Nr. 242 Zweiter Blatt 164. Jahrgang Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntag? Die „Gletzeaer Zaimlleiiblätter" werden dem .Anzeiger' viermal wöchentlich beigelegt, da? „rlretiblatt für den Kreis Gießen" zweimal wöchentlich. Die „Lanboirtschaftlichen Seit- frigen" erscheinen monatlich zwennal. Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Gberheffen vonnerrtag. Oktober l9;4 Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universität? - Buch- und Steindruclcrei. R. Lange, Gießen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- straße 7. Expedition und Verlag: fcgä>i>l. Redaktion: Tel.-Adr.:AnzcigerGießen. Warschau, bar Antwerpen der Ostens. Was bisher auf dem westlichen Kriegsschauplatz Antwerpen war, die Zuflucht und der Rückhalt des Feindes, nach dessen Fall die Kriegslage eine große Wendung nimmt, das scheint demnächst und rascher als man vermutete, im Osten die Festung Warschau zu werden. Die Russen haben zwar ein feierliches Gelöbnis getan, dieses östliche Gegenstück zu And- werpcn bis zum letzten Mann und Geschütz zu Hallen und den Deutschen dort den Weg dauernd zu verstellen. Aber schon sind innere siegreichen Heere der polnischen Hauptstadt bedenklich nähe gerückt. Die russischen Vortruppcn wurden südlich von Warschau zurückgeworscn. Zu den 2000 Ge- sangenen, die dem zweiten sibirischen Armeekorps etwa 25 Kilometer von der Besestigungslrnie Warschau entfernt abgenvmmen wurden, kommen nun noch 8000 hinzu! Warschau ist der Mittelpunkt des großen russischen Festungsgürtels der Weichsel. Die Pläne, noch denen die Festung Warschau heute airsgebaut und verstärkt ist, stammen aus dem Jahre 1908. Im Jahre 1910 verbreiteten sich zwar Gerüchte von einer Auflassung der Weichselfcstungcn und der Zurückverlegung der vorderen Verteidigungssront in die Linie Bjeloftok—Brest—Lttowsk—oberer Bug. Es soll zu großen Meinuvgsverschiedenherten innerhalb des russischen Jngenieurkorps darüber gekommen sein. Schließlich hat aber doch die Regierung des Zaren aus die Festhaltung des von der Natur für diesen Zweck hervorragend ausgeslaltetrn Warschauer Kriegstheaters nicht verzichtet. Der alte Fortgürtel Warschaus umfaßt am linken User der Weichsel elf Forts und ein Zwischenwerk, ivährend am rechten Ufer sechs Gürtelwerke liegen. Der Ausbau der Zwrschenfclder ist heute nach den erwähnten Plänen von 1908 am linken User vervollständigt. die Forts selbst sind den neuzeitlichen Anforderungen entsprechend verbessert. Am rechten Ufer ist ein neuer Fortgürtel um drei bis fünf Kilometer vorgeschoben, der die Verbindung mit Serozk und Segrsh Herstellen soll. Der gesamte Fortgürtel dürste einen Umfang von 50 Kilometer haben, also iveit weniger als der von Antwerpen. Russische Berichte zählen etwa 1400 Festungsgeschütze und eine Besatzung von 50 000 Mann. Natürlich ist die Zahl der jetzigen Verteidiger Warschaus bedeutend größer. Der deutsche Vormarsch wird sich wahrscheinlich zuerst mit Nowogeorgijewsk herumschlagen müssen, das der Festung Warschau vorgelagert ist. No-woyeorgijewks liegt . Wald umsäumt, vor uns und gingen im Sturm gegen den Feind vor. Durch einige Feldartilleviegeschütze unterstützt, sänbcrten wrr den Wald, in dem sich die Franzosen auch zum Teil festgesetzt lwtten. und drängten sie ungefähr 5 Ikilometer zurück, wobn sie irl-ocre Verluste erlitten. Bei dem stürmischen Bormarsch kam der Schlup meiner und unserer andern Kompagnien in Verband mit crncm Zuge der £. Bayern bis unter die Kttchhofsmaucr. Di e B a y e ru kämpften wie di« Löwen und im Nahkamps entledigten sich viele ihres Rockes, um in den Hemdärmeln besser draus losschlagen zu können. Wehe, wer ihnen unter die Messer und Kolben kam. Eigentümlich ist die Art der Franzosen, zu schießen. Wenn ske nicht in Schützengräben wohlverschonzt und sicher verdeckt sind, so liegen sic oft flach aus dem Boden, verstecken die Köpfe nnd schießen, indem sie ohne Ziel draus losknallen. Sobald sie aber unser Hornsignal „Seitengewehr pflanzt auf" vernehmen, ergreift sie eine fürchterliche Angst. Geivehre, Tornister und Röcke wegwerfen, um besser lausen zu können, ist an der Regel. Be: der Flucht werden viele nicdergeschossen, denn unsere ztügeln sind doch schneller als sie. Diejenigen, die die nutzlose Flucht auf- gaben, kamen mit hochgehvbenen Händen und den Worten uns entgegen: „Pardon, camarade, nix Halsabschneiden, mx Tot- schicßen." Viel« boten auch vergebens Börse und Uhr an, niv mir ja geschont zu werden. Unsere Verluste waren glücklichere weise gering in diesem beißen, ersolgreichen Gefecht. Um unser» Erfolg aiiszunutzen, rückten wir weiter vor, mußten dann aber vor übermächtigem Artüleriefeucr zurück im Walde Deckung luchcn. In diesem itzexecht erreichte »rich mein Schicksal. Eine kurz vor mir einschlagende Granate wühlte die Erde aus und bcwart mich mit großen Eisschollen und Steinen, die mich am Fuße und aus der linken Brustseitc verletzten. Ich schlevvtr mich nun ilber di« Felder nach dein mehrere .Kilometer eittfernten £ und nahni unterwegs noch einen Mainzer Landwehrmann mit, dem die Kinnlade zerschmettert war und der noch einen Brust- und Beinschuß hatte Wir wurden in der Kirche nrotdürfdig verbunden und dann ins Lazarett gebracht. Rultur? Mit nachstehenden Zellen macht eine Schwedin in der Malmö-Zeitung Skonska Aftcmbiadet ihrem gepreßten Herzen Lust. . ES ist heutzutage mit der sogenannten Kultur merkwürdig rn der Welt bestellt. Ich lese zu meiner Freude in den Zeitungen, daß die Leihe setzt — am Ansan» des Septemberinoaats im Kriegsflihrc 1914 — sich miteinander viel über Kultur pi unter - halten pflegen. Sehr höflich und aus eine vollständig neutrale Mode. Nat^lich. Man spricht von Goethe und Wagner, rwn der Kathedrale in Reims, von französischer nnd englischer Kultur, vom Schwan von Avon, von Dostojewski und Gorki und edier Menge anderer Poeten und Musikanten, welche zu der Zeit im höchsten Ansehen standen, als die Kultur noch rn der Pflege der schönen Künste, in der Berfeinerung der Sitten und in der Ausblldung des menschlichen Geistes und der menschlichen Sckönhcitswerke gesucht wurde. Gegenwärttg ist bekannttich diese Kultur verworren und durch eine ganz andere neue ersetzt worden. Weirn ich heute in meiner französischen Zeitung diejenige Seite ansschlage. ans welcher ich sonst Theater- und Musikrez-nnonen lese« durste, finde ich dorr Rezensionen völlig anderer Natur. „Ein neues Blatt in der Geschichte wurde aufgeschlagen", steht dort. Und ich erfahre, daß schöne indische Radschas mst Juwelen a» ihren glänzendeu T u rb an e n , dunkelfarbige Nigger, schmächtige Gurkhas, langbeinige Sikhas mst empfindlichen Waden (der dänische Schriftsteller Larvrrds Brunn, welcher sie alle besucht hat, behauptet