fall zu Fall zu etteilenden Bedingungen erfolgen. Die Desiufcktton des Düngers ist, soweit tunlich, vvr der Entfernung ans den Ställen vorzunehmett. g. Futter- und Strruvorrcite dürfen für die Dauer d« Seuche nur mit ortspolizeilicher Erlaubnis und nur insowrit ans dem Gehöft ansgeführt werden, als fie nachweislich »ach dem Orte ihrer Lagerung und der A>rt des Transports Träger des AnsteckungsstosfS nicht sein können, Leere Futter- und Düngcrsäcke dürfen aus dem Sruchengehöft mir narh erfolgter Desinseftion entfernt werden, d, Gerätschaften, Fahrzeuge, Dehällnisse und sonstige Gegenstände müssen, soweit sie mit den kranken oder verdächtigen Tieren oder deren Abgängen in Berührung gekonrmen sind, desinfiziert werden, Milchttansportgefähr sind nach ihrer Erttlocrurtg zu desiuf,zieren. Aus zwingenden wittschafksichen Gnlnden können vom Grohh, Ministerium Erlenhternngen von den Vorschriften dieses Absatzes zngrlaffen werden. 3. Die Stallgänge der verseuchten Ställe des Gehöfts, die Plätze vor den Türen dieser Ställe und vor den Eingüngen des Gehöfts, die Wege an den Ställen und in den zugehörigen Hof- ränmrn sowie die etwaigen Wlänfe aus der Dungftättt oder dem Jauchebehälter sind täglich mindestens einmal mit dünner Kalkmilch zu überqießen, 4. Die gesperrten Ställe ^Standorte) dürfen, abgesehen von Notfällen, ohne ortsvolizeiliche Genehmigung mrr von dem Besitzer der Tictt oder der Ställe (Standortt), dessen Vertreter, den mit der Decrusiichttgnnq, Wartung und Pflege der Tiere betrauten Personen und von Tierärzten betreten werden Personen, die in abgesperrttn Stätten verkehrt haben, dürfen erst nach vorschriftsmäßiger Desinfektion das Sruchengehöft verlassen, 5. Zur Wartung des Klaucnviehs in dem Gehöfte dürfen Personen nicht verwendet werden, di« mit srenchem Klmlenvich in Berührung kommen. Der Besitzer des verseuchten Gehöftes ist anzuhalten, srinen Dienstboten imb Hausgenossen das Betteten seuchenfreier Gehöftt zu verbieten und selbst solche nicht zu betteten, 6. Das Abhaltcn von Bercr»Laltungcn in dem Senchengehöft, die eine Altsammlung einer größeren Anzahl von Personen im Gefolge haben, wird vor erfolgter Schlnßdesinsektion verboten, 7. Aus dem an dem Seuchengehöft oorbriführenden Sttaßen- tril dürfen Klauettttere weder geführt noch im Gespann gefahren werden. 8, Für den ganz-cn Bereich des Speerbezirks. 1, An den Hauvteingäugen des Sperrve-zirkes sind Tafeln mit der deutlichen und haltbaren Aufschrift: „Maul- und Klauenseud»e-Sverrk»«zirk. Einfuhr und Durchtreiben von Klauenvieh sowie Durchfahren von Wiederkäuergespannen verboten" leicht sichtbar anzubringen. 