(64- Jahrgang Nr. 244 D«r Siehener Anzekger erscheint täglich, cocher Sonntags. - Beilagen: viermal wöchentlich SiehenerZamiliendläNer; zweimal wöchenll.Uielr- dlallsiirdenNreirSiehen (Tienstaq »ndstreixigh zweimal monnll. Land- wirlscheflliche ätilfragcu fferiuprech - Anschlüße: sür!ne8chr»r>eN»nqII2 Verlag,GejchättsstekleSI Adresse für Traylnach» richten: Anzeiger Oletzen. Annehme »on Anzeigen für die Tagesnummer bis vormittags 9 Uhr. Erster Blatt Zamrtag. tf. Gklober General-Anzeiger für Oberhessen ieznqsorr moiifltt. 75 Ps., vieriel- iährl. Mt. 2.2«: durch Abhole- u. Zweigstelle» uiviiatl 65 Pf.; durch diePosl Mk.L.—viertel- lährl. ausichl. Beilellg. Zcileupreis: lokalläPi.. ausiv. 20 Pi. — Haiipl- schriitleiier: Aug. bloetz. Verantwortlich für den polit. Teil: Aug. Goetz: für .Feuilleton", .Vermischtes" uiid.Gerichts- faal": Karl Neurath: für .Stadt lind Land" R»tasis»;»nuk »nd Verlag der Srühl'schen Univ.-Vuch- und SteinSruckerei R. Lange. Schriftleitung. Keschäftzstelie u. vriickerei: Schulstr. 7. Anzeigenteil:' Beck. Brügge und Ostende besetzt, vie Russen bei Lyck geschlagen. ®r»fc<4 ö-ftnl»tqn«TtTet, 16. Ott., imftng5. (Amtlich.) Die Russen versnchtrn am 14. Oktober sich wieder in den Besitz von Lyck zu setzen. Di« Angriffe wurden zu rück gewiesen. 800 besangen«, rin beschütz und drei Maschinengewehre sielen in nniere Hände. Brügge wurde «n 14. Ovober, Ostend« «n 1b. Oktober von unseren Truppen beseht. Heftige Angriffe der Franzosen in der Gegend nordwestlich von Reims sind abgewiesen worden. Die Franzose n melden in ihren amtlichen Bekanntmachungen, hast sie an verschiedenen Stellen der Front, z. B. bei Berry au Bar, nordwestlich von Reims, merklich Fortschritte gemacht hätten Diese Meldungen entsprechen j» keiner Weis« den Tat- J achen. * » * Schneller als erwartet werden konnte, ist auch Ostende von unseren Truppen genommen worden, und zwar scheint die Besetzung ohne Kampf erfolgt zu sein: von dem Eingreifen der englischen Flotte hört man wieder einmal gar -nichts. Vielleicht wird in den nächsten Tagen weiter südlich ein neues Treffen stattfindcn, denn cs herßt, daß Reste des belgischen Heeres im Bunde mit einigen Engländern einen letzten Versuch machen würden, zu ihren Kampfgenossen in Nordfrankreich sich dnrchzuschlagen. lieber die weiteren Schritte des deutschen Heeres in Flandern kann man vorerst nur Vermutungen anstellen. In Frankreich glaubt man, nach einer Pariser Meldung, daß die Deutschen versuchen würden, den linken Flügel der Franzosen von Westen brr zu umfassen und aus Paris loszumarschieren. In England aber entfacht die „Times" wiedcr einmal die alte Angst vor einer Jrrvasion! Es gebe deutsche Häfen genug, >vo eine Viertel Million Mann schnell eingeschifft werden könne, und die Gefahr, die Unterseeboote bieten, halte oft eine große Flotte von ihren Bestimmungsorten fern! Hand in .Hand danftt geht die Besorgnis der Londoner vor deutsche» Lustschissen und Fliegern, und die stolzen Briten beginnen infolge amtlicher Warnungen schon, sich in Kellern zu verstecken. Bald werden wir vieUeicht wesiere heitere Dinge aus London vernehmen, denn wenn sich unsere Vettern schon in Friedenszeilen öfter mit übertriebenen und phantastischen "Vorstellungen deutscher Ueberfälle abgequält haben — wie- iviel mehr Wird es jetzt der Fall sein, wo der Besitz der bel- lgischen Küste und die in Aussicht stehende Erfassung von sCalais uns wirklich die Möglichkeit geben, ernstlich darauf zu sinnen, wie der Insel da drüben am nachdrücklichsten bei- .zukommcn sei. Karl Peters, der jetzt aus London zurnckgekehrt ml, glaubt, wie er in einem Ausiatze des „Tag" bekundet/ »ebenfalls an die Durchführbarkeit einer deutschen Landung lin England, und er fitzt hinzu, daß das englische Volk in den zwei Monaten, die er drüben habe verbringen müssen, reichlich bewiesen habe, wie sehr es einen neuen deutschen Besuch, diesmal nicht mit Frenndsckiastsbeteuerungen, verdiene. Wenn man die Maßstäbe anlegt, die Lord Roberts in der Erwägung eines Angriffes zu Lande öfter verwendet bat, muß die Angst seiner engl. Landsleute von Tag zu Tag steigern. Werden, so rief er noch imJahre1909, 315 000Mann genügen, die Feinde von einer Invasion abzuhalten? Run. wie es heute mit der englischen Territorialarmee onssieht, können wir ahnen. Die Klage des britischen Feldmarschalls, daß ihm Ta u s e n d e von Offizieren fehlten, wird sich jetzt, in der höchsten Rot, außerordentlich siihlbar machen, und Illusionen werden jetzt nichts mehr Helsen. > Ein neuer Zeitabschnitt des Krieges bat begonnen, der es wohl gestattet, auch sckwn einige geographische Zukunfts- betrachtungcn anzustellen. Unsere ungeheuren Anstrengungen sind eines auch dem Volke sichtbaren Zieles wohl wcrtk Selbstverständlich wäre es müßig und unzweckmäßig, schon jetzt Länder zu verteilen und künftige Grenzen zu ziehen. Einzelne Probleme indessen sind schon in sehr greifbare Nähe gerückt. Da ist zunächst Belgien. Es ist wohl kaum eine Frage, daß es seine Selbständigkeit verlieren muß. Sein unerhörtes Verhalten beim Ausbruch des Krieges, die mörderische und brutale Behandlung unserer fliehenden Volksgenossen, der törichte Widerstand seiner verblendeten, mit den Feinden von Anfang an im Bunde gewesenen Regierung, und noch vieles andere gestattet nunmehr dem deutschen Reiche, lediglich nach seinen eigenen Bedürfnissen zu fragen, mctm die Zeit der Abrechnung gekommen ist. Belgien mit seiner Hauptstadt Antwerpen und den deut - scheu Knslcnplätzen wird deutsch! Keine zögernde Zerstückelung, sondern ganze Arbeit! Wir brauchen Platz an der Sonne, und an jenem Teil des Nordseestrandes werden wir uns auch der näheren Nachbarschaft nrit England erfreuen! John Bull ist berühmt wegen seiner rücksichtslosen Bequemlichkeit, ivenn er aus Reisen ist. Wir wollten es ihm einmal nachtun und nach der Eroberung des französischen Küsten- streifcns bisCalais, dcsien wir wohl ebenfalls dauernd uns bemächtigen müssen, unsere langen Beine mit den Kanonenschäften der 42-Zentimeter-Drummer bis hinüber nach Dover ausstrecken. Auch Harden ist in der neuesten Ltnmmer seiner Zukunst vcnr dieser Aussicht erfreut und erklärt, daß er für seinen Teil Frankreich nicht weiter beschneiden wolle. Wie steht es mit Polen? Das ist eine andere Frage, die auch schon etwas offener besprochen werden kann Das Volk des weißen Adlers hat sich der großen Zeit nicht recht gewachsen gezetzt. Keine Einmütigkeit in den Zielen keine kraftvollen Führerpersönlichkeiten, die das Volk fort znreißen vermögen. In Galizien hat der Adel versagt und dem einziehenden Russen sogar Lohalitäi und Sympaihie versichert. Mancherlei Gründe mögen diese Wirrnis und Zerfahrenheit im polnischen Laaer erklären. Der Herausgeber der „Grenzdoten" nennt die Lügen, die um Deutschland und sein Streben gewoben wurden, die Selbstüberhebung der polnischen Wisienschaft und den bestechenden wirtschaftlichenAuf- schwung, den Rußland seit 1005 genommen habe. Dir haben die Hilfe der polnischen Soldaten glücklicherweise nicht nötig. In russisch Polen haben die deutschen Heere manche Sympathie gesunden, aber Warschau ist von den Deutschen aus eigner Kraft erreicht worden. Auch im Osten enthebt uns ein Grenzvolk der Notwendigkeit, bei dem Abschluß xs Krieges die Dankbarkeit als einen Faktor mitsprechen zu lassen. Ein Polenreich als Pufferstaat wäre eine ständige Gefahr für Preußen, für die Provinzen Posen, Westpreußen und Schlesien. Dem weißen Adler werden die Federn nicht wieder wachsen; er wird, soweit er seine Heimat innerhalb der deutschen Reichsgrenzen besitzt, bescheiden in den Nestern des schwarzen Adlers horsten dürfen. Eine kluge Polenpolitik, das wird nach wie vor ein Hauptaugenmerk der deutschen inneren Politik bleiben! „Wir werden sie