lit. 225 Der «leßener Anzelgee erschein! täglich, außer Sonntag?» — Beilagen: viermal wöchentlich OiehenerZamilieiidliittcr; -wennat wöchentl.llreis- dlattfürsen Kreis Sietzen (Dienstag und Freitag); zweimal monatl. rand- wirtschaftlich« Sciff ragen Fernjprech • Anschlüsse: für die Redaktion 112, Verlag u. Expedition 51 Adresse für Depeschen: Anzeiger «irtze». Annahme van Anzeige» für die Tagesnummer bis vormittags S Uhr. Erstes Blatt M- Jahrgang Hreitag, 25. September t9J| Bezugspreis: monatlich75Pf^ vierteljährlich Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen motiatlich 85 Ps.; durch diePost L!k.2.—oiertel- jährl. ausschl. Bestell^ Zeilenpreis: lokal!5Ps, auswärts 20 Pfennig. Chefredakteur: A Goetz. Verantwortlich für den polit. Teil: Aug. Goey; sür .Feuilleton", .Vermischtes" und.Gerichts- snal": Karl Neurath; für .Stadt und Land": Hotofimftttur b«ö Verlag der vrühl'schen Univ.-Yuch- »ns 5teiu-nuterei R. Lange, vedattion, Expedition und vrockerei: Zchulstrahe 7. Anzeigenteil: H? B-L Giehener Anzeiger General-Anzeiger sür Oberhessen Unveränderte Lage zu Lande. - Die Nachwirkung der Unterganges der drei englischen Panzerkreuzer. (WTB. MrotzesSauptgu artirr, 24. Septemb. (Amtlich.) Auf dem westlichen Kriegsschauplätze sind heute im allgemeinen keine wesentlichen Ereignisse eingetreken. Einzelne T c i l k ä m p f e waren den deutschen Waffen günstig. Aus Belgien und vom östlichen Kriegsschauplätze ist nichts neues zu melden. * . * Es ist nur eine scheinbare Waffenruhe in Frankreich eingetreten. Man darf nicht annekMen, daß die nächste große Entscheidung in einer Hauptschlacht zwischen Oise und Maas fallen werde. Denn in diesem Falle vergißt man, daß an Frankreichs Ostgrenze unsere Truppen nicht müßig geblieben sind. Die Festung Verdun wird im Grunde regelrecht belagert, und die schioere deutsche Artillerie, die seit längerer Zeit die Sperrfortlinie südlich von Verdun erfolgreich beschießt, kann plötzlich eine Lage schaffen, die mit einem Male das Schl acht c nbild verändert. Die deutschen Heere sind jetzt in der Rolle der Belagerer, und es ist an- znnehmen, daß immer mehr Kräfte hcrangezogen worden sind, uni diese Rolle wirksam durchguführen. Auch in Belgien ist die Lage ähnlich beschaffen. Mehrfach sind Ausfälle aus Antwerpen blutig zurückgewiesen worden, und vielleicht kommt der Tag, wo auch dort mit einem Schlage die Luft geklärt wird. Wir leben wirklich in keiner Zeit des ruhigen und langdauernden Mwartens, und wir können nicht ermessen, an welcher Stelle der Kriegsschauplätze die nächsten Tage oder Stunden eine Katastrophe heranführcn. Auch die blaue Göttin, die ewig bewegte, birgt in ihrem „unendlichen Schoße" vielleicht gewaltige Geheimnisse, die sich uns in nächster Zeit enthüllen. War das verwegene Meisterstück des deutschen Unterseebootes ll 9 nicht ganz unerwartet, wie ein Wetter, icher die Engländer hereingebrochen. Das Glück hat diesen Meerbeherrschern die Kugel umaedrcht. so daß die Wellen ihre Opfer forderten. In der engüschen Presse wird vorzugsweise der Umstand beklagt, daß so viele Seeleute ihren Tod gefunden haben, während der Verlust der drei Schiffe, die ziemlich veraltet gewesen seien, nicht sehr hoch anzusetzeu sei. Aber, so sagt ein italienisches Blatt ganz richtig, wenn an Stelle der drei Panzerkreuzer drei Dreadnoughts in der Nordsee gelegen hätten, wären auch sie dem Angriff des deiltschen Unterseebootes zum Opfer gefallen. Und ohne die Saat ist den deutschen Seeleuten die Ernte nicht erblüht. Die deutsche Marine weiß offenbar seit Jahren ganz genau, wie sie sich im Ernstfälle der englischen Macht gegenüber zu verhalten hat, und die Tatsache, daß man in England schon vom Rücktritt des Ma- rineruinister Churchill gesprock)en hat, sprüht deutlich genug vou englischer Enttäuschung. Wie war es denn mit der englischen Strategie zur See? Niemand hat davon eine rechte Vorstellung, und ein großes englisches Blatt hat bereits die düstere Meinung ausgesprochen, daß die Leitung der englischen Flotte es nicht zu Wege bringen werde, den erlittenen! Schlag durch eine siegreiche Seeschlacht wettzumachen. Die „Times" schlägt nun vor, die deutsche Küste mit Minen zu umlegen. Aber noch) vor wenigen Tagen hat der rede- .ustigc Minister Churchill in Liverpool vor vielen Tausen- »n geprahlt, daß die deutsche Flotte sich verkrieche, wobei 'r drohte, daß die englischen Schiffe, wenn das so weiter zehe, die deutsche Flotte auffuchen werden, „wie ein Bul- wag die Mäuse in ihren Löchern sucht". Dieses Bramar-t »asieren paßt nun aber schlecht zu dem Vorschläge der .Times". Wer wird Recht behalten? * . * Roch ein Bericht über den Untergang der drei englischen Kreuzer. (WTB.) London, 24. Sept. Tie „Daily Mail" meldet ber den llutergang der Kreuzer folgende Einzelheiten: Aboukir" wurde im Kohlenraum von einem Tor- edo getroffen. „Cressy" wurde durch den ersten ühuß nicht ernstlich beschädigt, obwohl die Explosion heftig »ar. Während die Rettungsboote ausgesetzt wurden, stand ie Mannschaft bei oen Geschützen und gab einen Schuß b auf das Periskop eines Unterseebootes, rs sich wenige Sekunden gezeigt hatte. Nachdem die Cressy"" von einem zweiten Schuß „tötlich"' gc- c offen war, warf die Mannschaft die Stühle und Tische »er Bord, um sich daran festzuhalten. Tie Besatzung der :ei Kreuzer zählte insgesamt 2734 Mann. Die ttebcrlebendcn. Sonbott,24. Sept. (WTB kkkuhtamtlich,) Aus Pm u i - : n wird gemeldet: Um 9 Uhr 15 Minuten ging cin Zug it Ucberlebenden von den britischen Kreuzern, welche nach rem Beschluß der Behörden während des Krieges in Am - Mbarn bleiben sollen, dorthin ab. 21 Verwundete, bar» iter ein Schwerverwundeter, werden in Pmniden bleiben, iter den lieberlebenden befinden sich 20 Offiziere, ein Sani- tsoffizier und ein Geistlicher. Tie englische Furcht zur See. (WTB.) London, 24.Sept. Die „Times" schlägt an- zlich des Untergangs der drei Kreuzer vor, diedcutsche äste mir einem Minengürtel zu umgeben, um r Feind einzuschließen. London, 24.Sept. (WTB, Nichtamtlich.) Die eng- 'chen Zeitungen besprechen den Untergang der Kreuzer. Sie beklagen mehr den Verlust der Mannschaften als der Schiffe, die einem älteren Typ angehörten, England müßte ebenfalls mehr Gebrauch von Unterseebooten und Minen machen. „Manchester Guardian"" sagt, man dürft den Verlust der Schisse nicht leicht nehmen. Hätten englische Unterseeboote in wenigen Minuten drei Kreuzer zerstört, so hätte man das eine brillante Leistung genannt. Das Urteil über die Tat des „U 9 “ in Italien. Rom, 24. