Nr. 215 Zweiter Blatt 164- Jahrgang Erscheint täglich mit Ausnahme deS Sonntags. Di« „Eiehener Zcnailienbiäktrr" werden dem .Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, das „Kreisblatt für den Kreis «ietzen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Zeitfragen" erscheinen monatlich zweimal. Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Sberhejsen Montag, 14. September 1914 Rotationsdruck und Verlag der Drühl'schcn Univerfitäts - Buch- und Steindruckeret. R. Lange, Gießen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstraße 7. Expedition und Verlag: Rcdaktion:S^l12. Tel.-AdruAnzeigerGießen. In und um Verdun. Rriegsbrieft aus dem Osten. Bvn unferem zmn Ostheere entsandten Kriegsberichterstatter (Unberechtigter Nachdruck, auch auszugsweise, verboten.) Durch Ostpreußen nach dem Siege, Arm ee»Oberkommando Ost, 8, Sept, In der kleinen Stadt, nnserm augenblicklichen Standort, der jetzt voll deutscher Soldaten ist, waren vor acht Tagen noch tfte Russen, Die Bortruppen benahmen sich verhältitis- mätzig gut, bezahlten zum Teil und ließen die Einwohner sogar von Eingnartierung frei. Das war beim ersten Besuch. Beim zweiten Mal, da man ihnen schon Unruhe nnd Eile anmerkte, verlangten sie innerhalb von zwei Stnnden ZÜOM Mark Kontribution, Der Kaplan, mi den sie sich gewandt hatten, lies von Haus zu Haus in der leeren Stadt, die von Ellen Wohlhabenden verlassen war. Er bekam die Summe Krsammen; die meisten gaben das Allerletzte her. Der Oberst strich das Geld ein und ließ tausend Mark zurück, „Beil ihr unsere Verwundeten gut gepflegt habt!" Ich bin überzeugdaß von dieser Kontribution die russische Regierung nicht viel Wi sehen bekommt, ©§ soll übrigens ein Garderegiment gewesen sein, das auf diese Weise Geld ein- trieb, ! Als die deutschen Truppen nahten, steckte man rnxtf schuetl den Bahnhof in Brand, Die Mauern sind völlig ausgebrannt, Aus allen Stationen, die wir durchfuhren, konnte man die Brandrainen der Bahnhöfe sehen inti> noch leicht rauchende Gehöfte auf den sanften Hügeln, die Seen und herrliche Tannenwälder umschließen. Der seltsam rote Abend- Himmel, der nun seit drei Wenden über Ostpreußen steht, glänzte durch die zerschossenen Fenster und umzog die schwarzen, verkohlten alten Bäume wie mit Hellen Gold- limen Auf der andern Seite schien der Mond wie eine kupferne Platte auf dem dunkleren Himmel, Verlaufene Herden suchten auf den Stoppeln nach Nahrung, Fohlen hatten sich nrit den Köpfen zusammengestellt, Uebevoll hört man die Geschichten von erschossenen, harmlosen Bürgern. Es steigt ein kalter Hatz hoch, der einen zu würgen droht. Wenn Armee gegen Armee kämpft, ist der Schrecken groß, aber die Schlacht der Männer hat in ihrer lArausigkeit etwas, das hinüberträgt über jedes Gefühl, etwas Großes, das jedes Kleine verstummen macht. Der Kampf gegen Frauen und alte Männer, den die Russen führen, urßt den Haß auffteigen, der nur vernichten Willi Ungeziefer nuitz beseitigt werden. Es wird geschehen, Jlch habe den vielen Berichten über die Russengreuel einige Vorsicht entgegengesetzt, denn ich habe zu sehr erfahren, wie im Kricgslande die Gerüchte fliegen und die Uehertreibungen, Aber gestern abend hat mir mein Quartierwirt, ein katholischer Gersllicher, der ganz famos in dieser Zeit hier an seiner S-tÄllc gewirkt hat, so vieles bestätig!!, daß nicht mehr viel zu bestätigen übrig bleiben Wird. Sie haben zehn Mann an die Mauer gestellt und erschossen ohne Grund, sie haben Krankenschwestern in der barbarischsten Weise getötet, sie haben den tüchtigsten und geschicktesten Handwerker 'der Gegend in seinen, Keller erschossen wie einen tollen Hund, Sie haben auf den Feldern Schießübungen nach jeder Zivilperson angestellt. Die russiscl,« Regierung wußte, daß die Kosaken keinen Gefechtswert haben, daß sie nur Heeresballast bilden, sie hat sü aus uns gehetzt, wie nwnt wilde Tiere losläßtl. Sie wird die Folge tragen müssen. Mit wilden Tieren kämpft man nicht, inan vernichtet sie. Es ist zu verstehen, daß vor dem Ansturm solcher Horden manchen, die Fsiüht als der Tapferkeit besserer Teil erscheint, Wer: sS gibt Unterschiede, In manchen Städten, die nicht weit vom Schuß waren, hat man die Sachlage gefährlicher angesehen als in anderen, in die eben die Kosaken einrittem Die gute Stadt Marienwerder fühlt sich getroffen, daß ich von ungünstigen Eindrücken dort bericki- tete. Sie meint, daß mir der Sinn für die richtige Aussi fasfung der .Verhältnisse zu fehlen scheine. Niemand wird der schwierigen Lage der oftpreususcheic Städte leichter Gerechtigkeit widerfahren lassen, als jemand, der in dieser schweren Zeit den Vorzug hatte, den Opfersinn der ostpreußische n Städte und Städtchen im weitesten Sinn kennen zu lernen. Ich mag wirllich jetzt nicht polemisieren, aber da Marienwerder selbst meint, „von einzelnen Ausnahmen abgesehen", ließe es auch die Bürgerschaft nicht fehlen, so nehme ich mH daß ich das Pech hatte, gerade nur von diesen Ausnahm'en zu hören. In den, kleinen Ort, von dem aus ich schreibe, hat man einen Kriegsbürgermeister, einen Lehrer der Taubstummen anstalt, gewählt. Das ganze Städtchen ist des Lobes voll. Was ich von Anordnungen hörte, ist mustergültig, Ter Herr Hauptlehrer hat, da keine Aerzte da waren, auch Geburtshilfe geleistet. Es ging sehr gut: „Und der Kaiser braucht Jungens !" Der Verwalter der Poststelle blieb hier, bis die Russen seinen Apparat zerstörten: bis dahin war er Dag und Ruht in der Arbeit und konnte durch Aufrecht erhaltung des Telephoitdienstes außerordentlich nutzen. Der Sieg, dem wir hier so nahe ins Gesicht blickten, sieht aus dieser Menschen nähe anders aus als aus der Ferne, Ihm fehlt die fertige Glätte; ,die Truppen marschieren weiter, ihre Arbeit Ich nur gut eingesetzt, sie muß weitergehen, nnd die Bevölkerung kehrt in die verlassenen Wohnstätten zurück und denkt mi das Wiederaufbanen, Gestern abend ging ich durch das dunkle Städtchen mit seinen engen Gassen, über denen der sternendurchwirktc Nachthinrnrel .stand. Das Backsteingemäuer des massigen Domes reckt sich dunkel und hoch über den stillen Häusern, die Linden und nüickftige Hollunderbüsche bewegten sich, im Nachtwind, Man hörte seinen Schritt Hallen, Da )ai) ich hinter einem offenen Fenster eine einfache Frau, sie las halblaut das allgemeine Kirchengebet, Tann sagte eine Männerstimme: „Herrgott ich danke Dir, daß, Du cms errettet hast! — Alte, morgen um fünf muß ich einmal sehen, was aus den Kartoffeln geworden ist," Das Licht verlöscht, Ich fand das wie ein Bild Ostpreußens nach dem Siege: Ein Schrei zu Gott und dann ein Denken an die neue Arbeit, Nene Operationen stehen bevor. Wir dürfen darüber nichts schreiben. Man muß eben im Lande Geduld lernen. Der militärische Erfolg steht an erster und einziger Stelle, er kann durch jede Mitteilung beeinträchtigt werden. Es ist augenblicklich jedes „zu wenig" besser als irgend ein „zu viel". Nach einiger Zeit wird genug zu berichten sein, Ws Briefen, die an mich, gelangten, ersah ich,, daß' man sich die Kriegsberichterstattincg in etwas unwirklichem Lichte vorstellt. Man erwartet etwa eine durchge führte Schllderung der Schlacht von Tannenberg, Das ist gcinz- lich ausgeschlossen. Ein Schlechtfeld, das über 80 Kilometer 'Ausdehnung hat, eine Schlacht, die aus mehreren) hundert Ernzelgefechten besteht, Gefechten in dem Umfang einer „früheren" Schlacht, kann kaum ein Jahr danach' in der richtigen Zusammenstellung aus hundert Einzelb'erich- ten so geschildert werden, daß man ein wahres Bild des Riesenkanrpses bekommt. Unwahre Bilder aus dem Mund eines Mitkämpfers eilig zusammengerafst, lassen sich natürlich weitertragen. Wer es wird meine ganze Mühe nnd Arbeit darauf gesetzt sein, ^em Kriegs k l a t s ch auszuweichen, DLan soll an dieser Stelle emen .Abglanz sehen des über alle Maßen herrlichen Lebens und Siegens unseres deutschen Heeres, Die nicht dabei sein dürfen, sollen nicht den Staub der Gerüchte, sondern den stillen Glanz unseres Ostheeres von weitem zu sehen glauben. Es wird hier keine Zelle der Zelle willen stehen, Wan muß' eben Geduld und immer wieder Geduld haben, Aas Vertrauen, das wir irgendwie weiter«eben können, der Heimat weitergeben, wird sich hoffentlich auch! zu den deutschen Kriegsbericht-- erstatiern einstellen. Nach lleberschreiten der Grenze wird der Strom reichlicher fließen. Wahrscheinlich schon vorher, wenn die Kanonen, die stündlich vor unfern Fenstern vorbeirasselten, den Russen aufs Neue „Victoria!" zu gebrüllt haben werden, Rolf Brandt, Kriegsberichterstatter, Dort, wo der deutsche Kronprinz den Widerstand des französischen Heeres erneut gebrochen