D. 2t 7 Zwettes Blatt *64. Jahrgang Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. Tie „Sirtzener Za«iliendlitter" meiden dem »Anzeiger' viermal wöchentlich beigelegt, das „XreirdlvN für den Kreis «jetzt»" zweimal wöchentlich. Die ,, Landwirtschaftlichen Zelt- fragen" erscheinen monatlich zweimal. Gietzener Anzeiger Seneral-Anzeiger für Gberhejsen Mittwoch. *6. Zeptember J9X4 Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts - Buch- und Steindruckerci. R. Lange, Gießen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstraße 7. Expedition und Verlag: s^5l. Redaktion: 112. Tel.-Adr.:AnzeigcrGießen. ^-- ■ i Zur Aufilarung über die Kriegsanleihe. (Nachdruck erwünscht.) Alle Zeitungen bringen jetzt die Aufforderung: „Zeich- «et die Kriegsanleihe!" Aber diejenigen, die mit Wertpapieren noch nichts zu tun hatten und gewohnt sind, ihre Ersparnisse nur der Sparkasse anzuvertrauen, werden doch vielfach nicht recht wissen, wie dieses „Zeichnen" vor sich geht und was es überhaupt mit dieser Anleihe auf sich hat. Darum hier ein paar Worte zur Aufklärung. Zunächst ein Beispiel: Jemand hat auf der Sparkasse etwa 1000 Mark. Er weiß, daß er sie in den nächsten M»aten wahrscheinlich nicht braucht, lim aber für alle Halle doch einen Teil stets zur Verfügung zu haben, entfließt er sich, nur für die Hälfte Kriegsanleihe zn zeichnen. Die Zeichnung ist nur möglich bis Samstag, 10. September, l Uhr. Er geht also an die Sparkasse und erklärt, er nwlle für 500 Mk. fünfprozentige (— 5%) Deutsche Reichsanleihe kaufen. (Es kann auch weniger oder mehr sein, der kleinste Betrag ist für 100 Mk.) Die Sparkasse wird ihm dann Anfang Oktober die nötige Summe von seiner Ersparnis herauchahlcu, denn bis zum 5. Oktober 1914 müssen kleinere Beträge der Reichsanleihe (bis 1000 Mk.) bezahlt sein. Die Sparkasse wird auch den Ankauf meist selbst besorgen tonnen; tut sie das nicht, so besorgt es jedFs Bankhaus. Die Anleihe wird zu 97,50°/» ausgegeben, d. h. für 100 Mk. braucht man nur 97,60 Mk. zu bezahlen; also für «in Stück von 500 Mk. nur 487,50 Mk. An dem Wertpapier, das man erhält, sind sog. Kupons (d. h. Zinsscheine). Sie sind alle Halbjahre abzuschneiden, der erste an, 1. April 1815. Jedes Bankhaus zahlt dann den darauf stehenden Zinsbetrag. Dieser beträgt also für das Halbjahr bei einem Stück von 500 Mk. 12,50 Mk. Die Verzinsung ist also besser, als auf der Sparkasse, die nur 3 bis 4 Prozent zahlt. Auch ist das Geld ebenso sicher angelegt; denn solange das Deutsche Reich überhaupt besteht, wird es auch seine Zinsen zahlen. Das Wertpapier selbst kann man — um es vor Dieben .zu sichern i—i auch bei der Bank oder in der Berliner Reichsbank aufbewahren lassen. Das verursacht keine Kosten. Die Zinsen erhält man dann von der Bank oder der Reiclxs- hänkstelle des Wohnorts. Bei der Zeichnung muß man diesen Wunsch äußern. Braucht man später einmal das Geld, so kann man das Werlpapier bei einer Dank verkaufen. Geht der Krieg gut für ans aus, so wird man es teuerer verkaufen können als man es gekauft hat. Aber nicht die Hoffnung auf Gewinn soll uns Air Zeichnung veranlassen, sondern der Wunsch, dem Baterlande zu helfen. Denn zum Krregfühven gehört Geld, sehr viel Geld, und deshalb nimmt das Reich jetzt diese Anleihe auf. Aber nian versäume die Frist nicht: vor Samstag, den 19. September, 1 Uhr, muß! die Zeichnung erfolgt sein! A. M. Ei« Aufruf des Hansa-BundcS. Der Hansa-Bund richtet an seine Mitglieder folgenden Aufruf: Die deutsche Kriegsanleihe ist m it E ndfri st v o m 19. S c p- ttmber d. I. bei den bekannt gegebenen Stellen zur Zeichnung aufgelegt: sie ist nicht; >oie die vom Jahre 1870, gleich in den! machen sie einen völlig verwahrlosten und verwilderten Einersten Tagen nach dem Kriegsausbruch aufgelegt worden, sondern druck. Auffallend war mir die große Zahl Pockennarbiger, erst etwa sieben Wochen später, nach Beseitigung der Zahlungs- Der Ernährungszustand der Leute war nicht schlecht, obschon mittel-Krisis und nackchem die dcm Kredilvcrkehr bedrohenden Ge- sie nach ihren'Erzählungen aus den langen Tagemärschen fahren, ohne Erlab eines :Jc o ta tot i u m 3, erheblich ge- I oftmals nur unzureichende Verpflegung gehabt l>atten. Mit mildert sind. Der scheinbar hrche Betrag der Kriegsanleihe ist relativ gering, wenn er gemessen loird an unsere« gewaltigen finanziellen und wirtschaftlichen Hüssquellen, namentlich an unscrcni das englische und französische übersteigende Volksvermögen, an unseren Spar-Einlagen von etwa 20 Milliarden, unseren Bankdepositcn von rund 6 Milliarden Mark und den überaus bedeutenden eigenen Mitteln unserer Sparkassen, staatlichen Bersichenmgsanstalten und privaten Lebensversicherungsgcsell- schaften. Die Kriegsanleihe, deren Sicherheit von Niemandem bezweifelt werden kann, wird ausgelegt zu den denkbar günstigsten Bedingungen, insbesondere zu hohen: Zinssatz und billige,« Kurs sowie mit angemessenen Zahlungsterminen. Die Mittel zur Zeichnung lassen sich durch Verpfändung von Wertpapieren bei den Darlehnskassen beschaffen, und zwar zu Sätzen, die beim jetzigen Bankdiskont nur um etwa 7- Prozent den Durchschnittszinssatz der Kriegsanleihe übersteigen, deren Kurs bei günstigem Äusgcmg des Krieges, dm nur mit Sicherheit erwarten dürfen, vorartssichtlich diesen Zins- ccusfall mehr als ausgteichen wird. Wäre dem aber auch anders, das geringe Opfer darf für die zu Hause Gebliebenen nicht in Betracht kommen, die mit freudiger Genugtuung die Gelegenheit ergreifen müssen, dem Auslande zu zeigen, daß unsere finanzielle.Rüstung nicht hinter unftrer militärischen zurücksteht und daß die sich gründlich täuschen, welche glauben, uns finanziell oder wirtschaftlich aushungcrn zu