2, Sämtliches Klanenvieh nichtversenchttr Gehöfte des Sperr- bezirkes unterliegt der Absonderung im Stalle, Jedoch darf das abgesonderte Klauenvieh mll orts polizeilicher Erlaubnis zur sofvrttgen Schtachttmg cntternt worden. Auf die Schlachtung finden die unter A. 2. a genauntewVorschriften Anwendung, Sofern unmitttlbar vor der Ueberführunq der Tiere zur Schlachtstätte durch krcisvettrinärärztlicbc Untrriuchunn sestqestellt ward, daß der gesamte Klauenviehbestcrnd des bettrsienden Gehöfts noch scuchensin ist, fallen die dortfelbst unter aa, ee und dd genannten Bedingungen weg. Von den hier erwähnten Transvortbeschränknnqen und Des- insekttonsmaßnahmen nnrd Abstand genonrmrn, wenn die Tiere im Sperrbezirk verbleiben, 3, Ans dringenden wirkfchaMchen Gründen können von uns folgende Erleichterungen zu gelassen wechar: a) Verwendung von Klanenticren unoerisichter Gehöfte gur Felda rbest; b) Auftrieb derartiger Klauentiere auf die Weide; o) Zulassung von Llau cnti eren nnverscnchtrr Gehöfte zu Fasel- tteren: d) Zulassung des Besitzwechsels und der Ueberführnng von Klauentteren aus unverseuchten Gehöften in and er e nn- verscuchte Gehöfte desselben Sperrbezirk, 4, Für das Weggehen vcm Milch gelten die gleichen Arwrtz- mmgen wie für die Senchengehöfte (siehe oben A. 2. «). Jedoch kann die Abgabe von Milch an Sammelmolkerrien, in denen eine ausreichende Erhitzung (siehe daselbst) der gesamten Milch gewährleistet ist, auch ohne vorherige Abkochung oder andere ausreichende Erhitzung gestattet werden, 5, Sämtliche Hunde sind festzulegrn. Der Festlegung ist das Führen an der Leine und bei Ziehhunden die feste Anfchirrirng gleich zu achten. Me Verwendung von Hirtenhnnden zur Begleitung von Herden und von Jagdlpinden bei der Jagd ohne Leine kann gestattet werden, 6, Schlächtern, Biebkasttierern, sowie Händlern imd anderen Personen, die gewerbsmäßig in Ställen verkehren, ferner Personen, die ein Gewerbe im Umherziehrn ausüben, tst das Betttten aller Ställe und sonstiger Standorte von Klaucmvieh im SpcrrbcHirke, desgleichen der Eintritt in die Seuchcngrhöftc verboten. In besonders dringlichen Fällen kann die Ortspolizeibehördo Ausnahmen zulasten. 7, Dünger und Jauche von Klauenvieh, fernrr Gerätschaften und Gegenstände aller An, die mit solchem Vieh in Berührung! gekommen sind, dürfen aus dem Sperrbezirke nur mit orts- volizeilicher Erlaubnis unter den polizeilidl anzuordnenden Vorsiditsmaßregeln ausgefühn werden, 8, Tie Einfuhr von Klanenvieh in den Sperrbezirk, sowie das Turchtreibcii von solchem Vieh durch den Bezirk ist verboten. Dem Tnrchtreiben von Klmieuvieh steht das Durchfahren mit Wiedrr- käncrgcspaimcn gleich. Tie Einfuhr von Klanenvieh zur sosorttaen Schlachtung im Falle eines besonderen wirlschaftlichen Bedürsnisses auch zu Nutz- und Zud)tzwecken kann gestaltet werdcm. Das Verbot des Durchtreibcns einschließlich Dnrchführens erstreckt sich nur ans Klaucnvich, das von außerlzalb in den Sperrbezirk gelangt und aus diesem nnoder entfernt wird. Die Genehmigung zur Einfuhr von Klmienvieh zu Mltz- und Zucht- zwecken kann nur von uns und nur von Fall zu Fall erteilt werden, Händlern wird die Erlaubnis zur Ein- fuhrstctsversagt, II, Es wird ein Bcoba ch tungsgebiet gebildet, bestehend aus den Gemarkungen Gründers