m. 224 Zweit« SIE 1-4. Jahrgang Erscheint täglich trtö Ausnahme des Sonntags. Die „«ietzener LamMenblätter" werden dem »Anzsigee' »iermal wöchentlich beigeiegi, das .^lreir-latt ftir de» Km; Sietzen" zweimal wöchentlich. . Die .Landwirtschaftlichen Seft- fragen" erscheinen monatlich zweimal. wir und die Buren. Siehener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhejfen Donnerstag, 24 . September \ 9 \% Rotationsdruck >md Verlag der Brädl'schen Umverfuäts - Bnch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- strotze 7. Expedition und Verlag: oji § ) 51. Redaktion: Tel.-Adr.: AnzcigertSietzen. Bon einem Deutschen, der lange Jahre in der ehemaligen Burenrepublik Transvaal und dann im Gebiet der jetzigen südafrikanischen Union gelebt hat, wird uns ge- schrieben: STö der von Frankreich, England und Rußland seit langem geplante und ebenso gründlich wie heirntückisch vorbereitete Weltkrieg ausbrach, blickten die Engländer mit einiger Besorgnis und viele Deutsche mit einigen Hoff» rnrngen nach dem Kolonialbesitz, weicher das jüngste und lange Jahre hindurch das Sorgenkind des englischen Mutterlandes darstellte, nach dem Gebiet der beiden einstigen Bnrenrepublrken Transvaal und Oranjestoat, die an, 1. Juni 1216 mit der Kapkolonie und Ratal zu dem südafrikanischen Bund vereinigt worden waren. Als die beiden tapferen Bureiwölker nach zweiundeinhalbjährigeui heldenmütigem Widerst« itd der englischen Uebermacht erlagen und im Mai 1602 zun, Frieden gezwungen wurden, teilten die durch die barbarische entmische Kriegsiihru,«g dezmiierten Buren sich in zwei Lager, Die von Bvtha und Smuth geführten Ber- söhnlichen beschlossen, sich in das Unvermeidliche zu fügen und ihren endgültigen Frieden mit den Engländern zu Machen Manche von chnen, wie den ebenso eitelen als geschäftstüchtigen General Bot ha, der sich nicht entblödete, »l Amerika KriegssPiele vorzuführen, erkannte man schon damals als Streber, der unter allen Umständen Karriere machen wollte. Nun, er hat sie ja auch gründlich gemacht, hat es bis zium Mini sterp r ä side n t e n des Bundes gebracht und erfreut sich des uneingeschränkten Vertrauens der Eirgläitder, aber nur eines Teiles der Buren, Denn die andere Partei, die sich damals unter Herzog und Fischer bildete, die Partei der Unversöhnlichen, ist seitdem durchaus nicht zurückgegangen und besteht heute noch >vie vor zivölf Jahren, trotzdem der englische Öberkvmmissar alles, was in feinen Kräften stand, getan hat, um die Buren für das britische Regime zu gewinnen, Das Endziel dieser Burenpartei war und bleibt die Erstarkung des geeinigten Südafrika, um dadurch die Kraft zu gewinnen, sich dereinst von Eirglaud losKureitzen, wie es im achtzehnten Jahrhundert den nord- amerikanischen Kolonien Englands gelungen ist. Allein das Regiment hatte im Südafrikanischen Bund dank der Unterstützung durch die Engländer Botha und seine Partei an sich gerissen, und bei dieser Strebernatur mutzte oran darauf gesatzt sein, datz er auch jetzt mit seinen eug- brschen Brotherren durch dick unld dünn gehen werde. So kann es eigentlich nicht wundernehmen, wenn der Renegat Lo-uis Botha im Seimt zu Kapstadt dem englischen Volke, tvclches über diese Eröffnung sicherlich sehr verblüfft ge» ioesen ist, bezeugt hat, datz es mit reinen Händen in den Krieg gezogen sei. Auch teilte er mit, datz die Regierung dem Wunsche der Reichsregierung gemäß beschlossen habe, einige Telle Südwestaffikas aus strategischen Rücksichten zu besetzen, Bei der Llussprache im Senat, über die man leider nur weniges aus englischen Quellen erfahren hat, gehörte der General Delarey zu denen, die zwar auch zugunsten Englands und zu ungunsten Deutschlands Stellung nahmen; aber er wollte eine Beteiligung an dem Kriege doch nur für den Fall, datz EnglischsSndaftika von den Deutschen angegriffen würde. Zum Dank dafür ist er denn auch jetzt von gedungenen Schandbuben ermordet worden, und zwar an der Seite des Oberbefehlshabers der südafrikanischen Miliz, des Generals Beyers, der teils wohl infolge dieser auf das englische Konto zu setzenden Schandtat, teils wegen der Haltung Bothas sein Koirrmairdo nieder-- gelegr hat. Diese anerkermenswerte Haltung eines ehrenhaften Buren wirft ebenso iv-ie die Meldung der „Times", wonach das südaftikanisch« Abgeordnetenhaus im Gegensatz zum Senat die Anträge auf Beteiligung am Kriege abgelehnt hat, ein grelles Licht auf die Unstimmigkeiten »i Britisch-Südarrika, welche die Engländer vergeblich zu vertuschen suchen. Es ergibt sich daraus, datz die Mehrheit der Buren sich nicht zu Handlangerdiensten für die verlogene Politik Englands hergeben will ganz abgesehen davon, datz sogar die englischen Asrikander aus Besorgnis vor der Haltung der stets unsicheren Basutos, Zulus und Swazis Bedenken haben, durch die Eröffnung von Feindseligkeiten gegen Deutsch-Südwestasrika einen neuen Krieg zwischen den Weitzen zu entfesseln. Die Meldung aber, wonach angeblich Truppen ans Deutsch-Südwest in das Kap- land eingedrungen sind, stellt wohl nur einen-neuen englischen Trik dar zu dein Zweck, die Buren auszuputschen. Ge- witz denkt von diesen niemand daran, seine Hanl für Deutsch- land zu Markte zu tragen, wie sie sich andererseits nicht so leicht zu einer Ofsensive, trotz aller Beschwörungen Bothas, bewegen lassen werden. Das aber sbeht für jeden Kenner der südafrikanischen Verhältnisse fest: Wenn die englische Weltherrschaft erst, was der Himmel gnädigst füge, einen ernstlichen Knacks bekommen haben wird, dann werden sich nicht nur die Inder und Egypter regen, sondern dann werden sich auch die Buren daran erinnerii, in wie schändlicher Weise sie von den länüergierigen, blutdürstigen Briten um Heimat und Freiheit gebracht worden sind. Wer auch nur dann, erst dann werden sie sich daran erinnern. Und