Nr. Der «k^eotr 3Hqdg« erjrtitmt i äaßdi, antjer SonnwgS. - Beilage»: viermal wöcheackicti (Etc^enfr.'fcniüienblätltr. jiutimai n>od!tini.Ki«i$: blau jür b«n Kt> der großen Stunde der Gewißheit nur eine tief innerliche Genugtuung, eine stille, aber desto kräftiger iqur. zrlnbe Begeisterung aber unier einiges Bolhstnm aber unseren auch jetzt ivieder ausleuchtenden deutschen W affen- rulrm Ei» zweiter dtedanke drängte sich sogleich aut: wie wird das Ausland aashorchen, wie wird ,^ste ganze Welt", mit der wir nach den gestrigen Worten des Königs voir Barer» im Kriege leben, in banger Bewunderung zu uns dericherstarren, ivie wird in den Neiden unserer Gegner ei» tiefes Schweige» einziehen, wo gestern noch übermütige Zungen lästernd und lügend i» Bewegung warep! Tie zweite Nachricht mit »och bestiminteren Angaben über die Größe unseres Sieges erreichte uns erst in der Nacht. Ter dciltsche (üeneralstah ist kurz in seinen Meldungen Sind t-ali sich von jeder Ueberschwanglichkeik fern, aber die Ziffern redeten nun eine umso gewaltigere Sprache lieber 10000 Gistangcne und über .'>0 eroberte Geschütze! Wieder Ine Bestätigung, das; die Haltung unserer Truppen glänzend war, dag der Feind aus der ganzen Linie znrückgewor- ien sei. Und wie gross war diese Schlachtlinie! Bon Metz kn zu den Bogcsc», also an der ganzen Grenze Lothringens, ein einzigesLchtachtcngewoge, wobei unseren Heeren 8 Armeekorps der Feinde gegenüberstanden. Frankreich hatte einen Haiwnchlag gegen »ns führen wolle», und er ist vollständig mißglückt: das Tlvrgelien artete in Flucht aus! Noch wissen toir es auch fetzt nicht, welches dir ganze Tragweite dieser großen französischen Niederlage sein ivird. Es ist das Be mühe» der Teutsche», den Lieg vollständig airspunützen und den tliehi'nden Feind in sein eignes Land zn verfolgen^ Jetzt sind uns die sranzosischen sperrsorts nicht mehr so fürchterlich, und hie Flucht des Gegners wird auf die Zäh.g Mt feines Widerstandes nur einen ungünstigen Ihntlufi haben Die Taktik!unseres Heeres hat sich bewährt: wrv haben den Feind in offenem tüelände geschlagen, wo ihm seine Befestigungen nichts nützten tvo es eine Probe galt, aus welcher Seite die größte Tapierkeit, die grünere Wucht d-.n Waffen liege. Alle deun'chen Stämine haben an dem großen Ringen letlaenommcn, und dies« siegreiche Schlacht wird alle Bot-kselemenie noch enger als bisher zuscunmen- schwrißen Mit heiligen (tzelübden folgt das deutsche Bolk heule der Weisung des Kaisers. die er uns durch seine Tochter in Branuschweig übermittelt: jeder wird sein Tankqeber darbrinqen. denn uns allen haben stunden der Entscheidung geschlagen. All« wolle» wir in diesen Tagen der Gefahr lernen, abtegen alle Fehler, die bisher das Leiem des Volkes und seiner vielen Parteien beengten nird geiähr deten. Möge dem geläuterten denkschen Bolle ein-? freie Bahn großen und mutigen Fortschreitend- und nacti siegreichen Kämpfen die volle Entfaltung aller seiner friedlichen Kräfte deschieden sein! Neben der große» entscheidenden Nachricht haben wir »och weitere Erfolge zu verzeichnen Zunächst eine Mel- dimg aus holländischer Quelle, zu der unser Generalstah sich bisher noch nicht geäußert hat: Einem Amsterdamer Blatt zufolge gab ü, der Naclit zum 20. d M. die belgische Negrerung bekannt, baß das belgische He«r ain Drcns- tag durcti eine überlegene deutsche streit mach: a» ge griffe» wurde Tas belgische Hauptquartier und Heer wurde nach einem morderiichen Gesechl zuerst nach Me che ln und dann nach Antwerpen zuruckge zogen. Ein anderes holländisches Blatt erhielt e,n Telegramm, wonacti umsere deutschen Kriegsirtntie in Lstafien cnglijche Kaustahrletsctnfsc bedrohen. Ter dcurschc Kreuzer vEuU>«n" soll ein Srinft von der freiwülrgen russischen Flotte genommen habe». England schcmt einem seekampse vorläuiig auszluveichen: untere Nord- und Tsrseeküstc' ist im vom Feinde! Auch darin liegt fiir das Ausland ei» Beiveis vor, daß es um die Lage Teutschlands nicht schlecht bestellt ist. Ein Telegramm des Kaisers. Braun schweig, 22 August. Die ..Braunschlveigcr Landes-Zeitung" meldet: Ter Kaiser hat an die H e r z o gin von Braun schweig folgendes Telegramm ge richtet: Gott der Herr hat unsere braven Truppen gesegnet und ihnen den Sieg verliehen. Mögen alle daheim auf den Knien ihr Tantgebek darbringen. Möge er auä, ferner in »ns sein und unserem ganzen deutsche» Bolle. Tein treuer Baker Wilhelm. Des Kaisers Tochter als Künderin des Licgcs. Braunlchweig, 2l.Aug. Tie erste Künde von dem 'großg'n sieg in Lothringen wurde in Braunschweig durch die Herzogin-Regenii» Viktoria Luise üdermiiiell, die zu Fuß von, Schloß ins Polizeipräsidium rille und dort die siegesdrvesche de» Schutzleuten zur Weitergabe mitteilte. Tann fuhr die Herzogin im Auto nach den beiden Kasernen, wo i>c dem versammelten Landsturm die «ie g e s n a ch r i ch l v o r la s und ei» Hoch auf die laviere und siegreiche Armee ausbrachtc. Auf dem Weg nach dem schloß stürmisch begrüßt, ließ sie öfters anliatten und den Menschen »lassen immer wieder die siegesdevesche vorleien. Aus dem schloßplatz hatte sich inzwischen eine tausendköpsige Men schenmasse angcsammelt, die ..Teutschland. Deutschland über alles" sang. Die Herzogin begab sich bei der Rückkehr ins schloß sofort aus den Balkon, wo sie eine kurze Ansprache hielt und ein Hoch aut die Armee ausbrachie. Die Mensche» masse stimmte jubelnd die Kaiferhymne an. Tie sicgesnachricht in München. München, 21. Aug. Als fick; die Machrickt von dem Steg? an oer Lothringer Grenze hier verhreiiete, herrschte jubelnde Begeisterung, schnell zeigten die gefüllten Straßen reichen Flaggenichinuck. Tausendx sammelten sich vor dem Rathause. loo Oberbürgermeister v. Borschi eine valrio tische Am'vrache hielt und das Glockenspiel patriotische Weisen