hat, im Südwesten von Verdun, erhebt sich über dem Flüßchen Acre das Plateau von Sonilly. Das ist ein eintöniges, wenig anziehendes Land, großenteils von Wäldern entblößt, an deren Stelle sich stattliche, aber nüchterne Dörfer niedergelassen haben. In einer großen Krümmung klinrmti die Eisenbahn von Bar-le-Duc dies Plateau empor. Da liegt der Hauptort des ganzen Bezirkes, das große Dorf Sonilly inmitten gut gehaltener Wiesen, Aber die Gegend behält ihr charakterloses Gepräge, und erst, wenn man nordwärts in das Tal lsinabsteigt, las die Eisenbahn nach Paris dnrchcllt, ändert sich das Bild, Da stößt man mit einem Male auf Verdun, Schon zeigen die flach gedrückten Höhen zu beiden Seiten Befestigungen, Hier liegen Reglet und Gloricux, die den Lesern Goethes aus seiner Schilderung des Feldzuges von 1792 ivohl bekannt sind. In diesen Orten bc- fanden sich die Lager der Preußen, bevor sie zu der verhängnis-- vollen Kacconade von Balmy oufbrachen: auch Goethe hatte damals in Berdnn geweilt, und dadurch, daß die preußischen Soldaten die erst halb reisen Trauben der Weinberge dieser Hügel aßen, zogen sie sich jene Krairkhcit zu, die nachher die Reihen der Braven so schwer gelichtet hat, Glorceux ist schon ein Vorort der Stadt selbst. Jeder Schrüt weiter bezeugt aufs kräftigste, daß Verdun unter dem Zeichen des Mars steht. Um den Bahnhof gruppiert sich ein ganzes Viertel von militärischen Bauten, Die Stadt ist voll von Soldaten: ihre Besatzung zählt zuzüglich der der umliegenden Forts über ein Drittel der gesamten Bevölkerung, Das beste Blld von Verdun gewinnt man, wenn man Stadt und Umgegend von Bellevillc her betrachtet, einer Höhe, die im Norden der Stadt belegen ist. Das Bild, das sich von hier ans öffnet, ist merüoürdcg genug und man vergißt es nicht leicht wieder. Die Verduner Landschaft wägt im ganzen einen ttaurigen, wenig ersieulichen Charakter, hier und da ein Hügel, selten einmal ein Gehölz, es fehlt der Natur an Frische und Reiz, Sie hat hier gegen die Stadt hin eine Art von Riesenzirkus gebildet, dessen Abhänge von Weinpslanzimgen und Häusern bckeckt sind, Bon Zeit zu Zeit eine Kuppe, und jede Kuppe ist von einer Befestigung gekrönt. Alle diese Befestigungen sind untereinander wieder durch Batterien und gedeckte Stellungen verbunden. Ganz in der Mitte dieses mächtigen Halbkreises liegt Verdun, welches sich von hier aus gar klein ausncmmt, Es drängt sich da um seine Kathedrale und uin seine Zitadelle, und es scheint zu schlafen. Steigt inaic aber dann hinab, so sieht man sich doch in einer recht lebhaften Stadt, In den engen und gewundenen Straßen herrscht ein ziemlich reger Verkehr; er erscheint bedentender dadurch, daß man in der Stabt eigentlich nirgends recht Raum und Platz findet. Dazu muß man erst zur Maas hcnabstecgen, Dort gelangt man auf einen stattlichen Platz und zu der breiten Brücke, die den klar fließenden Strom überspannt. Von hier aus ist der Blick auf Verdun anziehend. Er sälkt auf den Hügel, auf dein fisch die älteste Ansickelung, das anttke Verröuiucm, niedergelassen hot, und den heut die Kathedrale krönt. Seine Abhänge sind ganz bedech mit alten Häusern, die sich um stelle Hügcltreppen drängen. Hier unten, am Flusse, dehnen sich stattliche Uferstraßen: und hier stehen auch die hübschestecc Neubauten der Stadt, ein flottes Theater und das Hans der Ofsiziersmesse, Die Maas selbst teilt sich in fünf Arme, so daß die Viertel der Stadt am liccken Ufer Inseln bilden, Uebcigens ist die ganze Stadt Verdun an Geschichts- und Baudenkmälern herzlich arm. Sie hat ein hübsches Stadthaus von 1623 und einen imponierenden Turban an der Porte Chaussee, Die Ansichtskartenäbblldungen von Verdun müssen sich mit den Wbildungen von Kasernen und einzelnen schnurrigen alten Häusern behelfen. Der interessanteste Teil der Stadt bleibt immer die Oberstadt, Das ist eine Stadt für sich, eine Stadt in der Stadt, Da steht die kalte, schwesiällige Kathedrale, der Bcschofspalast und das Seminar: da erheben sich stark und drohend die Zugänge ;ui alten Zitadelle, und da befindet sich auch der elegante Spazierweg der Stadt, die Promenade de la Roche, Das ist Verdun, unter den vielen traurigen Provinzstädten Frankreichs wohl eine der wenigst anziehenden. Und eine Ironie des Schicksals wlll, daß diese von Waffen starrende Stadt und Festung in Frankreich vor allen Dingen wegen ihres Zuckerwerkes bekannt ist. Die Bonbons von Verdun kennt jedes Kind in Frankreich: und wenn der Pariser Zug die Stadt vassiert, dann kaufen sich die Reisenden am Bahnhofe Verduner Zuckerwerk, wie man etwa bei uns in Deutschland auf dem Lübbener Bahnhof saure Gurken oder auf dem Nürnberger Lebkuchen ersteht. Schiller und der Urieg. Unter den guten Genien, die das deutsche Volk in schwerer Stunde als geistige Helfer heransbeschwört, steht unser Nationaldichter Schiller mit an erster Stelle, und neben den Worten Friedrichs des Großen, Bismarcks nnd Moltkes hat ncan auch diesmal am häufigsten Verse Schillers gehört, wenn es galt, die Herzen zu erheben und die Begeisterung zu entflammen. Und wahrlich! Der Schöpfer des „Wallenstein" und „Teil" ist gerade jetzt der rechte Prediger und Prophet der Seinen, denn unter den deutschen Poecen ist er so recht eigentlich der Sänger des Krieges, und der Pulsschlag seines Tcchtergeistes schlägt kaum je so voll und stark, als wenn er sich in Kriegszett und Kriegsleben bewegt. Man merkt es ihm an, daß er ein Soldatenkind war, ausgewachsen unter dem Rasseln der Trommeln und dem straffen Ton des Befehls, Dem lebhaften .Knaben erzählle der Vater vom Lagerleben, aus dem Feld, von seinen kecken Husarenzügen in den Niederlanden, von dem Feldzug 1757 in Schlesien und Böhmen, von der Schlacht bei Leuthen und von andern Kriegszügen, die er ttn württcm- bergischen Dienst ncttgemacht Hätte Schiller doch beinah« cm Lager das Licht der Welt erblickt, schwebten doch um den heimischen Herd die heldenhaften Bilder einer wehrhaften Zeit! Freude an Heer und Krieg beseelt den Karlsschüler, der seine beiten Jugendfreunde unter Soldaten findet, in Scharffenstein, Kaps und andern. Diese Lust an der Gestaltung des „wilden eisernen Würfelspiels" kommt schon in seinem mächtigen Jugendgedicht „Die Schlacht" zum Ausdruck, und echte, edle Kriegergestalten sind die Männer, die er sich nach dem unreifen Heldentum des Räubers Moor zum Gegenstand der Dichttmg wählt; ernstlich denkt er an Mn Epos, das die Taten Friedrichs des Großen verherrliche, dann, trittihm Gustav Adolfs königliches Kämpfen und Fallen mit leidenschaftlicher Lebendigkeit vor die Seele, und schließlich bleibt der innere Blick an jenem düstern, großen Heerführer haften, dessen strenges, gepanzertes Blld er aus den Grund jener reisigen, rauhen und wüsten Zeit des dreißigjährigen Krieges zeichnet. In den meisten Dramen Schillers llirrcn und blitzen dtt Schwerter, schmettern die Trompeten und wiehern des Menschen tapfere Kampfgenossen, die Rosse, Aber sein eigentlicher Kriegsgesang ist doch diese ge- wälttge Wallenstein-Trllogce, von der man richtig gesagt lßtt, daß ein Pnlvevgcriich sie erfülle, in der der eherne Waffenlärm des durch Napoleon entfachten Weltkrieges wcderhallt, wie es der Dichter im Prolog selbst bedeutend ausspricht. Und rn dieiem dramati- schen Hy nchrus aus Heldentum Mp, Hechenkampi ist Pas künstlerisch Höchste das Vorspiel der tragischen Handlung, sWalleusteins Lager, in! dem sich lichter Humor mit stolzem Ernst zu einer einzigartigen Verllärung des Soldatengeistes vereinigt, Ws dem leichtsinnigen Toben und Treiben der Söldner, aus dem dumpfen und wilden Gelärm dieser farbenbunten Wasfenwelt steigt spie eine dämonische Geffterjagd das wilde Heer der Höllischen Jäger ans, lemistet der sittliche Gehall eines höheren Zweckes in den hochgestttninten Worten des ersten Kürassiers, erhebt sich die finster erhabene Gestalt des vergötterten Feldherrn, „und der Geist, der cm ganzen Korps tut leben, reißet gewallig wie Wücdesweben auch den untersten Retter mit". Wie hier die Ehre des Soldaten über das verworrene Dunkel einer entsittlichten Zett ttttcmphiert, so wird in des Dichters späteren Dramen die Idee des Krieges geläutert und aus jene menschliche Höhe gehoben, in der seither das Schcllersche Ideal des Krieges dem deutschen Volk in allen seinen Kämpfen vorangeleuchtet. So hat er den Krieg als sittliche Forderung in jenen berühmten Versen der „Braut von Messina" besungen: „Wer der Krieg hat auch seine Ehre, der Beweger des Menschengeschicks ,,." Als der große Lehrmeister der Nation erscheint er hier, der den Menschen, der „in Frieden verkümmert", znm Bewußtsein seines Mutes und seiner