wenigstens, daß ihre empfindlichste Stelle die Waden sindl, wilde Baluchen und Punsaben sowie zähnefletschende Bengalen mst doppeltem Zahnfleisch auf Frankreichs edler Erde gelandet wurden. Ich lese, daß sie cttle aus den Mund geküßt imtrdeu, u»d zwar, ohne daß Seidenpapicr dazwiscbengelegt wordmi war. Bon schönen Französinnen, Daß ss« von den Damen der dsstttignier- ten Well mtt Rosen geschmückt wurden. Aber sie traten dann auch vornehm und kultiviett auf. — — Sie demonstrierten nämlich, wie sie gegen die Deutschen •Sfex Spezialioajje. den schrecklichen „Lukvttn" lest« Att von Messer > gebrauchen wollten. Und alte und junge Frauen schenkten diesen Kulturheroen zärtliche Micke und rote Rosen, und zuletzt erreichte das Kulturschauipiel seinen Höhepunkt, als die schwarzen Gurkhas auf ihren eigentümlichen Instrumenten die Marseillaise spielteii. Sie sviclten die Marseillaise. --- Frankreichs Freiheitshymirus, der herrliche Freiheitssang, wurde gesungen von Gurkhas, die dazu die wilden Tanz« ihres Heimatlandes aufführien — mst schwachen Waden und Küchcn- mcsscrn — während sie von schönen sianzösischen Frauen, den vornehmsten Priesterinncn der Kultur, geküßt und mst Blumen bekränzt wurden. Und die Gurkhas grinsten, klopften sich den Bauch und das weiße Fleisch gefiel ihnen. Dieses ist wohl, zum Teufel, Kultur, sti einem Zestalter, wo der Tango, der Tanz der argenttnischen Pferdehirten, als 2lus- druck für d-ic Plastik der Seele gilt. Es war Frankreich, welches mst Zuaven und Turkos be- gasnn. Nun ist England mtt seinen Schwarze» diesem Beispiel gefolgt. Fraglich bleibt — ob jetzt in der Herbstzeit — die masurischen Seen nicht ein wenig ungesund für ein Volk sein können, welches an die Wärme gewöhnt ist, und ob die Pnniaber nicht am Ende riskieren, ttn Wsttter an der Osse einen Schunpsen z« bekommen. Falls sie nicht Zeü gesunde» haben, ihre Wsttterinäutel aus der Pfandleihe am Branmp utra vor der Abfahtt einzulösen. Ich bin neuttal, folglich weiß ich gar nichts. Aber deirnoch finde ich, daß sowohl die Engländer als auch die Franzosen Völker der höchsten Kultursttise sind. Und Montenegro übrigens auch. Sett dem Anfang des Krieges habe ich nichts Trauriges von dem kriegführenden Montenegro gehört. Die Kartoffelernte ist dott gut ausgefalleu, und irgendwelche Berlustc an Menschenleben bat Montenegro nicht erlitten, wenn man der dorttgen Dorszeittmg Glauben schenken darf. — Im Gegenteil soll die Frau des ersten Siattonsschreibers in Cettnfe einem kleinen Mädchen das Leben geschenkt haben, wie ich neulich im Moitteniggi Kuddatsch, der Post- und Reichszettung in Cetinje, las. ?lber jetzt, nachdem die Montenegriner Waffenbrüder der Baluchen und Gurkhas geworden sind, fähtt jedensalls der sogenannte, große „Falleralla" auch in den König Nikita, und es kann passieren, daß er sich von Frankreich leihweise einige Maharadschas erbittet und in einer Nacht, einer einzigen, mit erprobtem Tiebesgriff ihre Turbane von den Juwelen besieit. Ich bin selsensest überzeugt, daß sich die Punsaben in Frankreich außerorderttlich wohl fühlen werden, — Dieses Mal. — Wie es ihnen dagegen iu Deutschland gefallen wird, entzieht sich meiner Bcurtettung. Und ich weiß auch nicht, ob es eine bleibende Gewohinhett bei den Leuten toerüen kann, immer nach Europa zu reisen, sobald sie hören, daß in diesem Weltteil irgendwo d« Krieg ausgebrochen ist. — — Das Mannheimer Hvfthcate r während des Krieges. Aus Mannheim wird uns geschrieben: Auch das Mannheimer Hof- und Nati 0 nal theater gehört zu den Bühnen, die ihre Künstler in Schutz nehmen und während des Krieges spielen lassen Große künstlerische Ergcbnssfe wird man freilich, trotz lebhafter Anteilnahme der gerade str Mann- hedn allzett bereiten Theaterfreunde, kaum erwarten dürfen, denn unsere Bühne erlebt nach des Intendanten Bernau Abgang wieder einmal ein Interregnum, das wohl oder übel bis nack» Schluß des Krieges dauern wird. Und airstatt, das; am der alten Manichestner Bühne allabendlich der Funke patriotischer Begec- steriurg euksochl torrd, verzeichnen wtt nun wiederum höchst konventionelle Ausführungen von „WallensternS Lager", von brn „Räubern", vom „Prinzen von Homburg^': und selbst d« Inland-Gedenktag mst einer Dnssührung der heute kaum mehr genießbaren .Hagestolzen" war nur ein halber Erfolg. Im übrigen ist zn berichten, daß inan für den Kriegswurter tne zahllosen Einzelvorträge löblichernnise M ^ntrotiisteren gewußt hctt, und diese von einem Ausschuß zur Abbaltuiig von vaterländischen BortragSa benden, dem Männer aller Parte«, anqehören, geleitet werden. Trotzdem fehlt es dem bis Herren Programm an Großzügrgkett, wie an Elan, P. 31m* Stavt Mnv (mft. Gießen, 1b. Oktober 1914. " Ritt«r des Eisernen Kreu-es, Gefr. L»th aus Fauerbach bei Friedberg vom Res -Jnf.-Rgt. 116. Lt. u. Adi Harry Wolfs, Ws-Regt. 122. Mnj.-Ufsz. im Inf.- Regt. 118. Bankbeamter K. Franzmann von Alzey. General v. H a r t m a n n (1. u. 2. Kl.). UffH. d. R. Karl Kl e i nhaus im Ins.-Regt. 118. Bizeseldn,. Kehrer) H. Neeb im Itandw.-Inf.-Regt. 83 ans Bonbaden Reservist Heinrich De sch im Res.-Jnf.-Regt. 81 aus Bonbaden. Generalmajor v. d. Esch. Hauptm. Börnhausen. Hauptm. Frhr. Gans «Mer Herr zu Putlitz im Leibg.-Jnf.-Regt. 115. Bocket, Leutn. im Feldart.-Regt. 61. Dr. F. Gros IL, Darmstadt, Oberarzt im Pion.-Dat. 21, Mainz. Zivilslieger Werner Landmann. Bernhard Morueweg, Leutn. d. R. des Feldart.-Rcgts. 2b. Mertens, Leutn. und stellv. Adj. im Res.-Feldart.-Regt. 2b. Feldgeistlicher des 47. Ar t.--Regt S (Fulda) k. Witz et. Obertt. Quade, früher Adjutant am Bezirkskommando in Friedberg. Feld-Divisionspsarrcr beim Stabe der 21. Div. Jung in Mainz. Rechtsanwalt Josef Schmitt, Leutn. d. R. im Feldart-Regt. 63. Generalmajor Her hu dt v. Rohden, früher Kommandeur des Leib- Jnf.-Regt. 117 in Mainz (1. Kl.). Oberlt d. R. und Batt.- sührer Fritz Pr icke n im Feldart.-Regt. 63. Leutn. d. R. Heinrich Schmidt, Kompagnieführer im 1. Bayr. Juf.- Regt aus Weilburg. Leutu im Füs.-Regt 36 Rudolf v. Za - mory aus Marburg. Hauptmann Zickendrath vom Jus.-Regt 88 in Hanau. Unterarzt WilU B u ch ack er, Res.- Jnf.