:r. 239 er Gießener Anzeiger ' schein! täglich, anßer onntags. - Beilagen: ! ierma! ivöcheiitlich etztnerHamilitnblätttr, ,e,malwöche»lt.8reir- attsürdenLreisSietzen f )ienstag und Freitag): leimal monatl. Land- irlschaftlich« Zeitsragen :rnsprech - Anschlüffc: rdieSchriltleitungllL erlag,Gejchäiisstellcöl dresse iür Drahtnach- chten: Anzeiger Sieben. ,nähme van Anzeigen r die Tagesnuminer s vormittags 9 Uhr. Erstes Blatt M. Jahrgang Montag. 17. Oktober l91f General-Anzeiger für Oberhessen • ciUfldorcij. uionatl. 75 Ps., viertel- iährl. Mk. 2.20: durch 1 Abhole- u. Zweigstellen monatl 65 Ps.: durch diePost Mk.2.— viertel- jälirl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal15Pi„ ausiv. 20 Pi. — Haupt- schriitleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den polit. Teil: Aug. Goetz; für .Feuilleton', .Vermischtes' und.Gerichtssaal": Karl Neurath: iür .Stadt und Land": Otto Braun; iür den Rotationsdruck und Verlag der vrühl'schen Unio.-Bnch- und Steindruckerei R. Lange. Schristleitung, Scschästsstelle u. Druckerei. Zchulstr. 7. Anzeigenteil:' p. Beck. Die Flucht der Besatzung von Antwerpen, französische Kavallerie geschlagen. Ziege über die Russen. (WTB.) GrotzcsSauptguarticr, II. Okt., abds. «ttnh.) Westlich von Lille ist von unserer K a v a l - x i t am 10.Oktober eine französische Kavallerievision völlig, bei Hazcbrouck eine andere anzüsische Kavalleriedivision unter schwe- nVerlustengeschlagcn. Die Kämpfe in der F r o n t irten im Ätzesten noch zu keiner Entscheidung. lieber die Siegesbeuke in Antwerpen können ch keine Mitteilungen gemacht werden, da die Unterlagen larlichcrweisc noch fehlen. Auch ü b c r d i e A n z a h l der efangenen und über den Urbertritt cngli- »er und belgischer Truppen nach Holland egen noch keine zuverlässigen Nachrichten r. Auf dem östlichen Kriegsschauplatz im Nor- r sind alle Angriffe der 1. und 10. russischen Armee zen unsere ostpreuszischen Armeen von diesen am 0. und . Oktober zurückgeschlagen. Auch der U mfas- ngsversuchderRussenbeiSchirwindtistab- wiesen, dabei sind 1000 russischeGefangcnegc- wfjt. In Südpolen erreichte die Spitze unserer Armee» Weichsel bei Grvjeg, südwestlich von Warschau fielen 00 Mann des 2. sibirischen Armeekorps in lferr Hände. Die russischen amtlichen Nachrichten über ien grofzcn russischen Sieg bei Augustvw und Suwalki sind findung. Wie hoch die amtlichen russischen Nachrichten i.zu schätzen sind, zeigt die Tatsache, daß über ihre gemäken Niederlagen bei Tannenberg-Insterburg keine amt- yax russischen Nachrichten veröffentlicht worden sind. Wien, 11. Okt. (Amtlich.) Unser rasches Vorgehen beite Przemysl von der feindlichen Umklammerung. Un- e Truppen rückten in Przemysl ein; wo die issrn sich stellten, umrden sie geschlagen. Auf der Flucht zen die Flustübergänge der Sieniawa und Lezajsk wur- t massenhaft Gefangene gemacht. Me Welt ist erschüttert über den Falk von Anttverpen, b wenn die englischen und französischen Nachrichtenquellen ch denr gewaltigen Ereignis nicht übcrquellen, wie es doch »st ihre Ärt iffl, so hat das triftige Gründe. Der Schrecken t Schmei^n aus, und dazu kommt die Londoner Ver- genheit, die sich aus uncingelösten Versprechungen eschreibt. Die holländischen Mütter erzählen, >vie die Tande von belgischen Flüchtlingen bereits das politische und litärische Spiet Englands abfällig zu beurteilen beginnen b wie, obwohl die Beschädigungen der gefallenen Stadt chältnismätzig geringfügig sind, Aerger erwacht über die maßung der britisckwn Herrenmenschen, die z u s p ä t zur .fr erschienen und durch ihre zwecklose Verteidigung bis n äußersten Gut und Bült der Belgier den entsetzlichsten fahren ausgesetzt haben. Einen nationalen Unglücks tag der Engländer, wie er kaum »als dagewescn ist, bedeutete der Fall von Antwerpen, ilimmer vielleicht, als der Schlag von Jena für das gerate Preußen war. Gewiß, die englische Besatzung ist nicht Nos sin Gefangenschaft geraten, wenn es übrigens auch r in Zweifeln steht, ob wirklich, wie in Landen amtlich Tkündet wird, der größte Teil der „hilfreichen" Matrosen- oision wohlbehalten in Ostende,crngxkommcn ist. Aber die »lgen sind eben das Entscheidende. Niemals haben bei em großen Volke Ansprüche und Verheißungen in einem nngckguren Widerspruch gestanden mit Leistungen und folgen! Daß wir große, töneiche Worte von drüben her rnommen haben, daß die ungewöhnlichsten Dekorations- cke der britischen Weltpolitik aufgebotcn worden sind: cikaner, Inder, Japaner — das alles erhält jetzt seine rkung, die sich bloß als lärmender Theaterdonner hercrus- )lt. Die „Notöoje Wremja" hat ja bekanntlich schon vor igen Wochen daraus hingewiesen, daß England in diesen ,ßen Weltkriegen nicht seine volle Kraft einsetze, besonders es seine überlegene Ftotte nicht beschästige. Es wird noch ige Zeit dauern, bis der Welt die Augen über Englands Ixtif in diesem Kriege ganz aufgehen werden. Aber heute on wird es nicht unbemerkt bleiben, daß die „^.imes" in - gegcnwürtigen Schicksalsftnnde für die englischen Äilss- !ker, Belgien und Frankreich, nur das aus Schadenfreude trerte Trostwort hat, Deutschlands Handel sei jetzt schon " immer untergraben! Das ist für den englischen Geist das beutungsvolle und Ausschlaggebende. Daß ein paar Tan- d Söldner und Indier für diese englische Handelssache igeopfert wurden, ist Sir Grey und seinen Gesnrnnngs- rossen eine Nebensache. Dabei ist jener Ausspruch der imes" natürlich eine Unwahrheit; es ist ja von sachkun- ^er Seite schon nachgcwiesen worden, wie gerade im Gegrn- l die englischen Handelsinteressen seit Ausbruch des Krie- i schon gelitten haben. Biele w-irtschastliche Werke werden f dem ganzen Erdboden zweifellos vernichtet. Dafür wächst er eine cnchere Saat auf, wovon die Welt bisher noch rrig sah: die saat des Hasses gegen das Käufmanns- lk, dem die hohen Kulturgüter und die Heilligen Rechte tes Volkes nur das Schachbrett für sein Profitspiel ab- öen. Noch ist