Nr. M Der Stetzener Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags. — Beilagen: viermal wock>emlich «ietzener.familienbläller; »ivennalwöchenil.iiieir- dlall für den Kreis Kietzen (Dienstag,„rd Freiing); Sircmial monall. Land- wirlschasllich« Zeitsragen Fernjprech»Aiischlüiie: Iür die Redaktion 112, Verlag n. Trvedition öl SIbrefic inr Dcveichen: Anzeiger Gicßcu. Annahme von Anzeigen iür die Tagesumnmer bis vorniittags 9 Uhr. Erstes Blatt m. Jahrgang Mittwoch, 26. August 19M Giehener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Rotationrdnrck und Verlag der vrühl'schen Univ.-Buch- und Zteindruckerei R. Lang«. Redaktion, Lrpedition und vruckerei: Zchnlstrahe 7. H^BeL Br zu qsprci«: monatlich 75Di., vierteljährlich Alk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Pi.; durch die Post Mk.2.—viertel- jäbrl. ausschl. Beslellq. Zeilenorei»; lokallbPj, ausivärts 20 Mennig. Chesredailcur: A. Goeiz. Verantwortlich für den volit. Teil: Aug. Goeg; ßi: .Feuilleton', .Vermischtes' und.Gerichls- saal': Karl Neurach; iür .Stadt und Land': Die Einnahme von Namur. Die geftrifl« Meldung, Mi die deutschen Truppen die Stadt Namur nedsr 5 Forts cingenonrmen Huben, dass der Full der 4 übrigen Forts unmittelbar devorskede. koinite nur noch iii einem Seit unserer gestrigen Auslage ,n,tgeteilt iver l^n. Bis zur Stunde liegt noch keine weitere Meldung vor. aj^r wir baden wahrlich keinen Grund, ungeduldig zu wer den Wie in Lüttich, io will mmi die Festung Namur mit möglichst wenig Verlusten nehmen, und unsere neuesten chweren 42 Zentrmetergeschutze, die mit ihren H Meter anaen Rohren aus weiteste Entfernungen ihr Ziel erreichen, werden die noch von den Belgiern verteidigten kümmerliche» Reste in aller Ruhe zusammenwerse», Tann hat das deutsche Heer den Rücken frei, kann ungehindert seinen Rachsämb. .Lebensmittel und Tchießbedari heranziehcn und sein Ziel weiter versolgen. Aus.erordcntlichen Eindruck wird im Auslände auch die schnelle uno entschlossene Einrichtung einer demschen Berwaltung rn Belgien machen. Tie deutsche Ordnung wird in dem welschen Lande ihren heilsamen Einzug halten. Tie Franzosen ,vollen sich nach ihrer neuesten anitlichen Meldung nunmehr desensiv einrichten. Ihre Tarftellung bedarf keiner weitere» Erörterung; sie ist ei» Berlegenheitsprodiikt. dem man es anmerkt, das; die Verfasser, die den Ernst der Lache besser kennen, es sich al'gcgualt habe». Wir crsahreu durch diese Meldung übri gens auch, daß deutsche Kavallerie bereits bis Roubaü vor- aedrungen ist. also vor der Fesmng Pille steht. Bon da ist der Weg bis llalais. von wo aus wir die Engländer grüßen können, nur »och so weit wie etwa von Marburg nach Frankfurt. Die Heldentaten der Russen und ihre Aussichten er 'scheinen heute in keinem glänzende» Pichte Air haben gestern, in eine'» Teil unserer Auslage, schon die amtliche Wiener 'Meldung ntitreile» können, daß die Lesterreicher in Russisch- Bolen aus beide» Leiten der Weichsel siegreich Vordringen, dast >ie westlich des Flusses den deutschen Verbündeten schoii du Hand gereicht haben und zwischen Kielze und Radom stehen Oestlick der Weichsel wurden ruzsiscl» Truppen bei Kvasnik geschlagen, wobei 2000 Russen gefangen unb Ma schiueugeivehre sowie Gesckßütze erbeutet imlrde». Ailch an der Grenze der Bukotvina wurden die Russen, 20000 Mann stark, von den Lesterreicher» geschlagen. So dars ina» denn auch die Page in Ostpreußen nicht mehr i» schtiminem Pichte sehen-. Wen» die Horden aus dem Osten noch weiter über Insterburg lnnaus Vordringen, geraten sie i» die Gefahr, das, ihue» der Riickroeg. den sie doch bald antreten müsse», abgeschnitten ivird. Air müssen noch kurz aui ein falsches Gerücht zurückkommen, das gestern abend und heule früh zahlreiche Gie- stener in gualende Spannung gesetzt hat. ES hiest, Namur sei v o I l st ä n d i g gesallen und 45 000 Mann, darnnler der englische Generalstnb, seien den deutschen Belagerern in die Hände gesallen Tic Meldung ivar iinwadrickwinlich, wurde aber geglaubk. Das Schlimme dabei ist, dast. wie uns versickert wird, Telegraphenbeamte des hiesigen Postamtes, die Meldung als wahr unh amtlich bezeichncten So wurde sie denn auch, mit den, Vermerk „amllich", am Bahnhof und an andere» Stellen offentlicti angeschlagen. Air müssen diese Ersindiliig und die gewissenlose Aeilerverbreining als einen skandalöse» Unfug bezeichnen. Telegrapheubcamle sind odne- hin verpslichiet. i» jebeni Falle das Amtsgeheimnis zu de- walrren: wie viel grösser noch ist ihr Vergelwn, twitn sie in so ernster Zeit dnrck, Ausstreuung falscher Nachrichten die Bevölkerung demlnitngen Uns sind bereits Vorwürfe gemacht worden, daß wir die Meldung nicht bekanntgegeben hatten. Lii'verzichten gerne darauf, uns, wie es andere «letten getan haben, zuni Boten von Pügennachrirtsten mid unsiniilgen Genickten zu macke». Bei uns sollen die Leser und die Bevölkerung nur absolut sichere Wahrheit erfahren. v. d. Goltz Generalgouverneur von Belgien. Berlin, 25. Aug Mil der Beiroallung der okkupier- ten Teile des Königreichs Belgien ist vom Kaiser unter Ernennung zum cKeneralgouvernenr (Neneralfeld mar- schal I F r h r. v d. G o I p beaustragl worden. Tie Zivil- vrrwaltniig ist dem zum Vermal tu naSche f ernannte» Re- gieningspräsidrnten v. Sa n d t Archen ickertragen worden, dem für die Tauer seiner Tätigkeit das Prädikät „Erzellenz" beigelcgt ist. Tem BerwaiNingschei sind bei» grgeben Lberregierungsrai v Wnfsow Kassel. Land- rat Tr. Kauf „i a n » Euskircken , Zuitizral T r i m b o r n, Mitglied des Reichstags Köln, der bisherige Konsul in Brüssel Legationsrat Kemp ff, sowie der Bürgermeister v. Loedell Lranienburg Tie Berufung iveitcrer Be- aiiiie». insbesondere von Technikern der Berg- und Bau» verwaltnna, ist in Aussicht genominen. EK-neralgoiiverneur General feldmarschall Freiherr o. d. Goltz hal sich zur lieber- natmie jeiner neue» Tätigkeit bereits nach Belgien begeben. Tic Presse Belgiens erscheint in deutscher Sprache! Berlin, 25. Tic gcsa m ! c Presse Belgiens. ausgenommen die von A n l w e r v e n , erschein! in deutscher Sprache. Der.von deutscher Seite eingesetzte Gouverneur vcranlaßtc weiteres. Es ist anzunehmen. daß die französische Sprache neben der deutschen beibehaUcn wird. Tic amtliche Berichterstattung Frankreichs. Berlin, 25. Aug. Noch einem italiciilichen Blattern zugcgmigeiwn und aus Rom übermittelten offiziellen Bericht ist in Paris am 24. August um II Uhr abends folgendes Kommunique ausgegrden worden; Westlich der Maas wurde um'ere Armee von den Tcutschcn angegriiicn und dielr bcivundernswen sta»c> Zwei sraniösische Ar mcekorvS rückten vor und lourden v ", einem mörderiiäien Feuer empsanqcn. Sie wichen iedoch nichl. Al» aber die vreustiiche iSarde einen Gegenangriss auSiührte, in u ß I e s i e s i ö, z u r ll ck z i c