r. 234 er «irßnier Auzekgn ftfjruit täglich, aujjer emitagS. - Beünqen: iermal wöchentlich «tzmerZomiliendlätt«: o«,mal,vöchenll.iiie>Sr attsSrdenlireisSichcn Sienslag undFreilciql: leinial »wnall. L«nd- irtschastliche Seitfragen erniprecf) - Anschlüsse: rdieSchrntIeitungII2 erlag,Geschäftsstellebl dresse <ür Tralilnach- chten: Anzeiger Sietzen. »nähme von Anzeigen r die TageSnummer s vormittags 9 Uhr. Erstes Blatt *64- Jahrgang Dienstag, ö. Oktober WH General-Anzeiger für Oberhessen 8ez«a»vrei-i inonatl. 75 Vs., oiertel- jährl. Mk. 2.20-. durch Abhole- u. Ziveigslellen monall 65 Ps.t durch diePost Mk.2.— viertel- jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15Ps., ausw 20 Pi. — Haupt- ichriitleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den polit. Teil: Aug. Goetz; für .Feuilleton', .Vermischtes' und.Gerichts- saal": Karl Neurath: sür .Stadt und Land": Otto Braun: für den Rotationsdruck und Verlag der vrühl'schen Unw.vuch- und Steindruckerei R. Lange. Schristleitung, Seschästsstelle u. Druckerei: Schulstr. 7. Anz-iqeme,"' ^Beck! lleue Fortschritte vor Antwerpen. Erfolge auf dem deutschen rechten Inge! in Frankreich. (WTB.) Großes Hauptauartier. ».Olt. abvs. lmktich.) Vor Antwerpen sind die Forts Messel und rochem zum Schweigen gebracht: die Stadt Lierre rd ein Ei scn bahn fort an der Bahn Mccheln—Ant- erpen sind genommen. Auf dem rechten Flügel in Frankreich wurden die ämpse erfolgreich sortgeseht. In Polen gewannen die «en die Weichsel vorgehenden deutschen Kräfte Fühlung it den russischen Truppen. Das große Kriegsbild hat sich wenig verändert, trotzen aus russischer Quelle gemeldet wird, 20 russische Armee- j rps seien im Begriffe, auf Krakau zu marschieren. Wir I iben vorläufig kaum Anlaß, diese Dartarennachricht ernst t nehmen, denn zuerst müßten die Russen doch die ver- rene Stellung in Galizien, wo sie indessen auch nach den utigen neuesten Nachrichten aus dem Abzüge begriffen sind, ieder erobern und ihren Standort in Poleir befestigen. In -arschau aber ist die Angst der Bevölkerung aus das höchste I 'stiegen, so daß der dortige Kommandant sich genötigt sah, einem ösfentlichcn Anschlag das Volk zu beschwichtigen, cm dort her wird also das große russisclze Wort nicht ge-> 'rochen. Und woher sonst? Es wäre ja wirklich ein historisch ndrncksvoll inszeniertes Drama, wenn dort, >vo die drei :oßen Kaiserreiche aneinanderstvßen, auch in einem gewal- szen Völkerringen die Entscheidung über diesen Weltkrieg 'sucht wiirde. Mein hart im Raum stoßen sich die Sachen, cis Phanlasicgcspinst eines zu Hause zurückg'tGliebenen ihriegsberichterstatters" darf die Welt nicht schrecken. Wahr d dagegen, wie wir aus der vorstehenden Meldung aus dem -Nischen Hauptquartier ersehen, daß in Polen die deut- hen Truppen mit dem Feind an der Weichsel Fühlung ge- ommen haben. Wir sind nicht darüber unterrichtet, wie cirk in diesen (Gebieten unsere deutschen Kämpfer sind, allein S ist recht wohl möglich, daß das Gefechtsfeld von Galizien is sick) nach Norden verschoben hat, und so würde sich auch x in Warschau ausgebrochene Panik sehr wohl erklären. Dom Standort der deutschen Truppen vor Antwerpen mimen ebenfalls frohe Nachrichten. Die Stimmung der dort «geschlossenen Feinde wird von Dag zu Tag düsterer ge- Hilpert, .und die„Times", deren Glaubwürdigkeit in diesen »achcii wir ja nicht in Zweifel zu ziehen haben, erzählt zren Lesern, daß die Lage nicht optimistrsch ausgefaßt waren dürfe. Nun kommt heute hinzu, daß zwei weitere Forts I cm den deutschen Geschützen zum Schweigen gebracht wor- ! en sind, und daß die Stadt L i e r r e, in der Mitte zwischen «iecheln und Antwerpen, nebst einem Eiseichahnsort, in dcut- her Hand sich befindet. Die letzten Stützpunkte der Belgier ußerhalb des Antiverpencr Besestigungskreises sind gefallen Hch der letzte Akt, der den Vorhang auch vor der inneren! s rerteidigungslinie hinwcgreißt, hat wohl schon begonnen. Ein französischer Kampfbericht. Paris, 5. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird ekanntgegeben: Seit Sonntag nachmittag ist im Gebiet von klirr a s der Kampf in vollem Gange, ohne daß bisher eine I Entscheidung erreicht wurde. Zwischen dem Oberlauf von I lncre und Somme, zwischen Somme mtb Oise war der j ttampf weniger heftig. Im Gebiet von Soissons rückten I nir vor und nahmen dort feindliche Schützengräben ein. tzast auf der ganzen Front dauert die bereits erwähnte pampscsstille an. In W o e v r e machten wir einige Fort- chritte zwischen Aprcmont und der Maas und längs Rupt I >e Mad. Eine anscheinend offiziöse Meldung des „Figaro" beugt. man dürfe das Ergebnis der Schlacht er st in >ier bis fünf Tagen erwarten. Wenn auch die Teut- chcn an verschiedenen Stellen erschöpft scheinen, so müsse nan doch bedenken, daß die französischen Führer die Trup- pn schonen wollten. Lyon, 5. Okt. (W. B. Nichtamtlich.) „Progres" verösfent- icht einen Briet eines französischen Artillerieoffiziers, in ivelchem >ieser erklärt, daß die Franzosen der deutschen schweren Artillerie gegenüber wehrlos seien, da sic keine Geschütze von olcher Tragweite besäßen. Tie d ent s che n, Flu g z en ge leisten« | .ur Bestimmung der gegnerischen Stellungen die größten Tienstr. Wenn ein deutscher Flieger die französische Artilleriestellung er- I rüttelt habe, bleibe der Artillerie nur ein schneller Stellungs- oechscl übrig, da sie sonst kurz darauf von einem dichten Geschoßbagel überschüttet loerde. Die Deutschen seien Meister in der Verwendung per Maschinengewehre Angreisendc Infanterie werde durch lieihcnseucr zumeist buchstäblich niedergcniacht. Lyon. 5. Okt. (WTB. Nichtamtl.) „Propres" schreibt: zufolge ungeheurer Verluste an Offizieren mußte vtc französische Heeresleitung die Offiziere anweisen, mehr rls bisher Deckung zu nehmen und waghalsige Angriffe nur Ttt Notsalle zu unternehmen. Das „Echo de Paris", welches bereits die un hygienische Art der französischen Verwund e t ent ran s- vorte rügte, ninrnrt schärfstens dagegen Stellung, daß alle mir notdürftig geheilten Verwundeten zur völligen Wiederherstellung nach der Heimat geschickt werden müßten, damit in den Spitälern für die neu ein treffenden Verwundeten Platz geschaffen werde. Das „Echo" erklärt, die Re- meruna.müsse diesem unhaltbaren Zustande, welcher eine schwrreLorge für das Land sei, schnellstens abhelsen. Frankreichs neue Marschälle. Stockhol ni, 5. Okt. Tic Generäle Jossre, Pan, Castelnau und Gallient werden zu Marschällen von Frankreich ernannt werden. Eine papierene Anordnung des französischen Oberkommandos. Paris, 5. Cft. iWTB. Nichtamtlich.) Das Oberkommando hat in Versailles durch Maueranschlag bekmnt gegeben: Jeder Deutsche, welcher hinter der Front in Zivilkleidung angctrossen wird, wird als Spion betrach- tiet. .Wer Zivil kleidung geliefert hat, oder wer diese Tatsache kannte, ohne die Militärbehörde zu benachrichtigen, wird als Hclsersbelser betrachtet. Jeder Deutiche, welcher nicht aus den ersten Anrus steht, wird erschossen. Jede Truppe von mehr als drei bewassneten Deutsckien hiMer der Front wird als bei Verübung von Räubereien erachtet und erschossen. Jede Zivil- oder Militärperson, welche des Diebstahls ans den Schlachtfeldern überführt wird, wird vor ein Kriegsgericht gestellt. Wir möchten nur wissen, wie bewatsnete Deutsche hinter der Front erscheinen könnten! Aus dem Tagebuch eines frauzöfischcu Truppenarztes. Berlin, 5. Okt. (WDB. Nichtamtlich.) Aus dem in deutscheHändegefallenen Tagebuch eines französischen Truppenarztes der vierten Kompagnie des 6. Pionierregiments sind uns nachstehende Auszeichnungen zur Verfügung gestellt worden. Ueber den Rückzug der Franzosen bei Paliseul heißt es: Es gibt keine Ordnung und Disziplin inehr. Die General- stabsvffizierc sind vollständig kopslos. Wir haben nichts vorgesehen, man fühlt den Zusammenbruch. Es ist beinahe ein: Rette sich, wer kann! Aus dem Quartier bei Maisoncellcs berichtet er: Die Verwundeten sind sämtlich, und das ist bas Empörendste, von zwei oder dvei Kamera >en geleüet, die nutzts mehr und weniger sind