r. 252 Zweites Erscheint täglich mit Ausnahme dcL Sonntags. Die „Sietzenrr Kamillenblätter" werden dem »Anzeiger' viermal wöchciiltich beiqelegt, da? „Krcfsblott fär den Urei; Sietzen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirlschastlichen 3eit- sragen" erscheinen monatlich zweimal. General-Anzeiger für Gberhesjen Samstag, 3. Oktober 19^ Rotationsdruck und Verlag der Brühl'icheo Universität-? - Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gieße». Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul» straße 7. Expedition und Verlag: e^gEil. Redaktion: ^^112. Tel.-AdruAnzcigerBießen. Die englische Schuld am Kriege. Kopenhagen, 2. dt. „Nationaltidende" verösfent- f)t folgende Aeußcrungen des Staatssekretärs des utschcn Auswärtigen Amtes v. I a g o w, die eine Antwort * f das jüngst veröffentlichte Interview mit dem englischen iterstaalssekretär Acland darstellcn: Unterftaatssckretär Acland behauptet, das Eingreifen Eng» rds in den Krieg sei darauf zurückzuführeri, dag Deutschland ^ Neutralität Belgiens verletzt habe. Ich kann nicht au.iehnieu, Ü diesem hohen Beamten des Foreign Office unbekannt sein lte, daß Sir E. G r e» in seiner Rede im englischen ater Haus am 3. August erklärt hat, er habe dem sran- ischen Botschafter bereits am Nachmittag des vorhergehenden iges, also am 2. August, die vollste Unterstützung der zlischen Flotte für den Fall zugesichcrt, dass die deutsche Flotte ,cn die französisch« Küste oder die französische Schiffahrt vor M. Erst in der Nacht vom 3, auf den 4. August abends erfolgte Verletzung der belgisckieu Neutralität durch deutsche Triw»cu. enso wenig kann der Unterstaatssekretär vergessen baden, daß r E. Grey in seiner Unterredung mit dem Fürsten L i ck - > ws kn am 1. August es ausdrücklich abgelehnt hat, Deutschland Neutralität Englands für den Fall zuzusichern, dass Deutsch- rd die Neutralität Belgiens respektiere. Es handelt sich daher r einen, nicht einmal besonders geschickten erneuten Versuch, ■ Welt über die Motive ir rez u fü hrc^r, die der englischen -terligirng an, Kriege zugrunde liegen, sie bestehen nicht in icr altruistischen Fürsorge für die Unabhängigkeit und Jnte- ität Belgiens. Diese war nicht bedroht, wir hatten sic Eng- rd ausdrücklich zugesichert. Wer es ist begreiflich, daß ein md, das seine Kolonialherrschaft auf den Trümmern anderer aaten aufgebaut hat, ein Land, das sich wie in jüngster Zeit noch Aegypten so oft über gegebene Versprechen und inter- tionale Verträge hinweggesetzt l>at, dieser Zusicherung nicht inte. Ein Deutsches Sprichwort sagt: Man vermutet niemand rtrr einem Busch, hinter den, man nicht selbst gesessen hat. So achte in der Vhontasie der englischen Staatsmänner das Schreck- spenst einer Besetzung Antwerpens durch deutsche Truvveu aus, d wie Sir E. Grey Frankreich die englische Hilfe sckwn für n Fall einer Bedrohung von Calais und Cherbourg durch die utsche Flotte zugesichert hatte, so vcranlaßte schließlich die Be- rgnis, ein Teil der Südküste des Kanals könne den schwachen indcn Belgiens entrissen und zu einer Operationsbasis für : deutsche Flotte werden, England nicht nur, sich selbst am :iege zu beteiligen, sondern auch zu dem furchtbaren Ver - :echen, das bedauernswerte Belgien zum Wider- and gegen den deutschen Einmarsch zu ermu- g e n. Die Haltung Englands ist somit lediglich durch den icklichtslosen englischen Eigennutz bestimmt wor- n, der überhaupt für den ganzen furchtbaren vieg verantwortlich ist. Wenn heute auf den Schlacht- dern des Konttncnts die Söhne Deutschlands, Oesterreichs, cankreichs und Rußlands für das Vaterland verbluten müssen, trifft die moralische Verantwortung dasür mit in erster Linie e englische Politik, die unter der Formel der Erhaltung des ropärschen Gleichgewichts andauernd die chauvinistischen Strö- irngen in Frankreich und Rußland gegen Deutschland crmuttgt rd damit einen Zustand der Spannung auf dem Kontinent rvorrrcf, der sich im gegenwärtigen Krieg entladen hat. Von her ist es die englische Politik gewesen, die Völker des Kontinents geneinandcr auszureizcn, um selbst ungestört die Welt beherrschen t können. Adolf Harnack und die englischen Theologen. In dein nunmehr erschienenen 1. Kriegsheft der Fnter- ationalen Monatsschrift für Wissenschaft, Kunst und Technik ird im Anschluß an die Rede Adolf von Harnacks bei der eutsch amerikanisijen Shmpathiekundgebung im Berliner äthaus am 11. August ein Brief veröffentlicht, in welchem :ne Anzahl hervorragender englischer Theo- ogen unter dem Ausdruck hoher persönlicher Verehrung nd Dankbarkeit für Harwick und andere deutsche Lehrer >ren Schmerz darüber ausspricht, daß Harnack das Veralten Großbritanniens in dem gegenwärtigen Kriege als as eines Verräters an der Zivilisation habe be- eichnen können. Die wirklichen Motive Großbritanniens igen in der Notwendigkeit, für die verletzte Neutra- ilät Belgiens einzutretcn, und sie seien der festen cberzengung, daß Großbritannien in diesem Kampfe für iecht uni» Gewissen für Europa, die Menschheit und dauern- en Frieden sechte. Adolf v. H a r n a ck antwortet darauf, daß er das Wort Verräter an der Zivilisation nicht gebraucht habe, daß es picardische Stättebilder. (Peronne -— Mbert — Dapwime.) Auf dem rechten Flügel unserer Schlachtlinie in Frank- eich sind, wie die amtlichen Meldrmgen kundgcben, die m Nordufer der Somme gelegenen Städte Per o n ne und l l b e r t heiß umstrittene Punkte,,in denen unsere Truppen ckstvere Angriffe der Gegner abwehrten und siegreich Vorrängen, Auch 1870 wurde um Peronne schwer gekämpft, damals war es eine nicht unbedeutende Festung, die wochen- ang belagert und bescl>ossen werden mußte, ehe sie ihre öore den Deutschen öffnete. Auch deute, wo die veralteten Festungswerke nur noch geriugen Wert haben, schützt Zeronnc den Uebergnag über die Sonrme, die auf beiden lfcrn von Morästen und Torfmooren begleitet wird md so eine natürliche Verteidigungslinie der Franzosen >ild«t. Südlich der Stadt, wo die Cologne der Somme zu- licßt, dehnt sich ein langgestreckter, durch seinen Fischreich- itm bekannter Teich mit genrüsebebauten Inseln. Eine iroße, vielbogige Steinbrücke und die von der Linie nach IZaris benutzte Eisenbahn brücke sind die einzigen für Trup- >en brauchbaren Verbindungen naen Landstädtck>ens Peronne bildet die „Grande Place" mit dem Denkmal der Katharina von Poir, die wie eine zweite Jungfrau von Orleans die Stadt lo36 erfolgreich gegen las Heer Karls V. verteidigte. Ueber dem Gewirr der engen rlten Gassen thront hoch bas Schloß» in dessen Burgverließ Karl der Einfältige Hungers sterben mußte und Karl der Kühne den abenteuerlichen Ludwig XI. gefangen hielt. Heute prent das Schloß» dessen Mauern noch die Spuren der deutschen Kugeln aus dem letzten Kriege zeigen, als Kaserne und Militärmagazin. Von seinem Söller bietet sich eine weite Fernsicht über che Picardie bis zu den die Grenze gegen die Grafschaft Artchs bildenden Kreidehöhen. stloch zieht sich um die Stadl der alte Festmigswall, gleichsam um sie vor den aber sein Urteil über bas Verhalten Großbriranniens richrig wiedergebe. In einer glänzenden Deweisführimg, in welcher er die angebliche