-Regt. 116 aus Gießen. ** Di« Treue der Deutschen Amerikas, von der bereits so manch beredtes Zeugnis bekannt geworden ist, spiegelt sich deutlich in zwei Brüser,, die uns ans unserem Leserkreis zur Verfügung gestellt werden. Die feste Zuversicht, daß der Sieg Deutschland gehören werde, spricht aus den Zeilen, und man mag aus ihnen ersehen, daß die Volksgenossen, die das toidrige Geschick hindert, zum Kampf die Waffen zu ergreifen, alles tun, um ihre deutsche Gesinnung in tatkräftiger Hilfe für die Notleidenden in der fernen Heimat zu betätigen. Der erste Brief lautet: Indianapolis, Jnd., 20. September 1914. Da ich weiß, daß die Postsachen zwischen hier und Deutschland wieder besürdctt werden, möchte ch anstagen, ob Ihr Nachbar die bestellten Zigarren vor dem Kriege abgeschickt hat. Hier die Zeitung hat bekanntgcgeben, daß die Sachen zwischen.hier und Deutschland wieder befördert würden, aber oft mit Verspätung. Es sind Briese von Deutschland angckommen. Sie wollen so gut sein und dem dortigen Hilssverein oder iver das in Härchen &at, für die not- leidenden Hinterbliebenen der Gefallenen oder verwundeten Krieger 25 Mar! von meinem Geld anweisen. Es wird auch hier viel gesammelt sür sie, es sind ja schm viele Tausende an den Deutschen Gesandten geschickt worden zur Absenkung nach Deutschland. Es werden von Amerika vieleMillionen Dollar nach Deutschland kommen, wn die Not zu lindern. Es würden auch Tausende Männer für das Heer hinkommen. ivenn sie gekonnt hätten. Den Kriegern an der Front sollte es bekanntgemacht iverdcn, daß von Amerika Millionen zrir Unterstützung ihrer Familien kämen, dann Nnirden sic leichter kämvsen können. Hier gibt fast niemand die Hoffnung auf, daß die Deutschen siegen würden. Es ist aber ein Advokat hier, der noch in Deutschland mar, Äs der Krieg ausbrach, der schreibt der Zeitung sehr schlecht und schiebt dem deuffchen Kaiser die ganz« Schuld über den Krieg zu Unsere Zeitung schreibt, Mas über London Kim«, das käme aus der großen Lügrnsabrik, die hätten auch noch eine große Filial-Lügenfabrik in Rom gegründet, die könnte noch besser lügen. Wir bekommen di« Borgäirge mm dem Krieg direkt von Berlin mit drahtlosen Depeschen an den deutschen Gesandten in Washington, der gibt sie heraus. Demnach wären doch die Deutschen immer im Vorteil. Die Länder, die mit Deutschland im Kriege sind, wollen all dem Deutschen Kaiser die Schuld zuschieben.... Such die alten Soldaten schon alle einberusen und bis an welches Mter? Ich möchte gerne Antwort über die Sach« habeo. Hochachtungsvoll Ph. S. sen. Der zweite Brief kommt von einem deutschen Lehrer in Zentralamerika. Er hat folgenden Wortlaut: Mexico, den 15. September 1914. Liebe Eltern! Gegen alles Erwarten brachte uns die Post vorigen Samstag Iviedcr einmal nach vielen Wochen.Nachrichten von drüben. Ich empfing 3 dicke Pakete von Zeitungen aus Lindenstls. Sie sind vom 1. Juli bis 24. August, so daß ich die Vorgeschichte des Kruges und einen beträchtlichen Teil desselben versolgrn kann. Ich habe stundenlang gesessen und die Berichte studiert: denn wir tvnstten hier sehr, sehr wenig über die eigentliche Lage in Deutschland, die meisten Nachrichten komnien ja aus englischen und französischen Quellen, und was wir von denen da manchmal aujgetischt bekommen, das ist nicht zn sagen. Von einigen Hanptersolgen ans beiden Kriegsschauplätzen bekamen wir allerdings von unserer Funkenstation bei Berlin über New Bork Nachricht, so von den Schlachten bei Lüttich, Namur, Verdun usw. Wie beneide ich alle die, die jetzt zu den Fahnen ejlen können, und wie stolz bin ich aus die Begeisterung drüben, es ist uns hier der einzige Trost: denn wir wissen, daß ein so von seinem Recht überzeugtes und in der Liebe zu seinem Vaterland so cmigcs Volk nicht unter- kann, — Wir jungen Leute hatten uns alle bereitgemacht, abzn- reisen. lins an der Schule nmrde aber gesagt, daß wir so lange wie möglich hier ansharren möchten, bis es ganz sicher sei, daß ein Weg nach drüben frei tväre. Denn als bekannt wurde, daß England, das wir hier vor allen anderen verfluchen, an uns den Krieg erllärt habe, war es dann doch fast ausgeschlossen, daß die Mit großer Begeisterung stbgerersten Reservisten auch tvirklich Deutschland erreichten. Die Befürchtungen haben sich denn auch bewahrheitet. Biele sind in Galveston von dem dortigen Konsul znrückgcschickt worden. In New Bork sollen gegen 100 000, nach anderen Aussagen noch mehr aus Schiffe gewartet haben, die sie hinüber trügen. Etwa 200, die sich zuerst eingeschifft, sind von einem englischen Kriegsscknffe gefangen genvmirien und nach Kanada gebracht worden. Es sind einige darunter, dir ich gilt kenne. Auch vor Gibraltar haben die Engländer Reservisten abgcsanqen. Viele sollen nach Berichten in Spanien festsitzen. Die Begeisterung ist auch hier groß, und wenn man uns fragte und die Wahl stellte-, hier blechen oder sürs Vaterland bluten, so wäre keiner, der nicht freudig das letztere wäbltc. — Ich will keinen längeren Brief schreiben, da ich nicht weiß, ob die Post eingeschriebene Briese annimmt und doppelte nneingeschriebene sind mir schon mehrmals verloren gegangen. — Die politischen Ereignisse stier ivechselten sehr. Der vorige Präsident Huerta hat das Land verlaffeu, di« Rebellen sind cingezogen. Das Leben nimmt seinen Gang wie immer. Für uns ist keine Gefahr. — Es kommen sogar Briese ans dem Felde hier an und meLen uns von den Siegen unserer Truppen. Soviel für herite. Viele Grüße an Euch imt> alle Gurr Karl. — Zigaretten st euer. Im Interesse von Lesern, die mit der Zigarettensteuer unterliegenden Waren Handel treiben, machen wir aus Veranlassung des Hauptsteueramts an dieser Stelle auf die einschneidende Bestimmung- m § 15 des Zigarettensteuergesetzes aufmerksam, wonach derjenige, der sich gewerbsmäßig mit dem Verkauf von Zi- gavetteu, Zigarcttentabak, Zigarettenhülsen und -Blättchen befassen Null, dies vorher der Steuerbehörde anzuzeigen hat. Die Anmeld-ung hat im Bezirk eines Steueramts bei diesem, im übrigem aber unmittelbar bei dem zuständigen Haupt- eueramt zu erfolgen. Die Beachtung dürfte um so mehr erforderlich sein, als Zuwiderhandlungen gegen die betreffenden gesetzlichen Vorschriften mit besonders hohen Strafen, bis zu Jsip WL. geahndet tMetfceMk — -Anträgen an ö«5 Zentra Ina ch weiSbur «au. Der ,Lieick>sanzeiger" veröffentlicht an der Spitze der gestrigen Vertu stliste eine Bekanntmachung, in der darauf hingewiesen wird, daß briefliche Anfragen vom Zentralnachweistnrrran nicht beantwortet werden können. Austlärung ivünschende Personen, auch diejenigen, die über Kriegsgesangene Auskunft haben möchten, werden ersucht, hierzu die auf jeder Postanstalt erhältftchen Rosa-Karten zu benutzen Etwaige Anfragen wegen des Inhalts der Verlustlisten kann nur das Zentral-Nachweisburrau des Kriegs- niinisteriums, Berlin dl. W. 7, Torotheenstraße 48, beantworten. Wüirsche betreffend den Bezug der Verlustlisten sind lediglich an die zuständigen Postämter zu richten. Kreis Lautcrbach. X Schlitz, 13. Okt. Avt Sonntag abend traf mft dem fahrplanmäßigen Zug die Leiche des Grafen Emil Friedrich von Schlitz hier ein und wurde unter Glockengeläut« ins Schloß überführt und dort ausgcbabrt. Am Montag abend criolgtc sodann die icierlichc ftcberftihrnngjin die Kirche, wo du stkacht Über Gräffiche Förster an der Bahre die Totenwache hielten. Der Sarg verschwand säst unter der Fülle kostbarer Kränze. Die.Beisetzung selber, der ein Gottesdienst ooransging, worin die Verdienste des Grasen gewürdigt wurden, fand heute unter großer Beteiligung statt. Anwesend waren die Minister von Hombergk zn Vach, von Ewald und Braun, ferner Fürst von Büdingen, Konsi- storialvräsidcnt D. Nebel, Kreisrat von Werner und Land- tagsabgevrdneter Stöpler. Der Kaiser, der bekanntlich mit dem verstorbenen Grasen eng befreundet war, hatte aus dem Haupt- guatticr ein herzliches Beileidstelegramm übersandt, worin er seinem tiefen Bedauern Ausdruck gab, an per Beisetzung nicht teilnehmen zu können. Kreis Schotten. § Schotten, 13. Oll. Zwecks Förderung der mililarischen Vorbereitung der Jugend fand hier eine Besprechung statt, zu der auch der Vorsitzende des Hess. Landesverbandes Jungdeuff.