ertönen ließ. Dann ivogle die zahllose Menge zum Wittels bacher Palais, »ni die Rückkunft des Königs zu erwarten, der de» Perwundetrii im Rote» Kreuz einen Besuch ab stattete. Brausende Hochrufe empfingen den greisen Herrscher, als er nach ti Ndr^im Palais anlangte. Tiefbewegt sprach er vom Balkon deS Schlosses seinen Dank dafür aus, daß alle gekominen seien, und fuhr dann, wie wir der „Frks .Zig." entnehmen, fort: „Ich bin stolz daraus, daß mein S>obn der erste unter den deut scheu Führern war, der solch einen großen Sieg errungen bat Wir haben :wch aroße stämpsc vor uns. denn Sie wissen, wir neben im Kriege mit der ganzen Welt. Taß wir uns gut schlagen werden, daran habe ich nie gezweiielt. Wenn Gott mit uns ist, und er ist immer mit der gerechten Sache, werden wir nach allen Seiten hin siegen/' Mit brausenden Hochrusen und der Absingung patriotischer Lieder fand die erhebende Kundgebung ihr Ende. Begeisterte Teilnahme in Lcstcrrcich. Wien, 21. Aug. Aus dem Kriegs-Presse Quartier wird gemeldet: Der Kommandant des Kriegs-Presse Quartiers richtete an den deutschen Botschafter in Wien sokgendes Telegramm: Die unter meinem Kommando im KriegsVresseauartier vereinigten österreiä iich-ungarischen, deutschen und ausländischen Bericht er Natter nehmen hie Nachricht von dem herrlichen Siege der deutschen Armee mit Hellem Zubel aus und bitten En». Epzellenz, den Ausdruck ihrer sreudiaen Begeisterung, sowie hu- innigsten Wüniche fiir den weiteren Eriolg der deun'chen Waisen zur Kenntnis des deun'chen Kaisers bringen zu ivollen. v. H o e n, Lberst. * * Falsche Gerüchte. Berlin. 20. Aug. 'Ausländische Zeitungen haben viel sack bertchtet, daß die Generale v. E m m i ch , v. T e > m l i n g und o d. Ä a r w i y verivundel. gefallen oder qciangrn genommen seien. Tieie Nachrichten sind unwahr. Deutsche Zeitungen haben aus der über das töcfechl bei scki rnieck verbreiteten Mitteilung geschlossen, daß schwere Artillerie verloren gegangen sei. Schwere Artillerie war gar nicht be kcil'gt, sondern einige Znsanieriebataillonc der Feltunqs- beiatzung mit einigen Feldgeschützen. Das Borgchen in Belgien. Ter Generalquartiermeister v. stein verösfenklichl iol gcnde amtliche Erklärung: Die zun, zweitenmal an Belgien gerichtete Aufforderung, mit Deutschland ein Abkommen zu treffen, hat in um'erm Bolkc die Befürchtung erweckt, als sei Teutt'chland zu Zugeständnissen geneigt. Diese Benirckiung ist u n - begründet. Es bandelte fick nach unseren ersten Ersol-, gen um einen letzten Versuch, die irr« geleitete Meinung Bel giens zu seinem eigenen Besten umzustimmen. Ta Belgien unier Entgegenkommen abwles. so hat es alle Folgen seines Handelns selbst zu tragen. Tie cingcleitelcn Lperalionen sind durch das schrcchen an die belgische Regierung nicht einen Augenblick ausgehallen worden und werden mit rück- jpchZsls-se-r Energie durph^e.iührl. Tic Gcsaiigciinahmc dcS Koinmaiidantcn von Lüttich. lieber die ttzesangcnnahinc des Generals Lcman. des llsjährigen Kommandanten der Festung Lüttich, berichtet die „Äackiener Post": Bon den stürmenden denlsckwn Truppen wurde er Iwlberstickt tmlcr den Trümmern des zusammen» geschossenen Forts aufgefunden und in Sicherheit gebracht. Tie deutschen Offiziere nahmen sich seiner i» der tainerad- schastltchsten Weite an tinh labten ihn mit h«n Knien zur Hand besindlichen Erfrischungen. Tcrini wurde der Gefangene dein General v. Ein in ich vorgeführt, dem er seinen Degen überreichte In Anerkennung dessen, baß General Leina» die ihm übertragenen Pflichten als Kvm- inandant der Festung Lilltich trotz d«'c Erkenntnis, paß er tick, auf verlorenem Posten hesände, bis zuletzt erftült i>al, l e l i e s: iäeneral v. Enunick» ihm jedock» den Degen, eine deutsche Ritterlichkeit, die der Ostfangene nicht envartet Iiatte und die ihn darum umso tiefer erschütterte. 'Nachdem sich der Kommandant von den seelisckst» Erschütterungen lind physischen Str>rpa.zen der letzten Tage unter ärztlichem Beistände einigermaßen erholt hatte, fand gestern von Lüttich aus seine Bersckstckung in die deutsche Ostfangenschast statt: seinen Transport leitete Major Bayer. Tiefer traf gestern mittels Automobils am späten Nachmittag mit seinem Gefangenen in Lbachen ein und stieg mit diesem im Hotel „Großer Monarch" ab. Heute vormittag gegen 10 Uhr fand die Weiterreise zunächst nach Köln statt. Ein zahlreiches Publikum lwtte sich I>e»te vormittag vor dem Hotel „Großer Monarch" angrsaimnelt, um den General Leman bei seiner Abreise zu sehen: die Schmtlust der Ncugieriaen wurde aber nicht besriedigt, da man Vorsorge getroffen hatte, den Gefangenen unbe- nicrkl aus dem Hotel zu bringe». Zu der Besetzung von Brüssel schreibt der Berliner ..Lokalanzeiger": Ta bat nun die bklgisckic Regierung ihren Lohn für ihre Storr« köpitgkeit, den Lote» däiür, daß sic auf Englands Bcscbl einem sriidlichcn Ucbereinkommen mü uns >nii iurchtdaitb» Blutver aiesM vorzog, bei dem der treue Bunvesgenoss«, Englaitd, leinen Fittgee eübrle, „m -das Unverixeidtichr z» verhindern Die Belgier hal'eii ihren Lohn: John Bull bat leinen iwch zu erwarte». Eins ersclieiiit uns sicher: wir können uns den Luxus niän erlaul>en, in einem künstigeu Krieg »och einmal Liiltüti mit Strömen kvsldaren deutschen Blutes zu stürme». Lüttich muß deutsch werden, das närd der Wunsch aller Tnitschen sei». In der „B os sis ch e n Zeit» n g" wird die Einnahme von Brüssel als ein Erfolg bezeichnet, der auch twchge» spannte Envariungen übertrcssc. Die moralische Wirkung der Einnahme Brüssels sei deswegen nicht geringer crnzu- schätzen. als die Erstürmung der Festung Lüttich. Ofenpest, 21. August. Tie lüleldung von dem Einrücken der Teutsche» in Brüssel, die hier nach Mitternacht bekannt nmrde. rief sehr große Begcistcrnng her- vor. Tre Morgcnblätter