als Drückeberger. Es sind Soldaten aus dem Süden: sie ^ind umgekehrt, fast ohne zu fäntrfen, und sind glücklich, einen Verwundeten znrückbrinqen zu können, um einen Vorwand für ihr Ausrcißen zu haben. Nichtsdestoweniger bleiben sie Großmäuler und rühmen sich ihrer schönen Aufführung. lieber die Auflösung jeglicher Mannestzucht berichtet folgende Stelle: Das Schansviel in Attiany war widerwärtig. Es herrscht die Verrücktheit und außerdem was das Beschämendste ist, die Plünderung. Soldaten erbrechen die Türen, trinken allen Wein und allen Alkohol, den sie finden, und plündern sogar die Inw e l ierl ä den Das sind keine Menschen mehr.'das sindlwikdgewordeneTrere. Ein Infanterist vom'17. Korps, das überall feige floh, ohne zu kämmen, brüstete sich damit, daß er einen.verwundeten Deutschen durch Fußtritte getötet habe. lieber die Truppen aus dem Süden schreibt der Arzt: Die Truppen des Südens sind hassenswett: und welckie Kopslosig- feit. In einem Augenblick behauptet einer, drei. Ulanen gesehen zu haben: sofort ergreift das ganze Biwak die Flucht, und dabei steht hier fast ein ganzes Armeekorps. Wirklich, wer nicht solche Tage ntttettebt bat, kann sich keinen Begriff inackzen, bis zu welchem Punkte sich Menschen erniedrigen können. Die Meinung, Verräter für die französischen Mederlagen verantwortlich zu machen, spricht aus soigendeir Zeilen: Während der Nacht hören wir aus allen Seiten Verrätersiguale der Spione, die uns umgeben und alle unsere Bewegungen signalisieren Ter Leutnant Cosson mit einer Patrouille entdeckte einen Deutschen in einem Hanse: der Spion trug 'französische Uniform. Im übrigen sagt man und selbst seine eigenen Stabsoffiziere —, daß Evdoux verrückt oder an Deutschland verkauft sein muffe, um uns so zu führen, wie er es >tut. Zur Erstürmung des Eamp des Romains. München, 5.Okt. Der Kommandeur der 6. bayerischen Division hat aus Anlaß der Erstürmung des Forts Camp des Romains folgenden Tagesbefehl erlassen: Tie 6. bayerische JnsaMericdivision mit zugeteilter preußischer Fußarttllerie und Pionieren hat heute das Sperrfort Camp des Romains bei St. Mihiel im Sturm gemmrmen. Die Fußarttllerie und ein Teil der Feldartillette haben in 30 ständigen Kämpfen vorgearbeitet. Die l2. Jnfanteriebttgade miß den Pionieren Nr. 16 hat in dreistündigem Kampfe Stein um Stein, Wall um Wall des Forts erobert. Die 11. Jnfantettebrigade mit dem Reste der Feldartillette hat in langen, schweren Kämpfen feindliche Entsatzvcrsuche abaewieien. 5 Offiziere, 453 unverwundete und etwa 50 verwundete Mannschaften wurden gefangen: der Rest der Besatzung liegt tot unter den Trümmern und in den Kasematten des Sverrsotts. Dank euch allen, Offizieren und Mannschaften, für diese glänzende Waffentat, die keiner in der Kriegsgeschichte nach st eh t. Ehre auch dem Gedenken der Ovscr, die wir bttngen mußten. Was wir und diese taten, geschah fürs Baicrland, geschah sür unserer Kinder und Kindeskinder Glück. Gez. v. Höhn. Roch ein französischer Ministersohn gefangen. Genf, 5. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Der „Berliner Lokal-Anz." meldet aus Genf: Der Sohn des Ministerpräsidenten B i v i a n i, der als Fnfcrntenst bei Arras mitkämpfte, wird vermißt. Vernrutlich ist er gefangen genommen worden. Bekanntlich ist «mch der Sohn Delcassos in deutscher Obhut Unsere Brummer vor Antwerpen- Ein .aqis Belgien zurückgekehrter norwegischer Ingenieur berichtet in der in Bergen erscheinenden „Annonce Tidende" über seine Eindrücke von der deutschen Mtlllerie in Belgien wie folgt: ,Lch habe in Billevorde gewohnt. Tie Stadt war von deuttckien Truppen besetzt, und aus den umliegenden Höhen waren deuffche Batterien mit der Front nördlich gegen Antwerpen, auf- gcsahren. Zwei bis drei Kilometer außerhalb der Stadt standen einige der „pikanten" Zweinndvierzig-Zentrmeter- Mörser. Es war verboten, sich den Geschützen mehr als auf einen Kilometer zu nähern. Das unangenehnffle während meines Aujenthalls in Billevordc war der gewaltige Kanonendonner, besonders wenn in Llbftänden von einer halben Stunde die Zwer- undvierzig-Zentimeter-Kanonen ihre mächtigen ProjektUe aussandten. Es war wie der .Ausbruch eines Vulkans: die ganze Stadt erbebte in ihren Grundfesten. Achtunddreißig Kilomtter btträgt die Schußweite dieser Geschütze. Tas Feuer wurde mit Hilse von Fesselballons geleitet, die an Automobilen besesligt waren und unaufhörlich ihren Platz wechselten." Amsterdam, 5. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) „Tele- graaf" meldet aus Antwerpen, 3. Oktober: Die Lage ist hier äu st er st kritisch. Amtlich wird gemeldet, daß die äußerste Fortslinie gefallen ist. Die Stim- imrng in der Stadt ist sehr gedrückt. Eine heute erlassene Proklamation ermahnt die Einwohner zur Ruhe. Man be- fürchtet, daß die Wasserzufuhr abgeschnitten wird. London, 5. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Die hiesige belgische Gesandtschaft hat folgendes Telegramm! aus Antwerpen erhalten: Oestlich der Senne ist unsere Verteidigungslinie gezwungen worden, sich vor dem lfeftigen Angriff l,er deutschen Artillerie aus den Nethefluß zurückzuziehen, nachdem sie fünf Tage lang heftigen Widerstand geleistet hatte. Unsere Stellung an dem Nethe- flnß ist sehr stark, die Armee wird mit äußerster Energie Widerstand leisten. Englische Lügenbilder. Die Londoner Zeitung „Daily Sketch" bttngt eine Rtthe von Bildern vom Tage. .UnZer ihnen befinden sich verschiedene, die augenscheinlich imr eine .Wiedergabe von photographischen Aufnahmen in Bettin sind. Zwei dbvon zeigen am llarsten. wie drüben Stimmung gemacht wird. Eine Photographie des Borbn- marsches der Landsturmahteilnng mit der russischen Fahne Unter den Linden vor dem Zeughaus trägt dir llntttschrist: „Diese russische Fahne wurde in Parade durch die Straßen Bttlins getragen, um die Bevölkerung die vernichtenden Siege der Armeen des Zaren vergessen zu machen, — wenn sie sie je er fallen haben." Die andere Ausnalyne ist ein Bild von einer Paradoaufftellung deutscher Jungen mit Fahne, Säbeln und Gewehren. Taruntei setzt das englische Blatt: „Die Väter dieser armen Kinder sind wic Schafe zur Schlachtbank getrieben worden. Eines Tages werden sie die schreckliche Wahrheit erfahren." Angst in Warschau. Petersburg, 5. Okt. (WTB. Nichtcrnttlich.) Mek- dung der „Petersburger Telegraphenagentur": Der Militärgouverneur von Warschau hat durch Anschlag folgendes bekannt gemacht: Jü der letzten Zeit ist die Bevölkerung durch absurde Gerüchte von einer möglichen Besetzung der Stadt aufgeregt worden. Auf Befehl des Armeekommandanten bringe ich zur öffentlichen Kenntnis, daß Warschau und seine Umgebung wie bisher von seiten des Feindes außerhalb aller Gefahr ist. Ich bitte daher auch die Einwohner, ruhig zu bleiben und ihren Geschäften wie im Frieden nachzugehen. Die nahe Schlacht im Osten. Rom. 5. Okt. Dem „Giornale d'Jtalia" wird aus Petersburg gemeldet, in der Gegend von Krakau stehe angeblickf eine große Schlacht zwischen Russen und O e sie r r e i ch e r n bevor. Tie Russen seien l Million Mann stark mit einer mächtigeti Artillerie. Nach Petersburger Meldungen der „Times" glauben die russischen Regierungskreise, daß Deutschlands Schicksal an dem Punkt entschieden werde, wo die drei Kaiserreiche zusammenstoßen. Dort rücken angeblich 20 russische Armeekorps auf zwei Linien vorwärts. Wenn es den Deutschen nicht glückt, hier die russische Sturmslut aufzuhalten, würden die Russen hinter den Berteidigungsiverken an der Oder nach Deutschland eindringen. Ter Eindruck von Hindcnburgs Siegen in Petersburg. Kristiania. 5. Okt. (WTB. Mchtamtlich.) Im „Mor- genbladett^ erzählt ein Norweger, der ans Petersburg lfeinrkehrte, daß der Sieg Hindenburgs in Ostpreußen und die Mederlage der Russen in Petersburg einen lähmenden Eindruck machten. Mcht weniger groß sei die Trauer darüber, daß zwei Generale, auf die man die größten Hoffnungen setzte, gefallen seien. Das Publikum wurde vorbehaltlos über die Mederlage unterrichtet Man gab zwar keine Einzelheiten, erkannte aber den Umfang und die Bedeutung der Katastrophe an. Bon dem Augenblick ab , hat sich die Kriegsbegeisterung in Petersburg stark abgekuhlt. Die späteren Erfolge gegen Oesteitreich verrrwchten rncht, vies ganz auszngleichen. Man sehe jevoch der Zukinfft vertrauen^ voll entgegen uaw hoffe ans den Sieg, fürchte aber, daß das Heer zu wenig Offiziere habe. Der russische Vorstoß in den Karpathen mißglückt. Ofenpest. 