-laich, Gener lm ftcr Freherr von Hehl und Generalleiitmmt Bernbardt crsänme:i w ren Tie Jungw hr des K- e see z"hlt bercfts 500 üb-iugssähige junge Leute. Verbandsleiter für Scüo ten ist Kve s berwachttn i ec Kaiser, für Laubach Obcramt-'rechter Zimmer mann, für Gedern Wrstmeister Klingelstöffer, sür I'lrich'en Amt ge ichttdtener S ch l'ö rb, für Eichelsdorf Polizeidiener Frehmann, für Bvbenhausen Pfarrer Buhler, für Ober-Lais. Lehrer Mohr, sür Hartmannshain Wachtmeister Falter, für H lperrhain Wrchtm.ister Vogel. Die Uebnngen werden an den Sonntaguachmittagc» abgehalten. Hcssen-Nnssciu. m. Kirchhain, 14. Okt. Unter dem Vorsitz des stellver- verttetenden Laichrats Kreisdevutietten Bopp, hatten sich dir Kreistags Mitglied er gestern zu einer S i tz u n g im Kreis- gebäude eingefunden. Zunächst fanden mehrere Wahlen von Schieds- männern und Stellvettretern für die Schiedsmannsbezirke Mendorf mit Oberförstern Neustadt, Schwalendors mft Walsskaude und Wohra mit Bracht statt. Sämtliche seitherige Schiedsmänner wurden wickergewählt. In die Kommission zur Aushebung der für das 11. Armeekorps erforderlichen Kraftwagen bessimmte die Versammlung zivei Gewerberäte der Gewerbeinspeüion Kassel. Zu der Umgemeindung von Grundstücken aus dem Stadtbezirk Neustadt in den Gutsbezirk Oberförsterei Neustadt erfolgte die Zustimmung. Ferner wurde die GenelMigunq zur Ausnastme eines Darlchns von 60 M0 Mk. bei den fünf Sparkassen des Kreises Kirchhain, worüber bereits berichtet wurde, erteilt. Gerichtrfaal. Der Motchprozeß gegen Prinrip und Genossen. (WTB.) Sera je wo, 14. Oll. (Nichtamtlich.) Der Angeklagte Cabrinowic hat im Verhör zngestanden, anfangs sozialistischen und dann anarchistischen Ideen gehuldigt zu haben. Später, als er in Belgrad mit dem serbischen Major Basic in Berührung kam, bereitete sich in ihm der Umschwung zum serbischen Nationalismus vor. Nachdem er aus der sozialistischen Gruppe des Blattes ,,Glas Slickode" hinaus gedrängt worden war, hat er sich nach Belgrad begeben, wo er überzeugter serbischer Nationalist wurde. Das Ziel, welches er sich vorsetzte, war die gewaltsame Losreißung der südslavischen Länder von Oesterreich-Ungarn, von der Monarchie und deren Bereinigung mit Serbien. Er kam erstmalig ans den Gedanken, den Thronfolger Franz Ferdinand zu ermorden, als ihm ein Zeitungsausschnitt zugesandt wurde, aus welchem stand, daß der Thromolger nach Serajewo komme. Die Nachricht teilte er auch Princip mit, welcher ihm zuredete, gemeinsam mit ihm den Anschlag auszuführen. Cabrino- wicz ging hauptsächlich darum auf ihn ein, weil in Belgrad allgemein bchauvtet wurde, der Thronfolger sei der Führer der Kriegs- pattei, die Serbien erobern wolle. Der Angeklagte gestand, gewußt zu haben, daß der Verein Narodna Obrana groß-serbischen Tendenzen diente. Princip machte ihn mit dem Beamten der serbischen Eisenbahnen, Ciganowicz, bekannt, um von diesem Waffen und Bomben zu erhalten. — Ciganowicz erklärte jedoch, er habe selbst keine Mittel, um Browiffng- vistolen anzuschaffen, er werde sie deshalb an Major Tankosicz weisen. Inzwischen hatten Prineip und Cabriuowicz auch Grabe; für ihr Borlxiben gewonnen. Grabcz sei zn Tankosicz gegangen, welcher ihn geftagt habe, ob er entschlossen sei, den Anschlag aus- znführen, worauf sie von Ciganowicz vier Revolver erhalten hätten. Ciganowicz habe Graöez und Princip imSchießennn- terrichtet. Bor der Reise nach Bosnien habe ihnen Ciganowicz sechs Bomben und Zyankali gegeben. Beim Abschied Hobe er Princip ein Schreiben an den serbischen Major Popovic in Schabatz übergeben. Bon diesem seien sie empfangen und sodann mit falschen Legitimationen ans der Bahn nach Losmtza befördett worden. Hier habe sie der Grenzhauvtmon« Prvanoviz empfangen und sie dem serbischen Finanzaufseher Grbic zur Beförderung über die bos» nischeGrenze übergeben. In Tuzla kam Cabrinowic mit Princip und Grabe; zusammen und fuhr mit ihnen nach Serajewo. In Serajewo habe Danilo Jlic alle Attentäter zusammengrbracht und Waffen und Zyankali unter sie vettellt. Der Angellagte gestand zn, daß er gegen das Automobil des Thronfolgers eine BorÄe geworfen habe in der Absicht, diesen zu töten. Gr gab an, daß er im April durch den Direktor der Druckerei Civosin, Daric, dan serbischen ikronprinzcn Alex an der vorgestellt worden sei, der mit ihm gesprochen hat: den Inhalt des Gesprächs wollte jedoch der An- gellagte nicht verraten. Dermifc&tc*. * Ein deutsches Schloß für den König von Bn l- garien. König Ferdinand von Bulgarien hat das ehemalige Schloß Herzogs Ernst IL im Hofgatten zu Kvbnrg angekauft. Er will während seines häufigen Aufenthaltes in Deutschland dort nwhnen. - Der „Simolizissimus" und d,e Neutralen. Nachdem der „Simplizffsunns" vor 14 Tagen aus den Schweizer Bahnhöfen verboten tvorden war, fft nunmehr das Erscheinen des Blattes mit ausdrücklichem Hinweis auf strikte NenttalaL in der ganzen Schweiz untersagt worden. Me noch vorhandenen Nummern des Simpliziffimns imd semer „Kriegs- Flugblätter" wurden polizeilich eingezogen. Auffallend wirkt es dagegen (wie 'bon der Schweizer Presse selbst leilweisc mit Unmut Wgestellt wird), daß französische Blätter mft denrschseind- .icher Tendenz sogar in der deutschen Schweiz nicht verboten worden sind. Auch ans Holland kommt die Nack> richt, daß dott bet „SimpliAssrmus" verboten wurde. Märkte. h. Frankfurt a. M., 14. Okt. (Ottg.-Telegr. der .Steg. Anz>'s Amtliche Notierungen der heutigen Fruchtmarktpreise, Weizen lhießger» Mk. 26.50—27.00, lturbejnscher 'Bit 26 50 - 27.00, Wetterauer Mk. 00.00-00.00, Roggen (hiesiger) Mk. 22.00-23.50. Gerste (Wetterauer) Mk. 23.50-24.00, Gerste, Franken, Mälzer, Ried Alk. 23.50—24.00. Laser Mk. 23.00- 23.50, Mais Mk. 00,00- 00.00, Weizenmehl 0 Mk. 00.00-00,00, Weizenmehl 1 Mt 00.00 -00.00. ^u>e»mehl M Mt 00,00 - 00,00, Roagenmebl 0 Mt 00.00—00.00. Roggenmehl 0/1 Mk. 00.00—00.00, Roggenmehl I Mk. 00.00—00.0L Weizenkleie Mk. 0.00 —0.00, Weizenschalen Mk. 0.00—0.00, Roggen flete Mt 00.00 -00.00, Malzkeim« Mk. 00.00—00.00, Biertreber 00.00 - 00.00, Futtergerste Mk. 00.00 - 00.00. Alles per 100 kg a6 hier. fc. Frankfurt a. M., 14. Olt. (Ottg.