Nr. 21b Der «iktzener Anzeiger erschein! täglich, anßer Sonntags. — Beilagen: viermal wöchentlich Sietzener.^amiliendläNeri zweimal wöchentl.Areir- vlatlsiirdenükelrSlehen (Dienstag nnd Freiing); zweimal nionatl. rand- wirtschaftlich« äeitsragcn Fernsprcch»Anschlüsse: iür die Redaktion 112, Verlag n. Expedition LI Adresse snr Depeschen: Anzeiger Gießen. Annahme »on Anzeigen sür die Tagesniiiiinier bis vorniittags 8 Uhr. Erstes Blatt 164- Jahrgang - Dienstag. 15. September 1914 General-Anzeiger für Oberhessen Rotafi»n;dn,ck und Verlag der Vrvhl'schrn Univ.-Such- und Steindruckerei R. Lange. BezugSprct»: monatlich75M.,vienel- jährlich Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Pf.: durch diePost M.2.—viertel- jährl. ausschl. Bcstcllq. Zeileirprcis: lokal löPi^ ausivärts 20 Pseiunq. Chesredakteur: A Goetz. Verantwortlich sür de:, polit. Teil: Aug. Goeh; sür .Feuilleton", .Vermischtes" uuü.Gerichls- saal": Karl Neurath; lür .Stadt und Land": R«daM«n. Expedition und Druckerei: 8ch«lstratze 7. gf^:' Die Lage im Westen und im Osten. - Die Meldung des Generalobersten von hindenburg an den Halfer. (WTB.) Großes Hauptquartier. 14.Scptcml>. (Amtlich.) Auf dem westlichen Kriegsschauplatz finden auf dem rechten Hecresslügclschwcre.bis- per unentschiedene Kümpfe statt. Ein von den Franzosen versuchter Durchbruch wurde siegreich z u - rückgcschlagen. Sonst ist an keiner Stelle die Entscheidung gefallen. Im £ st c n schreitet die Vernichttinq der russischen ersten Armee fort. Die e i g e n c n V c r! u st e sind v e r 0 ä l t - nismätzig gering. Die Armee Hindcnburgs ist mit starken Klüften bereits jenseits der Grenze. Das Gouocr - nementSuwalki wurde unterdcutscheVcrwal- lung gestellt. (WTB.) Grotzes Hauptquartier, 14.Srptcmb. (Amtlich.) General von Hindenburg telegraphierte an S. Mas. den Kaiser: Tic Wilnacr Armee. 2., 3., 4. und 20. Armeekorps, sowie die 3. und 4. Reservedivision und fünf Kavallcriedivisioncn sind durch die Schlacht an den masurischen Seen und die anschließende Verfolgung vollständig geschlagen. Die Grodnoer Reservearmee, das 22. Armeekorps und der Rest des 6. Armeekorps sowie Teile des 3. sibirischen Armeekorps haben im Gefecht bei Lyck schwer gelitten. Der Feind hat autzerdem starke Verluste an Toten und Verwundeten. Die Zahl der Gefangenen steigert sich. Die Kriegsbeute ist auherordcntlich groß. Bei einer Frontbrcitc der Armee von über 100 Kilometer sind ungeheure Marschleistungen von zum Teil 150 Kilometern in vier Tagen erforderlich gewesen. Bei den auf der ganzen Front und Tiefe sich abspielendcn Kämpfen kann der rwlle Umfang noch nicht gemeldet werden. Einige unserer Verbünde sind scharf ins Gefecht gekommen, die Verluste sind aber doch nur gering. Unsere Armee lvar siegreich auf der ganzen Linie gegen den hartnäckig kämpfenden, aber schkictz- lich fliehenden Feind. Die Armee ist stolz darauf, das; ein Kaiserlicher Prinz in ihren Reihen gekämpft und geblutet hat. ^ gez. v. Hindenburg. Wir haben keinen Mangel an amtlichen Nachrichten. Der deutsche Gcneralstcrb hatte uns schon in einer vom Sonntag datierten Meldung darauf vorbereitet, daß im Westen eine neue Schlacht im Gonge sei. Operationen, über deren Einzelheiten noch nichts veröffentlicht nvrden dürfe, hätten zu dieser Schlacht geführt, die für uns günstig stehe. Dazu crlmlten wir heute die vorstehende Ergänzung, die uns freilich den Schleier auch noch nicht vollständig lüstet. Wir wissen nur, daß noch schwer gekämpft wird und daß der Ausgang der Kämpfe bisher unentschieden war. lieber die genaue Lage der Schlachtfelder wissen wir noch nichts. Da von einem versuchten Durchbruch der Franzosen die Rede ist, der siegreich zurückgeschlagen wurde, handelt es sich vielleicht um eine Umzingelung ftanzösischer .Heeres- teile, und zwar vermutlich bei Verdun. Aber es lohnt nicht, Betrachtungen anzustellen, solange nähere Nachrichten fehlen. Das eine darf betont werden: wir Ttcl/men auch diesen TeL der neuesten amtlichen Mcldmig, der von einer unentschiedenen Schlacht spricht, mit Vertrauen und Befriedigung auf. Die Schlachten in unserer Zeit, die auf breitester Front geschlagen werden, dauern bekanntlich länger als die ans der Geschichte bekannten. Mancher, der heute früh unser in der Stadt verbreitetes Extrablatt las, machte eine bekümnrertc Miene, weit der Sieg noch nicht gemeldet ist. Eine solche Haltung ist aber ganz und gar unangebracht: wir haben allen Airlaß, die Taten unserer Kämpfer im Westen sowohl wie im Osten mit höchster Freude und Begeisterung zu würdigen. Erforderte der letzte glänzende Sieg Hindcnburgs nicht auch mehrtägige Kämpfe? Und doch sind danach die Russen so wacker davongclaufen, wie es in der Kriegsgeschichte selten yücdcr gefunden wird. Die Zeit darf uns, die wir hier in unseren friedlichen Häusern sitzen, nicht zu lang dauern. Wir stehen erst 5 Wochen in Kämpfen. Wenn wir später einmal die (tzcschichte des Krieges lesen werden, wird es uns erst zuui klaren Bewußtsein kommen, mit Ivelch unglaublicher Energie und Schnelligkeit unsere siegreichen Truppen ilxrc Schläge gerührt haben. Und besonderS vom General v. Hindenburg wird man noch reden in den fernster, Zeiten. Aehnlich wie vor über 100 Fahren der große Napoleon hat er seine glanzenden Siege seiner raschen strategischen Entschlossenheit und seinen unglaublichen Marschleistungen zu verdanken. Er erscheint uns jetzt schon als einer der größten deutschen Kriegshelden aller Zeiten. Der kleine Kreuzer „Hcla" gesunken. MTB.) Berlin, 14.Sept. (Amtlich.) Am 13. Scpt. vormittags wurde Se. Majestät kleiner Kreuzer „Hcla" durch einen Torpedoschuß eines feindlichen Unterseebootes zum Sinken gebracht. Die gesamte Mannschaft wurde gerettet. Der stellvertretende Chef des Admiralstabcs. gez. B e h n ck c. Der kleine Kreuzer „Hela" ist das älteste Schiss der Kreuzer- notte und war eigentlich längst überaltert. „Hela" lief schon Ende März 1895 vom Stapel und hatte 2040 Tonnen Wasserverdrängung. Seine Besatzung beträgt rund 194 Mann. Aus