' C. 237 x Sietzener Anzeiger cheint täglich, außer »nntagS. - Beilagen: erinai wöchentlich ihenerZamilirnblättcr: eimal wörtieiul.iirkis- ittfürdenitreisSießen ienstag und Freitag); eimal monatl. Land- rtschastliche 3citfragen rnivrech - Anschlüße: 'dieSchriltleitungllL rlag.Geschäitsstelleäl treffe lür Trafftnach- hten: Anzeiger Sieffen, inahme von Anzeigen : die Tagesnummer l poriniltags !t Uhr. Erster Blatt W. Jahrgang Freitag. 9. Oktober 8 c ii < 18 » r c t ,. inonatl. 75 Pi., viertel- jährl. Mk. 2.20: durch Abhole- in Zweigstellen monatl. 65 Ps.: durch diePost Mk.2.— viertel- jährl. auSschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal I5Ps., ansiv. 20 Ps. — Haupl- schriilleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich sür den volit. Teil: Aug. Goetz: sür .Feuilleton", .Vermischtes" und.Gerichls- saal": Karl tzleurakh: sür .Stadl und Land" : er Rotationsdruck und Verlag der Brühl schen Unio.vuch- und Steindruckerei R. Lange. Schriftlcitung, Seschästsstelle u. Druckerei: Schulstr. 7. h? B-ch )ie veschiehung von Antwerpen hat begonnen! Die Lustschiff- wlle in Düsseldorf von einem feindlichen Flieger getroffen. Ein nemr russischer Vorstotz gegen Lyck. WTB.) Großes Sauvtauartier, 8. Okt. abdS. örtlich.) Pom westlichen Kriegsschauplätze sind Ereignisse n tittschriScnder Bedeutung nicht zu melden. Kleine irtschritte sind bei Et. Mihiel und im Argon- n w a l d gemacht. Por A n t w c r p e n ist das Fort Lreen- nck genommen. Der Angriff auf die innere Fortlinic und mit auch die Beschießung der dahinter liegen- u Stadtteile begann, nachdem der Kommandant e "Festung die Erklärung abgegeben Halle, das; er die Per- twortung übernehme. Die Luftschisshallc in üsseldorf wurde von durch einen feindlichen Flieger vorfene B o m b c g e t r o f s e n, das Dach der .Halle durch- lagen und di« Hülle eines in der Halle liegen- n Luftschiffes zerstört. Im Osten erreichte eine n Lomsha anmarschirrende russische Kolonne Lyck. Ungewöhnlich spannende Stunden sind jetzt über uns kommen. In der Mitternacht zum Donnerstag hat im- e Artillerie vor Antwerpen begonnen, ihre verheerew- r Geschosse auch in die innere Stadt zu Wendern. ! heißt in einem Bericht, den wir in der „Frankfurter g.." ssinden, die Belgier sebst hätten mehrere Kirch- eme der Stadt nicderlegen lassen, um dem Feinde die genden Ziele wegzunehmen, allein das ist doch recht .glaublzaft. Die Äevölkerung soll, der Urrentschios- ehest der Behörden zuwider, den Widerstand bis zum äußersten, sogar bis zu Straßenkämpscn, verlangt ha- n, doch auch mit diesen Gerüchten darf mach es nicht genau nehmen, da eine Volksstimmuug in der alten chÄdestadt jetzt wohl überhaupt nicht mehr besteht, sorr- cn nur ein furchtbares Durcheinarrder geängsteter, ver- »eisclter Menschen, während die Regierung und die diplo- atischen Vertretungen der fremden Staaten das siukeudo tadtschiff bereits verlassen haben sollen. Der Bedeutung ihrer schrecklichen Lage sind die Be- vhncr Antwerpens wohl erst seit wenigen Tagen sich be- ußt worden, denn erst Ende September begann das utsche Heer Ernst zu machen, während vorher das ein- schlossene belgische Heer mit seinen englischen Helfern u isoliert werden sollte. Wir dürfen in diesen Stunden, e uns Deutschen einen befreienden Sieg vorbereiten, ich einen Blick des Bedauerns in die Häuserwinkcl ersen, wo tausende Unschuldige für die verkehrten Ent- ffüsse einer verblendeten Regierung büßen müssen. Wir eben zwar noch das Schreckcnsbild vor Augen, wo der tmenschte Pöbel dieser belgischen Handelsmetropole mit r Vertreibung unserer armen Landsleute am Tage des riegsausbrucheS die Gipfel der Grausamkeit und Bestiali- t erklomm, aber wir wollen darüber in dieser Stunde cht richten. Wir wollen vielmehr hoffen, daß die in der 1 tadt verbliebenen Verantwortlichen sich darauf besinnen, as jetzt ihre Pflicht wäre: in das Unvermeidliche sich licken und nutzlose Blutopser vermeiden. Die Dinge "gen hier anders, als etwa in Tsingtau, wo die deuten Verteidiger noch keineswegs am Ende ihrer Kraft «gekommen sind. Ein anderes ist es auch, wenn deutsche «hisse, um nicht in die Hand des Feindes zu fallen, aus genem Entschlüsse das nasse Grab gesucht haben. Die elgier haben in diesen Kriegswochen ungewöhnlich viel uflzebens vmi ihren Kunstschatzen genracht, die angeb- che Barbarei der angreisenden Deutschen in allen üb- tt Tonarten beklagt und sogar Bcsckpverdegesandtschas- n über den Ozean entsandt. Wollen sie auch jetzt wieder eses unharmoinsche, mit ihrem eigenen Tun in Wider- >ruch stehende Leidlied anstimmen und die Beschießung der !nnenstadt von Antwerpen als Versündigung an der Kul- rr verschreien? Ganz ordnungsgemäß hat General von eselcr, der deutsche Führer des Belagerungsheeres, den Vorschriften irrternationaler Wmachung entsprochen und xä Bevorstehen dieses erlaubten und im Falle des Wider- arrdes unvernreidlichcn letzten Schrittes mit Ein- altung der üblichen Frist mitgetellt. tzkun erlebt Anker pen wieder das Geschick, das es zuletzt in den dreißiger wahren des vorigen Jahrhunderts getroffen hat, als Kö- ig Wilhelm von Holland vor den Toren staird und durch ie Beschießung der Stadt ganze Straßenzüge niedcraelegt werden. Wie das belgische Land von jeher der Zankapfel ! er Völker gewesen ist, so ^rt Antwerpen zu oft nur die ' schrecken des Krieges von der schlimmsten Seite gesehen. » )ie jetzigen Machthaber in Belgien haben mit Franken und Engländern eine falsche Rechnung ausgemacht, rrd werden zu spät lernen cinzusehen, wie sehr sie die eulsche Abwehrmacht unterschätzt haben. Portugal, das Land der Revolutionen, scheint das beschick Belgiens testen zu wollen. Wie jetzt auch aus Zerlin verlautet, hat man dort Kenntnis von englisch- französisch portugiesischen Verhandlungen, die wohl auf eine neue Kriegserllärung gegen Deutschland hinanslaw- sen werden. Mag England diesen neuen Brand entzünden! Vom portugiesischen Heere werden wir nicht viel zu fürchten lzaben, zumal es zu spät kommt, wenn die in Antwerpen eingeschlossenen Belgier und Engländer kalt gestellt sind. Denn daß die bewaffnete Besatzung der Sck>eldost adt wirklich auf Transportdampfern das Weite suchen könnte, daran glauben wir nicht, weil ihnen die Deutschen schwerlich Zeit dazu lassen werden. Und die Hoffnung auf rettende englische oder französische Hilfskräfte hat man doch wohl fahren lassen. Der Not gehorcizcndz nicht denr eigenen Trieb begimicn nun auch unsere Feinde, dem Waffeninute uriserer Trrrppen Gerechtigkeit angedeihen zu lassen. Ein Londoner Blatt schrieb über die Tätigkeit unseres