druckten die Tepeschcn in Plakat- Buchstaben. Eine Strascrpedition nach -lrlon. Tie „Luremburger Zeitung" schreibt: „Am 12. August erschien in Arlon, einem kleinen belgischen Ort an der lnrcm- burgischen Grenze, eine größere Triivveiiableitung und forderte die Einwohner aus, alle ihre Watten aus den, Stadthaus abzugeben. Ter Anlaß dazu scheint dadiach gegeben zu sein, daß aus dem Cas« Turc, außerhalb der Stadt, aus eine vorbeimarschicrende deutsche Patrouille geschossen imirde. Gleich daraus sah man den Wirt aus dem Haus lausen und über die Gartenmauer springen. Er soll aut eine Untersuchung durch Polizeisckretär Wildschiiz hin verhaltet sein Tie Einivohner von Arlon trugen alles, ivas sie von Wallen besaßet,, sogar ihre als Zimmerschmuck dienende Trophäen, zusammen lbestern abend kam eine ganze Reihe von Wagen mit sziinte». Revolvern, Säbeln und Pistolen beladen hier an. Es »varen Wagen hiesiger Spediteure und Bauernwage» aus der llmgegenb, die vorgestern LebrnSmiltel für dael deutsche Militär über hie belgische Grenze gelahren hatten und als Rücklrachl gellern die Kriegsbeute bekamen Scho» gestern abend sah nian- Soldaten mit dem Sichten der Wallen beschästigl. Revolver lverde» probiert, Jagdflinten au: und aneinander geschraubt, einer benütit ein ezo- lischcs Schwert, daß wie ein Winkelmaß gebogen ist, als Schraubenzieher, um eine Munitionskiste zu öiineii. Zahlreiche Zuschauer stehen am «öiiler des Schulhauses am KönigSrina und vennlqen das seltene Schauspiel, das sich une die im Schulhof ausgestellten 4-agen abl'viell Heute morgen ivird die Sichtung »ortgesetzl. Man lieht es vielen Waffen an. daß der Besitzer die Hoffnung ans Zurückgabe nicht lahren gelassen hat. Manche wertvolle» Jagd'linien sind sorgsam eingewlckclt und mit Zetteln versehen, ans denen zwei- iellos der Besitzer seine Adresse vermerkt bat. Zn den »ach oem Schulliaus ährenden Straßen begeanel man au! Schritt und Tritt Soldaten, di? ihren Anteil an der Beute schniunzelnd heimtragen." Verräter in Elsaß-Lothringen. Straßburg. 21 August. Ter militärische Oberbefehlshaber von Elsaß-Lothringen erläßt folgende Bekanntmachung: Bon Landesverrätern ist der Versuch gemacht worden, fick» an die Tclephonlettungen anzu- schließen. Ich habe daraus Befehl ergehen lassen, jeden, der sich unbefugt an Telephonleitungcn zu schassen mackst oder diese Bekanntmachung von den Anschlagstellcn abreißt, sofort zn erschießen. Tie Bicheinfuhr aus Holland gesichert. Berlin, 20. Aug Wie das „Bert. Tagebl." erfährt, ist heute morgen ein größerer Transport vonl tebenden Kälbern aus Holland hier eingetrofsen. In den nächsten Tagen wirb ein weiterer Transport von lebendem Großvieh, der bereits at.'ge>and> ist, erwartet Tamil: ist die Biehzufuhr ans Holland wahrend ded Krreges gesichert. 'Cn'iiUlilullt oe»i»i>i>iige>i oii inuiit'U. Wie die Berliner Blätter aus Thorn melden, gelang es in der Gegend dinier Nieszawa den deutschen Truppen, 46russischeGendarmerie undPolizeibeamte. die mir der Aushebung von Militärpersonell beschäftigt waren, gefangen zu nehmen. Die Leute wurden als Kriegsgefangene hier eingelieferl und eine Nacht im Gesang nis untergebrackl Dann erfolgte ihr Weitertransport nach dem Artillerieschießplatz Hammerstein, In Lnck wurde vor einigen Tagen ein russisches Flugzeug mit Erfolg beschossen. Es fuhr riber die Stadt, und die Insassen warfen B oJn b « n herunter, die aber keinen Schaden anrichteten, Tic deutsche Infanterie überschüttete big Flieger mit heftigem Gewehrfeuer, Dabei wurde ein Ftiigel des Propellers abgeschossen, woraus der Apparat in den Wald stürzte, Kavallerie ritt sofort nach und fand das Flugzeug, Der eine russische Offizier war erschossen, der andere hatte sich beim Absturz das Genick gebrochen. Ta» Gefecht bei Stallupöncn. Aus einem im „Bert, Lokal-Anzeiger" veröffentlichten Feldpostbrief über das große Gefecht bei Stallupöncn, das mit der Gefangennahme von 3000 Russc n endete, entnehmen wir: Auf dem Wege zum Bahnhof begegneten mir Militärautomobile mit Schwerverwundeten, Auf dem Gülerbahn- Hof war soeben ein Gesangencnzug aus Stallupöncn an- gekommen, dessen Wagen zum kleineren Teil leichtverwundete deutsche Soldaten, zum größeren Teil gefangene Russen bargen. Unsere Leute waren bei guter Stimmung Am Samstag schon hatten kleinere Truppen einen Abstecher nach Rußland gemacht, sich aber wieder zurückgezogen, da sich der Feind in gedeckten Stellungen befand, Montag war es dann zu einem ernsten Zusammenstoß gekommen, Nach den Erzählungen unserer Leute hat sich vor allem unsere Artillerie als der russischen sehr überlegen gezeigt, sowohl was die Treffsicherheit als auch was die Wrrkung der Geschosse betrisst, Tie russischen Granaten sollen fast alle nicht krepiert sein, Bon der r u s s i s ch e n I n- santerie erzählt man, daß sie sich selten aus den gedeckten Stellungen herauswagte, Nachdem man festgestellt hatte, daß die russischen Schützen namentlich gerne aus den Fenstern der »äuscr, insbesondere aus den .Kellerfenstern schießen, hat man sie durch Artilleriefeuer schnell daraus vertrieben, Offenen Kamps sollen die Russen scheuen, „sobald wir aufsprangen und stürniten," erzählte mir ein Berliner, „rissen sie aus, und tvewu wir sie einholten, warfen sie die Flinten weg und ließen sich gesangennehmen," Ein, anderer Berliner erzählte mit Stolz, daß er allein' fünf Russen gefangen habe, die er in einem Graben überraschte. Auch von der Bestrafung eines verräterischen Müllers an der Grenze erzählte mir ein Grenadier: „Der gute Müller hatte seine Windmühle als Signal für die Russen benutzt und sie nicht nach dem Winde, sondern stets nach der Seite gedreht, wo unsere Artillerie stand. Tas merkten wir aber bald, und da haben wir ihn der Einfachheit halber in seiner Windmühle aufgehängt," lind nun