und Lauter, Für das Brobachtungsgebiet gelten folgende Anordnungen: 1, Aus dem Beobachtungsqebiete darf .Acmenvieh ohne ortsvolizeiliche Genehmigung nicht entfernt loerdcn. Auch ist das Durchttribcu von Klanenvieh und das Dirrchfalwen mit fremden Wiederkäuergrspunnen durch das Beobachttmgsgebiet' verboten. Das Verbot des Durchtreibcns einschließlich Durchfiihreus und des Durchfahrens mit Wiederkäuergespnim erstreckt sich nicht auf Klauenvich, das im Beobachttingsgebiet bleibt, 2, Tic Ausfuhr von Klanenvieh zum Zwecke der Schlachttmg ist, wenn die frühestens 48 Stunden vor dem Abgang der Tiere vorzunchmende tierärztlich« Untersuchung ergibt, daß der gesamte Viehbestand des Gehöfts noch seuchensrei ist, von der Orts- Polizeibehörde zu gestatten, mid zwar: a) nach Schlachtstätten in der Nähe liegender Otte; d) nach in der Nähe liegenden Eisenbahnstationen oder Häsen (Schiffsanlegestrllenl zur Weiterbeförderung nach Sck^lachtvichhösen und öffentlichen Schlachthäusern, vorausgesetzt, daß diesen die Tiere ans der Eisenbahnstatton oder mit dem Schifte irnmittelbar oder von der Entladestatton ans zu Wagen zngeführt werden. Für den Transport nach in der Rabe liegenden Orlen, Eisenbahnstationen oder Häsen (Schiffsanlegestellen) ist von der Orts» Polizeibehörde anzuordiirn, daß er zu Wagen oder aus solckwn Wegen erfolgt, die von anderem Klauenvich nicht betreteir werden. Durch Vereinbarung mit der Eisenbalm- oder sonstige» Betriebs- verwalttmg und, soweit nöttg, durch polizeiliche Begleitung ist dafür Sorge zu tragen, daß eine Bertihruug mit anderem Klmicn- rieh, svseru dies nicht gleichfalls ans einem Bevbachtungsgrbiete stammt, ans dem Transporte nicht stattffnden kann. Die Polizeibehörde des Schlackstorts ist von dem bevc>rstel>enden Eintreffen der Tiere ttchtzeitig zu bcnachrirhttgen. Bei KlMlenoieh, das im Beobachttingsgebiet abgeschlachttt wird oder das zur AbschlackUuug in einen benachbarten «pcrrbczirk gelangt, kann die Untersuchung des Bestandes auch durch den zuständigen Flrisckstcschauer norgenominen werden. Beim Trmrspvrt der Schlachttterc nach Orttn des Beobachtungsgebietts oder in einen an dieses angrenzenden Sperrbezirk wird von der Beförderung zu Wagen Wstand genommen, 3, Die Ausfuhr von Klanenvieh zu Nutz- oder Znchtzwccken darf nur mit unserer Genehmigung erfolgen. Mesc GenelTmigicug wird nur unter der Brdingirirg erteilt, daß eine frülwstens 24 Stunden vor dem Abgang der Tiere vorzunchmende amtstierärzlliche Untersuchung die Seiickwntteilwit des gesamten Viehbestandes des Gehöfts ergibt, und daß sich die Polizeibehörde des Bestimmungsorts mit der Einfuhr einverstanden erllärt hat. Am Bestimmungsortt stich die Tiere aus die Dauer von mindestens neun vollen Tagen der polizeilichen: Beobachtung (Quarantäne) zu unterstellen. Ans den Transport und die Anmeldung der Tiere finden die Bestimmungen der Ziffer 2 sinngemäß Anwendimg, Hinsichtlich der polizeilichen Beobachtung gelten dir Aestini- mirngcn über Quarantäne, 4, Die Einfuhr von Klanenvieh in da? Brvbach- tungsgebret zur Schlachtung rmd zu Nutz- und Zuchtzwecken ist gestattet, nicht aber zu Handelszwecken, 5, Im ganzen Bereiche des Beobachtungsgebiets ist der gemrin- schastliche Wridegang von Klanenvieh ans den Beständen verschiedener Besitzer und die gemeinschaftliche Benutzung von Brim- nen, Tränken und Schwemmen für Klanenvieh verboten. 