auch daraus erhellt die Notwendigkeit, datz wir siegen, datz >vir unsere Gegner bis zur Vernichtung schlagen. Das Wohlwollen der unsicheren Kantonisten wie der Neutralen ist bei den .stärkeren Bataillonen". Wir erhalten heute noch folgende Meldung: Kapstadt, 23. Sept, (WM, Nichtamtlich,) Botha übernimmt das Oberkommando gegen Deutsch- Südwestafrika. Baudenkmäler in Rriegrzeiten. So bellagenswell es auch sein würde, wenn bei der Beschießung von Reims die altberühmte Kathedrale der Stadt Schaden erleiden würde, so abgeschmackt, ja man darf selbst sagen: heuchlerisch ist es doch, wenn Präsident Poincars sich veranlaßt glaubt, darüber eine „Beschwerde" an die Adresse der neutralen Mächte zu richten. Wenn stch ein Heer in einer befestigten Stadt, wie es Reims ist, verteidigt, so liegt es eben in der Natur des Krieges und ist unvermeidlich, daß bei aller Vorsicht und Schonung bei der Beschießung des Platzes auch hervorragende Baudenkmäler zu Schaden kommen können. Das sst immer so gewesen und ein einsichtiger italienischer, Verfasser, der jüngst im „Marzocco" über das Schicksal von Kunstwerken im Kriege einen Aussatz veröffentlicht hat, sagt ganz verständig: „Ich finde das äußerst natürlich und richtig," Die Truppen Ludwigs XIV, haben nicht den geringsten Anstand.genommen, bei der Belagerung von Brüssel im Jahre 1695 die schönen alten Bauwerke an der Grande Place unter ihr Feuer zu nehmen. Ebensowenig konnten die Engländer an die Schonung der ko-stbaren Baudenkmäler von-Delhi denken, als sie nach heftigem Bombardement am 14. Seprember 1857 znm Sturm ans die Stadt schritten. Bei der Belagerung von Rom durch die Gari- baldianer scheute Nino Bixio nicht vor dem Plane zurück, den ganzen Vatikan unter Geschlissener zu nehmen. Hervorragenden Baudenkmälern gebührt nach moderner Anschauung die größtmögstsichste Schonung bei allen kriegerischen Operationen, aber das letzte Wort sprechen im Kriege eben immer doch die Bedürfnisse des Krieges, Wch die Menschen der Renaissance, die so groß in der Schaffung gewaltiger Bauwerke waren, haben nie anders gedacht und gehandelt, Bei dem Sacco di Roma i, I, 1527 wurde die Engelsburg bekanntlich als Festung benutzt und Benvenuto Cellini leitete von ihrem Dache aus das Bombardement, das natürlich die Feinde nach Kräften erwiderten. Bei der Belagerung von Florenz durch die Kaiserlichen bildete der erst halbvollendete Glockenturm der köstlichen Kirche von SM Miniato ein bevorzugtes Ziel der Artlllerie der Belagerer, und es war kein Geringerer als Michelangelo, der sein erfinderisches Genie in den Dienst der Aufgabe stellte, die Plattform des Domes zu einer Position für die Artillerie der Florentiner auszunntzen, In der Umgebung der Stadt haben damals die Florentiner rücksichtslos alle Bauwerke niedergerissen, die dem Feinve bei seinen Operationen etwa als Stützpunkte dienen konnte. Prachtvolle Kirchen, Klöster und Villen fielen damals zum Opfer; darunter Mch das schöne Kloster vor dem Russische Erinnerungen. wXzze von Hermann Steingoetter. (Schluß.) Neben den Gestalten der Orthodoxie herrschen jüdfich-polnische Demente in der Bevölkerung vor und geben Kiew zugleich das tzepräge der bedeutenden Handelsstadt. Die Hauptstraße der Kreschtafik bekunücr das durch zahlreiche Bankgeschäfte und Läden. Der Kreschtafik, der sich in einem schmalen Tale hinzieht, ist rbrigens eine der wenigen ebenen Straßen der Stadt. Der hügeligen Lage haben sich Mch die Verkehrsmittel angepatzl und die schon wüher erwähnten iswoschtschiks (der Name bedeutet sowohl Fuhrwerk oic Kickscher), die in allen russischen Städten Mzutreffen unö bei xm erforderlichen Feilschen preiswert zu haben sind, bewältigen >as Gelände oft in vcrblüssender Weise, wie ich selbst erfahren sollte. Wfi hatten Ms einmal zu zweck einem solchen Wägelchen anver- rant und mutzten eine abwärts sührende Serpenlinenstraßc be- lützrn. Unser iswoschfichik machte es mm wie ein Fußgänger, der Weg «Stürzen will, und fuhr in rasendem Tempo quer über die Hänge hinab. In dem schmalen Gcsährt nrutzten wir Ms krampi- »ift festhallcn, nm nicht hinansgeschleudert zu werden, Md unser Anspruch, soweck er bei der tollen Hetze möglich war, erzielte bei >em Knficher nur ein vergnügtes nckschewo (macht nichts!)._ Er tat ich nachher offenbar noch etwas zugute Mt sein Wagestück, wir rber waren überzeugt, daß wck Mseve heilen Glieder nicht seiner Kunst, sonder» nur der derben BMarr des niederen Geiährtes ind der Trcktsicherheck des braven Psecdchens zu verdanken hatten. Diese llcinen charakteristischen Steppenpferdc werden auch von inigen Kosakenstämmeu geritten und besitzen trotz unscheinbarem Ansfichens manche Vorzüge, so namenllich große Ausdauer, Sie sind m JMern Rußlands sehr billig zu kaufen — Mch mir wurde in Kiew ein solches Tier für 25 Rubel Mgcbolcn,— und wenn bei 8eginn des Krieges nach ZeitungsmeldungM desertierende Kosaken hre Pferde für 20 Mark losschlagen wollten, so sind sic gar nicht o sehr Mter ihrem ortsüblichen Rnbelpreis geblieben. Da ich gerade bei den Kosaken bin, so sei hier emgeflvchten >aß wir in allen russischen Städten nrck dem MUitär in nähere Beziehungen kamen, denn alle größeren AusführMgen ersorderten 50—200 Mann als Statisten. Erlaubte es mm die Oertlichkeck, oic gerade in Kiew, so wurde während der Probepausen zum Klang iner MMd- oder Ziehharmonika von den Soldaten wohl ein stattonalianz vorgcführt, denn der gewöhnlich« MMN Ms dem Bolle, ob nun Groß- oder Kleinrusse, ist von HMse Ms leicht zu Spiel und Tanz geneigt. Da lernten wir u, a. die Kamarinskaja uch die Kasatschka kennen, die wie die meisten russischcir National- ö.ize durch Mimik, Gcberden und Bewegungen gMze dramatische Szenen darstellen und durch das charakteristische „in-die-Knie- inken" besonders eigenartig wirken. Auf der