Nr. 2(4 Der Sletzever »nzetger erscheint tätlich, außer Sonntags. - Beitagen: viermal wöchentlich SietzenerLamilienbliitteri zweimal wöchentl.lkrei;- dlattfürdenllreisSiehrn (Dienstag undFreiiag); zweimal nionatl. lantz- »irtschastlich« öeistrage» flernsprech - Anschlüsse: lür die Redaktion IIS, Verlag u. Expedition sl Adresse sür Depeschen: Anzeiger Gieße», »nnatzme von Anzeige» sür die Tagcsnummcr bis vormittags 9 Uhr. (64- Jahrgang Samstag, (2. September (9(4 General-Anzeiger für Oberhessen Rotofimbrmf mid Verlag der vrühl'schen Unw.-Such- und Sleindrutlerei 8. Lange. BezngSvret»: monatlich 75 vierteljährlich Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Ps.; durch diePost Mk.2.— viertel- jährl. ausschl. Bestellq, Zeilenpreis: lokal I5Ps„ auswärts 20 Psenniq. Ehesredakteur: A Goeg. Verantwortlich sür den polit. Teil: Aug. Goetz; für .Feuilleton', ,Ver- misehtes'und^Gerichts- saal": Karl Neurath; sür .Stadt >md Land': «edaMan, Expedition und Druckerei: Schnlstratze 7. H? B-L Lin bei Lyck in Ostpreußen eingedrungenes russischer Armeekorps geschlagen. (TCSJ'.j © alter Erfahrung ihr bestes Können; dagegen lzapert es bei ihren Ängriffskünsten ganz gewaltig. Möchten die großen Kämpfe des österreichisch-ungarischen Heeres, die schon seit dem 25. August dauern, nun ebenfalls bald zu einem guten entscheidenden Abschluß kommen. Die österreichische Offensive bei Lemberg wird immer noch fortgesetzt, und es heißt, daß die Aussichten günstig stehen. Von dem Zentrum des österreichischen Heeres unter Auffenbarg, der am 1. September seinen entscheidenden Sieg mit beinahe 20000 Gefangenen machte und daun die Verfolgung des Feindes unternahm, ist seit dem 4. September keine amtliche Meldung veröffentlicht worden. Möglicherweise hat sich die Schlachtoürnung bei Lemberg durch sein Vorgehen für die Oesterrcicher günstig gestaltet. Danzig, 11. Sept. Das Generalkommando teilt folgendes Telegramm des Generalobersten von H i n d e n bu r g mit: An den gegenwärtigen Kämpfen nimmt das 17. Armeekorps unter Führung seines kommandierenden Generals, Generals der Kavallerie, v. Mackensen, hervorragenden Anteil. Mehrere Batterien sind erbeutet worden. Der Kaiser und der Sieg bei Tannenberg. Berlin, 11.Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Der Kaiser hat laut „Blerl. Lokalanz." aus die Meldung von der Vernichtung derrussischenNarew- Armee an den Generalobersten v. Hindenburg am 1. September folgendes Telegramm gerichtet: „Ihr Telegramm von heute bereitete mir unsagbare Freude. Sie haben eMe Wasfentat vollbracht, die, nahezu einzig iu der Geschichte, Ihnen und Ihren Truppen für alle Zeilen unvergäng liehen Ruhm sichert und, so Gott will, nnier teures Vaterland für immer vom Feinde befreien wird. Ws Zeichen meiner dankbaren Anerkennung verleihe ich Ihnen den Orden paar le meinte und ersuche Sie, den bvaven und unvergleichlichen Truppen !Mrer Armee sür die herrlichen Taten meinen kaiserlichen Dank auszusprechen. Ich bin stolz auf meine preußischen Regimenter. gez.: Wilhelm I. R." 1 / Generaloberst v. Hindenburg richtete zugleich mir der Bekanntgabe des kaiserlichen Telegramms an die von ihm befehligte achte Armee am Jahrestage von Sedan folgenden Heeresbefehl: Soldaten der achten Armee! Die vieltägigen beißen Kämpfe aus den weiten Gesilden zwischen Allenstein und^ Ncidenburg lind beendet. Ihr habt einen vernichlenden Sieg über iüns Armeekorps und drei Kavalleriedivisionen errungen. Mehr als 60 000 Gefangene (Einige Tage später >tcllte sich bekanntlich heraus, daß der Erfolg n o-ch größer war. T. Red.), ungezählte Geschütze, Maschinengewehre, mehrere Fahnen und viele sonstige Kriegsbeute sind M unseren Händen. Die geringen, der Einschließung entronnenen Trümmer der russi- chen Narrw-Armec fliehen nach Süden über die Grenze. Die russische Wilna-Armee hat von Königsberg her ren Rückzug angetreten. Nächst Gott ist dieser glänzende lbrsolg Eurer Oviersteudigkeit, Euren unübertcesflichen Marsch- erstungen und Eurer hervorragenden Tapferkeit zu danken. Ich )osse. Euch jetzt einige Tage wohlverdienter Ruhe affen zu Gnnen. Dann aber gehts mit frischen Kräften wieder vorwärts, mit Gott, für Kaiser, König und Vaterland, bis der letzte Russe untere teuere, schwer geprüste He!i- matproviuz verlassen und wir unsere sieggewohnten Fahnen iu Feindesland hinechgetragen haben! Es lche S, M. der Kaiser und Zwei russische Prinzen gefallen. Paris, 11 .Sept. (WTB- Nichtamtlich.) Dem „New Dork Herald" zufolge sind in der Schlacht bei Gumbinnen, in der das russische Gardekorps große Verluste hatte, die beiden Söhne des Großfürsten Konstantin Kon- stantinoivitsch, die Prinzen Johann und Oleg Könstantino- witsch, gefallen. Die Russcn in Ostpreußen. ,Das ostpreußische Landstädlchen Boessel hat den Russen in den Tagen; mährend sic dort herrschten, 29 000 Mk. Kriegskontribution leisten müssen. Eine Reihe von öffentlichen kAnsch lägen gibt Künde von der Art, wie die Russen das Regiment führen wollten, aber leider nicht immer und überall geführt haben. Die Anschläge sind nicht bloß in deutschex Sprache abgesaßt, sondern entsprechen durchaus dem, was die Deutschen in Belgien getan haben. Dafür ein Beispiel: In Hirschkrug hat der russische Kommandierende nachfolgende Anordnung des russischen kommandierenden Generals bekanntgemacht: Preußische Bürger! Beim Ueberschreiten der Grenze kämpfen wir nur mit der Armee, aber nicht mit friedlichen Einwohnern. Privates Eigentum und Leute werden nicht angerührt mit Ausnahme von Bürgern, die mit Waffen ohne irgend ein Wzeicheu, daß sie der Armee angehören, angetrosfen werden, die strenger Bestrafung unterliegen werden, laut Kriegsgesetz. Für cstje.entnommenen Produkte wird mit Geld bezahlt. Bei gewaltsamer Aneignung von EigeMum durch mir Unterstellte ist mir zu melden, damit die Schuldigen bestraft werden. Der kommandierende General." Wären die Russen nur danach verfahren! In Allenstein verlangten die Russen während ihrer 24 ständigen .Herrschaft Lieferung von Naturalien und zwar 12 000 Kilogramm Brot, 6000 Kilogramm Zucker, 5000 Kilogramm Salz sowie 3000 Kilogramm Mehl. Die Vorbereitungen des Zaren. Berlin, 11. Septs. fTic „B. Z .a. M." meldet: Nach brieflicher Mitteilung eines Berliner Arztes fand man in einem Kästen der erbeuteten russischen Geschütze 100 Stück einer frisch geprägten Kupfermünze, die auf der einen Seite das Bild des Zaren, auf der andern Seite die Aufschrift „Einzug in Berlin 1914" trägt. Die Ernennung eines Gouverneurs ton Galizien war ja auch eine „Tat" des Zaren. Sonst scheinen seine Kriegsvorbereitungen aber nicht so gründlich gewesen zu sein! Die Kämpfe der Oesterreicher. Wien, 11. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Die „Neue Freie Presse" -gibt folgende Uebersicht über die Kämpfe auf dem nördlichen Kriegsschauplatz: Die Reihe der Schlachten begann mit der dreitägigen Schlacht, welche die Armee Dank! hei K r a s n i k siegreich geliefert hat. Am 25. August hat die Armee Auffenberg ihren glorreichen Feldzug begonnen, der in den Schlachten und Siegen her Zamosc und Komarvw gipfelte. Am 28. August ist das Eingreifen der Gruppe des Erzherzogs Josef Ferdinand fühlbar geworden. Am 30. und 31. Zlugust erfolgten umfassende Operationen und am 1. September war der Sieg entschieden, dessen äußere Zeichen beinahe 20000 Gefangene und 200 erbeutete Geschütze gewesen sind. Inzwischen hatte die Armee Danfl am 27. August die zweite Schlacht bei Niedr- zewicze geschlagen und ist nach Ueberwinduug des Feindes bis gegen Lublin vorgedrungen. Am 4. September meldete die Armee Auffenberg, daß der Feind in vollem Rückzug sei, von den Unsrigen mit ganzer Kraft verfolgt. Eine Depesche unseres Kriegskorrespondenten meldete am 4. September gleichfalls die energische Verfolgung des Feindes. Zwischen dem 4. September und heute sind über die Armee Auffenberg keine amtlichen Meldungen veröffentlicht worden. Wir sind überzeugt, daß diese fünf Tage nicht verloren gegangen und aufs äußerste mit der Tatkraft, welche unsere Armee und unsere Führer auszcichnent ausgenutzt worden sind. Was die Armee Daull betrifft, so haben wir gemeldet, daß sie neuerdings in heftigem KampsebeiLublin sich befinde, wo der Feind mit der Bahn namhafte Verstärkungen hcrangczogen hatte. Weiter toird berichtet, daß die Gruppe unter General Kestranek die Russen zurückgeschlagen hat, was 600 Gefangene einbrachte. Das Commumque vom 3. September, betreffend die Kämpfe in Ost- g a l i z i e n, umfaßt den Zeitraum vom 27. bis 30. August. Es hat festgestellt, daß wir in allen Schlachten und Kämpfen mit den Russen etwa 40 Infanteriedivisionen und 11 Kavalleriedivisioneu gegen ims gehabt haben, daß mindestensdieHälftedieser Truppen unter großen Verlusten zurückgewiesen worden ist. Ein Kricgsbulleffn vom 7. September meldete, daß aus den Kampfplätzen von Galizien Ruhe herrscht. Nach dieser Ruhe hat gestern unsere Armee die Offensive fortgesetzt. Die Stimmung ist heute zuversichtlich und erwarten wir mit Vertrauen das Ergebnis. Wien, 11. Sept. (W. B. Nichtamtlich.) In den Abendblättern veröffcntllch ein verwundeter Offizier Erzählungen verwundeter Soldaten, die bei Tvmaschow und Lublin gekämpft haben. Die Soldaten erzählen: Am Waldrande bei Tvmaschow schwerikten die in den Fcldschanzen angegriffenen Russen weiße Fahnen und legten die Gewehre nieder. Der Regimentskommandant hatte daraus das Feuer einstellen lassen, um die Ge- sangennahme einzuleiten. Das ruhig anmarschierende Regiment wurde hierauf von Feuer überschüttet. Russische Maschinengewehre waren auf Bäumen postiert. Selbst die Sanitälsan- stalt ist durch Schrapnells vernichtet worden. Aerzte und Verwundete sind getötet und ausgeraubt worden. Alle Ortschaften, aus deneit di« Russen zurückgehen, sind in Schutt- I ßaufen verwandelt. Einige Artilleristen, die sich in den vergifteten Brunnen wuschen, weisen schreckliche Hautwunden an Hals, im Gesicht und an den Händen auf. (WTB.iWien, 11.Sept. (Nichtamtlich.) Telegramme der Kriegsberichterstatter aus dem Kriegspressequarlier melden übereinstimmend, daß die Kämpfe um Lemberg mit unverminderter Heftigkeit sortdauern. Die Offensive der österreichisch-ungarischen Truppen, deren Elan unbeschreiblich sei, mache große Fortschritte. Die Lage wedre zuversichtlich beurteilt. Erzherzog Thronfolger Karl Franz Ferdinand hat gestern die Feuertaufe erhalten. Während des Kampfes befand sich den Armec-Oberkommandant Erzherzog Friedrich mit seinem Ge- neralstabschcf, General der Infanterie Freiherrn v. Conrad, auf dem Schlachtfelde. Ter österreichische Gesandte bei Kopenhagen gefangen genommen nnd wieder freigclassen. Berlin, 11. Sept. (Prio.-Tel.) Die „B. Z. a. Ms" meldet aus Kopenhagen: Der österreichische Gesandte Graf Szecheni ist vor einigen Tagen in der Umgegend von Kopenhagen bei den Festungsanlagen bei Bagsvaerd irrtümlicherweise von den Militärpersonen verhaftet worden. Nach seiner Jndentifizierung wurde er wieder freigelassen. Regierung nnd Kommando haben ihr Bedauern über den Zwischenfall ausgesprochen. Die Deutschen bei Brügge. Amsterdam, 11. Sept. Aus Ostende angekommene Reisende berichten, bei Brügge deutsche Patrouillen gesehen zu haben. Die Deutschen in ArraS. Rotterdam, 11 September. Einer „Times"-Meldnng zufolge haben die Deutschen die Stadt Ar ras im Departement Pas-de-Calais beseht. Deutsche Flieger über Bclfort nnd Ranch. (DDP.) Rom, 11. Sept. Ucbcr Fort Roppe. bei Belsort ist ein deutscher Flieger erschienen und trotz des stauzösischen Kugelregens dank dem Nebel entkommen. Belsort ist auf drei Jahre verproviantiert. Ein deutscher Flieger warf eine Bombe !bei der Kathedrale von Nancy. Tie Kalherale ist unbeschädigt, nur ein Fenster ist zersprungen. Der Boden des Schisses ist aufgerissen. Das kurze Franzosenregiment in Lothringen. Berlin, 11. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) In dem Briefe eines höheren deutschen Sanitätsoffiziers, der zurzeit dem Lazarett einer lothringischen Stadt vorstehi, die drei Tage in den Händen der Franzosen war, heißt es: Die Franzosen haben in kindlichster und rasendster Wut alle Wohnungen der deutschen Beamten und Offiziere zerstört und alles in nicht wiedergebbarer Weise beschmutzt und sie haben selbst aus dem Lazarett einen direkten Schweinestall gemacht. Die französischen Kranken erzählen, daß sich die französischen Aerzte um ihre eigenen Kranken nicht bekümmerten und Sekt ge läge abhiclten, währerrd die Verwundeten Qualen litten. Nur ein Stabsarzt machte eine rühmliche Ausnahme. Einwohner sagten, die drei Tage der Franzosenherrschaft hätten mehr als die ganzen 43 Jahre deutscher Herrschaft germanisiert. Die französischen Perwundeten sind dankbar, daß sie in dem deutschen Lazarett Pflege und Wartung finden. Die Krankenschwestern und Krankenpfleger haben 1100 neue Betten eingerichtet. Zwei englische Schisse auf Minen gestoßen. Berlin, 11. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Das „Berl. Tagebl." meldet aus London: Tie „Daily Ehronicle" veröffentlicht in ihrer Ausgabe vom 4. September folgenden Bericht des englischen offiziellen Pressebureaus: Eine Meldung des kommandierenden Offiziers des Schiffes „Spee- dy" besagt, daß der Dainpfer „Linsdell" am Donnerstag morgen auf eine Mine gestoßen und gesunken ist. Eine Viertelstunde später stieß auch der „Speedy" auf eine Mine und sank etwa 30 Meilen von der Ostküste entfernt. „Speedy" war ein Kriegssahrzeug, das zum Zweck des Fischereischutzes in der Nordsee diente und im Jahre 1893 gebaut worden war. Bei dem Untergang der beiden Schiffe sind mehrere Personen umgekonrmen und verwundet worden. - London, 11. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) In der N o r d s e e ist das Wrack des englischen Dampfers „O t t a - w a" aufgefunden worden, der vermutlich auf eine Mine ausgelaufen ist. % Engländer in der Ostsee aufgebracht. Stockholm, 11. Sept. Auf der Ostsee wurden, wie „Aftenbladet" meldet, der Stockholmer Dampfer „Gau- chiod" von einem deutschen Torpedojäger ungehalten. 3 - militärpflichtige Eng lande r , jamtUdi i ^ceteuic, die von englischen Dampsern in r u 1 1 r t d^t »a I en ab gemustert hatten, mußten auf das deutsche kommen. 36 andere Engländer, die jünger ab 20 oder alter als 40 Jahre waren, durften die Reise fortsetzen. Ein amerikanischer Dampfer durch die Engländer beschlagnahmt. Kopenhagen, 11. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) „Politiken" meldet aus. London: Der Amerikanische Dampfer ..No» rb am" ist auf her Reise New ?)otT—Rotterdam mit »itlen deutschen Reservisten an Bord aus offener See beschlagnahmt und nach Queenstown gebracht worden. England und Serbien. Wien, 11. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Die ,.Wiener Allg. Ztg." -gibt AeußerunAen englischer Staat s- rnänner der lebten Jahre über Serbien wieder. Im Jahre 1909, >vährend der Annexionskrisis, riet der damalige englische Botschafter in Wien, Cartwright, zu einem raschen Krieg gegen Serbien mit den Dorten: Das Verschwiu den Serbiens toäre ein Glück für ganz Eur opa. 1912 äußerte Gr eh: Serbien bedeutet eine stete Gefahr für den europäischen Frieden. Seine ungemessenen -Aspirationen beorohen ohne Aufhören unsere Ruhe. Die königsmörderische Dynastie kann sich eben nur durch äußere Erfolge behaupten. Noch vor dem Ausbruch- des jetzigen Krieges sagte der englische Botschafter: Das ganze englische Volk verdammt das fluchwürdige Verbrechen von Serajew'o. ^Es gibt nicht einen einzigen Engländer, der die geringste Sympathie für Serbien hegt, und der nicht von Herzen wünschte, daß die Serben einmal eine derbe Lektion erhielten. Die Zeitung fügt hinzu: Mit diesem so klar und richtig eingeschätzten Staat kämpft nun England Schulter an Schulter. Die Heimkehr der Verwundeten nach London wird in einem Telegramm der „Stampa" geschildert. ..Die ersten englischen Verwundeten trafen am Mittwoch- auf der Waterloo-Station ein und wurden von einer Menge Londoner begrüßt, die ihnen ihren Beifall und ihre Ehrerbietung bezeugte. Sie wurden in die Krankenhäuser überführt, aber trotz der Ermüdung der schrecklich langen Reise, die vier Tage gedauert hatte, und trotz ihrer Leiden waren die Verwundeten ziemlich guter Laune und äußerten ihre Absicht, sobald sie geheilt wären, ins Feld zurückzukehren. Da sie versprochen hatte», keine Mitteilungen über die Entwickelung des Krieges zu machen, so beschränkten sie sich darauf, zu erklären, daß der Burenkrieg mit ein Scharmützel gewesen wäre im Vergleich! nrit dem heutigen Kriege, der in Frankreich geführt wird. Sie fügten lffuzp, daß -die Deutschen sich nicht kümmerten um die möglichen Verluste und sich in Massen von Tausenden in den Tod stürzten. Ein Verwundeter erzählte: „In einem Dorfe rückten die Deutschen dichtgedrängt auf einer Straße gegen uns vor und wurden alle buchstäblich von unseren Kanonen nieder- lgemäht, die die Leichname in Stücke zerrissen. Trotzdem kamen viele andere Deutsche und rückten an ihrer Stelle gegen uns vor, die wir in unserer schrecklichen Arbeit fortsuhren." Weitere Verwundete wurden gelandet und nach Adlershot und in andere Städte geschickt, in denen ausgezeichnete Vorbereitungen in den Krankenhäusern gelrossen sind. Es kamen auch deutsche Gefangene an. Die englische Regierung hat den Vorschlag gemacht, sie bei den Deutschen gegen die englischen Gefangenen auszutauscheu, und die Verhandlungen über diesen Austausch werden von dem Botschafter der Vereinigten Staaten geführt DaS englische Publikum glaubt, daß die Verluste in den letzten Schlackte» schwerer gewesen sind, zeigt aber seine Angst nicht, so daß das Londoner Leben weiter völlig normal erscheint. Die oberen Klassen, die durch den Verlust an Offizieren schwer getroffen sind, haben beschlossen, nicht Trauer zu tragen. Man schlagt vor, nur eine weiße Armbinde anzulegen, da der Tod für das Vaterland über jeder menschlichen Erwägung stehe und Unsterblichkeit verleihe." Der Kronprinz als Soldatenvater. B e r l i n , 11. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Der Kronprinz hat in einem Telegramm an den „Berl. Lokalanz." gebeten, sür die Mannschaften seiner Armee große Massen von Tabak und Zigarren zu sammeln und diese unter möglichster Beschleunigung abzusenden. Der „Lokalanz." errichtete daraufhin eine Sammelstelle sür Kriegszigarren. Heute gehen 20000 Zigarren als Spende des Verlages ab. Die katholische Geistlichkeit in Elsaß-Lothringen. Straßbur gr. E., 11. Sept. (WTW. Nichtamtlich.) Die Tracht der katholischen Geistlichen in Elsaß-Lothringen in außer Dienst war bisher immer noch die französische lange Soutane, die sogenannte Abbö-Tracht. Eine Aenderung in dieser .Hinsicht in dem deutschen Sinne wird durch eine bischöfliche Veröffentlichung im „Effäsier" angebahnt, die an die Kantonalpfarrer gerichtet ist und besagt: Rücksichtlich der neuen Verhältnisse erachten wir es sür angezeigt, die Soutanelle als gleichberechtigtes geistliches Meid im bürgerlichen Verkehr neben dem bisher üblichen Dakar gelten zu lassen. GesangcnenanStansch in der Schweiz. Genf, 11. Sept. Hwei über die Schweizer Grenze gekommene dentscheJäger wurden nach Deutschland srei- gelassen. Gleichzeitig durften zwei französische Soldaten in ihr Land zurückkehren. Dieses Verfahren fußt aus einer von Deutschland- und Frankreich mit der Schweiz getroffenen Vereinbarung, daß die Schweiz die gleiche Anzahl in gleichem Rang stehende Soldaten beider Nationen entlasse» darf, um die Zahl der Internierten in der Schweiz zu vermindern. Erfolgloses Bombardement von Tsingtau. Rom. 11. Sept. Zwei japanische Lenkballons haben nach hier eingetrofsenen Meldungen die Funkenstation und die Kasernen in Tsingtau bombardiert, anscheinend '«hne Erfolg. Ein Lenkballon wurde von zählreichen Schüssen getroffen, doch entkamen beü>e. Die Türkei und nuserc Gegner. , Konstantinopel, 11.Sept. (WTB. Amtlich.) Aus Besorgnis vor einem vermeintlichen Eingreifen der Türkei zugunsten Deutschlands und Oesterreich-Ungarns haben die drei Ententemächte der Türkei ihr Einverständnis mit der Abschaffung der Kapi tulati o nen sür den Fall zu erkennen gegeben, daß die Türkei in dem gegenwäv- tigen Kriege neutral bleibe. Die Pforte hat erwidert, daß ihre Neutralität nicht käuflich sei. sie hat aber gleichzeitig aus der Eröffnung der Entente-Botschafter die Konsequenzen ge zogen, welches die Kapitulationen aushebt. Au§ dem Reiche. Berlin, 11. Sept. (WTB.) Die „Boffische Zeitung" berichtet aus Berlin, daß der Präsident des Deutschen Handelstages, Dr Kämpf, für den 15. September den Ausschuß des Deutschen Handekstages nach Berlin einberufen hat. Berlin, 11. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Der „Berl. Lokalanz." meldet: Im Anschluß an den Aufruf des Vorstandes des Deuffchen Städtetages zugunsten der am schwersten detrofstmen Einwohner des Ostens unseres Vater lindes beschloß bet Berliner Magistrat, der Stadtverordnetenversammlung eine Vorlage auf Bewilligung von 250 000 Mark zugehen zu lassen. Berlin, 9. Sept. (WTB.) Der Natwnalstistnng für die Hinterbliebenen der im Kriege Gefallenen! find n. a. vvn Herrn Reichsrat Freiherrn v. Cramer-Klett, München, 10000 Mark überwiesen worden. Danzig, 11. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Die Kaiserin mit der Prinzessin August Wilhelm und Gefolge sind heute vormittag 11 Uhr nach Berlin äbgereist. _ Au» Stadt und €an&» Gießen, 12. September 1914. Die Frauen im Dienste des Vaterlandes. Eine Gießener Dame schreibt uns: Mit Freude lasen wir Frauen den prachtvollen Artikel von Pfarrer Traub. Endlich ein Mann, der sich den häßlichen, sensationslüsternen Klatschereien, die über uns deutsche Frauen verbrechet werden, entgegenstellt. Ich möchte es hiermit aussprechcu, mit wie warmem Dank uns diese schützenden, rchtcrlichen Worte erfüllen. Wie sehr die, meistens ans der Lust gegrisfenen Verleumdungen bereits das Ansehen der deutschen Frauen herabgesetzt haben, beweist die Behandlung der Damen des Roten Kreuzes am hiesigen Bahnhof. Wir sind völlig vogelstei. Jeder Beamte, jeder Balmschaffner, jeder Landwehrmann glaubt dem Vaterland einen Dienst zu erweisen, >venn er uns Bemerkungen nach- rutt, wie: Ihr wißt, was Ihr zu tun habt, macht leine Dummheiten: daß Ihr den Franzosen keine Zigarren gebt, und dergleichen Uebcrshissigkeiten und Ungehörigkeiten mehr. Herr Traub sagt in seinem Artikel: „Die Militärverwaltung hat bestimmt, daß die Verwundeten aller Nationen gleich zu behandeln sind." Auch wir waren in unseren Instruktionen über den Bahnhofsdienst also gelehrt worden. Als wir nun heute früh nach 6ff»stündiger untätiger Nachtwache bei der Meldung eines französischen Verwundcten-Transportes uns an unsere Tische begaben, um die Suppe in Schüsseln zu verteilen (das Hereinreichen in die Wagen sollte durch männliche Sanitäter geschehen), wurden wir in barscher Weise von unseren Plätzen! fortgewiesen, mit der Bemerkung, mit den französischen Verwundeten hätten wst, laut neuester Bestimmung vvn Oben, nichts zu: tun. Ein Schlag ins Gesicht stir uns alle! Man besürchtet also auch hier, wir könnten uns den Franzchen gegenüber „unwürdig" benehmen! Und das, weil dies unter Millionen von Frauen vielleicht ein paarmal anderwärts geschah. Die meisten Fälle haben sich ja als erlogen herausgestellt. Im Anfang hieß es in verschiedenen Zeitungen: „Von jetzt ab sollen die üiantcn der Frauen, die sich würdelos benehmen, festgestellt und veröffentlicht werden." Alle anständigen Frauen waren effreut darüber und billigten dieses Vorgehen. Aber, merkwürdig! Bis jetzt ist nicht ein einziger Name veröffentlicht worden! Dafür aber endlose pemeine Klatschereien ohne reellen Hintergrmid. Wie tief man aber auch unsere