totmarschieren". Rotterdam, 16.Lkt. Der Kriegsberichterstatter des „Nieuwe Roiterdamsche Courant" meldet ans Sas van Gent: Es stellt sich heraus, daß: die Verbündeten sich, nunmehr aus ganz Belgien schnell zurnckziehen. Die Deutschen rücken nur unter der Losung: Wir werden sie tvt- marschieren! in Eilmürschen vor. In der Richtung ans Fonrnes wurde die Nachtzit der englischen, französischen und belgischen Armee geworfen. Die Deutsch«: verfügen über starke Truppen, die alles vor sich hertreibeu Am Mittwoch früh 10 Uhr fuhr ein Automobil mit deutschen Offizieren in die Stadt tznein, um tze Besetzung vorzubereften Roubaix ist in den Händen der Deutschen. Dann begab der Berichterstatter sich nach Lille. Gs war dort in den Straßen gekämpft worden, darauf war die Stadt bombardiert worden. Eine Taube hat Bomben geworfen. In der Stadt brach Feuer aus und die Burger flüchteten halb bekleidet in alle Richtungen. Die Einnahme der Stadt durch die Deutschen erfolgte am Dienstag abend. Am Mittwoch ftüh zogen Tausende deutscher Truppen mit klingendem Spiel in die brennende Stadt ein. Der Siadtbeil am Bahnhof und der Kirche Saint Maurice ist gänzlich zerstört. Gestern früh ans der Fahrt von Ostende nach Slny begegneten dem Berichi- erstafter Hunderte von Automobilen mft belgischen Offizieren. von denen der größte Teil den Deutschen in tze Hände gefallen ist. weil die Verbindung mft Frankreich abgc-- jchnitten ist. Sogar hei Dünkirchen wftd schon gekämpft. Die Stadt ist teilweise durch Ueberschwemmnixg geschützt. Belgien ist nmrmehr vollkommen in der Macht der deutschen Truppen. Das ganze östlich« und weltliche Belgien w/rd durch sie von belgischen Soldaten gesäubert. Ein englisches Flugzeug herabgeschoffen. München. 16. Okt. Bei Pervnnes in Nvrdfrankreich wurde ein englisches Fkugzeug von deutscher Artillerie zum Landen gezwnnaen. Zwei bayerische Soldaten machten die Insassen'des Flugzeuges zu Gefangenen. Dabei stellte sich heraus, daß der eine der Offiziere der Bruder des bekannten Staaats sekretärs Sir Edward Grey war. Sin belgische» Lob. Brüssel, 16.Okt. MTB. Nichtamtlich-) Der Bürgermeister der seit fast zehn Wochen von deutschen Truppen besetzten Stadt Wemmel hat an den Gcneralgouvernenr v. d. Go l tz ein Schreiben gerichtet, in dem er das Verhalten der deutschen Soldaten als durchaus tadellos bezeichnet und in wärmsten Worten die Gerechtigkeitsliebe und die entgegenkommende, menschenfreundliche Haltung des Platzkommandanten Oberstleutnant v. B. hervorhebt. Die Bevölkerung Wenrmels, die durch diese? Borgehen von tiefster Dankbarkeit erfüllt sei, sehe deshalb der Zukunft vev, trauensvoll entgegen. Tie „Times" über einen etwaige« deutschen Angriff gegen England. London, 16.Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Der militärische Mitarbeiter der „Times" beschäftigt sich neuerlich mit einem deutschen Angriff gegen England und schreibt: Wir müssen erwarten, daß wft in unserem Heimad- land angegriffen werden. Das kann aber nur durch eine Truppenexpedition geschehen. Die Seeverteidigung eines Landes wie England bietet große Schwiertzkeiten, nicht nur, weil eine große Stärke wegen der ausgedehnten Küste notwendig ist, sondern auch, weil dir britischen Truppen auf dem Kontinent sind und wegen des Mangels eines nationalen Heeres, das nun in der Bildung begriffen ist. Tie Gefahr, die die Unterseeboote bieten, hält oft ein« große Flotte von ihren Bestimmungsorten fern. Di« Zeppeline und die Minen legen dem Admiral Iellicoe eine große Verantwortung aus. Solange tz« Deutschen Fortschritte machen, besteht die Möglichkeit, daß sie Truppen unter dem Schutze älterer Kriegsschiffe an Land setzen können, während die Hauvtflotten an anderen Orten im Kamps sind. Es gibt deutsche Häfen genug, wo eine Viertel Million Mann schnell eingeschifft werden kann. Umso mehr Grund ist vorhanden, daran zu denken, als der bamps auf dem Festlande hoffnungslos und anstrengend zu sein scheint, so daß er für die Deutschen säst nicht zu ertragen ist. A n t w e r p e n s S ch i ck s a l zeigt, daß Deutschland sich in einem Gebiet sestznsctzen sucht, von Wo es einen Schlag gegen England richten kann. Aber das ist nicht Strategie, sondern Abenteurerhoffnung auf Glück. Je weniger Chancen Deutschland aus dem Festlande hat, umso eher bereitet es einen Vorstoß gegen England vor, aber umso weniger Wahrscheinlichkeit besteht auch, daß es Glück hat. Englische Beleidigungen Hollands. Amsterdam, 16. Okt. (WTB. Nicküamtlich.) „Allgemren Handelsblad" schreibt: Es ist die Pflicht der Presse neutraler Länder, sich gegen die kriegführenden Länder nnvarteiisch zu erweisen und sich als dessen zu enthalten, was diese beleidigen kömrte. Aber diese Beipflichtung bejastct die Presse der krieg- ftihrcnden Länder mit der gleichen Pflicht. Es must ihr schlechterdings verboten sein, neutrale Länder heraiiszuforderu oder zu beleidigen. Das „Handelsblad" wendet sich daraus gegen einen Artikel in der „Saturday Review", der vorschlägt, England solle Seeland während des Krieges pachten oder kaufen und cs an Belgien geben. Dies müsse die künftige Grenze Hollands sein, wenn wieder tze Rede vom Frieden sei. „Handclsblad" lenkt die Aufmerksamkeit des britischen Gesandten im Haag aus diese schändliche Beleidigung eines neupalen Landes, das ehrlich bemüh! ist, seine Pflicht gegen all« Nachbarn zu tun, und das seine Neutralität zu eigenem großen Verlust mit aller Macht sesthäll und den britlschen Schiffbrüängen und Internierten sicher keinen Grimd zu Klagen über Hollands Neutralität gibt. Das Blatt fährt fort: Da unsere eigene Regierung so streng sorgt, daß unsere Presse die Neutralität gegen England nicht verletzt, so möchten wir ftagen, ob nicht di« britische Regierung tze bripsche Presse cbensalls mahnen kcmn, Holland nicht zu dcleitzgen und zu beschimpfen. Kann es eine größere Kränkung geben als den Vorschlag, Seeland, das mit Holland das Her» der Mederlande tzldct, von England kaufen zu lassen und hinMzufüqeu, daß tzese Grenze doch an Belgien fallen müsse. „Handelsblad" wendet sich dann gegen tze Stelle des Artikcks der „Saturday Review", daß in Kriegszeiten das Recht denk Kriegsrocht iveichcn müsse, das das Recht des Stärkeren sei, und jagt: Wenn Wocheirschristcn wie die „Saturday Reviews" so als roheste Militaristen schreiben, entsteht tze Besorgnis, daß dü Achtung vor dem Völkerrecht in England bereits finehr als erschüttert ist. Die ventralen Staaten müssen davon Kenntnis nehmen. „Handelsblad" beschäftigt sich ferner mit einem Artikel dek „S p e k t a t o r s", der bedauert, daß Holland neutral geblieben sei und nicht Partei'für Deutschland ergriffen habe, da die Neutralität für England keine Hilfe, sondern mir eine Belästtgung sei. „Handelsblad" schreibt dazu: Die Neutralität ist ein schwerer Harnffch, der wenig bffchirmt, aber unsäglich drückt. Jedenfalls dürfte der Träger eines solchen Horniich's, der das Schwert nicht gebrauchen darf, nicht obendrein beleidigt iverden. Belgische Flüchtlinge. Kopenhagen, 16. Oft. (WTB. Nichtamtlich.) „Ratio- nal Tidende" meldet aus London: Fortgesetzt kommen noch belgische Flüchtlinge an. In England sind allein etwa 160 000 Personen. Tausende von Heimen öffnen sich ihnen. 