6, Der Weidegang für Schweine ist verboten, Schafherden ist von der Grvßh, Bürgermeisterei rin besonderer Wcidedistrikt an- zuwrisen. Werben sie mcßerbalb dieses Drstritts angettosfen, so> wird ihre Aufstallung oder Einpferchung angrvrdnet werden, III, Es wird ein gefährdetes Gebiet gebildet, bestehend im Kreise Gießen aus der Gemarkumg Qucckborn. Für dasaesährdete Gebiet gelten svlgcnde Anordnungen: 1, Die Abhaltung von Klaucnviehmärkten, sowie der Austrieb von Klauenvich aus Jahr- und Wvcheumörktt ist verboten. Dieses Verbot crstteckt sich mich m,s marklähnliche Veranstalttingen, 2, Der Handel mit Klmienvieh, der ohne vvrgängige Bestellimg entweder außerhalb des töemrindcbezirks, der gerverblicken Niedcr- lassimg des Händlers oder ohne Begründung einer solchen stattfindet, ist verbottn. Ms Handel im Sinne dieser Vorschrift gilt auch das Auffuchen von Bestrllimgen durch Händler ohne Mitführen von Tieren und das Aufkäufen von Tieren durch Händler, 3, Die Veranstaltung von Versteigerungen von .Klmienvieh ist verboten, DaS Verbot findet keine Anwerrdung auf Mchvrr- steigernngrn auf dem eigenen nicht gesperrten Gehöfte des Besitzers, wenn nur Tiere znm Berkans kommen, die sich mindestens drei Monate im Besitze des Versteigerers befinden, 4, Das Abhalten von öffentlichen Tierschauen mit Klanenvieh ist verboten, 5, Das Weggehen von nicht ausreichend erhitzter Milch (s. oben II, 2 es mrs Sammelinolntteicn an landwirtschaftliche Betriebe, in denen Klanenvieh gehalten wird, sowie die Verwervmg solcher Milch in den eigenen Viehbeständen der Molkerei, ferner die Ent- ternnng der zur Aulieserimg der Milch und zur Ablirierung der MilchrÄMättde benutzten Gesäße ans oer Molkerei, bevor sie desinfiziert sind, ist verboten Ausnahmen von den Anordnungen für das gefährdete Gebiet können in besonderen Fällen zngelcrssen werden, IV, Zuwiderhandlungen gegen vorstehende Anordnungen werden nach 74 ff, des Reichs Viehseuchen grietzrs bestraft. Außerdem kann die sofortige Tötung der Tiere, über deren Standott die Sperre vrrliängt ist, oder die abqefvnder! sind oder der volnzrisichen Brohachttmg unterstehen, angevrdurt nwrden, wenn sie außerhalb der ihnen angewiesenen Ränmüchkeiten oder an Orten bet r o ffen werden, zu denen ihr Zutritt verboten nt. Gießen? den 17, Oktober 1914, GroßherzoglicheS Kreisamt Gießen, I, V,: Hemmerde, An die «rvtzh. Bsiraermeiftereien Weickartshain, »ribrfwtß. Lernte r und Queckborn. Borsteheich« Bekanntmachung wollen Sie sofort zur öffentlichen Kenntnis in Ihrer Gemiemdc bringen. Gießen, den 17.Oktober 1914. Großherzogliches Kreisamt Gießen, I. B.: Hemm erde. Kostüm rocke Ich empfehle Neue Kostüm rocke für Herbst u.Winter in Kammgarn, Rips u. warmen Winterstoffen in bester Verarbeitung Glatte Röcke mit Knopf-Garnitur in schwarz und blau Cheviot . . . Mk. 3.80, 4.80, 5.80 Glatte Röcke mit Knopf-Garnitur in schwarz und blau Kammgarn Mk. 6.80, 7.80 bis 24.