das englische Heer ans Antwerpen nicht ent- scht. General v. Beseler wird die moralische -schlappe Englands auch zu einer vollendeten militärischen erweitern. Ein englischer Kanonier soll geäußert haben, die Deutschen hätten gckämpst wie die Dämonen! Wir brauchen dieses Zeugnis gar nicht, um zu wissen, daß nicht nur unser Kriegsmaterial, die Kruppschen Kanonen, gut waren, sondern auch der Geist und die Tapferkeit unserer Kämpfer. Nach holländischen Mel düngen nnrd die Zahl der auf holländischem Boden ent wafsnetcn Engländer auf 13 000 beziffert, während die Bel gier die Zahl ihrer Kriegsgefangenen auf 20000 cinschützen. Tie deutsche Meldung aus dem Haupt quartier will noch nichts darüber sagen, bis wirklich zuverlässige Nachrichten vorlicgc». Damit können wir vollständig einverstanden sein und uns beruhigen. In Flandern und Brabant, an der holländischen Grenze, wird noch gekämpft, so versichern holländische Zeitungen, und schon deshalb ist wohl die englische Meldung unwahr oder znm mindesten verfrüht, daß mit zwei von den drei englischen Marincbrigaden auch die schweren Marine- kanoncn „säuitlich" nach Ostende hätten gebracht werden können. Es ist vielmehr anzunchmen, daß es den deutschen Truppen nördlich von Termondc und Gent gelingen wird, den Engländern und Belgiern mit voller Nachhaltigkeit den Rückzugsmarsch zu blasen. Warten wir ruhig ab, die Wahrheit wird sich noch früh genug Herausstellen! Gute Nachrichten komnien zudeni noch aus Frankreick» und aus dem Osten. Zwei französische Kavallerie- divisionen sind von dem ivestlichstcn deutsche» Flügel wieder einmal geschlagen worden, und dieses Unglück für die Franzosen hängt innig zusammen mit den Folgen der englisch-französischen Waffenbrüderschaft. Hazebronk liegt in der geraden Richtung von Lille nach Calais, etwa 30 Kilometer nordwestlich von Lille. Antwerpen ist jetzt nicht mehr zu entsetzen; nickt vielleicht das Gesichtsfeld von Ostende und Calais schon näher? Der Vormarsch des französischen linken Flügels ist jedenfalls vollkommen gescheitert. In einer ähnlich hilflosen und blamablen Lage wie England befindet sich auch Rußland. Wo sind seine Versprechungen gegenüber dem blutenden Frankreich geblieben? Im Norden und im Süden sind seine Horden wiederumi zurückgetrieben worden. Angriffe gegen unsere wackeren ostpreußischen Heere sind am 9. und 10. Oktober zurück- geschlagen worden, und die Sorge, daß die Gegend von Lyck wieder russischen Besuch bekommen könnte, scheint damit verflogen zu sein. Schirwindt liegt dicht (gez.): Wilhelm. Gcncral Beseler an die Bewohner von Antwerpen. iWTB.) Brüssel, lO.Okt. Gcnerpl v. Beseler, der Befehlshaber der Belagerungsarmce von Antwerpen, hat folgende Proklamation erlassen: Bewohner von Antwerpen! Das deutsche Heer betritt Eure Stadt als Sieger. Keinem Eurer Bürger wird ein Leid geschehen und Euer Eigentum wird gcsäwnt werden, wenn Ihr Euch jeder Feindseligkeit enthaltet. Jede Widersetzlichhit dagegen wird nach Kriegsrecht bestraft und kann die Zerswrung Eurer schönen Sladt zur Folge lwbcn. Tie gcstüchtctcn Engländer. (WTB.) Amsterdam, 11. Okt. (Nichtamtlich.) „Telegraph" meldet aus S as-van-Gen t: Die Zahl der Engländer, die die Grenze überschritten/ wird ans 13 000 geschätzt. ,(WTB.) London, 11.Oft. (Nichtamtlich.) Die Admiralität teilt mit, daß der R n ck z u g d c r e n g l i s che n Armee erfolgreich (?) ausgeführt worden sei. Der Rückzug der englischen Al a rincd ivision ab Gent wurde durch englische Verstärkungen gedeckt. Durch die llebcrmacht wurden die Belgier beständig zurückgedrängt. Unter diesen Umständen beschlossen der belgische und eng-, lischc Befehlshaber, die Stadt zu räumen. Die Engländer erboten sich, den Rückzug zu decken. General de Guise wünschte aber, daß sie vor der letzten belgischen Division marschierten Nach einem langen N a ch t m a r s ch nach Lankt- gilles kamen zwei von drei B rigaden in O st ende an. Der größte Teil der ersten Matrosenbrigade wurde von den Deuffcheu nördlich von Lookeren abge- schnitten. Die Mannschaften erreichten die holländische Grenze bei Hüllst, wo sie die Waffen niederlcgten., Die Panzerzüge und die schweren Marinekanonen wurden sämtlich nach Ostende gebracht. Die belgischen Kriegsgefangenen. (AVA.) Amsterdam, 1l. Okt. (Nichtamtlich.) „Nieuws van den Tag" meldet aus Terneuzen: Die Belgier schätzen ihren Berlustan Kriegs ge fange- nen auf 20 000 Mann. Ter König der Belgier. (WTB.) London, 11. Okt. (Nichtamtlich.) Wie die Blätter aus Brede melden, berichten dort cmqekonnnenc Flüchtlinge, daß sic den König der Belgier mit einem Arm in der Binde gesehen haben. — Mehrere große Dampfer mit Flüchte lingen von Antwerpen, sowie 600 verwundete belgische Soldaten sind in Folkestone angekommen; die Verwundeten sind in Hospitale gebracht worden. Der Schaden in Antwerpen. iWDB.i Amsterdam, 11. Okt. (Nickstaintlich.) Das „Haw> delsblad" berichtet: Die Zerstörungen Antwerpens sind außerordentlich viel geringer, als die übertriebenen Atel- dnngen glauben ließen. Im Zentrum und bis zur Südftation ist viel zerstör!, aber von einem ernsten Schaden kann keine Rede sei. Die Antwecpener täten weise, zurückzukehren und die Geschäfte wieder zu öffnen. Tic Belgier haben alle Pettoleumlager verbrannt, die ganz Belgien und Nordsrankreich zu versorgen hatten. «WDB.) Rotterdam, 11. Okt. Der „Nieuwe Notter- damsche Courant" meldet aus Breda: Die Benvüsttmg in Antwerpen, ausgenommen die Südstation, iit unbedeutend. Die Häuser in der Schönstoaße brennen. Die deutschen Soldaten Helsen bei dem Löschen. Eine Bombe hat die Lteb- frauenklrche beschädigt. Der Königspalast und die Zentralstatton sind unbeschädigt. Das deutsche Hauptquartier ist unter Mitwirkung des Gcmeinderats im Stadthause eingerichtet worden. Die letzten Kämpfe um Antwerpen. (WTB.) A m st e r d am ,11. Okt. Die „Nieuws van den Dag" melden aus Roosendaal: In Antwerpen waren alle Boote von den Militärbehörden für den