lr. 236 3»jd«u rftteint läqkich, außer ioraüaq«. - Beilagen: iermal wöchentlich äetzenerHrmiliendläNer: wennai wöchenlt.lireir- l«N sürten Kreis (Siefjen Dienstag und Freitag); rodmnl monatl. Land- xriichgflltch« Seitfragen iernjprech - Anschiiisse: är die Schrüiieuunq i 12 jeriaq.Geschäiksstelleöt ldresie h“ir Drahtnach- ichtew Anzeiger Kietze«, lnnahme von Anzeigen ür die Taqesin»niner is vormittags 9 Uhr. Erstes Blatt M. Jahrgang Donnerstag. 8. Gttober ietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Rotationsdruck und Verlag der vrühl'schen Unio.-Vuch- und Zteindruckerei R. Lange. Lchristleituug, Seschästsstelle u. vruckeret: Zchnlstr. 7. Anzei^-nte":' I" B-ch «e,ug»v re» monatl. 75 Pf-, viertel» jährl. Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. 65 Pf.: durch diePost Mt.2.— Vierteljahrs. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal IbPft ausw. 20 Pi. — Haupt- Ichriftleiter: Aug. Goetz. Berantwortlich für den polrt. Teil: Aug. Goetz; für .Feuilleton', .Der- mifchteS' und.Gerichts- saal": Karl Neurath; für .Stadt und Land" Präsident Wilson an den Kaiser. - Die Japaner aus den Marschallinseln. (WTB.) BerDrn, 7. Oft. (Nichkamllrch.) Aus Tokio ärd amtlich gemeldet: Eine Marineabteillnrg besetzte Ja- rit, den Sitz der Regierung! der Marschallinseln, wderstandslos. Für die englischen Kaufleute wurde die irnftrhr freigegxben. Die Mariueverwaltung erklärt, die andung sei eine rein militärische Handlung gewesen. Eine cruernde Besetzung sei nicht beabsichtigt. In einer offiziellen Mitteilung deS britischen Kolo- ial»Ministerurms heißt es: Der Feind unternahm im Sep» nnber zahlreiche Versuche, in Britisch-Ostasrika ein» rdringen und die Ugandabahn abzuschneiden. Me Ver- rche wurden zurückgcwiesen. Rur eine Grenzstation wird on einer kleinen deutschen Abteilung gehalten. Die Nor» ealtrutzpeubesetzung ist durch indische Truppen verstärkt »steil. Der Gouverneur von Kamerun meldet siegreiche 'ämpfe von Ansang September gegen Engländer und Fran» : jfen. In diesen Gefechten sind die Oberleutnants von Roth» !;rch und Milbrat, sowie Bezirksamtmann Rausch aus Ließen gefallen. Die zuständigen Stellen nehmen an, daß icse Kämpfe am Benue- und Croßsluß stattsanden. * D * Wenn sonst die Derllskso-nne auf gelbe Matter nie de r- lücktr und an Stell« des warmen Lebens in der Natur die okitische Betriebsamkeit erwachte, erhielten namentlich die tatteren kräftigere Antriebe zu allerlei Unternehmungen, rer Mrttelpunft war das PcrcLrmertt, der Reichstag, und re Wochen vor der wieder anbrechenden Wtigkeit der Reiclrs» oten waren ausgesüllt mit allerlei Vorbesprechungen. Er- «ärtungen und Forderungen. Heute fordert der Herbst in ieser Hinsicht nichts hervor. Erstaunlich viel ReickBtag^- bgeordnetc sind ins Feld gezogen, und die Zurückgeblle- eneu wissen zu aut, daß jetzt nicht Worte, sondern Taten ie Geschicke erfüllen werten. Und doch ist es in dieser in der »eimat stillen und spannenden Zeit ein anheimelndes Be» «kbnis, wenn einer der bekannten Führer im deutschen Geistesleben öffentlich seine Stimme vernehrnen läßt, denn *nn heute auch wahrlich kein Bedürfnis vorhanden ist, die ine, alles überwäliigende gemeinsame Empfindung von der Jeltgeschichtlichen Größe unserer Tage, von der Zorge um unseres herrlichen Reiches weiteren Ausstieg in ckeleii Worten zu ersticken, so liehen wir doch gern und willig inem Manne wie Lldols Wagner das Ohr, der in diesen -Tagen in seiner srischen, temperamentvollen und doch so > gründlichen Art in einer flotten Schrift sich über den Neid ind die Heuchelei des englischen Vetters ausließ. Auch der -ekannte Aufruf unserer Korvphäen der Wissenschaft und kunst „an die Kulturwelt" war danach angetan, dem gemein» amen Fühlen und Denken Ausdruck zu verleihen. Sogar den Hrlfcitigen und vielgeschäftigen Abgeordneten Erzberger >ören wir jetzt mitunter gern, und wenn er uns gestern im .Tag" enthüllte, daß bei den vertraulichen Besprechungen der etzten Miiitärvorlagcn unsere Heeresleitung immer von dem Allein zutreffenden Gesichtspunkt ausgegangen sei, daß Deutschland gegen eimm Krieg nach drei Fronten gerüstet ein müsse, lächeln wir befriedigt und loben den opserbereiten Parlamentarismus. Erzberger versichert übrigens ,/ruf das > c st i in m te ste" zu wissen, daß man seit Jahren an keiner nilitärischen Stelle irgendwie daran gezweifelt l>at, daß England sofort gegen uns auftreten werde, wenn der Weltkrieg komme. Demgegenüber klangen uns die amtlichen ! Verlautbarungen in Presse und Reichstag in der letzten Zeit ,or dem Ausbruch des Krieges tnxfy wie wir jetzt nachträglich deutlich empfinden müssen, hin und wieder etwas be- remhlich Als die eisernen Würfel einmal gerollt waren, trat freilich ein geivaltiger Wechsel ein. Der Reichskanzler ver- nrat vor aller Welt den deutschen Standpunkt gegenüber wm englischen in berechtigter sckzarser Tonart gegenüber der Grehschen Politik, und unser Kaiser selbst trat aus der Zurückhaltung des Beherrschers eines großen und mächtigen Reiches hervor und beteiligte sich durch den bekannten Brief rn den Präsidenten der Vereinigten Staaten von Nordamerika an der notwendigen Auseinandersetzung. Wohin sind däe Tage der Novemberw-irren des Jahres 1008 geschwunden? Sic werden niemals wiederkehren. Begreiflich, natürlich and mitreißend war die Entrüstung unseres Kaisers über das englische Lügengewebe, und als er sichern den Beherrsckzer eines anderen stammverwandten Volkes über dem Ozean j wandte, um ihn zum Zeugnis auszurnfcn über deutsches j Recht und deutsche Ehrlichkeit, da fand er Zustimmung auch dort, wo man sich Ipolitisch nicht viel davon versprach. Hat:e denn aber der Brief des Kaisers an Wilson einen z Politischen Zweck? Heute wissen wir es. Tie Antwort des Präsidenten wird amtlich veröffentlicht, und wir haben allen Grund, mit dem Erfolg des kaiserlichen Vorgehens vollauf zufrieden zu sein. Eine bestimmte Stellungnahme des Präsidenten, der sich ja bereits mehrfach geäußert hat, war nicht zu erwarten. Wir dürfen aber aus den sreund- schaftlichen Worten des Herrn im Weißen Hause heraus- lescn, daß er dem deutschen Standpunkte volle Gerechtigkeit widerfahren lass er »all. Besonders wo er von der Ver- brerttcng und Demi ckfichtigung der Wahr he i t spricht, dürfen wir ihm dankbar und froh ins Auge schauen, während die englischen Kabelbesitzer schamhaft ihr Haupt verhüllen müssen. Erst gestern stand es ja in den Blattern zu lesen, daß auch in Frankreich und öem Kritischen Jnsellante selbst allmählich der Ekel über die wahnsinnigen Verdrehungen und Lügen, mit denen Deutschland und sein Kaiser überhäuft worden waren, zum Durchbruch kommt. „Sie werden," so sagt Präsident Wilson wörtlich, „dessen bin ich sicher, nicht erwarten, daß ich mehr sage." Und dann konrmeu die bekannten, etwas zu idealistischen Ausflüge des Präsidenten, die seine staats- und völkerrechtlichen Theorien kennzeichnen. „Die Meinung der Menschheit als letzte Instanz!" Auf diese dürfen wir,, dürfen die deutschen