— Tunika-Röcke in Kammgarn und Rips . . . Mk. 15 —, 18.— bis 26 — Schwarz-weiß gestreifte Röcke glatte Form Mk. 10.— mit Tunika Mk. 12.— Carl Nowack Größtes Spezialhaus für Damenmodewaren in Oberhessen 10649a Was eignet sich am besten | znm Senden ins Feld? 1. Frucht-Nüss-Pasten rin* ideale, genutzsertige, konzentrier»* I Nahrung auS Früchten, 1 Karton 35, 6 « Psg. 2. Nährsalz-Schokolade I ist eine wichtige Ergänzung der oft knavve» und einseitigen Nahrung, ITaiei 30,45Psg. Reformhaus, Kr enzplatz 5 I Zum Verschicken als Feldpostbrief empfehlen unser noch sehr grosses Lager in: Kopfschützern, Pulswärmern, Leibbinden, Ohrenwärmern, Unterjacken, Normalhemden, Socken, Hosenträgern, Taschentüchern zu mäßigen Preisen Verpacken und Adressieren wird gratis besorgt SALOMON & CIE. SCHULSTRASSE 101 m, Auf^ Kredit Herren-Änzüge moderne Ulster neueste Modelle gröBtr Auswahl Damen-Mäntel | Damen-Ulster Pelze netteste Modelle anf bequeme | Teilzahlung '(■ Sil ICft.K i. 1 Jttmann tiiessen, Bahnhofstrasse 29 Von heule bis 26. Oktober einschliesslich können 10 Pfund Pakete ins Feld geschickt werden, empfehle daher als sehr will- - kommene Gaben:- Wasserdichte Westen Wollne Unterwesten Wollne Hemden Wollne Jacken, Unterhosen Socken, Strümpfe Leibbinden, Kniewärmer Lungenschützer, Kopfschützer Ohrenschützer, Hosenträger Schiesshandschuhe Handschuhe, Pulswärmer Feldbinden, Taschentücher Erprobte Qualitäten :: Billigste Preise :: Julius Schulze Kreuzplatz ■ Telephon 774 maschinell Strickerei Karl Steinmetz EmvseHle meine ielbstgesiriikten Strümpfe, Socken, l'nlNnärmcr, Kopfftchüt/er, Leibbinden, Kniewärmer auSbestem Kammgarn and Schafwolle, ln gran nnd natnrhrann. Bei gröberem Posten B 0 ,. Bahatt. Grobes Lager in Garnen nnd Unterwasche, (07373 Eusanose-T abletten einhnwiluiaa Nähr- and Kr autgimosmitiri besonders auch als Vorbengnngamltlel gegen Blagen- nnd Darm- krankhellen für unsere Soldaten im Felde. In geeigneter Packung zum Versand als Feldpostbrief 1 Schachtel Mk. 1.—. In allen Apotheken käuflich. Blhnrittelwark 1. A. V. des Apsthakar-Verrinn Im Drannh. Hannen in Beinheim (Beeten). I0245ss Allg. Deutsch. FraDenverem OrtSaruvve Kietzen. Auskunftstelle für Zranenberuse. Frauen u. Mädchen erhalten unentgeltlich Rat und Auskunft für alle Berufe im allen Rathaus, Marktvlatz 14, DienSiag nachmittags von 6 V, bis 7>/> Uhr. 0 f Rechtsschutzstelle. Frauen u. Mädchen erhalte» unentgeltlich Rat und Auskunft inRcchtSangelcgknheitcn im alten RatbauSMarktplatz 14 Mittwoch nachmittags von 6 1 /«—8 Uhr. 1 Waggon prima ist eingetronen und verkaufe dieselben zu billigsten Preisen W. Hankel, neuen Bäte 7.