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Die Vernichtung dreier großer englischer Kreuzer durch ein deutsches Unterseeboot machte hier ungemein großen Eindruck. Man gehl kaum fehl, wenn man sagt, daß dieser See- Erfolg für die Bewertung der deutschen Machtstellung durch die italienische Bevölkerung höher anzuschlagen ist, als die bisherigen bedeutendsten Landsiege. Daß die deutsche Armee die Fähigkeit zum Siegen haben würde, wurde hier ernstlich nie bezweifelt. Daß aber auch die Flotte in einer derartigen, England offenbar überlegenen Weise Englands Uebev- macht zu schädigen imstande ist, glaubte man hier nicht. Deshalb wird der See-Erfolg in ganz besonderer Weift cin- geschätzt und zugunsten Deutschlands gebucht. Die gestrigen Abendblätter, die die Ereignisse noch unter dem Gesichtspunkt der ersten Auslandsmcldiingen betrachten, nach welchen fünf Unterseeboote den Angriff ausgesührt haben und dabei zwei gesunken sein sollen, — das Berliner Telegramm, daß nur „II9"" gekämpft hat und heil zurückgekehrt ist, kam zu spät für die Abendkommentare — äußern sich wie folgt: „Popolo Romano"" schreibt: Für unsere Marine Hai diele Tat rnüer Berücksichtignug unserer maritimen Lage ganz hervorragende Bedeutung. Die Episode ist der sprmgende Pnnkt des Tages, während noch die 'Schlacht zwischen den Franzosen nnd den 'Deutschen ohne hervorstechende Veränderungen cmdauert. „Vita"" schreibt: Der Verlust dieser drei schönen Schiffe ist auch für die grandiose Flotte wie die englische fühlbar. Wer größer wie der materielle Schaden wird 'ür England der m o r a. lisch« Effekt fühlbar sein. 17 u<-»s> eboote haben diese dr Kreuzer angegriffen, weil sie nichts besseres vor sich hatten, aber sie hätten aus dieselbe Weise die stärksten Linienkreuzer angreifen und in gleicher Weise versenken können. Tie „Tribun a" meint: Die Vernichtung der englischen Kreuzer ganz nahe an der belgischen Mste beweist, daß die Anwendung von Unterseebooten im modernen Kriege, wenn sie von kühnen und geschickten peuten geführt werden, viel einschneidender ist als bisher, die Flotteniachverständigen glaubten. Die Höhe von Hpek van Holland ist einige hundert Merlen von der Ope- rationsbasis der deutschen Flotte entfernt. Es ist deshalb sür rms ein gewisses Wunder, daß die Unterseeboote sich so weit von der Basis entfernen nnd dabei eine so große Osieusiv- krast in den Meeresorin der Nordsee tragen konnten, der die englische von der holländischen Mste trennt. Tie russisch-englische Eifersucht. Berlin, 24. Sept. (Nichtamtlich. Priv-Tel.) Die ,,B. Z."" weidet aus Stockholm: Die „Now> o je Wre m ja" polemisiert in einem Artikel gegen die englischen Staatsmänner und macht ihnen zum Vorwurf, daß England nicht seine ganze Kraft bis zur restlosen Vernich-, tung der deutschen Militärmacht einsetze Offenbar sehe England in der Erhaltung des Deutschen Reiches ein nützliches Gegengewicht gegen die jetzigen Verbündeten, insbesondere Rußland. Auf eine Mine gestoßen. lWTB. Nichtamtlich.) Ein Schlepper ist am 24. September bei Grimsby auf eine Mine gestoßen und in die Lust geflogen, Sechs Mann von der Mannschaft wurden getötet. Des Vorgehen des Kreuzers Emden. London, 24. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Nach einer Meldung des „Daily Telegraph"" aus Kalkutta hat der Kreuzer „Emden"" der Handelsschifsahrt im Bengalischen Meerbusen einen Schaden von 18 Millionen zugefügt. * * * Tie militärische Lage Oesterreich-Ungarns. Wien, 24. Sept. (Nichtamtlich.) Im „Neuen Wiener Tagblatt"" schreibt ein militärischer Fachmann über die militärische Lage: Während in Galizien, von belanglosen Artilleriebeschie- ßungen abgesehen, sozusagen eine Art Waffenruhe cingr- treten ist, zeigen uns die amtlichen Meldungen aus der Drrna- Gegcnd rin höchst erfreuliches Bild der dortigen Vorgänge. Wir erfahren jetzt, daß trotz der im allgemeinen defensiven Kriegführimg gegen Serbien unsere prachtvollen Truppen über diesen Fluß weit ins Innere des Königsreichs eindrangen nnd in tagelangen erbitterten Kämpfen den Widerstand eines großen Teiles der serbischen HauMarmee zu brechen wußten. Aus den in dem amtlichen Bericht erwähnten Orten ist festznstellen, daß unser Heer aus Bosnien bei Zwornik die Drina überschritten hat nnd dann ostwärts aus den Ort Krupaw vorgerückt ist. Tie Serben hatten sich ans den Höhen nordwestlich dieses Bergstädtchens verschanzt. Als Mittelpunkt der ganzen serbischen Stellung galt der 890 Meter hohe Crnruch, genau in der Mitte zwischen Zwornik und >prupans. Immer schwieriger gestaltete sich die Lage der serbischen Armee, immer peinlicher werden sür die dortigen Mackchhaber die Kontraste zwisckpm der Phantasie und der Wirklichkrit. Vor kurzem wurden 14 000 Mann serbischer Kerntruppen in Urmien und um Banat vernichtet Jetzt werden auf dem Gebiet des Landes selbst weit stärkere Kräfte entscheidend geschlagen. Die Cholera fordert Tag für Tag zahlreichere Opfer. Die mazedonischen Banden stören empfindlich die Zufuhr nnd der Zar ist seinen Vasallen an der Save heute genau so wenig nahe, wie den Franzosen an der Marne. Heute dürste die Ernüchterung in Belgrad mit der in Paris wvhk bereits gleichen Schritt holten. Angesichts der klassischen deutschen Heldentat im Norden dürfen wir füglich aus jede nähere Erörterung der marittmen Herlekinaden verzichten, mit denen eine französische Flotte von vierzig Ern- heiten in der Wria vor ihrer Brnnnenvergistnng mif Pelagosa gegen den Leuchttnrm von Lissa Krieg führte. Die kurze amtliche Meldung sagt darüber so bezeichnendes, daß jeder Leser unschwer den dazu richtigen Kommentar sich selbst am besten zu liefern imstande ist. Flaue Stimmung in Serbien. Wie», 24. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Die „Südslaw. Korresp." meldet aus Ni sch vom 17. September: Ministerpräsident Paschitsch berief die Führer aller parlamentarischen Parteien zu einer Konferenz. Er wies ans die Notwendigkeit hin, daß in diesem Moment eine ans allen Parteien gebildete Regierung an der Spitze des Landes stehe, und forderte die Parteichefs auf, die bisher vergeblich angestrengte Bildung eines großen Koalitionskabinett es zu ermöglichen. Tie Konferenz verlief ergebnislos, da einzelne Parteiführer erklärten, erst mit ihren Parteiausschüssen beraten zu müssen. Die Versuche Pa- schitschs, das Kabinett durch die Aufnahme von Parlamentariern aller größeren Gruppen zu stärken, dürfte erfolglos bleiben, da auf keiner Seite Neigung besteht, dem Kabinett Paschitsch die Verantwortung für die jetzige Lage Serbiens abznnehmen. Namentlich die Fortschrittspartei sieht, daß ein vollständiges D eb ä cfe der österreichfeMidlichcn Politik der Dynastie und Paschitschs hereingcbrochen ist. Diese Ansicht wird auch im Lager der Sozialdemokraten und von vielen Jungradikalen geteilt. < ( Da in Risch die Cholera immer mehr um sich greift, verlassen sehr viele Menschen die Stadt. Es verlautet, daß der Hof und die Regierung die Uebersiedelung nach lle s küb vorbereiten. Täglich treffen in Msch große Senduivgpn vvn in russischer Sprach e erscheinenden Soldatenzeltuugan ein, welche ausschließlich Nachrichten über fortgesetzte russische, französische und englische Siege enthalten. Die „Südslawische Korrespondenz"" meldet aus Sofia: Die Blätter stellen fest, daß das