t 239 Zweit« Statt 164. Jahrgang Erscheint täglich mS AnSnahm« beS Sonntag?. Di« „Kietzener Za»UIr>dlSttrr" werben d«in »Anzeigee' viermal wöchentlich beigelegt, da? „Uieirblatt ffir den Kreis Kietzen" zweimal wöchemlich. Die .^»»«irtschasttichen Seit- fragen" erscheinen monatlich zweimal. Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Gberhejsen **- Montag, 12. Oktober J9W Rotatioe^druck und Verlag der Drühk'Ichen UnwersitätS» Buch- und Stcindruckerei. R. Lange, Gießen. Redaktion, Expedition und Dr u cker e i: Schul- straße 7. Expedition und Verlag: ea®51. Redaktion: «^«8 112. Tel.-Adr.: AnzeigerGicßen. Lnegsbriese aus dem Osten. « «rserem zum Ostheere entsandten Krieg sberichtrrstatt» ( Un b erech tigter Nachdruck, auch auszugsweise, verboten.) Bilder und Episoden. Armee-Oberkommanoo Ofi^ den 4. Okt. Die S o l da ten stadt. Um die Mittagsstunde geht der gebliebene Polizeinninn - kleinen Stadt auf den Marktplatz und verkündet, daß ■ annlugszüge bereit gestellt seien. Seine heisere Glocke - illt durch die Stille. Aus allen Türen drängen sich - kalten, die sofort wieder verschtmnden, um die paar . iseligkeiten zu packen. Die Läden werden geschlossen, v nerhalb von ein paar Minuten ist kaum ein Geschäft " dem ganze» Städtchen noch geöffnet. In einer Bierteb- rd« sind die ersten Flüchtlinge an der Bahn, bald gelhk » kleiner Heereszug aus dem breiten Weg; Karren, Kinder- " jen, alles was Räder hat, mivd zum F-ortschaffen beit, übrigens, um genau zu sein, auch Schlitten, riästig« ne Rodelschlitten in größerer Anzahl, llm 6 Uhr sieht man fast keinen Zivilisten mehr aus Straßen. Auf dem Marktplatz brennen ffackrichte Bi- kseuer. Die Funken tanzen unter den inächtigen Lindenruten. schwere Schatten fliegen über die Häuserfronten, ob unsichtbare Hände ungeheure Geschichten auf die Del und Mauern zeichneten in einer Sprache, biz keiner steht. Wen» Man in die Nebenstraßen geht und das Ohrs nnt, kann man ganz leicht einen Ton hören wie ferner an er. Fuhrparkkolonnen rattern über das Pflaster und stellen aus dem Platz zusammen. Me Pferde stampfen unllg rauben. Autos werden angeworfen und fahren in die Nacht aus, ihre Lichter blinken hell in der lastenden Dun- jeit. Infanterie marschiert in Kompagnien durch die Stra- t. Sie haben eine Stunde Rast. Me Wohnungen sind! 7. Es ist niemaiid da, der einen Schluck heißen Kaffes en könnte. So suchen die Muskettere selber das Nötige aller Eike. Es geht nicht immer sänftiglich dabei zu, er, aber mir scheutt, daß es besser ist, wt'nn ein Land- Xrincmn eine Tasse warmen Kaffee bekommt, und dabei eine oder die andere Taffe zerbricht, als wenn die sfe ganz, aber der Kaffee ungetrunken bliebe. Am nächsten Morgen stehen eroberte Geschütze auf dem crktplatz Gefangene mit hohen russischen Mützen und um geschundenen Kosakenpferden. Mannschaften, die ans er Gefecht kommen, erzählen, wie leicht die Schlacht die rdt hätte erreichen Wunen. Es ist jetzt von den Bürgern niemand mehr zu schen. : Stadt ist Soldateustadt geworden. ,. Sem freiwilligen AnkonrvVilkvrps. Im Frieden hat man sich nach nicht guter, aber frsd- sender deutscher Sttte ein wenig mokiert. Da bekommen Herren Ossiziersrang. Warum? Ihrer schönen Wagen, o im Grunde ihres Geldes wegen. Es wäre autzerordent- , lächerlich, solchen Gedankengängen jetzt zu folgen. Es rde auch niemand mehr solche Voraussetzungen übcr- rpt zugeben. Das freiwillige Automobilkorps hat sich nach dem, s ich hören und erfahren konnte, glänzend bewährt, s ist ein zusanrmenfassendes Urteil) das keineswegs nur cch die persönlichen Berührungen mit den liebenswür- en und stets fahrtbereiten Herren entstanden ist. Es ist trotz der guten und angenehmen Stunden, die gemeinsam waren, soweit objektiv, als überhaupt Objektivität in solchen Mngen vorhanden sein kann. Wir sind im Auto durch Wege gefahren, die verzweifelte Aehnlichkeit mit ausgewachsenen Rtorästen hatten, wir sind durch Furier gegangen, daß das Wasser fast den Motor unbrauchbar machte, nur haben den Wagen — alle SJfttmt schieben! — Bahnböschungen hin au fb ekommen, die jeder erfahrene Automobilist als uneinnehmbar bezeichnet hätte. Vor dem Kttcge natürlich. Bei Fahrten, bei denen Wichtigeres und Militärisches! auf dem Spiele stand, ist ^ttt Auto 20 Kilometer aus den Felgen gefahren. Es war nachher einigermaßen hin, aber die Meldung, auf die es ankam, konnte gemacht werden. Ein Auto sah vorn beim Motorkasten einem Sieb nicht sehr unäl)nlich, aber es lief noch. Es ist, als ob selbst die tote Maschine von dem ungeheuren Willen unserer Armee etwas mitbekommen hätte. Sie leistet „ liebe rmcncipnellcs", weil sie es leisten muß Der Offizier-Führer sagt: es geht —< und es geht. Es kommt eben auch beim Auto nicht nur auf Reifen, Benzin und Wagen mi, sondern auf den, der von der Maschine den restlosen Gebrauch macht. Wie die Russen kamen und gingen. Ae Erzählungen sind vielfältig von dem Erscheinen der Russen. Sic sind meist „gefärbt". Me Furcht ist ein schlechter Beobachter. Eine augenscheinlich wenig gefärbte Geschichte: In L y ck standen ein paar Einwohner vor einem kleinen