können. Wir erwarten, daß auch in diesem Falle alle unsere Mitglieder ihre Pflicht gegenüber dem Baterlande durch höchstmögliche Zeichnungen auf hie Kriegsanleihe crsüllen. Unter russischen verwundeten. Ans Berlin wird uns geschrieben: Unter den zahlreichen in Berlin unter gebrachten Ber- wundeten stellen die Russen einen besonders starken Bestandteil. In fast allen Lazaretten finden sich verwundete Russen; leicht und schwerverwnndete liegen, die einen anscheinend schmerzlos, die andern vor Schmerzen stöhnend, durcheinander. Alle aber zeigen und äußern sich zufrieden und beglückt über die ihnen zuteil werdende ärztliche Behandlung und Pflege. Und andererseits äußern sich die Aerzte und Krankenschwestern durchweg lobend über die Geduld, die Willigkeit und Dankbarkeit ihrer Pfleglinge. In einem Lazarett fiel mir auf, daß, so viele Verwundete neben mideven Verbänden auch Kopfverbändr trugen. Natürlich führte ich das auf Kopfschüsse zurück und sprach meine Verwunderung über die,/afffallend vielen Kopfverletzungen" aus. Lächelnd klärte mich die fieundliche Oberschwester über meinen Irrtum mit den Worten auf: „Die Verbände sind' nicht wegen Verletzungen angelegt, sondern wegen des — UngeMfers. Fast alle ein gebrachten Russen wimmeln von L.....; wir E ft hatten schon stark darunter zu leiden und suchen nun ch desinfizierende Kopf verbände das Urtel zn bekämpfen. Die meisten Russen sind in der allen Gardedvagvuer- Kaserne in der Alexandrinenstvahe untergrtracht, 600 an der Zahl, darunter 4 Offiziere, 2 Häuptleute und 2 Leutnants. Auf dem Kasernenhvfe herrscht reges Leben. In Gruppen von 20 bis 30 Personen stehen die Russen zusammen, teils in lebhaftem Gespräche, teils stumm vor sich hinbrütend. Dazwischen bewegen sich als Anffichtsposten Mannschaften des Alexanderregiments mit aufgepflanztem Seitengewehr, ein imponierender Anblick! Die Russen machen durchweg einen trostlosen, stellenweise sogar einen geradezu verkommenen Eindruck. Ihre Kleidung ist die denkbar schlechteste, vielfach kann mau von Lumpen sprechen. Namentlich die Fußbellcidung ist durchweg äußerst mangelhaft. Aber auch sonst ist das Aussehen der Leute höchst traurig. Mll ihrem ungeschnittenen Haar und ihren ungepflegten Bärten ihrer jetzigen Beköstigung sind sie aufs höchste zufrieden und uianchem kann man auf den GesichtSzügen ablesen, daß er sich in seiner jetzigen tßefirngenschaft behaglicher fichll als unter „Väterchens" zärtlicher Knute. Wiederholt erzählten inir Verwundete, sic hallen keine Ahnung davon gehabt, daß es in den Krieg gehe. Sie seien zu ,Klebungen" beordert und gleichzeitig ausgesordert worden, nach Möglichkeit eigene Sllesel, Hemden, Strümpfe usw. mitzubringen. Für diese eigenen Sackfen würde ihnen eine Entsclfäd-ignng gezahlt. Unwillig fügte» sie hinzu: die versprochene Entschädigung sei ausgeb lieben, ja nicht einmal ihr Hold in: Felde, monatlich 1 Rubel, etwa 2 Mark und 10 Pfg. — sei ihnen ausgczahlt nwrden! Der fromme Sinn der Russen ist bekannt. Bei vielen Verwundeten entdeckte ich auf der Brust neben der sogen. Erkennungsmarke den Rosenkranz, und einen verwundeten Offizier traf ich dabei, als er, caiff dem Bette sitzend, im Neuen Testamente las. Stuf einem Flur der Kaserne standen vor einer Tür 3 Posten mit ausgepflauzten, Seitengewehr. „Hier liegen die verwundeten 4 Offiziere. Einer von ihnen hat schon einen Fluchtversuch geniacht. 'Darum jetzt die strenge Bewachung," so klärte mich mein Begleiter über das außergewöhnliche Bild ans. Beim Betreten des Zimmers nahmen die Offiziere sogleich militärische Haltung an, ihr Benehmen zeugte von guten Fornicn. Einer von ihnen, ein Balle, sprach fließend denffch. Ihre Stimmung war gedrückt; nicht ihre Verwundung war es, worüber sie klagten, sondern ihre Gefangenschaft. lieber die chncn zuteil 'werdende Behandlung waren sie des Lobes voll. An: unerträglichsten sei ihnen die llntällgkeit und ,die dadurch hervorgerufene Langeweile. Sie hatten sich aus Pappendeckel ein Schachbrett zurecht gemacht, um „Dame" spielen zu können. „Aber den ganzen Tag können wir doch nicht Dame spielen," ineiute der Balle. Finslerblickend, ja zornig, sah der eine Offizier drein, der den Fluchtversuch gemacht hatte. Er konnte sich angcnschein- lich am wenigsten in seine Lage finden. Und von den beiden anderen Offiziere», jungen, hochaufgeschossenen Männern, beide durch «chüsse am Arm verwundet, wußte mir der deutschsprcchcnde Hauptmann zu erzählen, daß sie ganz besonders gedrückt seien durch die Art, wie fie in Gefangenschaft gerieten. Ms sie die Verwundung erlitten hätten, sei es ihnen gelungen, ein russisches Automobil zu erreichen. Der Führer aber habe sich in der Richtirnsg geirrt und sie anstatt zn ihrer Truppe uumillcMccr zu den Preußen geführt. Mit vornehmer Verbeugung, der sich sogar der finster dreinblickendc Houptmann anschloß, erwiderten die Offiziere meinen Abschiedsgrnß. Asrikanerschau in Frankreich. Die nachstehenden Mitteillmgen gehen der „Rhein.