Kraft bringt, ihn auf sein kleines Eigenglück verzichten läßt, um es dem Gesamtwillen der Nation zum Opfer zu bringen; als der große Arzt offenbart sich der Krieg, der das Ungesunde aus dem Volkskörper ausstößt und „alles just Ungemeinen erhebt", Kraft nnd Größe ans Licht bringt. In diesem Gedanken der Erhebung eines Volkes zum Schutz seiner Herde nnd Altäre, des bedrohten Vaterlandes, von Weib und Kind wird der Krieg zu einer heiligen Handlung, und in der Wunder- gestalt der „Jungfrau von Orleans" tritt so der Genius eines gerechten Krieges hervor, der geführt wird um die höchsten Güter eines Volkes, Noch näher aber ist Schiller dem Atem einer nahen großen Zeit in seinem „Tell" gekommen, in dem das „Volk in Waffen", der Befreiungskampf so wundervoll vorausgeahnt ist, daß das Wort des Dichters zur Wirklichkeit wurde, da die Zett erfüllet war. Als leuchtende Sterne schweben allen Kämpfern Deutschlands stets Worte voran wie die: „Nichtswürdig ist die Nation, die nicht ihr Alles fteudig setzt an ihre Ehre", „Was ist unschuldig, heilig, menschlich, gut, wenn es der Kamps nicht ist ums Vaterland?" „Wir wollen sein ein einzig Volk von Brüdern," „Ans Vaterland, ans teure, schließ dich an,,." Das Natioual- gefühl, das der Dichter hier in unvergänglichen Versen seinem Volke eiccgeprägt und in den Sinn gehämmert, es ist dir kösllichste Gabe. die der stechende.Seher Ms httrterlassen. Sein Deutschtum, geboren aus dem Geist eines heiligen Krieges, sttebte in jener Zett, da deutsches Volk und deutsche Eigenart von einem fremden Eroberer mit Füßen getreten wurde, znm Wsdrnck in einer ge- walttgen vaterländischen Dichtung, von der leider nur wenige Trümmer spät ans Licht getreten sind. Gerade heute aber, da wir Schillers als eines der geistigen Führer unserer Heerscharen gedenken, müssen wir an jenen unvollendeten Gesang von „Deutscher Größe" erinnern, den Schiller schon 1797 plante und der uns erst vor zehn Jahren bekannt geworden ist. Der Dichter ttäumt hier von der wundervollen Zukunft seines Vaterlandes, da deutsche Größe, die „eine sittliche Größe cst und in der Kultur und imCharakter der Nation wohnt", die Welt beherrschen wird. Dem Deutschen „ist das Höchste bestimmt, und so, wie er in der Mitte von Europens Völkern sich befindet, so ist er der Kern der Menschheit, jene sind dce - Blüte und das Blatt", Weh dem, ,cher des Briten toten Schätzen huldigt und des Franken Glanz!" „Deuffche Größe bleibt bestehen!" — Die Wiederanheilung einer abgeschnittenen Hand, Man schreibt uns: Ein schönes Beispiel dafür, welche Erfolge sich in der Chirurgie mit konservativer Behandlung — bekanntlich dem herrschenden Prinzip in der Kriegschcrurgie — erzielen lassen, bildet ein interessanter Fall, den Dr, Schlößmann in der Tübinger Universttätsllcnik behandelt bat: Einem ,'inaben war die rechte Hand von einer Futterschneidemaschine glatt ttn Gelenk abgeschnitten worden. Alle Sehnen, Nerven, Blutgefäße waren dnrchgctrermt; die einzige Verbindung, die übrig geblieben war, bestand in einem 3 Zenttmeter breiten Hautfnel zum Arme hin. Sofort nach der Verletzung war der Handstumn an die Ilmer armwundiläche gepreßt und ein .Notverband angelegt ivvrden. Noch vor wenigen Jahren hatte kein Chirurg auch >uir einen Augenblick gezweifelt, daß die Hand verloren sec. Heute, wo man, w:e gesagt, auf dem Standpunkt des Abwartens steht, vcriuchte man cn der Tübinger Klinik das verletzte Glied zu erhallen. Man nahte zunächst die Kicochenhant, dann die Gelentblätter und scl-ließlr.; die Sehnen, zwecnndzwanzig an der Zahl, ^cc Mlgewandte Muhe wurde durch einen vollen Eriolg betohnt, denn die Vaud tu wieder angehellt und in gewissem Grade funktwnslähcg, Mlerdmgs haben zu diesem überraschenden Resultat mehrere günstige Umstände bec- getragen, wie der zweckmäßig hergcstellte Notverband, der dce Forternährung des abgcschnittencn Gliedes ermöglichte, und tvetter das Ausbleiben jeder Eiterung, die den Anheilcmgsprozcß unterbrochen hätte. Avs -sn Archen um Paris. Ei« «n&m&tuBejS Bild von einet Fahrt aut der Straße j:»ii<6tn Clernront und Paris, die inmitten der Vorbereitungen -Ür -dir -Bclageruna der französischen Hauptstadt unternommen »mrde, zeichne, O. Bitevi im , Eorriere della Sera", Er komint zunächst nach Cle rnrorrt. 50 Küometer nördlich von Paris, und finbet dir Stadt pvar voller Bewegung, aber trotz der Nähe des Feindes doch ruhig, „Irden Augenblick könnte ein GeschvßhagA eintretmr, weil die französische Artillerie sich gerade in der Stadt ausgestellt hat, die die einzige erholst« Lage in der , gls ich dieses einen Kilometer iveil ltcrbeigeschafft habe, zeigt es sich, daß nicht nur das Wasser der Maschine fehlt, Tic beiden Soldaten gestehen mir, daß sie das Automobil in Lioncourt reguiriert und nur Benzin hineingcgossen hätten. Das Oel haben sie , . , vergessen vier sie wißen nicht, wo sie cs hintun sollen. Es sind zwei Herren, die ihre Wagen in Paris iührten, aber alle Sorge dasür den Mechanikern überließen Schließlich kam der Wagen doch wieder in Gang ... In Ereil, wo viele Reserve- und Territorialtruppen stehen, ist die Ueberwachung sehr streng. Die Brücke über die -Oise wird von acht Posten bewacht (Zs ist eine kleine Eiscnbrückc, die eine traoifcfjc Zier von elektrischen Drähten und Explosivstoffpaketen erhalten hat. Es sind die letzten Lebensstunden der armen Brücke, die in wenigen Tagen in die Luft fliegen wird. Wir kommen nun in den schönen Wald von Chantilly, der auch binnen kurzem verschwinden muß. In der Ebene von Vidamöe erbeben sich zwei Farman-Flugzeuge, die Luffpvlizei von Paris, die Patronillendienst tut, um dem deutschen Flugzeug seine Angriffe unmöglich zu machen. Längs der Straße wird der Zug der Flüchtlinge, die nach Paris gehen, immer größer. Ein Jüngel -chrn von 14 Jahren auf dem Rade hält mich an und fragt mich naiv mit Tränen in den Augen: „Wohin soll ich gehen?" Ich sehe ihn Überrascht an nnd er zeigt mir eine lange Reihe von etwa zwanstg Wagen, die mit Frauen und Kindern beladen sind, und sagt zu mir: „Es sind alles unsere! Wir mußten fort, aber wir wissen nicht wohin," Der kleine Führer, der allein für alles verantwortlich nnd die einzige Stütze so vieler Schwachen ist, weint herzzerbrechend. Ich suche ihm Mut zu machen und ihm den Weg zu zeigen, und ans einen Wink des kleinen Führers setzt sich die lange Aagenreihe wieder in Bewegung, Je mehr man Paris naher kommt, umso mehr wächst die Nervosität, man hört, daß in der Hauptstadt die verzwcisettsten Gerüchte über die Lage umgeben. In Lnzarches, weniger als 30 Kilometer non Paris, fragt mich ein Autobus der Hceresverpflcgung, ob man bis Ereil Vordringen kann. Ob da — Gefahr wäre! Alle sind überzeugt, daß die Tcutschen schon in Ereil sind. Unter dem Vorwand, mich nach meinen Papieren zu fragen, halten mich alle Militärpcrionen längs der Straße an, weil sie Nachrichten über die Stellung des Feindes haben wollen. Die Straße ist jeftcn Kilometer durch künstliche Hindernisse versperrt. Im Gürte! von Paris sicht man überall Posten, Auf allen Seiten sehe ich Soldaten und Arbeiter Gräben ausheben und Feldbahnen zur Beförderung von Munition und Material errichten, und ich denke an eine Mitteilung, die vor einigen Tagen erschien und in der es hieß, daß das verschanzte Lager von Paris schon vollständig ausgerüstet wäre! In Sa int- Denis, d, h, an den Toren von Baris, sehe ich auf einem kleinen Hügel, von dem man den Horizont überblickt, viele Leute >m Grase liegen, die mir Ferngläsern bewaffnet sind und den Himmel abiuchen. Sie erwarten den Deutschen! Die Pariser sind immer dicselbm: nackchem die erste Erregung vorüber ist, beherrscht sic vor allem die Neugier, Der gestörte weltpostkongreh. An, 10. September sollte zu Madrid endlich der siebente Wcltpostkongreß znsmmncntreten, nachdem die Eröffnung der Tagttng schon imederholt hi,,ausgeschoben worden war, sowohl wegcir des rlalienisch-türkischen Krieges, wie auch wegen des großen Balkankrieqes. Nack, dem Weltpvstver- nage soll ein Kongreß „spätestens fünf Jahre nach dem Inkrafttreten der ans den, letzten Kongreß geschlossenen "Akte abgelMlten werden". Der letzte Weltpostkongreß hat nun im Frühling 1006 in Rom stattaefnnden. Seine Beschlüsse traten am l, Oktober 1907 in Kraft, Demnach hätte der neue Kongreß schon spätestens 1912 abgehalten werden müssen. Er wurde aber zniüichst auf 1913, dann ans 1914 verschoben. Und nun teilt das Organ des Weltpostvereins .mit, daß er wiederum, nnd zwar „auf unbestimmte Zeit vertagt worden" sei. Bei dem gegenwärtigen 'Weltenbrand ist das selbstverständlich. Es werden gewiß, wie eingcweihte Kreis« an nehmen, einige Jahre