braven Soldaten im Felde durch diese niederträchtigen Lügen kränkt, daran denkt wohl niemand. Nach schweren Kampses- tagen werfen sie in einer freien Viertelstunde einen Blick in eme deutsche Zeitung und da lesen sie entrüstet und betrübt von der Würdelosigkeit der deutschen Frauen. Der einfache Soldat glaubt es, so schwer es ihm fällt, weil er es doch schwarz aus weiß liest, das haben wir aus verschiedenen, veröffentlichten Feldpostbriefen ersehen. Wie will man das Unrecht, das man am guten Ruf der deutschen Frau begeht, wieder gut machen? Das eine habeir die Männer jedenialls bereits fertig gebracht, sie haben uns unsere Tätigkest, die wir mit so großer Freude und Begeisterung.ergriffen haben, schon jetzt gründlich vergalt. Dafür, daß wir, die nur säst alle Hausstauen sind, freudig unsere Zeit in den Dienst der guten Sache stellten, haben wir bisher nur Undank, Spott und Hohn geerntet. Die bitteren Worte sind sicherlich berechtigt, und wir wiederholen unsere gestrige Warnung vor müßigem Klatsch und dessen Folgen. Es ist in der Tat beschämend, daß durch bedauerliche Eiuzelfälle solche törichten Verallgemeinerungen eingerissen sind. Vor allem muß ganz entschieden gegen Barschheiten und Ungehörigkeiten Front gemacht werden. Wenn genügend männliches Personal vorhanden ist, um die französischen Gefangenen zu versorgen, so wäre die Auffassung wohl berechtigt, daß man den Fremden die Ehre nicht erweisen soll, von deutschen Frauen bedient zu werden. Dann muß es aber doppelt deutlich zum Ausdruck kommen, daß nicht Mißtrauen vor den Frauen die Richtschnur ist, sondern das Gegenteil. .. Die Kriegsanleihen. Laut einer Bekanntmachung im heutigen Matte nehmen die hiesigen Banken und Bankfirmen Zeichnungen auf 5«/o Deutsche Reichsschatzanweisungen, 5% Deutsche Reichsauleihe, unkündbar bis 1924 entgegen und zwar von heute bis zum 19. September. Es muß festgestellt werden, daß die angebotenen Anleihen eine vorzügliche Kapitalanlage darslellen und die Kapitalisten ebenso mit ihrem letzten Pfennig dem Vaterland zur Seite stehen werden wie unsere tapferen Brüder im Felde ihren letzten Blutstropfen hcrqeben für Deutschlands Fortbestehen, für unser großes und herrliches Deutsches Reich. Es darf die Hoffnung ausgesprochen werden, daß der große wie auch der kleinste Sparer sich ffohen Herzens an der Zeichnung beteiligen wird. Sie alle haben Gelegenheit, denn es gibt Stucke von 100 bis 100000 Mark. Wer nicht weiß, w i e er augenblicklich nicht flüssige Gelder zur Verfügung stellen kann, der frage die Banken und Bankiers, sie werden- schön einen Rät geben! Es ist dafür gesorgt, daß alle Mittel flüssig gemacht werden können! * Auf dem Felde der Ehre gefallen. (Aus Hessen und den Nachbargehreten.) Landweyrmmm Aug. -Volkmann, Rgt. 80, aus Heuchelheim. — Musk. Emil Heck aus Langendiebach. — Feldwebel-Lt. d. Res. Carl Vautravers, Jni.-Regt. 171 in Hcrnan-Kessel- stadt. — Zahnarzt Otto Kluge in Hanau — Musk. Martin Kaiser aus Friedberg. — Unteroff. d. Res. und Fahnenträger träger Karl Gerlach, Inf.-Regt. 116 in Stockheim. — Fahnen- ffmker Walter Schäfer, Jnf.-Rcgt. 116 aus Biebesheim. — Referendar Alexander Voltz in Wiesbaden. — St. d. Res. Fvrst- rcferendar Fritz Usener in Wiesbaden. — Kanonier öehrrirf) Biller in Wiesbaden. — Vizewachtmeister d. Res. Gustav H e r - zog in Wiesbaden. — Vizefeldw. Dipl.-Ing. Willy Schulz, Ins.-Regt. 99 in Ofsenbach. — Unteroff. d. Laudw. Willy Eurich in Frankfurt a. M. — Lt. d. Rest Aktuar Emil Weimer aus Limburg a. d. L. — Oberst, ix Res. Amtsrichter Albert Zipverling in Frankfurt a M. — Eins.-Freiw.-Unteroff. Arnold Otto, Jm.-Regt. 88 aus Frankfurt a. M. — Res. August Scheich, Augusla-Regt 4 in Frcrnknrrt a. M. — Lt. d. Res. und Kreishocbbaumeister Karl Eichbofs, Jnf.-Rgt. 116 in Wetzlar. — Lt. d. Res. Zollsekretär Oskar E s ch e r, Inf.-Regt. 70 in Wetzlar-Niedergirmes. — Ofstzierstellvertr. Tr. Georg Raufs in Darmstadi — Schaffner mxb Wagenführer b. d. elektr. Straßenbahn Adolf Snchland in Darmstadt. — Gustav Hinsch in Eigenheim. — Res. Karl Ermel aus Hopf garten. "AmGeburtstageunsercrGrohherAogin, die ein so warmes Herz für die Kinder hat, versammeln sich die Kinder unserer Kindergärten und derKriegs - kinderqärten am 17. September um 3 Uhr im Philo- sophenwaÜde, um den Geburtstag feierlich zu begehen. Auch andere Kinder werden aufgesordert, sich einzuffuden und am Spiel usw. zu beteiligen. (Stern und Angehörige aller Kinder sind herzlich eingeladen. Die kleinen Patrioten haben «arten, Fähnchen u .dergl. selbst augefertigr, für die Soll baten, um sie zu verkniffen. Gibt es ipohl ein WnÄ, dessen! Augen nicht strahlten beim Anblick eine? Soldaten! Der Erlös aus diesen kleinen Sachen soll ltnfcnt braven Soldaten im F-elde zugute kommen. ** Gegen die euglisch-französ. Schwindel» Nachrichten! Der Lügen- und Verleumdnngsseldzug, der in den englischen und französischen Zeitungen gegen uns Deutsche geführt wird, erfordert energische Abehr. Der „Gie» ßener Anzeiger" hat bereits seine Leser aufgeforderi, uch, ermüdlich und von Tag zu Tag alle Verwandten und Bekannten in den neutralen Ländern Der die „Siege" unserer Gegner und über deren „humane" Kriegführung durch Versendung von Briefen, Postkarten und Zeitungen auszuklä«». Eine besonders wertvolle Waffe für diesen Verteidigungs-- kampf bilden die vom Deutschen Handelstag her - ausgcge denen gedruckten, kurz zusammeusasseüden Kriegsberichte in englischer, deutscher und französischer Sprache. Sie halten unseren Feinden m wirksamer Weise den Spiegel vor und zeigen unseren Freunden im Anslande, wie herrlich sich unsere Heere bisher geschlagen haben. Der auf dünnem Papier gedruckte erste Kriegsbericht, der jedem Briefe beigeschlossen oder als Drucksache versandt werden kann, wird unentgeltlich in der FreeÄffchen, Kerberffcheu und Ricker'schen Buchhandlung abgegeben. Eile tut dringend not! ** Aus zahl» n g von KriegsTrntefstnffrrugen. Wie