Bühne selbst verstanden unsere militärischen HUfskräfte schwer die Wirklichkeit VM der Illusion zu unterscheiden, und der letzte Mt von Julius Cäsar mü seinen Kämpfen schien ihnen gute Gelegenheit, ihren Heldenmut zu beweisen. Alle Belehrungen konnten sie nicht von der Meckiung abbringen, es gelte einen wirllicheu Gegner zu bewältigen, und so habe ich, trotz aller Deckung mit dem keinen römischen Schulde, schon vor Jahren auf dem Schlachtfelde von Philippi ehrenvolle Wunden im Kampfe gegen russische Uebermacht davongetragen. Die letzte Strecke Mserer Kunstfahrt führte bis ans schwarze Meer durch ein von Touristen selten Msgesuchtes Gebiet nach Odessa. Diese verhältnismäßig jMge Stadt, am Stellabfall der pontischen Steppe gegen das Meer gelegen, erhält chrcn besonderen Charakter durch die südliäre Lage und durch das eigentümliche Völkergcmisch, das zum Teil Ms Asien herüberslutet, Hochgewach-- scne Kaukasier in kleidsamer Nationaltracht wandeln am Hafen neben geschäftigen Griechen, Inden und Armeifier neben früher eingewanderten LandÄenten, welch letztere in der Umgegend ganze Kolonien mit deutschen Neunen, z, B. Kleinlijebcntal, bilden. Dazwischen trotten ab und zu Bauern, die Wein ans der benachbarten Krim in Ziegenschläuchen feilbieten, lebhaft an homerische und altlestamentarische Gestalten genrahnend. Herrlich ist der Ausblick von den höher gelegenen Stadtteilen, namentlich dem prächtigen BMlevard, über Unterstadt, Hafen und Leuchtturm auf das tiefblaue Meer, und unzählige heiße Wünsche mögen von hier Ms schon die nach Südwest fahrenden Schisse begleitet habe», wenn sie Konstantinopel znsteucrn, dcut geheimen Herzensziel jedes echten Russen, Nur geringer Phantasie bedarf es hier, um sich in die Riviera zu träumen, namentlich wenn zur Blütezeck der Mazien, die als Meebänme zahlrfich angepflanzt sind, betäubender Duft über der ganzen Stadt lagert. Aber die rMhe Wirklichkeit — wenn man bei 30° Reanmur im Schatten so sagen baff — mahnte immer wieder daran, daß wir uns noch im Reiche der Kirnte und der KvrrMfion befanden. So mußten wir mckansehen, daß von einer deutschen BrMstube sofort zur Polizei geschickt wurde, als einmal drei der ja in ganz Rußland durch die Uniform leicht kenntlichen Studenten sich zu einen: harmlosen Glas Bier zusammengefimden hatten. Diese „AnsammlMg revolutionärer Elemente" hätte ohne Meldung dem Wirt verhängnisvoll werden können. Was Wunder, daß bei solch hochwichtiger Beschäftigung den Verwaltungsorganen keine Zeck für Äeseittgung wckcklicher Mißstände bleibt. Da wird dann manchmal das Unglaubliche Ereignis und der Fall, daß mitten in dieser modern gebauten Stadt während eines Gewitters ein FnhrmMN mit zwei Pserden in einem Wassefftrudel umkam, der sich wegen schlechter Kanalisation in einer niedrig gelegenen Sfiaßenkreuzung gebildet hatte, svficht Bände! In ivcsscn Taschen mag das Straßeizbaugeld geflossen sein? Ja, ja, des seligen Gogols bekannte Kämdüie „Der Revisor" wird für Rußland nicht Tore San Gallo, das Lorenzo der Prächtige von Guiliano da San Gallo dort hatte erbauen lassen, — es ist damals spurlos zugrunde gegangen. Und itcim die Meldung richtig ist, daß die Belgier auf dem Turme der LicbjrMenkirche zu Antwerpeit eine MaschinengcwehrabtcilMg eingerichtet haben, wer könnte ihnen das verdenken, nur solleir sie dann keine heuchlefischen Klagelieder anstiinmen, wenn auch wir unsere Maßregeln danach einriäüen. Ein anderes Kapitel sittlich bilden die mutwilligen Zerstörungen hervorragender Bauwerke durch kfiegführendc Parteien, Und aus diesem Gebiete halten die Franzosen, die sich als das Kulturvolk par excellence zu brüsten lieben, sreckich fiir immer den Rekord. Sie haben ihren Melun, und die Ruine des Heidelberger Schlosses spricht noch heule von den kriegerischen Ruhmestaten dieses Kulturvolkes. * . * Zur Beschießung von ReimS, Ans unserem Leserkreise erinnert jemand an folgenden Do» gang: Als infolge des Treniningsgesetzes für manche französische Kirchen die Mittel zur Erhaltung fehlten, forderte Maurice Barres im Jahre 1912 die Regierung Ms, Sorge zu tragen, daß künstlerisch und historisch wertvolle Gebäude nicht zugrunde gingen, ,Mck 291 gegen 245 Stimmen verwarf die Kammer den Wfiag, Wien, 23. Sept. (WTB. NichtMitlich.) Zu der Gefahr, welche der Kathedrale von Reims durch die Beschießung der Festimg droht, schreibt die „Neue Freie Presse": Reims ist von den Verbündeten im Feldzug gegen Napoleon und Don den Deutschen im Kriege gegen Louis Napoleon nicht beschossen worden, weck es keine befestigte Stadt war. Erst nach dem Frieden von Frankfurt niachten die Franzosen aus ihr einen der wichttgstcn Verteidigungsplätze und befestigten sie durch zwölf Forts. Diese sagen in der Sprache der Kriegswissensckiast einem jeden, daß Frankreich aus militäfischen Rücksichten der Gefahr nicht achtet, die es für die Kathedrale mit dieser Notwendigkeit in dem Augenblick heroorrnft, wo ReimS aushört, eine offene Stadt zu sein. Deutschland soll Rfims nicht beschießen, weil die Kirche beschädigt werden könnte, Frankreich darf jedoch den Weg sperren; Batterien sollen hinter der Kirche verborgen sein. Werl die Franzosen aus die deutsche Gemütsart rechneten, wußten sie, daß die Artillerie den Auftrag bekommen werde, die Kathedrafi zu schonen, Was ist häßlicher, als der Versuch, den historische« Sinn und die bei den Deutschen natürliche Achtung vor Kunstwerken auszubeuten, um einen milckäfischcu Vorteil zu erreichen und Platz zu gewimien, der, von der Ehrfurcht des Gegners geschützt, Gelegenheit zu Angfiffen, die nicht erwidert wcfixn können, bietet? Das ist „Tartüff" ins Militäfischc übersetzt, eine List, welche die vornehme Gesinnung des Feindes zu seiner lieber» ivälfigung benützen möchte. Wenn die Kathedrale durch das Bombardement ernsthaft