Nr. 200 Zweiter Blatt Erschein! täglich mit AuSnahm» des Sonntags. Die „Sietzetier Zamilicndlätter" werden dein »Anzeiger" viermal ivöchenilich de,gelegt, da- „Ureisblatt für den Nreir Siehen" ziveimal wöchentlich. Die „randwirtschaftlichen Seil fragen" erscheinen inonallich zweimal. W4. Jahrgang General-Anzeiger für Oberhessen Donnerstag. 27. August Rotationsdruck »nd Dcrlag der Brülil'schen UniversitälS - Biich- >i»d Licindrnckcrci, R. Lange, Gießen. Redaktion, Expedition und Triickcrci: Schulst! aßc 7. Expedition lind Verlag: e^ i s> M. 'Jici>aftioii:e^ll2. Tcl.-Adr.:AilzrigcrGleßen. 5 » Unser Gouvernement Belgien. Belgien Ijat einen deutschen Gouverneur! sämtliche Zri tungen mit Aus>ahme derer von Antwerpen erscheinen in deutscher Svrack-e.'. so lautet die amtliche Meldung Man traute seinen '.Ingen nittn so rasch? Und doch ist es wahr, und doch ist es selbstverständlich. Tas Belgien von gestern sit nicht mehr und das iveilere, das neue ivird sich tinde». Belgien, diö Mille Europas. der geometrische Ort für alle Linien der bcrittaniichen .Kulturgeschichte, der große schnitt Punkt all der Kräfte, durch deren Zuiammenschlag sich seit tausend fahren der europaiittte G.-ist bewegt, ist »ach blutigem Ringen in die deutsche Hand gekommen und wrd hier eine politische Umgestaltung ersahren. was der große Krieg auch sonst noch bringen sollte Das bisherige Belgien war eine -Zwitterbildung der politischen Praxis oline Blutgewicht und ohne seeltiche »rast. Die Belgier selbst ivustten es ganz gei-.au und suhlte» sich im Wirklichkeit entweder als Flamen oder als Ballonen. Bei den Flamen steht die Zugehörigkeit -um germaiitschen Bolksstamme unbestritten sest. Tie Ballv» nen lidsten sich gerne von Baris sousslieren. daß sie Romane» seien. In Wahrheit sind auch sie deutscher Abkunft, und mir im Lause der Fahrhunderie venio.-lscht. sie sind »ach der nnjsenschasllichen Forschung nichts anderes als die westlichen Stammesbrüder der Rhein u»o Moirliranlen. di-- Maassranken Ihre Mullersprache war ursprünglich gar Nicht das romanische, sondern das niedersränkiscbe Idiom. Grund und urdentich ist das Land auch da. wo die Ballo nckn die Bolksiiberzahl Uber die Flamen haben. '.'las dem Berge bei Brüssel hat einst der Herzog von Brabant sein „Gott will es" Uder bic Massen gerusen und von dort flutete in de» »renzzügen die deutsche Woge durch die Well Ter Name Brüssel selbst ist deutschesten Ursprungs Ter Heidriibekeb rer tüangerich. Bischof von Eambrai, errichtete im vierten Jahrhundert in dem von der Senne durch zogettc» Lumpsland ibruoc) jene Kapelle. um die sich dann die ersten Wohnungen (feie, daher bruocsele, Wohnung im iEuchps) Bruiselas gruppierten. Tie Grasen von Löwe» um Gaben im elften Fahrhundert die s-tadi mit Mauern Tie wut'gundiiche Zeit und später Maria Theresias Herrschaft hat so viel deutsches Wesen im Lande entwickelt, daß inait nocli hxute tro? des französischen Einflusses aus Schritt und Trttl du- alte deutsche Art stiidel. In der ganzen unteren stadt Brüssel ivird flämisch gesprochen. In Ant wer pcn ist liberhaupt die Bevölternng durchaus iläniisch. Tic rcittisdeutsche »olonie >var vor Ausbruch des »rieqes attu bis »eiiiitansend Seelen stark, und es gab mehr als ein Tilpeiid deutscher Bereine. Tie (üeschichitS iorichnng kann uns erzähle», ivie einst in Antwerpen die Fugger, die Tnttxec, die Welser und der Hansabtiiid vorbildlich ipirtten. so könnte nian fast in jeder belgisckwik stadt unter dem iraiizptlichen Firnis den urbenischeit Untergrund nachioeise» 8, a in » r, das unsere braven Trnp pen nun genoinnie» haben, führt die slämische ii„d gut- deutsche Bezeichnung „Rainen". Und ivenii unsere Truppen jeßl nach Eharleroi ivciter rücke», kommen sie in die bel- giicke Provinz mit dem ivilnderschöne» Raine» Hennrga». Und hie avderrn Provinzen? tßibt es scirünere und deutschere Raine» wie Flandern, Brabaiit, Limburg? Teut- Ick'ere Lrisnainen wie Ostende, wo sich schon seit Jahren der Berliner zü erhole» pflegt, Genl, das »iiter Kaiser »'arl V. eine der ersten Städte des Kontinents und nächst Paris die größte stadt des nördlichen Europas >oar, endlich die alte Hansestadt Brügge? Brügge ivird vielleichl unter deutschen EinsKiß viel Von seluer einstigen Bedeutung zurückgewinnen. Es >r»ar jahrliiiiidertclang der Mittelpunkt des nordeuropäisckxeii Welthandels und stand unter dem btirgunt>ifd>en Hause aus der Hohe seiner Macht. Als der Zugang zur Nordsee versandete, verlegten die große» Handelshäuser ihre Tätigkeit uatt, Antwerpen. Vieles schöne, namentlich an inler- essantrn Baiiiverieii, ist seitdem verschwunden und die Einwohnerzahl quf.ein Triitel zurückgeganaen. Aber seit 1907 besteht der »ene, auch für große seeschissc befahrbare »anal nach Zeebrugge, der das Wiederaufblühe» der stadt ermöglicht. Und überall begegnen fiel» trotz des ^chrnes, de» der jehi;ze »rieg ansgrlöst liat, in Belgien deulsckxe Laute. Uriegsthrater-Kepertoire Tic Frage, ob e? den Tlieater» möglich fein wird, iit diesen, ooiicn »oh i imrtrit. ift für viele heutzutage zur Lebensfrage geworden ckioOciel: ist et mirrriiam, frstzusteUe». mir es 18(0 gelang, tret- des Krieges wrilerzu,vielen. welche stücke man wählte, um der veranderien Stimmung Rechnung zu trogen. A» einem Tage ml» man tu Berlin angezeigl: „TeS Königs Befehl". ..D.e preußische Morknrndrrrn". ..Preußens Beirerung" ote, „lhlü. >>>1. 