(„ 7 ...dVeleph. G12. Komplette Betten | chlafzimmer j Wohnungs- [ I07 „a i Einrichtungen | anf Teilzahlung: oder Kegen bar kauft man am besten und billigsten bei J Jttmann Größt. Möbelversand- | haus Oberhessens Hahn liefst ■*. 29. I Prachtkatal. G gratis. I cinjtcSpcifc=uiib 3flltit= artosfcliibSÄ'geLr. Neuen Bane 7 Telenb.tilL Hankel ?ieucn Säue 7 Bindfaden,Kordel und Packstricke Ia. erstklasa Fabrikate, ständig. Laser von ca.3000kg sortiert, in den gangbarsten Nummern. Ludwig Lazarus Aster weg 53 Fernsprecher 505. [10399 Krautfässer Krautständer Waschbütten Fleisch butten Jauchefässer empfiehlt billigst [10797 Küfern Philipp Sommerkorn BlclchstraOo 10. in erprobten Qualitäten Franz Neumeier Sonnenetrame 20. 06742 MitLROKra Gcs.g ß: ^ Bestes Kosroctikum rd.Welt.z.l ) fleee d.Püße. I Kein Wundlaufen. I kein Geruch mehr. I Von irztLAutoritfitschr IctnDfobU Zu haben in all I Droz.n^Doth.PreisMl.- I Wo nicht erbJltl.eri.cee. 3 Eiusdt.v.M 1.15 Franko- I Versand direkt v-Fabrik Hans Fächer« rrankturt a.M. 2 S Statt Karten Elise Hermann "Wilhelm Stark Verlobte Burg-Gemünden Oktober 1914 Wirb erg 20 au 50 kg 20 -u 200 20 20 20 gr 40 10 40 100 20 5 20 50 20 2 50 20 40 ff 1 ff Musterung Öff lillllliSgcbildtttll Landsturmpflichtigen Die Musterung uud SluShebung der in der Stadt Kietzen wobubaiirn unauSgcbildrtrn Landsturmvfiich- tigcn der Jahrgänge 1894 bis 1885 findet am 23. und 24. Oktober 1914 im Sflalöflu Kufe Leib (Mtorfniije Nr. U) statt. ES haben sich zu stellen: Am Freitag, den 23. Oktober 1914. vormittags 8 Uhr, die in den Jahren 1894 bis eiuichl. 1888 gc geborenen Pfiichtigeu, am Samstag, den 24. Oktober 1914, vormittags 8 Uhr, die in den Jahren 1887 bis cinichl. 1885 gcdorrueu Pfiichtigeu. Die in Frage kommenden unauSaebildeien Laildsturm pllichtigen werden Hiermfi autgesordert. fich an den vor genannten Lagen rechtzeitig im MufirruiiftSIokal einzu> finden. Betondcre Ladungen ergehen nicht. Die Pfliö,- ligen inäfien reinlich und ordentlich gekleidet erscheinen: die Landsiurmschetne find mitznbringen. Wer durch Krankheit oder körperliche Gebrechen am Erscheinen im MufierungSlokal verhindert ist, Hai mir ein beglaubigtes, ärztliches Zeugnis rechtzeitig cinzulteiern. Die von der Bahn-, Post- und Lclegravbenver- waltung als unabkömmlich bezcichneten Beaniten und ständigen Arbeiter find von der persönlichen Gestellung in, Mustcrungstermine betreit: es genügt die Einsendung der Unabkömmlichkeitsbcscheinigungen. Wer fich der Gestellung entzieht, wird mit FrcihcitSitrase von iechs Monaten bis zu füni Jahren bestraft, es kann auch im Falle der Tauglichkeit im iortige Einstellung als unsicherer Landsturmpfiichtigcr erfolgen. Gietzen, den 17. Oktober 1914. Der Oberbürgermeister _ Keller. 