Verpflichtung Großbritanniens, für die belgische Neulralität cinzutrelen, den elendesten aller Vorwände nennt, schreibt er u. a.: „Nicht wir sind es gewesen, die die Neutralität Belgiens verletzt haben. Belgien, wie wir befürchten mußten und wie wir jetzt, durch Tatsachen belehrt, immer deutlicher sehen, war schon längst mil Frankreich im Bunde und — mit Ihnen. Frankreichs Flieger schwebten über Belgien, bevor wir cinmarschicrten, Abmachungen mit Frankreich haben stattgeiuudcn, und in M a » b e u g e hat man ein Arsenal mit englischer Munition gesunden, das vor der Kriegserklärung angelegt war. Dies Arsenal — Sie wissen, wo Maubeuge liegt! — weist aus Verabredungen Großbritanniens mit Frankreich, bei denen auch Belgien eine Rolle gespielt hat. Diese Verabredungen liegen heute aller Welt vor: denn der Kreis der Beweise ist geschlossen und dasbetrügcrischcSviclGroß» britanniens ist ausgedeckt. Trc haben Belgien zum Kriege gegen uns ermutigt und verpflichtet, und dal>er fällt aui Ihr Haupt die furchtbare Verantwortung für all das Elend, das dieses arme Land getroffen hat, Grey nicht in Italien, Rom, 2. Okt. Die im Ausland verbreitete Nachricht, daß Grey nach Italien gereist sei, wurde halbamtlich als unrichtig bezeichnet. Uebrigens dauern die englischen Versuche, Italien aus seiner neutralen Stellung hecauszulockm, mit allen Mitteln sort. Sie sind jedoch aussichtslos. Dciujcbc Kolonien. Die Besetzung von Lüderitzbucht. Kapstadt, 2. Lkl. Lüderitzbucht wurde von den süd- astikanischen Truppen am 26. September bcjctzt. Die englischen Strcilkräste hatten sich der Stadt gegen Abend genähert. Zwei Tage zuvor hatten Offiziere die Stadt mil einer weißen Fahne zur Ucbergabe ausgesordert. Man glaubt, daß sich die Besatzung am 18, September nach Zerstörung der Eisenbahnen zurückgezogen habe. Ae Deutschen haben alles unberührt gelassen mit Ausnahme der Station für drahtlose Telegraphie, die sic zerstörten. Ae Engländer haben nur sehr wenig Lebensmittel und Geld gesunden. Die Zungwchr während der Krieges. Der Zentralausschuß der Volks- und Jugendspiele in Deutschland bittet uns um Aufnahme folgender Ausführungen: Mit der Einführung der Jungwehr, wie ire durch den gemeinsamen Erlaß der Minister des Krieges, Kultus und Innern für Preußen angeordnct ist, soll während der Kriegszeit die noch nicht dienstpflichttge männliche Jugend über 16 Jahre zu militärischer Vorbildung, solveit sie ohne Gewehr möglich ist, zusammengcsaßt werden. Die Beteiligung ist eine freiwillige, muß aber für jeden jungen Mann als vaterländische Ehrensache gelten. Die Königlichen Regierungen haben die Gemeindebehörden in Stadt und Land angewiesen, mit der Bildung einer Jrmgwehr ungesäumt vvrzngehcn. Die Gemeinden dürsten daher gegenwärttg mitten in der Vorbereitung sein. Zu dieser bedeutungsvollen Sache hat sich jetzt auch der Zentralausschuß sür Volks- und Jugendspicle in Deutschland, der schon seit vielen Jahren mü NackKruck auch aus die Hebung der Wehrkraft hiirwirkt, geäußert, indem er den etwa 950 deutschen Gemeinden bis zu 6000 Einwohnern Material zur Durchführung ihrer Ausgabe übermittelt hat. In dem Anschreiben sagt der Vorsitzende, Mgeordneter Dr, von Schencken- dorss, daß die Jungwchr sich infolge ihres hohen vaterländischen Charakters weit über jede andere freiwillige Einrichtung dieser Art hcraushebe und auch volksgesundheitlich von großem Werte ser, da nach den beigegebenen „Richtlinien" die reine körperliche Ausbildung mit der militärischen Hand in Hand zu gehen hat. Von den Gemeinden steht zu erwarten, daß sie die Beteiligung der jungen Leute an den Hebungen weitgehendst erleichtern werden. Von wesentlicher BedeuMng für den Erfolg wird der Umsang der Uebungszeit sein. Wenn hierfür mehrfach zwer Stunden am Sonntag nachmittag in Aussicht genommen werden, so wird diese Zeit als Mindestumfang anzusehen sein, aber, um das Ziel baldmöglichst zu erreichen, voraussichtlich von vielen Gemeinden überschritten werden. So hat Kiel die Uebungen aui zweimal in der Woche, sonne am Sonntag nachmittag in seinem Aufruf in Aussicht genommen, was auch anderwärts möglich sein dürfte. Bei all- seittgem guten Willen wird cs aber in sehr vielen Orten gelingen, eine mittlere Uebungsdauer herbeizusühren: je einmal in der Woche und am Sonntag nackmiittag, sowie an zwei Wenden je eine Stunde Unterweisung. Schwierigkeiten weiden in der Gewinnung geeigneter Lehrkräfte liegen, da die geeignetsten zu allermeist im Felde stehen. Wer dies Hemmnis kann nicht unüber- Wasscrmassen der vorgelagerten Teiche und Sümpfe zu beschützen. Weiter draußen wechseln Getreidefelder mit großen Rübcnackcrn; nur ab und zu sieht man ein kleines Gehölz, und hohe Ulmen, die ein Kirchturm überragt, zeigen an, daß hinter ihnen ein Dorf versteckt liegt. Das ein wenig größere Städtchen Albert liegt nicht direkt an der Somme, sondern mehrere Kilometer abseits om dem kleinen Flüßchen Ancre, dessen Namen es früher selbst trug, bis Lridwig XIII. Günstling Albert von Luhnes es sich zu Ehren in Mbert umtauste. Auch im Tal der Ancre dehnen sich weite Moore und Sünrpfe, die nur auf wenigen, schwer zu beschreitenden Pfaden sicher durchquert werden können. Mberts Sehenswürdigkeit sind seine „Alpen". Der Mutz bringt aus seinem Oberlauf viel Statt mit, crus dem unweit der Stadt, wo er in raschem Lauf über steile Whänge dahin- sließt, Tropfsteinhöhlen und eigenartige Ktalkgrotten sich gebildet haben. Sie sind der Stolz der Bewohner von Lllbert und werden während der alljährlichen Wallfahrten im September viel besucht. Tenn Notre Dame de Brebitzres birgt seit dem 1l. Jahrhundert ein heiliges Bild der Jungfrau Maria, zu dem im Herbste viele Tausende wallfahren und Heilung suchen. Früher stand das Bild, das nach der Legende das Schas eines Hirten ausgescharrt haben soll, in einem kleinen Kloster außerhalb der Stadt, bis Ende des verganl- genen Jahrhunderts eine große kathedralenartige Kirche inmitten des kleinen Städtchens errichtet wurde, die heute das Ziel aller Wallfahrer aus Nordfrankreich ist. Nicht mehr zur Picardie gehörig, wohl aber nahe an die grenzend, hat auch Dapaume, wie 1870/71, in den jetzigen Kämpfen wreder eine große Rolle «spielt. Bon den zwischen Peronne und Bapaume gelegenen Bergen sieht man im Halbkreis um Bapaume die Dörfer Ztavreuil, Avesues, Thilloh »"8 Ligny, bei denen in den ersten Januartogen des Jahres ix/1 die Truppen Goebeus der Uebermacht der französische» »wrdarmee unter Faidherbe heldenmütigen Widerstand leisteten, bis die Kraft des Gegners erlahmte und er zum Rückzug gezwungen wurde. Unweit Favreuil erinnert ivinolicki feilt. So wird in einem Artikel des „Milit. Wochcnbl." vorgesckilagcn, in den schwierigsten Fällen dieser Art die geeigneten Kräfte aus dem Felde zurückzurufcn, was dort numerisch kaum ins Gewicht fiele. Jedenfalls ist der ftaatlidK Plan der militärischen Vorbildung allgemein um so mehr kräftigst zu fördern, als nach einer Mitteilung der „Tägl. R." Franlrcich die Einberufung der ILsährigen Rekruten des Jahrganges 1915 schon sür den Oktober d. I. angeordnrt hat. _ Au» Stadt und Land. Gießen, 3. Oktober 1914. Erntedankfest. Erntefest in der