*C. 238 Zwetter Blatt M- Jahrgang Erscheint täglich mit Ausnahme deS Sonntag?. Die „Siehenrr Lamilienblätter" werden dem .Anzeiger* viermal wöchentlich betgelegt, das „Kreisbiatl ffir den Kreis Sietzen" zweimal wöchentlich. Die „lantmirtschaslltchen Zeit- fragen" erscheinen monatlich zweimal. Gichener Aiyeiger General-Anzeiger für Gberhesjen Zamrtag, lO. Oktober Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäls - Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. Redaktion, Expedition und Dnickerei: Schulstrabe 7. Expedition und Verlag: sEbl. Rcdaktion:«-^I1L. Tel.-AdruAnzeigerGießen. I Nr. 8: Portugal. Ms dieser Tage der Besuch eines englischen Kriegs- cfses in Lissabon inibgeteilt wurde, wußte man in den verrichteten streifen bereits, daß der Dreiverband, dem der Erkenntnis ferner Unterlegenheit gegenüber Deutsch- rd und der Donaumonarchie selbst der Äörnn im Monde ; Bundesgenosse nicht zu schlecht erscheint, Portugal mit hr oder minder sanftem Druck utnrmxfrt. Nach dem eng- Heu ist auch ein französisches Kriegsschiff, der Pcrnzer- uzer Dupettt-Thonare, angeblich zur Terlmchme an der hresseier der Proklamierung der Republik (die am 5. Lk- ^er 1810 erfolgte) vor Lissabon eingetrchfen und dort von : Bevölkerung „begeistert begrüßt" worden. Man nrerkt M>sicht, aber man wird nicht verstimmt, und die weitere tldnng, wonach es nicht als ausgeschlossen angesehen wird, S die portugiesische Negieruirg aus Drängen der eng- hen Regierung Deutschland den Krieg erklären rde, kann nicht überraschen, aber sie kann uns auch völlig Tjchgiiltig lassen; ja, sie mutet fast wie ein grotesker Witz : Weltgeschichte an. D« Kriegsflotte Portugals, das heute noch von den Lnnerungen an Heinrich den Seefahrer und Vasco de wa uird von den Erträgnisse» des StaatsbMrkcrotles lebt, mit chven 27 Fahrzeugen und 9 sogenannte» Hilfsschiffen, lche sämtlich keinen nennenswerten Gesechtstvcri haben, vnso belanglos wie das portugiesische Heer, dessen nomi- Lle Friedensstärke 30000 Mann beträgt, während die Niegsstärke" von 175380 Mann lediglich in den Staats- ndbiichern ein veilchenhaft bescheidenes Dasein fristet, «gerische Daten hat die Armee >vie die Flotte Portugals x verrichtet bei den zahlreichen Meutereien und vor allem i dem vor vier Jahren erfolgten Sturz der Monarchie, Wenn daher seht gemeldet wird, datz portugiesische Hilfs- rppen angeblich über Nantes nach Orleans gebracht wer- rt sollen, so möchte man frage::, ob es einen Sinn hätte, seren Truppen noch mehr Kanonensntter entgcqc»zullen, Jrnmerchin sp-iirde es ein Zeichen sein, wie trostlos die immung in England und Frankreich bereits sein mutz, mn sie sich bilfesucksend an das kleinstaatkichc Portugal mdeu, Oder handelt es sich etwa um den Ausbruch eines iten Grützerrwahnes, der Portugal veranlaßt, dem großen mder zu Helsen? Dem großen Bruder^ dem: man weiß, sj zwischen: dem Dtitenreiche und Portugal ein Bündnis ßteht aus Grund der Formel: lind willst du nicht mein rüder sein, so schlag ich dir den Schädel ein. Ein böser Bruder, dieser ländergrerige John Bull, Im ich« 1879 ztvang England die Portugiesen zu dem Lorenzo- crrqwe^Bcrtrag, worin dem Britenreick,c der Bau einer fenbahn von Lorengzo-Marquez nach Pretoria eingeräumt »rde 1880 raubte es den Portugiesen durch ein lUttmatnin s Makolololand, wovon diese später nur mit Hängen und Logen einen kleine:: Teil zuriickerhielten. Ms Portugal m« 1892 Staatsbantzerotleur wurde, verstand es England, «h die Herbeiführung der Finanzkontrolle das Keine Endchen ganz unter seine Abhängigkeit zu bringen. Die iscn des Landes standen seitdem der englischen Flotte offen, x welche die portugiesischen Kolonie:: Stützpunkte und »hlenstavionen wurde::. Schon im Bnrenkrrege benutzte »gland die portugiesische Beirabahn für die Beförderung Mischer Truppen und machte sich znm Herrn der Delagoa a. Kann man sich da Wundern, roeim di« Briten auch "jetzt m Portugiese:: kommandieren: Aus in den Kamps! Portugal selbst kann einem dabei leid tun, auch tvenn c törichten Lissaboner den englischen und französischen chissen zujubelu. In Portugal "herrscht sckwn jetzt bittere ot infolge schlechter Ernte :rnd daniederliegenden