Antwerpen. Kopenhagen, 14. Sept. Man hat in Antwerpen neue Feldbefestigungen angelegt, und durch eine Pontonbrücke einen neuen Uebergang über die Schelde geschaffen. Hier in Antwerpen geht vorläufig noch alles seinen ruhigen Gang. Die Belagerung hat noch nichtbe- gönnen. Der Kommandant der Festung Antwerpen, General Dufour, wurde seines Postens enthoben. An seine Stelle trat Gencrallentnairt Legeise. Er wurde mit dem Befehl über das Bcsatzungshecr betraut. Jin weiteren Umkreise des Festungsgürtels werden immer mehr Häuser niedergelegt. Auch die Gendarmerickaserne wurde in die Luft gesprengt. Viele Wohnungseinrichtungen deutscher Familien, die am 1. September ihre Miete nicht bezahlen konnten, wurden verkauft, ein ganz gesetzwidriges Vorgehen, da erst kürzlich von der belgischen Regierung eine Verlängerung des Moratoriums erlassen wurde. Weiter wurden alle Depots, die Deutsche in Antwerpener Banken besitzen, gesperrt. (Nationalztg.) Der englische Verlcumdungsfeldzng. Berlin, 14. Sept. (W. B. Nichtamtlich.) Die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" schreibt: Ein Telegramm aus den, .Haag meldet, die dortige englische Gesandtschaft habe der holländischen Presse mitgeteilt, daß die deutschen Truppen vollkommen demoralisiert seien. Sie plünderten alle französischen Ortschaften, die sie erreichen und betränken sich. Die holländischen Zeitungen, deren Vertreter Gelegenheit haben, aus eigener Anschauung sich ein Urteil über die Haltung der deutschen Truppen zu bilden, werden durch diese Täuschungsversuche der englischen Diplmnaten nicht irregefirhrt werden. Wir legen aber Verwahrung dagegen ein, daß der Gesandte einer gegen Deutschland kriegführenden Dmcht seine völkerrechtliche Immunität in der Hauptstadt eines neutralen Landes mißbraucht, um gegen das destsche Heer niedrige Schmähungen zu verbreiten. Wie eine englische Schwadron gefangen wurde. Berlin, 14. Scpt (W. B. Nichtamtlich.) Die „Voss. Ztg." meldet aus Babenhausen: Erbgraf Fugger- Babenhausen, der beim Gardekorps steht, hat bei einem Patrouillenritt mit 20 Mann eine ganze englische Schwadron gefangen genoinmen. Und General French ist so stolz auf seine Reiter! Kohlen als Kriegsbeute. Berlin, 14. Sept. Eine gute Kriegsbeute wurde in St. Quentin gemacht. Tort lagen im Hafen 58 große Kähne, die sofort beschlagnahmt wurden. Sie enthielten drei Millionen Kilogramm Steinkohlen, die fiir den Betrieb der Eisenbahnen in Feindeslaich sehr gut zu brauchen sind. (Lok.-Anz.- Eine Abordnung bei General Galieni. Mailand, 14. Scpt. „Secolo" läßt sich aus Bordeaux melden: Die Führer des Arbeitersyndikats unterbreiteten in Paris dem General Galieni die Bitte des Arbeitersyndi- kats um Abwendung eines großen Unglücks fiir die Zwei- Millionen-Bevö-lkernng von Paris im Falle eines weiteren Vordrängens der Deutschen. Das Ersuchen gipfelte in der Forderung einer Nichtverteidigung von Paris und Erklärung Paris' zur offenen Stadt. Der General erwiderte, daß für ihre Bitte nicht er, sondern die Regierung in Bordeaux zuständig sei, deren Befehle er lediglich ausführe. Der General warnte jedoch vor Kundgebungen der Syndikalisten und der Pariser Arbeiterschaft für den Fall, daß die Regierung auf ihrem Befehl der Verteidigung Paris' bestehen sollte. Der Abordnung tvurden aus ihrem Wege von und nach der Präfektur stürmische Kundgebungen des niederen Volkes bereitet, (istationalztg.) Tum-Tum-Geschossc im französische» Heer. Ein hoher französischer Offizier hat dem Pariser Korrespondenten der „Tijd", deS großen holländischen Katholikenblattes, folgende Mitteilung gemacht. Er sagte, das Gerede über die Verwendung von Dum-Dum-Kugeln sei vermutlich dadurch entstanden, daß ein Stabsoffizier in der Festung Longwy sich mit Studien über die Anfertigung neuer Patronen beschäftigte. Es hätten sich auch in einer Rumpelkammer aus der Festung noch einige Kisten ausgchöhlter Kugeln befunden, die aus der Zeit stammten, als diese noch nicht durch die Haager Friedenskonferenz verboten waren, und die man später durch maschinelle Umseilung brauchbar zu machen versucht habe. Es sei möglich, daß einige Schachteln verbotener Patronen unabsichtlich (!) an die französischen Infanteristen verteilt (!) worden seien, aber von einer regelrechten Fabrikation der Dum-Dum-Kugeln könne nicht die Rede sein. In dieser Erklärung wird, so meint dazu die „Franks. Ztg.", zum erstenmal das Vorhandensein von Dum-Dum-Kugeln in fran- zösischem Basitz zugegeben. Abgesehen davon, daß es eine sehr merkwürdige „Rumpelkammer" sein muß, aus der im Kriegsfall Munition geholt und an die Truppen verteilt wird, ist es natürlich einiach lächerlich, daß man uns^ vormachen null, die Franzosen hätten in ihren Magazinen 16 Jahre lang Patronen aufgehoben, die wegen des Haager Verbots ausrangicrt worden waren. Der Beschluß der Haager Konferenz stammt nämlich aus dem Jahre 1899. Für wclcben Zweck und für welchen Gegner hat man die Dum-Dum-Gcschosse aufbewahrt ?-— Ter Gefahr, so rasch Lügen gestraft zu werden, hätte sich Herr Poincare wirklich nicht aus- ietzen sollen. _. Französisches Lob für die deutschen Kämpfer an der Marne. Zürich, 14. Scpt. Der Korrespondent der Turiner "Stanrpa" hatte eine Unterredung mit einem f r an- z ö s i s ch e n D i v i s i o n s g e n e r a l, der erklärte, die französische Arniec sei zwischen dem Ornain und Paris beinahe doppeltes stark wie die deutsche. "Aber was für ein Feind! Beim Tagesanbruch ist er eine dünne Schützenlinie, aber schon am Mittag tvird diese Linie eine starke Berschanzung voller Soldaten. Was wir uns nicht erklären können, ist die wunderbare Widerstandskraft des Feindes. Die Deutschen ziehen sich in geradezu vorbildlicher Weise zurück, indem sie den Heldenmut haben, keinen Schuß abzugeben, um ihre Munition zu sparen. (58. Z. a. M.) Marschbricf eines französischen Soldaten. Basel, 14. Sept. (W. B. Nichtamtlich.! Ter „Matin" vom 11. September enthält den Marschbrief eines Soldaten, welcher die trostlosen Verhältnisse in den Ortschaften von Bcauvais und