-Wesi- fälifchen Zeitung" über Lyon von einem ihrer französischen Mitarbeiter (Deutschamerikaner) zu, der in der Hauptsache iui Dienste amerikanischer Blätter steht und deshalb in Frankreich verbleiben konnte: Was jetzt an afrikanischenWilden nach Frankreich her- übergeschasst wird, davon macht man sich außerhalb dieses Landes absolut keinen Begriff. Von Algier, Tunesien, Marokko bis hinab znni Kap der Guten Hvsfnung wird es >ovhl kaum noch einen Vvlks- stamm geben, der, soscrn er unter sranzösischer, englischer oder belgischer Herrschaft steht, nicht Krieger an Frankreich abgebev würde. Die Feinde Deutschlands handeln offenbar nach dem Grundsatz der Warenhausbesitzer: die Masse soll es schaffen! Auch die Anwendung dieses Grundsatzes ist nur ein Zeichen mehr, daß die Regierenden, die ihn anwendcn, und die Regierten, die aus ihn bauen, nicht mehr fähig sind, sfth Reä>ensck>ast von ihrem Schlachten vor Paris. Es ist ein blutgetränkter Boden, jenes Hügelgelände vor Paris, Kut dem schon Cäsars Legionen die Gallier ichlugen und letzt unsere Armeekorps eine schwere Entscheidungsschlacht kämvten. In jenem Unglücksjahr, in dem unter Führung von Vercingetorix aanz Gallien gegen die röm. Herrschaft aufflammte, zog Cäsars Feldherr Labicnus den vor Lutetia — dem heurigen Paris ■— versammelten feindlichen Streitkräftcn entgegen. „Gedenkt eurer alten Siege: glaubt Cäsar, der euch so oft zum Sieg führte, welle unter euch", ries er den Soldaten zu und itürmte zwischen Jssy und dem heutigen Luxemburg-Palast das Lager der Gallier, die mrter dem Schlachtruf „Terribcn! Terriben!" — haut ihnen den Schädel ein — entgeqenqpzogen kamen. Der gallische Führer Camulogcne fiel. Erst die 840 beginnenden Einfälle der Normannen trugen neuen Kriegsschrecken vor die inzwischen zu cmer kbedeulenden Handelszentrale emporgewachsene Stadt. Viermal schlugen diese Normannen die schwachen Slleftkräfte des Grafen von Paris, plünderten die Vororte und waren nur gegen Zabluug eines hoben Lösegeldes znm Abzug zu bewegen. Erst 886 scheiterte ein neuer Angrist cm den inzwischen verstärkten Mauern der «tadt. Die vielen Straßenkämpse, die Paris seft den Tagen des Bürgervogtes Ettennc Marcel, der sich gegen die Macht der Valois auf- le^Ne und den Dauphin Karl aus der Stadt vertrieb, von Fahr hundert zu Jahrhundert heimgcsucht haben und die zuletzt im blutigen Kommuneaufstand von 1871 die Leidenschaft des leicht entflammbaren Volles aufpeiffchten, sind keine eigentlichen„«chlaclr- len vor Paris", toenngleich bei ihnen oft die von der ärmercul Bevöllerung bewohnten Vorstädte mit Waffengewalt gegen die vom Königspalast beherrschten Stadtviertel anrückte». Doch zog Etiennc Marecl mit einem Bürgcrheere dem nach Mraux geflüchteten Dauphin entgegen, erlitt aber durch dessen Ritterscharen eine so schwere Niederlage, daß Karl am 1. August 1358 wieder in Paris einziehen konnte. Der 100jährige Krieg sah Frankreichs .Hauptstadt wiederholt im Besitz der siegreichen Engländer. Wie lauschte die Bevölkerung daher ans, als im September 1429 das Heer Karls VII. unter Führung der Jungfrau von Orleans vor den Toren erschien Nach mehrwöchentlicher Belagerung führte die heilige Jungfrau selbst die Truvven auf das linke User, um hier durch einen Handsttcich den Eintritt in die Stadt zu erzwingen. Doch die Engländer waren gerüstet, und die Jungfrau wurde in der sich entwickelnden Schlacht am Schenkel schwer verwundet. Ihr Heer mußte sich hinter die Loire zurück ziehen. Die mehrfachen Belagerungen der Stadt durch .Heinrich IV. erlitten im Frühjahr 1590 eine Unterbrechung, als der König dem Heere der katholischen Liga entgegenrückte, und dieses bei Jvry südlich von Paris entscheidend aufs Haupt schlug. Auch vom Schrecken des dreißigjährigen Krieges erhielt Paris einen Vorgeschmack, als 16Z6 pro Recht« fisch« ran dos hatzrischem Generals von Werth plündernd vor den Mauern erschienen. Sie mußten sich jedoch bald vor der llebermacht znrückziehen. Schwerer waren die Kämpfe, die an die Erhebung der „F r o n d e" gegen die zenttalisierende Macht des Kardinals Mg- zarin anknüpften. Am 2. Juli 1652 kam cs zu einer Entscheidungsschlacht vor Paris; der die Truppen der Fronde befehligende Prinz Conds schien schon vom Maischall Tnrenne besiegt, als ihm die Pariser durch die von seiner Schwester, der Herzogin von Lon- gueville geöffneten Tore zu Hüfe ellte« und die Schlacht zu seinen Gunsten entschieden Bis zum Ende der napoleonischcn Herrschaft sah Paris keinen äußeren und inneren Feind. Während aber Napoleon I. nach den ftir ihn unglücklichen Schlatchen von Laon und Arcis-sur-Ailbe nach dem Rhein maschierte, um die Verbündeten von seiner .Hauptstadt abtulenken, erschien am 29. März 1814 Blücher mit 100 000 Preußen als erster vor dem nur mangelhaft befestigten Paris. Des Kaisers Bruder Josef nahm auf dem im Osten vor Paris gelegenen Höhenzug, aus dem der Mvntniartce und die Höhen von Bellevlllc bo>- stionsarttg hervorragcn, die Schlacht an. Doch Blücher stürmte mft den Korps Kleist und Bork in wenigen Stunden die Montmartte- höhen, während bei Bellcvllle die Russen und die Preußische Garde unter dem Prinzen Wilhelm, den, späteren Kaiser Wilhelm I. siegreich vorrückte, ^rchon ani Nachmittag kam es zum Wafscnstilljtaich, währenddessen die Pariser vor dem Jnvalidendom 1500 erbeutete Fahnen und Trophäen dermapoleonischen Feldzüge, darunter einen Säbel Friedrichs des Großen, verbrannten. Am folgenden Tage zogen die Verbündeten in der Stadt ein. Als Blücher nach der Schlacht bei Waterlo» zum zweiten M a l c vw r P a r i s erschien, fand er aut dem exlstacht- selde des Vorjahres umfassende Verteidigungswerkc. Da faßte er den kühnen Plan, hie 60 000 Mann starke Arniee Davanfts zu umgehen. Er übeffchrüt die Seine und stürmte von Versallies aus di« Höhen von Sevres und Meudon, bis er in Jssy vor den Toren der Strtt stand. Damit war das Schicksal von Paris wiederum entschieden. Die Belagerung von Paris im deutsch-ßranzöskschen Kriege brachte »heitere blutige Schlachten vor feinen Toren. Am 30. September 1870 machte General Bi non mft 10 000 Mann den ersten größeren Ausfall gegen Bllleinit, wurde aber unter großen Verlusten zurnckgeschlagen, Zwei weitere Ausfälle verliefen ebenso unglücklich, bis General Trochü Ende Oktober jenen großen Durchbrnchsversuch nach Norden gegen Le Bourget unternahm, der zwar zur vorübergehenden Besetzung dieses Dorfes führte, aber wenige Tage