Soldaten draußen im Felde nicht warten. „Sei im Besitze, und du wohnst im Recht!" läßt Schiller seinen Friedland, einen der größten Feldherrn, sprechen, und wir wissen auch aus der Erfahrung, die uns die Geschichte gewährt, daß eine „Abrechnung und Einigung" der Völker unserer Erde nur sehr bedingt in die Erscheinung treten' könnte und von einem so übermenschlichen Universalparlament nicht viel zu halten ist. Heute hat auch Herr Wilson erfahren, daß die I a p a - n e r die Insel I a l u i t ans den Marschallinseln besetzt haben! Ob ihm dies nicht etwas zu denken gibt! Die Insel liegt auf dem geraden Wege von den Vereinigten Staaten nach dem! Stillen Ozean und gewiß nicht ferne vom amerikanischen Jitteressensgebiet. Werden solche Fragen des Besitzes ohne Mitwirkung Amerikas entschiede», oder tröstet man sich dort mit dem.in grauer Ferne liegenden Dag der Abrechnung, mit der schkießlichen Entscheidung der Instanz allgemeiner Menschheit? Die Amerikaner haben von einer japanischen Gefahr mehr denn einmal gesprochen. Nicht nur die Ein- Ivanderungssrage, die öfter, nicht unter Wilson, beinahe bis an den Abgrund eines Krieges geführt hat, umr es alleinig die in Washington ehedem beruhigte. Japan ist auf der Jagd nach Reichtum und bereitet den Vereinigten Staaten auch wirtschaftlich manche Verlegenheiten. Wer wird es in Amerika glaube«, daß Japan aus rein militärischen Grünten handle! Und die Verantwortlichkeit, der an allem Schuldige? Den „wahren Zusammenhang" könnte Herr Wilson jetzt schon übersehen, und wir vermuten, er kennt ihn schon, denn er gibt ja selbst zu, daß er jetzt nicht mehr sagen möchte. Sorgen wir uns zunächst um die Entscheidungen auf europäischem Boden. Sie stehen, wie wir auch aus den heutigen Nachrichten ersehen, günstig für uns. Dann wird sich die Endabrechnung sinden. Zwischen dem äußeren und inneren Fortgiirtel Antwerpens der vernichtende Schlag egen eine englische Brigade und die belgischen Verteidiger, ie Beschießung der Stadt an der Schelde, die inzivischen wohl schon begonnen hat — sie werden einen Abschnitt des Krieges beendigen und einen neuen begimien lassen. Wie die slawische Frage gelöst werden wird, davon geben die gesammelten Niederlagen der Russen und Serben jetzt schon einen Begriff. * * * Erfolge aus allen Kriegsschauplätzen. (WTB.) Großes Hauptquartier, 7.Okt. abds. (Amtlich,) Die Kämpfe auf dem rechten Heeresflügel in Frankreich führten noch zu keiner Entscheidung. Die V o r st ö ß e der Franzosen in den A r g o n n e n und auf der Nordostfront Verduns wurden zurückgeworfen. Bei Antwerpen ist das Fort Brocchem in unserem Besitz. Der Angriff lßtt den Neethc-Avschnitt überschritten und nähert sich dem inneren Fortgürtcl. Eine englische Brigade und Belgier wurden zwi- ichendenäußcrenundinnerenFortgürtelauf Antwerpenzurückgeworfen. VicrschwereBat- terien, 52 Feldgeschütze und viele Maschinengewehre. auch englische, wurden in freiem Felde genommen. Der Angriff der Russen im Go uverncmentSu- walki wurde abgewiesen. Die Russen verloren 2706 Gefangene und 9 Maschinengewehre. In Polen wurden in kleinen erfolgreichen Gefechten westlich von Jwangorod 4800 Grfa>ngcne gemacht. Tie Antwort des Präfidentcn Wilson an den Kaiser. Berlin, 7. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Die „Nordd. Allg. Ztg." veröffentlicht die Antwort, die vom Präsiden- tenderVereinigtenStaaten auf das bekannte T e - legrammSeinerMajeskätdesKaisers eingegangen ist: „Ew. Kaiserlichen Majestät wichtige Mitteilung vom 7. September dieses Jahres habe ich erhalten und von ihr mü größtem Interesse Kenntnis genommen. Ich fühle mich geehrt, daß Sie sich wegen eines unparteiischen Urteils an mich, als den Vertreter einer an dem gegenwärtigen Krieg wahrhast unbeteiligten Nation gewandt haben, die den ausrichtigen Wunsch hegt, die Wahrheit kennen zu lernen und zu berücksichtigen. Sie werden, deßbin ich sicher, nicht erwarten, daß ich mehr sage. Ich bete zu Gott, daß dieser Krieg recht bald zu Ende sein möge. Ter Tag der Abrechnung wird dann kommen, werm, wie ich sicher bin, die Nationen Europas sich vereinigen werden, um die Streitigkeiten zu beendigen. Wo das Unrecht begangen worden ist, werden die Folgen nicht ansblecben, und die Verantwortlichkeit wird den Schuldigen auserlegt werden. Die Völker der Erde haben sich glücklicherweise aus den Plan geneigt, daß solch eine Abrechnung und Einigung stattfindcn muß; soweit jedoch ein solcher Plan unzureichend ist, wrrd die Meinung der Mcnsckcheit als letzte Instanz in all solcizen Angelegenheiten ergänzend cingreisen. ES wäre unllug und wäre verfrüht für eine einzelne — selbst für eine dem gegenwärtigen Kamps glücklicherweise fernstehende Regierung — und cs wäre sogar unvereinbar mit der neutralen Haltung einer Nation, wellt« wre diese an dem Kampfe nickt "beteiligt ist, sich ein endgülttgss Urteil zu bilden oder zum Ausdruck zu bringen. Ich spreche mich so frei aus, locil ich weiß daß Sic erwarten und wünschen, daß ich wie ein Freund zum Freunde spreche und weil ich sicher bin, daß die Zurückhaltung des Urteils bis zur Beendigung des Krieges, wo alle die Ereigniste und Umstände in der Gesamtheit und im wahren Zusammenhang übersehen werden können, sich Ihnen als wahrer Ausdruck aufrichtiger Neutralität von selbst empfehlen wird. Gez.: Wovdrow Wilson. Die Beschießung v»u Antwerpe«. (WDB.) London, 7. Okt. Zeitungen enthalten ein amt« lickzes Eonrmuniqus aus dlntwcrpen von gestern abend 10 Uhr, in welchem der Mlitär-Gouverncur dem Bürgermeister mittcilt, daß das Bombardement der Stadt unmtttelbar be» vorstcht. Diejenigen, welche die Stadt zu verlassen wünschen, werden ersucht, nunmehr abzurersen. Tas Bombardement wird keinen Einfluß auf die Verteidigung der Stadt haben, die bis zum Aeußerstcn fortgesetzt werden soll. (WDB.) Die „Franks. Ztg?' meldet aus Amsterdam! vom 7. Oktober: Die ,^et Nieuws van den Dacf' meldet aus ^Rosendaafl: Heute früh um '/£ Uhr ließen die Deutjckzen durch eine Stafette ansagrn, daß um >/^l0 Uhr die Beschießung der Stadt beginnen werde. Die Regierung ist um V,12 Uhr nach Ostende über- gesiedelt. Der König blieb in der Stadt. Zahlreiche Fküchtling« sind infolge dieser Ankündigung an ter holländischen Grenze angekommen. Rotterdam, 7.Okt. Eine amtliche belgische Mitteilung gibt bekannt, daß Verstärkungen in Antwerpen eingetrvfsen seien, wodurch die Streftbarkeit der belgischen Truppen erhöht wurde. Die Bevölkerung müsse aber wissen, daß das Schicksal Belgiens und somit auch Antwerpens in diesem Augenblick an der Aisne entschieden werde und daß die Verbündeten unter diesen Umständen eine Schwächung ihrer Kräfte vermeiden müssen. Die Antwerpe- ner Garnison sei außerordentlich stark. (Aus dieser amtlichen Mitteilung geht deutlich hervor, daß die englischen Verstär-, kungen — denn nur um solche kann es sich hanteln — recht gering ausgefallen sein müssen. Die Red.) Aus Antwerpen wird ferner gemeldet, daß nach der Zerstörung der Wasserleitung die Stadt schon eine Woche ohne Trinkwasser sei, wodurch die Gefahr einer Epidemie in den ärmeren Stadtteilen nahe gerückt werde. ' 1 Der Oberbefehlshaber der Belagerungs- Armee vor Antwerpen, General von Beseler, ist ein Bruder des preußischen Justizministers und ein Sohn des berühmten Rechtsgelehrten. Er ist 65 Jahre alt. Im Jahre 1868 trat er in das Garde-Piouier-Bataillon ein. Im Feldzuge von 1870 holte er sich das Eiserne Kreuz. Mn den! Belagerungen von Metz und Paris nahm er teil; er hat- später die Arttllerie- und Ingenieurschule besucht und wurde zur Kriegsakademie kommandiert. 