t 2 JO Zweiter Erscheint täqllch mS VxtSnafjmt bei Sarmtag’. Di- „ « e tzeuer ,fa«UUliW9tt«r" rwerben Jxm .Anzeiger' tunmal wöchemlich ben in den einzelnen Gerindert ziemlich genau konstruieren. Es handelt sich um ei getrennt liegende Bezirke. Den größten, an die südliche iestgrenze des Grobherzogtums Luxemburg angrenzenden utschcn Bezirk bildet die Stadt Arel (französisch Ärlon, elcher Name leider auch in Deutschland fast ausschließlich braucht wird) mit 18 anderen Gemeinden sowie vier geson- rten Wohnplätzen von zwei französisch sprechenden Ge- einden. Weiter nördlich folgt die an Luxemburg und reußcn angrenzende Gemeinde Bochholz (französisch Beho) rd endlich nenn Gemeinden zwischen Aachen und Berviers, ren größte Welkenraedt und Gemmcnich sind. Der Anteil -r Deulschsprechendcn an der Bevölkerung dieser drei Gerte ist in der folgenden liebersicht zusammengestellt: Einwohner Deutsch- ,, überhaupt sprechende 10 1. Arel mit Gebiet...... 39 637 31340 79,1 2. Bochholz......... 1474 1060 71,9 3. Gegend von Welkenraedt . . . 17 612 13700 76,8 zusammen 68 623 48100 78,6 Wenn das Gebiet vckn Arel außer den deutschen 7900 ar oder hauptsächlich französischsprechende Einwohner zählt, erklärt sich das daraius, daß davon allein 3700 auf di^ ieichnamige Stadt mit ihren zahlreichen Beamten usw. essen: und auch in den übrigen Teilen des deutschen Sprachgebietes sind die deutschen Einwohner in der .Haupt- «che das bodenständige Element, die französischen aber zu- ezogen. Bon den 57 010 deutschen Reichsangchörigen Belsens fanden sich nur 4300 in dem hier bezcichneten deuit- hen Sprachgebiet. Die Berechtigung der deutschen Sprache in diesem Gerate ist bei der Errichtung des Königreiches durch die gesetz- che Bestimmung anerkannt worden, daß die Gesetze für die «enternden, wo vlämisch oderdeutsch gesprochen wird, mit ebersetzunqen in diesen Sprachen zu veröffentlichen sind, las geschieht aber, ohne daß das Gesetz außer Kraft getreten -äre, schon seit 1840 bezüglich der deutschen Gemeinden nicht rehr, und diese müssen, wenn sie mit der Staatsverwaltung r Verbindung treten, sich des Französischen bedienen. Rähe- es über das deutsch-belgische Sprachgebiet enthalten u. a. ie Jahrbücher des Deutschen Vereins in Arel. Eine Aufsehen erregende Enthüllung über Vorbereitungen in Belgien vor dem Kriege. Berlin, 12. Olt. (28258. Amtlich.) Die „Nordd. Mg. lerhmg" schreibt: Der Bruch der belgischen Neutralität ittrf) England und Belgien Durch die eigene Erklärung rar (8)ward Grevs ist die Behauptung der englischen Re- rerung bereits als unhaltbar erwiesen, daß die 'Verletzung er belgischen Neutralftät durch Deutschland das Eingreifen Englands in den gegenwärtigen Krieg veranlaßt hat. Das Pathos sittlicher Entrüstung, nrit dem der deutsche Ein- rrarsch in Belgien von englischer Seite zur Stimmungs- rrache gegen Deutschland bei den Neutralen verwertet Worten ist, findet eine neue und eigenartige Beleuchtung durch gewisse Dolumente, welche die deutsche Heeresverwaltung n den Archiven des belgischen Gencralstabs . n Brüj.jel aufgLhunden hat.. Aus dem Inhalt einer Mappe, ,reiche die Aufschrift trägt .„Intervention anglarse en Belgiquc" geht hervor, daß schon im Jchhre 1906 die Cssitscndung eines englischen Expeditionskorps n ach Be lg i e n für den Fall eines deutsch-französischen Krieges in Aussicht genommen war iitach einem Vorgefundenen Schreiben an den belgischen Kriegsminister vom 10. April 1906 hat der Chef des belgischen itzeneralstabs mit dem damaligen «ng • fischen Militärattache in Brüssel, Oberstleutnant Barnar- diston, auf dessen Anregung in wiederholten Beratungen einen eingehenden Plan für gemeinsame Operationen eines englischen Expeditionskorps van 100 000 Mainz mft der belgischen Armee gegen Deutschland aus gearbeitet. Der Plan fand die Billigung des Chefs des englischen Generalstabs, Generalmajors Griorsvn. Dem belgischen Generalsrab wurden alle Angaben über die Stärke lunb Gliederung der englischen Truppenteile, über die Zusammensetzung des Expeditionskorps, ferner die Aus- schiffungspunkte, eine genaue Zcitberechnung fiir den Abtransport und dergl. geliefert Auf ttz-rund dieser Nachrichten hat der belgische Generalstab den Transport der englischen Truppen in das belgische Auftnarsciige- biet, ihre Unterbringung und Ernährung dort eingehend vorbereitet Bis in alle Einzelheiten ist das Zusammenwirken sorgfältig ausgearbeitet worben. So sollten der englischen Armee eine große Anzahl Dolmetscher und belgischer Gendarmen zur Dermgnng gestellt und die nötigen Karten geliefert werden. Selbst an die Versorgung englischer Verwundeter war bereits gedacht worden. Dünkirchen, Calais und Boulogne waren als Ausschisfungspntrkte für die englischen Truppen vorgeselkn. Von hier aus sollten sie mit belgischem Eisenbahninatcrial in das Ausmarschgebict gebracht werden. Die beabsichtigte Ausladung in französischen Häsen und der Transport durch französisches Gebiet beweist, daß den eirglisch-belgischen Vereinbarungen solche rnit dem französischen General stab vorausgegangen waren. Die drei Mächte hoben die Pläne für ein Zusammenarbeiten der „verbündeten Armee n", wie es in dem Schriftstück heißt, genau sest- gelegt. Dafür spricht auch, daß in den (tzeheimakten