Wirt- xofislebens; die Arbeitsnot wächst ebenso bedrohlich wie rrallcl, damit die moncrrcknsttsckze Uinsturzbewegung, Glaubt cm etwa, nach dem Rezept Napoleons III, die Unzufriedenst im Kriegsalarm ersticken zu können? Angeblich wer- :n bereits portugiefisä^e Truppen nach Afrika befördert, n in deutsches Kolonialgebiet einzusallen, und es lseitzt, rtz England Portugal fiir seine .Hilfe einen Teil von eutsch-Ostafrika und des Dawavalandes versprochen habe, ngland ist freigebig auf anderer Leute Kosten, aber der Bär, dessen Fell man zerteilt, benutzt zurzeit kräftig seine Tatzen, Statt der deutschen Kolonien könnten die Portugiesen nicht :mr deutsche Hiebe, sondern, was für sie anr Ende noch schlinnner iväre, ihren Manuel bekommen. Heißt es doch, daß der encMche PI«u im Bunde mit den portugiesischen Monarchisten dahin geht, die ausrückenden uns vor allen: die daim t«eder entrückenden Tritppen zu einem nronarchistisckxm Putsch zu benutzen. Doch das sind innere portugicsisckK Angelegenhellen Wenn es sich aber wirklich bestätigen sollte, daß das kleine Portugal, sei es freiwillig oder auf Zureden oder von dem großen Bruder gezimingen, sich uns entgegenstellen ivill als Gegner Nr, 8, dann soll es sich — ll: acht nclMen! Au§ dem Reiche. Berlin, 9, Okt, (WB. Nichtamtlich.) Die Prefseabtellung des General st abes spricht für die Einsendung ausländ: scher Zeitungen seinen verbindlichsten Dank aus, bittet aber nur solcize Zeiwngen einsenden zu loollen. die bei ihren, Eintrest'en in Berlin nicht älter als l-öchitens vier bis sechs Tage sind, Karlsruhe, 9, Okt, ;W, B, Nichtamtlich) Der Stadt- r a t beschloß in seiner gestrigen Sitzung, bei dem Bürgcrausschuß die Beimlligung einer Gabe von 10 000 Mark für die Hilfsbedürftigen in Elsaß-Lothringen zu bcanttagcn, die dem Kaiser- lichcn Statthalter sür Elsaß-Lothringen zur sachgemäßen Verwendung zur Versügung gestellt werden soll, K a r l s r u h e. 9, Okt. (W, B, Nichtamtlich) Für die morgen stattfindendc Landtagsersatzwahl in Karlsruhe-Ost für den au, dem Felde der Eine gefallenen Dr, Frank haben die Zen- trumspartei, die Nationalliberalcn und die Fortscknittlcr von der Ausstellung eigener Kandidaten abgesehen, so daß die Wahl des sozialdemokratischen Kandidaten Dr, Marum als gesrchcrt erscheint, _ Au» Stadt und (and» Gießen, 10. Oktober 1914. Auf dem Felde der Ehre gefallen. (Aus Hessen und den Nachbargcbieten.) Lt, Fritz Schiele, Landw,-Jns,-Rgt, Nr, 48, aus Gießen, — Landwehrm, Phil, Amend, Jns,-Rgt, 116, aus Treis a, d, Lda, — Obermatrose d, Res,-Matr,-Art, Ludwig Jung, aus Klein-Linden, — Gell, d. Res, Milh, Peter, Jnf.-Rgt, 116, aus Reiskirchen, — Lt, Earl Beck, Jnf.-Rgt, 68, aus Hanau, — Unterosf, Jos, Aug, Seipel, Ins, Rgl. 88, aus Hanau, — Res, Friedr. Wilh, H o s h e i n z aus Manderbach, — Res, Will), Ad, Kreckel, Res,-Jnf,-Rgt, 81, aus Eibach, — Lehrer Weinert aus Dillenburg, — Ost,-Stellv, Dr, ing, Wilh. Zeh, Jnj.-Rgt, 6b, aus Darmstadt, — Ost,-Stellv, Oberlehrer Hermann Handwerk, Res,-Jnf,-Rgt, 116, aus Groß-Umstadt, — Hornist Otto Bach, Jnf.-Rgt, 81, aus Essolderbach, — Unterosf, d. Res, Kon- rad Wols, Jnf.-Rgt, 116, aus Wolf b, Büdingen, — Hermann Kühl aus Inheiden, — Lt, d Res, Gerichtsass, Mardorf, Res,- Jnf,-Rgt, Metz, aus Marburg, — Gell, Anton Weller, Res- Jns,-Rgt, 81, aus Atzbach. — Landwehrm. Wilh. Lutz, Jnf.- Rgt 81, aus Burgsolms, — Res Karl Schaub, 2, Matr,-Art,-- Rgt,, aus Wetzlar, —- Res, Wilh, Eckhardt, Jnf.-Rgt, 116, aus Dlllheim, — Osf.-Stellv, Otto Rutenick aus Ossenbach a, Main, — Musk, Chriswph Klees. Jnf.-Rgt, 168, aus Osten- bach a, M, — Bizefeldw, d. Res, Hans Seid aus Ostcnbach a, M, — Res. Frickrich Walther aus Herborn, ** Das Eiserne Kreuz wurde perliehen dem Lt. d. Res, im Res,-Jns,-Regt, 60 Hans R ei der aus Gießen, dem Fähnrich Eberhard v. Jhering aus Gießen im Jnf.-Regt, 83 sür wichtige Meldungen in den Kämpfen bei Insterburg beim Abmarsch der Ristsen, ** T ie bisherigen Verluste der Maschineu- gewchrkompagnie In f,-Regt s, 116, Hauptm, Po ly, Chef der Maschinengewehrkompagnie Jnf.