vergehen, käs eine friedliche Beratung der Völker des Erdenrunds! über ihre gemeinsamen Postverkehrsinteressen wieder möglich sein wird. Dieser neue Weltpvstkongreß sollte ichrigens — das ist hervorzuheben — von ganz besonderer Bedeutung sein. Denn zum erstenmal in der Geschätzte umfaßt der Welt- postverein nun alle Länder mit reqelrnäßigen Posteinrich- tnngen. Auch China gehört ihm seit dem 1, September 1914 an und wollte den Kongreßberatungen nun als stimmberechtigtes Mitglied beiwohnen Mit Spannung erwarteten die Kreise von .Handel und Industrie aller Staaten, daß auf diesem Kongreß endlich die brennende Frage des W-Ll^penn ypo-rt-os gelöst würde, Jeiieg einheitlichen billigen Briefportos, das Jn- und Ausland dem gleichen Tarif unterwerfen sollte. Miau hoffte, das Weltpeunypoeto würde im Järniar 1915 in Kraft treten können, au demselben Tage, da 75 Jahre vorher (1840) in England das cpocl^enrachendc inländische Pennyporto eingeführt worden war. Daran ist ja nun jetzt gar nicht zu denken. Wir werden -uns eben noch eine Weile gedulden -müssen. _ Die Wirkungen der Krieges aus dar Buchkuckgewerbe. Der Deutsche Buchdruck erde rein bittet uns um Aufnahme folgender Ausführungen: Der Krieg und die durch ihn hcrbeigeführten allgemeinen geschäftlichen Stockungen haben auch das deutsche Buchdruckgewerbe auf das scbwerste in Mitleidenschaft gezogen. Nicht nur, daß von seinen Angehörigen viele Hunderte von Bnchdruckcreibesitzern nnd viele Tausende von Angestellten und Beschäftigten dem Ruse des Kaisers zur Verteidigung des bedrohten Vaterlandes folgten, sondern es wurde auch den Bnchdruckereicn plötzlich durch Entziehung der Aufträge und Arbeiten der Lebensnerv unterbunden, Biele haben infolgedessen den Betrieb gänzlich einstellen müssen oder doch nur in beschränktem Umfange ausrecht erhalten können. Die nachteiligen Wirkungen des fast völligen Darniederliegcns des Buchdruck- geweibes machen sich min iricht nur bei den Großbetrieben, in denen bedeutende Kapitalien angelegt sind, schwer fühlbar, sondern besonders bei den zahlreichen .Klein- und Mittelbetrieben, die meist nur sckuoach fundiert sind und deren fernerer Bestand ebenso wie die Existenz der darauf angewiesenen Familien von dem Fortgang der Beschäftigung ganz und gar abhängt. Eine weitere Folge dieser schtveren Schicksalsschlägc ist, daß in den wenigen Wochen seit Ausbruch des Krieges unter der Arbeiterschaft des Buchdruckgewerbes eine so weitgreifende Arbeitslosigkeit einqetreten ist, daß sie trotz der gewerkschaftlichen Hilfe viele in äußerste Notlage bringen muß, wenn ihr nicht bald gesteuert werden kann, ZehMansende von gänzlich Arbeitslosen sind vorhanden, daruMcr zahlreich Faiinlicnoäter, die in der nächsten Zukunft keine Aussicht aus Erlvcrb haben, seiner andere Zehn- tausendc, die auf luilbe oder noch geringere Arbcitszeft gesetzt sind und infolgedessen in absehbarer Zeit ebenfalls Mangel leiden. Diese tief zu beklagenden Zustände beziehen sich nicht nur aus die gelernten Gehilfen, sondern auch aus das zahlreiche ,hilfsper - sonal, insbesondere die Arbeiteri nn ne n , von denen jetzt viele Tausend« ohne Arbeit und auch ohne Aussicht auf solche sind. Von den deutschen Buchdruckereibesiyern haben diejenigen, denen es inöglich war, nach Kräften helfend in diesen Notstand eingcgrissen, indnn sic den Familien der Einberufenen oder Beschäftigungslosen Unterstützungen gewährten und oft unter den größten Erschwernissen ihre Betriebe in Tätigkeit zu erhalten suchten, um keine weiteren Arbeiterentlassungen vornehmen zu müssen. In der Entlohnung haben sie an der im Frieden durch Jahrzehnte bewährten Tarisgemeinschaft mit dem Lohntarif sestgehalten, also keine Abzüge eintreten lassen. Aber alle diese Opserwilligkeit konrmt nur einem kleinen Teil der Arbeiterschaft des Buchdruckgewerbes zugute, dem Grundübel des jetzigen schtveren Notstandes, der Gefährdung des Bestehens zahlreicher Betriebe und der wcitgreifendcn Arbeitslosigkeit, vermag sie nicht beizukommeii, Hier Abhilfe zu schaffen, das ist cs, worauf es jetzt und in der Zukunft ankomml. Das einzige Bdittel, mit dem das Uebel, unter dem Arbeitgeber wie Arbeitnehmer leiden, bekämpft werden kann, ist Ar bei t! Dem Buchdruckgewerbe müssen wieder Drnckauftr äqe zngesührt werden, damft es für sich und seine Arbeiterschaft sorgen kann. Diese Zuführung von Druckansträgen ist nicht so schwer, als es für den ersten Augenblick scheinen inng, besonders da es unseren tapferen Armeen gelungen ist, den vaterländischen Boden von Feinden zu säubern und deren Widerstgndskraft zu brechen. Es brauchen zunächst nur die vielen Aufträge wicker erneuert zu werden, die den Druckereien bei Ausbruch des Krieges entzogen wmdcn. Es braucht weiter die Geschäftswelt und insbesondere der Buchhandel nur in Erwägung zu ziehen, daß die Kaufkraft und Kauflust des Publikums mit dem Fortschreitcn der Siege unserer Heere immer mehr wachsen wird, und daß der zu erwartende geschäftliche Aufschwung nach Niederwerfung der Konkurrenz unserer Feinde einen Bedarf von Geschäfts- und Rellamedrucksachcu nüt sich brin- gen wird, den matt als ganz außerordentlich einschätzen kann. Die staatlichen und die kommunalen Behörden können zur Nenbelebung des Buchdruckgewerbes ebenfalls viel veitragen dadurch, daß sie mit der Deckung ihres Druckscichenbedarfs nicht zurückhälten, Das Buchdruckgelverbe setzt sich zum überwiegenden Teil aus Mittel- und Kleinbetrieben zusammen, ine alle beschäftigt sein ivollen. und es ist nur gerecht und billig, die behördlichen Druckarbeiten diesen, nicht den gesicherten Reichs nnd Staatsdruckereien zuzuwenden. Nicht zuletzt kann bei der Zuführung von Arbeiten in die Buchdruckereien auch das große Publikum hilfreiche Hand anlegcn; denn auch dessen Bedarf an Drucksachen ist im ganzen ein erheblicher. Alles in allem gilt es also, dem Buchdruckgcwerbc Arbeit zuzuführen, um die Arbeitslosigkeit einziischräuken, und ein leder, der für anitlichen, geschäftlichen oder persönlichen Bedarf Drnckarbciten zu vergeben hat, sollte nicht säumen, den Buchdruckern über die schwerste Zeit himvegzuhelscn! Au» StaSt ttnft Sanft» Gießen, 14. September 1914. ** Die Verlustlisten, Von zuständiger Seite wird dem Wolff-Bureau geschrieben: Das Zentral-kNachwei§>- brrreau des Kriegsministeriums, Dorotheenstraße, wird noch immer mit Aiiftagen überhäuft, die zu beantworten es gar nicht in der Lage ist. Es sei daher auf folgendes hin- gewiesen: Ms Material für Auskünfte über Angehörige des Heeres dienen hem Nachweisbureau alle Verlustlisten, die es von den Truppenteilen erhält, und dann die Rap- porte der Lazarette, Da die Verlustlisten sogleich) nach Eingang veröffentlicht werden und in den Lazarettrapporten die Namen der von den Truppen als verwundei Gemeldeten naturgemäß noch später ein ge heu, ist es doch klar, daß man frühestens damit rechnen kann, über einen Angehörigen Auskunft zu erhalten, wenn man seinen Namen in der, Verlustliste gefunden hat. Die manchmal laut werdende Ansicht, daß die Veröffentlichung der Verlustlisten vom .Kriegsministerium aus irgendwelchen Gründen zurückgehaltcn würde, ist durchaus irrig. Jede von der Truppe ljier eingehende Verlustliste wird so schnell tvie möglich veröffentlicht, Wenn jetzt erst die Verluste veröffentlicht werden, die wochenlang zurückliegen, so liegt das daran, dah unsere braven Truppen während der fortdauernden .Wüchse und Riesenmärschc der ersten vier Wochen des Krieges eben keine Zeit gefunden haben, Verlustlisten aufzustellen, Zar Erledigung einer solchen Arbeit gehört dock» ein Augenblick der Ruhe, Ein solcher ist vielen Truppen seit ihrem Aus- rücken aber noch nicht beschieden gewesen, daher aber auch unsere Erfolge, **SireichungausdemVerzeichnisderStu- dierenden. Auf Anordnung des Rektors der Landes- unrversität sind folgende Studierenlde aus dem Verzeichnis gestrichen worden: al Studierende ans Rußland: Isaak Abramowitsch aus Wilna, Jodidi 4lrane aus Aosli, Witold Bendetson aus Warschau, Meer Flier aus St, Petersburg, Isaak Jpp aus Kowno, Boruch Jsraeltävitsch aus Mitau, Mex Jaroslatmew aus Perni, Solomon Kähan ans Orani, Cäcilie Katznelsvhn aus Lffbäu, Sosche Leikin aus Riga, Wolf Lichtenfeld aus Kowno, Hersch Lnbicz aus Lodz, Mex Maschkowtzeff aus Moskau, Gustav Meyerawitz aus Riga, Lcwon Wirimauian aus TiM, MchchLochttkm Moros' aus Kiew, Beno NesselsttanF aus Kown», Melanke Neuhaus aus Tuckum, Boris Piues mrs Warsckjau, Suniuir Reines aus Smorgon, Gyta Rosenstein aus Libau, Michaek Rosenthal aus Baku, Moral,am Tckstirderoff aus Elisabeth- grad, Joseph Segat aus Sch-ildlcn, Paul Sißtc aus Riga, Pauline Steinhauer aus Lodz, Jakob