f. 232 Dritter Blatt M. Jahrgang Jxfcf)?iTrt tätlich nnt Ausnahme bti Somtiag«. Eit „SIetze«r JanriRtirtlBltfr" wtrdtn dem .Bnittfler' 1 Bfermal wöchentlich beigelegt, das .«reikblatt fit den Krtfs Sietzei," zweimal vöchentlich. Dit „ra»rwittschasllichtn Sell- ftagen" erscheinen menailich zweimal. Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Gberhesjen Samrtag, 3. Mover Rotationsdruck und Bcrlaq der Br ü Hachen Unwerstiäls - Buch- und Steindruckerei. R. Lang e, Gießen. Redaktion. Expedition und Druckerei: Schulstraße 7, Expedition und Berlag: e=83J 51. Redaktion: s^iiL Tet.-Adr»AnzeigerGleßen. ■SBB Zeidpostbrief einer lNitkämpserz in Belgien. Nachstehendes hochinteressante Schreiben stammt von ein Osfizierdiensttuer in Belchen. Er schildert in fesselnder isedieAbwehreinesAussallsvomAnmarsch zum Aufräumen des Schlachtfeldes. I., 21. September. ---„Höchste Zeit, daß ich mich wieder einmal melde, sonst ken Sie am Ende noch, ich »väre unter die Räder gekommen, i ja im Kriege nicht ausgeschlossen ist. Ich glaube, unsere« raßenkampf bei Ch.... habe ich Ihnen schon gemeldet, war höchst auftegest», aber ein Kinderspiel gegen d i e S ch l a ch t r d l i ch von L.. .. am 12. und 13. — Wie sie in der Gerbte genannt werden wird, ahnt meine Seele nicht: das Wolf- eau hat sie im generalstäblichen Lapidarstil lediglich als zuckgewiesenen Ausfall aus A.... bezeichnet. Das ,gt so harmlos, als ob Herr Schnitze Herrn Müller rausge- scn hätte, als Herr Muster Herrn Schultzes Garten betrat. t> doch — wieviel Blut. Tränen, Elend, Jubel, Wut, Tapferkeit, iterlist und Energie liegt in der kurzen Notiz! — Dos muß man >st gesehen und miterlebt haben, um es ganz ermessen zu kün- r. — Ich will mir Muhe geben, der Reihe nach zu erzähle». — Am 8. waren wir nach Süden abmarschiert (von B. ...) , am 9. in Gr____(Richtung £....) etma. Ich war mit mei- n Hauvtmann zusammen beim Cure einguartiert und halte mit er durch Hebung erreichten Fixigkeit seinen Weinkeller entdeckt, für einen einzelnen Pastor viel zu groß, für unseren Ossizicr- h aber gerade reichhaltig genug war. Es war 11 Uhr abends und : waren beim Sekt, als plötzlich das mit Recht so beliebte Alarm- >al durchs Städtchen schmetterte. Zwischen Lipp und Kelches- ,d ereignen sich bekanntlich viele Dinge. Wir fuhren im Rechts- opv in die Langschäfter und stürzten davon — wahrscheinlich größten Genugtuung unseres Cures. Los gings in die Nacht ein in einem recht anständigen Tempo. Der Sekt saß in den inen. Da ein Unglück nie allein kommt, war es nicht weiter aunlich, daß wir 24 Stunden lang mit verhältnismäßig kur- Pausen liefen, 65 Klm. zurücklegten und auf Umwegen am um 11 Uhr abends wieder in B. . .. anlangten. Unsere Kerls Uten kaum noch pusten, aber soviel hatten ste doch noch in sich, ! sie die rechts und links spalierbildenden B. . .er mit der icht am Rhein in das nötige Staunen versetzten. Einquartiert rden wir in der Sechstage-Rennbahn. Großartig, kann ich neu versichern. Die Holzvlanken der Bahn als Matratze, den rnister im Genick — sowas hat man nicht alle Tage, und um Ihr morgens nach vierstündigem Schlaf gellte das liebliche Ta- ti, ta-ta-ta-ta-ta-ta-taaa!! — Raus aus den „Federn" und weg. ch weiteren 30 Klm. kamen wir in Lt... an. L_____ hm, ist viel Quatsch geschrieben nwrden. Bon einer Zerstörung der rzen Stadt kann gar nicht die Rede sein. Dos wundervolle thaus steht unversehrt, desgleichen Hs der Stadt, nur dieMblio- k, die Straßen zum Bahnhof rrnd im Zentrum der stadt t> zerstört worden — und das von Rechts ivegen. — Wir beeil Biwak auf der Mittelpromenade eines Boulevards. — Um Ihr früh, am 12. September, —' den Tag vergesse ich nie — gs weiter Ich ließ begabtenoeisc meine Uhr hängen und rktc den Schaden zu spät. Nur wenrge Kilometer nördlich von . .. mochten wir Halt und froren im Chauseegraben. Um 6 Uhr kam der kurze Beseht: „Dre Brigade greift !" Bor imS lag eine 2 Klm. lange Ebene, am Hinteren Rande c gabrik, auf die es losging. Rechts und önIS von uns ging »falls je eine Brigade vor. 200 Meter hinter der Fabrik: alt. Bolle Deckung!" Wir krochen zu beiden Seiten des Weges die Gräben. Endlich kam Näheres. Drei belgischc Drvi- oncn hatten ans A . . . einen Ausfall gemacht, ichtung L . . . Bor uns war eine belgische Division a» der . . ., einem steinen Nebenfluß der S. . ., au» unsere Brise gestoßen und lag mit unserem Gins in Kampf. Unser Regi- »t sollte angveifen und den Vorstoß des stark überlegenen Geg- •i zurückwerfen Dazu mußten wir über die B . . ., die dicht iter der ssabiik vorüberfloß, lieber den Fluß ging eine Ponton- ickc. dahinter ein Dorf, hinter dem Dorf langgestreckter Wald t dichtem Unterholz. — Borläustg lagen wir noch 200 Meter c der Fabrik und der Brücke. Die Brücke und die Fabrik lagen rk im belgischen Artisteriefeuer. — Um 8 Uhr kam der Befehl m Angriff. „Die Konrvognien gehen im Marsch-Mariä» über ■ Brücke!" Und los gings, Trapp, Trapp, Trapp, Trapp. Die nicke wackelte und dröhnte, ein Schrapnell platzte 20 Meter hts von uns, und dann waren wir drüben. Rein ins Dorf d dort auf weitere Befehle »varten. An die linken Häuserreihen »rückt, standen nur in der engen Dorsstraße nnd warteten. Die hte Häuserreihe »wir gefährlich. Ein heulendes Pfeifen dicht er unseren Köpfen, ein heller Krach, »cnd die Häuser auf der stten 2tias;enscite fpuckten rotgelben Ziegelstaub. Ein paar icher krachten