10771R Stadt. Fortbildungsschule Gietzen. Nach Bcschlub de« Schulvorstandes soll der Unterricht i» der allgemeinen FortbildungSichnIc demnächst ivieder bcainnen. ES werden deshalb alle Knabe», die während der drei letzten Jahre a»S der Volksschule entlassen wurden, sowie die Schüler aüer höheren Schulen, die nadi Ablaus des achten Schuljahres austrcten. ohne mindestens ein Jahr der Obertertia angehört zu haben, auigesordert, ^onnerstög, Den 22.S)ftoöfr 1H14, naftmittflgö SUIjr, im Schulhaüs der Siadtknahenichule — Nord-Anlage 8 — pünktlich zu erscheinen, um Stundenplan und andere Mil- iciiuiigcn enlgegenzunchine». Gietzen, den 17. Oktober 1914. Der Schulvorstand. _ Keller. _ [40761B Arbeit für die Frauen! Biele Frauen und Mädchen unserer Stadt suchen Arbeit. Fch bitte die Gietzener Frauen, zu helfen, datz sie sie erhalten. Auch dte Frauenwelt mutz am Fortbestand unseres Wirtschaftslebens Mitwirken und die Arbeitsgelegenheiten schaffen, die sie nach Lage der Berhältniffe bieten kann. Wer ohne Rot Dienstboten oder Lanf- sranen cntlätzt, wer falsche Sparsamkeit übt, indem er notwendige Aufträge znrückhält oder alle Näharbeiten selbst besorgt, die er sonst durch bezahlte Kräfte verrichten lieb, wer überhaupt zu jeder unentgeltlichen Arbeit bereit ist und dadurch diejenigen verdrängt, die zu ihrem Unterhalte bezahlter Arbeit be- diirsen, der schädigt die gesamte Volkswirtschaft. Arbeitgeben ist die best« Form des WohltunS. Arbeitsgelegenheiten werden zmeck- mätzig bei dem städtischen Arbeitsnachweis (Astcrwcg Nr. 9) gemeldet, der durch sachkundige Frauen unterstützt wird. An gleicher Stelle wollen fich arbeit- snehende Frauen u. Mädchen melden, insbesondere solche, die im Nähe«, Stricke», Bügeln und Waschen geübt find. [10777B Gietzen, den 18. Oktober 1914. Der Oberbürgermeister. Keller. Bekanntmachung. Für das Getangenenlaner find ertorderlich: 150 Lönie zu 70 1 Jnhalb von verzinntem EtienSlech, 10 Deztmalwagen, Tragfähigkeit 500 kg, mit Gewicht« von Eisen und zwar: Angebote mit Angabe der Lieserzeit Nnd bis zma 23. b. MtS., vormittags 10 Ubr. der Garnison- verwaltung cinzurenheii. _ 10764 Vergebung von Holzansuhr. Die Ansnbr von 84 Fstm. Buchcn-Stammholz ans dem Staatswald der Oberiörstrrei Kroidorf nach dem Don- werk Abendstern soll an den oder die Mindestsordernden vergeben worden. Von dem Holz lagern 3 Fstm. im Diitr. 10b, DiebSkant, 22 Fstm. im Distr. 13b, 14b, 16 Kreuz- schlüge, 10 Fstm. im Distr. 54 a Münzenhau, 49 Fstm. im Distr. 55 b Lindenschied. Die Vergebung kann in einem oder auch in mehreren Losen, distrikS- und klafienweise staitfindem Die Anfuhr mutz hlS Ende November beende! sein. Rach beendeier Anfuhr werden die Anfiihrkosien au» der SiaatSkafie bezahlt. Die verschloifenen Angebote mit Angabe der Menge des anzusahrenden Holzes, der Distrikte und der Forderung für den Festmeter find bis Dienstag, den 27. Oktober, vormittags 11 Ubr. der 5kg 1. Oberförsterei Krosdors einzureichen. 10771 1! Württemberger Hof Babubofstratze 15. (10758 Dienstag, 20. Oktober Metzelsuppe MorgcnSWcllsleichmitKiaut.