die russischen Gefangenen! Es war fast alles Infanterie, In graugrünen Kitteln und gleichfarbigen Mützen, Zum größten Teil waren es südifche Leute aus den Grenzgouvernements, Sie konnten fast, alle etwas deutsch und versicherten, daß sie höchst ungern in den Krieg gegangen seien, da sie Rußland nicht als ihr Vaterland betrachren könnten. Einer erklärte, er hätte überhaupt keine Kugel in seinem Gewehr gehabt. Alle waren sehr ausgehungert und warteten auf Essen, Mit neidischen Blicken stierten sie auf scden unserer Soldaten, der eine Zigarette rauchte. In einem Abteil für sich war ein gefangener russischer Hauptmann untergebracht, der einen sehr guten Eindruck machte. Es schien ihm ganz gut zu gehen. Er nickte meinem kleinen Neffen freundlich lächelnd zu und sagte zu dem ihn bewachenden Grenadier, der etwas russisch verstand, er habe auch einen kleinen Jungen zu Hause, Freimütig erklärte er auch, daß er sich hier viel sicherer fühle als aus dem Schlacht- felde! Russen und Ocsterreicher. O f c n p c st, 21. Aug. Tas Blatt Az-Est meldet aus Czcr- nowitsch: Die Russen machten mehrere Versuche, über die Grenze der Bukowina v o r z u d r i n g c n. Alle diese Versuche wurden von itnseren Truppen energisch zurückgoschlagen. Besonders zwischen Kkowo-Sielidza und Okua erlitten die Russen schwere Verluste. Die Russen versuchten, an inehreren Punkten das Vordringen nnscvcr Truppen zu verhindern, wurden jedoch stets mit großen Vcr- lüsten zurückgedrängt. Krakau. 21. Aug. Ein hiesiges Blatt meldet: Mehrere in das Militär-Spital ein gebrachte Verwundete des Oli- mützer Infanterie-Regiments erzählen, daß bei Krasnick unweit von ?sielce eine Schlacht stattgesnnden habe, in welcher der dreifach überlegene Feind von den österreichischen Truppen geschlagen wurde. Reue österreichische Eiubcrusuugcn. Wien, 21. Aug, Durch eine heute erlassene Kundgebung werben alle zu Erntearbeiten verwandte Reservemänner, Ersatzrcscrvistc» und Landslurmmünner sowie mch- rere Altersklassen bisher nicht einberusener Landsturmpflich- tiger, insbesondere diejenigen, die bereits gedient haben«, für Ende August zu den Waffen berufen. Revolution im Kaukasus. Wien, 81. Aug, Me Südslawische Korrespondenz meldet aus Konstantinopel: Der Aufstand ini Kaukasus gegen Rußland ist zu einer vollen Revolution aus- geartet. Seit Tagen fanden blutige Kämpfe zwischen den Aufständischen und den treugebliebenen russischen Truppen statt. Der Verlauf der Ereignisse im Kaukasus und an der Grenze wird in türkischen Regierungskreisen mit zunehmcn- ber Unruhe verfolgt, Abordnungen der kaukasischen Grenzorte erscheinen bei den türkischen Truppen-Gchandtschaften und bitten um Einmarsch der türkischen Armee, Me Lage beginnt unhaltbar zu werden, Tie Serben. Me „Südslawische Korrespondenz" meldet aus Semlin: Nach verbürgten Nachrichten zwingt die serbische Behörde die in Serbien zurückgeblrebe- neu s l a v i s ch e n Untertanen der Monarchie, sich na- turalisieren zu lassen und wendet zu diesem Zwecke die ärgsten Mittel an, Tie polnische Bewegung. Posen, 20. Aug, Ter „Tziennik Posaniski", das angesehenste Blatt i» Preußisch-Polen, weist daraus hin, daß die Lage der Polen noch niemals so gewesen sei wie jetzt. Infolge der Plötzlichkeit des Kriegsausbruchs war es nicht möglich gewesen, rechtzeitig eine einheitliche Front aller Polen zu schassen. Bei den kriegführenden Parteien handele es sich nicht nur darum, von den Polen eine einheitliche Front zu vertangen, sonoern auu- uüui einzugu-oeu, folge des ausgebrochenen Krieges sei es nun schwierig, eine einheitliche Front aller Polen herbeizutühren, aber es müßten doch alle Mittel versucht werden, daß die polnischen Fraktionen in Berlin, Wien und Petersburg zusammen- kommen und über die Lage der Polen beraten, schwierig sei es nur, die Mitglieder der polnischen Dumasraktion zu dieser Beratung zu versammeln, Tie Mitglieder in Deutschland und Sesterreich werden aber ln einer Konferenz zu- sammenkommen und die Lage besprechen, Russische Truppen in Bessarabien. Bukarest, 20, Aug, Tic russische Gesandtschaft läßt dementieren, daß die Truppenbewegungen längs der rumänischen Grenze in Bessarabien eine außergewöhnliche Bedeutung hätten. Sie seien aus die Tatsache zurückzuführen, daß in dieser Gegend nur eine große Bahnlinie vorhanden sei, aus der die Truppen nach dem Kriegsschauplatz im Norden besördert werden, (Nationalztg.) Tie Haltung Rumäniens. Bukarest. 80, August, Der Schriftsteller und Vorkämpfer der nngarländischen Rumänen Ion Slovici weist rn der „Seara" darauf hin, daß angesichts der Gefahr, die das Russentum für die Rumänen darstellt, die Rumänen sowohl in Ungarn als auch in der Bukowina sich zusammengeschlossen haben, um den gemeinsamen Feind zu bekämpfen. Die Richtigkeit dieser politischen Auffassung vertreten auch die Rumänen des Königreichs, wie Stere Dobrogeann und Gherea, Nur von lebhafter Besorgnis erfüllt, können die Rumänen an das Schicksal denken, das ihren Stammesbrüdern bereiret würde, wenn Rußland aus diesem Kriege siegreich hervorgehen würde, Diese Tendenz sei jahrzehntelang von den größten Staatsmännern Rumäniens vertreten worden. Heute machen sich Tendenzen geltend, die nach der russischen Seite zielen. Dieses ist nicht nur für den rumänischen Staat gefährlich, sondern auch ein Zeichen mangelnder Liebe für die Stammesbrüder in der Monarchie. Spaniens Neutralität. Das Königlich Spanische Konsulat in M a i n z teilt uns mit, daß es von dem spanischen Botschafter in Berlin beauftragt ist, die falschen Gerüchte, welche ein Teil der ausländischen Presse über die Haltung Spaniens in dem gegenwärtigen Konflikt verbreitet hat, aufs entschiedenste zu dementieren und klar und deutlich bekannt zu geben, daß Spanien mit keiner Nation irgendwelchen Vertrag eingegangen ist, der