serbischcPreßbureau, das bisher von täglichen Siegesmeldungen übersprudelte, sei! einigen Tagen keine Sicgesnachrichten mehr aus- gcbe. Die serbische Heeresverwaltung habe allen Grund, enb^ sich mit dem Märchen von serbischen Siegen aufzuhören. Wenn man höre, wie es den serbischen Truppen ans dem! Boden Oesterreich-Ungarns ergangen sei, und wie ungeheuer die Verluste der Serben in den früheren 'Kämpfen an der Drina gewesen seien, dann müsse man schaudernd erkennen, wie Rußland ein ganzes Volk seinen imperialistischen Gefühlen hingeopfert hat. Die Mörder des Erzherzogs Franz Ferdinand. Berlin, 24. Sept. (Privattclcgr.) Die „Voffische Zei- tung"' meldet aus Wien: Die Haupiverhandlung gegen den Attentäter Princip und Genossen findet Ende November in Serajewo vor dem Straffenat statt. Die Anklageschrift ist 500 Seiten stark, * * * Paris — ein Kriegshafen. Genf, 23. Sept. Paris ist ein Kriegshafen geworden. Seit einigen Tagen bemerkt man an der Alexanderbrücke eine kleine Flottille. Sie besteht aus fünf Schleppdampfern, die mit Eisenblech gepanzert und bewaffnet worden sind. Die Stenermannshänschen hat man mit Hilfe von Panzerplatten in eine Art Blockhaus für das Kommando nmgewandelt. Ws Bewaffnung dienen kleine Revolverkanonen nnd Maschinengewehre. Die Mannschaft der Flottille besteht aus Matrosen der Marine. Jeden sktach- mittag stellt sich ei» zahlreiches Publikum-auf der Mexanderbrücke ein, um die Flottille manövrieren und die Mannschaft bei der Arbeit zu sehen. Ein Steckbrief gegen Wetterte. Colmar, 24. Sept, (WTB. Nichtamtlich.) Das Kriegsgericht erläßt heute einen Steckbrief gegen den katholischen Priester nnd Redakteur Emil Wette rle aus Colmar, welcher flüchtig' ist. Gegen Wetters wurde die Untersuchungshaft wegen Kriegsverrats verhängt. Es wird ersucht, ihn zu verhaften und ihn in das Bezirksgefängnis Kolmar oder an die nächste Militärbehörde zu weiterem Transport auszuliefern. Gleichzeitig ist das gesamte Vermögen, welches der Genannte besitzt, oder welches ihm später anfällt, mit Beschlag belegt worden. Bier Millionen Paar Schuhe. Rotterdam, 24. Sept, Englische Schuhsabri - ken erhielten Aufträge sür vier Millionen Paar Schuhe, Davon entfallen 1 600000 auf das englische Heer, 2 000 000 Paar auf die Franzosen und 500 000 Paar auf die Belgier, 38 «0« Eiserne Kreuze. Wie die Frfft. Ztg. hört, konnten in diesem Feldzüge bis jetzt etwa 38000 Eiserne Kreuze erster und zweiter Klasse verliehen werden. Die vor dem Feinde verliehenen Orden und Ehrenzeichen können beim Tode des Inhabers den Hinterbliebene» aut deren Wunsch belassen werden. Auch ist gestattet, diese Auszeichnungen auf Wunsch der Beteiligten in den Kirchen auszubewahren. Tic Menschenfrenndlichleit deutscher -lerztc. Ro tterdam , 24 Sept. Die „Tint e s" crtnrften einen Brief einer englischen Dame aus Offen ine, ine den bent schen Militärärzten wegen der liebevollen Pflege englischer Verwundeter hohes Lob zollt Die englischen Soldaten Istitten selbst erllart, daß nach der Schlecht von Mons wohl kein einziger der verwundeten englischen Soldaten ohne die Hilfe der deutschen Merzte am Leben geblieben wäre. Ten Engländern entkommen. Aus dem Feldpostbrief eines inzwischen mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichneten jungen Juristen: 58. C., den 2. September 14. Liebe Eltern! Ich schreibe im Bette eines von dem Chirurgen dieses Städtchens eingerichteten Feldlazaretts. Es gehl meiner Wunde gut. Der Arzt meinte beute, in 14 Tagen könnte ich wieder gesund sein. Die Sorbe selbst kam so: Gestern war eine französische Kavalleriedivision in einem Walde bei C. gemeldet. Unsere Diviswn sollte ihr den Rückzug abickmeideu. Sch sollte hierzu die Patrouille von der Spitze unseres Regiments bilden, das die Tete der Division hatte. Mein Rittmeister hatte mich noch instruiert, wobei er schon sagte: >,Die Sache ist nicht ganz ungefährlich!" Noch bevor ich einen engen Weg. besser Fußsteg. an der Spike vorbei ritt, machte diese kebrt. weil oben an der Wegcbiegung alles voll von englischen Schüben stand. Nun schrie unten der Maior: „Einer vorreiten, sehen, wieviel!" Ich führte die Patrouille vor der Spitze, und galoppierte allein hinaus. wie ich mir eigentlich hatte sagen müssen, in den Tod. Oben stürzte mein Pferd sofort, von — ich weih nicht wie- biel _ Geschossen getroffen, und es wurde immer mehr ans mich und das Pferd gesckzossen. Dieses wälzte sich auf mir. Schließlich kroch ich ans dem Geschoßregen hervor ins Gras seitlich, blich aber nanz betäubt liegen. So wurde ich. vom Blute meines Pferdes überströmt, von den ,ehn Schritt entfernten Engländern gefangen genommen. Die hielten mich für schwer verletzt und übergaben mich den Bauern von C ... zur Bewachung. Bor denen spielte ich ebenfalls den Schwerverwundeten: sie zogen mir den Rock aus, ich liesi mir meinen Stiefel ansziehen, den anderen hatte kf> unter dem Pferd nickt l-ervorztthm, können. Rim sckleppten sie mir die einzelnen Sacken von meinem Sattel herbei, soweit die Engländer nicht alle? beiseite geschafft hatten. Daraus lieb ich mich zum Pferde von den Bauern lrinführrn. lim das tote Tier tuxf,' einmal zu sehen. Daher gab ich ihnen einen Stotz und entfloh, barfuß. in Hemd- ärme'n, ohne alle Waffen. Ich lief zur deutschen Gefechtsseite, erhielt rm Walde den Sck.uk. und scklevote mich noch etwa eure halbe Stunde nn-iter, bis ick in die Nähe unserer Schützen kam, die nun ihr Feuer aus mich richteten, so daß ich mich einfach glatt aus die Erde legte, lmt nicht noch einmal getroffen zu werden. Am Ende dieses Gefechts war ich gerettet. Aus einer Bahre wurde ick' nach E . . . grbracktt. Am 3V. August, nachmittaqs um i/,4 Uhr, nahmen die dentüchen Heere Tetenrickitung aus P. Ich habe im Kriege vieles Grotze und Schöne an Menschen und Dingen erlebt, über das ich mündlich berichten will." Euer Hans, Der Schreiber dieses Briefes ist inzwischen zur Front zurückgekehrt. Tie marokkanischen Krieger. Rom. 24. Sept. Der Kriegsberichterstatter des „Cor- riere della Sora" berichtet von den Schlachtfeldern in Frank-- reich: Einen überaus pittoresken Eindruck machen die marokkanischen Truppe» mit ihren bunten Farben. Die armen Kerle leiden indessen sehr unter der Kälte und- hocken fröstelnd hinter iedem Mäuerchen. um sich vor dem Winde zu schützen In der Richtting nach Soissons ist vollends die Hölle los. In B i l l e n c u v e haben die Engländer schwere Arttlkerie ans- gestelli und bald treten die lang wms in Aktton. Aber schon erwidert eine deutsche Batterie mit dämonischem Feuer. In der Stadt Soissons waren alle Berttcter der Behörden geflohen, sie waren die ersten, die die Flucht ergriffen. Als die Deutschen ankamen, war nicht einmal mehr der Bürgernrrilter da. D a t r a t e i n e F r a n vor und sprach zu dem deutschen Kommandanten: Ich vertreteden Maire von Soissons und übernehme alle Derontworttina seines Amtes ans mich. Die Dame richtete sich darauf im Rathause ein, verfügte wegen der Reguisition, verteidigte die Rechte der Einwohner und schützte deren Eigentum. * . * Hindenburg an seine Soldaten. Berlin, 24 Sept Die „Kvnigsberger Hcrrtungsche Zeitung" veröffentlicht folgenden in Insterburg am 15. September erlassenen Tagesbefehl des Generalobersten v. Hindenburg an seine Ostarmee: „Soldaten der 3. Armee! Ihr habt neue Lorbeeren um Eure Fahnen gewunden. In zweitägiaer Schlackt an den masu- ^ncken Scen und in mehrtägiger rücksichtsloser Versolgung durch Titianen hindurch bis weit über die russische Grenze binaus hobt Ihr nun ai»ck die letzte der beide» in Ostpreußen eingedrunqenen feindlichen Armeen, die aus dem 2.. 