der Champagne schildert. Die Leute seien durch die Brände verängstigt und kopflos geflohen. ES sei unmöglich, die vorgeschriebenm Regicisitionen vorzunchmen, da die Häuser verlassen und verschlossen seien. Schmuck und Geldstücke lägen herum, aber es sei kern Huhn, auch nicht Salz oder Milch zu haben: selbst das Seil, an dem der Brunneneimer hängen sollte, sei ab° geschnitten. In dem benachbarten Arrondissement herrschten nicht derartige Zustände: der Grund hierfür sei, daß der dortige Unler- pcäsekl nicht den angsterrcgcndcn Anmarsch der Preußen angekündigt habe. Unstimmigkeiten unter den Verbündeten. Berlin, 13. Sept. Während Sir Edward Grey durch Bekanntmachungen in den Niederlanden die Lüge am Leben zu erhalten suchß, daß die brifischcn Soldaten keine D u m - Dnm-Geschosse brauchten, machen sich zwischen den Verbündeten mehr und mehr Unstimmigkcilen bemerkbar. So bespricht nach einer Meldung des Berliner Tageblatts der militärische Mitarbeiter der „Daily News" den Bericht desGenerals French und kritisiert dabei das Vev- halten der französischen Generale gegenüber dem englischen Heer. „Das Zusammenwirken", sagte er, „fehlte öfter, und verschiedene Punkte erfordern Aufklärung. E r st e n s hat I o f f r e dem General French zu spät gemeldet, daß vier deutsche Armeekorps das englische Zentrum und die linke Flanke bedrohten. Dadurch hat French sich einen ganzen Tag länger als nötig in einer gefährlichen Stellung behauptet. Zweitens begreift man nicht, warum General d'Amade, der mit zwei Divisionen in Arras war, erst am 27. August Hilfe geleistet hat. Drittens hat «General Sordet, der mit drei Kavalleriedivisionen in Avesnes stand, die von French am 24. und 26. August dringend verlangte Unterstützung verweigert, weil die Pferde zu müde seien." Nach der Daily News war das eine ungenügende Entschuldigung. Ngch derselben Quelle stellt die Times aus dem Bericht Frenchs fest, daß der N a ch r i ch t e n d i e n st durch die schlechte Verbindung zwischen Engländern und Franzosen unwirksam war. French selbst glaubte, daß er nur dadurch einem größeren Unheil entgangen sei, daß die Deutschen zu erschöpft gewesen seien, um die Verfolgung fortzusetzen. Tie Solidaritätscrklärung des Trciverbandcs. Berlin, 14. Sept. Bon „wohlinformierter Seite" erfährt der Genfer Berichterstatter des Berl. Lokalanzeigers, daß das vom 6. September datierte Ucbereinkommen Frankreichs, Rußlands und Englands, das die drei Mächte zur Solidarität beim Friedcnsschluß verpflichtet, schon vor der Reise Poincarss nach Petersburg in einem Nolenaustausch sestgelegt war. Die amtliche Verlautbarung erfolgte auf Betreiben Delcassss, dem seil der Ucbersiedlung nach Bordeaux von einflußreichen Parlamentariern, Finanzgrößen und selbst von Ministerkollegen zugesetzt wurde, die Furcht der französischen Bevölkerung zu bannen, daß Frankreich schließlich für alle werde berappen müssen. Grey und Sasonow ließen sich einige Tage bitten unter dem Vorwände, daß Japan, Serbien und Montenegro eigentlich zur Solidaritätserklärung beizuziehen wären. Dem Einfluß Kitcheners gelang es, Grey dem Wunsche Delcassss günstig zu machen, und der russische Botschafter erhielt die Instruktion, seine Bedenken gegen die Veröffentlichung des Paktes fallen zu lassen. Wieder eine Teutsch-sreundliche Stimme aus Norwegen. Christiania, 14. Sept. (W. B. Nichtamtlich.) Der nordische Gelehrte Hauris A a l veröfscMlicht, wie schon kurz ge- ldct wurde, an der Spitze des „Tagbladet", das der Regierung i>e steht, einen flammenden Protest gegen die cm ckus- :de verbreiteten falschen Beschuldigungen über : u t s ch l a n d. Er beweist, daß während des durcn kr reges Zar dem deutschen Kaiser vorgeschlagen pabe. das cnwlolüe gland anzugrciicn, was der Kaiser ablelmlc. cbenw, daß r.nttich- d während des japanischen Krieges Rußland nicht m i Rücken fiel, sondern Rußland zu einem ehrenvollen irrwden half. Hätte der Kaiser gewollt, hätte r.eitt>chland damals dem rcnreiche den Todesstoß gegel>en. Aal zitierte ^rne Rede des isers vom 22 Mär, 1905 in Bremen. Jetzt ,er Teupchland der ieq aufqczwungen, jeder rechtlich Denkende konnte daS in allen kumenten Nachlesen, Rußland, England und Frankreich standen tig da und wollten den Krieg. Frankreich und Rußland über- ütten sck>on vor der Kriegserklärung die Grenze. Belgien schlvf mit Frankreich einen Vertrag. Das Auftreten Deutschlands gegen Belgien sei völkerrechtlich berechtigt. Aal schließt: In den letzten 4t Jahren ivar kein Land so abgeneigt gegen den ttrieg mit anderen zivilisierten Nationen, so klar darüber, daß seine Eroberungen aus ' den Kulturfeldern mit geistigen Walten und nicht aus geographischem Gebiet mit dem Schwert erfolgen würden oder so sich seiner Verantlvortnng in der Politik bewußt, wie Deutschland. Will man auf dessen Rüstungen Hinweisen, so braucht man nur zu antworten, Deutschland hat keinen Pfennig und leine Isjep zierstunde zu viel angewandt. — Der Inhalt des Artikels ist, daß Deutschland in der Notwehr handelte; seine Sache sei gerecht. Jeder rechtlich Denkende müßte dies laut vor aller Welt bekennen. Sven Hediit in Berlin Berlin, 14, Sept. Der schwedische Forschungsreisende lind Politiker Sven tzedin ist heute hier eingetroffen. Er will sich davon überzeugen, ob die deutschen oder die ausländischen Berichte über den Zustand in Deutschland und besonders in Berlin zutreffend sind. Präsident Wilson an seine Amerikaner. Der Präsident der Bereinigten Staaten hat an seine Mitbürger eine Mahnung zur Wahrung der Unparteilichkeit erlassen. Das Toimnent ist von den amerikanischen Zeitungen am 18. Alugust veröffentlicht worden und wir entnehmen ihm folgende Stellen, deren Inhalt wohil >auch in dem Antwortbrief des Präsidenten an den Deutschen Kaiser zum Ausdruck gekommen sein wird; ■ Das Volk der Vereinigten Staaten setzt sich zusammen aus vielen Rationen, und hauptsächlich aus den Rationen, die heute im Kriege liegen. Es ist natürlich und unvermeidlich, d^aß unter uns die größten Unterschiede in den Sympathien