1904 wurde ihm der Adel verliehen. Im selben Jahre wurde er Chef des Pionier- und Jngenieurkorps und Generalinspekteur der Festungen. 1909 war er Oberschiedsrichter im Kaisermanöver, nachdem er bereits zwei Jahre vorher den Rang eines Generals der Jw- fanterie erhallen hatte. 1911 wurde er zur Disposition gestellt, ist also ebenso wie Generaloberst v. Hindenburg aus dem Ruhe st and wieder in den aktiven Dien st berufen worden. Seit 1912 ist General v. Beseler Herren- hansmitglied. Ter Erstürmet Lüttich»^ Hannover, 7. Oft. (WTB. Nichtamtlich.) General v. Emmich, der für die Erftürmung Lüttichs den Orden Pour le merite verliehen erhalten hatte, wurde das Eiserne Kreuz Erster Klasse mit einem gnädigen Kaiserlichen Handschreiben überreicht. Belgische Geistliche vor dem Kriegsgericht. Köln, 7. Oft. Im benachbarten Sennelager befanden sich 20 belgische Geistliche, die man schwerer Verfehlungen gegen deutsche Truppen verdächtigte. Die kriegsgerichtliche Untersuchung hat nunmehr ergeben, daß alle 20 unschuldig sind. Genug der Lüge«7 Zürich, 7. Okt. Tie „Humanite" schreibt: Genua der Lügen! Wir hatten uns vorgenommen, wuhrend Krieges kein Wort zu kritisieren., Aber die rc-knonär- Presse mt es zu leicht mit der Wabrhcrt in der Absicht, bre osfend. Meinung verrückt zu machen. Der „Malm brachte am September den bekannten ArNfti. da» Krupp vor drer ren Terrain bei Maubeuge gekauit und dott Bewnunier- n sür schwecc Geschütze hergeslellt habe, schon im Frieden, und Temps" wiederholt diese Meldung am 27. September. Die 5. Juli 1911 energifd) demmttert Worben sei und f>a§ das PS e - rücht keinen ernsten Hintergrund geliabt^ habe. Das Terram sei von Gilbert ui seiner Eigenschaft als Sekretär des belgischen Finanzmannes Baron Empam gekauft ivvrdcn und xirar mit Unterstützung französischer Banken. Wenn also ein Unterbau für scknvcrc Artillerie dort gebaut worden sei, so seien französische Bankdirektvren an dem Verrat mitschuldig. Dann fährt das genannte Blatt fort: Deshalb rufen wir dieser reaktionären Lügenpresse, von der „Action francaise" beginnend über die „Libertä" hrnwcg bis zum „Matin" zu: Verschont uns mit solchen sensationellen Meldungen, da die meisten doch eben so erlogen sind, wie die erwähnte. Wir haben es endlich satt. Denn unsere Arbeiterfamilien leiden schon zu sehr darunter, daß sie ohne Nachricht von ihren Angehörigen bleiben. Wir wollen nicht zu ihren Aengstcn noch andere hinzufügen, die sie verrückt machen und in schlimmste Haßab- gründe und Rachsucht stürzen. Jetzt wo unsere Kameraden für die Verteidigung des Vaterlandes in den Tod gehen, habt doch wenigstens so viel Scham, nicht so unverschämt zu lügen, indem ihr noch Erzählungen von Verrat erfindet. „Wilde Zeitungsschreiber" auch in England. Zürich, 7. Okt. Der Londoner „Economist" warnt vor den Uebertreibungen der englischen Presse. Er erinnert «n diie Kreuel der Engländer während des Burenkrieges, an die russischen Progrome, an die Daten der englischen Gnnrmipslanzer in Peru und an die belgischen Kongogreuel. Die Erzählungen über deutsche Greuel seien übertrieben. England müsse sich hüten, die britischen Waffen aus Mitleid mit Belgien mit häßlichen Verbrechen zu beflecken, wie sie wilde Zeitungsschreiber von den englischen Truppen fordern. Fast alle Nachrichten bewiesen, daß die Verwundeten und Gefangenen von den Deutschen gut behandelt würden. Englische Lleußerungen^ London, 7. Cft. „Daily Mail" veröffentlicht Einzelheiten über die Kämpfe auf dem linken französischen Flügel. Tie französischen Truppen legten öfter Tagesmärsche von 40 bis 50 Kilometer zurück. Ten Deutschen ist es bisher immer geglückt, ihre Front mit der der Verbündeten auf gleicher Höhe zu halten. Am Samstag wäre der deutschen Armee beinahe ein Durchbruchsversuch bei Albert geglückt. Die Nacht vom Samstag zum Sonntag war das schwerste eines gewaltigen Artilleriekampfes. Das Dunkel der Nacht war fast einer Tageshelle gewichen, die hervorgerufen war durch das Explodieren der aufschlagenden Geschosse. Auch am Dienstag setzten die Deutschen ihre Angriffsversuche weiter fort. Während des Gefechts wurde dil kleine Stadt Albert vollkommen durch! Artilleriefeuer zerstört. Die Bewohner haben in Amiens Schutz gesucht. Die Chaussee war bedeckt mit Flüchtlingen. Das in Flammen geratene Städtchen bildete am Abend ein einziges Feuermeer, von dem sich die Kirche mit ihrem hohen Turm, die gänzlich unbeschädigt geblieben ist, wie eine dunkle Silhouette scharf abhob. London, 7. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Tie „T i - ui e s" meldet aus Paris: Obwohl der Feind hier und da Glück hatte, ist die moralische Haltung der französischen Truppen unerschüttert. — Der „Daily Telegraph" schreibt: Die Kämpfe in Frankreich werden zweifellos Woche für Woche heftiger. Falls es glückt, die Deutschen über die Grenze zurückzutreiben, wird es nicht mehr möglich sein, eine umgehende Bewegung zu machen. Man wird einen Nahkampf erleben, der an Belagerungsoperationen .mit Parallelgräben und Fortifikationen erinnert, die nur zwanzig Meter voneinander liegen. Es wird unzweifelhaft der größte und furchtbarste Abschnitt des großen Krieges werden. Italienische Kritik der Kämpfe in Frankreich. Rom, 7. Oft. (WTB. Nichtamtlich.) Die „Tribuna" schreibt zu dem heutigen Situationsbericht: Das französische und das deutsche Communiaue stimmen diesmal überein und sie werden auch durch zuverlässige Privatnachrichten gestützt. Danach scheint es, als ob der Plan der F r a n - z o s e n, die deutsche rechte Flanke zu überflügeln, vollkommen gescheitert und in das Gegenteil verkehrt worden ist, denn jetzt scheinen die Deutschen die französische linke Flanke milder Umgehung zu bedrohen. Das; die Deutschen den Plan Joffres sofort ahnten, als sie die Bedrohung durch das Pariser Heer bemerkten und in der gewohnten Promptheit Fürsorge trafen, indem sie starke Streitkräfte dorthin warfen und damit den Umfassungsplan unmöglich machten, weiß man. Man kann aber nicht ohne eine gewisse Ueberraschung die letzten Nachrichten lesen, das; sich die Deutschen ihrerseits anschicken, den den Franzosen miß- lückten Plan selbst zu versuchen. Woher konnten sie, die mit immer ärkeren Kräften Front gegen die russische Drohung im Osten machen müssen, noch so viele Truppen stellen, sogar Kavallerie, eine Waffe, die so viel Platz beim Transport wegnimmt? Wir können nur noch einmal diese Frage stellen, die wir schon früher erhoben