Kaffee, das Gesicht von dem naheliegenden Bahnhof abgekehrt. Es war gegen Abend und trübes Wetter. Am Vormittag waren noch deutsche Truppen dagewescn. Ein höherer Beamter, der in der Stadt geblieben war, sprach beruhigend zu den Leuten. „Ihr Angsthasen, wenn die Russen kämen, tvürden doch nicht deutsche Soldaten in solcher großen Menge ankonrmen!" Und er zeigte mit dem Daumen halb über den Rücken nach dem Bahnhof, wo sich eben Militär zu Kompagnien ordnete. Tie Besitzerin der Konditorei wendet den Blick. Sie erkennt die Russen. Dje ist eine ziemlich resolute Frau. Doch sie kann nicht antworten. Der Mann vor ihr sieht ihr in die Augen. Es ist eine Weile still, säst eine Minute lang. Dann klingt ein Schritt, ein russischer Offizier legt die Hand an die Mütze uno sagt in gutem Deutsch: „Sie verzeihen, wo ist das Rathaus?" Uebrigens haben die Russen in ihrer skrupellosen Manier den Beamten mit forigefühtt, wie es überall ihre Völker- rechtswidrige Art war. Wie die Russen gingen, ist für den Einzelnen beinahe noch mehr Erlebnis gewesen als das Kommen. Wir sind ja meist so eingerichtet, daß freudige Augenblicke stärker in unserem Gefühl haften als traurige. Uebereinstimmerrd in allen Erzählungen ist der Hinweis, daß! die russischen Soldaten und auch die Offiziere kurz vor dem Fortgehen anmaßender und rücksichtsloser auftraten als vorher. Selbst Städte, die gewissermaßen von den Russen aus irgendwelchen Gründen verhätschelt wurden, wie Insterburg, hatten in den letzten Stunden der Russenherrschaft das Peinlichste zu leiden. Ich will hier augenblicklich nur von den vielen Geschichten, die schließlich doch.ein typisches Bild geben, eine kleine Episode Wiedersehen, die so gut in der Beobachtung ist, daß sie wahr sein muß. Ein alter Gutsinspektor a. D. wohnte mit seiner Frau, einem siebzigjährigen, gebrechlichen Wesen, in einem Grenzort. Man hatte die Russenplage schon vierzehn Tage ertragen, da kain ein deutscher Flieger über den Ort. Die Frau sprang zur Tür und sah, wie die russischen Soldaten an- legten. Sie ttafen natürlich nicht. Eben wollte der alte Mann die Frau zuruckrcißen, da schtte ein Soldat: „Das alte Weh ist an deni Unglück schuld," und erschoß die Greisin. Der Mann begrub die Gefährtin, nrit der er goldene Hochzeit gefeiert hatte. Dann säfloß er sich in den Keller ein. er konnte keine russischen Soldaten mehr sehen Ern paar Lebensmittel nahm er nrit. Aus der Luke sah er einen kleinen Ausschnitt der Well. Immer häufiger marschierten Soldaten vorbei in der umgekehrten Richtung wie im Ausweg. Ganze Bataillone. Er sah die braunen Hosen und den Sputen an der Seite. Plötz- tich erblickte er Seitengewehre. ,Hch habe ha geweint," sagte der alte Mann, „denn nun wußte ich, daß die Preußen da wären" Der russische Stabskapitän Brandt. Aus den Fahrten über Land, an Wegen, auf verlassenen Gehöften findet nran mancherlei Dinge, die nicht wichtig sind, Papiere, die kaum militärischen Wert l>aben, die aber Geschichten und Anekdctten erzählen in sehr lakonischer und eindrucksvoller Art. Mckst weit von der Stelle, von der man vor einiger Zeit ein russisches Flugzeug hrrnntergxschvssen hatte, fand ich die Akten des russische» Stabskapitäns Brandt, Sie geben leine Enthüllungen, sic haben aber ein so echt russisches Gesicht, daß ich von ihnen erzählen möchte. Also, der Kapitän Brandt stand bei den schweren Haubitzen in Wladiwoswck Er bildete sich, verniutlich 1307, znm Flieger aus und kam dann zum 22. Armeekorps (Finnland). Zedenaflls hatte er dort 1308 Zciß-FM>sdecher für die Flic- gerableilung zu besorge». Er tat das auch so gründlich, daß sich bei einer Prüfung 1303 herausstcllle, daß er entweder ein Glas zu viel angerechnet oder eins zu wenig bekommen! hätte, tzlegen diese Nachrechnung setzte sich der brave Kapitän energisch zur Wehr und erklärte schließlich, er könnte doch nicht mehr tun, als das fehlende Mas aus cigstner Tasche zu bezahlen. Gleichzeittg verwahrte er sich aber energisch dagegen, daß er es mit dem Preis, den seine Offiziere dafür hätten geben müssen, in Anrechnung bekäme. Denn die hätten zu dem Fabrikpreis 10 Proz. zuzahlen müffen für die Kasse der Ma»nsck>astsküche. Man könnte deshalb nicht von ihm verlangen, daß er siebenundfünszig ganze Rubel ersetzen solle. Antwort des Regiments: Er habe die 57 Rubel einfach zu bezahlen, llcberhänpt, er solle zufrieden sein, daß die Sache endlich erledigt würde. Stabskapitäii Brandt kommt darauf anno 1311 darunr ein, daß chm die 57 :1Ludel alltt mählich vom Gehalt abgezogen würden. Ms das Jahr 1314 heronnahte und die Kriegsgefahr akut wurde, wollte der Stabskapitän einen besonders tüch- ttgen Burschen haben und machte eine Eingabe an das Regiment. Eigenhändiger Vermerk des Obersten auf dem offiziellen Gesuch: „Der Stabskapitän Brandt soll lieber endlich die 57 Rubel zahlen, die er dem Regiment noch immer schull- dig ist, anstatt sich mn Aurscheinrngelegenheiten Au kümmern. Abgelehnt." Auf der Rückseite findet sich aber ein Vermerk des Adjutanten, daß der Bursche designiert sei. Ich fürchte, mein russischer Namensvetter ist in den .Krieg gezogen, ohne die 57 Rubel für das „undcrzchligc", Zeißglas bezahlt zu haben. / Man gebe mir zu, daß dieser lleine Mtenfund echt russisches Gepräge hat. -> Rolf Brandt, Kriegsberichterstatter^ * . * In Rominten. Armee-Oberkommando Ost, 6. Okt. Wenn der Regen eine kurze Zeit aussetzt, glüht der Laubwald in gelben und roten Farben. Die Ahornbäumt Neue Erinnerungen an Liszt. Von ihren interessanten römischen „Tagen mit Liszt" indert Frau von Hegermann-Lindencrone, die ttin eines bekannten Mplomaten, in Harpers Magazine, cr von Hegermann war 1885 dänischer Gesandter am lienischen Königshofe, und da Liszt zu dieser Zeit in m weilte, kam er öfter in das Hans der Dame, die eine te Sängerin und zugleich sehr musikverständig war. In ichzeittgen Bttefen hat sie ihre Eindrücke von dem ißen Meister lebendig fesdgchalten. „Wir schwärmen letzt in Liszt," schreibt sic im Januar 1885, !om ist außer sich vor Freude über sein Erscheinen, und man ;t nichts unversucht, um mit chm zusammenzutteffen. Glücklich d die, die chn einmal zu Gesicht bekommen, und dreimal glück- i die, die ihn kennen und hören. Er ist der Fürst der Musiker, I d wahrlich, cr wird behandelt wie ein Fürst. Stets hat er den rrang vor jeden, andern: selbst die Gesandten, dü sonst an en Rechten so zäh sesthalten, geben sie chm gegenüber ohne Zö- u aus. Jeder ist froh, in ihm den Genius zu ehren. Wir traten i zuerst bei einem Diner, das der deutsche Gesandtschastssckrclär rr von Schlözer gab. Schlözer verabreichte ihm mit seinem ge- hnlichcn Takt ein glänzendes Mahl, die besten Weine und eine esenzigarre. Liszt ist nämlich ein großer Feinschmecker und ein oenscbastlicher Raucher. In den Gesprächen vermied Schlözer gsältig das Wort „Musik", aber er brachte Liszt zum Reden, und ! s war ganz im Sinne des Meisters, bis er schließlich sellst Haftes Verlangen „ach dem Klavier trug, als er sah, daß man rt chm keine musikalischen Leistungen erwartete. „Svielen Sie i r etwas Dor," sagte er schließlich zu Schlözer. „Aber nein!" twottete der. „Das würde ich nicht wagen.'" Nun spielt.Liszt dst, und er spielt göttlich. Dann mußte Frau von Hcgermann gen. und Liszt begleitete sie; so geriet er in immer bessere »ne. „Liszt wurde allmählich so ausgelassen, daß wir uns nicht oundcrt hätten, wenn er einen Jig getanzt hätte. Er schüttelte I I seine langen Haare auS der Stirn, so daß sie wie vom Winde I vegt zurückilogen. Endlich schlug cr mit seinen Händen wie zum > wiest gewaltig auss Klavier und ries: „Nichts mehr von mir, er wir müssen Schlözer hören, bevor wir gehen." Also mußte I hlözer wohl oder übel spielen, und da er nur improvisieren rt», so saß Liszt neben ihm und spielte einen hilfreichen Baß c Begleitung." Ein ander Mal war die Brieffchreibettn zusammen it Liszt und Grieg eingeladen. „Frau Grieg sang entzückende Lieder ihres Mannes, und Liszt, : Stirn in seine Hände gestützt, war in Gedanken versunken — er schliei er gar? sagen wir: cr döste und schlug beim auiwachen seine Hände, loobei er „Bravo"! ries. Er war bald der Musi! »de und sragte, ob wir nicht eine Partie Whist spielen könnten, ttd schien cs ein Sakrileg, mit Liszt solch ein gleichgültiges Spiel svielen, zumal die Kriegs nicht mitmachien und unruhig im aal herumivondcrten. Liszt, aber war ganz begeistert von der arue. Er spül unzweifelhaft bcsicr Klavier als Whist, aber man ließ ihn gewinnen, und so zog er stolz mit den vier Liren ab, die er erobert hatte. An dem Tage, an dem Liszt bei mir speiste, empfing ich einen seltsamen Brief von seiner Freundin, der Fürstin Wittgenstein, die mir genaue Vorschriften über die Ausnahme des Meisters machte: ,^hh bitte Sie, ja genau daran! zu acisten, daß er nicht im Zug sitzt und daß die Zigarre, die er raucht, nicht zu stark ist, und daß der Kaffee, den er trinkt, schwach ist, denn er kann sonst nicht einschlasen, und bitte, sorgen Sie dafür, daß er sicher nach Hause gebracht wird." Ein andermal sagte sich Liszt bei Frau von Hegermann an, daß er mit ihr musizieren wolle. Bei ihren Freundinnen, die den Meister noch nie in einem Pttoatzirkel gesehen halten, entstand darob ungeheurer Neid, und sie bettelten darum, ungesehen zuhören zu dürfen. Eine Anzahl Damen nmrden also in einem nebcn- gclegencn Salon hinter einem großen Wandschirm versteckt. Liszts Kunst aber versetzte die Hörerinnen hinter dem Schirm in eine solche Begeisterung, daß das schwankende Ding nach vorn stürzte und die ganze Gruvv« dem Blick Liszts darbot, der nicht böse wurde, sondern so lachte, daß ihm die Tränen über die Backen liesen. Zu Ehren der Prinzessin Friedrich Karl gab der deutsche Gesandte Herr von Keudell ein Fest, bei dem Keudcll und seine Gattin selbst in Anwesenheit Liszts dessen „Mazeppa" spielten. „Ma- zeppas wildes Hinrasen über die Klaviatur ließ uns die Haare zu Berge stehen, aber der Meister versank in einen friedvollen Sckstummer und wachte erst am und schrie Bravo, als die beiden Klaviere, auf denen der Gesandte und seine Gattin gearbeitet hatten, nur noch von dem Nachschwingen der Saiten zitterten. Er bat dann die Prinzessin, zu pfeifen und