3.. 4., 20., 22 Armeekorps, dem 3. sibirischen Armeekorps, der 1. und 5. Schützenbrigade, der 53., 54.. 56.. 57., 72. und 76. Reservedivision, der 1. und 2. Gardekavolleriedivision bestehende Wilnaer Armee nicht nur geschlagen, sondern zerschmettert. Bis jetzt sind mehrere Fahnen, etwa 30000 unverwundete Gesa ngene, mindestens 150 Geschütze, viele Maschinengewehre und Mnnittonskalonnen sowie zahllose Kriegssabrzenge auf den weiten Gefecktsseldern ansgebracht worden. Die Zahl der Kriegsbeute nimmt aber immer noch zu. Eurer Kamvfesfrcudigkeit, Euren bewundenmgswürdigen Marschleistungen und Eurer glän- : enden Taplerkeit ist dies zu danken. Gebt Gott die Ehre, er wird auch ferner mit uns sein. Es lebe Seine Majestät der Kaiser und König! Der Oberbefehlshaber: v. Hindenburg, Generaloberst." Nikolai Nikolajewitsch' Flucht aus Insterburg lieber den Aufenthalt des Großfürsten Nikolaus Niko- lajewitsch und des Generals Rennenkamps in Insterburg »nd ihre Flucht berichtet der „Königsberger Anzeiger" folgende Einzelheiten: „In dem „Dessauer Hof", in dem der Großfürst Nikolai Ni- kolajewitsch und General Rennenkamof gewohnt haben, — der Großfürst verabschiedete sich von dem Wirt mit den Worten:„JnvicrzehnTagensehenwiruns wieder!" — sieht man jetzt mieber deutsche Uniformen Der Wirt des „Dessauer Hofes" hat in den neunzehn Tagen, in denen der russische Generalstab bei ihm wohnte, sehr interessante Erfahrungen gemacht. Als das Oberkommando im „Dessauer Hotz' Wohnung nahm, wurde zuerst das ganze Haus nach Bomben abgesucht. Die im Keller liegenden Kohlensäurellascheu hielten die Russen für — Höllenmaschinen und ließen sie weit hinaus auf einen freien Platz bringen. Erst als ihnen später das Bier nicht mundete und der Witt die nöttgcn Erklärungen gab, wurde eine der Flaschen unter starker Bedeckung berbcigeholt, und die Russen überzeugten sich von der Ungekährlichkeit der „Bomben". Natürlich haben die Russen im Hotel sehr gut gelebt, der Sekt floß in Strömen, unb der Adjutant des Generalissimus Großfürsten Nikolai Nikolajewitsch, Oberst v. Grämen, forderte von dem Witt, daß er die Kellner durch Damenbedienung ersetze. Als General Rennenkampf bei seiner Rückkehr ins Hotel von dieser „Neuerung" erfuhr, war er nicht sonderlich davon erbaut und schtte: „Hinaus mit dem Weiberpack!" Die russischen Ofsiziere gaben sehr viel Geld aus. Als schließlich dem Adjutanten des Großfürsten cs an Geld mangelte, blieb er die Hotelrechnung schuldig, und versvrach t em Wirt, für den Bttrag Kolonialwaren zu schicken. Als die Waren in die Nähe von Insterburg kamen, hatte jedoch schon die russische Herrschaft ihr Eiwe erreicht und die Bagage fiel in die Hände der deutschen Truppen. Der Abzug der Rufi»» oottzog sich ziemlich rasch. Großfürst Nikola Nikolajewitsch und General Rennenkamps verließen ziemlich hastta Insterburg, aber noch in Uniform Erst in Gumbinnen legten sie Zivilkleider an. Die wenigen russischen Patrouillen, die noch in Insterburg weilten, warfen, als deutsche KavaUette anrückte, die Gewehre hin, und ergaben sich. Das Moratori,wr in England. London. 24.Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Die Regierung hat beschlosien, das Moratorium am 4. Oktober aufhören zu lassen. Deutsche Ausfuhr von Zucker nach Norwegen. E h r i st i a n i a , 24. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Heute ist hier die erste deutsche Zuckersendung seit .Kriegsausbruch eingetrofsen. Bis morgen dürste sich die Einfuhr iauf eine halbe Million Kilogramm belaufen. Man erwartet eine Herabsetzung der Maximalpreisc für Zucker. Aus Südafrika. London, 24. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Aus Nairobi wird vom 21. September berichtet: Eine deutsche Truppe, deren Stärke unbekannt ist, hat am 19. September im Doi-Distrikt einen Posten 20 Merlen von der Grenze angegriffen Nach einem stundcnsangen scharfen Gefecht zogen sich die Deutschen unter Zurücklassung von Toten zurück. (Notiz des WTB: Es dürfte sich dabei um farbige Soldaten handeln, die Verluste der Engländer sind nicht angegeben.) Au» Stadt und Canfit Gießen, 25. September 1914. Die Zahlung der WohnnngSmieten. In der Oeffentlichkeit und in der Presse sind Zweistl darüber ausgttauckt, ob während des Kriegszustandes die Verpflichtung zur Zahlung der Wohnungsmieten .fortbesteht, lieber die Ans- fasfung der Zentralinstanzen erfährt das Wolff-Bureau dazu folgendes: Die Kriegszeit bestcst den Mieter einer Wohnung nicht von der Verpflichtung zur pünktlichen Zahlung des Mietzinses, und die Nichtzahlung zieht mit gewissen Einschränkungen, die zur Vermeidung von Härten getroffen .sind, auch während des Krieges rechtlich die gleichen Folgen nach sich, wie in Friedcnszeiten, nämlich die Klage aus Zahlung rmd aus Räumung und gegebenenfalls dre im Zwangswege durchgesührte Exmission Es würde mit der Auirechterhaltung des gesamten Wittschastslebens unvereinbar sein, auf einem prattisch so bedeutsamen Gebiete ohne weiteres und ohne gleichzeitige Regelung aller Folgen eine Durchbrechung des bestehenden Rechts anznerlennen. und es muß als gewissenlos bezeichnet werden, wenn in der Oesfentlcchkert immer wieder die Behauptung ausgestellt wird, daß die Kriegs zeit die Verpflichtung zur Mietszahlung ausschöbe. Ganz abgesehen davon, daß damit den wirllicben Interessen des einzelnen wenig gedient sein kann, da es sich in diesem Falle naturgemäß mir um eine Stundung, nicht aber um einen endgülttgen Erlaß der Zahlung handeln würde, ist es auch ohne weiteres offensichtlich, daß die Befreiung des Mieters die Zahlungsunfähigkeit des Vermieters, der Verzug des Vermieters in der Zahlung der Hypothekenzinsen wiederum die Leistungsunsähigkeit des Hnpotkekengläubigers nach sich ziehen kann, und daß so in weitgreisender Wechselwirkung das ganze Wirtschaftsleben beeinflußt werden muß, letzten Endes wieder zum Schaden des Heineu Mannes, der an der Ausrechterholtung der wirtschaftlichen Ordnung .ein starkes Interesse hat. Es ist ein wittschasttiches Unding, den Satz proklamieren zu wollen: Jedermann kann ruhig wohnen bleiben, auch wenn er seinen Berpslrch- tungen aus dem Mietsvettrage nicht nachkommt. Ein solcher Grundsatz würde nicht zuletzt von denen