und den Wünschen für den Ausgang des Kampfesbe stehen. Tie einen werden dieser, die anderen lener Ration den Sieg wünschen. Es wird leicht sein, die Leidenschaften zu wecken, und schwer, sie zu besänftigen. Wer sie iveckt, nimmt eine schwere Verantwortung aui sich, die Llerantwortung für nichts weniger als die Zerreißung des Volkes in Lager feindlicher Gesinnungen, in Parteien, die sich in den Krieg Hineinreißen lassen und ihn mit Impulsen und Meinungen, wenn auch nicht mit Handlungen führen, während doch das Volk der Vereinigten Staaten einig sein sollte, als Amerikaner verbunden im loyalen Zusammenhalten mit der Regierung, durch Ehre und Liebe verpflichtet, zuerst an das eigene Land und seine Interessen zu denken. Ich wage es daher, liebe Landsleute, ein feierliches Wort der Warnung an Euch zu richten. Ich warne vor jenem tiefsten, feinsten und so wichtigen Neutralitätsbruch, der aus Einseitigkeit und leidenschaftlichem Parteiergreisen entstehen kann. Die Vereinigten Staaten müssen in diesen Tagen, die dazu angetan sind, die menschliche Seele in Versuchung zu führen, neutral bleiben dem Namen und der Sache nach. Wir müssen unparteiisch sein in Gedanken und Taten, müssen innere Gefühle im Zaum halten, so gut wie jede Handlung, die als die Bevorzugung irgend einer der kämpfenden Parteien ausgelegt werden konnte." Die ägyptische Sphinx. Lord Curzon, der frühere Vizeköuig von Indien, hat der Hoffnung Ausdruck gegeben, daß die Lanzen bengalischer Reiter noch aut den Straßen Berlins funkeln werden. Run, die Invasion nach Deutschland ist ja schon in gewissem Sinne zur Tat geworden; an 300 000 Russen, Franzosen, Engländer .und Belgier haben bereits Deutschland überschwemmt, allerdings als Kriegsunsrei- willige. Im übrigen täte Lord Curzon besser daran, sich um die eigenen Sorgen zu bekümmern und die Tinge im Britenreiche und den .Kolonien in „bengalischer" Beleuchtung zu betrachten. Tie Engländer erzählen denen, die cs glauben wollen, von der Begeisterung der Inder, die angeblich gegen Deutschland zu Felde ziehen sollen Lord Curzons Nachfolger Lord Hardinge hat etwas von dieser indischen Begeisterung für England zu spüren bekommen, als er vor einundeinhalb Jahren in seiner neuen Residenz Delhi von der Bombe eines Hindufanatikers getroffen wurde. Run haben es freilick» die Briten mit einigem Geschick verstanden, in Indien Hindus und Mohammedaner gegeneinander auszuspielen, und es ist des weiteren bekannt, daß die Autorität des türkischen Sultans als des geistigen Oberhauptes aller Mohammedaner seit den jüngsten türkischen Niederlagen stark gelitten hat. Wenn also auch die vielfach vertretene Auffassung, daß man in absehbarer Zeit mit ■ einem Aufstand in Indien zu rechnet! haben wird, von falschen Voraussetzungen ausgeht, so ist es doch unwahrscheinlich, daß die englische Regierung wagen wird, aus Indien nennenswerte Hilss- truppen herauszuziehen, und schon der angekündigte Versuch, die Sepoys zur Besetzung von Aegypten zu verwenden, muß als ein gefährliches Wagestück erscheinen. Freilich, die Lage in Aegypten ist auch nach den spärlichen Meldungen, die von dort durchsickern, derart, daß man die Hilfe .hernehmen muß, wo man sie findet. Aegypten, wo sich beim Ausbruch dieses Krieges eine Besatzung von nur 7000 Mann einer seit langem in stärkster Gärung befindlichen Bevölkenmg von ettva 12 Millionen gegenübersah, ist der heikelste Punkt des britischen Weltreiches. Denn dieses hat in Aegypten gleichsam seine Wespen taille; hier ist das schmale Bindeglied zwilchen den Interessen Englands in Indien, Ostasien und Australien, und die etwa plötzlich durch eine feindliche Macht erfolgende Sperrung des Snez- kanals war von jeher das Schreckgespenst der Engländer. Als Aegypten im Jahre 1882 von dm Engländern „vorübergehend besetzt" wurde, war die Entrüstung hierüber am stärksten in Frankreich, das den Suezkanal gebaut hat, und in Rußland, dessen Orientvolitik dadurch einen Stoß erhielt, während Fürst Bismarck erklärte, „die Freundschaft mit England wäre für uns wichtiger als das zukünftige Schicksal Aegyptens". Jetzt ist rechter Hand, linker Hand alles vertauscht. Von Frankreich und Rußland hat England in Aegypten nichts mehr zu befürchten, ive- niger weil es seine Verbündeten sind, sondern weil beide Staaten durch diesen Weltkrieg für lange Zeit lahmgelegt nxwden dürften. Aber zu den Gegnern, die den Engländern in Aegypten selbst erwachsen sind, Ivo die arabische Presse die Losung „Aegypten den Aegyptern" verkündet imd jeder Fellah in den Ruf „los von England" einstimmt, ist dem Britenreickw ein noch gefährliclwrcr Feind in der Türkei erwachsen, die seit dem Schwinden ihres europäischen Besitzstandes ihre Politik immer stärker nach Afrika und Asien gravitieren läßt. Seit dem illbblitzen des Dreiverbandes, der die türkische Neutralität mit der Aufhebung der Kapitulation erkaufen wollte, worauf die Pforte mit deren selbstherrlicher Aufhebung annvvrtete, blickt man im Britenreiche angstvoll und besorgt nach dem Goldenen Dorn. Ist doch der Khedive von Aegypten, Abbas II. Hilmi, staatsrechtlich noch immer der Vasall der Türkei, wenn auch England durch den Oberkommissar die tatsächliche Herrschaft über Aegypten ausübt, obwohl es vor der förmlichen Annektiertmg bisher nockt znrückgeschreckt ist. Tie Mohammedaner empfanden es von jeher als eine Schmach, daß ihnen! die Pilgerstraße nach Mekka durch die englischen „Rotröcke" verlegt morden ist, und sie blicken por allem in Aegypten, aber nicht nur dort, hoffnungsvoll aus den Kalifen in Konstantinopel. Sir Edward Grey, der große Rechner, fürchtet unverkennbar, daß die zunehmende Gärung in Aegypten in engem Zusammenhang stehe mit dem Wiedererwachen, mit der umfassenden Mobilisierung der Türkei. England, das als Vorwand für diesen Krieg die von ihm selbst gevlantje Verletzung der belgischen Neutralität durch Deutschland benutzte, hat die am 24. Oktober 1887 in London beschlossene Neutralität des Suezkanals gebrochen, aber es hat vergeblich die