Ar. 220 Zweites Blatt m. Jahrgang Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntag?. Die „Sietzener Zamilienblätter" werden dem »Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, da? „KTtisblatt für den Kreis Sietzen" zweimal wöchentlich. Tie „Landwirtschaftlichen Zeit- fragen" erscheinen monatlich zweimal. Eichener Anzeiger Seneral-Anzeiger für Gberhesien Samstag. \9. September Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäls - Buch- und Sieindruckerei, R. Lange, Gießen. Redaktion, Expedllioi^ und Druckerei: Schulstraße 7. Expedition und Verlag: egä>51. Redaktion: fcgg 112. Tel.-Adr.:AnzeigerGießen. Uriegsbriefe aus dem Osten. B>» »«sercm zum Ost Heere entsandten Kriegsberichterstatter (Unberechtigter Nachdruck, auch auszugsweise, verboten.) Der russische Rückzug und die russische Schani»' Armee-Oderkommando Ost, 14 . Sevt. Das deutsche Leer verfolgt die geschlagene russische Armee Rennenkampf mit allen »rüsten, die Mann und Roß cherzepgebci, vermögen. Unsere Infanterie ist in diesen Tagen ßLufzig und sechzig Kilometer marschiert und hat sich am Abend ihre Quartiere erst mit dem Bajonett erobern müssen. Diese beispiellose Leistung unseres Ostheeres nmrde erreicht nach den Anstrengungen einer dreitägigen Schlacht, nach ungeheuren Märsche» eine Woche vor her bei der Einkesselung der russischen NcrrewArniee Wir fuhren gestern im Automobil fünfundsiebzig Kilometer bis jast zur russischen Grenze an unser« Truppen entlang Sie marschierten vorwärts, der starke Regen hatte die famvsi n Provinzstraßen in kleine NLorästc verwandelt. Sie marschierten über und über bedeckt und beschmutzt und sie sj»ugeii Soldatenlieder. Und plötzlich sing eine Kompagnie an „Deutschland, Deutschland über alles" zu singen. Ich habe das Lied in den letzten Tagen, ehe ich von Berlin ab- rchlc, in manchen Kaffees singen hören, daß ich incinte, ich würde cs nie wieder gern Horen können. Man sang es, wir st«au vorher „Puppchen" gesungen hatte, als patriotisches Modeüed. Hier wurde es wieder frisch und hell, und die Thüringer und Hessen marschierten dazu in den sinkenden Abend Man muß es in jedem Bericht wiederholen, man müßte jeden Tag zweimal schreiben: dieses Ostheer, aus allen Ecken zujaniwt'ngeraffl und zusammengckratzt, überanstrengt «ü» zerschossen, r st herrlich,überall eMaßenher'r- ttch. Die ostpreußischen Armeekorps, die seit Beginn des FeSzuges hier an bitterer und schwerer Arbeit sind, verdienen den heißesten Dank Deutschlands. In unser,, deutschen Armeen in West und- Ost tut sicherlich jeder seine Schul- tchchii. sie aber haben mehr geleistet als man annehmen »erste, daß selbst deutsche Soldaten zroin-gen könnten. Nun ist Ostpreußen frei. Die Russen haben sich unserer Kammer rechtzeitig entzogen. Unsere Truppen, die durch *e masurischen Seen gegen den südlichen russischen Flügel ««gingen, innßten stärkeren Widerstand überwinden, als rum geglaubt hätte. Rennenkampf hatte das 22. Finnische ächätzeukorps ihnen entgegengeworfen, das mußten unsere Lorps erst forttäumen. Dadurch gewann der nördliche utzische Flügel Jett, den Rüchprg anzutrete». Er ließ seine uustvoll gebauten Stellungen vor Gerdauen im Stich und mrrschirrte ab Neun Tage läng hatte Rennenkamps alles cnf den deutschen Angriff vorbereitet. Man konnte Artillerie tellungen sehen, die mit einer Sauberkeit gebaut waren, daß -er alte Ruf der Jüchsen als gute Defensiv-Druppe sich, was « Befestigung der Stellung «rnbelängt, durchaus bewährte, vie prächttgen alten Eschcnalleen von Gerdauen nach Nor- -euburg hattg man kilometerlang niedergelegt, die Bäume suj die deutsche Anmarschseite gelegt und jeden Ast und edes Aestchcn säuberlich mrgespitzt Infanterieschützengrabeu »atte man mit abgedeckten Lausisängen versehen. Es wurde acht einmal der Versuch gemacht, die Positton ernsllich zu »alten Wir haben den Russen aus Ostpreußen leiausmarschiert mit einer so sicheren Ucberlegenhsit -er Strategie, daß der alte Haudegen Rennenkamps cs nur ivch versuchte, den Rüctzug zu retten. > Dieser letzte Dersucks, das russische Heer einigermaßen nlakt über die Grenze zu bringen, ist infolge unserer bei- piellosen Verfolgung auch gescheitert. Die russische Armee teunenkanipf zieht sich nicht mehr zurück, sie äuft in heller Flucht und unsere Operationen gegen ie sind, da ich diese Zeilen schreibe, in vollem Gange. Ostpreußen ist frei, es ist von Räubernu ui> Mord- g e s indcl befreit. In meinem letzten Bericht schrieb ich, daß so viel bewiesen sei, daß kaum noch etwas übrig bleibt. E s st eb t f e st, daß e s kaum eine Ke meinheit gibt, die die russischen Soldaten in Ostpreußen nicht begangen haben. Ich konnte mich durch den Augenschein von Tatsachen überzeugen, die der Europäer schlechthin für unmöglich hält. So weit man von der Landstraße aus das flache Land überblicken kann, ragen die Bra.ndrui»en der Bauern- und Gutsgehöfte, stkur die größeren Städte sind verschont geblieben. Das kleine sikor- dcnburg (3000 Einwohner), in dem wir übernachteten, haben die Soldaten des Kaisers aller Reußen in einem Zustand hinterlafsen, wie ihn memand glauben, niemand sich vorstellen kann. Krieg ist Krieg, und daß Ilusschreituugen Vorkommen, ist traurig, aber verständlich, hier handelt es sich aber nicht um Ausschreitungen, sondern um daS planmäßige Vernichten eines blühenden Landes durch Banditen und Mordbrenner. Haus bei Haus ist vom Giebel bis zum Keller ausgeraubt und beschmutzt worden in einer solch viehischen Weise, daß man meinen sollte, in diesen Kausinannslädcn, Apotheken, Gemischtwarenhandlungen, Bürgerhäusern hätten Lsie Schweine herdenweise gehaust. Es sei dabei betont, daß jeder Ausdruck hier nicht Schimpfwort ist, sondern die einzige Bezeichnung, die unsere Sprache für solches Geschehen hat. Um das russische Verhalten richtig zu beschreiben, müßte unsere reiche deutsche Sprache neue Worte er- sinden, unser Vorrat reicht nicht aus, diese Gemeinheit und Besttalitäten zu bezeichnen. Wir Europäer und Deutsche konnten uns dies bisher noch nicht vorstellen. Rolf Brandt, Kriegsberichterstatter. * Die staatliche Hilfe für Ostpreußen. Mit Hilfe der Landratsämtcr und Bürgermeistereien werden jetzt in Ostpreußen die Schäden des Krieges festgestcllt. Tie Minister v. Loebell, Tr. Lentze und Frhr. v. Schorlemer werden, nachdem sie nach der Besichtigung m Ostvrenßen nach Berlin znrückgekchrt sind, deni Staatsmiisisterium geeignete Vosichläge zur Linderung der Not unterbrechen. Es ist beabsichttgt, noch vor dem Eintritt des Frostes alle zerstörten Gebäude, soweit es möglich ist, provisorisch herKustcllen, airderenfalls Baracken zu errichten. Den Bauern wird Saatgetreide unentgeltlich geliefert werden. Eie Ernteerträge Ostpreußens sind größtmtcil vernick tet. Tr? Bewohner der in Mit- leidenschast gezogenen Distrikte werden auch Niehl aus anderen preußischen Provinzen erbalten. Die Notstandsaktion wird ähnlich eingelsitet.wie bei Uebcchchwemmnngskatastrophen. Die notwendigen Geldniittel wird später der Larrdtag bewilligen, sie werden »o- läusig anßergsietzmäßig an Notleidende gezahlt. Wie hmh der Swaden ist, läßt sich bisher noch nicht übersehen. Auch Post- nnd Eisenbahnverwaltung sind Leidtragende, da die Russen Postgebünde und Bahnhöfe zerstört haben. Der belgische Handel wahrend der letzten 30 Jahre. In der „Rhein.