ausgenutzt werden, welche durchaus zahlungsfähig sind, würde die böswilligen Zähler geradezu züchten und die Gutwilligen schädigen. Zum Schutze der Gutwilligen andererseits, welche beim besten Willen nicht oder nicht in vollem Maße ihren Zahlungsvflichten Nachkommen können, haben die wittschastlichen Kttegsgesetze des Reiches Borschristen gttrosfen, die Hätten auszuschließen geeigntt sind. Hierhin gehött zunächst das Gesetz, betreffend den Schutz der infolge des Ktteqes an Wahrnehmung ihrer Rechte behindetten Personen. Mitter, die selbst am Kriege teilnehmen, können während des Kttegszustandes nicht zur Zahlung oder Räumung der Wohmmq verutteilt werden. Auch die nicht im Kttege befindlichen Mitter werden gegen Unbilligkeiten durch die Verordnungen über die gerichtliche Bewilligung von Zahlungsfristen und über die Folgen der nicht'recht- zeittgen Zahlung einer Geldforderimg geschützt: wenn ihre Lage es rechtfertigt und dem Vermitter kein unverhältnismäßiger Nachteil daraus entsteht, kann solchen Mittern, falls sie auf Zahlung des Zinses gettchtlich belangt werden, ein Zahlungsaufschub bis zu drei Monaten bewilligt werden. Aber selbst wenn alle weitrrageirden Machtbefugnisse der Ge- ttchte nicht zur Beseittgung aller Hätten ausrttchen sollten, liegt siir den nicht zahlungsfähigen Mieter noch kein Grund vor zu verzagen. Denn letzten Endes ist es Pllicht der Gemeinden, den Bedürftigen Obdach zu verschassen. Daß die Gemeinden dieser Pflicht gegenüber denjenigen, die sie rechtzeittg in Anspruch nehmen, in befttedigender und weitherziger Weise Nachkommen, dafür wird seitens der Auffichtsbehörden mtt allen Machtmitteln Sorge getragen werden. •* Ritter de? Eisernen Kreuzes im 116. Ins.» Regiment. Von den Offizieren und Sanitätsoffizieren de? Infanterie-Regiments Kaiser Wilhelm erhielten das Eiserne Kreuz: Oberst Schimmelfennig, Hauptmann Poly, Oberleutnant und RegimentSadjutant von Eisenhart- Rothe, Leutnant Madlung, die Stabsärzte Dr. Poly, Dr. S o b i n z 8 k i und Dr. Büchner. "Die Verlustlisten. Das Kriegsministerium veröffentlicht folgende Bekanntmachung: 1 Die Verlustlisten werden nach Eingang beim Zeutraknachweisbu-reau des Kriegsministeriums b a l d m ö g l i ch st veröffentlicht; eine Zurückhaltung derselben findet nicht statt. Infolge des überaus raschen Borschreitens der Arincen sind die Truppenteile selbstverständlich nicht in der Lage, die Listen sogleich nach einem Gefecht einzureichen. daher öfters ein verhältnismäßig spates Eintreffen in Berlin. Don mehreren Regimentern nsw. sind bis jetzt überhaupt noch keine Verlustlisten eingegangen. 2. Die Namen der Gefechte werden von jetzt ab. soweit sie mit Sicherheit bekannt sind, in den Verlustlisten angegeben werden. 3. Die bei den Namen der Verwundeten nsw. angeführten Orts- und .Kreisnamen beziehen sich auf den Geburtsort des Betreffenden. ** Prinzessin Elisabeth-Gedächtnis-Sven de. Bei der diesjährigen Verteilung der Zinlen der Prinzessin Elilabeth- Gedgchtnis-Evende haben die illeinkinderschulen zu Griesheim, Hirschhorn. Nieder-Beerbach, Sprendlingen i. St., Bingenheim, Burkbardsselden, Butzbnch, Nidda, Ober-Wöllstadt, Rödgen und Framersheim Zuwendungen erhalten. " lieber gerin gsügige Ge Wichts ü b e r s ch r e i- tu>>gen bei den Feldpostbriefen, deren Meistgewicht bestimmungsgemäß 250 Gr. betrügt, werden die Postanst.ttten fortan hinwegsehen. Landkreis Gießen. Li ch, 24. Sept. Seit einiger Zeit sind «rnch hier etwa 30bis40ve rwn ndete Soldat en nntergebracht, darunter auch einige Licher. Als Räume stehen dem hiesigen Vereinslazarett, das vom Ortsverein des Roten Kreuzes unterhalten wird, die Ackerbauschnle, das Spital! und die Kleinkinderschnlc zur Verfügung. Die Pflege haben Schwestern und freiwillige Pflegerinnen übernommen. — Durch Aehreniesen hat die Schuljugend den cnchchnvichlen Erlös von über 300 Mark für das Rote Kreuz gesammeft. Einen hübschen Beitrag haben auch die Schüler des Borseminars für das Rote Kreuz zusammengebracht, indem sie auf ihrem Spielplatz und anderen ihnen überlassenen Wiesen das Gras geinäht und zu G r u m m e t gemacht haben, das dann zngirnsten des Roten Kreuzes verkauft wurde. Kreis Frirdberg. # Friedberg, 24. Sept An der städtischen Potzhtech« »if-chen Lehranstalt Fttedberg bei Fvankfutt a. M. sind für Söhne gefallener oder invalid gewordener Deutscher 20 K riegs-Studienfreistellem geschaffen worden. Den Zhr- habern dieser Stellen soll die vollständige AnsbiDung zum Ingenieur oder Arckxitekt gänzlich cm entgeltlich gewährt werden. Durch diese Pergünsttgung soll jungen Leuten, die sich dem Studium der Technik hatten widmen wollen, die Erreichung ihres Zieles auch dann noch ermöglicht bezw. erlttchtett werden, wenn sich die Vermögen-Verhältnisse der Familie infolge des Krieges, durch den Tod oder dje Invalidität ihres Oberhauptes verschkech. tert haben. Bedeuttt doch der Erlaß der gesamten Ansbildunqs- kosten für den einzelnen Empfänger bezw. dessen Angehörige eine Ersparnis von nicht weniger als rund 1000 Ml., die Normalerweise für die teckmisckze »Berufsausbildung autznwenden ist. Bewerber rrm diese Stellen, die im Besitze des Einjährig-Freiwilligen - Berechttgungsschttnes sind, haben sich unter Vorlage der zur Beurteilung ihrer Würdigkeit erforderlichen Nachtmise an die Xi» rektion der städtischen Polytechnischen Lehranstalt Friedberg zu wenden. In UebereinstttntMing mit dieser nackiahmenswerten B» tättgung hat die genannte Lehranstalt — wohl als erste unter den nichtstaatlichen Bildungsstätten — beschlosien, fortab Angehörige der mit Deutschland kriegführenden Staaten von der Zu- lasffrng zum Studium gänzlich a u s zu s chl i e ß e n. Letzte Nachrichten. Eine vaterländische Kundgebung der Ausländsdeutschen. (WTB.) Berlin, 24. Sept. (Nichtamtlich.) Im Abgeord- netenhausc fand heute unter der Teilnahme der Kronvrinzcssin eine vom Verein sür das Deutschtum im Auslande ausgehende vaterländische Kundgebung der Ausländsdeutschen statt. Der Vorsitzende. Staatsminister v. Heutig, brachte ein dreifaches Hurra aus den Kaiser aus. Alsdann hielt Geh. Oberjustizrat Professor von Gierke eme Ansprache, in tyelcher er die Hoffnung ausdrückte, Deutschland werde, obwohl vou^ Feinden umringt, seine Freiheil und Unabhängigkett behaupten' und sicherlich den Tieg erringen, da es für seine Unabhängigkeit und Freiheit, Kultur und Zivilisation kämpft. Eine Anzahl voir aus dem Feindesland vertriebenen Deiitscben erzählte daraus ihre Erlebnisse. Dann ivurde eine Entschließung angenommen, in welcher es heißt: Wir bauen stst darauf, daß die beispiellose Hingabe der kämpfenden Brüder in Heer- rmd Flotte rnrd daß die Einsetzung der ganzen deutschen Volkskraft der heiligen Sach« zum «siege verhelfen wird. Vom Bundesrat. WTB. Berlin, 24. Sept. (Nichtamtlich.) Der Bunde s r cr t hat die W c ch s e I p r o t e st f r i st e ii für Elsaß- Lothringen, Ostpreußen unb gewisse Teile TSeftpreußens