Kriegszeit! Lob- und Danklieder in den Tagen, da die Not uns so schwer ans der Seele lastet, da edles, teueres Leben vom Tode dahingemäht wird wie das GraS im Juni und da uns der Famftrer alter Eltern, junger Witwen und vaterlos gewordener, lleiner Kinder die Ruhe des Tages und den Schlaf der Nächte raub Illlerdings, wenn das Erntefest feiern so viel hieße a.. jubeln und ausgelassen sein, so würden wir mit seiner Feier unser Gewissen schwer belasten M»er wir wollen nicht jubeln, wir wollen uur die Hände falten und still die Treue Gottes preisen, die uns auch mitten in diesemi großen Böllerringen nicht verlassen hat. Wer die Geschichte kennt, weiß, daß der Hunger eine Begleiterscheinung de- Krieges ist. Durch den Hunger, durch das Wschneideu unserer Zufuhrlinien gedachten unsere Gegner, vor allem die Engländer, uns uiederzuzwingen. Ihre Anschläge sind zu Sck)anden geworden. Das große Sterbejahr 1914 ist ein gutes Erntejahr gewesen. Wir sind, wie unsere National- ■ ökonomen sagen, mindestens auf 11 Monate hinaus mit | Brotfrucht versorgt. Das Grenzland im Osten blutet aller-: dings jetzt aus tausend Wunden, aber sonst sind im deutschen' Vaterlande Städte, Dörfer und Felder unbeschädigi. Der Landmann geht hinter seinem Pfluge her und bestellt das Feld zur Wintersaat, weithin streifender Rauch lenkt den Blick auf die Felder, auf denen die gut geratenen Kartoffeln eingesammelt werden. Wenig junge Männer sind auf den Aeckern zu sehen, aber die Arbeit wird doch getan; denn, die Weißhaarigen, die nicht ganz Gesunden, die Frauen und Kinder greifen tüchtig zu. Jedoch nicht nur in diesem Jahre, nein überhaupt in den letzten Jahrzehnten ist die deutsche Arbeit mit aller Treue getan worden. Das beweist die Ausbringung der Milliardenanleihe innerhalb weniger Wochen. Deutschlau- war früher ein armes Land, jetzt ist es reich. Reich geworden ist es durch seine Arbeit. Der Bauer hat im Schweiß, seines Angesichtes gesäet und gepflügt, der Fabrikarbeiter stand jeden Tag mit dem Glockenschlag an seiner Maschine, der Handwerksmeister ist zielbewußt seinen Weg gegangen, der Kaufmann bat gerechnet und kalkuliert. Mächtig hat sich nach 1871 die deutsche Industrie entfaltet, und die deutschen Schisse liefen die Häfen der ganzen Welt an. Daß wir fleißig und erfolgreich waren, hat den Neid der Engländer erregt und im letzten Grunde diesen großen Krieg über uns gebracht. Der deutsche Meiß und Idie deutsche Treue, sie sind herausgewachsen aus dem deutschen Gottesglauben, aus dem Glauben, daß Gott alles in allem ist, daß er nickst nur den Segen der Felder spendet, sondern auch die Geschicke der Völler und die Seelen der Menschen so lenkt, daß alle nützliche Arbeit gedeihen kann und ihren Lohn findet. In den neun Wochen des Krieges hat sich mancher wieder zu dem Gott seiner Kindheit zurückgefunden, und Tausende haben erkannt, daß in unruhigen, harten Zeiten Gottesfurcht und Glaube allein den Menschen Festigkeit verleihen. Diese Festigkeit wollen wir uns auch für die Zukunft bewahren. „Durchhalten", das war das Leitmotiv aller Reden, die neulich bei der machtvolleu Kundgebung der Wirtschaftsverbändc Deutschlands in Berlin gehalten worden sind. Wir, die wir nicht im Felde stehen, wollen — ein jeder an seinem Posten — unsere Schuldigkeit turt, daß unser wirtschaftliches Leben im Gange bleibt und wir unsere kämpfenden Brüder versorgen können. Mr viel« gemeinnützige und künstlerische Bestrebungen, die seither di« Menschen in Atem gehalten haben, wird nach dem Krieg« kein Platz mehr sein, wir werden von Grund aus umlernen eine ho^Pyramide an jene Schlacht. Auch Bapaume war früher befestigt, wurde aber schon Mitte des 19. Jahrhunderts als Festung ausgegeben. Freilich ziehen sich noch immer Teile der alten Mauern um die Stadt, hinter denen 1871 di« Deutschen Schutz vor den franzölrscheu Gewehrkugeln fanden. Das Land von Bapaume gleicht dem von Psroune und Albert. Getreidefelder wechseln mit Rübenplantagen und nur bin und wieder denken große Raps- oder bunte Nelken selber darauf hin, daß auch Oel gewonnen wird. Erst in der Richtung auf Cambrai zu mehren sich die Gehölze, um bald großen Wäldern Platz zu machen, wie sich auch südlich, der Somme, an den Ufern der Oise, breite Waldgürtel hinziehen. — Der Kinernatogravh im Dienste der Astronomie. Der erste Versuch, die Fortschritte des Kinematographen der Astronomie dienstbar zu machen, wurde für llnterrichlszwrcke im Jahre 1897 von Camille Ftammarion unternomiPen, der in dem Saal der französischen Astronomischen Gesellschojt ein Bild der Drehung der Erde im Raume projizieren ließ. Danach führte Lcnoir eine Reihe von kincmawgravhischen Bildern vor, die die Drehung der Erde um ihre Achse, die Mondphasen usw. veranschaulichten Während es sich hier nur um geschickte Rekonstruktionen handelte, wurde der Kinernatogravh zum erstenmal für eigentliche Forschungszweckc bei der Sonnenfinsternis vom 17. April 1912 in großem Umfange angewandt Gegenwärtig werden nun, wie die World berichtet, noch weitergrhende Anwendungen des Kinematographen sür das Studium der Bewegung und der Verän- derungen der Sonnenflecken, für die Bedeckungen von Sternen und Planeten durch de» Mond, die Veränderungen der Mondoberflach« unter den Sonnenstrahlen usw. versucht. Es sind verlchrcoene astronomische Stationen über die Erde verteilt, deren Arbeiten nn- ander ergänzen- so daß man allmählich eine ununtewrochene strllung der Phänomene am Himmel zu erlangen hont. — „Die große, di-,eiserne Zeit", -ine hiftory» Komödie mrs den Freiheitskriegen von Curt Mulle Mitte Oktober im Stodttheater M Hanau sem« Er,tausfilhrwt, erleben. müssen Alles hnrb zurücktantten müssen vor der großen ' ges zu heilen. ^ und Geduld nötig. Darum wollen wir aushalten und Ausgabe, die Wunden deS Dazu ist Treue fleißig sein, bis uns wieder bessere Zeiten geschenkt sind, und unsere tägliche Bitte in diesen unruhigen, leid vollen Wochen soll es sein, daß uns Gott diesen Krieg elf-reiivUlls und erfolgreich zu Ende fiihren lasse, damit wir und unsere Nachkommen in zukünftigen Zeiten das Erntedankfest wieder in Frieden und Freuoe feiern können. H. B. Klärt Freunde und Verwandte im Auslände über dir Kriegslage und über die englifch-französ. Schwindelberichte auf! Noch immer besteht die Notlage fort, daß die neutralen Staaten, besonders Amerika, Italien, Spanien, Rumänien mit geradezu unglaublichen Entstellungen der für Deutschland und seinen Verbündeten so glücklichen Kriegslage, über deutschen Vandalismus und die angebliche wirtschaftliche Notlage unseres Vaterlandes überschwemmt werden. Immer wie- der gilt es, zur Abwehr alle Freunde und Verwandte im Auslande durch Briefe, Postkarten, Zeitungen über den wahren Tatbestand zu unterrichten und gegen jenes Lügensystem zu protestieren. Von den vom Deutschen .handelstag hergestellten Kriegsberichten liegt wieder eine neue Nummer vor, die für jene Zwecke gute Dienste tun wird und in verschiedenen Sprachen ausgegeben ist. Die Berichte werden in den hiesigen Vuchhandlungen und im L e s e - saal der Universitätsbibliothek unentgeltlich abgegeben. ** Das Landsturnr-Fnfanterre-Bataillon Gießen I wird, wie verlautet, unsere