-Westf. Ztg." schreibt Prof. Dr. M. Pagenstecher (Halle a. S.): Die Bevölkerung Belgiens betrug am 31. Dezember 1884 5 784 858 und im Jahre 1911: 7 490000 Einwohner. Die Steigerung des Handels während dieser Zell ergibt sich aus solgenden Tabellen: Wert in Millionen Franken. Spezialhandel') 1884 1912 Zunahme Emsuhr 1426 4958 3532 Aussuhr 1337 3951 2614 Transit 1340 2437 1097 Was diese Zahlen besagen, tritt erst deutlich hervor, wenn man die Verhältnisse in anderen Ländern zum Vergleich heranzieht. Die nachfolgenden Zahlen geben den Wert der Einfuhr und Ausfuhr (Spezialhandel) von Belgien, Deutschland, den Bereinigten *)_ d. h. die in den Handel Belgiens übergegangenen und die aus diesem stammende Warenmenge. Staaten von Amerika, England, Fimckreich nnd Italien für das Jahr 1911 an. Einsuhr Aussuhr 5» 'S» -o , O a £ ff- iy> ~ •§.= c; « «,«- L> ■Z .5 s~= iss; .5 iS Belgien Deutsches Zoll7 490 000 4 508 602 3 580 478 1080 gebiet Ver. Staaten 65 671000 11987 183 10011 152 335 von Amerika 2 1 o 7 915 85 10 430 111 196 England 45 217 000 14 562 322 11453 253 675 Frankreich 39 602 000 8 666 204 6 077 153 367 Italien 34 671 090 3 389 98 2 204 63 161 Bei Würdigung dieser Zahlen muß man einerseits berücksich« sichtigen, daß Belgien hinsichtlich der Dichtigkeit der Bevölkerung unter den Staaten Europas nur hinter Sachsen zurückstrht. Um so erstaunlicher ist der Vorsprung, den der Wert der ein und aus- geführten Waren pro Kopf der Bevölkerung vor allen anderen Ländern Hai. Andererseits darf man bei derarttgen internationalen Vergleichen allerdings auch nie vergessen, daß die einzelnen Staaten den Wett der Einfuhr und Ausfuhr sehr verschieden berechnen, und daß deshalb derarllgc Uebersichten keinen Anspruch daraus erheben können, ein unbedingt zuverlässiges Bild der toirklichen Verhältnisse zu biNeu. So wird z. B. Genauigkeit der Wertdeklaration der englischen Handelsstatistik selbst von englischen Autoritäten stark angezweijelt! Die nachstehende llebersicht zeigt das Anwachsen der Ein- und Ausfuhr im Serhandel. Tie Zählen beziehen sich aus Mll- lionen-Tonnengehatt: 1884 1894 1903 1910 1912 Einsuhr 4,07 6,51 10,91 15,10 16,35 Anssuhr 4,05 6,54 10,93 15,07 16,32 Tie Zunahme in den 28 Jahren beträgt also für die Einsicht über 12>i Millionen, für die Ausfuhr etwa ebensoviel. Für den Antwerpencr Hasen stellen sich die Zahlen solgender- inaßen: Einfuhr: 1912: 13.78 (1884 : 3,40,, Ausfuhr: 13,72 (3,39,. Das ergibt für die Gasuhr und Ausfuhr eine Zunahme von etwa je llü/z Millionen Tonncngehalt. Die Zahlen beweisen deutlicher als seitenlange Erörterungen, was Antwerpen für Belgien bedeutet Und dabei haben die Niederlande durch einen Vertrag mit Belgien vom 21. Juli 1863 gegen eine Entschädigung von rund 36 Millionen Franken auf ihr Wasierzollrccht aut der Schelde verzichtet! Die Produktion an Kohlen und Eisen ergibt sich aus der folgenden Uebesiicht. Es wurden gewonnen an Millionen Tonnen: 1884 1912 Zunahme Steinkohle» 18,05 22,97 4,92 , äochosenvrodukte 0,75 2,30 _ 1,55 Tic Tonnenzahl der in Fabriken der Eisen- und Stahlbrauchs hergestellten Fertigprodukte belief sich sin Jahre 1884 aut 625 039; im Jahre 1912 ans 2 310640 Tonnen. Die Zunahme betrug hier mithin über 1,68 Millionen Tonnen. Aus einigen 5oldatenbriesen. die von der „Köln. Ztg." veröffentlicht werden, entnehme» wir einige siiterefsante und für die Stimmung unserer Truppen bezeichnende Stücke: 4. September 1914. Wir sind ans unfern Stellungen heraus. Gestern mittag begann der Vormarsch und der Sturm auf die scindlichen Stellungen. Noch immer alles Wald, soioeit man sehen kann, nach der Karte noch mehrere Kilometer, teils Hochwald, teils dichtes Gebüsch. Gerade di sie Abwechslung ist für den Ängrsifer so gsiährlich. Sobald man in sieicn Hochwald tritt, kann man des Feuers aus dem angrenzenden Unterholz, das nicht den geringsten Einblick zuläßt, sicher sein. Schrllt für Schritt und mit der größten Vorsicht muß Gelände gewonnen werden. Wir siich noch keine 200 Meter borgcdrungcn, da pfeiien auch schon die Kugeln um unfern Kopf, clls wll in Hochwald einge- trelen sind. Das Gebüsch, aus dem das Feuer kommt, ist kaum 50 Meter von uns entfernt, aber vom Jein de nichts zu sehor. Also schleunigst Deckung gesucht! Die Bäume bieten, wenn sie einigermaßen stark sind, einigen Sckmtz. Jetzt heißt's ruhig aü- warten — geschossen wird ans einem deutschen Gewehr nicht eher. Wi* der Krieg in ein sibirisches Kofafenöorf tarn. Hü einem Maischen Kosakendors an der Grenze der Nongolei wurde drr englische Berichterstatter Stephen Gramm von dem Kriegsausbruch überrascht und schildert nun in nnem farbigen Bilde, wie dieser weltgeschichtliche Augenblick n der von schncegekrönten Bergen und dichten Wäldern umahmten Eim'amkeit 1200 Werst südlich von der sibirischen Eisenbahn ausgenommen wurde. „Alle jungen Männer und H:auen des Dorfes waren beim Grasschneiden auf den lügeln. die alten Leute saßen zu Hause und kochten, die sinder spielten — da kam der Krieg. Am 31. Juli um 4 Uhr rüh traf das erste Telegramm ein, die Mobilisicrungsordre. sch war in einer mir unerklärlichen Aufregung erwacht, und ls ich auf die Dorfstraße ging, fand ich alles in großen örregnng. Meine Wirtin schrie mir zu: „Haben Sic gehört? cs gibt Ksieg!" Ein junger Mann ans einem prächtigen laß, eine große rote Fahne um die Schultern geschlungen, aloppierte durch die Straße und brüllte: „Krieg, Krieg!", »ährend das Tuch blutrot hinter ihm herslatlerte. Pferde hcr- us, Uniformen, Schwerter. Sosorl begann man mit dem sorfnhren der Pferde. Der Zerr hatte die Kosaken gerufen; hne Bedauern verließen sie ihr Tagewerk. Wer war der (sind? Keiner wußte es. Das Telegramm enthielt keine An aben, und alles, ivas die Dorfbevölkerung sich sagen konnte, mr, daß dasselbe (Telegramm vor zehn Jahren gekommen mr, als es gegen die Javaner ging. Man neigte allgemein er Ansicht zu, daß die gelbe Gefahr wieder da wäre und der (sieg mit China ausgebrochen sei. Rußland war zu weit in ie Mongolei eingedrungen, und da hatte China Krieg er- äsi. Dann lief das Gerücht um: „Es geht gegen England, egen England!" Dies schien der nächste mögliche Feind. „Es >ird sin ungeheurer Ksieg," sagte sin besonders kluger Bauer ® mir. „Dreizehn Mächte sind dabei — England, Frank- tiä), Rußland, Belgien, Bulgarien, Serbien, Montenegro, llbanien gegen Deutschland, Oesterreich, Italien, Rumänien nd die Türkei," Zwei Tage nach dem ersten Telegramm im ein zweites, das alle Männer im Alter von 18 bis 43 fahren ansrief. Fliegende Bolen kamen atemlos und damp- md auf ihren Rossen an und übergaben Pakete, die geheimen nstruktionen, dem Ataman, dem Häuptling der Kosaken, in Ru erhielten sie frische Pferde, und nach fünf Minuten rgten sic schon weiter. Die große ro« Fahne war an einer 0 riesigen Stange am Ende der Dosistraße aufgezogen, und des Nachts wurde sie durch eine rote Laterne esietzt. Am Eingang eines jeden Dorfes wehte eine solche Flagge bei Tag, leuchtete eine solche Laterne bei Nacht. Die Pferde wurden sehr sorgsam ausgewählt; die Kosaken hatten an 1500 Kilometer bis zur Eisenbahn noch Omsk zu reiten; da konnte man nur die besten Pferde brauchen. Am Sonnabend fand ein wehmütiger Gottesdienst in der hölzernen Dorfkirche statt. Der Priester erzählte in einer langen Predigt davon, wie Napoleon die Kirchen