1H1.V, „Ter Abschied des Landivebrmonns". „Panier Eliizugsmarfch", „Des »önigs Rud", An der svree und am Riem". „Berliner in Frankreich--. „Des »tiegers Trouin in o-ei-it>'Siaud- und „Louis in louiend Aengsten". Fast durch die Bank Einnkier und leichteste Ware Tos Belle Alliance Theater ivie.le ,Aui »ach Pari»-', daneben freilich auch, »nd bas ging den Mnwiekende» gewiß von Herzen, „Ums liebe iKeld", das Woliersdor.er „Mil Gon für »oiiig und Vaterland", das Tivoli- zheaier„Fraukreicl. du dauerst mir", da» Victoria Theater „Berlin im Krieg und Frieden-- Mit ähnlichen stücken iuchte der stoviiiiisiionseai Ertget, der Bel,«er des Krollfckicn tSariens und Theater», eine ltgtobrfannic Persönlichkeit, der nebenbei nock, das Roir-nckickTloaier übernommen batte, i'icki durchzub.'1'en. Vornehmer war »alürltcki dn» Berliner Scknnii viel hau». do» „Wil- doim TrU", ,/Äinna von Barndelm - und Henses „üolberg" brachte, später uberiiglrn es auch „Tes Kriegers Frau", eine Szene von üarl Hiigel. die in München sehr gefalle» ball soweit inan in de» Broviimbeatern noch spielte. Königsberg und Boten B liattf» aant gesch.Ioiien. birlt man auf etwas mevr •'‘oirtimad a:s in Berlin. Im Leipziger staittheatev, das Friedrich Haase .ive, Tage nach her Kriegserklärung übernommen balle, gab man ..An Kötners (Krad ' uiw ..Freund und Fernd--. eur stück, das >m daiiiick-en Kriege >884 fmette. In Cefterrnch gab man. ivenn ave- i-.ich: Ohne Widenornch und bäuüg berngi von der Ieniur, stüae. die deutich'reundlikv waren oder gedeutet »erden tonnten. TaS IoiephNödler Theater in Wien gab „T-r Krieg^und ieinc sä recken", das Eartli-eater „siraßburg, die deutick-e stadr" und tos „Tbearer «. d Wien" erzielte mit dem Betgiiben Schmarren ..Ter deuiiche Bruder-' glanzende Einnahmer,. nickt zum mrn testen, weit der Held vreuriick.- Landweheuniiorw irug. Voeher lrUte am berfelbcit- Buhne „'Xapoleon" Gelegenheit zu Temon stratioiu-n gegeben. Das gute Pubtikuni harre Blücher Beiiall gektaischl, da» weniger gmc dem Kaiser Rgpoleon, wobcr ihm Als im Jahre 1910 Kaiser Wilhelm auf de» Trinkjpritchj des belgi'chen Königs in Brüssel entgegen dem staats zeremoniell in deuticher spräche erwiderte, brachen die Flame» in helle Begeisterung aus. Ihre Kulturbewegung war schon überaus mächtig geworden Ter deutsche Volks verein, der sich die Erhaltung des deutsche» K-ulturd.-jikies in Belgien, die Sicherung und Durchsepung der deutschen spräche zur Ausgabe gemacht batte, cntvmeie damals eine kräftige Uiitcrstuyung vo» deutscher seile. Tie Politik er. laubie es damals nicht. Heute, aus bUitgcdünglem Boden, steigen die alten Hoffnungen und Erwartungen .vicdcr aus Und wenn der Haß. und Gram des Krieges überwunden kein wird, findet sich sicherlich alles zusammen, ,vas deutsch sprickit und deutsch empfindet. Tann wird auch >rs inmier noch etwas sraiizöfiiche Wort „otouvernciiient" einer beul« scheu und deutlicheren Bezeichnung weiche». Gumbinnen—Berlin. Von einer Gwnbinncr Familie, die ivegen des Krieges ihr Anwesen in Gumbinnen verlaüen mußte und iiiziviichcn in Berlin eingetrosien ist, ntcrben dem „Tag" folgende Einzelheiten und Ein drücke berichtet: „Rach dem siege unserer lavieren Truppen bei Slallupöneu glaubten wir schon, daß unsere stadt von den kriegeriichon Er cigmssen verichonl bleiben würde. Tic dorirge» K'impi.- datle» sich in der Zeit vom 17. bis >8. August abgo'vi>-lt. ledoch noch einige stunden von unserer sladi enlicrnl, obmvbt der Kanonen donncr und der Lärm des Kamvscs vernclimlich zu unseren Dbrrn drangen. Unser HauS beiand sich in der Rübe des Babnlivis. »nd iagelang vorher lomiiei, ivir die Bevölkerung der in Mülcidc» schüft gezogene» Ortichastcn durchziehe» sehent viele lzaiten in der Eile nur das Notwendigste miinehmen können. Auch zahlrciche Bernnlndete wurde» bereits in die stadt gebracht. Am Abend des 18 August verlautete, daß der Feind mimt gegen unsere stadt iitt Vorgehen begriffen sei Rack, einer ver hältniSmäßig ruhigen Rächt dorten wir gegen Morgen das Gr ichühieucr heiliger werden es ivar kein Zweifel mehr, diesmal wurde es ernster. Verschiedentlich wurde u»s deshaw .geraten, die stadt zu verlasse». Wir packten unsere Habicligkeuen zusammen und eilten aus den Bahnhof. Hier hatten sich schon vor uns viele tSunibimier Familie» und beionder-s Leute aus den Härter» der Umgegend, die bis zuni letzte» Augenblick auf ihrer schotte geblieben ivaren, veriammelt. Unterschiede zwiichcn arm und reich iraren gänzlich ausgelöscht, jeder kalte etwas verloren und zurück lassen müssen, die meiste» waren gänzlich mittellos. Troydem ,rar.