Stadt in nächster Zeit verlaßen. Es ist kein Zweifel, daß Offiziere wie Mannschaften auch außerhalb der heimischen Provinz dem deutschen wie dem hessischen Namen Ehre einlegen werden, welches immer auch die Verwendung des Bataillons sein inöge. Dafür bürgt der tatensrvhc Geist, der alle beseelt und sie antreibt, ftlr heimische Sitte und Art bis MM äußersten einzusteben, denn — wie es in einem auf allen Straßen gesungenen Soldatenliede heißt — „es sind die i allen Schwerter noch, es ist das deutsche Herz, man zwingt sie nimmermehr ins Joch, sie dauern aus wie Erz". Ausnahmslos ' liebe Erinnerungen an die hier verlebten Wochen sind es, die unsere wackeren Landsturmmänner bei ihrer Ausfalnt begleiten werden, darf man doch offen Mgestehen, daß die herzliche Aufnahme, die sie in Gießen bei hoch und niedrig gefunden haben, bewiesen hat, daß die Bürgerschaft die Einauartierungen nicht als drückende Last, solchem als ehrende Auszeichnuam empstndct. Soldat uich Bürger wissen sich eben eins in dem Bewußisam treuer Pfllchl- erfüllung hier wie draußen, und dieses Band kann nimmermehr zerrissen werden. Mit dem Dank an Stadwerwaltung und Ein , wohnerschaft verbindet sich auch der an die Vorgesetzten, die ihre besten Kräfte dafür eingesetzt haben, aus den in lar dasür eingesetzt haben, aus den in langen gesegireten Friedensjahren in Nähr- und Lehrstand festgelegten Kräften einen einheitlichen und leistungsfähigm Wehrstand zu schafsm, dem das Volk die Sichemng seiner heiligsten Güter getrost anvertrauen kann. An erster Stelle ist hier Oberstleutnant v. Knobelsdorfs als Führer des Bataillons zu nennen, dessen wahrhaft väterliche Fürsorge sich im Großen wie im Kleinen bewährte. Hohe Anerkennung verdient auch die hingebende Arbeit der eiirzellien Kompagniehührer wie der schier unermüdlichm Ofsizierstellver- treter. ** Die Brotliefernng für die französischen Gefangenen ist der Bäckerei des Konsumvereins Gießen und Umgegend übertragen worden, die mit ihrem Angebot billiger war als die vereinigtm Gießen er Bäckermeister. Es sind vorerst täglich 2 —3000 Brode zu liefern. ** Nationaler Frawendieüst. Wir werden gebeten, noch einmal darauf aufmerksam M machm, dan> der „Na t r o n a l e F r a U e n d i e n st" in Gießen eine Dienststelle «tngrrichtet hat, die bereitwilligst und unentgeltlich eurem Jeden zur Verfügung steht, der beim Schreiben, Verpacken und Adressieren von Feld- postsendungen des Rates oder der Hilfe bedarf. Man wende sich Montag, Mittwoch und Freitag 9—11 Uhr vormittags an Frau Professor Kalbftcisch, Südanlage 4II. ** Sitzung des Provinzialausschusses, Am Samstag, den 10 . Oktober JL914. vormittags i 0 Uhr, sindet eilte Sitzung des Provinzialansschusfes mit folender Tagesordnung statt: 1. Klage des Jakob Görnert II. zu Ettingsbausen gegen, Großh. Kreisamt Gießen tvegen Aushebung eines Polizeibcfehls. 2. Klage des Heinrich Rupventhal zu Rockenberg gegen Großh. Kreisamt Friedberg wegen Versagung des Wandergewerbescheins für 1914. 3. Klage des Johannes Roth VI. zu Berstadt gegen die Gemeinde Berstadt wegen Verweigerung des Allmendnutzens. 4. Antrag auf Entziehung des dem Geometer 2. Klasse A. K. Th. Drehl zu Friedbecg erteilten Patentes. 5. Klage der W. Schäfer Witwe zu Rodenbach gegen die Fürsorgekasse für Gemeindebeamtc loegen Nichtgewährung von Witwen- und Waisengeld. ** Verbandstagung der gemeinnützigen Bauvereine im Großherzogtum Hessen. In der Ueber- zeugung, daß eine Aussprache über die Handhabung der Berwal- tung der Bauvereine in Dessen währcird der Kriegszciten ersprießlich sein werde, hat der Verband der Bauvereine auf Sonntag, den 11 . Oktober, vormittags 10 Uhr, eine Verbandstagung in Gustavsburg, Kaisersaal, Darmstädter Landstraße 133 anberaumt. Auf der Tagesordnung steht u. a. ein Vortrag des Landeswohnungs- inspektors Gretzschel -Darmstadt über das Thema: Die gemeinnützigen Bauvereine und der Krieg. ** Vom Obstmarkte. Obwohl die Jahreszeit recht vorgeschritten ist, sind die Preise auf den rheinhessischen Obst- mäckten immer noch recht niedrige. Der sehr reichliche Er trag der diesjährigen Obsternte macht sich eben auch jetzt noch, ' V....... • ' - ' “ “ nachdem der Versand, besser von statten geht, bemerkbar. Der Ver kehr auf den rhernhessischcn Obstmärkten ist, wie es sich ani deutlichsten durch die Abfuhr ausprägt, außerordentlich belebt. Größere Einkäufe sind von den Konservensabriken zu verzeichnen. •• Die Silberne Hochzeit feiern am Montag, den 5. Oktober, Herr Louis A l t h o i i und Frau. Kreis Lautcrbach. iä. Sickendorf, 2. Okt. In dem von Herrn Baron R i e d e s e l bergerichteten Lazarett in der Reitbahn seines hiesigen Schlosses und nunmehr die erste» Verwundete» «ingetroffen. DaS Lazarett dient als Erholungsstätte für Leichtverwundete. Die ärztliche Versorgung liegt in den Händen des Dr. Stotz von Laulerbach. Hessen-Nassau. -b- Cronberg, 2. Okt. Sämtliche sich in Cronberg zur Genesung aulhaltenden Soldaten waren am Donnerstag von dem Prinzenpaar Friedrich Karl von Hessen nach Schloß Friedrichsho! zu G a st geladen. Tie Krieger wurden mit Kaffee und Kuchen bewirtet. Während der Kaffeeiassl, die die Prinzessin selbst bediente, unterhielt sich Prinz Friedrich Karl mit den wackeren Soldaten über den Krieg in kameradschaltlichster Weise. Schwurgericht. th. Gießen, 3. Oll. Das Schwurgericht verhandelte gestern gegen den Müller Karl Heinrich Schneider aus Obermörlen wegen Meineids. Die Anklage vertrat Gcrichtsassrssor Knauß, die Verteidigung führte Justizrat Katz. Nach dem verlesenen Anllagebeschluß wurde der Angeklagte am 28. Mai vor dem L-chösfengericht Bad-Nauheim als Zeuge in einer Privatllage zwischen den Cheffrauen M. und V. vernommen, die sich darum drehte, daß die Frau M. mit einen: fremden Manne — es handelte sich um den jetzigen Angeklagten — sich des Nachts in den Kuranlagen hcrumgetrieben haben solle. Der damalige Zeuge Schneider stellte damals unter icinem Eide in Abrede, mit der Frau M. zu der fraglichen Zeit in den _ .. 1 - .. . .... ... t . • n *- k .1t Xäi» Qm i MI rA f /> f >• t •* anlagcn gewesen zu sein, er sei zu der Zeit nicht einmal in sf^ heim gewesen. In der Verhandlung vor dem Schwurgerichts durch Zeugen, u. a. die Frau SS., festgestellt, daß diese Aursa,„ des Angeklagten der Wahrheit nicht entsprechen, daß er vielmch tatsächlich wiedcrlwlt mit der Frau M.