wir hören, nobmen die Auszahlungen der Kriegsunter» stützungen für die Landgemeinden des Kreises Gießen ihren Anfang. Es kommen zunächst in Betracht Ilntragstckler ans Eherstadt, Ettcngshausen, Inheiden, Lollar, Leihgestern, Rödgen, Villingen. Andere Gemeindar werden in den nächsten Tagen folgen. Es handelt sich um die Bearbeitung Mm mehreren tausend Gesuchen, die mancherlei Rückfragen in Gefolge hatten. '* Der Bücherei sür Verwundete haben wettere Spenden zugewendet: Herr L. Wallach, Alsteld, Iran H. Weinberg, Kommerzienrat Emmelius, Prof. Michel, Oktroierheber Bergemann, Frau Pros. Schmidt, Herr Bang, Frl. Will, Oberposlschaffneri K. Frees, Dr. Lehnert, Frau Th. Schainnberger, Herr Pros Holzapsel, Gymnasiallehrer Willenbücher. — Spiele, wie Domino, Halma, Mühle werden noch dankend ent gegen genommen. An Büchern ist zurzeit kein weiterer Bcdarl. "DasKinder-Lichtspielin einem Hofe der Kaiser« Alle e, von dem wir kürzlich berichteten, hat am Freitag ein« Wiederholung erlebt. Der llingende Erfolg übertras denjenigen der ersten Aufführung fast um das Dreifache — zmn Besten des Roten Kreuzes. ** Gefangenen-Transp-owt. Heute früh 6H]j, kam über Ober lahnstein ein Zug mst verwundeten und gesamt genen Franzosen und 36 Engländern hier durch. Die ffiesinx genen wurden verpflegt mit einer Brennsuppe. Die Engländer stachen durch Größe und elegantes Auftreten und tadcüoft! Uniform von den Franzosen ab. ** Verkaufszeit au j dem Gießener Wochenmarkt. Vom Dienstag, den 15. September ab beginnen dir Wochenmärkte morgens 8 Uhr Md enden um 2 Uhr nachmittags. Vom 19. September ab werden die Wagenladungen mit Wochenmarktsgegenftänden auf Oswaldsgarten ansg» fahren. ** D-as Einigun gsamt sür M ietstreit-ngkeiten hielt am Donnerstag unter dem Vorsitz des OberbürgermeffirrV im Sitzungssaale der Stadtverordneten seine erste Sitzung ab. In sämtlichen Fällen ist eine Einigung zwischen Vermieter und Mieter erzielt worden. ** Blühende Kastanien. Naturfreunde werden auf eme eigenartige Natnrerscheimmg aufmerksam gemacht. Die Roßkastanien vor der öfsentl. Lesehalle am Selterswetz zeigen an ihren unteren Aesten eine ganze Anzahl entwickelter Blüten. Landkreis Gieße», l- Wief eck, 12. Sept. Der hiesige Kriegewde-rein, der den bedürftigen Angehörigen seiner im Felde stehenden Kümerade» eine namhafte Summe bewilligte, hat außerdem die in Frage stehenden Mitglieder für den Kriegsfall versichert. -l». G r o ßen-Linden, 12 Sept. U nt er den Gemeinden -Oberhessens hat sich in der Sorge für das Rote Kreuz G r o ß en - Linden, trotzdem in dem Verzeichnisse der an das Kweiskonntee abgeführten Gaben nur ein Posten von 300 Mark verzeichnet steht, wobt mü an erster Stelle finden lassen. Jni ganzen sind bis jetzt 2840.29 Mack für das Rote Krerrz und die Kriegsfür- sorge eingegangen, von denen bis heute 803.98 Mark an das Rote Kreuz in Daemstadt und das Kreiskomitee nbgefühtt wurden. Allein in den Gottesdiensten wurden bis jetzt 760- Mk dafür geopfert. Ueber 400 weiße Herndcn, ungefähr 200 Strümpfe und 50 Unterhosen nebst Hnndecken von Bettüchern, Handtüchern, Kissen- und Bcktvezügen und ähnlichem wurden dem °Rote» Kreuze und der Intendantur des 18. Armeckorps zur Verfügung gestellt. An 2300 Eiern wurden dem Zweigverein des Roten Kreuzes für die Lazarette gelieseck und ungefähr 6 Zentner Boh- nen für dieselben eingemacht: von Wurst, Speck und dergl. nicht zu reden. Auch die Volksküche in Gießen ist von hier ans bedacht worden. Wie groß die Opserwilligkeff hier ist, zeigt wohl am besten der Umstand, daß in jedem Gottesdienste für das Rote Kreuz und die Kriegsfürsorge geopfert wird Md in jedem lbottes» dienste am Sonntag und Mittwoch ungefähr 40 Mark eingehen. (az H u n g c n , 11. Sept. In unserem Lazarett bcfmde» sich 26 leichtverwundete Krieger. Kreis Schotte», tz. Herchenharn, 10. Sept. Bei der voriger Woche ver- anstalteten Haussammkung zugunsten des Roten Kreuzes wurde der ansehnliche Betrag von 425 Mark 60 Psg. erbracht. — In der Nachbargemeinde Sichenhausen mrrden zu gleichem Zwecke 225 Mack gejammckt. — Die Ki rchen» sammlung, die kurze Zeit zuvor nach de» Gottesdiensten statt- fand, ea&ttrte mit dem Betrag von 172,40 Mark. Kreis Friedberg. — Assenheim, 12. Sept. Für den in sretwilliqem Kriegsdienst als Leutnant auf dem Felde der Ehre gefallenen Kammer- dtrektor D e r n zu Assenheim findet am Sonntag, nachmittags 3 Uhr, im Gräflichen Schlosse ein« öffentliche Kedenkseier statt. (sc) Kaichen, 11. Sept. Der Gemeinderat beschloß, alle hier unterstützungsberechtigten 50 Kriegsteilnehmer bei der Hessischen Kriegsversicherung mit je einem Anteilschein zu versichern. Starkenburg und Rheinhessen. ch Vom Rhein. 10. Sept. Nach und nach rrchtet fictz auch die Schiffahrt aus dem Rheine in den durch den S.W# veränderten Verhältnissen ein. Es ist dieses ja nicht so einmw. aber es geht doch. Nunmehr wird auch der Vcckehr nach dem Oberrhein, und zwar nach den Häfen Karlsruhe und SttaKurg, ausgenommen werden. — In der allgemeinen Lage der Schffsahrr auf dem Rheine ist eine wesentliche Aenderung in der letzten Zar nicht zu verzeichnen. Durch das ständige Fallen des Rbernwasstr- siandes ani der gesamten Rheinstrecke dehnt sich der Leichreruny^ vvanq aus immer mehr Schliffe ans. so daß die Nachffage nach Leerraum reger wird. Auch der gesteigerte Güterverkehr mmm mehr Laderaum in Anspruch, als dieses noch vor einigen Tagen der Fall war. Die Frachtsätze können sich daher durchweg behaupten. Hessen-Nassau. (W)Frankfurt a. M., 12.Sept. Die Gefangene» derStrafaustaltPreungesheim haben aus eigenem Antrieb eine Sammlung für das Ro te Kre u z eingelcitet. Sie ergab über 600 Mark, einzelne zeichneten aus ihrem Arbeitsverdienst bis 40 Mark und mehr, so daß dü Gc- iängnisdirektion höhere Summen im Interesse der Gesänge- nen streichen mußte. Eine Sammlung für die in Ostpreußc»' Geschädigten ergab unter den G.esangeneu die Summe von 