leiden sollte, wckd die französische Armee dafür verantworUich sein, B rü ssel, 23, Sept, (WTB, Nichtamtlich.) Ans dem brennenden Bethaus in Eppeyhcm bei Mecheln hat ein deutscher Offizier zwei größere Altargebäude altvlämischerMeister gerettet. Er überwies die Kunstwerke dem Verlvaltungschef beim Generalgouvernement, der sie seinerseits der Verwalttrng der belgischen Museen zur Verfügung stellte. Aus dem Reiche. Die neue Gebührerwrdnimg für Zeugen und Sach- verständige, die der Reichstag im Mai d, I, verabschiedet hatte, tritt am 1, Oktober d. I, in Kraft, Durch die neue Gebührenordnung werden bekanntlich die Zcugengebüh- ren und Sachverständigenhonorare erhöht und die Aufwandsentschädigungen (bisher 3—5 Mk.) auf 4Vs—7 Mk. gesteigert, 'Die Frage, ob eine Erwerbsversänmnis eines Zeugen statt- aefnnden habe, wurde bisher unter Berücksichfigung der Lebensverhältnisse und der regelmatzigen Erwerbstätigkeit des Zeugen vom Gericht beantwortet, meist nicht zur Befriedigung des Zeugen. Um Klagen vorWibeugen, soll in Zukunft bei selbständigen Gewerbetreibenden und bei Angehörigen freier Berufe stets ohne besonderen Nachweis Erwerbsversäumnis angenommen werden. Der Staatssekretär des Rcichstwstamtes Krackte begeht ain 7, Oktober d, I, die Feier seines 5 0 j ä h r i g e n D i e n ft» jubiläums. Am 7. Oktober 1864 begann der Staatssekre- so leicht veralleu. Und das hat mMchmal auch seine guten Secken, denn durch ein paar dem betreffenden PristMs in die xxmb gedrückte Rubelscheine ersparte ich mir vor der Abreise von Odessa große Scherereien, wenn nicht Unannehmlichkecken, die durch ein lleincs Formvcrsehen Mf meinem Reisepaß zu entstehen drolsten. Im allgemeinen wurden dergleichen, für den Einzelreiünden höchst uncrqnickliche Formalitäten durch Mseren Rcisentarschall erledigt. Diesem, beziehungsweise seinen Empfehlungen hatten wck es auch zu danken, daß wir überall gut Mfgenommen wurden, wie überhaupt weitgehende Gastfrcundichaft für jeden, der eingcführt ist, eine svmpathische Seile der russischen Gesellschaft bildet. Bei solchem Verkehr mußten wir immer wieder bewundern, wie rasch sich Msere Gastgeber sicmde Sprache aneignen koMtcn; der Russe, wie der Slawe im allgemeinen ist in diesem Punkte dem GerniMen und gar dem Romanen entschieden überlegen. Dafür mangelt dem Durch- schncktsrnssen aber jegliche Initiative und das zeigt sich Mch jetzt wieder im Kriege, wo dieser Gegner seine besten Leistungen in der Defensive Mfwcist. Trotzdem gerade Odessa uns herrlichstes Sommerwettcr und unvergeßliche Stunden in den nahe gelegenen Seebädern Lansherou, Klfin-Fontml und Groß-Fontan bot, atmete- doch alles aus, als es hieß; „Morgen tzehts heim nach Thüringen!" - Welche Zauberkraft liegt doch in dem bloßen Gedanken „Heimat"!' Da schreckte auch die bevorstehende Dauerreise von drei Tagen und drei Nächten nicht. Schon der Anblick der schwarz gelben, Grenzpfählc bei Podwobozvska wurde mit Hellem Jubel begrüßt, war man doch im Lande des Bundesbru-ders! Und dann vorder am jetzt schlachtum.tobten Lemberg und dem türmerrcichen Lrakair, bis bei Myslowitz die deutsche Grenze winkte. Das dreimalige Hurra, das da spMtM ertönte, kam wirllich Ms vollem Herzen! Manch kräffiges Hurra mag auch in diesen Tagen erkümgcn sein, als unsere wackeren FeldgrMen in umgekehrter Richttmg nach Rußland hin die Grenze überschritten. Man hat sie ge- znnrngen, die Kultur mck dem Schwelle binübcrzutragen! Mögen die Jungen dafür von dieser ihrer russischen Reise Mch Höheres heimbllnge», als wir von damals, denen nur „Errnncrnngcn" geblieben. Mögen sie erobelle Mostowiteriahnlli zurückfiagm und ruhmvollen Flleden fiir ein Jahrhundert! * — Ein historisches Dorf. Der kleine Ort Bötheny, den Msere Truppen beim Vorgehen gegc:, Rerms am 21. Sept. genommen haben, ist trotz seiner geringen Einwohnerzahl von iiur 1000 Menschen eine Stätte, die in der Geschickte eine Rolle gespielt hat rnid deren Vergangenheit sich durch Jrhrtauscndc zu» rückvcrfolgcn läßt. Bereits zur Römcrzcit bcuand hier eine An- siedlmig, die den Ülamei, Bctheneium trug; noch früher scheint an dieser Steile ein l>cscstigtcs Lager Beniilacum bestanden zu haben, Tie tätige archäowgische Gestlljchast von Reims l>ar auf dem Gebiet von Bstheiry systcmafische GvabMgen Dttaaftattä, tlr ferne filtriere in bex Postverwaktunff, Mt Rücksicht ans den tkrieff wird Stcmtssekretär Kraetke das seltene Jubiläum i» aller Stille degebeu. Hamburgs 23. Sept. (Nichtamtlich.) Der Reichstags- abgeordncte Dr. Se ml er ist heute im Alter turn 5(s Jahren gestorben, Der Verstorbene war seit 1300 Mitglied des Reichstags, gehörte der iratiirnalliberalen Partei au und vertrat den zweiten hannoverschen Wahlfreie Auricb-Witt- mund. Sein Wohn sitz war Hamburg, dessen parlamentarischer Bertrelunq er seit 1889 angehörte. Ki» Stadt irnö LasrS. Giessen, 24. September 1911. ** Bon der L«ud« s-llnivcrsität, Die lliriversi- tä! Wie n richtete an die Universitäten des Dcutsckwn Reickis ein längeres Schreiben, in dem sie in brrndasbriiderlieher ^vameradschast diesen Gruß und Handschlag reicht. Das Sck>reibeu wurde auch von Unserer Universität mit warmen Worten erwidert ** Postsendungen nach Aegypten. Bis auf weiteres sind Postsendungen jeder A r t nach Aegypten mangels gesicherter Zuführung an die Empfänger von der Annahme bei den deutschen Postanstalten ausgeschlossen. ** Zu r Beach tu n g. Fn der letzten Zeit werden bei den Poslanstalteu zahlreiche FeldpostbriefemitWeri- a n gab e ausgelicfert, die nach ihrem Inhalt — Waren usw. nicht als Gcldbriefe tm sinne der Feldpostdiensb- ordtwng gelten können. Die Zulassung von 'Gellbriefen hat nur einer tatsächlichen Geldübermittelung dienen sollen, ulmrentlich von höheren Beträgen, die durch Postanweisungen infolge Beschränkung deren Höchstbetrages oder ans anderen Gründen nicht übermittelt werden können. Die Verwendung dieser Vcrsendungsform sür Zigarren, Schokolade u. dgl. bedeutet einen Mißbrauch, unter dem der Feldpost- betrieb stark Leidet. Die Postanstalten haben deshalb angelriesen werden müssen, künftig alle hiernach unzulässigen Feldpostbriefe mii Wertangabe unbedingt zurückzu- weisen. ** Vom hiesigen Roten Kreuz wurden gestern 32 Kisten, enthaltend! 