imd schleuderten ihre Ziegel bis in unfere Reihen, ieder zischte es heran — ein Blitz und ein Knast — Päng —, saust die Hausmauer des gegenüberliegenden Gehöfts auf die raße — Das sind Granate»! und so warteten nnr eine halbe nndc lang. Anfangs verbeugten sich alle höstich, wenn die llc Lage über uns hinwegfaqte, aber bald gewöhnt man sich ran. — Endlich kam der Befehl zur Entwickelung. Gott fei ank! — Wir hatten von dem schweren Granatseuer reichlich ge- g, und viele hatte man schon hrnweggettugcn. — Das Aus- wärnren war fchiver: gruppenweis« gings durch die Häuser, nn durck, Efertenlond, dann über eine breste Mese, die mit hoher ‘de gegen ein Wäldchen abgeschlossen >var. — Auf der Wreie lugen * Schrapnells ein, alio Marsch-Marsch. Dann kam die ‘cke. Mit Seitengewehren wurde Bresche geschlagen, vorlichtrg scheu die Kerle durch, und dann standen wir im Walde. Ich bnete meinen Zug, 70 Mmm, intb ging butd) u Wald. — Hui! — Hui! — Hui! — Achte krachen, ganze rum fronen purzeln herab, und Amschm den Bäum en pirfsen ck»rapnellkngrln ihr unheimliches Lied. In eurem nonpftgeu raben stöhnt ein Schwerverwarudeter. Mi werßeihm meine ckdilaschc zu und stürme weiter, meine Leute in breiter Front ntcr mir. Endlich werden die Baume lichter und «m breiter raben mit Brombeerbüscken liegt am Waldesvand. Rem m s Ding. — Es wimmelt von versprengten «oldoten. die im lalle ihren Führer verloren haben. Ich Reihe sie alle in meinen ug ein. Bor uns liegt ein bretter Ttnrzmker, mitten braut drer linier. Durchs Glas erkenne ich neben den Häusern unser n l iaior, m; allein. Doch müssen »vir hin. Da das Feld im lerndlubcn rtilleriefeuer liegt, lasse ich gruppenweise vorsprrngen. Nach ni Minuten stehe ich mit meinem Zuge, der mir 100 -nennt lgewachsen ist. hinter den drei Häusern in Deckung nnd melde ich bei dem Major, der gelastet aus »rriem Felde »teht und sich e Schrapnells um die Ohren sausen läßt „Gehen Sie rechts ab in den Wald, stoßen Sie^vch und hen Sie zu, daß Sie Möglichst schnell in die vorderste —rme rinnen." Ich lasse nach rechts abschweirken und gehe durch den Wald eberall Unterholz, das jede freie Aussicht nimmt. 200 Meter es bin ich schon drin, die Artillerie feuert aus diesen Wald man. nsanteric ist auch nicht da: man hört nur wett vorn Gewehr- uer. So schnell wie möglich gehen nur vor. Plötzlich »mgt es uns um die Ohren, erst leise, dann immer heftiger — ssss—sich— pitsch! — „Stellung!" Platt liegen meine Kerle auf dem Bauch: zn sehen ist nichts, da überall dichtes Buichverk die Aussicht wehrt. Aber dort, 100 Meter halbrechts, bewegen sich die Sträruher und da knatterts auch. Ich rufe meinem Nebenmann di« Entdeckung zu, und der brüllt ste »oeitrr. schießen kann man aber nicht, da fein Schußfeld ist und da man vor allem «icht sieht, ob Freund oder Feind dort liegt. „Vorwärts kriechen, Leute, aber nicht schießen?" Wir krabbeln wie Padden durchs Gras und halten die Angen auf. lieber unsere Kopse weg geht immer das unheimliche Pfeifen, und ttn Gras rascheln du Kugeln »vie Eidechse« Plötzlich kann man ein bischen sehe« Ich liege in einem dicken Busch und sehe durchs Glas, etwa 50—60 Schritt vor uns hinter Buschwerk verborgen, einen belgischen Schützengraben. Zu beschießen ist er gar nicht, da die Deckung zn gut ist. Da hr l f t n u r e i n B a j o n e t t- angriff. Die Spielmovs neben mir bläst das Signal: „Seitengewehr pflanzt auf!" inrd dann: „Aus, Marsch-Marsch, Hurra!)" Die Lust zitterte von wilden Hurras, und wie wildgewordena Büfscl stürzen meine Leute nach vorn. Rttsch! Patsch! Hni! — Ein paar fallen, noch ein paar, aber dann »virds drüben lebendig, und lauter blaue Fracks verschwinden zwischen den Büschen und wurden nicht mehr gesehen. — Elf Mann von uns waren liegen geblieben, die übrigen heil und frisch. Wir gingen gleich weiter und kamen ungehindert bis an eine Lichtung, aus der hohes Gras »vuchs. Dahinter lag wieder Wald, und dort mußte viel los sein, denn es drang lauter Gefechtslärm herüber. — Mtt zwei Sprüngen ging cs über die Lichtung und »nieder in den Wald. — Richtig. Halbrechts vor uns lagen beiderseits bedeutende Kräfte im Feuer. — Ich beschloß, unsere Linie nach links zu verlängern und ging allein vor, mich zu orientteren. Auf einmal vsist mir cs »ssjcker um die Ohren». —, Platt auf den Bauch und beobachtet. — Dicht vor mir dichtes Ge- strüpp, aus dem offenbar geschossen »vurde. Da ich in einem ttesen Graben lag, der gute Deckung bot, vfisfich,undmeinc Leute krochen nach. Ich verteilte sie in dem ziemlich langen Graben und beobachtete weiter. — Nichts M sehen, trotzdem das Feiier auf uns immer lebhafter »vurde und dickst Wer unser« Köpfe hinwegsegte. Vorgehen war unmöglich, schießen auch, also „Volle Deckung!" — Die Leute legten stch platt in den Graben und nur die Gruppenführer und ich beobachteten. — 20 Meter vor uns zog stch dieses insame Gestrüpp hin, hinter dem hervor geschossen wurde. — Nachdem wir V< Stunde gelegen hatten, kam von rückwärts der Hauptnmnn unserer Maschinengewchr- kompagnie von F. . , mst ein paar Mann und einem leicht verwundeten Hanptmann von den . . ern. F . . hatte seine Maschinengewehre verloren, d, h, ste »varen im Walde reicht so schnell vorwärts gekommen, und nun irrte er solo durch die Geigend. Ich lotste ihn neben mich in den Graben, ebenso den verwundeten Hauvtmann von den . . ern, her einen Streifschuß am Köpft