eine Kart« des sranzösischen Aufmarsches vorgefunden worden ist. Das erwähnte Schreiben enthält einige Bemerkungen von besonderem Interesse. Es heißt dort an einer Stelle, Oberstleutnant Barnardiston habe bemerkt, daß man zurzeit auf die Unterstützung Hollands nicht rechnen könne. Er habe ferner vertraulich mitgeteilt, daß die englische Regierung die Absicht habe, die Bassis für den englischen Skrpfleguiigsüachschub nach Antwerpen zn verlegen, sobald hie Nordsee von Men deutschen Kriegsschiffen gesäubert sei. Des weiteren regte der englische Militärattache die Einrichtung eines belgischen Spionagedienstes in der Rheinprovinz an. Das Vorgefundene mllitärische Material erfährt eine wertvolle Ergänzung durch einen ebenfalls bei den Geheimpapieren befindlichen Bericht des langjährigen belgischen Gesandten in Berlin, Baron Greindl, an den belgischen Minister des Aeußern, in dem mit großem Scharfsinn die dem englischen Angebot zu Grunde liegenden H in t e rge d an ken enthüllt werden, und in dem der Gesandte auf das Bedenklich« der Situation hinweist, in die sich Belgien durch ein« einseitige Parteinahme zugunsten der Ententemächte begeben habe. In dem sehr ausführlichen Bericht, 'der vom 23. Dezember 1911 datiert ist, und dessen vollständige Veröffentlichung Vorbehalten bleibt, führt Daran Greindl aus: Der ihm mftgeteilte Plan des belgischen Generalsidabs für die Verteidigung der belgischen Neutralftät in einem deutsch-französischen Kriege beschäftigte sich nur mft der Frage, was für mtti- tärische Maßnahmen für den Fall zu ergreifen seien, daß Deutschland die belgische Neutralftät verletzte. Die Hypothese eines französischen Angriffs aus Deutschland durch Belgien habe aber gerade viel Wahrscheinlichkeit für sich Der Gesandte sühft dann wörtlich folgendes aus: „Bon der französischen Seite her droht die Gefahr nicht nur im Süden von Luxemburg, sie bedroht uns aut unserer ganzen gemeinsamen Grenze. Für diese Behauptung sind wir nicht nur aus Mutmaßungen angewiesen. Wft haben dafür positive Anhaltsvimktc. Der Gedanke einer Umfassungsbewegung von Norden her gehört zweifellos zu den Kombinationen der Entente Cordiale. Wenn das nicht der Fall wäre, so hätte der Plan, Blissrngen zu befestigen, nicht ein solches Geschrei in Paris und London hervorgerusen. Man hat dort den Grund gar nicht verheimlicht, aus dem man wünschte, daß die Schelde ohne Skt* teidignng bliebe. Man verfolgte dabei den Zweck, unbehindert eine englische itzaruison nach l'lntwerpen überfuhren zu können, also den Zweck, sich bei uns eine O peration sb a sis für eine Offensive in der Richtung aus den Nieder- rhcin und Westfalen zu schaffen und uns daun mft sott- zurcißen, was nicht schwer gewesen wäre: denn nach Preisgabe unseres nationalen Zufluchtsortes hätten >oir durch unsere eigene Schuld uns jeder Möglichkeit begeben, den Forderungen unserer zweiselhasten Beschützer Widerstand zn leisten, nachdem wft so unklug gewesen wären, sie dort eiuzulasseu." Diese Ausführungen von vorurteilsfreier Sefte stellen in überzeugerrder Weise die Tatsache fest, daß dasselbe England, das «ich jetzt als Schirmherr der belgischen Neutrnll- tät gebärdet, Belgien zu einer einseitigen Parteinahme zu Gunsten der Ententemächte bestimmt und daß es zu einem Zeitpunfie sogar an eine Verletzung der holländischen Neutralität gedacht hat Des weiteren erhellt daraus, daß die belgische Regierung, indech sie den englischen Einflüsterungen Gehör schenkte, sich eine schwere Verletzung der ihr ccks neu1 1 aler Macht obliegenden Pflichten hat zu Schulden kommen lasten. Die Erfüllung dieser Pflichten hätte es erheischt, daß die belgische Regierung in ihren Derkeidigungsplanen auch die Der* letzung der belgischen Neutralität durch Frankreich vorgesehen, und daß sie für diesen Fall analoge Vereinbarungen mit Deutschland getroffen hätte, wie mft Frankreich und England. Tie fünf ausgesundenen Schriftstücke bllden einen dokumentarischen Beweis für die den maßgebenden deutschen Stellen länge vor Kriegsausbruch bekannte Tatsache der belgischen Konnivenz mit den Ententemächten. Sie dienen als eine Rechtfertigung für unser militärisches Vorgehen und als eine Bestätigung der der deutschen Heeresleitung zugegangenen Informationen über die sranzösischen Absichten. Sic mögen dem belgischen Bolle die Augen darüber öffnen, wem eS die Katcytrwhe zu verdanken I hat, die jetzt über das unHwtlkfjc Qari f 4 erew 2 cijxo£toi ist. Sum Thronwechsel in Rumänien. Bukarest, 12. Okt. (WTV. Nichtamtlich.) ttzesteru vormittag fand in der Mctropolitankirche ein (tzcdächmisgottes- dieust für >Lönig Carol statt. Um 2 Uhr rmchnftttags erfolgte im Saale der Deputterlenkaniiner die fcierliclie Eidesleistung zröuia Ferdinands I. aus die Skrsassung Nach der Eidesleismng hielt der König jolgeniw Ansprache: „Berufen durcli die tzbrade Gottes und den Willen des Volles. der Erbe des großen Gründers zu sein, der mir als hcüigiles Skrmäcüttiis die Gefühl« der Liebe und Treue des ganzen Volkes binterlassen l«r, finde ich in meiner Liebe zu der Nation die kraft, ohne Schwanken den 2Svg der Ersü llurg meiner großen, aber schwierigen Psticht zu betteten. (Lebhafter Verfall. Das Beispiel l'cssen, den wir alle wie euren Vater deweinrn, und die Ucberzeugamg, daß es bloß durch einen iimmtcrbrochcncil Anstchwung möglich ist, die Lebenskraft des Siolkes zu iichcrn, irnrd für mich t*cr Leitstern meiner BcmüGingen für dre- Entwicklung dieses Stiaws während meines ganzen Lebens sem. «Lebhafter SkijalU Ich hin überzeugt, daß die tliumänen, von demselben hoben Patriotismus beseelt, auch zulünfttg dem Throne und dem Lande die Einigkeit in Gedanken und Tat zu geben wissen iverdcn, die das eimnge Unterpsand emer gelunüeu nationalen Cntwulliiiig ist. «B«ifall.