Sriritz aus Dlvinsk, Anna ttmanska aus Elaterinoslaw, Rogate Werpe aus Kurland, Moses-Meicr-fWischnick aus Riga, Viktoria Woy. tiak aus Petersburg, Joseph Wulffohn aus Friedrichstadl, Sinaida Melik-Schäh-Nasarjanz aus Schuscha, Gregor Pe- troff ans Pvltawa, — d) Studierende aus Eng. land: Stephan Brrchta aus London, Archib, Rich, Cns- den aus Reading, Leo Jung aus London, Mnrshall Mont- gomery aus Liverpool, — c) Studierende aus ©er« bi« n : Daniza Bontschits aus Belgrad, Morissaw Joxinvo» witsch aus Mirffchna, — d) St udiercnde aus Belgien : Jan Nocst aus Antwerpen, — e) Studierende aus Japan: Sozo Jida aus Chiba, ** Geldsendungen nach dem Auslande. Das llm- rechnungsverhälMis für die in der F-rank«nwährnng aus- znsteNcnden Postanweisungen nach fremden Ländern (Italien, Schweiz nsw.) ist ans 100 Fr. — 84,25 Mk, (nach Rumänien, 100 Lei -- 84,25 Mk.) und das llmrechmmgsverhÄtnis für Postanweisungen nach den Niederlanden und den niederländischen Kolonien aus 100 Gulden -- 176,50 Mk, neu festgesetzt worden. ** Paketscndnngen nach dem ,A ns lande. Ans dem Wege über die Niederlande können lwrläustg noch keine Pakete nach dem neutralen Auslande beordert werden. Ailhykt dikKrikgSllttlejhev! iiHHfiimmiiüüiiiüiüiMMHitimüiiiHiüimiimniiHminMmimimmnmiifiimiimuuiuuiiiiiin ** Bon der Post wird uns geschrieben: Icker Landbrref«i träger führt ans seinen. Bestell gang ein Annahnrebuch mit sich,' welches zur Eintragung der von ihm angenommenen Telogramn>e,> Wert- und Einschreibsendungen, Postanweisungen, Zählkarten, ge-, ivöhnlichcn Pakete, Nachnahmesendungen und Zeitungsbestrllun« gen sowie der.zur Frankierung der Sendungen, zur Bestellung!, der Zeitungen und zur Beschaffung von Wertzeichen ihm Übergebenen Beträge dient. Ein gleiches Annachmckuch sühn rcker Inhaber einer Posthilfsstellc für die bei dieser nickergelegtrn Wert-, sendnngen. Es ist zweckdienlich, daß die Ausgcker die Eintragung, der Sendungen in die bezeichnctcn AmralMebücher eigrmbändigl, besorgen oder sich wenigstens von der Buchung durch deu Land- briesträgcr oder den Postlstlfstelleninhaber überzeugen. Da diese Bestimmungen noch immer nicht ausreichend bekannt sind, werden sie erneut zur öffentlichen Kenumis gebracht, ** Dem Marine-Verein Gießen, der das Einsammckn, und Versenden von Liebesgaben an unsere braven blauen IungcuS! nach der Wasserkante gleichmäßig an alle Kommandos besorgt, sind schon einige Dankschreiben ziugegangen. Ein Schreiben, das den Geist unserer Marine nicht trefflicher schildern kmm, ist das vom Kommando S, M. S, „Hessen". Das Schrechen lautet: Elbe, den 9, September 1914. Dem Marine-Verein Gießen sage ich im Namen der Besatzung S, M, S, „Hessen" für die treuen Wünsche unb- dic sehr willkommenen Liebesgaben herzlichen Dank, Allzeit bereit, warten wir hier der Stunde, wo wir die Probe aus urher Können siegreich beste!,en wollen. Mit kamevadschaiWchem Gruß gez, K ü s e l. Kavftän zur See und Kon,Mandant. Men Gckern von Liebesgaben sei an dieser Stelle der herzlichste Dwrk ausgesprochen Weitere Gaben nimmt Georg Hebstreit gern entgegen, Kreis Büdingen. -n- Hirzenhain, 12. Sept. Die Sammlung für das. Rote Kr e'u z ergab nahezu 1590 Mark, Schon in den ersten Tagen des Krieges wurde hier ein Frauenbund ins Leben gernten und ihm vorläufig durch freiwillige Beiträge 609 Mk. zur Versiigung gestellt. Damit sollen die Familien der ins Feld gezogenen Krieger unterstützt werden. Der Kriegerverein sandle an alle im Heere stehenden Hirzenhainer, auch an die Nicht- initglieder, Liebesgaben. Von Frmien und Mädchen werden Slrnmpse, Kniewärmer und Stauchen gestrickt; das Garn hierzu hat der Kriegerverein gestellt, aber viele Familien geben noch freiwillig Kar» oder gestrickte Strümpfe. Wenn man bedenkt, daß Hirzenhain fast nur aus Arbeiterbevölkerung besteht und viele Männer und jungen Leute im Felde stehen, so muß man die Opferwilligkeit hoch anrechneu, Hessen-Nassau. F, C, Limburg a, b, L„ 11, Sepi, Die Stäbttschk Kommission zur Ueberwachung der L eben s ni i tte l- preise in Limburg a. d, L, prodesticri öffentlich gegen die hohen Karioffelprcise, die nach der amtlichen Notierung auf dem letzten Limburger Markt bezahlt wurden, nämlich für 50 Kilogramm Winierkartofscln 3,00—3,20 Mk,, int Kleinverkauf für das Pfund 4—5 Pfg, Daß diese Preise noch zu hoch sind, ergebe ein Vergleich mit den entsprechenden Septeinbrrprciscn der Jahre 1913 und 1912 ( 2,00 —2,50 Mark bezw, 3—4 Pfg, pro Pfund in 1913 und 2,30—2,50 Mark bezw, 2,5 Pfg, pro Pfund in 1912), Ta die diesjährige Ernte an Winterkartoffeln anerkannternraßen eine sehr gute und reiche sei und obendrein genügend billige Arbeiterkräste zum Einholen der Kartoffeln zur Verfügung, standen nnd stehen, muß ettvartet werden, daß die Preise in Kürze mindestens aus die Preise der Borjalsrc zurull- gehen. Die Kriegslage dürfe keinesfalls zur Verteuerung der Kartoffeln, eines wichtigen Volksnahrungsmittels, führen und würden die zuständigen Behörden keinesfalls dulden, daß der .Kriegszustand zur Erhöhung der Kartoffel« preise benutzt werde. Quittung. Für die Verwundeten unserer Marine spendeten weiter iolgende Beträge: A. Mann 3 Mk., RendanhHansnlt ö Mk., Frau Regierungsral Snell, Hungen, 5 Mk, Pfarrer Siebeck, Merlau, 5 Mk„, Geh. Hoirat Proi, Dr. Pasch 20 Mk., Geh. Schulrat Tr. Rausch 10 Mk,, zusamnien 48 Mk,; mit den srüheren Spenden von 1303 Mk, gingen im ganzen ein: 1356 Mark. — Ten gütigen Gebern herzlichen Tank. Proi. Polzing, Goethcslraße 19. Gicßencr Strafkammer. Gießen, 11, September. Brandstifter aus Freude am Feuer wurde der erst 15jährige Stukkateurlehr« ling Otto H, m:s Gießen, Oester hat er das Kino besucht und dort in Vorstellungen Brände gesehen, die ihm derart Freude bereiteten, daß in ihm ein förmlicher Drang Feuer zu sehen, lebendig wurde und so steckte ec verschicken« Scheunen in Brand, dann Zeitungen in Briefkasten, ferner Gardinen an Vorfstatz' fenstern. Das Gericht verurteilte ihn unter Zubilligung mildernder Umstände im weftgehendsten Mas^, trotz des lwhen Schadens, den das Verhalten desselben verursachte, wegen dreier Verbrecklen der Braudstiftuna und zweier Vergehen der Sachbeschädigung auf Grund der §§ 308, 303, 74, 57; StGB, zu zehn Ottmaten und zwei Wochen Gefängnis, Drei Monate Untersuchungshaft wurden ausgerechnet. Vertagt auf den 22, d, M. wurde eine Sache gegen einen russisch-polnischst Bergarbeiter Johann H, wegen Dichstahls, weck der Zeuge m der Sache nicht erschienen war. !i i ! n i n h f. I fi li H" E -( ■ b r . b i*L : I ! I I (äcricfitofaoL Mülhansen i. E., 12. Cent. eii sucht. Lei der zunehmenden "Anzahl solcher Anträge erschien es eicht, eine Zentralstelle zu schaffen, die in enger Fühlung mit dem Auswärtigen Amte für eine tunlichst baldige und sacv- ißc Erledigung der Anträge zu sorgen hat. Als solche Stelle e Zentral-Auskunftsstclle für Auswanderer Berlin W. 35, Am sind 9/10, eingerichtet worden, deren eigentliche Ausgaben iwärtig in den .Hintergrund treten Für die neue Tätigkeit lential-Auskunftsstelle ist folgender Geschäftsgang vorgesehen; diejenigen Personen, die über ihre Angehörigen im feind Ausland Auskunft zu erhallen wünschen, haben sich mündlich schriftlich an die Zentral -Ausiunstsftctle zu wenden und dabei icbst genaue Angaben über die Person und die letzte Adresse besuchten zu machen. Die Antragsteller erhalten, soweit die legenden nicht unmittelbar erledigt werden kann, einen Bvr- id, in dem sic wegen Behandlung ihrer Anträge benachrietstigt m. Die Anträge werden nach Prüfung und Sichtung dem rärtigcn Amte übersandt. Dieses zieht durch Bermittclung der dem Schutze unserer Interessen betrauten fremden Bertre- n die gewünschten Auskünfte ein und übermittelt lie der al Auskuiiftsstellc, die daraufhin die Antragsteller bcscherdet. Außer den Auskünften über den Verbleib und das Ergehen lieichsdculschen im feindlichen Ausland erteilt hie Zentral- unftsstcllc auch Ratsckstägc wegen der Möglichkeit, mit ihnen 'ibindung zu treten oder ihre Rückkehr herbeizusülwcn; ferner it sic Gesuche um Ucherweisrmg von Geld zur Unterstützung r Personen entgegen. Die zu überweisenden Geldsummen, die mäßig den Betrag von 500 Mark nicht übersclneiten sollen, m bei der Depositenkassc 0 der Derstschen Bank, Berlin W. 9, öamer Straße 134a, auf das zu diesem Zweck besonders ciii- itetc Konto der Lcgationskasse des Auslvärtigcn Amtes zahlen und die Quitttmgen mit den entsprechenden Gesuchen icntral-Auskiinstsstrlle vorzulegen sein. Die Gesuche gelangen ln gleichfalls an das Auswärtige Amt, wo das Weitere ver- zt wird. IZeitcrgchende Anträge, insbesondere auf Ucbermittelung von m an Reichsdeutsche im