303 Hemden, 106 Paar Unterhosen, 83 Unterjacken, 1018 Paar Docken, 299 Paar Fußlappen, 233 Taschentücher, 20 Leibbinden, 14 Kniewärmer. 8'i Stauchen, 44 Paar Handschuhe, 6 Brustwärmer, 16 700 Stück Zigarren, 250 Pakete Tabak, 60 Pfund Schokolade, 100 Pfund Rauchtabak, 20 Pfund Käntaback, 2 Dutzend Pfeifen, Wurst etwa 130 Pfund, als Eilgut nach Tarmstadt abgeschickt, um von dort aus mit einem Automobillastzng unserem Regiment unmittelbar zuzugehen. Es ist dem Bemühen Ihrer Königlichen Hoheit der Großherzogin zu verdanken, daß wir endlich unsere schon lange gesammelten Liebesgaben unseren braven Hundertsechzehnern haben zugehen lassen können. ** Die amtlichen deutschen B e r l u st l i st e n sind auch im Zeitschriftenzimmer der Universitätsbibliothek zur Einsichtnahme täglich von 8 bis 1 Uhr cinzusehcu. Landkreis Gießen. . -r. Dir klar, 24. Sevt. Hier ergab die Eommlnng dir da? Rote Kreuz 318,30 'Warf. Ferner wurden aesammelt 1047 63er, 13 Ptnnd Butter, 38 Pid. Wurst und Dörrfleisch, 370 Psd. ?lev!el und Birnen, 1 Glas Bienenhonig, 1 Tops Zn'etlchenhonia, sowie 16 Handtücher, 6 Spreukissen, 2 Rinqspreukissen, 2 Federkissen, 6 Paar Strümpse, 4 Unlerbosen, 3 Pack alles Leinen, 5 Taschentücher, 11 Bettücher, 7 Uulerlaaen und 48 Hemden. Au cd unsere Schuljugend hat üch an dem Liebeswerk beteiligt, indeni sie unter Leitung des Lehrers Snßner in schnlireier Zeit Llehren geleicu hat und hierfür den Betrag von 127,88 Pik. löste, wostir Strickgarn angekaust wurde, das von Mädchen »nd Frauen zu Sirnmpsen und Kniewärmer,, verarbeitet wird. Es wurde beschlossen, jedem Vaierlaiidsverieldiger aus unserer Gemeinde ein Paar Sirümpst zu schicken und den Rest ans Kreiskomitee abzulicsern. Kreis Büdingen. fc Büdingen, 22. Sept. Graf Ernst Edler Herr zur Lippe-Weißenfeld, Adjutant der 1. Königlich sächsischen Division, Gemahl der'jüngsten Schwester'des Fürsten Woligang zu Psenbuvg Und Büdingen, der Prinzessin Anna, ist aus dem Felde der Ehre gefallen. Kreis Schotten. A Aus dem Vogelsberg, 23. Sept. In den Ortschaften brummen die Dreschmaschinen. Durch den Weggang unserer Wehrmannschaften fehlt es an Leuten zum Handdrusch. So greift auch der kleinste Landwirt zum Ausdrusch mit der Dampsdreschmaschine. Oft sind zwei derselben in einem Orte tätig. Ta jedermann gerne aushilft, so fehlt es an Hilfskräften nicht trotz dem Auszug unserer Wehrmänner, Der Ausdrusch ergibt gute Resultate. Weizen, Hafer und Gerste geben gut ins Maß bei vollentwickelten Körnern, Korn etwas weniger. Tie Kartoffelernte hat begonnen, Ist auch ihr Ausfall kein überreicher, so ist er doch ein guter. Vortrefflich stehen die übrigen Hackgewächse. Nur am Kraut haben die Raupen Schaden verrichtet. Auf Acckern mit Kohlrüben in der Nähe von Waldungen sind alle Blätter kahl gefressen bis aus die Rippen. Iici denen antike Begräbnisstätten auigedeckt wurden, und die Bauern von Bstkeny stießen mit der Pflugschar aus ihren Aeckern nicht selten aus altrömische Münzen. Als sich dann ReimS immer „Mchtiger erhob, die blühende Krönnngsstadt Alt-Frankreichs und eine starke Festung wmbe, fiel auch auf das dicht vor seinen Toren gelegene Bstheny etwas von dem geschichtlichen Glanz, aber diese Würde loar für das kleine Twrf mit einer grasen Gefahr verbunden. Wer Reims belagerte, der nistete sich in Bäthcnn ein, und so hat der Ort unter den zahlreichen Kriegen, die im Mittel- alter die Champagne verwüsteten, furchtbar zu leiden gehabt. Als Eduard III. von England im Dezember 1359 zur Belagerung von Reims schritt, da stellte er hier seine Vorposten auf, und während der Kämpfe wurde das Dorf niedergebrannt, Das gleiche ttaurige Schicksal widerfuhr ihm in den Jahren 1380, 1431, 1435 und 1437: immer wenn das große Reims in Gefahr geriet, mußte zuerst daS kleine Dötheny blnicn. Tie benachbarten Dörfer Run» und Tourist!. denen ein ähnliches Los zuteil wurde, haben sich von diesen schrecklichen Verheerungen nie wieder erholt: sie sind seit dieser Zeit vom Erdboden verichlounden. Bötheny hatte ein zäheres Leben: es stteg aus den wüsten Aschehaufen, die es 1447 darstelltt, in schmucker Kraft von neuem enipor. Bon seinen mittelalterlichen Bauwerken sind mir noch wenig« Spuren erhallen, ivie das ja nach solcher Katastrophe nicht anders zu erwarten ist. Tie gotische Kirche, die in den ersten Jahren des 13. Jahrhunderts crbarrt wirrde, ist 1854 von Gr,md aus erneuert wwden Nur der Turm, die Ap is und der mittlere Teil kes Querscküffes lind Ueber- rcste der alten Herrlichkeit, an die auch noch einige Säulenkapüelle mit prächtigem gotischem Laubornamen! erinnern. Die ungewöhnlich)? Schönheit der altgotischen Kirche von Bsthenn, die man daran noch erkennt, soll daher stammen, das: sie auS dem Material der alten KathRrale von Reims erbaut worden ist, die 1211 ecuem Brande zum Opfer fiel. Z ü r i ch , 23. Sevt. (WTB, Nichtamtlich ) Die Eidgenössische Technische Hochschule hat dem Prosessor Tr. vbil. Her- viaun Amandus Schwarz in Berlin zum 50. Jahrestage seiner Doktvrvnnnotion in Würdigung seiner ansgezeichncten wiisenschast- li-'eu Leistungen ehrenhalber die Würde eines Dokwrs der Mathematik verliehen, Sie erkannte dankbar die vorzüglichen Dienste an, eie er al l o ' geschätzter L«h er vor über vi r Jahrzehnte i der Eidgenössischen Technischen Hochschule erwiesen hat. _ Kreis Friedberg. © Bad-Nauheim, 23. Sept. Biele hundert Russen, die seit