r. 240 Erstes Blatt 464- Jahrgang ct Skßeuer Anzeiger scheint täglich, außer onntags. - Beilagen: iernial wöchentlich etzenerZamiliendlätter, ieiinalivöchenll.itreir- allsürdenllreiiSiehen penstag und Frei lag): leimal monatl. land- irtschaftliche Seitsragcn :rii>prech - Anschlüße: rdieTchriltleituugllL erlag,Selchästsstelleöl drehe «ür Drabluach- chtcn: AnzeigcrSiehen, inahme van Anzeigen r die Tagesnimimer Gietzener Anzeiger General-Anzeiger sür Gderhejsen Dienstag, l3. Oktober VN icjmsorcn. uionatl. 75 Ps., viertel- lährl. Mk. 2.20: durch Abhole- w Zweigstellen nionatl 65 Ps.: durch diePost A!k.2.— viertelst, brl. ausschl. Bestellg. Zeilcnpreis: lokal 15 Pi., ausw. 20 Ps. — Haupt- schriltlciter: Aug. Koetz. Verantwortlich sür den volit. Teil: Aug. Goetz; sür .Feuilleton', .Vermischtes' unü.iAerichts- saal": Karl llieurath; sür .Stadt und Land': l vornütta^s'b"lUir* Rotationsörud und Verlag der vrühl'schen Univ.-Vuch- und Steindrilckerei R. Lange. Zchriftleitung, «eschästrstelle u. Druckerei: Schulstr. 7. Auzc,Mentest:' H^Beck! Die Verluste der Feinde bei der Einnahme von Antwerpen. Eine neue Enthüllung über die englischen Uriegrurheber. Zweifellos festen unsere deutschen Truppen in Belgien les daran, um die nach der Eroberung Antwerpens zer- rengten Feinde einzuholen und abzusangen. Da diese 'beit noch nicht zu Ende gediehen ist, müssen wir uns :t einer unten näher verzci'chneten Roltcrdamer Meldung znügen, wonach bei öulft etwa 26000 Belgier entwaffnet »rdcn sind, wälyrend die in Antwerpen in deutsche Ge- ,rgcnsck>aft geratenen Belgier auf 20 000 Mann, die belgi- an Toten und Venvundcten auf 15 000 bis 20 000 geätzt werden. Die Engländer hatten cntschie- 'n die längsten Beine. Trotzdem ist cs nicht recht Fubhast, daß sie zu zwei Dritteln wirklich nach Ostende tkommcn sein sollten: die eilfertige englische Meldung, : von der britischen Admiralität herausgegcben worden , wird die Tatsaä>en nicht aus der Welt scl-affen können. :r Fußmarsch der Flüchtlinge von Antwerpen nach Ost- de würde, wenn die holländische Grenze nicht überschritten :rdcn sollte, mindestens 120 Ktlometcr zu durchmessen habt, also zwei Tage erfordert haben. Tic Belgier sind tr bis Hülst gekommen: sic hatten vielleicht ursprünglich! cnsalls die Absicht, den englischen Ausreister» nachzu- 7zen, sind aber dabei nur 30 Kilometer weit, bis Hülst, kommen. Deutsche Truppen aber standen, loie wir wissen, starker Zahl auch westlich von Antwerpen bereit, um in Feind den Abzug abzuschneiden, Heute meldet die Franks. Ztg", dast die Deutschen die Stadt Gent besetzt ttcn Das ist zweifellos rickstig: ebenso richtig wird es .n, dast längs der holländischen Grenze Angriffe und rfcchte geführt wurden, die für die Feinde zur Gefangentast oder Vernichtung geführt haben mögen. Die Uniev- hmungen in diordbelgien sind sicherlich noch nicht zum »schlust gckoimneu. Es hiest nach einer unverbürgten Wellig, die entkommenen Engländer trügen sich nrit dem :danken, den Anschluß, an chre bei Lille kämpfenden rndcsgenossen zu erlangen, und auf der anderen Seite es loahrsclseinlich daß die Deutschen wohl jetzt in ge- loenüer Zahl an die Besetzung von Ostende und der tderen englischen Landungsstellen Herangehen können. Die gesamten Kriegspläne der Engländer sind ins asser gefallen. Wir dürfen uns noch einmal ins Gedächtnis rüekrusen, was die „Times" am 1. Oktober geschrie- n hat: > Tie Belgier halten eine der stärksten Stellungen i Europa. Sie müssen m i n d e st e n s l 2 0 0 0 0 M a n n zu rer Verfügung haben, sie besitzen einen offenen Seehaien,^ ne den nur zweitklassige Truppen gegen sich, ihre Außen» festigungcn sind die neuesten und surchtbarstcn von allen, und ' wissen, daß die Riescnarniee der Verbündeten unmittelbar vor in Siege stehen und bald zu ihrem Entsatz da sein müssen. Wir suchen also keinerlei Sorge um Antwerven zu baden. Das war einmal, und nun ist alles anders gekommen, nders auch, als es sich die Herren um Grey schon vor Jahven ausgemalt hatte». Gleichzeitig mit dem Fall von ntwerpen wird es heute durch eine amtliche deutsche Enb- illung klar bewiesen, in welch ungeheuerlicher Weise Eng- nd zum Kriege gegen Deutschland gehetzt und wie es ins- -sonverc den belgischen Angrisfspla» gegen uns auf die eine gestellt hat. Wir verweisen auf die auSfiihrlichen Mit- ilungcn der „Norddeutschen 'Allgemeinen Zeitung" an der pitze des vorliegenden zweiten Blattes. Will Sir Edward vey die in Brüssel Vorgefundenen Schriftstücke des belgi- 1 «n (steneralstabs, in denen sich die uns feindseligen Ab- achungen zwischen England und Belgien finden, etwa als ällchungen bezeichnen ? Nicht einen Augenblick haben die rglisch belgischcn Kumpane daran gedacht oder damit ge- chnet, die belgische Neutralität gegebenenfalls auch gegen cankreich zu verteidigen. Immer deutlicher wird es oiien- rr, daß es für Deutschland ein heiliger Berteidi- u ng s krieg ist, in dem wir uns Lust schassen müssen :gcn eine Einschnürung, die uns zu erdrosseln drohte. Das ahr 190«) war sür Deutschland ein kritisches Fahr. In der onfercnz von Mgeciras hatten wir in der Marotko-Frage ne Nachgabe nach der andern gemacht, und es hatten zu ner Zeit auch hie Bemüliungen eingesetzt, mit England rf «neu besseren Fust zu kommen. Mit der heutigen Bcr- fentlichung der „Nordd. Allg. Ztg." ist es interessant, auch neu Blick in diese zurückliegenden Bemühungen zu werfen, erselbc Minister Churchill, der in den letzten Tagen durch ine Anwesenheit in Antwerpen glänzte und sich in Ber- rimdungen und Schmähungen Deutschlands nicht genug in kann, hat den Vertretern deutscher Stadtverwaltungen n 17. Mai 1906 folgende Beteuerung abgegeben: „Es bc- vht bei uns eine wirkliche Zuneigung für das deutsche olk Der deutsche Kaiser hat sich fast zwanzig Jahre lang i allen Fährnissen der europäischen Politik als ein treuer riedensdiener gezeigt." Zur selben Zeit wurde das heimtückische Spiel gegen ns in Belgien cingesädelt! Zu der von der deutsch,?» Treffe damals gelobten „demonstrativen Herzlich- e i t" der Engländer gegenüber unseren Vertretern der -tädte und der Presse legen wir heute die Urkunde von der nerhörtesten Hinterlist eines Weltvolkes. . . . Die besiegten Feinde in Antwerpen. (WTB) Hannover, 12. Okt. Gttchlamtlich.) Nach Schatzungen in Holland internierter Ossiziere sollen 2 0 000 «lgijche Truppen in Antwerpen gefangen genommen sein. Die Zahl der nach Holland über getretenen) belgischen Soldaten soll 26 00 0, darunter 4 Generale und 7 Obersten, betragen. Ferner sollen die Verluste der belgischen Arniec 15 000 bis 20 000 Tote und Verwundete betragen. (WTB.) London, 12. Okt. Nach dem Einzug in Ant iverpen verlangten die Deutschen sofort all« Feuerspritzen und begannen die Lö sch a r b e iten, während oie Einwohner Erfrischungen brachten. Gent von den Deutschen besetzt. Amsterdam, 12. Okt. (Ctr. Frkst.) Die deutschen Truppen, wie der „Frkf. Ztg." gemeldet wird, haben heute morgen Gent besetzt. Um 10Uhr kam eine kleine Abteilung Kavallerie an und rill nach dem Stadlhauss. Ihr Kommandeur begab sich zum Bürgermeister und zu den Schössen, worauf aus dem Rathause die deutsche Flagge gehißt wurde. Hieraus