äußersten rechten Flligcls, die deutschen Truppen kämpften mit einer Hartnäckigkeit, von der man sich keine Vorstellung machen könne. Hartnäckigkeit ist in diesem Falle Tapferkeit, lind daß der General v. Kluck in der Verhinderung des jetzt endgültig gescheiterten Umaehuiigsvcrsuches der Franzosen es sogar so weit gebracht hat, den Spieß umzudrchcn und den seind- ticheri Flügel zu gefährden, das vernehmen wir heute zu unserer größten Genugtuung einem italienischen Blatte. Herr Poincars, der den Schlachtfeldern einen kurzen Besuch abgestaitet hat, gefällt sich in überschwänglichem Lob der Leistungen des französffchen Heeres. Wir aber dürfen noch etwas stolzer sein. Kämpfen wir doch gegen eine llebermacht von Feinden, die ein weniger gerüstetes Land wirklich bange machen nuißten. Wer zählt die Voller, nennt die Scharen, die sich zum Angriff gegen uns zusammciffanden. Aber kein Stück deutschen Rvrchslandcs ist gegenwärtig der Schauplatz vmi Kämpfen! Wenn heute gemeldet wird, daß die Russen wieder im Anzuge gegen Lhck seien, so ist diese Tatsache ftcher von kiiner weittragenden Bedeutung. Es ist der besorgten Bevölkerung des äußersten Ostpreußens zwar von unserer Regierung schon vor einigen Tagen freimütig gesagt worden, daß ein vorübergehender russischer Besuch immerhin möglich, wenn auch nicht wahrscheinlich sei, und an ivohb meinenden Ratschlägen, die rrichis von Furcht oder Sorge »erraten, hat es nicht gefehlt. Die neue Annäherung russischer Kolonnen erfolgt aus dem Süden her. Lomza ist eine Festung am Narew; sie liegt 70 bis 80 Kilometer südlich von Lyck. Offenbar handelt es sich um einen russischen Versuche die deutschen Truppen in Suivalki zum Rückzug zu zwingen. Hindenburg, der in solchen Lagen oft Bewährte, wird hoffentlich auch mit diesen neuesten Manövern fertig werden! * . * Die Beschießung von Antwerpen. (WTB.) Brüssel. 8. Okt. (Nichtamtlich.) Gemäß Artikel26 des Haager Abkommens betreffend die Gesetze des Landkrieges ließ General von Beseler, der Befehlshaber der Belagerungsarmee von Antwerven, durch Vermittelung der in Brüssel beglaubigten Vertreter neutraler Staaten gestern nachmittag die Behörden Antwerpens von dem Bevorstehen der Beschießung verständigen. Die Beschießung der Stadt hat um Mitternacht begonnen. Rotterdam, 8. Okt. Ter Gemeinderat von Antwerpen bat eine Entschließung angenommen, in welcher er sein volles Vertrauen zu der mitttärischen Behörde ausspricht und erklärt, bis zum äußersten Widerstand zu leisten und die Stadt lieber beschießen zu lassen als zu kapitulieren. Rotterdam, 8. Okt. Der französische Konsul in Antwerpen ist mit dem Konsnlatsarchiv heute nacht nach Rosendaal ab- gercist und fährt von dort nach dem Haag weiter. Rotterdam, 8. Okt. Der „Nieuwc Rotterdamsche Eou- raitt" meldet aus Rotterdam, daß dir Deutschen mit Maschinengewehren über den Nethefluß setzten. Eine Taub« war) Bomben ans den Aniwerprner Bahnhof. Der Auszug der Bewohner bekommt den Charakter einer panikartigen Auswanderung. Die Straßen nach Holland sind mit Menschen besetzt. Unaufhörlich befördern die Straßenbahnzüge Tausende oon Flüchtlingen nach Rotterdam. In Rotterdam sind sämtliche Häuser überfüllt. Kopenhagen, 8. Okt. (WD8. Nichtamtlich.) „Politiken" meldet aus Antwerpen: Den Blättern zufolge hat die Regierung erwogen, der Stadt das Bombardement zu ersparen. Die weiße Flagge solkte gehißt wer- den, sobald die zweite Festungslinie gefallen sei: aber die Bevölkerung scheint die Verteidigung der Stadt bis zum letzten Haus zu verlangen. Es fällen jetzt ziemlich viel Bomben von deutschen FluWeugen aus hie Stadt. Haag, 8. Okt. Die „Times" berichten von einer sehr gewichttgen Bewegung der Deutschen Truppen durch Belgien nach Süden. Gestern mittag zogen 20 000 Mann aller Trupperrgattungen mit drahtlosen Telegraphenapparaten über Terpleuve, nördlich Doornik, in der Richtung nach der französischen Grenze Es waren lauter junge Leute. Man vermutet, daß sie das französisch-englische Heer, das in der Linie Arras--Albert-8ioye steht, von der Hauptmacht abschueiden sollen. , Poincars über seinen Besuch bei den Trnppen. Paris, 7. Okt. abds. (WTB. Nichtamtlich.) Nach dem Besuch bei den Armeen richtete Präsident Poincarö an den Kriegsminister Millerand einen Brief, in dem er sagt, der Besuch habeihntiefbewegt. Der Anblick der prachtvollen Truppen und dieses lobende Zusammenwirken der nationalen Energie habe in seinem (tzeist die glorreichsten Erinnerungen der französischen Geschichte erweckt. Die Truppen wüßten, daß der Sieg nicht ein Preis für die Tapferkeit, sondern auch für die Beharrlichkeit u n d F e st i g k e i t sei. Zahlreick>e Erfolge, die sie davongetr», gen hätte», flößten ihnen die berechtigte Zuversicht auf den endgültigen Erfolg ein. Nach einem Lobe sür die Generale und Offiziere fügt Poincars hinzu, die Methode und Standhaftigkeit des Generalissimus seien ein Gegenstand der Be>- nntnderilng für alle, die ihn am Werke sehen. Poincars bittet schließlich Millerand, dem Generalissimus, den Kommandanten der Armeen und der Korps sowie den Offizieren und Soldaten seine neuen, sehr lebhaften Glückwünsche zu übermitteln. Kriegsministcr Miller and übersandte einen Brief, in dem, wie er sagt, Poincars die einstimmigen Gefühle Fraistreichs ausdrückt: der Generalissrmns fügte seine persönlichen Glückwünsche hinzu. Nach einem Besuch des be- sestigte» Lagers von Paris richtete'Poincars durch Vermittlung M i l l e r a n d s einen Brief an G a l l i e n i, m dem er sagt, der Besuch habe ihm gestattet, die ausgezeichneten! Maßnahnren zu sehen, die ergriffen wurden, um eine even>- tuclle Verteidigung der Hauptstadt aufs vollkommenste zn sichern. Auch Millcrand hat Gallieni seine persünliche» GLick- wünschc übermittelt. Italienische» Lob sür Kluck. R o m, 8. Okt. fiLTW. Richtarnstich.) ^Gvornalo dkJtzaKä^ schreibt in dem heutigen Situationsbernhit u. a.: Ganz gewiß ist der Generaloberst v. Kluck der wahre Heikd des Krieges, weil ihm die schwerste Aufgabe anvertrant wvrde und er es verstand, sie nnt einer Geschicklichkeit und Genialität zu lösen, Lite auch die Feinde anerkennen. Dcrtsächlrch ist es ihm gelungen, der von überlegenen feindlichen Kräften umzingelt werden sollte, vorgestern selbst den Feind mit Umzingelung zu bedrohen und ihn zu zwingen, an verschiedenen Punkten zurückzugehen. General I o f f r e eilte sofort herbei, um die Sache wieder gut zu machen. Gestern wurde das Gleichgewicht wieder hergesbellt. Es fft aber noch nicht gesagt, daß der deuffche tapscre General nicht noch Chancen habe, um die Sicherheit des ihm gegenüberstehnrde« französischen Heeres in Frage zu stellen. Eine norwegische Stimme über deutsche Tüchtigkeit. Kristiania, 7. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Der norwegische Schriftsteller Hjalmar Christensen schreibt im „Mor- genbladct": Fragt man nach den Uffachen, wie die Deutschen so gewaltige Taten ausführen konnten, wie sie sie in diesen Tagen tatsächlich ansgesührt haben, so muß man vor allen Dingen ihre glänzende Administration nennen, die militärische, wie die zivile. Jeder Mann und jedes Ding steht aus seinem Platz. Jeder kennt sein Amt und die Verantwortung. Jeder weiß, wer zu beichlen und wer zu gehorchen hat. Keiner hat Furcht, gegebenenfalls die eigene Macht tzu gebrauchen. Wenn es darauf ankommt, kann er auf eigene Faust handeln. Disziplin, Tüchtigkeit und Handeln gehen zusammen. Dies ist selbstverständlich das Ergebnis viel- jähriger Uebung, die Maschinerie ist gründlich geprüft; die Menschen haben es gelernt, strenge Anforderungen an sich zu stellen. Deutsch-freundliche Kundgebungen in Italien. Rom, 8. Okt. Die Kundgebungen italienischer Ge» lehrier nnd .Künstler haben in allen deutschsreundllchen Kreisen, d. h. in den wirklich gebildeten Kreisen, geradezu zündend gewirkt. Immer neu« Männer der Wiffenschaft und Kunst melden sich, um ihrer Sympathie für Deutschland Ausdruck zu geben. Auch in den Offizierskorps- und dem höheren Klerus herrscht eine entschieden deuffchfreundliche Sttmorurig. Dem gegenüber w i rkt es fast tragikomisch, daß Maestto Pnccini, der doch immerhin Deuffchland einiges verdankt, das seltsame Beispiel seines Kollegen Leoncavallo nachahmt. Er hat zwar nicht wie Leoncalvallo gegen die deuffche Barbarei protesttert, aber sich doch geweigert, die Sympathieadresse zu unterzeichnen. Dasselbe gilt leider von dem hochau- aesehenen Kunsfforscher Corrado Ricci, der in dem gelehrten Deutschland bisher zahlreiche Sympathien genoß. Ein Hilsskomitee für deutsche Ratleideude iu Eugland. . Berlin. 8.Okt. Wie der „Bottvärts" mittefft, ,st England auf die Jnittatrve des religrofen Vereins derFreunde (der Sekle der Quäker) ein engüichcs Hrlfs- konnte? für die notleidenden Deutschen in London gegründet worden. In dem Rundschreiben wird ge,agl, daß das Komitee im Einverständnis mil dem Miniltermm des Innern handele und bezwecke, die in London in Rot geratenen Deutschen und Angehörigen der österreichisch-ungarischen Monarchie mate- riell und moralisch zu unterstützen. Die Liste weist die Name« he? Erzbischof? von Canterblrrh uud anderer Vertreter eng liscl-cr Neligionsgemeinschaften ans. Tin deutsches Torpedoboot verloren. Berlin, 8. Oft. Wie uns mitgeteilt wird, ist am 6. dieses Monats das Torpedoboot 8116 während dcs Vorpostendienstes durch den Torpedoschuß eines eng lischen Unterseebootes verloren gegangen. Fast die ganze Besatzung konnte gerettet werden. 8 116 war ein altes Boot vom Jahre 1902 und bereits gesetzlich ersatzpflichtig. Es hatte 420 Tonnen Wasserverdrängung und sechzig Mann Besatzung. Tie Neberlebenden konnten von eigenen Streitkräften -rusqenonrmcn werden. Dasselbe englische Unterseeboot „6 9" hatte schon die Hcla zum Sinken gebracht. Ter Krieg zur See. Berlin, 8. Oktober. (WTB.) Der holländische Dampfer „Maartensdyk". der Holland-Amerika-Linie gehörend, von New York nach Rotterdam unterwegs, ist von den Erigländern aufgebracht uud am Montag nach Queenstown geschleppt worden. London, 8. Okt. (WTB. Nickftamtlich.) Der britische Fischdampser „Lily" geriet gestern in der Nordsee auf eine Mine und sank Don der Mannschaft sind sieben Personen umgekommen. Tas verschwundene Untersecbot wieder in Spezia. Köln, 8. Oft. Nach der „Köln. Ztg." ist das für die russische Regierung gestohlene Unterseeboot durch ein italienisches Torpedoboot von Ajazzio wieder nach Spezia zurückgebracht worden. 5000 Deutsche „Kriegsgefangene". (WTB.) Kopenhagen, 8. Okt. Nach einer der „Na- tronaltitende" zngegangenen Meldung werden auf der Fusel Anckland 5000 Deutsche, die in Neuseeland ansässig waren, krieg s gefangen gehalten. Mit diesen „Kriegsgefangenen", unter denen womöglich mich Frauen und Kinder sind, kann sich England freilich nicht brüsten. * * * Suchomlinow Generalstabschef. Rotterdam, 8. Okt. Wie die „Deutsche Tagesztg." Mitteilt, ist der russische Kriegsminister Suchomlinow zum Generalstabschef ernannt worden. Russischer Größenwahn. (WTB.) Köln, 8. Okt. (Nichtamtlich.) Die „Köln. Ztg." Meldet von der holländischen Grenze: Es ist eine Adresse des russischen Parlaments an das belgische Parlament eingegangen," in welcher es heißt, ganz Rußland verfolge mit grenzenloser Bewunderung den heldenhaften Kampf, den das tapfere belgische .Heer gegen einen frevlerischcn und unerbittlichen Feind führe. Mit der größten Spannung lausche cs auf die Berichte über die Selbstverleugnung des tavseren belgischen Volkes. „Eure Taten, so heißt es, bringen die Taten Euerer Vorväter in Erinnerung, Euer heldenhaftes Verhalten ist das erste und größte Opfer, das gebracht werden muß, um die Welt von dem blinden Angriff deutscher Wut und deutschem Wahnsinn zu erlösen. Ehre den Leiden! Es lebe der tapfere belgische Löwe. Möge EuerWappen- lvruch: L'union fait le force! den Sieg behalten, dann wird auf den Trümmern des zusammengestürzten Bauwerkes anstelle derallqemei- nenVorherrschast Deutschlands die angrstrebte Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit herrschen." — Die „Kölnische Sjettimg" bemerkt dazu: „Die Russen haben von Anfang des Krieges an die lächerlichsten Aeuherungen von sich gegeben, die eben erwähnte schließt sich den sonstigen Flunkereien der Moskowiter würdig an. Wären die Zeiten nickst so ernst, würde eine Lachsalve der ganzen Welt die Antwort sein, wenn man hört, daß gerade von der Newa her Freiheit, !&Lnä)bat und Brüderlichkeit die Herrschaft antreten sollen." Cholera. Wien, 8, Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Von dem Sanitätsdepartement des Ministeriums des Innern wird nritgeteikt: Am 7. Oktober sind je ein Fall asiatischer Cholera in Wien und Graz, zwei Fälle in Mähren, Groß-Niemtschitz, Bezirk Auspitz, je ein Fall in Jägerndorf und Teschen, sowie in Schlesien und Galizien, zwei Fälle in Piatkowa, Bezirk Neusandee, bakteriologisch ermittelt worden. In Wien, Graz, Jägerndorf sowie Groß- Niemtschitz handelt es sich um Personen, die vom nördlichen Kriegsschauplatz eingetroffen sind. Ferner sind nach einem am 7. Oktober angelangten Bericht in Gorlice (Galizien) 20 Fälle bei Militärpersonen durch bakteriologische Untersuchung festgestellt worden. Verlustliste des )nf -Regtr. Nr. *1(6. II. Bataillon. Sernmize, Pargny vom 7. bis 10. 