^ daruntz. auch zu der von ihm abgcstriltencn Zeit zusammengetrofien sei 3 . Angeklagte mußte diesen Feststellungen gegenüber einräumen, dm seine damaligen Aussagen sich nicht streng an die Wahrheit J halten haben, führt aber zu seiner Entschuldigung an, er habe di, Frau M, schonen wollen. Den Geschworenen wurde die 3 ^. vorgelegt, ob sich der Angeklagte des Meineids schuldig geniich habe, und aus Veranlassung des Verteidigers die Zusatzsrage » stellt, ob sich der Angcllagte bei Angabe der Wahrhell einer sstas baren Tat bezichtigt haben würde. Der Vertreter der Anklage behördc trat für bie Bejahung der beiden Fragen ein. Die (j^ schworenen schlossen sich der Auffassung der Änllagrbehörd« an worauf aus ein Jahr Gesängnis gegen den Angeklagten erkann werden mußte, da die Zusatzfrage der Verteidigung einen Straf milderungsgrund in sich schloß. -h- Frankfurt a. M., 2. Okt. Tie Strafkammer verur teilte heute den 30jährigen Lederarbeiter Konrad C l a u e r Wege, Tötung seiner Ehefrau zu der gesetzlichen Mindeststras von 3 Jahren. Clauer hatte, als er am 4. August in das ft«, eintreten sollte, seine kranke Frau aus deren Verlangen durch eins Schuß in das Herz getötet und sich dann selbst zu entleiben ver sucht. Der Mann genas aber wieder. Das Gericht bedauette, bo- es nicht unter das gesetzliche Mindestmaß gehen konnte und ga dem Verurteilten, der durch eigene Krankheit und das Leidende Frau zu der Tat getrieben wurde, anheim, ein Gnadengesuch ein zureichen, Straßburg i. Elf., 2. Ott (W.T.B. Nichtamtlich.) Bq. Kriegsgericht Neu-Breisach erläßt rate Beschlagnahme Verfügung über das Vermögen des FalnBkirten Johann Haef f e l e, bisher in Gebweiler wohnhaft, zurzeit ohne bekannte Wohn- und Aufenthaltsort. Es ist gegen ihn eine tlnversrichnn, wegen Landesverrats im Gange. Haeffele ist, nach de „Straßburger Post", hinreichend verdächtig, sich dieses Verbrechen dadurch sckfuldig geniacht zu haben, baß er französischer Truppe» in Gebweiler als Führer gedient und ihie aus deni Postamt die Telegrapheiiapvaratc und Leitungen zur Zwecke der Zerstörung gezeigt hat. — Wie dasselbe Blatt an Basel berichtet, ist der 53 Jahre alte Agent Adolf Reis sec au Scnuheim im Oberelsaß in der Berufungsinstanz vom fchinnze rischcm Gericht wiederum zu drei Jahren Zuchthaus vn urteilt worden, weil man in seinem «Besitz eine Bombe gesuiHe hatte. Er wollte damit im Interesse Frankreichs dre Walds Hüter Eisenbahnbrücke in die Luft sprengen. I, der Verhandlung wurde auch bekarurt, daß ein noch nicht ermittelte Täter anfangs September einen Anschlag auf die Schwarzivald bahn her der Station Ortenberg veriibt hat. Leipzig, 2. Okt. (W. B. Nichtamtlich.) In dem Heu« vo dem Reichsgericht verhandelten Spivnageprozeß gqe den Schreiber bei der Ersenbahiwircktion Dppeln, Paul Czeä wurde der Angeklagte wegen versuchten Verrats militärischer ®< bermnisse in Tateinheit mit Diebstahl unter Eirrrechrrung einer vv, Schwurgericht Oppeln gegen ihn erkannten iienirmonatigrn G< fängnisstrafe zu einer Gesamtstrafe von 5>/« Jahren Zuchthau! Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte für die Tauer von zch Jahren und Zulässigkeit der Polizeiaufsicht verurteilt. 3troi verschärfend kam in Betracht, daß der Angeklagte Deutscher, und daß er, wie er wußte, die geheiinzuhalteuden Pläne über Bahn Höfe und Eisenbahnstrecken, die im Krllgsfalle zur Berwendmi kommen sollten, zu einer Zeit verraten wollte, als allgemein scho nur dem Kriege gerechnet wurde. Wie aus der llrteilsbegrüirdim weiter hervorgeht, hat Czech sich mit seinem Angebot an de russischen Militärattachee in Berlin gewandt. Liebigshöhe Sonntag, den 4. Oktober 1914 Großes Konzert (Streich-Musik) 10224D zum Besten der Hinterbliebenen derimKriegegefallenenGießener Ausführende: 34 Herren ehemalig Militärmusiker und sonstige Kräfte. Direktion: Der Grossh. Musikdirektor a. D. Herr C. Kransse. Anfang V»5 Uhr. Eintritt 50 Pfg. --Verwundete sind Gäste. - Der Gesangunterricht hat wieder begonnen Ida Stammler Wilhelmstrasse 1 Wir machen unsere Mitglieder, insbesondere die Jugend Abteilung daraus ausmerksam, daß ab Montag, den 5. Oktober ds. Js. wieder regelmäßig unsere UebungSstunden im Volksbad staltsinden, und zwar jeden Montag u. Donnerstag nachmittags ab k'j. Uhr. l03271), _Der Vorstand. I Sp Ö hrer££^ Höhere H andelsschule flalwjj jSpoh i im Schwarzwald. — Pensionat.__ ■H Institut I. Rangen für Handelswissenschaften | Nechftmonatliche Fachkarae. try Akademieknra. Prakt. TcbancNkontor. >'.'1 Sechsklassiffe Realschule. PS Vorbereitung für aas Elnjlihir.-Examen. ÜAuHlRmierkisr«. Nenerbaute Waldschule! i -* Gegründet 1876. — Bitte genaue Adresse. Proi Preiswerte Herbst- u. Winterwaren habe ich in großen Posten eingekauft Bettücher weiß u. farbig 2.60, 2.45,2.15, I 90 Bettkolter in Wolle und Baumwolle ^15 8.50, 7.00, 5.70, 4.50, 3.75, Steppdecken in allen Preislagen Normal-Hemden ^00 4.00, 3.50, 3.20, 2.70, Normal-Hosen 130 normal-nosen ii 4.00, 3.60, 3.30, 2.80, 2.20, 1.60, I Normal-HautjacKen i .50,2.80,2.50,2.00,1.70,1.50, I 100 Neu eingetroffen: Damen- und Mädchen-Mäntel in allen modernen Stoffarten und Formen Herren-Hemden kariert, in allen Preisen Gestrickte Herren Westen in prima Qualitäten Sweaters für Herren und Knaben Leibbinden Kleider- u. Rock-Velours in hübschen Mustern Hemdenflanelle cn weiß u. farbig, Pfg. 80,65,60,55, U U Bettzeuge in Leinen, Kattun und Damast Pulswärmer Kniewärmer Prospekte durch Direktor Weber, Uj-uhv I Neuaufnahme 12. Ok . 1014. Herzogi. Braunschw. Baugewerkschule Holzmimlen. "SP Hochbau D X',r flS ‘ Tiefbau c .~„„ J.Schmücker Nacht. 5vmmenrn1err1cht 2. flprtl. Reifeprüfung. IDInterunterridjt 15. Oktober, vtetchderechllgi mit den Könlgl. Prcufc. Baugea’erkfd)ulen. Marktstraße 8 Telephon 496 Liefermtgsvergebmig Für die chirurg. Univ.-Klinit in Gießen soll ai dem Wege öffentlicher Ausschreibung die Lieferung vor 600 Ztr. Speisekartoffel, 10 „ Taseläpfel, 10 „ Zwiebeln, ♦ 8 „ Roterübcn, 10 „ Gelberüben, 5 „ untererb. Kohlrabi, 4 „ Meerrettich, 200 Stück Rotkraut, 300 Stück Sellerie, 500 Stück Lauch vergeben werden. Die Lieferungsbedingungen liegen an de Werktagen von 3 bis 5 Uhr nachmittags auf der Verwaltungsbureau offen. Angebote, verschlossen und mit entsprechend« Aufschrift versehen sind mit den Mustern bis zur Mittivlich, den 14. Müder l. Zs., vormittags 11 Hl! abzugeben. Die Zuschlagsfrist beträgt 8 Tage. Gießen, den 30. September 1914. Großh. Direktion der chirurg. Univ.-Klinik. P o p p e r t. 10220 Vergebung. Für die Großherzogliche Klinik für Psychisch und nervöse Krankheiten in Gießen soll die ßt ( ferung von 400 Ztr. ausgelesencn Speisckartoffeln, 10 „ Taseläpfel, 20 „ Weißkraut, 2 „ Meerrettich, 100 Stück Rotkraut, 100 „ Wirsing auf dem Wege der öffentlichen Ausschreibung ve: geben werden. Die Lieferungsbedingungen liege an den Wochentagen nachmittags von 3—5 Uf auf dem Verwaltuugsbureau offen. Angebote, verschlossen und mit entsprechende Aufschrift versehen, sind mit den einzurcichende Proben bis spätestens Mittivoid, den \l MM 1914, vormittags 11A auf unserem Bureau abzugcben, zu welcher Zr deren Eröffnung im Beisein etwa erschienene Interessenten stattfindct. Zuschlagssrist 3 Tage. Gießen, den 29. September 1914. Die Direktion: So m m er. IMM Fausfrmg Lanolin Seife Der Haut rutrÄgllchste, wohlfeilste Toilette- oeife.Stück 20 Pfennig. 3 Stück 95 Pfennig. Angefertigt vom langjährigen Fabrikanten der Pfeilringselfe: C. Naumann^ OfFenbach a.I I Hi] Jur Vermeidung von Verwechselungen »el Uvbeftetluns o«n Dermletongs- U»z«ioer> oder d-l. »ird dringend um Ang«o« derSn-eigennrrrnn^r gebe« Drrlag bts Gi«b-2lnz-igers 7-S-3iim.-W«h>. ßoÄi6errfdiaftL, I. Stock, mit allem Komfort, Zentrnibciz.. in ruhiger Lage und Nähe der Universität per L Oktob, zu vermieten. 