der Mobil mackmng hier noch zur Kur weilten, traten heute nrit Sonderzug die Heimreise übler Schweden an. Am Freitaft geht ein weiterer Transport ab. Starkenburg und Nheinhessen. (!) Bi ngen, 22. Sevt. Der Turn verein Bingen, gegr. 1846, hat einen Teil des für den Bau einer Turnhalke bestimmten Vermögens sür die Kriegsanleihe gezeichnet und zwar 5000 Mk. Eingesandt. Gießen, 23. Sept. Die Brotteuernng. Nachdem der Preis des Brotes schon gleich nach dem Eintritt des Kriegszustandes stark gestiegen war, ist vor acht Tagen schon wieder eine Steigerung setngctreten. Wohin soll es führen, wenn das so weiter gehl? lieber diese ernste Frage hatte ich beute eine Unterredung mit einem mir besremideten Großhändler, der mir zufällig begegnete. Obwohl dieser Herr von der gegenwärtigen Kon,unktur geschäftlichen Vorteil hat, gab er mir doch unumwunden zu, daß die Höhe der Meblpreise durch die Kriegslage nur zum kleinen Teil gerechtfertigt sei. Die Hauptschuld trage die Svekulation, welch« ihre Lager verschließe oder nur ungenügend öffne, um die Preise künstlich noch weiter in die Höhe zu schrauben. Es sei deshalb so gut wie sicher, daß die Brotteuerung noch Wetter zunehme, falls nicht die staatliche Gcwall einschrefte. Ich beeile niich, dieses Urteil eines Fachniannes durch Ber- mftlelung der Presse zur ösfeullichen KrnnMis zu bringen und die maßgebenden ärmlichen Organe aus diese Mißstände ausmerksam zu machen. G. Airctzlichc Nachrichten« Israelitische Reiiyionzgejeiijchaft. Gottesdienst. Sabbat'«''!- au, 26. September 1914: Freitag abend 5.45 Uhr. Samstag vormittag 8.00 Ubr. Predigt. Samstag vachmittg, 4.00 Uhr. Sabbat-AuSgnnq 7.00 Uhr. Wocheiigottesdienst: Morgens 5.15, abends 5.30 Uhr. Märkte. fr Frankixrt a. 9JJ. Die h hol Marktbericht von, 23. Sevt Austrieb: Rinder 976, Ochsen 177, Bullen 35, Kühe und Färse» 64, Kälber 280. Schase 91, Schweme 1631. Tendenz: Rinder rege, gute Ochsen begehrt; Schweine ruhig, bleibt Uebersiand. Preis sür 100 Psd. Lebend- Schlachi- gewicht Ochsen. Mk. Psg. PolMellchlae, ausaemäftete, höchsten Schlgcht- wertes, 4—7 Jabre nlt....... 52—58 95-100 die noch nicht gezogen hoben limqejochte) . . 48—51 90-94 Junge steischrge, nicht ausgemästete und ältere auSgemäslele............ 43 —46 80 - 85 Dullen. PolMellchsge, gnsgewachsene, höchsten Schlachtw. 47 -50 78-81 Pollsteischige, jüngere. ..... 43—46 75 — 80 Mäßig genährte junge n.gut genährte ältere 38-40 70—72 Färsen. Kühe. Pollsteischige ansqem. Färsen höchst. Schlachtw. 44—48 82—86 Pollsteischige ausgemästete Kühe höchsten Schlach» wertes bis zu 7 Jahren........ 40—45 71—84 wenig gnt entwickelte Färsen ...... . 39—43 75—83 ältere ansgemästete Kühe........ 36—40 67—74 Mäßig genährte Kühe und Färsen..... 30—36 60 — 70 Gering genährte Kühe »nd Färsen .... 24—28 65—64 Kälder. V Feinste Mostkälber ... 50-54 83-90 Mittlere Mast- und beste Saugkälber. . . . 44 48 75 -81 Geringer« Mast» und gut; SaugkAdee . . . 38 -42 84—71 Sch g' e. Stastmostschg'e: Mostlämmer und jüngere Ngstrrmmel . . 42—43 92 94 Schwein:. Prklsteischig» Schweine v»n30 —110 '-» Lebendgewicht......... 45.01—18.0, 58.10- 60 ,t Pollsteischige Schweine unter 80 ’<» Levendgewlcht ..... . . - 450,—47.00 55 ,0—59 >1 Pollsteischige Schweine von 100—110 c; Lebendgewicht , ....... 47.00—48,0' 59.00 — 60 ,0 BoUsteischrge schweure o»n 110-150:; Lebendgewicht ........ 47 0,-43.00 59 1)-GO 01 le. Frauksurt a. M., 23. Sept (Oria.-Telegr. de; ,G>e). ?lnz>", Amtliche Notierungen der heutigen Fruchtmarktvrest '. Weizen lhiestger, Mk 26 00—2 > 50, Kurhesüscher Mk. 26 00-26 50. Welteraner Mk. 00 . 00 - 00 . 00 . Rorgen (hieüger) Mk. 22.50 -2300. Gerste (Wetterauerl Mk. 22.00-22.50, Gerste. Franken, Psälzer, Rlii Pik. >.00-00.00. Haler Mk. 23.00-23.20, Mais Mk. 20.50- 00.0',, Weizenmehl 0 Mk. 0'>.00 -00.00. Weizenmehl I Mk. 00.00 -00.00, Weizenmehl III Mk. 00 00 — 00 01, Roqqenmehl 0 Mk. 00.00—00.00, Roggen,nehl 0/1 Mk. 00.00-00.00, Rogqenmehl I Mk. 00.00 —00.10, Weizenkleie Mk. 0.00-0.00, Weizenschalen Mk. 0.00 —0.00, Roggen» fleie Mk. 00.00 - 00,00, Malzte,me Mk. 00.01—00.00, Biertreber 00.00 — 00.00, Futtergerste Mk. 00.00 — 00.00. Alles vcr 100 kjt ab hier. (c. Frankfurt a. M., 23, Sevt, ^riq.-Telegr. des ,Giene,irr Anzeigers".) K a r I o s s e l m a r f t. Man notierte: Kartoffeln in Wag ons Mk. 4,50 — 5,00, im Kleinhandel Pik. 6,00—7,50 sür je 100 ks:. FC. Frankfurt a. M., 23. Sevt. Aus dem heutigen Haupt vieh markt ,varen 976 Stück ÜUnder aiügelrieben, darunter erstmals eine erhebliche Zahl ausländischer Zucht, »äuilich 77 Stück aus vollaud und 100 Stück ans Dänemark. Trotz dieser Zusuhr war kein Preisrückgang am dein Rindermartt. der rege verlies und geräumt wurde, zu spüren. Ochse» zogen sogar etwas im Prelle nn. Limburg a. d. Lahu, 23. Sevt. Fruckttmar' Durch- sckinittsvreis pro Malter. Roter Weize» lNassau,scher) 20.50 weißer Weizen langebaute Fre,»bsorte,i> 20,00 'ik^ Korn 15 75 w!., Gerste (Futter) 0,00 Pik., Braugerste 0,»v Plk^ vaser 10,80 Mk., Erbsen 0,00 Pik, Kartoffeln der Ztr. 2.5/— 2,80 Mk, Butter das Piunv 1,15 Mk., Eier das Stück 9 Psg. Letzte Nachrichten. Ergänzung der Meldung ans dem Gwßcn Sauplguarticr. Das Wolff-Burecui bittet, in der Meldung aus dem Großen .Hauptquartier einzuschiebcn: Ostwärts bis an den Argonnenwald sanden heute keine größere» Kämpfe statt. Die Russen, ihre Greuel und ihre Pläne. (WTB.) Berlin, 24. Sept. Das Auftreten der Ru, s e n in Ostpreußen wird durch Mitteilungen der „Kreuzzeitung" beleuchtet, daß gegen die Beamten in Ostpreußen überall mit den schärfsten Maßnahmen vor« zugehcn sei. Eine allgemeine Anordnung ging dahin, diese Beamten unter keinen Umstünden auf sretem Fuß zu lassen, sondern sie entweder zu erschießen oder sie in Gefangenschaft zu nehmen. — Die „Voss. Ztg." bringt einen von guter Seite