9. VA. 5. Kompagnie: Serg. Karl Schmidt, Lörgenau, Kreis Lauterbach, vw. — Geft. d. R. August Rochlitz, Jühnde. .Kreis Münster, vw. — Res Wilhelm Skip, Ober--Bessingen, Kr. Gießen, vw. — Musk. Ludwig Weist, Biebrich, Kr, Wiesbaden, vw. — Wehrm. August Flach, Nrcder-Moos, Kr. Lauteibich. vw. — Res. Karl Martini, Leihgestern, Kr, Gießen, vw. — Musk. Philipp Vollmaun, Windecken, Kr, Lcmau, vw. — Res. Johannes Grcel, Gunzenau, Kr Oppenheim, vw. — Res. Friedrich Kübel, Herb- stein. Kr. L-rillerbach, »w. — Res. Heinrich Wallenfels, Odenhausen. Kr. Gießen, vw, — Musk, Heinrich Wetz, Holzheipi, Kr, Gießen, vw, — Musk. August Gutecmuth, Oberehnhermi, Kr. Gersfeld, vw. - - Musk. Johann Wozniak, Strzelze, Kreis stlcoglluo, vw. — Musk. Heinrich Bichmann, Gruszen-Linden, Kr. Gießen, vw, — Res, Justus Decker, Angenrod, Kr. Alsfeld, vtv. — Musk. Zenon Girard, Urbeis, Kr. Schlettstadt, tot. — Unteroff. d. R. Keil, vw. — Unfern ff, d. R Bernhard Pfann, Nürnberg, vw. — Bizefeldw. d. R. Heftrich. Mensfelden, Kreis Gersseld, vw, — Gefr. Mxrm Baum, Heusenstamm, Kr. Ofsen- bach, vw. — Res. Heinrich Schaum, Kirchgöns, Kr. Friedberg, vw. — Musk. Heinrich Torndorf, Oberhörlen, Kr. Bredcnkotü, vw. — Res. Georg Weitzgerber, Heb los, Kr. Lauterbach, vw. — Gefr. d. R. Ludwig Schäfer, Wieseck, Kr. Gießen, vw. — Musk. Josef Boulanger, Beurg-Brucke, Kr, Molsheiut, vw. — Gefr. d. R. Peter Kaiser, Dirlammen, Kr Lauterbach,, vw. — stltust. Heinrich Schaub, Worms, vm, — Musk, Heinrich Weide, Sterzbausen, Kr, Marburg, vw, — Musk, Johannes Buckchaupt. Lwller- bach, vm, — Gefr. Richard Hedrich. Eibelshausen, Kr. Dill. vm. — Res. Wilhelm Port, Rupvertsbnrg, Kr. Schotten, vm. — Gefr. Franz Hostterheidc, Buer-Bülse. Kr. Buer, vm. — Btusk. Georg Stenger, Seligenstadt, Kr, Ossenbach, vm, — Musk, Wilhelm Kvaft, Gießen, vm. — Musk. Hermann Schleer, Hennibach, Kr. Freiburg (Badend vm. — Res. Philipp Wallhansen, Bosenheim, Kr. Alzey, vm, — Res, Robert Klein, Plettenberg, Kreis Wtcna, vm, 7. Kompagnie, Oberlt. Emil Firmenick, verm — £t. b. R. Ludwig Nicolaus, Gießen, tot. — Gefr d. R. Lorenz Hovven, Breitenschcidt, Kr. Neuwied, lvw. — Gefr. d. R. Otto Man, Bremerhaven, low. — Musk. Karl Stötzel, Weidenau, Kr. Siegen, tot, — Musk. Gotthardt Dietz, Wermertshausen, Kr, Marburg, tot. — Musk Fritz Busch, Katzcnfurt, Kr. Wetzlar, wt. — Bize- seldw d R, Hans Schmidt, Darmstadt, lvw. — Res. Heinrich Loth, Krrschgarten, Kr. Alsfeld, lvw. — Res. Karl Christ, Hombach, K>-, Msfeld, tot — Res, Bolbreckst Hederich, Lauterbach, lvw. Unteroff. d R. Karl Steinmüllcr, Lang Göns, Kr. Gießen, tot Musk. Georg Ioh. Frank, Villingsbach, Kr. Gerabronn, lvw. — Res. Heinrich Gulermuth, Jlbeshauseii, Kr. Lauterbach, lvw. — Musk. Damasius Guzmski, Nelberg, Kr. Löbou, lvw. — Gefr. d. R. Heinrich Reick, Hvvsgarten, Kr. Alsfeld, lvw. — Musk. Karl Rührig, Laupcrtheim, Ktr, Ben-sheim, tvlo, — Musk. Georg Heideu- thal, Bingen, tot. — Unteroff. d. R, Paul Frank, Stadtoldendorf, Kr. Holzminden, sckzvw. —■ Unteroff. Franz Gleitzc. Seeburg, Kr. Dudcrftadt, wt. — Geft. d. R. Heinrich Bork, Lützellinden, Kr, Wetzlar, lvw — Musk, Karl Süß, Höchst a, M., lvw, — Unteroff. Karl Haas, Gießen, lvw. — Musk. Philipp Gernert, Worms, lvw. — Musk. Eduard Dietrich, Bühr, schvw, — Musk. Karl Kilian I., Wörsdorf, Untertaunus, lvw. — Musk. Friedrich Kleiner, Weins- berg, vm. — Musk. Wilhelm Freund, Niederlemp, Kr, Wetzlar, vm. — Res. Karl Satorius, Merlau, Kr, Alsfeld, vm. — Unterost. Heinrich Ludwig, Nidda, Kr, Büdingen, vm, — Res. Magnus Emmcrt, Fulda, vm. — Res. Robert Kraft, Rüppertshausen, Kr. Wittgenstein, vm. — Geft. d. R. Gustav Grotensohn, ülltcna, vm. — Res. Karl Bruder, Rodhcnn a. H,, Kr. Frrcdberg, vm. — Res. Friedrich Dörner. Becke, Kr. Gummersbach, vm, — Musk, Josef ^mil Stroh, Bürgel, Kr. Offcnbach, vm. — Musk. Wilh. Karl Schmidt I., Hahnstellen (Unterlahn), »ermißt. — Musketier Schmidt III., Hctzbach, Kr. Erbach i, O., vm, — Musk. Karl Hartung, Geringswalde, Kr, Leipzig, vm. — Musk. Peter Barth, Osthofen, skr. Worms, vm. — Res. Karl Theiß, Nauborn, Kr, Wetzlar, vm. — Res. Wolf Pobl, Nauborn, Kr, Wetzlar, vm. — Res. .Heinrich Stahl, Beilstein, Kr. Dill, vm, — Res Heinrich Pitzcr, Bottcnlforn, Kr, Biedenkopf, vm, — Res. Ernst Reitz.Nieder- Ohmen, Kr. Alsfckld, vm. 8. Kompagnie. Res. Lndw. Jos. Meran, Atzbach, Kr. Wetzlar, lvw. — Res. Herm. Louis Kretzer, stlllendort, Kr, Dillkreis, lvw, — Musk. And. Alfred Müller II., Wilersbausen, Unter- franken, lvw, — Gefr. Heinrich Karl Samos, Dorf-Gill, Kr, Gießen, lvw. — Vizcscldw. Peter Dutins, Heinstadt, Kr. Offenbach, lvw. — Reservist Hermann Hellsel, Obbornbosen, Kr, Gießen, lvw. — Res. Johannes Berting, Salz, Kr. Lauterbach, lvw. — Reservist Heinrich Müller II., Oberdieten, Kr. Biedenkopf, lvw. — Res. Wilh. Schmidt, Griedelbach, Kr, Wetzlar, lvw, — Res, Jakob Pitz, Langcndorf, Kr, Kirchhain, lvw. — Vizeseldw. Ernst Mengel, Marburg, Kr. Marburg, lvw. — Musk. August Jung, Weierstein, Kr. Straßburg, lvw. — Res. Wilhelm Äitzel, Lock, Kr. Hagen, lvw. — Res. Wilh Eugen Peiseler, Niederebersbach, Kr. Altena, lvw. — Res. Karl Heinrich Müller II., Herbstein, Kr. Lauterbach, lvw. — Res. Albert Leib, Gleiberg, Kr. Wetzlar, lvw. — Musk. Wilhelm Dvrth, Weilburg, Oberlahn, lvw. — Res. Heinrich Uhl, Unterschmitten, Kr. Bübingen, lvw. — Res. Johannes Berting, Salz, Kr. Lauterbach, lvw. — Musk. Karl Wiib. Gorr, Worms, lvw. — Res. Heinr. Frech, Ortenbcrg, Kr. Bübingen, lvw. — Res. Hermann Kammer, Obbornhofen, Kr. Gießen, lvw. — Musk. Jacob Lutz. Leinicn, Kr. Heidelberg, tot, — Musk. Bartholom. Rög- ler, Bodenheim, Kr, Oppenheim, lvw. — Musk. Karl Barbelin, Azudangen, Kr. Saarburg, lvw. — Unteroff. Karl Lang, Niederweidbach, Kr. Biedenkopf, lvw. — Musk. Johann May, Bodenheim, Kr. Oppenheim, lvw, — Musk. Wilhelm Fink, Bürstadt, Kr. Bcns- beim. lvw. — Unteroff. stldols Stern, Romrod, Kr, Alsfeld, lvw, — Geft, Hermann Schneider, Bellersheim. Kr. Gießen, schvw, — Musk. Karl Becher. Sulgendvrf, Kreis Siegen, leicht verwundet. — Res. Karl Heinr. Borst, Lindheim, .Kr, Büdingen, lvw, — Unteroff, Johannes Günther, Cölbe, Kr Marburg, lvw. — Res. Theodor Scheld, Gladenbach, Kr. Biedenkopf, lvw. — Musk. Johannes Bott, Elberfeld, lvw. — Res. Kvnrad Schaaf, Hörgenau, Kr. Lautrr- bach, lvw. — Musk. Josef Dlubeck, Grabow, Kr. Schildberg, vm. Au» Stadt und CauO* Gießen, 9. Oktober 1914. Auf dem Felde der Ehre gefalle«. (Aus Heessen und den Nachbargebieten.) Jobs. Fischer aus Queck bei Lauterbach. — Res. Karl Schiefer st ein aus Krofdorf. — Hauptm. Ernst Ehrhardt, Res.