haben. Warum gelang es nicht den Franzosen, die nur zwei Drittel oder drei Viertel des deutschen Heeres vor sich haben konnten und alle Vorteile hatten, die der Kampf im eigene» Lande, die Unterstützung durch Festungen, mächtige Befestigungen und der Besitz eines ausgedehnten Verbindungsnetzes im eigenen Rücken mit sich bringt, die letzten Kräfte gegen dm Feind zu sammeln in einem selbständigen Heere von nicht mehr als 150 000 bis 200000 Mann, was das Gleichgewicht Herstellen mußte? Erst nach dem Ende des Krieges wird man vielleicht eine Antwort auf diese ernste Frage erhalten. Deutsch in Lothringen! Saarburg, 7. Ott. Die hiesige Etappenkomman- bantur erläßt folgende Bekanntmachung: Binnen 48 Stunden müssen sämtliche französische Inschriften an Häusern, Geschäften und Schulhäusern entfernt sein. Die Etappenkommandantur Saarburg verbietet von heute ab die Verwendung von Briefumschlägen. Rech- nnngs- und Briefvordruckcn mit französischer Aufschrift, sowie überhaupt jede fernere Benutzung irgendwelcher Formulare in französischer Sprache. Zuwiderhandlungen werden mit Schließung des Geschäftes und Beschlagnahme der verbotenen Vordrucke geahndet. Es muß auch von dein französisch sprechenden Teil der Landeseinwohner unbedingt erwartet werden, daß sie inzwischen so viel Deutsch gelernt haben, um Vordrucke in dieser Sprache zu verstehen. Prinz Eitel Friedrich mit dem Pferde gestürzt. Berlin, 7. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Prinz Eitel Friedrich ist im Gefecht mit dem Pferde gestürzt und hat sich eine Verletzung des Knies zugezogen. Prinz Joachim erwartet die Erlaubnis des Kaisers, sich zur Truppe im Felde zurückbegeben zu dürfen. Der Kaiser. Berlin. 7. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Auf das vom Verein zur Förderung des Gewerbefleißes in der Sitzung am 5.Oktober an den Kaiser gerichtete Huldigungstelegramm ist bei dem Vorsitzenden des Vereins, Wirklichen Geh. Rat Richter folgende Erwiderung eingegangen: 3r. Majestät freuten sich über die patriotische Begrüßung des Vereins zur Förderung des Gewerbefleißes in der ersten Sitzung nach Beginn des Krieges und lassen Ew. Exzellenz ersuchen, dem Verein Allerhöchst ihren besten Dank und würinste Wünsche sür eine glückliche Zukunft des Deutschen Gewerbes auszusprechen. Das Ausland und die Kriegsanleihe. Berlin, 7. Okt. (WTB. Amtlich.) Nach vorliegenden Mitteilungen wird anscheinend von englischer oder französischer Seite in Italien das Gerücht genährt, daß die deutschen Firmen durch die Regierung veranlaßt würden, ausländische Gläubiger mit der Kriegsanleihe zu bezahlen. Die Ausstreuungen entbehren jeder Begründung. Die Kriegsanleihe ist im Fnlande aufgebracht. Schon aus diesem Grunde entfällt jedes Interesse für die Regierung, das Ausland daran zu beteiligen. Das Eiserne Kreuz. Stuttgart, 7. Okt. (WTW. Nichtamtlich.) Oberst von Lotterer, Kommandeur der 5. Feldartillerie-Brigade, der kürzlich das Eiserne Kreuz 2. Klasse erhalten hat, ist für die großen Erfolge seiner Brigade bei Soissons auch mit dem Eisernen Kreuz 1. Klasse ausgezeichnet worden. * * * Der Kreuzer „Emden" im stillen Ozean. London, 7. Okt. Wie „Morning Post" aus Cal- kutta meldet, ist durch die Tätigkeit des deutschen Kreuzers „Emden" Birma ganz von der Außenwelt abgeschnitten. Infolge des Verbots, den Hafen von Rangun zu verlassen, ist bereits seit zwei Wochen kein Schiff von dort eingetroffen. Die Japaner auf de» Marschallinsel«. Frankfurt a. M., 7. Okt. Zur Besetzung der Insel Jaluit durch die Japaner wird der Korrespondenz „Piper" von gut unterrichteter Seite mitgeteilt: Die Besetzung der Insel durch die Japaner ist vor allen Dingen gegen die Amerikaner gerichtet. Japan faßt dadurch unweit der Insel Honolulu und tu dem pazifischen Ozean Fuß. Der Traum der Japaner, auf dem pazifischen Ozean die Vorherrschaft zu gewinnen, soll dadurch der Erfüllung näher gerückt werden. Wiener Freude über den Sieg der Tfingtauer Besatzung. Wien, 7. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Die Blätter verzeichnen mit stolzer Genugtuung die Meldung von der heldenmütigen, unter Beistand des Kreuzers „Kaiserin Elisabeth" erfolgten Abwehr des Angriffes der vielfach überlegenen Japaner auf Tsingtau und drücken ihre Freude darüber aus, daß auch in Asien die deutsch-österreichische Waffenbrüderschaft sich mit glänzendem Erfolge bewährt hat. Die „Reichspost" erinnert an den vor dreißig Jahren erfolgten Abschluß der Ordnung in Europa, die, verstärkt durch den Beitritt Italiens jahrzehntelang eine Friedensbürgschaft der Welt wurde. Das Blatt schließt: Mit Begeisterung und freudiger Dankbarkeit bücken wir ans unser Bündnis. Die Schicksale beider Reiche sind zusammengesügt, komme, was wolle. In diesen Tagen können wir unseren Bundesgenossen ein Feiergeschenk bringen: es ist die Widerlegung der törichten, jahrzehntelang durch die politische Literatur geschlevvten Lüge, daß sich die habsburgische Monarchie überlebt habe, daß sie ein im ersten Wirbelsturm zerfallenes Reich sei. Jeder unserer Widersacher würde sich heute beglückwünschen, wenn er so viel moralische und physische Kraft fern eigen nennen würde wie Oefterreich-Ungarn sie in dieser Feuerprobe bewiesen hat. Slaven und Maggyarm sangen in diesen Tagen ebenso begeistert die „Wacht am Rhein" wie die Deutschen. Die Kämpfe in Rnsfisch-Polen. Nyaregvhass, 7.Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Eine amtliche Meldung aus Huszt besagt: Die österreichischungarischen Truppen stehen seit Montag mittag bei T e c f ö mit den Russen in heftigem Kampf. Den Russen wurden ihre Positionen entrissen. Bei Körösfalva hat ebenfalls ein heftiger Kampf stattgcsunden und mit einem vollständigen Siege geendet. Die Russen wurden vernichtet oder gefangen. Hier haben 2000 polnische Legionäre die Vorhut gebildet. Rückzug der Russen aus den Karpathen. (WTB.) Ofenpest, 7. Okt. Wie die Blätter melden, sind die Russen aus dem von ihnen besetzten Maramaos S z i g e t wieder abgezogen. Die österreichisch-un- garischen Truppen haben die Stadt besetzt. Die Stimmung in Sofia. Wien, 7. Okt. (WTB.) Die „Südslawische Korrespondenz" meldet aus Sofia: Die Meldung über den großen Erfolg der österreichisch-ungarischen Truppen über die Serben hat hier den größten Eindruck hervorgerufen. Die Blätter besprechen die Lage der kriegführenden Mächtegruppen und sind übereinstimmend der Meinung, daß die militärische Gesamtlage zugunsten der verbündeten Zentralmächte neige, die heute auf den Kriegsschauplätzen mit Erfolg operierten. Während der Armeebefehl des Erzherzogs Friedrich den Beginn eines neuen, für die beiden verbündeten Armeen günstigen Abschnittes aus dem galizischen Kriegsschauplätze ankündigte, erledige die österreichisch-ungarische Armee den serbischen Widersacher, der nunmehr eine Episode sei. Was die deutsche n Kriegsschauplätze betreffe, so sei von der überwältigenden deutschen Armee nur zu erwarten, daß sie chren Triumph vollenden werde. Niemand kann, so sagt „Kambana", bei