-n alle voller Zuversicht im Vertrauen aus die unverglcichiick Tapfer leit unserer soldaicn und honten, bald ivicdrr zurückichren zu können. Jeder >var auch nach Kraiten bemüht, des anderen Last tragen zu helfen und zu lindern. Einige berichtete» über haar straübeude Grauiamteiten der russische» Kosalen. die sich vor unseren Truppe» feige und hinterlistig benehmen, der iiirück gebliebenen wehNoien .Bevölkerung gegenüber aber im Rauben und Morden Außerordentliches leisten, so manche Grcueltgi der NlsiischeN Aoldareska ivurde hier vo» durchaus einwandireien. Zeuge» ivicdcrgegcben und ermecklt überall Zorn uiid tiefftc Empörung. trm alter Heer- verlad bei» Brief seines AohucZ. der in der Front kamvit In dem schreiben heißi es ». a.: „Wir sind sehr empört über die hinterlistige Kampseswriic der Russen. einen Zug mit Gesänge,'.e„ und Verwundeten. Reben deutichen soldate». dir am dem sdstichlielde vmonndet ivar,iah man a»d> russische Verlorle sowohl diese als audi die in untere (Wfiangcnidjait geraienm Rniien präsentierten üdt zum größten Teil in red» ichtechter Veriasiung. sdiubwerk und Be- Itcidiiiig lassen viel zu wünschen übrig, einige ivarest bariuß, die Uniivrmcn bcichmuvt und zerrissen Wie gut, pratttich und haltbar ist dagegen der Anzug unserer deutidie» soldatcu. In langiamer Mtlitärzugiahrt ging die Reise über Königsberg, Tiricvgu. schneideniüdl. Am sonntag, 2.1., gegen Morgen, trafen ivie au> Bahnhof Alczanderpla-.i ein. Troß der große» körper- Iidieii Müdigkeit zunächst eine Zeitung! Und mit geipanntesteni Interesse läse» ivir: „T,is l . Armeekorps Iwt am 20 d. Mts. erneut de» aut Gumbinnen l-orgehendon Feind angegrisfen und geworfen, dabe, lind 8.*Oi» Gefangene gemocht und ad» Geichuse erbeutet worden." Tankl>arcn Herzens gedenken ivir uuieres taviern Heeres an der Ostgrenzc. das unser Euienunn dort oben bisher mgd'tvoll geidtüßt inil. Viellcick« ist die Zeit iiickn mehr teru. dä wir im Geiübl vollkvmmcner SidjcrItett wieder die Rückfahrt antreien können!" Holländer mit der „wacht am Rhein". Ter „Deutsche» Wochenzeitung für die Niederlande und Belgien" in Amsterdam schreibt ei» holländischer Leser sollendes erheiterndes Erlebnis: „Am Tirnslag vor acht Tagen laut ich etwas zu spät zum Zug nach Hilversum und siel, mit einem spning, sozusagen in das lewe Lkb.cil. das vo» >4 solbatm des 7., iu Amsterdam garnisonierenden Iutamcriercgin»-nis beseht ivar. Tie Leute nxireu ungemein iangessreudig. aber ick, irauic meinen Obren laum: — waS iie iangcn, iihu zuerst „T i c Wacht am stibein" und dann „2ck> bin ei» Preuße, kennt Ihr meine Farben?" Ra. das ging mir, als gutem Hollaitder, denu doch über die Hutschnur. Ick, fragte: „Hoor eens, jongrns, keinieu jelui da» gecu hollandsche liebere»." Tic soldaleu guckten midi an, „atjol zii 't in Keulen 2»Horden dondercn" und einer von ihnen, der etwas Holländisch oerstgnd. erklärte mir, unter weldien Umständkit sie i» die hol ländiidte Ilniiorm gerate» ivaren. „Wir sind, ein paar Hundert an der Zahl, alle im R bei lila i, d gebürtig, der Tlcke dort in Wilbelmsbaveu Als Kinder haben wir mit deutidteu Kindern gespielt, sind mit ihnen zur schule gegangen, baden ihre Sprüchlein, ihre Lieder gelernt. ii»d ii» Herzen Tentschc geworden. Ten» unsere Ettern ixnechen auch nur. Teulsch. Ter eine oder aiwere vo» uns lxit in Holland ioobl seine Dienstzeit gbiotoiert, aber das genügt doch uidti, um unsere eigentliche Muttersprache zu verstehen, so lonimt'fl denn auch, daß ivir »ur deuiiche Lieder singen können. Als ivir zir uniern- Gemeind«, durdi den niederläildisdieii Mobiliiierimgsbesehl au>- gerusen wurden, zogen wir sofort unsere » i c d e i l g n d i s ch e fl „ i s o r n, an, die dermaßen das Erftauiieil der Polizei erregte, baß wir wegen groben Unfugs zum Bürgermeister mitimißten, der iSdocki die sadie direki begritr und unsere „zcikooekies" stempelte. I» einem d e u t s d> c n Militärzug ivurden wir, »Et Tausenden deutsche» Soldaten, bcsördert Gerade wie diese auch, emp- iingcn wir Eiicn und Trinleu und dazu ä! ie b e sg a b c », in der Form von Zigarren, Zigaretten. Tabak, sdtvkolade iiiw. Bier. .Wern ober gar Schnaps gaVs nirgeudivo. Rur Tee, Kaffee und Limonade. Wie ein Lausteuer verbreitete sicki die .tbrnide: „Die Holländer ziehen mit um)!" Aber die Holländer mgren io srci. sich in Weiel zu verabschiedeil. Ich kam bei Rieuweschans über die vaterlgiwischc Grenze. Dort mußte ich mal austrcten und fragte den stationsvorüchcr in .Demidi, denn Holländiid» verstehe ich nicht: „Tart idi meinen Tornister eben in Iln Bureau legen?" Ter s cha u t e m ich wütend an und sagte: „Om de blixem niet, neem je rommel maar mec nt maat Hollandich!" Ich merkte, da« sch im Vaterland war." __ Ostpreußischer Zeldbries. Folgender Brief aus Pillau wird der „D. Tagcsztg." zur Versügung gestellt: „Habe Tcinc Karte heule Sonntag erhalten, und da id) icht gugeublicklich Zeit habe, will ich Dir and, gleich Antwort schreiben, denn man weiß nicht, was noch allss kommen kann. Jd> hoffe, nachmittag haben ivir wieder Alarm, und ivenn c» unruhig ist, bann gleich die Gcichühc besetzen. Air haben uns hier aut der Nehrung sehr gut ocrsdianzi, daß uns so leicht keiner hindert, und unter einer Million Toten ivird wohl kein Feind hier hineinkommen. Jede dritte Rocht haben wir Wache. Aber cs ist fürs Vaterland. Tu sagst, liebe Sduvesler, ich soll nur nicht verzagen. Das ist ganz ausgcschtoiien Ich glaube, solch eine B e g c i fte r u n g bat n o ch nie im deutschen Heer geherrscht wie jetzt. Wenn cd heißt: Freiwillige vor, Nie war, gegen das Ausland, Ein anderes Laich gerechl, wie du! Sei nick>> allzu gerecht. Sie denken.nicht edel genung, Zu sehn, wie schön dein Fehler ist! — Ter Boykott der d e ul s d> c n M u s l k in England. Aus Loichon vom 16. August erbält der Mailänder Eorrierc dclla Sera folgende telegraphische Mitteilung, die auch in ihrer Form interessant genug ist, daß sic im Wortlaut iviedergcgeben werden mag: „Es ist