der „Alten Mutter Moskau" zerstörte und dafür von Gvtt bestraft wurde. „Gott ist mit uns," sagte er, „der Sieg wird unser sein." Sonntag war Feiertag, und keine Vorbereitungen wurden getroffen. Am Montag brachten die Kosaken ihre Uniformen heraus, ihre Schwerter, Hüte, Mäntel, Stiefel usw., alles, was sie zu brauchen glaubten. Am Donnerstag, dem Tage des Ausmarsches, kam ein drittes Telegramm aus Petersburg. Der Schnapsladen, der während der großen Mäßigkeitsbewegung verschlossen und versiegelt gewesen war, sollte an dem einen Tage geöfsnet und dann bis auf weiteres wieder geschlossen werden. Was für Szenen spielten sich an diesem Tage ab! Alle Männer des Dorfes waren Soldaten geworden nnd prunkten auf chren Pferden. Um 8 Uhr morgens wurde das Weihwasserbecken aus der Kirche getragen und, von Weihkerzen umgeben, auf den offenen, sonnenbeschienencn Platz gestellt. Alles Volk strömte hier zusammen, und dann trat der langhaarige barhäuptige Priester in seinem grellblauen Gewand aus der Kirche; hinter ihm kamen die alten Männer, die Heiligenbilder und Kirchensahnen tragend, und dann der Krrchenchor, dessen dumpfer Gesang vereinl mit dem Schluchzen und Weinen der Frauen zum Himmel stieg. Der Weihegottes- dienst begann, und erst da ersiibren wir die fast ungiaubliche Tatsache, daß der Krieg gegen Deutschland ging. Die Stunde, der Ort und die heilige Handlung, die mir diese Kunde brachten,^ machten sie mir besonders eindrucksvoll. Ich wenigstens verstand, was dieser Krieg gegen Deutschland bedeutete und was für Furchtbares bevorstand, „Gott ist mit euch," sagte der Priester, nnd dabei rannen ihm die Tränen übers Gesicht, „nicht ein Haar wird von enern Häuptern verloren gehen. Niemand wende dem Feind seinen Rücken zu. Denkt immer daran, daß ihr, wenn ihr das lut, die ewige Seligkeit eurer Seelen verliert.... Gort segnet seine treuen Slawen!" Dann dräuoten alle Soldaten herzu, um ibre Kopie unter die Bibel zu legen; jeder warf sich nieder im Gebet, jeder küßte das Kreuz in des Psiesters Hand, nnd seine Stirn wurde benetzt mit heiligem Wasser. Und dann ging er fort, sein Pferd am Zügel. Aus einer Wiese vor dem Dorf hatte unterdessen schov ein ausgelassenes Fest begonnen. Ein großes Feuer lodert« zwischen den grünen Birken, und darüber wurde sin ganzer Ochse gebraten. Der Wutki floß in Strömen. Man aß und trank ans die Gesundheit des Zaren, Rußlands und ans seine eigene. Ein Mann hielt einen Rubel hoch, zeigte auf das Bild des Kaisers, und dann sängen alle Soldaten „Gott segne den Zaren" nnd tanzten um die Münze herum. Immer wilder wurden Gesang und Tanz, immer lauter mischte sich darein das Schluchzen und Weinen der Weiber. Da vlötzlich gab bei Osfizier den Befehl zum Aufbruch, und alle Männer sprangen in den Sattel. Viele Frauen ritten noch ein Stück mit, und so unter Abschiedsrusen ging es auf die weite, weite Reise, hinaus in den Krieg____" Komiker-Tragik. Victor Arnold, sins der stärksten und menschlich ttentrn komischen Talente, die die deutsche Bühne besaß, ist nicht mehr. Ganz überraschend trifft uns die .Kunde, daß dieser warmherzig« Künstler, dsisen prachtvolle Entwicklung wir in den letzten Jahren mit stets neuem Entzücken versolgten, in einem ?lnsall krankhafter Schwermut aus der Welt geschieden ist. Die Angst und Not dieses Krieges, die ihn selbst doch nur von fern streiften, lasteten zu schwer auf leinem empfindsamen, so lsicht erregten Nervensystem und ließen die schwarzen Gsipenster der Hhpochondsie, die ihn schon immer düster umflattert, den letzten Funken Lebensfreude aus seiner Seele vertreiben. Das alte Schicksal, die alte Tragik des Komikers bat also auch im Leben disies wahrhaften Humosistrn gewaltet Er,besaß ja jene echte Komik, die die „lachende Träne" im Waoven siihrt, und auf dem Urgrund seiner hsitcrsten Gestalten sckstuckilte ein Stück lsisen Menschenwehs, eine rührende Hilflosigkeit den^ Leben gegenüber, das die arme Seele zu so tollen narsiscken Sprüngen verlockt. So hat er z. B. aus der derb burlesken Jigur des Iriedcns- sichters Schaal in Sbakespeares „Hsinsich IV." eine ergreifende Eharakterstudie gsichassen, einen alten, halbblinden und säst tauben Mann, der in den heitern Wirbel w-ider Wlllen bincingezogen lvird und in ssiner dümmlichen Gravität nun doppelt komisch nürkt. Ebenso war das arme Schneiderlein, das er ans deni Helden von Shaws „Androllns »nd der Löwe" machte, trotz seiner ül-erwältigcn- den Lächerlichkeit eine in ihrer srommen Ergebenheit tief tragsiche Gestalt. Den Menschen Molisres, vor allem dem George Danbiu. aber wußte er ibre hsißesten Herzerrstöne abz»lauschen, und so lvar als bis da* 9Tn Mn AM Hat ÖÄ bleibt uns nichts ande^ res übrig, als die Kerls mit unserm Hurra ernzi,schüchtern. Aus der ganzen Linie ertönt das Signal „Seitengewehr auspslanzen", dann das Signal „Marsckmrarsch!" Alles springt, stürzt voran, und ein markerschütterndes Hurra dröhnt durch den Horst. Das feindliche Gewehrseuer nnrd zum ivachru Bleilragel. Tinzelne, jallen, aber vorwärts! lind jetzt haben wir den ersten Erfolg erreicht, das feindliche Feuer hört aus, das Gebüsch ist erreicht und der Feind in der Flucht. Unsere Kugeln solgen, und manche Rot- hvse liegt aus dein Waldboden. Aber nicht lange finden imserc Kugeln ein Ziel — der Feind ist verfchnmnden. Ern furchtbarer ttzeschoßhagcl prallt uns entgegen, wirft uns zu Boden: TeckunA ivird gesucht. Im hinwersen spüre ich einen Schlage ein Gescbotz war niir durch den Kochkessel geschlagen. Zwei Sekunden früher, und ich wäre nicht mehr ausgestanden! Dicht neben mir schlägt jetzt ein Geschoß ein. Ach n>as, nicht daraus achten! Den Kerls aus die Pelle! Bald ist auch das Ziel gesunden. Aus einem Schützengraben von der kleinen Anhöhe links konnnt das Verderben. Mancher ist schon getroffen, mancher hirmvelt hinter die Schützenlinie, um sich verbinden zu lassen. Jetzt aber Feuer! Den obren Rand des Schützengrabens auss Korn genommen. Das Feuer aus beiden Seiten wird ohrenbetäubend. Einer muß nachgeben Uns gegenüber wird das Feuer schwächer, der Schützengraben ist in eine dichte Staubwolke gehiUlt. Wir haben das schießen wohl gelernt! Jetzt wieder vorwärts. Alles hat den Drang, möglichst schnell he ranzukommen. Das Signal ertönt, und vorwärts geht's! 100 Meter trennen uns noch vom Feinde, der Sturm hat manches Opfer gcsordert. Bald ist das Feiler aber ivieder schwächer geworden, säst verstummt. Wieder vorwärts! Die Kerle müsien heraus aus iljrftt Gräben! Die ersten versuchen nach tunten zu entwischen, aber nicht weit kommen sic: unsere Kugeln strecken sie bald zu Boden. Nochmals einen Sprung! 