b e n. Ter Feind ! Hane enorme Verluste. Westlich der Maas hatte» die Franzosen in schwierigem Gelände eine Vorwärtsbewegung gemocht und wurden dann heftig angegriise». Nach sehr leb hasiem Kampfe mußten sie z u i ü ck g e h c ». Südlich nahmen englische u»v französische Trnvve» eine gedeckte Siellun i und blieben ,-itaft. Unsere sta Pallrrii- hat nicht gelitten. Ter phhsische und moralische Zustand unserer Truppen ist ausgeieickn-i Die fron töfifrbe Armee wird jetzt desensiv bleibe», um die Oiicnsive im geeignete» Moment ivieder auszuiichmen. Untere Verluste sind bedeutend, aber noch nicht genau anzugebcn. Tas Eom muniguö ertläri ichließluti, es sei'»» bedauern, daß der A n g r i i s s- v l a u seinen Zweck nicht erreicht habe und fügte dann hinzu; Tie Teicnsivstellung der Franzosen blieb gegenüber deni Feinde, der sckw» gcschwächl sei, vollkommen fest. Teile einer ielbstandigcn deutschen »aralleri Tiviiion aui dem äußersten Flügel seien i» das Gebiet von Roubaix Tourcoing ei» gedrungen, das »ur von Terriioriattrupven verteidigt werde. Tic Wirkung der deutschen Geschütze. Ter Kriegskorrespvndcnz des „Nieuwc Rottcrdamsche Couram" schreibt voll Bewunderung über die deutschen stra tegischen Mastnahinen bei Lüttich. Die schweren Ge schütze (42-Zentimcler-Geschützc) seien in Teile zerlegt iiack, Lüttich gebracht worden. Hierbei hätten die Deutschen nichts dem Zufall überlassen und sich keineswegs aus das Vorhandensein von Schienen verlassen, obwohl solche aller Wahrscheinlichkeit nach in dem Industriegebiet vorhanden sein mußten, Tie deutschen Triivve» hätten deshalb Schienen m i t g r f üh r t, die ». a, längs der Avenue Rogier ge legt worden seien, ivoraus man die ungeheuer schweren Gv schütze wrtbewegt habe. Bon dort aus 'also aus der Stadt) habe ntnn dann aus ein«: Eniikrunng »»» iech> bis sieben tausend Meiern dir Fort» in alleP Beguemlichkeil zusagnmenl geschrisien, ohne daß Loser an Zeit oder an Soldaicn gemacht werden mußtest. Die Forts hätten »ich! einmal aniivorten tünnen, da ihr Feuer sonst die eigene Stadt zerstört hätte. Ter Fährverkehr zwischen Saßnitz und Trcllcborg wieder ausgenommen! Berlin, 25. Ang. (W. B.) Aintlich wird mitgeteitt, dnß der Fährverkehr zivischen Sastnitz und Trellrborg seit dem 21. August in vollem Umiangc wieder aufgcnommeii worden ist. Vergewaltigungen neutraler Fischerboote durch England. Haag, 24. Aug. Tic „Gazette de Hollande" vom 21. dS. meldet aus Pm ui de»; Ter nicderländisckie Tamp- ser „Nikolaß", der aus Leith in Amuiden ankam, lialte 37 niederländische Fischer an Bord, welche die Besatzung non sechs Fischerbooien bildeten. Von de» Boote» ivurde» zwei von englischen Kriegsschiffen in den Grund gebohrt und die zn»el andere» gekapert. Obwohl die Fischer holländischer Nationalität sind, ivurde» sie nach Inverneßnndvon dort r«ich dem Gefängnis von Perth gebracht. Dort blieben sie suns Tage cingesperrt, umrden schlecht behandelt und ungenügend genährt Tann brachte mau die 37 Fischer nach Edingburgh, wo sie abermals acht Tage ins Gefängnis gesteckt nrurdcn Sie verdanken ihre Befreiung lediglich der energischen Inlerven- tion des Kapitäns der „Nitvlaß". Holländische Tampscr aus russtsche Sccmincn gelaufen. Kristiania, 25.Aug. Aic aus London hierher ge meldet wird, find zwei holländische Dampier im Finnischen Meerbusen aus russische Minen, die in der Gegend gelegt worden sind, ausgelaufen und in die Lust gesprengt worden. Berl. Tagcbl.) TaS Moratorium in England. London, 25. Aug. >A.B.) Das allgemeine Mora t o r i u m , d. h. die Frist iür den Aufschub aller Zahlungen, ist iür ganz Großbritannien bis zinn 4, Oktober ve rl ä n gert worden, * . * Tas „Militär-Wochenblatt" schreibt über den Sieg in Lothringen; Diese qewvnnene Schlackt ist den größten Siegen von 1870 71 gleick^znnellen. Mm, bedenke, daß sie »ich! grnz drei Wochen nach Ausbruäi der Mobilinackmng trotz leiilichen Vorivrungs der Franzosen an vorbereitenden kriegerischen Maßnahmen gewonnen worden ist. Wer zu beurleilen weiß, ivic es bei dem aalliichen Temveramem nach einer solchen Niederlage bei den ican- zöiiichi-n Truppen ausiebei, wird, wieviel moralische Einbuße, Menschen- und Maienalvertune die geschlagene Armee erlitten Hai. und welch gewaltiger 2lnittc,ignng e» für eine erstklassige Füh rerschail imd Kriegsverwaltung bedarf, um ein- solche desorgani sierie Masse, wie sie die geschlagen rrrnz fische Armee heute dar stellt, wieder zu einer opcranon-'ähigen Truppe zu machen, mrd »iNNurmen. daß die Trümmer dieser geschlagenen französischen Armee nicht vor sechs bis ackl Wochen wieder im Felde werden erscheinen können. Ter König von Württemberg hat sich mn seinem Sldimanten aus kurze Zeit ins Feld begeben. Ber rhrrr Abreise wurden sie von einer zahlreichen Wenge jubelnd begrüßt. Ein Tagesbefehl an die baverischcn Trttppcn. München, 25. Aug. Vom westlichen Kriegsschauplatz wird gemeldet: Ter Kommandirrendc «'Kneral de» 2. Armeekorps hak toi» gcndc» Tagcsbeschl an die Truvvcn erlassen: Soldairn de» 2. Armeekorps, heute stehen wir als Sieger auf dem Boden, de» wir vor einigen Tagen aus höheren Befehl freiwillig verlaüen mußien. Eurer hingedenden Tnme und Tapier- keil ist e» zu verdanke», daß der übermütige F e i n d >v i e d e r v v n de„l schein Boden vertrieben worden ist Ich spreche allen Angehörige» de» Armeekorvs iür die ansgezelchiikte Haltung meine vollste Anerkennung au» Ehre den lavieren Gesalleucn. Mi» Woit für König und Baierland! Ein Geschenk des Kaiser«. Berlin, 24. Aug. Tas Nachrichlenamt de» Berliner Magistrats nieldet; Aus dem Großen Hanptqnarlier gelangte an den Lberdürgermeister von Berlin lieute nachmittag solgendes Telegramm; Ter Kaiser beivilligtc zur Linderung der durch die Arbeitslosigkeit in Berlin entstehende» Not der arbeitenden Klassen ei» Gnadengeschenk von 50000 Mark und ermächtigte die kaiserliche S«tta- tulle zur Zalilung der Snmiiie an Ein, Erzellenz z» geerg- neler Verwendung. Auf Mlerhöchstcn Vesehl Valcntim. Geheinier K-abinettsrat. Ein Tank an Schivcdc». S l ockho l in, 25. Aug. Ter hiesige deutsche Gesandic v, R e > ch e n ,i n übermittelte der schwedischen Regierung die wärmste Danksagung der deiirschen Regierung für die Gast- srciheik und die ovsenvillige und vraklische tzilsstätigkeit, welche die Behörden und die Bevölkerung den demschen Uns'' lerlanrn bezeugt haben, die aus Rußland durch Schweden in ihr Vaterland zurückkchrlcn, Tie Behandlung der Tentschc» in Rußland. Berlin, 25. Aug. Das Aolsf Bureau schreibt: Zn drin Auiische, der Wahrheit zum Siege zu verhrlsen, ist der mit dein Schutze der französischen, russischen und belgischen S'aatsangehörigen beauftragle hiesige spanische 'Hol* schaflcr Polo d e B e r n a b-e vor einigen Tagen ös'enk»- lich in ritterlichster Weise den von der feindlichen Presse im Auslmidc