-Jns.-Rgt. 2, aus Darmstadt. — Res. Ludwig Wcrkmann, Jnf.-Rgt. 116, aus TarMstadt. — Unteroff. d. Res. Otto Wam- boldt, Jnf.-Rgt. 120 aus Darmstadt. — Res. Ludwig Svöh- rer aus Darmstadl. — Ober?, d. Res. und Postinspektor Georg Konr. B e st, Jnf.-Regt. 168, aus Darmstadt, — Vizeseldw, Karl W it ko p , iJnf.-Rgt. 116, aus Braunsels. — Res. Ernst Häuser, Jnf.-Rgt. 116, aus Watzenborn. — Res. Karl Burk II., Jnf.- Rgts. 116, aus Watzenborn. — Hauptm. Hugo Frhr. v. Nord eck zur Rabenau, Jnf.-Rgt. 81, in Darmstadt. — Geft. Christian Rühl, Jnf.-Regt. 116, aus Burkhardsfelden. — Musk. Herrn. Hoffmann, Jnf.-Rgt. 168, aus Burkhardsfelden. — Musk. Herrn. Stehling, Jnf.-Rgt. 116, aus Gießen. — Musk. Fritz Dahmen, Jnf.-Rgt. 116 aus Gießen. — Lcmdwehrm. Frredr. Konr. D i e h l, Jnf.-Rgt. 81, aus Oberndorf. — Res. Karl Brückel, Jnf.-Regt. 81, aus Groß-Rcchtenbach. — Unteroff. Georg Löw, Jnf.-Rgt. 65, aus Wetzlar. — Landwehrnr. Heinr. Hofmann, Jnf.-Rgt. 116, aus Wohnfeld. — Oberl. d. Landw. und Großh. Finanzamtmann Alfted Kröll aus Worms. — Einj- Freiw. Gefr. und Postassistent Karl Müller, Jnf.-Rgt. 115, aus Darmstadt. — Off.-Stellvertr. Karl Jmbescheidt, Jnf.- Rgt. 118, aus Worms, — San,-Unteroff. d. Res, Ludw. Rodenhausen, Jnf.-Rgt, 118, aus Neustadt i. O. — Landw ehrm. und Bauasvirant Gg, Ludwig Geier aus Grvß-Zimmern, — Res, Ioh. Gg. Do sch, Jnf.-Rgt. 118, aus Raibreitenbach, — Eins- Freiw, Geft. Frredr, Hartmann, Jnf.-Rgt. 115, aus Groß- Biebermi — Geft. b. Res. Jos. Ban der Au, Jnf.-Rgt. 88, aus Hxrnm,-Kesselstadt. — Hauptm. Wilh. Wickert, Jnf.- Regt. 117, aus Mainz. — Kammersekr. Adolf Knapp aus Eisenbach. — Laudwehrm, Friedrich Herber, Jnf.-Regt. 116, aus Lauterbach. — Res. Aug. Tröller, Jnf.-Regt. 116, aus Groß-Eichen. — Hauptm. d. Landw. und Bürgermeister Adam Schilling, Landw.-Rgt. 118, aus Dittelsheim. — Unteroff. d. R. Otto Fischer, Fuß-Art.-Rgt, 3 aus Wiesbaden. — Vize- fcldwebel d. R. Tr. phtl. Panl Meyer, Jnf.-Rgt. 80 aus Biebrich. — Unteroff. d. Res. u. Kais. Landmesser Fritz Möller Jnf.-Rgt. 41 aus Biedenkopf. — Res. Aug. Äirth aus Wellburg. — Res. Hermann Arhelger aus Nanzenbach. — Res. Heinr. Geiß, Res.-Jnf.-Rgt. 81 aus Haiger, — Geft, Paul Hosmann, Ins.-Rgt, 174 aus Niederscheld, — Landweh-rmann Friedr, 58 u cf a r b aus Niederscheld. — Landwehrman» Kcmrad Fisch, Train-Bllt. 16 aus Offenbach, * ** Wie wir unser Eisern Kreuz erwarben. Die Inhaber des Eisernen Kreuzes 1914 bittet Exzellenz Generalleutnant z. D. Freiherr von Dincklage-Campe, Äerlin-Halensee. Westfälische Straße 61, Namen und Adresse mitzuteilen. Er beabsichtigt, den Helden aus dem jetzt tobenden Weltkriege ein Ehrendenkmal zu errichten, wie er es in seinem Werke: „Wie wir unser Eisern Kreuz erwarben" für die Inhaber des Eisernen Kreuzes aus dem deutsch-französischen Kriege 1870/71 getan. Auch in diesem neuen Werke sollen die mit dem Eisernen Kreuze Ausgezeichneten in Selbstschilderungen ihre Tat in kurzem Texte darstcllen, die ihnen dieses Ehrenfteuz brachte. Er bittet auch die Vorgesetzten und Kameraden für die mit der Feder weniger gewandten oder auf den Felde der Ehre gebliebenen Soldaten einzosvringen, damit die Taten dieser tapferen Krieger in dem Werke nicht unerwähnt bleiben. Ein reicher Bilderschmuck, in erster Linie die Bildnisse der Inhaber des Eisernen Kreuzes neben Szenen aus den Schlachten, Gefechten usw,, wird diese große und denkwürdige Zeit mit ihren Helden der Nachwelt überliefern Helsen, den Tellnehmern zur Erinnerung, den Nachgeborenen zur ewigen Nacheiferung, ** Die un a u s g ebildet en Landsturmpflichtigen der Geburtsjahre 1894 bis einschließlich 1885, die sich noch nicht zur Landsturmrollc angemeldet haben, müssen dies sofort tun, andernfalls gegen die Säumigen ein Strafverfahren eingelellet und Freiheitsstrase von 6 Monaten bis zu 5 Jahren ausgesprochen wird. In den Landgemeinden hat die Meldung bei der Bürgermeisterei, für die in der Stadt Gießen Wohnenden aus Zimmer 4 des Regierungs-Gebäudes zu erfolgen. Bei der Anmeldung sind die Landsturmscheine vorzulegen. Wer nicht im 58esitze des Landsturmscheines ist, hat sich diesen zu be- schasfen. ** Liebesgaben fürdieF-orniattvnen de» st, Ments Nr. 116 . Nachdem Herr Geh Kommnzienryt Gail. Frau Koinmerzienrat H e N l i g e n st a e d t und die tz. Direktor S t o l t e und Zahnarzt G r ä f in dankenswerter z ihre Kraftwagen dem .Herrn Oberbürgermeister im-dermn einen Liebesgabentransport zur Verfügung gestellt batten, nach längeren Verhandlungen ztvischen der städttschen Verwah und den zuständigen Jnstarrzen in Frankfurt a, M. und T, stadt seitens des Generalkommandos genehmigt worden, daß Liebesgaben mit dem Truppentransport des Erft bataillons befördert werden dürfen. Dieser Trans ist gestern abend abgegangen. Bei den Annahmestellen des A Kreuzes tzließen, der Stadtverlraltung und des Vereins maliger 116er sind überaus zahlreiche Liebesgaben ccngeqan die ein glänzendes Zeugnis von der Opserwllligkeit unserer schaff oblegen. In vier Güterwagen tvurden verladen: 874 j. den, 236 Unterjacken, 616 Unterhosen, 502 Pulswärmer i Paar Socken, 800 Fußlappen, 339 Leibbinden, 90 Öhren- 70 Kopf- nnd 25 Brustschützer, 1 l''? Zentner Dauerwurst halber Zentner Speck, 373 Tafeln Sckfvkolade, 1250 Pag tabak, 14 Pfund Kautabak, 32 500 Zigarren, 700 3ig 0rr1 500 Zigarillos, 250 Pack Streichhölzer, 2V- Zentner l,3d Paar Einlegsohlen, Msaerdem Kniewärmer, Fußwä^ Hals- und Taschentückter, Wintechandschuhe und Berlxmdinvte Ter Tvansport geht mit den Truppen bis zu der Etappenßn statton. Bon da werden die Liebesgaben mit den ntttgefüh Krafttvagen dem Linienregiment, Reserveregrmeitt und Landn> regiment 116 unmittelbar zugesührt. Wir hoffen, daß Zweck in vollstem Maße erreicht werde und unseren taps Truppen hierdurck« die dringend -erwünschten Gegenstmste fl mittelt werden können. — Auch das Kreiskomrtee her- not reiche Sammlung für das Reserve- und Landivehrreqin vor imd tvird sie mit der ersten Gelegenheff tns Feld besöch ** Liebesgaben und „vergessene" Regiment Mit Bezug auf unsere gestrige Nottz: Stteffinder der Liebesgg Versorgung schreibt man uns: Um die jetzt in der Presse tauchenden Klagen unserer Batcrlandsverteidiger, daß ihnen I Liebesgaben zugingen, zu verstehen und Abhilfe schaffen *u stn muß man sich gcgenwärttg halten, daß außer myeren stet« Regimentern, die in den Armeekorps des Friedensstandes sich einigen und im Krieg auf Kriegsstärke durch Einziehung Reservisten gebracht werden, noch ebensoviele Reserve-R menter mit der gleichen Nrlmmer bestehen, die in Res er armeekvrps zusammengefaßt sind. Wir haben also im Feld« $ Regiment 116 (Kaiser Wilhelm) und Reserve-Regiment Feld-Artillerieregemint 25 und Reserve- Fel!