50 Meter trennet» iins noch von den seindlichen Diellungen. Drahthindernisse versperren uns den Weg. Die Kerls halteir aber nicht mehr aus. I» Hellen .Hausen kommen sie heraus, lausen, stür.zen, mancher steht nicht mehr aus. Wir haben uns nicht mehr brngswoisen, keine Deckung gesucht, stehend ieuern wir aus den Feind. Gute Kameraden fallen, bitten um hilse, um den Abschiedsgruß. Ade, ihr guten Kameraden, Helsen können wir nicht, nur vorwärts! Bald siich wir init diesem gesährlichen Feind fertig, der so manchen der unsrigcn hingestreckt, danii können wir auch euch Helsen! Der Draht ivird mit dem Seitengewehr dnrchhcuien, überklettert, iiiid der Graben ist erreicht. Winseln und Stöhnen dringt uns entgegen aus denr mit Menschenleibern hoch angcsüllten Graben. Wir hatten gut getrosten. Sehen möchte ich nichts mehr von dem blauen imd roten Gemisch, von den blutüberströmten, schmerz- und angstverzerrten, blossen Gesichtern. Schnell noch einige Waisen den Verwundeten abgenommen, damit sie Nicht mehr aus dem Hinterhalt auf uns seuern können, und nun weiter an die Verfolgung, Noch mancher fällt aus den weichen Waldboden. — Die höhe ist erreicht, aber der Tag noch nicht znr Neige. Die Franzosen haben überall Stellungen,-sind aus den Rückzug immer vorbereitet. Es kostet noch manch hartes Gefecht, bis unsere Artillerie die Ver- solgung ausneluncn kann. Das war ein heißer Tag. Die Sonne geht im Westen blutigrot unter, blutigrot wie der Waldboden, den ihre letzten Strahlen treffen. Wir haben viel erreicht: der unheimliche Wald ist unser Wir Freunde hatten uns im .Kampfgewühl verloren, unbeschreiblich war die Freude des Wiedersehens am Abend. Nur einer von uns hatte einen Schuß durch die hüste bekommen. In dieser Nacht hatte» wir ivenig Ruhe. Wir sind verschiedentlich alarmiert worden und liegt jetzt ickrn wieder auf der Lauer. Jeden Augenblick wird der stci.ih erwartet. Ei» eigenartiges Pieijen und Surren erfüllt die Luft Unsere schweren Artilleriegeschosse fliegen gemächlich, um ein Dorf in Brand zu schießen imd vom Feind zu säubern. Gestern haben wir uns ta.pt er geschlagen. Unser Korpskom- mandeur hat uns seine volle Anerkennung ausgesproctw». Er »aclle: Mit uns könnte er den Teufel aus der Hölle lwlen! Unser Major Itfrt schon das Eiserne Kreuz: vorgcschlagen dafür sind nach viele vom Bataillon. Gestern hörten wir zum ersten Male Musik seit unserm Ausrücken. Mit Musik sind wir durch französische Dörser und Städte gezogen, „heil Dir im Siegerkrauz", „Deutschland, Deutschland über.alles" verkündete der bedrückten französischen Bevölkerung den Sieg der Deutschen. Stolz und stramm sind wir an ihnen vorbeinrarschierl. Eine wunderbare Stimmung beseelte uns alle und Hilst uns die heißen Marschtage leichter ertragen. * . * Ein Reservcossizser schreibt an seine Matter aus Nord- frankreich: Ich liege setzt draußen aus Feldwache mal wieder Vor uns ein besetztes Gebiet. Der Krieg ist doch ein schrecklich Handwerk! Als ich heute porimttag meinen Posten revidierte, kam eine französische Reiterpatrouille 'Elzosteiirsi von etnem Offizier, 4 Mann es auch bei Nestreh, wäre es bei Raiinund gewesen, wenn er ihn zu spielen bekommen hätte. Arnold reiht sich so in seiner Wesensart in die kleine Schar der großen .Komiker ein. die im Leben liefe Tragiker waren, und diese Verwandtscliasl bat er in seinem Tod mit seinen, Herzblut besiegelt. Wer denft nichr bei seinem Sterben in welaiicholischer Ge- mlllsverwirrung an den größten dieser ineuschenseindliche» hu- moristln, an Friedrich Raimund, den genialen Schauspieler und Dichter, der sich in seinem gemütskranken Rappelkopf aus „Ter Alpenkönig und der Menschenfeind" selbst gezeichnet hat. Dieser Klassiker des Wiener Bolksstückes war b:r all den Er- solgen, die er hatte, ein unglücklicher, innerlich zerrissener Mensch, von swten Aengsten und Befürchtungen gepeinigt Man hat gesagt, er sei „an Nestron gestorben", ander zynischen Gemeinheit, die sein größter Nebenbuhler in denr Bolkssttlck brachte. Aber es war eine immer stärker in ihm tverdende Gemütskrankheit, deren Opfer er wurde. Wie Arnold die tue Foer hatte, er müsse nun im Kriege verhimgcrn. so glaubte RarmnNd, er sei von einem tollivütiqen Hunde gebissen worden und schoß sich mit einer kleinen Handpistole in den Mund. Bet voller Besinnung Hörle er ncüd, daß der Hund gesund gewesen war, und starb dann nach furchtbaren Qualen, das trairrigste Ende, das wohl sc ein Spender des reinsten Lachens und unendlicher Heiterkeit gesunden. Wüßte» wrr »lehr von Molisres Leben, so würden wir die Züge gramvoller Verbitterung und heffiger Meirschenseindtichkert, die ioir setzt nur aus seiiren strahlend horteten Werken leise ahnen können, in seinem Temperament sehr deutlich Nachweisen können. Auch er ist sicher ein Choleriker rmd Melancholiker gewesen, wird das tupische Temperament gehabt haben, das nmi einmal zum Komiker zu gehören scheint. Wie in der Natur da viel Schatten lagert, ivo viel Licht ist, so scheint es säst ein Gesetz der menschliche» Seele zu sein, daß die dunkelsten Klbgrinche der Tragik und des Grauens da iich austun. wo das bunte Feuertverk des Witzes, die Urgewalt eines beste,enden Lachens um stärksten sich entfaltet. — Kurze Nachrichten ausl Kunst und Wissen- 'schast Berlin. 18. Sep, »WB.) Die „B. A a. M." meldet: Der Bildhauer Friedrich P sann schm idt, Präsident des Künst lerverbandes deutscher Bildhauer, ist als hauvtmann d. R aus dem westlichen Kriegsschcrnpkrtz gefallen. Der Künstler erreichte ein Alter von gerade 50 Jahren. — Der ordentliche Professor an der Tübinger Universität, Strastechtslehrer Dr. Kriegs mann, ist am 6. September im Felde gefallen. Dr. Kriegsmann ist 32 Jahre alt geivorden. — Leipzig, 18. Eevt. Den beldentod snr daSVaterlaiid starb derPrrivaliungsr«chtslehrer,eiats>näßiger außerordentlicher Professor an derllniversttätLeipzig 0r jur. St. Rorinann, Leutnant der Reserve im Inl.-Reqt. Nr. 148, im 30. Lebensjahre. Professor Rotmann lgeboren i« Odor-Mörlen in Hessens, der bisher als Privatdozent für Staats- und Verwaltungsrecht in der Berliner Juristen,akultät »nd al; LandeSasteffor der Provinz Brandenburg tätig war, war vom I. Oktober ds. I«. zum etatS- mäßigen anßerord. Prolestor für Derwnllnngsrecht tmit besonderer Berücksichtigung der Verwaltung im Rönigreich Sachlens an der Universität Leipzig al» Nachfolger de» verstorbenen Geh. Regiernngs- rat» Profestor Dr. Häpe beruf«,, worden. ahnungslos aus uns zu. wir waren im Wolde. Aus 200 Meterhohen mir gefeuert, das Kommando stel mir schwer Der Offizier, 26 Iolhre, zwei Tage vor Mobilisation geheiratet, stet, die andern stürzten und wurden teils leicht, teils unverwnndet gefangen. Keiner entkcmi. Ich lwtte die Patrouille lererts eine halbe stunde durch das ttzlas beobachtet. Die Pferde und sättel (tadellos haben wir äuck>, denen cxhst werde ich retten. Es tnt einem in der seelc weh aber c'est la guerre. Zweimal ivar Post da, ohne daß ich etwas vmi euch erhielt, ivo mögen di« Nachrichten wohl bleiben. Jetzt, wo man einmal Polt gehabt Hut, meine ich, ich müßte immer etwas bekomnien! — Wir imd hier der menschlichen Hilst ziemlich fern, keine Zette, kein Feuer. Mein Souper bestand bisher in trockenem Brot, gerade aber bringen meine Leute mir eine Mordsseite Speck, ine sie irgendtoo „gesturdeu" haben. Zwiebeln besorgt mein Bun'ckie Sechs Zigaretten habe ich auch noch ergattert, das Souper ist gesichert. Prachtvoll sind dst Feldkückwn, ans denen wir Natürlich mitesien müssen. Mau bekommt doch immer einigermaßen schmac!Haltes Essen, ordentlich dnrchgekochl. Wenn man seit drei Wockzen sich immer selbst ans Feldstuer hatte kochen müssen!! Ö weh! — heute Nackrt ist es natürlich mit Schlaf nichts, ich wollte, der Niorgen wäre da! — Alles wohl, 1000 Grüße Otto. Die Nacht war's kalt im Chuusseegraben! Gerade kommt Beiehl, daß wir nach Metz kommen werden. ’ , Vor dem Gciccht! Gleich geht der Höllentanz los. Wir liegen gedeckt im Dorr, neben uns «hießt schon die Artillerie! Ich empfehle mich deni Allmächtigen imd bin ruhig. 