> Der Ällniäclüige, der nach so vicini schweren Prrisirngen die Arbeft derer geiegmt hat. die sich dem Wohle dieser Nation widmeten, wrrd auch das, was uril so viel Mühe gebaut ist, nicht vergehen lassen und mft Liebe sür dieses Molk die rastlose Arbeft schützen, di« ich als guter Rumäne und als Köing meincni teuren Lande zu weihen cnt- sclüossen bm " «Begeisterter Beifall, in den siä> auch ianganhal- tcnde Boftallsriife sür die Königen Maria mcngteir.i Der Präsident des vereinigten Parlaiueuts, Phere- khde, widmete hieraus dem König Carol einet tvcrrmcm Nachruf und versicherte den neuen König der dingebungl der gesetzgebenden Körper Die stürurischen^ Ovationcn, nftederhollen sich, als die Königsfamifie den ^cral verließ. Hieraus fand rn der Mettopolitankirche ein Tcdeum statt, nach dem das Königspaar durch ein Spalier von Soldaten unter den Huldiglungen eftier ungeheuren Meusclienurengci ins Schloß z»rückkehrte. oemcin.lü ^acn Bouocieine und der Krieg. In der Berbandstagung der «geineimrüpig«.'n Bauvereine in Gustavsburg, über die tvir bereits in der gesttige» Ausgabe berickitet ^aben, hielt Landesivolmungsiulpektor Gr etz- schel einen Dort rag über die'Stellung der gencettrittltzi- gen Bauvereine zu den gegenwärtigeu Zeitläufen. Er führte dabei folgendes aus: > Tie Arbeft der Skuvcvcmc ist Friedensarbeit, insofern. als sic einersetts mir in Friedenszeiten richtig gedeihen kann, andererseits, als sie der Förderung des inneren Friedens dient., Ski Anpassung an die durch den Krieg grschaffmeu veränderten Skrhältnisse müssen wft unsere Ausmcrksanckeft naincntlich nach drei Richtungen lenken: 1. auf dft Ausrechterhaltung eines! geregelten Geschäftsbetriebes. 2. aus das Vcrhälliiis zu den Käu- sern und Mietern von Bauvcreiushäusern und SLvhnungen und 3. «aufdicMöglichkeiteinerKortsetznngdcsZ weckeS unserer Banvereine. In ersterer Beziehung liegt die Möglichkett vor, daß einzelne Mitglieder der Genossenschaftsorganc zu den Fahnen eiw- berusen sind. Die so entstandenen Lücken im 2lufsichtsrat können! zunächst osten bleiben, dagegen wftd cs aus alle Fäll« notwendig sein, den Vorstand vollzählig zu erhalten. Bon besonderer Wichttg- kcit ist die Frage des Skrhältnisses zu den Mietern und Käufern: vcm Geirosscnichastswohnungen. Dier ist größtmöglich« Rücksicht zu üben, nanientlich bei den zum Militärdienst ein- geftetenen oder aus Anlaß des Krieges arbeftslos gewordenen Familienvätern. Wenn hier ost beim besten Willen die Zahlung von Mitte oder Zinsen nicht irröglich ist, so entlpricht cs dem Charakter unserer Genosscnsckxlsten, daß in diesen Fällen nicht nur Stundung gewähtt, sondern helfend eingegrissen wird. Das genügt jedoch kaum. Dem Zurückkehrendcn kann nicht damit gedient fern, wenn cr vor einen 2ktg von «Schulden! gestellt wird, wft müßten uns fast schämen, wenn es keinen andern Ausweg gäbe. Der Mann, der da fürs Baterlcmd sein Leben, sttnc Gesiimdheft anss Spiel setzt, hat ein Recht darauf, daß wir Daheimgebliebencn dafür sorgen, daß während seiner Alnoesenhttt wenigstens seine wirtsckzaitlistzen! Verhältnisse sich nicht zn sehr verschlechterrr. Ganz können wir ihm ja Nachteile nicht ersparen, aber sowcft das möglich, besteht für die Daheimgeblicbenen ttne Pflicht, es zu tun. Und des unverschuldet arbeitslos Gewordenen müssen wir in ähnlicher SLeise gedenken. Die Slauverttne können teftwttse dft Mieten erlassen und zu den Zinszahlungen Zuschüsse gewähren. Wird ttn Mettel oder gar die Hälfte dieser Skrvilichtungen ans die Bauvereine übernormnen, so wäre das selbstverständlich schon ttne große Erleichterung. Es könnte auch in Frage kommen. Mitten und Zinsen vorschuwottse sür den «Schuldner zu leisten icnd die Deckung der Schuld später in kleinen Ratenzahlungen zu ermöglichen. In Fällen völliger Zahlungsunfähigkeit sühtt auch gerade das in unserer Genossenschaft zur Tat gewordene Wott: „Einer sür alle, alle für einen" zu der Hoffnung, daß wft in jenen Fällen nicht umsonst an unsere wohlhabenden OkrwsscN apvelliercn würden. Es werden aber auch dann noch Lücken in unserer HUssaktton bleiben, deren Schlichtung notwendig ist. Wenn der nicht vermögende Hausbesitzer keine Meten bekommt, so kann er au«h keine Zinsen zahlen und auch der daraus angewiesene Gläubiger gerät in Not. Dft Quell« dftses Mißstandes zu verstopfen ist nur durch eine Hilfsaktion in größerem Sttle möglich, dft niäst den Charakter von Almosengaben bat Es muß hütt mit öffentlichen Mitteln eingegrissen werden, indem man m ttnzelnen (Gemeinden Ausschüsse bildttr, die im einzelnen zu prüfen hätten, daß nur in Fällen tatsächlicher Skdürsttgkttt eingegristcn wird. Daß dabei auch Mißbräuche möglich sind, darf uns nicht aühalten. 