berickxlet worden, daß, die deuh'chen Erzeugnisse in Englaich immrttelbar nadi der Kriegserklärung akl ihre Beliebtheit verloren. Mit diesem ruhigen und iriedlichm Mittel gibt jeder engliid»e Bürger feinen kleinen Tribut znm .Kriege Tieic Form des Bohkotts wurde nicht offiziell verkündet -was lekannllich »ad, neueren Meldungen heute nicht mehr richtig ist , iviiderii sie ivurde bisher mir allgemein orafliidi geübt, und wenn iic and, in der Hauptsache gegen die Erzeuguiiie des Bodens und der Arbeit der Teutfchen gerichtet ivar, ia hat dieses Scherben- gerickit sich von heute ab oui die Werke des deutichen Geistes eritrecki. Tie Mrnikfreunde, ivelch- gemeinhin die am wenigsten Iriegerlicheii Sterblickien lind, haben den größten Beweis von Valetlondsliebe geliefert. Man muß vo» ihne» den Bohkoll der deuisckien Musik erwarten. Roch ist es kein Monat her, da« es als eine unwahrscheinliche sckxmähung erschienen wäre, von der Wagner scheu Musik schlecht zu ivrechen. Heute sind in England die Werke de» große» deutschen Meisters in der Tat beiseite geschoben. Ter Wagner Kultus ist zeinveilig vom Kirege erstickt norden, ttzeftern abend enthielt das Programm des Kon- ieries in der Queens' Hall wie gewöhnlich einige stücke aus dem Ring und auch aus dem „Don Juan" von Rickzard Strauß: abcr un letzten Moment »vurde» die Wagnerstücke durch dos „Italienische Eaviiccio" von Tschaikowski, durch ein e Arie aus Gounods „Faust" ..Rachbari». euer Flo-ünhen!" — tiefer Kerl kommt doch auch mis Teuiick-! md' »nd durch ein Kon- sert von saint saefts rrirw. ivsbrend anstelle der Muiik ron slrouß unter betäubendem Beiiall dn Marjeillatfe ge- iviclt wurd,. Und dies alle geickrat.. obnohl tie Hauvtanziehungs- frait t:i Konzerte in der Queens oa.ll bisher immer die vollendete Ttii'fuhrung der deutschen 'iufit gewesen ist. Auch dre ö ü e rr e ich tick - u n a a ri i che Muiik erlebt dasselbe widrige Zä ickiat, obgleich es i r:ver iein Isnntc, nch ein volkstümliches Konzert ohne wenigsten- ein stück von Liiji voizustellen." dann steht die ganze Batterie wie eine Mauer, und alles will der Erste sein. Wenn wir nach. Hause kommen und alles noch io müde ist, atme Gesang gellt es nie, und abends liegen wir im Schützendause, jeder wie er gebacken ist, und schon >ängt^ es in einem Winkel an: „C Deutschland, doch in Ehren", oder „Deutick- land, Deulichland über cl.es", oder „Die Wacht am Rhein". Die Sozialdemokraten melden sich, acht Tage bei trocken Brot und Wasser vor dem Feinde zu liegen, alles schreü: nur vorwärts, nur vorwärts, entweder siegen oder sterben! Denke nur an die "Festung Lüttich, die bei allen Bölkrrn iür uneinnehmbar galt, und an unsere Marine, die alle sreiwillig in den Dod gehen, nur um zu siegen, llnd glaube sicher, wenn Weihnachten kommt, sind loir elttneder all" tot, oder wir haben gesiegt. Länger wird es nicht dauern. Wenn es die Marine übernimmt, allein die ircm- den Schisse abzuhaltc.i, dann solgen wir auch unseren Brüdern im Felde. Mil tausend Grützen verbleibe ich Tein Bruder Dtto." Räumung der Llbinger Niederung. Die „E.btnger Neuesten Nachrichten" bringen am 31. August folgende, osseubar amlliche Mitteilung: „Aul Beseht de: Kommandantur M a r i c n b u r g werden im Jnterej e der Landesverteidigung in der Echinger Niederung vom Sonnabend abend, 22. August, ab die Stau- und B o r s lu t d c i ch e an verschiedenen Stellen durch- stochen Ter Binncnwassertzand wird dadurch bis zur Höhe des Autzenwasiersta.ides des Haffs,, des Elbingflusses und des Drausensces aukgestaut. Durch liefe Ausstauung werden voraussichtlich alle Gelände- slächen zwischen Nogal, Elbingfluß, Trausensee, Dort Stümswalde. Alt-Tctlstädt, Thicrgarl, Grunau-Niederuna, Neukirch-Ni.'drrung und Schwarzdamm, die tiefec als w 0,22 Meter über normal 0 liegen, betrosscn werden. Es ist jedoch nicht ausgeschlossen, datz bei ungünstigem Wassersland auch höher gelegene Teile in Mitleidenschaft gezogen werden. Diejenige,! Belvohner, die di' betreiscndcn Lrtschastcn räumcn wollen, haben tei Rückweg lediglich nach Westen zu über die Nogat und Weichsel zu bewerkstelligen, lieber die Nogai bei Einlage und über die Stnbasche Laake sind bereits Brücken geschlagen." Die-c Anordnuna, so bemerli dazu das Blatt, ist durchaus nicht in dem Sinne auszufassen, als ob irgendwelche Gefahr im Verzüge wäre, sie ist vielmehr nur getroffen, im Rahmen des allgemeinen Schutzes der LandeSverteidi- guiigsiuteressen. Ein Russe an seine Rinder. Ter ^Bois. Ztg." wird die Abschrift des Briefes zur Verfügung gestellt, den ein in Deutschland i e st g e n o in m e - n e r r u s > i s ch er Pole au seine Kruder in Rußland geschrieben hat. „Meine lieben teuren Kinder Slawutsch und Tadick! Dieser Brief wird .Euch wähl wahrscheinlich erst spät erreichen. Wir sind Grsa-iaerc der Deutschen. Schweden als neutrales Reich hat es übernomme i, uns nach Rußland zu bringen, aber es ist alles ungewiß W.'Nil nun Schneien sein; Pläne ändert und uns aus seinem Reich' vrriagt, so haben wir keine Hoffnung, das Leben zu fristen. Teure Kinoer, bleibt gesund, arbeitet so, wie Euer Vater gearbeitet lat und erwerbt nur das, was Ihr durch eigene Arbeit verdient Mein Grundsatz war immer, ein ehrlicher Weg ohne Schacher Slawutscl. Du bist unser Stolz, Todda, Du unsere Holde Ihr könnt Eure Namen mit