5. Okt. (WDB. Mchtamtlich.) Der Ober- gespan des Marmaroser Komitats sandte an die Szat. marer Behörden ein Telegramm, worrn er nntteilt, daß die russischen Truppen sich im Rückzug he- finden, und daß keine Olefahr mehr vorhanden sei. Die österreickiischen Truppen hätten sich, nachdem sie Mämszigil geräumt hätten, in eine ausgezeichnete Position bei Hoff zumrzoe zurückgezogen u»d dort die von niehrercn Seiten eintrcfsenden Hilfskräfte abgewnrtet. Sie seien daun zur Offensive übcrgegangeu. Die Schlacht habe für die öfter retchtsch-ungarischen Truppen günstig begonnen. Das Märchen von japanischer Hilfe bei de» Russen- Kopenhagen, 5. Okt. (Nichtamtlich. l „Politiken" er führt von einem glaubwürdigen Dänen aus Dünaburg, daß dort am 26. Scptcinber sich mehrere Militärzüge mit japanischen Truppen befunden haben. Eisenbahn beamte haben ihm erzählt, daß bis zum 26. «eptcmöcc insgesamt 160 Züge mit je 35 Waggons von Wladiwostok angckonrnien seien. Russische Offiziere bestätigten die Mit teilung und fügten hinzu, die Japaner seien für Wilna bestimmt, wo sich das russische Hauptquartier befinde. Nach »der Aussage der Offiziere kommen bis auf w-eiteres täglich 15 Züge an Die Gesamtzahl der erwarteten Japaner belaufe sich ans 150 000 Wann. .. > ■■ Cholera fälle. Wien, 5. Okt. (WDB. Nichtamtlich.) Von dem Sani- tätsdepartenrent des Ministeriums des Innern wird mitgeteilt - Am 4. Oktober ist in Mähren in Pohrlitz (Bezirk Auspitz) und Neugasse bei Olmütz, ebenso i» Jä- gerndors in Schlesien je ein Fall- von asiatischer Cholera scstgestellt worden. Es handelt sich um Personen, die von dem nördlichen Kriegsschauplätze eingetroffen sind. Die Stimmung der Muselmanuen. Konstantinovel, 5.Okt. (WTB. Nichtamtlich.) „Jkdam" gibt einen bedeutenden Artikel des seit 22 Jahren in Kalkutta erscheinenden persischen Blattes „H a b l u l m a t i n" wieder, in welchem die durch die gegenwärtige PolitikEnglands in der ganzen muselmanischen Welt hervorgerufene Unzufriedenheit hervorgchoben wird. „Wenn ivir," so sagt das Matt, „berücksichtigen, daß Deutschland in dieser kritischen Zeit der Türkei zwei seiner besten Kriegsschiffe verkauft, so werden wir erkennen, daß Deutschland während des Krieges nicht nur die Ottomanen an sich ziehen wollte, sondern alle Muselmanen der Welt. Ohne Zweifel wird die Türkei, die in der ganzen islamitischen Welt unbegrenzten Einfluß besetzt, das Vorgehen der Deutschen nicht vergessen und nicht zögern, sic zu unterstützen, wenn nicht matcrieU, so dock wenigstens moralisch." „Hablulmatin" stellt scst, daß die von Grep gespielte scheußliche Intrige eine Abkühlung der Ottomanen England gegenüber berbetgeftihrt hat. Grey hat die traditionellen Beziehungen zwischen England und der Türkei vernichtet. Er opfert die wahren Interessen Englands den Königreichen Griechenland und Montenegro. Die falschen Auffassungen Greps haben alle Muselmanen zur Verzweiflung gebracht: Inder, Äegypter und Perser betrachten die Engländer als Feinde, Greg sei es, der die Muselmanen dazu getrieben habe, sich zusammcir- zuschlicßcn. Die von der Politik Grehs gegen die islamitische Welt geführten Schläge werden diese nvlens Polens aus tiefem Schlafe erwecken. Die beiden großen islamitischen Gruppen, die Schiiten und Sunitcn, hätten die Nachteile der 'Schläge Englands so sehr - empfunden, daß sie unter Hintansetzung ihrer religiösen Sektm- lunterschiede beschlossen hätten, Brüder zu bleiben. Keine »Mackst (der Welt könne die Türkei und Persien nunmehr voncin- fandcr trennen. Äegypter, Inder, Chinesen und Afrikaner würdcn sich in dieser heiligen Liga pereinigen. Die in den englischen und (französischen Kolonien lebenden Muselmanen könnten ihren Re- -gierungen nicht mehr-treu bleiben: die Muselmanen des Kaukasus, Turkeftans und Transkaukasiens könnten Rußland nie treu sein. -Persien besitze keine Armee, aber seine Stämme, jseineBaucrn könnten zu einergroßen Kalamität für Rußland werden. Wenn stulenwcisc Afhganistan, Indien, Aegppten, Marokko, Tunis und Algerien sich empörten und Ihre Bemühungen mit den islamitischen Regierungen der Türkei und Persiens vereinigten, könnte dann die Triple-Entente, die mühsam gegen Oesterreich unfl Deutschland Krieg führt, noch irgend seine Kraft besitzen? Der Artikel schließt mit Ratschlägen an England, seine Politik zu ändern und Rußland preiszugeben, sonst würde es viel verlieren. Die Artfregung in Persien. Konsiantinvpel, 5. Okt. (WTB, Nichtamtlich.) Das hier erscheinende persische Blatt „Havcr" enthält folgende Mitteilungen: Persien hat Rußland eine neuerliche Note überreicht, bezüglich welcher noch die Verhandlungen andauern. Infolge der Schritte Persiens haben die Russen den Häuptling des Stammes Magu, Jkbal es Saltane, und dessen Sohn wieder freigelassen. Ter hervorragende persische General S alah e d Dauleh ist mit einer Menge Waffen und Munition in der Grenzstadt Hasryschirin eingetroffen, um den Russen Verlegenheiten zu bereiten. Die persische Regierung hat den belgischen Generalschatzmeister Mornard und alle anderen in persischen Diensten stehenden Belgier a b ge s e tz t und einen Ausschuß zur Prüfung der Rechnungen Mornards gebildet. Amtlichen Nachrichten zufolge hat der Kriegsminister den Provinzbehörden und allen Stammesoberhäuptern befohlen, eine beträchtliche Streitkraft zu sammeln. Der Schah hat die schleunige Wiedereröffnung des Parlaments angeordnet. Er hat eine Liste aller Beamten verlangt, die russische Parteigänger firtb; diese Beamten werden wahrscheinlich, abgesetzt werden. * 8 * 0er Angriff auf Riautschau. London, 4. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Aus Peking wird gemeldet: Die englischen Streitkräfte unter General Barnardtston setzen mit großer Energie den >Angriff auf Kiantschau fort. Die deitffchcn Truppen .haben sich auf Tsingtau selbst zurückgezogen, dessen Forts Tag und Nacht tätig sind. Das Feuer ist besonders gegen die japanischen Stellungen gerichtet. Deutsche Flugzeuge haben wiederholt versucht, die japanischen Kriegsschiffe durch Bomben zu zerstören. Die Engländer und Japaner treffen Vorbereitungen zu einem entscheidenden Vorstoß gegen Tsingtmr. Die Deutschen in Saigon. A-nt st e r d a m, 5. Okt. (WDB. Nichtamtlich.) Die Deut- fck>en in Saigon sind ausgetviesen worden: sie haben auf Java liebreiche Ausnahme gefunden. In Buiten-Aorg hat sich ein Ausschuß gebildet, der zwei Häuser zur Anff nähme der Deutschen eingerichtet hät. Japanische Truppen in Indien? Berlin, 5. Okt. Der „Berliner Lokalanzeiger'» schreibt: Einem unverbürgten Gerücht zufolge sollen japanischeTrup- pcn in Indien gelandet sein. — Sollte diese Nachricht sich bewahrheiten, so würde das auf ernstliche Unruhen in den englischen Besitzungen Hinweisen, denn nur in diesem Fall ist in dem englisch-iapanischen Bündnisvertrag die Entsendung japanischer Truppen nach Indien vorgesehen. Das «efecht zwischen dem Hilsskreuzcr „Kaiser Wilhelm der Große" nnd dem englischen Kreuzer Highslyer. Berlin, 5.Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Am 26. Aug. lag der „Kaiser Wilhelm der Große" in dem spanischen Hafen R iod e lO ro mit zwei Kohlcndampfern längsseits, während ein dritter denkkcycr Dampfer etwa 500 Meter weiter seewärts vor Anker lag. Die gesamte Besatzung war seit Tagen bei der Kohlenübernahmc beschäftigt und die Bunker noch nicht zur Hälfte aufgefüllt, als gegen Mittag ein Schiss in Sicht kam, das sich als der e n g l i s ch e g e s ch ü tz t e K r e u z c r „H i g h- flhcr herausstelltc. Es hat datin folgender Man al verkehr durch Scheinwerfer zwischen beiden Schiffen stattgesundcn: „Englisches Kriegsschiff „Highslyer" Surrender! (Ergeben Sie sich!» „Kaiser Wilhelm der Große": Keine Antwort. „Highslyer": I call you to surrender. lJch fordere Sie aus, sich zu übergeben!) — „Kaiser Wilhelm der Große": Deutsche Kriegsschiffe ergeben sich nicht. Ich ersuche Sic, die spanische Neutralität zu achten! — „Highslyer": Uou coai the second time in this Port. I call you lo sursrender. Jf not. Jt will stre on you al owce. (Sie nehmen zum zweitenmal Kohlen in diesem Hasen. Ich fordere Sie auf, sich zu übergeben! Wenn nicht, werde ich sofort auf Sie feuern.) „Kaiser Wilhelm der Große": Ich nehme hier zum erstenmal Kohlen: im übrigen ist das spanische Angelegenheit. — „Highflyer": Surrender at once! (Ergeben Sie sich sofort!) — „Kaiser Wilhelm der Große": Ich habe Ihnen nichts mehr zu Hierauf hat um 1 Uhr 16Min. „Highfltzer" das Feuereröfsnet,dasvom„KaiserWilhelmdem Großen" so forterwidertwurde. Der Kamps wurde von diesem geführt, ivährcnd das Schiff etwa 2000 Meter von der Küste vor Anker lag, sich also innerhalb der spanischen Hoheitsgcwäsfer befand. Um unnötige Menschenverluste zu vermeiden, ließ der Kommandant des Hilfskreuzers das nicht in den Gefcchtsstationen gebrauchte Personal aus die beiden längsseits liegenden Kohlendampfcr übersteigen, ebenso die an Bord befindlichen englischen Besatzungen der früher aufgebrachten englischen Schiffe. Sobald die Dampfer vom Hilfskreuzer frei waren, zogen sie sich nach Süden zurück. Inzwischen hatte „Highslyer" das Feuer ans die beträchtliche Entfernung von etwa 9000 Metern eröffnet. Er zog sich unter gleichmäßiger Annäherung von der Steuerbord- an die Backbordseite des Hilfskreuzers hinüber, entfernte jedoch sich wie? der, als er « i n e 2l n z a h l v o n T r e f s e r n erhallen hatte. Nach etwa IV- ständigem Gefecht kam das Feuer des „Kaiser Wilhelm der Große" aus Mangel an Munition ins Stocke». Gleich bei Beginn des Gefechts hatten nämlich zwei Schüsse den vorderen Laderaum getroffen, in dem die Hälfte der Munition verstaut war, so daß dieser voll Wasser lief und die Munitionsförderung vorn unmöglich wurde. Als daher die Alunition der achteren Geschütze verbraucht war, befahl der Kommandant, das Schiss, um es nicht in feindliche Hände fallen zu lassen, zu versenken. Dies geschah durch 12 Sprengpatronen, die schon vorher angebracht waren, sowie durch Oeffnuiig der Lenzschieber. Der deutsche Hilfskreuzer hatte im ganzen zehn Treffer erhalten, die das Schiff jedoch nicht zum Sinken gebracht hätten. Beim Verstummen der Geschütze stellte auch „Highslyer" sein Feuern ein und näherte sich langsam bis auf 5600 Meter. Als er jetzt aus dem einzigen deutschen Geschütz, das über Munition noch verfügte, einer Revolvcrkanone, beschossen wurde, begann auch der Engländer wieder das Feuer, um es abzu- brcchen, nachdem auch das Revolvergeschütz nach Verbrauch aller Munition hatte verstummen müssen. Der Munitionsverbrauch des englischen Schisses wird vom deutschen Kommandanten auf 400 bis 600 Schuß geschätzt. Die Tresfev- ergebnisse mit 2 Prozent gegen ein so großes und hohes Schiff, das noch dazu still vor Anker lag, waren also herzlich schlecht. Als „Kaiser Wilhelm der Große" anfing, sich infolge des cindringenden Wassers übcrzulegen, begab sich die Besatzung in die Boote. Der Kommandant verließ als letzter das Schiff, als dieses schon mit der Serke auf dem Grunde auflag und die Masten mit den an dem Topp gehißten Kriegsflaggen unter Wasser verschwunden waren. Drei Hurras aus den Booten brachten dem sinkenden Schisse den letzten Gruß und das „Deutschland, Deutschland über alles" erscholl ihm als Abschiedslied. In drei Rettungsbooten landete der Teil der Besatzung, der an den Gefechten teilgenommen hatte, außer dem Kommandanten 7 Offiziere, 2 Vize- steuerleutc, 72 Unteroffiziere und Mannschaften, an der spanischen Küste von R i o d e l O r o. Unter Mitnahme von zwei, auf schnell hergestellten Tragbahren mitaeführten Verwundeten gelangten sie nach 21. ständigem Marsche zum spanischen Fort. Der englische Kreuzer hatte sich inzwischen auf 3000 bis 4000 Meter genähert und zwei Boote ausgesetzt, welche orn ocutlchen Booten folgten, jedoch erst landeten, als die deutsche Besatzung bereits den Marsch nach dem Fort angetreten hatte. Die englischen Boote kehrten dann auf ein Signal an Bord ihres Schiffes zurück. In dem spanischen Fort wurden die deutschen Seeleute von dem Fortkommanl- danten aufdasbesteaufgenommen. Sie befinden sich jetzt in Las Palmas auf den Kanarischen Inseln. Der Kommandant des „Kaiser Wilhelm der Große" rühmt das ausgezeichnete Verhalten der Offiziere und Mannschaften während des Gefechts. England und Schweden und Norwegen. Berlin, 6. Okt. Aus Kristiania wird gemeldet: Aus Stockholm wird von gestern telegraphiert: Der Minister des Aeußern hat von dem hiesigen britischen Gesandten die Mitteilung erhalten, daß die britische Liste über Kriegskonterbande einer Revision unterworfen wird, wodurch der schwedische Export von magnetischen Eisenerzen, also praktisch gesprochen, der gesamte schwedische Eisenerzexport, bis auf weiteres fortgesetzt werden kann, ohne von britischer Seite auf Hindernisse zu stoßen. Kundgebung von amerikanischer Seite. Berlin, 4. Okt. Eine bemerkenswerte Kundgebung oon amerikanischer Seite wird jetzt in folgendem Schriftstück bekannt, das von einem der Führer des hierher gesandten amerikanischen Regierungs-Ausschusses an den Geschäftsführer des deutsch-amerikanischen Komitees, Direktor Otto Scholz in Berlin, gerichtet wurde. Der Wortlaut ist folgender : Von der amerikanischen Regier,mq zur Vorbereitung der Heimreise der bei Ausbruch des Krieges in Deutschland auf Besuch bcjindlichen Amerikaner mit dem Kriegsschiff „Tennessee" nach hier entsandt, drängt els mich, allen denen, die mich bei Ausführung meiner Mission in liebenswürdiger und tatkräftigster Weise unterstützten, meinen i»ärmsten Dank zu sagen. Es ist mir eine große Herzensfreude, zu konstatieren, mit welcher Sorgfalt und Selbstlosigkeit Personen, Korporationen und Behörden sich meiner Landsleute angenommen haben. Besonderen Dank der Handelskammer nnd Herrn Franz von Mendelssohn, den persönlich kennen zu lernen ich das Vergnügen batte und der mir ganz besonders behilflich war, steht doch gerade der Genannte an erster Stelle des Hilsskomilees für die ans Bestich in Deutschland >vei- lendcn »Amerikaner, welches in hochherziger Weise Unterkunft für meine Landsleute besorgte, Gelder sür sie sammelte und ihicen überhaupt aste erdenkliche Sorgfalt und Znvvrko rinnen heit angedeihen läßt. Meine mehr als vierwöchige Anweserrheit in Deutschland gab mir Gelegenheit zu beobachten, wie das deutsche Bolk den ihm aufgedräugten Krieg anfnahm, welche hohe Begeisterung, gepaart mit ruhigem, sittlichem Ernst, die gesamsto Bevölkerung ergriffen hat: die waffenpflichtigcn llbeservisten und Landwehrleute eilten zu den Fahnen: nahezu 2 Millionen Kriegsfreiwillige aller Stände nnd Mtersklasscn, ganze höherer Lehranstalten einschließlich ihrer Lehrer meldeten" um Eintritt in das .Hier, so daß Tausende von Fyemilli^!? . Der L a n tz st u r m in »war (h ■n zwar a»r gerufen, aber bisher nur zum all>ergeringsten Teil in Dienst^ itcllt worden. Zugleich mit der Mobilmachung setzte die Ör> sation der Werke der tatkrästigeir Nächstenliebe ein: Das Ro« Kreuz mit seinen vorzüglichen Lazaretten, seinen Aerzten, jjw kenschwestern, freiwilligen Sanilälskvlvnnen usw., der Nation^ Frauendienst mit der Kinder- nnd Wöchnerimren-Fürsorge, ^ jung Bedürftiger und »Arbeitsloser, »Vermittlung von Brkleid^T llntcrkunst und Arbeitsgelegenheit, dazu die vielen reichen oamn» lnngen an Liebesgäbm für Vcwpflegung der Trupventtansport» aus dem Auelande Rimkebrender Flüchtlinge, Erguickung rückkchrcndcr Verwundeter, Nationalstiftung für die .