daraut unter schweren Verlusten der Franzosen vereitelt wurde. Auch die Schlacht bei Champigny, durch dir ein Durchbruch nach Südosten versucht werden sollte, war für die Franzosen unglücklich Ms die Not in der Ltadt I aufs Höchste gestiegen, fand Mitte Januar der letzte, in der Richtung aus Bersalltes geachtete Ausfall statt, bei bent die bisher gchchortten Natranalgardeii ins Feuer gchchrt wurden, der aber wiederum mit einem glänzenden Sieg der Deutsche» endete und damft der Bevölkerung von Paris die Angen öffnete, daß jeber wettere Widerstand nutzlos sei. » Der alte Zrltz und seine Soldaten. Die .Heldengestalt des größten Feldherrn, den dasHohenzollern« Haus aufzuweisen gehabt hat, steht in den gegenwärtigen Kriegs- ,eiten lebendiger denn je vor den Augen der Nachwelt. Ein besonders hcrzersrcnendes Kapitel im Leben des alten Fritz bildet fein trotz aller königlichen Würde mcnjchlichkamcradschaftliches Verhältnis zu den Soldaten, die er bekanntlich seine „lieben Kinder" nannte und die dafür auch mit einer freiniüttgen Anhänglichkeit an ihm hingen, die in der Geschichte der deutschen Fürsten wohl einzig dastehen wird. Erinnern wir hier an einige verbürgtc Anekdoten, die dieses schöne Verhältnis von Feldherr und gewöhnlichem Krieger trefflich beleuchten. „Kerls, wollt ihr denn ewig leben?" rief der zornige König in der unglücklichen Schlacht bei Kolin einem Regiment entgegen, das dem Feinde nicht länger standzuhaltcn vermochte. Ta antwortete ihm ein alter Grenadier: „.tzör mal Fritze, ich dächte doch, der dreizehn Pfennigen Löhnung wär's für heute genug!" Nach verlorener Schlacht ritt der König abends nach Nimburg nur von wenigen Truppen begleitet. Um die Pferde zu tränken) ward in einem Dorfe kurze Rast gemacht. Da trat ein alter verwundeter Reiter auf den König zu und bot ihm Wasser: „Trinke Eure Maejstät doch und laß Bataille Bataille sein!. Es ist nur gut, daß Sie leben. Unser Herrgott lebt gewiß auch, der kann uns schon wieder den Sieg geben." _ In Nimburg zogen die Reste der Garde am Könige vorüber. „Kinder", sagte er, „ihr habt heute einen schlimmen Tag gebubt.' Und aus die Antwort, daß es an der Führung gefehlt habe: „Nun habt Geduld, ich werde alles wieder gut maclnu " Am' 9. Oktober 1744 erzwang Zielen den Uebergang über die Moldau bei Thein. Dabei fiel der Husarenleutnant vo» Wedell, ein besonderer Liebling des Königs. Ans die Meldung lnervott ritt dieser mit dem Rufe: „Wo ist Wrtcll? Wv ist Wedell?" in großer Mcfiegung durck» die Reihen der Verwundeten. Ta richtcti sich ein Leutnant, dent der Fuß zerschossen war, aus und antwortete: „Majestät, hier liegen lauter Wrtclls." — „Er hat mir eilte gn te Lehre gegeben, ick danke Ihm davor! Wie in Sein Name?" — „Hohendori." — „Wenn Er kuriert ist, melde Er sili bei mir." — Hohendori wurde nnedcrhergestellt. meldete sich und erhielt vom Könige eine Oberföritcrstellc. Ms im Feldzuge des Jahres 1757 ein Leutnant den Soldaten ans dem Maffchc beim Vorübcrkommen des Königs das Singen untersagen wollte, fuhr dieser ihn an: „Herr, lass- Er meine Leute vergnügt sein! 'Denkt Er, daß Ec Sklaven unter sich hat? Nein, es sind nreitie Preußen! Kinder, smgt fort. ich will euch nicht stärml" j jy aSttWifcigrn Tun abzutrgrn ES mögen jetzt schon an 200000 farbige „Soldaten" aus französischem Boden stehen. Ldoner Blätter sprechen schon von drei Viertel Millionen. Mer die sehen in ihrer geistigen Trunkenheit doppelt, dreifach und vierfach. Was in aller Welt diese Gattzing Soldaten gegen einen so furchtbaren Feind, wie es die Deutichcn schon für die gewiß nicht schlecht gedrillten Franzosen sind, ansangen will, darüber ist man sich, schernts, auch in den leitenden Kreisen des Generalstabes noch nicht klar geworden. Ilnifornr und Schuhwerk hat inan noch nicht cininal für die regulären französischen Truppen zur tstenügc übrig. An Waffen fehlt es schon längst. Man ist ,ctzt dabei, die Daffenläden auch in Italien aufzukausen. Womit solle» nun die Wilden fechten, schießen, wenn man auch annehmen will, daß sie sich dem Feinde in ihrer paradiesischen Nacktheit pcäsenticron wollen? In-Lyon wimmelt cs von Buschkleppern, Hottentotten, Kvngonegern, Marokkanern. Doch, wer kennt die Völker, nennt die Namen ..! Will Frankreich unb England eine große Afrikancrschau veranstalten? Es heißt, man will sie in die Feuerlinie vorsührcn, damit sie „den Feind beunruhigen, mürbemachen, verwirren, peinigen", schreibt der „Lyon Republicain", und die anderen schreibens nach, und alle, alle glauben es! Auf "den Glauben allein stützt sich ihre Hosfnnng. Niemand wagt heute mehr, diesen Glauben zu erschüttern. Niemand hat den Mut dazu, well er riur zu gut weiß, daß an die Stelle des Glaubens nur noch die Revolution, der Umsturz alles Bestehenden, der Untergang treten kann. In der Verbreitung des unglaubwürdigsten Wahnsinns liegt Methode. Man wirft ihn als letzten Rettungsanker aus. Aprös nous le deluge! Frankreich erstickt in der Lüge. Es ist ein einziges langes, ungeheuerliches, gegenseitiges Sichabschlachten durch Lng und Betrug. Die Rückkehr zur Wahrheit hat man sich abge- schoitten. ' Es ist unmöglich, einzelne Bilder des unbeschreiblichen Elends fcstzuhalten. An Schlat denkt kein Mensch mehr. Mari hungert, durstet, stiert blöd in den blauen .Himmel, läßt sich von der Riesenwelle der Leidensgenossen und Soldaten beiseite schieben, läßt sich stoßen, treten, töten. Man hat den Willen zu leben verloren. Ich frage mich: hat es jemals in einem Lande soviel Elend in tausendfacher Gestalt gegeben? Jemals, so lange die Sonne scheint? Jemals soviel Elend wie ic&t in Frankreich? Nein, dies Elend kann nirgends überboten werden. Und ich sehe es nur im Süden Frankreichs. Leute, die