begab sich die Kavallerieableilung, geführt durch die Schüssen Anseele und Bruyne, nach dem Post- und Telcgraphcnaml, wo einige Befehle erteilt wurden. Eine größere Abteilung deutscher Truppen wird jeden Augenblick erwartet. Auch längs der holländischen Grenze bei Selzaetc sind die Deutschen im Anmarsch. Der amtliche französische Kriegsbericht. Paris, 12. Okt. (WDB. Nichtamtlich.) In dein amtlichen Kriegsbericht vom Sonntag nachmittag 3 Uhr heißt es: Auf dem linken Flügel ist deutsche Kavallerie^ di« sich einiger Uebergänge über die Lhr, im Osten von Ai re bemächtigt hatte, im Laufe des Samstags vertrieben worden und zog sich abends in das Gebiet von Armen- tisres zurück. Zwischen Arrcrs und Oise machte der Feind einen sehr Ästigen Angriff auf dem rechten Ufer der Ancre, ohne daß es ihm gelang, vorMrücken. Avischen Oise und Reims rückten die Franzosen leicht vor. Nördlich der Aisne, namentlich im Gebiet nordwestlich von Soissons und zwischen Craonne und Reims wurden deutsche Nacht a n gri f fe znrückgeschlagen. Zwischen Reims und der Maas ist nichts zu meilden. Im W o ö v r e führten die Deutschen sehr heftige Angriffe gegen das Gebiet von Apre- montatus. In Lothringen und den Vogesen trat nichts Neues ein. Im ganzen hielten die Franzosen überall ihre Stellungen. 2 Tauben über Paris. (WTB.) Paris, 12. Okt. «Nestern flogen zwei Tauben über Paris und warfen 20 Bomben herab, wodurch drei Personen getötet und 14 verletzt wurden. Eine Bombe fiel auf das Dcüh der Notro-Dame-Kirche, ohne zu platzen. Die entfesselte« Wilden. Rom, 12. Okt. Me ,Lribil»a" teilt mit: Ein aus Frankreich heimgekehrter Abgeordneter hat erzählt, die schwarzen Kontingente, welche die Republik vor die Front rief, seien der Schrecken von Freund und Feind. Vor kurzem wurden Senegalesen einem Zuge, der gefangene deutsche Berwund«te nach Lyon bringen sollte, als Eskorte mitgegeben. Ms der Zug in der zweiten Station einlief, waren alle Gefangene» tot. Me Senegalesen hatten alle erstochen. Die rnftschiffhalle t« Düsscldmff. Von der holländischen Grenze wird der „Kölnischen Zeitung" berichtet: Die euglffche Admiralität macht bekannt, daß der Kapitän zur See Spenser Grey mit Pein Leutnant Mari; und Sippe einen erfolgreichen Angriff auf die Düffeldorfer Luftschisshalle unternommen hat. Marix Warf aus der Höhe von 150 Metern ein Sprenggeschoß aus, das durch das Dach der Halle gedrungen sei und einen Zeppelin zerstört habe (was bekanntlich nicht richtig ist; nur die Hülle ist vernichtet worden). Flammen wurden aus der erwähnten Höhe bemerkt; sie rühr- len von der Entzündung des Gases in dem Luftschiff her. Tic drei Offiziere sind unversehrt, ihr Flugzeug jedoch ist verloren. „Die Leistung an sich," heißt es weiter, „ist bemerkenswert in jeder Hinsicht, zumal wenn man bedenkt, daß der Flug in einer Enffernung oou über 150 Kilometern über Feindesland ging, und daß frühere Angriffe den Feind aufmerksam gemacht und veranlaßt hatte», seine besonderen Geschosse wider Flugzeuge auszustellen." Die Rot in Ostprenüo«. Berlin, 12. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Von militä- rischer Seite wird zu Gunsten der in Not geratenen Be- vällerung Ostpreußens folgender Aufruf erlassen: In Verdauen, Stadt und Land, hat die russische Invasion ungeheuren Schaden verursacht. Große Werte sind sür viele Zähre vernichtet worden. Etwa 4 000 Mens ch e n sind zurzeü obdachlos. Die Not derselben, die phne schützendes Dach, ohne Vervflegung und ohne Geldmittel dem Winter cntgegensehäi nn umer den Unbilden der Witterung jetzt schwer kidcn. ist groß Für den Aufbau von Baracken sind anscheinend Mittel noch nicht vorhanden. Zch avvclliere daher an die in letzter Zeit so oft bewiesene große Opserfreudigkeit in unserem deutschen Baierlande nnd bitte auch derer zu gedenken, die von Haus und Hvs vertriebe» setzt bei ihrer Rückkehr nur Trümmerhaufen vorgcfundeit haben. Geld und Bekleidungsstücke, im besonderen warme Sachen für den Winter und Betten werden dankbarst vom Landrat Freihcrrn v. Braun in Gcrdauen entgcqengenommen. Auch wird daselbst über alle Eingänge quittiert werden. Für jede, auch die kleinste Spende im Voraus wärmsten Dankl Der Kommandant der Etappen-Komoimidantur Gcrdancn v. Knobelsdorfs. G c r d a u c n, den 9. Okwbrr 1914. Ein Bericht des russischen GcncralstabS. Petersburg, 12. Okt. (WTB. Nickstamtlich.) Tetz Gencralstab veröffentlicht folgenden Bericht: Gestern l>abcn unsere berittenen Avantgarden an mehreren Stellen deute sche Vorhuten angegriffen, sie überwältigt und die übrigen zu Gefangenen gemacht. Während des Kampfes wurde Cornctt Prinz Oley, ein Sohn des Großfürsten Konstantin, welcher zuerst an den Feind kam, durch einen Bemschuß leicht verwundet. Das Geschoß durckchrang dvs ganze Bein. An der preußischen Front ist die Lage unverändert. Tie Dcutschenbenutzcn ihre Eisenbahnnetze, um die Positionen zu halten, welche sie an der Grenze einnehnren, indem sie Truppenl von einem Platze zum anderen bringen. Am linken Weichsel- ufer ist es zu mehrfachen Borhntgcfechten gekommen. Fn Galizien bilden die östemeichisch ungarischen Truppen einzelne Gruppen, die nach verschiedenen Richtungen Vorgehen. Trotz aller Vorsicht ihrer Offensive ist es unserer Kavallerie geglückt, die öfterreickysche Division auf dem Marsche zu überraschen und zuin Teil zu zersprengen. Furchtbare Bcrlustc der Russen. iWTB.) Wien, 12. Okt. In den Stürmen vom 6. bi? 9. Oktober verloren die Russen bei Przemysl nach einer Meldung des „Neuen Wiener Tageblattes" 4 0 000 Mann. Durch die Erplosion von Flatterminen im Vorfeld wurden ganze -kbteilungcn aus einmal zersetzt. Wien, 12. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Die Kriegsberichterstatter melden: Die Rück Wartsbewegung der Russen sowohl in Galizien als auch nördlich der Wer cf) f e I dauert unvermindert an. Tie österreichisch-unga- ris m und deutschen Truppen sind den zurückiveichenden Russen unausgesetzt aus den Fersen. Tic Bersol- gung des Feindes wird auf das energischste dnrchgesührt, ja in vielen Städten, wo noch vor einigen Tagen sich diü russische Besatzung und eine von russischen Generälen eingesetzte Verwaltung breit inachte, amtieren wieder die österreichischen Landesbchörden, deren erste Ausgabe es ist, die Schäden der russischen Episode Ivieder gutzumache». Die von den Russen zerstörten Telegraphen, Brücken und Bahnlinien sind repariert, und der Bahnverkchr funktioniert. Durch die Rückkehr der Beamten ermuttgt, suche» viele Flüchtlinge ihre verlassenen Wohnstätten wieder ans. Im großen und ganzen haben die Russen nicht sonderlich arg gehaust. Die Behörden berichten, daß selbst die Kosaken, abgesehen von Schäden der Unsauberleit, sich menschlich ausgeführt haben. General von Auffciibcrg. Wien, 12. Okt. lWTB. Nichtamtlich.) General der Infanterie, Ritter v. Auffenberg, ist, weil sein Gesundheitszustand ihm die Pflicht längerer Schonung auferlegt, in den Stand der llcberzähligen versetzt worden.In einem überaus gnädigen Handschreiben behält sich der Kaiser die Wiederverwendung des Generals vor. Tic Montenegriner beschießen Berbandplätze. Wien, 12. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Tie österrei- chiscki-ungarische Regierung hat den Regierungen Deutschlands und der neutralen Staaten folgende Verbalnote zukommen lassen? Tic S a n i t ä t s a m b u l a n z e n der 14. österreichisch- ungarischen Gcbirgsbrigadc wurden, so oft sie in Tätigkeit traten, von Montenegrinern beschossen. Obgleich die Ambulanzen die Fahne mit dein (hcnscr Kreuz aus hohen Stangen angebracht hatten, beschossen die Montenegriner die Verbandplätze und zwar am 13. August denjenigen am Lissac, am 18. August den in Cerovopolje in Montenegro mit Schrapnells und am 2. September den Verbandplatz in Gra- lovo in Montenegro mit Jnfanteriegeschossen. In Cerevo- polje wurde die Errichtung des Verbandplatzes gänzlich verhindert, da die nlontenegrinische Artillerie sofort, nachdem das Rote Kreuz aufgepflanzt war, ihr Feuer darauf richtete. Die österreichisch-ungarische Regierung erhebt in aller Form Protest gegen diese Verlegung der Genfer Konvention. Eine Stimme aus Sofia. Sofia 12 Okt. lWTB. Nichtamllich.) Die Zeitung „Kambana" nennt die E rstü rm u n g A n^w erp ens nnes der größten Ereignisse des jetzigen Kneges r-ie BedcMung dieses hauptsächlich gegen England gerührten r-chlages bestände vornehmlich in dessen Folgen sür die weiteren Opcrattonen. Der Kanal, sowie die Hauvlüadt Englands sind damit bedroht. Der Sie, der Teuiichcn auf dem sranzösischen Kriegsschau, plag sei s i ch e r g e st e l l t. Der Fall AMwervens werde aber auch ans das russische Kriegstheater größten Einfluß tsüfo und da» Selbstbewußksein der österreichischen und deutschen Armeen heben 'Die ohnehin gehörig gerupften Flügel des russischen Adlers wüiden dadurch noch mehr beschnitten. Dieser beginne, an mehreren Stellen verwundet, jene Gebiete zu räumen, die seit einem Jahrhundert für ihre Befreiung vom russischen Joch kämpfen. Der Fall Antwerpens werde zur Befreiung vieler unter dem Joche Rußlands und dessen Verbündeten schmachtender Völker beitragen, ,,'Deslmlb" — schließt das Blatt — „begrüßen wir aufs Herz lichste den großen deutschen Erfolg," Minister di San Giuliano. Rom, 12,Okt, (WTB.) Wie die Zeitungen melden, Dcrt der Minister des Aeußern, Mmrguis di San Giu I i a n o , heute nacht einen starken G i ch t a n f a l l verbunden mit Symptomen von Herzschwäche gehabt. Indessen trat heute im Befinden des Ministers eine Besserung ein, dre auch am Nachmittag noch anhielt. Eine innere Anleihe in Dänemark. Kopenhagen, 12, Okt, (WTB, Nichtamtlich.) Der Fin an z min i ster hat heute dem Falke ring eine Gesetzesvorlage vorgelegt über eine inländische Staats a n l e i h e von 4 Prozent in Höhe von 60Millionen Kronen, Die Anleihe soll zu 92 Prozent abgeschlossen werden und ist rückzahlbar in 40Jahren, Zur Uebernahme der ganzen An- 'Ici&e ist ein Uebereinkommen zwischen verschiedenen inländischen Gesellschaften und Institutionen geschlossen worden. Das Vorgehen der Engländer in unseren Sndseelolonien. Dewlin, 12. Oft. (28$®.) Die „Nordd, Mg, Ztg." schreibt Mir Lage in unseren Siidseekolonien: Dem jetzt lsierher gelangten „Australasian" vom 17. September und 24, September entnehmen mir nachstehende Mitteilungen jrber das Vorgehen der Engländer in Neuguinea und Samoa (es handelt sich dabei fast ausschließlich! um Reutermeld ringen): Nach dem Bericht eines tratfn Australien zurürkgekehrten Trnv- pentransportschiffes lief ein eruchsches Kriegsschiff, das die weiße - Flagge führte, Aeichtzeittg mit dem Transportdamvfer in den Hofen von Apia ein. Der Gouverneur war nicht anwefenü. Sein Stellvertreter verweigerte ttotz der nuinerischen Ucber- legenheit der Angreifer die lieber gäbe. Der Gouverneur befand sich während dieser Zeit im Gebäude der drahtlosen Tele- graphenstation. Die britischen Truppen wurden an Land gs- , bracht und besetzten die SMdt Apia, von den Eingeborenen angeblich freundlich begrüßt. Am 30, August erfolgte die feierliche Proklamation und Besitzergreifung Sarnoas durch die Engländer in Gegenwart des Seeoffizier korM, der Land- und Seemacht sowie 'der Eingeborenenhäuptlinge und Residenten, Zum Gouverneur wurde Eolonel Logan ernarmt. Der Gouverneur Dr, Schultz, sein Sekretär, ein Beamter der Tele- gratchenslation nnd ein deutscher Kmiffrkann wurden nach Auktion d gebracht. Sie wurden in guten Quartieren in Quaran- tame Island untrrgebracht. Während ihrer Reise wurden ihnen keinerlei !Beschränkungen auferlegt. Der Gouverneur Schultz erwartete, auf Ehrenwort frergelassen zu werden: doch wurde ihm eröffnet, daß er seinen Wohnsitz auf der genannten Insel zu nehmen habe, ' Ucber die Besitzergreifung der Station Nauru (Marschallinseln) durch eine starke Wteilung austvcrlischer Streitkräfte wird unterm 21, September folgendes berichtet: Der Gouverneur lgemettck ist der Stativnschef! leistete kernen Widerstand, Es wurde auch kein Versuch zur Verteidigung der drahtlosen Statton unternommen. Dies« ist zerstört worden. Zwei deutsch« Zivilbeamte wurden nach Sydney gebracht. Mit der Zerstörung der drahtlosen Station aus den Karolineninfeln haben die Deutschen nunmehr den letzten Tclegraphcnstützpunkt im Stillen Ozoan verloren. Nicht ganz so 'leichtes Spiel hatten nach derselben Quelle die Operationen gegen Neu-Guinecr, und zwar sollte nach einer Reutermeldung vom 12. September Herbertshöhe von einem australischen Expeditionskorps ohne Kampf besetzt worden sein. Hiermit steht jedoch eine weitere Reuternieldung vom gleichen Da^e in Wideo- spruch, nach der das Kampffeld bei Herbertshöhe sich über ein Gebiet von sechs englischen Meilen erstreckte. Die Station für drahtlose Telegraphre wurde vom Landungs- korps zerstört und die britische Flagge aus Herbertshöhe gehißt. Die Erstürmung von Simpsonhafen wurde für den nächsten Tag vorbereitet. Eine jAbteilung Morinetrnppen, die an Land ging in der Absicht, die Telegraphcnstatton zu zerstören, streß auf kräftigen Widerstand. Bei Tagesanbruch rückte das Landunqs- korps vor und es entwickelte sich nun aus erneut Gesechtsfelde in einer Ausdehnung von vier englischen Meilen ein erbitterter Buschkrieg, Die Wege waren teilweise nrit Minen besetzt und die Statton durch Schanzgräben gesichert. Nach emer Reutermeldung hat sich der befeblshabendr deutsche Offrzcer der ersten Verteidigungslinie 500 Bords seewärts von der Station bedingungslos ergeben. Die Engländer begannen daraus die Rekognoszierung der deutschen Streitkräfte und brachten zwöls- psündige Geschütze an Land, um die deuttchen Stellungen unter Feuer zu nehmen, falls sre es nicht vorziehen sollten, die lleber- gabc zu wählen, lieber das Ergebnis der Kämpfe läßt sich der Bericht nicht aus, Tie Verluste der Engländer betragen nach Reuter: tot: 2 Offiziere und ein Arzt, sowie vier Atatroscn (Marinereservisten:, verwundet: ein Leutnant und drer Matrosen, Die Verluste der Deutschen sollen an Toten 20—30 Mann und an Gefangenen zwei Offiziere, einschließlich des Kommandanten. 