es in irgendeiner Weise zum Eingreifen verpflichtet und daß infolgedessen Spanien schon offiziell erklärt hat, daß cs entschlossen ist, die allerstrengste Neutralität während des gegenwärtigen Krieges zu wahren. Tas deutsche Hecreskommando an die Bevölkerung der eroberten und besetzten Städte Tie Kommandanten erlassen nach Einmarsch an die Bürger der Städte in Feindesland folgende Bekanntmachung: Ein Truppenkorvs der deutschen Armee unter meiner Führung hat ihre Stadl besetzt, Ta der Krieg nur zwischen den Heeren gesührk wird, garantiere ich in aller Form, Leben und Privateigentum aller Einwohner unter folgenden Bedingungen: 1, Tie Einwohner enthalten sich streng scher feindlichen Haltung gegen die deutschen Truppen, 2, Tic Lebensmittel und Fourage für unsere Leute und Pferde' sind von den Einwohnern zu liefern, Jede Lieferung wird sofort in barer Münze bezahlt oder es loird eine Quittung ausgestellt, deren Begleichung nach beendigte Kriege garantiert wird, 3, Tie Einwohner hadeii unsere Soldaten und Pferde aus das beste unterzubringen und die Häuser während der Nacht zu beleuchten, 4, Tie Einwohner haben die Wege in befahrbaren Zustand ?.u versetzen, alle durch den Feind errichteten Hindernisse zu entfernen und unsere Truppen auss beste zn unterstützen, damit sie ihre im Feindesland doppelt schwierige Ausgabe erfüllen, 5, Es ist verboten, sich aus den Straßen zusammenzurotten, die jGlocken zu läuten oder mit dem Feind in gleichviel welcher Art in Verbindung zu treten, 6, Alle Waffen, welche sich im Besitz der Einwohner befinden, müssen innerhalb zwei Stunden auf der Bürgermeisterei abgegeben wcrdftn. 7, Ter Bürgermeister, der Geistliche und vier airgesehene Bürger der Stadt haben sich sofort zu mir zu begeben, um als Geiseln während des Ausenthalies der Triwpen zu dienen. Unter diesen Bedingungen — ich wiederhole es — sind Leben und Privateigentum der Einwohner absoüit sicher. Me strenge Disziplin, an welche unsere Truppen gewöhnt sind, ermöglicht es sogar, daß kein Einwohner gezwungen wird, seine Geschähe zu vernachlässigen oder seinen Herd zu verlasseir. Andererseits werde ich die strengsten Maßnahmen treffen, sobald die vorgenannten 'Bedingungen nicht erfüllt iverden. In dieser Hinsicht Irrerde ich niich in erster Linie an die Geiseln halten. Autzer- dcni wird jeder Einwohner erschossen, welcher mit Waffen in der Hand oder bn irgend^einer unseren Truppen feindlichen Handlung betroffen wird. Schließlich ist die ganze Stadt verantwortlich für die Handlungen jches einzelnen ihrer Einwohner und wird daher gut tun. eine gegenseitige Aussicht zu üben, um die Einwohner vor den unangenehmen Folgen zu bewahren, welche ein Zusammenwirken mit dem Feinde nach sich ziehen muß. Die Behandlung der Fremden in Deutschland. Berlin, 21. Ang, Im „Mcttin" und anderen französischen Blättern wird behauptet, daß Angehörige der mit Deutschland im .Krieg befindlichen Staaten jn Deutschland unmenschliche Behandlung, Verfolgung und Beraubungen zu erdulden hätten. Der mit dem Schutze *ber französischen, russischen und belgischen Staatsangehörigen beauftragte hiesige spanische Botschafter Polo de Beinahe ermächtigte das Auswärtige Amt, in seinem Namen diesen falschen Meldungen aufs entschiedenste zu widersprechen. Der spanische Botschafter stellt fest, daß die Fremden mit aller, ihrer miß- liehen Läge schuldigen R ü ck s i ch t und Achtung behandelt werden. Hierfür bildeten die freiwilligen Erklärungen, welche die betroffenen Fremden selbst deni Botschafter dauernd ab- geben, ein unwiderlegliches Zeugnis, Es sei nur natürlich, daß die militärischen Notwendigkeiten Maßnahmen ver- aiilaßten, worunter die Fremden vorübergehend zu leiden hätten: aber in alten Fällen seien die Maßnahmen sofort eingestellt worden, sowie sich herausgestellt hat, daß sie nicht mehr erforderlich waren. Allerdings beklagt der Herr Botschafter, daß die Staatsangehörigen feindlicher Länder, einschließlich alter, kranker Leute, sowie der Frauen und Kinder infolge der militärischen Anordnungen noch immer nicht über die Grenze gelassen werden Auch die deutsche Regierung bedauert, daß dies notwendig ist: Härten sind jedoch in Kriegszeiten leider nicht zn vermeiden, das werden auch jetzt die in Feindesland znrückgehattenen Deutschen emp- ffnden müssen. Von der deutschen Regierung sind bereits Schritte eingeleitet worden, um für die Angehörigen der gegen uns Krieg führenden Staaken nach Möglichkeit derartige unverschuldete Härten abzustellen, Entsprechende Maßnahmen sind in kurzer Zeit zu erwarten. '«'unuut.tiuiU uCv iv»Uv»uv teilt mit, daß die Zusendung neuer ausländischer Zeitungen erwünscht ist, Wer solckw Zeitungen besitzt oder beschaffen kann, lasse sie a» die Nachrichtenabteilung des Admiralstabs, Berlin, Königin-Wigusla-Straßc 38, gelangen, Eine Rücksendung kann nicht erfolge». Jede Unterstützung wird dankbar begrüßt, Tie Ostsee ist frei! Wiederholte Rekognoszierungen unserer Seestrcitkräfte bis hinaus zum finnischen Meerbusen haben, so schreibt das Wolff-Bureau, den Beweis erbracht, daß in der Ostsee kein feindliches Fahrzeug zu sehen ist, Ter neutralen Schiffahrt droht also auch in der Ostsee südlich von dem finnischen Meerbusen keine Gefahr, Tic cngtischen Sozialisten gegen de» Krieg. A m st e r b a in, 20, Aug, Me Sozialisten hielten in Manchester eine Versammlung ab, in der sie nochmals in llcbereinstimmung mit der Rede Ramsay Macdonalds sich gegen den Krieg vom 3. August erklärten und schwere Anklagen gegen die Regierung erhoben, Englands Aufreizung der gelbe» Rasse. Wien, 21, August, Das „Fremdenblatt" schreibt zn dem Ultimatum Japans: Japan ist in die Reihen der Gegner Deutschlands getreten. Damit hat sich ein Ereignis vollzogen, welches in Zukunft für England weit gefährlicher werden wird alS