hatte. — Mittlerweile war drüben das Feuer immer heftiger ge- roorbeit; es war buchstäblich, als ob es Geschosse regnete, so dicht pfiff es Wer unsere Köpft. Wir lagpn platt im Graben und rührten uns nicht. Ein Spiclmainn, der bloß mal die Hand hob. verlor einen Mittelfinger. — „5>ct Aas is wag»", sagte er gelassen und verband sich mü seinem Verbondpäckche« •— Plötzlich ein heulender Ton, dicht vor uns ein Knall, und dann noch einer, noch einer «ad noch einer. — Unser« Artiklerie, die endlich von rückwärts dazwischen funkt. Nach 5 Minuten saß in dem Gestrüpp kein Begier mehr. (— Vorwärts! — F. . . Hast feine Maschinengewehre finde« Wut Wer nicht, wo Le sind. 400 Meter vor uns schießen osseWar Maschinengewehre. — Er sagt: „Das können sie sein, vielleicht sind sie selbständig vorgegangen." — Wir pürscheu uns durch das immer dichter weckende Unterholz. — Plötzlich liegt ti. F.... platt da und winkt. Wir werfen uns ebenfalls hi« — Grade vor uns ist eine Lichtung, und mitten dranf eine belgische Batterie von 4 Geschützen. F. . . flüstert mir zu, daß wir sie im Sturm nehmen wollen. — Ein Wink au die Leute und mit „Hurra" gehts loS. — Aber kaum sind »vir 20 Schritt gelaufen, da ratterts los — Maschinengewehre, Im Umsehen verlieren »vir 8 Mann. Wir konnten uns eben noch hm- legen — „Z urü ckkrie chen!" — Auf allen Bieren in den nächsten Graben zurück, immer im »vilden Feuer. — Wir sind bloß noch 6 oder 7. — Im Graben sahen »vir die Bescherung. Die belgische Batterie hatte im Walde 2 Maschinengewehre als Bckeckung, die hatten uns paar Männchen aufs Korn genommen. — Die Batterie protzte auf uitb verschwand, di« Maschinengewehre feuerten weiter. — Endlich sahen wir die Bulldogge« — Die belgischen Maschinengewehre werden von Hunden gezogen. — Also — Feuer auf die Bestien! — M»g, päng! Da lagen ste. — Und dann vorwärts: ein Hauvtmann, ich und 6 Mann! >— Noch im Laufen schoß einer unserer Leute einen Bedfenungsmann an, der grade das eine Gewehr auf uns richtete. — Das war ihnen zu viel. — Sie liefen wie die Hasen, di« Maschinengewehre blieben liegen und wurden von unseren Leuten zurückgebracht. Nun sammellen v. F. . . unb ich einige 50 Versprengte, stießen, ohne Widerstand zu finden, durch den Wald und erschienen endlich in vorderster Linie. Diese zog sich an einem bretten Bach hin und >var von . . er» und . . ern besetzt. — Jenseits lag die belgische Hauptstellung >— lange dichtbesetzte Schützengräben, die sich bis au ein im Hintergrund liegendes Dorf zogen. Wir gingen mit einem Sprung Ins an den Bach vor und füllte» unsere Schützenlinien auf. — lieber den Bach konnten nur zunächst nicht, da alles im heftigsten Feuer lag. — v. F. . . lag neben mir, hatte das Geivehr eines Ge- »allcncn genommen tmd slhoß mit. — Plötzlich kroch er oben auf die Böschung, um besser zu sehe« kam aber im nächsten Moment herunter gekollert — Bauchschuß! — Er riß sich den Rock auf. zog das Hemd hoch, legte stch daun hintenüber und murmelte: ^.Waidtoimd!" — Wir trugen ihn zniück. — Zwei Stunden später war er tot. Für uns kam es tccktssch vor allem darauf au. Wer den Bach zn kommen, um dem Gegner ans den Pelz rücken zu können. — Auf der Böschung, hinter der nur lagen, staWen ein paar dicke Bäume. — Wir beschlossen, ste zu fallen, mit auf diese Weise eine Art Brücke M schlage« —< Ich ließ mir eine BeiLpstke geben, sprang hinter den nächsten Baum und fing a« zu hacke« Die anderen Bäume wurden ähnllch behandelt. — l U Stunde hackte ich, dann warf ich die Beilpicke dem nächsten zu und sprang zurück. — In dem Moment bekam mein Säbel einen Schuß uttb einen schönen Knick, ich selbst blieb verschont. Nach einer Stunde konnten wir zwei Bäume vornüber kippen. Nun hieß es: .„Rüber!" Jaivohl! Das war nicht möglich, denn der Feind nahm die „Brücke" dermaßen unter Feuer, daß keine^ Maus hinüber konnte. Zudem bekamen wir plötzlich Flankenfeuer ans einem lmks liegenden Torf, das vom Gegner besetzt »vorden war. Dagegen war wieder nichts anderes möglich, als ein Bajonett- angrifs. Also wieder: „Seitengewehr pslanzt auf! Hurra, Marsch, Marsch!" Das Dorf wnrvc unter schweren Verlusten genommen, dann stießen wir durch, fanden eine Brücke und gingen hinüber. Nun saßen wir dem Feinde in der Flanke. Sprungweise gingen wir vor, nahmen einen Graben nach dem anderen und warsen die Brüder • raus Um 4 Uhr nachmittags war alles vorüber. Unser Batalllon hat 3 Hauptlöittle, 2 Leutnants, viele Unterofsiziere und netto 300 Mann an Toten und Ver- »vundeten verloren. Der Feind war nahezu dezimiert. In einem brennenden Dorfe blieben wir über Nacht. Ich schlics sitzend in einer Ecke. Früh am nächsten »Norqen begami die Verfolgung. Wir stießen «och aus heftigen Widerstand und mußten mehrfach mit dem Bajonett Vorgehen. An einem Kreuz« lagen 83 tote Belgier, einige noch im Anschlag. Eine Grautve war zwischen sie gefahren und hatte alles getötet, waö dort lebendig gctvesen »var. Nachdem die drei seindliä«n Divisionen ssnlhtarttg nach A... znrückgcgangcn üxrren. ränntteu wir das Schlachtfeld auf. — Meine Herren! Sie, die Sic in Berlin unsere Siege feiern. Sie ahnen nicht die Bilder, die wir zu selten bekommen. Hier liegt ein Ofstzier, der krampshast einen Liebesbrief in der Hand häll, den er im Schützengraben noch einmal gelesen hat. Vielleicht »verden Sie das so nicht v>erstchcu, aber glaubeni Sie mir, was übrig bleibt ist Will, Witt auf