vcrbreilclen Verleumdungen gegen Tcuischland entgegengetrcten, wonach Angehörige der mit Deutschland im Kriege liegenden Staaten i» Deutschland eine unmenschliche Behandlung, Verfolgung und Äcraubungcn zu erdulden dal len. Der Bolschaster betvnle demgegenüber ausdrücklich, daß nach freiwilligen eigenen Versicherungen seiner Tckutzbesoh lenen die Freindr'» von de» Deulschen mit aller ihrer mißlichen Lage schuldigen Rücksicht und Achtung behandelt würden, Die strenge llnpartcilichleit, welche die n e u t r a l e H g 1» tungSvaiiiens seinem Verlrclcr zur Pflicht macht, ver- anlaßtc Polo de Bernabe, dem Auswärtigen '.'lmtc heule init* znteilen, daß der mit dem Schutze der Deutschen in Rußland betraute lKeschäststrägcr der Vereinigten Staaten wörtlich erklärt habe, ihm seien keinerlei Klagen über Mißhandlungen der 200000 in Rußland wohnenden Deutschen ziigcgangeii, er erhalle vielmehr täglich Briese und Telegrainiiie, worin er gebelen werde, dahin zu wirken, daß den Russen in Deutschland ja kein Leid geschehe. Der spanische Bolschaster bittet, auch diese Erklärung zu verötsentlichen. Air entsprechen dem berechtigten Wunsche des Botschafters um so lieber, als sich die demsche Presse von jeder unbegründeten und sensationcl.* len Verdächtigung Rußlands in Bezug auf die Behandlung der in Rußland wohnenden Teuttchen srcigehalte» hat und als diese Versicherung des ainrrikanischcn Geschäftsträgers zur Bcriibiguiig aller derer dienen wird, die seit Wochen in Sorge und ohne Nachrichten über das Los ihrer noch in Rußland besindlicheil Angehörigen sind, Ter Bruch zwischen Lcsterreich und Favan. Wie n, 25. Aug. Tem japanischen B v t s cha ft c c am Wiener Hose wurden heute inittag die Pässe zugestellt. Ter österreichisch-ungarische Botschafter in Tokio ist abberufe ii »»ordeii. Gestern abend gab iviederuni eine vieltausendköpfige Menge vor der d e n t s ch e n B o t s ch a f t der großen Freude der Wiener Bevölkerung über die glorreichen Siege der deutschen Armee» begeisterte» Ausdruck. Ter Botschafter erschien auf dem Balkon und nahm dankend die Ansprachen und Huldigungc» entgegen, ivelche mit stürmi, schen Hochrufen ans Kaiser Franz Josef, Kaiser Wilhelm, die beiden Kronprinzen und die übrigen dcutsäzen Fürsten endeten. * . * HO# 000 Kriegsfreiwillige in Lcsterreich-Ungarn. Wien, 24. Aug. Es ist nichl nur die volle Zahl aller Eiiibcrusciic» unverzüglich zu den Fahnen geeilt, sondern es haben sich nichl >o e n i g c r als 300 000 Freiwillige emeldei. Tic beiden Kaiserreiche, die Schüller an Schulter ämpfen, haben also zusammen über zwei Millionen Kriegsfreiwillige zu verzeichnen, Tie Kämpfe der Lcftcrrcichcr und Tentschc» gegen die Serben. Sarajewo, 25. Aug. Nock» vor Beginn unserer Operationen wurde der über Ilwatz-Wardiste in unser Grenzgebiet eingedrnngene Feind an, 20. August ange- griti en und aus ebenio gut gewählten wie hergerichteten Stellungen in der Richtung auf Ilzitze-über die Grenze z u r >i ck g e wo r i e >i. Bei diesen -iampsen, wotan auch da» deutsche Tclachemenl aus S t u l a r i freiwillig rühmlichen .Anteil nahm, kämpften Misere Truppen trotz schwierigen Terrain- und einem in zäher Verteidigung überlegenen, in woblnngelegten Befestigungen befindlichen Gegner mit beimindereiveriem liian. Sie bewiesen, das; sie von demjenigen Geiste erfüllt find, der die öslerreichifch- ungariskve Armee i» ibrer jahrhundertelangen Geschichte zu Ruhm und Ehren geführt hat, Tie aus Truppen aller Teile der Monarchie zusammengesetzten Armeekörper Keil» len mit gleichem Schneid und Todesverachtung den an Zahl überlegenen, kriegsgewohnten, erbitterten Gegner non seinem großen Lrrtume, das, die serbische Tapferkeit uube- jw IN gl ich sei, Das deutsche Detachement bezahlte leine Lapserteil mit deni Tode von drei Soldaten und der Verwundung von zwei Offizieren und 21 Mann, Ter tadellose verlauf der österreichische» Mobilmachung. Wien, 24, Ang, Tie „fLorr, Wilhelm" veröffentlicht ein fCommunique, in dem auf den über alle Erwartungen glatten und reibungslosen Verlauf der Mobilmachung der österreichisch-ungarischen Armee hingewicscn nnrd, der beweise, das alle Zentralstellen im engsten Einvernehmen mit der Heeresverwaltung die detailliertesten Vorsorgen getroffen haben. Damit allein wäre der volle Erfolg der Mobilmachung keineswegs gesichert gewesen; es bedurfte hierzu in vollem Maße der lokalen Mitwirkung der gesamten Bevölkerung, Ln dieser Hinsicht seien gleichfalls wahrhaft glanzende Resultate zu verzeichnen. Alle parteipolitischen Gegensätze waren auf einmal beseitigt, der Ruf des Äindesherrn einigte alle Nationalitäten des weiten Reiches mit einem Schlage zu dem gemeinsamen Ziele, Nur rein strategische llcberlegungen konnten für die Verteilung der Verbände masgebend sein, und auch nur nach solchen wurde die Ansteilung der Kräfte tatsächlich vorgenommen. So fand sich in unserem Staate das charakterisierende bunte Völkcrgcmisch an unseren Landesgrenzen in Kriegsbereitschaft zusammen, alles aus einem Gus und von demselben Geiste und Wunsche beseelt, den alten unvergänglichen Wassenruhm unserer Armee zu erneuern und sich des Vertrauens des über alles verehrten allerhöchsten Kriegsherrn würdig zu erweisen. Das „Kulturvolk" der Serbe». Wien, 25, Aug, Die serbische Regierung behauptet gegen- über dem spanischen Gesandten in Bukarest in einem vom Minister des Aeußern Paschitsch gezeichneten Telegramme, da? österreichisch-' ungarische Hauptquartier habe den Kommandanten der in Serbien erngedruirgencn Truppen den Auftrag gegeben, die aus den Fcl- dern stehende Ernte zu vernichten, Däner anzuzünden, die Einwohner zu töten oder gegangen zu nehmen, übcrhaum hätten die österreichisch-ungarischen Soldaten unerhörte Grausamkeiten begangen und selbst Kinder und alte grauen nicht verschont, • Dadurch seren die serbischen Soldaten aufgebracht, so daß es schwer falle, sie von B c r g e l t » n g s I a t e n (I) zurückzuhalten, Tie serbische Regierung ersucht schließlich den spanischen Gesandten, der österreichisch-ungarischen Regierung diese Tatsache mitzuteilen und sie wissen zu lassen, daß Serbien gestöligt sei, zu Repressalien härterer Natur zu greisen, wozu das internationale Recht berechtige, — Es ist ganz klar, was mit dieser bewußt lügen basten T a r st e I l u n g von serbischer- Seite bezweckt wird, Er soll einiach den Dorwürsen zuvorgekommen werden, die zu erheben das tatsächliche Verhallen der Serben in diesem Kriege die jjsterrcichisch-unga- lliche Regierung ohnehin früher oder später gezwungen halte. Schon die bisherigen Berichte von den serbischen Kriegsschauplätzen stellien verschiedene Grausamkeiten der serbischen Kriegs- sübrun g fest und ein völkerrechtswidriges Vorgehen der von den Behörden rufgehetzten Bevölkerung, Das Armee-Oberkommando ordnete Erhebungen in dieser