begleitete sie dabei in der entzückendsten Weise." Bei einer anderen Gelagenheü waren die Minghettis, Keu- dells, Schlözer und andere Intime um Liszt versammelt: Lenbach hatte die Einladung vergessen und kam erst lange nach dem Diner. „Liszt war in der lustigsten Laune und improvisiette eine Tarantella, worauf Frau Mcnghettc zu tanzen ansing, obwohl sie schon Großmutter war, und Schlözer als ihr Partner in die Hände llatschtc oder anstelle der fehlenden Kastagnetten mit den Fingern schnalzte. Auch die anderen drehten sich im Wirbel. Selbst Lenbach schaute interessiert durch seine Brillengläser und vergaß sein sarkastisches Lächeln. * Deutsche Kriege im Spiegel der Münze. Das Gesetz vom 1. Juni 1900 ermächttgt den Bändes- rat, „Füns- und Zweimarkstücke als Denkmünzen in anderer als der gewöhnlichen Prägung Herstellen zu lassen". Man kann die wohl zeilgemäße Frage stellen, ob nicht der mit prachtvoller Krast und Einmütigkeit geführte deusiche Notwehrkrieg und Deutschlands über Erwarten starke sinan- zielle Rüstung einen Anlaß zur Ausprägung von „Weltkriegsmünzen" bieten. Diese Frage anfwcrsen, heißt eigentlich sie bejahen, zumal dann auch der deutschen Münz4 kunst erwünschte Gelegenheit zn Taten geboten wird. Eine solche Prägung würde an die großen Traditionen des Siebenjährigen Krieges und der Jahre 1813/15 anknüpfen, wo es sich auch um Sc4n oder Nichtsein des führenden deutschen Staates handelte. Wie wenig eine solche Prägung von „Weltkriegsmünzen" eine Neuheit in der preußisch-deutschen Münzgeschichte darstellt, mag nach den interessanten Studien des bekannten .Historikers der Münze, von Geh. Rät F. Fries- densburg nachgewiesen werden. Tie preußischen Kriegsmünzen stammen aus der Epoche der friedcrizianischen Kriege, die gleich mtt einer wahren Hochslut von Prägungen einsetzt: an Geldstücken und Medaillen aus den ersten schlesischen Krieg besitzen wir etwa 40 verschiedene Stücke: der zweite ist mit 45 und der Siebenjährige Krieg mit 150 verschiedenen Prägungen vertreten, wobei natürlich wie überall die die Kriege abschließenden Friedensschlüsse eingerechnet sind. Ter Teschner Fricke von 1778 siigte dann noch 50 weitere Denkmünzen hinzu. Es waren sreilich leine Muster hoher Kunst: aus Kupser oder Messing, selten aus Silber hergestellt, roh geschwitten, einen falschen Namen — so wird der große König einmal Karl Friedrich genannt — und ein unrichtiges Datum nicht scheuend, rechnen sie auf die „qrtt sritzischc" Gesinnung des Volkes, die es mit solchen Kleinigkeiten nicht genau nahm. Man erzählte sogar, Friedrich der Große habe die russische Elisabeth durch einen nachgcprägten Rubel verspottet, auf dem sie statt „Jmperatrix" (Kaiserin) „Meretttx" (Buh- lettnt tottus Russiae genaimt wurde, worauf sie mit einem Taler geantwottet habe, auf dem ein Batt das Antlitz des Königs dem des bekannten Ephraim zum Verwechseln ähnlich machte. Unter dem Einsluß dieser beziehungsreichen Probleme trat 1762 Moses Mendelssohn mit dem Vorschläge aus, Ephraim sollte auf den Ecn- und Zweigroschenstücken die Taten Friedrichs verewigen; er selbst wollte mit Ramler und Mcolai die Darstellungen ausdenken, Mei sollte sie zeichnen, Ramler die Aufschriften entwenen. Der Plan scheitette aber, als Lesscng eine von Mendelssohn erfundcite Prägung als zu gelehtt verwarf. Die Kriegsmünzen der Befreiungskriege waren bescheidene Stücke in Zinn und Eisen: dazu kamen jene pfennig- großen Silberstücke mit der fliegenden Siegesgötttn, deren ständige Aufschrist: „Gott segne die verbündeten Massen" aus der andern Seite durch die Angabe eines Sieges ergänzt wird. Aus der folgenden langen Friedenszecl sind die aus dem durch einzelne kriegerische Ereignisse ausgezeichneten Jahre 1849 ttammenden Frankfurter Dovpelguldcn erwähncnswctt, deren In- schriit: „Friedrich Wilhelm IV.. König von Preußen, erwählt zum Kaiser der Deutschen" wehmüttge Erinnerungen weckt. Auch von dem Kriege von 1866 und vom deutsch-französischen Kriege besitzen wir Tenkniünzen, so von 1866 jene, aus denen sich zum erstenmal das ehnvürdige Haupt König WUhelms mit dem Lorbeer )d)müdte, nrtb die Toler von 1871, durch die fünf deutsche Staaten die Ausrichtung des Deutschen Reiches feierten, während ein sechster Staat. Baden, aus gleichem Anlaß einen itteuzer schlug, damit auch der Aermste eine Ettnnerungsarimze au die große Zeit sich ausheben köiutte. auf dem un.T) GroCj Slomiiitcn sind wie uojt einem Gvldmantel bedeckt. Die Birkcn-Allee, die von der Provinzstraße nach Gumbinnen zu der Station Rominten abbiegt, sieht aus, als ob sie voll blitzender Goldstücke hinge. Die schwarzen Brandstätten in Rominten stehen in hartem Gegensatz zu dem Oktoberbildchcn. Außer der Kirche und dem Bahnhof ist jedes Hsaus des Oertchens zerstört. Ost ist selbst die Grundmauer im Kellergeschoß zusammengestürzt, an ein paar Stellen ist allein der schöne grüng lasierte Kachelofen stehen geblieben, er glänzt über dem schwarz-braunen Schult der Trümmer. Herrenlose Enten und Hühner suchen nach Futter. Wieder, wie in so vielen dieser zerstörten Städtchen und Dörfer lese ich über einem