richtiger Einschätzung der Sachlage an dem endgültigen Erfolg der deutschen Waffen zweifeln. Die Haltung der Türkei. K o n st a n t i n o p e l, 7. Okt. (WTW. Nichtamtlich.) Ein inspirierter Artikel des „Jkdam" antwortet auf die von der Petersburger „Nowaje Wremja" und dem Moskauer „Rus-koje Slowo" gegen die Türkei gerichteten Angriffe: Der „Jkdam" führt aus, daß die Türkei für niemand Propaganda mache und ihre Neutralität bewahre, jedoch iu meiner Weise, um ihre eigenen Interessen verteidigen zu können. Was die Drohungen anbetreffe, daß England und Frankreich die Hafenstädte Syriens angreifen und besetzen könnten, so seien diese nicht ernst zu nehmen, da die islamitische Welt gegenwärtig aus ihrem langem Schlafe erwacht und die beiden genannten Mächte großen Schwierigkeiten ausgesetzt wären, wenn sie die Türkei in dieser Weise angreisen wollten. An» Stavt unv Cottd. Gießen, 8. Oktober 1914, ** Bon der Landesuniversität. Der Lehrbetrieb unserer Landesunivrrsität im kommenden Wintersemester wird trotz des Krieges am 30. d. Mts. in vollem Umfange wieder ausgenommen. Die Einschreibung aus dem Universitäts-Sekretariat beginnt schon am 19. Oktober. Die Vorlesungen der Dozenten, die im Felde stehen, werden von den hier noch verbleibenden Dozenten mit übernommen. Nach vorläufiger Feststellung sind zu den Fahnen es, berufen 3 6 D ozenten,32 Assistenten imd 41 amte und Bedienstete Die große Zahl der gj-" dierendeu, die im Heere stehen, läßt sich nocl» nicht übersehy, ** D ic Stadt Königsberg an die Stadt Gießen. Der Oberbürgernieister der Kgl. Haupt- und Reii- denzstadt Königsberg i. Pr. hat an den Oberbürge^ ineister der Stadt Gießen unterm 5. Oktober 1914 foloenL* Schreiben gerichtet: ^ Hochverehrter Herr Kollege! Für die nsit Ihrem gefälligen Schreiben vom 30. v. Pft» angekündigte schöne Spende von 3000 Mark für die notleidenden Ostpreußen gestatte ich mir, Ihnen und den Herren Stadtverordneten aufrichtigen und herzlichenDankans- zusprechen. Indem ich hoffe, daß Ihrem freundlichen Interesse für die Sammlung in der Bürgerschaft ebenfalls ein schöner Erfolg bcschiedcn sein möge, bin ich mit kollegialem Gruß Ihr ergebener Or. Körte, Oberbürgermeister ** P ers naolnachrichten. Durch Entschließung herzoglichen Ministeriums des Innern wurden die uachstrhe^ genannten Lchramtsrefcrcndare zu Lehramtsassessoren cniajmt- Heinrich Becker zu Worms, Jakob Bert zu Oppenheim, Dr' Anton Büchner zu Gießen, Albert CullMann zu Dr. Anton .Diehl zu Mainz, Freidrich Frank zu Lmchich' Dr. Karl Gatzert zu Büdingen, Paul Gengnagel zu Dnm- stadt, Rudolf Graf zu Laubach, Karl Grundberger zu Mainz, Oto Harttm n n zu Gießern, Karl Heinemannzu GrowGerau, Anton Hernstadt zu Bensheim, Dr. Ludkü, Hoffman» zu Gießen, Valentin Jennewein zu Worms Theodor Jung zu Bad-Nauheim, Joseph Kanz Di Dieburg' Jakob Kraft zu Ofsenbach, Philipp Krämer zu .darnystöt' Ludwig Krickser zu Darmstadt, Waller Krauß zu Mast-' Wilhelm Krauß zu Mainz, Fritz Lauckhard zu Nidda, Dr' Otto Lenz zu Grünberg, Jakob Lind zu Worms, Fritz Linke zu Offenbach, Dr. Karl Listmann zu Darmstadt, Joses Man» zu Mainz, Franz Metzler zu Mainz, Dr. Engelbert Müllkr zu Mainz, Franz Ott zu Offenbach, Wilhelm Otto zu Dar«, stadt, Wilhelm Rüderer zu G-rünberg, Dr. issdam Ruftvel zu Laubach, Dr. Friedrich S a nd e l s zu Alzey, Theodor Schmack zu Offenbach!, Georg Schab zu Butzbach, Dr. Hans Schmidt zu Alefeld, Karl Schmidt zu Darmsstadt, Rudoff Schmitt zu Butzbach, Dr. Robert Schütz zu Gießen, Dr. Otto Steige, zu TarMstadt, Hugo S t e i n h a rd t zu Friedberg, HansStiche; zu Dannstadt, Ludwig Stoppler zu Darmstadt, Peter Tritsch zu Grünberg, Adam Weiß zu Oppenheim, Gifftav Weiß zu Hungen, Dr. Ernst Widmann zu Darmstadt, Karl Wih- m a n n zu Dnrmstadt, Alois Z i l ch zu Heppenheim, Dr. Ferst. nand Zimlich zu Offenbach. — In den Ruhestand versetzt wurde am 23. September ds. Js. der Lehrer Otto Heck zu Dudenrod, Kreis Büdingen, aus sein Nachsachen, unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste, mit Wftkung vom 1. November .1914 an. — In den Ruhestand versetzt wurde am 3. Oktober ds. Js. der Lehrer Philipp Werner zu ReicheS- heim, Kreis Elbach, ans sein Nachsuchen, unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dimste, mit Wirkung vom 1. Okt. 1914 an. ** Ritter des Eisernen Kreuzes: Referendar Dr. Dietrich, zurzeit als Ordonnanzoffizier beim Stabe der 2. Abteilung Res.-Feld-Art.-Regts. in Mainz, im Felde steh>end. Leutnant Walter Müller im Jns.-ReA. 118, von Bad-Nauheim. Stabsveterinär beim Res.-Feld-Art.-Regt. 25, Kreistierarzt Wenzel von Limburg. Major Gudewill in Friedberg. Unteroffizier im Res.-Jnf.-Regt. 81 Lehrer Kraft von Bicken und Gefreiter Adolf Knöbel im Jus- Regt. 88 aus Straßebersbach. Feldwebel des Inf.-Regt- 81 Paul Broghammer von Runkel. Oberst und Komma», deur des Res.-Jnf.-Regts. 87 v. D a v a n s. Stabs-Ehefarzi der Reserve Dr. Braune von Herbornl. ** Die Hessische Medaille für Tapferkeit hat der Großherzog dem Haupttnann Poly verliehen. Ebenso wurde dem Führer des Infanterie-Regiments Nr. 118 Oberst Münterdie hessische Tapferkeitsmedaille verliehen das Eiserne Kreuz hatte er bereits früher erhalten. Ferner wurde die Großh. Hessische Tapferkeitsmedaille verliehen dew Regierungsassessor Karl Melior aus Darmstadt, Leuts d. Res. im Großh. Artilleriekorps. " Der zweite ,Eleonor enzug". Der zweit, Sonderzug (Eleonorenzug) mit Liebesgaben für bi, hessischen Truppen im Felde wurde gestern vormittag vor Darmstadt abgclassen. Er bestand aus zwölf Eisenbahnwagen, in denen die voll mit Liebesgaben aller Art, besonder? warmem Unterzeug und Lebensmitteln, beladenen Automobil, untergebracht waren; auch mehrere geschlossene Eisenbahnwagen waren mit Gaben gefüllt. Bei der Abfahrt de? Zuge? der unter Führung des Rittmeisters ä. la suite Prinz Erbach- Schönberg steht, war auch die Großherzogin zugegen die auch persönlich eingehende Anordnungen getroffen hatte. ** Stiefkinder der Liebesgabenversor-' g u n g. Wir freuen uns, uns zum Vermittler eines Anliegens einer Menge im Felde stehender Landsleute machen zr können, die in dem nachstehend abgedrucktcn, an die Reda» tion des „Gieß. Anz." gerichteten Schreiben daran erinnern, daß auch sie die Vorzüge von Liebesgabensendunger zu schätzen wissen: Sehr geehrte Redaktion! In unserer den, Sächs. 12. Reserve Armeekorps zngeteilten Kolonne befinden sich eine großeZab' Gießener, Obcrhessen und Leuteaus der Gegen! von Wetzlar, Dillenburg, Herbvrn ufw. Nun hör» wft, daß an die Sachs. Truppen, und lesen mich heute in Zeitung, daß überall reichlich Liebesgaben vertcüt werdm. Ja I gestatte mir deshalb, im Sinne meiner Landsleute, Sic best» l mit einer Bitte zu belästigen. In Gießen werden so viele ZV » garren und so guter Rauchtabak hcrgestelll, und wir Haber N hier nichts z u rauchen. Selbst für Geld ist nichts haben. Einige findige Köpfe rauchen neuerdings gedörrte Sw Matter, Karwffelblätter ufw. Dieser Kalamiürt abznheffm, getz meine Bitte dahin, in .geeigneter Weise die Aufmcrksanww unserer Landsleute daheim my uns zu lenken. Wie ich p eingangs erwälmte, sind wir mit imsrreu Batterim Fejt.