die, die den Krfeg hcraufbeschworen haben, imd auf die, di« ihn mtt gemeinen Mitteln führen. — AlS ich am Tage nach der Schlacht auf Feldwache stand, wurde mir gemeldet, daß in einem Hause, 400 Schritte von meiner Feldlvoche, ein schwerverwundeter Belgier läge. Ich ließ zwei Krankenträger holen irud ging selbst mit. Wir fanden den Mann in einem Bauernhause. Er hatte einen hoffnimgslosc« Bauchschuß mid mir noch Sttinden zu leben. Trotzdem luden wir ihn auf die BWrc und trugen ihn zurück. Unterwegs »virrden wir plötzlich von seittvärts beschossen, und, obgleich wir die Fahne Mit dem Roten Kreuz sehen ließen, hörte das Feuer nicht ans. Mit großen Schvierigkerten gelang es uns, den Vernnrndeten und uns in Sicherheit zu bringe« Das hat man von seiner Nächstenliebe! Ich habe Ihnen in aller Elle kein Stinimungsblld, sonder» einen tatsächlichen Bericht zu geben versuck-t. Zn St-.mnnin gsblldern fehlt die Stmrnruiig. — Wenn ich hell wieder nach Hanse komme. Null ich Ihnen gern Einzelhetten erzählen, aber jetzt nicht. Freuen Sie sich Wer unsere Siege und vertrauen Sic auf uns, die wir kämpfen. Wir werden den Zaun schon Pinsel« denn »vir wissen, »vas ans dem Spiele steht. Augenblicklich ist Ruhe. Die Einschließung A... s hat begonnen, uW »venn ssie beendigt ist, lverdeir wir wieder schwere Arbett bekomme« Ei» Vöglein hat mir gesungen, daß ich zum Eisernen eingeqeben bin: ob's Ivahr ist, ahne ich nicht, jedenfalls »vücke ich mich maßlos frrtie« - So, meine lieben Herren Kollegen, jetzt habe ich aber genug geklöhnt. Bei passender Gelegenhett »veckc ich wieder von mir hören lasse« Ms dahin seien Sie hcrzlichst gegrüßt von Ihrem Dr. 8. v. St Der deutsche Alb. „Der deutsche Krieg" betitelt sich eine Gaminlnny von der Deutschen Verlagsanstalt herausgrigrbener Migschriften, in deren zweitem Heft Friedrich Naumann das Verhältnis Deutschlands und Frankreichs vo-r und nach dem gegenwärtigen Kriege schildert. Außer den politischen und ivirtschaftliche« Folgerung« die Nnnmamr dabei zieht, interessieren besonders die persönlich en Eindrücke »rnd Ett lebnisse dieses Parlamentariers, der «och toenige Movate vor Ausbruch des Kriegs Frankreich eine« längeoeu Besuch abstattete. „Eines Tages, — so «tzäyll er — stch ich mk schönffe-n Frfe- de»i in einem fWfvanzösischen Badeort, und mein Wirt imlßte gerade Stenern bezahle« ‘Da nahm er seinen Stenerzettcl, hielt ihn mir vors Gesicht und riest: ^Zch zahle für Euch.^ Ich habe > den Gcfühlsausbruch des sonst ruhi«c» M««eS verstanden, den« ich hin Völlswrrtfchafkfer gennq. um de» Kern von Wahrheit z« begrersen, der in diesem Worte war. Die französischen Steuer» waren zu einem garten Dell Krftgskosten für einen vergangenru und einen zukünftigen Krieg. Niemand fast zahlt so nngerne für den Staat als der sparsame lleine Franzose. Hinter d« vieterkel Staatsauflagcn sah er den Preuße« Mr ihn war 1870 nichls Vergangenes, sondern etwas Gegenwärtrgrs, Fortwirkend^. Hnn- dett lleine Merkzeichen erinnerten ihn an das ttaurige Jahr. Noch in den Ostertagen sah ich Grabmäler in RettnS: „Ersch>j>sn von den Preußen!" Das »var noch cvoas anderes, als was im bwszen Wort Revanche liegt: er konnte vor sich selber nichk nned« ganz in Ordnung kommen, »penn er mit diesen Preußen nicht abrÄhnete. Für wette Kresse des frarizössschen Volkck war eine Art von Verso lgmrgswahn übrig geblieben: die beständige Angst vor dem Gespenst jenseits des Rheins. Ich bin in Zeiten parta- mrntorsscher Wahlkämtft drüben gewesen und habe die Mauer- anschläge und Ven'amanlmigsbcrichte der nationalistsschcn Parteien gelesen: „Der diwhendc prcuMche Ueberfall!" Das »var natür- iid» übertrieben, wie es bei Wahlen M sein chlegt, aber es hätte nicht mtt so großen Lettern an allen Ecken stehen käuuen, trteirn es iricht zu einem beträchtliche» Telle geglaubt worden »vüve. Dev Franzose im allgemeinen glaubte nicht au unsere Friedensliebe und dachte, daß »oft uns in mssever Politik ebenso beständig mit dem zukünftigen denssch-ftrinzössschen Kriege beschäftigten, »oft et es tat. Unsere >vach»ende Spanmcng gegenüber England hat der Dunhschnittsftanzose nicht in ihrem Wesen erfasst, noch >or- niger die langsam hcraWämmerndc Ainsemandersetzung zw-ssche» lftrinanen und Slawei. Er blickte gebannt ans die Vogesen und dachtt, daß sich dft Welt noch inrmer auch für ims um Metz und Straßbuoq drehte. Eimgc weitblickende kluge Franzose» haben die Aenderung zwar völlig crngefthen, am tiefsten »vohl Iran Jaurös, der Märtprer der dcussch-französsschcn Frredensüiee. Mit Fairrös war Naumann crnf der Baseler Friedenszusammenkunft der deutschen und ft-rnzösischen Abgeordneten Freund geworde« Er nennt ihn ettren Idealisten in seiner Lebensauffassung^ dessen praktisches Erkeinien geschichtliche Vorgänge an Msmarckschen Datsachensinn erinnerte. Jaures nmßte, daß die laicklLnsige BorstMnng von den deutschen Absichten falsch war, beim er karrntc Deutschland aus Studium nnd Erfahrung. Gr hielt uns nicht für harmlos, aber er wußte, daß wir anders beschäftigt waren, »als mit der Rheingrenze. Naumann fragte ihn jn Bafel: „Sagen?