im Anschluß, an die Verordnungen vorn 6. und 28. August, sowie vom 8. September abermals um dreißig Tage verlängert. Tie Verlängerung bezieht sich wie früher aus alle Wechsel oder Schecks, die in den genannten Bezirken zahlbar sind. Die Inthronisation des Erzbischofs von Posen-Knesen. (WTB.) Posen, 24. Sept. ^Nichtamtlich.) Die Inthronisation des Erzbischofs fand heute nachmittag in feierlicher Weise statt. Die kirchlichen Vereine und Gttverke bildeten mit ihren Fahnen und Llbzcichen von der Marienkirck>e bis zum Dome Spalier. Kurz vor vier Uhr begab sich der Erzbischof üi Begleitung seines Geheimsekretärs und je eines Prälaten von Posen intö Gncsen im Galawagen zur Marienkirche. Im Augenblick der Abfahrt begannen die Festgeläute der Tomkttche, in welche die Glocken sämtlicher katholischer Kirchen von Posen einstimmten. Beim Eintritt in den Dom begann der Domchor den Gesang „Ecce sarerdos". Der Zug begab sich dann in die Sakramentskapelle und von dort zum Hochaltar. Daraus begab sich der Erzbischof znm Thron und nahm daraus Platz. Domherr Dal bar verlas von der Kanzel die laternisciie. polnifche und deutsck>e Ernennungsurkunde. Sodann erfolgte die Hrüdigmig durch das Domkapitel und die Geistlichkeit. Vom Ehore wurde unterdessen das Tedeum gesungen. Der Erzbückzos trat dann an den Altar, sang ein Gebet zu den Patronen der Tvmkirche rmd ettettte zum erstenmal den erzbischöftichen Segen. Der neue Erzbisckzos stifttte sür wohltätige Zwecke 3000 Warf, wovon 750 Mark sür das Rote Kreuz und .750 llUrk sür die Hinterbliebenen der Gefallenen besttnimt sind. Eine weitere Feitt sowie Festessen finden wegen der Kttegszeit mcht statt. Der Sultan an den Kaiser. (WDB.) Konstantinopel, 24. Sept. iNichtamtlich.) „Ik- dam" meldet: Der Sultan richtete anläßlich der Verwundung des Prinzen Joachim ein sehr herzliches Telegramm an Kaiser Wilhelm, wttches der Käser ebenso herzlich dankend erwiderte. Eine amtliche Meldung der Franzosen. (WTB.) Paris, 24. Sept. iNichtamtlich.) Amtlich wird gemeldet, die Lage sei unverändett. Eine beigefügte Note erllärt, daß die Schlacht auf einem großen Teil der Front den Charakter eines F e st u n gs k ri eg es aimehme, was die Langsamkeit des Borrückens begreiftich mache. Der „Temps" erscheint wieder in Paris. iWTB.) Genf, 24. Sept. (Nichtamtlich.) „Journal dc Ge- neve" meldet: Der „Temps" erscheint seit dem 23. September wieder in Paris. Italiens Neutralität. (WTB.) Mailand, 24. Sept. (Nichtamtlich.) „Corttert della Sera" meldtt aus San R e m o: Die ttalienische Regierung, welche erfahren hat, daß an der französisch-italienischen Grenze französische Werber junge Italiener für den Heeresdienst in Frankreich anwerben, und daß viele junge Männer abwandern, hat strengeMaß nahmen getroffen, um eine wettere Abwanderung zu unterbinden. Aus Albanien. (WTB.) Rom, 24. Sept., 7 Uhr abends. (Nichtamtlich. Die „Agencia Stcfani" meldet aus Durazzo: Heute versammelten sich 28 Senatoren, die durch die Teputatton Albaniens mit Ausnahme derjenigen von Alessio und Epirus vorgcschlagen worden waren, und wählten mit 19 Sttmmen Mustafa Bei zum Präsidenten. Der Senat übernahm die Regierung von Albanien bis zur Ernennung eines neuen Fürsten. N wich Behörden für die verschiedenen Dienstzweige. Gouverneure »ich Beamte ernennen. Eine Einiginig mit den anderen Distnkten von Illbanien gilt als nahe bevorstehend. Ein schlechter Twst der Engländer. WTB. London, 24. Sept. (Nichtamtlich.) Das Reuter» sche Bureau meldet aus Sydney, daß nach dort einge» aangenen Berichten die deutsche Fnnkenftation Mü der Insel Nauru zerstört ist. — Die „Times" feftret- bei, über die Vernichtung der britischen Kreü' z e r: Der Vorfall weist auf die Möglichkeit hin, daß die jetzk gebräuchliche Art bei den Rettuilgsarbeiten für ff"* ke nde Schiffe geändert werden muß. Die Retttingsarbtt- teu werden vielleicht Zerstörern und Mideren Meinen 3W* zeugen überlassen werden müssen. Das Blatt bcmerkftw'» können nicht uinhin, .zuzugestehen, daß die Nachrichiciiabttt^ lung der deutschen Marine außer ordentlich gut bedient Ytz Eine neue Tat des Kreuzers „Emden". (WTB-- L o n d o n, 24. Srpl. «Nichtamtlich.) Das Neu- irrschr Bureau melLet amtlich aus .Mlkutta: Der deutsche Kreuzer ..Emden" erschien vor Madras und schoß zwei Oelbehältcr in B rand. Die englischen Forts erwiderten das Feuer, die ..Emden" löschte ihre Feuer und verschwand in der Dunkelheit. Die ..«Hüte" des deutschen Unterseebootsdienstrs. Berlin, 25. Sept. Jur Vorsicht bei der englischen Motte mahnen Marinesachverständige der Londoner „Daily News": Unzweifelhaft spreche die Vernichtung der drei englischen Kreuzer für die Güte des deutschen Untersceboots- dienstes. Die englische Flotte müsse jetzt Nelsons Taktik befolgen, nämlich Wacht halten, bis der Feind herauskomme. Es seien auch unerwartete Borstöhezugewärtig e n, und sie müsse deshalb in der Nähe der Ostküste bleiben, d .h. in der Richtung der deusschcn Unterseeboote. Die Ausführungen kommen schließlich yu dem Schluß, daß das Unter seeboot dereinzigeSchisfs« typ der Zukunft sei. Die Siege der Oesterreicher icher die Serben. (WTB.) Wien, 24. Sept. (Nichtamtlich.) Die „Südslavische Korresvondcnz" veröffentlicht einen Bericht eines an der Front gegen Serbien kämpfenden Offiziers über den E i n s a l l der österreichisch-ungarischen Truppen in Serbien. Nachdem die Drina überfchrittcii. ivurdc der ser blickte Einfallort nach heftigen, für den Gegner sehr verlustreichen Stthnrten genommen und dann der Vormarsch fortgesetzt. In der Befürchtung, daß die Serben die Wege mit Flatterminen gesichert hätten, ließen wir zwei ixrden vortreiben, welche Vorsichtsmaßregel sich jeborf) als unnötig erwies. Tie zurückgezogenen Serbim verschanzten sich in guten Stellungen, anscheinend in der Wucht, unsere Vereinigung mit unserer zweiten auf der Straße nach B. operierenden Gruppe zu verhindern. Der serbische Plan mißlang vollständig. Unsere Artülerie verhinderte die Serben, ihre Position lange Zeit zu behaupten Ms untere braven Leute daraus die Serben unter Elien- und Zivio-Rnfen! mit den Bajonetten angingen, flohen diese panikartig. Inzwischen hatte unsere zweite (ffruppc bei K. einen harten Kampf mtt den serbischen Truppen, die von dem Prinzen Georg geiührt wurden. Auch dort wurden die Serben vollständig geschlagen Tas 5. serbische Jni.-Regt. nnrrde ganz ausgerieben. Prinz (seorg wäre, als die unsrigen einen Sturm uulernalMen und den Gegner in die Flucht trieben, beinahe gefangen getrommen worden. Untci dessen nahmen wir mit unserer zweiten Gruppe Fühlung und setzten den Borniarsch fort in täglichen /leinen Kämpfen. _ Wir machten viele Gcsangene. die zumeist in sämmcilicktem Zustande sind. Sie erzählen, daß sie säst nichts zu essen bekommen. Bei den unsrrgcn ist die Stimmung ausgezeichnet und der Gesundheitszustand vortrefflich. Wir hatten bisher nur wenig Verluste. Amtlicher Wetterbericht. Oefsentlicher Wetterdienst, Gießen. Wetteraussichien in Dessen am Samstag, de» 26. Sept. 1914! Noch meist heiler nnd trocken, südlich» Wind«, nach!» kühl. Die Trauerseier für unseren aus dem Felde i der Ehre gefallenen 'I. Sprecher Herrn RMainvalt 6. Kaufmann findet heute Freitag 1 abends 9 Uhr in unserer Turnhalle der Tberrealschule (nicht Ncalgymnasium), Eingang Bis- marckstraßc» statt. Ter Borstand. Alle Freunde und Bekannten des Verewigten sind herzlich eingcladen. 