Neutralität der immer begeltrlicher nach Aegypten blickenden Türkei zu kaufen versucht. Schon diese Hrmvelise genügen, um darzutun daß sich in dem Wetterwinkel, in dem Europa, Aftika und Asien zusammenstoßen, Wandlungen vorbereiten, die auf den weiteren Verlaus dieses Weltkrieges von weittragender Bedeutung sein können. „ ^ >-. Wien, 14. Sept. (WB. Nichtamtlich.) Die „Wiener Sonn- und Montagszeitung" meldet ans Konstantinopel: Hier verlautet, daß England beabsichtige, den Khedive, der sich gegenwärtig in Konstantinopel besuchet, während der Kwiegsdauer an der Rückkehr nach Aegypten zu verhindern. Ministerwechsel in Athen. (WTB.) London, 14. Sept. (Nichtamtlich.) Meldung des Renterschen Bureaus. Nach einem Telegramm aus Athen ist der griechische Minister des Aeußern Streit zurückgetreten. Ministerpräsident BenizeloshatdasMinisteriumdesAcußern übernommen. * . * Die Berichte des russischen Generalstabs. Wien, 14. Sept. (W. B. Nichtamtlich.) Der russi-- s ch e Generalst ab hat einen ausführlichen Bericht über die Kämpfe in Galizien verbreitet, der von ununterbrochenen Siegen der russischen Truppen gegenüber den österreichisch-ungarischen und deutschen Armeen spricht. Es genügt, die kurzen erber inhaltsreichen Meldungen des' österreichischen Generalstabs diesen umfangreichen Berichten entgegenzusetzen, worin übrigens die Erfolge der Armeen Dank! und Auffenberg zugegeben werden, wenn auch die heldenmütigen Kämpfe dieser Armeen als bloße Scharmützel bezeichnet werden. Die Tatsache, daß in diesen Scharmützeln 20 000 Gefangene gemacht und etwa 200 Geschütze erbeutet worden sind, beweist hinreichend, welchen Anspruch auf Wahrheit die Berichte des russischen Generalstabs erheben dürfen. Falsche Gerüchte über den Ausbruch der Cholera. B e rlin, 14. Sept. (W. B. Amtlich.) Gegenüber einem hier auftretenden Gerücht, daß in Königsberg und den benachbarten Gebieten Ostpreußens die Cholera ausgebrochen setz ist zuständigerseits sestgestellt worden, daß bis jetzt weder in der Stadt noch im Regierungsbezirk Königsberg Fälle von Cholera vorgekommen sind. Auch in den an den Bezirk Memel grenzenden russischen Gebieten herrscht keine Cholera. Ein interessanter Briefwechsel. Berlin, 13. Sept. Die Feste Botzen war bekanntlich vor der Schlacht bei Tannenberg von den Russen umzingelt. Der Führer der russischen Truppen erließ zu der Zeit eine Proklamation an den Kommandanten der Festung, in derer diesen zur Uebergabe der Festung aufforderte. Es wurden dabei folgende Schriftsätze gewechselt: August, 5.40 vorm. An den Herrn Kornmandantew von der Festung Loetzen! Loetzen ist schon von den Truppen der russischen kaiserlichen Armee ganz eingeschlossen. Unnützlich ist eine weitere Verteidigung der Festung. Mir ist befohlen, Sie zu beauftragen, die Festung freiwillig uns zu übergeben, damit kann man vermeiden unnützliche Verluste. Sie haben zu ihrer Verfügung 4 Stunden, um die unsere Bedingung zu überlegen. Wenn sie nicht wollen mit dieser Bedingung zufrieden sein, so wird man mit osjener Kraft die Festung nehmen, und in diesem Falle doch kein Stein auf Stein nicht gelassen wird. Chef der Kolonne, gez. Konwratjew. Das zweite Schriftstück ist datiert: Feste Boyen, Loetzen, den 14. August, 10 Uhr vorm., und lautet: Ew. Exzellenz! Ew. Exzellenz bringe ich mein lebhaftes Bedauern zum Ausdruck, daß die von Ew. Exzellenz vorgeschickten Parlamentäre, 1 Major, 1 Adjutant, 1 Trompeter, von meinen Truppen beschossen worden sind. Ein vorgeschobener Posten hat sie von der Seite bezw. vom Rücken aus gesehen und will die Parla- menlärflagge nicht bemerkt haben. Ich werde den Vorjall peinlich unttrsuchen und stelle strenge Bestraftmg in Aussicht. Ew. Exzellenz können versichert sein, daß von meinen Truppen streng nach den Gesetzen des Völkerrechts gehandelt loird. Die Verwundeten sind in das Lazarett ausgenommen; sie erhalten dort beste Pstege und werden nicht als Gefangene behandelt, sobald es deren Zustand erlaubt, werden diese ausgeliesert werden. Was Ihre Aufforde- rung anbetrifft, die Feste zu übergeben, so weise ich dieselbe für mich und meine tapfere Besatzung als im höchsten Grade beleidigend jurüd. Der Kommandant der Feste Bo!>en. gez. Busse. Die Antwort des russischen Befehlshabers lautete: Seine Exzellenz den Kommandanten der Festung Loetzen! 14. August, 1 Uhr nachm. Ihre Parlamenttcre sind augekommen und Ihr Schreiben in Empfang genommen. Der schmerzliche Vorfall hat in unseren Herzen starken Widerhall gefunden. Ich bin davon überzeugt, daß die deutsche Nation das internationale Abkommen nicht verletzt und mit unfern Parlamentiers gemäß den zwischen den Mächten geschlossenen Vereinbarungen verfahren wird. Ter Kommandant der Kolonne, gez. Konwratjew. Einige Tage später war die Feste Boyen bereits durch deutsche Truppen entsetzt. Tie .Hoffnung der Russen, Galizien zu gewinnen. Wien, 14. Sept. (Nichtamtlich.) Gegenüber der Meldung der Petersburger Telegraphcn-Agcntur, daß der Kaiser von Rußland den Präsidenten des Galizischen Landtages Dudykiewicz in Audienz empfangen habe, stellt das Wiener Tel.-Corr.-Bur. fest, daß Dudykiewicz ein bekannter russophiler ruthenischcr Abgeordneter, aber niemalsPrä- s i d e n t des Galizischen Landtages war. Bekanntlich bekleidet die Stelle des Präsidenten, des Galizischen Landtages seit jeher ein Pol« und nicht ein Ruthenc. Zudem war Dudykie- wicz wegen russophiler Umtriebe bereits in Untersuchungshaft. Im Lemberger Hochverratsprozeß war er Verteidiger eines der Hauptangeklagten. Die „Reichspost" bemerkt zu der. Meldung der Petersburger Telcgraphen-Agentur: Mag der Zar den einen oder anderen Verräter huldvoll ernpiangen und mit schmutziger Gesinnung mich hier gemeinsame Sache machen. Die österreichischen Slawen wollen mit Verrätern nichts zu tun haben. Sic kämpfen desto erbitterter gegen jene, die in den stawischen Völkern solche Individuen emvorhebcn Uebrigens dämmert langsam auch in Petersburg die Erkenntnis, wie falsch eine der hauptsächlichsten Voraussetzungen der russischen