mitgeteilten Bericht auS russischer Quelle über die Verteilung der Beute, bevor der Löwe erlegt ist. Die Russen könnten gar nickst glauben, daß Frankreich verlieren könne und hielten ihre eigenen Siege schon für ausschlaggebend. Rußland erhält nach dem Plan Eializien, einen Teil der Bukoivina, die Moldau bis zum Serelh und mit Einschluß der Donaumünüung, die ganze europäische Türkei, Kleinasien und Nordpecstcu. England erhält Westasrikn, Arabien und die überseeischen deutschen Besitzungen. Frankreich ivird mit Elsaß-Lothringen ab- gefiiuden Belgien erhält Luxemburg, Dir Kämpfe der Lesterreicher, (WTB.) Wien, 23, Sept, (Mittags ) Amtlich wird gemridett Am russischen Kriegsschauplatz wurde in den letzten Tagen, von einigen uinvcsentlichcn Kanonaden abgesehen, nicht gekämpft. Unsere Truppen sind ungeachtet der andauernd ungünstigen Witterung in vorzüglicher Bersastung. In Serbien ringen unsere Balkan-Sireitkrästc mit größter Zähigkeit um ihren Erfolg. Sehr wichtige Posittonen sind bereits in unserem Besitz. In diesen Kämv- fcn wurdm auch Geschütze genonimen. Der Stellvertreter des Ehejs des Generalstabs: v. Höser, Generalmajor. (WTB.- Wien, 23. Scpi. abends. (Nichtamtlich.) Amtlich wird gemeldet: Soeben angelangic Nachrichten vom Bal-. kan-Kriegsschauplatz lassen erkennen, daß mmmchr die beherrschenden Höhen westlich Krupmri (Jogodajah, Bisteg, Crni), uni welche tagelang erbittert gekämpft wurde, sämtlich in nnserni Besitz sind, und daß hier der Widerstand der Serben gebrochen, wurde. Daß es wegen der Kämpfe des Gros unserer l'alkari- streitkräste einzelnen serbisckwn oder montcnegrünschen Banden gelingen konnte, in jene Gebiete vorzudringen, wo nur wenige Gendarmen und die unumgänglich nötigen sicherheitsbesawiMgen zurückgeblieben sind, kann bei dem Charakter des Landes me- mand überraschen, — Der Stellvertreter des Ehejs des Generalstabs v. Höser, Generalmajor. Die Haltung Bulgariens. -WTB, Wien, 23, Sept, «Nickstamtlich.) Die „Südstawische Korreipondenz" meldet aus Sofia: Nach Informationen ans unterrichteten Kreisen ist festzustellen, daß, die Sendung des Präsidenten des Londoner BalkankomuecS, Buxton, vollständig gescheitert ist und die Bemühungen Biirions, die leitenden Kreise in Bulgarien z:, cinec -lenderung der b'sbe'rgen Haltung Ml b/wegen, erfolglos geblieben sind. Sowohl der König, als auch bis Kabliittt Radostawvw haben Buxton darüber nicht im' Zweifel getassen. dag man in Sofia die eingcscküagcne Richtung der bulgarischen Polink für die allein sür das Land richtige lstill und nicht daran denkt, von ihr abzngchen. Die Kathedrale von Reims. (WTB.) Großes Hauptquartier, 23. September. kAmtlich.) Der Oberkömmcindierende der bei Reims kämpfenden Truppen hat der Obersten HeeresleituarF heute folgendes gemeldet: Wie nachträglich fcstgesheAt worden ist, ist ans die Kathedrale von Reims auch ein Mörserschutz abgegeben worden. Nach einer Meldung des .. .ten Armee- korps ist das notwendig gewesen, weil es inckst möcxiich war, mit dem Feuer der Feldartillerie die deutlich erkannte feindliche Beobachtungsstelle von der Kathedrale zu vertreiben. Eine Antwort der Berliner Akademie der Künste. Berlin, 24. Sept. Auf das Telegramm der Sunft* akademie von San Luca, in dem sie Ausklärung über die Beschießung der Kaihedralc von Reims erbittet, ist von der Kgl. Akademie der K ünste folgendes Ant- w o r t t e l e g r a m m abgesandt worden: Wir sine erstaunt und tief betrübt, daß man den Verleumdungen unserer Feinde über deutsche Barbareien gegen Kunstwerke Glauben schenkt, Reims i ft Festung und liegt in der Kamvsiront der Franzosen, Gegenüber der Behauptung, daß die Beschießung von Reims keine militärische Notwendigkeit gewesen sei, stellt das Hauvtauartter folgendes seit: (Folgt die bereits wic- dergegebene Mitteilung des Großen Hauplanartiers, in der die Aulstellung eines fran.zösischen Beobachtungspostens aus dem Turm festgestellt wurde,> Diese Bekanntnrachung des Hauptquarsters bestätigt die „Times" durch folgende Meldung:^ Reims, 22. September: Die Franzosen haben die Beschießung der Stadt Reims und der dorttgen Kathedrale selbst verschuldet, weil sie Artillerie in der Stadt aufgeftetlt und von dort die Deutschen beschossen haben. Französische Soldaten lagern in den Straßen, In der Hauptstraße befindet sich ein Artilleriepark, dahinter liegt die Infanterie, Bon einer ernsthaften Beschädigung der Kathedrale, wie auch wir aus das lebhafteste bedauern, kann keine Rede sein. In Louvain sind laut amtlicher Feststellung alle künstle rischen Bauwerke ereilten. Das Rathaus npirde durch unsere Soldaten mit eigener Lebensgefahr unter der Beschießung der Bevölkerung gerettet. Wir danken der Academia di San Lucia, daß sie bemüht ist, die Wahrheit zu erfahren. — Akademie der Künste: Manzel. Die Künstschätze des Louvre. (WTB.) P a.r i s, 23, Sept, (Nichtamtlich,) Die Se n ft* schätze des Louvre sind in Sicherheit gebracht lvorden. Alle Fenster wurden vermauert. Die Mona Lisa wurde nach Toulouse gebracht, Aehnliche Maßnahmen sind in allen anderen Pariser Museen getroffen worden. Lcrantworklich für den gesamten redaktionellen Teil: Aug, Go eg. Amtlicher Teil. XVIII, Armeekorps. ' Stellv, Generalkommando Frankfurt a. M„ den 20. Sept. 1914. Abt. IIc Nr, 27 923. Betrifft Freigabe von Benzol für landwirtschaftliche, staatliche und kommunale Zwecke. Nachdem die deutsche Benzol-Bereinigung sich den Bedingungen des Kriegsministeriums 591-9, 14 A. 7. V. als für sie bindend ausdrücklich chnierworsen hat, bestimme ich in Ergänzung meiner Verfügungen vom 27. 8, 14 Ilo Nr. 20831 und vom 4. 9. 14 Ile 23 485: 1. Die im KvrpSbezirk befindlichen Lagerhalter der deuttckien Benzol-Vereinigung dürfen Benzol sür landwirtschaftliche, staatliche und kommunale Zwecke und für gew/rbliche Betriebe und zwar lediglich als Motorenbetriebsstoff stet abgeben. 