erhobenem Haupt? tragen. Ihr braucht Euch Eurer Eltern niemals zu schämen, sie waren ehrlich und gut, sie haben niemand übervorteilt. Die Deutschen sind gut. iie haben mehr an uns gedacht als die Russen, sie handeln wie G e n t l e m e n , sic haben den Armen Brot, Kaiser und Butter gegeben. Bis jetzt hat niemand das Recht, von den Deutschen etwas Schlechtes zu sagen, im Gegenteil Es ist hier graste Ordnung, die Deutschen vcre stehen Krieg, zu führen. Und nun, liebe Kinder, ich überlasse Euch Gott und drücke Euch an mein Herz. Wir segnen Euch." 6cer riuS Flotte. Ein Brief von der „Goeben". Bon dem herzersrischenden Selbstvertrauen, das unsere blauen Jungen beseelt, gibt folgender Brief eines Magde- iburgers, der sich an Bord der „Gocbcn" bcsindet, eine neue -.Probe: „Tie innigsten Grüße vom kriegsmäßigen Kohlenladevlatz sendet Euer treuer Bans. Gestern trüb 1 Uhr haben wir einen Streich ge. liefert. Wir haben eine französische Stadt in Brand geschossen. Das war ein Hauptspaß. Denen mag das Katseetrinken auch vergangen sein Als wir danach wieder zurückpikschien. verfolgten uns zwei 'große..englische Linienschissslreuzer. Aber die konnten ia nicht mit uns mit. Wir haben denen telcgravhicrl, ob wir sic in Schlepp nehmen sollen, sic kämen ja sonst nicht vorwärts. . . Nun haben wir drei Großmächte aut dem Halse, aber so Gült will, schlagen wir sic alle auss Haupt. Hier an Bord aibi cs jetzt keinen Unterschied mehr, alle, ob Osfizierc. Ilnterotsizierc oder Matrosen, arbeiten wir siebrrhait. Freilich strengt da? furchtbar an, wenn man schon vier Nächte nicht gc- fchlaien hat nnd immer wie ei» Stier gearbeitet, aber es gilt ia Deutschlands Rnbm nnd Ehre und inner Leben... So Gott will, sehen ivir uns geund und munter wieder." H„tpcr?itcrts-Ncickiricl>ten« — Leipzig. 26. Ana. Wie der sächsstcbe Knltilsniinister Dr. Beck inl'teilt. wird Istr die llniverfitätc», sowie strr die aildeie» sächsische» Hoclischnlen dos A » § » a h »i e » c r b o t von Studierenden nnd Hst.er» kür Russe» und Japaner demnächst erlassen werden. r«rmiidifc*. * Heber seinen Aufenthalt in dem eroberten Lüttich schreibt ein Holländer, der sich zurzeit dort auf hielt, der N. Gron. Et.: Einigemal spielt eine deutsche Kapelle aus dem PlatzenSt. Lambert: ernste, ja wehmütige Stücke wurden gespielt. Die Deutschen zeigten mehr als einmal ein mitleidiges Herz. Wohl herrschte in Lüttich keine Hungersnot, aber es sind doch io viele, die noch nicht den Weg zum Bureau für Wohltätigkeit zurückgclegt haben. Deutsche Solda.e.i, die wußten, daß ich Lüttich und seine Bevölkerung kannte, baten mich, Säckäicn mit Hartbrol - Zwieback, die zu ihrer eisernen Ration gehörten, unter die Leute, die es nötig hatten, zu verteilen. Ich tat das gerne. Es war rsihrcnd, wie Frauen schluchzend aus "die Knie fielen, um noch ein Bcutelchcn mehr zu erhalten. Tag und Nacht waren Häuser und Zimmer unverschlossen. Abends war es aut den Straßen dunkel. Gas gab cs nicht: nur vereinzelt brannte eine elektrisch; .Lampe. Nach 0 Uhr durste-iich keiner mehr aus der Straße zeigen, der nickst die Parole kannte, wenn er nicht G.n'ahr lausen wollte, standrechtlich erschossen zu werden. * -T r i lt f g e I b e r für englische Rekruten. England ist setzt bestrebt, um seinen Verbündeten aus dem Festland zu Hilfe zu kommen, ein möglichst großes Landheer auszustellen. Inwieweit es damit Glück haben wird, bleibt abzuwarten: jedenfalls hat das Werbegeichäit in Großbritannien nie recht geblüht, denn der britische „Gentleman" Ixilt sich für viel zu gut, um seine Haut zu Markte z» tragen. Man hat daher in England zu den verschiedensten Mitteln gegriffen. um Leute unter die Fahre zu locken, nnd auch jetzt werden den Dienstwilligen gewiß wieder besondere „Trinkgelder" versprochen, wie es in England seit langem üblich ist. Erst ganz, vor kurzem noch ist für die indische Arntee ein Erlaß erschienen, nach dem Rekruten, die sich verpflichten, 12 Jahre lang im englischen Heer zu dienen, eine besondere Prämie von 320 Mark erhalten Zu Anfang des 19. Jahrhunderts waren noch weit beträchtlichere Summen pro Kopf eines jeden Rekruten ausgesetzt. Wer sich freiwillig ajlwerben liest, erhielt außer seinem Lohn für den bloßen Eintritt ins Heer die stattliche Suntme von 1300 Mark, Das erschien aber den englischen Militärbehörden doch zu teuer, und so wurde denn durch einen Befehl vom Jahre 1801 der Preis des Infanteristen aus 320 Mark festgesetzt, also aus wenig mehr, als man heute für einen indischen Soldaten zahlt. Kavalleristen, denen ja schon die Vergünstigung eines Pferdes und auch sonst ein lustigeres Leben zugestanden war, standen niedriger im Kurs. Sie bekämen als „Trinkgeld" nur 268 Mark. In dem Landkrieg mit Napoleon aber brauchte England io viel Soldaten, daß es mit seinen „Trinkgeldern" wieder gewaltig in die Höhe gehen mußte. Im Jahr der glorreichen Schlacht von Waterloo wurden iür den englischen Soldaten sehr beträchtliche Prämien ausgesctzi, die dann in Friedenszeilen wieder herabgingen nnd schließlich aus 150 Mark pro Kops sielen. Während des Krimkrieges mußic John Bull seine Börse weil öffnen, um die riesigen Verluste wieder gut zu machen, die Lücken, di: besonders die Seuchen in seinen Armeekörper rissen, auszustopsen. Jeder Kavallerist, der in die Armee einrral, erhielt als Prämie 200 Mart, Infanteristen mußten sich mit 160 Mark begnügen. Doch waren auch sonst sür gute Leistungen Trinkgelder aller Art ausgcsetzt: so gab es z. B. ritt sed; geworfene Granate eine besondere Belohnung, sür die großen 50 Psennig, sür die kleinen nur 10 Pfennig. In neuester Zeit hat man zu demselben Mittel gegriffen, um gediente Leute zum Wiedereintritt in das Heer zu'bewegen. 