-Regt, 116, hat dem Bezirkskommando die nachsolgeüde, käs zum 1. Oktober reichende Verlustliste seiner Kompagnie zugesandt: Am 22. August Oberl. Kienitz schvw, — Lt, de Harde schvw, — Einj,- Unteross, Mörschel tot, — Unterosf, Kersting schvw, — MuSk, Jung schvw, — Musk, Stapf schvw, — Am 27. Aug.: Res, Erb tot, — Res, Becker schvw — Res, Krall schvw, — Musk, Schäfer lvw, — Eins-Gell, Scherz Armbruch. — Am 28, August: Feldwebel Voets lvw, — Gefr Badonin lvw, — Musk, Hubertus lvw, — Musk, Wolf lvw. — Musk, Baumsch eidt lvw, — Musk, Hohmeyer schvw. ** Der Ortsgcwerbeverein hat seine Mllglieder und deren Söhne, soweit sie ins Feld gezogen sind, in der h e s s i s ch e n Kricgsversicherung mit je l Antrll versichert. Weiter« Anmeldungen zur Versicherung, die durch das 'Ausrücken des Landsturmes und der Freiwilligen in den letzten Tagen notwendig werden, nimmt die Schuldienerin int Geiverbelzaus (Kirchstraßej entgegen, Kreis Lautcrbach. iä, Lauterbach, 7.Okt. Unter zablreicher Beteiligung sand aeüern die Beerdigung des Rietelellchen KainmestekrelärS Knapp slait, der im Lazarett zu Kassel an seiner aus dem Sclilacbt- ielde erhaltenen Wunde gestorben ist, Tie Frclherren Riedesel und deren Beamte, sowie die hiesigen Vereine gaben ihm die letzle Ehre. iä. Frisch born, 8. Okt. Wir bericktelen kürzlich, daß ein Landwehrinann von hier in s r a n z ö s i Ich e 6) e s a n g e n s ch a s t geraten sei; verleide hat jetzt einen Genossen gelunden in den: von hier stammenden Kaukmann August Li st mann, der beim aktiven 81er Regiment i» Frankiurl stand. Er erhielt eilten Schuß durch die Wnde »ud ivurde vom Schlachllelde g c s a „ g e » nach Rocheiort gebracht In einem Briele teilte er mit, es sei ihnen mir ertaubt, einen Brief von höchstens 1ö Zeile» iigch Hause zu schrelbeii. iä, Sick e ii d o r s. 8, Okt, Das hieüge Lazarett des Herrn Baron R i e d e I e l isl jetzt gelülll, Io daß bereilS e:n Reservelazarett in Benutzung genommen iverdcn mußte, Starkcnburg und Nlsdinhcsscn. in, O ffenbach, 9, Okt, In der gestrigen 5. Kriegssitz u n g der Stadtverordneten bildete die Frage der G e >v ä h r u n g von M i c t S z u s ch ü s s e n durch die Stadt an Angehörige von Kriegsteilnehmern und Arbeitslosen den Hauptgcgcnstand der Beratungen, Der Osfenbacher tzaus- und Grundbesitzervercin hatte hierzu ein Gesuch gestellt, nach dein die Stadt 50 Prozent der von den .ikricgsteilnchmerir oder Arbeitslösen nicht bezahlten Alieten von der Stadt übernommen merbeit sollen. Dadurch würde die Stadt nach den angestelltcn Erhebungen eine monatliche Belastung von rund 150000 Mark erfahren. Dieses Gesuch wurde aus dieser Grundlage abgclehut. Dagegen wurde beschlossen, in nachgewiesenen Fällen dringender Not und Bedürftigkeit den bedrängten Mietern Mietszuschüsse aus den sür die Kriegssürsorge zur Verfügung gestellten Mitteln zu gewähren und die Prüfung und Entscheidung darüber den Orga» neu der städtischen Kriegssürsorge zu überlassen. Für die städtische Mithilse sollen jedoch noch besondere Grundsätze von der Stadtverwaltung mit der Kriegsfürsorge vereinbart werden etwa auf der Grundlage, datz auch die Verinicter einen Teil der Miete Nachlassen sollen. Für die städtische Kriegs-- fürsorge wurden bisher 218000 Mark verausgabt, tvvvvn 104 000 Mark bisher durch freiwillige Spenden getilgt werden konnten. Hessen-Nassau. k, Königsberg. 9, Okt. Bei dem hiesigen Pfarramt gingen 45 Mark sür Ostpreußen ein, b, Biedenkopf, 9, Okt, Für dll Notleidenden rn Ostpreußen suü> bis jetzt hier insgesamt 1683,45 Mark eiiv gegangen, h, Hartenrod, 9, Okt. Unteroffizier August Debu i (Res,-Jnf.-Rgt. 83, 11. Komp ) starb den Heldentod fürs Vaterland, w, W a l l a u, 9, Okt, Lehrer Afons Bernhard (10, Kvmp, Res.