8008 Emil Heinrich Müller, Ichilierstranc 20. | 6 Zimmer | Süd Anlage 15 I. eZimmer mit Bad und Veranda und allem Zubehör alsbald oder später zu verm. (100T52 Näherce Parterre daselbst. Lß-M,ze 38 tl Starf. ischöniie, sonnige Lage« 6 Zimmer m. Znbeb. sos. oder später zu vermieten. Näh. Scltcrowen 52 II. '°~ 1 ö Zimmer Wetzlar.WeglVIIL gegenüber des Babnboss, schöne 5 -Zim. Wobn., Balkon »sw. per Oktober zu verm. Näb. eint, tzr i edrich s tr. 14 I. [8027 Ariedrichitraiic 15 i. Stock u. Wilbelmstrahe 10 3-Stock je eine 5 Ztmm. Wobnnng mit Badezimmer, Balkon u. allem Zubcbör per Oktober zu vermieten. 8430 Näb. frankfurter gtr. 20. Sch. 5-Zimmer-Wod»ung m. gras,. Badezimmer r«.. alsbald od. später beziehbar, zu vermieten. 9474 Näb^ Wa lltorkt r ahe 75 v. 5 -ziiiimr-Wohinmi! sofort zu vermieten. slV000 Näh. E redne rltraiie 18 I. Eredncrstraiie 14 hübsche 5>Zim. Wobnnng nebst Zubehör, Martenanteil ec. zum 1. Oktober zu vermieten. 1"** Näheres Ooiinnnnftr. 14. Wobnnng. TI. Etage, von 5 Atmtne? nebst Bad mit Zubehör Kevlcrstrahe 11 v. sofort zu vermieten. 110831 Abermann St Kling. WegzugShnlber sch. 5-Zlm.- Wohn. 1. Stock, Bad, elektr. Acht, fof. z. verm. Schrift!. Angel'. u. 06988 a. d. Gien. An». Schöne r>=;iimmcrt»olm. mit Gartenaiueil zu verm. -°-"t H. Svies. Wefi-Ani. 87. 4 Zimmer | l-Zimer-Wch. preiswert zu vermieten. >9460 Walltoritrahe 32. 4-Zimmer-Wobnnna mit allem Zubehör per sofort oder später preiswert zu vermieten. Näheres Babnbos- straiic 65. Kontor. 748S Neubau Glanbrcchtstr. 9 2 neuzeltl. clnger. 4-Ziinmer< Wohnungen per sofort oder i sväter z. vermieten. Näheres Buchnerstrafie 2 II. |(B99 iWilbelmfirahe 6 I schöne 4 Zimmer Wobnnna. mit Zubehör v. sos. oder später zu vermiete». Näh. frnuk- surter Strahe 29. 19059 06W3> Ich. 4 Z>m. Wobn. z. verm . Marbnrae r Str. 69. .In m.Gartenh. Moltkcktr.2 i. d. v. H. Oberarzt Dr.Wccker- lina bewohnte Belct., 4 Z. u. Küche. ».verin.s'"'" ! Slilllin . Tchnlstraiie 11, Stadtpost, flernum. 4-Z!m. Wobnnng im Dachstock vor 1. Oktober zu vermieten. Näh Kokmeio- »ii-alt 14 od. b. »»»»rar Krau, Schulstrabe 11. 8092 l-Zimtk-Wli. mit Zubehör sofort zu vernr Friedrichirrafic 5. s10!18 Näheres daselbst II. Stock. Sdjönc 4 - 8 innncr=S 5 ol)n. mit Zubehör sofort zu vermieten. >10346 Babnbositr. 29. 8. St. 3 Zimmer Schön gelegene Mansardcn- wobn., besteh, a 3Zimmern mü Zubehör, an ruhige Leute v. 1. Oktober ». verm. 8195 Zu ersr. -Nord-Anlage 21 v. 927, Schöne 3-Zim. Wob una sosort oder später zu trm. Krosdorier Str. 11. chö»t 3 = 3 ira-= 3 §ohniin 5 1. Okt. Marbnraer Str. 27 > vermiete». >9807! Näheres Brauerei fbring. Lich. Sch. 3-Zi»i.-Wvhn. sos. ,z. o. Wetzlarer Wea »5 1. '06914 Lajnlgral-Philtpp-Plat* 10 ich. 3-Zim. Wobn. sos. z. verm. Näh. »rankt. Sir. 29. >10234 0708»! E-Ziwmer-Wobn. zu verm._Bruchstrabe 12. Marburg. Str. 76, 1 Tr.b. srdl. r Zim -Wobn. m. all. Zubeh. v. sos. zu vermleten. Kritz stremer, """ Mnrbnrger Str. 68. 8 Zimmer 06858!2-Zim.-Wobn. zuver- mietq». MarbnrgerStr.69. 06918! Schöne 2-Zim.-Wobnnna »u o. Neuenweg 42. lM4ISch.2-Z.-W^Nebenh.. zu verm. Kaiser-Allee 15 1. ^-Hnnmr-Achiung zu vermieten. 10295 West-Anl ag e 7. 070181 2-Zimmerw. m. Zub. i.soi.zuverm. Löwengasse 11 2 Zim-Wohn. i. Hinierb. Ä- v. Lichcr Str. 17. 07030 !>449i 2-Zim mcr-Wobnnna z.verm. Wcnstc>nnrabe l4. I Verschiedene \ '.'.Nein HanS. Marktvl. 7 m. groh. Laden, Wohnung, Lagerh. u. groben Kellrrrä»- me» ist aus 1 Avril 1915 zu vermielen. Auch kann das Anwelen unter günstigen Beding. käuflich erworben wer- bc:i. Näb. WUb. Orhlj W»,, Löberitratzc 8._>07009 Wilbelmftratze herrsch. 5 Zimmcrwobn. mit Bad, Garienanietl usw., deSgleich. bcrrlchaitliche 3-Ziinmrr- tvobuung mit Bad, Mädchenzimmer pv. zu vermieten. Näheres bei L. Altbofs und Liebigstr. 83, im Lad. 8301 Ott-Anlage 12. Elegante ä - Zimmer - Vchoiig mit Bade- und 2 Mansarden- zimmern. Weierftrahc. Neuzeitliche 3 - Ziinnitt - Wohnung mit Balkon u. Garten. >9900 Näheres Via», Ost-Aalaga 12. Sdiöne t-g-Zim.-Wohn. z. verm. -ä Nvrd An>.3II. 3- 2-, ii. 4-Zinimerwobn. zu vermieten. Wcbritm. Lredneritrabe 50. 8198 95401 2- oder 3-Zimmrr- wobnuna zu verm. ,'1i arbnraer Str. 3V. Schöne 3- u. 2-Z. Wobn z . v. Kailer-AIlee. 32 «9877 Die seither von dem verstorbenen Herrn Oberpostsekretär Kummich innege- hable Wohnung im 2. Stock meines ,Hauses, Schanzrn- strabe 22 Ecke West-Anlage, ist ver 1. zsanuar 1915 ander- tveltig zu vermieten. 110322 Moritz Strauft, Schanzeuftrabe 22. Grobe schön« Wobnnna Aliceitrahc 11 II. sofort od. später zu vermieten. >8017 Kleines Logis l an ruhige Person zu verm. Näh. Neustadt 11, i. Laden. Sch 2-Zlw.-V»h»..Kab. Gart. Bleichol.!«.,! F r» »kl. Slr.55. i<>70m Schöne 3-Zimmcr- wobnuna mit Zubehör alsb.z» oe rin. Tchütscnktr.5 103091 3-Zimniertvoblniilg -mit Zubehör losort od. später zu verm. Löberitrahc 6. fllcinc Solmung behör an alleinstehende zu- vcrläsügc Frau oder kinderlose Lente gegen Reinigung der Burenuräume p. 1. Nov. abzugebe». (10316 _ frie d richstrab« 8 V. 070211 Kl.Wohnung imHlh. Steinnrage 59 zu verm. 070321 .K l. Wobil.z. v. L ö w e n - gaffe 13. Näh. SeltcrSweg 56. Zinnnkr mit Küche SU verm. 10329 Süd Anlage 10 . | Möbl. Zimmer\ 6 ut möbliertes Zimmer «Schreibtisch, elektr. Licht» in. oder ohne Pension zu verm. Ost-Anlage 40 v ' I°>»7, A-renndl. möbl.Wobn u. Schlaszim. i. schön., freier Luge z. v. lll»«»reh»tr. 22 11. Nut möbl. Zimmer mit od. ohne Peniion zu verm. 0692t ___Ludwigfir. 4511. Nut möbl.Wobu u.Schlafzimmer zu vermieten, I»« Ste pbanktrabe 15 I. 06!»421 Eins, srdl möbl. Zim. z. verm. Babnbosfir. 59 II. Pen«Ion Brandl (DOT Ana. 1914 Pension Bellevue». Bebagl. inöbl. Zimmer. Zen- trnlheiz.. Bad. Tel. 1085. frcundl. möbl. Zimmer, Nabe den Kliniken, z. verm. 1029 1» W etzlare r Weg 69II. Schön »5hl. W»h»- ». Sohlat- »it>!»er ln gutem Hause zu verm. Näb. in der GeschäitS- ftellc d. G ieb- A nzeig. >1>6W1 6nt möbliert. Zimmer mit Schrelbltsch zu vermiet Seitenweg 52 II. 07036 Zwei Schlaiktcllcn frei. 07037 Nenenwea 5217. 10 481 Nnt möbl. Wohn- nnd Schlas'.immcr zu verm. Noctbcftrabc 52 p.. gegenüber der Universität._ | Läden u. dfjl. \ baden mit Wohnung Scheune und Lagerraum. 9340, Neustadt 4 1II. Onhini Mine der Stad,» sofort LU vermieten. Schriftl. Anfragen u. 10350 an den Gietzener Anzeiger erb. 07020t Anst.jg.Dicnümädch. gesuchtSrantturterStr.^S. Junger Mann oder auch Fräulein mit guter -Handschrift und durchaus bewandert im Rechnen zum ioiortigen Eintritt ans das Kontor einer bie- lägen Zigarrensabrik ge«ncht. Schitstliche Angebote unter Nr. 10277 an die Geschästs- stelle des Giehener Anzeigers erbeten._ Stellungsuchenden zur Beachtung Den veverbern um ausgeschriebene Stellungen wird dringend ? >era1en, ihren Angeboten keiner» ei Original-Papicre (Ieugnisse, Urkunden und dgl.) beizufügen. Wir können zur Wiedererlana» ung derartiger Papiere, sowie auch von Bildern nur ausnaLms» weife behilflich sein, weil un» die Auftraggeber von Offertanzeigen in den meisten füllen nicht bekannt sind Don wertvollen Dapieren dürfen den Angeboten stet5 nur Abschriften beigegeben werden. Verlag des Gießener Anzeigers LffeneLtellcilL^L d.Zettg.:DeutjchcBakan,«n- Poit, Eblitigcn 142. »85ls8 An verlässl, Mann oder Fran Warenvcrsand f. bestimmte» Bezirk zu vergeben. Berus u. Wohnort gleich. MonalSver- dienst390—596Mk„ je nach freier Zeit u. Leistung. Post- sach 125 Konstanz8. K.I,«« 07003) Tüchtiger, sauberer Aultreichcrackilie für sosort gesucht N.AIarcnS.Wcttlar, Soslenstrahe 29. Km töÄ. MerMK 10349» Möier'S Müble. Zuverlässiger Fuhrmann kann fof. eingestellt werden. 