2500 verwundete belgische Soldaten sind gestern an- qekommen. König Albert will bei der Armee bleiben. Die Königin weigert sich, ihn zu verlassen. Während eines Besuches des Generals Jo ffre im Hauptquartier warf ein deutsches Flugzeug eine Bombe herab, tze in der Nähe Poincarss und Jvffres nicoerfiel. Das deutsche Flugzeug wurde von einein französischen verfolgt und heruntergeschossen. (?) Rotterdam, 16. Oft. (WTB. Nichtamtlich.) Dem „Nieuwe Roiterdamsche Courant" wird ans Sluis unterm 15.Oktober gemeldet: Die Zahl der Flüchtlinge ans dem nordwestlichen Belgien, die hier dnrchkamen, wftd auf 60 OOOgeschätzt. Ihr Zustand ist unbeschreiblich. Es gibt für sie keine Unterkunft, so daß viele die Nacht aus der Strafte zubringen mußten Es herrscht Mangel an Nah. rungsmitteln. Die Bäckerladen sind leer, alle Dauernwagen sind requiriert, um Leute nach Breskens zu bringen, abei auch dort ist alles voll. Zwanzig große Bovte, tze sonst für die Beförderung von Zuckerrüben benutzt werden, waren ganz mit Flüchtlingen besetzt. Die Antwerpener Kriegskontribution. Rotterdam, 16.Oft. Wie man jetzt hört, soll der Stadt Antwerpen statt der Kriegskontribution die Unterhaltspflicht für die deutsche Besatzung auferlegt werden. v. Beseler Ehrenbürger von Greifswald. Greifswald, 16. Okt. In der heutigen gemtzic- sam-en Sitzung des Magistrats und der Stadtverordneten wurde einstimmig beschlossen, den Eroberer von Antperpen, General v. Beseler, einen geborenen Greifswalder, zum Ehrenbürger der Stadt zu ernennen. ' , * Barbarisches Vorgehen der Ruffen. Wien, 16. Okt. (WTB. Mchtamtlich.) Aus dem Kriegs- pressequartier wird amtlich gemeldet: Unsere Truppen, die aus Tarnow über Rzeszom vorrückten, hatten Gelegenheit, sich von dem allen militärischen Bräuchen bvhnsprcchenden barbarischen Vorgehen der russischen Truppen gegenüber der einheimischen Bevölkerung zu überzeugen. Alle Ortschastcn auf der Strecke bieten ein Bild ärgster Verwüstung. In Dembica wurde tzn Teil der Stadt cingeäschert. Das schöne Schloß Zawada wurde, da sich die einzige, mit der Aufsicht betraute Person iveigerte, das ilyr an vertraute Eigentum widerstandslos der Plünderung preiszugeben, vollkommvu ausgeraubt, rm Umkreise mit Petroleum begossen und an- gezündet. Me Herrenhäuser bieten ein trauriges Bild der Verwüstung. Besonders hatten es die russischen Truppen auf die Uhren abgesehen, die mit meist sehr unsanftem Griff aus der Westentasche des Besitzers in die Stieselröhre eines Kosaken befördert wurden. Dein Pfarrer in Mrowla wurde seine Beichtuhr, welche die Zahl der abgenommenen Beichten anzcigte, aus der Dusche gezogen. Als der Manu später erkannte, daß sie wertlos war, wurde sie wieder zicruekgestellt. Beim Rauben von Uhren taten sich auch die Offiziere leinen Zwang au. Die Geistlichen wurden vielfach zur Ocff- uungder Kirchen gewaltsam genötigt. Auch Verkäufe wurden von den russischen Soldaten durchgeführt. Namentlich geraubte Kühe wurden den Bauern der Nachbarorte um einen Spottpreis zum Kaufe angeboten. War der Preis bezahlt, so erklärte der Verkäufer, daß er sich die Sache überlegt hätte und zog nrit der Kuh und dem Gelbe davon. So wurden mit einer Kuh mehrere Verkäufe durchgeführt, der schließliche Besitzer blieb aber immer derselbe russische Soldat. Besonders zu erwähnen ist, daß-, wie aus einzelnen Bezirken gemeldet wird, Frauen und Mädchen vergewaltigt worden sind. Musterung de» österreichischen Landsturm». Wien, 15. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) lim den sich noch lnrmer mehrenden Ansprüchen an die Wehrmacht entsprechen zu können, und um einen möglichst großen Bestand von ausgcbildeten Wehrfähigen zu schaffen, wird nunmehr die Musterung der Landsturmpflichtigen ersten Aufgebots in Aussicht genommen, welche ergeben soll, ob die Betreffenden derzeit wehrfähig, d. i. zum Landsturmdienste mit Waffe geeignet erscheinen. Die Musterung wird sich also mit wenigen Ausnahmen grundsätzlich auf die in den Jahren 1878 bis 1896 geborenen Lcmdlturmpflichtigen erstrecken, die bis einschließlich 1913 bei ihrer Stellung und Ueberprüfung als waffenfähig befunden oder im Wege der Nachprüfung aus dem gemeinsamen Heere, der Landwehr oder der Gendarmerie ausgeschieden wurden. Die Stimmung in Lemberg. Ofenpest, 16.Okt. Lemberger Flüchtlinge berichten, in Lemberg herrsche ziemlich Ruhe. Am Tage sicht inan fast keine Truppen in den Straßen; auch die russischen Offiziere spazieren meist in Zivilkleidern umher. Nach 8 Uhr abends darf niemand mehr auf den Straßen weilen. Ein Teil der Stadt, der fast ausschließlich von Ruthenen» bewohnt war, ist zerstört. Aus den Museen wurden große Kisten mit geraubten Gegenständen nach dem Bahnhof geschafft. Die russische Sozialdemokratie gegen die Negierung. Brüssel, 16. Okt. Der Vorstand der russischen Sozialdemokratie hat an den Führer der belgischen Sozialdemokraten Dandervelde folgenden Brief gerichtet: In Rußland herrscht die gleiche schamlose Unterdrückung und grenzenlose Aussaugung des Volkes wie früher. Auch während des Krieges, wo man erwarten konnte, daß der russische Absolutismus vorsichtiger sein Iwürde, ist er seiner wahre» Natur treu geblieben. Alle sozialdemokratischen Zeitungen sind unterdrückt, alle Arbeiterorganisationen ausgelöst worden. Verhaltungen und Anweisungen ohne Urteil finden andauernd statt. Deshalb kann das russische Proletariat aus keinen Fall und unter keinen Umständen einen Waffenstillstand mit der russischen Regierung schließen, sondern muß ihr jede Unterstützung verweigern. Bei uns kann keine Rede von einem Bruch der Treue sein. Umgekehrt halten wir es jetzt für unsere Pflicht, vom Standpunkt der alten Forderungen, die das russische Proletariat einmütig während der letzten revolutionären Bewegung aufgestellt hat, den unversöhnlichen Kampf gegen die Regierung fortzusetzen. SBir halten es für unsere Pflicht, die jetzige Lage der russischen Regierung im Jntercsie der russischen Freiheit auszunützen. * , * England und der Orient. Konstantinopel, 16.Okt. (ALM. Nichtamtlich!.) Der „Tasvir-i-Effiar" bestätigt, daß der frühere Kommandant der türkischen Flotte, Admiral Limpus, in der russischen Schwarzen-Meer-Flotte Dienste genommen hat. Die Nachricht maclit in türkischen Kreisen einen üblen Eittdruck und trägt lebhaft dazu bei, die Verstimmung gegen E n g l a n d zu verschärfen. Konstant inopel, 16. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Wie die Blätter melden, ist der frühere persische Justiz- minister, Prinz Mirza Riza, hier eingetroffen. Er soll Urlaub erhalten haben und wird Konstantinopel bald verlassen, um sich nach Monaco zu begeben. Ein türkisches Blatt bringt eine Unterredung mit dem Prinzen, in der dieser erklärt, daß Persien unter dem gegenwärtigen Schah, der ein starkes Reich schaffen wolle, große Fortschritte mache. Das Budget sei in Ordnung gebracht. Die persische Staatsschuld belaufe sich aus 6 Millionen Pfund, was für ein so großes Land eine unbedeutende Summe sei. Für Reformen in Persien sei vor allem Geld notwendig. Man plane dem Abschluß einer Anleihe, die auch dazu dienen solle, die alten Staatsschulden zu bezahlen. Die Regierung werde Steuern einführen ähnlich denjenigen in europäischen Ländern, denn gegenwärtig gebe es mit Ausnahme der Zölle keine Abgaben in Persien. Das Land werde dann über bedeutende Reserven für den Fall des Bedarfs verfügen. Der Schah bemühe sich ständig, die türkisch-persischen Beziehungen enger zu gestalten. Persien benötige heute vor allem eine Armee. Gegenwär-z tig arbeite eine besondere Kommission zu diesem Zwecke. Persien werde bald eine reguläre Armee in Stärke von 30 000 Mann haben. Das Land werde durch den gegenwärtigen Krieg sehr gewinnen. — ,Zkdam" hebt die Bedeutung der Erklärungen des Prinzen Mirza Riza hervor, die von den Ottomanen als gutes Vorzeichen sür die Beziehungen zwischen den beiden Ländern ausgenommen würden. Das Blatt ist überzeugt, daß zwischen der Türkei und Persien eine unerschütterliche Brüderlichkeit ausgerichtet wird. * i ' Die Tätigkeit der deutschen LandeöversicherungSanstalten. Berlin, 16.Okt. (WTB.) Der Präsident des Rcichs- Versicherungsamtes Dr. Kausamann hat in einem Artikel in der „Woche" (Nr. 38) die hochherzigen Kriegsmast- nahmen ver deuffchen Landesversicherungsanstatten geschildert. Die gewaltigen Summen, die nach