zerstörten Anwesen neben der verbrannten Hoftür das Schild: „Eintritt verboten" oder „Rauchen nicht gestattet". iEin paar Einwohner sind zurückgekehrt. Sic hausen in den wenigen nicht ausgebrannten Kellern, die auch von der Landwehrkompagnie, die hier liegt, als Quartier benutzt werden. Der Bahnhof ist, wie schon bemerkt, ziemlich intakt, auch der Pavillon, in dem der Kaiser abzusteigen pflegte, wenn er zur Jagd fuhr, ist in Ordnung. Da die meisten Bahnhöfe, die die Russen besetzt halten, sonst völlig n^edergebrannt lourden, scheint fast eine absichtliche Schonung anzarnehme-n zu sein. Das Jagdschloß des Kaisers mit allen Nebengebäuden, Ställen und Scheunen ist unversehrt. Nur eine Wagenladung Bilder haben die Russen fortgeschafft. Die Weinvorräte im Keller sind natürlich ausgetrunkcn worden. Man hat die leeren Flaschen überall umhergeworfen, so daß es kriegsmäßig genug aussieht. In größerer Entfernung hört man das Donnern unserer schweren Geschütze, die gegen einen nordöstlichen russischen Angriff gerichtet sind. Hoffentlich können wir bald dicht bei den Operationen sein: die augenblickliche Lage läßt es nicht zu. Die Romintcner Heide steckt voll versprengter Russen, die Richtung der russischen Gegenoffensive wechselt auch schnell. Die Wilddieberei hat unter den , günstigen" Verhältnissen natürlich besonders stark zugenc nmen, allerlei Gesindel treibt sich herum, so daß Fahndung kompagnien unter Führung von Förstern in den Wald geschickt wurden. Ein angeschossenes schönes Stück Wild wird dabei gelegentlich aufgespürt und gibt schließlich «inen seltenen Braten für unsere braven Landwehrleute, die außer „Schweinernem" lange nichts gesehen hatten. Wobei Schweinebraten noch seltener Festbraten war. Wir standen eine Stunde lang auf einem kleinen Hügel nÄen dem Bahnhof und blickten über den dunklen Wald und glaubten ganz fern die scharfen weißen Gefchützwolken! zu sehen. Hinter uns sanken schnell die schweren Schatten über die Brandruinen, aus ein paar Schornsteinen in dgn Trümmern stieg bläulicher Rauch von den Herden im Keller. Gegen Westen stand ein schmaler hellgelber Wolkenstreif. Die Kälte wuchs aus dem Wald hervor. Es ist gar nicht weit von der Zeit, wo die Hörners durch den Wald Halali bliesen, und der kaiserliche Jagdherr seinen schönsten Wald besuchte. „Wir jogen jetzt wat anuers!" sagte mein Bursch, der ein guter Märker und Jäger ist. Rolf Brandt, Kriegsberichterstatter. 21«* Heften. Traf Emil Friedrich von Schlitz gen. von Görtz t. RB. Darmstadt, 10. Oft. Der langjährige Präsident der hessischen Ersten Kammer der Stände, Graf Emil Friedrich von Schlitz gen. von Görtz, ist im evangelischen Dia- konisfenhans zu Franffurt nach längerer schwerer Krankheit gestorben. Der Verewigte war am 18. Februar 185t in Berlin geboren und gehörte als Chef der standeshrrrlichen Familie von Schlitz als erbliches Mitglied der Ersten Kammer an. In dieser beveidete er seit dem Jahre 1000 bis zu seinem Tode das Amt des ersten Präsidenten. Graf v. Schlitz war KommandaM der besuchen Genossenschaft des Johanniterordens und Ritter des Schwarzen Adlervrdens, sowie Inhaber des Grvßkrenzes des hessischen Lndwigsordens und des Verdienstordens Philivvs des Grotz- müttgcn. Der Verstorbene, der auch viele hohe Ehrenstellungen bekleidete, lebte früher lange Jahre in Weimar als Dirckwr der dortigen Kunstschule, war auch als Bildhauer allseittg geschätzt und anerkannt. Der Grvßherzog Karl Alexander von Sachsen- Weimar ernannte ihn zum Professor h. c. Nach Uebersührung der Leiche nach Schlitz wird dort am Dienstag die feierliche Beisetzung in der Familicngrust erfolgen. Kirdic «nd Schule. Kardinal-Staatssekretär Ferratn f. Rom, 10. Oft. Lt. Wolf vw. — Lt. Thtts vw. — Unterart, d. R. Karl Heinr. Heuu, Gießen, tot. — Ludwig Schön, StlUtsen- bcrg. Kr. Gießen, tot. — Georg Jakob Kögel, Bad-Nanhttm, tot. — Joh. Peter Schmidt, Grvß-Steinheim, tot. — Wilhelm Foh. Lind, Frankfurt o. M., tot. — Ludwig Keßler, Sternbach, Kreis Gießen, tot. — Wilh. Blasius, Niederquembach, Kr. Wetzlar, tot. — Joh. Berngns I., Hutzdorf, Kr. Laiiterbach, tot - Johannes Fischer, Queck, Kr. Lauterbach, tot. — Wilhelm Fay. Grüningen, Kr. Gießen, tot. — Unteren. Mich. Lefchhorn, Mmchenheim. Kr. Gießen, toi. — Unteroff. Ernst Tsetz III., Herch-nhain, Kr. Schotten, viv. — Unteroff. d. R. Karl Stein, Unterseibertenrod, Kr. Schotten, vw. — Wilhelm Friedrich Eickchvrn, Bimmfels, Kreis Wetzlar, vw. — Philipp David Hetz, Heldenbergen, Kr. Ftttoberg, vw. — Karl Hasser, Niedcr-Weisel, Kr. Friedberg, vw. — Walter Nassauer, Niederschelden, Kr. Siegen, vw. — Gesr. Karl Zulaus, Leusel, Kr. Msseld, viv. — Rudolf Adolf l., Wingertshauien, Kr. Schotten, vw. — Karl Knüs, Ramcheun, Kr. Groß>, otrcbenöorr, Kr. Msseld, tot. — Ludwig Schneider II., Betzberg, Kr. Wetzlar, tot, — Konrad Habermehl I., Schwarz, Kr, Msseld, wo, — Georg Murrmann, Seligenstadt, Kr. Offenbach, vw. — Vizeseldw. Julius Menges, Grotzen-Linden. Kr. Gietzen. tot. — Unteroff. D. R. Abort Heinr. Becker II., Oberlanken, Kr. Ufingen, vw. — Fttedr. Joh. Geiß, Bnrg-Gräsenrode, Kreis