1898 bekamen Reservisten, die wieder unter die Fahnen traten, pro Mann 100 Mark, während man im süd- asrilanischen Kriege die Leute zum Langerdienen dadurch zu bewegen suchte, daß man ihnen Trinkgelder von 200 bis 300 Mark versprach__ viicheriisch. * K r i e q s » a ch r i eh t c» kür die im Felde st ebenden Trnvpe n. Begreiflicherweise hat in Kriegszeite» gerade der Lknzier nnd Soldat im Felde de» Wunsch, neben de» eigenen Erlebnissen zuverlässig und nmiaisend zu erkahren, ivas j'idi ans den verschiedenen KriegSfctwnvlälze» ziigeiragei, hat. Aber e- ist not- ivendi.i, daß diele Rachrrr! ten ihm in einer seiner knappei, Zeit nnaeinesseiien Form zngrlea, ziiinol berücksichtigt irerden muß, das; er i,ur voi, Zeit zu Zeit Post nnsaelieiert beloiiiiiit. Es ist deshalb lehr zu begrüßen. Saß das gelesensie Lrgaii des deutschen Lsfizrer- korps , das altbeivährte „Deutsche O s k i z t e r b l a t l', eine Kriegs -Ausgabe erscheinen läßt, die diesen Äcsürknissen gerecht wird. Das Blatt erscheint e i n m n I w ö ch e n t l i ch nnd bringt, nach Kriegsschauplätzen geordnet, eine übersichtliche Zu- faininenslellung oller Krieasnachlichten der Woche tu der amtlichen Fassung und »iiler schlaglichtartigcr >achi»äiinischer Beleuchtung der charakteiiniche» Erscheinungen au * * * den verschiedene» Kriegs» fchanvlänen. Die Fcldtriivve fnnu diele leicht in der Rocktasche nnleizi,bringende Kriegsausgabe, deren vierteljährlicher cklbonne- meiilsvreiS 'Mk. 1,75 beträgt lEinzelniimmer 20 Pkg.> bei ihrem Feldvoslgii'.I abonnieren, eS ist aber auch möalich — ivorank iuü die in der iietmat gebliebenen Angebörigeii besonders liinivei er> — die Zeitschlifi beim Verlag (Gerhard Stglling ln Lldenbiirg i. Gr.f z» nboiinicreii nnd dieser! unter Ädrcssenangabe des O'fiziers oder Soldaten z» beanktragen, die Absenduna reaclinäßig durch Feld- voilbrier ins Feld vorzniiehnien. Die Angehörigen werden ihren in, Felde stehenden Sieben darnit jedensalls eine große Freude «breiten. (Eiiiacjtiitdt. (Für Forni und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion deni Publiknni gegenüber keinerlei Verantwortung,) Gießen, S-. August. Durch die Universitätsbehörde ist mir heute ein von einer großen 'Anzahl hessischer Vereinigungen Unterzeichneter Ausruf zugegangen, in dem die Beamten aufgcsordert werden, zu Gunsten des-„Roten Kreuzes" freiwillige Abzüge von ihrem Dienstgehalt anzumelden. Tie Behörde bemerkt, daß sie aus mehreren, einzeln ausgeführten sachlichen Gründen diese 'Anregung nicht uneingeschränkt besürworten könne. Ich bin der Meinung, daß man ihr direkt entgegentreten sollte, und begründe das wie folgt: Die Beamten, oder jedensalls sehr viele unter ihnen, sind durch den Krieg ohnehin schon schwer geschädigt. Das gilt zumal von denen, die neben ihrem Dienstgehalt, um standesgemäß leben zu können, auf Nebenbezüge halbamtlicher oder privater Natur angewiesen sind. Diese Nebenbezüge, z. B. bei den Professoren Ferienkurse, Vortragshonorare, Gutachten, Kolteggelder, kommen zstm Teil jetzt schon,, zum T«il bei längerer Kriegsdauer, mit Sicherheit in Fortsall. Dieser beträchtliche Abzug von dem als ständig in dem Haushalt eingesetzten Einkommen scheint mir vorläufig als Opser völlig zu genügen. Diejenigen Beamten aber, die solche Ncbenbezüge nicht haben, beziehen ohnehin, wie wir wissen, keinen höheren Gehalt, als er zu ihrer und ihrer Familien Ernährung unbedingt erforderlich ist. Dem „Roten Kreuz" sind sofort zu Beginn des Krieges freiwillige Spenden in großer Höhe zugeflossen, und jedermann wird sich freuen, ivcnn diese Spenden täglich wachsen. Aber sie sollen von den Vermögenden ausgehen, sicherlich auch von den Vermögenden unter den Beamten, als Spende vom Vermögen, nicht vom Gehalt. Gehaltsabzüge.sollten, wenn sie überhaupt ins Auge gefaßt werden müssen, nur von den Behörden, dann aber sür jeden unter uns, in Vorschlags gebracht werden. Den Charakter privater Freiwilligkeit dürsen sic nicht tragest. Brauchen Staat und Gemeinde im Lause des Krieges Geld, so mögen sie es sich aus dem Weg der Umlage verschaffen. Da wird seder gerne das Seinige tun, zumal er sicher seist darf, daß dabei gerade die Vermögenden in erster Linie betroffen werden. Von der Notwendigkeit solcher Maßregeln hat man bisher noch nichts gehört, urid wird hoffentlich so bald nichts davon hören. So lange die Dinge so stehen wie jetzt, kann man den Beamten nur zurusen: haltet euer Geld für wirtschaftliche Zwecke zusammen, entlaßt keine Angestellten und keine Dienstboten, bezahlt bar, was ihr kauft und sucht, wo cs angängig ist, an eurem Teil wirtschaftlicher Not zu steuern. So wichtig die Zwecke des „Roten Kreuzes" sind, noch wichtiger ist unser geordnetes Wirtschaftsleben. Krüger. Mit Recht ist wiederbolt in den Zeitungen ermahnt worden, man solle mit Kohle, Gas, Petroleum usiv. svarsam sein. Jrn 'Anschluß an diese Mahnung sei darauk hingewlesen, daß in iniierem B o l k s b a d seit