Transport englischer und belgischer Soldaten beschlagnahmt worden, unter den Engländern befanden sich namentlich die Royal Naval Brigade, sowie einige Royal Engeneers. Als der Rückzug aus Aniwerpen am Freitag abend begann, versuchten die Deutschen sofort, den Abzug zu verhindern- indem sie bei Dender- monde dem Feind in die Flanke fielen. Die deutim« Arttllerie schoß aus die Entsernung von acht Kilometern mit verblüffender Sicherheit Schrapnells in das sich zurua- zichcnde Bataillon der Nachhut. Es entstand eine Panck, nmuwtt- lich unter den Belgiern, während die Engländer noch me meiste physische und moraliiche Stärke behaupteten hatten lastin>* lich nur die Wahl, durch das Schrapnell teuer der Mirchtoaren deutschen Artillerie Miigerieben zu werden oder aus !w »oHan« btid)e Grenze zurückzuqekwn. Auch i»c Engländer wahlwn das Letztere Bon St. Nickolas ging es nach Elrngo. wo Waffen und Munition an die holländischen Soldaten abgegeben wurden, sodann nach Terneuzen und Blisstngeu. Englische Soldaten erklärten sie fänden es un verontw ortlich , daß ne ohne gute Artillerie nach Antwerpen ge,chickt worden seien' sie hätten nur einige Schiffsgeschütze zur Versüguug gehabt Am Montag befanden sich Churchill und der frühere Kriegssekretär Soely in den Forts. Berlin, 10.Okt. Ucbct die letzten Kämpfe um Antwerpen und die dortigen Zustände berichtet die „Voss. Ztg." auS dem Haag: Rach Berichten der holländischen Presse über das Bombardement Antiverpens erwies sich die englische Artillerie als gänzlich immreichend gegenüber dem schweren deutschen (beschütz, dessen mörderisches Feuer der deutschen Infanterie gestattete, vorzugehen and in Bajonettangriffen die Redvuten des ziveiten Fort gürfels zu nehmen, Schon am Donnerstag kamen die Engländer zu der rinsicht. daß sie dem deutschen Feuer nicht widerstelnm könnten, und sie begannen den Rückzug nach Ostende vorzubereiten. Inzwischen gingen die Belgier langsam auf St. Nicolas und Brügge zurück. Am Freitag nwrgen nahmen die Dentzchen unter dem Schutze ihrer Kanonen den Angriff auf die Redouten wieder aus und schoben ihre Geschütze vor. Der Kampt tobte auf_ der ganzen Linie Lier-Dendermmide-Gent. Freitag mittag beschlossen die Engländer den Rückzug, den sie unter einer hestigzm Kanonade unternahmen. Im gegebenen ?lugenblick wurden chie Forts in dre Lull gesprengt und die weihe Fahre auf den Türmen gehißt. Rur im Westen wurde noch gegen die abziehenden Engländer und Belgier gekämpft. , Dann rückten die Deutschen in die Stadt ern. Allmählich wagten sich dort die Leute aus den Kellern. Bis gestern abend war die Ruhe nicht gesttörl. Man erklärt, daß ein großer Teil der Bevölkermtg bald zurücffehren werde. Unter der Bevölkerung Antwerpens gewinnt die Ueberzeugnnq Boden, daß die Stadt, die übrigens weniger gelitten ltzN, als nach dem starken Bombardement vermutet werden konnte, lediglich den englischen Interessen geopfert, und daß Belgien mir zum Nutzen Englands in den Krieg hineingezogen worden ist. Besonders ergrimmt sind die Antwerpener darüber, daß die englische Hilfe zu spät gekommen ist. Rur die „Gneiseuau" versenkt. Berlin, >11. Okt. (Ctr. Bln.) Aus dem Haag meldet die „Dass. Ztg.": Gegerrüber dem deutschen Bericht, daß die Engländer im Hasen von Antwerpen 32 deutsche Seeschiffe und 20 Rheinschiffe versenkt hätten, glaubt der Rotterdamer „Courier" versichern zu können, daß allein die „Gneisen au" versenkt wurde und von den übrigen Schissen nur die Maschinen unbrauchbar gemacht sind. Die Ncbergabe. Aachen 11. Okt. sCtr. Bln.) Die Deutschen hatten am Freitag von den inneren Forts Nr. 4, 5 und 6 im Besitz und schossen viele Häuser in der südlichen Vorstadt Broechein in Brarid. Einzelne Stadtteile, u. a. der, wo der Königsvalast steht, wurden geschont. Gestern vormittag erschien plötzlich auf der Kathedrale eine weiße Fahne. Am Nachmittag verhandelte der B ü r g e r m e i st e r mit deni General v. B e f e 1 c r in Cout i ch. Der Militärgouverneur hatte übrigens noch Mittwoch nacht deutsche Parlamentäre, welche die Beschießung der Stadt anzeigten, sehr unhöflich emvsangen, da ihm offenbar die Haager Akte unbekannt geblieben sind. Die belgische Regierung vernichtete vor ihrer Abreise nach Ostende oder England nach Möglichkeit alle Lebensmittel und ließ die Bevölkerung in größtem Elend allein zurück. (B. Z.l Flucht eines belgischen Generals mit seinen Truppen in ein Kloster. Essen, 11.Okt, (Ctr, Bln.) Ans Eindhoven wird der „Rhein.-Wcstf. Ztg." gemeldet: Der belgische General de Sch eppe ist mit 2000 Militär-Radfchrern, 200 belgischen Infanteristen, 5 Militärautos und einem Maschinengewehr in das Trappistenkloster Aschesche- Klause, das an der holländischen Grenze liegt, geflohen. 2000 Deutsche mit einer Batterie Geschützen haben die Umgebung besetzt. Die Belgier haben nun die Wahl, sich entweder den Deutschen zu ergeben, oder, angesichts der Lage des Klosters, auf holländisches Gebiet überzutreten, und sich dort entwaffnen zu lassen. Man glaubt, daß sie das letztere tun werden. (B. Z.) Aeußerungen der Presse. Wien, 11. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Die „W i e n e x AllgemeineZeitung" schreibt: Die Einnahme Antwerpens ist militärisch und moralisch nicht hoch genug anzuschlagen. Daß es den tapferen deutschen Truppen, die so lange in erbtttertem Gefecht stehen, möglich war, innerhalb kürzester Frist die Hauvtbesestigimg Belgiens, die durch Natur uird Künst zu einem der stärksten modernen Bolüoeeke geworden war, trotz des zähesten Widerstandes der Besatzung, die fortwährend Zuzug erhielt, zu bezwingen, zeugt von der wachsenden Ofsensivkrast, der ungebrochenen Ausdauer und dem hinreißenden Elan der deutschen Truppen. Zugleich aber beweist der Fall Antwerpens, daß jeder, der auf Frankreich oder England baut, ebenso verloren ist, als jene, die sich auf Rußland verlassen. Die „R e i ch s p o st" schreibt: Tie Besitznahme von Antwerpen ist nwhl, wenn auch nicht die bedeutendste, sicher aber der sinnfälligste und überzeugendste aller bisherigen Erfolge der deutschen Waisen. Kristiania, 11.Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Der Fall von Antwerpen würde hier erst in den Morgenstuichen bekannt und wurde von sämtlichen Morgen- und Abendblättern besprochcn. ,,M orgenbladet" schreibt: Die Festungskunst hat mit der Ärtillerre-Enttvicklnng nicht gleichen Schritt gehalten. Der letzige Krreg hat unter allen Umständen das Vertarium in die Festungen ersckmttert. Die Bereinigung der Franzosen mit den Engländern ist unwahrscheinlich, da die Deutschen bereits im Südwesten der ScheDe stehen. Durch Antwerpens Fall ist die Eroberimg Belgiens Tatsache. Die deutschen Verbindungslinien in Belgien sind nunmehr gesichert. Tie Vorräte von Antwerpen sind von großer Bedeutung für die Deutschen an der französischen Front. Kopenhagen, 11. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Zu dem Fall von Antwerpen schreibt der militärische Mitarbeiter der „Berlin skc Tidende": So mußte sich auch Antwerpen den deutschen Waffen beugen. Brialmonts stolzes Werk konnte den dentscheir Mörsern nicht länger widerstehen. Tie belgischen Truppen versuchten heldemnüttg die Ausgabe zu lösen, vernuxi.ten es aber nicht. Aber sicherlich hätten es auch keine anderen Truppen gekonnt gegenüber einem so tüchtigen, zielbewußten und rücksichtslosen Geg ittt, wie es die Deutschen sind, di« wie kerne andere Nation den! Festungskrieg studiert haben. „N a t r o n a l - T i d c n d e" schreibt: Das Ereignis kann eine große Tragwerte haben. Es ist jedenfalls von großer Bedeutung für die Stellung aut dem westlichen deutschen Kriegsschauplatz. * * * Der russische Rückzug. Oesterreich. Hauptquartier, 11. Okt. Gestern versuchte der Feind noch einen Sttirm auf die Südostirout von P r z e - mysl, den die Besatzung wieder unter schweren Verlusten des Angreifers abwies, dann wurde dierückgängigeBewegung der Russen vor der Festtmg allgemein. Die Westfront mußten sie vollständig räumen, eigene Kavallerie ist dort bereits eingeritten. Der durch die Schnelligkeit der Overationen in Russiich- voleir und Galizien verwirrte Gegner versuchte zwar seinen An- grist auf die Festung durch Hinausschieben von Heeresteilen gegen Westen zu decken, vermochte aber unseren heraneilenden Armeen nirgends Stand zu halten. Die fünf bis sechs russischen Jnfanterie-Divissonen, die sich bei Laneut stellten, sind auf s l u ch t - artigem Rückzug gegen den San, ebenso wurde eine .Kosakendivision und eine Jnfantericbrigade die östlich Dynow eine verstärkte Stellung inne hatten, nach kurzem Widerstand zurück» geworfen. Unsere Truppen sind dem Gegner überall an den Fersen, Auch Ungarn dürste von dem iroch in den Komitaten MarmaroS und Bersztereze-NaSzod herumirrenden feindlichen Abteilungen bald gänzlich gesäubert sind. (WTB.) Wien, 11. Okt. (Nichtamtlich.) Amtlich wird ver- lautbart: 11. Okt., mitt. Unser rasches Vorgehen an der San hat Przemysl von der feindlichen Umklammerung befreit. Unsere Trnp- ven rückten in die Festung ein. Wo sich die Russen noch stellten, wurden sie angegriffen und geschlagen. Bei ihrer Flucht gegen die Flußübergänge von Sieniowa und Lezajsk sielen massenhafte Gefangene in unsere Hände. Ter stellvertretende Chef des Generalstabs v. Höf er, Generalmajor. Berlin, 11. Okt. (ctr. Bln.) Aus Stockholm wird der „Boss. Ztg." berichtet: Das „Astonbladet" erhält die Nachricht, daß die Russen sämtliche Befestigungen bei Lemberg in die Luft gesprengt und nicht nur die Hauptstadt Galiziens vollständig ausgeplündert haben, sondern auch sämtliche von ihnen besetzten Distrikte. General Auffenberg. Berlin, 10. Okt. (WTB.) Tie „Boss. Ztg." meldet ans Wien: General Aussenberg ist beinahe von seiner Krankheit wieder her ge stellt und geht demnächst wieder in tue Front. Ter Zar als Oberkommandant! Budapest, 10. Okt. (WTB. Nichtamtlich,) Ueber Rumänien wird gemeldet: Die Petersburger Telegraphen-, Agentur gibt bekannt, daß der Zar das Oberkommando über die Armee mit dem Hauptquartier in Brest und Litowsk übernommen hat. Kriegsminister Suchonv- l i » o w fungiert als Generaladjutant des Zaren. Großfürst Nikolaus Ni ko l aj e wi ts ch hat den Oberbefehl über die Nordarmee übernommen. Die russische Schwarze Meer-Flotte. Berlin, 11. Okt. (ctr. Mn.) Dem „Secolo" wird aus Bukarest unter dem 9. Oktober telegraphiert: Die russische Schwarze Meer-Flotte, bestehend aus 23 Einheiten, darunter drei Kreuzern, fünf Panzersckif'en, säns kleinen Panzerschiffen und süns Torpedo:ägern, ist heute vormittag zwischen 8 und 10 Uhr vor Konstanza vorgefahren. Sie schlug die Richtung nach Barna, Burgas und Konstautinopel ein. Rußland und Persien. Wien, 11. Okt. (W. B. Nichtamtlich.) Ter persische Gesandte äußerte sich zu einem Vertreter der „Reichspost" folgendermaßen über die Lage: Nach dem Ableben des früheren Schahs war Persien von inneren Wirren heimgesucht, woraus di« russische Politik Nutzen zog. Gegenwärtig herrschen in Persien vollkommen geordnete Verhältnisse, und die Regierung unseres neuen Monarchen wandte sich an das russische Ministerium mit einer Note, um vor allem die Zurückziehung der russischen Truppen aus Nordpersien zu erzielen und gewisse finanzielle Vorrechte rückgängig zu machen. Die Antwort der russischen Regierung war nicht befriedigend, womit aber noch nicht der Kriegszustand mit Rußland eiugetreten ist. Rach vorliegenden Nachrichten haben an verschiedenen Stellen Persiens Kämpfe mit russischen Truppen stattgesunden. Es handelt sich aber hier nur um ernstere Zwischenfälle lokaler Natur, die aut 'die russenfcindliche Stimmung in der Bevölkerung zurückzuführen sind. Amerika und Japan. Stockholm, 10. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Den Blättern wird ans New Dork gemeldet: Fast die ganze Flotte der Vereinigten Staaten im Stillen Ozean ist nach den Philippinen abgegangen. Seit der Besetzung der Marschall-Jnseln durch die Japaner hat ein sehr lebhafter Depeschenwechsel zwischen den Regierungen in Washington, London und Tokio statt ge sirn den. Rach einer Privatmeldung der ..Frankfurter Zeitung" ans Washington hat Präsident Wilson erklärt, von Japan Versicherungen über seine Absichten im Stillen Ozean erhalten zu haben, die beruhigend seien. Chinesischer Protest. Wien, 10. Okt. Die Japaner haben die Bahnstation Wheisien besetzt. Tie chinesische Regierung hat dagegen Protest erhoben, da die Bahn durchwegs aus neutralem Gebiet verläuft und das Vorgehen der Japaner die Neutralität Chinas verletze. * * * Prinz Eitel als Retter. ~ Hannover, 9. Okt. Ein verwundet aus dem Felde zurückgekehrter Sohn des Bäckermeisters Harde ge aus Hann- Mündcn erzählte, daß er nach seiner Verwundung zunächst in ein Lazarett bei (Reims gebracht worden sei. Plötzlich erhielt das Lazarett Feuer, so daß es die Verwundeten in eiliger Flucht verkästen mußten. Zufällig kam ein Auto vorbei, das Halt niachte und den verwundeten Hardege aufnahm. Dabei half ihm ein junger Offizier, in welchem der Gerettete später den Prinzen Eitel Friedrich erkannte. Prinz Joachim. Prinz Joachim, der nach seiner Verwundung mtt gutem Erfolg in den letzten Tagen sich im Reiten geübt hat, trat am Samstag abend 11,23 Uhr die Reise zur Armee an. Die Kaiserin begleitete den Prinzen bis zum Fürstenzimmer. Der Prinz wurde aus dem Bahnsteig, als er frohen MrtteS, nun wieder in das Feld zu Idmmcn, am Zug entlang schritt, von der zahlreich versammAtrn Menge mtt Hurrarnsen begrüßt. Kurz vor seiner Abreise hatte der Prinz die Nachricht erhalten, daß er vom Kaiser.zum Rittmeister befördert sei. Zwei französische Torpedoboote gesunken. Paris, 10. Okt. (W. B. Nichtamtlich.) Der „Temps" meldet aus Toulon: Die Torpedoboote 338 und 347 sind gestern aus hoher See zusammengestoßen und sofort gesunken. Die Besatzungen sind gerettet, ein Matrose ist schwer verletzt worden. Da die Tervedvboote in 300 Meter Tiefe liegen, ist es unmöglich, sie zu heben. Sperrung des Kaiser Wilhelm-Kanals. Kiel, 11,Okt. (Ctr. Bln.) Der K aiser-Wilhelm- Kanal ist nunmehr aus prinzipiellen Gründen für Schiffe aller neutralen Staaten während der Dauer des Krieges g e s p e r rt worden. Der Kreuzer „Königsberg". (WTB.t Amsterdam, 11. Okt. Au? Sabang meldet das „Handelsblad": Ein deutsches Schiff brachte drei Offiziere und die Mannschaft des Schiffes „City o f W e st m i n st e r" hier ein, das von dem deutschen Kreuzer „Königsberg" im Indischen Ozean versenkt wurde. Römg Rar! von Rumänien f. Bukarest, 10. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Der König ist in S i n a j a verschieden. Der Tod trat heute früh gegen 6 1/2 Uhr ein. Bukarest, 11. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung der „Agonce Raumaine": Der D oddesKönigs trat 5.30 Uhr früh insokge einer durch chronische Herzmuskelentzündung verursachten plötzlichen Entkräftung ein. Der König, der bis zum letzten Augenblick mit der Königin gesprochen hatte, verschied schmerzlos. König Karl wurde am 20. Aprtt 1839 in Sigmaringen als ztveiter Sohn des Fürsten Karl Anton von Hol>enzollern und seiner Gemahlin, der Prinzessin Josephine von Baden, geboren. Er trat im Jahre 1857 in die preußische Armee ein, studierte später in Bonn und tat dann Osfiziersdienst in der Armee. So nahm kr zwar mit besonderer Auszeichnung, am deutsch-dänische, 1864 teil. ' ^ 1 Er stand 1866 als Rittmeister im 2. Gardedragonerregi«-, 1 als die Rumänen ihren Fürsten Alexander C 11 s a, der einer 2! heimischen Familie entsprossen war, im Februar 1866 zur % 1 tankung zwangen und nach einem ausländischen Fürsten U m t.? 1 hielten Der zuerst in Aussicht genommene Bruder Leovolhz, < von Belgien, der Graf von Flandern, lehnte die Bcrusuu-, „ < Der damalige Prinz Karl von Hohenzollcrn dagegen folgte fff, ) dem er im April 1866 durch Volksabstimmung zum erblichen Hz ' sten von Rumänien gewählt worden war, dem Rufe, Am 22 U ! 1866 zog er in Bukarest ein und beschwor am 12. Juli bie twt, * der belgischen nachgeahmte Verfassung. '■ In den ersten Jahren seiner Regierung hatte er mst groi, Schwierigkeiten z» kämpfen. Die sranzosenireundliche Tsimmch der Rumänier während uns nach dem deutsch-französischen Kw die z. B. zu einem Krawall gegen die von den Deutschen Buk rests veranstaltete Siegesfeier führte, bei der der deutsche ralkonsul von Radonntz energisch einschreiten mußte, brachte^, Fürsten Karl zu Abdankungsabsichten, die er jedoch später nmS; ausgab. Tie Dynastie Hohenzolleru konnte in Rumänien erst als „ sichert gelten, nachdem die Rumänier unter Karls Führm,!, r russisch-türkischen Kriege ihre Unabhängigkeit von der Psorp! kämpft hatten. Bald nach dem Ausbruch des Krieges, am 22 W 1877, erstarke Fürst Karl die Unabhän,iglest. In den Krieg sm griff er jedoch erst ein, als die Russe» vor Plewna in misii^ Lage gerieten. Nunmehr überschrttt er mtt 40 000 Mann die D> nau, erhielt im September 1877 den Oberbefehl über die russilli rumänische Armee und nahm am 10. Dezember Plewna ein z, bis zuletzt von Osman Pascha tapfer verteidigt wurde. Ter Dank Rußlands bestand darin, daß es den bessarMj, Teil Rumäniens annektierte und den Mmdesgenosscn die surms gen Tonanniedernngeir der Dobrndscha zuwies. In der gelang es dem Fürsten, die natürlichen Hilsskräste des zu entwickeln und zur Blüte zu bringen. Am 26. Mär; 188 beschloß das Parlament, Rumänien zum Königreich zu marf» Wiederum am 22. Mai 1881 wurde Fürst Karl als Köich « krönt. Mehr als 30 Jahre friedlicher Entwickelung folgten Erst als der Balkankrieg 1912 ausbrach, trat Rumüne wieder merklich in die Politik ein. Sein Eingreifen und Rranz niens Einmarsch in Bulgarien mtt seinen Folgen ist noch in ch gemeiner Erinnerung. Verheiratet war König Karl seit 1869 mit der PrinM Elisabeth zu Wied (Earmen Splva). Dieser Ehe ist nur ein 1870 geborene und 1874 gestorbene Prinzessin Marie entspwiser Ta die Ehe weiterhin kinderlos