10321] MvicrS Müble. Erdarbeiter gesucht, Standenlohs 42 PIg. Svaien u, Schautel sind mit- i ubringen. 10290 , W.&A. Enrieh, Bangesehätt, Baust» Werk,, Himmelsbach" in Hlid«. Lehrling aus gut, Familie gegen Ber- giitung sofort gesucht. >10297 «. L»eb, Zigarrengeschäi«, Babubositranc 52». S-taatliches Bureau sucht Schrisil, Angebote u. 103341 an d, Giebener Anzeig, erb. Ein Lehrling aus ein Anwaltsbureau sos, »cs. LiebigitraKc 15. 110333 Suche j. t res», 15. Novbr. tnäftig. Mädchen das gut Wochen kann u. alle Hausarbeit versteht. >10246 sZahnbosstrahe 65 » III. Zuverlässiges Mädchen für Küche u. Haus alsb. ges. Frau Professor Kaiser L8b»r»lr»i»e 25. 110263 Suche Mädchen bei hohem Lohn. Krau Sovbie Dülser, gewerbsmähtge Siellcnver- mittlerin, Neustadt 50. 05073 Tüchtiges Hausmädchen z. bNov ges.Gr.Steinwcg23I. Zu sprechen 6—7 Uhr. 1U6975 per sosort gesucht. 07006 Schiffendergcr Weg 66 v. Brave«, solides Mädchen gesucht. Bermittlung n. ausgeschlossen. 07008 Noo ns tralte 6. 2 Trepp en. Kräftiges Mädchrn vom Lande gesucht. 10351 Bleichttratzc 23. gegen sofortige Vergütung gesucht. 10331 Lehrmädchen gegen Vergütung sos. gesucht. Kaufiian 8 Katz 61«Seg. j BahahttstraJ» 14. Steiien'gesifche $trf8uitriniöam®en) Il f: Stellung. Schristl. An geböte u. 06983 a. d. Oücii. Anzeig. AeltcreS Lüädch. i. Stelle als Ssnshiltkrill-Le'umer 06976 a. d. Gleh. Anzeiger. Jnugcs Mädchen a. achtbarer »>amllle sucht AnlangS- üclle, am liebsten zuKindern. schrisil. Angebote unt. 11620 an d. Giehener Anzelg. erb. Aelt.u. iüng. Mäd. m. g-Zeug. s. Stell. GewerbsmähigeSlcl- lenvcrmiitlerln Katharina Schmidt, Walllorsir.SSI l°^> 070351 AcliereS Mädchen, welches im Kochen u, Hausarbeit vers, ist sow. mehrere jüng. u, äll, Dlädch. such. Stellung durch K-rau Margarete Herr, gewerbsmähige Stcl- lenvermitllerin,Sonnenstr.6. l7-j.Mdch. n. Mdch. v.L-s. Stell. irranGertrud Weiheubach. gctverbSmählge Slellcuver- miillerin, Löwcngasse34, Ecke Bahnbofltrahe. 07038 Wegen Einziehung s. Herrn ein vorzügliches 07018 Arbeitspferd z. verk. Näh. b. J. Eaualhardi, Heiuhilheim bei Bieflen. Eine» schönen irrungsähigcn Simmenthaler >8952 Bullen sow.2SaanerZiegenböckchcn verkauil Ed. Lntz, Elpenrod 0idt89I Kräitlgcr, schöner SeinteÄtnbafÄ* Marbiirger Strahe 82. Schöner schwarzer Zwerg- spitz zu verknusen. !07011 _Goetbciirahe 46 B. ilfl Wolfshund (SRflbei mit Stammbaum und manniest, zu verkaus. 07025 Rödgen, Pabnbosstrahc 27 8ch,alb»B- b. Starhalslaabea v. b. L. HellaioU, Sleinstr. 31. Wegen Auf gabe der Bienenzucht sind Kaiser Alice 35 [ 1OTV folgende Gegenstände äußerst billig zu verkausent Ein Bienenbaus zum Auf- siellen von 16 Bienvölkern, 5 drei- und 2 vierctagigen Blenenwohnungen, 3 Stroh- körbe mit zusammen 8 lebenden Bienenvölkern, vollständiger Bau und Wintersulter. 1 Wabenzange, 3 Bienbau- ben,2Paar2mkcibandschube, eine TabakSpielse, zwei Enl» deckelungsgabcln, mehrere Absperrgitter, mehrere Filz- und Strohdecken zur Einwinterung, 1 Honigschleuder, über 100 Stück ausgebautc RDmchen, 1 Wabenlchrank, 1 Wabenbock, etwa 100 Stück unauögebauie neue Rähmchen. sowie sonstig, z, Bienenzucht gehörendes Material fürMmincnlSOM Wegen Sierbeiall billig zu verkauf.« 1 Büfett. Srrvier- tisch, üNuhbaumstilble, ein Klavier, ein kleiner Grld- schrauk, Svicael, Gas- lüiter. Teppiche usw. 110340 9!ähereS Liebigsir. 13 1. 96661 Alte Türen u.Ilsenster zu vrk. lliranksurtcr Ltr.29 070011 Einige gebrauchte Züllöfen zu mkuuskn. BiSmarckitrahe 4V II. 070231 Echöucr Füllose« sehr billig zu verkauscn. _ Neuen Bäue 16 p. Stück Apfelweinfässer abzugeben. 10313 Gustav Koblbcver. Hunnen Lentrsiisskr^ Frankl. Str. 11. Roggen- f alerstro!] u. Spreu ».nf.Blrh«n«loeh >8ehm«Uer. KoDiruku zu verkauscu 0541t Wcscritrane 9. Gute Eh-u.Eiumachbirnen billig zu verkaufen. 06970 Babubosürahe 26 H. Tafel-Birnen I reise, ieineSorten. ~ Psd. 1M. zu verk. Blcichstr. 29 II. tauch Hündin» zu lausen gef. Regierungsral Langcr- Biann, Marbgr.Slr.110. Suche einen kleinen od. auch starken Handwagen. >07000 Lontzstraüe2 II. Ankauf von Altciscn.Luinven.Knochen, Papier, Kupier. Messing. Zink. Zinn, Blei bei Louis '-iolhenberqer Ncueuwea 22. 183 Vci i;uhietleiifc*s liebe Angebote unter 06813 an den Giehener Anzeiger. A.ni dem Felde der Ehre starb am 28. August in Frank- j reich im 21. Lebensjahre unser braver, guter, streb- *■ samer und hoffnungsvoller Sohn, Bruder, Schwager, j Enkel, Neffe und Onkel Willi Jung* Lehrer. In tiefer Trauer: Familie Phil. Jung IV. Familie Otto Henkelmann. Heuchelheim, den 3. Oktober 1914. 10324 Feldpost-Briefe mit Zigarren i iimnn n iimii i mn i iim ii m i in ii i ii n i üii i miimmmi i iu)i i i nm i mmm i rum ii ii i j ummim ii i i versandfertig mit amtlich vorgeschriebener Adresse. ORIGINAL-HOLZVERPACKUNG 20 Stück — 250 Gramm in allen Preislagen, sehr empfehlenswert, da garantiert haltbar. Georg Todt • Zigarren-Versand Verkaufsstellen: Plockstrasse 11 u. Marktplatz 1 Telephon 539 (10352) Telephon 539 Handelsakademie Weimar Weimar, Sophienstraße 10. Statut gratis. Beschleunigte Spezialausbildung f. höhere kaufm. Positionen. 15651 D Privatunterricht und Nachhilfe in Griechisch, Lateinisch,Deutsch und Geschichte für alleKlas»., Eng- Häch und Französisch für Unter- u. Mittelstufe. Priv. Vorher, f. alle Schulklassen u.-Examina, speziell f.Matu- rnm n. Ergänzungsprüf. [ !1 * rir Rnoco Oberlehreri.P. Uf. riUKhB Goethestr. 31 Bürsten Rnsch iürdernder ntndem. Zeichenunterricht f. Dam. u. Herr- Schriftliche Angeb. unter 07012 a. d. Gieh. Anz. Wer übernimmt die Be- auisichtigung der Schularbeiten eines QuinianerS. AuchLebrerinangen. Off. mit PretSang. unter 07029 an den Giehener Anzeiger erbeten. Jlein JBsireaa befindet »ich vom 6. Oktober ab Liebigftrahe 13 JJ. Giehen. 3. Oktober 1914. Seipel, Gerichtsvollzieher. DuXBlrlsieren, Oednllerea Espfwaschen, in sevnrnt. Sabinen, mit den neuesten elektr. Trockenapparaten, Anserlig. von Zövscn, Haararbeilen zu den billigsten Preisen. »07013 Fr. E. 6reb, Spezial-Dtm.i- salor, SehalstraB» g. Modistin - empfiehlt sich im Ausarbeiten und Jlnierliaen neuer Hüte. Emmi EttcI.Bieichsir.39 III. oe »» 4 Ticnitmaun Sperling, Lieblsalrale 65 emvtiehit sich im Krautbobcln. ReparaTaren ao Maschinea sorgfältigst, schnell u. billigst H.Hansel. Lübcrstr. 19. i"” »X,,;, übernimm d. Be- sorgung von Pri- valhcizungen. Schriiiiiche Angebote unler 07017 an den Giehener Anzeiger erb. «tim-amiti S'äS Btcieseiü» veri. Geg. Bei. ab- zugeb. >06998» Liebigitr. 55 p. sschwarzer Dobermann» in der Richtung Annerod— Sicinbadt cniinus. Nachricht leicvh. erb. Roonitr.8. i>"°" L große DänifAe loggen zugelaufen. Dieselben können bei Forümarr Koch, Beuern, nbgeboli werden. 10330 Z»g«I. Daitteh* Schllarkhad. Abzuh.g fsunerg. n.Anzeige- gcbllbren Stcinstr. 4 71. Lvarkajsciibiilii WNi. abzng. Ludwiastr. 49 p. «""" 07039» Verloren schwarzes Plüschtuch Aiieebr. bis zur Allen Klinik. Geg.Belohnung abzugeben Aliceitrahe 121. Lreiwillige verfteigemng. DicnStaa. den 6. Oktober, nachm. 