-Jns,-Rgt, 83) wurde mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet, h W a l 1 a u bei .Hochheim, 9, Okt Eine der Marner Militärbehörde gehörende Schafherde wurde bier nächtlicherweile von wildernden Hunden überfallen. Etwa 200 Schafe kamen! dabe: ums Leben, Nunmehr erhielten die Schäfer vom Gouvcr- neurrnent Gewehre und die Anweisung, all« wildernden Hunde sofort zu erschießen, -s- Beb ra, 8, Okt, Die seitherige Internationale Schlafwagcngesellschast läßt jetzt an ihren Eisenbahnschlafwagen das Wort .Internationale" durch „Deutsche" ersetzen, _ 3ut'3fltffIäVUltg* jniiete Mutter sind der Ansicht mit dem Nestle'ichen ilindermebl ein ausländisches Erzeugnis zu lausen. De,» ist aber nicht so. Die Neittcstche Kindcrmebl GeseUschai: in Berlm und eine ,Fabrik gleichen NaineuS in Bauern wurden mit Schweizer Kapital gegründet, und werde» bei der Herstelluni unicrcS KindermebieS Tcutschc erstklvisige Robvrodiiktc beson> derS die vollrabmbaltigc Allgäuer Alvciiinilch verarbeitet. Um atze Mütter von der Güte dieses seit eine», batben Jabrbundert beliebten Näbrinittcls z» überzeugen, werden von der Nestle Ge- sellschast. Berlin W. 57, Gratisvrobcn srnnko versandt. I1«518ss Lin Brief und ein Lied von Hermann Lön§. Als Kriegsfreiwilliger ist am 27, September vor Reims u Dichter der deutschen Heimatskunst gefallen, der präch- ge Schilderer der Lüneburger Heide, der Sänger so manchen hten Volksliedes: Hermann Löns, Der scharfäugige und ellhörige Jäger war bc: ihm eins geworden mit dem wissen- haftlich ticfdringenden Beobachter und Erforscher der Pslan- :n- und Tierwelt, und was der Freund alles Waldgeiiers, :r Verehrer der Heideblumen, der uns klassische Prosastücke citurwissenschastlicher Darstellung hinterlasscn, geschaut, das ehielt neues Leben im Spiegel seiner Dichtung, Seine wich- gsten kleineren Werke stehen in dem „grünen Buch", das vor llcm der edlen Jägerei gewidmet ist, und in seinem braunen Buch", das Erde und Ackerscholle des Lüneburger mides besingt, das ihm, dem geborenen Wcstpreutzen, zur euen Heimat geworden war. Sein künstlerisch Bestes hat c in seinem kerndeutschen Roman ausdemDreißig- ährigen Kriege „DerWchrwols" gegeben, der venso wie die reinste Sammlung seiner schlicht-schönen Volks- ,eder „Der lleine Rosengarten" im Berlage von Eugen Tie- erichs in Jena erickstenen ist. Der Mann, aus dessen Werke r jeder Zeile deutscher <3ntn und deutsches Herz sprechen, vnnle nicht müßig bleiben, als die große Stunde kam, da, c>s Vaterland seine besten Aiänner forderte. Als ernsacher eüsilier zog er im Mler von 48 Jahren ins Feld und stand eim 10, Armeekorps im 73, Infanterie-Regiment, Welche Besinnung ihn dabei beseelte, geht aus einem seiner etzten Briefe hervor, den er kurz nach der Kriegserklä- ring und vor seinem Eintritt ins Heer schrieb und ans dem >ir einige charakteristische Sätze Mitteilen können: „Mein Kriegslied von 1914 bade ich 1910 geschrieben, nn .Dehnvoli". Ich wollte in den Jahren hinterher einen grotesken ionian, der den Dreifrontcnkrieg behandelt, schreiben, kam -bet ans allerlei Gründen nicht dazu und bin darüber froh, denn «s Buch wäre doch hinter den Taten zurückgeblieben. Von allen Seiten mahnt man mich, aber cs kommt mir dumm vor, das zu rtzen und zn dichten, wo andere, ältere, schwächere, als ich. ihre knochcn vor den Feind bringen. Ich sitze bis cm den Hals voller söitk und Galle, Vielleicht entlädt sich das in Liedern, vielleicht, »iclleicht auch nicht. Ich kann schießen, habe Äilsnaugen, kann schleichen wie ein Fuchs und sitze hier noch untätig. Das ist nieder- ziehcnd. , , Ich war bei der Kriegserllärung in der Heide aus der Jagd, Die Haltung des Volkes war herrlich. Mein Wllt gab vier Söhne sott, der Schulmeister desgleichen. Man sah den Leuten keine Veränderung an." Eins der schönsten Kriegsliedcr unserer Tage ist Löns noch gelungen; es ist schon mehrfach vertont worden und wird, besonders der trefflichen Melodie, die es in de« Diederichsschen Sammlung „Empor mein Volk" begleitet, als würdiges Testament dieses echten Volksdichters gewiß in weite Kreise dringen. Es heißt „Deutsches Mal rosen lied" und lautet: Heute wollen wir ein Liedlein singen, Trinken wollen wir den kühlen Wein, Und die Gläser sollen dazu llingen. Denn es muß, cs muß geschieden sein. Gib mir deine Hand, deine liebe Hand, Leb wohl, mein Schatz, leb wohl; Denn wir fahren gegen Engeland, Unsre Flagge und die wehet aus den» Maste, Sic verkündet unsres Reiches Macht; Denn wir wollen es nicht länger leiden. Daß der Englischmann darüber lacht. Gib mir deine Hand, deine liebe Hand, Leb wohl, mein Schatz, leb wohl; Denn wir fahren gegen Engeland. Kommt die Kunde, daß ich bin gefalle». Daß ich schlafe in der Mecresslut; Weine nickt um mich, mein