10089a m ltscner r rauenvereu Ortsgruppe Giessen, «x^d Das Verpacken, Schreiben und |ibrcfficren von Feldpostsendungen esorgt bereitwilligst und unentgeltlich [Montag, Mittwoch itni) Freitag, 1t Uhr üonn., £üD= s llnloge4l!. !! wieder eingetroffen. jo076 a Mänsbnrg Mänsbnrg 10 Verein ehemaliger 116er. Aufforderung. Es ist eine Ehrenpflicht, unserer Kameraden, die im Felde unter Au' opferung ihrer ganzen Person und unter den größten Entbehrungen für- unser geliebtes Vaterland kämpfen, dadurch zu gedenken, daß wir durch Übermittlung von warmen Unterkleidern an sämtlichen Truppen der hiesigen Garnison diese vor der Kälte des bevorstehenden Winters zu schützen suchen. Wir richte» daher an unsere Mitglieder die dringende Bitte, neue oder gut erhaltene wollene Unterkleider jeglicher An uns baldigst zugehcn lassen zu wollen; auch alle übrigen Mitbürger Gießens bitten wir, uns bei dieser Sammlung tatkräflig unterstützen zu wolle»; wir sind gerne bereit, diese Liebesgaben ans Wunsch bei jedem einzelnen der Spender abholen zu lasten. Die Unterzeichneten nehmen die Gaben sowie Anmeldungen zur Abholung derselben gerne entgegen: Heinrich Böller, Frankfurter Albert Rcubürgcr, Steinstr. 17. Straße 58. | Heinrich Spieß, West-Anlage 27. Karl Haupt, Landgrafenstr. 4. Karl Wcidig, Liebigstraße 87. Leopold Mayer, Bahnhofstr. 63. 1 Heinrich Werner, Bahnhofstr. 27. Tcr Vorstand des Vereins ehemaliger 116 . _ Reitz. _ 1QQ61V Für unsere durch Einberufung des seitherigen Inhabers unbesetzte Ratschreiberstelle wird ein Bewerber zum sofortigen Eintritt gesucht. Im Kreisamts- oder Bürgermeistereidienst erfahrene _ ____ Herren erhalten den Vorzug. Vorerst soll die Stelle I 3 Zimmer I nlu vorübergehend besetzt werden, eventl. auch für 1./....... -t- ■ . — l - — 1 dauernd. Schotten, den 20. September 1914. Großh. Bürgermeisterei Schotten. Kromm. 9979 VCI illlCt | 4 Zimmer 1-Zim»ier Wohnung ». iur" ob. spät, su vermieten. Näh. Kirchenplatz 11,1. Laien !>6>t«>j:i-Z>ni.Woht>. toi. oder it)äl.s.um.:li.gdiüe Dezember ds. Js. bestimmt: a) Bon der Anleihe von 1861: j ötück Lit. 0. ä 500 Gulden Nr. 28 und 32. b) Bon der Anleihe von 1888: |5tü>tück Lit. v. k 100 Mark Nr. 58. Grünbcrg, am 21. September 1914. Großhcrzogliche Bürgermeisterei Grünberg. Ranft. s190820 /-> Eine leistungsfähige, gut eingeführte Führer i. Mtataap nciurtit. Schriftliche Itngeb. unter 10087 an den Gietzener 2lnzeiger erbeten. _ 10096 Tüchtiger (ileifronionteiir für dauernd gesudst. Gelernte Installateure bevorsngt. Htiunlii Podt, Bübllit. Fuhrmann verheiratet, gegen hoh. Lohn, freie Wohnung und Hein,na nesuchl. 10062 E Silbcr ciicn, Allcesir. 14. . sucht hies. 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Zeugnissen in sämtlichen kautmännlschen Arbeiten gut eriabren. sucht für sosori oder später _ Stellung TB eventuell and, stundenweise. Lchriitlidtc Slngcboie n„Ier 00812 a. d. Gieä. Anz. erbet. 100791 Gute Saancr Ziege mit 2 Lämmer, angeküri, zu verk., sow. Schlachlbaicn ver Vsd.Lebeiidgcw.löBsg. Kros dorserStr.Q. Zuirefs.vorm. Ein nur wenige Tage gebrauchtes komplclics Fcld-SliiSrüstiing preiswert zu vcrkansen. >10057 tilg. Kübinger, Seltersweg 79 . Amtliches' Bekanntmachung Das Regiment Kaiser Wilhelm bat im vorigen Jahre mit mehrere» Firmen in GiestenBereinbarungcn über zu tiesernde wollene Unterkleidung für die Mobilmachung geirossen. Bedarf liegt jetzt vor und soll Anschaffung erfolgen. Die betreffenden Firmen werden hiermit ausgesordert, bis zum 2«. Scvlbr. 1914» nachmittags 5 Uhr, Angc- doie mit den entsprechenden Proben nebst Preisangabe und Anzahl der zu liefernden Stücke bei der Kaffenverwat- tung des Ersatz-Bataillons, Kaserne I, abzugeben. Ebenso können gleiche Angebote auch noch von anderen Firmen, die solche Stücke aus Lager haben, abgcaeben werden. 1100671) Gießen, 21. September 1911. Ersatz-Bataillon Jns.-RcgiS. Kaiser Wilhelm. öiestener rreilicht-Lühne IgSIISÜSSD (gegrünbet 1909). (^j[Ö)(p Soldie, welche noch im vesly von Eintrittskarten zur „Pfarrer"- Aufführung oder von I öulscheinen zu den vorstellutigen der Ireilicht- i Lllhne sind, können den Setrag hierfür bei Herrn £. Cljallier, Neuenweg, bis zum 1. vk- > toder adhvlen. Ist dies bis dahin nicht ge- I fchehen, dann wird der Nest, der Kasse für { wohltätige, durch den Krieg bedingte Zwecke verwendet. Näheres in „Stabt und Canb". < Für die Freilicbt=Bübne j Dr. Bernbeck. SfllS 1 Licht-Spiel - Haus BahnhofYttraße 34. I0093 a Splelfolft-e vom 29.8cpt. bisinkl. 2.0kt.l914 Der Freund der Königin Eine große kinematograph. Kunstschöpfung allerersten Ranges. Koloriert 3 Akte. Das Geschenk einer Fee. Lustige Filmposse. Die feindlichen Brüder Echt B f Q r 'i>Tk,™ mlustspid Hanswurst bringt sieh selbst ins Grab. Burleske. Die nenestenAnfnahmen von denKriegsschauplätzen 2 treffen Samstag auf dem Brandvlatz ein. Ptlruleoiuofeii, znm Heizen- Kochen und Leuchten, billig zu verkauf Setters x«g 59II. Besichtig.von8—2Ubr. i 06810 zu verkaufen. [06808 Franks . Str. 11. 'Wiese gut. GrummcigraS billig abzng. »urktulr. lOPfd. Zwetschen 50 Pfg. Ztr.4 M. Fr. Huhn. 06814 6>cbr.Kindcrschreibvnltzu kaufen gef. Schrisil-Angeb. in. Preis n. 06807 and. Gieß. An, . (Suche nir den Krieg grauen ^ Offiziers-Mantel Schriftliche Angebote unter 06809 NN den Gießener Anz. Verschiedenes Für Quartaner des Real- gnmnaffnms ante Nachhilfe gesucht. Ueberwachung der iägl. Hausarbeit. Schr. Ang. in. Anlvr. u. ,»>77 a.d.Gieß.Anz. Für mehrere Wacken iäg- liclicS Fuhrwerk fiir Bauholz u. Bretter nach Gießen gesucht. 110013 Eonöcrmann & Viilkiiig _ Alsfeld. _ Feinste schwedische Preiftlltcmn eingetroffen. 10088 I. M. Schulhof, Älarktstraße 4. Tel. 119. Der Bedarf an Brot für cinireffendeKriegsgesangene soll an den Mindestsardern- den vergeben werden u. zwar vorläufig für 1000 Mann. Angebote sind bis Montag, den 28. September d. I., mittags 12 Uhr. an die umerzcichneleKassenverwal- iung — ,-ümmer Nr. 32 im Dienstgebnude des Bezirks- Kommandos. Landgrafenstr. Nr. 6 — schrisllickt abzugebcn, woselbst auch nähere A»8- kunit erteilt wird. 110097 Kaffeuverwaliung des Landsturm - Jnsanlerie- Ersatz-Baiaillons Gießen. Illlikorm- Sclilapf-Westen aus bester Wolle regulär gestrickt. Derrrirklich beste Schutz für unsere Truppen geg. Erkaltung. In allen Größen zu haben bei A.Salouion & Cie. Schulstr. 4. (j, ; h Empfehlungen Feinste Lpkise-ukiiiLalat- ‘ trtoffdH 6 rÄelnr. Hantel Kelterobst kaust jedes Quantum p 00081 Heinrich Heyne, Walltorstr. Teleph. 