Fttedberg, vw. — Tambour Wilhelm Gärtner, Kirchgöns, Kr. Friedberg, vw. — Rick). Matt. Griffe, Salchendorf, Kr. Siegen, vw. — Unteroff. Konrad Münch, Großen-Buseck, Kr. Gietzen, vw. — Unteroff. Heinrich Spanier, Schotten, vw. — Heinrich Kasper, Meder-Ohmen, Kr. Alsfeld, vw. — Oskar Albert Holighaus, Eiershrufen, Dilb- krtts, vw. — Ludwig Lesckchocn, Vrlmgen, Kr. Gietzen, vw. — Heinr. Ad. Glasner, Schwalbach, Kr. Wetzlar, vw. — Rudoli Sonnicr, Sckpipbach, Oberlahnkrtts, vw. — Ad. Emil Dautz, Eibach, DUlkrcts, vw. — Karl Heinr. Fehr, Kassel-Rothcnditmvlb, vw. — Heinrich Schäfer, Grebenhain, Kr. Sckwtteii, viv. — Katt Metz, Nieder-Ofleiden, Kr. Msseld, viv. — Heinrich) Rühl, Köddingen, Kr. Schotten, vw. — Karl Lückhoff, Lollar, Kr. Gietzen, vw. — Wilhelm Biehmann, Gießen, vm. — Heinrich Dippel, Hergersdors, Kr. Alsfeld, vm. — Johannes Kehr II., Burg-Ge» münden. Kr, Msseld, vm, — Bernhard Kromv, Langgöns, Kr. Gießen, vnl. — Otto Stvhr, Ulfa, Kr. Srtptten, vm. — Gesr. Johannes Schäfer I., Spttndlingen, Kr. Offenbach, vm. — Otto Müller II., Attenham, Sfr. Schotten, vm. — Konrad Ochs, Willotz. Kr, Lauterbach, vm. — Unteroff. Wilhelm Herr, Evpelsheim, Kr. Wonns, vm. — Eduard Rupp, Lanzenharn, Skr. Lauterbach, vm. — Johannes Eifert, Eichelhain, Kreis Lauterbach, verm. — Wilhelm Sttbert, Reuters, Kreis Lauterbach, vm. — Wilhelm Weber, Bützfeld, Kr. Alsfeld, vm. — Wilhelm Psttl, Ober-Ofleiden, Skr. Alsfeld, vm. — Otto Engel, Birklar, Kr. Gießen, vm. — Johannes Greulich, Freien-Stcinau, Skr. Lautcrbach, vm. — Georg Dich I., Nieder-Mörlen, Skr. Fttedberg, vm. 2. Kompagnie: Vizeseldw. Heinrich Bernhardt, Wahlen in Hessen, tot. — Ludwig Breuirig, Lindenstruth, Kr. ÖHepm 1 , vw. — Unterofsz. Adolf Schabt, Limburg, low. — Karl Buch-- ftammer. Obersorg in Hessen, vw. — Heinttch Stock, Angersbach, Skr, Lauterbach, tot, — Ludwig Ortwein, Fttschborn in Hessen, vw. >— Unterofsz. Paul tzttdenröder, Ricdermovs in Hessen, vw. — Karl Schäfer, Osfenhttm, Skr. Fttedberg, vw. — Gesr. Josef Prarres, Sonderbach in Hessen, vw. — Ludwig Heß, Münster, Kr. Gietzen, vw. — Heinrich Ucbelinq, Burkhardsfelden, Kr. Gießen, vw. — Gefr. .Heinrich Fuchsz Babenhausen, Skrtts Schotten, vw. — Adam Vttker, Lich, Kr. Gierten, vw. — Unteroffizier Christoph Reuter, Niederwttsel, Kr. Friedberg, vw, — Friedrich Rühl, Liederbach in Hessen, vw, — Heinrich Walter, Billertshausen, 'Kr, Alsfeld, lvw. — Friedrich Burghardt, Hohenkirchen in Hessen, lvw, — Vizeseldw, Karl Stoffel, Echzell, Skr, Friedberg, lvw. — Unterofsz, Ludwig Schöne, Lich, Skr. Gietzen, lvw. — Gesr, Heinrich Motz II., Stausenberg, Skr. Gietzen, lvw. — Ernst Semmler, Ettingshausen, Kr, Gießen, lvw, — Heinrich Lachmann, Hemmen, Skr, Msseld, tot, — Tamb. Heinrich Reppler, Dorlar, Kr, Wetzlar, lvw, — Georg Rockel, Schwarz, Kreis Lauterbach, lvw, — Johannes Schnäbel, Hemmen, Kr. Lanter- bach, lvw. — Karl Schwindt, Grüningen, Skr, Gießen, lvw. — Georg Mandler, Kinzenbach, Heffen-Nassau, lvw. — Jakob Bock, Odernauses, Skr. Dieburg, lvw. — Ludwig Scheid, Groben» Buseck, Kr. Gießen, lvw. — Friedrich Rauch, Babenhausen, Kr. Dieburg, lvw. — Maximilian Schwinn, Darmftadt, lvw. —*• Joh. MuH, Frttensteffuru, Kr. Lauterbach, tot. — Georg Kalb- flttsch, Braserschwend, Kr. Msseld, lvw. — Heinrich Hofmann IV, Dorheim, Kr. Fttedberg, lvw. -- Jakob Lind, Bermntshain, Skr. Lauterbach, lvw. — August Strobel, Gietzen, lvw. — Heinttch Hascnau, Rücksseld, Kr. Lauterbach, lvw. — Otto Löffler, Jkbrs- en. Kr. Lauterbach, lvw. — Georg Schmidt II, Elbenrod, Alsfeld, lvw. — Unterofsz. Heinttch Gramer, Sklein-Karben, Skr. Fttedberg, lvw. — Gesr. Wilhelm Klein, Friedberg, lvw. — Johannes Rausch, Dermutsharn, Kr. Lauterbach, lvw. — Andreas Frieauff, Pfeddersheim, Skr. Worms, lvw. — Adolf Reiber, Ruppertenrod, Kr. Msseld, lvw. — Gefr. Karl Schepp, Lindenstruth, Kr. Gießen, lvw. — Johann Schmidt III, Burkards- selden. Skr. Gietzen, lvw. — Philipp Halkenhäuser, Worms, lvw. — 'Sebastian Holz, Unterhambach, Skr. Heppenheim, lvw. — Unterofsz. Johann Arnold, Birrkardsselden, Skr. Gießen,^ lvw. — Heinttch Seip, Büdesheim, Skr. Friedberg, lvw. — Gefr. Wilhelm Konrad, Odenhansen, Skr. Gießen, lvw. — Gesr. Karl Motz I, Gießen, lvw. — Heinttch Hedrich, Leusel, Kr. Alsfeld, lvw. — Tamb. Konrad Hitdkbrandt, Nn'derweisel, Kr. Friedbcrg, lvw. — Gefr. Johann Gauß, Klein-Lluhettn, lvw. — Eduard Römer, Münster, Skr. Gießen, lvw. — Joh. Wolf II, Lautentveselnitz, Kr. Heppenheim, lvw. — Gesr. Eduard Bluter, Eisenrod, Till- krtts, lvw. — Karl Schäfer, Obcrhörgern, Skr. Fttedberg, lvw. — Heinrich Münch, Großen-Äuseck, Skr. Gießen, lvw. 3. Kompagnie: Hauptm. v. Thumen vw. — Lt. d. R. Malzan vw. — Lt. Goßler vw. — Bzfeldw, d. R. Ritdolf Kraft, Gießen, tot. — Bzfeldw. d. R. Philipp Guntrum, Schlitz, Skreis Lauterbach, tot. — Serg. Konrad Fink, Heidelbach, Kr. Alsfeld, tot. — Untoffz. Johannes Born, Obersimmtshausen, Skr. Marburg, tot. — Fahnenjunker Wilhelm Theobald, Mainz, vw. — Julius Berg, Siegen, tot. — Heinrich Laucht, Allna, Kr. Mcrv- bnrg, tot. — Phil. Schweizer, Gundcrshrim, Kr. Worms, tot. — Wilhelm Keller, Angersbach, Kr. Lauterbach, tot. — Christoph Möller, Angersbach, tot. — Untoffz. Ernst Göbel, Gießen, vw. — Eins-Untoffz. Karl Ptttt, Gießen, vw. — Bzieldw. d. R. Gustav Pettt, Gieße», vw. — Hornist Konrad Balzer, Schröck, Marburg, vw. — Franz Kilian, Bürstadt, Kr. Bensheim, vw. — Wilhelm Schmieder, Geiß-Nidda, Kr. Friedbcrg, vw. — Hornist Heinttch Wehrhcim, Lindheim, Kreis Büdingen, vw. —• Paul Stahl, Weidenau, Skr. Siegen, vw. — Ein,.