Schatz, und denk^ Für das Vaterland, da floß mein Blut. Gib mll deine Hand, deine liebe Hand, Leb wohl, mein Schatz, leb wohl; Tenn nur fahren gegen Engrland, » Eine oberbayrische Uraufführung, Man berichtet uns aus Halle a, S,: Hans Werner, der vortteff- lichc Charakterdatsteller des Denggschen bezw, MethschenBau- erntheaters hat seinen zahlreichen Stücken, von denen einige recht gut sind, ein neues, vom ictzigen Kriege dikticttes hinzugetügt: „N a t i o n e n". Das Stück gelangte durch Melhs Schliersecr Bauerntheater, das seit einiger Zell im Halleschcn Walhallalhcater spielt, zur Uraufsührung. Es gibt in vier Bildern die Stimmung in einem Dorf an der bayrisch-österreichischen Grenze während der eiTsten Mobilmachmrgstage der daraufsolgenden Wochen wieder. Drei Nationen sind vettreten, Deutsche, ein Oesterreicher und ein Italiener, Ter Oesterreicher dient bei einem bayrischen Bauern als Knecht, ist ein lleuzbraver Mensch und liebt die Tochter seines Diensthcrrn, Als der österreichisch-serbische Krieg ausbricht, muß er sofort mit. Er nimmt den Sogen seines Herrn zu dem Bunde zwischen ihn: und der Bauerntochter mit sich. Bald daraus wird auch der Bauer selbst als Lairdsturmmaim eingezogen, Deutschlands und Oesterreichs Wasienbrüderschast wird in dem Stück natürlich hoch gefeiert; schlechter komm: der Italiener weg, der sich seine Zei- ttmgen nachschicken läßt und im ganzen Dorf schadensroh aus- strnii, daß die Deutschen und ihre Verbündeten schlimm dran wären. Obwohl seine Dienstzeit — er ist Ziegelarbeiter im Dorf — bald um ist, wird er um seine verdiente Tracht Trüget nicht herumkommen, Das Mißlichste an dem Sttick ist, daß es wie alle von dem jetzigen Krieg inspiriettcn Schöpfungen nur Stückwerk sein kan». Der Schluß ist gezwungen und muß unbefriedigt lassen. Dazu kommt noch, daß manche Szenen des Stückes überaus vhrasenhast anmuten. Dagegen si:ü> Gesinnung und die Charakterisierung einzelner Geslallen lobenswett; außerdem enthält das Stück einige markante und llastvollc Dialoge. Die ausgezeichnete Darstellung, an der Hans Werner selbst, und Joseph Meth großen Anteil hatten, tat das übrige, um der Uraufführung eine äußerst beifällige 2(ufr nähme zu bereiten. — Leoncavallo auf dem Index, Aus Köln wird uns geschrieben: Die llndanllmrkeit'und Dentschserndlichkeit, die Leoncavallo anläßlich des Protestes gegen die airgeblrckie Zerstörung der Kathedrale in Reims offenbatte, bestimmten den Leiter der Kölner Stadttheater, Hollat R e m o n d, gleichsam in letzter Stunde den ,^8ajazzo" vom Spiclolan abzu- setzen. Das Publikum war offensichtlich mit dtesenr, von ,chänem Patriottstirus zeugenden Schritte einverstanden, obwohl das aus- oerkauste Haus vor der „Cavalleria" Lconcaoallos H per enoartet hatte, und zeichnete die stall dessen gebotenen muukalua>en und deklamatorischen Vorttäge mit osletttalrveni Beifall ans Unter diesen befand sich freilich auch eru neues, kur^S Lied des bekannten neuzeittgen Tonlyrikers Fritz tflccf „Xet heilig« Zorn" Meinhold Volker , das zeigte, daß au, Flecks, d«s Tangers oetträumter Wcvcn, Leier auch mächiige, heroische Tdne llingen und das, von Menzinskv ausdrucksvoll gesungen, die Sensation des Abcnos bildete. Es dürste das Markigste und Wett- vollsle sein, was die musikalische Kriegslyrtt bis heute hervor» gebracht hat. - £. W. Jur Vermeidung von Verwechselungen »et ^ddefteNung von Vermtetunqs. Anzeigen ober dgl. wird dringend um Angabe der^inretgennummer gebet. Verlag des Gich.Anzeigers 7 - 9 = 3 iDira.= 2 Sol)it. bochherrichastl., 1. 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September unser innigstgeliebter, hoffnungsvoller, unvergesslicher Sohn, Bruder, Enkel, Schwager, Onkel und Neffe Hermann Dorr Unteroffizier in der 6. Kompagnie Infanterie-Kegts. Nr. 116 im 22. Lebensjahre. Die tieftrauernden Hinterbliebenen; Familie H. Dörr, Gastwirt Familie H. Dörr Familie W. Schaub Familie F. Dörr. Erda, Hausen, den 8. Oktober 1914. 10520 Heute früh 5 Uhr verschied im Alter von 28 Jahren meine liebe Frau, unsere gute Mutter, liebe Schwester, Schwägerin und Schwiegertochter Ottilie Rosenbaum geb. Fuld. Im Namen der Hinterbliebenen: Xax Rosenbaum. Bodheim a. d. Bieber, Giessen, den 10. Oktober 1914 Die Beerdigung findet Sonntag, den 11. ds. Mts. nachm. IV» Uhr ln Kirchberg bei Lollar statt. 