aus denr Norden kommen, versichern, im Süden könne man endlich zur Besinnung kommen . . . wir armen Hamburger. Ein Hamburger Mitarbeiter schreibt uns: Es ist eigentlich ein Wunder, daß. ich von Hamburg aus noch eine Mitteilung in die Welt geben kann. Denn unsere schöne Stadt mit den gewaltigen Handelshäusern aus den Kais der Hafenbecken und dem reichen Villenkranz um den blauen Edelstein der Alster _Tiegt in Schutt und Asche. Unser Bürgermeister und nnser Senat sind verjagt und ein „Hafenkommandani" übt herrisches Regiment über uns und gesiattet niemandem, das Weichbild der Stadt zu verlassen. Man sollte es, obwohl wir doch bereits allerlei imponierende Beiveisc von der Lügcnsähigkeit unserer Feinde haben, iticht für möglich h-alten: aber all diese schönen Dinge werden den Franzosen und Engländern vorgelogen. Und zwar im Pariser „Petit Journal". In der in Hamburg vorliegenden Nunmrer vom 2. September Nach allerbesten Informationen aus Italien. Mit bestätigendem Signum des deutschen Botschafters in Rom! Also müssen auch wir in .Hamburg glauben, daß wir zerschmettert am Boden liegen. Zuerst sind wir, nach den Mitteilungen des „Petit Journal", von den eigenen Militärbehörden ausgeraubt worden. „Die großen Lagerhäuser im Hafen," so heißt es wörtlich, „in denen ungeheure Mengen von Getreide, Konserven aller Art, Pökelfleisch, Gemüse, Zucker, chemischen Produkten, Mehl, Kakao, Kaffee, Tee und andere Lebensmittel anfgehäuft sind, wurden gleich bei Beginn der Mobilmachung auf Befehl des Generalstabes geleert. All diese Vorräte wurden in Sonderzügen an die Front des Heeres gebracht, um dort an die Truppen ver- iellt zu werden." Und dann wird weiter von den schrecklichen Folgen dieser „Beraubung" erzählt :„Die bevölkerte Stadt Hamburg, in der der Verkehr gänzlich unterbrochen ist, wo in keiner Werkstatt gearbeitet wird, in der alle Fabriken geschlossen sind, in der 1500 Schiffe mit ihrer ganzen Besatzung im Hafen liegen, ohne abfahren zu können, fängt an, die Hungersnotzuspüren. Die Preise für die notwendigsten Lebensmittel sind enorm gestiegen. Vierzehn Tage nach der Mobilmachung wurde das Dutzend Eier für 10 Mk. verkauft. Frisches Fleisch war überhaupt nicht zu bekommen, weil alles Vieh nach dem Innern des Landes gebracht worden war. Es fehll an Milch und Futter. Für die kleinen Kinder gibt es weder Kuhmilch noch Kindermehle, und die besorgten Mütter versammeln sich in großer Zahl vor dem Rathaus und fragen, womit sic ihre Kinder ernähren sollen." Es folgen dann erschütternde Mitteilungen über den Protest des Senats gegen die Beraubung, über seine Absetzung und gerichtliche Verfolgung durch die Militärbehörde. Uiid im Anschluß daran koinmt dann die knappe Meldung von der Bombardierung und Zerstörung Hamburgs, Altonas und Kiels durch die vereinigte russische und engftsche Flotte. Merkwürdig, daß ich noch immer ruhig vor meinem Schreibtisch sitze und hinter mächtigen Bäumen den Frieden der Mster sek^. Daß ich bei einer Fahrt durch den Hafen von den Schiffswerften her di« klingend« Melodie kraftvoller Arbeit hörte, und bei einem Gang durch die Straßen sah, wie ruhig das Volk von Hamburg in seiner überwiegenden Mehrzahl der gewohnten Arbeit nachging. Vor dem Rathaus erlebte ich keine Kundgebung armer, hungernder Mütter, sondern den Siegesjubel einer ungeheuren Menschen- niengc, die soeben aus dem Dtunde des Bürgermeisters eine gute Botschaft vom Kriegsschauplatz vernoncmen halte. Ach nein, wir leben noch, wir Hainburger und leben so intensiv, das; nur über die Rekordlügen der Franzosen ein ungeheures Gelächter anstimmen würden, wenn nicht draußen im Feld unsere tapferen Brüder mit Hieb und Stich und unter Strömen ^kostbaren Blutes die Lügen cruseinanderhauen nrüßten. Tag um Tag kommen jetzt Verwundete von den Schlachtfeldern nad) Hamburg. Sic werden mit Liebe und herzlichen Wünschen empfangen und in großen und ruhigen Lazaretten mit Hingebung gepflegt. Sie spüren nichts da- von, daß unser Harn bürg arm und verhungert am Boden liegt und in die Stille ihrer mit Blumen geschmückten Stuben düngt nichts von dem „Gebrüll der aufrührerisch sich zusammenrottenden Arbeitslosen", von denen die „Jnforma- tionen aus Italien" so phantasievoll zu lügen wissen. Daß sie unter dem Zeichen des deutschen Botschafters in Rom weitergrgeben werden, ist offenbar ein neuer Trick, aus Lügen Glaubwürdigkeiten zu machen. K. K. Au» Stadt und Land. Gießen, 16. September 1914. Tr^nker-Fürsorgestellesür Stadt und LandkreisGieße», Gießen Asterweg 9. Sprechstunde jeden Dinnerklag abend 6 bis 7 /, Uhr -. . " LandeSunioersität. Dem Assistenzarzt an der kiesigen Klinik für psychische und nervöse Krankheiten Dr. Matthias Heinrich Göring wurde die vsuia legendi bei der hiesigen medizinischen Fakultät für das Fach der Psychiatrie erteilt. Seine Habilitationsschrift handelt über: Die Gemeingesähriichkeit in psychiatrischer, juristischer und soziologischer Beziehung. ** 116er als Ritter des Eisernen Kreuzes. Der Musketier Fink von der 8. Kompagnie des Jnf.