gegenwärtig fiir Teutfästanb, Bisher war es die weiße Rasse, welche den Gang der Ereignisse bestimmt hat. Jetzt ist es England, welches — selbst mehr als 300 Millionen asiatischer Untertanen besitzend — dem kriegstüchtigsten asiatischen Volk Gelegenheit gibt, in einem rein europäischen Konflikt eine Rolle" zn spielen, England stärkt die Position Japans in Ostasien, verkeimt die eigenen wichtigsten Interessen und löst, um seine momentane Rachsucht zu befriedigen, den Grund zu zukünftigen schweren Sorgen, England vergreist sich an neutralen Kriegsschiffe«. Rotterdam, 20, Aug, Dem „Nieuwe Rvtterdamsche Courant" zufolge hat die englische Rsgierung ein für die norwegische Regierung bestimmtes Kriegs- schiff in Beschlag genommen, (Tägl, Rundsch,) Aus Aegypten. Wien, 21. August, Me Politische Korrespondenz meldet: Aeghptcn wird seit dem Ausbruch des Krieges vollständig als englische Provinz behandelt. Die Verwaltung des Landes befindet sich in den Händen der britischen Militärbehörden, Ein englisches Dekret an die ägyptische Regierung hat verfügt, daß bas ganze ägyptische Gebiet für die Kriegszwecke Englands benützt werden könne, Bcrniinstige Engländer in München. München, 21. Ang, Eine Anzahl hier lebender Engländer hat dem Roten Kreuz einen Geldbetrag übermittelt mit einem Begleitschreiben, in dem sie die Spende als einen Protest gegen die schmähliche Politik der Regierung Englands erklären. Sie wenden sich gegen den ruchlosen Krieg und sehen ihre Hoffnung zerschellt, Deuffchland und England gemeinsam die abendländische Kultur gegenüber dem Ansturm einer Barbarei verteidigen zn sehen. Sie werden auch die englische Kirche, wie es in Hamburg bereits geschehen ist, für die Verwundeten cinrichten lassen. Tie Lage der deutschen Schutzgebiete. Berlin, 21. August, Auf die täglich in großer Anzahl einlaufenden Anfragen von Angehörigen der deutschen Ansiedler in den Schutzgebieten gibt das Reichs-Kolonialamt bekannt, daß in DentschsSüd- westafrika und Kamerun alles ruhig ist. Aus Deutsch-Ostasrika und den Südsce-Schntzge- bieten liegen keine direkten Nachrichten vor, Ueber die Vorgänge in Togo ist die Presse bereits unterrichtet. Tic italienischen Auslandsvertreter in Rom. Rom, 20, Aug, Wie jetzt bekannt wird, ivaren außer dem Berliner Botschafter Italiens auch alle anderen diplomatischen Vertreter des Königreiches nach Rom berufen worden, Es fanden unter Teilnahme aller Botschafter mehrere eingehende Besprechungen der Lage statt. (Nationalzeitg.) Die amerikanische Gesellschaft vom Roten Kreuz. Wien, 20 August, Ae amerikanische Gesellschaft voni Roten Kreuz hat durch den amerÄani- schcn Botschafter in Wien der Oesterreich,ischen Gesellschaft vom Roten Kckeuz die Entsendung einer Hilfskolonnc, bestehend aus drei im Militärdienst erfahrenen Aerzten, zwölf geschulten Berusspflegerinnen und dem gesamten Material für ein Reservespitat angetragen, Tie amerikanische Hilfskolonne wird in einem Schiff unter der Flagge des Roten Kreuzes nach Europa gebracht iverden. Das lwch- herzige Anerbieten ist von der Heeresverwaltung mit bestem Dank angenommen worden. Die Schwierigkeiten bei der Aufstellung der Verlustlisten. Es wird uns geschrieben: Ueber die Schwierigkeiten, die die Aufstellung der Verlustlisten den beteiligten Stellen verursachen, herrscht fm Publikum noch immer eine falsche Anschauung, Man denke an die Kerhältnisse nach einem mehrtägigen Kampf, Bei icdem Truppen- leil fehlen Mannschaften, Zwar weiß man von einigen, daß sie sielen. Aber daS Schicksal vieler anderer bleibt vorläuffg ungewiß, Noä» niedrere Tage nach der Schlacht finden sich Leute bei ilwer Truppe ein, die man vermißt und vielleicht schon tot geglaubt hatte. Sie waren abgekommen und hatten sich einer anderen Truppe angeschlossen — lieber das Schicksal der Verwundeten erfährt man oft erst: nach längerer Zeit Genaueres, Leiänverwundete werden zu Fuß, per Wagen oder 'Auto zurück- geschafft, auä» Schwerverwundete sucht man sobald wie möglich nach rückwärts fortzuschaffen, um Verbandplätze, Feldlazarette nsw, für etwa neu eintresscndc Verwundete sreizuinachen, Wohin diese Transporte gehen, weiß die kämpfende Truppe nicht. Erst nach und nach sickern Nachrichten bis zu allen Stellen durch, wo sich» die Fehlenden beffnden. Zu all diesen Feststellungen gehört Ruhe und Sorgsalt, Im Sturm und Mang des Gefechtes selbst und im unniittelbarcn Anschluß daran sind sie deslxilb unmöglich. — Cft entstehen bejonbere Schwierigkeiten dadurch, daß die Verbände stark durcheinander kommen, so z. B. bei Ortsgefechten und in der Verfolgung, — Wenn der erste Moment der Rübe ein«' tritt, ist mancher Truppenteil vielleicht Meilen von den Stellen entiernt, an denen, er gelochten hatte, Mancher Abgckommene sieht daher^ seine Trnvve erst nach mehreren Tagen wieder, Ueber das Schicksal vieler Persönlichkeiten könnte man natürlich gleich nach der Schlacht berichten. Die Verlustlisten sollen aber möglichst vollständig und möglichst sorgsam ausgestellt sein. Vollständig, damit nicht salsche Hoffnungen erweckt werden, sorgsam, um unbegründeter Trauer vorzubeugen, ^Nochmals sei übrigens daraus hingewiesen, daß im Krrege 1870 71 die Verlustlisten viel längere Zeit in Anspruch genommen haben, als im gegenwärtigen Kruge, Wir danken dies der jeiieten Uuälnümng aller ’jtad)iia>te.uu»ut üti Pciitceii i.rgaiu- 'ation des Nachrichtenwesens nnd besonders dem Eifer und der Hingabe aller beteiligten stellen, dieser im Interesse des ganzen Lölkes liegenden sache zu dienen. Aus dem Reiche. Berlin, 21. Äug. Ter Medizinalabteilung des Kriegs -.Hnsteriums iind von der süddeutschen Pharmazeutischen Fabrik HüHossmann, Laroche u. Co. in Grenzach Baden größere tzkengen vbarinazeutischer Präparate iür die Behandlung und Pflege ,er im Felde verwundeten K neger als Geschenk zur Persügung ge teilt worden. Tie Spende, bestehend auS Tigalen, Pantopen usw., st am -t. August vom »riegSmininerium angenommen worden. Stuttgart, 21. Aug. Ter Oberbürgermeister der stabt Stuttgart ersucht uns, berichtigend iestzustellen. daß >'ich bei der llnkunit der französischen Gefangenen aut dem dortigen Hauvibalmhoi überdauvt keine Szenen abgespielt >abcn. Festgeskellrermaßcn hätten an anderen Cricit an zwei Tagen >rfi zweiscllos hysterische Frauenzimmer gebeten, den französischen Lerioundeten Blumen bringen zu dürfen sie seien selbstredend ab- ,ewiesen worden. Tic Berallgemeinerung gehe danach oeit über das Ziel hinaus und sei geeignet, den Nut der Stadl Stuttgart und ihrer Bewohner mit Unrecht zu schädigen Aus Stadt und Cartfc Giesten. 