Bercchnrmg, nämlich die Zuversicht aus einen Zerfall des Reiches infolge der Betörung der Slawen durch die verlogene südslawische Hetze sich nun erweist. So spricht der Petersburger „Russkoje Slowo", daß unter den gegen Rußland so tapser kämpfenden Truppen neben Deutschen und Magyaren auch Serben, Polen, Tschechen und Kroaten stehen, die gegen die slawischen Brüder in erster Linie kämpfen. Die Serben. Essegg, 14. Sept. (W. B. Nichtamtlich.) Die slavo- nische Presse bringt folgende Mitteilung aus Ruma vom 9. September: Die serbischen Truppen haben gestern nrittag in Stärke von einer Division die S a v e üb erschri t t e i< und sind in lmser Gebiet eingedrungcn. Unsere Truppen waren sofort zur Stelle, um den Kampf aufzuuehinen. Preissteigerung in England. Das englische Finanzblatt „Eeorwmist" bringt in seinem Warenverzeichnis den einwandfreien Nachweis, daß infolge des Kriegsausbruchs eine plötzliche und heftige Preissteigerung in England eingetreten ist. Sie betrug für alle Waren nicht weniger als 6 v. H. Die größte Steigerung zeigten E ß w a r e n , Korn und Fleisch, was als eine Folge des Ausfuhrverbots fast aller europäischer Länder und der damit im Zusammenhang stehenden Preiserhöhung in Amerika angesehen wird. Tie Punktzahl für diese Gruppe im „Eeoiwmist" stteg von Ende Juli bis Ende August von 579. auf 641, also um 62 Punkte. Was den Z u ck e r betrifft, so rief der Krieg in England eine wahre Panik hervor, und die Preise gingen bedeutend höher, bis cs bekannt wurde, daß die Regierung durch ihr Eingreifen den Markt regeln würde. Der Kasse cp re iS blieb dagegen, säst unberührt, und der Preis verschiedener Lebensrnittel ist gefallen, nachdem die dänischen Ausfuhrlinien wieder regelmäßig im Gang sind In der Textilgruppe ist die Punktzahl von 616,5 auf 628 gestiegen. Gleichzeitig kam ungefähr die Hälfte aller Wehstühle Großbritanniens zum Stillstand. Auch die E i s c n - u n d S t a h l - preise sind größtenteils infolge der Stockung der Ausfuhr aus Deutschland gestiegen. Tie Kohlenp reise sind dagegen aufs neue gesunken, da die Ausfuhr bedeutend abgenonttnen hat und die Verbraucher wenig geneigt sind, große Vorräte zu schassyn. Au* Stadt und Land. Gießen, 15. September 1914. Kapitalisten und Vermögensverwaltungen lombardiert s Wertpapiere und zeichnet damit Kriegsanleihe! Kapitalisten und Vcrmöriensverwaltungen, die augenblicklich nicht über flüssige Mittel verfügen, können trotzdem größere Beträge auf die Kriegsanleihe des Reichs zeichnen. Die Besitzer von Wertpapieren können sich nämlich die Mittel zur Zeichnung auf die neue Anleihe durch Verpfändung eines Teiles dieser Papiere bei den Kriegsdarlchenstässen lReichsbankanstaltör, beschaffen. Der Lombard-Zinssatz ist sür diesen Zweck auf 6 Proz. ermäßigt worden. Die neuen Tchatzanweifungen und dir neue Reick,sanlciho rentieren nach Berechnungen der Fachpresse durchschnittlich etwa zu bp? Proz. Die Zeichner müßten also vorläufig einen Zftisverlust von etwa V 2 Proz. auf sich nehmen. Dem steht aber die Möglichkeit eines erheblichen Kursgewinns bei günstigem Ansgang des Kriegs gegenüber. Aber selbst wenn die lombardierten Effekten demnächst mit einem erheblichen Kursverlust verkauft werden müßten, so würde dieser Verlust voraussichtlich dadurch ausgeglichen, daß an Stelle von 3Vzproz. oder 4proz. Papieren 5moz. Reichsanleihe eventuell mit Rückzahlungsgewinn treten würde. Wenn z. B. 100000 Mk. 4 proz. Papiere, die zuletzt 9 6 Protz, notiert waren, zu 90 Proz. verkauft werden nrüßten, so wäre der Erlös 90000 Mark und es würden jährlich 4000 Mk. Zinsen wegfallen. Es ist dabei also mit einem sehr erheblichen Kursrückgang gerechnet. Wenn für diese baren 90 M0 Mk. 5 Proz. Reichsanleihe z-u 97,50 gezeichnet würden, dann könnten nom. 92 300 Mk. bezogen werden, die sich jährlich mit 4,615 M k. verzinsen würden. Es würde also ein jährlicher Zinsgewinn von 615 Mk. zur VerfügunA stehen. Die Frist zur Zeichnung läuft mit dem 19. September ab. Zur Zeichnung der Kriegsanleihe wird uns noch geschrieben: Es ist schon wiederholt darauf hingewiesen worden, daß jeder Ka- I pitalist, der Kriegsanleihen erwerben möchte, augenblicklich aber über flüssige Gelder nicht verfügt, sich diese zu besonders günstigen Bedingungen gegen Verpfändung seiner Wertpapiere bei den Darlehenskassen verschossen kann. Hiergegen scheinen vereinzelt Bedenken entstanden zu sein, n>eil aus 8 3 des Darlchnskassengesetzes gefolgert wird, daß, die I Darlehen nicht auf längere Zeit als 6 Monate gewährt wer- 1 den könnten. Die Besorgnisse sind indessen unbegründet und beruhen ans einer mißverständlichen Auffassung dieser Bestimmung, die eine Prolongation gewahrter Darlehen auch über 6 Monate hinaus selbstverständlich nicht ausschließt Die Darlehenskassen sind eine Einrichtung^dcs Deutschen Reichs und an die Reichsbank angegliedert. Sie werden von einer Hauptverwaltung geleitet, die aus dem Reichsbanh Präsidenten als Vorsitzendem, einem Miigliede des Reichsbank-Direktoriums, einem Vertreter des Reichsschatzamts und hervorragenden Mitgliedern des Handels- und Ge- werbestandes besteht. Diese Organisation bürgt dafür, daß die Darlehnsnehmer und besonders die Zeichner der anleihen lief) auf volle Berücksichtigung ihrer Bedürfnisse bei der Prolongation der Darlehen verlassen können und daß eine Rückforderung der Darlehen zur Unzeit ganz ausgeschlossen ist. Es ist auch die Frage nach der Mündelsichcr- heil der Kriegsanleihen aufgeworfen worden. Die Kriegsanleihen stehen den übrigen Anleihen des Reichs in jekwr Beziehung gleich und genießen wie diese auch) das Privileg der MünDclsichcrheil. Es ist dies so selbstverständlich, daß man es bisher nicht sür nötig gehalten hat, in den Veröffentlichungen etwas darüber zu erwähnen. * *• Ordensauszeichnungen. Der König von Preußen hat dem Eisenbahnschaffner a. D. Hofmann in Großen« Linden, Kreis Gießen, dem Eisenbahnweichensteller a. D. Kronenberger in Dietesheim, Kreis Offenbach, und dem bisherigen Eisenbahngepäckträger Langsdorf in Bad-Nauheim