1 ll h r. Bis jetzt zieht sich der Feind überall zujrück, wst haben noch nicht gxr- schosscn, unsere Artillerie böllert tüchtig. Blick von den höben aus das Mosettal und X . . . großartig, Abstieg nur durch Weinberge. 1,20 Uhr. Wir gehen znm Angriff vor ans X . . ■ 3 IIhr find wir ohne Schuß in .1 . . . eingezogen, di« Franzosen haben es ll Uhr ohne Kamps verlassen nach Sprengung der Brücke. Ick) habe die Wache in der Mairie, ivo ich jetzt schreibe. Draußen drängt sich das Bolk und staunt uns an wie Wundertiere. Alle Waffen müssen bei mir abgegeben werden t,nd oben im erstell Stock habe ich den ganzen Gemeindcrat, die Notabel», als Geiseln sitzen. Tie Bevölkermig, besonders die weiblich«, ist sehr liebcns- wiirdig. Mon lieutenant, hinten nüd vorn. Du lachtest, toenn du mich radebrechen hörtest, ober es geht schon ein bißchen. Man loird andauernd gestillt, beinahe die ganze Zivilverwaltung von X . . . geht durch meine Hände. Alles wohl. 1000 innigste Küsse. Dein getreuer Sohlt. Zeichnet djkKrlkgSllllSkliikil! I!lI!lIiIIiI»iIII»I!!!IIIIlIlIIllIIllst!!III!II!l»stI!lII!sI!I!!!!!Iststll!!lIIstI!l!l!l!!!!!!s!l!!!!!!!>st»Ill!I!l»I!! Line heldenhafte Batterie. In der Schilderung einer Fahrt über die Schlachtfelder an der Marne, die der italienische Berichterstatter O. Bite tt i von Paris ans am II. September unter- »ommen hat, findet sich folgende Episode pan dem heldenmütigen Untergang einer deutschen Batterien „Eine deutsche Batterie mit I5-Ze>t,imetkt Geschütz«n, die f» der Nah' voll Stzzollttc auf eitieu sumpfigen Böden geraten war. war ohne Unterstützung gel-lieben, aber anstatt daß sic sich de» Franzosen ergab, die sie von allen Seite» umringten, brachte sie sich in eine möglichst gute Stellung und unterhielt tvckh rend des ganzen Tages ein höllisches Feuer, störte so die französischen Truppen beim Pormarsch und verteidigte sich gegen die Awgreiscr. Die hetdenlzaste, verzweifelte Berteidi- gnnq hörte erst spät am Abend auf, als alle OKschiitze znm Schweigen gebracht worden waren und fast alle SÄbvten tot oder verwundet am Boden lagen. Als ich in Dözamie ankam, waren die Artilleristen der tapferen Batterie schon begraben worden. Die Kanonen lagen noch an ihren Stellen, umgeben von MMmstammen, die die Artilleristen bei ihrer verzweifelten Berteidiguug vor die Räder geworsen hatten, um ihr Versinken im Sumpfboden zu verhindern." Derselbe Berichterstatter hebt hervor, daß in den Dörfern, durch die er kam, eine Anzahl Einwohner zurückgeblieben waren und daß diese beherzten Leute sich sehr zufrieden äußerten, zum Schutz ihrer Häuser aus ihren Posten geblieben zu sein, weit die Deutschen, wenn sie zu .Hause waren, sich immer darauf beschränkten, 'Nahrungsmittel und Getränke zu fordern und das Privateigentum streng schonten. Wenn es auch selbstverständlich ist, was hier von unseren Truppen gesagt wird, so ist es doch erfreulich, daß auch die Bewohner der französischen Dörser sich durch itffe eigene Erfahrung davon überzeugen, daß ihnen, wenn sie sich in ihre Lage schicken, kein Leid geschieht. Pfeile — die modernsten Luftwaffen. Zn den Geschaffen, Bajonetten, Lanzen und Säbeln kommt im Völlerkriege als modernste Waffe eine Luftwaffe binzn, deren Verletzungen die Kriegschiriirgic gewöhnlich nicht behandelt: der Pfeil, eine an sich uralte Waffe. Von kkiegschirurgischen Erfahrungen mit Pfeilen berichtet der Stuttgarter Unterarzt Johannes Vvlkmann in der seldärztlichen Vellage der „Münchener medizinischen Wochenschrist". lieber die Art der Anwendung der Pfeile lellt Volkmann nach Angaben eines Kämpsers folgendes rftü: „Unser Regiment lag am 1. September, nachmittags 5 Uhr, in der Nähe von L. am Rastplatz, die Bataillone in .Kompagniesrow mit elwa acht Schritt Zwischenraum zwischen jeder Kompagnie, das erste Bataillon in der Milte, bas zweite links und das dritte rechts davon, wächend zwei Flieger in etwa 1200 bis 1500 Meier .höhe über uns kreisten. Plötzlich fühlte ich einen stechenden Schmerz am rechten Fuß dicht oberhalb der Ferse. Im ersten Augenblick glaubte ich, von einem Nachbarn ans Versehen gestochen worden zn sei», wurde aber fofott einrs besseren belehrt, denn icm mich herum schrien säst gleich,eiffg ncnli andere auf, auch die Pferde eines Packwagens wurden scheu Als ich meinen Fuß betrachlett, steckte ein eiserner Pseil etwa J V* Zentimeter darin, den ich sofort herauszog, auch ungefähr 15 Kameraden um mich waren von den selbe» Geschossen getroffen worden, der eine durch beide Waden, der andere wurde mit seinem Fuß dadurch ab den Böden gespießt, einem dritten war der Pfeil in die Backe und den Mund gegnngen, mich ein Pffrd war dicht über dem Auge getroffen. Nachdem sich unser Erstaune,, etwas gelegt hatte, konnten wir erst entdecken, wolwr wir beschossen >norden ivaren. Wir konnten nur von den Flug zeugen mis so überschüttet worden sein. Alle unsere Verlrniii- dungen waren nirbt schtver, sodast mir bald verbunden waren. So gut es ging, kroch nun jeder unter die Wagen, um sich zus schützen." Aus Erzählungen änderet Kämpfer hat Bolkmann entnehmen können, daß im gmczen ettva 50 Geschosse niedergingcnr, von denen die meisten daS rechts liegende dritte Bataillon strafen, während vom ersten nur noch ein Mam, verletzt wurde. Wenn wirllich im ganzen 15 Mann .qettoffen worden sind, entsprickff das 38 Prozent Treffern, scchaß also Pfeile, die auf dichtgedrängte Abteilungen ausgeftreut werden, eine nicht unerhebliche Wirkung haben. Die Pfeile, von denen Bolkmmrt, einen im Stuttgarter Aerztevereür vorzeigen konnte, sind etwa zehn Zentimeter lange Stifte aus Preßstahl non acht Nicllimeter Dicke Das untere Drittel ist massiv und läust in eine sehr scharfe Spitze au3; oben besteht der Pseil ans einem Gerippe von vier dünnen Stäben, das im Querschnitt sternförmig ist. Die Pfeile fallen also -mit der Spitze voran imd bestreichen einen ziemlich großen Raum dank der Schnelligkeit des Fahrzeuges Sie haben ein Gewicht von 16 Gramm Waiwscheinlich >verden iic einfach vom Luftschiffe auögescl,üttet Trotz des geringen Gewichts können ffe, da ffe aus großer höbe ballen, eine zienllich große Dnrcbschlagskroll erreichen. Die Meriten Verletzten tragen nur unerhebliche, ziemlrch rascki heilende Wunden davon, was wohl darmr liegt, daß die meisten lagen und an Füßen und Beinen getroffen unrrden. Ein .Kopsschnß ,edvch, der durch eine Schläfe ein- und durch die andere Kopfrite ausdrang, tvirkte sofort tötlich. Jrgeirdivelche ücebcner- scheimingen traten bei den Verwundungen sonst nicht auf: die Pfeile sind also ebensowenig giftig, wie die französischen In. santeriegeschosse mit dem Laening, »on dmen m«n das ursprünglich glaubte. ■ ■; Gietzener Pferdemarkt. Gießen. 