‘öintetWjl^ denen ins Feld Gezogener neben der staatlickzen Fürsorge, ft-rieqe sürsorge für Bühnenkünstler, Herstellung von wollenen dungsstücken wie Strümpfe, Leibbinden usw. sür die im stehenden Tricppen. Und alles in musterhafter Ordnung, die sich in irichts von »der beim denffchen Soldaten sM^ verständlichen Disziplin unterscheidet. Die »Ausrüstung der pen ist vorzüglich urcd zweckentsprechend, die Organisation btc Mobilmachung bewundernswert. Die Eisenbahnen bewältigten die ungeheuren, in die Millionen gche^stl Transporte von Mannschaften, »Pferden, Kanonen, Jahrceiiaft! usw. — nicht die geringste Äetriedsstöning, nicht der nein». Uniall ist vorgekommen. Und lveil die Deutschen die geboren» Soldaten sind, ist keine Spur von starrem Militatisb mus, vom militärisch gedrillten ?tutomaten zu merken: Taz ist ein Volk in Waffen, mit großer hingehender Liebe für Kayg. nnd Reich, mit dem Willen zum Siegen, um Heimat, Haus und Scholle, »Weib und Kind zu schützen. Ueberall würdiger Ernst, unerschütterliche Ruhe, tatkräftiges Handeln und volle Siegeszuversicht. Ein Volk, auf so hoher Kulturstufe stehend, so großer, glühender Begeisterung fähig, kann nicht unterliegen, — das sind keine »Larbaren, sondern Män. ncr bester Art. Das dokumentiert sich auch in der Behandlung der Gefangenen und Verwundeten : „Ich kenne hrr keine Unterschiede zwisclzen Freund nnd Feind, sondern nur nnindcte": diesen Ansspruch tat der Leiter eines der gröftm hiesigen Lazarette, und in derselben hochherzigen Weift wich ini ganzen Reiche verfahren. Jetzt, acht Wochen nach Ausbruch des Krieges, nachdem unausgesetzt Truppentransporte nach dem »Auslande gingen, ist es critcnmlich, die große Anzahl wafstw fähiger Männer zu sehen, die noch zu Tausenden in Berlin ihwr Beschäftigung nachgehcn. Die öffentlichen Arbeiten sind rm der Ban von Straßen- und Untergrundbahnen usw. ist nicht ins Stocken geräken, überall wird sleißig gearbeitet! Es sind noch fo viele junge, kräftige und gesunde Männer in Berlin, bafc y, kurzer Zeit nochmals eine ganze Armee aufgestellt loerden kmm, falls cs nötig sein sollte. Es drängt mich, nochmals zum Ausdruck zu bringen, das das Verhalten der Deutschen den tiefften Eindruck mif mich macht nnd ich habe keinen Amerikaner getroffen, der nicht das glnit» Empsinden hat: alle schätzen sich glücklich, in dieser großen Zeit in einem solchen Land wie Dentschland Gastftcundschaft genossen zu haben. Vom rote» Kreuz. Seit ?l,isbruch des Krieges sind vom Deutschen Roten Kinn ans eigenen Mitteln und Sammelgeldern 24 Bereinslaza- r c t t z ü g c ausgestellt worden, 10 vom Zcntral-Komitee in Berlin, die übrigen von den Landesvcreinen vom Roten KNenz Balirm^ Württemberg und »Baden, vom Roten Kreuz von Berlin, vom Roten Kreuz Schöncbcrg-Wilmersdorj usw. Bei anderen Landes- Vereinen wird die Aufstellung weiterer Vereinslazarettzüge vvr- bcrcttct. Die Materialausstattung eines Zuges hat einen Werl von durchschnittlich etwa 50 000 bis 60 000 Mark. Die bei Ln Wendung der ersten Züge gemachten Erfahmingen wurden soglcick zu Verbesserungen verwertet. Alle Züge .sind oder werden jchl auch mit Küchen- oder Speisewagen cmsgeftattet »nd entsprechen in ärztlicher Beziehung hohen Ansprüchen. Jeder VereinslazaiNt zug ist znm Transport von 320 liegenden Kranken eingerichtet unt verfügt über 4 ?lerzte, 4 Pstegerinncn, 36 Pffeger, 1 Rechnung^ sührer, 1 Schlosser, l Diener. Das gesamte Personal ist tzon Roten Kreuz gestellt, die Aerzte und Rechmmgsführcr werden auch von ihm besoldet. Die vorgenannten 24 Züge sind mit Ausnabm« weniger im Betrieb und haben bereits vortreffliche Dienste geleisltt Untersuchungen gegen Verräter. Straßburg-, 5. Okt. (WDB. Mchtamklich.) Bonden Kommandanturgericht in Straßbnrg wird der im Jahre IMl geborene praktische Arzt Pierre Bücher, bisher in Straß bürg, jetzt unbekannten Aufenthaltes und sahnenslüchtig, der K rie gs v er r a tes beschuldigt. Sein Vermögen ist bv schlaguahmt worden. Bücher war bekannt als Herausgebei der „Revue Msacienne Jlluströ" und der „Cahiers Alsa cicnnes", sowie als eifriger Förderer der „Jdöe Franc-psL im Lande. Aus dem Kreise der „Revue Franeaise"' sind u. a auch die alljährlichen Borträge ftanzösischer Redner ir Straßburg veranstaltet worden. Ferner hat das außer ordentliche Kriegsgericht Straßburg gegen Blumentha' nunmehr auch einen Steckbrief -erlassen, in dem schon cm 12. September bekanntgegeben wurde, daß gegen ihn bi* Untersuchungshaft wegen .Hochverrats verhängt und sen Vermögen beschlagnahmt worden sei. Das Kriegsgerich! Colmar hat eine Beschlagnahmeverfilgung in der Unter suchungssache gegen den 1M4 geborenen Studenten Heinrich Koch und den 1896 geborenen Schiller Rena tu £ Koch, beide aus Gebweilcr, die sich zurzeit an unbekannter Orten aufhalten, erlassen. Untersuchung schwebt gegen beit" wegen Kriegsverrats. Sie sind hinreichend verdächtig, während des gegen Deutschland ausgebrochenen Krieges in cinei feindlichen Macht Dienste genommen und Waffen geger Deutschland getragen zu haben. Aur dem Reiche. Gotha, 5. Okt. (WTB. Nicht-rmtlich.t Der Ausschuß de: gemeinschaftlichen Landtages beschließt, das herzogliche Staats- Ministerium zu ersuchen, dem gemeinschaftlichen Landtag mögliwl bald einen Gesetzentwurf vorzulegen, der in ?ll>änderung der Staatsgrundgesetzes voni 3. Mai 1852 und des dlesctzes über iw Thronfolge in den Herzogtümern Koburg-Gotha vom lo September 1899 Angehörige auswärtiger Staaten von de: Nachfolge in der Regierung der Herzogtümer ausschließt ®e*- Liebetrau, Arnolf, K'oebel, Bock. 1 Au» Stadt und Land» Gießen, 6. Oktober 1814. " Schuldienst-Nachrichten. Bestätigt wurde dei von dem Fürsten zu Stolberg-Noßla-Ortenbcrg auf die Leyrer- stelle an der Volksschule zu Nieder-Seemen, Kreis Schotten, präsentierte Schulamtsaspirant Georg Roeder auS Spach' brücken, Kr. Dieburg, sür diese Stelle. " Ruhestandsversetzung. In den Ruhestand versetzt wurde der Lehrer an der Volksschule zu TraiS-Horloff, im Kreise Gießen, Heinrich Re »hl auf sein Nachsuchen, untei Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste. " Ernennung. Ernannt wurde Konrad Eifert z>' Romrod zum Schreibgehilsen bei den Obcrsörstereien Romrod- Nord und Romrod-Süd. **DasEiserneKreuz erhielt Oberlehrer Tr. Schmal von hier, Leutn. d. Res. int Jns.-Aeat. 118. (I ?! jg iS 12 !l r s E ■ c :' ili Jf* : i e - Dchulverein. Vom Borland der Alicc-Schitle \ uns geschrieben: Die Alice^chule beginnt das Wintersemester kresv. 12. Oktober: Am 5. Oftober ist der Ansany der Kurs - x ' J S, U -5 ÖU ^ a ?J Oswaldsberg, der Kurse im Schneidern, Bügeln i Weitz^euqnähen, die von den Lehrerinnen Sack, Nvll und «k gelenet werden, und am 12. Oktober werden die Kurse der i chaltnngs- und Kochschule im Schulhaus in der Steinstraszc 10 i ^kt. Diese Kurse werden von Frl. Dos gehalten, die in den 3 tt Jahren Leiterin der Hauswirtschastskurse des Vereins j luenbildung, Franenstudium" in Koblenz war. — Der Vor ) der Alice-Schule hatte vorübergehend erwogen, ob das Ge 1 e der Haushaltungsschule für den Winter als Lazarett ein >hten sei; man hat diesen Gedanken aber rasch wieder fallen , t aus der Erwägung heraus, denjenigen Familien, welche ihre ;ter während des Krieges nicht von Hause geben mögen, die t ;enhert zu bieten, dav sie die jungen Mädchen hier etwa«"- ; tiges und für ihr ganzes Leben Nützliches lernen lassen können, b 'gen fallen in diesem Winter die Seminarkurse für .Hand- »ts- und Haushaltungslehrcrinnen aus, weil das Ministerium ) Wuntch hat, das; die Lehrerinnenkurse immer zu Ostern be I m, olio auch ju Ostern die staatlichen Prüfungen an der Alice- : le abqehalien werden. Die Alice-Schule bietet auswärtigen ! l «rinnen die Möglichkeit, im Dause in der Steinstraße zu > len und volle Pension zu nebmen, eine Einrichtung, von der inlbrend sehr fleißig Gebrauch gemacht wird. Anmeldungen , c Schülerinnen werden in dieser Woche noch jeden Tag von t2 Uhr tm Schul Haus aus Oswaldsgarten enigegengeiwmmen. Landkreis Gießen. ? Staufenberg, 5. Oft. Deute wurde der Wehrmann ! vig Fink, ein Familienvater, unter zahlreicher Beteili- der^Geineiude und der Vereine zu (Grabe- getragen. Er wurde er Seite des in voriger Wockie beerdigten Reservisten Dein-- I Zecher XI. beiqesetzt. Beide starben infolge Vcrwundnngen , -n Lazaretten der Detmat. Sie sind die ersten , die aus dem 1 cn Friedbvsc ihre letzte Ruhestätte fanden. Dekan Gußmann , lc diesen gelegentlich der ersten Becrdigitng. Ein« graste An- > verwundeter Kameraden ans dem Kirchspiel standen in ihren I rauen Uniformen am Grabe, und einige feuerten jedesmal t §hrcnsalve über bas ossene Grab hin. — Sechs Opfer bat i Vaterland von Familien unserer Gemeinde schon gefordert. Kreis Friedberst. (h) F r i e d b e r st, 5. Okt. Deute früh begann die Zuckerst „Wette rau" ihre diesjährige Arbeitszeit. Die j errübenernte ist allenthalben recht besricdistend. (h) Bad-Nauheim, 5.Olt. Einer der ältesten dzugsteilnchmer ans Oberhesscn, wenn nicht gar älteste, der 67 jährige Rentmeister a. D. Langenbach den Tod fürs Vaterland erlitten. Er trat zu Be- t des Krieges als Freiwilliger in sein altes Regiment machte alle Strapazen mit, bis ihn der Tod Ende August ürankenhanse St. Kerard ereilte. Der greise .Held hatte ' schon 1870/71 das Eiserne Kreuz erworben. Verlustliste der )ns.