Hinsicht an, die, bisher für den Raum pon S ch a b a tz abgeschlossen, folgendes Ergebnis geliefert haben: Bei Serbisch-Schabatz wurden ivreoerholt Leichen verstüm melier Soldaten unserer Armee gesunden, so ein Leutnant mit ausgeschlitztem Bauche, ein Soldat mrt ausgeslochmen -luge», in deren Höhlen Unisormknüpse eingepreßt waren, seiner ein Soldat, am Baume hängend, dem Kopf und Arme fehlten, Tie Einwohner der um Serbisch- Schobatz herumliegenden Ortschaften schossen aut 'unsere Truppen meist von hinten, besonders aus Offiziere und kleine Abteilungen, Selbst als Schabatz schon 24 Stunden in unseren, Besitze war, wurde noch auf vorübergehende Soldaten geschossen, Die Schuldigen wurden Jandrechllich ersckwssen, Aus einer Fabrik in Sck)abatz ist wiederholt aui unsere Leute gefeuert worden. Einmal sogar vo» einem Fabrikschlote in die Ossiziers- menage aui die dort versammelten Offiziere; die Fabrik wurde vo» uns nicdcrgebrannt. Bei Mischar wurden Leute, die aui durchziehendes Militär geschossen.hatten, gefangen, Ter Leutnant, d-m die Gesangenen vorgcsllhrt wurden, verfügte aus Menschlichkeit die Freilassung einer schivangeren Frau, Kaum freigelaisen, zog das Weib eine» Revolver und erschoß den Leutnant von hinten. Während des Kampfe« bei Tekerisch wurde von serbischen Truppen die Parlamcntärflaggc gehißt, Ter österreichisch- ungarische Kommandant bcsabl dorauihin die Einstellung des Feuers und näherte sich den Serben, die sodann aus 300 Schritt Entfernung gegen ihn und seine Lente ein mörderisckw? Feuer eröstneten Mit Vorliebe beschießen die serbischen Truppen unsere Verbandplätze und verwundeten Krieger, Eine Patrouille, die einen verwundeten Oberst transportierte, wurde aus nächster Nähe niedergeschosscn. Selbst serbische Kinder beteiligten sich an diesen Ilnmenschlichkeiten, Die deutschen Mitlänipser gegen die Serben. Der „Pester Lloyd" schreibt: Heute erst erfährt man aus dem Telegramm, das der Kommandant des deutschen MarinedetachemcntS an den Admiralstab der Marine der deutschen Kriegsslotte abgcsandt hat, ,daß diese deutschen Krieger nicht in die Heimat zurückgekehrt, sondern in B o s n i e n geblieben sind und srch unfern Truppen angeschlossen haben. Von dem Fähnlein deutscher Kameraden sind bei dem Sturm aui die Höbe von Viscgrad drei Soldaten gefallen und zwei Offiziere und 2l Mann verwundet worden, Deutsches Blut ist mit ungarischem und österreichischem au, einem Schlachtfeld? geflossen. Eine heilige Kommunion der Seelen zwischen diesen beiden Reichen hat sich auf einem serbischen Schlachtfelde vollzogen. Eins sind wir mü dem deutschen Bundcslreunde, eins «werden wir mit ihm bleiben für und für und eitrig, wie diese heilige Gemeinschaft, weil in 110 Millionen Herzen verankert, ivird der Ruhm sein, der ihr entsprießt und der Segen, den sie über die Menschheit ausbreiten wird, W i e n , 25. Aug, Kaiser Franz Josef hat dem Major des deutschen Skutari-Tctachemciits, der sich bei den Kämpscu um Viscgrad auszeichnetc, die Eiserne Krone mit der Kriegsdeko- ration in Eichenlaub verliehen. Gerettete vom Kreuzer „genta". Wien, 24, Aug, lW, B,l Laut amtlicher Mitteilung aus Cetinje retteten sich von dein Kreuzer „Zenta", der am 11, August im Kampfe mit der französischen Flotte unter-, gegangen sein soll, 14 Stabsoffiziere und 170 Mannschairs- personen, darunter 50 Verwundete, ans montenegrinisches Gebiet, Alle sonst in der ausländischen Presse verbreiteten Nachrichten über österreichisch ungarische Verluste in Lcc- gesechten in der Adria sind völlig aus der Lust gegriffen, Gerücht über ein Vorgehen Italiens. Rom. 25, Aug, Die „Agenzia Etefani" veröffentlicht folgende Mitteilung: Einige Schweizer Blätter, besonders die „Gazette de Lausanne" haben in den letzten Tagen Korrespondenzen verüfsentlicht, in welchen gemeldet wurde, daß sich 800000 Soldaten in Venelien befänden und daß die Eröffnung deS Feldzuges der italienischen Armee bevorstehe, Diese Gerüchte, die zu dementieren eigentlich überflüssig ist, können durch die Bildung kleiner Lager hervorgerusen worden sein, welche in der Umgebung allerGar- nisonen nach Einberufung der bekannten Rcservistenklassen angeordnet wurde, und zwar teils, weil die Räumlichkeiten nicht aüSreichien, teils zu Ausbildungszwecken oder aus hygienischen Rücksichten, Aber diese Maßnahme erstreckt sich ans das ganze Gebiet des Königreichs, Sie wird dort sichtbarer, wo die normalen Garnisonen zahlreicher sind, wie im Po- Tale und in Venekien, sie kann aber auch leicht aus der ganzen Halbinsel und selbst in Sizilien und Sardinien sestgestellt werden. Das beweise daß diese Zeitungsnachrichten, die der von Italien in dem gegenwärtigen Konflikt angenommenen Neutralität osscnbar widersprechen, jeder Begründung entbehren. Eine heuchlerische Rede Nikolaus' II. Dem „Sydsvenska Dagbladel" wird aus Moskau berichtet: Im großen Kaiserpalast im Kreml war Dienstag eine feierliche Prozession zur Uspenskh-Kathedrale veranstaltet morden. Als die Prozession mit dem Kaiserpaar im St,- Georgs-Saal ankam, wurden von den Vertretern des Adels, der Ltadtverwaltung und der Kaufmannschaft mehrere Reden an den Zaren gerichtet, Ter englische und französische Gesandte waren bei der Feierlichkeit zugegen. Unter den Anwesenden sah man ferner alle Mitglieder der Regierung mit dem Ministerpräsidenten Goremhttn an der Spitze, ferner die Mitglieder d«S ReichSratS und der Reichsdnma, Zuerst hielt der Landmarschall folgende Rede: „Euer Majestät zweifle nicht, daß Du unverändert Dich aus Deines Volkes unbeugsame Stärke und Mut stützen darfst, Zar, das ganze Rußland hält zu Dir," Ter Bürgermeister von Moskau sagte solgcndes: „Dieser Krieg hat den Zweck, den Slawismus gegen den Pangermanismus zu rerteidigen, -! i Ta? ist ein Krieg, um den Gedanken des allgemeinen Friedens zu verwirklichen. Sei nicht verzagt, Kaiser, das ganze Volk steht aui Teincr Teile," Der Vertreter des Semstwos äußerte: „Tic Stärke des Bandes, das Zar und Volk vereinigt, hat sich in seiner heiligen Größe gezeigt, und dies ist ein sicheres Untcrviand für den Sieg," Ter Wortiührer der Kauimannschait in Moskau sagte zum Schluß solgeudc Wotte: „Die Kausleutc Moskaus glauben fest, daß Got! Dich segnen wird und Dir und Deinen Soldaten seinen allmächtigen Beistand zur Betteidigung unserer gerechten «adle schenken wird," Auf alle diese Ansprachen antwortete der Zar mit einer Rede, die folgenden Wortlaut hatte: „In dem Kriegsunwetter, welche? plötzlich gegen meinen Willen i!! > über mein friedliches Volk hcrein^ebrochen ist, habe ich nach der Sitte meiner Ahnen versucht, meine Seele durch Gebete an Moskaus heiligen Plätzen in den alten Mauern des Kremls zu stärken, Ich begrüße in Euch die Einwohner von Moskau, meiner lieben alten Hauptstadt, Mein treues Volk, welches überall in den Städten, in der Reichsduma