253 Mark. - •*' • Vugesandt. E ^orm tznd Anhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel nuut die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Berantwortung.) Niesten, 12. Sept, In letzter Zeit tauchte manchmal das Gerücht auf, unser Stadt- tbcater würde in diesem Winter nicht spielen. Mt wem ich auch darüber sprach, niemand konnte eine Notwendigkeit einsehen, nein das Gegenteil, das Theater mutz spielen, war die Antwort. ' Abgesehen davon, dast wir unserm vorzüglich geleiteten Theater urch der trefflichen .Künstlerschar gegenüber eine Verpflichtung haben, wir selbst brauchen das Theater. Wir leben in der größten Zeit der Weltgeschichte, wir kämpfen gegen eine Welt. Gerade jetzt brauchen wir einen Gemeinplatz für alle Stände, wir brauck)en die Bühne, von der unsere großen Klassiker zu uns sprechen sollen, wir müssen all die Kraft und die Vaterlandsliebe, die in uns lebt, verkörpert sehen. Aus eine Anffagr, ob die kgl. Theater spielen sollen, befahl unser Kaffer: alle Theater sollen spielen und zwar zu solchen Preffcn, dast dieselben für jedermann zugängig sind, denn gerade in dieser Zeit brauchen wir die Theater. Darum darf auch unk ser Theater nicht geschlossen bleiben, ich appelliere hiermit an den Kunstsinn meiner Mitbürger, gebt keine Abonnements zurück, ber Preis daftir fft ja so gering: zeigt gerade jetzt, daß ihr Bürger einer Stadt seid, die die Wissenschaft und die Künste hoch- schätzt. Einer für Viele. Letzte Nachrichten. Lin Bericht der General; Zrench. Berlin,11. Scpt. Der „London Gazette" vom 9. Sep- iember entnehmen wir nachfolgende vom Fcldmarschall French herrnhrende Darstellung der bisherigen Opcra- wnen des englischen Expcditionsheeres: Tie Engländer nahmen am 22. August eine Stellung von Ath über Mons bis Binche ein. Nach den Mitteilungen des französischen Hauptquartiers nahm ich an, daß ich höchstens zwei deutsche Armeekorps vor meiner Front hatte. Unsere Stellung war vorzüglich. Am Abend des 23. August erhielt ich von General Josfrr >ic unerwartete Meldung, daß drei deutsche Armeekorps gegen meine Front vorgingen und ein weiteres Korps eine Um- icbungsbewegung von Tournan aus ausführte. General Joffre teilte ferner mit, daß die französische Armee, die zur Rechten der Engländer stand, sich zurückziehe. Infolgedessen entschloß ich mich, ruf eine vorher rekognoszierte Stellung zurückzugehcn, die sich von Maubeugc westlich nach Jenlon südöstlich von Valcnciennes aus- >ehnte. Die ganze Nacht hindurch fanden auf der gesamten Linie Kämpfe statt. Der Rückzug wurde am 24. August unter sortwäh- rcnde» Gefechten erfolgreich ausgcsührt. Da die französischen Truppen noch immer zurückgingen, hatte ich, abgesehen von der Festung Maubeuge, keine Unterstützung. Die entschlossenen Versuche des Feindes, meine linke Flanke zu umgehen, überzeugten mich, daß der Feind beabsichtigte, mich gegen Maubeuge zu drängen und nnch zu umzingeln. Ich glaubte 'einen Augenblick verlieren zu dürsen, mich aus eine andere Stelling zurückzuziehen. Diese Bewegung ivar gefahrvoll imb schwierig, licht nur wegeil der überlegenen Kräfte vor meiner Front, sondern auch infolge der Erschöpfung der Truppen. Der Rückzug begann am 29. August früh nach einer Stellung in der Nähe von Le Cateau. Obwohl die Truppen Befehl hatten, Cambrai, Le Cateau und Landrecies zu besetzen und die Stellung am 29. August in aller Eile vorbereitet und verschanzt war, hatte ich doch ernste Zwei, sel, ob es klug sei, dort stehen zu bleiben und zu kämpfeür, da ich Mitteilung von der ständig wachsenden Stärke des Feindes erhielt. Ileberdies dauerte der Rückzug der Franzosen auf meiner Rechten an. Ich entschloß mich daher, weiter zurückzugehen, bis ich ein gewichtiges .Hindernis wie die Somme oder Oise zwischen die britischen Truppen und den Feind bringen und meinen Truppen Gelegenheit zum Ausruhen und zur Reorganisation geben zu lönncn. Ich wies daher die Korpsbesehlshaber an, sobald als möglich aus die Linie Vermond—St. Quentin— Ribemont zurückzugehcn Am 25. August sind wir auf dem Marsche den ganzen Tag über vom Feinde bedrängt wor- dcn, de^c die Angriffe auf die erschöpften eng- lischen Soldaten noch spät in der Nacht sortsetzte. ^ Während der Kämpfe am 23. und 24. August habe ich General S o r d e t, der drei sranzösische Kavalleriedioisioneu befehligte, um Unterstützung ersucht. Sordct leistete zwar wertvolle Hilfe, loar aber am 26. August, dem kritischsten Tage, infolge Erschöp fung der Pferde, nicht mehr imstande, uns zu ginterstützcn. Am 26. August wurde es bei Tagesanbruch offenbar, daß der Feind seine Hauptkraft gegen den linken Flügel unserer Stellungen rich tele, der von unseren zwei Armeekorps gebilcct nmrde, und General Smith Torrien meldete, daß er sich unter einem solchen Angriff nicht zurückzichen könne, wie ihm Hcfohlen wäre. Es war unmöglich für mich, Smith-Torrien zu unterstützen, aber die Truppen zeigten eine prächtige Haltung gegenüber dem schrecklichen Feuer. Endlich wurde es offenbar, daß, wenn eine vollständige Vernichtung vermieden iverdcn sollte, der Rückzug versucht werden mußte. Um halb vier Uhr nachmittags wurde der Befehl gegeben, den Rückzug zu begiimen. Die Bewegung wurde durch die hin gcbendstc Unerschrockenheit und Entschlossenheit seitens der Artillerie, welche selbst ziemlich gelitten hat, gedeckt. Das schöne Eingreifen der Kavallerie leistete wesentliche Hilfe bei der Vollendung dieser sehr schwierigen und gefährlichen Operation. Glück licherivcifc hatte der Feind zu schwer gelitten, um eine Verfolgung energisch durchzusühren. Ick) kann diesen kurzen Bericht über die ruhmvoUe Haltung der britischen Truppen nicht schließen, ohne hohe Anerkennung den wertvollen Diensten Smilh-Dorriens zit zollen, der den linken Flügel der Armee am 26. August gerettet hat. Der neueste Sieg in Ostpreußen, Berlin, 12. Sept. Der zurückgeschlagcne An°> griffdes2 2. russischenKorps hatte, wie