-Regt. Nr. U6. ] Gefechte im Westen vom 10. bis 21., Anloy am 22. n. a. am 27. und 28. 8. 1914. > r 10 Kompagnie: Hanptm v. Weltzien, tot. — 2t. Dingel» . vw. — Lt. Meyer, vw — Lt. d. R. Schmidt, vw. — St. f. Fischer, vw. — Bizefeldw. Hermann Prctsch, Michätz, Kr. seburg, vin. — Unlerosf. Karl Raue, Marburg, lv. — Einß- tv Unteross. Fritz Tietz, Berlin, vm. — «Gest. d. R. Ewald l>«lett, Eggcnschcid, Kr. Altena, vni. — Gcfr b. SR. SWattvr tberg, Reuenrahmede, Kr. Altena, vm. — Unteross. d. SR. Stumps, Garbenleich, Kr Giesten, schviv — «Saiiitätsunlerost. rz Wild, Dohenslilzen, Kr. Worms, vm. — Gefr. Wilhelm og gen Kranz, Hagen-Delstern, Kr. Hagen, schvw. — Unteross. ipp Karl Preustcr. Düdelsheim, Kr. Büdingen, lvw. — Gcfr. I Mar Schulte, Iserlohn, schvw. — Gefr. Mathias Döbert, etSdausen, Kr Osfcnboch a. M., low. — Einj -Freiw. Unteross. ’t Strack, Leilrgestern, Kr. Giesten, schvw. — Einj.-Freiw . Wilhelm Knipp, Derchen, Siegkreis, lvw — Gefr. d. SR. z. Weide, Werdol, Kr Altena, low. — Gefr. d R Ernst schbaner, Büstseld, Kr. Alsfeld, schvw. — Gefr d. R. Heinrich s, Giesten, lvw. und vm — Musk. Wild Brill, Aulen dvchach, Büdingen, lvw — Muss Christian Ivb Gg. Mcher, Bär- , Kr. Üniertaumis, low — Mnsk. ?lug. Dewald, Frankfurt lt., schvw. — Musk. August Gotlschalk, Ebstein, Kr. Ober- cus, tot. — Musk. Iohs. Heim/ Randel, Kr. Friedbrrg, lvw. Otusk. Hugo Klipper, Bergheim, Kr. Büdingen, lvw. — Musk. ib Schiedhelm, Rechtlz-im. Kr Worms, schviv. — Musk. Ioh ■tift Schneider, Tietersheim. Kr. Bingen, tot. — Musk. ütug. h, Dedenau, Kr. Biedenkom. lvw. — Musk. Johann Weis, >, Kr. Unlerlahu. lviv. Musk. Stanislaus Woyceiechowski. srczvn. Kr. Lissa, lvw — Musk. Karl Philipp, Stansdorf, Bolkenhain, low. — Musk Lueas Georg Jung, Riedersema, z-chotten, lvw. — Musk Herm. Kable, Magdeburg, schvw — sk. Bernhard Ainos, Kleinkatz, Kr. Neustadt, lvw. — Musk. istian Fischer, Dich, Kr. Giesten, lvw. — Musk. Lorenz Fuchs, kenheim, Kr. Oppenheim, lvw. — Muss. Ludwig Gaubah, m,stabt, schvw. — Musk Joses Jan,, Braubauerschast, Kr. 'enkirchen, schvw. — MuSk. Heinrich Jmhof, Münchhausen, Kr. rburg, tot. — Musk. Siegfried Kotz, Rauschholzhausen, Kr. hhain. tot. — Musk. Wilhelm .Knierim, Osthoien, Kr. Worms, — Musk. Franz Mud), Sprendlingen, Kr. Ossenbach a. M., iv - Musk. Karl Moniberger, Windhauseu, Kr. Alsield, lvw. Musk Leonh. Müller II., Ober-Ramstadt. Kr. Darmstadl, lvw Musk. Peter Schäier, Unter-Mossau, Kr. Erbach, schvw — sk. Heinrich Sdtmidi, Bayreuth, schvw. — Musk. Georg iner, Elsenheim, Kr. Mainz, lvw. — Musk. Georg Sticmps, Denteich, Kr. Giesten. lvw. -- Musk. Johann Träger, Meder- m. Kr. Dieburg, lvw. — Musk Karl Will, Birlenbach, Kr. erlahn, lvw. — Einj.-Freiw. Felix Maruschke, SSärdorf, Kr. iisterberg, lvw. — Musk Kvnrad Riedenneyer, Furth, Kr. Ans- ). schvw. — Musk Friedrich Baltzki, Wernburg, Kr. Zabern, w. — Res. Friedrich Schlick, Riederhenkelbach, Kr. Wipper- b. schvw. — Gefr. d. R Mondrad Rühl, Burggemünden, Kr. selb, lvw. — Res Karl Fiedler, Beuau, Kr. Giesten, lvw — . Otto Johannes Bommersbeim, Villingen. Kr. Giesten, schvw. Res. Heinrich Beck. Allstadt. Kr. Scheinield, schvw. — Res. t Zahrt, Dedenbach, Kr Alsield, schvw. — Res. Johann Mi- 1 Dussendörser, Roth, Kr. Schwalbach, Banern, tot — Res. nrich Heberling, Obersorg, Kr, Alsield, schvw - Res. Georg d II. Leibgestern, Kr. Giesten, schvw. - Res. Richard Hosmann. -rschmitten, Kr. Schotten, lchvw. — Res Heinrich Kühn, Odersingen, Kr. Giesten, lvw. — Res. Karl Leidner, Billingen, Kr. neu, schvw — Res. Friede. Lind, Villinge». Kr. Giesten, wt. — . Herm Römer, He»ckiell)eim, Kr. Giesten. lvw. — Res. Friedr. h. Schröder. Rastadi. Kr. Altena, lvw. — Res. Rud.Svarenberg, sten, »r JseiMbii. low — Res. Johannes Stock, AngrrSbach, Lauterbach, wt — Res. Wilhelm Binson. Utphe, Kr. Gies-en, . — Res Otto Wilhelm Heinrich Weller, Wieied, Kr. Giesten, w. — OKtr d. R Adoli Becker II., Dierdorf, Kr. Neuwied, w — Res. Heinrich DöN l., Borsdort, Kr. Buden gen, lvw. Res. Georg Sännidt, tzorrmannsdort, M'c Porsberg. Platz, . — Res. Ernst Hediäcb, Odingen, Kr. Wetzlar, ww. — Re). drnand Schmidt, ^chioabenrod, Kr. Alsield. lvw. — Geir. d R. nrich .Haas. «Metzen, vm OKsr. d. R. Karl Heeger, Mün- , om. — Musk. Emil Fisdier, Wanzenau, Kr. Strayburg, vm. Tamb Adolf «Schäfer. Diez, St. Unterlahn, tun. — Musi, et Boxheimer, Abenheim, Kr. Worms, vm. — Musk August icr, Würzbiirg, vm. — Musk August Flick, Siegen, om. — st. Georg Ioh Kiel, Niedererlenbach, Kr Frtedberq, om. — :sk. Wilhelin Konstanz, <>SrohKn--Bui«rk, Kr. Giesten, om. — isk. Franz Kopp, Klein-Krotzenburg, Kt. Offenbach, vm. — «sk. .hu>n> Ockenfuh. Strastburg, vm. — Musk. Heinrich Weich, Heurhelbeim. Kr. «Mesten, vm. — Musk. Georg Zimmerern, D-retesheim, Kr Offenbach, om. — Must Alois Zeiliger, Hicndsdort, Kr. Passau, vm. — Res. Wrlh.^Bedmerhrgen, hle. Kr Alwna, om. — Res. Hermann Beeter, stutthvt. Kreis >rggxr Niederung, vm. — Res. Hch. Zippel, «d.fa, Kr. MsfeU», vm. — Re>. vemrich «Aveb, Laisei, Kt. 'Alsfeld, vm. — iH-ei. Hch Hast, Alten, om. — Res. Karl Hosmann, Rödgen, Kreis »testen, om. — Res. Wikhelm Jnng, Leihgestern, Kr. Giesten, vm. — Res. Wilhelm Kvrmann, Dedenbach, Kr. Alsfeld, vm, — Res. Heinrich Lang, Nieder-Ofleiden, Kt. Alsfeld, vm. — Ref. Heinrich Linker, Bnrgholz, Kr. Kirrbhaiis, vm. Rel. Ludwig Rühl, Homberg, iit Alsfeld, vm. — Res. Andreas Ruhl, Angersbach, .Kr. Lauterbach, vm. — Res. Bernhard Stipp. Olpe, vm. Res. Joseph Heinrich Schreferstetn, Bessingen, Mt. Giesten, vm. — Res Wilhelm Seipv, Leihgestern, Kr. Gießen, vm. — Res. Hemrsth Paulus, Birrgholz, Kr Kirchhain. mn. — Rel Wilhelm Waldminghaiis, Klem-Dretsäreid, Kr. Altona, om — Res. Karl Roos, Edingen, Kr. Wetzlar, om. — Unteroff. d.. Rel. Phrlipv Feling, Niederweilel, Kr. Friedberg, om. — Res. Os ivald Eibad,. Steinbach. Dillkreis, vm. — Res. Otto «stemmer, Sckiwabenrod, Kr. Alsfeld, vm. 11. Kompagnie. Untervif. Karl Denecke, Lamerden, Kr. Hofgeismar, lvw. — Unteroff. Walter Schaeser, Biebesheim, Kr. «Kroßgerau, tot. — Vizeteldwebel d. R Georg Flott, Wemkmck', Kr. Dieburg, schvw — Pizeseldw. d. R Adols Heineck, Alsield, tot. — Unteroff. d. SR. Friedrich Tressen, Schlitz, Kr. Lauterbach, lvw. — Unteroff. d Res. Karl Döring, Wallenrod, Kt. Lauterbach, lvw — Unteroff. d SR. Shirt Lettow, Flaww, schvw. — Unteross. b R. Wilhelm Rotbmann, Gau Köngernheim, Kr. Alzeh, schvw. — Vizeseldw. b. SR. Georg Freitag, löutzbach, Kr. Friedberg, lvw., — SRes. August Hcßler, Appenrod. Kr. Alsield, lvw. — Gesr. Johannes Tietz, Rüddingshausen, Kr. «Giesten, schvw. — Gesr. «Georg Körper, Alsheim, Kr. Worms, lvw. — Gesr. Friedrich Becker, Burckhardsjelden, Kreis «Gießen, lvw. — Eiuj.-Freiiv. Gesr. Robert Leidols, Astlar, Kr. Wetzlar, tot A Gesr. d. R. Hugo Bo^n, Lüdenscheid, Kreis Altena, lvw. — Gelr. d. R. August Plate, Kirspe, Kr. Altena, wt. — Gekr. d. SR. Hugo Hostseld. Lber^ Bunscheid, Kr. Altena, lvw. — Gesr. b. SR. Fintz Eramer. Bollwerk, Kr. Kierspe, lvw. — «Gefr. b SR. Georg Dürkes, Bechtheim, Kr. Worms, lvw. Gefr. d R. Heinrich Bangel. Wöllersheim, Kr Friedberg, schvw — Tamb. 6. Hrcki. Peter. Frohnhausen, Dillkreis, lvw — Mnsk Pet. Dietenbach. Griesheim, Kr. Tarmsladt, lvw. — Musk. M Fissvn, Melairis, Kr. «Saarburg, schvw—Musk. Hch Schmidt, Hosstedt, Kr. Bochum, lvw Musk. Jos. Truczins- ki, Hartowitz, Kr. Löbau, lvw. — MuSk. Iohs. Vogel, Recklinghausen, Kr. Münster, lmo. — Mus-k August Rönier, Huppert, Kr. Wiesbaden, lvw. — Einj.