und im Reichsrat einsfimmig meinem Ausruf gefolgt ist, hat nun sich mit aller Macht c r - h ob Mt und alle Streitigkeiten vergessen, um Vaterland und den Slawismus zu verteidigen, Ergriisen von starker, gemeinsamer Liede, haben alle Nationalitäten, alle Stämme in unserem weitgestreckten Kaiserreich sich vereinigt. Ganz Rußland wird gleich mir ständig die Erinnerung an diese historischen Tage bewahren. Diese» Uebereinstimmen in Gefühlen und Gedanken mit meinem gesamten Volke haben mir neuen Trost geschenkt und mir eine ruhige Zuversicht für die Zukunft eingeslößt. Von diesem Platz, dem Herzen des russischen Landes, sende ich meine wärmsten Grüße an meine kavieren Trupvcn und unsere mutigen Verbündeten, welche mit uns gemeinsame Sache im Streite gemacht haben, um Frieden und Wahrheit zu schützen, welche man m i t Füßen getreten hat, Gott lei mit uns!" Das Kaiserpaar begab sich darauf auf eine Terrasse und wurde von einer ungeheuren Menschenmenge begrüßt. Schließlich wurde ein Tedenm in der Kathedrale abgehalten. Der Großfürst Nikolajcwitsch als „Befreier" der Polen. Wien, 24, Aug, Das „Fremdenblatt" erklärt M dem von dem russischen Generalissimus Großfürsten Nikolai Ni- kolajewitsch erlassenen Aufruf an die Polen: Die Rolle des Großfürsten, welcher als Befreier der Bolen nicht nur innerhalb der Grenzen Rußlands, sondern auch derjenigen Oesterreichs und Preußens austritt, ist die blutigste Satire äui alles, was Rußland seit ISO Zähren getan habe, und es überbietet alles, was jemals an politischer Heuchelei und Ver- drehung der Tatsachen in das Gegenteil geleistet worden ist, wenn der- Großfürst den Polen zurust, daß das russische Heer ihnen die glückliche Nachricht von der Versöhnung mit Rußland bringe, worauf sic jo lange gehofft. Woher kommt cS, daß die russische Regierung nicht schon längst im eigenen Hause mit der Beireiung angesangen hat? Erst die Proklamation der österreichisch- ungarischen und der vreußische» Armee, die den Polen die Befreiung von dem moskowitischcn Joch ankündigt, hat die großmütige» Gefühle des russischen Großfürsten geweckt, Iahrzchnte- lang waren die Polen ein Grenzvolk, wie die Ukrainer, Finnländer, Deutschrussen, Juden, Armenier und Kaukasier, Mit einem Schlage wurden sie l i e b c Brüder, die unter dem Zepter des Zaren neu ausleben werden. Der russische Oberbefehlshaber muß sich seiner Sache sehr wenig sicher suhlen, wenn er mit einer Kundgebung hervorlritt, die kein ehrlicher Russe lesen sann, ohne zu erröten. Die kühne Behauptung, daß die russischen Heere im Vorrücken seien, ist der Proklamation würdig. Die russischen Truppen sind in ihrer großen Mehrheit aui dem Rückzüge, und nach dem Zeugnis des Großsürsten ist ebenso die russische Politik im Innern aus 'dem Rückzug begriffen, mif dem Rückzug in vollster Panik, Cholera in Rußland. Wicn, 25, Aug, Die russische Gesandtschaft in B u k a- r e st machte, wie hierher gemeldet wird, der rumänischen Regierung die amtliche Mitteilung, daß vom 19, bis zum 23. August in Podoiien 104 Fälle von Cholera asialica vorkamen, von denen 94 tödlich verlausen sind, Tic Haltung des verstorbenen Papstes. Wien, 25, Aug, Tie „Reichspost" meldet | teiter, die jc&t int Felde stehen Mit demnachstigcn Eintritt besserer Zugverbindungen werden ndel und Wandel sich wieder heben, Nebenverdienst der von der Erziehung der Kinder in Anspruch | wmmcnen ü'betrau nnrd durchgängig nicht io doch sein, dos. er , Unterhalt der Familie gewährleistet, Es wird daher regelmastig, » ihni, die Unrerstüyungsbedürttigkeit zu bc,ahen sein Ist genügender Best» Feld, Geschättsbelrieb vorhanden, so 5 aus seinen Einkünsten die Familie 'ich unterdalicn lann, so ibeniowenig, wie in den Fällen, in denen umerhallSv'Ilchttge rwandte ohne Beeinträchtigung ihrer eigenen Bestehens eintretcn I men, von einer HillSbedürstigkeii die Rede, ' Ordensverleihung. Ter L r o ss h e r z o g hat dein > chnhosSoorsteher Gustav Mühl zu Saljidglscf auS Slnloft I ncr Versetzung i» den Ruhestand das Silberne Kreuz de» rdienstordenS Philipps de» Großmütigen mit der Krone, u Gülerbodenarbeitec Peter Pflug zu Mainz und de», | luniftntann Peter Böller z» Gustavrburg au» Anlass es Ausscheidens auS dein Stagtseisenbahirdienst da» All- aitinc Ehrenzeichen init der Inschrift ,Für treue Arbeit' cliehen. " Erlaubnis zur Annahine und z»ni Trage» | n c 8 frei» den Orden», Dir Großherzogin hat dem Heimen Hofrat Prolestor Tr. Hansen zu Liehen die nach, linchtc Erlaubnis zur Annahme und tum Tragen de» tiuu ] u dem Großherzog von Sachsen verliehenen Komturkreuzes 15 Lrohherzoglich Sächsischen HauSordenS vom Weißen Falken eilt. ** AahrungSmittc l-Kontrolle Bei der ge. nten Bürgerschaft hat ec- eine gewisse Freude ausgelüst, in der vergangenen Woche daS Ergebnis der Brot- n trolle bei den Bäckermeistern bekannt geworden ist, S man aber erfuhr, daß bei 1-Pfund-kLaiben ein Fehl- | wicht von 200— 250 Wramnt sestgestellt sei, war man mit cht entrüstet, Merkwürdig ist jedenfalls, das- es bei I .'ten Kontrollen meistens ein und dieselben Meister sind, nen da» Mißgeschick begegnet, das-, man ihr Brot als leicht befindet, so das-, es mit Beschlag belegt iverden must, I.lgemetn wird stark darüber geklagt, dass die Milch I'lechl ist, Ih DerBerkehrausunserm Bahnhof hat seit I rmslag wieder andere Formen angenommen An die Stelle c Milttärtransportc ist die Besorderiing der Verwundeten Itb der Gesänge,,en geirrten, Ter Personenverkehr litte Mar langsam schon früher durch das Eintresfen gc- I ähnlicher Züge eingesetzt, die aber für Reisende aus laugen I trecken nickt! benutzt wurden, Leit So»,nag hat sich tms ioaic Lerkehroleben unscrer Station «urfsäUig dadurch ge idert, das; wieder v-Zügc lausen, welche zwar nockt nicht s hr stark besetzt, aber doch für das wictschastliche Leben m Bedeutung sind. Es gehen vorerst v Züge: Rach Frank ri a M, morgens KOI, nachmittags 5 16 und nach I lffet morgens ‘.VW bis vnmburn und 9 50 bis Berlin, »ach I iblcnz abends 7 »hr und von Koblenz abends 0 27, Tie msoncnl» sörderung wird nach Bedars nockt verbessert Ter irhnhos selbst steht iwch unter militärischem Kommando, :e Bahulwishalle und die Bahnsteige diirsen vor wie nach tr von Reisenden betreten werden, weiche erst wenige Mi- Iiten vor Abgang der Zuge die Bahnsteige betreten Dürfen, -t Darteiaal 3 und 4 «Inffc ist vollständig zur Ausnahme n venoundeten Kriegern eingerichtet und tit für da« Pu- | ifum geschlossen In net Bahn Hof »Wirtschaft Darf an nie- I and Bier oder Alkohol verabreicht werben Zwischen den rhnstefgen der Main Weser-Bahn und der Oberhessischcn ihnen ist eine Ersrischungshallc sür Venvundetc vom tten Kreuz eingerichtet. Es l>at aut utisereti Bahnhüsen I eher alles nach jeder Richtung geklappt, die Anordnungen }r BahnhosSkommandantur, die sehr entgegenkommend id, werden