-Nel- Fnh-Art.-Regt. 3 dem 12. Res.-Korps zugereilt und durv» allem Anschein nach Liebesgabm wohl nicht erhalten. Nehn» Sic im lstamen meiner Landslertte einstweilen meinen beltcr Dank entgegen. Hochachtungsvoll I. H., Uuteroff. d. L. , Zweifellos wird sich auf diese Bitte hin eine 1, Stelle bereit finden, als S a m m e l o r t für die gewünschut, ^ Gaben zu dienen. Wir werden hoffentlich bald näheres hierüber Mitteilen können. ** Rekrutentransporte. Gestern in dm Abmdstusdei langten einige Hundert demirächst im Ä a r d c ko rvs, zur CM -j fteuung gelangender Rekruten am dar Durchreise in an. Die iüngm Leute stammtm zim, größtm Teil aus dMJkreü» Frankfurt und Hanau. Da die Transporte, wie drcs irer- der Fall ist, in militärischer Begleitung waren, so war man "! Publikum stellenweise gleich mit der Ansicht bei der Hand, dar es sich um gefangene Zivilisten aus Belgien und Frankreich wu um Franktireurs haMe, und war nattirlich sehr venmmdcrt, o» die „Franktireurs", vielleicht veranlaßt durch die mißtraunw» Gesichter ringsum, die „Wacht am Rhein" anstimmtm. _ ** Das Eiserne K rcuz erhielt unter glcichzeftig» sördcrung z»m Leutnant Bankbeamter Wolf Mathes ans lcrsheim, Osfizicrvertrctcr im Infanterie Regiment 132, & IS F ** 8um Tod« deSBe^rrks amtmanns Rausch aehnren wir dem Bericht über die Mm ose in .Vfctmcnui: Namen der für das Vaterland Gefallenen lassen Verden^ daß rm Norden bei Garua die 7. sEompagtiie unter ■m Hauptmann Freister rn D. Crailsheim einen Anrrriff wahrscheinlich von ?«Ia und Mongono gemeirrschastlich rückenden Engländer und Franzosen abgewiesen hat. Bei er Kompagnie standen die Oberleutnants v. Roth- mit seiner izeitruppe den Engländern, welche wohl den Croß-Fluß ausinarschierten, entgegengeworsen haben und dabei nrit i Zollamtsvorsteher Glock und dem Landmesser Ly hne siegreichem Gefecht den Heldentod gesunden haben. ** Der Krieg und die deutsche Kultur. Wir -icheu aus den Vortrag des Professors Dr. Kinkel er Krieg und die deutsche Kultur". der heute nd 8>/. Uhr in der neuen Aula der Universität statt- -t >«t, nochmals aufmtrf;ccm. Der Ertrag ist zum Besten von HRkeeneaEiBHfiMiH ck terhliebenen im Felde gefallener Gictzener bestimnit. I I j 1 ** Aus d-eUi Bure au des Stadttheaters. Die oinnurtg eines starken Stammes von Abonnenten ist in diesjährige« Spielzeit von besonderer Wichtigkeit. Die stig« Aufnahme des Spielbetriebs ist eben nur dann glich, wenn die Bestrebungen der Theaterleitung bei dem blikaut volles Verständnis finden. Die Höh« der einenden Abonuementsgelder bestimmt ja die Finanzierung Theaters in erster Änie. — ‘ - ** Der Konzertverein — so wird uns geschrieben muß angesichts des Krieges von eurer Festsetzung seiner ichen winterlichen Abonnements konterte, die angs November zu begiimen pflegten, einstwellen Westens, adsehen. Das von langer Hand vorbereitete Pro- tnm hatte vorgesehen die Aufführung des Bralftnsschen tschen Reguiems nrit Frau C ah nb Ich-Hin ken als rstin, das T e d e u m von Bruckner, Beethovens Missa C-Dur, mehrere Sinfoniekonzerte sowie Solistenabende Damen Fräulein ElenaGer Hardt aus Leipzig, Frau rnnersängerin Dosctti aus München als Sängerinnen, ein Klavierabend der bekannten Pianistin Frau Elly y, das Klingler-Quartett, das Böhmische reichquartett, einen Souatenabend der Herren h n a b c l und F le s ch u. a. Gewichtige innere und äußere ende, insbesondere die Abwesenheit sehr vieler seiner Zu er, wie auch der im Chor Mitwirkenden, und der Zeit- ngcl anderer, mit allerhand Fürsorgearbciten Beschäftig stehen der Durchführung des Programms in dem iib en Umfange entgegen, abgesehen davon, daß auch einige in Aussicht genommenen mitwirkcnden Solisten durch itärische Pflichten jetzt oder demnächst an ihrem Aus- den lfter verhindert sein werden. Dennoch geht die rzertlcitung mit der Absicht um, die nrftsikalisck)en Ver- taltungen wieder oufzunehmen, insoweit und sobald es Heilläuse erlauben und behält sich nähere Mitteilungen dieser Beziehung vor. ** Im Oberhesfischen Kunstverein bleiben, ! man uns mitzuteilen bittet, die 17 Pastellgenrälde t I. Manskop f-Daub ha u sen noch einige Tage n Verkauf ausgestellt. Der Erlös der verkauften Bilder det zu wohltätigen Zwecken der Kriegssursorae Ver- ndung. Die Besichtigung der Bilder kann in der Zeit von llhr vormittags bis 4 llhr nachrnittags erfolgen. **DasGrvßh. HessischeRegierungsblatt Nr. 19 a 5. Oktober 1914 enthält: 1. Uebcrsicht über die in den Ge- nden des Kreises Büdingen zu erhebenden Gemerndenmlageu das Rcchnimgsjabr 1914. — 2. llebersicht über die in den ueinden des Kreises Erbach zn erhebenden Gemeindeumlagen das Rechnungsjahr 1914. ■— 3. Ueberficht der für das Jahr 14 (SRj.l genehmigten Umlagen zur Bestreitung der Bedürfnis), Kreis Friedberg. F. C. Fri cdv erg, 7. Okt. Tic 2. Kompagnie des Laud- st u r mb at a itlv ns Friedberg i. H., zurzeit in Mar- kirch i. Elf., hat der Großherzospn von Hessen ihre Glückwünsche zum Geburtstage übermstrelt. Du Großberzogin erioidenc: „Herzlichen Tank den lavieren Landsturmleuten für die treuen GeburtS- tagswünsche. Ich habe mich über das Verhalten außerordenUich gefrcm: möge Gott unsere Fahnen weiter zum Siege führen." h. Ober mö rl en, 7. Okt. sämtliche Kriegsteilnehmer von hier j — etwa 260 — wurden von der Gemeinde bei der Heimchen Kriegsversichernng versichert. Die Gemeinde gewährt den Angehörigen der Krieger außerdem wöchentlich namhafte Unterstützungen an Geld und Lebensmrtleln. Für daS 3iote Kreuz spendete man 500 Mark Starkeuburg und Rheinhessen. * Darm st adt, 7. Okt. Uvber den Heldentod des Oberhofmarschalls Frkrn. v. Ungern-Starnberg bringt die „Darmst. Ztg" folgenden Bericht eines Augenzeugen: Wir lagen am 8. September in staiken^Slstützengräben südlich . . . . und bekamen am Abend desselben Tages den Beseht, am nächsten Morgen die starken Stellungen des Feindes bei . . . denen wir schon 1>.'- Tage gcgenübergelegcit ballen, anzugreijeu Am Morgen des 9. um 3 Uhr bei tienier Dunkelheit und strömendem Regen trat das Lribgarde-Jmanterie-Rrgiment, rechts das Garde-Füsilicr-Bataillan tm:er seinem Führer, Major Freiherrn v. Ungcrn-Sternberg, links das 1. Bataillon, dahinter das 2. Ba taillon, zum Sturm aut .... an. Daniit keiner iteffii konnte, um den Angriff nicht zu verraten, mußten die Schlösser aus den Gewehren genommen und in die Hosentaschen gesteckt werden. So ging cs mit ausgepstanztcn Seitengewehren in lautloser Stille, mit engster Fühliutg, auch die Schützen, ans unseren/RichiungsPunkt, den Kirchturm von ..... der von Zeit zu Zeit noch von den brennenden Trümnrrrn des Dorfes beleuchtet war, los. Kurz vor dem Dort erhielten Uir heftiges Feuer, stürzten uns mit Hurrg auf den Feind und stießen bis zum jenseitigen Rand dcS^ Dorfes durch. Das Garde. Füsilier-Bataillon trat hierbei am Südwesl ansgang des Dorfes aus eine feindliche Feldwache, der Posten ries: Qm est !