10551 Nachruf. Am 15. u. 24. Sept. starben aus Frankreichs Erde, in den Kämpfen fürs Baierland, unsere treuen. allseitig geliebten und stets vstichi- ersüllenden Mitglieder 10534 In der Nacht vom 9. Oktober starb den Heldentod fürs Vaterland an den Folgen seiner am 22. September erlittenen schweren Verletzung im Krankenhaus zu Eitorf a. d. Sieg mein innig t geliebter Mann, der gute Vater seines Kindes, unser unvergesslicher Bruder, Schwager und Schwiegersohn Georg Harnisch IX. Gefreiter der 5. Komp. Res.-Inf.-Regts. 116 im 29. Lebensjahre. , In tiefer Trauer: Marie Harnisch geb. Burk und Kind Familie Balth. Damasky Familie Georg Pitz Familie Karl Dietz Familie Balth. Häuser H. Familie Balth. Burk V. Balt. Burk, Telegr.-Assistent. Die Beerdigung findet statt Montag V»3 Uhr in Watzenborn. Wer ihn gekannt, wird unsem Schmerz ermessen. Was er uns war, wir wcrden’s nie vergessen. 10030 Severin Leyerer Wcdrmann Philipp Conrad Reservist beide im Infanterie Regiment 116 Wir werden denselben ein bleibendes Andenken bewahren. Climbach, den 10. Oktober 1814. Gesangverein Licderkranz. Allen, die beim Hinscheiden unserer unvergeßlichen Maria Seibel in liebevollem Gedenken an die Verewigte ihre Teilnahme bezeugten, sagen nur innigsten Tank. 10522 Die trauernden Hinterbliebenen. Gießen, den 10. Oktober 1914. G. F. F. Den Heldentod fürs Baierland starb am 6. Oktober unser lieber Kamerad Ludwig Küspea^ Reservist im Infanterie - Regiment Nr. 116. Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren. 10543D Giehener Zreiw. Zeuerwehr. Nachruf. Am 7. September starb den Heldentod fürs Baierland unser Sangesbruder Heinrich Bender Reservist der 16 . Komp. Kaiscr-Alcxandcr- Gardc Grenadier-Regiment» Wir verlieren in ihm «in eifriges treues Mitglied. Sein Andenken werden wir allezeit in Ehren Hallen. 10526 Gesangverein Liederkranz. Rodheim a. d. Bieber, den 9. Oktober 1914. Danksagung. Für die vielen Beweise Iierzlichfter Teilnahme bei dem uns so schwer bcirossenen Verluste sagen wir allen herzlichen Dank. Familie Kröck Familie Schleenbeckcr. Heuchelheim, den 9. Oktober 1914. 10559 -f NACHRUF. Auf dem Felde der Ehre starb am 15. September den Heldentod fürs Vaterland unser treuer Sangesbruder Ludwig Jung Obermatrose der Reserve-Matrosen-Artillerie. All zu früh, in der Blüte seiner Jugend ist er aus unserer Mitte geschieden. Wir werden ihm stets ein ehrendes Andenken Gesangverein„Arion“, Klein-Linden. Den Heldentod für das Vaterland starb infolge schwerer Verwundung gestern abend b'/ t Uhr unser innigstgeliebter und einziger Sohn, Bruder, Enkel und Neffe, der Fahnenjunker Otto Eischer Unteroffizier im Inf.-Regt. Kaiser Wilhelm Nr. 116. Im Namen der Hinterbliebenen: Geheimer Justizrat Dr. Fischer Emma Fischer, geb. Wallenfels Else Fischer Anni Fischer Gertrud Fischer. Lorsch, den 7. Oktober 1914. Am 26. September starb in Frankreich den Heldentod für das Vaterland mein lieber Mann, unser guter Sohn, Schwiegersohn, Bruder, Schwager und Onkel Eduard Heyer Offizier-Stellvertreter im Reserve Inf.-Regt. Nr. 81 In tiefem Schmerz: Fran Christine Heyer, geb. Debns Familie Wilhelm Heyer Familie Wilhelm Heyer junior Familie Johannes Debns. Krofdorf, Fronhausen, den 9. Oktober 1914. 10isl Bürsten waren, Ftvßttltdcr, Lhnuc, JftiiDüinsic, Int Klüsen, LlhtueMer lisiv. n bester Qualität empfiehlt |Wilh.leichtweäs Bürftcnfabrikation Sonnenstraste 18. I 10IM Die Beerdigung findet Sonntag, den 11. Oktober, nachmittags 2 l / s Uhr, in Lorsch statt. 105 Wasserdichte Militär-Westen aus In. Segeltuch, gut imprägniert mit u. ohne Wollfutter, lufiarerüentilcli bewahrt and viel verlangt, stets großes Lager und Anfertigung nach Maß Gummimäntel nnd Gummiumliänge Ledergamaschen prima Riniloäer ohne Nabt (gewalkte) von Mk. 11.50 an Schlalsäcke vollständig wasserdicht und warm Fnssschoner erleicht, d. Marschieren V orschrif tsmäßigo Offizierkoffer und Feldausrüstungen Feldflaschen, taleeke, Becher, Revolyerlutlerele, Leibriemen, Rucksacke usv. Anfertigung In eigener Werkstatt. [10223 (SelterHweg 79. Telephon 276. Wer in Gedanken der Seinen fortlebt, Der ist nicht tot, der ist nur fern. Den Heldentod fürs Vaterland starb am 17. September unser innigstgeliebter braver und einziger Sohn, Bruder, Enkel und Neffe • Otto Müller Jäger im 11. kurhessischen Jägerbataillon Marburg im 22. Lebensjahr. In tiefem Schmerz namens der trauernden Hinterbliebenen: Otto Müller. Lollar, den 10. Oktober 1914. 