blieb, wurde 1886 die Thun folge derart geregelt, daß der zweite Sohn des ältere Bruders des Königs, nämlich des Fürsten Leopold von SiobtTi zollern, nach dem Verzicht des ersten Sohnes, des jetzigen Finte Wilhelm von Hohenzollcrn, zum Thronfolger ermannt rauft Dieser, Prinz Ferdinand, also ein Neffe König Shrf< wurde 1864 in Sigmaringen geboren und heiratete 1893 kj Prinzessin Maria von Sachsen-Koburg und Gotha. Noch j, gleichen Jahre, im Oktober 1893, erfolgte die Geburt des chh rumänischen Prinzen, des Prinzen Carol; drei Prinnssima und die Prinzen Nikolaus und Mireea sind weiterhin dieser A> entsprossen. Die russenfreundliche Partei suchte in letzter Zeit de Thronfolger in Gegensatz zu dem König und dessen Poliül de Neutralität im gegenwärtigen Kriege zu bringeir; der Thum solger ist diesem Gerede bekanntlich entgegengetreten. Verbandstagung der hessischen gemeinnützigen Vauvereine. 8 Gustavsburg, 11. Okt. Der Verband der ge I in e i n n ü tz i g e n B a u v e r e i n e im Großherzvgtn« $el! heute vormittag im „Kaisersaal" seine diesjährige Tagung ab, die von Vertretern aus allen drei Provinzen slar' besucht war. Der Vorsitzende, Landeswohnungsinspektor Greh! schel-Darinstadt, erstattete den Jahresbericht. Da Jahr 1913 ist für die Tätigkeit der Bauvereinc günstig ge' wesen. Nach dem bisherigen Bevölkerungszuwachs brauche wir jährlich in Hessen etwa 3700 neue Wohnungen, vor denen etwa 2700 solche von höchstens 3 Zimmern nebs Zubehör sein müssen. Es wird aber auch stets eine größer Ättzahl Wohnungen abgerissen, so daß es nttht zu hock gegriffen ist, zu sagen, daß zu. einer ausreichenden Woh nungsproduktion im Jahre 4000 — 4200 neu Wohnungen in Hessen notwendig sind. Dir Ah der hessischen Bauvereinc beträgt jetzt 43, davon Hab« efl» 38 die Genossenschaftsform, der Rest ist in anderen Reckts formen entstanden. Die 38 Genoffenfchcrsten hatten End 1913 zusammen 2833 Mitglieder. Das gezeichnete Geschäfts kapital betrug rund 1296 000 Mark, das cingrzabkt 1 165 000 Mark. An Rücklagen sind 380 434 Mark vorhanden gegen das Vorjahr 8000 Mark mehr. Erbaut waren bi- Ende 1913 869 Häuser, davon 328 Einfamilienhäuser, 29 Zweifamilienhäuser, 61 Dreisamilienhäuser und 82 Häufe für 4 und mehr Familien. Der Gesamtherstellungstoer beträgt 9 042192 Mark. Fm Jahre 1913 wurden 83 Häufe im Werte von 770 000 Mark errichtet, die Bauoeretw haben also in 1913 mehr als 34 Millionen Mark in Bautet festgelegt. In den 869 Häusern lvohnen 1719 Familien 503 der Häuser waren verkauft, 366 nur vermietet. An Jahresschlüsse waren 54 Häuser im Ban begriffen. Di Tätigkeit der gemeinnützigen Bauvereine in Hessen hat als> schon erheblich zur Verbesserung der Wohmuizs Verhältnisse beigetragen. Auch von einer Anzahl Ec meinden sind KleiwwohTningen in erheblichem Umsang errichtet worden. Die Gemeinde Usenborn lfat 5 Häuser m Werte von 30 755 Mark errichtet, Minbach> 10 Häuser z> 48000 Mark, König 10 Häuser zu 39 000 Mark, Jsenbull 9 Häuser zn 79 000 Mark, der Gemeindeverband für bei Kreis Worms 35 Hänser zn 237 000 Mark; Mich andcrl Städte und Gemeinden haben Wohnungen gebaut, die hic im einzelne» nicht aufgeführt werden können. Bei ^ Geldbeschaffung ist der Verband fast ganz auf du Landcsvcrsichcrungsanstalt angewiesen; in eml gen Fällen sind Geldmittel von Sparkassen entliehen vor den. Was die Unterstützung und Beteiligung der Gemeind« an den Banvcrernen betrifft, so ist eine Wendung der Se* hältnisse zum besseren gegen früher ganz unverkennbar Einige besonders gut gestellte Vereine haben Klein' kindersclzulen gegründet; in neuester Zeit ist dem Bm- spiel von Mainz und Gießen die Baugcnossenf ' Gustavs bürg durch Errichtung einer solchen gefolgt. An den Jahresbericht knüpfte sich eine Aussprache an. die sich uamentlich mit der Frage der Sie mpelpsliH' der Dauverciuc beschäftigte. Herr LaudeswohnuugBinsM" Grctzschel hielt darauf einen intereffantcn Vortrag von das bedeutsame Thema: Bauvereiu und Krieg- Att werden auf den Vortrag in der morgigen Kkumnirr zuruw koimnen. Au das Referat schloß sich eine kurze Aussprache au, in der besonders Landtagsabg. Bürgermeister Wicgan^ Heppenheim ergänzende" Ausfiihrungen machte. Bei , 0 ^ alsdann erfolgten V 0 r st a n d§wa h l wurde der F*' herige Vorsitzende einstimmig wi e d e rg e wählt.Zum stellvertretenden Verbandsdireltor wurde Aba. Wiegairi', zum weiteren Vorstandsmitglied Bürgermeister Dreber Rüsselsheim gewählt. Pfarrer H a u S - Gustavsburg 9“^ dai ich einen längeren Vortrag über die Entwickelung der Etz» vsburger Baugenossenschaft. Der Redner hob in seiner D» elllung nanientlich die tätige Mitwirkung der Gustavs- lli» , :r Brückenbauanstalt und der Gemeindeverwaltung her r, die zur guten Entwickelung der Genossenschaft sehr wv beigetragen haben. Auch dieser Portraa nmrde mit Be ll aufgenonrmen. Zum Ort des nächstjährigen H«bandstags wurde Groß-Steinheim bestimmt. Arr'ie Versammlung schloß sich eine Besichtigung der i Si r der Gystavsburger Baugenossenschaft und darnach chri cmeinsameo Mittagsessen. U 0 BR B T i- An» Stadt und Land. Gießen, 12 Oltober 1914. Auf dem Felde der Ehre gefaken. (Aus Lessen und den Nacbbargcl'icten.j >s. Ludw. Schn nutz, Res -Jni.-Negl. aus Frohnhausen — Unterolfizier d. Res. Lehrer L».i Arnold, Jn!.- K), au? Cbcttlccu. — Landwehrmail» i'ci r Ain « n d, J„s,. il, ans Nennlirchen (Wetzlar). — Webrinann Heinr. Be Id, lrt.-Rgt. 2>>, aus -Niederkleen. — Res. Kan L o h, Jnl.-Rgt. 81, iutenhoien. — Grenadier Friede. F e i l >„ g , Raiser-Fra»,- !-:üqt. 2, auS Atzbach. — :!>e], Wckh. Zickel. Jns.-Rgt. 116, iederweh. — Fiis. Auq. Schmidt, Raü«r-Alcxa,idcr-Wa>de- aus Tiesenbach. — Fahnenjunker Otto Fischer, Jns.-Rgt, IIS, orsch. — Res. Karl Haar ans Gnutersdorl (Herborn). — Adam Lang und Gesr. Heinr. Schicke da nz, Jnl.» 115, aus Offeubach a. M. — Pionier Jakob Sanier, Pion.- >, nur Offeubach a. M. — Ofi.-Slell. Silo Rute nick, In'.- N5, aus Lffenbach a. M. — Vizeleldw und Off.