28enn man dft richttgcn Leut« wählt, dft die Verhältnisse kennen und Umsicht besitzen, werden sich dce Mißbrittuhe auf ein Miudesrmoß beschränken. In diesen Frage nichts zu tun, wäre direkt eine Versündigung am Gemeinwohl. Zum Glück haben die Bauvereine zumeist eigene Mittel zur Unterstützung zur Hand, die wenigen andcrcii mü>ien >ich an Hilssakttonen der erwähnten Art btteiligen. Die Vaugenosieir- schast in Friedberg hat den znm Militär einberuicucn und dem Arbeiterstande angehövendcn Genossen während der tt?"? des Feldzuges die Miete um 25 Profit cnnamgt und m Aussicht genommen, daß, sosern die Hüisrr,cri>«i den Ausiall^ nicht decken, dies tttlwttse aus dem Rttngewnrn d^ lcmtmden wahres geschehen soll. Der Bano«ttn A l S t c l d hlo>t«n> den- iniigen Familftn, deren Ernährer nch culFttde beiiudtt, me Mitte bis aus wttteres aur die va l s tc ^abzuietzen und dm noch rückständige Miete ,u itundcn. Die biSherin die «er Richtung hervorgttvctenen Notstände sind oerh^tmsmatzig noch lehr gering was id> aui Grund meiner Beobachtungen in Darmstadt und anderwätts, sowie aus den Mftteüungen verschiedener Bau« vereine bestaiigcu kann. Wft müssen abtt damit rechnen, daß die Notstände weiter im Winter zunehmen werden. Nuii die Frage, ob dft Skuvncine je&t an dft wettere Er- strebung ihrtt prakttschen Zwecke, aljo an i»e Her itet.tu.ug ii. I. einen Pottteibefehl, in dem dem I. Görnert aufgegeben wurde, dis Wand zu entfernen. Hiergegen hat Gvrnert Klage an den Protnnzialausfchuß der Provinz Oberhessen verfolgt und beantragt, den Polizeibefehl aufzuheben. Der Prvvmzialäus- schuß hat der Klage sharttgegeben und den PotrzeibefehK cmf- gch-äwn. 2. Klag«der Heinrich R. gegen Großh. Kreisamt Friedberg wegen Bersagungdes Wander- gewerbescheins für 1914. Auf mehrfachen Antrag auf Erteilung eines Wandergewerbescheins für 1914 wurde dem Antragsteller, der öfters vorbestraft ’tit, vom Kreisamt Frredberg ablehnender Bescheid zuteil. Hiergegen hat R. Klage an den Provinziajlausschuß gewichtet. Dieser entschied, daß dem R. der Wandergewerbeschein zn versagen sei. 3. Klage des Johannes Roth VI. zu Berstadt gegen die Gemeinde daselbst wegen Nichtge- ivährung von Allmendnutzen. Kläger hat nach dem Tode seiner Stiefmutter Anttag auf Gewährung des Allmendnutzens bis zum Ende des Kalenderjahres gestellt. Dieser Allmendgenuß wurde dem I. Roth VI. von der Gemeinde versagt, well er nach den Ortssatzungen der Gemeinde Berstadt nicht leiblicher Abkomme der verstorbenen Witwe sei. Roth beantragte Entscheidung des Kreisausschusses, die dieser im gleichen Sinne traf In der Berufungsinstanz entschied der Provrnzialausschuß ebenfalls zuungunsten des Klägers. 4. Antrag auf Entziehung des dem Geometer 2. Kl. D. zu Friedberg erteilten Patentes. Der Genannte wurde wegen Sittlichkellsverbrechens von der Sttafkammer Großh. Landgerichts G. im vorigen Jahre zu einer Gesängnissttase verurteilt. Das Großh. Kveisamt F. beantragte daraus, das erteille Gev- nreterpatent zu entziehen. Der Provinzialausschuß entschied in nichtöffentlicher Sitzung dementsprechend. 5. KlagederW. SchäferWtwe. zuRodenbach gegendieFürsorgekassefürGemeindebeamte wegen Nichtgewährung von Witwen- und Waisengeld. Die Witwe Schäfer Halle beim Berwal- tungsrat der Fürsorgekass« nach dem Tode ihres Mannes Anttag auf Gewährung von Witwen- und Waisengeld gestellt. Dieses Ansuchen war vom Verwaltungsrar ablehnend beschieden worden, da der Verstorbene nur eine anrechnungs- sähige Dienstzeit von nicht ganz fünf Jahren erreicht hatte. Auch die INöglichkeit, daß gemäß Art. 6 des Mrsorgekaffe- gesetzes der Tod des Schäfer die Folge einer Krankheit, Berwuiidung oder sonsttgen Beschädigirng war, die der Verstorbene in Ausübung seines Dienstes sich zugezogen hätte. >var iricht gegeben, wie die eingeholten klinischen Gutachten unzweifelhaft ergaben. Der Provinzialausschuß hat sich den Ausführungen des Berwaltnngsrats der Fürsorgekasse angeschlossen und ablehnend erkannt. Au» Stadt und Laut». Gießen, 13. Oktober 1914. Verlustliste des Leib-Dragoner-RegtS. Nr. 24. Darmstadt. Gefechte ün Westen vom 3. bis tb. 9. 14 iBouconville, Tharmont, Varremirs, Reviguy und Grandpre). 2. Eskadron. Untervff. d. R. Philipp Gaubatz, Grvß- Biebcrau, Kr. Dieburg, vm. — Gefr. Nik. Eckert, Psisslighttm, Kr. Worms, om. — Gefr. Friedrich Euler, Kassel, vm. — Dragoner Friedrich Zimmer II., Zoderswerer, Kr. Zadau, vm. — Dragoner Ludwig Kraft, Nieder-Modau, Kr. Dieburg, vm. — 4. Eskadron. Dragoner Httnttch Sezairnr, Rannhttm, Kr. Groß-Gerau, vm. — 5. Eskadron. Dragoner Ludwig Grosse, Darmstadt, om. — Dragoner Heinrich ©triftet, Nieder Ingelheim, Kr. Bingen, om. — Dragoner Peter Gackrnheuner, Ofsenbach, vm. Verluste des Feld.-Art.-Regts. Nr. 61. I.Abt. Darmstadt. Reims am 20. 9. 14. 2. Batterie. Lt. Hahn, schvw. — Kanonier Ludwig Jung, Münzenberg, Kr. Friedberg, schvw. — 3. Batterie. Jautonier Heinrich wenn, Wehen, Kr. Uiuertamrus, schvw. •— Kanonier Michael ©ftnt, Brrllenbrmm, Kr. Erbach i. O., ltch. Feld-Artillerie-Regiment Nr. 25. DarmstaLt. La Thapelle-Mauruvt und Tuilerie am 8., 9., 14. 2. Batterie: Sergeant Kinzel, Grobnig, lvw. — Sergeant Schütz, MbsHausen, lvw. — 3. 