15 Unteroffiziere und 56 eingeborene Polizisten betragen haben. Endlich wird auch hier die Lüge aufgettscht, daß die Deutschen in Herbertshöhe mit gezähnten Bajonetten rmd Dnm- Dlum-Geschossen gekämpft hätten. Daß mit dem zeitweiligen Verluste unserer Südseekolonien zu rechchen war, ist bei der geringen Anzahl der« dort verfügbaren Streitkräfte ohne weiteres klar. Es gilt hierfür das gleiche, was neuerdings auch von englischer Seite zugegeben wird, daß nämlich das endgültige Schicksal unserer Kolonien auf dem Kriegsschauplätze Europas entschieden wird. Briefen von in Pago-Pago auf ameritzanisch Samoa Und auf der Insel Tutuila ansässigen Agenten der „Deutschen Handels- und Plantagengesellschaft der Südseeinseln" zu Hamburg vom 4. September ist noch folgendes zu entnehmen: Eine englische Flotte mit fünf Kreuzern und zwei Transportschiffen besetzte am l. September Apia imd landete 1500 Mann Besatzung, Die Kriegsschiffe sind inzwischen wieder abgefahren und die Transportschiffe weggesandt worden, um Proviant zu holen. Die Engländer sollen den Gouverneur Dr, Schultz anfänglich schlecht behandelt haben, was sich jedoch nach cuiem Protest der englischen Bevölkerung von Apia änderte, Hirsch, der Leiter der Funkcnstation, ist ebenfalls weggcführt worden, Hirsch hat verschiedene Maschinenteile der Anlage versteckt: es ist ihm mit Erschießen gedroht worden, falls er die seylenden Teile nicht heronsgebe. Ferner sollen ihnr hohe Summen für die Herausgabe angeboten worden sein. Er hat geantwortet, daß er Deutscher und daß aus die Herausgabe nicht zu rechnen sei. Sämtliche Fahrzeuge und Motorboote sind beschlagnalMt und alle Pferde im Umkreise von zehn Mellen um Apia regurrierk worden Die Besatzungstruppen besuchen durchloeg aus tungcu, in Australien angemusterten Burschen, Am Strande sind acht Kanonen ausgestellt; der Gouverneur hat gegen die Besetzung SamoaS protestiert. Au» Stadt und Land. Gießen, 13. Oktober 1914. Auf dem Felde der Ehre gosaLen. (Aus Hessen und den Rachbargebieten.l Gesr. Ludwig Freund, Jnf,-Rgt, 82 aus Ohmes, — Res, Hcinr, Herr mann, Jnf,-:Ngt. 116 aus Alsfeld, — Bizescldw Fr, Wilh, Massebus, Jns.-Rgt, 118 ans Worms, — Ma,or und Bat,-Komm, Ernst Maurer, Jns.-Rgt. 137 aus Dormchadt, — Res, Adam Karl Pabst, aus Darmstadt, —• Res, Willi Netz aus Dormstaöt. — lluteross, d, Laudw, Mil, Herling, Traiu- bat, 18 aus Tarmstadt. — Bizewachttnerster d, R, und Gerithttz- rcsrrendar Helmut He n astender g, Fcld-Art.-Rgt, 15 ans Wies baden, — Landwehrnr, .Karl Specht V,, Jns.-Rgt, 83 aus Dodenau llgiedeniopfd — Landwehrm, Hrinr, Gl i ß, Jrrs.-Mgt 87 aus Schlitz, — Laudtvehrm, Wilft, Strohschnitter, Landw- Rgt, 80 au» Wiesbaden, — Kriegsfreitv. Jos, Schützc n hau s ans Wiesbaden, —^ Dizefeldm, Barrens che«. Ins, N»t, 168 ans Butzbach, — Rcs, Gg, Hcinr, Feuerbach, Jns.-Rgt, *8 ans Ober Wöllstadt, — Fahnenjunker Aals Schmidt, Jns.-Rgt, 88 ans Mainz, — Landloe^m. Wilh. Hinge ly, Jns.-Rgt, 118 tm? Mainz-Aastel. — Gesr Johann Ga wr »sch , Pionier-Bat, 21 ans Mainz, — Gesr, d, R, Peter Schmitt, Jns.-Rgt, 147 cm? Mainz-Kastel, — Off,-Stellv, Reinh, Pensel, Jns.-Rgt, 88 aus Mainz, — Res, Joh, Gg, Eschenfelder, Jirf.-Rgt, 117 aus Mainz, — Landwchrm, Jak, Haas, Jns.-Rgt, 116 aus Steiubach, — sJäger £ tto M ülle r, J-gerbat, 11 mrs Lollar, — Obermatrose Ludwig I« n g. Res, Matr,-Art, ans Klein-Linden. — Res, Ludw, Küspert, Inf,-Rgt, 116 ans Gießen, — Off.-Stellvertr, Ed, Hetzer, Rcs.-JnpRgt. 81 ans Krosdorf, — Gesr, Georg Har - ursch, Jns.-Rgt, 148 aus Aatzenbvrn, — Res, Karl Ja ko b, Jns.-Rgt, 146 aus Mvfckzenchin:, — Eardist Rud. Schneid-er. Jus, Rgt, 145 aus Gießen. — Res, Ätkh, Niebch, Jiff-Rgt, 81 aus .Krofdorf, — Mnsk, » M ü kl e r, Jus,-Rgt, 116 aus Klein Linden. — Gesr, Karl H-i ll g ä r t me r, Jns.-Rgt, 115 aus Kesselbach, — Res, Hcinr, Weiter, Inf,-Rgt, 116 aus Gießen. Ingenieur August T r ö st e r ans Butzbach, — Res, Franz Schul z. Res,-Rgt, 116 ans Bulach. — Unteroff, d, R, >md Lehrer Ludw, Arnold, Res, Rgt, 80 aus Obcrlleen, — Geft, Wilh, Schäfer, Feld Art,-Rgt, 61 ans Gamchach, — Res, Phil, M e tzg« r, Jns.- Rgt, 116 ans Gambach, — Gcfr, d, R, Jul, Jakob Best, Jns.- Rgt. 118 mrs Köngernheim, — Res, Iran Frey aus Worms, — Lt, Theobald Gras von Geldcrn-Egmond, Jns.-Rgt. 80 in Wiesbaden, — Landwehrm, Joharm Zahn aus Wiesbaden, — Res, Karl Herz, Jns.-Rgt, 116 ans Wiesbaden, — Mnsk, Karl Kilb aus Souncnberg, — Füs, Nikolaus Krist, Jns.-Rgt, 80 ans Wiesbaden, — Bizeseldwebel d. R, und Stsdtsckretär Georg Alt den, Jns.-Rgt, 81 aus Wehkar, — Mnsk, Jak, Strack, Jns.-Rgt, 142 ans Niederbiel, — Landwehrm. Peter Döll, Jns,- Rgt, 116 aus Mbahanscn, — Res, Friede, Dich, Jns.-Rgt, 81 ans sSteiudorf, —< Res, Karl M-a n d l e r, Inf,-Rgt, 81 aus Kinzenbach, — Res, Wilhelm Nobitz, Juf,-Rqt, 84 aus Herborn, — Geft, d, R, Siegftied Rosen thal, Jns.-Rgt, 116 ans Offcnbach a, M, — Bizcfeldw, d, R, Lehrer Balthasar Bai er, Jns.- Rgt, 115 in Offcnbach a, M, — Mnsk, Phil Leonhardt, Jns.- Rgt, 468 ans Qffcnchlch a, M, — Pionier d, R, Richard Wagner, ans Offcnbach a, M, — Geft, d, R, Friedrich Büttner aus Wirbelau, — Res. Joh, Gg, Oßwald, Jns.-Rgt, 116 aus Darmstadt, — Lt, Otto Herbst, Jns.-Rgt, 87 ans Darmstadl Lchrcr Georg Hirschenstein, ans Rußelstzeim, — Lcchrcr Karl Naumann aus Mndsachsen, — Res, Emil Nagel, Jns.- Rgt, 116 aus Büdingen, — Res, Konr, Gommer, Jns.-Rgt, 116 ans Büdingen, — Unteroff, Wilh, Habermann, Jns.-Rgt. 130 in Mainz, — Vijeseldw, Franz Wörner, Jnf,-Rgt, SS ans Hanau, — Gesr. d, L, Anton Gräber, Jns.-Rgt, 88 aus Hanau, — Landwehrm, Wilh. Hvfmann, Jnf.-Rgt. 116 ans Rainrod, Die LetzenSnnttelprcise, Der gestern in Frankfurt zusummengetretene hesfische Handelskammcrtag, dem ein Vertreter des Ministe- rimns des Innern beiwohnte, nahm folgende Erklärung an die Reichsrcgierung an: „Der heute versammelte Hessische Handelskammertag hält es einstimmig ftrr sehr wünschenswert, daß einer anormalen Steigerung der Preise für be- 'timmte Lebensbedürfnisse staatsicherseits cntgegengetreten werde. Als geeignetes Mittel dazu erscheinen in erster Linie die Beibehaltung der bestehenden Staffeltarife und ihre Ausdehnung auf Gerste, Hafer und Hülsenfrüchte, Ferner hält der Handelskammertag die Einführung von .Höchstpreisen für Weizen, Roggen, Gerste, Mühlenerzeugnisse, Hafer, Hül- enfrüchte, Kartoffeln und Futtermittel grundsätzlich für wünschenswert, jedoch darf diese Festsetzung nur von einer Reichszentrale aus geschehen. Es müssen dabei die verschiedenen Produktionsgebiete und verschiedenartigen Qualitäten berücksichtigt, es muß ferner eine richtig bemessene Spannung zwischen Rohware und den einzelnen Zwischen- und Fertigerzeugnissen eingeführt, auch der Unterschied zwischen Großhandess- und Kleinhandelspreisen berücksichtigt und dem Handel die Erfüllung seiner Aufgaben gewährleistet werden Der Handelskammertag bittet die Reichsregierung, mit Vertretern der verschiedenen Produktionszweige und des Handels in eine beschleunigte Beratung zur Lösung der Frage einzutreten." Das Vorgehen des Handelskammertagrs wird in weiten Kveffen mit Befriedigung ausgenommen ioerden. Gerade in den letzten Wochen, ja noch rn den letzten Tagen, haben sich auch in unserer Gegend llnznträglichkeiten auf dem Lebens« mittelmarkt herausgesteN, sie keineswegs immer durch den Zwang der Verhältnisse, sondern leider vielfach durch die Sorge für den eigenen Nutzen hcrvovgerufen worden sind. Wie'die Stadt Gießen zu einer Festsetzung des .Höchstpreises ür Kartoffeln schreiten mußte, so ist auch an anderen Örtert Heffens nnt Maßnahmen gegen zu hohe Derkanfspretse vor- geganqei, worden. U. a. hoben stellenweise Behörden den Kärtosseleinkauf aus anderen Gegenden, die billigere Preise ibellen, in die H 4 den Eharaktrr als „Rewnungsrat morde der Fin«iz«rst>irant Ernst Koch aus Alsfeld !