-Telegr. des .Gießen« Anzeigers".) Kartossel markt. Man notiette: Kattosfeln in Waggons Mk. 6,00-7,00, im Kleinhandel Mk. 7,50—8,00 sür je 100 kg. Ic. Frankfurt a.M. Viehhosmar kt bericht vom 14. Okt. Austtteb: Rinder >0-0, Ochsen 352, Bullen 47, Kühe und Färsen 631, Kälber 437, Schafe 68, Schweine 2311. Tendenz: Rinder ichleppend, Ueberstand; Schwein« Ueber- stand, Preije für 100 Pfd. Lebend- Schlacht- Ochsen. geiotcht Dollflelschlg«, miSgemnftete, höchsten Schlacht» Mk. Psg. wettes, 4—7 Jahre alt........ 52 — 58 95—10P Junge fleischige, nicht ausgemästtte und ältere ausgemästete . ........... Mäßig genährte junge und gut genähtte ältere Bullen. Vollfleischige, miSqewachsene, höchsten Schlachtw. Dollfleischig^ siingere.......... Mäßig genährte jung« ». gnt genährte ältere Färsen. Kühe. Vollfleischige ausgem. Färsen höchst. Schlachtw. wenig gut entwickelte Färsen....... ältere auSgeinästete Kühe........ Mäßig genähtte Kühe und Färsen..... Gering genährte Kühe und Färsen .... Käl der. 47-50 85-90 43—45 79-83 46-49 76-80 41—44 70-75 37-39 67-70 48-50 83—89 40—44 77-85 39—43 72-80 32—36 64-72 26—61 59—70 Feinsie Maftkälber ......... 66-68 110-113 Mittler« Mast- und beste Saugkälber. . . . 82 - 65 185 — 110 S rf) a ’ *- Stallmastscha'«: Mastlämmer und siingere Masthammel . . . 42—43 98-94 Schwei n!. VoMIestchiq» Schweins von80— 100 tg Lebendgewicht ........ 60.50—62.50 70.00— 80.00 Vellsteischig» Schwein» unter 80 k» Lebendgewicht........ 60.00—«S .00 72.00—79.00 Vollfleischige Schweine von 100—120 kg Lebendgewicht ........ 61.00—62,5) 78.00—80.00 Vollfleischige Schweine von i20—150 c; Lebendgewicht ........ 61.00—68 50 78.00— 80 00 FC. Wiesbaden. Dishhos-Marklberichi vom 1< Okt, Auftrieb: Rinder I >7 (Ochsen 39, Bullen 21, Kühe und Färsen 57) Kälber 62, Schass 32, Schweine 379, 1 Ochse, 2 Bullen, 10 Kühe Auslandsvieh. Prelle iü» 100 Pst», Geschält mittel. Lebend» Schlacht- Ochsen.' gewicht Junge, fleischige, nicht ausgemäsitte und aller« ousgemästet«............48—51 89—94 Mäßig genähtte junge und gut ge- genährt« ältere ...........48—48 80—87 Bullen. Vollfleischige, ausgew, höchsten Schlachtw. . - 47—50 82—87 Vollfleischige, jünger« . ......... 40—45 70—80 Färsen. K1 he. Vollfleischige auSgemästtte Kühe höchste» SchiachtwetteS bis z» 7 Jahren..... 36—44 72—84 Wenig gut entwickelte Färsen . ..... 47—50 86—92 Aeitere auSgemä stete Kühe ....... 33—36 66—72 Kälber. Feinst« Mastkälb« ... 64—70 107—III Schak». Wttdemasticha'e: Mastlämmer und Masthammel .... 45,50—(WW 92—00 Schwein«. Vollfleischige Schwein« von 80—100 kx gebead» gewicht.............. 59X-61 76 78 Vollfleischige Schwein« unter 80 kg: Lebendgewicht 58-58X 74-75 Vollfleischige Schweine von 100—120 k? Lebendgewicht ..............61V, 62 77—78 Limburg o. d. Lahn. 14. Oft. Frucht markt. Durchschnittspreis vro Malter. Roter Weizen (Rastauischer) 21,00 Mt, weißer Weizen (angebaute Fremdlotte») 20,50 Alk, Korn 16,75 Mk, Gerste (Futter) 0,00 Mk.. Braugerste 0,00 Mk, tzaser 11,10 SSt, Erbsen 0,00 Mk, Kartoffeln der Ztr. 2,80-0,00 Mi , Butter das Wund 1,15 Mk,, Eier das Stück 10 Psg. Stanftcsämtsiiadmcfeten. Klein-Linden. Aufgebote: September 6. Adolf Bieber, DahnarbeSer, mft Kathattnc Elisabethc Klös, beSic in Klein-Linden. Geborene: September 30. Dem Privatpsleger Heinrich August Otto Hahn eine Tochter, Ella. — Oktober 1. Dem Hilss- schaffner Heinrich Müller eine Tochter, Frieda Helene. — 4. Dem Schriftsetzer Jakob Hofmann eine Tochter, Irma Margarete. Sterbesälle: Oktttier 3. Elisabcthe Adolph, geb. Dor- mehl. 53 Jahre all. Lich. Eheschließungen: Friedrich Wrkbckm Wilfe, Kttkner, mft Lina Hartmami in Lich. — Heinrich Christoph Krebs, Mw schirren führer, mit Anna Lang. Geboren«: Dein Taglöhuer Hcwrrich Schäfer eine Tochter, Marie. — Dem Weißhinder Karl Ernst Fvredcich Uhrhan ein Sohn, Karl. — Dem Schneider Friedrich Sapindt eine Tochter, Marie Charlotte. Sterbefälke: Anna Schuchard, geh. Hahn, 63 Jahre oll. — Ehrrstiane Textor, 2 Jahre att. — Eti.se Krender, geb Günge- rich 85 Jahre alt. Londorf. Geborene: September 28. Dem Schreibgehrlfen Johnmn» Olcnwtz ein Svlm, Ludwig. Airchliche Nachrichten« Israelitische Religionr-emeinde. Gottesdienst in der Synaaoge (Süd-Anlage). SamStag, den 17. Oktober 1914: Vorab «nd: 5.15 Uhr, Morgens 0.00 Uhr. Nachmittags: 3.30 Uhr. Schrifterklärnng. SabbatauSg ang: 0.15 Uhr. Israelitische Religionsgesellschast. ' Sotterdienst. Sabbatieioe am I7.Oktober 1914: Freitag abend 5.00 Uhr. Samstag vormtttaq 8.30 Uhr. Samstag nachmittag 3.30 Uhr. Sabbat-AuSgang 6.15 Uhr, WochengotteSdienst: Morgens 6.30, abends 5.00 Uhr. Meteorologische Beobachtungen Ser Station Siehe». Okt. 1914 |" O.S |f 3 s c ü S-o M I| *<1 || •sf 8s 5 CD Af if C. n i of | 1 Bettel 14 2“ 747,1 16,8 83 58 8 2 4 Sonnenschein 14. 9- 748,3 82 7,4 91 0 15. 7" 749,0 4 2 5.7 93 NNW 2 7 Höchste remperatur am 13.—14. Okt. 1911 --- -f 17,4 • C. Niedrigste , , 13.—14. . 1311 = + 5,9' . Niederschlag: 0,0 mw. Verantwortlich für „Feuilleton", „GerichtSsaal" u. 3l V .: Auou st G o c tz. .Vermischtes"! Amtlicher Teil. Betrifft Kreigabc wm Bruzin. L Fn den nachstehend aufgeführten, vertraglich verpflichteten Lägern wird die nach dem 31. 8. 14 eingcfnhrtr Benz inmen ge !)Xt Hälfte hiermit frei gegeben, ^ Deutsch-Am er, kamjchc Petroleum-Gesellschaft in Hamburg. Wilhelm Rudeloff in Hamburg, Deutsche Petroleum-Afticn-t^ewllschaft in Berlin, Deutsche Erdöl-Aftieu-Gescllschaft in Berlin. 2. Me übrigen zurzeit vorhandenen Benzin-Läger und Benzin- Borräte iverden hiermit bis aus weiteres sreigcgcben. 3. Sämtliche neueiugesührten Benzin-Mengen — auch von den vorstehend unterZifser 1 nicht ausgesührten Firmen — sind sofort m jedem einzelnen Fallender Inspektion für Militär-Lust- und Kvastiahnvesen in Berlin-Selwneberg anzuzeigen. Sie gelten als freigegeben, sobald die Inspektion mftgeteü! hat. daß ein Ankauf der neubezogenen Menge nicht beabsichtigt ist. 4. Die wiederholten Hinweise aller maßgebenden Stellen aus äußerste Sparsamkeit in der Verwendung von Benzin werden hiermit nachdrücklich erneuert, da d,e vorstehend fteigegebenen Benzinmengen verhältnismäßig gering sind, bald aus- gebraucht sein werden und chre Wiederaufsüllung als höchst unsicher bezeichnet werden muß. Das Generalkommando erinnert deshalb auis neue daran, daß Benzin in säst allen Fällen — namentlich bei allen Kraftwagen — erfahrungsgemäß in völlig ausreichender Weise durch Benzol ersetzt werden kann. Der Kommandierende General. gez. Freiherr von Galt. _ Befehl! Bctr.: Die in landwirtschaftlichen Betrieben beschäftigten russischen Arbeiter. Ans Grund der §8 4 und 9 des Gesetzes über den Belagerungszustand vom 4. Juni 1851, abgedruckt im Grvßh. Hess. Reg -Bl. von 1870 S. 442 wird hierdurch im Interesse der öffentlichen Sütrerheit bezüglich der in landwirtschaftlichen Betrieben beschäftigten russischen Arbeiter folgendes angeordnet. 