das Allgemeine Ehrenzeichen, sowie dem bisherigen Eisenbahnschloffer Bauer in Friedberg-Fauerbach das Allgemeine Ehrenzeichen in Bronze verliehen. ** 10 000 Franzosen kommen nach Gießen. Der vordere Trieb wird jetzt mit einem hohen Bretterzaun umhegt. Innerhalb der Einfriedigung werden IM Holzbaracken imd dce nötigen Wirtschaitsräume erbaut, um 100M g efa n g e ne Franzos e n unterzubringen. Die ganze Einrichtung erhält den Charakter eines militärischen Lagers. Im Innern derHolzimrfviediguug wird ein Weg im bleiben, der nach dem Lager zu mit Stachelzaundraht einen Schutz erhält. Auf diesem Wege wird die Bewachungsmannschaft ihres Amtes zu walten haben. Die Baracken ,verteil, soweit die Umfassungswände in Frage kommen, innen und außen wetterdicht verschalt und heizbar angelegt. Interessant dürste es jedenfalls sein, daß aus dem! Trieb im Jahve 1759, also wahrend des siebenjährigen Krieges, schon einmal Franzosen gelegen haben. ** ® c ft o 6 [ c n e 3 i c g e. In der verflossenen Nacht wurde aus einem in dem Allenfeld dahier gelegenen Stall eine Schwei- zerziege, ein halbes Jahr alt, gestohlen. Sachdienliche Mitteilungen über den Verbleib des Tieres und deck Täters nimmt die Kriminalpolizei des Großh. Polizeiamts entgegen. Landkreis Gießen, n. Langsdorf, 15. Sept. Der jüdischeSynagogen- ch o r stiftete sein Barvcrmögen von 56 Mk. dem Roten Kreuz. Kreis Wetzlar. = Wißmar, 15. Sept. In unserer Gemeinde wurden 32 Zwetschenkuchen, zwei Körbe Eier sowie ein Korb Trauben an die Gietzener Lazarette geliefert. Weitere Gaben folgen. Hessen-Nassau. m. Neustadt, 14, Sept. Eine stark besuchte Versammlung fand am Sonntag nachmittag statt, um darüber zu beraten, in wcl eher Weise auch unsere Stadt für unsere Verwundeten und dere» Angehörige gesorgt werden kann, Bürgermeister Linker eröst- nete die Versammlung mit einleitenden Worten und brachte ein Hoch aus unseren Kaiser aus. Amtsrichter Siebert entrollte ew getreues Bild von der gesamten Kriegslage und sorderte alle aus, ihre Kräfte in den Dienst der guten Sache zu stellen. Der seitens lyt'i Kriegsausschusses vom Kreise Kirchhain entsandte Amtsgerichts rat v, Klencke-Ämöneburg sprach über die Bestrebungen des Roten Kreuzes und gab beherzigenswerte Winke und Ratschläge auch m tresss der Feldpost, Nachdem Psarrer Ebel für die gute Saw! eingetreten, nmrde eine Kommission gewählt, die allwöchentlich Ü' sammentreten und das Weitere veranlassen sott, . . F. C, Wiesbaden, 13, Sept. Landwirtschaft uno Krieg. Ter 13, landwirtsthaftlichc Bez ir I s ve rert> (Wiesbaden-Stadt und -Land) beschloß in seiner heutigen stark besuchten Generalversammlung, 600 Mk,, m« der Bezirksverein alljährlich vom Hanptverein, dem Bern» nassauischcr Land- und Forstwirte als Zuschuß erhält« den WM ufJfcfirentH-n 8-Zi,»merw. id Bad in feiner Lage vcr Oktober euentt. sväter zu rin. Näh. bei Fr. GänS, rent, SciterSweg. S Zimmer rcbncritratic 14 hübsche Zim.-Wodniing nebstZ»- dör, Garlenameit re. »um Oktober z . vermieten. I““ älteres Hosinannktr. 14. 4 Zimmer Zimmer Wobnnng v. los. >. Ivät. au vermieten. Näh. ireteagUI» 11,1. Laden i«,, rlmlitcoRC 11, Stadtvolt, räum. 4-Ziiii.-Wobnung i Dnchstock vor 1. Oktober i vermieten. Näh Hoimann- raßc 14 ob. b. ülaasenr Eralx, chnlftraße 11.___8092 3 Zimmer | diöiie 3-A«.'Ml>nlliljl 1. Ott. Marburaer Str. 27 i vermieten. [9S07i Näheres Brauerei Jhrinn, Lich. 2 Zimmer 25) Sch. 2 Z.-W„ Nebenb. verm. Kaiser-Allee 131. 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September 1914. 0963J Evangelischer Arbeiterverein Wir macken unseren Mitgliedern die trnurinc Ijfüj Mitteilung, dah unser längs. Irenes Mitglied Herr Heinrich Volpert gestorben ist. [9791P Die Beerdigung finde! am 15. Sevtcmber nachmittags 4 Uhr ans dem neuen Friedhof statt. Wir bitten um zahlreiche Beteiligung. Der Vorstand. M Stm 6. September starb de» Heldentod fürs Vaterland unser lieber Sohn und Bruder I lefcmij} Hmilich Super 3. Komp. Inf.-Regt. 116 Kaiser Wilhelm Fliiniiic PHchchitt Wagner. Gießen, den 15. September 1914. Todes-Anzeige. Heute morgen um 6 Uhr verschied plötzlich und unerwartet nach kurzem Krankenlager unser innigst geliebtes Töch- terchen, Nichtchen und Enkelchen Paula im Alter von 5 Jahren. Familie Karl Gregorius. Gießen, den 14. September 1914. 9812 DieBeerdigung findet Mittwoch, d. 16. Scpt., nachm. 4 Uhr, auf dem neuen Friedhof statt. Küchenlampen Ja. Hängegassparbrenner LM. 3.40, Dt. 4.40, M.5.40. Car! ächanch, Babnhofatr. 5i. 04562 ,Horridoh!‘ iKgciaa. Jagqpatronen, RäociilosondSciiwarzpulfer wieder cingetrossen. 9637 August Kilbinger Seltcrsweg 79. Televh. 276. la. Einmachbirnen Kochbirncn, Taicl- und Falluvscl [0655ö C>. Riibiamc». Jcrnsvr. 259. 8ed»ei-ni>ateillkbr.,a. a.Sund. I. bin. I». Stoill«, vimssarg ». LsmeotStel. ?b.Ci»8,k!ras!ea. [5137hv! Kartoffeln vrima gesunde Ware, vcr Zentner cktk. 3.50. Bei oröii. Quant, frei Haus. Sonncnstr. 0 , F. 41>U|U, Telephon 88. Brima gebrochene Swetschen ab hier, den Ztr. zu 4.50 Mk. gib! ab Gg. Beter, Gimbs- bcim. Kreis Worms. >9730 ^ Petroleum 2xlinl!er um schnell zu raunen 44 12Stüek60Pf.,lStück 1 f. CarlSchnnsk, Bahnliofstr.54. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Heimgange unserer lieben unvergeßlichen Mutter, Großmutter und Schwiegermutter sagen wir innigsten Dank. Die traufrnöcn Hinterbliebenen. I. d. N.1 Ludwig Schlapp II. Mainzlar und Staufenberg, 14. Sept. 1914. ____________ I Herzog!. Braunschw. Baugewerkschule Holzminden. errichtet finftlhail üerpflegungs- TipFh^ll Direktor 1 X 31 IJUUJUdU » »nstslt - lK£| 0 dU c. fjaarmann 8 ommerunterr 1 cht 2 . April. Reifeprüfung, wlnterunleerlcht 15 . Oktober. — 6 Ieichderecht!gt mit den Könlgl. Preufi. Daugewerkschnien. > Vereinsabend Mittwoch, 16. Sept. 1914 „Einhorn-. 9800P Schmiedeeisernetransportable für Verpflegungsstationen und Lazarette sofort ab Lager lieferbar. 