feindlichen Ausland, auf Deimschasfung, erteilung von Sclmtz, aus Erwirkung von Schadenersatz, werden bließlicb vom ?luswärttgen Amte erledigt Ebenso scheidet Auskunfterteilnng über die in Kriegsgefangenschaft geratenen 'hörigen unseres Heeres und unserer M.crrine aus, da diese ünste von den militärischen Stellen durch Vermittelung des oärtigcn Amtes beschafft werden. !3as die von Miseren Truppen bereits besetzten .feindlichen .'te betrifft, so werden stn diesen Auskünfte der jn Rede iden Art von den deutschen Militär- und Zivilbehörden erteilt en. Die Zentral?lnskunstsstesl« wird sich daher entweder mit i Behörden unmittelbar ins Beitehmen setzen oder di« Gcftich- r an sie verweisen. Anträae m,s Beschaffung von Auskünften über Tcutt'che im alcn Ausland werden zweckmäßig weder an das Auswärtige noch nn die neue Zentralstelle, sondern unmittelbar an das ndige Kaiserlich Deutt'cbe Konsulat geruhtet: die Schreiben sind Wischer Sprache abznfassen und unverschlossen abzusenden. vermisste». * W i c bemißt man Kontributionen? Lüttich hat die Provinz 50 und Brüssel und Lille ie 200 Millionen ken Kriegsschatzung zu bezahlen — von Rechtswegen — man kann annehmen, daß mich noch viele andere Städte und tnzen gleichfalls tüchttg herangezogen werden sollen, denn , hat die vorsorgliche deutsche Heeresleitung Finanzmänner sachverständige herangezogen. Wie schätzt man nun die finan- Lcistunqssähigkeit der in Betracht kommenden Gegenden Orte ab? Diese Frage wurde 1870 in Commercv an Louis eidcr, der bekanntlich König Wilhelm begleitete, von einem ebenen Einwohner gerichtet, der auf Befehl des Praiekten Kataster, Steuerlisten usw. weggeschasst hatte und doch einmußte, daß die deutschen Sieamten über Vermögen und erkraft der Bevölkerung gut unterrichtet waren. Schneider, der ?lntwort wußte, fragte nun selbst den Feldpolizeidircktoi Dr. >er und erhielt folgende Aufklärung; „Für so dumm balteu keinen Feind, daß er die Perwalttingsbücher der Stadt, des rtements, der Provinz nicht vor unserer Ankunft beiseite en sollte. Das versteht sich von selbst, und wir tragen gar danach, weil wir die Antwort schon ftn voraus kennen. Aber ine Lebensversichcrungsonstalt oder eine Sparkasse im Orte a sehen wir die Bücher nach, welche die Leutchen für ganz un- gilich halten, die sie daher gar nicht auf die Seite schaffen, ms läßt sich der Wohlstand einer Stadt, die Bermögcnsver- rsft der wohlhabenden wie der unteren Schichten der Ein- lerschaft nach ersahrungsmäßigen Prozenten wenigstens an- ciw erkennen, und nur selten trügt diese Prozedur." * Der Papst von Wertingen. Die guten Wertinger 'chwabenländle haben einen ganz besonderen Pavst sür sich amen. Die Aertinger Zeitung hat ihnen die große Neuigkeit lS Ertrablaltes initgeteilt: Wcrttnqer Zeitung. Telegramm. Wertinqen, 3. Sept., nachm. 2 Uhr. P a v st w a h l. Rom, 3, Sept. (Wolff-Meld.) Der Kardinal David Emil Ludwig Ludwig Anton Cäsar Heinrich Isidor Emil Siegfried Anton wurde zum Papst gewählt. Er steht ftn 60. Lebensjahre »nd war Erzbischof von Bologna. Die guten Wertinger iverden sich nicht wenig über die vielen nnd mitunter sür einen Kardinal etwas lremdartig klingenden Vornamen ihres neuen Papstes gewundert haben. Und unser lieber Wertinger Kollege hat offenbar zum ersten Male in seiner Praxis das Telephon zur Abnahme einer Meldung in Bewegung gesetzt und deshalb auch noch nie etwas davon gehört, daß man sich am Fernsprecher der Vornamen zur Buchstabierung schwer verständlicher Worte zu bedienen pflegt. Märtte. tb. Gießen, 14. Sept. Ter Heumarkt aus Oswalds Garten erfreut sich seit längerer Zeit nur sehr vereinzelter Zuluhren von Futter. Bezahlt wird der Zentner gutes Heu zurzeit mit Mk. 2,9 < bis 3,00 Mark. tb. Die Vlchprets«, die unsere Metzger setzt anlegen müssen, stellen sich wie folgt: Ochsen Mk. 92—94, Rinder Alk. 84—66, Kühe I. Oualität Alk. 76— 78, 2. Oual. Alk. 70—72, Wurstkühe Alk. 65-67, Kälber Alk. 65—70, Schweine Mt. 60-62 der Zentner Schlachtgewicht. Meteorologische Beobachtunge n de r Station Giches. Sept. uu o ^ o .2* P eis i- Vs tot LZ 5 = !'| «r ~ iS z CD || ZH ®-E - i i-1 1 ly, 8si® Viril r» 13 2’ 1 739 6 13,5 7,4 61 W 6 10 Ded. Himmel 13.| 9 :s i <45,8 10.5 7,7 81 w 2 5 Bew. Himmel 14.;;**: ' ^45,9 9 5 7,7 87 SSW 9 Dem. Himmel Höchste Temperatur am 12.—13. September 1911 = st- 15,6 C. Niedrigste . . I2.-13. . 1314 = +■ 10,4“ . Niederschlag: 0,7 mm._ Verantlvoctlrch für den gesamten redaktionellen Teil: Aug. @oti staudssaintsnachricbten. Gießen. Aufgebote: Sept. 4. Fritz Johann Christian Hahn, Hilss- heizcr in Gießen, mit Elisabeth Grimm in Groß-Umstadt. Eheschließungen: Sept. 5. Gottfried Schmittdiel, Vizc- seldtvebel in Worms, mit Kathoiina Hausrath in Gießen. — 10. Heinrich Jullmann, Eiscnbahn-Aushilfsschafsner in Gießen, mit Elise Korell in Billertshausen, Kreis Alsfeld. Geborene; Aug. 28. Dem Lackierer Friedrich Wilhelm Heinrich Rculing ein Sohn, Karl Ludwig. — 29. Dem komnris- iarischen Clsiubahii-llnterailistenlcn Jakob Emil Friedrich Karl Otter eine Tochter, Marie Margarete. — 31. Dem Kutscher Adolf Heinrich Peter Georg Johann Karl Wagner ein Sohn, Karl Wilhelm Heinrich. — Sept. 2. Dem Erdarbeiter Heinrich Dippel eine Tochter, Katharina. — 3. Dem Kaufmann Eharles LouiS Datz ein Sohn, Ernst Ludlvig. — Dem Oekonomen Johann Heinrich Preiß ein Sohn, Karl Helmut. — 4. Dem Bäckermeister Wilhelm .Heinrich Dippel eine Tochter, Katharina Margareta Barbara Gertrud. — 7. Dem Eisenbahngchilsen Johannes Fleischhauer ein Sohn, Hans. — Dem Feldwebel Valentin Joseph Wenzel ein Sohn, Hermann Georg. Stcrbefällc: Sept. 4. Katharine Siegelest, geb. Berth, 79 Jahre alt, Bahnhofstraße 51. — Marie Horn, geb. Schomber, 77 Jahre alt, Schiffenberger Weg 2. — 5. Ottilie Mathilde Cäcilie Friedrich, 2 Monate alt, Crednerstraße 36. — Karl Heinrich Schneller, 4 Monate alt, Erlengasse 15. — Auguste Spahr, geb! Balscr, 70 Jahre alt, Licher Straße 106. — 9. Lina Wilhelmine Otterbein, 2 Monate alt, Rodheimer Straße 41. — Ferdinande Heinrichs, geh. Eckel, 80 Jahre alt, SÄnAnlage 5. Bad-Nautzeim. Ans gebot«: August 25. Christoph Stall II., Badewärter, mit Auguste Thomas, beide in Bad-Nauherm. Eheschließungen: August 1. Franz Karl Ohl, Architekt in Hanau, mit Beda Alma Elisabeth Heckscher in Bad-Nauheim. — 3. Dr. Waldemar Kissel, Gcrichtsasfcssor, mit Jennh Helene Klara Kühn, beide in Bad--Nauheim. — Karl Otto Paul Gleim, Kinv- mchographenbesitzer, mit Magdalene Schäfer, beide in Bad-Rauheim. — 4. Friedrich Hvfmann, Postbote in Bad-Nauheim, mit Helene Schmandt in Hcuchelheim. — Karl Wilhelm Horn, Krankenkasse-Kontrolleur, mit Dorotliea.Christine Heß, beide in Bad- Nauhcim. — Christian Fried räch Eisen, Metzger, mit istkarie Margareta Stelz, beide in Äaü-Nanheim. — 11. Karl Anthes, Postbote in Bad-Nauheim, mit Christina Rinner in Schlitz. Geborene; August 8. Dem Uhrmacher Moritz Steinlzardt eine Tochter, Rose. — 9. Dem Schuhmacher Bernhard Heinrich Will ein Sohn, Erwin Heinrich. - 10. Dem Lageristen Philipp Jakob Albert in Frankfurt a. M. eine Tochter. Lilli Juliane. — 11. Dem Maler Johannes Kchm eine Tochter, Liese Lotte Hedwig. — 15. Dem Gärtner August Stamm eine Tochter, Ilse Auguste Mathilde Erna. — Dem Kaufmann Isaak Schak ein Sohn, Wolf. — 18. Dem Friseur Philipp Maul in Göllheini lPfalz) eine Tochter, Else Elisabet. — 21. Dem Kinematographeiibesitzer Karl Otto^Paul Gleim eine Tochter. Lucia Johanna Ernestine. Sterbefällc: dlugust 2. Susanna Babel, geborene Schier, 64 Jahre alt. — 12 Nikolaus Hildebroudt, Rentner, 66 Jahre alt. — 21. Adolf Dietrich, Buchbinder, 34 Jahre alt. — Anna Gries, 5 JNzre alt — 30. Aron Löb, Agent, 65 Jahre alt. — Frieda Jehncr, Privatin, 52 Jahre alt. — 31. Karolinc Horn, geborene Eichhorn, Privatin, 75 Jahre alt. Büdinaen. Geborene; Sept, 6. Dem Metzger Karl Treut eine Tochter, Katharine Elisabeth. Fricdberg. Geborene: September 2. Dem Taglöhner August Umsonst eine Tochter, Marie. — 3. Dem Feldwebel Friedrich Merz eine Tochter, Frieda Katharina Linni. — 5 Dem Uhrmacher Wilhelm Rahn eine Tochter, Anna. — 6. Dem Kaufmann Jospa Jacob ein Sohn, Hans Erwin. — Dem Rottenführer Georg Philipps ein Sohn, Johann Georg Gottlieb. Sterbefällc: September 4. August Wilhelm Hirsch, Landwirt von Nicder-Florstadt, 50 Jahre alt. — 6. Anni Marg. Geltende Lilli Weber, 1 Jahr alt. Grünberg. Aufgebote: September 5. Otto Steuernagel, Lehramts- assessvr, mit Margarethe Karolinc Wagner. Sterbefällc: September 4. Johann Adam Kreuder, 77 Jahre all. — 5. Elise Christ Witwe, geb. Kreuder, 78 Jahre alt. Hungen. Geborene: Aug. 30. Dem Taglöhner Hermann Schmidt ein Sohn, Hermann Eduard. Klein-Linden. Eheschließungen: Aug. 14. Wilhelm Schnickmarm, Schlosser, mit Maria Wilhelmine Weigel, beide in Klein-Linden. Geborene: Aug. 26. Dem Eiscnbahnschaffner Paul Albert Frick eine Tochter. Erna Marie Emma. — 31. Dem Großherzogl. Bürgermeister Phllipv Jung ein Sohn, Ernst. — Dem Schlosser Johann Funke eine Tochter, Marta Else. Langsdorf. Sterbefälle: Sept. Maria Weber, geb. Nier, 55 Jahre alt. Lich. , Geburten: Dem Briefträger Johann Heinrich Schäfer IV. ern Sohn, Friedrich. — Dem Landwirt Ludwig Wolf ein Sohn^ Ludwig. — Dem Taglöhner Heinrich Schwing eine Tochter. Londorf. Geborene: Juli 31. Dem Schuhmacher Johann Georg Schneider ein Sohn» Ludwig. — August 7. Dem Steenhawer Hern. rich Rohrbach IV. eine Tochter, Katharine. — 18. Dem Tag. löhmer Heinrich Hillgärtner ein Sohn, Heinrich. — Dem Stern- hmrer Georg Kraft ein Sohn, Karl. — 30. Dem Bierverleger August Göbcl eine Tochter, Katharine Ottilie. ■— September 1. Dem Mühlenbauer Johannes Sckzombcr eine Tochter, Helene Elisabcthe. — 8. Dem Kaufmann “Adolf Joseph ein Sohn. Sterbefälle: ?lugust 15. Elisabethe Lich, geb. Clberttn, 64 Jahre alt. — 17. Peter Faulstich, Taglöhner, 60 Jahre.alt. Amtlicher Teil. Bekanntmachung. betreffend Warnung vor dem Zuzug von Arbeitern nach Lüttich. Jn Lütttch ist infolge starker Arbeitslosigkeit und Stillstands der Betriebe die Beschästtgung von Arbeitern gänzlich ausgeschlossen. Arbeiter werden deshalb vor dem Zuzugc nach dieser Stadt gcivarnt. Darmstadt, den 6. September 1914. Großherzogliches Ministerium des Innern. v. Hombergk. Krämer. Aufruf! Zur Formierung des Landsturm-Ersatzbataillons Gießen werden folgende JahreSllassen der Infanterie (nur gediente Leute) herangezogen: 1. Jahresllassen 1895, 1894. 1393, 1892, 1891: 2. Von den Jahresklassen 1897 imd 1896 diejenigen Leute, welche das 39. Lebensjahr vollendet haben. Die Lnrte haben sich am Dienstag, den 15. September, nachmittags 2 Uhr, auf dem .Hofe der Zeughauskaserne zu stellen. Wollene Unterkleider und ctiva int Besitz befindliche kriegs- brmichbare Fußbclleidung ist mitzubringen. Nicht rechtzeitige Gestellung gilt als Fahnenflucht und wird nach den Kriegsgesctzcn auf das Sttengste bestraft. Gießen, den 11. September 1914. Groß!) Bezirkskominando. Naumann, Oberstleutnant und Bezirkskommandenr. Bekanntmachung. Betr.: Beröficutlichiiug der amtlichen Derllistlisten. Die amtlichen Verlustlisten liegen fortgesetzt auf: 1. Jn Gießen aus dein Amtszimmer Nr. 2 des Herrn Ober- bürgermeisters, ans der Polizeiwackitstubc in der Weidengasse, und aus der Polizeiwache am Selterstor. 2. Auf den Großherzogl. Bürgermeistereien der Gemeinden Ebcrstadt, Großen-Duseck, Grimberg, Hungen, Lang-Göns, Lich, Lollar, Londorf, Lumda, Ober-Bessingen, Villingen und Wieseck. Gießen, den 11. September 1914. Großherzogliches Kreisamt Gießen. . Ür. U s i n g e r. Bekallntmachung. Betr.: Verösfrnttichung der amtlichen Verlustlisten. An die Großh. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Unsere Bekanntmachung von heute in obigem Betreffe wollen Sie wiederholt in ortsüblicher Weise veröfsentllchen lassen. Den in der Bekanntmachung geummten Biirgermeistcrcien gehen jetzt fortgesetzt die amtlichen Verlustlisten zu. Sie sind in Ihrem Amtszimmer zu jedermanns Einsicht osten zu legen. Den Auskunsstuchcnden haben Sie in jeder Weise behilftich zu sein. Gießen, den 11. September 1914. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Or. U sing er. Betr.: Gefechtsmäßiges Schießen. An die Großh. Bürgermeistereien Annerod. Alten-Buseck. Beuern. Climbach. Daubringcn. Großcn-Buseck. Lollar. Mainzlar. Oppenrod. Reiskirchen. Treis a. Lda., Trolrc. Die Garnison Gießen hält Mittwoch, den 16. September, Donnerstag, den 17. September und Freitag, den 18. September 1914, täglich von 9—2 Uhr nachmittags in dem Gelände etwa 1 Kilometer nördlich von Großcn-Buseck mit der allgemeinen Schußrichttmg nach Norden Gefechtsschießen ab. Die Absperrung des Geländes findet täglich von 7 Uhr vormittags an bis zur Beendigung des Schießens statt. Den Anweisungen der Posten, die die Absperrung ausführen, muß^Folge geleistet werden. Sie wollen dies alsbald ortsüblich bekannt machen lassen. Gießen, den 11. September 1914. Großhcrzoqlichcs Krcisaml Gießen. Or. 11 s i n g e r. Betr.: Frühzcittge Mitteilung der Fahrplanwünsche. An den Oberbürgermeister der Stadt Gießen und an die Großh. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Wir erinnern an unser Amtsblatt Nr. 6 vom 7. Jimi 1906. wonach Sommersabrplanwünsche uns so zeittg mitzuteilen sind, daß sie bis zum 15. November an Großlzerzogliches Ministerium der Finanzen, Abteilung für Finanzwirtschaft und Eisenbahnwesen, weitergegcben werden können. Gießen, den 11. September 1914. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Ör. U s i n g e r. Bekanntmachung. Betr.: Feldbercinignng Kesselbach, Kreis Gießen. Jn der Zeit vom 9. bis einschl. 24. September k. Js. liegen werktags auf dein Rathaus zu Kesselbach die Arbeiten des III. Abschnitts (Zuteiluugsvlan einschl. Grenzregulierung mit Allertshausens zur Einsicht der Beteiligten offen. Es sind dies: a) sür die Gemarkung Kesselbach. 11 Hauptkarten. aus welchen auch die Bewertung der Zuschnitte aus Nachbargemarkungen und Bonitätserhöhungen zu ersehen sind; 2 Bände Gütergcschosse: 1 Band Zusammenstellung der Gütergeschosse: 1 Band Gütergeschosse mit Zutellungsplan; 1 Band Zuteilungsverzeichnis: das Obstbaumverzeichnis:, die Obstbaumgeschosse: das Verzeichnis der infolge Zuteilung eingettetenen Aenderungen des Wegnetzes. d) Für die Gem arkun gs gren zreg ulicrung mit Älllertshausen. 1 .hauvtkarte; 1 Band Witergeschosse; 1 Band Gütergeschosse mit Zuteilungsplan: 1 Band Besitzstandsverzeichnissei 1 Band Zuteilungsverzeichnis. Tagfahrt zur Entgegennahme von Einwendungen hiergegen findet daselbst statt: Freitag, den 25. September 1914, vormittags 8—9 Uhr. Ich lade hierzu die beteiligten Grundeigenttlmer unter der Androhung ein, daß die Nichtm'cheinenden mit Einwendungen ausgeschlossen sind. Die Androhung bezieht sich nicht auf diejenigen Grundeigentümer, welche zum Kriegsdienste eingezogen sind und keine Vollmachten ausgestellt haben. Die Einwendungen sind schriftlich und mit Gründen verleben einzureichen. Die Vorzeigung der neuen Grundstücke findet statt: Freitag, den 18. September l. ^s. Zusammenkunft hierzu vormittags 8 Uhr beim Rathaus zn Kesselbach. Friedberg, den 4. September 1914. Der Großherzogliche Fcldbcreuiigungskommissär. > Schnittspahn, Areisamtmamr. V on der durch den Krieg geschaffenen Notlage werden die Schneider besonders hart betroffen. Der Unterzeichnete Verband wendet sich daher an seine geehrte Kundschaft mit der tmpesa — am ISitte den Bedarf an Kleidern für Herbst und Winter schon möglichst jetzt in Auftrag zu geben. Es ist dadurch Gelegenheit zu einem Werk sozialer Fürsorge gegeben, an welchem teilzunehmen das deutsche Publikum selbst das größte Interesse hat Verband der Arbeitgeber für das Schneidergewerbe in Gießen Marcus Bauer. J. Becht. Jean Eckert. W. Engelhardt. Carl Frensdorf. R. Gärtner. A. Handrich. M. Harth. H. Krevert. Gg. Leib & Sohn. J. Leonhardt. J. Pfeffer. Jac. Schreiner. A. Schuster S Co. H. Siever. Gehr. Stamm. 9782D An Stelle des zu den Fahnen einberusenen bisherigen Konkursverwalters Rechtsanwalts Raab, hier sind zu Konkursverwaltern ernannt worden: 1. in den Konkursverfahren über das Vermögen a) des Heinrich Henkelmann I. in Lollar, b) der landwirtschaftlichen Bezugs- und Absatzgenossenschaft e. G. m. b. H. in Lollar der Rechtsanwalt Or. Spohr in Gießen, 2. in den Konkursverfahren über das Vermögen a) des Metzgermeisters Konrad Nürnberger in Lollar, b) des Schreincrmeistcrs Heinrich Arnold in Lollar der Rechtsanwalt vr. Aaron in Gießen. Gießen, den 10. September 1914. (9762 Großherzogliches Amtsgericht. Bekanntmachung. In unser Handelsregister Abt. A wurde eingetragen am 9. September 1914 bezüglich der Firma Wilhelm Wallenfels Sohn, Gießen: Der August Balzer Ehefrau, Luise geb. Leun in Gießen ist Prokura erteilt; am 11. September 1914 a) bezüglich der Firma Ludwig Kröll, Gießen: Der Ludwig Kröll Eheftau, Auguste geb. Vaeth in Gießen ist Prokura erteilt; b) bezüglich der Firma H. Kühn, Gießen: Die Firma ist erloschen. Gießen, den I I. September 1914. 