-Stello. Lehrer . Baier, Jnl.-Rgt. IIS, aus Lffeul ach a. M. — Landwehr- Ad. Rullmann, Bria.-Eri.-Bat. 49, in Offenboch a. Mt. es. Heinr. O e li r e i ch, Rel.-Jnt-Rgl. 88, aus Ostheiin bei ». — Landwehr»,. Blasius Abberger aus Haua». — teNv. Reinh Pensel, Jnl.-Rat. 88, aus Mainz. — Land» nann und Briellräqer Georg Weyrauch nuS Darmstadt, iteroff. d. L. Lehrer Heinr. Schmidt, Landiv »Jnt-Rgt. 80, sieben. — Res. Karl Langohr, Jns.-Rgt. 116, an» Wett- . — Hauvim. oerd. Alüller, Jns.-Rgt. 118, in Offenbart,, iteroff, d. Res. Phil. Minrntk, Jnl.-Rgt. 88, in Horchheim !orm». — Untcroff. d. Res. Daniel Braun, Jnl.-Rgt. IIS, rorchheim bei Worin». — Gesr. d. Res Rich. Bii, genier, Jni.-Rqt. IIS, aus Worms. — Eiuj.-Freiw. Franz aus Worms. — Pionier Johs. Breitwieser, Pion.- SI, auS Worms. " DeS Kaisers Dank an das 18. Armeekorps. Frankfurt eingegangene» Nachrichten zufolge hat der Kaiser am vorletzten Sonntag das 18. Armeekorps besucht und dem Kommandierenden General Exz. v. Schenck seine höchste Anerkennung für die hervorragenden Leistungen und Erfolge des Korps ausgesprochen. ** Jnr Tode das Eiserne Kreuz erlangt. Für den seiner Verwundung erlegenen Bizescldlvebcl der Reserve W. Dorn aus Gießen ging inzwischen iroch das Eiserne Kreuz ein. ** Stadtthcater. A bonnem en tsbr stell» n g en sind nur noch heute an die Bürgermeisterei zu richten: von morgen ab werden sie in der Musikalienhandlung von E. Challier im Neuenweg entgcgcngenomnren. ** Alice-Frauenverein für Krankenpslege. Obwohl seit Boginn des Krieges der mir dem Hessischen Landcs- verein vom Roten Kreuz zu gemeinsamer Tätigkeit verbundene Alice-Fraucnvcrrin für Krankenpfleye in der Oeßentlichkeit kaum in die Erscheinung getreten ist, so hat doch der vaterländische Gedanke. der seinem Wirken zugrunde liegt, ihm in den Kreisen der hessischen Frauen zahlreiche neue Freunde zugesührr. In den verschiedenen Landesteilen sind neue Zweigverein c ins Leben getreten, die — gegebenenfalls in Verbindung mit den am Orte befindlichen Zweigvereinen vom Roten Kreuz — eine eifrige und ersprießliche Tätigkeit, namentlich auf dem Gebiete der Kriegs- sürsorgc, entfalten. Frauenvcreine. die gleiche oder ähnliche Ziele vcriolgen. haben sich dem Alicc-Frauenvercin angeschlosscn. Besonders erfreulich ist, daß im Kreise Al«ev zu den bisher vor- himdenen fünf Zweigvercinen mit rund 1200Mitgliedern neuerdings 27 Zwrigvercinc mit 2400 Mitgliedern hinzugrkommen sind. ** Postnachricht. Der Postanweisungs-, Postaustrags- und Nachnahmevcrkehr mit Bosnien-Herzegowina ist wieder ausgenommen worden. Landkreis Gießen. Az. Lich, 11. Okl. Dem Feldwebel Friüwich Me her von der 12. Komp, des Leibg.-Rgts. 115, einem geborenen Licher, wurde das Eiserne Kreuz verliehen. n. Rötbges, II. Okt. De», Sergeanten Möll von der 8. Rompaguie des In!.-Rgts. Ar. t68 in Ossenbach wurde das Eiserne Rreuz verliehen und Moll zum Rompagnieseldwebel ernannt. Kreis Büdingen. B Ortenberg, 12. Okl. Der in den Anfang des Novem- lendc „Kalte Markt" wird diesmal sich nur aus Fohlen-, Rindvieh- und Schweincmarkt beschränken. Der Krämer- markt war schon seit mehreren Jahren sehr geschwunden: in noch früheren Jahren sand aus dem allen Friedkos. wo jetzt das neue Schulbaus seinen Platz gefunden, ein allbekannter Flackrsmarkt statt. Lustbarkeiten fallen in der ernsten Zeit gänzlich aus. Kreis Friedberg. -f Friedberg, 11. Okt. Fürs Vaterland gefallen sind die Lehrer Erle und Naumann, beide aus Friedberg in Hessen. Kreis Friedberg. A Butzbach, 11 Ott. Ern Sträfling der lfies,gen Zellenstrasanstatt, der im Felde mit Zuckerrübenausmaäwu bc< jchäftigt war, ist gestern nachmittag qeslüchtet. Er Italic eine Gefängnisstrafe zu verbüßen, die bald zu Ende war. —, .Heute wurde liier ein junger Mann verhaftet, der in Offenbar!, Unterschlagungen begangen und sich dann auf die Wandcrsrhajt begeben hatte. Hessen-Nasftni. Hk Marburg, 10. Okt JmKampse für das Vaterland ijr Professor Dr. mcd. Ludwig Kirchheim, PrivatdozenI für innere Medizin und Assistenzarzt an der medizinischen Klinik der Uni verjitäl Marburg, im Alter von 38 Jahren gefallen. h. Herborn, 11.Okl. Zur Deckung der durch den Krieg entstandenen und noch entstehenden anßergewölmlichen Ausgaben beschloß die Stadwcrordnetensitzung die Erhebung einer Kriegssteuer in Höhe von 15Prozent der Staatseinkommen- stcuer. -s- Hersseld, 10.Okt In dem benachbarten Dorfe Hattenbach wurde gestern der 15jährige Hcuvel beim Abladen von Tannenbäumen durch einen zurücksclilageuden Baum so scblver am Kopfe verletzt, daß der Tod sofort eint 1 '. — Die Abnahme der Eisenbahn neubau st recke Rieder aula — 2 ch 1 , u . durch die eine Verbindung zwischen den Eisenbahnlinien Herst eih — Treysa und Fulda — Gieße» hergestellt wird, lindet am 13. Oktober statt. Amtlicher Wetterbericht. Oessentlicher Wetterdienst, Gießen. Wetteiaussichten in Hessen am Dienstag, den 13. Okt. 1311: Trüb, zeitweise regnerisch, mild, westliche Winde. Letzte Nachrichten. Dem englischen Kricgsminister ins Stammbuch. i. Köln, 12. Okt. Die „Köln Bolksztg." meldet auS Rom: Die radikale dreiverbandsfreundliche „V i ta" schreibt: Antwerpens Einnahme kommt einer englischen Niederlage gleich, deren riesige Blamage dem englischen Kriegsministerium, da? den Krieg gewollt hat, zu gönnen ist. Ai»s der Türkei. Paris, 11. Okt. (WDB. Nichtamtlich.! Die Zeitungen „velden aus Athen, daß die Tür k e i in Syrien, Palästina und Nordarabien eine lebhafte Tätigkeit entfalle. Sie ziehe dort Truppen zusammen und befestige bestimmte Punkte. |.ichtspiel-H aus IlalifiliofntrasMe 34. 10585a I tu* dem Spiel plan bi* Dienwfas Inkl.: |)ie Dame in schwarz Schauspiel in 3 Akten. Herzensgold, vorzügl. Schauspiel. I tueste Nachrichten v. Kriegsschauplatz |tienpensional Goetliescliule, Ottenbach a. 1 t = Real: und Handelsschule, erteilt Stnjährlgenzeugnls. «rpfleg 11 Aufsicht. Sorof.ueberroach. d.Schularb.Groh t 6 art. Neubau I tralh., el. Licht. /lass. Pensionspreis. Prospekte ct. ci. 