-Regts. Kaiser Wilhelm hat in dem Gefecht bei Ankoy am 28. August eine feindliche Fahne erobert. Fink erhielt für diese Tat das Eiserne Kreuz 2. Klaffe. — Der ebenfalls in der 8. Kompagnie dienende Vizeseldwebel Dutine, der sich auch in demselben Gefecht das Eiserne Kren,; 2. Klasse erwarb, hat am 10. September in einer Schlacht an der Marne mit wenigen Leuten eine feindliche Batterie genommen. Für diese Wasfcntat ist Dutine zur Auszeichnung mit dem Eisernen Kreuz 1. Klaffe vorgeschlagen morden. MnktdjeKmMlchkll! ** ®er Haftpflicht-Versicherungsanstalt der Hejsen-Nas säuischen landwirtschaftlichen Be- russgenossenschast gehörten Ende 1913 24 291 Mitglieder an, das sind gegen das Vorjahr 1380 Mitglieder mehr, während 1912 die Mitgliederzunahme nur 603 ausmachte. Ter Gesamt- arbcitsbedars dieser 24 291 landwirtschaftlichen Betriebe und der 62 selbständigen Gewerbebetriebe stellte sich aus 11839 788 Arbeitstage mit einem Geldwert der Jahresarbeitsleistling von 21 340 927,19 Mark. Die Flächengröße der versicherten Betriebe ist im letzten Jahre um 6306 Hektar gestiegen auf 278011 Hektar. Wie in allen Vorjahren ist cs auch in 1913 nicht notwendig geworden, eine besondere Umlage zu erheben. Die eingegangenen Beiträge von 45 536,84 Mark haben zur Schadcndeckung und den vorgeschriebenen Rücklagen ausgereicht. Von den im Lause des Jahres eingegangencn 248 Neuanmeldungen von Fällen wurden 120 durch Zahlung einer Entschädigung von 9821,43 Mark erledigt. 64 dieser 120 Schadensfälle = 53 Prozent waren durch Tiere herbeigesührt und verursachten einen Aufwand von 5411,80 Mark. Der aus dent Jahre 1911 stammende schwerste Schadensfall, der seither di« Anstalt betroffen hat, ist seinem Abschluß nahe gebracht. Nachdem das Reichsgericht im wesentlichen die Klageansprüche dem Grunde nach für gcrechtscrtigt erllärt hatte, wurde ein Vergleich abgeschlossen. Es wurden danach an das z. Zt. des Unfalls annähernd 3 Jahre alte Kindl und seinen Vater für alle Ansvrück^ aus der Verletzung — Verlust eines Beines durch die Mähmaschine — 12 000 Mark gezahlt und die sämtlichen Kosten mit 2843,05 Mark übernommen. ** Für Postanweisungen nach den Niederlanden und den niederländischen Kolonien gilt jetzt das Umrechnungsoerhältnis von 100 Gulden --- 178 Mk. ** Eilabhol um g und O r t s s ch n e l l d i c n st. Schon längere Zeit har die Telegraphenverwajtnng Verbesserungen i m Eilbotendienst eingerichtet, die verdienen, dem Publikum zur Benittzmig empfohlen zu werden. Das hiesige Telegraphenamt übernimmt es nicht nur, im sogenannten Ortsschneildienst Briefsendungen durch einen Eilboten abholen irnd unmlltelbor anschließend an die Abholung durch den nämlichen Boten an einen Empfänger im Ort bestellen zu lassen, sondern es befaßt sich auch mit der sogenannten Eilabhvlrrn g, indem es gewöhnliche Bries- sendungen im Ortsbezirk durch einen Eilboten abholen und zur Postbesörderung abliefcrn läßt. Derartige Dienstleistungen können sowohl durch Anrufen der .hiesigen .Telegrammabfertigiingsstelle (Anschluß Nr. 0) bestellt, als auch mündlich an den Postjchaltcrn oder schriftlich beim Telegraphenamt angemeldet werden. Auch ist gestattet, Bestellschreiben kostenfrei in die Briefkasten zu legen oder dem bestellenden Boten mitzugeben. Die gewöhnliche Gebühr für einen Auftrag im Ortsschnelldienst ist am 50 Psg., für die Eil- abholung aus 2$ P,g. festgesetzt. Bei gleich;eitrger Ausführung mehrerer Aufträge ermäßigen.sich die Gebühren. Auskünfte in dieser Hinsicht erteilt das Telegraphenamt (Anschluß Nr. 0). Es wird bei dieser Gelegenheit noch aus Folgendes aufmerksam gemacht: Zur Beschleunigung des Ortsschnelldienstes ist es zulässig, daß sich diejenigen Auftraggeber, welche einen Fernsprechonschluß besitzen, die etwa crnmrtete Antwort vom Boten von unterwegs aus zusprechen lassen. Eine Gebührenerhöhung tritt hierher für die Ausführung des Aufttages nicht ein. ** Wied ereryreifung eines Lustmörders. Der Arbeiter Ludwig Waldschmidt, der wegen eines Lustmordes in Frankfurt vor zwei Jahren der Frren- anstaltHerborn zngefüchrt wurde und dort kürzlich entsprang, wurde am 14. d. M. wieder ergriffen. Kreis Wetzlar. X O b e r s ch e l d, 15. Sept. Holzhauermeister Georg H i l d feierte mit seiner Galttn das goldene H o ch z e i ts s e st. Dem greisen Jubelpaar wurde die goldene Ehejubiläums-Medaille überreicht. vermischte». * Der „Flaggenmann" im englischen Heere. Die Engländer sind bekanntlich auf ihr Söldnerheer, zu denr fte keine innere'Beziehung haben, so stolz, wie auf alles, was^Albion besitzt. Wenngleich sie den einzelnen Soldaten über die 'Achsel ansehen, so behaupten sie doch, ihr ganzes Heer sei glänzend organisiert, und weisen mit Genugtuung auf geivisse Einrichtungen hm, die ihrem militärisch nngeschulben Geist als höchst wichtig erscheinen. So weist z.B. eine englische Zeiffchrift voller Triumph aut die Signalleute hin, die sich bei jedem englisclxm Regiment befinden. Der „minute-mgn" fft ein besonders aus gebildet er Soldat, der fähig ist. „mit einer geioohnlichen Signalflagge die 72 Buchstabey und Zeichen, die das Morse-?llphabet enthaft, in 60 Sekunden zu übermitteln". Es ist also eine Art „drahtlose Heerestefegraphie", die man bei den englisckien Truppen eingesührt hat. Die Geschick- lichkeit dieser Leute grenzt nach den Aussagen ihrer Volkgenossen ans Wunderbare. Da einige der Buchstaben durch vier verschiedene Bewegungen der Flagge ausgedrückt tverdeir müssen, so muß der Signalist eine große Fertigkeit besitzen und die Fahne durchschnrü- lick, fünfmal in der 'Sekunde hrw- und herschwenken. 