9759b Großherzogliches Amtsgericht. Vergebung von Drainagen. Für die Feldbereinigung Mnschenheim sollen zur alsbaldigen Ausführung vergeben werden: Liefern von Drainröhren, veranschl. zu 283 Mk. Anfahren von Drainröhren, veranschl.zu 36 Mk. Graben- u. Rohrverlegungsarbeiten zu 526 Mk. Die Verdingungsunterlagen liegen auf Großh. Bürgermeisterei offen, wo die Angebote verschlossen, postsrei, mit entsprechender Aufschrift versehen in Prozenten des Voranschlags einzureichen sind. Eröffnungstermin: Freitag, den 18. ds. Mts.» vormittags 19 Uhr» auf dem Rathaus. Gießen, den 12. September 1914. s9761O Grotzh. Kulturinspektion Gietzen. H. Steinbach. Kachimische Zchschule, Gießt« staatlich anerkannte Nnterrichtsanstalt. Nach Beschluß der Schulkommission soll der Unterrichtsbetrieb an unserer Anstalt, wenn auch mit Einschränkung, demnächst weitergeführt werden. Es werden deshalb die seitherigen Schüler und Schülerinnen ausgesordert, Mittnioch, den 16. September, abends 8 Uhr, im Schulhause der Stadtknabenschule.— Nord-Anlage 8 — pünktlich erscheinen zu wollen, um Stundenplan und andere Mitteilungen entgegen zu nehmen. Gießen, den 11. September 1914. Die Schulkommission. 97341) HandarbeilssstiDle von frl. Landmann Gießen, Süd-Anlage 7. 9689 Beginn des Unterrichts in allen weiblichen Hand arbeiten, Weiftnäbeu, Stickereien jed. Art, iow. ftnnft sW *•<*>« S»it I u :,.___; u.v___ wvwm.mvw.» IlW. <441, IÜIU. iHiiniP arbeiten. Brandmalerei, Tresbrand, Schnitzerei, Leder- vlaitik «Iw. Dienstag, den 15. Septbr. 1914. Für Auswärtige ganze oder teilweise Pension im Hanse. Zchowwem und Kriegs - Erfrischungen für unsere Söhne und Brüder im Feldzuge fertig zum Versand mit der Feldpost Kriegs-Gold Versand in frankiertem Feldpostbrief von etwa 225 g 1 Mark einschliesslich 20 A Porto a) Schokolade b) Pfeffermttnx c) gemischt Versand In portofreiem Feldpostbrief von etwa 50 g 20 Ptg. d) Schokolade e) PfeHormttnx f) gemischt Kriegs-Silber Versand In frankiertem Feldpostbrief von etwa 225 g 70 Plg. einschliesslich 20 A Porto g) Schokolade h) Plefiermttnz i) gemischt Versand In portofreiem Feldpostbrief von etwa 50 g 15 Ptg. k) Schokolade II PteHormfinz ml gemlseht Wir übernehmen den regelmässigen Versand durch die Feldpost. Bei Bestellungen, denen der Betrag beizufügen ist, muss angegeben werden: Art der Packung (a-m), ob ein- oder zweimal wöchentlich Sendung, ferner die genaue Adresse des Empfängers, sowie Dienstgrad, Korps, Division, Regiment, Bataillon und Kompagnie oder Eskadron oder Batterie. 9112D Gebrüder Stollwerck A.-G., K.-Abteilung KÖLN - BERLIN - BBEBEN ■ MÜNCHEN . WIEN Jede Verkaufsstelle uns. Fabrikate hat Vorrat od. nimmt Bestellungen an. ■D Volksküche. Es wird dringend gebeten, diese für durch den Krieg in Not geratene Familien geschaffene Wohlfahrts- anstalt durch Zuwendung von Geld und Naturalien zu unterstützen, über 700 Personen, deren Bedürftigkeit genau geprüft ist, begehren täglich Mittageffeu ohne Bezahlung. Um diesen Anforderungen ferner genügen zu können, wolle man reichliche Gaben spenden und dieselben der Volksküche im Cafe Ebel zwischen 8 und 2 Uhr direkt zustellen. 9694 D c Ferber’sehe c UniO.■ 73uehfiancUung, <&nfi.'€.Jfoeh Telephon 657 'ßrossfl. 'fCofbueflfländler Seltersweg87 illustrierte Geschichte des Weltkrieges 1914 Die bedeutendste volkstümliche Geschichte des großen Krieges. Reich illustriert mit vielen Kunstblättern u. Karten. Eine fortlaufende Kriegsgeschichte, Berichte von den Kriegsschauplätzen, Mitteilungen v. Mitkämpfern, Feldpostbriefe usw. Wöchentlich ein Heft zu je 25 Pfg., ca. 30 Hefte. — Probehefte gern znr Ansicht. 7960 Abonnements anch nach auswärts. Bekanntmachung Nächsten Dienstag, den 15. dö. Mts., nachmittags 2 1/, Uhr, soll das diesjährige Obst in den Freiherrlich von Rabenauischen Gärten zu Alten- Buseck, bestehend in Aepfel und Zwetschen, an Ort und Stelle versteigert werden. Großen-Buseck, den 11. September 1914. 9760] __ Althaus,Freiherr!. Rendant. frübftüdtS'Stube Itahnhofstrasse 1515 empf. guten Mittagstiscli, reingeh. Rhein-, Mosel- und ausländische Weine, sowie ein vor- • zügliches Glas Dortmunder Union und Münchener Löwenbräu im Ausschank. Obstversteigerung^ Freitag, den 18. September, von morgens 9 Uhr an, soll das Obst der Gemeinde Allcndorf an der Lahn versteigert werden. Anfang und Zusammenkunft in der Friedhofsstraße. Allendors an der Lahn, den 12. Sept. 1914. Großh. Bürgermeisterei Allendors an der Lahn.' Volk. 9769 6 Zimmer 96791 Neubau Neustadt 49 schiine 5-Zimmerwobnung zum 1. Oktober zu verm. Ed. Noll. 3. Stock. 3 Zimmer 9606|3-Ztm. Wobn. tot. ober svät.z.vm.N.Schiitzenstr.19. 065i6l f>rbL 3-Zimmerw. mit Zubehör per 1. Oktober Marburger Str. 76 zu verm. Kremer, Marburger Sir. 68. | Verschiedene \ Kille etn&e J m u lt Der "' oder ohne Bett. 1065921 Xtflusg. 5 M. Mobnung mit Balkon u. Damosheizuiig (2, 3 ober 4 Zimmerl sofort z. vermiet. Selterswcg 50. 19688 Kicke frcnniH.Solniiii!! per 1. Oktober zu vermieten. Daselbst auch Zimmer und Kabinett. 196991 Ne»stadt3I. IVciiHtndr 15 fl. Wohnung billig zu vermieten. 08535 1 Möbl. Zimmer \ "“°)8ioei ineinander geh. schon mötii. 3iin i d. höb. Lehramt, z.verm. Bismarckstr. 38 II. Zimmer in. voller Pension zu verm. Näh. t. d. Geschäfts stelle d. Gicstener Anz. 106622 Zj&den u. dffl. | Pserdcitall mit Burschen aclast zu vermiet. Näheres Walltorstr. 75 l., Bureau. 181281 Schöne große Werkstätte, auch für Aufbewahrung von Möbeln geeignet, sofort oder später zu permieien. Schriftliche Angebote unter 9756 an den Gietzener Anzeiger. kine kleine Wohnung ui mieten gesucht. Schristl. Angeb, u. 06610 a. d. Gietz.Anz. Eine nlleinsteh. Frau sucht ein leeres Zimmer z. mieten. Schriitl. Angeb. mit Preis u. 06609 a. d. Gietz. Anzeiger. LehrgiilerNebeilmriikilst In jed. Ort eine zuverlässige Persönlichkeit gesucht, welche die Vertretung einer sehr reell. Sache übern. lKeine Versicherung-ISchriftl. Angebote u. 9657 a. d. Gieh. Anz. snagor Maua ges., welcher die Schularbeiten zweier Schüler von 9 tu 13 Jahren beaussichtigen kann. Schriftliche Angcb. u. 06577 a. d. Gietz.Anz. Buchhalter mit schöner Handschritt für sofort gesucht. Schriftliche Angebote unter 9773 an den Gietzener Anzeiger erbeten. Lauffrau Ä‘, Goetbestr. 26 NI. BÜdchen zur Aushilfe sofort gesucht. 97761 Neustadt 1. Tüchtig., Mghch^U iur Küche braves MllvM» undHaus gesucht levtl. auch nur tags Überl. [06615] Seltersweg 751. tM17IFleitziges,zuverlässiges nicht unt. I8Jabren sosori gesucht. Näh. Garlcnstrastc 30. Metzger W £“* Woche Beschäftigung. [06620 Hammitratzc 15 H. I. Gebildetes Fräulein sucht g&nr weiteren Ausbildung imHausytMuofj^ucm anschlutz, ohne gegenseitige Vergütung. Schristl. Angeb. u. 06611 a. d. Gietzener Anz. Jg. BI fläch, n. Hansburschen s. Stell«. Sovbie Dülscr. gewerbsmätzige Stellenvermittlerin. 106621 Suche Stelle als Allein- od. Hausmädchen, ers. i.Kochen u.allenHauSarb. Äller24J. Eintritt k. jederzeit erfolgen. Off.a. I. Schäser, Herborn, Kornmarkt 8. [9781 066I9I Gebr.,gut erhaltenes, b. Halbverdeck und Einsv. - Pserdcgeschirr sofort billig zu verkaufen. ü. Faber, West-Anlage 14. Pakete z. Absendung an die im Feld befindliche Angehörige des aktiven Reglments werden täglidt von 9—13 Uhr vormittags und von 3—7 Ubr nadim. im Wachgebäude der neuen Kaserne zur Bersendung^n's Feld angenommen. 97711) Ersatz-Bataillon I. R. 11« Reparaturen an Minen sorgfältig», schnell u. billigst H. Hansel, Löberstr. 19. I«’ 8 (pjjJ liegen geblieben. Abzu- bolen in der Geschäftsstelle des Gietz. An,. >00000 Knabenmantel aus grün. Loden, verloren. Abzug. Nord-Anl. 38. i«" Feinste SpciMnö Salut* Ksrtosselii »» billigst.Tagesvr. Neuen Bäue 7 _ Ortsgruppe («ieftta. Auskunststelle für zrauenberufe. Frauen u. 2'lädchen et. batten nncntneltlich im Biekcrschcn L„> Neustadt 55, zwanasweii. 6Soias, 2Kleiderschrätik I Bertiko, IWaschkommod 1 vol, eich. Tisch, 1 imr Tiscki. 1 vollst. Belt, 1 Na masch., IKonsot, ISviege 4 Bilder, 1 Waschtisch, ei Schreiblisch, 1 Wanl 1 Prilschenwagen, I .. gisttierkasse, 9 Karton Ai ckerwaren, 1 Partie Ziga ren und Zigaretten, IA' Weltzwein, 40 Fl. Pmstz essenze, 50 Fl. Liköre, etr Partie Kinderröcke, Urne rücke, Unterhosen u. Hau jacken u. a. m. Deckenbach, >R beanstr. QleriditSvollzieik ts,ßchs.Zililel!f! haltbare Herbftwarc per Pfd. 5 Pfg Vom Lager Schanzenstr. per Zentner Mk. 4»M.i jammm ■■■■ in grötzter Auswahl billigst bei i»«, ier Sonnenstrasse 20, Haukel TelevbE>U°. K «kM«.: lU F.™.Fr 26 Um zu sparen werden viele Frauen st jetzt in der Selbstverscriigui d. Kleider belöiigen wolle Sie können cs, wenn sicftv Schneidern das so believ Kavorit-Modenalbui nur 60 Psg., u. d. Favor Schnitte benutzen. !9w>- Erbältlich bei: A. Salomon & Cu Schnlstraße^__ Brunnen bai Bohrungen ui Pump- An Sage 8t, billiget. (SJ essen). 2jj Kartoffel) prima gesunde Ware, w Zentner Mk. 3.50. B grötz. Quant, frei Haus. z. »äirl, Prima gebrochene Zwelsclie« ab hier, den Ztr. zu I l'st gibt ab 01a. Beter «tMvl beim. Kreis Worms , l-2 .plnii 8 tiicnenli.Zr gibt billig ab