1. Für die im Alter von 17 bis 45 Jahren stehenden männlichen russischen Arbeiter fällt die Karenzzeit in diesem Jahre fort. Sie haben sämtlich den Winter über am Ort ihrerbishcrigen Arbeitsstelle zu verbleiben und dürfen die Grenzen des Ortspolizeibczirks nicht ohne schrisiliche Genehmigung der Ortspolizeibehörde überschreiten. Der Uebergang in eine nenr Arbeitsstelle ist nur unter Beobachtung der für die Umschreibung der Arbeiter-Legiti-' mativnskarte geltenden Vorschriften zulässig und, wenn die neue Arbeitsstelle in einem anderen O rtspolizeibczirk liegt, an die Genehmigung des für die bisherige Arbeitsstelle zuständigen KreiSamts gebunden. Zuwiderhandlungen hiergegen werden, wenn die bestehenden Gesetze keine höhere Freiheitsstrafe bestimmen, mit Grsänguis bis zu einem Jahre bestraft. Sofern sich die gedachten Russen zurzeft aus einer Arberts- strlle bcjinden, aus der sie berefts seft mindestens dem 1. August 1914 beschäftigt werden, sind ihre bisherigen Arbeitgeber oer- pslichtet, ihnen während des Winters Unterkunft und Verpflegung zu gewähren. Hierfür ist von den russischen Arbeitern vom 1. Dezember ab eine Entschädigung von 50 Pfg. pro Kops und Tag zu bezahlen vorbehaltlich der Ausrechnung gegen eine etwa hinterlegte Kaution oder gegen Lohnbeträge, welche sie aus Grund eines für die Wintermonate etwa neu abgeschlossenen Arbeftsvertrages verdienen. 2. Die unter 17 und über 45 Jahr« alten männlichen und die weiblichen russischen Arbeiter können, soweit sie durch Arbeftsverträge nicht gebunden sind, das Inland verlassen, sofern sic im Besitze einer direkten Fahrkarte nach einer Eisenbahnstation eines neutralen Landes und eines von der gesandt - schaftlikben oder konsularsschcn Vertretung des neutralen Staates viiiertcn Passes sind. Zur Ausreise bcdürscn sie der orlspolizeilichen Beisetzung eines Vermerkes auf dem Passe: „Ausreise nach...... ist genehmigt. Die Ortsvolizribehörde (Stempel und Unterschrift)". 3. Sobald die militärischen und Verkehrsverhältnisse die unmittelbare Rückkehr der unter 17 und über 45 Jahre alten männlichen und weiblichen rusftschcn Arbeiter (Zisfer 2) nach ihrer Heimat (über die Landrsgrenze) gestatten, müssen sie das Inland verlassen, wenn sie durch Arbeftsverträge nicht mehr hier gebunden sind oder wenn nicht ihre bisherigen Arbeitgeber neu« Arbeitsverträge für den Winter.mit ihnen abschließen. Die Rücksendung der Heimkehrendcn erfolgt durch die Eiscnbahnabteiluug des Großen Gcneralftabes. Die Kosten der Heimreise trägt, soweit er vertraglich dazu verpflichtet ist, der ?lrbeitgeber, sonst der Heim- kehrcnde selbst. 4. Solange die unmittelbare Heimkehr in die Heimat aus inilitärischen oder Verkehrsrücksichkcn nicht ausführbar ist, haben auch unter 17 und über 45 Jahre alte männliche sowie die weiblichen russischen Arbeittr (Zisfer 3) bis auf weiteres auf ihren bisherigen Arbeitsstellen zu verbleiben. Ebensolange.greisen auch für sie und ihre Arbeitgeber die Bestimmungen unter Zisfer l Platz. 5. Sobald die unmittelbare Heimkehr möglich ist, >vird dies bekanntgegeben werden. 6. Grundsätzlich und unbeschadet der vorstehenden Bestimmungen wird der Beginn der diesjährigen Karenzzeit für russischpolnische Arbeiter auj den 1. Dezember 1914 festgesetzt. Frankfurt a. M., den 5. Oktober 1914. Das Stellvertretende Generalkommando des XVIII. Armeekorps. Betr.: Die Wochenschrift „Weltkrieg". An dir Schulvorstände des Kreises. Nachstehendes Ausschreiben der obersten Schulbehörde bringen wir zu Ihrer Kennttiis. Gießen, den 9. Oktober 1914. Großherzoglichc Kreisschulkommission Gießen. Or. U sing er. Der „Hilfsverein Deutscher Frauen zum Besten der Kinder im Felde stellender Männer" beabsichttgt den Vertrieb der Zeitschrift „Weltkrieg" durch Schulftnüer zu organisieren. Der Reingewinn der Zeitt'chrift soll ungeschmälert dem genannten wohl« lättgcn Zwecke zugcfübrt werden. Wir haben gegen die Mtarbeit der Schulen bei dem Vorhaben des Hilfsvereins nichts einzuwenden. Grobherzogliches Ministerium des Jimern. I. V.: Hombergk. Bekanntmachung. Betr.: Ausbruch der Maul- und Klauenseuche in Merlau. Die in Albdruck uachstebende Bekanntmachung Grvßh. Kreisamts Alsseld bringen wir zur ösfentlichen Kenntnis. Gießen, den 13. Oktober 1914. Grobherzogliches Kreisamt Gießen. I. V.: H e m m e r d e. Bekanntmachung. In Merlau ist die Maul- und Klauenscuche festgestellt worden. Aus Grinst» des Reichsviehseuchengesetzcs und der zu seiner Ausführung erlassenen Anordnungen bestimmen wir deshalb, daß' in der Gemarkung Merlau ein Sperrbezirk, ftlr die Gemarkungen Atzenhain, Flensungen, Ilsdorf, Kirschgarten, Lchnheim, Nieder-Ohmen und Wett fassen ein Beobachtungsgebiet und für die G e - markungen Ruppertenrod, Bernsfeld, Burg« Gcmünden, Elpenrod, Hainbach, Ober-Ohmen, Zeilbach und Ermenrod ein gefährdetes Gebiet gebildet wird. Alsfeld, den 10. Oftober 1914. Großherzoglickcs Kreisamt Alsfeld. ' Dr. Heinrichs. Für unsere tapferen Soldaten im Felde empfehlen wir: Wasserdichte Westen und Hosen mit Leder-, Pelz- und Flanell-Futter — Wollene Schlafdecken — Schales — Strickwesten mit und ohne Aermel — Wollene Unterhosen — Hemden — Jacken — Socken — Kniewärmer — Wollene Ohrenschützer — Pulswärmer — Lungenschützer — Leibbinden — Hemden in Wolle und Seide — Handschuhe und Hosenträger — Stoffe zur Selbstanfertigung in großer AuswahL i Oebr. Imheuser M Q-,o atz 106781 Bruch-Heilung " hne Operation Störung, ohie schi ani naturgemässem Wsgo, ebne Berits- erzhatle Eiaspritinng. Chefarzt: Dr. med. Coleman. Meine Sprechstunden werden in Giessen, Wetzlarer Weg 17, in den bisherigen Räumen am 21.0kt., 4. u. 18. Nov., 2. u. 16. Dez., von 10—1 Uhr abgehalten. Villingon, Kr. Giessen, d. 18.März 1914. i. Oberhessen, Nr. 133. Sehr geehrter Herr Doktor! Fürdie überaus freundlicheundsach- gem&8se Behandlung meines rechtsseitigen Bruchleidens sage ich Ihnen hiermit meinen verbindlichsten Dank. Ich litt an ein ein rechtsseitigen Leistenbruche und bin nun dank Ihrer vorzüglichen Behandlung jetzt völlig geheilt. Ich habe das Band schon mehrere Monate nicht mehr getragen und fühle mich jetzt wieder völlig gesund, wahrend ich vor der Behandlung grosse Beschwerden hatte, die mich in meiner Arbeitsfähigkeit sehr beeinträchtigten. Ich werde nicht verfehlen, Ihre Behandlung bestens zu