'Deshalb sind auch diese Soldaten im Heere besonders angesehen, imd obwohl ein großer Zudrairq zu diesen Posten ist, genügen nur sehr weurge den hohen Ansorderringen Das Regiment. das mehr als ein oder zwei solcher „winute-men" hat, gilt für besonders glücklich. Denn die englischen Militärsachverstäiidigen schreiben diesen Flaggensignale» eine große Bedeunoig zu. „Es ist Tattache," lautet eine solche Stimme, „daß die Signalleute, obwohl man im Publikum wenig von ihnen weiß, in Kriegszeiten für jede Armee von höchster Wichtigkeit sind. Telegvaphendrähtc sind nicht immer zur Hand, und Fetdtelegvaphen sind auch viel zu schwerfällig zum Gebrauch bei den großen Ausdehnungen, die jetzt die Schlachtfelder haben Im Burenkriege haben sich dies« Signale durch Flaggen oder Lichter außerordentlich bewähtt " Im Frieden hat es der englische Signalmann gut. Er hat viel fteie Zeü und genießt eine Ausnahmestellung, braucht keine schwere Ausrüstung zu tragen, mhält in der Kaserne einen eigenen Raum zugewiesen, und wenn er die jährliche Prüfung, die er ablegen mutz, gut besteht, bekommt er sogar noch eine Zulage zu seiner Löhnung. Im Kriege aber hat er schwere Zeit. Wenn das Regiment auf dem Marsche ist, dann kommt zuerst der Oberst, dann kommen die Pioniere, dann drr Signalleute, dann die Musikkapelle und dann erst die eigentliche Truppe. Die Signalleute müssen immer vornweg sein, stets bereit. Befehle weiterzugeben. Während die andern bei der Schlacht in guter Deckung liegen, bchtet das Flattern und dre BewegMg ihrer Fahne oder das Aufblitzen ihres ISchtsiqnaS dem Fettche ein treffliches Ziel, und so find denn in Südafrika besonders mefe minute-men getötet worden. Einem Mann wurde zweimal seine Fahne aus der Hand geschossen, ohm daß^er selbst verletzt war. Mit diesen Signalen treilxm die englischen Soldaten auch manchen Spaß. So erzählte ein Signalist, daß er der einem inchschs, Ausstand mit seinem Regiment nach einem blirtigm Kampfe ein, Anhöhe crflommen hatte. Wie er über das Land steht, fällt ihm auf einmal in der Ferne ein Flaggensignal auf: „0. 0. 0.". Dieses Zeichen ist eine Warnung, der eine Botschaft von höchster Wrckrtjg» feit folgt. Es wird nur m gefährlichsten Augenblicken an gewendet. 'Der Signalist cttvidert das Signal, und was bekommt er daraushh, für eine Mitteilung? Der andere Signalist, ein Spaßvogel, fragt; „Ist es bei Euch sehr kalt oben?" *DieerstedeutscheS>iegesfunkenbotschcrft nach Amerika. „Eine deutsche Armee hat einen glänzen, den blutigen Sieg in der Miste von Metz in Lothringen, gewonnen." Das war die erste Negesnachricht. die die deutsche Gesandtschaft in Washingion ant 21. August direkt von Berkrn durch Funkspruch erhielt. Sie wurde von der Gesandtschaft sogleich an die Presse weitergegeben und eilte nun auf „Flügeln des Drahtes" durch die Vereinigten Staaten. Der deutsche Geschäftsträger v. Hoimstansen, der von Reportern bestürmt wurde, erklärte, daß die Depesche in Geheimschrift gewesen sei. „Es ist die erste Verbindung, die wir durch drahtlose Telegraphie mit Berlin erhalten staben. Ich hoffe, daß wir von jetzt an ans diese Weise nrit unserer Regierung in ständigem Einvernehmen bleiben werden." Die Depesche wurde von der Station für drahtlose Telegraphie in Tucker- ton in New Jersey ausgenommen, wo die Vereinigten Staaten einen besonderen Beamten angestellt hatten, der eine strenge Bewachung aller eingehenden oder ausgehenden Botschaften durchführen sollte. Die Nachricht rief überall großes Aufsehen hervor. fl * Pavst Benedikt und das Tennisspiel. Im „Giornale d'Jtalia' erzählt der srühere Abgeordnete Francesco Eroce, der seit langem in sreundschaltlichen Beziehungen zu Papst Benedikt XV. gestanden hat und ihn als Kardinal häustger in seiner Villa in Serravalle als Gast sah: „Eines Tages tral der Eczbilchoi bei »iis ein, während gerade Tennis gespielt wurde. Ter Erzbischof legte de» leichten Mantel ab, nahm ein Racket in d>.e Hand und begann »utzuspielen Dabei sagt« er: „Als Knabe habe ich in Pegli säst alle Tage gespielt; Tennis ist ein Spiel, das mir sehr viel Vergnügen mach!, und ich versichere Euch, daß ich es sehr gut gelvielt habe." Und er bewies i» der Tat, daß er noch immer ein tüchtiger Tennisspieler war." Ein paar Zahlen zum vergleich. Unwillkürlich schweifen namentlich bei den Nachrichten vom westlichen Kriegsschauplatz die Gedanken immer wieder rückwärts zu den Erinnerungen an die Ereignisse von 1870. Namentlich wird immer wieder sorgenvoll erwogen, ob nicht dieser Krieg von 1914 unsäglich viel blutiger und opferreicher für uns fei als der von 1870. Es ist merkwürdig, eine wie große Ununlerrichiethcit säst ganz allgeniein über die hier zuin Vergleich heranzuziehendcii Zahlen aus dem Kriegsjahre 1870 71 herrscht, obgleich es eigentlich sehr leicht ist, sie zu erfahren. Hier eine Auswahl und die Hauptdaten daraus: Es betrugen die deutschen Verluste 1870 in dem Gefecht bei Weißenburg 91 Offiziere und 1460 Mann; bei Wörth: 489 Offiziere rmd 10000 Marm; bei Spichern: 4871 Mann: bei Colombay-Nouilly: 5000 Mmm, darunter 200 Offiziere: bei Vionville-Mars la Tour: 16-000 Mann; das 24. Regiment allein verlor hier 1000 Mann und 52 Of- siziere, das zweite Bataillon des 20. Regiments alle Offiziere, die Brigade Wedell von 95 Offizieren rmd 4546 Mann 72 Offiziere und 2542 Mann; bei Gravelotte-Saint-Pvivat: 2015SW«mn, darunter 899 Offiziere. Die er st en 14 Tage des August — am 4. August fand das erste Gefecht, das bei Weißenburg, statt —, also die ersten zehn Tage seit Eröffnung des Kampfes, kosteten nach der Berechnung des Generalfeldmarschalls v. Moltke ftr seiner Geschichte des Krieges von 1870/71 die Deutschen in sechs Schlachten 50 000 Mann. Sedan kostete uns 460 Offiziere und 8500 Mann; eine für die meisten nach dem Porangegangcnen sicherlich überraschend geringe Zahl. Die Gesamtopfer des Krieges von 1870/71 betragen nach Moltke 6247 Offiziere und 123 453 Mann. Alles in allem Summen, hinter denen das weit zurückbleibt, was uns die Verlustlisten des Krieges von 1914 bis jetzt zu erzählen hatten. Airchliche Nachrichte«« Evangelische Gemeinde. Heut« abend 8 Uhr: Kriegsbetslunde in der Johanneskirche. Pfarrer Bechtolsheim«r. Meteorologische Beobachtungen der Station Eichen. Sept. ICH J 5 K a 3 L« ft w §« w 11 IS ÖD = 3 if w ' x> ß i i£i UP 15. 2 ” 747,1 18,6 7,7 48 w 4 5 15. 9“l 748,0 13 4 9,5 10,0 83 w 2 10 16. 747,8 12,4 93 still still 10 Sonnenschein Bed. Himmel Höchste Temperatur am 14 — 15. September 1911 = -ft 18,8 Niedrigste , . 