in aller Ruhe befolgt. Unangenehm de- lerkbar allerdings n»acht es sich, tvenn vor denl Bahnhof cnschenatisainmliiitgen nitmilteldar vor dem Eingang den rkelir sperren, besonders wenn Leichtverwundete ankom ! cn und in Autos und Droschken cinsteigen Wiederlwlt usste in solchen Fallen Militär Mtfgcboteii werden Hierbei j ii en bisher die Soldaten mit Zureden und sanftem Trän- n deni ihnen erteilten Befehl Nachachtung zu verschaffen muht ** Gefangene Belgier und Franzosen aller asleugallungen, etwa 1 000 dis 1200 Mann, vasiierlen gestern r Laute de» Tages Giessen. Ebenso durchiubren mehrere kleine ranevoric Verwundeter, darunter auch einige Franzosen, unfern abnbof E» Hand eil sich nur um leichte Verletzungen, deren Aus- I ilung m 10 bis 14 Tagen rriolgl ist liniere Lazarette baden stern die erste grünere Verwundeten Ausnahme vor„eh»n-rr | nnen St sind jetzt ca. rund 100 Verwundete, meiftcnS leicht rlttzie 116et in Behandlung, ** Keine offenen F e tdv o stier ie^e Die durch Zei» tungen verbreitete Rachrrchk, daß bre deutsche Feldvost vertchtoisene Briese nicht aushändigen dürfe, und daß deshalb Fcldvostbriese an die im Felde stehenden Truvven unverschlossen abgesandt werden müssen, ist unrichtig, Wolns Telegr -Bureau ist ermächtigt, zu er klären, daß die Feldoostbriese an unsere Soldaten nach tote vor verschlossen adgesandr werden. Ferner liegt Veranlassung vor. aus die Bestimmung der Feldpostdienstordnung hinzuweisen, nach der Bekleidungs» und AusrüstungSgegenstände sür Truppenteile und deren Angehörige von der Versendung durch die Feldpost ausge schlossen und, Tie Sendungen sind grundsätzlich von den Ersatz- lruvventeilen durch Vcrnnnlung der Eiapvendehörden nach dem Kriegstchativlatz zu befördern, " Tie ersten Verwundeten sind nun, wenn auch noch in geringerer Anzah , in Giesen e ngktros 'N nachdem untere Aach bartlab! Wetzlar am Tage vorh« schon mtl solchen belegt worden. Tort 'ind zirka 400 Verwundete in die leerstedenden Räume der Unieroisizi«schule und 32 in das Bereinstazareil Gerlrudishaus verbracht worden: sie gebären größtenteils der 25. Hess Division Regimenter 115, 116, 117, 113 und 163 g„. Es bandelt iich meist um Leichtverwundete, da -Lchwerverwundcte naturgemäß einen weiten Transport nicht vertragen käimen, Ani diesigen Bahnbote gab es gestern am Spätnachmittag für die mit dn Umerdiingung der Verwundeten belroüten Saniläks- manntchakten Arbeit Eine große Anzahl Automobile wurde in den! Tienst gestellt und t'o ging der Transvort nach dem Lazarett sehr rasch von statten Je nach der Schwere der Verwundung wurden 2—4 Mann in einem 'Automobil „mergedrachr, und in rascher Fahrt ging es zwiichen dem ein dichter Spalier bildendes Publikum an der Babnhoistraßc hindurch, Unter den Verwundeten befinden sich auch Franzosen, ** Versorgung des neutralen Auslandes mit wahrheitsgetreuen Berichten Um den nn- wahrcn Ausstreuungen der Feinde Teulfchla,tds wirksam entgegenzutreten, muss versucht werden, in den neutralen Staaten eine möglichst große Zahl von Gebildeten auszn- klären über die Ziele und Aeusserungen der deutschen Politik, vor allem aber über den tatsächlichen Verlaus der Kriegs, begcbcnheiten, Tazu ist es nötig, an Bekannte und Freunde in den bisher noch neutralen Staaten durch Briese oder wenigstens durch Uebersendung von gedruckten Nachrichten über den Stand der Tinge fortdauernd *u unterrichten Weiterhin aber gilt es, wie es z, B, Björn Björnion sür den germanischen Norden und für Holland tut, die breite Oessentlichkeit in Rumänien, Bulgarien, Griechenland. Amerika, der Türkei, Italien, Spanien. Portugal und der Schweiz planmäßig aufzuktären Wissenschaftliche und wirischastlichc Zentralstellen sowohl als Privatleute müssen regelmässige deutsche Zeitungssendungen erhalten, damit lie in de» Stand gesetzt werden, sich selbst ein Urteil über die von den Gegnern verbreiteten Unwahrheiten zu bilden. Ter Deutsche Werkbund hat nach der Schliessung seiner grossen Kötner Ausstellung sich die Ausgabe gestellt, einen solchen Ausklä rungsdienst sür das neutrale Ausland ins Leben zn rnsen. Er wird die geeigneten Persönlichkeiten im Auslande mit regelmässigen Zeitungssendungen versehen, damit die wahr- heitsgetreuen Berichte unserer deutschen Leitungen von jener Stelle aus in weitere Kreise dringen und der Irreführung der öffentlichen Meinung in den neutrale» Ländern Vorbeugen. Adressen von vertrauenswürdigen und deulsch- sreundlichen Männern und Frauen im neutralen Auslände nimmt zur Beförderung an den Deutschen Werkbund für Giessen gerne BibliothckSdirektor Prof, Haupt. Giessen, Keplerstrasse 1. entgegen, "OessentlicheBürgerversammlung, Wenn auch die gegenwärtige Zeit sür Vorträge u, ä, wenig geeignet ist. so dürste doch die 'Versammlung. die der B ü r g e r v c r e i n morgen — TonncrStag — abend im EafS Leib veranstaltet, zahlreich besucht werden. Aut dankenswerte Anregung bin hat Herr Fustiz- rat Grünewald in entgegenkommender Weise sich bereit er- flärt, über Wirtschaftsleben. Rechtsverhältnisse und Krieg" zu sprechen, Bei den vieliach unklaren und irrigen Ansichten, ivie sie sich naturgemäß in so ansgeregter Zeit durch Anfragen bei Behörden, durch Urteile und Behauvtungen im täglichen Leben kund- lun, ivird der Vortrag sicher eine zahlreiche »nd dankbare Zu hörerschatt linden. Gewiß wird Herr Justiziar Grünewald auch bereit sein, im Lause der Besprechung aus Ansragcn aus der Versammlung heraus sachkundige Antwort und Auskunft zu erteilen, Im Anschluß an die Versammlung soll auch die Gründung einer ..HiliSkreditkasse" sür den loerktögigen Mittelstand angeregt, bezw. dem Gedanken einer Gründung näher getreten werden, LnnvkreiS Giessen. -b, G r o ß e n - B u s e ck, 25, Aug, Die am 23, l, Mts durch den Ortsvorstand dahier vorgenommene Sammlung für das Rote Kreuz und KriegShilic ergab die Summe von 4327,30 Mk, Die hiesigen V«eine haben hierzu namhalte Beträge gesvendet. Weitere Beträge wurden noch in Aussicht gestellt. der theologischen Fakultät der Hetüelrerger Uiuverlnat !i. Johanne» Weiß gestorben. Amtlicher Wetterbericht, L c i s e n t l > ch c Wetterdienststelle Gießen. WclterauSsichien in Hessen am TonnerSlag, den 27. Aug. 1914 Meist trüb »nd wolkig, regnerisch, südwestliche Winde. Universitäts Nachrichten. Heidelberg, 25. Aug. In der virgniigeuen Nacht ist im Alter von bl Jahren der a»S Kiel gebürtige Geh. Kircheural und ordentliche Prolesior sür Nenteslamentliche Exegese »nd Kritik an Letzte Nachrichten. Eine Ansprache des Kaisers an die Truppen. K öln, 26. Aug, Nach dem grossen Siege i» Lothringen hol der Kaiser int Hauptquartier die Truppe» versammelt und. ivie der ,,Kö>»ischrti Zeitung" ei» Ohrcnzeug« meldet, folgende Aniprache an sie gehalten: Küineradeii, ich habe Sie hier versammeln lassen, damit wir uns griiieinsain des Sieges freuen, dr» unsere kapsrrrn .Kameraden i» Lothringen errungen haben, Deutsche Truppen aller Stämme haben in lagelangem Ringen mit opserfrcubigem Mut und unerschütterlicher Tapsrrkeit den Feind siegreich grschlagen unter Führung drs bayerischen Königsiohnks. Unsere Truppen waren vertreten in allen Jahrgängen: aktive Soldateu, Reserve und Lnubwehr, Sie alle zeigten denselben Schneid, dieselbe Tapferkeit, das gleiche Gottvertraiien und rücksichtsloses Draufgrhen. Doch dafür haben wir vor allem unseren Dank zu richte» an Gott deir Allerhöchsten, Fch gedenle in Ehren der Gefallenen, welche ihr Herzblut verspritzl baben. wie wir es nachmachen wollen. Sie haben es getan in unerschütterlichein Gottvertraiien. Noch viele blutige Kämpfe stehe» uns bevor. Wir wolle» d e m Feind gründlich ans Leder. Wir käiitpfrn für eine gute und gerechte Sache: wir wollen und wir müssen siegen! Drei kaiserliche Prinzen bei Ramur, Berlin. 