dem Beschlüsse der Vertreter der deutschen Landesversicherungsanstatten in der Sitzung im Reichsversichernngsamte am 31. August für Kriegswohlfahrtspflege bereit gestellt werden sollten, beginnen jetzt in verschiedenen Kanälen in die Masse der Bedürftigen zu fließen. An der Kriegsanleihe haben sich dre Landes Versicherungsanstalten mit 150 Millionen, die Berufsgenossenschaften mit etwa 40 Millionen beteiligt. Für Zwecke des Roten Kreuzes-Zentral-Kvmi- tees, Landes- oder Pwvinzstellen, wurden biS jetzt schon über 900 000 Mark anfgewendet, darunter 200000 Mark für Lazarettzüge. Für warme Unterkleidung für unsere Soldaten verausgabten die Anstalten 500 000 Mark und zwar flössen diese Summe» einer Anregung des Präsidenten Dr. Kausinann zufolge, den verschiedensten Landes- und Provinzstellen zu, um der Ärbeits- lvsigleit im weitesten Umfange zu steuern. Auch an der Hilssaksivn für die vom Feind« zerstampften» Provinzen Ost-Preußen und Elsaß-Lothringen sind die betreffenden Landesversicherungsanstalten im Verein mit anderen durch lokale Bedürfnisse weniger in Anspruch genommencit Anstalten beteiligt. So ,»erden Elsaß-Lothringen von der rheinischen Landesveriichcrunglanstalt mehrere Millionen darlehnsweis« zur Verfügung gestellt. Für die Ausrechterhaltung des Betriebes unserer H eil-Anstal t c n, nainentlich der Heilstätten für Tuberkulosebekämpfung, wurden gewaltige Mittel ausgewcndct. Diese großartigen, finanziellen Leistungen unserer Lan- desversichcrungsanstalten auf dem Gebiete der Kriegswohl- sahrtspflege liefern uns den Beweis, daß unsere Arbeiter- Versicherung sich nicht bloß im Frieden, sondern auch im Kriege wohl bewährt und sie geben uns das Recht, auf uw- sere Arbeiterversicherung stolz zu sein. Aus Sta-i und Land. Gießen, 17. Oktober 1914. Oktobertage. Mtt welken Wangen, im bunten, verschlissenen Mantel, mit Fruchtgeschenken behängen, ist der Herbst wieder ins Land gezogen. Auf den Wiesen beginnen im Dänrmerlichst die milchweißen Nebelschwaden zu brauen, am Dornbusch hängen morgens bereifte Spinnweben, die Zeitlose ist verblüht. Das Leben in der Natur geht zur Rüste. Es ist heuer nicht anders wie sonst in Oktobertagen da draußen. Und dennoch weckt das protze Sterben in Feld und Wald heute Empfindungen, knicpft Gedankenreihen, ruft Erinnerungen wach und Ahnung, deren Bedeutung wir sonst in Herbsttagen nur in der landläufigen Betrachtung der Jahreszeit oder, kam es hoch, in der Poesie nachgegangen! sind. Heut erinnert uns oas Sterben des Waldes an das große Vergehen des Lebens fern auf zerwühlten Schlachtfeldern, weckt das abgeerntete Land Vorstellungen von einer anderen Ernte, die ein mitleidloser Schnitter auf endloser Flur ohne Rast und Ende schon seit Wochen halten darf. Es ist so leicht und klingt so verständig, wenn man Vergleiche zieht zwischen dem neuen Leben, das im Lenz aus Herbstesmüdigkeit und Winterstarre ersteht und denr Völkcrfrühling, der aus zerstampften, vom Kriege zerpflüg- ten Gefilden erblühen soll. Es klingt eben z u verständig, als daß unser Gesicht, das so gerne am Aeußerlichen rankt und blüht, daran eine Stütze finden könnte. Nein, die Natur, die uns in diesen Herbsttagen mit der Eindringlichkeit der Wahrheit als Gleichnis einer riesigen Walstatt erscheint, trägt ihren Trost nicht in spitzfindigen Vergleichen und unfruchtbaren Verstandcsschliissen) sondern in sich selbst. Die wundervolle, reine, abgeklärte Schönheit der letzten Tage, die milde Ruhe nach heißen Stunden des Reifens, die nun draußen webt, sie ziehen die Gedankeiz von den Bildern des Vergehens auch wieder mit feinen Fäden empor zum Verstehen sür die friedvollen, sanften Wirkungen des herbstlichen Waldes, der braunen Felder, des von Tag zu Tag freier werdenden Ausblicks in hie Weite. Und diese Ablenkung von den Eindrücken des strengen Tages können wir gerade jetzt so aut gebrauchen, und ein Gang durch die herbstmüde Natur bestätigt e§ so gern, daß der Herbst nicht nur den Frieden der Trauer kennt, sondern auch in seiner ruhevollen Schöne wieder zum Heilmittel »»erden kann, wenn die Wirllichkeit nrit harter Hand ihre Parallelen zwischen dem Tod der Natur und dem Tod des Schlcuhtfeldes ziehen möchte. . . Am Waldrand leuchtet der Ahorn und läßt wie goldene Münzel seine Blätter zu Boden fallen, t»enn die Amsel von ihm aufsliegt. In den Buchen schilt der Häher lärmend über deinen im Fallaub raschelnden Schritt. Fern klingt es tvie das Geräusch der rostigen Achsen eines Holzfuhrwerks, und erst wenn du zur Höhe blickst, siehst du, daß ziehende Kraniche mit ihrem Geschrei dich getauscht haben. Von den Höhen siehst du die blaugoldenen Schleier, die die Herbstsonne über die braunen Halden spinnt, siehst im sinkenden» Licht da und dort und Wieder an ariderer Stelle feurige Punkte und ziehende Rauchfahnen — die Kartofselscuer der Jugend. Und leise und allmählich kommt die Ruhe des Herbst- abends auch ins Herz, die Ruhe, die uns.der Gang der Geschichte weit draußen nicht gönnen mag . . , Auf dem Felde der Ehre gefalle». (Aus Hessen und den Nachbargebieten.) Unterofs. August Bodenbender, Res.-Jns.-Rgt. 81 und Res. Karl Bo denkender, Res.-Jlnf.-Regt. 116 aus Felleidillen (Dill). — Gefr. Wilh. Busch, Jnf.-Rgt. 81 ans Straßebersboch. — Gardist Konrad Müller, Jnf.-Rgt. 115 aus Gonsenheim. — Unterofs. Clemens H uy, Feld-Art.-Rgt. 27 aus Mainz. — Res. Rvb. Sternberg, Res.-Jns.-Rgt. 116 aus Friedberg. — Mberr Oeitel, Jnf.-Rgt. 117 aus Friedberg. — Landwehrm, Karl .Bonrad Bindewald, Jnf.-Rgt. 116 aus Helpershain. — Landwehrm. Heim. Christ, Jnf.-Rgt. 116 aus Eschenrod. — Einj.-Freiw. Jak. Reuter, Jnf.-Rgt. 80 aus Lauterbach .— Landwehrm. Joh. Keller, Jnf.-Rgt. 116 aus Lauterbach. — Res. Friedrich Fernkorn, Jnf.-Rgt. 168 aus Offrnbach a. M. Felbw.-Lt. und Lehrer Engelb. Franz, 8. bavr. Jnf.-Rgt. aus Lämmerspiel. — Res. Ludwig Junker, Ins.-Regt. 11b aus Offen- doch. — Kanonier Fritz ©erfbnet, Feld-Art.-Rgt. 25 aus Osfenbach a. M. — Landwehrm. Heim. Cloos aus GontcrS, hausen. — Landwehrm. Heim. Heß, Jnf.-Rgt. 116 ans Rom- rvd. — Landwehrmann Wilh. Hof mann, Jnf.-Rgt. 116 aus Rainrvd. — Res. Heim. Harbä ch, Jns.-Rgt. 116 aus Großen- Buseck, — Res. Otto Keil, Jns.-Rgt. 116 aus Obrrbessingen, — Feldwebel Heine, fionttum, Jnf.-Rgt. 118 aus Münster ber 'Gießen. — Unterofs. Freih. von Diemar, Jnf.-Rgt. 81 aus Ebcrstadt bei Gießen. — Res. Friede. Zimmermann, Jns.-Rgt. 116 aus Grvßen-Linden. — Lustschiffer-Untrroff. Fricdr. Bock aus Z. 9 aus Gießen. — Untervff d. R Leonhard Kraushaar, Jnf.-Rgt. 162 aus Gießen. — Landwehrm. Ferdinand Rau, Jnf.-Rgt. 116 aus Launsdach. — Lehrer Fritz Kraft aus Worms. — St. Ph. Müller, Jnf.-Rgt. 118 aus Darmstadt. — Bizeseldw. Äidwig Lanz, Jnf.-Rgt. 115 aus Darmstadt. — Res. Paul Koebekr ans Darmstadt. — Grsr. Adam Petri, III., Jns.-Rgt. 116 au« Brwmsbmdt. — Gardist Heinrich Dörr, Jns.-Rgt. 115. — Gardist Heim. Bvs sert, Jnf.- Rgt. 115 aus Worms-Pfifflvgheim. — Karl Schäfer, Bierbrauer und Otto Schäfer, Dipl.-Jng. aus Biedenkopf. — Füs. Ludwig Bernhardt, Jns.-Rgt. 80 aus Dautphe. — Oberjäger Wilh. Euker, Jägerbat. 3 aus Marbmg. — Landwehrm. Friedr. Oestreich, Jns.-Rgt. 81 aus Dmlar. — Landwehrm. Peter Müller, Ins-Regt. 81 aus Schwalbach — Landwehrm. Heim. Kasper, Jnf.-Rgt. 81 aus Burgsolms. — Einj.-Freiw. Lehrer Ludwig BepHr, Jnf.-Rgt. 80 in Wetzlar. — Landwehrmann Heinrich Hecker, Jns.-Rgt. 116 ans Schwalbach. — Landwehrm. Ludwig Ulzenheim«r, Landwehr-Rgt. 116 ans Burgsolms. — Res. Rudolph W et, ri ch, Jnf.-Rgt. 118 aus Worms-Psiffligheim. — Friedrich Aartenbach, und Ludwig Harte n bach in Worms. Landwehr-Jnfantcric-Rcgt. Nr. 116. Tärmstadt. Bitr») le Francois voin 8. bis 10. 9. 14. 