-Freiw «Gesr. Hermann Möbus, Gießen, tot. — Musk. Johannes Sstecker. Kappel. Kt. Marburg, tot. Mu?k. Erich Behrens, Braun schweig, lvw. — Musk. Georg Derg- boier, Geisenhausen, Kt. Vilsbiburg. schvw. — Musk. Karl Blöcher, WaUau, Kt. Biedeukvpi, low. — Musk Friedrich Bosch. Langen- brücken. Kr Bruchsal, lvw — Musketier Hermann Brett), Ms- heim, Kreis Worms, — schvw. — Musk. Aloysius Buchen, Kamp- reffen, Kr. Altenkirchen, loio. — Musk Alons Försch, Karsbackz, Kr. Lohr, lvw. — Musk. ?lugust Fuß, Ober-Erlenback), Kr. Fried- berg, tot. — Musk. Wilhelm Graulick), Södel, Kr. Friedberg, schvw. — Musk. SiLilhelm Groß, Tübingen, lvw. — Musk. Ludwig Günkel, Frankfurt a. M.. lvw. — Musk. Franz Hochleitner, Passau, lvw. — Musk. Friedrich Hosmann, Grebenstein, Kr. Hofgeismar, toi. — Musk. Martin Jakob Höhn, Abenheim, Kt. Worms, toi. — Musk. Heinrich Kroneuberg, Londorf, Kt. Gießen, tot. — Musk Ernst Maurer, Darmstadt, tot. — Musk. Jakob Menger, Bechtheim, Kr. SWorms, leicht vw. — Musk. Jakob Michel, Mainz, toi — Musk. Theodor Möbus, SZicrckardtsselden, lvw. — Musk. Gottfried Nothelser, Wiblingen, Kr. Laupheim, tot. — — Musk Wilhelm Psaff, Lollar, Kr. Gießen, lvw. — Musk. Emil Rödel, Durlach, lvw. — Musk. Heinrich Rusch, Homberg Hodt- heide. Kr. Mörs, wl. — ÜNusk Karl Rüßler, Hamm, Kr. Äorms, wt. — Musk. Philipp Laxer, Hochheim, Kr. Worms, toi. Musk Georg Sck»webel. Weinbach, Kr. Dieburg, low. — Musk. Friedrich Schweitzer, Weitengesäst, .Kr Erbach, lvw. — Musk Oswald Stohlschmidt, Freudenberg. Kreis Siegen, schwer verw. — Söiusr. «Sebastian Stemmler, Dieburg, lvw. - Nlusk. Peter SWevershäuser, Wluar, Kr. Marburg, jvw. — Musk Karl Weiner, Halger, 'Dillkreis, lvw — Musk. Lambert Habeth. Anzefahr, Kr. Kirchhain, lvw. — Musk Adolf Abraham, EhringShausen, Kr. Wetzlar, lvw. — Musk. Otto Butz, Lardenbach, Kr. Schotten, sckww. — Rhisk. Friedrich «Schäfer, Lich, Kt. «Gießen, lvw. — Musk. Heinrich Gregorius, «Giesten. lvw. — Musk Wilhelm 'Schmittberger, Ober-Lais, Kr. «Schotten, lvw — Res. Heinrich Timpe, Amemingsbvrn, Kreis Holzminden, lvw. — Res. Karl Friedrich, Stockhausen, Kr. Lauterbach, lvw. — Res. Karl Korber, Alt-Bnserk, Kr. Gießen, lvw. — Res. Karl Balzer, Denheam, Kr. Frredberg, schvw. — Res. Albert niitickten imd rissen kruderä mih jßrl» fort. Da kam von hinten her uns« Großherzog im Auto; er stieg aus, entriß einem Verwun- detendasGewehrundstürztemitdemRuse:„Don- nerwett er. Kerls, wollt Ihr wohl vorwärts!" uns allen in dem heftigsten Kugelregen voran. Im «Sprunge folgten wir und gelangten in eine Mulde, die uns vor- süchick) Deckung bot. Von hier aus lvurde der Angriff des Feindes kräftig abgeschlagen. Der Großherzog blieb während des Kampfes in der Schützenlinie und feuerte selbst kräftig mit. An dir .Kmlturwelt! (WDB.l BerOrn, 5. Okt. (Nichtamtlich.) Der von mehr als neunzig hervorragenden Vertretern deutscher Wissenschaft und Kunst imterzeichnetc Ausrni an d,e Kuktur- welt, von dem wrr unseren Lesern Kenntnis gegeben lmben, ist, wie nur hören, in alle .Kchtursprachen übersetzt und in iteeu tau seich en von Abdrücken in allen neutralen Ländern verbreitet worden. Ans 'Zarastuan ziirückifekehrtr Offiziere. B e r I i n, 6. Okt Von den Offizieren der deittschen Müitärmission in Paraguay ist es nach dem „Berl. Lok- Anz." zwei Herren, dem Chef der Mission Hatiptniann Freiherrn v. Schleinitz und Hauptmann Fürbringer, gelungen, nach Deutschland zuriictznkehren, wo sie bereits ins Feld eingerückt sind. Das Schicksal der übrigen Herren der Mission, die von Paraguay einen anderen Weg in die Heimat gewählt haben, ist noch unbekannt. Die Heimkehr von Dr. .Karl Peters Berlin, 6. Lkl. Ueder dos «Schicksal von Dr. Karl Peters herrschte einige Zeit ernste Stzemrrnliiigioig Er war «tm seiner Gattin nach London gereist, um dort seinen Hnnsstand aus- zulösen und dann nach Deutschland iiber.zusiedeln, als der Krieg ausbrack). Längere Zett waren seine Angrhongen ohne Nachruhl von ihm. Dann kamen Briefe a»S Holland lyerher. Daiiach ist ihm die Heimreise gestattet worden und er ist bereits in Holland cingetrofsen. Jln den näckfficn Tagen wird er m Berlin erwartet Der Verräter Hansi. Leipzig, 5. Okt. (Nichtamtlich.) Das SRerchsgerrcht verwart heute die Revision des .MUnstinalers Johairn Jakob Wa l h, genannt Hansi, der am 25. März vom Landgenckit Kolmar (Els.) wegen Beleidigimg eines Offiziers der Garnison Kolmar zu drei Monaten Gefängnis verurteilt worden ist. Er hatte m etnem Theatercafö einen Stuhl „ausgeräuchert, auf dem ein deutscher Offizier gesessen hatte. Französische Porbereitungen für den .Kämpf um Paris. (WTB.) Kopenhagen, 6. Okt. (Mchtamtlich.) „Politiken" meldet aus London: Der Gouverncarr von Paris hat Joffrc vorgeschlagen, alle Städte in dvr Umgebung von Paris zu befestigen, die bei dem Dor- isticken der Deutschen widerstandslos in die Hände der Deut scheu gefallen sind. Die Befeftiqnng soll so stark wie möglich gemacht werden, so daß die deutschen Truppen bei erneut neuerlichen Vorstoß aus weit stärkere Hinderuiise und einen stärkeren Widerstand stoßen als bei dem Vorrückcn «ruf Paris im August und September. Mt Billigiliig Joffres werden folgende Städte befestigt: «Settlis, «Gisore, «Saint Maxertt, Montworench, Beaitvais, Chantilly, Melnu, SNautos, Meaux. Die Garnison dieser Städte wird aus den Rekruten des Jahrgangs 1914 sowie aus Divisionen einer Armee bestehen, die unter Pau's Leitting in «Südfrankreich gesammelt wird. In Creuset wird Dag lind Nacht an der HerstellnM schwerer Artillerie gearbeitet, die Mtte Oktober an die Front geftihrt werden soll. (Notiz des Wolsf-Bureaus: Ans dieser Meldung geht deutlich hervor, daß die Franzosen mit eineni erfolgreichen Vorgehen der Deutschen rechnen.) Serbische Soldaten als Mordgesindel. (WTB.) Wien, 6. Okt. (Nichtamtlich.) Das Wener Korr.-Bur. erfährt amtlich: Ms am 6. September starke Kräfte der aus dem Belgrader Kreise stammenden Donaudivision bei Kupinovo über die nur von schwachen Landsturmabteilungen gesicherte Savegrenze einbrachcn, gerieten zwei Züge der Landsturmhusarendivision aus stark bewaldetem sumpfigem Terrain, als sie im Fcuergesecht zu Fuß einer feindlichen Umgehung entgegentrcten wollten, in eine bedrängte Lage. Der Kommandant eines Halbzuges, Leutnant Kts, und viele Husaren sind gefallen. Der Rest wurde von allen Seiten umzingelt, entwaffnet, gefangen genommen und nach Kupinovo getrieben. Dort verhörte sie ein serbischer Major, notierte sich ihre Namen und ließ sie zu je zweien zusammenbind^n und vor die Ortschaft führen, wo die eskotierende Infanterie zehn Schritte zurücktrat und solangeaufdieGefangenen schoß, als noch einer aufrecht stand. Der «Erzähler dieses unglaublichen, unerhörten Verbrechens erhielt zwei Schüsse, stellte sich tot und sah nun, wie die serbischen Soldaten die Erschossenen plünderten. Dieser einzige überlebende Zeuge des von deir serbischen Linientrnppen verübten Verbrechens, der Landsturmhusar Meinhard C s a ßa r, flüchtete nach den: Einbruch der Dunkelheit in die umliegenden SAaldungcn, wo er nach Vertreibung der serbisckfen Truppen halbtot von einer öster- reichischen Patrouille aufgefunden wurde. Getwinmisvollks Verschwinden eines llnterscebootes von einer italienischen Werst. (WTW.i Rank, 5. Okt. (Nichtamtlich.) Die „Agenzia Ste- fani" veröffentlicht folgendes: Das Haus Fiat Sanqtorgtv de Mnggratw in Spezta leckte gestern abend 5 Uhr dem Ehctkon,Mandanten von Spezra mit, hast ein Unterseeboot, welches auf der Werft dieses Hauses vollendet werden sollte, plötzlich itm unbekannter Bestimmung abgefahren sei, indem es du Ausfahrt aus der Werst, die zu Versuchen seiner funkentelegraphiichen Anlage bestimmt war, dazni benutzte. Das in Betracht kommende Unterseeboot soll nach Versicherungen des Hauses vollständig un- bewaffnet sein und unter dem Kionnnandv eines Angestellten des Hauses mtt einer aus 15 Personen, Ingenieuren und Arbeitern des Hauses 'Frat Weitehen- den Besatzung stehen. "Das lknkerfeeboot wurde für Rechnung einer fremden Macht gebaut, die in- insolgc des Ausbruches des Krieges, da sie die von «Italien eue klärte Neutralität achtete, das Unterseeboot nicht abncbmen konntr. Die Direktoren, in deren Händen der Bau des Bootes lag, gaben, dem Marineminister formelle Versicherungen, daß m° ohne vorherige minffterielÜe Erlaubnis der Abfahrt des llm^crv«^ nicht ihre Zustimmung gegeben hätteri. Der V !