'Batterie: Kanonier Johannes Walther, Heubach, Kreis Dieburg, lvw. — Kanonier Anton Back, Lorsbach, Kreis Höchst, schwvw. — Kanonier Gimbel, Arhttlgen, Krtts Dcwmstadt, schwvw. — Kanonier Krebs, lvw. — Kanonier Ziayka, schwvw. — Kanonier Ernst Röhl, Kyritz, Ostpttgnitz, lvw. — Stab: Major Kurt v. der Sode, lvw. — Leutnant u. Adjutant Hilmar Baron v. der Recke, schwvw. — 5. Batterie: Hauptmann v. Tümpling, schwvw. —• Leutnant der Res. Petersen, schwvw. — Kanonier Heinttch Fleckenstein, Ludwigshajen, schwvw. — Kanonier Jakob David Müller I, Neustadt a. Haardt, schwvw. — Kanonier Georg Ziergöbel, Zeilhardt, Kreis Dieburg, schwvw. — Kanonier Jakob Strub, lvw. — Gefreiter Heinttch Albach, Hattenrod, Kreis Gießen, schwvw. — Kanonier Wilhelm Eberlein I, Groß Hausen, Kreis Benshttm, schwvw. — Kanonier Lud- Iwig Kirschner I, Darmstadt, schwvw. — Kanonier Karl Bürger, Rohrbach, Kreis Dieburg, schwvw. — Kanonier Silben Müller II, Bocken heim, Kreis Frankfurt a. M., tot. — Kanonier Leonhard ©eeger, Affhöllersbach, Kreis Erbach, tot. — Unteroffz. Georg Dietrich, Flomborn, Kreis Alzey, schwvw. — Vizewachtmeister Franz Riesling, Sasbachtted, Krtts Acheru, lvw. — Trompeter Göttlich Hermann Cattns, Dammitsch, Krtts Tvrgau, lvw. — 6. Batterie: Oberleutnant d. Res. v. der Malsburg, tot. — Unteroffz. Friedttch Hugo Scharffc, Salza, Kreis Hohenstein btt Erfutt, tot. — Gefreiter Nikolaus Hvsmann, Vierieheim, Krtts Hepoenhttm, tot. — Gefreiter Johannes Henkel, Ofsenbach, tot. — Kanonier Balthasar Schwebet, Obernhansen, Kreis Dieburg, tot. —• Kanonier Ferd. Anton Witth, Dünschede, Kress Olpe, tot. — Kanonier Friedrich Gcrstner, Ofsenbach, tot. — Kanonier Heinrich Faatz. Slssenhttm, Kreis Fttedberg, tot. — Kanonier Laurentius Müller I, Neewttler, Krtts Wttßenburg, tot. — Kanonier Ernst Wtttzcnegger, Züttch, tot. — Unteroffz. Karl Louis, Neustadt a. Haardt, tot. — Kanonier Albert Kühn, Langen, Krtts Ofsenbach, tot. — Kanonier Wilhelm Ludwig Rodenheber, Heppen- httm, tot. — Kanonier Georg Ludwig Beck, Bürgel, Krtts Offen* bact) a. M., lvw. — Kanonier Heinttch Jakob Kohr, Biblis, Kreis Benshttm, schwvw. — Kanonier Hermann Wilhelm Hinze, Han- novtt, schwvw. — Kanonier Georg Sielaff, Neu-Wttßensee, Kr. Potsdam, lvw. — Kanonier Karl Vogel, Mainzlar, Kr. Gießen, schwvw. — Kanonier Georg Seidel, Pfungstadt, Kr. Darmstadt, lvw. — Trompeter Sergeant Gustav Ernst Max Willi Schäffler, Alt-Teltow, Kr. Potsdam, lvw. — Gefreiter Adolf Heinttch Rostan, Langen, Kr. Offenbach, schwvw. — Unteroffz. Richard Karl Hofmann, Groß-Oerner, Mansselder Gcbirgskreis, schwvw. — Vizewachtmcister Joh. Hcrm. Gustav Häslor, Jakobsdon, Krtts Liegnitz, schwvw. — Kanonier Johann Grün, Tiesenthal, Krtts Alzey, schwvw. — Kanonier Willi Schmidt I, Bieber, Kr. Geln- hausen, schwvw. — Kanonier Ewald Anton Bückenbender, Werthen- bach, Kr. Siegen, schwviv. — Kanonier Peter Wilhelm Klein, Proschhausen, Kr. Ofsenbach a. M., lvw. — Kanonier Karl Heister, Michelstadl, Kr. Erbach i. O.. schwvw. — Gefrttter Philipp Kratz, Dudenhofen, Kr. Ofsenbach a. M., lvw. Feld-Artillerie-Rrgiment Nr. 61. La Corrette am 1., Olizy am 2., Billers-le-See am 6 ., Sermaize am 9. und Parny am 10. 9. 14. Stab, Darmstadt: Ober-Musikmeister Mathias Weber, Cöln a. Rh., lvw. — 4. Batterie: Oberleutnant Hans Zaeper- nick, Karlsruhe, schwvw. — Leutnant d. Res. Curt Gebhard, Elberfeld, tot. — Unteroffz. Philipp Nioolai, Ober-Mörlen, Krtts Friedberg, schwvw. — Gefreiter Wilhelm Eisenhuth, Burkards, Kr. Schotten, schwvw. - Kanonier Karl Hansel, Darmstadt, schwvw — 5. Batterie: Leutnant d. Rtt. Karl Techmer, Mannheim, tot. — Kanonier Franz Trautzer, Mainz, verm. — Kanonier Robert Joseph Beltmann, Mannheim, low. — Kanonier Philipp Jhl, Obtt:-Wöllstadt, Krtts Fttedberg, lvw. — 6 . Batterie: Kanonier Alfons Gttrhos, Wehttngen, BezirkZ- amt Schwalmrünchen, vw. — Leichte Mnuitionskvlonne: Fttedr. Wllh. Jansen, Mainz, schwvw. * ** Ritter des Eisernen KrenzeS: Augenarzt Dr-Phllipp Schmitt in Darmstadt. Sepgeomt KarlFran k von Langwasser bei Ulrich stein vom 61. Art.-Rogt. Leutn. d. R. im Res.-Jnf.-Megt. 116 Rechtsanwalt Warnke von Marburg. Hauptmann im Leibg.-Juf.-Rgt. 115 ^:hr. von Stein von Darmstadt. Leutn. d. R. im Hess. Gärde-Dragp- Regiment Nr. 23 Ernst Weber. Feldpostmeister des 18. Armeekorps Dr. jur. Redecker. Oberposttnspektor von der Obcrpostdirektion Frankfurt a. M., dem zugleich die hessische Tapserkeitsmedaille verliehen wurde. Oberlt. A S ch neider, Führer des Divisious-Bribken-Drains. Referendar Dr. Dietrich, zurzeit als Ordonnanzoffizier beim Stabe der 2. Abteilung Res.-Feld-Art.-Regts. in Mainz. Leutnant Waller Mülker im Jnf-Regt. 118 von Bod- Nauherm. Major Gudewill in Friedberg- Heinrich Löb, Feldwebel im Jnf.-Regt. 115. OberA. Jufti (1. und 2. Kl.) aus Marburg. Unteroffizier Schupp, Maschinew- gewehrkomp. Jnf-R^t. 116, aus Bellersdorf, v. Dnkff, Komm. General des 8. Armeekorps, früher im Juf.-Rgt. 166 in Hanau. R. Weidenhammer, Hauptmcmn im Jnf.- Regt. 70 (früher 166). Georg Si e b e r t, Leutn. im Kais. Frellv. Autokorps. Einj.-Unterofsizrer D a s ch vom Jnf.- Regt. 88. Richard Krug, Unteroffizier d. R. im Feldart- Regt. 61. Kunstgärtneret-Geschäftssiehrer Adolf Both aus Hanau, Vrzefeldwebel d. R. im Res.-Jnf-Regt. 88. Ilnter- osftzier beim 9. Fnßart.-Rgt. Ernst Pölitz aus Sttnr. Hauptmann Staubesand vom Jns.