25, Aug, Tie .Kaiserin erfuhr de» Fall von Nainur gerade in dem Augenblick, als sle das Hotel „Reichstag" betrat, >ov sie der Efattin des früheren Rcrchs- tagsadaeordneteii Grafe» Stolderg einen Besuch adgestatlet halle. In der Vorhalle liiell sich gerade der alte General- niajor v d, Schulendnrsj aus und brachte die Nachricht von dem Fall Namurs von einem Ansgang mit. Als die Kaiserin die Halle durchschritt, begrüßte sie auch de» Geiieralmajär, der ihr sreudeslrahleud von dem »enen Sieg rlnserrr Truppen >ind der Erobeniiig der starke» Festung berichtete. Die Kaiserin sagte daraus bewegt: ,,'lkn (sott sei Tank, da können mir ja alle lusriebe» sein. Drei meiner Junge ns sind auch dabei," (Bert, Lokalanz.) Der König von Württemberg, Stuttgart, 26. A»g, Der König ist heute nach! um 4 Uhr von der Westgrenze Ivieder hier einge- krossen. Aus bei» bedrohten Antwerpen, Rotterdam, 25, Aug Ter militärische lßouveriieur von 'Antwerpen hat betohlen, daß jeder, der zwischen dem i>, und 22, Augusts Briese deutscher Untertanen erhalten bat, diese auszulieiern Hai, soll» er nicht als Spion betrachtet werden tvill. Der holländische Generalkonsul in Antwerpen dementiert die Meldung über die Zerstörung des deutschen Fried Hais in Anl- iverpen ausr entschiedenste. Es gebe überhaupt keinen deutschen Friedhoi in Antwerpen, Auch Misshandlungen und Ermordungen deutscher Frauen seien nicht vvrgekomnien Tic Ordnung werde t» Antwerpen vorzüglich gewahrt, Berl, Lolalanzriger.) Beschlagnahme japanischer Staatsguthabe», Berlin, 25, Ang TaS „Berliner Tageblatl" bcstätigt die Meldung, dass das Rcichsschatzim, die Beschlaanahme der ,aoa- nischen «laatsguthaben in Temschland in die Wege geleitel habe, und lügt hinzu, dass die notwendigen Maßregeln schon am Sonntag ergriffen worden sind, Rückkehr Bollatis, Berlin, 25, Aug, Wie die „Nakionalzeitung" erfährt, wird der italienische Botschafter Bollati von seiner Reise nach Ro ni bereits morgen in Berlin zurückerwartet, Grofzer Tieg der j^esterreichcr über die Nüssen. Wien, 26, Aug, Das Kriegsguartirr melvct: Die Vreitägige Schlacht bet Krasnik endete gestern mit dem völligen Siege unserer Truppen. Die Russen wurden auf der ganzen, etwa 70 Kilometer breiten Front zurück- geworfen und haben fluchtartig Ve» Rückzug gcgrn Lublin angetrete». utenbergstraße 14-1 I >aht. Kirrichilts-Wokaai), 1 Zimmer nebit Wintergart, ad, Zeniral-Heizung. üias id ctrCtr. Licht und allem ubehär aus l, Oktober zu ■im. Näheres Satclbu. T ' 1 6 Zimmer | iltktilr.UI ick. I «kl. m. liaflflta, Balkon und I l. Zub, v, Okiob, zu vcrm, I "I Nab Prukürtar Str. 2». ö Zimmer 'I (tlcn., der Neuzeit ent- rechend mit allen Verbell, | isgetiancie.VZim -Wob» Stock, balbigli zu bermiei, äh. IN», Frl(lrleh»tr. 14 I, Neubail Wlnubrcditttr. 9 S neuzestl. elnger, 4-Znnmer- Wobmmgcn per lvlori ober sväler ». vermlrien Näheres Biichneruranr S Id_ CT90 4 Aimnicr II. 2 t 0 (f mll Gar und cleltr. Licht zu nevmleicn. «ln. Mvdl. 7942 Badobokkrghe lttz. JOilüftmilraiir (> I schöne 4 Zlmmcr Wohnung, mit Zubebör v, los, oder lväier zu vernileien. Näh, «krank lurtcr Strahe 29. ldv« inAiilagr l2. Land- aralenlirahe. , Belriaae. 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Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Familie Strackbein. Rodheim, 25. August 1914. Die Beerdigung findet Freitag nachmittag 3 Uhr vom Sterbehans aus statt. 06316 Der Oberhessische Automobil-Club welcher die Ueberführung der Verwundeten vom Bahnhof nach den hiesigen Lazaretten mit der Reservelazarettdirektion Gießen vereinbart hat, ladet die Gießener Automobilbesitzer ein, sich an diesem vaterländischen Dienste zu beteiligen. Die Herren werden gebeten, ihre Adresse und Fernsprechnummer bei Herrn Bankdirektor Müller (Bank für Handel und Industrie, hier) in die Liste einzutragen und eine amtlich abgestempelte Rote Kreuz-Flagge in Empfang zu nehmen. Ne,d I. A: vr. Reinewald Jacob GrOnewald - Giessen , Bankgeschäft Bahnhofstraße Nr. 50 Vermögens-Verwaltung besonders auch für diejenigen Personen, die infolge des Krieges an der Wahrnehmung ihrer Rechte verhindert sind Aufbewahrung u. Verwaltung von Wert- ..................................................... ...... i , i i papieren,Hypotheken,Dokumentenetc. T7TnTT7TnT?TTnTTTTTTTTTnTnTTrnTnTTnTTTTTlTT7nTTTTTTTTTTT?TTTTTTTTTrnTTTTTnTnTTTTrr7TTTT7T7TTTTTTTrnT7TTTTriTTTT1TTT77T7 Ich empfehle meine Stahlkammer mit Schrankfächern (Safes) unter eigenem Mitverschluß des Mieters 93300 Lichtspielhaus f ISahnhofstrasse 34, Honte Mittwoch, den 26. August Waschanstalt Schwan ßlrftr. Betrieb Inh. Zr. Otto Liebigstrage Ii3 Uebernahme aller Arten Wäsche Berechnung nach Gewicht u. Stück Zpezial-Abteilung: Herren-Ztärlewäsche Garantiert schadlose Behandlung 74,4 r~ -7-\ Für Militärlieferungen 93381 kaufen wir Hafer„lr r Erl Roggen Weizen Gerste zn höchsten Preisen. Bär&Wetterhahn Giessen Liebigstrasse 3 vü____ ) Viel Eier erzielt man zu jederTlabres- zeit d. die tank Beitiittermia nio Huhn von 15—20 (Stamm Nagut Wtfliiacliiittcr. Lebrcr w. Schreier. Bis- inarcksdvrs, schreibt: Naaut aeiältt mir vorzüglich, meine Hübner lenen unansacsetzt den ganz. Wiilter. Borstve» der des Geftügelzuchloereins A. gröblich, Cavvellen i. W. schreibt: ,1m vor.Jabre lenten meine WuandotleS idian mit 4 Monaten ». 22 Tagen bei '.Kanutfüttetuan die ersten Eier. Bon den, (LUteitanini brnchte es die beite Henne im ersten Lenciabrc aus 257, die acrinnste a.,93Eier. Berkani: Aug. Wallenfels, Drogerie. Gienen, Marktplatzl7. Grasmäher mit neuesten Tiesschnitt- balken vorralia »nd sosorl lieserbar enivsteblt 9382 M. Roscutbal. Liebigstr- 13. Fvrnspr. 77. la. Qualität empfiehlt billigst M. Rosenthal Liebigstraße 13. Für Trauer Telephonieren Sie unter Nr. 249 u. Sie erha't.sof. Auswahl empfehlen unser Lager in Trauerhüt., schw. Schürzen, schw. Satin-Blusen, schw. Handschuhen, Trauer-Hör, Cr6pe, schwarze Krawatten, Trauer-Schleier. 