-uffter gab, >»bald er de- nachrichtigt war, sofort Anweisungen, nach dem Ilnterieeboot zt suchen. Der Aermelkanal durch Minen gesperrt. Berlin, 6. Okt. Nach der letzten von England ang»> kündiaten Minenlegung nruß, wie die norwegischen (Reeder bciainu geben, der Aermelkanal für dre lnternatlouale Schissahrt als gesperrt angesehen werden. Den Heldentod für König und Vaterland starb in Frankreich am 18. September unser innigst geliebter, hoffnungsvoller Sohn, Bruder, Schwager, Onkel und Neffe Karl Bechtold Einj.-Unteroffizier im Inf.-Kegt. 80 im Alter von 21 Jahren. Er war zum Eisernen Kreuz vorgeschlagen. In tiefer Trauer: Bürgermeister J. Bechtold und Frau Familie J. Bechtold V. Familie H. Bender Familie W. Bechtold. Rodheim a. d. Bieber, Hof Magdalenenhausen bei Wetzlar, Frankfurt a. M., den 5. Oktober 1914. ..... Nachruf! Am 24. September starb auf Frankreichs Erde den Heldentod für Deutschlands Ehre unser lieber Kamerad Heinrich Römer Gefr. im Res.-Inf.-Regt. Nr. 116, 6. Kompagnie. Wir werden demselben ein ehrendes Andenken bewahren. Lollar, 6. Oktober 1914. 1M02 Veteranen- nnd Kriegerverein Ludwig zur Treue, Lollar. Auf dem Felde der Ehre starb in Frankreich am 15. Septbr. den Heldentod fürs Vaterland mein innigst- geliebter nnd herzensguter Mann, der treusorgende Vater seines Kindes, unser einziger Sohn, Schwiegersohn, Schwager Otto Steuernagel, Metzger 7. Komp. Landwehr-Inf.-Regt. Nr. 116 im 32. Lebensjahre. 07070 In tiefer Trauer: Hedwig Stenernagel und Kind Familie K. Stenernagel Familie J. Harbusch. Daubringen und Köddingen, den 6. Oktober 1914. Am 22. September starb auf dem Schlachtfelde nach Gottes Willen den Heldentod fürs Vaterland mein herzensguter, innmst geliebter treuer Gatte, der hoffnungsvolle Sohn, Schwiegersohn Bruder, Schwager und Onkel Frd Karl Hammel Wehrmann der 5. Komp. EeserVe-Inf.-Regts. Nr. 116 im 28. Lebensjahre. Die tieftrauernden Hinterbliebenen; Frau Katharine Hammel geh. Schmitt Familie Schmitt Familie Hammel. Steinbach, Bersrod, Bochum, den 6. Oktober 1914. Wer ihn gekannt, wird unseren Schmerz ermessen, Was er uns war, wir werden’s nie vergessen. [07079 Statt besonderer Anzeige. Heute verschied nach langem, schwerem, mit grosser Geduld ertragenem Leiden unsere herzensgute, einzige Tochter, treusorgende Schwester, Enkelin und Nichte Fräulein Marie Seibel Lebensjahre. In tiefer Trauer: Familie Peter Seibel, Kaiser-Allee 58 Familie Lehrer Engelhard und Bode. Giessen und Langenthal, den 5. Oktober 1914. Die Beerdigung erfolgt Mittwoch, den 7. Oktober, nachmittags 3 Uhr von der Kapelle des neuen Friedhofs aus. 10409 Speise- und Saia 1 Kartoffeln fiir den Winterbed»* liefert in Ja. Qnali^ Den Heldentod fürs Vaterland starb am 15. Septbr. unser lieber Korpsbruder Dr. phil. Ludwig Hoffmann Grossherzogi. hess. Lehramtsassessor Offizier-Stellvertreter im Landwehr-Iuf.-Regt. Nr. 116. Ehre seinem Andenken! Giessen, den 5. Oktober 1914. Der C.C. der Hassia. Steinstr. 48. (,„„„) T( , ^ Holländische 10401 D I. A.: Gen sch Hyazinthen Tulpen Narzissen [tv, Crocns sind in Ia. Qualität ein» troflen und empfehle solB zur Zimmerkultur so» zur Bepflanzung v. und Grabstätten. “ Reiche Sortenwahl Preisliste gratis. Heinr. Hahi Samenhandlung IVenstadt 8 Tel. .p Stuf dem Felde der Ehre starb, auf Frankreichs blutgetränkter Erde, am 24. September, den Heldentod fürs Vaterland, unser innigst- geliebter. unvergehlicher Sohn, Bruder, Schwager, Onkel und Neste Reservist Philipp Conrad frn Reserve-Jns.-Reg. 116. In tiefet Trauer: Familie Heinrich Conrad „ Hermann Stein „ Ludwig Winner * B.-Wachtmeister Conrad, Londorf „ Wild. Conrad, (Sieben „ Justus Conrad. Ludwiasbasen. Climbach, den 8. Oktober 1914. Nachruf. Am 24. September starb aus Frankreichs Erde den Heldentod fürs Vaterland unser treues, liebes Mitglied Heinrich Römer Gefreiter der 6. Komp. Rei.-Jus.-Regt. 116. Wir werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren MälliltrgesMgmm„Een!iMil" Lollar 10403 51* H. Esvich, II. Vorsitzender. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Heimgange meiner lieben Frau, unserer guten, unvergeblichen Mutter Prau Henriette Marten geb. Frauh für die trostreichen Worten des Herrn Pfarrers Schulte und überaus groben Kranzspenden danken herzlichst ,„ M1 Heinrich Marten und Kinder. Klein-Linden, den 6, Oktober 1914. Aliceschuie. Abteilung 1. Beginn der Kurse in Schneidern, Weibzeugnähen und Bügeln, sowie der Kurse für Be- rnssfchneiderinnen und -Weibzeugnäberinnen am Montag, den 5. Oktober im Schulhans aus Oswaldsgarten. Abteilung 8. Beginn der Kurse in der Koch- und Haus- baitungsschuie am Montag, den 18. Oktober im SchulhauS Steinstrabe 10. Anmeldungen fiir beide Abteilungen werden noch enlqegenqenommen jeden Tag von 11 bis 12 Ubr im Schulbaus aus Osmaldsgarten. 10379D Bekanntmachung. Die Gemeinde Mühlheim beabsichtigt >m Lause dieses Monats 10 bis 15 Waggon Kartoffeln und einige Waggon Weißkraut und Wirsing anzukaufen. Angebote sind alsbald an die Großh. Bürger- meisterei Mühlheim (Main) zu richten. Mühlheim, den 3. Oktober 1914. Großh. Bürgermeisterei Mühlheim. _ Hatzebruch. io380D Konkurrenzlos sieht Im Preis, sondern in Benehaltenhelt Int ,Sanitas‘Nußbutter 10187 (Vegetabile Margarine) 1 Pfd. 88 Pf«., >/, Pfd. 45 Pfg. Reformhaus (tazpl.5) Aus dem Felde der Ehre starb, in Frankreich, am 18. September, den Heldentod fürs Vaterland, mein inniggeliebter und herzensguter Mann, der treusorgende Vater seiner Kinder, unser unvergeblicher Sohn, Schwiegersohn, Bruder, Schwager, Onkel und Neste Wchr«»i> gtutrii Lcymr im Landwebr-Jns. Reg. 116. In tiefer Trauer: Frau Katb. Lenerer, geb. Rübl und Kinder Familie Polizcidiencr Ludwig Lenerer „ Wilhelm Rübl, Burkhardsfelden „ Heinrich Modus, Burkhardsfelden „ Baltb. Lenerer, Wicicck. Climbach, den 3. Oktober 1914. . Nachruf. Am 22. August starb den Heldentod fürs Vaterland unser Sangesbruder zerdinand Gernandt Musketier d. 8. Komv. i. Ius.-Rgt. Nr. 11«. Wir verlieren in ihm ein eifriges, friedliebendes und treues Mitglied. Sein Andenken werden allezeit in Ehren halten Gesangverein Teutonia. Heuchelheim, den 3, Oktober 1914. 97084 Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme an dem schweren Verluste unseres geliebten Sohnes, unseres herzensguten Bruders und Schwagers Ludwig Bamberger Reservist im Kaiser-Wilhelm-Rgt. Nr. 116. sprechen wir unseren innigsten Dank aus. Im Namen der iiestrauernden Hinterbliebenen: Uausmann Bamberger u. Zrau. Muschenheim. Wasserdichte Militär-Westen aus Ia. Segeltuch, gut imprägniert mit u. ohne Wollfutter, lalerordentlleh bewährt nnd viel verlangt, stets großes Lager nnd Anfertigung nach Maß Gummimäntel und Gnmmiumhänge Ledergamaschen prima Rindleder ohne Naht (gewalkte) von Mk. 11.50 an Schlafsäcke vollständig wasserdicht und warm Fassschoner erleicht, d. Marschieren V orschriftsmäßige Offizierkoffer nnd Feldausrüstungen Feldllaseheo. Bestecke. Becher, Revolverfutterale, Leihrieraen, Rucksäcke usw. Anfertigung in eigener Werkstatt. [10223 Selterswc* 79. Telephon 876. 10410 „Warm zu empfehlen Zncker’s Patent Keil zinal-Seife gegen unrei Haut, Mitester, Pickel Knötchen. Pusteln usw. St zial-Arzt Or. W." (In d. Stärken, ä 50 Ps.. M. l- M. 1.50). Dazu Znckoo Creme (50 u. 75 Ps.). üp p Univers.-Avotbeke, Hwn Apotheke, bei Äug. Po C. Seidel, W. Kilbinai O. Schani, E. Karn. 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