2 Ubr. versteigere ich -Neustadt 55 dahier gegen Barzahlung: 2 vollständige Betten, eine Plüschgarnitur, bestehend in Sofa, 8 Stühlen und 1 Sessel, 4 rot gepolsterte Stühle. 1 Kieidcrschrank, verschied. Tische, darnnie» 1 Bügeltisch, 1 dreiteilige Brandkisie, verschiedenes Porzellan, Gläser, Messer und Gabeln u. a. Suchen. Die Versteigerung findet bestimmt statt. >10323 Born, Gerichtsvollzieher in Giehen. waren, ^tnSerledcr, Kä«r, Aivmme, SimMfüp, LDkMtr usni. in bester Qualität emvnehit Wilh. Leichtwels vürstensabrikatio» Sonnenstrahc 18. I, 0 ibi Gaslampen und Gasherde einps. z. ganzbedent. herabgcs. Preisen 0»»793 Versteigerung. 1. Thörnea» Dienstag, den 6. d. M^ nachm. 2 Ubr, sollen dahier Walltorfir.6(Darmstädter Haus) die zu einem Photo- gravbcn-Geschäst gehörigen Gegenstände, beliebend in: Einem grohen Schau kaiien, einer gröberen Anzahl Hintergründe, mehreren Tmlssnd Planen sNegalivc», mchrer.Schrön- ken, sowie einer grähere» Llnznhl Kuverts, Knrtonß und vielem anderen, zwangsweise gegen bar versteigert werden. lNäbereS aus meinem Bureau.» 10342 Giehen, den 3.OkIobcr 1914. Seipel, GerichiSvollzieher. ÄnstallailonS-Gesdiäst, Lndwiaitraße 49. Versteil>crung. Montag, den 5. d. Mts., nachm. 2>/-Ubr, soll, dabirr, Walltorfirahe 9 tDarm- städtcr Haus): <10341 1. Eine vollständige, fast neue groh« Ladeneinrichtung. 2. Ein Kaflenichrank ein Kaffeebrenner, 1 Büfett, Nvei Kommoden, 1 Vertiko, ein Tevvich, 3 Stämme Eichenboi», 1 Kieiderschrnnk. ein Klavier, 10 Tasclaufiähc, 50 Ttzd.Bürsten u.Schrubber, 16 Bande BrockhnnL-Lertkon, 1 Schreidvult, 4 Mille Zigarren, 100 Miitbectsenster, eine gröhere Partie Schuh- waren, Haus- u.Küchengcrätc aller Slrt und zwei Wagen zwangsweise gegen bar versteigert werden, >10341 Versteigerung ad 1 findet bestimmt statt, und kann die Laden-Einrichtung Montag den 5. d, M von vormittags 10—12 Uhr besichtigt werden. (Näheres aus mein. Bureau.» Giehen, den3. Oktober19l4. Seipel, Gerichlsvollzieher. Tapeten! lfatorall-TapaUn o.ll Psg. an, Bold-Tapatea von 20 Psg. an m d. idiömt. u. neuest. Must. Man verLkoilcnsr.Piuilerb.78 9»>ir.7iezi»z,I,ttMsdar>. >>«»D ^ unter Preis. AnzahL von Mk. 5.- ÄkTepPichc, Vorlagen *fbr btU 10339a Statt besonderer Anzeige. Auf dem Felde der Ehre erlitt am 15. September den Heldentod fürs Vaterland mein innigstgeliebter ältester Sohn, unser guter Bruder Dr. phil. Ludwig Ho ffm ann Offizier-Stellvertreter im Landwehr-Infant.-Regt. 116. Im Namen der Familie: Frau Anna Hoffmann geb. Ihring. Giessen, 2. Oktober 1914. 07001 "Wir bitten, von Beileidsbesuchen abzusehen. Auf dem Felde der Ehre starb am 24. September den Heldentod fürs Vaterland in Frankreich mein inniggeliebter und herzensguter Mann, der treusorgende Vater seines Kindes, unser einziger Sohn, Schwiegersohn, Schwager und Neffe Karl Stein, Kaufmann Gefreiter der Landwehr im Reserve-Inf.-Regt. 116. Er war unser Stolz und unsere Freude. In tiefer Trauer: Frau Irma Stein Ww. geb. Kässmann Karl Heinz Stein Familie Heinrich Stein, Lonystr. 20 Familie Kässmann. Giessen und Dortmund, den 3. Oktober 1914. Den Heldentod fürs Vaterland starb am 24. September auf Frankreichs Erde unser treues Mitglied Karl Kühl Wehrmann der 8. Komp, im Reserve-Inf.-Regt. 116. Wir werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren. Deutschnat. Handlungsgehilfen-Verband Ortsgruppe Giessen. 10332V H'k i */7*' - •• *4 d -f ' Todes-Anzeige. Auf dem Felde der Ehre starb in Frankreich am 24. September den Heldentod fürs Vaterland unser innigstgeliebter, unvergesslicher Gatte, Vater, Sohn und Bruder Heinrich Römer Gefreiter der 6. Komp. Res.-Inf.-Kegis. 116 im 26. Lebensjahr. Die tieftrauernden Hinterbliebenen: Elisabeth« Römer und zwei Kinder Balth. Römer und Familie Ludwig Römer, Bauassistent. Lollar, Berlin, den 2. Oktober 1914. [10326 Auf dem Felde der Ehre starb in Frankreich am 25. September den Heldentod fürs Vaterland unser innigstgeliebter, unvergesslicher Sohn, einziger Bruder, Enkel, Bräutigam und Schwiegersohn Unteroffizier Heinrich Klein 2. Kompagnie Infanterie-Regiments ,.Kaiser Wilhelm“ Nr. 116 im 25. Lebensjahre. In tiefer Trauer: Familie Heinrich Klein II. Maria Will Familie Johann Heinrich Will III. Treis a. d. Lumda, den 2. Oktober 1914. ..... Am 18. September starb den Heldentod fürs Vaterland unser Reisender Herr Heinrich HüMerger Komp.-Feldwebel der 10. Komp. Landw.-Rgt. 116. Wir verlieren an ihm einen tüchtigen und treuen Mitarbeiter und werden sein Andenken stets in Ehren halten. W. & G. Schuchard. Nachruf! Am 18. September starb auf dem Felde der Ehre unser lieber Kollege Herr HeinrichHüttenberger Kompagniefeldwebel im Landwehr-Regiment Nr. 116. Wir verlieren an ihm einen braven treuen Freund und Mitarbeiter. dem wir stets ein ehrendes Andenken bewahren werden. 10354 Das Personal der Fa. W. & G. Schuchard Am 19. September starb den Heldentod sürs Vaterland nach Gottes Willen unser Hoffnungs- voller, unvergeblicher, einziger Sohn Ludwig Zahrf Reservist 3. Eskadron Drag.-Regt. Nr. 4 im 25. Lebensjahr. In tiefer Trauer: Familie Ludwig Babrt Elile Hoimann Familie Hoimanu, RSdgen Familie Christian Engclbardi, Hausen Familie Johannes Schmitt, Steiuberg. Haufen, den 3. Oktober 1914. „ m Am 8. September starb den Heldentod fürs Vaterland mein lieber Mann, unser guter Sohn und Bruder Philipp Biichtaleck Webrmauu der 12 . Komv. Jnf.-Regt. US im 33. Lebensjahre. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Biichtaleck. Familie Döbring. Grohen-Buseck, den 3. Oktober 1914. „ Gestern mittag 11 Uhr verschied nach kurzem, schwerem Leiden meine liebe Frau, unsere gute Mutter HeimttleMarleilgeb.Fi'aiih im Alter von 29 Jahren. DieS zeigen tiefbetrübt an 07002 Heinrich Marten und Kinder. Klein-Linden, den 2. Oktober 1914. Die Beerdigung findet Sonntag, den 4. Okl., mittags 12 1 /* Uhr, vom Trauerhause aus statt. Freitag, den 2. Oktober, morgens 9 Uhr, starb den Heldentod sürs Vaterland, Plötzlich und unerwartet, im Krankenhaus zu Betzdorf, unser lieber, unvergeßlicher, einziger Sohn und Bruder 10355 Ferdinand Jung Reservist der 6. Komp, im Infanterie- Regiment „Kaiser Wilhelm" Rr. 116 im 27. Lebensjahr. tiefer Trauer: Familie Jung. Henchelheim, den 3. Oktober 1914. Die Beerdigung findet voraussichtlich Sonntag nachmittag in Heuchelheim statt. ■ '' • Statt besonderer Anzeige. Am 22. August fiel im Kampfe fürs Vaterland unser herzensguter Sohn, mein einziger guter Bruder Grossh. Hess. Regierungsbaumeister Wilhelm Hess Leutnant der Reserve im Inf.-Regt. Nr. 8i. In tiefem Schmerz; Johs. Hess XX . Kath. Hess geb. Hern Georg Hess, Gouv.-Sekretär in Deutsch-Ostafrika. Leutn. der Res. 10304 Leihgestern, Morogoro, den 2. September 1914. En gros. En detail. Wcii-FMIl sür Studenten-, Schiller'. Svort-, Reise-, Auto-, Poiizcidicncr-, Bahn- und Militar-Müve». Richter-u.Psarrcrbareii». Z11I. LehrmiH Mützeninachermeistcr Babnbvistrabc 61. ♦ Fakirin* flüssiges Reinigungs-Vob- ncrmittcl bat 'ich. bestens bewahrt sür Parkett un° Linoleum. Adler-Droserla Seltersweg 39, Ollo Sek» 1 ^Feldposl- tn verschiedenen Grüben i^ 1 50, 250 Granit» und AE Vervacka. s« billig. Wiederverkauf, ncro. -a 0 Pipierhdl. Jung, SelteBW»