> , , ** Das Eiserne Kreuz erhielt der Offittcr-Ttelhiriw. (sruher Einj.-Feeiw, im 116. Rgt.) Heinrich Walleal», " im 88, Iniantrric Regiment, — Herr Wallenfels war frfil*," Hause Bock u, Cie. hier tätig, ^ ’ ; " Kreiskomitee für Rot es Kwen z und Kri»»- Hilfe, Nach Mitteilung des Kreiskomi tee s und untrr £1 n weis mrs die Anzeige in Rr, 213 dieses Blattes vom 11, bcr^1814 sind in dcr Zeit vom ll, Septemdcr bis 1Ö. cSk d, J4, aus folgenden Gemeinden usw, die beissA^f Beträge an den Krciskasscnrechner abgeliesert und von an den Landesverein vom Roten Kreuz in Darmstckdt übevn^ worden: Gemeinden: Birklar 70 Mk,, Allendoff a. d, Ldan ivtark, Taubringen 135 Mk,, Dorf-Gill 200 Mk„ Großen--,^ S07.L7 Mk., Geil-Bmnen 150 Mk,. Hol,heim 1050 Mk„ HanT? 84,80 Mk,. Harbach 100 Mk„ Himgen 500 Mk„ Jnheida n > Mark. .Keffelbach 120 Mk.. Lollar 221,35 Mk„ LeihgestemV- Mach, Lekmheim lKreis Mssell» 130 Mk„ Langsdorf 6075g Lindenstrnth 50 Mk., Rtoinzlar 700 Mk„ Nieder-BeffinM, n Mark, Obbornhofen 100 Akk., Ober-Bessingen 148 Mt »x dingShmffen 260 Mk, Stmifenbcrg 300 Mk., stockhmffen ist ^ Trais-Horloff 120,40 Mk, Ntphe 250 Mk. Billingcn 62,5V M Deitershain 200 Mk,; werter ans .Hol,beim: Geiangvevein 5gw, ans Lang-Göns: Vom Verein der Käserribesitzer 50 Ms, m Lauter: Kirchenopscr 52,08 Mk, sowie für die Grenzboa-tz» 18,70 Mk, zusammen 70,78 Mk.; vom EisenixikmerverrstiT» borf 100 y hmm QlrvpirtVw>TPttT ^ß-nftvrt 1 — n? . vom Zweigverein des Roten Kreuzes st, »t 2000 Mk,: aus dcr Gemeinde Leihgestern und zwar vom (W„ verein 50 Mk nun den X., — ,A .“ verein 50 Mk, von den russischen Arbettern auf dem Aech Mk,, zusammen 55 Mk,; vom Bienenzüchter verein in Mz 20 Mk,: verden muß, die nicht dringend nMtoendig ist, und daz gehören auch die Verlustlisten. Sie melden zu diesennai' was sie ganz bestimmt wissen und deshalb daaer auchdieFertigstellungundHerausgabederLiÜe s o l l a n g e. Den Kameraden zu verbieten, private Nachttchtcn iu» hinten zu senden, ist ebenfalls unausführbar, Kompagine-, Es kadron- und Batterieführer werden ja bei geringen Verlusten ger die Angehörigen bcnachrichttgen, bei großen ist dies jedoch nick möglich. Das einzig Richttge ist, das Publikum zu beru h i g e n und zu vertrösten, bis die amtlichen Verlustlisten beimc kommen. Denn darin sttmmen ivir «das Bureau) mit Ihnen Bürgermeister) überein, daß die Gerüchte schon viel Unhei- » gerichtet haben, . ." ** Zur Nachahmung empfohlen! Die Schüler d> Untersekunda des hiesigen Realgymnasiums haben unter ff für die bedrängten Ostpreußen gesammelt, 40 Mark tmliile zu wohltätiger Verwendung abgeliefert werden, ** Die Wahrheit im Ausland! Eine neue Numm der vom .Handelstage heransgegebenen Kriegsberichte Ii« ltlichen Entnahme in den lstesigen Buchhani zur u n e n t g e»WW>W»»W»WWW^^M _ lungen und im Lesesaale der U n i ve r si t ä t sbibliothe bereit und kommt lwfsentlich, nanientlich als Bellag« zu, °u llärenden Briefen an Verwandle und Freunde, zu recht umfassciii» Verwendung. ** Einen Rat für unsere Soldaten gibt em Leserin unseres Blattes in folgender Zuschrift, M der si durch unsere Notiz in Nr. 235 über.japanische „Papier kleidu n g" veranlaßt worden ist: „Biele lviffen aber ga nicht, welchen ausgezeichneten Sä>ntz geg>en Kälte Zet tunaspapier bietet. Papier ist bekanntlich ein äußer! schlechter Wärmeleiter. 10—20 Dkätühen Zeitungspapiei. die Stiefel gelegt, halten die Füße warmz Beim sbärkstei Wind wird die Brust warin gehalten, wenn man mehrer Zeitungslagen unter den Rock zdvischen Hemd und Hosin träger schiebt; und beim Schlafen im Freien auf einem Arr ist es von Vorteil, diesen Arm mit Zeituugspapier zu w> wickeln, da dadurch das Eindringen der Erofeuchtigkeit mr Erkältungen vermieden werden. Wer auch bei rheumattsch« Schmerzen ist Zeitungspapier ein überraschendes Heilmitwl wenn rnan die schmerzenden Stellen mit Papier umbindct' " Ausfuhrverbote. Auf Grund des § 2 der statstr lichen Verordnungen vom 31. Juli, betreffend daS Ver^ der Ausfuhr gewisser Waren, ist der Reichskanzler ermäch tigt, von den VerbotSbestimmungen Ausnahmen zu statten. Anträge auf Gestattung von Ausnahnien sind bar Reichsamt deS Innern schriftlich einzureichen. Dafiir empfiehl sich die Benutzung eines vom Reichsamt des Innern aus gestellten AntragSmusterS. Hiernach angescrtigte Vordruck können von der Handelskammer Gießen bezog« werden. , ** Verleihung von Ehren-Urkunden «* selbständige Personen des Handwerkerstand? Tie Handwerkskammer zu Darm stadt wird, wie in früheren reu, an unselbständige Personen des Handwerkerstandes, GestU^ Gehilfen usw,, weläw mindestens 25 Jahre in ein und dcmicioe Betriebe uitunterbrochen tätig gewesen sind, als Slnmkemwug die treue Arbett Ehren-Urkunden verleihen, ^rr dem wirffchastlichcn Aufschwung, den eine große Zahl gruppcn^in den zwei letztm JahrzehMen genomnren lM, tfS] öfterer Wechsel in dem Personal wie früh« zu verzcichuai, üsiishaltcn von 25 Jahren bei Zn und demselben Geister immerhin schon zu den Selter,besten und setzt Treue, Fleiß- H lichkcit imd rechtschasseuen Sinn voraus. Diesen Peffvnen zur ^ crkcuinmg und anderen zur Aneiserung dienend, sollen du > genannten, künstlerisch gchaUemu Ehrcu-Urkuudeit verlieben den. Die Verleihungs-Bestiinmrtngen sind ■m I ■? Verleihung erfolgt alljährlich an Weihnachten. 2. Die Jtntl e }iit Verleihung sind von der gewerblichen Korpvratton. »e» - Arbeitgeber angehört, bei der Handwerkskammer zu Darm- is spätestens I November I, I. einzurerchcn, 3. Den An- träc* ist ein ausführlicher Lebenslauf des zur Auszeichnung i^ori chlagencn. sonne ein von dem Betriebsinhaber ausgestelltes, erts« izcilich l>eglai,Ingres Arbeitszeugnis, das gleichzeitig den n act-te der 2d;übrigen ununterbrochene» Dienstrett in ein nni»t inselben Betriebe enthaletn muh, somi« ein von der Polizei brch-ö misgcskelltes Leumundszeugnis beizuschsteßen Das llnion-Theater, Srlbersweg, bringt in seinem , «U'i Programm den Dreiakter „Um Mitternacht". ein Schauspiel * llten, sowie das neurskr o»m Bäkkerkrie,, 15)14. Heute und , rom i sind 2 AuSnahoirrage Wir verweisen aut das heutige Zpffl t. Polin a chrich» Es ,',nd ne» festgestrlll worden die U ch nu n gs ve r l, äl t n isse für Postanweisungen nach <’ o ti der Franken Währung (Italien. Schwei, „sw > aut . — 87Mk, nach Rumänien mit lOOLei — 87 Mck. „ach . ederlandei, und den niederländischen Kolonien aut 100 Gut- hM,l86Mk. »ach Dänemark, Schweden und Nvrivegen aut <0 r>ncn 114 Mk. nach den Vereinigten Staaten von Ame- Lg ad nach Cuba »ui 100 Dollars -- 440 Mk Landkreis «Hinze«. Lollar, 12 . Okt. Unter grober Beteiligung der Wetz -i • wurde bruie der Mi seiner Verwundung gestorbene 26,adrige L'j m Riedel, Rrieroitt im (Inf Regt Nr 116, zu ßtabf (fine tzlbordiuinq dicies Regimentes nud der hiesig« ä rverrin mrt Muirk und um'Iortcr Falwe waren erschienen. " erstorbene hatte bis zu dem Tage seiner Verwundung 13khe- I und Schlachten glücklich überstanden. Mainzlar, 11. Okt. Leute brachte man aus unserer - eide 72 Toeinenkuckg-». irisches »nd gedörrtes Obst, ltzemüie, 3 rmgemad t« diurkeil. Sveisekürbiffe ustv nackGießenals esgaben. wo dieselben in den verschiedenen Lazaretten t wurden Außerdem ivurden bei der Zammelstrlle Aster- 20 Hemden und 43 Paar Strümpfe abgeliesert. An «Held M n in unserem Orte sür das Rote Kreuz dis jetzt 950 Mark im vielt. Demnächst soll von hier ei» größerer Transport j (gaben abgehen. I Weitershain, 12. Off. Fleißig regen sich hier die I zur Anfertigung von Liebesgaben eür unsere Feld- I ,i An fertige,i Sachen wurden gesammelt und abqeschickt > emdrn, 46 Paar Strümpfe. 