2. Für andere Zwecke bleiben die obengenannten Verfügungen in Kraft. 3. Mißbrauch dieser erweiterten Freigabe von Benzol dnrw Verkant oder Abgabe an Dritte zieht unweigerlich die Aushebung dieser Verfügung für den betreffenden Landes-Vcrwalttmgsbezirl nach sich. Der Kommandierende General: _ Freiherr von Gall. _ Bekanntmachung sür Landsturinpslichtige! Es ist hier zur Kenntnis gelangt, daß solche Landsturmpililh- tigc, die s, Zt, kürzere Zeit als es der gesetzlichen Norm entspricht, gedient haben, z. B. als Dispositions- Urlauber oder aui Reklamalion hin usw., schon nach einiger Zm oder später entlassen wurden, sich als u n a u s g eb i l d e I betraw- ten und deshalb ihre Gestellungspflicht als ausgebildete Land- sturmpslichiige verneinen. Es wird darauf hingewiesen, daß derartige Leute zum aus- gebildeten Landsturm gehören und sich mit dem ausgcbu- deten Landsturni auch zu stellen haben, Gießen, den 15. Scvtember 1914. Großherzogliches Bezirkskommando. N a u m a n n, Oberstleutnant und Berirkskommandeuk. Bekanntmachung. B e t r.: Walzarbeiten auf den Kreisftraßen. Wegen Vornahme von Walzarbeiien wird die Kreissttatzk Treis-ÄNendors a, d. Lda. für den Verkehr mit Automobilen und schwerem Fuhrwerk bis zum 1. Oktober l. Js, polizeilich gesperrt. Gießen, den 23. Septnnber 1914. Großherzogliches Kreisamt Gießen, ßr. U[ijifler. §=§=■ p=l=—9Z— g.£ §>® «> S ZKU-^ s j. Ö30J*. ;Si': 6 SK 1 ^| S s >.! • “ e 2 a a> ss * fea 8'S ^25=£; a g; — ?cse„“g3®ä£- o-Ss^- *| -“Sai.5 ..., « sc **■ w'tet-a^S-Ka ^j| M e 'S "L^^LSZLs £ “ E|5SS3 ti *• £c a S©-S .-£3 t# r_- p - cs--.. £C ö K -f.M £ ? A Ä‘e^9S ^ JS § - 0.5 vC- 3 uO oft «5® 2 j»S-o es «-3 2iä S „ — „ «.£.5 uSLe ©jo wt3 a3--° 3:'S — 03 c js p p cs « r- ‘ «Sä*®! i*ti >= «n fc £ ^q. ^ tJ -ö -ti -p c: £ i'P5 ~ £ 3 5 £ ^ ■§ S „J g ’rfg .Ja'11 L> g" C s '2'—3 !flS W 2oJTiöiI? ^LL>SL-a-'§ : SiB.— »aso » a.ö '■af^ÜMs - 'cs.g.S'C "S2 rs^i Igr-sr^ jisffü^. s ag S -CN Ä ^ ? K »Zs- * SS &,Ü o'!— S g .2 Q g uO Oi^Xi Gx> ci^n ' 2 s ^5 ® p .«S^s eü ■2: ^ fc § £ ”5 « *£ 2 1 - ca »rtS.-Qf 3 g£.s g-»L«sL cs p £ * r r S-SirS et-S^Ä-.5 2 -S^e-LL -!?-*<§§« ®_ js 5S " 4*'" ~ e i- ’’* lsi s: ~ Ja'S £§ 3«* uo ***"* jfgtitele ^Z-S--aZLZK^r- f O « U K 3 +j - “ • sseäs*-’ s! »uQ — 3 o ’d®' 5 ! 1 - ! *23»ei e 2 » js«c'S go'H dg«DZZLg^Z°S *p w tJ — X *- 5 crc* 2 _ 'aac i- ->a^ = .t: e ., »2‘'S‘ -. ö ^ *>«; O c ;5SSc£^KoQcÄ??ß i C C j." ^ ^ ö «ft ^ £ ' up .g ^ -9.5 Q Ä UJ S- “2 -»S'öaS = Ä 2 3 I _ *5 «£. 2^*° CpCOS W ~ vO ~ . b*l S •§ 1 | £■£ ^ C ra ^ §«= 5 ö Ä Z"^ ^^ÖSC5«0^-= = p '^7 ^ 0 M rt ^ p p tT S *tr SS .*•“: Q V ? —■ ho 3 ^ /£>-*-*' *, S " ^ P ’ >C ^ r* 3 tC' •W 3 ^ O w - -2 £L-5 2 E S _ ^ ^ si >-* ö „ o» «5>r^ n - 'e, ^ Q-» c P •*■» CS •■*— «. 0 u tS 2 . o r- :Q o> O X ' 0 ~ - ä« V B ^ S.5®SÄ 5 a £ *- c a> £ •£ -5 ^ ^ 2 = ^ a-'^ ST'ff ö29»^ SS :=S 3 •— <5. v w— ö c « ef"-sa£S ■X *» -SS q^-frS .»Cv'* 0 .3 a •^■2^ «5© 3 c T ’"-' ---- rtl ' o «“ v 5 ^ N? 1 & 5 |agSS_ jf!*#ii : ’ F?.B 2 = “ = E u > 2 ,q »:= 5>2.S«.-§ S ^ t es ’f ^5 ;sZ8Z-^»^ZZLL-L " <33 ; «g-S __I s w « ■ •- L! o "---« »— .I -1 V! ?• CJ — ‘as a» 4 j o'S »» *» SS 50 c -5 S. es«K^ §>5'’c'‘',iE J 2 2 5i-°,3 . w«|f öS^'ff o .— a ^ IS ■C ttiSr <33-P '~^ S ^ O - .7b> .» S A V**P >22 £ SÄg 330* ^3.5 p ^ 'ö c 3 « 2.'S' dI. 0 p'.'ü- 3 rp'ö ^ yj 3 W öS .£ 2:'PS' 3-§S2. ÄÄ«‘ Z Z s: ..£ « 'S^>£' 0^3' - dd^» :?-r 3 ülrS-S. ’S. 3 .-33 Q C «» c 11 '£> ti w •*— tv. V C U H u y U I- - » v • -. J_J ^ ^ o " r 0 c s - ' j ü ^ t ^ ^ i Oui *j 'j ai ;jLc£_-*- ^ o— o a sr> •-ccc^ö- 0 ’- b d 2 ö a ■-> s: ^ — £ £ 5s £' S*tT' C3 ' HC> P «•5 .5 ' s?S ea. - » < ,§5.0 «-»ä'5' 5>3 ^ o a< h -3-ü ~s e §•*! Sa^J^S-S &g a#tf<* I a - 8'& ! §-£ ^ i u 0 v—* Q £ jc> o r ~? .b> - 'S ff £ # b> c ’s t >0 -2s jr £ S s (^ | 5 .«io- S 5 2 c H 2- C2 ; C3 b> WÄ-^O - p o b"' ^ Z g. ^5-g LZ«' ^ ^££^^; : 2ES f gHäs E O .m -—W ■-— cy ^_, S 5 5.-2J=-y SÄE ^01, ““^2 ~ =2 c «* S e « £ „ s= <= a ^ a.^ 3 S’^-'S' ="3 = 2 = o .5 s 5~2 - E-Q ^ a ^ Ssm = 1 IS~" S S^sad s|S- sSäS* S Z.Z-Z ä'S'i-S ° «o'S § s, a- ECos J 5 ö 0' 4 j- ,aj ^ 9i » P-- n 3 ^ 2». - ■>?> rs ’S« j3 •_,>-* 5j --» ~'—• o 2 d 0 rl ^ s“öK'S2iJgÄ ö a ,o 3— st, = ä-2 ,Sf 5 0 « SÄ " u ab m 2 3 C ^ yj C 1 ■ ^ 3 1 ■ •—5 «3 ®Sa®^£ ™ 5 3.3 — iü ü c , «*— ^,-ti »- rt oß <-» S- ~ CU V CU . W S-» tr-«-* ° CU : £ (•0 N - p - - - - • - ,5. : g --OuP C — «0 «KZ Sd cu >b to p -— ^ £ |! = «i^S|, S> =.§ A ?q8'3: a 2 ä 2 N U p ^ P CU HO « ^ — = ö § £ C- •*•*-*-> ^ £ CO -Q dS ^jz> b ^-c3 ~ ss-^* z; a 'j 5 '^wfj ä'*- " as> -4-» ~ 's^<— <2 «5 si - ^ cs o Z = ff f Ä £-C £ - a ES - --- E ZZr- » ZZ ^ "L ™2aÄ ■? 3 S® !- e#.t:a=Ä = .3-5, S’~3- -v x 0 -:5£S-s . b »s u 5,2- : Ä 3,.°5.5 C; So sP 'U 4^ ■ - p Ö ^ ^ CU CP t. — «- C O Cu « ^ w X Ö /S 2 §vO O 2 r" -rf-'-O Ä'UP UP tlOw X) ^)>vG'tr< (Oh Oß UP ri^o s; 5U 0 L «'S s .£ ° 'f *L® x> vp 5 ’C -Ö 6^(9 k s>c c <2 §r^£L SS vO UP — ^ ü i -h c p 21 in U ^ C CI *tr— i ^»J-LTZL f Ä . L2S - 4 ^ CU «u — .^2^ p j = 0 9 S' ' 3 " a <3 ä 85 O “•&u ä.S S s'a I „ l£) srt“> »* .S^NL. ' C ' u 3 »a S w 3 jo <33 m cu — <2 cu _4 21 ^ 62 S HO*Q> TV O P»- V ä-“ O P «u Ä ifc q g . *5K Ö 'S ^ tr C rto »2^ SJ £ ,1 = 3 -- 4J % ,-*-• TV , « H »-»V-» 1_> 1_» • ai . « . ». £2vod,^ydCÄ S2 £ £ * £ X-S Ci 2 S P opCiiS^XTÄ' -n, - e*s - a- S 'C«-C‘q Lx,^ <3 = ä E = ; «ta®0O c 5C { < i 4; ^ ^ n 'äü u.E e °. gjS 3 e ^«S «Efü "$L : 2 vä « c 5 5 s • P — ä"*-* 2 v r; f <3 s-* « J-< P 2* ££ *s „ e-g S . rsfM-t'Sg»! L VajSäf §»»^10 r ^.ZsvLL LÄ^ ~ « ' = -jCS s c- o *3 »äiiLtoeÄ ^ f.^’S » cxg'GS^®^o^ «j,2i HO:£U ^ £ « 2.Z .-'Zgaßs-E sllllfeli •yp'G »id'G T» ' S 3 ^ O 4 0 e c" ^ e 3.5 . ~ ij"2~ SE ' . b'L K '© . I i.55e - » .0,® ££»#,£ y gobiiE*’» §»©SBf®ell|a5e e?lf IcS '?cgF. :t! 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