2. Kompagnie» Bizeseldw. Ossizicr-Stellvertr. Bruno Stoeckins, Düsseldorf, lvw. — Usfz. Valentin Hebermehl, Cannstatt, tot. — Usfz. Heinrich Holzer, Gürstein, Kr. Grvß-Gcrme, lvw. — Wehrmann Franz Raab, Lorbach, Kr. Mosbach, tot. — Wehrmann Josef Weiler, Bensheiin, tot. — Gefr. Tambour Valentin Brunnengräber, Lorsch, Kr. Bensheim, tot. — Wehnn. Johannes Reinhardt, Leeböim, Kr. Gvoß-Gerau, tot. — Wehr«. Ludwig Cezanne, Walldorf, Kr. Groß-Gerau, schvw. — Gefr. Johannes Rhein, Nordheim. Kr. Bensheim, lvw. — Wehrm. Jo bann Georg Scnsfelder, Büttelborn, Kr. Groß-Gerau, lvw. — Wehrm. Ludwig Kiisel, Gernsheim, Kr. Groß-Gerau, lvw. — Wehrur. Heinrich Finu, Bensheim, lvw. — Wehrm. Johannes Räude», busch, Lorbach, Kr. Adosbach, lvw. — Gefr. Heinrich Stumpf, Groß-Zimnrern, Kr. Dieburg, lvw. — Gest. Johann Peter Grimm, Münster, Kr. Dieburg, lvw. — Wehrnc. Sldam Gunkel, Lampertheim, Kr. Bensheim, lvw. — Wehrm». Erich Tscherch, Zittau», lvw. — Wehrm. Adam Neundörier, Lorsch, Kr. Bensheim, lvw. — Wehrm. Georg Kern, Zwingenberg, Kr. Bensheim, lvw. Wehr»,. Philipp Jakob Keller. Nicder-Rodcn, Kr. Dieburg, lvw. — Wehrm. Peter Michael Roßkops, Münster, Kr. Diebmg, lvw. — Wehrm. Josef Wilhelm Kremsler, Ossenau, Kr. Ncckarsulm^ lvw. — Wehrm. Bernhard Ofenloch, Bürstadt, Kr. Bensheiuz lvw. — Wehrm. Eduard Rohr hei mcr, Lampertheim, Kr. BcnS- heim, lvlo. — Wehrm. Johannes Gutschalk, Lorsch, Kr. BenS- hcim, lvw. — Wehrm. Georg Heleine, Brandau, Kr. Dieburg, lv»o. — Wehrm. Peter Johann Wenner, Crumstadt, Kr. Grv§ Gerau, lvw. — Gefr. Heinrich Karl Wesp, Raunhetm, Kr. Groß- Gerau, lvw. — Gefr. Unteroffizierschüler Johann Friedrich Haardt, Kelsterbach, Kr. Groß-Gerau, lvw. — Wehrm. Karl Friedrich Kirschcnstein, Roßdorf, Kr. Darmstadt, lvw. — Wehrm. Ja bst Daniel Passet, Walldorf, Kr. Groß-Gerau, lvw. — Wehrm. Frau, Köhl, Oberroden, Kr. Dieburg, lvw. — Gefr. Sebastian Müller, Gernshein», Kr. Groß-Gerau, lv»v. — Wehrm. August Markert, Etzengesäß, Kr. Erbach, lvw. — Wehrm. Heinrich Georg, Semd, Kr. Dieburg, lvw. * . * ** Ritter des Eisernen Kreuze»». Oberlt. PrS- torius, Fußart.-Regt. 9 (Sohn des LandgerichtSdirektorN Prätorius in Gießen). Staatsanwalt Dr. Schm i t t-Gicßen, Oberlt. d. R. im Res.-Jns.-Regt. 168. Staatsanwalt D r ü m « p e r t - Gießen, Oberlt. d. R. im Res.-Feldart.-Regt. 25, unter Beförderung zum Hauptmann. Leutn. .Karl Retzkaff tm Fcldart.-Regt. 9. Offtz.-Stellv. Peter Dritzsch, Landwl- Jnf.-Regt. 116 (Lehramtsassessor in Grünberg, zurzeit verwundet im Genesungsheim Marienhöhe bei Darmshadt). 2t d. R. W. Pepp ler, Res.-Jns.-Regt. 118 in Fürth i. O. (geb. in Gießen). Feldwebel-Lt. Keil aus Feldkrücken. Reservist Heinr. Eise aus Schotten. Unterofs. d. Res. Bernhard Ohr in Offenbach a. M. Scnritätsrcrt Dr. Platz, Stabsarzt d. R. im Landw.-Regt.81, aus Großen-Linden.' Res. Heinr. Luh im Jnf.-Regt. 116 aus Großen-Linden. Res. Heinr. Jung aus Großen-Linden (inzwischen gestorben). Flugzeugführer Serg. Zimmermann aus Herbstein. Bäckermeister Paul Hcitzenröder, Vizefeldwcbel d. R. im Jnf.-Regt. 116 aus Nredermoos. Kaufmann Georg Sch e er im 153. Jnf.-Rgt. aus La überdach. Bergaffessor Lt. d. R. Remy aus Werlburg. San.-Unberoff. August Sabel aus Diez. Untervff, Paul Jung aus Diez, Drag.-Regt. 20. Vizeseldw. Ph. Müller, Fahnenträger ini 168. Jnf.-Rgt. Reallehrer Langsdorf a. d. Taubstummenanstalt Friedbcrg. Oberlt. und Kompagniesührer im Landw.-Jnf.-Roat.l01 Bergrat Kirr in Dillenbiirg. Oberlt. Adolf Schmidt im Ins -Ragt. 45, Lehrer Gustav Herrmann, Etns.-freiw. Untervff. imJnf.- Regt. 168. Reservist Theodor P fa ff au? Herborn, 81. Res.- Jnf.-Regt. Feldwebel Esch bei der Maschineirgew-Komp. des Res-Jnf.-Rgts. 116, aus Edingen. Bizeseldw. Forstwart- Aspirant Paul Ki r s ch ner aus Strebendorf. Gardist Georg Theiß aus Weickartshain. Leutn. d. R. Ernst Hoffmann im Jnf.-Regt. 143, Fähnrich Adolf Block in der Maschinen- gewehr-Kontp. des Jnf.-Regts. 117, aus Büdingen. Major Weyeraang vom Stab des Jnf.-Regts. 168 in Friedbeqg. Fritz Reinh art-van Gül Pen aus Worms, Rittmeister d. L. beim Stabe der 25. Res.-Div. Freie nsehner/ Öauptm. im Jnf.-Regt. 118. Erich Bcrndt, Leutn. d. R im Res.-Feldart.-Regt. 16. Freiherr sstobert Löw von und zu Steinfurth, Leutn. d. R. beim Reg.-Stab des Feld- Art.-Regts. 25. Regimentsführer Moritz Freiherr von Gall vom 29. Res.-Inf.-Regt. (1. Kl.). Bizeseldw. d. R Otto Welsch im Res.-Jnf.-Regt. 83. Leutu. d. R Krause im Jnf.-Regt. 173. Obertt. d. L. Kärk Gilbert. Führer deS 2. FestungS-Masch.-Gew.-DruPps (früher Postaffistent in Biedenkopf), aus Marburg. Tambour Andreas Ger lach von Dautphe im Jnf.-Regt. 138. Leutn. b. 31 tm 17, Bahr. Jnf.-Regt. Karl Mann aus Offenbach. Leutn. d. R. nn Jnf.-Regt. 83 Korndörfer aus Gladenbach. Leutn. Kolb vom Pion.-Bat. in Kästet. Obermusikmeister Franz Mick- le y vom Feldart.-Rgt. 25. Jakob Dom, Landw- iwch weitere Kreise von Unternehmern an den Lieferungen zu beteiligen, wird allgeniein bekannt gegeben, daß auch schon Teillieferungen von den Bcklcidnngsämtcrn und Dienststellen angenominen uich sofort nach der Abnahme b»- zahll werden können. Bei besonders dringlichen Lieferungen , können den Lieferanten aus hinlänglich hegriardeten Antrag rauch Vorschüsse gewährt werden, um ihnen Mittel zur § Deckung der Kosten für die Herstellung der Waren in die i Hand zu geben. Derartige Borschustanträge sind stets an die »Dienststellen zu richten, welche die Bestellung aufgegeben haben. Hierbei nftrd noch darauf hingewiesen, daß Angebote auf Lieferung von Armee--Beklcidungs- und Ausrüstungs-- tz stücken, sowie Gesuche von Schneidern, Schuhmachern, Satt- f lern usw. um Beschäftigung nicht an die Intendanturen, »sondern an die Bekleidungsämter zu richten sind. Da zurzeit für das 18. Armeekorps noch kein Bekleiduuqs- amt eingerichtet ist, kommen als nächstgelegene die Aemter Kassel, Koblenz, Karlsruhe und Straßburg i. E. in Betracht. ** Im Zahlungsverkehr wird, wie man uns schreibt, « vieliach darüber geklagt, daß die landwirtschaftlichen A b - 1 nehmerkreise mit den Zablungen sehr zurückhalten und selbst 8 ältere Licferungsposten soivie Handwerlerrechnungen nid» bcgler- I chen, weil viele der Ansicht sind, daß man während des Krieges § keine Schulden zu bezahlen brauche. Diesem Irrtum muß mü 8 aller Entschiedenheit entgegcngetretcn werden; alle Verpflichtungen I bleiben bestehen. Durch die unberechtigte Zurückhaltung kommen » aber Handwerker, Gewerbetreibende und Kaufleute vielfach in eine » sehr mißliche Lage, weil sie selbst bedrängt werden von ihren Lie- I feranten, die wiederum ihren Betrieb nur ausrcchterhalten, also ihre I Arbeiter beschäftigen und bezahlen können, wenn ihnen Barmittel I zufließen. Es bängt eben einer vom andern ab, und diese sehr I ernsten Zeilen können nur überwunden werden, wenn sich alle ge- I genseitig unterstützen und ihren Pflichten noch pünktlicher als sonst I Nachkommen. Mit Recht führt die Landwittschastskammcr für das I Herzogtum Braunschweig in einein Aufruf aus: Um einigermaßen » die schweren wirtichastlichen Schädigungen in Handel, Industrie, ff Landwirtschast uich Handwerk zu verhüten, ist es gerade jetzt u n - j abweislichc Pflicht, alle gekauften Waren, ausgeiührien I Arbeiten usw. sofort bar zu bezahlen, damit die Kaufleute und die | mit Aufträgen bedachten Personen, die selbst nur gegen bare Zah- i lung von ihren Lieferanten Waren beziehen können, in der Lage sind, ihre Geschäfte überhaupt weitcrzuführen. Bon jeher haben wir auf möglichste Barzahlung hinzuwirken versucht. Tic jetzige > schwere Zeit gebietet es aber, nunmehr dem kaufenden Publikum : energisch »„zürnten: „Barzahlung ist heute für den, der es irgend kann, einfach eine patriotische Pflicht." ** Konzert auf der Liebigshöhe. Das morgen f auf der Liebigshöhe stattfindende Konzert wird, >vvs - Auswahl des Programms anlangt, seinen Vorgänger noch > Übertreffen. Zugleich mit dem Bewußtsein, sein Scherflein '. zur Linderung dringender Not der armen Ostpreußen und I Elsaß-Lothringer, die ihr Hab und Gut für das übrige I Vaterland ohne Murren geopfert haben, bcigctva-gcn zu | haben, wird jeder Besucher des Kopiertes die angenehme I Eriinicrtiug an einen künstlerischen Genus; mit nach Hause tragen. Wir verweisen auf die Notiz im Anzeigenteil dev 1 heutigen Nummer. ** Der Oberhesstsche Verein für innere Mission, der sonst regelmäßig Anfang November seine Jahvesvee- sammlung in Gießen abzuhrlteii pflegte, Hai beschlossen, in diesem Jahre von jeder derartigen Tagung ab zu sehen. Dagegen will er dem unfraglich vorhandenen Bedürfnis weiter Kreise nach ciner Beleuchtung mancher durch den Krieg entstanden« ernster Fragen von religiösen Gesichtspunkten her Rechnung ttagcn, indem er eine Anzahl von Borträgen veranstaltet, die für jedermann frei zugänglich sein sollen. Bisher find die folgenden festgelegt. Am 1. November wird Prof. tt. Schi an das Thema behände!»: Bedeutet der gegenwärtige Krieg den Bankerott der Ehrlstenheif? Am 78. 