10. September. Der am Mittwoch abgehaltenc Meßenek herbst, p s e r d e m a r k t war über Cwwarten ftiit besucht. Es ttwxren rund 180 Pferde und Fohlen aufpetrieben, eine Zahl, die »ach der Wegnahme der vielen Pferde zu Kriegszw«!» außerordentlich hoch erscheinen muß. Auch der Besuch des Marktes durch die Laudbeböllerunp war sehr gut. Nachober- flächlicher Schätzung betrug die :Prhl der Besucher mindestens 2500. Der Pserdehcmdcl ging recht flockt. Es mußte» auch Hobe Preise namentlich für bessere Pferde- Migelegt werden. Die Pscrdcmarkt-Deputation hatte also recht, als sie sich in richtiger Erkenntnis der Berhälniisje und Bedirrs- nisse für die Abhaltung des Marktes entschied. Für die Prämiierung waren verhältnismäßig zahlreiche Aumelduugni eingegangen. Im ganzen wurden 1845 Mark für Geldpreis« verausgabt. Fm einzelnen erhielten Preise: II. W a g e n s ckil ä g e, paarweise zn prämiieren: FuchssNNe nnd FnchSwallach, 4jähr. (August Frensdorf-Gießens Preis: Mohrenschimmel, Wallach, 6jähr. (S. Mrchel-Gießenl 4. Preis: Oldenburger Wallach (S. .Kauj,nariw-Nieder-Weffelj Anerkennung: dunkelbraune mid Rappstnte (F. Hcrrtmcam-Bicrich» oberndors) Anerkennung. III a. Schwere Ärbeits schlage, paarweff se^n Prä-- miieren: Braune Stute und Wallach, 4- und 5jähr C&. Michll- Gießen, l Preise Braune Sttite nnd Wallach, ösähr. (Ed. Kva»s- inann Rikder-Weiseli 2. Preis: Rotschimmel, Belgier (S. Kcms»- mann-Nieder Weisel) 3. Preis. III b. Leichte Arbeits schlage, paarweise zn prämiieren: Braune Belgier Wallach (S. KaNsmann Nieder Weisels !> I. Preis: Füchse, Stuten, 5- und 4jähr. tAngust Frensdorf-GießenssW 4. Preis: Braune Stuten, üsahr. ldlugnst Frensdorf Gießen) tz. Pr. IVs. Schwere Arbeitsschläge, einzeln zu p-rä-. m i j e r e ii: Braune Sttite, Belgier, 3jähr. IS. Micheb-Girßxns. >. Preis: Fuchsstnte, öjähr. iEd. Kaufmann-Nieder -Weffel) 2. Pr.; ' Braune Stute, Belgier (S. Kauimann-Nieder-Weffel) 3. Preis. Sf IVb. Leichte Arbeitsschläge, einzeln zu prä- miieren: Braune Stute, Belgier (S. KAusmann 1 1. Preis; Goldfuchs, Wallach, 4jähi-. (August Fi -„-i Diese Pferde müffen mindestens 6 Monate rw Besitz von Landwirten sein, die dem Landes-Pferdezuchtveres» oder einem tandwirtichaltlichen Bezirksverein des Großherzogtums angrhöttM); Fnchs, Sttite, öjähr. -.Konr. Häuser XIX -Nieder-Weisel- 1. Prg hellbraune Stute, Zjähr. 19t. I. Düringer Ober Hörgern) 2. Pr: Fuchsstute, Belgier, tzjährig (August Gorr-Eberstadt) 3. Preis:! Bronne Stute, Belgier, öjähr. >hch. Häuser III. Nieder-Weistl) . >. Preis: Braun mit Blässe. Stute, ffjähr. Phil. Schiffer III.- Gros-eu Billeck 5. Preis: BrauNe Sttite, Belgier, !>jähr. (Otto Schmidt Laubach- 6. Preis: Fuchs mit Blässe, Suite, öjähr. August Petra hattenroö) Anerkenmmg: Dunkelbrmme Stillr, Belgier, ?>ähr Konr. Bstl XIX.-Rieder Weisel) Anerkenmrregr: Rotschimmel, Stute, lljähr. l Alois Eß- Assen Heims Anerk ennung Vb. Leichte Arb« i t s schl ä g e, einzeln zn prämiier e n (Diese Pferde müssen mindestens 6 Monate rm Besitz von Landwirten sein, die dem Latches-Pferdeznchtvereni oder etnem landwirtsckwstffchen Beztrksverein des GpoßlzerzogttrmS angeböreu): hellbraime Belgier-Stute, Ejähr. (Wlh. Wedemarm -EberstM) 1. PreisBraune Stute, 6sähr. (Herrn. Wilh. sttash-:w Griedäh 2. Preis: Braune State, 5sähr (Georg Butteron ll. Röthgi») 3. Preis: hellbr. Stute, ösähr (AMmg Kröck X. heuchelhei») 4. Preis: Braune Stute, Kjähr. (h. Görlach Vllll.-EberstabH 5. Preis: Brauner Wallach, 8jähr. (Jakob .herrmcmn VTI.-Kcn«« , Ifä Kil Mi büch) 6. Preis. Vc. Akbeitsschläg«, paarweise z u p r wnestffe-r« n (Diese Plerde müssen mindestens 6 Monate im Besitz von Landwirten sein, die dem Lmides Pserdezuchlverein oder einem land- nnrtschastliche» Bezirksverein des Großherzogtums angebömi: Stuten, Füchse, 3jähr. «Louis RoNthaler Longdt l . Preis: Bramir. Stute und Hengst, ll- und öjähr. (Otto Schmidt-Laubach) 2. Preis. Via. Dreijährige Fohlen, geboren lllll, Wag«n- schläge: Biiaune Stute (Konr. Weiß IV Dors-Gill) 1. Preis: Dunkelbraune Stute, Oldenburger (Dan. schäser ll. Heskem: 2. Preis: Rappe Mit Stern, Stute >Joft. Ruth.-Nieder-Walgern) 3. Preis. . VIb. Dreijährige Fohlen, geboren AVI, Ar- bcitsschläge: Sttite, Fuchs (Louis Ronthaler-Langd) 1. Pr>: Dunkelbraune Sttite (Heinrich Langsdorf Albach) 2. Preis. VII». Zweijährige Fohlen, geboren 1312, Wage n s ch l ä q c: Braune Stute, Oldenb. (Georg Diehl I Ruppertsburg: l. Preis: Fuchs Mit Blässe, Sttite (Job. Rull: NicüerÄal- gcrnj 2. Preis: Rappftute (Wilh. Wagner III.-.Kirchgöns) 3. Pr. VII b. Zweijährige Fohlen, geboren 1912, Ar- beitsschläge: Brauner Wallach, 2jähr. (Kvnrad El. Ebel- Lang Göns) ). Preis: Fuchs-Stute (Georg Karl Lenz-Ulfa) 3c Pr. VlIIa. Zuchtstuten mit SaUgsohlen oder mehreren Nachkommen, Waaenschläge: RotbrauneStutt, Oldenb., lÖjähr. Gg. .Konr. Müller Wwe.-Griedel) 1. Preis: Trhwarzbraune Sttite, 7jähr. (Heinrich Graiilick Rcinhardsüam- 2. Preis: Zchimwelstute, 12jähr. (Heinrich Bach Tarnkwlzhlwsen) Idl i i i»i ii {, 3. Preis 4 VIII d Ziichtftuten mit Sangfohlen oder m«h- '■ rttrn Nachkommen, Arbeitsschläge: Fuchs- Stnk«, MI' gier, Eiähr August Gorr-Eberstadtt >. Preis: Füchse mit Bläste, > r. 5iähr August Petry Hattenrod) 2 Preis: Braune Belgier-Still«, > z. öjähr. (Friedrich Will-holzheim) 3. Preis: hellbraune Belgier' Iz Stute öjähr. Michatd Hoffnantt-Eleeberg) 4. Preis. IXa ZpchtstUten, «achweisbar gedeckt, und er- I kennbar tragend, Wagcnschläge: Dunkelbraune Stute, Oldenburger, .öjähr (Ludw Schmidt SteinkeiM) I. Preis: Draui« > » Stute, 6jähr. hch. Wtlk. Strasheiw Griedel» 2. Preis: Rotbraun« O Stute, Oldenburger, 1 Öjähr ^Gg Konr Müller Wwe.-Griedel: 3. Preis: Schwarzbraunc Stute, 7jähr. (Heinrich Graulich-Rein- ■]“I hardshain) 4. Preis. I ii IX b. Zucht st u l e n, nachweisbar gedeckt, und et- > kenitbar tragend, Ärdeitsschläge: Sticheltuchs, Belgiek. öjähr. Jobs. Wtlh. Weber-Lang Göns» I. Preis: hellbraune » sime, Kjähr. (K I Düringer-Ober Hörgern) 2. Preis: tHr •* ■!'• ilute, Belgier, Kjähr. »August Gotr-Eberstadt) 3. Preis: nMf* Stute, 3jähr Louis Ronthnler Langd: 4. Preis: Braune Stute. > Bctaier, .öjähr -hch Häuser III. Nieder Weises: 5. Preis,: Braü" > ^ init Bläffe, Belgier, 8jähr (Phil Schäfer III Großen-Busea» > Z >> Preis: Fnchs-Sttite mit Blässe, öjähr. (August Petrh-Haltenrod I stl Anerkennuiig: Dnnkelbrauiie Sttite, Belgier, Isäftrig (Kbutad Bill XlX Rieder-Äetseli Anerkennnnq: Braune Sttite, Belgier, öjäkt. (Georg Blitterön II. -Röthges: Anerkennung: Rotschimmel, stute. lljähr. 'Alois Eß AssenhciM: Anerkennung: Braune Zücke, »I 8jähr Konrad El Ebel-Lanq-Göns» Anerkennung: Braune Stute, > nt 6jähr (h Görlacb VIII -Eberstadt» Anerkennung: Brmine Sticke, Belgier, 7jähr Ludw Waat I Sleinharii Ain-rlcnnnng . Mär," 4 Gießen, 18. K«pt. Marktbericht. Auf d«m beullg«« Wochenmarkte kosiete: Bickter das Pfund 1,10—1.20 Mk.: Pätz»' , ■ eier 1 Stück >0 Pfg., 2 Stück 00 Plq.; Enteneier I St. o Pb>-, 2 St. oo P!g.: Gnnseeier 1 St, 0-0 Psg.. 2 St. 00 Pick: das Stück 10-12 Psq., Kasematte 3 Stück 5-6 35,(1.; Tauben das Paar 1 00-1,40 Mk., Sühner das Stück 1,50—3,00 Mk, Hahnen | ( das Stück 1,50 - 9,00 Mk., Enten da» Stück 3,00-4,00 fff, Gänß da» 00—CO 53t,1.; Welsche 4—59J)f.; Ochienflsisch bnS'Bib. 86—90 Pw das Pit,»5 90-94 Mg., Knhfleisch 80 $h., Fchwcme- [) das Plmid 70-86—96 Ptg, Kalbfleisch das Md. 70-7 , Pia. inielfleisch I Psd. 70—99 Psg: Kaktoffel,, im Zentner 3—1,6 ) P>k ' pfd. 4-4*/, Psg., Weißkraut da? Ti. 8—I5Pig,: wiebeln der ttr! —10,00 Ml.: DIilch da« Liter 22 P'q.: 'Aepiel der Zeuttlsk lS Mk.l Birne» das Ptimd 8 — 16 Plg., Nässe 100 Stiicf Bffl.. Zwelschen der Zentner 0—8 Mk,, Gtttken 10) Stuck -3.00 Bll., Bohnen I Pfnn» Id dir 30 P'g. — Markt,«,, von iS 2 Uhr. ed Rieder-Ingelheim, 17. Sept. Ob st markt. Birne» > Mk.. Aeptel 6 — 12 Mk., Zwekschen 4,',0—12 Mk,, T>auleu Ml.. Mira bellen 8-9 Mk,, Pfirsiche 4—IS Mk. der Zentner, pfl. Wiesbaden. Viehh o i-Ma r k t b er i ch! v„n t< Sevt. trieb Rinder 98 «Ochsen 20. Bullen 18, Kllbe „,,d Fälle» 60,. er 9», Schate 12, Schwein- 156. Preise für 10053,0. I Seschct't : »litte!. Lebend- Schlacht Ochl i% aewtch! , fletscht«», aiiSqemä!t«t«, bdchtten Schlacht» Mk. !)