empfehlen. Erteile Auskunft Hochachtungsvoll Wilhelm Zimmer L, Landwirt und Bäckermeister. Berghausen(Kr.Wetzlar),i. Juni 1914. Herrn Dr. Coleman, Berlin! Im Interesse vieler Bruchleidenden möchte ich nicht unterlassen. Ihnen meinen öflfentlich-Dank auszusprechen. Im Jahre 1898hatte ich unreinen rechtsseitigen Leistenbruch zugezogen. Derselbe hatte sich im Laufe der Zeit so verschlimmert, dassich operiert werden sollte, wozu ich mich nicht entschließen konnte. Da ich nun von Ihrer Behandlung gelesen, so begab ich mich in Ihre Sprechstunde nach Giessen und wurde von Ihnen in Behandlung genommen. Nach lVi-jähriger Kur bin ich nun zu meiner grössten Freude als gesund entlassen. Ich spreche hiermit nochmals meinen herzlichsten Dank aus, ganz besonders aber dem mich behandelnden Arzte, und gebe jedem Bruchleidenden gern Auskunft HilarichW«lI f Bergmann Adressen Gehellter stehen auf Anfrage zur Verfügung. — Brosckftrs: „Die Unterleibsbrüche and Ihre Behandlung“ kostenfrei durch das Zentral- bnresa: BERLIN W 62, Wormssr Strasse II. W>ss Wut »löst!. Wohnung C> Zimmer, Mädchenzimmer und Küchel für die Tauer des Kriegs von kinderlosen, Sa nitätsossizier gesucht. Aus- sührliche schrillliche Angebote mit Preisangabe unter 10661 n. d. Giehener Anzeiger erb. Perioi miiilärfr.jg.Mann als ßocialter und Korrespondent gesucht. Schrillt. Angeb. unt. 0.302 a. d. Gienencr Anzeig. Kolonial- und Materialwaren Großhandlung sucht für soiort tücht., zuverl. Lageristen mit gut. Branchekenntnissen. Schr. Ang. m. Gebaltsanspr. u. 07299 a.d.Giehcn.Anzeiger. ZuiM Nun «.«riulfin sur Schreibmaschine, auch mit guter Handschrist, aus Kontor in der Nähe Gießens gesucht. Bevorzugt solche Bewerber, die aus Kontor von Zigarren- sabrik tätig waren. Schriftliche Angebote unter 10688 an den Gießener Anzeiger erb. Junger kräitig. Bursche vom Lande, welcher auch mit einem Bierde sabren l, ios. gesucht. Näheres H. Sckäicr. Wirt. 072851 _ Tammltrahe. Tüchtiger Handlanger sofort gesucht. W.Fcucrbaeb, 072821 MarburgerSiraheB. Erdarbeiter werden angenommen. Hoch- und TieibauyesellsclM Balinboillraße »5. Uhrliny sowie HausHe gesucht. Bäckerei » Konditorei Som iner.Bismln ckitr.26.,«,, M. eini. JicntiiiiDdien das schon in besserem Hause gedient hat und gute Zeug», äusweisen kann, »um 1 Nov. gesucht. Zu melden zwischen 1 und 4 Uhr nachm. 110597 Franklurter Strage 2» ». Sröcntl. MWkil gksM 10664 Blcichitraßc 23. Vöi Mietlingen 5 Zimmer Eredncrllraßc 11 hübsche k-.Zim.-Wodnung nebst Zubehör. Gartcnanicil rc. per soior» zu vermieten. [•"" Näheres Hosmaunftr. 14 . Wohnung, n. Etage, von 5 Hnnmer neb't Bad mit Zubehör Kcvlcrllraßc 11 p. sosort zu vermieten. [10231 jlbcrman n & Kling. 3 Zimmer Sdicnc 3-,1inMrmhn. mit Gas it abgeichl Korridor ». veriivtz,»,,» Mäiiobara 3. > 2 Zimmer 1 Hth. zu verm. Steinttraße 39. 106621 Schöne 2-Zimmer- Wohnung v. 1. Nov. oder sosort,u verm. Germania- Trogerie Earl Scibel. Frankfurter Skr atze 38. l j Verschiedene | Weleritr. 6 eine 4-Ziam«r- | Wohm., SehlHonkg. Weg 2 eine 2- u. eine 3-Zi«.-Wohn. per fof. oder spät, zu verm. \„,~m Näh. Scbiffeubg. Weg 2 v. Icböne 3-Ziranier : Wo!HiuDg p~ ü. 4-Zininier-Wohnuflg 1. Etage zu vermieten Näh. Blcich- ftrage 18, L. Hob». [10*57 »^>«ord Anlagc3lIl Stockt sch. 4—ö-Zimmcrwbg. v. fof. ob. spät, zu v. Näh. Parterre. Kleine iotiDimg ÄÄ fon zu vermieten bei Ab». SckatUar, Dammstr. 1.1072« Meine SSeönung bebür an alleinitcbende,u- verläüge Frau oder kinderlose Leme gegen Reinigung der Bureauräume p. 1. Nov. unentgeltlich abzugeden. ( K m _ Friedrichllraße 8 v. drei Irl«!»,, belle, trockene Wohnrlome für Möbelui»erstellen oder dergleichen. Anzusehen »wischen 4—6nachm- Fraaktet«r Str. b Hth. [07298 U64Ö.I tlsiöbl.Zim.m 2ctireib” tisch, z- verm. SelterSweg8». Pentlon Brandl 1001 Aug. 1914 Pension Bellevue). Behaal. möbi. Zimmer. Zen- tralhciz.Bad. Tel.,««. 072:771 Ein schön möbl. Zim. » verm. Welt-Anlage 58 p. 07267! Frdb möbl. Zimmer mit separatem Eingang zu verm. Sonnen,trage 12 I. mieten. 8e lt er,M.T»tLad.pE» V 72801 Sch.möbl.Zim.^verm. _ Tammstraße 261. 072971 Eine fL möbl. Wob», auch unmödl. zu vermieten. Näheres Liebisktraße 61. 07294s Freundl. gut möbl. Zimmer. Goetheilr. 57 p. Mietyesuche Beamter sucht gut möbliertes Wob«- und Scklas- ,immer in guter Lage. Schr. Angeb. mit Preisung unter 07296 au de» Steh. An», erb. 3 öng. ftouframtn Stellung für sosort ob. später. Schriftliche Angebote unter 07281 o. d. Gießener Anzetg. Geb. stlränleiu mit bellen Zeuan. u. Ref., welches sehr gut kochen kann, sucht Stelle aiSHausbälterin ob.Stüpc in nur gut. Hause s. bald ob. spät. Schrillt. Angeb. u. 07288 an d. Giehencr Anzeig, erb. Saab. Mädchen l. Hausarb., welch, a. im Koch., Näh. u.Büg. bew.ischsow.jüng.Mädch.,s.St. s.sos.FrauMargarctbcHerr gewerbkmählge Stellenvrr- mittlerin, Donnenllr. 6. Eiu guter Füüoleu wegen Zentralbeizung billig abzugeben. Schrillliche Angebote u. 1VM7 a. d. Giehener Anz. 072281 Gebrauchter gut erhaltener Kücken- sow. groß. GaSberd billig zu verkaus. Näheres Sandgesse 11 1.1. Einmachkürbisse billig zu verlausen. 10656 Licker Straße 9. Feinste TalelkirseB PU. 12 ». lB Pl». FrecSI. Str. 43. 107291 hochsein.Taseläpsel Sehäser voa Boskops, SeldrolBetto, Bleohsim Verkauf bei Malkomessus, 106741 Kaiser-Allee 14 H. kuterh.HaMstallLesuchl Schrisil. Angebote unt. 07287 an d. Giehener Anzeig, erb. Verschiedenes sstltilalaae erteilt Nachbilse- +51)1101 flgC unter. Schrist- llche Ilngebote unter 06813 an den Giehener Anzeiger. Lekrorls erteilt Privatst, und Nachhilie in allen Fächern. Schrisiliche Angebote unter 07242 a. d. Giehener Anzetg. Primaner erteilt Nachhilsestunde. Schrillliche Angebote u. 07293 a. d. Giehener Anzeiger erb. Tiroler Kraolschneider sind wieder hier.Bestellungen werden Dtezstraße 7. Htb. entgegengenommen. 107236 Ein Geldtäschchen mit Inhalt in der Weh-Anlage gefunden. ?lbzubolen Walltor- ftraßc 35 lWerkstalll. 107290 -73°, Berloren rote Schüler- müvc am Theatervlatz. Ab- zugeben Steinstraße 47 II. Danksagung. Allen denen, die uns an unserem schmerzlichen Verluste ihre Teilnahme bezeugt haben, sagen wir aus diesem Wege herzlichen Dank. kerilhtsvslljteher Bvr« o. Famlie zu «ieSen. „„ Danksagung» Für die vielen Beweise nähme bei dem uns so schwer betrois lulle sagen wir allen herzlichen Dank. x-tl- Ber- Marie Harnisch u. »tot» Familie Balt. Burk Y. Watzenborn, den 15. Oltober 1914. ms Trauer Für Telephonieren Sie unter Nr. 249 u. Sie erhalt, sof. Auswahl empfehlen unser Lager in Trauerhüt-, schw. Schürzen, oebw. Satin - Bhrsen, sehe. Handschuhen, Trauer-Flor, Crepe, schwante Krawatten, TraueHächleier. 