'November spricht Geh. Klrchenrat Prof. )J. Eck über das Thema: Der Krieg als Erzieher »um persönlichen Ehristmttim: am *29. November Direktor des Prediger- jem'inars 7n Frichberg Prof u cho « kI über: "Der ^krieg als Erzikher znm vraklischcn Christen rum. Weitere Potträg« sind I Vorbehalten. DaS Nähere über Ott und Stunde wird in nächster Zeit bekannt gegeben werden. Der Verein hat sich nn übrigen für die Kriegszeit besonders die Versorgung der Lazarette in ganz Oberhessen mit gutem Lesestoff zur Aufgabe gemacht, wobei selbstverständlich auch der religiöse Lesestoff berücksichtigt werden soll. Er braucht dafür wie für seine lausend« anderen Ausgaben, die auch jetzt nicht völlig ruhen lönneit, natürlich auch die regelmäßigen Jahresbeiträge, die im November von den Mitgliedern erbeten werden sollen. Besondere Spenden sür den obengenannten Kriegszweck werden von dem gegenwärtigen Vorsitzenden Prot. Schian dankbar entgegcngenommen werden. ** Opfer. Die unter diesem Titel erschienene Predigt, gehalten am 13. Sept. d. I. von Herrn Geh. Kirchenrat Prof, v. E ck, ist in der v. Münchvwschen Hofdruckerei (Otto Kindt) im Druck erschienen. Der Ertrag (3VPfg. für das Exemplar) ist für die Gießener Volksküche bestimmt. ** 40 Verwundete, 84Belgier und 6Fnmzosen, trafen vorgestern nacht hier ein und wurden durch die I Straßenbahn zur Stadt befördert. Ztvolf Maun kamen in das Reservelazarett I (Garnisonla^arett) und der Rest, der leichter verletzt war, in die Kaserne der Maschinengewehr- Abteilung. Die Leute, welche schon 14 Tage in Lüttich sn Lazarettbehandlung waren, sind Männer im Alter z»vi- schen 80 und 40 Jahren, ihr Aeußeres sowohl wie ,hre Uniform waren in besserer Verfassung, als dies bei ihren Landsleuten, die direkt von den Verbandplätzen des Schlachd- seldes zu uns geschafft werden, der Fall ist. Unter den Franzosen befand sich ein Mann, der sich selber als Elsasses Gezeichnete und sehr gut deutsch sprach. Unter den Belgiern sprachen verschiedene fließend deutsch, u. a ein Professor, der früher in Heidelberg und Göttingen studiert hat. Unter den belgischen Soldaten fand auch ein junger Gießen« Akademiker, der am Bahnhof beim Koten Kreuz freiwillige Krankenttägcrdienste tut, einen ehemaligen Kommilitoneu aus Darmstadt Wied«, der sich aufrichtig freute, in der Gefangenschaft zufällig einen guten Bekannten zu treffen D« Belgier weinte gerührt wegen des zufälligen Zusammentreffens. So führt d« Krieg die Menschen wiederLusammcn. ** Der bildnerisch« Schmuck an der Vorderfront des alten Schlosses, über dessen Inangriffnahme wir bereits berichteten, wird sich dem Stile des Bauwerks hervorragend anpassen. An der Bekrönung des mit reich« Bildbauer- arbeit geschmückten Eingangstores wird eine int«effante Erinnerung an die ehcinaligc Landgrafenzeit Gießens angebracht. Im Mitlelseld des oberen Türabschlusses wird ein Ritter,, der Landgraf zu Pferde, wie ihn das zwtttälteste Siegel unser« Stadt als Wappenbild zeigte, h«gestellt. Die Rittersigur im Panzer und mit geschlossenem Dcsi« ttägt den Scknld, den d« hessische Löwe ziert. An d« Schabracke, welche das Pferd bedeckt, sind ebenfalls zwei Wappentiere sichtbar, ** Rehwild in der Wachstube. Von dem Bahnwach- dienst unserer Landsturmleutc tverd« ans d« erftax Zeit bei Mobilmachung, wo die Mannschaft noch im bürgerlichen Rock mit der Binde am Arm Dienst getan hat, recht hrimottstische Geschichten bekannt. Standen da an der Eisenbohnüberführung d« Straße bei Klein-Linden zwei Landstürnwi aus Gießen in dunkl« Nacht Posten. Vom Dorfe her kam in schnellem Temoo die abschüssige Straße herunter eine Autodroschke, die von dem Posten gestellt wurde. Ter Chauffeur wurde veranlaßt, im Innern des Wagens Licht zu machen. Die Landstürmcr sahen statt des Fahrgastes ein Reh in dem Wagen, von dem der Fahrer behauptete. er habe dasselbe versehentlich üb«fahrcn und wolle ane Tage sich nach dem Jagdb«echttgten Umsehen, um das Stück Wild an denselben abzuliefcrn. Tie Mann« unter dem Gttvthr ab« schmunzelten und erklärten das Wild für beschlagnahmst, die Ablieferung würden sie selber bfforgen. Tpr Chauffeur müßte daS Tier zu d« nahen, in ein« Wirtschaft untergebrachten Wach 1- st n b e fahren, wo die Mannschaft es in Empfang nahm. Am and«en Tage wurde dem JagdvScht«. einem Gießener Zigarren- sabrikanten, Mitteilung von dem Fang gemacht und dieser gebeten, das Red abholen zu lassen- Telephonisch crio lalle bcr Bt scheid, die Lanostürmer möchten sich das Wild selbst gut schmecken laffen. Nun gab eS die halbe Woche zu jeher Mahlzeit Reh in allen Formen in dem Wachlokal des Landsturms, wozu der Wirt daS nötige Bier verzapfte. Seitdem würde — leider vergttlich — noch manches Nachts durchsahrende Auto vom Landsturm nach Rehwild untersucht. Landkreis Gießen. kl. Ruttershausen. 1«. Oft. Unterolffzier Schreiner in der 11. Kompagnie des Infanterie-Regiments Nr. 116 von hier hat das Eiserne Kreuz erhalte». kl. Mainzlar, 18. Okt. Der nach der letzten amtliche» Verlustliste als schwerverwundet aemeldete Kanonier Karl B o g « l der 8. Batterie des Feldartillerie-Reqinients Nr. 25 von hier ist schwerverwundet in französische G e s a n g e n f di n f t gerate». Er hat nun von Elermont, wo er sich i» einem Spital bestndet, seinen Elter» Nachricht zukomine» lasse», daß es ihm gut ginge. — Der ebenfalls in Frankreich gefangen gehaltene Landwehrmann Schlavv tm Lgnd>vehr-Jn!ant«ie-Negiment Nr. 118 vo» hier bat auch seine» Ungehörigen mitgeteilt, daß er dort gut behandelt würde. Kreis Lauterbach. § Re« ters, 15. Okt. Gestern siel «ine Frau von hier so iinglncklich in der Scheune, daß sie nach einiger Zeit verstarb. Ihre drei Söhne ilehe» int Felde. — (Befallen von hier ist der Musketier Ernst Zinn. Kreis Schotte». X Schotten, 17. Okt. Amtsrichter Dr. Brill von hier, Hauptmann der Res. im Feld-Art.