-Regt. 118. Leutn. d. R. und Seminaroberlehrer Biskamp ans Ufingen. Hugo S töckler aus dem Missionshaus« in Limburg, Schütze bei der Maschinengenehr-Komp. Jnf.-Mvgt. 87. Hautztm. d. R C. Deidesheim er in Limburg. Oberlt. im reitenden 7. Feldjäger ko rps und Lehrer an der S£gt. Forstschule in Hachenburg Fvrstaffessor Wallmann. Kgl Forstaufteher Richard Schneider III. vom Jägerbat. 11 aus Dexbach. Leutn. Baron v. d Recke, Adj. tm Großh. Art.-Korps, und Leutn. v. d. Recke, Adjutant im Leibgarde-Jns -Regt. 115. Ingenieur Wilhelm S t o y in Darmstadt. Divisions-Fnterr- dant der 21. Div., 18. Armeekorps, B. Röder. Leutnawt A. M eckel vom Fnßart.-Rgt.3 (Mainz). BizefelLwebel der Reserve W. Witte, Gardcpionierbat., ans Wetzlar. Hermann Weil, Unteroffizier d. R. im Reserve-Jnanterie- Regiment 116. Lt. d. R Hans Reiber (nicht Reeder) vom Res.-Jns.-Regt. 60 aus Gießen. — Die öffentlichen Arbeiten in unserer Stadt haben jetzt verstärkt eingesetzt und geben zahtveichen Ar- bellern teilweise auch über den Winter Arbell und Brot. An der Erbauung des Gefangenenlagers auf dem Trieb wird mit aller Kraft gearbeitet. — Au der Umgehungsbahn wird an der Main-Wcscrstrecke auch während des Krieges weiter gearbeitet. Das dtttte Los, das Mittelstück der Strecke, ca. 500000 Klm. Evdarbeiten und verschiedene Unterführungen, darunter die große lleber- brückung der Frankfurter Sttaß«, ist jetzt an die Unter-, nehmerfirma Ernst Pack-Lethmate übertragen, für welche die Hoch- und Tiesbangesellsckiaft Winn u. Co. die Mauerarbeiten aussschrt Die Arbeiten sind bereits in Angriff genommen und sollen bis zum Frühjahr fertiggestellt werden. — Me Stadt Gießen hat der Firma Äbermann ju. Wing die Herstellung der Kanalisierung für die Verlängerung des Wetzlarer Wegs übertragen, woran ebenfalls bereits geschafft wird. Landkreis Gießen. kl. Lollar, 11. Okt. M. med. Karl Nordmann von hier, zurzell Oberarzt im Pionier-Bataillon Nr. 25, hat das EiserneKreuz erhalten. — Den Heldentod fürs Vaterland st a r b e n bis jetzt aus unserer Gemttnde: Ludwig Müller IV., Reservist im Jnf.-Regt. Nr 116, 7. Komp., am 22. August bei Anloy; Httnttch Römer, Gttrttter im Rtt.-Jns.-Rgt. Nr. 116, 6 . Komp., am 24. September und Otto Müller, Jäger im im II. kurhttsischen Jäger-Batalllon, Marburg, 4. Komp., am 17. September. Kreis Wetzlar. ^ Duleiihoien, II. Okt. Die Ovlerwilligkeit ist in unserer Gemeinde lorigesetzt groß. Bis jetzt wurden 1957 Eier^ 128 Plund Butter, weit über 100 Brote. 11 Körbe Obst, 18 Töpfe Zmetschenbonig, Gelee, Speck, Fett, Dauerwurst u. s. l. an die Lazarette in Wetzlar und Gießen geliesert. Dazu haben fieißige Frauenhände eine Menge wollenes Unterzeug für die Truppen ist Felde ««gefertigt. Erfreulich war die Barsammlung, die 1450 Mk. ergab. X Kinzenbach, II. Okt. Für die Lazarette der Kreisstadt Wetzlar sind hier 18 Körbe Birnen und 17 ZenMer gepstückte Aeplel abgejchickt ivorden, letztere durch Vermittelung deS Obst» und Gartenbauvereins. g Griedelbach, 11 . Oft. Die Sammlung für das Rote Kreuz ergab hier den schönen Betrag von 441,10 Mk. rv W e i d e u h a u s e n, 11. Okt. Gemeindevorsteher H ö l ß ist als lolcher » e » g e w ä h l t und bestätigt worden. Märlte. Gießen, 13. Okt Marktbericht. Aul den, heutigen Wochemuarkte kostete: Butter das Wund 1,10—1,20 Mk.: Hühnereier I Stück 11—12 Plg., 2 Stück 00 Pig.: Enteneier 1 SL 0 Pig., 2 St. 00 Pig.: Gäuseeier 1 St. 0 — 0 Pig., 2 St. 00 Mg.: Käse das Stück 10—12 Plg., Kasematte 2 Stück 5— 6 Ufg.; Tauben das Paar 1,0»—1,40 Mk., Hühner das Stück 1,50—3,00 Mk„ Hahne« das Stück 1,50 - 3,00 Mk., Enten das Stück 3,80—4,00 Mk., Gänse das Pld. 75— 80 Pig.: Welsche 4 — 5Mk.: Ochjensleisch dasPld. 68—9« Psg'. Rindsteisch das Pluud 90 — 94 Psq., Kuhfleisch 80 Psg., Schweine- Neisch das Wund 70-86—96 Wg, Kalbfleisch dasPld. 80-84 Plg, Hammelfleisch das Pjund 70—96 Psg.: Kartoffeln das Plund 3 Psg., Weißkraut das Stück 8—15 Plg.: Zwiebeln der Ztr. 8.00— 10,00 Mk.: Milch das Liier 22 Psg.: Aeplel der Zentner 8—16 Mk.; Birnen das Plund 8—15 Plg, Nüsse 100 Stück 40—;>0 Plq, Zweischen der Ztr. 10—12 Mark. — Marktzeü vov 8 bis 2 Uhr. lc. Frankfurt a. M. Schweinemarktbericht vom 12. Okt. Aulgetrieben waren 3020 Schweine. Dollfleischige Schwttne vo« 80 bis 100 äg Lebendgewicht 60.50-62.68 Pik.. Schlachtgewicht 8.88—80.00 Alk., vollfleischige Schweine unter 80 Iio Lebendgewicht 60.00— 62,00 Mk., Schlachtgewicht 77.00- 79.00 Mk.: vollfleischige Schweine von 100—120 kg Lebendgewicht 61.00—62.50 Äck, Schlachtgewicht 78.00—80 Mk.: vollfleischige Schweine von 120 bis 160 Kg Lebendgewicht 61 J00— 62.50 Mk, Schlachtgewicht 78—30.00 Mk. Geschäft ziemlich rege, Ueberstand erheblich. lc. Frankfurt a. M-, 12. Okt. tOrig.-Telegr. des „Gieß. Anz.