!!. ertes im Atter vc»N 4—7 Jahr«, .... 50-55 92 - >02 nach nicht gezogen babe» «unaejochtei . , 48—52 89-98 i qS, fletichtge, nicht auSqemäitet; »nd älter« «SgemSstei- ...... . . .... 43—47 80—8h Bullen« kleischia«, oiiSgen», Höchsts» Schlacht»». . < 43—48 fleischige, jünger»..........37-42 Färse», K 1 h e. ! slelschtr- ansgemästet« Färsen bSchlten I chlachtwertes ........... 4S-4S 55-95 1 fletichiq« anSgemällete Kllh« HSchstsn I chlachtwerle« dis p, 7 Fahren ..... I,ia gut entwickelte Färsen....... " ere »«Sgemäslete Kühe ... .... , K ä l v i ?. I Here Matt- und beste Saugkälber . , I ingere Mast- ,,»d gute Saugkälber , . . | ,„g« Saugkälber . . ...... . . Echak« Weldemastjchai«, ^ ältimmer und Masthammel , . . . 45,50-00-10 , Schweine, fleischig» Schwein« von 80—100 ke> Kebend- «M.- j. > r . . ........ 48 j k e, chige «chweineunter 80irKLebendgewicht 47-1714 I fleischige Schwein« van !00—120 Kr Lebend- I w'ch« . . . . . . ........ 49 49'/j 91-63 I fleisch,ge Schweine von 120—150 Kg Lebeni- wicht............ . 49 47 I ichweine (Ibis 150 Kg Lebendgewicht . , «» 44 40- 49 41— 45 33- 35 54-90 48-50 40-46 73—82 63-71 78 -82 76—85 92-68 90 -100 80-83 68-78 64-00 61 98 60 61 54 - 59 58 -55 Airchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. nntag, d«n 20. September, 15. nach Trinitatis. Aotletdienft. Zn der 8t«»tklrche, Vormittags 8 Uhr: Ptarrkr Schwabe. Zugleich Ehrtllenlehr« tär dleNeukonkirmtetten aus der Markt,s- »tid». vormittags 90, Uhr, Pfarrer D. Schlo11cr. Bormtttag? 11 llbr Militärgottesdienst. Planer Schwabe, "gchinlttagS 2X llhk! stlnderkirche iür die Malthänsgemcinde. Pfarrer Id. S ch l » s > « r. Mittwoch, den 23. «egten,btr, abend« 8 lth« l KrtegSbetslunde. Marre« Schwabe. ,'iächükimtttge» Sonntag, den 37. September, findet im Hauvt- «dienst Beichte und heiliges Abendmahl lii« Matthäus- und kusgemeinde statt Anmeldung vorher bet dem Pfarrer jeder «ind« erbeten. In »er Zohannerktrche. - Vormittags 8 Uhr: Psarrer Ans seid. Zugleich Ehritlenlehre stlr dte Nenkanfirmierten ans der „nesgenielnde, ttormitiags 9'/, Uhr: Plärrer D e ch t 0 l 8 h «i Mi 11. Beichte und heilige» Abendmahl siir die Lukas- und Johann«;- inde geniemsan,, Slnmeldungen vorher bei dem Psarrer jeder einde erbeten. Vormittags 11H Uhr: Binderkirche llir die LukaSgemeiude. Psarrer Decht o I s yet m««, «in Jeden Samsta; zwischen 7 und 8 Uhr werden beide sttrch«» geöffnet »nd darin bei Orgelspiel Gelegenheit zur stille,, Andacht gegeben sein. vibelkränzchen für Schüler höherer Lehranstalten. Für die sliitgeke Abteilung jeden Mittwoch von 6—7 Uhr, slik bte ctlieke Abtastung jeden Zainslag von 6—7 Uhr im Johanne»!»«!, vibelkränzchen für Mädchen aur der Zohannesgemeinde. Jede» Ttenstag von 6-7 Uhr im JohanneSjaal. Wartburg-Verein sviezftratz« >5). Tienstag: Bibelstunde. ToMterslag ! Lefeabtnd, Sonntag: Vortragsabend. Evangelischer Gottesdienst. Kirchberg! Sonntag,'den 20^ Sepien,der, normtttagS XlO Hf)t. Mittwoch, den 23. 2ep!,, abends 7 Uhr: Kriegsbetslunde. Lollar: Sonntag, de» 20. September, liachnltttags X2 Uhr. Deka» & ti 8 »t a,, n. ttacholislise Gemeinde. Setteedienst^ , Samstag, de» >9, September: lÜochmtttagS «M 5 Uh« «nd abends «m 8 Uhr Getegenhelt zur beil. Beichte. Sonntag, den 20. Sept,, 16. Sonntag nach PiingfttN! Bormiltägs von 0'/, Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beicht», um 7 Uhr: Ti« erste hl, Meffs. Austeilung der Hk. stsmmnntsil. Hochamt mit Predigt. HI. Blesse mit Predigt, MtlilärgotleSdienst. Sakranientalisch« Brndsrschaits - Andacht, „ Tienstng, Blittwoch, Tonnerstag. Freitag und Samstag abends um 1X Uhr ist KriegS-Billanvacht. Viaspsra-Gotterdienst. I» Ltch u», 9‘/„ Uhr. Israelitische Üeligionrgemeinde. Gotte;dienst in der §i>nagoqe (Süd-Anlage). Montag, den 21., und Tienstng. den 22. S'ept. 191», Ncnjahrsfcft. 1. Tag: Vorabend: 6.13 Uhr. Predigt. Morgens: 7.30 Uhr. Predigt 9 Uhr. Nachmittags t 4 Uhr. 2. Tag: Vorabend: 7 Uhr. Morgens: 7.30 Uhr. Nachmittags: 4 Uhr. Festcsausgang: 7.10 Uhr. NB. Wahrend der Predigt ist der Lintritt nicht gestattet. Israelitische Neligionzgrsellschast. Sotterdienst. Montag, den 8i., und Dienstag, den SS. Sept. 19i4: N e n j a h r s s c ft. 1. Tag; Dorabend 6,10. Predigt, Morgens 6.00. Predigt. Nachmittags 4.00 Uhk, 2. Tag: Dorabend 7.10. Morgens 6.00, nachmittags 4.00 Uhr. Festesansgang 7.10 Uhr. Wochengottesdienst: Blorgen» 5.15, abend» 6.00 Uhr. » 8 Ikhr: , «m 9 Uh« : , um li Uhr: Nachmittags um 2 Uhr: Sonntag, Montag, Meteorologische veobachtungen der Station Giehen. £=3 £ I 18 1 2 n 18, »" 19. 7“ 740,3 740,1 736,7 16,3 13 1 10,2 3 *07 s ZZ DH m s » i 7,4 57 7.9 j 73 7.9 86 |\ l£ °lll S*; I SW I 6 9W ! 6 still still 9 10 10 Well«» Regen Beb. Himmel Höchste Temperatur am 17,—18. September 1914 = -f tv 4 * C. Ntedrigst« t > 17,-18. „ 1814 = + 11,2' , Niederschlag: 0,5 mm. Amtlicher Teil. Bekanntmachung. Für die Bezirke der Ober-Postdirektionen in Danxig und Stragdu r g >E l s,), in denen nach den Bekanntmachäliigm« vom 1,, 10 und 28, Asngust der Mio st kr e d i t b r i c f-, der P o st n a ch n a h m e - und der P o st a u i t r >r g s v c r kc hr eingestellt ist, wird,dieser Verkehr mit der Maffgabe wieder zu- gelassen, dass die genanttten Ober-Postdirektiimen berechtig!; siird, in Grenzteilen ihrer Bezirke, wo es die Sicherheit erfordert, den Verkehr durch Bersügnng an di« Poftanstalten auSzuschlietzrn, Da es nach Lage der Verlhiltnine nicht migängig ist, von solchen Ansschlichungeil die anderen Postanstalten zi, benachrichtigen, müssen die Absender von Postnachnalimesendimgen „nd von Post- aüsträgen nach Orten im Grenzgebiete di« Gesahr in Kauf nehmen, daff die Sendungen den Bestimmungsort nicht «rnncl-em Solche Sendungen werden mit Angabe des Grunde-,- zurückgÄritet. Unter denselben Boraussebnngen wird iiir den Ober-Post- direklionsbezirk kköntg-berg !Pr,> der lau! Bekanntniaclnmg vom 25. August eingestellte P oft a n w ei s» » gs-, Zählkarte»- »nd Zahlungsanweisuiigsvcrkchrwicder z u g e l a s s c n Po st Nachnahmesendungen nach oder au« dem Elsaß btirien bis a»i weiteres nur solche schristlichen Mitteilungen enthalten, die die (»eldeinzrehung betreffen. Ter Staatssekretär des Reichs-Postamts, ,E r a e t f (. Aufruf. Ter Erlas; des Ärnegsministeriums in Berlin,»betreffend die militärische Vorbereitung der Jugend während des mobilen Zustandes, der ttn amtlirl'en Teile des Gir- tzener Anzeigers Nr, 2ll> vom 15 Septenibcr zum Abdruck gebracht ist, fordert die Jugend vom Ui. Jahre an auf, sich für den späteren Militärdienst vorznbereiten. Es ergeht daher die Aufforderung : 1. an die männliche Jugend vom 1<>. Jal/re an, sich ivic folgt sofort anzumefden. Diejenigen, die Mitglieder von Vereinen find, >velche Leibesübungen betreibe», bei ihre» Vereinsvorstände», die übrigen bei den Herren Bürgermeister», Die Vereinsvorstände werden gebet,», die bei ihnen eingegaiiqenen Meldungen de» Herren Bürgermeistern uoeckSWeitergabe an ims ausznhändigen 2. an Alle, die hierbei als Leiter »lititnrfnt > vollen, sich bei