8635a Modehaus A. Salomun & T ß. 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Srltmall, i7ranfiuvter Jir. 7.U W; Grnmmetgrasversteigerungen der Fürstlich Sotmfischen Rentei zu Sich. Das Grummetgras von den Fürstlichen Wiesen:c. wird versteinert: Montan, de» 31. August l. I.. vormittags präzis 8 Ubr. von den Wiesen in der Gemarkung Lich oberhalb der Stadt, zulainiuen zirka 80 Morgen. Znsaniincnkunsl auf der Fürstlichen Wiese negenüber der Peinniähle. An demselben Tage, nachmittags präzis 1 Ubr. von den Wiesen nnierbaib der Stadl Lich, zusammen 6 Morgen. Zusammenkunft in deni Schlotzgarten an der Eisenbahnbrüike. Dienstag, de» I. September l. I., vormittans präzis s Illir. von den Fürstlichen Wielen in den Ge- mark,,nnen Mübliachicn »nd Rieder Bessingen, in, ganzen 28 Morgen. Znsammenkunst in Müblsachse». ES ivird bierbei bemerkt, dait die Fiirsilichen Wieien in der Gemarkung Ober-Bessingen durch Kau! an die Ge- memde Ober-Besiinnen nbergeaangen lind und kommen dieselben nicht inehr zur Bersteigerung. Pick, den 25. 21,„um 1914. 9394D Fürstlich Solmstschc Rentei rluuicii-Prciiiiliolz ß o Karre 2.75 Pik.. 2 Karren ) '.Ult, emvfteblt Käserei iinnierkor», Bleichstr. 12. Einmachfässer in allen Grünen enipftehll billiast Willi.Koblermanu, Mtt^ei^Nmista^^2^[9M7 Wanzen tod Sicherstes Mittel Fl. 50 Pf. Adler-llrogcric, Selters". ZS (»Io Scksal. >9351 Fische! fische! Täglich lebendsr. Labniische Hechte. Barben, Barsche, Aale usw. Komme aus de» Fischmarkt Donnerstag und Samstag. 06314 Simon, Wnlllorstrane 43. U visNkriiEit per Zentner Hk. 3.— einvsiebll Heinrich Krämer, Bad-Nanheim. 19395 'llrfitiiiin l“ 0 , r Be,JI,on,ier8,aB .lUlllültj.ivirrt eine gröbere Sendung Binmacbgnrksn, sowie Salal- nnd 8enl-Burken L SranDpIflüc % 12 Lehrerheimb.Liiiotteil Prachlv. Hübenloge. Dicht a. Walde. Auch für Nichtlebrer. Anerk. beste Berpfl. Tennis- vlatz. Bad. Saal in.Klavier. Wald-Wirlsch. Kinderivielvl Pächter:R»d. 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Aug. 1014, abends 0 Uhr, tut Stadthaus, Gartenstraste 2, Zimmer Nr. 9, entgegengenommen. Gietze», den 25. August 1914. Ter Lberbürgermeister. Kelle r. Mi p Bekanntmachung. Tie vielfach verbreitete irrige Meinung, als ob mit Ausbruch des Krieges die Verpflichtung, Schulden zu bezahle», insbesondere Miete und Hüpothetenzinsen zu entrichten, aufhöre, veranlaßt mich, darauf hinzuweisen, datz durch dieses Verhalten das gesamte Wirtschaftsleben schwer geschädigt wird. So sehr erwartet werden mutz, datz die Vermieter solchen Mietern größte Nachsicht gewähren, deren Ernährer zum Schutze des Vaterlandes im Felde stehen oder durch den Krieg Arbeit und Erwerb verloren haben, so sehr mutz es als patriotische Pflicht aller anderen bezeichnet werden, ihren Verpflichtungen nachzutommen, insbesondere ihre Miete pünktlich zu bezahlen, wie ja auch die Hausbesitzer nach wie vor pünktlich ihre Hypothekenzinsen entrichten müssen. Ein am Donnerstag, den 27. ds. Mts. im Bürgerverein gehaltener Vortrag wird die durch den Krieg geschastenen Rechtsverhältnistc darlege»; ich empfehle daher den Besuch dieses BortragS. 93998 Gießen, den 2«. August 1914. Ter Oberbürgermeister. Keller. Pferde- «nd ^ahrzeuga»lShebung. Uleben einer Anzahl von Reit-nnd Iuavicrden iverden für die 'Mililärvertvaltung noch mebrere kriegsbrauchbarc Fabrzcuae nebst vollständigen Geschirren benöligi. .-zur Abgabe bereue Besitzer wollen sich unigcdeub im Jtablliaus, Biinnicr 13, melden. Die Fahrzeuge müssen vierräderig, nicht zu lang sein, sie sollen nicht mehr atS 14,'!tr. ,menen »nd 18 Ztr. Tragfähigkeit baden. Das Obergestell muh eniweoer ein fester Brelierkasten sein oder aus 2 Peilern mit Brellerftillmig bestehen. Sieuerkellen und Himerbratke tWngei muh miigelieserl werden. Die Geschirre können Kummet- oder Sielengeichirre sein, sie sind vollständig zn liefen, mit Zngsträngen von Hanf oder Kelten, Krenzleine, Bandguri, Halfter nebn starkem mit Bügeln versehenen Trensengebih zum Knebeln. Detkengurl, Halslerkeile. Kariälsche und Fahrpeilschc. Gietzen. 25. August 1914. [9396B Der Oberbürgermeister: Keller. Konkursverfahren. In bent Konkursverfahren über das Vermögen des Bauunternehmers Heinrich Ketzler in Annerod ist zur Abnahme der Schlußrechnung des Verwalters, zur Erhebung von Einwenbungen gegen das Schlußverzeichnis der bei der Verteilung zu berücksichtigenden Forderungen — und zur Be schlußfassnng der Gläubiger über die nicht verweil baren Vermögensstückc — sowie zur Anhörung de, Gläubiger Über die Erstatlnng der Auslagen und die Gewährung einer Vergütung an die Mitglieder des Gläubigerausschnsscs — der Schlußtermin aui Donnerstag, den 17. September 1914, vor mittags 9 Uhr, vor dem Großherzoglichen Amts gcrichte hicrselbst bestimmt. Gießen, den 22 . August 19 1 4. 9392B Der Gerichtsschreiber des Großh. Amtsgerichts. Vergebung. ,4», Wege des schriftlichen Ulngebois sollen die nach- verzeichneien VerzebrungSgegenstände für die.-zeit vom t. Oktober 11114 bis 31. März 1915 vergeben werden: Ungefähr: 1. 3Ml l.»-Bohnen, weine. 2.3300 k„ Erbsen, geschälte. 3. 3200 kg Pinien. 4. 50 kjr Pfeffer, ganzer. 5. 500 Liier Essig. 6. 1400 ksr Gerste, aeschätle. 7. 2000 ku Reis. 8. 1200 k« Gerstengrütze. 9. 1900 • g Hafergrütze 1 ». 2000 I.j Weizengries. 11. i 2 no ku Bohnen nnd u.'loU kaffee. 1 30 kg- Fadennudeln. 13. 300 kg Bapdnudetn 14. 30 kg Makkaroni. 15. 3 kg Majoran. 16.30 kg Küiiiiiicl. 17. 50 kg gedörrle Bwetschen. 18. 70004) kg Roggen , We> zen und Slaubinebl. [939315 Die Gegenstände unter Lrd. Ulr. 1—3. 4—11, 12—14» 15—17 werden zusammen veraeben und sind zn Ord. Nr. 1—17 Muster, von Angeboten geirennl. uorz,liege». Kostenireie Angebote iverden bis zur Eröffnuugsstunbe Donnerstaa, den 10. Seviember 1911, vormiuagS 10 Ubr. erbeten. Dieselben muffen verschlossen sein und die Au>^ schrist lragen: „Lieferung für die Zellenstrn'anstnli." Bezüglich der Bedingungen für die Bewerbung um bic Lieferung wirb aus den Plinisterialerlast von, io. ,\miilS l: verwiesen. Derselbe kann nebst den übriaen Bedingunge» an den Werktagen von vorniillagS zwischen 10 und N Ubr und nachnilllagS 3 nnd 4 Ubr ans der GeschäslSslube de-: Oekonomen einaeseben. auch aegen Erstglluna der ei» svrechenden Jchreibgebnbr nbschrisllich bezogen iverden «Im Gesuche um Abschrift ist der betreffende Lieferung-- gegenständ »aber zu bezeichnen.« Die .-juschlagssrist beträgt 44 Tage. Für die Angeboie ist ein besonderes For«nnlgr vorgeschriebe», iveiches zun, Stückpreis von 10 Pfennig ans unserer Schreibstube erbälilich ist. Butzbach, den 25 Alignst 1914. Direktion der Grostli. Zcllcnslraianstall. TMR'* Der Sladiaustagc bemiger Numnier liegt ein Flugblatt der Allgemeine» Ortskrankenkanc (tziestcu. Ludwigstraiie 12 bei. auf welches b'enim bc sonders austnerksam gewachl sei. 9402V