seiner» Bestehen von zahlreichen Badegästen, oll nnd jnna, Männlein und Weiblci», ein grenzenlolec 'Mißbrauch n»t Wasser, insbesondere mit warmer» Wasser, in letzter Linie also auch mit Kohl:, getrieben ivird. Ungezählte Knbik- rneler von Wasser brauchten nicht errvärint zu ivcrden, wen» man den Leuten das Handwerk legte, die sich, uni nur die Haupts»,ide zu nenne», gervohnh itsmäßig viettelnitndenlgiig nnd länger vor und »ach dein Bad »nler die heiße Brause stellen. Es soll hier »1,1 t iveiter aus Einzelheiten eingegangen iverden, aber kein Eni- Ni'bltaer ivrrd bestreite» könne», daß sehr viel Kohle gespart iverden könnte, iverm das Anisichtspersonai die Badegäste, auch diejenigen des Heißlustbades, mit allen, Nachdruck an der leider vielaeübte» iinglanhlichen Perschirenünng heißen Wassers abhielten. Tie Forderungen der Reinlichkeit brauchen dethälb »och nicht hintangestellt z» iverden. 8. * In der Kaserne arn Trieb solle» sehr vicl Flöhe und Wanze» sein, so daß die Soldaten nicht schlasen könnten. Wenn dies mälir ist, warum criolgt keine tzlbhitle? Märkte. lc. Frankfurt a. M. Schmeincmarktberi h‘ no n 26. Ang. Antaetrieben waren 1107 Schiveine. Pollfleischige Schweine von 86 bis 100 hg Lebendgervicht 47.00—50.00 Alk., Schlachtgewicht 61.00— 61.60 Mk„ vollsleischige Schweine nntec 80 kf» Lebendgervicht 40.00— 48.60 Mk.. Schlachtgewicht 50,00 - 61.00 Alk.^ vollsleischige Schiveine von 100—120 k» Lebendgervicht 48.00—50.01 Mt., Schlachtgewicht 60.00—62 Mk.; vollste» chige Schiveine von 120 bis 150 kg Lebcndge,vicht 48.00—5 -.00 Mk, Schlachtgeivicht 60—62.00 Alk. Geschäft langsam, bleibt Ueberstand. e. Frankfurt a. M„ 26. Ang. (Orig.-Telegr. des „Gießslier Anzeigers".) K a r t o »i e 1 m a r k I. 2>!an notierte: Kartoffeln n> Waggons Alk. 7,00 — 8,00, int Kleinhandel Alk. 10,00—11,00 für je 100 k». FC. Wiesbaden. ViehHoi-Marktbericht vom 26. August. Auftrieb! Rinder 91 «Ochsen II, Bullen IS, Kübe nnd Färsen 63,, Kälber 312, Schate I Z Schweine 31», Preis» für 100 Pfd Geschäft: mittel. Lebend» Schlacht- Ccfiis't. aewich: Pollstekschrae. ausgemästete, höchsten Schlacht» Mk. Mk. wertes im 'Alter von 4—7 Jahren .... 17 —52 89 -98 Die noch nicht gezoaen haben (rnigejochte» . . 46—51 87—9l Junge, steifchiqe, nicht ansgernästite nno ältere ausgemästete............ 42—46 79-87 Bullen. Pollfleischige, ansgew. höchsten Schlachtw. . . 40—45 70—76 Pollstcischige, jüngere.......... 37—40 66—70 Färsen. K >1 l, e. Pollsteischiqe ausgemästete Färsen höchsten Schlachtivettes ...........46—51 85—94 Pollfleischige n„sgsmäst;t: Kuh« höchsten Schlachtivertes bis zn 7 Jahren..... 37—44 70-80 Wenig gut entwickelte Färsen....... 40—11 77—84 Aellere ausgemästete Knie....... 34—33 64—69 Kälv;:. Mittlere Mast- und beste Saugkälber .... 57—60 95 — 100 Geringere Aiast- >md gut: Saugkälber . . . 53—56 88 — 91 Geringe Saugkälber..........48—51 81-86 Schar:. Weidcmastlcha'»: Mastlämmer und Masthammel. . . . 45,50-00.0 0 91-00 Schweine. Lollsteischtge Schweine von 80-100 k? Jebend- «ewicht..............48),' 50 62 61 Pollfleischige Schweine unter 80 kz Leoendgewich: 47)4-18 6162 Bollsteischige Schweine von 100-120 k^'Lebend- gewicht..............49'/. 51 62-61 Bollstelschlge Schiveine von 120—150 k» Lebendgewicht .............. 48 00 60-00 Feilsch,verne über 150 k? Lebendgewicht . . 43-15 54—56 Limburg a. d. Lahn, 28. Ang. Fruchtmark: Durch- schnittspreis vro lvialter. Roter Weizen (Nassanischer» 20.00 Alt., weißer Weizen (angebante Frerndsorter» 19,50 Mk.. Kor» Ib OO Mk^ Gerste (Futter» 0,00 Alk., Braugerste 00.no Mk.. Eakec, alter, 12.-,0 Alk., neuer 10,00 M!k., Erbsen 0,00 P!k^ Kartoffeln 50 Kilo 1.5/-5,0o 'Mt, Butler das Pfund I.Sl Mk-, Eier das Stück 9 Pfg. rrirchliche Nachrichten. Israelitische Religionsgemeinde. Gottesdienst in der Synagoge (Süd-Anlage). SamStag. den 29. August 191t: Porab en): 7.00 lthr. AI »r g ens: 8.30 llhr. L! a ch m i t t ag S: 4.00 Uhr. SabbatauSgang: 8.05 llhr. Israelitische Religionsgesellschaft. (»otterdienst. S a b b a ! !e ! s r a rn 29. A u g u st 10 11:' Freitag abend 6.50 llhr. Samstag vormittag 8.00 llhr. Samstag nachmittag 4.00 Uhr. Sabbat-Ausgang 8.05 Uhr. Wochengottesdienst: Morgen» 6.00, abends 6.3» Uhr. Meteorologische Beobachtungen der Station Eiehen. Aug. 1911 |s».| e ° s O- •_ SÄ (?) 's a Q ~ -o ’S ’S ^ X z to i f l| i COi* i-ki Wen«» 26 I V T4o,l 22 9 13 1 63 W 2 9 Bew. Himmel 26 S :5 744,8 191 12 7 77 W 2 10 Bed. Himmel 27.j ’< " 7 44,6 16.8 13,0 91 w 9 10 ' Höchste Temperatur arn 25.-26. August I9U = 4- 23,1' Niedrigste , . 25.-26. . 1911 = ^ 14,7', Niederschlag 0,0 mm. Verantwortlich für den gesaniten redaklionellen Teil: Aug. Goeß. Ter Versand voa coffeiufrciem Kaffee Hag ist ia voslcm Umfange wieder anfgenomme» worden. Kaffee Hag ist daher in allen Verkaufsstellen in frischer LLarc zu unveränderten Preisen zu haben. Jedes Paket trägt Preisaufdrnck. Jtmtlicher Teil. Bekanntmachung. Betr.: Feldbereinigung Leihgestern: hier die Grenzregulierungen mit Großen-Linden, Lber-Slcinbcrg, Watzenborn-Stein- berg und Schissenberg. Mit Entschließung vom II. Juni 1911 hat Äroßherzogliches Ministerium des Innern, Abteilung iür Landwirtickiasl, Handel und Gewerbe den Zuteiliingsplan Aber die-den Nachbargemarkungen Großen-Linden, Eber - Stcinberg. Watzenborn - Stembcrg und Schiiiciiberg tzngezogcnen Gmindsttick; au( Grund von Artikel 36 des Fcldbereinigungsgesctz.es in der Fassung der Bckaimtmacknrng vom 7. Juli 1906 für vollziehbar erklärt. Ich bestimme nunmehr als Zeitpunkt der Ansführung lEi- gentumsÜbergang dni I. Oktober 1914 und überweise mit Wirkung von diesem Tage den Beteiligten die neuen Gttindstücke. Die Ucberwcisung erfolgt unter folgenden' Bedingungen: 1. Meliorationen können aus den neuen Glmndstückcn auch sernerhin vorgenommen iverden. 