den Heroen Bürgermeistern alohald schriftlich anznrnelden und hier bei anjUgebe»: Nanie», Alter, Beruf, militärische oder sonstige zur Tätigkeit befähigende Ausbildung, Ten G r o st h Bürge r ni e i st e r e i e n ivird einhfohlen, die eingehenden Anmeldungen der JnUgmannschast in eine Liste ern- zutiage», ebenso die Nanien, Berusssteltung »sw, der sich als Leiter Meldenden in ein Verzeichnis anfzunehmen und Liste und Verzeichnis dt- zu M 2 5, d, M t s, hierher zu übersenden, Gießen, den 18, Sevtember 1014, Grostherzogliches Kreisamt Gießen, Iir. U f in fl er. Bckaniitmochinist. © c lr.: Feldbercinignng in der Gemarkung Trci an dm Lumisti. In der Zeit vom 17. bis einschließlich 30. eoeptember lfd, Js. liegt ans dem Amtszimmer lstrosch. Bürgernieisterci Treis an der Lumda während der Geschäftsstunden Das Projekt über Ausführung von Drainagen in den Fluren 16 und 17 nebst Beschluß vom 25. Juli lfd. Js. zur Einsicht der Beteiligten offen. Einwendungen hiergegen sind nmhrend der Offenlegungsfrisk bei Großh. Bürgermeisterei Treis fdyriftlid» einvircekfjiat. Friedberg, den 13. ^cplcinber 1014 Der Gros;herzogliche Feldbereiniglingskonmrisfär t Schnittspahn, Kreisamtmann. Verantwortlich für den gesamten redaktionellen Teil: Aug. Goch. Obstversteigerung. An den Kreisftraßen dkS KttissS Kießeil soll da« aus miist besser«, I -läpfcltt besieheude Obst wie folgt verstesgert werden: - L i Bcntnnung der Zeit der £ 53 p Zusammenkunft und \ Slraßenstrecken Versteigerung fc X I-B sonstige Bemerkungen Gießen—Rodheim 23. Sept, V0tm.8 Uhr 330 An Baum Nr. 1 Kirchbcrg-Sichkrtshaus, ti .. 9'/,. 64 ...... 1 Odenhalisen—Staus«». An der Kreuzung der d«rg 0 .. n .. 8 früheren Staatsstraße Allkndors— Climbach „ . s „ 3 An Baum Nr. 1 Climbach Bel«ern « ft ® i li « 7 Nächst Climbach Beuern— Allertshausen H 1 10 v».. 10 An der Waldecke nächst Allertshausen (Birnen u, Zwelschen) Stcinbach—Gießt» H tf ®‘/l n 55 Nächst Steinoach sAepsel und Birnen) Stetnbach—Lich tt im Anschluß 16 Nächst Steinbach I- Hungen—Langsdorf Langsdors—Ltch lbis h vorm.8 Uhr 17 „ Hungen Wald) » 9‘/ 2 „ 33 „ Langsdors 1 Gießen—Leihgestern 34 Sept, 11 ®'/j n 2 Am Kleismagazin 11 Wahenbotn - Garben- 10 v, „ Nächst Watzenborn 1. ttich „ 30 (Birnen) Grimberg-Beltershain H « ,® » 56 Nächst Grünberg 1- Beltershain- Geilsbans, .. 10*/ 2 „ 18 „ Beltershain 8 Geilshaus,—Kesselbach nachm, 1 „ —Londorf * 22 „ Geilshausen Lottdors—Nordctk , 27 2 „ 19 „ Londoks 1 Lich—Langsdors vokM.9>Z „ 104 »ch 1 Kl.-Linde» - Gr,Linden 35, Sept, ir ® ir 180 „ Kleinlinden 1 Gr,-Linden—Langgöns nchm. 1V» „ 75 „ Großen-Linden Lich—Eberstadt «bis 2 Colnhausen) „ vorm. 8 „ 37 .. Lich Lich—Stcinbach lbis Wald) 36. ^epk, im Anschluß 20 An der Turnhalle Lich ? Lich—Niederbessingen vorm,9 Uhr 43 „ Baum Nr. 1 T Gießen —Steinbäch „ ^7r * Nächst der Provinzial- (bis Wald) 38, Sept, 7 Siechenanstalt ? Hungen—Nonnenroth .. «7... 16 Bei Nonnenroth - Lich—Eberstadt V 6 10 „ 120 Am Bahnhos Dorsgill- 2 Eberstadt-Obcrhörgern n nachm. 1 „ 60 Nächst tZberftadt (Aepsel und Birnen) .. «ießen. den U. Seplember ldl4. Der Großh, -reitbauinspektor. Hechler. 9855B Kartoffel-Verdingung. Für die Provinzial-Liechenattftalt Oberhessen in Gießen soll die Lieferung von ca« 800 Zentner guter Speise-Kartoffeln vergeben werden. Die näheren Bedingungen liege» auf den, Derwaltttiigsbureau vom 30. September bis einschl. 3. Oktober 1914 nachmittags von 3 bis 5 Uhr offen, woselbst Angebote, mit der Attsschtifi „Lieferung an Kartoffeln für die Provinzial-Sieche» anstalt" versehen, bis zum Sröfsntittgstermin, Montag, den 12. Oktober 1914, vormittags 1v Uhr, einzureichen sind. Gießen, den 18. September 1914. 9906D Direktion der Provinzial-Slechenanstalt. Obst-Bersteigernng. Mittwoch, de»t 23. ds, Mts,, von vormittags 9 Uhr an, soll das Gemeiiideobst Reiskirchen versteigert werde». Der Anfang ist am Sauweg. Reisktrchen, am 11. September 1914. Großherzoglichc Bürgermeisterei Retskirchen. Wag ncr. (99Ö7 Obst-Versteigerung. Montag, den2l.lsd.Mt4., nachmittags von l Uhr a», soll das Obst der Gemeinde Lang-Güns, bestehend in Acpstln, Birnen und Zwelschen versteigert werden, Zusammenkunft am Btadukt beim Bahnhos, [9911 Lattg-Gvns, den 18. September 1914, Großh. Bürgermeisterei. Rumpf. _ petklijerZaatroggen in Crigtual und Absaaten, sowie schwedischen Sqnare hesd Weizen, absotnt, lager- und winterfest, offeriert in doppelt gereinigter Saatware. Muster gegen 19 Psg. zu Diensten. AerhesW fttirn6fln5flfnoiifHfiI)nff in Alsseld. _ ( 9767 D Silberne, känntlerieoh ausgeföirte Kriegs-Talismane Stfiok Mk. 2.— bei Carl Brttck, Juwelier, Krenzplatz 8 8mdkM PskkittvekßchttiiiiBttmitl zu Grnnberg. Sonntag, den 27. ds. Mts., nachmittags 4 Uhr, findet in der Wirtschaft des Herrn Georg Bon-Eist dahier eine außerordcntlichc Mitglieder- vtrsanimlung mit nachstehender Tagesordnung statt, wozu alle Mitglieder frcnndlichst cingcladen werden. Antrag von 10 Mitgliedern in Großen-Buseck bctr, Erlaß des halbjährigen Beitrags von den Pferden, welche zu dem Kriege angekaust worden find. ^ (98990 Grünberg, am 16. September 1914. Der Direktor St eiti. Bon nuferer Saalbanslellc enipseblen wir in dovpelt gereinigter Ware: Strube s Square i-Zo 21 -ico im», mehr Zw. head Weizen 28.— 27.— 26.— | Petkuser Roggen ausverkauft [ »u° Unter Getreide ist »um Lamemveckisel lehr geeignet, weil i» hoher OtebirgSlagc gewannen, Ter Bcrsnnd geschieht, tvwetl Vorrat rctcht, mit besonderer Frachtermäßigung sär Saatgut bei der Abierttgnng, unter Nachnahme in neuen Säcken, die sunt SelbttkoüenorciS berechnet werden, ab Rlrfeld. Whtttl.Rikiikskl'ilhk K'itsvttivültitilli, Aiilkhlniscir Kr. Lauterbach, Fcrnrni 1. 9719V im Reichsbankgebäude 9322» GrnWChaüier; Rudolph's nacfif. Siehen • rieuenweg 9 • Tel. 671 musikalien° u. ITluslkinsfrumenfsn'Baus Grammophone I Offizielle Derhaulsllelle der OeutKien Sranimoptwn- | ««««««« gkNen-SeieilliNait Berlin *<3000^0 I Jur Vermeidung von Verwechselungen l*t HbbefteUung von BerrnietUMqs. Anzeigen oder bgL wrirb dringend ura AngadederLnLeigennunnnrvgebel Verlag des Gietz-Anzeigers 7-8-Zim».-Wlihi. ^ochbrrrichaftl., I. 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Wir können zur Wiedererlangung derartiger Papiere, sowie auch von Bildern nur ausnabms» weife behilflich fein, weil uns die Auftraggeber von Offertanzeigen in den m eiftenFällen nicht bekannt find Don wertvollen Dapieren dürfen den Angeboten stets nur Abschriften beigegeben werden. Verlag des Gießener Anzeigers SffklleLteütNErB^uw enthält stets d.Zeitg.iDcutschcVakaiizcn- Poit, Eblingen 142. (8ölss Soeb. erschien d. Eriegsbarte hm und seine Befestigungen 10-^,-Verkauf. Vertreter «es. Druckerei und Verla« Fos. Müller. Franksuri a. M., Alllerheiligensir, 87. [9742ss Siidjtiflcrßliaujfcur gesucht. Göbel & Aphel Alicesirabe 25. 9898 Tüchtiger, zuverlässiger Chauffeur wird ver bald nach auswärts gesucht. Schristl, Slngcbotc u. 9935 an den Gieh, Anz, erb. Hiesige Getreidegrohhnnd- lung sucht tückitigen branche- kundigen zuverlässigen Lageristen zum raögl. sosortigen Ein tritt. Schristl. Angeb, mtt GeballS- ansprüche» unt, 9859 an den Giehener Anzeiger erbeten. Schneider «es, Loos. 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Die Zuschlagssrist bettäg j 14 Tage, 9918st J Dillenburg, den 18.2cm.19t Kgl, Eisend,-Bauabteilun»,