9674 a Emil Pistor Nächtig., Giessen. Bekanntmachung Die Unterzeichneten Banken geben hiermit bekannt, daß sie ihre Kassenschalter zur Entgegen nah me von bis einschließlich Freitag, den 18. September, auch nachmittags von 3-5 Uhr geöffnet halten. Niederlassung Gießen. Filiale Gießen. C. A. Hartmann vormals Otto Rathschlag Fernruf 2064 Seltersweg 81V» Aussteuerhaus Wäsche-, Betten-und Steppdecken-Fabrik Neuwäscherei Licht- und Kraft-Anlage in Marburg Haupt-Katalog und Muster stehen .. gerne zu Diensten . . 24a Kindergarten-Verein. Am 17. September, dem Geburtstage I. K. H. der Grostherzogin sindet um 3 Uhr im Philosophenwalde ein Kinderfest der verschiedene» Kindergarten, einschließlich Kriegskinder gärten, statt, zu dein auch andere Kinder hiermit eingeladen werden. Letztere sind bei Fr!. Moeser, Garten- siraße 39, bis zum 16. September anzumelden. 197461) KmsimilW Fchschiilk, Gießen staatlich aucrkanntc Unterrichtsanstalt. Nach Beschluß der Schulkommission soll der Unter- richtsbetrieb an unserer Anstalt, wenn auch mit Einschränkung, demnächst weitergesührt werden. Es werden deshalb die seitherigen Schüler und Schülerinnen aufgefordert, Mittwoch, Öen 16. September, abends 8 Uhr, im Schulhause der Stadtknabenschule — Nord-Anlage 8 — pünktlich erscheinen zu wollen, um Stundenplan und andere Mitteilungen entgegen zu nehmen. Gießen, den 11. September 1914. Die Sch ulkommisfio«. _ 9734 p Obstversteigerung. Nächsten Donnerstag, den 17. d. MtS., nachmittags von 2 Uhr an, soll das Obst der Gemeinde Muschenhcim und des Gräflichen Pachtkonsortiums Arnsburg versteigert werden. Anfang nach Ankunft des Zuges, zwischen Bahnhof Hofgüll und Arnsburg. Muschenhcim, den 10. September 1914. Großh. Bürgermeisterei Muschenhcim. _ Eifer. _ 9737 Obstversteigerung. Freitag, den 18. September, von morgens 9 Uhr an, soll das Obst der Gemeinde Mendorf an der Lahn versteigert werden. Anfang und Zusammenkunft in der Friedhofsstraße. Allendorf an der Lahn, den 12. Sept. 1914. Großh. Bürgermeisterei Allendorf an der Lahn. _ Volk. _ 9769 Obstversteigernng. Freitag, de« 18. lfd. MtS., vormittags von 9 Uhr an, soll das Obst der Gemeinde Grüningen, bestehend in Zwetschen, Birnen und Aepseln, versteigert werden. Der Anfang ist vor dem Ort. Grüningcn, den 14. September 1914. Großh. Bürgermeisterei Grüningen. Bingel. 9788 m Verein ehern. 116 er Gießer Wir beschossen für die Angehörige j aller zu den Fahnen gerusenen Kau» roden, auch denjenigen, welche unsere, Vereine nicht angchören, den Wi»tei bedarf an guten Sveiickartofscl» lg, dustrie usw.) znm Höchstpreise v« 2.50 Mk. per Zentner frei ins $m, geliefert; wahrscheinlich stellt sich d, Preis aber noch niedriger. 1980t Alle diejenigen, welche hiervon Gebrauch mache wollen, belieben ihre Bestellung unter genauer Angabe d, Wohnung bei den Borsttzenden des Vereins abzngebe Bezugnehmend aus Vorstehendes ersuchen wir d Mitglieder ihren Bedarf an Wioterkartoffelv bis iväteüea 20. d. Mts. den Vorsitzenden ihrer Vera'ne anzugebe. Spätere Ansprüche können nicht berücksichtigt werden. Die vereinigten Hassia-Vereinc Gießen. Veteranenverein. Kavallcricverei«. Aviegerkawera! schast. Artillcrieverci». Pionicrvcrcip. Gardevcreh Marineverci». Kricgcrvercin. Verein eben». Iltie Vergebung. Die Lieferung von ungefähr: 1) 1400 Dz Speise-Kartoffeln 2) 25 Tonnen Heringen 3) 6 Dz Zwiebeln soll vergeben werden. Kostenfteie, verfchlotzrue« mit der Aufschrift „Lieferung für die Zellenstra anstalt" versehene Angebote werden bis zum E ösfnungstermin, Montag, de« S. Oktober 191 vormittags 10 Uhr, erbeten. Die Kartoffeln sind im Angebote mit der Sor näher zu bezeichnen. Teillieferungen jedoch ni< unter 20 Doppelzentner find zulässig. Etwa 60EDo pelzentner Kartoffeln sind End« Februar bis A fang März 1915 zu liefern. Die Bedingungen liegen während der Dirn stunden dahier offen, können auch gegen Zahlui von 70 Pfennig abschriftlich bezog«! werden, eben die Angebotsformulare zum Preise von 10 Pfg. Zuschlagssrist 8 Tage. Butzbach, 12. September 1914. Direktion Großh. Zellenftrafaustall. Mi Obst-Versteigerung. Freitag, den 18. lfd. MtS., vormitta, von 9 Uhr an, soll das Obst der Gemein Annerod, bestehend in Aepfcln, Birnen und Zwetsch« versteigert werden. Zusammenkunft bei der Sin! Annerod, am 14. September 1914. Großherzogliche Bürgermeisterei Annerod. Horn. 97‘ Amtliche Bekanntmachungen dl Stadt Gietzen. Die amtliche» deutsche» Verlustliste» liegen t jetzt ab aus dem Stadthaus — Zimmer Rr. 2 —, t der Polizeiwache in der Weidcngasse und auf der Poff» wache am Selterstor zur Einsicht offen. __(97? Me Urliste für die Schöffe» und Geschworen liegt von Mittwoch, de» 4«. Scvtember bis Mitttvo den 23. September ds. Js. auf dem Stadthaus. Ziwo Nr. 9. zu jedermanns Einsicht offen. Innerhalb > Offentegungssrisl kann gegen die Richtigkeit undZ ständigkctt der Urliste Einspruch erhoben werden. Zu dem Fonds für Liebesgaben sind bei d Qbcrbürgcrmeifter weiter cinaegangen: von Rechtsanwalt Pr. Rosenberg und Fra« 100»— 1 von Proieffor Pr. Bernbeck........20,— von der Reisegesellschaft Wartburgia.... 60— von Kasernenwärter Wilhelm Schnek ... 5>— von N. N................2tz- von R.R................«0,- von dem Verein der GasNotrte von Siehen und Umgegend..........280— von Bibliothekar Pr. Hepding......1&— vom Gabelsbcrger Sienogravhenoerein . . 100,— vom Damenverein GabelSderger.....2&— von N. N................ 50,— von N. N................10- von Heinrich Zughardt ir.........3ft— von der Arbeiterschaft der Eisenbabu-Neben- werkstätte.............95,— von Adolf Börner...........10,— von Forstmeister Köhler.........30,— von Fräutein Jda Karle........30,— von Fräulein Marie Will........Sä— von Obcrpostschaffner HaaS....... 8,— von Konditor Jakob Krämer.......30,— von Frau Proieffor Schmidt........20,- von Svenglermeister Louis Mootz .... 15,— Inhalt einer Sammelbüchse aus der Restau- ratton Krokodil........... 3310 Inhalt einer Sammelbüchse, ausgestellt bei der Auszahlung der EinauraticrungSgelder . 2443» von Karl und Emil Heinrich Müller .... 40,— von Wirt Jean Arnold.........^«480 Summe 230395- Mit herzlichem Dank für diese Gaben wird mn rveu Zuwendungen gebeten.