*e mir ohne Umschweife, warum Sft »ns zn dieser Besprechung eingeladen haben! Daß »vir gekommen sind, nachdem wir eingelllden »vurden, ist selbstverständlich, den» für uns ist jede Abschioächiarg des ftan- zösischen Krieyswillens um erwünscht: aber weshalb Sre die Eervolitischc Last dieser Frfedensbesprechung auf sich nehme« ist mir nicht ebenso klar." Daraus sagte er etwa: „3rf> bekämpft die Ruinierung Frankreichs durch die jetzige falsche, militaristische Methode u»d verkündige dabei immer, daß Ihr Dcnsschc» den Krieg mit uns gar nicht »sollt Dazu aber muß ich Eu ch leib- haftig ikisserem Doll vorführen, weil sie es samt mir irud „ie uwn Freunden nicht glaube«" Das war der Sinn des beabiicpttgtrn Austausches der Abgeordneten in beiderseitigen BernäiiSlgungs- versanrniluugeu. Wer Jvurös nur für eine» moran aicn orickMs- eiqel gehallen hat und nicht für einen Politiker, der_ hat^dicfen festen und llare» Man» verkannt Er »var als trau; olliger Patriot überzeugt, daß wft bciderfetts ohne neue 23a ssenpcobc em gedeihliches gsschichtlichcs Verhältnis nicht » urde i könnten Ab er da zu wäre neben vielem anderem noch geraume Zell nötig genügen, und die blieb ihm nicht Der Zar war »chneller als Jaurtzs, und als der Zar ihm sein Lebensideal zertrat, da erlag er der Kugel emes ftrmzöfischen Tollfepscs." Zn Reims während der veschiehung. Me EngslLnder müssen jetzt seDst Kvgeben, btef; das Ent- ÄWdotzgStzeschrctz das sie über dre ^Äernrchtnng der Klalhe- dvcile von Reims'" anstimmten, umsonst war und daß das herrliche Bauwerk mrr wenig beschädigt ist. Das geht deutlich hervor aus der Schilderung eines Berichterstatters der „Daily Däail", der während der Beschießung in Reims weilte und die Wirkungen der deutschen Granaten ausführlich beschreibt. „3M> fmranr jn > i n en großen öfttifeiStorf — es müssen wenigstens ein Dutzend «roßer Geschäftshäuser gewesen sein — von denen nichts übrig ist als ein Hausen iroch rauchender Trümmer. Ein ganzes Rrgnuent von Singerschen Nichmasehincn ist hastig aus die Straße grbmacht nwcchen, denn rn dem vorderen Teil der Ruine bestund sich die Rrimser Filiale dieses Geschäftes. Nun biege ich um eine Ecke, die zur Sftröjetrcale führt. Hier ist eine Granate mitten in der Straße explodiert, hat ein großes Loch im Pflaster aufgewühlt und Sternsplrtter überall brngeichlendert, so daß alle Fensterscheiben auf 50 Nieter in der Runde zerbrochen sind. Ein paar Jungen fegen die Stücke zu klirrenden Haufen zusammen. Ilnd dort ist das Theater nrit Löchern in den Mauern urid daneben dre Feuerwetzrwaclic, die von oben bis unten ^rstürt ist Die Unter- pcäfektur, die zugleich das Polircigebäude ist. epistecrt nicht mehr: au ihrer Stelle befindet sich ein gualmendes Trümmerri-aos. Und daun trete ich auf den Platz der Kathedrale. Da ist nicht so viel zu sehen, als man aus der Ferne vermutet hätte, denn die Türme und Mauern stehen noch nud die Schrammen an den schönen gotische» Ornamenten, die von den deutschen Granaten verursacht wurden, sind nickst leicht zu unterscheiden von denen, die der Zahn der Zeit durch 600 Jahre genagt Nur die großen Tore gähnen sehr nackt, denn die alben eichenen Türen sind verbrannt Bor der Kathedrale liegt ein wüster Hausen halb-verbrannten Strohes, das beim Ausbruch des Brandes herouSge^errt wurde, und Dutzende von verkohlten und angeschwärzten Balken türinen sich übereinander. Ich konnte nicht in die Kirche hinein, denn der verlassene Platz ist von französischen Soldaten besetzt, aber durch die osienen Türen der Kathedrale konnte ich ein Wirrwarr von herabgestürzten Sparren, nmgestoßenen Beichtstühlen und. zerstörtem Dokzwerk bemerken. Man erzählte mrr, daß einer der Türme beschädigt sec, aber so weit, wie ich feststellen konnte, besteht die Möglichkeit, die Kathedrale wieder ganz herzustellen. Das große Fenster an dar Rose im Westen, dos aus wundervollem bernsteinfarbenen Glas besteht, ist glücklicherweise erhalten, aber einige Löcher sind darin. Unterdessen fallen immer noch in Llbständen von 5 Minuten Granaten in die Stadt. Es ist wenigstens ein Vorteil in einer beschossenen Stadt, daß die Geschosse, die nicht in meine eigene Straße fallen, nicht sehr aufregend sind, da man nur ihr Pfeifen hört und das Krachen des stürzenden MawerwcrK. Eine merkwürdige Empfindung aber ist es, so straßauf, straßab durch dos Heiz einer sonst so geschäftigen Stadt zu wandern und nichts Lebendiges zu erblicken, keinen Ton zu hören außer dem Hallen des eigenen Fußtritts und dem beständigen Donner der Kanonen."" Die Bewohner haben sich zum großen Teil in die Keller geflüchtet und führen dort eine Art „Höhlenleben"". Der cnglisthe Berichterstatter besuchte einen Landsmann, der seit langem in Reims lebt, und fand ihn mit 32 andern, die hier seit Tagen ihr Quartier ausgeschlagen hatten, im Keller unter staubigm Wernflaschen. Ern winziges Oellämpchen warf einen dürftigen Flackerschein durch den Raum Alle llagten über Mangel an Lebensmitteln. Seit Tagen ist kein Brot mehr gebacken worden, es fehlt am Notwendigsten, und diese „Trog- lodyten" in ihren Kellern leben kümmerlich von de» kargen Vorräten, die sie mit hernntergebcocht haben. In den großen Wernkellern der Champagner-Firma Heidsreck srnd allein 4000 Flüchtlinge in furchtbar schlechter Last und unter den elendesten jLebensbchingmrgen zusaMwengchröngt. Das Tagebuch, daS ein Reimscr Notar mährend der denkwürdeSM Stwrdcn der Beschießung geführt hat, gibt ein Bild von den Erlebnissen der Reimfer: „8 Uhr 15 Min. früh. Die Beschießung beginnt, wir flüchten in die Keller, 9 Uhr 50, die Granaten fallen ohne .Unterbrechung rings um NNser Hans nieder. 