64 Bettücher. 96 Handtücher. 1 ttdnken An Geld sind 1264 Mark für das Rote Kreuz ein- n,en — Den Heldentod sind bisher 5 Söbne unseres Ortes - >en. KrriS Lonkerbach. l Nieder MooS.1l.Okt Bäckermeister Paul H e i tz e n< r vor hier, der als Bizeseldwebel der Reserve zu dem In» ic-Regimeiit Kaiser Wilhelm Nr. 116 einberufen wurde und e seiner Verwundung — durch Baionettstich eine-) Franzosen S S - einige Tage zur Erholung hier weilte, hat das Eiserne Kreuz !S en. Auf einem Patrouillengang, den er mit drei Kameraden .1 ?, tauchte plötzlich im Dolde ein weit überlegener Feind vor H aus. Um »>chi gefangen zu loerden. ging die Patrouille wikschlossen zu einem verzweifelten Angriff über. Nachdem B «leibe von Franzosen kampstinfähig geworden war, entiloben 'deren Bei dein Handgemenge hatte Heitzcnrödcr einen Stich r Oberschenkel bekommen. ^ Stärkend» rg und Rstrinhessen. ,. Aus R h e i n l, c s s c n , 9. Oll. Die Ditterunq war nd der letzten Woche, von einigen Ausnahmen abgesehen, für eise der Trauben recht günüig. Die Reise konnte gute chritte machen, so dis, vereinzelt mit der Lese der Spatrottrau» gqonnen wurde. (Im allgemeinen wird noch mit der Lese der n Trauben gewartet werden, was den Winzern auch nur cmp- • werden kann Vorlesen werden sedoch vielfach vorgenommen » iiiüssen, da sich die Saueriäule der Beeren stark bemerkbar Der Früliburgiinder und der Portiigieserberbst sind fast ll zu Ende. Das Ergebnis war der Menge nach durchweg ng, dieGüte war dagegen überall recht zufriedenstel- Aehnlich wird auch das Ergebnis des Weißherbstes werden, Ausnahme einiger Gemarkungen, in denen mit einer gröberen ,e gerechnet werden kann, wird das Mengrergebnis durchweg g sei». Bor allen Dingen ist dies auf die ungünstige Witterung -nd der Blütezeit z»rückz»sübren Dann aber hat auch der rwiirm gröberen Schaden angerichtet, der vermieden werden c. wenn es nicht infolge des Krieges an Arbeitskräften zur »sübrung der Nikotinbekämpsung dieses Schädlings gemangelt Geschäftlich ist es durchweg still. Ter Traiibenverkauf Mähder Lese läßt manches zu ivünschen übrig. Es mangelt an ge rder Nachfrage Tie kür die Tranlien angelegten Preise können rt meisten (fällen als gut bezeichnet werden. In vielen Gemar- •n hat sich aber rin fester herbstpreis noch nicht bilden können. Hessen Nassau. I Marburg, 12. Okt. Dem Professor der Rechte, Hanpt« »: der Reserve Franz Leonhard, der zurzeit als Berwun- » hier nnilt, wurde das Eiserne Kreuz verliehen. 1 -m. Kirchhain, II. Okt. Tie militärilche Bor itnng der Jugend ist nun im ganzen Kreise Kirchbam näßig organisiert »nd überall haben sich Ireiwillige Heller ,» (D ii vaterländischen Werke gesunden. Tie Gemeinden sind bezirks ziilamniengklegl und nsierorts sind di« Ilcbilngen von der rd irisch und begeistert aiisgenommen ivorden. ,. Bad hombnrg v. d. h.. 12. Okt. Prinz Oskar von ii sie», der sich seil 14 Tagen krankheitshalber hier zur aushielt, ist wieder vollständig bergestellt und hat sich dem 1 r zur Dienstleistung im Heere zur Verfügung gestellt. J r Limburg, 12 Okt Tie fortgesetzte Steigerung der »I toffclpreise hat die Verwaltung des hiesigen Gekan 4 ilagers veranlaßt, von heimischen Händlern keine Kartoffeln W rufen, sondern den gesamten großen Bedarf für die gefangenen ger zu wesentlich niedr,gcren Preisen aus Mitteldeutschland J ecken Jf> Weißkirchcn i T., 12. Okt. De,- zwölfjährige Scdüler 2 eich Härtling machlc seinem Leben heute früh durch Er jeßcn ein Ende. Was den Jungen in den Tod getrieben hat, rl tc noch nickt iestgestellt werden. I FE. h ochhei m a. M., 13. Okt. Der weit imd breit bv ^ te und stark besuchte „Hochheimer M a r k t" wird dieses ' infolge der Kriegslnirren ein reiner Pferde-, Rindvieh- Kronrviarll sein Alle Lustbarkeiten sind unter t Ter Markt findet am 9. und 10. November statt. WTB. 31? ke« hoben, 12. Cft Die L a n d e ' v e r s i ch 0 5 qm ft oft Hessen - Nassau svendete 10000 lvlark II. und IG000 Mk. dem 18. Armeekorps zur Beschaffung von lachen lür die im sielde stehenden Truppen, sowie 10 000 Mk. (! Ostpreußen zur Bckämvluna dort au«tretender Seuchen. ^Ten W iten Kassel >uch Wiesbaden ivurden je ^00000 Mk„ der Stadt Zn» »nd dem Ederkreis 100 000 Mk. Darlehen zur Ermöglichung NotstandSarbeiteu gewäbrt. Universitäts-Nachrs^ten. klk. I r a n k > » r , 1eUram«en verbreitet kne russische AmKickze Telessraphenaorntur Lu Vene amtlich gemeldeten UrrtergruiH des russiichien Pan^erkrenser? solgende N«chr,ckzii Rin 11. Ok- tvder, 2 Uhr ii-chmgtdeKo s>mch russischer (teu), ggnssen jcint»- liche Unkerserbi>»re »#u iieiion ans«re ^»,«>! „)|aal66a“, di« in der Osts«« «ns Aorp-ssten nmrcu, ««. ^ Obgleich dre Kreu- fftr sofort ein starlee Lrtrllerreseuer eroffueteu, gelang cs gleick'wohl etire»! Untrrfeebrwd-Torpedcv gegen die Bazan zu jchreßen Aus dieser entstand erire Erplojim, und der Kreuzer sank i>»t seiner ganzen Besechrmg sesekrocht in de« T»eje. Dir Saiierin in Homburg. Berlin, 12. Okt. (WTBc Ntchramtlrch.) Tie Kaiserin hat sich heute abend zum Bc'such des Prinzen Oskar und einiger Lazarette nach Schloß Homburg vor der hohe begeben. Die raiserin iraj, n»,e uns soeben geineldet wird, heute morgen 8 Uhr in Hvinbur^ ein. Dir Lagr auf drm nordiorftllchen KrieOsschanptah. Amsterdam, 13. Lkt. (WTB Nichtamtlich.) ,,Tele- graas" meidet aus Sos van Aent: Ein Zeppelin ist am Sonntag über Oudenaarde bemerkt worden. Er kani von Depze her. flirun Ulanen erschienen in Renaix, durchsuchtem den Bahnhof und ritten auf Kvrtrmt weiter. 500 Deutsche haben die Nacht in Sotteqem zngebrackst und zwei Ba-Hnbrsteten in die Luft gesprengt. Dir Staatshilfc für Arbritc-lofc. (VTB.f Berlin. 