8635a Schul- »s str. 4. Rheumatismus-, Ischias- und Gichtleidende AAAA AAAAAAAAA f y ¥ ? v ¥ "▼yy,"™ " Wasserdichte Militär-Westen aas Ia. Seßeltuch, gut imprägniert mit u. ohne Wollfutter, aaferordestlick kovlkri and viel »erlangt, stets großes Lager und Anfertigung nach Maß Gummimäntel und Gnmmiumhänge Ledergamaschen prima Riodledar ohne Naht (gewalkte) von Mk. 11.50 an Schlalsäcke volIsMndig wasserdicht und warm Fnssschoner erleicht. d. Marschieren V orschrif tsmäßige Olfizierkotfer and Feldausrüstongen Feldflaschen. Bestecke, Becher, Beratvertufterale, LeiSmemen, Raeksäcke osv. Anfertlgani 1 b eigener Werkstatt. 110223 Selterewef 79 . Telephon 276 , ¥ nehmen die glhazeitd bewährten Petrin - Tabletten Name gesetzlich geschützt 9851 .‘inerkannt brat«, Mittel, da voll.Ubixlig msrhkd- llch, ohne jegliche Nebenerscheinungen und Kicher wirkend. — Zu haben ln allen Apotheken. C. A. Hartmann vormals Otto Rathschlag Fütmul 2064 Settersweg 8iV u Aussteuerhaus Wäsche-, Betten-tmd Steppdecken-Fabrik Neuwäscherei tÄ Lictü- und Kraft -Mage in Marburg Hanpl-Katatog und Muoter stahoa A .. gwne za Dienste« SU Den Heldentod fürs Vaterland starb am 9. Sept. unser lieber A. H. Lehramtsreferendar Dr. Paul Möller Unteroffizier der Reserve im Inf.-Regt. Kaiser Wilhelm“. Sein Andenken wird die Landsmannschaft stets in Ehren halten. 10660d Die Landsmannschaft Chattia. Am 22. Anglist starb im Kampf fürs Vaterland unser langjähriges Mitglied und II. Tumwart Karl Loos. Von früher Jugend an sich der edlen Turnsache widmend, war er einer unserer besten Turner. Das Vertrauen seiner Turnbrüder berief ihn vor Jahresfrist auf den Posten des II. Turnwarts; um so schmerzlicher ist für uns sein Verlust. Sein Andenken werden wir in Ehren halten! Giessen, den 14. Oktober 1914. 10654D Turnverein von 1846. Die Vorturnerschaft Der Vorstand Karl Erb. Wilh. Erle. Auf dem Felde der Ehre starb den Heldentod Wir betrauern in ihm einen treuen und pflichteifrigen Mitarbeiter und werden ihm ein gutes Andenken bewahren. Zer Vorsteher unD dir Minien des Kaiserlichen Postamts in Gießen. Ich litt seit 33afceit an nefbi Ausschlag mit furchtbarem Hautjucken Durch einhatb.StLseker, Patrnt'IIedlilnaKtelfe habe ich das Uebel völlig beseitigt. H. S- Polia.^erg.-> d>n drei Stärken, a 50 Ps„ M. 1.- und 3». 1.50.1 Dm« Znckoth-Crcm (50 und 75Ps.>. In der Uuiversttäts- Apo t de kr.H > rsch-Apotbeke, bei Äug. Roll, C. Seidel. W. Kilbinger. O. Schggj, Emil Karn, Ernst Noll und W. Schräder, Drogerie«. _ [10337 ls! __ Krautfässer Krautständer Fleischbütten BZaschbütten in allen Grüften empfiehlt billigst IlGiL WilhKohlermann Käserei, Neustadt 12. 3110] Hanjpäne Mk. 2,75, trockenes, kleingemachtes Eichenholz Mk 3.25 per Karren frei Haus. Jul.Wellböier. Tetevb.7«. Am 2. Oktober starb den Heldentod fürs Vaterland unser lieber unvergeßlicher Sohn und Bruder iminern» Infanterie-Regiment Nr. 81 . In tiefer Trauer: Kran Anna von Diemar Fräulein Emma von Diemar Ernst von Diemar Karl von Diemar Otto von Diemar Ebcrstadt, den 15. Oktober 1914. leM , Auf dem Felde der Ehre starb am 27. August in Frankreich den Heldentod für Kaiser und Reich nach Gottes Ratschluss mein einziger, innigstgehebter, herzensguter Sohn Lehrer Anton Bacli Unteroffizier der Reserve der 8. Kompagnie des Reserve- Infanterie-Regiments Nr. 69 im Alter von 25 Jahren. 10603 In tiefem Schmerz: Johannes Bach. Domholzhausen (Kreis Wetzlar), den 15. Oktober 1914. Nachruf. Den Heldentod iiirs Vaterland starb am 22. August unser SangeSbrnder Herr Oscar Anacker Unterojfizier der Reserve im Jnsanterie-Regt Kaiser Wilhelm Nr. 116. Wir verlieren in ihm ein treues Mitglied und einen lieben Freund. dem mir ein ehrendes Andenken de mähren werden. «**lj Bauerlcher Gesangverna Gießen. Den Heldentod fürs Vaterland starb am 25. August mein innigstgeliebter Bräutigam, unser künftiger Schwiegersohn und Schwager Restmß grtcörirf) Kmcmm Inf.-Regt. 116 3. Stomp. im Alter von .24 Jahren. In tiefer Trauer: Anna Bäth Familie Ludwig Bäth. Auf dem Felde der Ehre starb in Frankreich am 24. September den Tod fürs Vaterland mein innigst- geliebter, herzensguter Mann, der treusorgende Vater seines Kindes, nnser lieber Sohn, Schwiegersohn, Bruder, Schwager, Enkel, Onkel und Neffe Herr Heinrich Gontrum Feldwebel in der 2. Kompagnie Reserve-Inf.-Regt. 118. In tiefem Schmerz: Marie Gontrum geb. Damer und Kind Familie Gontmm Familie Damer. Münster, den 14, Oktober 1914. Todes-Anzeige. Heute nacht entschlief sanft nach langem, schwerem mit Geduld getragenem Leiden unser innigstgehebter, guter Vater unser lieber Bruder, Schwiegervater, Großvater, Schwager und Onkel Heinrich Winkelhaus Schreinermeister. In doppeltem Schmerz: Die tieftrauemden Hinterbliebenen. Londorf (Oberhessen), 14. Oktober 1914. Die Beerdigung findet Freitag mittag 2 1 /* Uhr statt. 110666 n-" Turn-Club. 17 1 O Grvßen-Linden, den 14. Oktober 1914. Den Heldentod fürs Vaterland starb auf Frankreichs Erde am 22. August unser liebes Mitglied Karl Loos. Er wird uns unvergeßlich bleiben. Ehre seinem Andenken. Der Vorstand. Am 6. September starb auf Frankreichs Erde den Heldentod fürs Vaterland unser liebes Mitglied Fritz Schomber Musketier der Leibkomp. Jnf.-Regts. 116. DaS Andenken unseres treuen Kameraden werden wir stets in Ehren halten. ..... Brieflanbenklub Gießen. Rach Gottes unersorschlichem Ratschlüsse wurde mir Dienstag abend um 10 1 /» Uhr mein liebes, unvergeftliches Kind, unser gutes Brüderchen Artur im Alter von VI, Jahren, nach langem, schwerem mit Geduld ertragenem Leiden durch den Tod entrissen. In tiefer Trauer: Margarethe Bechtbold und Kinder Willh und Friedbekm. Gietzen iSrhtsienberger Weg 04*, Lannsbach, Berlin und Hamberg a. Rh.» de» 15. Oft 1914. Die Beerdigung findet Freitag nachmittag um 4>/> Uhr von der Kapelle des neuen FriedhosS aus statt. loTTo Bon Blumenspenden bittet man abznsehen. Nachruf. Den Heldentod MrS Vaterland starb am 28. August d. I. unser treuer SangeSbrnder Johann Heinrich Lich Reservist im Ins.-Regt. Nr. 118. Wir werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren. 16665 8 esangnerein Frohsinn, Landsrs. Verwandten, Freunden und Bekanmen die schmerzliche Nachricht dah meine liebe Frau, unsere gute Schwester, Schwägerin, Kusine und Tante Zm Elifidtih Sdtöne zeb.Äiid heute morgen 10V. Nbr nach langem mit Geduld getragenem Leiden sanft entschtasen ist. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Mar Schöne. Gießen iLtndenvlav 7), 13 Oktober 1914. Die Beerdigung findet Freitag nachmittag 3*/, Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhoies aus statt. o7M« Danksagung Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme an dem schweren Verluste unseres geliebten Sohnes, Bruders und Schwagers Karl Burk sprechen wir unseren innigsten Dank aus. Im Namen der tieftrauentden Hinterbliebenen: Familie Jacob Burk IV. Watzenborn. 07286