>-Artlllerier ment 25. Wie die Regimenter zum 18. Armeekorps gehören die Rescrveregimenter zum 18. Reserve -Armeekorps.An dem haben wir noch die Landwehrregimenter der gleichen Rum und den Landsturm mit deu Brigadenummern (in Gießen Die aktiven Regimenter werden allgemein gekannt und bch, die Reserve- und Landwehrfornrationen weniger. Tie ktzt dürfen nicht vergessen werden. ** Der Krieg und die deutsche Kultur. Ueber Notwendigkeit der Beurteilung des Weltkrieges vom Stand»» der deutschen Denkweise und über die Art dieser Beurteil sprach gestern abend in der Univm'itätsaula Prof. Dr. Kcn vor einer starken Zuhörerschaff. Die stürmische Begeisterung, zmser Volk in diesen großen Zeiten betoege, so führte der Re! aus, dürfe uns nicht über die unnmgängliche Rechensäwffsab über da? vom Kriege betroffene Kulturbewußtsein der Natie hinwegtragen. Sie könne es auck, kaunt, denn der Krieg zn« den Menschen gebieterisch zum ftittschen Denken. Er sn Problemerwecker, wie kaum ein anderes Geschehen und belev namentlich rücksichtslos unser Verhältnis zu mrserer eigenen 6< Gerade in dieser Zeit, wo der Wert alles Materrellm schtvankende Maßstäbe kenne, erlebten wrr die Umwertung vi innerer Güter und würden in neue, lnsher vielleicht zu tt* berücksichtigte Stellungen zum Werte des Daseins gedrängt, 5 Wesen der deutschen Kultur, um dre es im gegen» ttgen Kampfe fa vornehmlich gehe, sei der Idealismus, f er könne die Zeit in ihren tiefften Motiven ersaffen. Der Rea mus, den England für sein Tun und seine Weltaistchanung ed gölten lasse, scheitere an sich selbst, an der Wirklichkeit. Bei Deutschen dagegen sei sich keiner im Unklaren darüber, was für die große Sache kne, und ioarum er es tue. Jeder w daß mit der politischen Selbständigkeff Deutschlands amb deiitsche Kultur imtergehen müsse, jene Kultur, die nicht dogmatffch hingenommenen Realitäten, sondern aus der Erkei nis beruhe, daß sie von der Einsicht des Menschen abhängig Als fortbildender Sckiüler der Griechen fasse der deillsche Jdea mus die Geschichte als den Vollzug der Jgeen der Menschhell > Unsere Auffassung vom Staate beruhe aus dem Glauben, daß Gedanke das Lehen durchdrrngen müsse; die lebendige, nicht rein schulmäßige Kontemplation müsse der befruchtende O unserer Entwickelung sein. Wo mrs die Materie als solche. Totes entgeqentretc, da erblickten wir die Aufgabe, sie durch Geist zum Leben zu erwecken. Hier liege der Gegensatz zwii! uns und unseren Feinden. Tie Welt sei für sie nicht der Prob stein für ihre Leistungen, sondern etwas, was den siieist in fi Fesseln zwinge, so daß er sie entweder irur registvrereii kö oder mrs ihr scheiden müsse. Englands Phllosovhie sei der § sualisMus, die Unterordirung alles Seins unter die Gedan des -Imperialismus, Merkanttlismus und Utllitarismus, in Frc reick» überwuchere das Gcffihl, die versckyvoiimrene SSorftetli vom IPerte ftgend eines besiimmten Tagesbegriffs — man tx an glofte — die Pflanze der Kultur, und in sstußland lasse Absolutismus die Frage nach dem Sinn des Daseins überha nicht aufkcmimen, es sei denn in Form eines miftnchtbaren st stizismus. Namentlich in Frankreich habe §)ivvolytc Tarne seiner Philosophie des Näilieus verderblich gewirkt. — Die Frc ob wir Deutschen dem Grundzuge unserer Kultur, eben dem II lismus, immer treu geblieben seien, könne man nicht ohne ti teres besahen. Un'ere Polittk hat sich an sterflem Parteiwirr« unsere Kunlt an "Jnkinffegirenzen und saffche Ziele wie den L Messionismus usw., unsere Wiffenschafl an die stlbhängigkeit t Kleinkmm, nnscre Philosophie an die Auffassung, des Wvl Wesen sei Selbstzweck, gar oft verloren. Die deuffchc Selbstkn die zum Wesen des Idealismus gehöre, habe oft zum Skcvti? mus, zur Uebersckiätzuna des Auslandes oder andeneits zur Uel schätzung der eigenen Prominenz geführt. Aber der Deutsche jetzt aus dem ststeqe, Fichtes Wort, daß Charakter haben Deu sein heiß«, in seinen Tiefen zu verstehen, zu erfassen, daß i dem Forffchritt der Menschheit der Volkscharakter wie der vollwertigen Individuums Unnrrtuugen unterworfen sei. In t Ion Sinne respektiere die deillsche Kultur die Eigenart andc Nationen. Diese Eigenarten wollen wir nicht vernichten, sond ftrrchtbar machen und im übrigen unser Recht, imseren Jdea mus durchsetzen. Einem Grundzug des Idealismus werde un! Regierung mit ihren Darstellungen der Lage so vollkomn gerecht, der Wahrl-eit — und wie Odysseus als Bettler dre llev macht der Freier besiegt habe, weil er für Gerechtigkell und Wa heit eintrat, so könne auch der deutschen Sache der Sieg m fehlen. ** Stadtthea ter-Mbonnement. Da fortzstß Anfragen bei der Direktion einlaufen, wie sich Jahr die Abonnementspreise im einzelnen stell so sei bemerkt, daß die Preise entsprechend der geringen - zahl der Vorstellungen (15 gegen 21) berechnet and aust dem nach unten abgeruirdet worden sind. Gs kostet also < Abonnement in Loge oder l Rang Vorderplatz 30 D (gegen bisher 42 Mk. >, im I. Parkett oder 1. Rang Mtt platz 25 Mk. (36 Mk.), im 2. Parkett oder 1. Ran cs Mt platz 19 Mk. (27 Mk.), im 3. Parkett oder 2. Rang Bord« platz 12 Mk. (17 Mk.), und im 2. sstang Mittelplatz 8 D (12 Mk.). ** Berufsjubiläum. Das 25iährige Jubiliu seiner Tättgkeit im Dienste des Vereins Kreditresorm konnte kn: (ich Herr G. Ritzel begehen. , , ** Kartoffel-Verkauf. Am Samstag vorm, von 8 > 12 Uhr werden seitens der Stadwenvaltung im Schulhaus tn £ 1 ifitfbt Kartoffeln in Mengen vis 10 Psd zu 3 Pfg. das 5Bfb. tgebm. ** Bon der Hasensagd Me Hasenjagd ist dieses Jahr, ims vom Main, von der Lahn, aus dem Ried, der Wctterau, ' Taunus und dem Dvgelsberg berichtet ivird, tlau, so datz Interesse der Erhaltung dieses Wildstandes ivenige vom Ge- rht Meister Lampes abgcschossen werden sollten. Bor allem cn die „Dreiläuser", di« durch anhaltendes seuchtes Wetter runde gegangen sind. ** Kriegsfreiwilligen-Ab schied. Mit Trommeln Meisen zogen gestern abend gegen 7 Uhr zwei Kompagnien egssrciwillrger 116er durch die Stadt zum Bahnhof. ' am Sonntag beim Abschied der Landstürmcr. war halb Gießen den Beinen, aber die Stimmung im Straßenbild war eine gani ere als damals. Sprachen am Sonntag Ernst und Wehmut beim lzug der Soldaten mit, so war es gestern der Kricgerabschied, er aus den kampsfrohen, junqstürmischcn Lieder» eines Körner cht. Helle Begeisterung aus den Mienen der Svalier bildenden rqe, ein Hurra das andere ablösend, überall die lieber,eugnng, die Jungen, die da im feldgrauen Rock so elastisch lind sroh- ut einher,ichen, einen Berus erfüllen, der nicht von wehen Gedanken getrübt wird, die den Ab b der Familienväter begleiten müssen. Zwischen Krieger drängten sich säst in jeder Reihe Eltern, unde und Liebste, die den Ausiichcnden ihr Her, geschenkt haben, zog man einträchtig im gleichen Schritt mtb Tritt, mit dem rps entgegenschlagenden Herzen zum Bahnhof. Tann traten Freiwilligen die Fahrt ins Ungewisse an. .Heute morgen flatterte bereits eine Feldvostkarte aus Mitte der Reisenden aus den Rcdaktivnstit'ch: Eine Antahl ihnen möchte der Garnison ihren Dank ausdrücken. Die Sol- n schreiben: Erste Station „Wetzlar", 8. 