13.Okt. Die „Nordd. Allg. Zig" schreibt in einem Artikel über die „staatliche A rb c i t s- losensürsor ge" u. a.: Bereits heute ist irsvusteilen, daß gegenüber »der Zeit z» Anfang des Krieges die ZaA der Arbribslosen fick; vernrgndcrt Hot. Unter voller Anerkennung der verbeenfslüven Mivrnrkung von Konrnrnnr» »nd Privaten kann gesagt werden, daß die letzt schon MSbare Berinr»der>««i der Arbeitslositzklüt auch zum nicht geringen Teil den iorrkfainen Mafmahmen der Reiche- und Staats- bebörden »u danken ist. — Unbedingt mufft- mich muß der körund- satz fcstgebalten werden, daß, soweit irgend möglich, den Arbeitslosen nicht durch unmittelbar« Unterstützungen, sondern durch Arbeitsgelegenheit geholfen werden muß. Wird sich »referKkrundjatz auch nicht überall und sitrbieganze Kriegsdoucr in idealer Weife durcknühreu lasten, so wird ihm doch bis pir Grenze des Er-reichbaren gcholgt werden »Äsen. Osegenüber dein anjängl>chen Bestvebeu, »ie Eiiibtingung der Ernte der Setnifjugend aiMiweisen, brachte die im Reichsamte des Innern unkergebrarhte Reichszcutral« für Arbeitsnack>- weise 12000 Industriearbeiter in der Londeinrt- schast unter. Den Militär- und Marinewcrkstättcn wurden Arbeitskräitc verniittelt, ebenso in den Betrieben, die mit der Lieferung von Kriegsmaterial beauftragt waren. Die Arbeitslosen der Kalibergwerke ivurden in den oberschlesifchcn Hütten untergebracht. Ten landnnrtfchasllichen Betrieben sind technische Arbeiter aus der Industrie überwiesen worden Aus dem eroberten Antwerpen. Amsterdam, 12. Oktober (WDBl ,^)andelsblrmr, ein Grund mehr, die unnötige Auswanderung .zu IwHage». Sie ist aber erklärlich, da versichert wor den war. daß die Sbadt bis zum letzten Stein verteidigt werden solle. Aber davon war keine Rede. Freitag früh ging der Bürgermeister De Vos mit einer weißen Flagg« in das deutsche Lager, um zu hchitulieren. Es war eigenartig, daß gleichzeitig eine deutsche Mordnunig mit iveißer Flagge nach der Stadt zu ging. Beide kreuzten einander. Erst nachmittags 3 Uhr wurde ein Ergebnis erreicht. Gleich darauf zogen die Deutschen in die menschenleere Stadt ein. Sic beschädigten nichts in der Stadt. Die Polizeibeamteir dürfen bewasfnet einl)ergehe». Deutsche Soldaten halsen beim Löschen des Brandes. Englands sauersüße Mene. (WTB.) London, 12. Oki. Nichtarntlich Der Korrefpon dcnt der „Mvrning Post" in Antwerpen erzählt! Die Belgier iaben schon am 2. Okwber die Ilcbcrgabe der Stadt sür imvcrmcid- lüh an. faßten aber neuen Mut, als am Morgen des 3. Okwbcr die Mitteilung kam, daß englische Hilfe unterwegs sei. Die englischen Marineioldaten, die am 4. Oktober ankamen. nachdein sie die ganze Nacht lnndurch gereist waren, bezogen sofort auf dem am stärksten gefährdeten Punkc de, L i e r Stellung. Zufanimen mit später angekvmmenen Verstärkungen widerstanden sie den schlimmsten Angriffen, n>ährend sie einem siirchtbarcn Artillericfeuer: ausgesktzt waren. Die Deutschen täuschten die Belgier durch eine Li st und waren dadurch iiiistandc, die Stellung bei Lier zu umgehen, wodurch der Rückzug dieser Stellung unvermeidlich wurde. Die Besetzung »an Antwerpen hat in «Higland einen großen Eindruck gemacht. „Times" schreiben! Der Fall Anttverpens wurde in London als unvermeidlich bedauert, die Nachricht davon aber mit Fassung ausgenommen Ter moralische Eindruck des Ereignistes ist bedeutend, besonders iveil die Regierung vorher den furchtbaren Cbarakter der deulschen Angriffe verschwiegen batte. Ter Besitz Anttverpens erhöbt für die Deutschen die Möglichkeit, wenn sie aus Frankreich verkriebki« werden, den Krieg in Belgien anstatt in Teittichland fortzuletze» Antwerpens enogültigcs Schicksal bäug, von den, Glück der britischen Truppen im Felde ab. Dos Befinden di San Giulianos. (WDB.) Rom, 13. Okt. Di San Giuliano emvämg gestern nachmittag die Sterbesakramente. Danack» brjchä)- ttqie er sich mit Dienstangelegenheiten und verlangte Zeitungen zu lesen. Der Zusammenbruch des russischen Angriffs. (WTB.) Wien, 18. Okt. (Nichtamtlich.! Für den Zilsammen- bruch der russischen Osseniioe gibt der Krieqsberfchterstattcr der „Neuen Freren Presie" folgende-? an: 1. das schlechte Wetter, das in der vorigen Worbe die Tlüste zu uniiberwuiblichen Hindernissen und die Straßen ,u Kottümvfen machte: 2. die C yolera, die bei den Russen furchtbar wütet; 3. die kolossalen Schweertg« k e i t e n b-"» Munitronsersatz und dem Nachschub Die rnsiische Armeeleitimo hatte fest daraus gerechnet, die österreichisch? Arme« beim ersen tzsnsturm zu vernichten und hatte daher alle »""bggbene Munition gesetzt. Der Nachschub wurde aber jetzt '»»»»glich Alle Muvttn»nsdevots sollen erschöpft >e,n Dir Scktaasien ch Ostsaliztcn brachten den RÄsen schwere EnttöNschimge» Ihr .Kriegsplan ist dadurch vollständig Wer den Hirnen gewvrtkrr werden. Für die Kriegslage an der ostpreußischen Grenze ist bemrrtens- wert, daß die Russen die Tatsa che zu geb-en, daß die Deutschen ihre Positionen halten und daß die Lage miveräudert fei. Das bedcuiet mir oem Hinweis auf dir Ver w e udm ig der deutschen Kseubahnen, daß der neue russische Einfall in Ostpreußen abgewiesen wurde. Das siegreiche Vorgehen der Oestrrreicher. (DTB.) Wien. 12. Okt Mittags. Nkchtcmttsich.! Amtlich wird »erlautbart: llnferc OErnsive erreichte imter viesfaclum, für unsere Trupven durchweg siegreichen Kümpfen den Sau. Der Entsatz der Festung Przcmpsl ist vollzogen Nord- lichund südlich der Festung werden die Reste der feindlichen Einschließungsarmeen Migegriffen. Iarosiaw und Lazaysk sind i n nn se r m Be si tz. Von Sienicm» geht rm starker Feind zurück. OcBich iw» Piwrow ichrritrt unser Angriff gleichfglls vorwärts. Zn Rnssisch-Palen wurden alle Berlucku starker russischei Kräfte die Weichsel ans and südlich JLvangorod zu überschreiten abgewiejen. Der stellvertretende Chef des Generasstaks: v. H ö f e r, «tzeneralmagor. Amtlicher Teil. Betr.: Verwerfung von Walderzeugirisicn zur Eryalttmg der Brehdestände An die Grvßh. Bürgermeistereien der L«mdgrmeinden des Kreises. Ter gegenwärtige Krieg stellt an die LeistungSsäkngkeit der Landivirtsck-ast gnßerordentlich große Archocheningen. Es gilt setzt, alle Kräfte anzuspennen. um die Ernährung von Heer und Bell ans eigenen Rütteln sichrzustellen. Wem, anck; die Ernte bo< friedigend ausgefallen ist und zurzeit Futter sür die Viehbestände reut,lick, um Bersiigung stebt. so ist es doch ein siKIw! der Vorsicht, nicht nur mit dem Vorhandenen iorgsäs-tig ltziiisznholten, sondern auch Mttel und Wege achzuiuchen und zu gebrauchen, die geeignet sind, genügend große Futtzervvrräde süv künstigenl Bednri aiiszickpeichern und alle ßandbauerzcugnisse, die firv die menschliche Ernffhrnng geeignet sind, dreier ziiMsühren. Auch für Kmftsitttepmittel, dir scrkhcr vom Auslände bezogen wurden, muß geeigneter Ersatz beschafft werden. ?lls solck-e Ersatz- und Ergäiizungssnttrrnrittrl kommen gewiss« Woldrrzeugnissr und in diesem Fuhr« besonders die in einzelnen sisegende» widfirl! cmiollenden Eicheln in Betracht. Es ist deshalb wichtig, daß in den sisemarknugen. in denen Eichenbestände vorhanden sind, geeignete Maßnahmen »rm Sammeln der Eicheln und zu ihrer Verwendung als Futtermittel getroffen werden. Soweit Toinanialwaldimgen in Betracht kommen, hat OKoßh. Ministerruiir der Financen, ksisteiliing für Forst- und Kanreral- verNMiltniig die Großh Oberiörstereien angeiinesen, gegenüber den Wünschen der Viehhalter, besonders auch der Besitzer mm Kleinvieh. weitgehend eiirgegenzukonrmrn. Hmsichtlich der Gemernde- waldungen wollen Sie baldigst entsprechende BesMüsse nach Bc- nehuien mit den lffroßh. Oberförstereien veranlassen. Wo standes- beri-schgistliche Waldungen sür das Sammeln von Eicheln in Be- trackst kommen, wollen Sie geeignete Schritte bei diesen Verwaltungen alsbald nmernehmen. Znm Sammeln der Eickukn können in erster Linie 