4 Uhr 30, die Kathedrale brennt. Bon einem Fenster ans kann man es sehen. Das Doch sieht a ns wie ei n ungehenres Stück Spitze ans^Feuer: zwischen dem dnrckchrochencn Sparrcnwcrk züngeln die Flammen heraus und Minden sich wie feurige Schlangen eMPor. Das Ganze sieht ans wie ei» riesiges Feuerwerk, dessen wahre schreckhafte Bedeutung man nicht sogleich fühlt."" Leutnant von hindenburgr Heuertaufe. Der Befreier Ostpreußens, Generaloberst v. Benecken- dorff und Hindenburg, feierte am gestrigen Freitag seinen 67. Geburtstag. Das ganze deutsche Volk wird diesen Tag durch treues und dankbares Gedenken des großen Helden feiern. Um nur eine Episode aus seinem so unermüdlich tätigen und erfolgreichen Soldatenleben herauszugreifen, wollen! wir hier erzählen, wie v. Hindenburg seine Feuertaufe erhielt. Bei Königgrätz war es, wo der damalige Leutnant seine ersten Lorbeeren erntete. Wir lesen darüber in der Geschichte des 3. Garderegiments: Plötzlich erhielten die Schützen des Leutnants v. Hinden- burg Kartätschenseuer. Von Rosberitz aus war eine Batterie herbeigecilt, die von nächster Entfernung aus das Feuer er-- öffnete. Nach kurzem Schnellfeuer warf sich v. Hindenburg mit seiner Abteilung im Marsch-Marsch gegen die Geschütze. — Von einer Kartätsche am Kopf gestreift, sank Leutnant v. Hindenburg eitlen Augenbsick betäubt zu Boden. Als er schnell wieder aufsprang, sah er bereits drei Geschütze in den Händen seiner Leute, während zwei andere Geschütze, das eine von drei, das andere nur noch von einem Pferde gezogen, zu entkommen suchten. Aber auch diese beiden Geschütze wurden von der 5. Koinpicrgnie erobert, als sie in einem Hohlweg stecken blieben. Der Rote Adlcrvrden war der Hohn für die tapfere Tat. Das Eiserne Kreuz gab es damals nicht. Davon holte sich v. Hindenburg die zweite Klaffe im Krieg gegen Frankreich 1870/71 und die erste Klaffe jetzt, da er gegen die Russen Taten von unerhörtem Glanz vollbracht hat. Blick auf zum Licht'. So betitelt Herr RechtsanNstllt Kaak Adolf Metz ein ,Med", das er uns aus Statt gart zu sendet und das wir als ein"' wackeres Lebenszeichen unseres Landsmannes hiermit gern wiedergckbeu: Blick ans znm Lichk! Mein großes deutsches Vaterland. Sieh, deine Söhne, Hand in Hand, Sie d-nlden's nicht. Sir dulden's rricht, Der Feinde ruchlos Ränkrspiel. Und kämen ihrer noch so viÄ. Alldeutschkond ficht. Begeffffrnng loht. Für Kaiser, Reich und Recht und Ehck, Ter Menschheit Heiligstem zur Wehr, Steht Schwarz-W c-iß-Rot, Drum, Schwert, hau ein! Heraus, Franzose, Bett" und Rnsfl! Deutschland hvrra! Hurra! Drr muß Der Sieg ja sein! Karl Adolf Metz. vermischte». * Der in der Eisenbahn vergessene deutsche Kriegsplan. Zu was für wunderlichen und wirllich nur für eine schlechte Posse passenden Geschichten die sianzösische und die englische Presse ihre Zuflucht nimmt, beweist ein geheimnisvoller Fund von größter Bedeutung, den die Pariser Zeitung ,Lnsor- maticm"" gemacht haben ivill. Die Zeitung weiß mitzuteilcn — uitb alle großen englischen Blätter setzen diese welterschülternde Tatsache ins gebührende Licht — daß der vollständige deutsche Kriegs plan sich in ihren Händen befindet. Das Dokument wurde von einem ehemaligen sianzösische» Offizier, dessen Name nicht genamtt werden darf, zusällig gefunden, als er vor 4 oder 5 Monaten Deutschland bereiste. Der Offizier entdeckte das Schriftstück in einer Handtasche, die ein Mitreisender im Abteil vergessen hatte. Die .Information" hat natürlich ihre große Entdeckung sofort dem sianzöfischen Generalstab übergeben, und sie erhielt erst nach 8 Tagen die Erlaubnis, das Dokument zu veröffentlichen. Dieser angebliche deutsche Kriegsplan, der sür den Fall eines künftigen europäischen Krieges ausgearbeitet ist, erwägt die Mögsichkeit, daß Deutschland in einem Kampf allein gegen Rußland, Fransieich und England stehen müsse, während Italien neutral bleibt und Oesterreich unfähig ist, wirksame Hilfe zu leisten. Wer die mitgetcllten Proben liest — denn das Ganze ist nach Angabe der Zeitung zu lang, um wörtlich mitgetellt zu werden — überzeugt sich leicht, daß dieser Plan nicht vor einem halben Jahr und eher im deutschen Generalstab, sondern vor wenigen Wochen uird wahrscheinlich im Rcdaktionsbureau der „Jnsormaffon" entstanden ist. Soweit er nämlich nicht Gemeinplätze enthält, wie „Englaichs Hauptinacht liegt in der Flotte" oder „der Gegner, der zuerst niedergewvrsen werden muß, ist Fransieich", enthält das wirre und lächerliche Dokument Tatsachen, die aus den disherigen Ereignissen des Krieges bekannt geworden sind, und soll vor allem dazu dienen, zu zeigen, daß der sianzösische Gencralstab über alle Maßnahmen der deutschen Hecressührung schon vorher genau unterrichtet war. Märkte. Gießen, 3. Olt Marktbericht. Aul deni heutigen Wochenmarkte kosteten Butter da? Plund 1,10—1,20 Mk.: Hühnereier X Stück 10—11 Pig., 2 Stück 00 Big.: Enteneier 1 St. 0 Pta., 2 St. 00 P!q.; Gänseeier I St. 0-0 Big.. 2 St. 00 Pig..- Käse da? Stück 10—12 Pig., Kälcmalte 2 Stück 5—8 Big.: Tauben das Paar 1,00-1,40 Mk.. Hühner das Stück 1.50—3,00 Mk„ Hahnen das Stück 1,50 - 8,00 Mk,. Enten das Stück 3,00-4,00 Mk.. Gänse da« Pkd. 75—80 Pig.: Welsche 4—5Mk.: Ochsenfleisch daSMd. 86 —96 Pig, Rindfleisch daS Pinnd 90—94 Pfg, Kuhfleisch 80 Psg., Schweinefleisch daS Piund 70-86—96 Pig , Kalbfleisch das Did. 70-7-Psg, Hammelfleisch daS Pinnd 70—96 Psg.: Kartoffeln das Psnnd 3 Psg., Weißkraut dar Stück 8—15 Pig.: Zwiebeln der Ztr. 6,00—8,00 Mk.