-Rgt Nr. 61, hat die Hessische Tapferkeitsmedaille «hallen. Starkenburg und Rhrinhcssen. X Darmstadt, 16. Okt. Bei einem Uebungsflug stürzte hier der Flieger Schar ff aus 60 Met« Höhe ab und war sofort 'tot. D Darmstadt, 16. Okt. In der verflossenen Nacht wurden nahezu 2000 neue Kriegsgefangene nach Darmstadt verbracht. Zuerst traf ein Truvv von ca. 15>0 französischen Frauen und Kind«n hi« ein, die aus der Gegend von Verdun stammen und von den Deutschen in Schutzhast genommen werden mußten. In zwei spät«en Sond«zügen wurden dann über 1800 französische Gefangene hi«h« gebracht und nach dem großen Gefangenenlager auf dem Griesheim« Truvveirübungsvlatz übcrgetührt Der weitaus größte Teeil dies« Gefangenen bestand aus Rekruten, die noch ihre Zivilkleid« tnigen, wohl zumeist Belgier, die in Frankreich ihre Ausbildung «halten sollten und bei der Besetzung von Lille sestgenommen wurden. Diese Leute zeigten im allgemeinen keine ungünstige Haltung, während die französischen Soldaten in ihren zum Teil sehr derangiettm "Uniformen und von langer Entbehrung zeugenden Gesichtern — neben 15jährigen schwachen Burschen fehlten auch die ältesten Jahrgänge nicht — fast durchweg einen sehr wenig erfreulichen Eindriick machten. Kreis Wetzlar. — Krotdori, 18. Oft. Ter aus der Höhe unserer Haltestelle erbaute freundliche W a r t e r a » in konnte feiner Bestimmniia »be» aeben werden. Do» ibm bat man «inen herrlichen AiiSblick nach der Stadt Gieße», dem Gleiberg und dein nabe» Krofdorl. Das alte Dretterhäiische» entsprach schon lange nicht mehr dem gesteigerten Verkehr. X Waldgirmes, 18. Okt. An Krieg rsp enden lind durch unsere Ortsgrupve 600 Mk. an das Kreiskomitee abgeführt worden. i. Don der Dill, 16. Okt. Mit dem Eisernen Kreuz wurden aiisaezeichnet Lehrer K r a s t - Blcken und Sergeant Ad. Becker- Sin». , Hessen-Nassau. m. Allendors (Kr Kirchhain), 16. Okt. Aus 5wöchig« Gefangenschaft in Frankreich traf ein Sohn uns«es Dorfes, Herr stud. med A. Görgc, wohlbehalten hi« ein. Herr Görge gettet als Scmiiätsuirtrrosfizwr beim Rückzug >ms«es rechten Flügels vor Paris in Meaux (30 Kilomet« von Patts) mit einem Lazarett, das nicht mehr zurückgcnvmmen werden formte, in Gefangenschaft. Von seinen Erlebnissen sei nur erwähnt die fast kindliche Jagd selbst höher stehender P«sonen auf Helme, Achselstücke und Knöpfe unserer Truppen, die als Souvenirs hochbewertet werden. Die Behandlung, die /tzörge erfuhr, war sehr verschieden. Er fand gute Leute, die hilfreich beistarchm, neben solchen, die ihren Haß gegen die Deutschen, soweit sie nur konnten, freien Laus ließen. vermischte«. 'Neunkirchen, 18. Okt. AI» der Lokomotivführer Bach gestern nachmittag tn einem Sckiuvven seines Hauses gemeinsan, mit seinem Sohn«, denr Heizer Willy Bach, an einem Iran- zösischen Artillericgeschoß herivnhantlerten, das ste aus- e>na»deine!imen wollten, um den Mechanisniiis zu studiere», explodierte dieser. Beide erlitten lurchtbare Derlegimge» D« Söhn ist tot. Da« Dacki des Schuppens und di« Inneneiiirtchtung wurde» völlig zerstört, die Feilster der gegenüberliegeiiden Häuser durch den Luftdruck zertrümmert. * Panama, 16. Okt. Ein erheblich« Erdrutsch bei Tu lebra hat den ganzen Verkehr im Kanal unterbrochen. Einigen Schiffen ist es unmöglich, die Durchfahrt zu vollenden. Amtlicher Wetterbericht. Oefsentlicher Wetterdienst, Gießen. Wetterausstchten in Heilen am Sonntag, de» 14. Okt. 1814 Trüb und wolkig, doch meist trocken, östlich« Winde. Letzte Nachrichten. Ein englischer Ureuzer zum Zinken gebracht (WTB.) Berlin, 17. Okt. Aus London wird unterm 16. Okt. amtlich gemeldet: Am 15. Okt. nachmittags wurde der englische Kreuzer „Hawke" in der ndrdlichen Nordsee durch den Torpedoschuß eines Unterseebootes znm Sinke« gebracht. Sin Offizier und 49 Mann wurden gerettet und nach Aberdeen gebracht. Etwa 85« Mann werden vermißt. Zu gleicher Zeit wurde der Kreuzer „TheseuS" angegriffen, aber ohne Erfolg. Wie uns amtlich mitgeteilt wird, liegt eine Bestätigung dieser Nachricht deutscherseits noch nicht vor. „Hawke" hatte eine «aflerverdrängung von 7 82« t, eine Geschwindigkeit von 19,5 Seemeilen und eine Besatzung von 55« Mann. Der rechte deutsche Flügel an der Arbeit. WTB.) Berlin. 17. Okt. (Nichtamtlich.) D« Kriegs« korrespondent des „Nieuwe Rvtterdamsche Courant", ber soeben aus Nordfrankreich kommt, meldet von der Grenze svlgendes: Die Ueherrette der belgischen Armee von 2ntw«pcn und aus der Umgegend von Ostende haben sich vergebens zu konzentrieret versucht. Sie sind völlig desorganisiert abgezogen und zwischen Dipnmiden und Rrmlers durch die französischen Mattnerrupven und einige Kavallerie unterstützt worden. Die Franzosen w«sen dort Befestigungen aus. Gestern nachmittag um 2 Uhr wurden diese Befestigung« von bedeutenden deutschen Streit- krästen aller Waffengattungen angegriffen. Es ist anznnebmeu, daß diese Streitkräste die Franzosen znrückgemorsen haben und die Deutschen dürsten jetzt in der Gegend von Dünkirchen sein, das von den Verbündeten perstärkt ist. Der große Verbindungo- >veg von Brügge üb« Ostende nach Nietcwpoort ist in d« Gewalt der Deutschen. Es sind tu der Gegend von Dünkirchen und Bou- logne bald größere Kämpfe zu erwarten. Die Aussichten der englischen Flotte. (WTBll Zürich, 16. Oft. (Nichtamtlick).) Die „Neue Zür. Zeitung" bespricht tu ihrem heutigen Leitartikel die Aussichten Englands für eine Nied«zwingung der deutschen Flotte in sehr pessimistischem Sinne. Ausgezttchnete Bedingungen für das Nordscegeickuvad«, die iast undenkbare Erzwingung des Einganges in die Ostsee, die Furcht vor der unheimlichen Tüchtigkeit der deutschen Tauch- und Torpedoboote machen es den eng-! lischen Admiralen nnnröglich, die deutsche Flotte zum Kampf zu zwingen. Die Ausschiffung von Land-' truppen an der deutschen Nockgeeküste, die bei der geringen! Wasscttiesc ausgebooitt nxwden müßten, «scheint ebenso un- durchsührbar wie die Besetzung von Amsterdam. Mithin sind die Aussichten für die Engländ« selir, sehr gering. Dazu kommt neck, die Uebrrlegenheit d« deuisck>en Mantelring-Geschütze, die 220 Schitß abgeben können, tvährend dir englischen Draht- rohrgeschützc bereits nach 60 Schüssen Ausbrennungen erleidet,- sowie ihrcn W«t infolge eingebüßt« Trefssicherhttt völlig verlieren. Ter englischen Industrie war die ÜKnstellung von Mantel- ring-Gcschützen nicht möglich, weil sie außerstandr war, genügeird große Stahlblöcke in der erforderlichen Güte l)«justellen. Mio auch hierin zeigt sich Deutschlands unbedingte Ucber- legcnheit, woditrch die an sich ungleiche Partie zu seinen Gunsten berinffußt wird. Wo ist Belgien? (WTB? Berlin, 17. Okt (Nichtanttlnh? In einem Be- rickft des ,,B«lincr Tageblatts" aus dem Grwßen Hauptqmrrtiec wird gesagt: lJn d« ictzigen Lage ist ^Belgien nur noch cm geographrschrr Begriff. England soll ab« sür Belgien ein neues Tttritorium gesäiassen und d« belgischen Regierung die Insel G u e n s e y ftlr die Dou« des Ktteges abqetrtten haben. D« König selber soll nach London geflohen sein. Dir Atzsnhten Vorttigals. (WTB.) Wien, 16. Okt. (Nichtamtlich. Meldung de? Sftirr*' Bureaus.) Aus Lissabon wird gemeldtt: Dem Vernehmen nach soll im Lause d« nächsten Woche ein Kongreß ttnberusen w«den, im sich üb« die Frage d« Entsendung etnes Expeditionskorps nach Frankreich schlüssig zu Norden. Es heißt, daß nur die republikanische Patter dafür, di« Bcvölk«nng aber dagegen sei. (WTB.) London, 16. Okt. Nichtamtlich Meldung des Renlerschen Bureaus.) D« frühere Köirig von Pottngal Ma - nuel hat Sir Edward Grey einen Besuch abgttiatttt. In B«bind,mg hiermit ist es von Jnterefle, daß der sttihere pottn- aiesische Gesandte, Marquis Severan, bei dem König tn San- brigham weilt. Englische Konzessionen. (WTB.) Berlin, 17. Okt. (Nichtamtlich.) Ter Ko«espon- denl der „Dailv Mail" gibt zu. daß die Verbündelen westlich Gent eine ziemlich schwere Niederlage «litten haben. Schwere deutsche Artillerie hatte sie bei ihrem nächtlichen Rückzug! aus einer Stellung nach der andennr vdrttteben. Eine Brigade- die sich verirrt hatte, weil die Offiziere nicht des WbgeS kundigl warm, hatte beträchtliche Verluste. Beginn des Kampfes um Belfort. (WTB.) Berlin, 16. Okt. (Nichtamtlich.) Eine Züricher Depesche der „Köln. Ztg." will versichern könnm, daß gcam di« von den Franzosen östlich Belfort vorgeschobmm Stellung« bereits am Dienstag schwere deutsche Mörser angesetzt wurden. Die Kämpfe waren sehr heftig. Die dattschm Truppew gewannen Bodm, wenn auch nur schrittweise. Der öflerrrichische Tagesbericht vom 16. Oktober. (WTB.) Wien, 16.Okt. (Nichtamtlich.) Amtlich wird wr- laiiibart, 16. Oktober mittags: Tie Kämpfe