07193 '••'jTv-' ■ ß Hollündlnche DlumeDzwiebeln Hyazinthen Tulpen Narzissen [998C Crocns Schneeglöckchen Scilla is. a. sind in Ia. QualRftt einge- troffen und empfehle solche zur Zimmerkultur sowie zur Bepflanzung v. Beeten und Grabstätten. Reiche Sortenwahl, Preisliste gratis. Hefnr. Hahn Samenhandlung \eaMta«lt 8 Tel. 403 Ia. Raupenleim und Unterlagepapier zum An legen v. Fanggürteln für Frostspanner, empfiehlt Heinrich Habn. amendandlung, Neustadt 8 , retrvüo» 408. } Für den Kriegs-Beda Wollene Sclilafdecken Stoffe für Bett- und Kissenbezüge Bettücher Handtücher Schwestern- u. Krankenwärterbekleidung Krankenanzüge Krankenhemden Operationshemden Pflegerinnenschürzen Krankenwärterschürzen Leibbinden Fusslappen Taschentücher Wollene Unterzeuge Hosen Jacken Hemden Schlafanzüge seidene Hemden Lederwesten gestrickte Westen Handschuhe Socken Kopfhauben Ohrenschützer Knie- und Pulswärmer 10526» Gebrüder Imheuser, Marktplatz 9110 Bekanntmachung. Die Vervsteguiigsgelder für die während des Monats September in Bürgcrnwhnunacn untcrgebrnchten Mannschaften des I. und des Ersatz Landsturm Bataillons geinngen bei der Stadtkaiic (Eingang von der Süd Anlage) zur Auszahlung und zwar: 1» vom 12. Oktober an für die in ihren eiaenen Wohnimacn verbliebenen taiso dieGiebeneri Mannschaften soweit sie nicht mehr anwesend sind, erfolgt Zahlung ^>n ihre Ebesrauen oder andere Personen, die sich über Empsanasberechtianna ausweisen: Li Vom 18. Oktober an für die übrigen idas sind j die in fremden Wohnungen vervfiegteni Landfturmleutc. Die Bergütunaen für die zu 2 bezeichneten Mannschaften werden bezahlt: a> soweit sie für Mannschaften des I. Bataillons zu tleiften ünd, an den Hausbesitzer oder einen der beteiligten ^Bewohner je in einem Betrag fürs ganze Haus: die Auseinandersetzung mit den übrigen Beteiligten ist Sache ches Empfängers— t>> im übrigen an die einzelnen Empsangsberechtigten. Kür die im September hier untcrnebrachten Mannschaften anderer Trnvventcile, insbesondere der Garderegimenter, können dir Vergütungen argen Vorlage -vech Vervslegunaszettcl wie seither im Stadthaus, .Seitenbau, von den beteiligten Einwohnern in Empfang ! genommen werden und zwar aus den Strahen mit den Anfangsbuchstaben A tAlicestrahei bis G lGutenbergstrahe) vom 12.Oktober an, H (Hammstrahei bis 8 tLudwigftrastel vom 15. Oktober an, M (MänSburgi bis So lSonnenstrasjei vom 20. Oktober an, St lS«einstrahe> bis Z lZozelsgasse) vom 24. Oktober an. Giehen, den 8. Oktober 1914. Der Oberbürgermeister. Keller. 10528B Bekanntmachung Die in Giehen wohnhaften, in den Jabren 1884 bis «inschliestlich 1888 geborenen, unnnsgcbildeten Land- sturmvftichtigcn, die sich noch nicht zur Landsturmrolle gemeldet haben, sardere ich hiermit aus, die Anmeldung aus Zimmer 4 des Regierungsgebäudes lLandgras-Phiiipv- iPlatzl unter Vorlage des Landsturmscheins sofort zu be- i wirken. I Wer die Anmeldung zur Landsturmrolle unterläht, > wird mit Freiheitsstrafe von 8 Monaten bis zu 5 Jahren 1 bestraft. Giehen, den 10. Oktober 1914. 10555B Der Oberbürgermeister. __ Keller. __ Bekanntmachung. Den nachstehenden Ausruf des Oberbürgermeisters scher Stadt Königsberg in Ostvreuhen bringe ich unter . dem Ankügen zur allgemeinen KenmniS, dah Gaben ftir die Provinz Ostvreuhen im Stadthaus, Zimmer 15, entgegen genommen werden. Giehen, 19. September 1914. Der Oberbürgermeister. Keller. Mitbürger! Weite Strecken unserer gesegneten oftvreuhischen Fluren sind vorübergehend vom Feinde besetzt und-fast überall barbarisch verwüstet worden. Viele unserer Landsleute stnd grausam bingemordet, wer das nackte Leben gerettet hat, ist zumeist an den Bettelstab gebracht. Namenloses Leid ist so über tausende von Familien gebracht worden! Woblan denn liebe Mitbürger! Laht uns ihr Leid als