322. Amtliche Bekanntmachungen der Stadt Gietzen, Ferien der Volksschulen. Es wird biermii bekannt gegeben, daß die Ferien der Bolksschulen am 28. September d. Js. beginnen und am 10. Oktober d. Js. zu Ende geben. 10075 B Gießen, den 24. September 1914. Der Schulvorstand. _ Keller. __ Stadt. Wohnungönachweis Gießen» Asterwcg 9. Eö sind zu Vermietern 10073» 1 Wohnung von 5 Zimmern und 1 Mansardensimmcr, 1 Wohnung von 5 Zimmern, 3 Wohnung, von 4 Zimmern, 1 Wohnung v. 4—5Zimmern, LWohnungcn v.llZimmern, 1 Wohnung von 1 Zimmer, 1 Wohnung von ein bis zivei Zimmern, 1 Lager- oder Fabrikrauiw 1 Werkstatt, ein dreistöckiges Lagerhaus mit Pferdestall und Heuboden, 4 möblierte Zimmer. Su miete» gesucht: 28 Wohnungen von 2—8 Zimmern. Sftädt. jtfrbeitsnaefiideis giessen. Asterweg 9. 10074 b ES können eingestellt werden: a. bei hiesigen Arbeitgebern 1 Schmied, 2 Schreiner, 1 Küfer, 1 Bäcker. 1 Metzgerbursche, 1 jüng. Bäcker, 1 Schuhmacher, 1 Schneider. 1 Fahrbursche. 1 Fensterputzer. landwirrschaftl. Arbeiter, d. bei auswärtigen Arbeitgebern: Schlosser. Nieter, 1 Müller. 1 Bäcker. 1 Schreiner, tandwirischaslliche Arbeiter und Knechte, Dratnage- arbeiter, Erdarbeiter. Mtiienre, Maurer. Zimmer lenic, Beionarbeiicr, Taglöbner und Heizer. 1 Aienst Mädchen. , .... Lehrlinge: 1 Schuhmachcrlebrlmg. ES sticken -Arbeit: 2 Schmiede, 8 Sckiloticr. 2 Svenglcr. 1 Elektromonteur, 2 Mechaniker. 4 Polsterer »nd Tavezicrer. 8 Schreiner. 2 Glaser, 1 Müller. 1 Bäcker. 2 Schuhmacher, 2-Maurer, 1 Zimmermann. 6 Weihbinder nnd Lackierer. 1 itzlaser. 1 Stukkateur. 2 Heizer. 6 Kaufleule. Schreiber, landiv. Slrbeilcr und Knechte, Erdarbeiter, Taglühner, Scllncr, Handburschen. Putz-, Wasch- und Lausfrancn, Mädchen -ur Erlernung der Haushattung. Lebrlinac: 1 SchloSeriehrtmg. Nachruf. Am 22. September verschied in Alsbach a. d. Bergstraße der langjährige frühere Direktor unserer Sparkasse Herr Hermann Doering Nach einem arbeitsreichen Leben sollte es ihm leider nicht beschieden sein, noch eine Reihe von Jahren im wohlverdienten Ruhestand verbringen zh dürfen. Aflzurasch hat ihn der Tod entrissen. Mit dem Entschlafenen ist ein Mann von seltenen Oeistesgaben und unermüdlicher Arbeitskraft, der treue Mitarbeiter, Freund und weitblickende Berater unserer Kasse dahmgegangen, dessen aufopfernder Tätigkeit unsere Anstalt ihre jetzige Blüte und Bedeutung verdankt. Wir werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren. 10071 V Gießen, den 24. September 1914. Der Aufsichtsrat und Vorstand der Bezirkssparkasse Gießen. Nachruf. Am 22. September ist an seinem Ruhesitz Alsbach a. d. Bergstrasse HerrDirektor Hermann Doering nach einem Leben voller Mühe und Arbeit entschlafen. Wir verlieren in dem Dahingeschiedenen einen wahrhaft väterlichen Freund und treuen Berater. Er war für uns alle das Vorbild treuester Pflichterfüllung und nie ermüdender Arbeitskraft. Sein wohlwollendes und gerechtes Wesen sichern ihm in unserer aller Herzen ein stets dankbares Andenken. Giessen, den 24. September 1914. Die Beamten und Angestellten der Bezirkssparkasse Giessen. Nachruf. Am 22. 1. M. verschied nach schwerem Leiden in Alsbach a. d. B. der Mitgründer und langjährige Vorsitzende unserer Baugenossenschaft und Elisabeth- Kleinkind erschule 11 Herr Sparkassedirektor i. R. Hermann Doering. Wir verlieren in dem Dahingeschiedenen einen treuen Mitarbeiter und eifrigen Förderer unserer gemeinnützigen Bestrebungen, der es sich nicht hat nehmen lassen, während seines Ruhestandes stets für unsere gute Sache tätig zu sein. Seine edle Gesinnung für das Wohl der minderbemittelten Klassen und sein rastloses Wirken für die Lösung der sozialen Frage sollen uns ein leuchtendes Vorbild sein. Wir werden dem für uns leider zu früh Verschiedenen ein ehrendes Andenken bewahren. Giessen, am 24. September 1914. Der Vorstand und Aufsichtsrat der Baugenossenschaft des Evangel. Arbeitervereins E. G. m. b. H. Der Vorstand der Elisabeth-Kleinkinderschule. Statt besonderer Anzeige. Freunden und Bekannten machen wir die Mitteilung, dass unsere innigstgeliebte Mutter und Schwiegermutter Frau Carl Imheuser geb. Linn in fast vollendetem 79. Lebensjahr am 23. September in Freudenberg in Westfalen sanft entschlafen ist. Giessen, den 25. September 1914. 10092 Um stille Teilnahme bitten: Robert Imheuser Max Imheuser Emmy Imheuser geb. Wellmann Evang. Arbeiter-Verein. Dienstag den 22. d. Mts. starb in Alsbach a. d. Bergstrasse Herr Sparkassendirektor 1. R. Hermann Doering’ Mitgründer unseres Vereins, unserer Baugenossenschaft und unserer Elisabeth - Klein - Kinderschule, langjähriger Leiter dieser beiden letzteren. 10043 D Die Beerdigung findet in aller Stille statt. Der Vorstand. 10087 D Den Heldentod fürs Vaterland erlitt unser 1. Philister Ernst Keller Oberlehrer und Leutnant d. R. Die studentische Reformverbindung „Adelphia“ LA.. Oskar Thöt XXX, Stud. theol. etphil. Aus dem Felde der Ehre im Kampf fürs Vaterland starb am 30. August 1914 in Frankreich unser geliebter Sohn, Bruder und Schwager ‘ bei weitgehender Garantie und günstigster Kauf- u Mietbedingung. “ Unteroffizier in der 3. Eskadron Keferoe- Dragoner-Kegiments Dr.4. Für die Beweise herzlicher Teilnahme danken Die trauernden Angehörigen: Familie H. Pfeiff Familie S. Wißuer Familie H. Henkel. Kesselbach. Lumda. 10080 Stimmung,Reparatur Iransport Ständiges Lager von 250 bis 300 Instrumenten. Bei Miete f« EiBentumserwerb lant besonderer BedinBUng. Stets Bebrauchte Instrn- mente zu jedem Preis Vermietungen 2 bis 12 Mark monatlich. Am 23. September verschied nach kurzem Leiden unser unvergeßlicher Vater, Großvater und Bruder Johs. Seipp Förster i. P. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Seipp X VII. Familie Will,. Seipp II. Familie Forstwart Seipp Familie Forstwart Richtberg. Leihgestern, Großen-Linden, Altenhain, 25. September 1914. ioqs 4 Die Beerdigung findet Samstag, den 26. d. M., nachm. 3 Uhr, in Leihgestern statt. Für die vielen Beweise herzlichster Teilnahme an dem uns betroffenen harten Verluste sagen innigsten Dank Emil Fischbach und Familie. 10009 Rückständige Zinsen können kostenlos bis 11. November ds. Fs. be- zahlt werden. Svar- und Leihkasse Langgöns. Vertretung v.SchiedmayertSöhne, Steinweg, Ibach, Kaps, Römhild, Dörner, Hörügel. Spaethe, Ackermann usw. Pianolas Pianola Pianos August Förster Giessen und Lieh Bahnhofatr. 65. Tel. 367. Kartoffel« prima gesunde Ware, «er! Zentner Mk. 3 . 5 «. Bei arüb. Quam, srei Haus. 3. Weisel, Sottnenftr. 6, Telephon 88. L «t, 3e »f leicht, mittel und nbw" stets billig, weil Induimc sNll steht, »u haben bei Heinrich Haut Geisweid, bei Siegen « Ä * Itu tl! Gt fcj zum Nachschicken Leibbinden, Unterjacken Wollene Socken. FuB- Schlüpfer, Pulswärmer, Lungenschützer, Kniewärmer, Kopfschutz« Handschuhe, Hosen' träger zu bekannt Mp Preisen Das Varpaek«« rlrd grati« für air > l« !4( iU » 5( h i