ä? und schoß sofort lebhaft. Das Feuer wurde sofort! von der ganzen Feldwache erösfnet, wodurch der an der Spitze des Bataillons befindliche Major Freilzerr v. Ungern Slernberg, sofort zu Tode getroffen, nirderstürzte. Um ihn !>erum sielen 30 mit dem ausgepstanzten Seitengewehr niedergestoßene Franzosen. Das Regiment drang bis .... vor und blieb dort bis zum Mend zum Schutze der Artillerie stellen. Als es mittlerweile hell geworden war, beschoß die französische Artillerie die Stelle, wo die franzö- sische Feldwache gelegen hatte, mit Granaten. Bei dieser Gelegeiv- hett erhielt Masor Freiherr o. Ungern-Sternbrrg, der, wie bereits oben gesagt, schon gefallen war, noch einen Granatsplitter durch die Kehle. Hauptmann Pabst v. Ohain, Ches der 4. Kompagnie Leibgarde-Jnfanterie-Regiments, ließ ihn aus dem Granatfeuer hcransholen und bestattete ihn am Südwestausgang des Dorfes, dicht hinter derStelle, an der er den Heldentod erlitt. XDarmsladt,?. Ost. Unter den Tausenden von Kriegs- Gefangenen, Franzosen und Belgiern, die jetzt in dem Gefangenenlager auf dem Griesheimcr Truvvcnübiingsplatz nnter- gebracht sind, beftndet sich auch eine größere Anzahl belgischer Franktireurs beiderlei Geschlechts, die ihrer Aburteilung durch das Kriegsgericht entgegensehen. Sie machen dnrchtveg einen höchst traurigen Eindruck: besonders die weiblichen Gesangenen zeigen schon in ihrem ganzen Aeußern einen ttefen Stand der Verkommenheit. Gestern abeud wurden 10 der männlichen Franstireurs unter scharfer Bedeckung vom Truppenübungsplatz nach ban Arresthans in der Rundeturmstraße übergeführt. Kreis Wetzlar. * Dutenhofen, 6. Ost. Anläßlich der diesjährigen Pro- nicrübung an der Lahn war unser Torf mft etlichen Pionieren belegt. Tie Quartiergeber (17 Mann) haben auf ihr Qu a r t ie r - gcld zugunsten des Roten Kreuzes verzichtet und damit den Betrag von 37,07 Mark zu Weizenmehl zum Wciß- brotbacken für tue Verwundeten in Wetzlar zur Verfügung gestellt Außerdem hat die Gemeinde durch den Gcnieindevorsteher 1360 Eier und eine Anzahl Zigarren dorthin abgeliefcrt, Hessen-Nassau. ,«oneu ein Antrag kmf beträchtliche Eryöstnng der Sätze zugehen. h. 5 tauft n rt n. SK., 6. Okt. Ter Zusammenbruch des großen Ware ukrcdit Hauses N, Fuchs wächst sich immer mehr zu einer M i l l i o n e n v l c it e aus, deren Höhe sich für das hiesige Haus allein bis jetzt auf 3,5 Millionen Mark beläuft. Durch den Fall des hiesigen Geschäfts sind aber anch^nen n große Zweiggeschäfte in verschiedenen Städten Deutschlands sallit geworden. Die gesamten Passiven aller Geichäste beziffert man aus acht Millionen Mark. Bei der Prüfung der.Konkursmasse des hiesigen Hauses ergab sich die Tatsache, daß der Inhaber für seine Privatbedürsnisse allein 60 000 Mark lährlick der Kasse entnahm. —h. Bad Homburg v. d, H., 6, Ost. Als Prinz Oskar von Preußen, der sich bekanntlich zti seiner Erholung hier aufhält, dieser Tage mit seiner jungen Gemahlin in der Stadt weilte, wurde er von einem 17 jährigen Soldaten auf der Straße angeredet. Der junge Mann stellte sich als Kriegsfreiwilliger vor, er sei schon im Felde gewesen und dort verwundct worden. Er bat den Prinzen, seinen Cinstuß dahin geltend zu machen, daß er wieder nach Frankreich käme. Der Prinz wies ihn an das zuständige Bczirkskommando Höchst, wer er ihn schon empfehlen wolle, h. Tillen bürg, 6. Ost. Ein trauriges Schicksal suchte im nahen Tonsbnch die Familie Moos beim. Die beiden Söhne Heinrich uitd Emil, die beide in Frankreich känipften, wurden dort schwer verlvuitdct, kamen gemeinsam in cftt Koblenzer 9a -arett und starben hier an einem Tage. Heute wurde» sie in ihrem Hcimatdorse unter allgemeiner Beteiligung gemeinsam! bestattet. vsrniischte». * Die Geschäftsstelle des Kuratoriums der National-Flugspende teilt mit, daß das fünfte Preis- ansschreiben der National-FIugspende „Weltgipfelleistungen int Flugwesen" aufgehoben ist. (WTB.) K o n st a nt i n o p el, 7. Ost. (Nichtamtlich.) Die Erdcrschütterungen in der Gegend von Burdar und S v a r t a dauern au. Nack> neueren Nachrichten sind von den 5000 Häusern Svartas 3000 zerstört worden »nd die übrigen unbewohnbar. Die Zahl der Toten in Spatta und Umgegend beträgt 1500, damit die Gesamtzahl der Toten 4000. Amtlicher Wetterbericht. Oeffcntlichcr Wetterdienst, Gießen. Wetteraussichten in Hessen am Freitag, den 9. Okt. 1914 r Ziemlich heiler und trocken, »achls kalt: stcUcnivcise Morgeunebel. Letzte Nachrichten. WWM hniig! . israelitischen Rcligionsgemeinden des Kreises Alzey. —. 4. Dr» sverleihungen. — 5. Ermächtigung zur Annahme und zum | cigcii fremder Orden. Landkreis Gießen. O Rödgen, 7. Okt. Ter Feldwebel Reinhard von hier nach der Erstürniung einer lranzöstschen Batterie »nd der i ianaennahme von 20 Mannschaften und einem Osfizier da? ! ferne Kreuz erhalten. h. Frankfurt a. M., 7. Okt. Ein Großifeuer zer- aestern abend die Einrichtung einer Lagerhalle am störte alten Ostbähnhof. Drei Feuerlöschzugc waren cttrm zwei Stunden tätig, um des Brandes Herr zu werden. Der angerichtete Schaden wird auf 100000 Mk. geschätzt. Der Brand entstand durch die Unvorsichtigkeit eines Angestellten. — Bon den zu Zwecken der Kriegsfürsorge bewilligten 2 Millionen^Mark stich bisher 1 850 M0 Mk. ausgegebcn worden. Der Magistrat Ivird nunmehr weitere drei Mil lionen Mark von der Stadtverordnetenversammlung anfordern. Da die bisherigen Uilterstützzungssätzc sich als unzureichend erwiesen habeir, wird den zuständigen Kommis- Die Flucht aus Antwerpen. i. Köln, 8. Ost. Nackt der „Köln. Ztg." sind in Breda in 5solland 6000 Flüchtlinge aus Antwerpen und der Umgehung angekommen. Auch an der holländisckten Grenze langten Hunderte von Flüchtigen an, die mit Sondenvagen der Straszcnbahn nach Breda übcrgeführl wurden. Es wird versucht werden, sie weiter ins Innere des Landes zu schaffen. Ms gestern bekannt gemacht wurde, daß die Beschießung Antwerpens beginne, wurden die Züge nach Holland g e st ü r m t. Nach den Berickttcn der Flüchtigen müssen bereits Granaten in das Jirncrc der ‘itobt Antwerpen selbst, desglkickten in der Borstadt Berchcm niedccgegangen sein. Die Gesandtschaften imirden geräumt. Wie es heißt, ist die französische Gesandtsätzist nach dem Haag unterwegs. Das Tmuerspiel Antwerpen. lWTB.) Berlin, 8.Okt. (Nichtamtlich.) Zu der Ankunft englischer Hilfstrnppen in Antwerpen läßt sich das „Berl. Tagebl." aus Antwerpen melden: Seit drei Tagen geht ein uiwnterbrochener Zug von englischen Truppen init Geschntzent durch die Stadt. Die englischen Hilfsbruppen werden von dev Bevölkerung mft Begeisteriurg empfangen und begrüßt. Die Leute schätzen die Zahl der Engländer auf 3t) MO bis 40 000. Ein Blatt hält dies jedoch für übertrieben. Der Gemeindcrat von Antwerpen hat einer Meldung des „Berl. Lokal-Anz." zufolge in geheimer Sitzung den Entschluß gefaßt, der Mllitärbehörde sein ’ volles Vertrauen ausznsprechen und sich damit einverstanden zu erstären, daß bis zum äußersten Widerstand geleistet wird, und lieber ziizulasscn, daß die Stadt bcscktonen tvird. als zu kapitulieren. — Der Militärkommandant von Antwerpen betont in einem Atnfruf an die Bevölkerung van Antwerpen die Notwendigkeft zu einer Verstärkung des Heeres. Danackt werden alle wehrhaften Männer von 18 bis 30 Jahren aiftge- fordctt, sich als Ktiegsfoeiwillige zu melden. — Ein belgischer Pionier, der über die Itolländischc Grenze kam, erzählte der „Voss. ■Stp." zufolge, sein Truppenteil lmbe die Anslzabe gehabt, die Kirchtürme in die Lusr zu sprengen, um die Deutschen wichtiger Zielpunkte zu berauben. Ber Lier war er von seinem Truppenteil abgeschnittcn toorden. -rdncrltrahc 14 bübschc slim.