'Jchiilkmder unter Aufficht von Lehrern venm-nbet iorrden. Es dürfte sich ober auch, falls für die gesammelten Eicheln eme angemessene, nach den örtlickwn Verhältnissen fcstzusetzende Vergütung gewälwt ivird, die Möglickzkoit zu mäßigem Arbeitsverdienst für Bedürftige ergeben. lieber die Behandlung imd Verwendung »er Eicheln als Futterinittel ist das Wichtigste hiernnter zusammengestellt Wir empfehlen Ihnen, das hiernach Erforderltckw alsbald zu veranlassen und die Bevölkerung auf vorstehendes nachdrücklich hinzuwrisen. Brhandlunsi und Verwendung der Eicheln als Futtermittel. Die Eicheln sind, wenn sie nicht nnmittesbar verfüttert werden, nach dem Sammeln entweder im Freien oder in eineni trock-enen luftigen Raume ^«Schuppen, Temie. Speicher) Nach aus- zuschütten und abwelken zu lassen. Für längere Aufbewahrung muffen sie alsdann getrocknet iverdcn. Ties geschieht entweder in Backöfen oder Darren oder divrch dünnes Auobreiten auf lustigen Böden und öfteres Wenden. Ain einfackßten und vorteilhostesten hissen sich die Eicheln diwch Eintrieb der Schweine in die Waldungen zurzeit des Abfalls der Eicheln als Futter nenverten. Die Schweine verzehren hierbei auch anderes (jufutler. Es branckst deshalb vor dem Austrieb und nach der Rückkehr mir Noch wenig Futter verabreicht zu werden. Für die Stallfütterung werden die Eicheln am besten getrocknet und durch Schlagen von den Schalen besteit 'enthülst. Tie Schalen enthalten viel Holzfaser. Deshalb ergeben die enthülsten Eicheln bessere Futterwirkiingen. Die Eicheln sind ecweis»- ärmer als die Körner der tzfetrridearten. Deshalb ist namentlich bei Stallfütterung auf eine enstprochende Zufuhr an Eiweiß im übrigen Futter zu achten. Durch frische (abgcwelkte Eicheln kann etwa ein Viertel des sonst zu verabreichende» Gesamttutters ersetzt nierdrn. Bei Einstellung von Echekn in die Fütterung der Zuchffckiweine ist die Zugabe von guter Kleie cmp- sthlenSwctt, die auch die stopfende Wirkung der Eicheln aus- igleicht. Die gedörrten und enthülsten Eicheln verabreicht man am besten in Schrotivrm, „nd zwar rm «tzeinenge mit anderem Futter in dick breiiger Zubereitung Bon ttockenen Eicheln rechnet man etwa l—1> - Pfund auf das Tier täglich, zu weicher Menge aber mir allmählich angestiegcn werden darf. Gießen, den 8. Okwber 1914. Grobherzogliches Kreisamt Gießen. l)r. U s i n g e r. Dir Großh. Kreisschulkommission Gießen an dir Tchulvorstündr der Landnrmrindrn des Kreises. Großh. Ministerstmi des Innern hat durch Verfügung vom 1. ds. Mts. genehmigt, daß zum sammeln der Eicheln Schulkinder unter Aufsicht von Lehrern verwendet werden dürfen. Si< wlloen das hiernach Erforderliche vcranlasjen. Gießen, den 8. Ostobcr 1914. Großherzoaliches Kreisamt Gießen. 6r. U s i n g e r. Bekanntmachung. Die Kaffe ist für die Folge nur Dienstag, Donnerstag und Samstag vormittags von 9 bis 12 Uhr geöffnet. Am letzten eines jeden Monats bleibt die Kaffe geschloffen. i0602i> Großh. UnwersttSlS-Rentomt. I. B.: Seysferth. r Konkurrenzlos ulebl !» Preis, «ender» !» B»«haüeahel! tri - - ■ ■ 10187 , Sani tas‘ Nußbutter (TegalaMla BUrgirU») 1 Pfd. 88 Pf«., '/. Pfd. 45 Pf K . Reformhaus Ä ktAtAtAtAtAhit ib ito ^ it ito KtAtAiAj Wir laden unsere Mitglieder hiermit zu einer Versammlmi zwecks Besprechung der Giehencr Kredit-Genoffenschaft von ig[, Mittwoch, den 14:. Oktober, abends 8 1 ), \ ln den oberen Saal des Postkellcrö ein und bitten um zahlreiche Beleih vetaillisten-verein. kaufmännischer vep Srkgewerbeverein. Gesichts- ausschlag, Pickel, Mitesser, Klechienver- schwinden meist sehr schnell, wenn man den Schaum von Zocker’» Patent-Medl- zlnal-Seife (in drei S(är- ken. äüOPs.M.l.— u.Ä.1.501 abds. eintrockn, läht. Schaum erst morgens abwaschen u, mit Znckooh-Creme (50 und 75 Pi.s nachstreichen. Grob- artige Wirkung, v. Tausenden bestätigt. Zu haben in der Univcri. Apotheke, Hirich- Apotdckc. bei Aug. Noll, ($. Scibcl, W. Kilbingcr, O. Schaai, E. Karn, Ernst Noll u.W. Schräder, Drog. _ [10397 all _ Empsehle mein grobes Lager tn Obstkeltern Rübenschneidern Dickwnrzmühlen Janchepnmmpen Jaucheverteilern > Giessen l,»>«a Eisenhandiung, Haus- u. Küchengeräte Tel. 185. Neustadt 11. Prachtmädel angekommen Moritz Herz und Frau Giessen, 7. Oktober 1914 Schützenderein Gießen. Laut Satz 30 Abs. 3 findet unsere diesjährige i){MU4ci>e#@tneraliier(iimin(irag Montag, de« 26. Oktober 1914, abends 8^Uhr, im Schützenhause mit folgender Tagesordnung statt: tl. Berichterstattung. z. Rechnungsablage und Wahl der Rechnungs-Prüfungskommisston. 3. Wahl des Vorstandes des SchützenvereinS. 4. Auslosung von 6 Anteilscheinen des Schützenhauses. 5. Verschiedenes. 10599V Um recht zahlreiche Beteiligung btttet _ Der V orstand. Union-Theater Seltersweg 81. Heute neues Programm Wasserdichte Militär-Westen aus Ia. Segeltuch, gut imprägniert mit u. ohne Wollfutter, anßerordentlieh bewährt und viel verlangt, stets großes Lager nnd Anfertigung nach Maß Gummimäntel und Gummiumhänge Ledergamaschen prima Rindleder ohne Naht (gewalkte) von Mk. 11.50 an Schlatsäcke vollständig wasserdicht und warm Fussschoner erleicht d. Marschieren V orschriftsmäßige Offizierkoffer und Feldausrüstungen Feldflaschen, Bestecke, Becher, Revolveriutlerale, Leihriemen, Rucksäcke usw. Anlertlgnng In eigener Werkstatt. [10223 Seltersweg 79. Telephon 276. n. Schauspiel in 3 Akten, von den besten deutschen Schauspielern gespielt Sowie die neuesten Aufnahmen vom Vtf lkerkrteg. NB. Die Direktion hat sich entschlossen, für heute Dienstag und morgen Mittwoch 2 Ans nahmetage zn machen, damit jedem Gelegenheit geboten ist, sich über die Darbietungen des Union-Theaters zu überzeugen und geben dazu Vorzugskarten, welche Sie gefl. benutzen wollen. 07243 Bitte anssehneiden! Holländische alumeDzwigbeln Hyazinthen Tulpen Narzissen [9980 Crocns Schneeglöckchen Scilla ». a. sind in Ia. Qualität einge- troffen und empfehle solche zur Zimmerkultur sowie zur Bepflanzung v. Beeten und Grabstätten. Reiche SortcnwahL Preisliste gratis. Heinr. Hahn Samenhandlung Neustadt 8 Tel. 403 MBücklinge und Sprotten sriich eingetrosten bet >9836 GeorgWallenfels Markt 21, gegenüber der Engelapotheke. Bekanntmachung. Nur das hiesige Amt wird ein tüchtiger Verwaitungs- gehilse sür die Dauer des Krieges evtl, auch für später gesucht. Gehalt nach Uebereinkunst, jedoch mindestens 80 Mark monatlich. Meldungen mit Lebenslauf und Zeug- nisabschristen stnd umgehend hierher einzureichen. Krosdors, den 10. Oktober 1914. 10606B Bürgermeister-Ämi: Atzbach und Launsbach. Sionfutnotrein ließen u.Udh)(h e. ®. m. b. H. 0 1 Sonntag, den 18. Oktober 1914, nachmittag» General-Versannnlu im Saale deS Gcwcrkichaitsbauies. Schon,eist Tagesordnung: 1. Geschäfts- und Kastenbcricht. 2. Beidstuhsastung über die Verteilung der Erübrig 3. Ergänzungswahl des Aufsichtsrates und Wal 3 Stellvertretern. 4. Anträge. 10590D Der Aussicht» Lichtspiel-Hau Bahnhofstrasse 34. JOf Ans dem Spielplan bis Dienstag inkl Die Dame in schwai Schauspiel in 3 Akten. Herzensgold, vorzügl. Schauspiel. Neueste Nachrichten v. Kriegsschaupl Grosser Gelegenheitskauf Reisemuster Damen- u. 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