22. August 1914. Eine deutsch-anicrilanifchc Kundgebung. b Fra n klirrt a M, 21. Aug. Etwa 280 Amerikaner, >li sich seit Ausbruch des Krieges in Frankfurt auigehallen hatten, raten beute iruh in einem sonderzuge die Rückfahrt »ach der Heimat an. Tie Amerikaner, unter denen sich Persönlichkeiten be» anden. die im politischen Leben der Union eine bervorragendc tolle spielen, gaben einmütig und rückhaltlos ihrer Beivunterung ur Teutichland Ausdruck. Ter frühere General st ab scheider merikanischen Armee, James M. Bell aus Paiadena. lchtete an den Vertreter der Frankiurter Bürgerschaft, Gebeimerar kr. Walter, besondere Worte des Tankes für die den Ameri- | aner» m Trutichland bereitete unvergleichliche Gastircundschait. rr >'ei voller Bewunderung für den Geist und Mut, den sic in Deutschland gesunden hätten: alle Amerikaner seien der lieber- eugung, das, ein Bolk, das in solch schwere» stunden so mutig cnd mit stählerner Entschlossenheit gegen eine loafsenstarrende Well oänd>- und das dabei eine Well von moralischen und ethischen Näsle» entwickele, unbesiegbar sei. Ter Schriftsteller 33. Pol - a ck erkläne, daß er es sich »ur Ausgabe machen tverde, die ameri- anischc Presse über Teutichland auizuklärcn. In Gemeinschaft mit em Nervenarzt Tr B. Sachs beabsichtigt er ferner, in Amcrila Nassenveriammlungen zu veranstalte», in denen Englands Verrat n der weißen Rane, besonders am Germanentum, aufs ichäristc edraiidmarkt werden soll. Der Präsident der Wohlsahrtsvereine >es Staates New Bork, William Stewart, will in Amerika Geld» nninlungc» für Teutt'chland cinlciten und versprach, kraft seiner inslußreichen Stellung, TeutschlandS Lage in jeder Weise erleich, ern zu Helsen. Eine große Freude bereitete Dr. Strupp den imerikanern durch die Schenkung von 500 Ezemplaren des deut- chen Weißbuches: weitere IOl> Bücher ließ der .Herr dem hol- äich,schon Konsulat zur Verteilung überreichen. Tann ging es ans lbichiednebmen, das Händedrücken und Umarmen wollte kein Ende I ehmen Es war eine Berbrüderungsseierstu nde, die I "dem, der ihr beiwohnte, unvergeßlich bleibt und die von tiefer I achhaltiger Wirkung hüben wie drüben sein wird Unter brausenden I wchruien aui Teutichland und Amerika verließ der lange Zug die I sahnhofshallc. " Ein Orientrerungskurs über Kriegs »Sani Vätswesen findet auf Veranlassung des Ausschusses für da» > rztliche Fortbildungswesen an der Universität Gießen > an Dienstag, den 25. bi« Freitag, den 28. August, abends I , .—io Uhr. im Hörsaal der Klinik für psychische mid nervöse I rankheiten statt. Vorträge: TienSvag: 1. i'Vortragender noch I iibesinnmt> Bcschaisenheit und Wirkungsbereich der „wdernen I «schosse. 2 Oberstabsarzt Dr. siegert: Organiiatio» des l'Jh- I:ar-sanitäksn»sens. Mittwoch: Prof. Tr. Povvert: Wrikungs- I nie her modernen Gefä osse. Donnerstag: Pros. Dr. Schmidt: euchenbekämpiimg speziell mt Kriege. Freitag: Pro». Tr. Sommer: Piychiakrre >n w.iegszeiien. Der Kurs in rn erlter Lmie iür 21er.zte beirimmt, icöoch können auch andere in der Kran k e n p f I e g e tätige Personen zugclasien werden. Tie Einichreibe gebühr beträgt 2 Mk, welche nach 'Abzug der Auslagen an das Rorc Kreuz überwiesen werden. Anmeldungen mündlich oder schriftlich in der Klinik Frankiurter Straße 99, wo Programme und Mitgliedskarten ausgegeben werden. ** Für den Kinderhort, der die erzieherische Beaul- sichligung der Kinder unbemittelter Eltern und allrinitebender Frauen übernommen hat. sind noch Schulsachen »birg. Alle Einwohner, die noch Spiele. Balle, Schippchen. Wägelch"». Schubkarren, Puppen, Puppenküchen. Pferdchen. Reisen »iw. ha- brn, werden gebeten, solch« an Oberlehrers» Frl. M ö > e r, Gar tenstvaße, ober >m Pharmakolog Institut alte Bete rinärllmik. Frankfurter Straße, abzutiesern " Tic Ha n d w c r ks ka in me r zu Tarmstadl teilt aut Ersuchen mit: Ter Verband der Berliner Baugcschaite bat beim ReichsoiNt des 'Innern Klage darüber geführt, daß Hän> Werker, die als subuniernehmer bei einem Bau beichaitigl werden, vielfach letzt ihre Verträge nicht cinballe» »vollen und daß dadurch auch sehr viele der in dem genannten Verbände zuianiinen- geichloi'scnen Bauunternehmer dadm drängen, den gleichen 'Keg eiwzuschlagen und den Bauberren gegenüber ihre Kontrakte nicht mehr einzuhalken Ist dieses Vorgkhen an »sich schon bed.'nktich, so ist es andermälls auch ganz ungesetzlich. Odschon die Ba» tätigfeit geialten sei. so sollen doä> die Verträge durchgehalien werden Ter Handwerkskammer zu Tarmstadl iind bisher Klagen vorerwähnter Air nicht zugegangcn Einer 'Anregung Grvßtzei zoglicken Ministerrum« folgend, machen wir icdoch vonorglich daraui aufmerksam, daß icbermmi verpflichtet ist, se,ne Vertrage ni hallen und daß dieie Verpflrchtung ganz besonders in den Ausnahmcverhältniiseii eines Krieges Pflicht eines ikden Ge werberreibenden ist. Laiwkrris Gictzcn. r. Beuern, 12. 