10. 1914. Unterfertigte Kriegsfreiwillige sagen ihrer lieben Garnison- idt Gießen für alles, besonders für den schönen Abschied, herz- chst Tank Der Abschied wäre noch schöner gewesen, wenn das cktrizitätswerk uns beim Ausrücken durch das Licht seiner ogcnlamven erfreut hätte. Den übrigen auf frohes Wieder- hcn! Willi G r c b , Hans Hach, Otto H o m b e r g e r , Karl ach, Ludwig Eck, Leo Eck, Name unleserlich, Willi Wetz. Wie ein Borzrichen, das recht in den Augenblick Paßte, er- während de- Marsches, ivie es ja auch in dem Gerichte der ■rt Soldaten beisl, ein Teil der Beleuchtung aut'den Straßen, feindlicher Flieger hotte in Düsseldorf seine Bomben gern, und im ganzen Westen mußten daher au den strategisch besamen Punkten die Lichter mm Teil verschwinden. So beeil die Scheidenden beim Abschied noch ins Gedächtnis zeit, daß die harte Wirklichkeit über der Stunde steht. Landkreis Gießen. 4- Ettingshausen, 8. Oft. Der im Landwehr-Jnsan- Regiment 116 dienende Stud. Gcfr. Hermann Keil von hier :l! in der großen Aisneschlacht das Eiserne Kreuz. Es lies schon das Zweite in unserem Ort, der diese Auszeichnung l! KI. Mainzlar, 0. Okt. Gestern morgen gegen 12 Uhr brach er Scheune des Landwirts Ludwig Vogel VI. Jener aus, alsbald' n»I die angren,e»de» Scheunen »nd Stallungen der 2 iwirte Friede. Schwarz und Joh. Mrölz Übergriff. An dem in Echenne» »ntergebrnchten He» und Elroh landen die Flamme» e Nahrung. Io daß wenig zu retien war. Tie Gebäude brannte» n»i die äußeren massiven UmlnffnngSinanern niedei. Der »den ist bedeutend, aber durch Derstchernng gedeckt. Dar Feuer durch zwei vierjährige Jungen, die mit Streichhölzer» in der !»ne des Vogel Iviellen, entstanden. Tie Feuerwehren von i nzlnr und den umliegenden Ortten Staufenberg und Daubringen iligten sich an den Löscharbetten. Tie Geschädigte», Ludwig cl VI. und Johann Grölz, befinden sich zurzelt i», Felde. Kreis Schotten. n. Schotten, 7. Okt. Der Sohn des Landtagsabg. Forstmeisters Dr. Weber in Konrndsdorf, Leutnant Ferdinand Weber, wurde mit den. Eisernen Kreuz aus gezeichnet. Auch Sergeant Karl Frank von Langwasser bei Ulrichstein vom 61. Art.-Regt. in Babenhausen erhielt das Eiserne Kreuz. — Der 18jährige einzige Sohn des Forstmeisters Seidel, Fähnrich im 9. Inf-Regt. Nr. 80 in Bonn, ist im Kamps um den liebergang über den Marnckanal gefallen. § Aus dem Kreise Schotten, 8. Okt. Die militärische Vorbereitung der erwachsenen Jugend nimmt auch in unserem Kreise einen erfreulichen Fortgang. In dem Verbände Schotten, dem eine Reihe der umliegenden Orte ungegliedert ist, haben die Uebungen unter der Leitung von Reallelcher Buß, Lehrern Held und H. Gr andh online bereits bcgviinen. In dem Berband Gedern, dem die Orte Burkhards, Gedern, Ober-Scemenz Mittel-Seemen, Nicdcr-Seeiiicn und Steinberg angeboren, hat Forstmeister Kl i n g c l h ö f f e r die Leitung in Händen. Ter dritte Verband: Groß-Eichen mit Klein-Eichen, Sellnrod und Lardenbach, ivird von dcni Schulgehilsen Sattler geleitet. In allen Bezirken ist die Jugend gut vertreten. Ttarkriiburg und Rheinhksscn. £ Vom Rhein, 7. Okt. Sowohl über dem Rheingaufahr- wasscr, als auch über dem Fahrwasser im Gebirge lagen heule vormittag dichte Nebclschwaden. Tie Schissadrt mußte daher einige Stunden unterbrochen iverdeu. Da der Schiffsverkehr seit einigen Tagen sich etwas belebt hat, was wohl auf den günstigen Wasserstand zurückzusühren ist, machen sich derartige Unlerbrechun- gen recht unangenehm bemerkbar. — Das Wasser ist auf der ganzen Rheinstrecke noch im Fallen begriffen, jedoch sind die Wasser- vcrhältnisse immer noch derart günstig, daß selbst die größten Fahrzeuge mit voller Ladung zu Berg und Tal salnen können. Hessen-Nassau. u>. Ktrchhai», 8. Okt. Tas Eiserne Kreuz erhielt Leutiianl und Renimeutsadiutant >iu 8. Kürasfier-Ncgiineiit Hans- woli von G o l d a n> in e r von hier. Jui stärksten leinblieben Feuer überbrachte er Ivichtige Beiehlc und Meldungen au die bestimmte Stelle: dabei ivurden ihm zwei Pferde unter dem Leibe erschaffen. — Tie kleine Geiueinde A l d s h a u s e n iaudlc dem Rote» Kreuz 88 Hemden, 29 Bettücher, Bettbezug mit Koplkiffen, 55 Handtücher, 30 Unterhose», 15 Leibbinden, 28 Taschentücher, 38 Paar Strümvie und 13 Paar Stauchen. — Bei dem hiesigen LandralSamt find von de» Gemeinden Erksdorf 78,65 Mk^ SveckS- iviukel 4» Pik., Echützenverein Momberg 100 Pik., Echiffelbach 86t Mk., Stausebach 226,50 Mk, Wohra 60 Mk. und Woherode 50 Mk. lür vaterländilche Zwecke cingezahtt worden. X Hanau, 8. Okt. Vom hier garnilonierenden z w e i I e n Bataillon Jnsanterie-Regimeiits Nr. 88 haben das Eiserne Kreuz erhalten der Bataillouskommandeur Major Schmidt, der Bataillonsadjutant Leutnant Ke der, von der b. Komvagnie ei» Leutnant und vier Mann, von der 6. Kompagnie zwei Mann, von der 7. »nd 8. Kompagnie je drei Mann. X Braunfcls, 8. Okt. Zu dein Amte eines 1. Geistlichen und Hosprediqers in Braunfels hat der Patron, Fürst Georg zu Solms-Brauufels, Pfarrer Himm elreich aus Leun berufen. vermischte». * Großfeuer. (WTB.l Braunschwcig, 8.Okt. Gestern abend ist, vermutlich infolge Selbstentzündung, in der Elevatoranlage des ncuerbauten Getreidesilos der Braunschweiger Roggenmühle Aktiengesellschaft Feuer aus- gebrochen, dem der ganze Siilo zum Opfer fiel. Etwa 30000 b i s 50 000 Zentner Roggen sind vernichtet worden. Der Gesamtschaden an Gebäude lmd Korn dürfte sich auf *U Millionen Mark belaufen. Die übrigen Mühlenanla- gen sind unversehrt. Der Betrieb ist nicht gestört. _ Amtlicher Wetterbericht. Oeffentlichcr Wetterdienst, Gießen. Wctteraussichten in Hessen am Samstag, den 10. Okt. 1314: Keine ivescntliche Aenderung der bestehenden Witterung, nordwesv liche Winde. kehle Nachrichten. Ein todesmutiger und erfolgreicher österreichischer Fliegek. Wien, 8. Okt. (WTB. Nichtamtlich.l Wie die Kriegs- korrespondensten der Blätter