-- Slmtliche Notierungen der heutige» Fruchtmarktpreise. Weizen ihiesiqecs Mk. 28.25—26.50, Kurhesuscher Mk. 28 50 - 00.00, Wetterauer Mk. 00.00 - 00.00. Roggen lhiesigeej Mk. 23.00 - 23.25, Gerste lWetterauer) Mk. 23.00—24.00, Gerste, Franken, Piälzer, Ried Mk. 23.00-24.00. Haler Mk. 22.75-23.00, Dlais Mk. 00.00- 00.00, Weizenmehl 0 Mk. 00,00 -00.00. Weizenmehl I Mk. 00.00 -00.00, Weizenmehl III Mk. 00 00-00.00, Roggenmehl 0 Alk. 00.00—00.00, Rogqenmehl 0/1 Mk. 00.00-00.00, Rogqeninehl I Mk. 00.00-00.00, Weizenkleie Mk. 0.00 - 0.00, Weizenjchalen Mk. 0.00 -0.00, Roggen- kleie Mk. 00.00 - 00.00. Malzkeiine Mk. 00.00-00.00, Biertreber 00.00 - 00.00, Futtergerste Mk. 00.00 - 00.00. Alle? per 100 kg ab hier. Atrchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. Morgeiy Mittwoch, den 14. Oktober, abends 8 Uhr: LttegS- bctstunde in der Johanneskirche. Pfarrer Be cht o l s h e i m er. Verantwortlich sür „Feuilleton", „Gcttchtssaal" u. „Vermischtes"^ I. B.: August Goetz. Amtlicher Teil. Bekanutmachung. Sämtliche Verwundete und Kranke, die vom Kriegsschauplatz, aus Heil- und Kuranstalten oder überhaupt vo« auswärts nach hier und dem Landkreis Gießen zurückgekehrt sind oder noch zurückkehren und sich nicht in einem der hiesigen Lazarette befinden, haben sich sofort bei dem Garnisow- kommando persönlich an-und demnächst wieder abzumclden; nicht marschfähige schriftlich. Die Meldung muß enthalten: Namen, Truppenteil, Datum der An- bezw. Abmeldung, Wohnung und bei Offizieren, ob Bursche mitgebracht. — Unterlassung der Meldung wird bestraft. Die G.arnisonkommandantur.Gießen. _ gez. Chälons, Oberst. Bekanntmachung die lleberwachung der verwundtten und erkrankten Milllärperstm» bettefsrnd. Jeder in eine Privatpflegestätte, sei sie groß oder llein, überwiesene vcrwundtte oder kranke Angehörige des Heeres oder d« Mattne ist von dem Inhaber der Privatpflegestätte (Leiter oder Haushaltungsvorstwid) innerl>aIL 24 stunden bei der OrtS- polizeibehörde unter Angabe des Namens der Millläv- person, des Truppentttles und des Lazarettes, aus dem die Militärperson überwiesen ist, anzmnelden. Eine Abschrift dieser Meldung ist von der Ortspolizeibehörd« umgehend dem zuständigen Bezirkskommandv zuzustellen. Die aus Antrag von Angehörigen erbetene Ueberführung Ber- nmndeter oder Kranker in dtt Heimat ist als Ueberführung in eine Pttvatpslegestätte zu bttrachten und naä> den vorstehenden Grundsätzen zu bchandttn. Derartige etwa in der ttgenen Familie untergebrachte Militärpeffonen sind nack» den votttehenden Grundsätzen ebenfalls bei der Ortspolizttbehörde anzumelden, die in der vorbezttchneten Wttse zu verfahren hat. Gießen, den 10. Oktober 1914. Großherzoglickies Kreisamt Gießen. Dr. Using er._ Bekanntmachung. Ter Hanseatischen Vetticherungs-Slltien-Gesellschast von 1877 zu Hamburg ist durch Entschttdung des Kaiserlichen Auffichtsamts für Pttvatverffcherung vom 25. Slugust 1914 die Erlaubnis zum Gttchästsbetttebe der Feuer-, Einbruchsdiebstahl- und Wasser- ltttungsschäden-Versicherung im Deutschen Rttche erteilt worden. Gießen, den 12. Oktober 1914. Grobherzogliches Kreisamt Gießen. _ Dr. U f in 9 e t. _ Bekanntmachung. Wiederholt hat das Reichsgettcht die Vervilichtung der Eigentümer von Grundstücke» reftfleftellt, die Toreimahrten, Hose, Hausflure, Gänge und Treppen, sofern und solange dieselben jedermann zugänglich sind, >vährend der Dunkelheit ko auSrttchenü zu beleuchten, daß die daselbst verkehrenden Personen der Gefahr der Beschädigung nicht ausgesetzt sind. Tie glttchc Verpflichtung liegt namentlich auch den Inhabern von Fabttken, gewerblichen Anstalten und Slrbeitsstätlen, von Ver- gnügungs-, Versammlungs- und Schankstätten (bei letzteren insbesondere auch hinsichtlich der Bedürfnisanstalten) ob. Pilichttvidttge Unterlassung der Beleuchtung würde, falls hierdurch jcmaich in Schaden kommen sollte, die Entschädigungspslicht, sowie die strafrechtliche BeranNvortlicksteil begründen. Gi eß en, den 10. Oktober 1914. Krvßhcrzogliches Polizeimill Gießetz, S>. e m «j e 1 1> e. Fides“ Schuhwaren sich durch enorme Billigkeit und Solidität ganz besonders , auszeichnen. J. „Fides“ Schuhwaren g. m. n h. 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Für die vielen Beweise herzlicher Dell- nähme bei dem uns i» schwer betroffenen Berluste sagen wir allen herzlichen Dank. Familie Heinrich Keßler IV. Zimmcrmcister. Steinbach, den 12. Oktober 1814. 07234 Feldpost-Pakete vorschrütsmässige Kistchen mit wasserdichtem Ueberzug und Adresse :: Verpackung wird besorgt. Lungenschützer Leibbinden Stauchen Socken Kniewärmer Kopfschützer Handschuhe Strümpfe Gros«« Posten Hemden und Unterhosen Kaufhaus Katz Giessen. 10003 a Vcr.tclgremnsr. Mittwoch, den I ».dS.Mts. nachm. 2 Ubr, versteigere ich im Saale Neustadt 55 zwanaSwciic: (07247 1 Partie Lederwaren, eine Ladenthcke, l Auslagkasten von Glas 12 Meier langl, 1 Warenschrank, verschied. Regale. Möbel allerArten, 1 eich.Bücherschrank,! eich. Schreibtisch, ein »MenerS Konv. Lerikon u. a. m. Deckenbach, beaustr. Gerichlsoollzieher. Brainlk Mrnjiiniifo ,»gelaufen. Dam mstr. 54, Äugnst Weber Lan dschaf tseärtner Ederstr^ße 1 Ecke Nord-Anlage Spezialität! 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Lenz 10 Mk., von Amlsgerichisral Hirsch 10 Mk., von Lebrer Habicht 10 Mk., von Landgerichtsdirektor i. P. Bücking 50 Mk., von Landgerichtsrai Tchudl 30 Mk., non Geh. Hoirat Dr. Haupt 3 Alk-, von Frln. Ä. Bansa 5 Mk., von Pros. Dr. Hvlzavicl 5 Mk., von Geh. Hofral Dr. Hansen 20 M5, von Reallehrer Hann 10 Mk., von Hoflieferant Wilhelm Rudolph 50 Mk.. von Proseffor Müller 10 Mt, von Geh. Kirchenral v. Schloiser 25 illlt- von Siadlsekretär Allen- dort 5 Mk.. Ertrag der Krieg M lstunde in Steinbetm bei Hungen 14 Mk., von 91.91. 