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September den Heldentod fürs Vaterland mein innigstgeliebter, hoffnungsvoller Sohn, unser lieber Bruder, Schwager n. Onkel Musketier Wilhelm Möller im »Kaiser-Wilhelm" Regt. 116,3. Komp, im Alter von 22 Jahren. In tiefer Trauer: Familie Johannes Müller I. Familie Philipp Müller Familie Friedrich Müller. Klein-Linden, den 12. Oktober 1914. [ M2 u Am 17. September starb den Heldentod fürs Vaterland unser erster Vorturner und Turnwart Karl Hillgärtuer Gefreiter im ersten Hessischen Jnf.-Reg. (Leibgarde) Nr. 115. Wir verlieren in ihm ein treues, eifriges, pflichterfüllendes Mitglied und iverdcn ihm ein ehrendes Andenken bewahren. 10565 Turnverein Kesselbach. Tranersacheu werden in kürzester Zeit tadellos schwarz gefärbt. J. C. Wallenfels .Färberei, ehern. Wasch-, Dekatur- und Bettfedem- Reinigung-Anstalt, Fabrik u. Laden Kirchenplatz 21—23, Telephon 644. Aufträge nach ausserhalb werden prompt er edigt. 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In tiesem Schmerz: Familien Schneider und Nicolai. Gieben (Kirchenplatz 9), 10. Oktober 1914. Die Beerdigung ündet am Montag, den 12. Oktober, nachmittags 4 Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt. 07210 Heule morgen 5 l l 2 Uhr entschlief nach längerem Leiden Kail blisabkth -Holle Ww. geb. Jung. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Familie Christian Noll Familie Nolte. Gießen (Neustadt 59). Die Beerdigung findet Mittwoch nachmittag 3 Uhr von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt. 107216 Den Heldentod fürs Vaterland starb am 22. August unser innigstgeliebter. hoffnungsvoller Sohn, Bruder, Schwager und Onkel Kurl Jakob Reservist im Jns.-Rcat. Nr. 11«, «. Komp. im 24. Lebensjahre. Im Namen der tiestrauernden Hinterbliebenen: Familie Fakob, Straßenwärter. Muschenheim, den 12. Oktober 1914. „ m Am 10. September starb in Frankreich den Heldentod fürs Vaterland unser Sangesbruder Wilhelm Niebch Res. d. 10. Komp. Res. Jns.-Regt. Nr. 81. Wir verlieren in ihm ein treues, tüchtiges Mitglied und werden ihm ein dauerndes Andenken bewahren. Gesangverein Germania. Krofdorf. m. 07208 Kartoffel Verkauf. Dienstag, den 13. Oktober, vormittags von 8 bis 12 Uhr, werden seitens der Stadtverwaltung im Schulbaus in der Neustadt Kartoffeln in Mengen bis zu 10 Psund an Bewohner der Stadt verkauft. Der Preis beträgt für das Pfund 3 Psg. Giehen, den 10. Oktober 1914. Der Oberbürgermeister. _ Keller. 105818 Beschluß. In dem Konkursverfahren über das Vermögen des Heinrich Arnold in Lollar wird an Stelle des seitherigen Konkursverwalters Rechtsanwalt Br. Aaron in Gießen der Rechtsanwalt Br. Spohr daselbst zum Konkursverwalter ernannt. Gießen, den 7. Oktober 1914. 105848 _Groß herzogliches Amtsgericht. In dem Konkursverfahren über das Vermögen des Konrad Nürnberger in Lollar wird an Stelle des seitherigen Konkursverwalters Rechtsanwalt Br. Aaron in Gießen der Rechtsanwalt Br. Spohr daselbst zum Konkursverwalter ernannt. Gießen. 7. Ostober 1914. 105838 _ Großherzogliches Amtsgericht. _ Vergebung. Für das Großh. Provinzialarresthaus zu Gießen soll die Lieferung von etwa 9000 Kilo abge- troüneter guter Speisekartoffeln im Verdingungswege vergeben werden. Verschlossene Angebote nebst Proben sind kostenfrei bis zum Eröffnungs- termin Mittwoch, den 21. Oktober 1914, vormittags 10 Uhr, auf der Kanzlei Großh. Staatsanwaltschaft hier — Justizgebäude, Zimmer Nr. 43 — niederzulegen. Die Vergebung erfolgt unter den in Anlage A zu dem Ministerialerlaß vom 16. Juni 1893, das Verdingungsverfahren betreffend, enthaltenen allgemeinen und den von dem Unterzeichneten aufgestellten besonderen Bedingungen, die auf der Kanzlei Großh Staatsanwaltschaft eingesehen und gegen Erstattung der Schreibgebühren bezogen werden können. Gießen, 10. Oktober 1914. 105678 Der Oberstaatsanwalt am Großh. Landgericht der Provinz Oberhessen. Baracken-Bauten 20 -mm-Bretter liefern direkt aus dem bayr. Wald. 8kdr. Kusch io Lsscidüch (Mail,) 8tatt besonderer Anzeige. Gestern starb in der Universitätsklinik zu Heidelberg meine gute Frau, die treu sorgende Mutter unserer Kinder unsere liebe Tochter, Schwester und Schwägerin Frau Lillie Bücking geb. Köpfer im 39. Lebensjahre. In tiefer Trauer: 10579 Friedrich Bücking, Gr. Forstmeister i, p. nnd Familie Jenny Köpfer geb. Müller Anguste Oechelhänser geb. Köpfer Heinrich Oechelhänser. Büdingen, Heidelberg, M.-Gladbach, den 10. Oktober 1914. Auf dem Felde der Ehre starb in Frankreich am 26. September, vormittags 10 Uhr, den Heldentod fürs Vaterland mein innigstgeliebter und herzensguter Mann, der treusorgende Vater seiner Kinder, unser einziger Sohn, Schwiegersohn, Bruder, Schwager, Onkel und Neffe Herr Jakob Haas Landwehrenann In der 6. Komp. K,andw.-Inf.-Regts. 116 im 34. Lebensjahre. Die tieftrauemden Hinterbliebenen: Katharina Haan, geb. Krämer und Kinder Beigeordneter Haas nnd i'ran l.n<1 ivis Krämer I. Familie Hahn, Gasthaus zum Einhorn Bürgermeister Krämer und Familie. Steinbach, 10. Oktober 1914. 07201 » O—«—»—» — • tMWIb b MHHM i m — — 9 Fortgesetzte Ersparnisse im Haushalt! Meine Nass- und Pfund-Wäsche ist zirka 50% billiger als jede im Haus gereinigte Wäsche :: Ohne Anwendung scharfer Mittel zu jeder Jahreszeit blendend weiss Lieferzeit zirka 2 Tage •• GROSSWASCHEREI EDELWEISS Schützenstrasse 12 GIESSEN Fetasprecher 487 Neu einigetroffen j if 11 Für Militärpflichtige Normalhemden Unterjacken Baumw.Flanellhemden Unterhosen Gestrickte Westen Fusslappen ■■ ■■ i«»a « Leibbinden Kniewärmer Pulswärmer Ohren wärmer Taschentücher usw. zu mäßigen alten Preisen. J. Schmucker Nacht., Marktstr.8 Noch sehr großes Lager Der Zeichen- und Malunterricht für Erwachsene und Kinder hat wieder begonnen. Porträtaufträge werden angenommen. Ver- grössernngen nach Photographien Verstorbener!. Oel u. Pastell. M. 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