2. Di; beteiligten Grundeigentümer müssen sich eine Veränoer« „ng der Zuteilung gefallen lassen, die insvlgc der ')ttiö- sührung von Meliorationen, der Anlage von Wegen, Gräben oder aus sonstigen Gründen innerhalb der Zeit der Ausführung dieser Arbeiten notwendig wird. Ein l.ierdurck bedingter Ab- und Zugang von Gelände wird dem neuen Eigentümer nach dem Bonitätswert vergütet bczw. »u- geschrieben. Fricdbcrg, den 24. August 1914. Ter Großherzogliche Feldbercinigungskommissär: Schnitt spahn, Kreisamttnan», EB Iffefe! fl'i 1.1:21 ? r: — >- -____ *'-' ... « e: s — = -- " fe c t «p X j_ X-° t - ^ o r w = ~ -L c .5 g = « = S«__£ 5 Eft :ji=?!i 5 j*€ä v .«2 ä *° 2 H - 'S- - = ■- £ o *= N r r‘5 5 2 . ^ «2=^g.?n2- oa - - Ij£°>*l«ä2sri*s = I-,iSS2S| g gt;-| |gl||2*|-fIjyS lIlJlMffiftP WWMWIWW <5 - §5 ~ = - H ir»sl,f|;-SÄSsä .EStfeT-? = -« = -£ I ff Ä« .:*;5.“i:S€ = -£2 |s :«i=li^f-!il* 3 MlPifi, ^ii: ® © « _ X? Ji.— X> o ^ Ä s e*-- «^ »-. ^ Q «2 " ^ ^ ^ Sillll'lN&S^gs si « = liiert! -'S-- w £ :ge* 5 Z-L L 6 5=2 = 5fäf . A Sj S O g«f gp&gg ZsZZ-r-LZ^ ■—' M •—- —' O -Lf P •“ “s — s:§2 = js = £ s £ =•= H- S ‘ c '3't'- |£|l&te ~ Isilü- 5 ! «SlsÄ“ä|-g Llf^i^r = '. S S = 3 'S.. — l- « Wt *-• »f» • W tJ» «Hill^g^fipf sllct^if. rii:- stis§ ^s’rsjSisssiiu a-c £ S -rf; «2 ^ f «■< ‘-» V-r - 3-? ------- s £ S B = S-^S|»| = - IX-w fT,|| i5 £ .f«^5 s r|_yrfe-- sg in 3. DZ- 2 o -er- 5t! I'i» - 2 ? - Ip lil z. 2 fit c| f, 2* ^ v ^ *£3 5 '". CT —■.&-=' = 5 3 lil | AS P“ 11 5 « » P, - JT 'ff _ = eg) - I Z I 2 ^5 §*(») ' _. ö £? -• er' ,3*2-s- = 53 n -' x 2; 2 g S § p.® x -. — s x «!§ *3 jj 0 ■ ' 12 r e ffD-g tz e: 3 2 CT g - - - - - IL!ch§A ^ - ;=. r- o = —S 3- a 2»gCTg £ s.^Z- g - = '2 CT - °- ■' ~. = = £ m y c : r 2 — '*5-2, r rr « 0 er 3tz"L 1 **3 ': s;a .'? -c = j^x- O p gx.p ___ 2- —• _ Ä 2 5' "^' /- ', 1 -* 2 2: ,- 5 CO 'f?* 5 = 2-? 3: : 2-M' r» So o'" *-c —,, *v 2 -• = ö = "; n. jjMa 3 -■£, ö' 2. 2 2.55 3 = 3 = 2. 2 = ' . 2 ft) *)-=' O 2 2 v o‘ r erZ c/J s;= 5 ©ir= -■ 5- ” 5 t % !?!;" - f c Ü2 : 2.5 - ct - — a - — : 25 xeäa' -2. — = P cf -.p,^o« X 5 2 2 ? —, ct’ = K «? 3 3 = = 7S- ig r3.3 Ä« 3 2 2 " C2 o S'-SZ <5 2 z. = = ?/ = S,S2»S ~g.- 3 . 2 r 5 - - 95 =' o 3 Z = = n o < - ,t *-. »Je O Z'LS-Z 3 ^ CT X » 2 - =.g^. X- er » = 2' 2 <» er r5 —, rz p = 2 ' O ^- — p .— 2 '-5 C-2.S = Cs i S ” 3 _ 5- •©==_. (s»S—5- ' 5 g ^ ^ 2 5 £ 2 5 ~ «' 5 rr ®- “ ^ O: ^ _ —- s tau 3 cs. » _ ~ „ - a 2 3 2 . 2 . ~ H- 3 _ X 3 p A) o - X: x Cf ,i l _! = 3 3.1 g 3 « =r i ,; * Sf ' = 5 p 3 ä - » - v = = S ZH Z w3. o ^ , - -t2 ; 5A 5 3 lÜx'p a- 2 a 2 «, " & S - -V3»4f2a 3 =■ ~-ä = 3 p ~ = = r a 3-§ 5 §2.g 2 .— r -2 - 2-- sri ;* O S= ^ 3 , ' — 3r 3 P,c 3 — ’Ol ; P y . 3 v ' CT ^ . 77 ^ ' ^ 2 ^ ^ '«S-a ~ C2 ^ a ^ '2 = o E, x'~57 3 = 5- - 3 er.“ = p “ gM- | ff ,- 5 , g- - 5 = £ _ 0 o £> p/ cy 1 2 2-!- = 2.V 2 2 *-: o nä = ~'3 3fr 5 3-g 2 S ^vs -i. 2 2. fge- r=5 5 s 2 ttl 3-3 fZ.K 2.' ^ Ä =3 Sf ^ 3 » 2 2 ^ cr= 3 . "§.= 2-2 —.O-- ’ ^ 2T ) 3- •-•■ x 3 jH ' 2 : :niii - 72» aar —. ^. ^3 pilf' r 3 OT—,“- (Sl ~ aa§a-5- | -S.-Z.S. - 2. ~ 2 -5 ^ o« F-fJä I IP# I = 5-531 2 — w ^ gr o' = 1 55 If"! -r'<2 & _ __ Wß 2. 2 ~ 7 2 1 oo 2 vS- 2 3^=.'-.s : -2 2s i --• 3 .^ -2 3T£ ■ 2 2 2? _ 2 ^ S p g. g 2.5 o o 5 x f= Eg lg3: 0 er® =.= 5 ~ : 1 a S r°g Zr -5 a. s.-sr, g- 2-: •=■—3P- 3 x i, 5 3 x L.a-SeaSiÄ »a-lÄ !i .ä 57-? g —'c 5 5 -- ^5-3.5 3 xrer X.gf^ff i 7 B- 3 2 s 3 5' —• 2 c ^ 2 »-5 - = 5.^ = 2 3-£t=-as 3-^rs 3-2. /J*X3 - - 3-2 g-p.£; Z Ci3- 3.« S BjS Hf-3: X re & §°p 11 wm '■ = 2 ^<7 » rr 2 2.2 gl. 2;?- rr ^ s* r ~O. :|| g 7.3 '?•= = ag 3Ö= ; fl 3 X-P s? ff <-CT- Z ri __ t ^ p = 2 ffff 2 5ZZ a 3 5 E p fgf 2 2* TT t^CT?: 5 2 5 - P '2 : >i 2 g^) ? 3 . 2 — c r .s 2 2 9 - X, 2 | § | er» r =. CT* S P-CT » f Z. =: — 2 - S' 2- 2. 2 ?. -. -1 2 er ^ 2-' -•. 2 2P2 = ^C»J Lf?p! Z 7x- ^S-CT - - r 5 s S 2 g: ^ ' 2 —<— j 2 > 2 WO 7 — 3 3 CT, -r —1 5 12 -,w‘ 2 ° : X.Ä 2 - :2.= (CT, ct c = S =3.3.3 f 2 er 2r ,— 2 zz 222 -’' --• -xrs-g =r ^ 2 ^ 5 CT 2 .3 X Sa 1 . 3 . 3 Z.L- S = f;.2- 9-3 CT CT. Z a 7(äü = f=?3,= f 3 CT = X= 3 - = _ CT 3 CT CT 5 SS -:p =;- a r -x g X CT ^CTP P CT 3 ^., .;, P ■ — i— 2 («s -az 2 - —X 3 S CT - 5" ' H'BfZpä' z 5 gf-.a 2 -5 — - 2 O* —- 222^^2 ffW ßf§Z^ - —..'^"-2 - -e ZZ e e >2 .^,--5 2 2 -.—. ^ 2 2 xZ Zz?“ 3^2 - , .2 - 2 ipPiSpi: afss 5 .pgs. 32 a CT a S=ragZ^ ; s-x = ^5 = ;3 («:! 5 p »-: -•= f =-■=-=• x ct f grg g 5'-. 5 ., er 1 X 6)5 . p-Z X CT-. ,5 (s) rliglfill e 2 -/ Cs 2 Ä 2 « ?.|g# gg 5 r Sxg^zlt 2 2 : z: -3 K " S-Sa 3- er 2 5-2,3 2 ct Il Z ar'5' 2 . = s S5!a^s a= g fff XX 2 -- ^ iLZ^Z.ZÄ'co X? - 2-f g 55 2' O 72 e> 2 x 2 2/ 2 — 2 2 = - |3 Pflfff' S -I = 3.3 g = • •2 O* (c)CO 2 2 )±\ <22 2 d »2 - r?' 2 2 SS ff -w ZZ o. ^ 2 öS« 1 ct x xx S-5 x Z a-e S »’s? ~ re 9 - 3_.3 5 - /') ' P „,3 3 P _ Sg= t| fZFZ 3 3 3 2. — W 5 . 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