-Untoffz. Julius Schönhais, Gießen, vw. — Heinrich Albolm, .Hattenrod, Kr. Gietzen, vw. — Heinrich Bernhardt, Würges, Kr. Limburg, viv. — Adam Bahn, Friesenhttm, Kr. Oppenheim, vw. — Jakob Dickhant, Mörfelden, Kr. Gr.-Gerau, vw. —Anton Ludwig, Lorsch, Skr Bens heim, vw. — Johauncs Stadffcld, Heesheim, Kr. Frankenthal, vw. — Karl Stroh, Bretzenheim, Kr. Mainz, vw. — Georg Renkcr, Angcrs- bach. Kr. Lauterbach, vw. — Adolf Müller, Franktzirt a. M, vw. Ludwig Luh, Grotzen-Linden, Kr. Gießen, vw. — Gefr. d. R. Skvirrad Wurm, Ems, vw. — Johannes Dvtzel, Bertza, Skreis' Ziegenhain, vw. — Friedrich Zimmermann, Hernrannstttn, Krtts Biedenkopf, vw. — Jakob Gerbig, Schwarz, Kr. Alsfeld, vw. — Johann Döring, Langenschwarz, Kr. Hünskld, vw. — Wilhelm Schneider II., Wetzlar, vw. — Karl Jost, Stumpertenrod, Skreis Schotten, vw. — Wilhelm Schneider, Deckenhoch, Skr. Alsfeld, vw. — Karl Rothäcker, Arnsheim, Kr. Msseld, vw. — Gesr. d. R. Fttedttch Klee, .holzhttm, .Kr. Gießen, vw. — Wilhelm Grün, Atzenhain, Skr. Alsfeld, vw. — Bruno Eberhard, Mtenbnrg, Kr. Msseld, vw. — Heinrich Zimmer, Ulfa, Kr. Schotten, vw. — Jakob Hammel, Krrchheim, Kr. Kirchhcrmbolanden, vw. — Johann Margraf, Rommelhausen, Kr. Büdingen, vw. — Joh. Fehr, Schlitz, Skr. Lauterbach, vw. — Bzfeldw. Wilhelm Götz, Stockhausen, Skr. Lauterbach, vw. — Peter Kissinger, Worms, vw. — Heinrich Wagner, Gedern, Kr. Schotten, tot. _— Otto Mandler, Kinzenbach, Kr. Wetzlar, vw. — Johann Heid, Worms, vw. — Friedrich Philipp, Watzenborn, Skr. Gießen, vw. — .Aug. Münch, Ettingshausen, Kr. Gießen, vw. — Karl Pfeffer, Höchst, Kr. Erbach, vw. — Joh. Reiber, Schlitz, Kr. Lauterbach, vw. — Fttedr. Horhttnz, Bergcbersbach, Kr. Dill, vw. — Eins.-Gefr. Georg Hambach, Butzbach, vw, — Bzfeldw. d. R. Adolf Schudt, Muschmheim, Kr. Gießen, vw. — Franz Mahr, Mainz, vw. — Karl SattU Wetzlar, vw. — Ferdinand Schwalb, Alten-Buseck, Kr. vw. — Wilhelm Albon, Hattenrod, Skr. Gietzen, vw. - Keil II., AUendors, Kr. Gietzen, vw. — _ August Geiß. iw* ^eibertcnrvd. Skr. Schotten, tot. — Heinrich ^tfin, Groß-F»? Kr. AlSsetd. tot. — Untoffz. d. R. Kart Best, Arnshain, z>r feld, vw. — Konrad Räuber, Zell, Kr. Alsreld, vw. — Ludwig, Ulsa, Kr. Schotten, vw. — Gesr. Wilhelm GuterttT" Krössclbach, Kr. Wetzlar, vw. — Seng. Peter Landau, Giiesh^' Skr. Darnistadt, vw. — Heinttch Baum, Eiershausen, DillhT? vw. — Gefr. Freidrich Hiofmann, Fränkffch-Crunrbach, Är. AT bürg, vw. — Heinrich Zttß. .Holzhausen, Kr. Gießen, vw. _ Wilhelm Bötz, Grünberg, viv. — Johannes Weitzel, LautirbaL vm. — Konrad Thtts, Groß-Eichen, Skr. Schotten, vm — ^7? Karl Mignen, Wetzlar, vm. — Wilhelm Lnh, Grotzew-Lindeu, zl' Gietzen, vm. — Franz Rtttz, .Heldenbergen, Skr. Fttedberg, — Ludwig Wenzel, Rommelhausen, Skr. Büdingen, vm. — »O! Korell, Schwabenrod, Slw. Alsfeld, vm. — David Maas, vm. — Karl Weber, Schlitz, Skr. Lauterbach, vm — Becker, Niederweimar, Skr. Marburg, vm — Heinriä Fttedberg, vm. — Wilhelm Schein, Mainz, vm. — Adolf Süfüiw’ Gietzen, vm. — Otto Schmidt, Gießen, vm. — Gefr. d. R. fc»! Müller III., Wisscnbach, Tillkreis, vm — Aiigust Junker, born. Skr. Gießen, vm. — Hermann Hirtzel, Ortenbepr. Skr. U. dingen, vm. — Sebastian Jörg, Hartershausen, Skr. LauHb^.d vermißt. 4. Kompagnie. Hauptm. v. Normann, tot. — 21. b. SL Scheerer, lvw. — Fähnr. Marquardt, lvw. — Unteroff. d. R. Lrü«, Nceb, Msseld, tot. — Unteroff. d. R. Hermann Staus, Muschcuhkn/ Kr. Gießen, tot. — Gefr. Wilhelm Mttster, Gronau. Sit. l)eim, tot. — Gefr. d. R. Otto Fischer, Sichenhausen, Kc Stow« tot. — Karl Wilhelm Grob, Gejjshausen, Kr. Meßen, toi ^ Johannes Uehl, Bonbaden, Kr. Wetzlar, tot. — Gevrg öttede. Kescnrod, Skr. Büdingen, tot. — Wilh. Heinr. Weller, Gießen, wi — Karl August Lohloch, Wiesbaden, tot, — August Rtttz, 9m, sungen. Skr, Alsfeld, toi — Wilhelm Rösch, O5ermotfftaöt fe. Büdingen, tot. — Einj.-Gesr. Heinttch Harres, Obergleen, K» Alsseld, tot. — Vizeseldw. Gustav ikeblowsky, Rabettshmisen, jh. Gießen, lvw. — Gusi Adam Skttl I., Hainstadt, Skr. Os'cniaL lvw. — Gefr. d. R. Giistav Kalbfleisch, BUlertslianscii, Skr. Az. seid, lvw. — Anton Schulz, Friedberg, lo>o. — Karl 'Jiamnma, Lich, lvw. — Httnttch Stunipt, Albach, Skr. Gießen, lvw. Einj.