-Wobunna ncbstZu- lör, Garicnanicil rc. ver c>rl »>, vcrmicien. l"^ . c cs Hoiniannstr. t t. vbnuiig, ll. 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Mineralmasser- Jnveniarfonto TOineralwasser- TOaschinenfonlo Warenfonlo . . . Lieieranlenfonto . 2642.- 4493.- 61550.- 457.14 364541.89 Passiva. Sinteiifonto der Mitglieder Svareinlagenkonto Reservesondsfonro Spez.-Reierve- sondskonto . . Hvvoibefenfonlo . Rabattautbabenf. . S insenf.iiir Anteile oarmarfenfonio Lieieranlenfomo . Reingewinn . . . 48327.- 68287,68 22218.15 9121.21 129200.- 34997- 37.40 371.71 46244.32 5737.42 364541.89 Gewinn- und Verlustrechnung pro 1913/14. Verluste. Nnfostenfonio . . . 34024.27 Fuhrwerksunfosten- fonio..... 3397.45 Cobnfonlo .... 32218.86 Hauseriragsfonto I 1017.78 HausertragLkonioll 11266.W Jnvenlaifonto . . 1090,94 Bäckerei - Jnvenlar- fonio..... 979.01 Bäckerei-Maschinen- fonto..... 1874.16 Fubrwerfsfonto. . 83630 Mineralwasser -Jn- veniarfonio. . . 293.16 Mineralwasser-Ma- ichinenfonio. . . 499.20 Reingewinn . . . 5737.42 93234.78 Gewinne. Warenfonlo . . . 88198,01 Rabattniarfenfonlo 2366.26 Zinsenfonio . . . 2670.51 93234.78 Die Mitgliederzahl betrug am 1. Juli 1913 2471 eingetreten sind im Lause des Jahres . . 357 2828 ausgeschieden sind . ........... 114 Miigliederstand am 30. Juni 1914......2714 Die Haftsumme betrug am 1. Juli 1913 . 74160.— Mk. 7290- dieieibe erhöhte sich um und betrug am 39. Juni 1914 81450.— TOf. Der Geschäftsanteil betrug am 1. Juli 1913 40384,— TOf. derselbe erhöhte sich um........ 7943. — „ und betrug am 30. Juni 1914 48327.- TOf. Giehen. Anfang Oftober 1914. Für den Vorstand: Mich. Keßler. P. Niewisch. Für den AussichlSra,: Friede. Vetters, Vorsitzender. C. Koppe. Sonntag, den 18. Oktober 1814, nachmittags 3 Ubr General-Versammlung im Saale des Gewerkichaftsbauies, Schanzenftr. 1*6. . ...... Tagesordnung: 1. Geschäfts- und Kassenbericht. 2. Besdiluhsassung über die Verteilung der Erubriaung. 3. Ergänzungswahi des Ausjichlsraies und Wahl von 3 Stellvertretern. 4. Anträge. 10462D Der Aussichtörat. Wasserdichte Militär-Westen aus Ia. Segeltuch, gut imprägniert mit u. ohne Wollfutter, aalerordentliek bewährt »ad viel verlangt, stets großes Lager und Anfertigung nach Maß Gummimäntel und Gummiumhänge Ledergamaschen prima Rindleder ohne Naht (gewalkte) von Mk. 11.50 an Schlafsäcke vollständig wasserdicht und warm Fnssschoner erleicht, d. Marschieren Vorschriftsmäßige Oflizierkoffer und Feldausrüstungen Leibriemen, usw. Anfertignng ln eigener Werkstatt. 110223 Selternweg 79. Telephon 276. 1k Holländische Dlumenzwletieln Hyazinthen Tnlpcn Narzissen (9980 Crocn» Schneeglöckchen Scilla n. a. sind in Ia. Qualität eingetrofifen und empfehle solche zur Zimmerkultur sowie zur Bepflanzung v. Beeten und Grabstätten. Reiche SortenwahL Preisliste gratis. Heinr, Hahn Samenhandlung Sen.tadt 8 Tel. 403 Bekanntmachung. Betr.: Einquartierung des Landsturm-C-rsg Bataillons. Die Unteroffiziere und Mannschaften d Landsturm-Ersatz-Bataillontz sollen am 1«. e tober1914 einquartiert werden. Anmeldung für neue Quartiere werden bis spättfte Samstag, den IO. Oktober d. Js.. , Stadthaus — Zimmer Rr. 9 — entgeg« genommen. Wer von den seitherigen Quartiergebe seine Leute behalte» will, hat dies ebensg anzumelden. Die Vergütung beträgt für i neuen Quartiere 2 Mk. für den Tag. F Tage, an denen keine Verpflegung stattsind wird nichts bezahlt. Die Umquartierung erstreckt sich nicht § die dem Bataillon angehöreuden Gießen Gießen, den 6. Oktober 1914. Der Oberbürgermeister. _ Keller. _ 1046 Aliceschule. Abteilung 1. Beginn der Kurie in Schneidern, W> zeugnähen und Bügeln, sowie der Kurse für: russschneiderinnen und -Weißzeugnäberinnen Montag, den 5. Oktober im Schulhaus OSwaldsgarten. Abteilung 2. Beginn der Kurse in der Koch- und Ha haiiungsschule am Montag, den 12. Oktober Schuldaus Steinstraße 10. Anmeldungen für beide Abteilungen werden , entgegengenommen jeden Tag von 11 bis 12 Uhr Schu l haus aus Oswa ld Sgarten. __Mi Jagd - Verpachtung. Mittwoch, den 14. Oktober d. I. nach 2 Uhr soll in der Wirtschaft des Karl Adolph hiesige Gemeindejagd auf weitere 6 Jahre ur den bei der Verpachtung bekanntgegebenen dingungen verpachtet werden. Bemerkt wird n daß das Jagdgebiet in 5 Minuten vom Bahn Hartmannshain z« erreichen ist und infolge gro Aufforstungen und Angrenzungen an Fiskali und Standesherrschastliche Waldungen zu einer besten Vogelsbergjagden gehört. [10 Herchenhain, am 6. Oktober 1914. Großh. Bürgermeisterei Herchenhain. Komp. Wir beehren uns, die Inhaber von Teilschi Verschreibungen unserer Gewerkschaft zu der am Dienstag, den 27. Oktober 1914, vorn tags 11 Uhr, im Geschäftslokale der La wirtschaftlichen Genossenschaftsbant Darmstadt, Landstraße 3«, stattfindenden Versamnilung ergebenst einzulader Tagesordnung: 1. Berichterstattung über die gegenwärtige Lag« Gewerkschaft. 2. Beschlußfassung über die Stundung der 2. Januar 1914 und 1. Juli 1914 fällig wesenen und der am 2. Januar 1915,1. Juli ff 2. Januar 1916, 1. Juli 1916, fällig wen den Zinsen bis zum 1. Januar 1917. 3. Beschlußfassung, wonach die aus früheren S, losungen rückständigen und die bis einschlies 1916 auszulosenden Beträge erst am 1. Jan 1917 zurückzuzahlen sind. 4. Bestellung eines gemeinsamen Glänbigervertre im Sinne des nachstehend erwähnten Gesetzes Gemäß tz 10 Absatz 2 des Gesetzes betreff die gemeinsamen Rechte der Besitzer von Schi Verschreibungen vom 4. Dezember 1899 werden die Stimmen derjenigen Gläubiger gezählt, w> ihre Schuldverschreibungen bis spätestens am zwe Tage vor der Versammlung, also bis spätes Samstag, den 24. Oktober 1914 bei der Rei bank, bei einem Notar oder bei einer anderen, d die Landesregierung dazu für geeignet erklä Stelle hinterlegt haben und sich hierüber auswei Gießen (Frankfurt a. M.), 29. Septembr. ff Gewerkschaft Kur-Cöln. Der Vorsitzende des Grubenvarstandes: I _ Häntschke. ___ )lQi [ Die Einschräntnii im Fleischverbrarr infolge der durch die Kriegslage gebotenen Svariam keil wird nicht empsunden, wenn man b. v>lciidj, feldi minderwertigem, gleich bei Beginn des Sdjmorcn- Schmeiszer's Saucen-Würfel zuletzt. Ei» Würfel zu 10 Pfg, genügt für ca, 3 Fleisch und ergibt eine sähinige, wohlschmcckeniu und nahrhafte Sauce, Machen Sie einen Versuch! , Achten Sie au! die bekannte Schutzmarke, Hier überall erhältlich!