die BUitter übereinstimmend äußern, offenbar bezweckt, den Generalobersten v. hindenburg von der weiteren Verfolgung der am vorhergehenden Tage vollständig geschlagenen russischen Armee äbzulenken. Die „Tü glich c Rundschau" sagt: Daß das. Aufzwingen der Offensive der russischen Hauptmacht in Ostpreußen weitere Angrifse nicht ausschließt, ist selbstverständlich: daß die Angriffe im Kleinen scheitern, wie sie im Großen gescheitert sind, ist wahrscheinlich. Die „Deutsche Tageszeitung" schreibt: Aus der Meldung über den Sieg bei Dick geht hervor, daß unsere braven Truppen in Preußen noch mit stärkeren rufsischen. Kräften und mit größeren Schwierigkeiten zu kämpfen gehabt haben, als bisher bekannt war, llmso bedeutender und rühmlicher ist der Erfolg, Das Mrhalten der Russen in Ostpreußen, Berlin, 12. Scpt. Von dem zum Osthcer entsandten Kriegs» bcrichterstatter Roll Brandt wird ans einer ttcinen Stadt berichtet: Unser Standpunkt, der augenblicklich voll deutsck>er Soldaten ist, war noch vor 8 Tagen in Händen der Russen. Tic russischen Vortrupps benahmen sich vcrhällnismäßig gut, bezahlten zum Teil und ließen die Einwohner sogar von Einquartierung frei. Das loar beim ersten Besuch: beim zweiten merkte man ihnen sckwn Unruhe und Eile an. Sic verlangten in 2 Stunden eine Kontribution von 30 000 Mark. Der Kaplan, an den sie sich gewendet hatten, lief von Haus zu Haus durch die leere Stadt, die lwn allen Wohlhabenden verlassen war Er bekam die Summe aber doch zusammen; die meisten gaben das letzte her. Ter Oberst strich das Oleld ein und ließ Tausend Mark zurück, weil die russischen Verwundete» so gut gc- pftegt worden seien. Als die deutschen Trupven nahten, steckte man noch schnell den Bahnhof in Brand. Berlin, 12. Sept. Ter Kriegsberichterstatter der „Bossi- schen Zeitung" berichtet über empörende Unmenschlich - keiten russischer Heerführer, und zwar erstens habe der russische Generalissimus den Beiehl erlassen, alle Förster der Romintener .Heide aushcben und erschießen z» lassen, alle Ortschaften im Bereich der russischen Truppen zu verbrennen und alle männlichen Einwohner zu erschießen, auch wenn sic sich nicht an den Kämpfen beteiligt haben, nock) die hcrgabe voit Nahrungsmittel» ustv. verweigern. — Ter Berichterstatter fügt hinzu: hier handelt es sich um die zweifellos zum Teil aus den Aften des Generals Marios sestgestellte Tatsache, daß russische Heerführer eine uunieuschlichc Kriegsführung befehlen. Der Widerstand der Stadt Gent. i. Köln, 12. Sept. Bon der holländischen Grenze wiro dem Neuen Rotterdamschen Courier gemeldet: Wie aus G e u t verlautet, sind die von dem deutschen Geucrat geforderten Lieferungen, welche die Stadt zu bewirken hatte, noch nicht vollzogen worden. Der Gemeinderat hat Widerstand der Stadt gegen die Forderung geltend geinacht. * R,B, Darmstadt, 12. Scpt. Aus Veranlassung des Roten Kreuzes war ani vorigen Dienstag eine sreiw. Automobil-Kolonne unter Führung von Kommerzienrat hickler nach dem Kriegsschauplatz abgefahren, um den Truppen der hessischen Division die erste Sendung von Liebesgaben zu übcrbringen, darunter eine große Anzahl Hemden, Unterkleider, Socken, mehrere Zentner Wurst, Schinken, Schokolade, Kaffee, Tee, Zigarren, Verbandsmaterial ujw. Die Automobile brachten die Liebesgaben nach Sedan, woselbst sie einem Telegramm zufolge gestern einge- trosscn sind. Von dort aus erfolgt die gleichmäßige Verteilung der Liebesgaben durch die hessischen Truppen, Die Rückkehr der Automobil-Kolonne wird morgen erfolgen. Verantwortlich für den gesamten redaktionellen Teil: Aug, G o etz. Rotes Kreuz Aliee-Fraiien-Verein 97350 Sprechstunden von jetzt ab: täglich vor- nittags 11—1 Nhr, nachmittags l / 2 5 — 1 / 2 7 Uhr. Kindergarten-Verein. Am 17. September, dem Geburtstage I. K. H. der Grostherzogin mdet um 3 Uhr im Pbilosovhenwalde ein Kinderfest der erichicdenen Kindergärten, einschließlich KriegSkinder- ärten, statt, zu dem auch andere Kinder hicrmii ein- .eladcn werden. Letztere sind bei Frl. Moeser, Garten- naßc 30, bis zum 16. September anzuinctden, 19740D Liebesgaben. Liebesgaben werden nicht nur im Katho- ischcn Bcrcinshaus, sondern auch in» Hause ler Barmherzigen Schwestern cntgcgcn- lenommen, weil dort auch seit einigen Tagen Verwundete untergebracht find. 00579 'iwsisck Nalional-toicfcroif - Gesellschatl ln Stettin, gegründet 1845. ZcltgemUsK ist eine Versicherung gegen Kinbrnchdicbstnhl und Beraubung. Alten bei uns Versicherten empfehlen wir auch die Nach- erüchcrung von Geldwerten, Ferner halten wir uns zum lbichjus; von Feuer- und Einbriich-Diebitablversichcrungc» iir Mobilien und Waren, Wasicrieitungsschädcn- u, Trans- orlverüchcrungen bestens enivsohlcn. 9433V eneral-Aptur Dermsladt, Heidelberger Strasse 19, Telephon Nr. 1726. »crlretcr in Gießen: Fritz Flimni, Walltorftratzc 03, relepbon 237. Wilb. Herbert, Ltcvbanstraßc Nr. 3. Fakiriii aientamtlich geschützt, fft da? bestbewährtc und im Ge- rauch billigste Üfiiripit§ 8 % Polier- und Konservierungsmittel für ttnoleum,Parkett,Möbel,Vand-iururbekleidungeu ->ic überhaupt für alle schmutzig geioordenen Anstriche. reinigt, poliert und konserviert, ohne die Farben anzugreisen, ist naß wischbar, er- engt fofovt Hochglanz, schmiert nicht, ist soiort trocken und nrkt desinfizierend. die Anwendung ist die denkbar einsachste, Prospekte und äebrauchsanweisungen gratis. macht alle anderen Reinigungsmittel wie Stablsväne, Terpentin. 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Wir verweisen wegen der Einzelheiten auf den von dem Reichsbank-Direktorium veröffentlichten Prospekt und nehmen Zeichnungen von jetzt ab bis Sonnabend, den J9. September, mittags \ Uhr entgegen. Gießen, den 12. September 1914. Sank für Handel und Industrie, Niederlassung Gießen vezirkssparkaste Gießen - Gewerbebank Gießen E.G.m.b.h. Jacob Grünewald - Jos. Herz Nlitteldeutsche Sreditbank, Filiale Gießen varuch Strauß Aachs.