an unser« ganz« Front von Stary-Sambro bis zur Smrmündung dauert« auch gestem an. In der Marinarosgegend nahmm die den Feind ver- foigmden eigmen Abteilungen Raho iu Besitz. Im Tale der sck»warzeii Bystryka ziehen sich die Russen, von unseren Truvpen bei Resailowa geschlagen, gegen Zielone zurück, T« stellverlr. Chef des Gm«alstabes v. H ö f t r , Generalmajor Serbische Kriegführung. (WTB., Sofia, 16. Okt. (Nichtamtlich.) Das Organ Go» schows, „Mir", veröffentlicht eine Korrespondenz ans Nisch, wonach die dortigen österreichisck>--ungattschen Gefangenen durchweg Slaven seien. Ein serbischer Offizier habe auf die Frage eines Korrespondenten geanttvottet, die nichtslavischen Gefangenen, Magyaren und Dmtsche, seien aus dem Weg« nach Nisch erschossen worden. Unter den österreichisch-ungatt- schen Verwundelm in Nisch befind« sich zahlreiche Samtäts- soldaten. Frhr. v. Stein. Ehrendoktor. (WTB.) Berlin, 16. Okt. (Nichtamtlich.) Dem Berliner Börsencoutter zufolge hat die philosophische Fakultät d« Universität Halle den kommandierenden Gen«al v. Stein, dm früheren Gen«alguartiermeist«, zum Ehrendoktor «nannt. Die Nachfolge di Sa» Giulianos. (WTB.) R o m , 17. Okt. (Nichtamtlich.) Wie die Blätter melden, wird Ministerpräsident Salandra interi-- mistischdasMinisteriumderAuswärtigenAn-- gelegcnhei ten übernehmen. _ Verantwortlich für „Feuilleton", „Gerichtssaal" u. „Vermischtes"! I. B.: August G o e ». Nachruf. Den Heldentod fllrS Vaterland starben in Feindesland unsere treuen DangeSbrüd« Georg Weber Musketier im Jnsantorir-Realmeut Nr. 1S8 Karl Loh Reservist im Jnsanterie-Regsment Nr. 31. Wir werden ihnen stets ein ehrendes Andenken bewahren. 18724 Kestliglitrei« „Liedttkranj", Menhsseil. Danksagung. Hedwig Stevrrvagel und Kind Familie 3. Steucrnooel > Familie Harbusch. Mstchtngen, Daubttagen, den 17. Oktober 1S14. Am 26. September starb den Heldentod für das Vaterland unser lieber Amtsgenosse, der Lehrer an der Vorschule des Landgraf-Ludwigs-Gymuasiums Herr Heinrich Scliepp Unteroffizier d. Res. im Kaiser Wilhelm-Regiment 116. Mit ihm ist wiederum einer der Besten ans unserer Mitte geschieden. Unsere Schüler verlieren an ihm einen hervorragend begabten Lehrer und warmherzigen Erzieher, der sie, wie selten einer, durch die Macht seiner Persönlichkeit an sich zu fesseln und für alles Edle und Schöne zu begeistern verstand. Wir werden auch ihm ein treues Andenken bewahren. Giessen, den 16. Oktober 1914. 10725D Der Direktor nnd das Lehrerkollegium des Landgraf- Ludwigs - Gymnasiums. Nachruf. Auf dem Kampffeld für Deutschlands Ehre starb am 15. September nach schwerer Verwundung den Heldentod der Betriebsführer Heinrich Freitag* aus Giessen Derselbe war seit 2 Jahren Betriebsführer auf unseren schwedischen Eisenerzgruben in Ludvika. Wir verlieren in ihm einen treuen, gewissenhaften Beamten, der unser volles Vertrauen hatte. Wir werden ihm dauernd ein ehrenvolles Andenken bewahren. Direktion und Beamte der Grufaktiebolaget Stark in Kopparberg Direktion und Beamte des Eisenwerks Kraft in Stolzenhagen -Kratzwieck Grau, Generaldirektor. j 07ä6D Am 15. September fiel im Kampfe für das Vaterland mein innigstgeÜebter Gatte, der treubesorgte Vater meines Kin des, unser lieber Sohn, Schwiegersohn, Bruder, Schwager und Onkel Ernst Balke Unteroffizier des Landwehrregiments Nr. 116. In tiefer Traner: Lydia Balke geh. Rudolph und Kind IVw. Friederike Balke geh. Häring Ww. Ottilie Rndolph geh. Ross. Giessen, Eickel i. Westf. mnv Am 26. September starb den Heldentod fürs Vaterland unser innigst geliebter, unvergesslicher Sohn, unser lieber guter Bruder, Enkel, Neffe und Schwager Ernst Becker Leib-Kompagnie Infanterie-Regiments Nr. 116 im 19. Lebensjahre. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Ludwig Becker, Werkführer. Giessen (Wileonstr. 4), den 17. Oktober 1914. OTS30 Am 25. September starb auf Frankreichs Fluren nach Gottes Ratschluss den Heldentod fürs Vaterland unser innigstgeliebter, unvergesslicher, treuer Sohn, Bruder und Schwager Lehrer Wilhelm Lenz Unteroffizier der Reserve im Infanterie-Regiment „Kaiser Wilhelm“ 116 (Leibkompagnie) im 28. Lebensjahre. In tiefem Schmerz: Familie Wilhelm Lenz II. Familie Friedrich Langsdorf. Klein-Linden, Gedern, den 17. Oktober 1914. 10713 Den Heldentod fürs Vaterland starb am 6. September infolge einer emvsangcnen schweren Verwundung unser hoffnungsvoller heißgeliebter Bruder, wem guter Mann, unser Schwiegersohn, Schwager, Onkel nnd Pate Ludwig Körber Bizeieldwebel lmJus.-Regt. Nr. 116, S.Smnp. In tiefer Trauer: Geschwister Körber. t rau Gliiabckb Körber acb. Stroh. amilie Heinrich Körber. Familie Wtlbclm Stroh. Rödgen, Reiskirchen. 10748 Wer ihn gekannt, wird unsern Schmer, ermeffen, was er nns war, wir werdend nie vergeffen. Den Heldentod fürs Vaterland starb am 21. September unser lieber Bruder Htiirich Friedrich Weigand aus Karbenteich in Lgniliilkhr-Regiment 81 im 32 . Lebensjahre. 973,4 Im Namen der trauernden Geschwister: Heinrich Weizud Küchenmeister Hauptbahnhof Mainz. Den .Heldentod fürs Vaterland starb in Frankreich am 18. September im 23. Lebensjahre unser SangeSbruder Herr Heinrich Krombach Reservist im 4. Garde-Jnsavterie-Regiment. Wir verlieren in ihm ein treue» Mitglied, dem wir ein ehrendes Andenken bewahren werden. 10723 Gesangverein Concordia Fellingshausen. Todes-ffl »zeige. Unser treuer Sohn und Bruder Jakob Reuter Etnt^Zretw. de» Kurh. Füfflier-RegtweniS von GerSdorff Rr. 80 ist beute seiner am t. d. MlS. im Kam nie für daS Vaterland erliltcnen schweren Verwundung im Reservelazarett II ,u Aachen erlegen. In iieler Trauer: Baumeister Reuter u. Frau, ged. Mettenheuuer Architekt Heinrich Reuter, zur Zeit im Feld« KStchea Reuter. Lauterbach, den 13. Oktober 1914. <107290 Die Zeit der Beerdigung in Lauterbach ist unbesttmmt. Statt besonderer Anzeige. Am 10. Oktober entriss uns der unerbittliche Tod unseren lieben, hoffnungsvollen Sohn nnd Bruder stud. med. Franz Schmitt Einj.-Freiw. im 9. bayr. Inf.-Regt. (Wrede) in eben vollendetem 20. Lebensjahre. In allem Kämpfen von Gott gnädig behütet, starb er den Tod fürs Vaterland an einer heimtückischen Krankheit, die er sieh im Feldzuge in Nordfrankreich zugezogen hatte, im Angusta-Hospital zu Köln. Mainz (Bonifatiusstrasse 22), den 14. Oktober 1914. Kätha Schmitt, geb. Mayer Prof. Dr. Franz Schmitt z. Zt. Kompagnieführer im Ers.-Batl. 117 10708 Karl Schmitt. Hente früh 4*/, Uhr verschied sanft nach langem, mit grosser Geduld ertragenem Leiden meine liebe unermüdliche Frau, unsere gute trensorgende Mutter, Schwester, Schwägerin, Schwiegermutter, Gross- mntter nnd Tante Frau Pauline Koch geb.Sahm im Alter von 50 Jahren. 10746 Im Namen der tieftrauernd Hinterbliebenen: Jakob Koch Wilhelm Koch Lina Bernhardt geb. Koch Wilhelm Bernhardt. Giessen (Gartenstrasse 1), Friedberg, den 17. Oktober 1914. Die Beerdigung findet Montag, den 19. Oktober, nachmittags 2 Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofs ans statt. Nachruf. Den Heldentod MrS Vaterland ftarb in Feindesland am 17. Seoibr. unser treues liebes Mitglied Otto Müller Jäger im 11. kurbeisiichen Jägerbataillon Marburg. Wir werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren. (10734 MÄlillttgesingvertiil „8trmanili" Mal T rauersachen werden in 2—3 Tagen tadellos «ehwar* gefärbt C fl P«iaah Dampf-FUrberel nnd • *■ Ul UUD, Chemische Waschanstalt Fabrik und Laden: Vlarbnrger Straße 40, Filiale: Seltcrsweg 25. Aufträge n ich außerhalb werden prompt erledigt Telephon 226. (9573 im Nu! kin lustiges Kohlenfeuer durch „Schnellfeuer" D. R. P. der Holzwerke Aßlar, Fried- ber» in Hess. 2. 25 Muster 70 Pfennig. Prosvekie frei. Niederlage bei Grbr. Kabl. Nahieni>andl»ng,(«icslen. 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