14.-15. „ 1914 = + 14,1° Niederschlag: 0.3 mm. Verantwortlich für den gesamten redaktionellen Teil: Aug. G o etz. Amtlicher Teil. Bekanntmachung. Betr.: Ausfuhrverbote. Die nachstehende Bekanntmachung des stellvettretenden Reichskanzlers vom 9. September bringen wir zur öffentlichen Kenntnis. Gießen, den 14. September 1914. Grobherzogliches Kreisamt Gießen. Ür. U s i n g e r. Bekanntmachung. Aus Grmü> des 8 2 der Kaiserlickwn Verordnung vom 31, Juli d. Js, betreffend das Verbot der Aussuhr und Durchfuhr von Waffen, Munitton, Pulver und Sprengstofsen, sowie von anderen Artikeln des Kriegsbedarfs und von Gegenständen, die zur Herstellung von Kriegsbedarssarttkeln dienen, bringe ich hierdurch in Abänderung der Bekanntmachung vom 1, August d, Js, (Sonderausgabe des Reichsanzeigers vom 1, August d, Js,) zur ösfent-' lichen Kenntnis, daß bei der Position Baustoffe aller Art für Brückenbau und Befestigungszwecke. Zement von dem Ausfuhrverbot ausgenommen wird. Berlin, den 9. September 1914. Der Stellvcttreter des Reichskanzlers. Delbrück. Oi-A «P o : a ;s» Jf B u« « o 5 SL S - g~ c © ■» s'Sto -->ra-- 3 ""-g ^.•^**-* -o <- . 2 'S o 2 r W I ^CiJ t 3 L .2 -•-* C s Q « 3 w (ca> “ 3 « a p no^ct S 2 c c .'S SP»« _. >2 c -rt ra op J*nj( C «oj) “©«B^S 3 » ° : -2 S 2 £■§ g~-ff s LS^L 35,2°^ O C LZ-ZZ' CjQP° ‘B'® 0>*x» < W ß t- -«»rtQ «P >£ i P W O » p ^ a= L« | J'g?;~ agSÄ^SS i-= " .^Z-Z » £=^ S P? 2 3 op cu S $1 o> .-C TP -S a -S — £3 - LZdZ S.i 2 — «S^.SJV "o ^ 5 . p* po 2 3 «g 3 " H — jQ "Ss^'-pü.P r>C> O . - d 2. ^ 'S -*-» *■* '* - -« S >A -OpQ - ö no oj»-ra 3 ®l~llSo*£ OPrara u w w rO& _ GÄ ^ ■«« «$s*/~.a a v—• o ^13.2^16 zt£L 22 c*^ o7op V» ^'-GsO . vC'-— c r-» Cj+io " 3Ü 2 i »-» ® « £ c.£ £.2 c « A . 33 -ö,-—• w i3,r\ m cp : a S?^.S — — *a c Z®IZ 3 ^-ff®-. 5 ■^ — v a 3=> J3*«xe - So L>« 3.-^ iIZZZ .S -*~ «a •“'ff'®" ■ 2 «-' ^Sgs a-ta ra» c: c o~ g c N ^2 pO A w.? “ CA § Sü|£lSc**3« «•S-ü’S" 2 »ä-ög ”■2 “ u S, S S o--JO - < T7 4)' «SSM c, «5i'§'|3-g§3S-g ■‘‘SeffgS.SWi *' 2 ®g 2 c 3 g=j ; 3 M p q «• ^Q. r. u *8 p .. " w c m &i W " ^-8 3' >-- 3 - ^ o 3 K =3 " ^■ 3 - 3 - 0 "." H wp=.= 3 5.2 ® v p- 3 e « s " s säS>H£- 2 iJg C V3 3-°- W <3 dtSä. 3iä w 3 jT a o.S x- -p ^'°eg='ä2--sE ^'S' «E'H‘25 3j ° 5^ s 2 ^„ ~_ _ c'päS 3 3'3- ä .3®',q 3 . *®ffjS'na s " 3 1 -‘ 3 «- Sa C öi — _ g— 3 2 ' 3 ' T> 3 S ' N S ■ pO '— « c 1 3 d & 3S a jÜSSo « 3 E~— iigji’g s S « 3 £„ „ - ■°"-o s >— 2 c o >2: e 1 - » -3>^7 acSSp'gu — ^ w ©5 — — ^ «.k 3^:3 c-Xatj S'C ® - - . ,u -ö < n -2^ o cj /rj orji -.— «es ^?3 s-SS? s^sjg S - p -q-q P» T2J S S — *- ‘SSs. -“G a 3 3 OjQ u • 3 ö ^ S o 3.LL-3 5 -- V £ -£23 3 .3>>3- 2 ras ° Ä.“B u 3 CsBTiO V’a' f^ = Ül«, o - S^-s - •*' g 'S Ist g Jg e w iffL ig o H ^ =: ^> S Z ® R-L rs - Z L? D g 5 C33 Oö w ^ s ti cp 3*0 c e cW s Cu” - r-. *—• S -S ■ r" Ca ' ‘ *— -Z~0 *N OP -+ . y-, v_i ii ->— - _ ^LZZD—« = 3 ^ £ 2 £ =2®° „ 3 „ §^.3-9 u— OJ OP $_» -*-» °S> ■trT! 3 a fs c O 'z ‘2 « s'S w! 2 oa«.Ji 2 «^ - 2 ^ ^icSs-.Eoo 10 ^« a >—* ^—' fw x^- 0 r*^i c .S '»—* r-v »S f~ c *0 -— or^i o a O) ^ c w f . eCiOS-OfeSsOC^ ,C U C 2Ö.X «Ä' J Q-sPW CnsT^Xt^ H-. vO JZiiA 'S A ' , jj W c ^ o a.j» 7^O c •5-^ C i-» c OJ o ~ i* a£3 _ -'a-S' . 0 3»Z | T '-° © 2 5 v " - '•■ -E i'®' >3^3 5C?. 3 8-0 : 3 o 1 fDO O :3 S •2 p u - 5.Ä" 'S »-' C£ o "'S" 'S' 3 ' •— »P. «5, &iS) 5 ^ - ^sS C cp V! o «7; G P .stSj ®3 cn g -Ö .S iP . 3Z8KZ W 'L n c§, iß> a ' rS S. X l JL « 'Tj Tl^V~v -*-* - *-* *-* CP — CP r-' Ö 2 q 5-^ >c> O c OP S=S ä?i 3 e 5 o Q - ü! 3 3 lls « Oe s^s OZ3 ZdZ ^ o £ Kss 2 äS 3 3 3 3 33 -3 S sS£=2 3-gö _ra 3 g £ 3 j|S <2 . !-L op op *p - Q ö? gg a>;C ^ ^ g ep •%5 1 ^G«s® «® - £ 2 - C ^*vO tTQ ’S t CS ® £ K 3^ -° 55 <3 c c SP C o 2s c -r = OP -ApQ }_» OP n S, C OP s |sr •2.s»e« 3 g "5 3 ££33 « ; .2 3 S ’äT^‘~2 «2®£"“§3^ ■~® ^3 5 S E 3 ‘ff- e 3 . > OP OP » C C .—„ f- "C, GD op op '•Ö C =*2 C •®oW a opa' £■ 2 c w o5? 13; S= O--" '§ 2 3§-L3 £-- 2 rag 2 Nff £ ra£ £(S) ^*6- «9“-o Eg _=■“ ins> w,5L v p. s S > x> a5k s“° r-S^ cd^ ®P .i «u 2 - I Sg2®= .L E CP s 1 ^ 3^3 2SZZZZ7H •-#^£'2 3© 3 g 3 «> S £ 3 *-' O oL o 2> o Ü =-*%£ =5£ 2 o 3 © W 5® .oLg ä©B f ‘ff., O SP SP C C c N o® >»3 P3-SI — O op . --> --'2 3^'“§ J g °i> »P*^ W Ä® s I ö C p Jp-Q.-Hpö x? 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Op _^ip u^p S ta o--Q ^ *£ op 2 ^ Qa*^ . ,j-v Hr>p!iu5oo' J ^ 22 bo 23 ^-*_» C > M» A A '~‘G> ra* 0> -»-.SP X3 ra» *a. ft» S 5 *^ - 2 2 Op *. g y c £ to -s c> L> . r rtzz S ^ 2 »- 0 =-°*ra»A<3 ^ ' tj m h u ü- c ^9 p A- 5 S OPA ^ ra-OP -p rH-(—% ^0 Br *' räl 2 § >2 c S'Ci^vg' t*A^ oppO SP w gS.Ü’SE- -ÄC Pi'^fl gps § ^ 5 ff 3^1«!«ll s Zt* t “S'S'.sra ' 51 3 3 -q 3 giE 5.^2-g 3 u — s »>r- g^8 3 "ra 3- K , Mp.- iS" ^ 3 " - raS^*" =5 a>S'S.5"5£ A ‘t.. »S&S’S LZ 3 c'S 5 S g »5 gl s^al 9^5 ?£ L 2 - Ä“=S =-§>£ 3 «>E raZ^ 3 ' sC' c »As.g 2 . 2 - =2 o>'—> bD®^ S -P °v S o 5 ^ op *5 i - ö cp op . op Sp op iTz^rt o >— .. 7^1 ^ z o ^ rr lf) B - 5^0 S.' 22 - 3 " Sä 2 3 . 3 <ü ö e 3 3^-ZK«7-LZ 3 - rag 3 - £ 3b Z.3'333 "-L.3 3 E-b 3 Z,- -»««“o“ "* — i- - s-rara j. j-jy SlI -'£ * ^ <3 ^"o81§^ ö g^|rag.fa s ,s - «oe*-";« £ £ “"'?3 ®i±l £ ® 3äI (*.5^-3 ra^ S ZA"SL" 2- 4i raac " _ <3 -g g 3 " ®S ra >a .3 ____J r® g 0 u .£ "|S' n J.’Sra " ^^®=&g:48ra2^ ? 2t^'5ss3-| 3 sr Ö op op op cp ?raL£^«^g»d'^L>g-S Sä 3 "-— 3'£ — rara a ö 0 3 5L"g sKS 3!' | 5 ra W Ö bfi l ■&*£§»& ra ~ - o Sf-ff 3 8 g« i» ra O .P ^ ’-P OP O :3 3 Ä g —» CO .£ .£? __ 3 3 £»| 3 S o S 3'5 "3-3 aiaa s ra " " -« ”'C jä 4 » - S-® rapP»Ä*° |» a Ä*S«|.§SEi«-SBB* 3 5 -“ff “Eä s o 5 - ; S “■st' ra-3 3 sS s Hebe a 3 4 jg LZ-LLSN g EigL© 8.2>s'LsrL^N-2L 3 so£b*£ =£S£ > 0 £ ' '“-<£» ra» ra. 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