- Milch da? Liier 22 Psg.: Aecstet der Zentner 8—X5 Mk.: Birnen das Pinnd 8—15 Psg, Nüffe 100 Stück 60 Pig, Zwetschen der Zentner 9—10 Mark. — MarktzeU von 8 bi« 2 Uhr. FC. Wiesbaden. Vtehhos-Marktberichk vom 8. Okt. Austrieb: Rinder 118 (Ochsen 33, Bullen 34, Kühe und Färsen 46s, Kälber 57, Schale 46, Schweine 169. Holländisches Schlachtvieh: 10 Bullen. 36 Kälber. Preise iür 100Pid. Geschäit mittel. Lebend» Schlacht- Ochs e-r, gewicht Boflfleflchsge, enbsqemästete. höchsten Schlacht- Ach Mk. wertes im Alter von 4—7 Jahren .... 50—65 92—102 Die noch nicht gezogen haben (ungejochte) . . 49—53 90—100 Jung«, fleischig«, nicht auSgemästete und ältere auSgemästete............ 43—48 80—89 Bnl l e n» Vokkfleflchig«, ausqew, höchsten Schlacht»». . . 45—50 79—87 «ollfleischtge. jünger,.......... 38—44 65-77 Färsen. Kühe. Vollfleflchig« auSgemästete Färsen höchsten Echlachtwert«...........46—52 85—96 Vollfleischig« auSgemästete Kühe höchsten Schiachtwertes bis zu 7 Jahren ..... 37—44 73—82 Wenig gut entwickelte Färse» ....... 44—45 78—85 Aeitere auSgemästete Kühe....... 33—35 62—68 Kälber, Feinste Mastkälder........... 63—68 105—118 Mittlere Mast- und beste SaugkW« . . . 57—62 95-108 Geringer« Atast- und gute Saugkälber . . . 48—54 80—90 Geringe Saugkälber.......... 42—47 70 -78 Schake, Weidemastschaie! Mafllämmer und Masthammel. . . . 45,50—00.00 «2-00 E ch w «i a e. kollfleflchige Schweine von 80—100 kg Lebend» ............. 47X 48 61-62 «ollste, schlge Schweine unter 80 kg Lebendgewicht 47-47« 60 61 Vollste,schig« Schweine von 100—120 k; Lebend» „Oemidjt . ........... 49 49'/ s 61-62 Vollfleischige Schweine von 120—150 kg Lebendgewicht .............. 46-48 58 - 60 Jettschweine über 150 kg Lebendgewicht . . 41V,-45 52—56 Vöqeutl. llebersicht der Todesfälle i. d. Stadt Gießen. 38. Woche. Vom 13. bis 19. September 1914, Einwohnerzahl: angenommen z» 32 900 linkt. 1600 Man» Militari. Eterblichkeitsziffer: 26,86°/». nach Abzug von 7 Ortsfremd»: 15,80%». Kinder ES starben an: Zusammen: Erwachsene: im vom 1. Lebensjahr: 2 .—15. Jahr Tuberkulose d. Lungen 4 (2) 3(1) — 1(1) Lungenentzündung 2(1) — 1(1) 1 Diphtherie 1 — 1 Darmkatarrh 1 — 1 Krebs 1 1 — _ Furunkulose 1(1) — 1(1) — Lebensschwäche 2(1) — 2(1) — Verunglückung Kl) 1(D — Kriegsverletzung 4(1) 4(1) — — (Deutsche, davon 3 in Frankreich verstorben) Summa : 17 (7) 9 (3) 4 (3) 4 (1) Änm.: Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts »ach Gießen gebrachte Kranke kommen. Atrchttche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. Sonntag, den 4, Oktober, 17. nach Trinitatis. Erntedankfcst. Kollekte sür die Erbauung einer deuischen evangelischen Kirche in Rom. »otterdienst. 3* der Stadtklrch«. Vormittags 9'/, Uhr: Proieffor 11. Schian. Vormittags 11 Uhr: Militärgottesdienst, verbunden mit der Feier d«S betligen Abendmahls sür die demnächst inS Feld a»r- rückenden Mannschaften, sowie deren Angehörige Piarrer Schwabe. Nachmittags 2)4 Uhr: Kmderkirche iür di« Matthäusgemeinde. Piarrer v. Schlosser. Abends 5 Uhr: Piarrer Schwabe. Mittwoch, den 7. Oktober, abends 8 Uhr: KriegSbetstund«. Piarrer v. Schlosser. 3n »er Johannerkirche. Vormittag? 9% Uhr: Piarrer Bechtolsheim« r. Beichte und heiliges Abendmahl iür di« Lukas- und Johannesgemeind« gemeinsam. Anmeldungen vorher bet dem Pfarrer,rü«r Gemeind« erbeten. Vormittags 11)4 Uhr: Kinderkirche für die Lukasgemenide Pfarrer Be chl o l r hein,i» 'Abends 5 Uhr: Pfarrer Ausield. Beichte und heiliges Abendmahl iür diejenigen aus der und Johannesgeinciiide, welche in den nächsten Tagen ins v-. ziehen, sowie sür ihre Angehörigen. Anmeldungen vorher beide», Plärrer jeder Gemeinde erbeten. Die Anmeldungen znm Konsirmandenunterricht lür d„ Gemeinden werden Montag, de» und Dienstag, den 6. Oltod,» jedesmal vormittags von II bis I Uhr und nachmittags von 4 (,,1 6 Uhr, in den, PiarrhanS jeder Gemeinde entgegengenommen Formulare zur Anmeldung sind bei de» Schnidlenern, sowie sii dem Piarrer jeder Gemeinde zu erhallen. Die Eller» der fl,,,de» werden gebeten, diese Formulare anSsüflen und bei der Anmeldn,,» mitbringen zu wollen. Die Eltern werden gebeten, die Kind« no^ Möglichkeit bei der 2lnmeldnng zu begleiten und, soiern dieflmV auswärts getauit sind, den Tauiichein niitznbringen. Tie ic>erlichc Eröffnung des Konflrniandenunierrichiz hnd», Sonntag den 11. Oktober, statt und zwar in der Stadlkirche mittags 9'/, Uhr iür die Markus- und Aiililärgcnieind«, niz,. mittags 5 Uhr sür die Aialthäusgenieinde: in der Johannesißch! vormittags 9'/, Uhr iür die Iohannesgenreinde, »achinillags 5 ßz, inr die Lnkasgemeinde. Dazu werden nebst den Kindern befoubrr auch die Eltern, Angehörige und Paten herzlich eingeladen, Ter Unterricht selbst beginnt Montag, de» 12. Oktober, „„t wird an jedem Montag und Donnerstag inr die Knaben v»„ 3—4 Uhr, für die Piädchen von 4X—5)4 Uhr gehalten. Jeden Samstag zwischen 7 und 8 Uhr werden beide flftch, geöffnet und darin bei Orgelspiel Gelegenheit zur stillen Ändo-, gegeben sein. videlkränzchen für Schüler höherer Lrhranstalteii. Für d,e jüngere Abteilung jede» Mittwoch von 6—7 Uhr, s>'„ die ältere Abteilung jede» Samstag von 6—7 Uhr im IohvniieSsael vibelsiänzchen für Mädchen au; der Zahannergemeinde. Jeden Dienstag von 6-7 Uhr iin Johannesjaal. wartbnrg-verein (Viezftratze 15). Dienstag: Bibelstunde. Donnerstag: Leseabend. Eon„ioz: Vortragsabend. Svangelischrr Gottesdienst. Kirchbcrg: Sonntag, den 4. Oktober, vormittags 10 Uhr. (§«], Abendmahl inr Lollar.