melden, suchr ein österreichi- sches Flugzeug am 1. Oktober bei günstiger Witterung vom Oberkommando in einstirndigeiii Fluge, von russischer Artillerie heftig beschossen, so daß die Tragflächen an drei Stellen durchbohrt wurden, nach P r z e m y s l, wo es g l a tt landete. Ein mitsalprender Hauvtinann des Generrrlstabes überbrachtc wichtige mündliche Befehle, Briefe und Zeitungen. Ans der Riüksahrt, die wiegcn unWinstrgrr Witterung erst mn 6. Oktober erfolgte, wurde das Flugzeug von rnssi» schen Schrapnells beschössen, wobei die Tragflächen acht unschädliche Treffer erhielten. Als der Apparat in einen' Schnee st nrm geriet, brach ein Druckrohr entzwei, so daß der Beobachter das Leck mit den Händen zuhalten mußte. Infolge des starken Gegenstnrmes dauerte di« Rücb- fahrt vier Stunden. Der Beobachter überbrachte den> Oberkommando wichtige Informationen des Fcslltngskom- mandanten, die dieser dem Funkentelegraphen nicht auver- trauen wollte. Verlegung der serbischen Regier»mg. (WTB.) O f e n p c st, 8. Okl. (Nichtamtlich.) Die Buda« pcster Korrespondenz meldet, daß die serbische Regierung von Nisch nach Uesküb übergesiedelt ist. Die Lage in Serbien. (WTB.) Wien, 8. Okt. (Nichtamtlich.) Me „Reichs» post" meldet: Auf dem Wege über Bulgarien aus Neu- serbien cinaetroffene Reisende bestätigen, daß in Serbiens schreckliche Zustande herrschen. Die bisherigen Ber-* lüfte der Serben beliefen sich auf 65 000 Tote und Ber-i wundcte. Für die letzteren sei die ärzt li che Hil sc durch» aus unzureichend. Das Publikum, welches durch die offiziellen serbischen Kriegsnachrichten eine Zertlang ge-, täuscht werden konnte, habe eingesehen, daß, alle serbischen Siege erlogen seien, wodurch eine verzweifelte Stimmung Platz gegriffen habe. Vom Könige, der schwer krank sei, höre man wenig, die Prinzen Alexander und Georg hätten eine viel zu geringe Autorität, um das drohende Unheil durch ihren Einfluß, bei dem Publikum! abwenden zu können. In Sofia eingelaufene Meldungen berichten von andauernden heftigen Kämpfen in Griechisch- und Serbisch-Mazedonien. Saloniki pestverseucht. (WTB.) Paris, 9. Okt. (Nichtamllich.) Die „Agenc« Havas" meldet aus Saloniki, daß das Gesundheitsamt Saloniki als pestverseucht erklärt hat. «M 4 Zimmer in mcr Wolmnug v. fof. rät. z» vermieten. Näh. I henpUti 11,1. Laien . m . 3 Zimmer ] »nc 3 -Zini.-M>iiiiiil> t Marburaer Straße 27 eniiielen. f9807| Näberes draucrc i Jhring, Sich. §Iimmtt-M>i per 15. evil.svä- Ui u verm. Schlllcrstr. 20. 1 .*viv. Eteinstr. 23. |»7o9t 2 Zimmer n eL-3im.-Kl>Iin.'m7e7. • Ichäier, Lieber Sir.9.(0304 | ’erachiedene \ ! inc frkllndl.Ulihiuinli », sosort zu vermieten. — - *Ibft auch Zimmer »nd • i nett. 196901 Neustadt 2 l. 0 Zu verm. bl.>a»»arä.- |. 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Gießeaer Anzeigers., Hauptleute und Kompagniechefs im Inf.-Regiment „KaiserWilhelm“ EHREN-TAFEL des Infanterie-Regiments »Kaiser Wilhelm« Nr. 116 Aus den Reihen des Offizierkorps starben im aktiven und Reserve-Regiment mit 6ott für König und Vaterland den Heldentod: VOn Buße, Major beim Stabe, zuletzt Bataillonskommandeur im Res.-Inf.-Regt. t16 Haehlingvon Lanzenauer von Normann Mattel von Weltzien Ebel, Oberleutnant im Inf.-Regiment „KaiserWilhelm Goßler Rocco von Grolman Hümmerich von Ehrhardt Walther Schäfer | fsbrienjunker im Infanterie-Regiment Savelsberg j - Kaiser Wilhelm " Meinberg, Oberleutnant der Reserve im Infanterie- Regiment „Kaiser Wilhelm" Todt Eichhoff Keller Boie Becker, Adolf Mülberger Castringius Klein Leutnants im Inf.-Regiment „Kaiser Wilhelm“ Leutnants der Reserve im Infanterie-Regiment „KaiserWilhelm“ Sie starben getreu den ruhmreichen Überlieferungen des Regiments. Das Infanterie-Regiment „Kaiser Wilhelm“ vergißt seine Gefallenen nie. Im Aufträge des im Felde stehenden Regimentskommandeurs: STEPHAN Major und Kommandeur des Ersatz-Bataillons Infanterie-Regiments Nr. 116. 10493D Am 6. Oktober fiel mein seelensguter Mann, unser liebevoller Vater Fritz Schiele Leutnant des Landwehr-Infanterie-Regiments 48 als Kompagnieführer. Ottilie Schiele, geb. Buderus Grete and Gisela. - v r„ Zt. dessen. 16488 Gestern mittag um 12 Uhr entschlief sanft nach langem Leiden meine liebe Frau und unsere gute Mutter Elisabeth Noll geb. Hanstein im Alter von 71 Jahren. Familie Heim*. Noll. Familie Heinr. Baiser. Gießen, den 9. Oktober 1914. Hammstraße 8 Die Beerdigung findet statt: Sonntag, den II. Oktober 1914, nachmittags 3 Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofes.* 10008 Den Heldentod fürs Vaterland ftarb am 6. Oktober mein lieber Mann, unser guter Vater, Sohn, Bruder und Schwiegersohn Ludwig Küspert Reservist im Jns.Regt. Nr. 116. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Frau Marie Küspert u. Kinder. Gietzen, den 9. Oktober 1914. 07146 Nachruf. Am 17. September starb aus Frankreichs Erde den Heldentod fürs Vaterland unser treues liebes Mitglied Karl Hillgärtner Gefreiter der S. Komp. i. Grotzb. Hessisches Infanterie-Regiment Nr. 115. Wir werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren. Gesangverein Germania. Mainzlar Cb. Lemrner, Vorsitzender. [1050C ?;■. Er - Den Heldentod fürs Vaterland starb am 15. Sept. mein lieber Sohn, Bruder, Schwager, Onkel und Bräutigam Ludwig Jung Obermatrose der Reserve-Matr.-Artill. im 26. Lebensjahre. In tiefer Trauer: Familie Margarete Jang W w. Familie Karl Schimmel Marie Weller. Klein-Linden, den 9. Oktober 1914. 10508 Am 15. September starb auf Frankreichs Erde den Heldentod fürs Vaterland mein innigstgeliebter Gatte, unser herzensguter Vater, Sohn, Bruder, Schwiegersohn und Schwager Philipp Amend Y. 7. Kompagnie Landwehr-Infanterie-Regiments Nr. 116 im 33. Lebensjahre. In tiefer Traner: Margarethe Amend nnd Kind Familie Tobias Amend Familie Heinrich Michel IV. Mjapij. Für die Teil nähme, die im in so wohltuende Weise eutgcgengi bracht worden is sagen wir au diesem Wege un seren herzlichste I Dank. Frnnilie Strii Leihgestern. ikrlgjUiltii.ll etngencoffen. Versand auswärts gegen Einsei von 18 Big. in Briesim Albi» Met«, «tfc Druckerei u. Paplerhan Selter«weg 93. Bringe in empfehlen! tnnerung, dab es von >> Nasen gibt, auch ln kleinere zerlegt. I. ZSrb l August Webi Lan dschaftsfir&rtn' Ederstraße 1 Ecke Nord-Anlag Spezialität: Anlage nnd Unt< haltnng von Gart jeder Art Treis a. d. Lda., den 9. Oktober 1914. 07139 Chaiselongue-Dei gebe billig ab. Obstgestelle dauerhaft und ® r0 Kunstarbeitei Bestellungen a. Weih»' in Brandmalerei u- fünft, Intarsia. Metall, ufm. sowie alle Gebrl gegenstände. C. Zimmer««! \euen B»ne 15 I