-Gesr. Georg Appel, Gießen, schvw. — Eins Frei». Ctt» Madlerwein, Bechtheim, Skr, Worms, lvw, — Konrad i'icbcnftijt Weickartshain, Skr. Gießen, schvw — Ernst Diegel, Ehringthoiha. Skr. Gießen, lvw. — Philipp Kn eil, Reichelsheim, Kr. schvw. — Hermann Kleinkurth, Langsdorf, Kr. Gießen, lvw, -- Karl Starke, Lollar, Kr. Gießen, lvw. — Wilhelm Müller, SW göns. Skr, Gietzen, lvw. — Msred Michel I., Gusternhain, Dillkirst, lvw. — Ernst Wollmöller, Gießen, lvw. — Heinrich klppel, Soil. stoß. Kr. Schotten, lvw. — Gesr. Heinrich Sommer, Wahlen, h Msseld, lvw. — Hugo Kttl II., Ettingshausen, Skr. Gießen, In» — Konrad Schwing, Gilserberg, Skr. Ziegenhain, lvw. — AiM Wahl, Wernges, Skr. Lauterbach, lvw. — Heinttch Kreiling, SSuM, Kr. Gießen, lvw. — Karl Trapp, Heddesheim, Kr. Wttnhen», lvw. — Leopold Rothschild, Lollar, Kt. Gießen, schvw. — He». Adam 'Görlach, 5polzh«im, Skr. Gießen, schwv. — Gesr. d. R. He» rich Beuler, Sichenhausen, Skr. Schotten, vm, — Hermann Wegnci, Saasen, Kr. Gießen, low. — Karl Eisenkcämer, Mainz, lvw. Friedrich Bellos, Gießen, lvw. — Gesr. d. R. Httnttch Erb, Trch, Kr, Gietzen, low, — Gesr. d. R. Karl Szvfmann, Schweiichlli, Untersranken, vm. — Gefr. d. R. Wilhelm .Hadttch, Billertshioißz Skr. Alsfeld, vm. — Heinttch Schmidt, Albach, Skr. Gießen, toC — Gefr. b. R. Heinttch Diehl, Ehringshauseu, Skr. Wetzlar, ». — Jakob Christ, Mbshauien, Skr. Wetzlar, tot, — Gesr, d. St Joh. Rcining, Angersbach. Kr, Lauterbach, tot, — Hermaw Paulus, <§ssenhttm. Skr. Mainz, lvw. — Karl Merz, klltcnhoz Kr. Schotten, tot. — Unteroff. Job. Karl Listmann, Romrod, Sk. Msseld, low. — Eduard Rahn, Altenhain, Kr. Schotten, vm. — Wilhelm Wallenfels, Geilshausen, Kr. Gießen, lvw. — Fnedüch Arnold, Rödgen, Kt. Gießen, lvw. — Heinrich Winter, Ävlkca» Hain, Kr. Schotten, low. — Fttedttch Schmidt I., Treisberg, lk. Usingen, lvw. — Karl Brost, Ober-Ohmen, Kr, Alsfeld, km». Karl Becker, Billertshausen, Kr. Msseld, vm. — Httnttch Stvjßi, Atzenhain, Skr. Msfew, lvw. — Heinrich Fey, Bockenrvde, Sk. Msseld, vm. — Eduard Will, Wetzlar, lvw. — Wilhelm Fmk, Kaichen, Kr, Friedberg, low. — Karl Bergdolt, Launsbach, SK, Wetzlar, vm. — Httnrich Schäfer, Mbach, .Skr. Gießen, lvw. ^ Karl Aug. Kaspar, Httmertsbansen, Kr. Msseld, tmt. — A»g»i> Deißler, Sprendlingen, Kr, Offenbach, vm. - - Gefr, d, R. Hc Roth, Bettenhausen, Kr, Gießen, tot, — Heinrich Boß, Banner«^ Kr, Lauterbach, lvw. — Friedlich Görlach, Gro.i-Gerau, lvw. -> Skvnrad Alles, Rainbach, Kr. Lauterbach, lvw — Heinrich Baiser, Reiskirchen, Kr. Gietzen, tot. — Christian Zindel, Hubert, Unter- taunUs, low. — Ernj.-Gefr. August Germer, Heuchelhttm, Kms Gießen, low. — Johann Meurer, Siegen, lvw, — Skarl Zuloil, Niederbrttdenbach, Skr. Msseld, low. — Philipp Klos, Hütschenhausen, Rhttnpsalz, lvw. — Konrad Merz. Bergen, Kr. öom vm. — Tamb. Theodor Gerhardt, Steinbach, ,Skr, Gießen, l’Äow. — Httnttch Sinn, Romrod, Skr. Alsfeld, tot. — Georg Krug, WK lass, Kr, Lauterbach, vm. — Httnrich Listberger, Hopfmannsfew Kr. Lautcrbach, vm. — Httnrich Eisenhuth, Burkhards, Skreis Schotten, vm. — Reinhard Edelmann, Rainrod, Kr. .rickwtten, «»>- — Wilhelm Theis, Rainrod, vm. — Heinrich Lenz, Gießen, fow, — Gefr, d. R. Adolf Halm, Krofdorf, Kr, Wetzlar, lvw. Märklr. ob. Bingen, 0. Okt. M a r k I v r e i > e. Weizen Mk. 2^86, Korn Mk. 21,75, Gerste Mk. 2I,0J, Ho'. r Alk. 21,0), Heu Mk. bM Stroh Mk. 3,10. Kartoffel» Mk. 7,75, Erbsen Mk. 00,00, Linien Mk. 00,30, Bohnen Mk. 00,00, Weichn ,! Mk. 44,00, Roqgenm«! Mk. 34,00; olles ffir 100 Klgr. B„'- . l Klgr. Mk. 2,70, Much 1 Liter 20 lüg., Eier 10 Stück Mk. '.,-'5, eh. Niever-Jngelhcim, 9. Oft. Obftmarfi. Birnen 6-12 Mk., Aeptel 8-13 Mk., Zwellche» 6,00-7,00 Mk„ Tvinaten 5 Mk., Quitten 13—15 Mk.. Pfirsiche 6 -10 Mk. der Zentner. Uirch!iche Ncici) rich een. Israelitische Religidnsgenieiiide. Gottesdienst in der Synoaocie (Süd-Anlage). Dienstag, den 13. Oktober 1914: Lanbhütienfest'Ende. Borabend 6.1» Uhr. Aiigcnbgottesdienst mit Predigt. Morgens: 8.3«) Uhr. Rachniittags 4.00 Uhr. Festcsansgang 6.25 Uhr. >8. Während der Winteriiio.'ate beginnt der Morgen' ittesdienst am Sabbat »m 9 Nkir. ierantwortlich für „Feuilleton", „Genchi-saal" u. „Vermischtes'! I. B : August G o c g. Amtlicher Teil. Bckanntmachun-f. Sämtliche Verwundete und Kranke, die vom Kriegs wuplatz, aus H«il- und Kuraustalini oder überhaupt iswärks nach hier und dent Landkreis Gießen zurückgckew id aber noch zurückkehren und sich »:chl in einem der ine- irn Lazarette befinden, haben sich ivFit bei dem Garnison' mmando persönlich an-und demnäst'si wieder abzumelden, cht marschsähige schriftlich. Die Meldung muß enthalten: Nai- n, Truppenletl, D» m der An- bezw. Abmeldung, Wohnune, und bei OffizitttNi Bursche mitgebracht. — Ilnterlassu'tg der Meldung straft. Die Garnisonkommandän tut Gießen, gez. Chtzlons, Oberst. *», » u , MW M fcw Se-f§S“ s= = f|^ -"'f °« J S' L Z-sL JS.gg'fSÄ S g,= 2 «a *•••'(3; u *rr 2 s cs 5? *-* *,ßü c E M « % ^ ^.OvO ^ M M 2 vO ^ M 7Z •E >b«-§ s-- js ö>0 « C -" M ^1 S f§ssSfislis ----Ir 3 ■§'•—%? _ ?2 w"Sog £ ° 5 *£j — 5 s >-> tt .5«—>£:• • caS ü ««Säs.*« 0 B ~ g_£t: S 2 -!o“ sSStüX B°Z r2.3r c g «E^s s i - - a 5 5 ‘S>? £ ZSL^ a’-eg«-S- B'=fl LLLttLL --eLS^ c g « S §3 L°^L ZLLLZ.L°LZ-«-rEZ : 5 cs v >b E »-»>L» ^ L M er ' U S - - t- 4J ^ ^ ^ 0 ' r.« w y_._g n Ä* 2\5 -o A -rt ' .-^J3 o j- M — o -*- 1 E L aSS^LLs LA 2 SK ä’8-.‘.ssSS-s2“2 ®?*g j. 5 gj •— — 2J5 *2 57 s S 3 g «l o-l'l'X ^ 5 >-» ’S> «5J 'S _ — 5 2 ?=s£a ; 2g^ 3 'Sr5. 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