3 MI M n 2tobtgcomeicr Wigner 10 Mk.. von Professor Schanmann 20 Mt. von Ludwig Kämmerer 10 Mt. von N. N. 5 Mt. von Konrnd Bender 10 Mk., von Banuniernchmcr Geora Becker 10 Mt, von Dr. Waslö 10 Mt, von Feld'chntz Georg Bennborn 5 Mk.. von Reallehrer Solomon >0 Mt. von E. M. 1 Mk., von Proseffor Freiherr »- «all A Mt, von der Unlcrsekuiido des Realgymnasiums 4l Mt 31 P,g., von Kanzleirai Schiffnie 5 Mt. von Archiicki Slcin Ww. 40 Mt, von Proseffor Dr. Bcrnbeck 10 Mk., im ganzen «08 Mk. 31 Psa Mit herzlichem Tank für diese Gaben wird »m weiter, Zuwendungen gebeten. 106118 Den Heldentod fürs Vaterland starb am 28. August unser lieber, guter Sohn, Bruder, Schwager und Onkel Hans Heining, Postbote Gefreiter der Reserve 4. Komp. Inf.-Regts. 116 im 26 . Lebensjahre. Im Namen der tieftrauemden Hinterbliebenen: Heinrich Heining Ober-Postschaffner. Nachruf. Giessen, den 13. Oktober 1914. 07220 Lang-G-öns und Frankfurt a. M., den 11. Okt. 1914. Wer ihn gekannt, wird masern Schmerz ermessen, Was er uns war, wir werden’s nie vergessen. Speise- und Salat- Kartoffeln für den Winterbedarf liefert in Ia. Qualität Kartoflelhandlong frechster Steiastr. 41. U Tel. SU. Am 26. September starb auf Frankreichs Erde den Heldentod fürs Vaterland mein innigstgeliebter Mann, der treusorgende Vater seiner Kinder, unser unvergesslicher Sohn, Schwiegersohn, Bruder, Schwager und Onkel Otto Müller Feldwebel-Leutnant des Landwehr - Infanterie - Regts. 116 als Kompagniefuhrer 10600 im 27. Lebensjahre. In tiefer Trauer: Frau Warle Wiiller, geh. Weber nnd Kinder Familie Anton Conr. Wiiller Familie Warle Weber Ww. Familie Carl Wiiller. Am 28. August starb auf Frankreichs Erde den Heldentod fürs Vaterland mein innigstgeliebter Gatte, unser herzensguter Vater, Sohn, Bruder, Schwiegersohn, Schwager und Onkel Wilhelm Schneider Gefr. d. 5. Komp. d. Res.-Inf.-Regts. Kaiser Wilhelm Nr. 116 im 31. Lebensjahre. In tiefer Trauer: Fran Schneider nnd Kinder Familie Schneider Familie Stttpler Familie Becker Familie Brück. Annerod, den 12. Oktober 1914. 07222 Achtung! Verkaufe einen Waggon Aepfel öfter Sorten sowie gute Winterbirnen zu billigen Preisen. Verkauf von Heule bis Samstag im Hofe des Herrn Bäcker Müller, Bahnhofftraße. «7204 Löbsaek, Frankfurt a.W. Am 22. August und 22. September starben den Heldentod fürs Vaterland unsere treuen, allseitig geliebten und stets pslichtersüllenden Mitglieder Resmift Heinrich vchniitt . Jns.-Regt. 116 „Kaiser Wilhelm", und Sflrnninn Philipp linier im Reserve-Jns.-Regt. 116. Wir werden denselben ein bleibendes Andenken bewahren. Albach, den 12 Oktober 1914. Gesangverein Sängerkranz. Nachruf. Am 22 August und am 8. September starben unsere beiden treuen unoergehlicheu Mttglleder Christian Bühl I. Präsident GeirA.R.imJns.-Rcgi..KaiserWtll>.'Nr.ll« Hermann Hoffmann Mostet, der 5. Komp, im Ins.-Regt. Rr. 168 de» Heldentod sürs Vaterland. Ehre Ihrem Andenken! 8esilWkrm,8tr«ll«ill'Biirfhiir!>Sfkl-kll. Nachruf. Am 22 und 26. September starben auf Frankreichs Erde in den Kämpfen sürs Vaterland unsere treuen, allsettig geliebten Sangesbrüder Frd. Karl Hammel Webrmaun Jakob Haas VI. Wcbrmanu beide tm Infanterie Regiment Nr-116. Wir werden den beiden allezett ein ehrendes Andenken bewahren. 10895 keslnigierm „Eintracht" Ttrinbach. Am 4. Oktober starb infolge schwerer Verwundung den Heidenrod fürs Vaterland mein innigstgeliebter Gatte, der treusorgende Vater seines Kindes, unser guler Sohn, Schwiegersohn, Bruder, Schwager und Onkel Heinrich Geihler wehrmam« d. 8. Komp. Kes.-Rgt Nr. M tm 29. Lebensjahre. In steter Trauer: Elitadetb Geistler, geb. Kraft und Kind Familie Geistler Familie Kratt Familie Psetter Familie Scivv Familie Gröl». Staufenberg. den 12 Okt. 1914. 10610 Nachruf. Fürs heil'ge Vaterland starb in blutiger Schlacht den 26. September, tapfer fechtend, den Ehrentod unser treues VeretnSmitglied und eifriger 2 Vorsitzender Herr Zakob Haas VI. Landwirt Wehrmann im Landwehr-Fns.-Regt. 116,8. Komp. Dem für Kaiser und Reich, Fürst »nd Vaterland allzeit ehrlich begeisterten Mitbegründer und tatkräftigen Förderer unseres Vereins werden wir immerfort ein dankbares Andenkeu bewahren. Er ruhe in FriedenI Steinbach, 12. Oktober 1914. In Trauer: Ortsgruppe Steinbach des Deutschen Flottenvereins. M ei hing er, 1. Vorsitzender. Am 22. August starb ben Heldentod fürs Vaterland unser lieber, treuer, einziger und unvergeßlicher Sohn, Bruder, Schwager und Onkel Heinrich Ludwig Baiser Reservist 4. Komp. Inf.-Regts. 116 „Kaiser Wilhelm" im 25. Lebensjahre. In tiefer Trauer: Familie Philipp Balser VI. Familie Ludwig Damm IV. Familie Heinrich Schmidt V. Familie Otto Seipp. .RciSkirchen, Ober-Hürgern, 13. Okt. 1914. Todes-Arrzeige. Gestern abend gegen 7 Uhr verschied sanft nach kurzem Leiden meine liebe Frau, unsere gute Mutter, Schwiegeronnter, Großmutter, Urgrobmutter, Schwester, Schwäger« und Tante Frau Elisabethe Rinn geb. Kreiling tm 84. Lebensjahre. Im Rinnen der trauernden Hinterbliebenen: Familie Jakob RinnX. Hcuchelhcim, St. Gallen, den 13. Oktober 1914. Die Beerdtguna ftndet Mittwoch, den 14. Okt., nachmittags 4'/, Uhr, in Heuchelheim vom Sterbe- Hause Giehener Strage 9 aus statt. llrferi In Jeder Ausstattung stilreinu.preiswert l il» BrüW'aohe Uam.-OnMfcerd