eigencs mitrmvstndcn! Unsere Provinzialbauvtttadt zeige ftch ihrer lieber lieserung würdig. Sie ist von den wirklichen Leiden des Krieges noch unberührt, unser herrliches Heer schützt sie, wie die »och unbesetzten Teile Ostpreuhens mit unvergleichlicher Tavserkcit. Bon unserer allen Krönnngsftadt soll der Rus in das ganze Vaterland hinausgeben: Helft unseren armen von Haus und Hos vertriebenen oktvreuhischen Landsleuten! Können wir ihnen auch zurzeit selbst leider nur vorübergehend ein Obdach gewähren, so laht uns doch i alsbald den Grundstock z» einer Sammlung legen, die den Flüchtigen Hilsc, den Heimkebrrnden demnächst einige Unterstützung zur Wiedererlangung ihrer wirtschaftlichen Existenz gewähren soll! Spende ein jeder freudig nach seinen Kräften, jede, auch die kleinste Gabe ist willkommen. Ganz ! Deutschland wird stchcrlich srendig zu unserem WiKke mitbclscn. Gebt doch durch diese sür unser teures Vaterland schwere, aber auch so grobe, gewaltige Zeit nur der eine Gedanke: Einer für Alle und Alle sür Einen! Königsberg, den 25. August 1914. Der Oberbürgermeister. vr. K ö r t e._ 10514 B Gießen, Süd-Anlage 7. 10497 Nuterricht tu allen weiblichen Handarbeiten. Wcih- näbcu. Stickereien jeder Art. sowie Knnttarbeitcn, Brandmalerei, Ticsbrand, Schnitzcrei.Ledcrvlastik uiw. j Für Auswärtige ganze oder teilweise Pension im Hause. Wir laden unsere Mitglieder hiermit zu einer Versammlung zwecks Besprechung der Gießencr Kredit-Genossenschaft von 1914 aus Mittwoch, den 14. Oktober, abends Uhr, *n den oberen Saal des PostkellcrS ein und bitten uin zahlreiche Beteiligung. vetaiWen-verein. Nausmännischer Verein. Ortsgewerbeverein. Konkursverfahren. Das Konkursverfahren über den Nachlaß des Handelsmanns Heinemann Stern in Hungen wird nach erfolgter Abhaltung des Schlußtermins hierdurch aufgehoben. Hungen, den 2. Oktober 1914. 105S9 B Grobherzogliches Amtsgericht. Jagd-Verpachtung. Mittwoch, den 14. Oktober d. I. nachm. 2 Uhr soll in der Wirtschaft des Karl Adolph die hiesige Gemcindejagd auf weitere 6 Jahre unter den bei der Verpachtung bekanntgegebenen Bedingungen verpachtet werden. Bemerkt wird noch, daß das Jagdgebiet in 5 Minuten vom Bahnhof Hartmannshain zu erreichen ist und infolge großer Aufforstungen und Angrenzungen an Fiskalische und Standesherrschastliche Waldungen zu einer der besten Bogelsbergjagden gehört. sl047l Herchenhain, am 6. Oktober 1914. Großh. Bürgermeisterei Herchenhain. Komp. Für die Pflege der Verwundeten nnicrer Marine svendelen weiter folgende Beträge: Stadtgeometer Wihner 10 Mk., Reallehrer Salomon lTeil einer nebenamtl. Einnahme, die ganz sür Vaterland. Zwecke verwendet wurde) 15 Alk., Geh. Forstrat Weigand 20 Mk., Ungenannt 50 Mk., B. Hahn 10 Mk.. Oberlehrer Barth 10 Mk., Gärtner Rudolf Weber 8 Mk.. Ungenannt 3 Mk., Mitarbeiter des Giehener Anzeigers2,55Mk., Ungenannt 10Mk.. zusammen 138,55Mk.. mtl den früheren Spenden von 1802,66 Mk. gingen im ganzen ein: 1939,21 Mk. Den gütigen Gebern herzlichen Dank! __Pros. Bölzing, Goetbeslrahe 19. OHenbach a, M. privat Neai und Handelsschule, erteilt Sinjöl,rigtn;eugnis. Gute Verpfleg, u. Aufsicht. Sorgf.Ueberwach. d.Schularb. Groß Gart. Neubau m.Zentrash., el. Licht. j^sss. Pensionspreis. Prospekte d.d. Direktion. _ [801 hv] _ K» Ingenieur-Akademie • Wismar, Ojlsw^.-^r. * — (ELwn beton bau und Knli Not« Laboratorien. Arbeitspferde jüngere und ältere, habe ab Sonntag, den 11. d. M. wieder zum Verkauf. l0511 August Frensdorf Frankfurter Str. 31 Telephon 331. Bindfaden,Kordel und Packstricke Ia. erstklass Fabrikate, ständig. Lager von ca.3000kg sortiert in den gangbarsten Nummern. Ludwig Lazarus Asterweg 53 Fernsprecher 505. [10399 Lichtspiel-Hau Bahnhofstrasse 34 . 10 k Spielfol^e vom 10 .— 13 * Oktober: Die Dame in schwai Schauspiel in 3 Akten. An des Daseins Grem Drama. Landschaften. Burlesken. Neueste Nachrichten von dem Krie Baracken-Baut 20-mm-Bretter liefern direkt aus dem bapr. ' Ktbr. Sosllj in Lsskibalh (Ä t 10535ss Sch war xpnlver-Patronen: Bei Abnahm, v . 100St. bei 500 Haaloek . . . 525 5.— Fasan . . . 6.50 6.25 Baacklose Pitroaea: Silvanas . . 6.50 6.50 P. 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