> Lollar: Sonntag, den 4. Oktober, nachmUtags >42 Uhr. (8»( Abendmaifl.) rtathollsche Gemeinde. Sotterdlenst. Samstag, den 3. Oktober: RachniittagS um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gele.,ci,h«i zur heil. Beichte. Sonntag, den 4. Okt., 18. Sonntag nach Pfingst«,^ Roscnkranz-Fcst. Vormittags von 6'/, Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte. , um 7 Uhr: Die erste hl. Messe. , »in 8 Uhr: Austeilung der hl. Kominunio». , um 9 Uhr: Hochamt mft Predigt. , um 11 Uhr: HI. Bieste init Predigt. Nachmittags um 434 Uhr: Jungiranen-Kongregation. Nachm, uni 6 Uhr: Predigt: daraui Rosenkranzandacht mit Etjin Montag, Dienstag, Mittwoch, Donncrsiag, Freitag und Camr- tag, abends um 6"/, Uhr, ist Rosenkranz-Andacht nut Segen. viaspora-Gottesdieast. In Lich um 9% Uhr. In L««bach um S>4 Uhr. Jrraelittfche Religionsgemeinde. Gottesdienst in der Synagoge (Süd-Anlagel- Montag.denb., ».Dienstag, den 6. Oktober 19I(: Laubhüttenfest. 1. Tag: Vorabend: 5.4» Uhr. Morgen»: 8.30 Uhr. Peevigt. Nachmittags 4 Uhr. 2. Tag: Vorabend: 6.30 Uhr. Morgen«: 8.30 Uhr. Nachmittag» 4.00 Uhr. Abends: 6.40 Uhr. -- i ■ i 1 ' Israelitische ReligionrgeseSschaft. Sotterdienst. Montag, den 5., ».Dienstag, den 6. Oktober lütt, Hüttensest. 1. Tag: Vorabend 5.45. Morgens 8.00. Predigt. Nachmittags 4.00 llhr. 2. Tag: Vorabend 6.40. Morgens 8.00, nachmittags 4.00. FestesauSaang 6.40 Uhr. WochengotteSdrenst: Morgens 6.30, abends 5.30 Uhr. Meteorologische Beobachtungen der Station GiehtL Okt. 1914 u - V §11 s s a n bt If d-- ■§§ C c es 1} *c 's i Jf ess« iS, Wcae» 2 J 750,9 13,6 6,9 60 W 4 8 Bew. Himmt 2. 9" 754,0 7,6 6,4 82 SW 2 10 Beü. Himmel 3. 7- 765,5 69 6,4 1 85 SW 3 10 Höchfle Temperatur am 1.—2. Oft. 19U = -f- 13 9 C. Niedrigste » , 1.—2. , 1914 = +. 6,0' , Niederichlaa: 0.2 mm. __ ____ Verantwortlich für „Feuilleton", „Gerichtssaal" n. „Vermischtes"" I. V,: A u g u st G o e tz. Amtlicher Teil. Bekanntmachung. B e t r: Maßregeln gegen die Maul- und Klauenseuche, Wir bringen zur allgemeinen Kenntnis, daß ans Grund der im Reichsanzoiger veröffentlichten Nachweisung über den SVint* Maul- und Klauenseuche vom 15, d, M, als verseucht zu gelten haben: 1. Im Großherzogtum die Kreise Darmstadt, Ben-Zl^im, D>e> bürg, Gr,-Gerau, Heppenheim, Ofsenbach, Fricdberg, Mainz, Alze»' Bingen, Oppenheim und Worms 2. Im Reichsgebiet die Bezirke Königsberg, Mlenstein, Dan" zig, Marienwerdcr, Stadtkreis Berlrrr, Potsdam, Franknirt, stet" tin, Köslin. Posen, Bromberg, Breslau, Liegnitz, Oppeln, Magdeburg, Merseburg, Erfurt, Schleswig, Hannover, Hildcsheim, Lune> bnrq, Stade, Osnabrück, Münster, Arnsberg, Cassel, Wiesbaden. Düsseldorf, Aachen, Obcrbahern, Nicderbahcrn, Pfalz, DberMll- Obeiffrankcn, Mittelsianken, Sckiwabcn, Dvesden, Leipzig, Zwickau, Neckarsieis, Jagstkreis, Donausieis, Freümrg, Karlsruhe, heim, Mccklcichura-Schwerin, Sachsen-Weimar, Mecklenburg->stro' sitz, Oldenburg, Lübeck in Oldenburg, Braunschwcig, Gotha, 4N- hali. Lübeck, Bremen, Hamburg und Lothringen. Gießen, den 29, Sept, 1914, Großhcrzogliches Kreisamt Gießen, vr. U singer. r-g-i --SL 1.5 ef E . w v 2« £-§>*> w S g 5i “ g 1 v£, ~ ^ •»tr ß *>»— *= c e '*— 1 3 /-> _ c ^ Iff •“^•SS= C e §JU£“ Z L'LL •« — --ZZ.L ä c' c 'ß ^f- S Oft 3 |C 2 ^ *r~ t? = n §®f 5>j^ »c HT- c |®i‘4i j £•“»; S j b *^.£' w s-IZLL ^£ = 5H Z Hf c "S 3 c ^ u = §’*',£ 2 » Sl»| s Hi&W S&J P? o» *f?iA ^ 1^3 ►lä\ "" " Ü^- ' w i 4 *ifc s T'S'3 «s» . § 3 r'3 fc o'. Ä c vO^o e £1-3 ^ ^• «j ^ g.^ Cvo 5'S 3 b>£ avq c 3 CU «O *“» y_i 3 SO '=;^'°£~ c «TLLL^H JS 1 = c g=£ w 2 « «.3 uQ 2 ^m .3 3*0^ ^ sO' w f§ 3 9» 4 * £ o> «S> § -gÄ« t •o 3 W -3 *& A « e 353 :§^ KZ ©3 5 S 32 — .JL^ J* *> ^ ÜßÄf a y " ~ 3 o S 5 r “ U _ - V-. J- fl- 2- 8 2 -° S- . ITö I <ä w -g» S °iSc U <3^^ -3&|v§ g Ö | o" O c 5g 3 COÜ I a^g« — _*§ l e«i Ä 5 -L—— L 5 S>. ctS‘?gg| P^; = l 2 jsä*®:-» e o> S v u 3 *§2 Z'e& SL s3Jk' SL * 3 Ä ^ v -. -o- 2 g j ' .«LZ S c ;.: 8 >S“tt «ö 3 •s ?8 w V 3- ° 2 cS ;2 l 3 CD 5 . 1 ZsoZ' O |ili .Es >e 3 WS3-JS iS" B S, u (2 Sv WA ,tz SZn-ZG« " 5 > £^S : ?'>g-S ° 050 Cl£ >e' > §' 5-£ « 0 «* 0 .**“ Ä •> =•§ io 3 -§ 3 .5 » Sä-S 3 . £ ~ 3 Tr s >ö »• 3 o *—o* ^ 3 3 %o» 3 ■*-» 3 ^ rsf^^i^i 'S" 0 rr v» ^ 10 L 5 S ,^? 2 3 S'2'§ § £-Ci* S? «O^EO'* a£l* s> ® 5 _ ;c£so»S . " 1J w E P ; C ° ; ^2 oT — 32 3 --- ._ ^ ^ jO g _g g •X S? w »c | Ä sSo.cg| " K QJ JO 2 'o vO s Ä-o.yÄ'g-'S ^ Su'Ba «5 2^1-I^S fs^rss 1 32 C *' . ffü- tJ 3 3 >0 : £ Ä^Sre- § ei § «w £ Sg *S '.VÖ'W § c 2 7 2 LH S TJ Ö> flü.r >0 — o» ^ ^£0 A 3 LAaZL : >-» 32 i o «s S c s^g-sDH§^ E o |. . 0 'f^*x*E a ^ so g^o «- 2^_a 2,-u ■S - ^ 'S = c 'g-'ir S w S B E -^-o =0 ~ 2 ^o> s S 2 — c .-22 S2 •; r-'E'O een,«»« < u o_«u s; « co "». c <«^^-- 1J ra P ° 2 ' 3 °o * & --'a g :^£- litt, 03 S C S§ n •» p 2 «»^ 'o o " 'X S w £ 5 a ’S. — „-L ab _ O 3 fK» 32 3 sO j— } 32 32 3 *0 J --2.2ZLTL Z 5 »fl ^ L-Z tT2 a g*- 0 D ~ "ä“SS a- •32,02 3' 2 5?* *»♦*-«-»-» •So 3 2 E» 5 E-e- .2 HÄ 4»* O Q a .3 02 rc gl^'g-jSui-s^g gSJ-^ 1s? o 5 s S®- S -2 „ fc;2 ' 5-* W &J3 ä^ g lliT-l«!® L 5 “ S°Ä= £ v »> Z « 2 . 'ff r a _; f"C .u */5 -, > w *» ! * 3 's ®« 3.;|S'° 0 2B2L L •‘£ 2 Ä n'S3i a §? ~ Ü 5-S5«# 2 S MZ ^S 3 o SfS'gS „£ 3 c^S'“ L® 5 ^ 2 S. 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