3Iug. Tie von dein hiesiae» Ortsvornande in der Genieind« vorgenoiiimciie HauSkollektc für das Rote Kreuz betrug 802,15 Mk.; sämtliche hiesige» Vereine habe» sich au diesem guten Werke beteiligt. Eine am allgemeinen Buß- u»d Bellag veranstaltete Kircheiikolleklc betrug 64,80 Mark. Kreis Schollen. 8 Michelbach. 22. Aug. In unserer 320 Seelen zäblcnden Gemeinde ivurdr durch Lebrer R. Ulrich der Betrag von 815 Mk sürr Rote Kreuz gesammelt und an die entsprechende Stelle ab- griührt. — In Erchelsachsen gingm 660Mk. für den gleichen Zweck ein. Kreis Frievbcrg. t,. Friedberg, 21. 'Aug. Gestern morgen bstzann der Unterricht au unserem L e h r e r s«in i u a r wieder. Es fehlen noch über 20 Schüler und 7 Lehrer. In u»sere Oberprima, welche bisher 14 Gymnastasten und Gymnasiastin»«» zählte, gehe» «be» nur noch 4 Oberprimaner und eine Lberprinianeri». Starkcnbura und Nhkinhcsse» cd. Bingen, 21. 'Aug. Zur Unterstützung bedürftig e r F a m 11 i e » der in de» Tlensl für das Bglerlgiid ein gelrcteuen Maniischaste» beschloß der Kreistag des Kreises Bingen die Ausnal»»« einer Darlehens. Die Beiträge aus dein llulcr- stüizungSloiibS und dem Reiugcwiuu der Krcisivarkasse sollen eben- ialls für den gleiche» Ziveck und für sonstige itt'olae der Kriegslage not wendige» 'Ausgaben dcreitgeslcllt ,verden. Bis jetzt sind schon 100 000 Alk. vorhanden. Kreis Wetzlar. Wedlar, 22. 'Aug Tic Notiz in Nr. 194 über die Unterstützung von Angehörigen der einqezogenen Arbeiter der B u dcrusschen Eisenwerke trifft insofern nicht zu, als noch kein Beschluß hierüber vorliegt. Eine Beihilfe, wie bei anderen Unternedmungcn. ist beabsichtigt, dagegen hat eine Beschlußfassung des Direkloriums noch nicht staltgesunden. sobald diese vorliegt, werden wir darüber berichten. vermischte». Kl. Neues vom Berliner K r i c g S h » m o r. Ein biederer Berliner Landivelirman», Io berichtet der .Konfektionär', nimmt von seiner Frau Abschictz, in» in de» Krieg zu ziehe». Tiese bricht zuletzt i» heltigeS Weinen a»S, woraus sie der ivackeee Vaterland-Verteidiger mit den gelasienen Worten bernlstgt: .9!» Heine man »ich, 'eine o>c I l e e n e Erholung kannjle nur Ichon gönnen!* — Wie bekannt, wurde gemeldet, daß eS um ixt Stiefel» der französischen Soldaten vielsach recht übel bestellt sei. TaS gab in Berlin zu dem 'Worte Anlaß: ,Stiebe!» baden die Franzosen »ich . aber die W i cb k e iverden ivir ihnen gratis liefern.' — llmcv de» viele» hübsche» und hmnorvollen Juschrlslcn, mit denen die Reservisten die Eisenbahnwagen, die sie zuinKriegs- stbanplatz belorderle», z» ziere» iviißten, bcsand sich auch solgenüe .Einladung zun, gesiesse» bei Sltkolau«. Nlenü: Rnsnsche Eier, sranzösischer Sekt, englische 'Austern nnd deutsche Hiebe — Junge»-, das schmeckt!' Amilichcr Wcttcrbrrichl. Welleraussichlcn in Hessen am Sonntag, den 23. Slug. 1914: Wechselnde Bewölkung mit vereinzelten Niederschläge», später ans- heilcrnd, luhl. Letzte Nachrichten. Gellen dänische Hetzerei:». i. K ö l » . 22. Aug. Tie „Köln. Ztg " meldel aus H a in - durg: Ter Aelleste der dänischen Kolonie in Hamburg, Herr Waldemar von Essen, h.tt an Ripaus Telegraphen- Bureau in Kopenhagen folgendes Telegramm gegen die dortigen Pressehetzereien gerichtet: Tie Tänische Kolonie rn Hamburg bedauert aus das Tiefste Aussätze, die von Tborivald Laursen in eineni däniicbe» Blatte verrssemliä t worden sind, und protestiert energisch gegen derartige Hetzereien. Tie deutsche Armiw lennk keine'verschiedenen Nationen, sondern sie lenni nur deutsche Soldaten. Ernüchterung in England. i. Köln, 22. Aug. Tie „Köln Ztg " meldet aus Bcr- lin: Im Londoner ,,Tail» Neips" vom >7. August bk' finden sich im sLeitartifel einige Beinerlunge», welche deutsche Leser ganz besonders interessieren dürsten. Es beißt, die neue Nachricht von den tatsächlichen militärischen Operationen bestehe im ivesentlichen in der Widerlegung dessen, was vorher geweldet wurde. ..General v i>» E in m i dt, der Samstag gelötet worden ist. ist am Somitag wieder zui» Leben erwacht. Tie Schlacht von Eghcze, welche im übrigen auch in italienische» Zeitungen als großer französischer Sieg dargestellt war. ist zn einem de drutungSlosen Scharmützel zusanmiengeschrumpst. llnglück- licherweisc sind so viele von dem aus belgischer Quelle stammende» Nachrichten derart ungeheuer übertriebe» gewesen, das- vorsichtige Leute aiSbald be» Berichten, in deren Verbreitung sich die belgische Presse nnd deren Zensur gefallen,'überhaupt keincii Glauben mehr schenke» diirflen". Gefangene und Penvundetr i» Tarmstadl. T a i in sta d l, 22. 'Aug Nachdem bereits i» den letzte» Tagen wiederholt Transporle von 89 90 deutschen 'Verwiinbeien eingr troiscn und in den verschiedenen hiesigen Reservelazaretle» des Roten Kreuzes, i» der technischen Hochschule »niergedracht iverden, trafen heule nacht wiederum I 8 0 deutsche Verwundete ein Außerdem sind in den letzten Tage» mit), bereits mehrere hundert i r a n z ö s i s che K ricgsgciangene hier eingetrosien In der vergangene» Nacht kamen wiederum mehrere 1000 französische Gelangen e hier a», die aus dem GrieSheimer Triivveniibungsvlatz ,,»d beim IaqbschlaßK'ranich- ftein unlergebrachl Iviirde». Tie französische» Gcsangenen werden streng abgesondert gehalten und kommen mit dem Publikum nicht rn Berührung. Dir Beisetzung des Papstes. Rom, 22. 'Aug. Tie Beisetzung de« Papstes ivird morgen nachmittag 8 Uhr in aller sttlle ersolgen und zivar gemäß aem Wunsche de» Pavste» in der Gruit von «l. Peter, in der die Parste vor dem 17. Jahrhundert beigesetzt sind B c r l i n . 22. Aug. Wie die ..Teulsci'e Tageszeitung" schreidl, iverden sich die Kardinäle Bektinger, Bkünchen mid Hartinan», Köln Anfang nächster Woche zur Beteiligung au der Papstwahl nach RoN> begeben. T I (T* A D D F AI die willkommenste Gabe für unsere tapferen WilUHliritll : Soldaten im Felde! —« .......... : Das eiserne Jahr Harke Yloltke.......... per Stück 8 Pf^. „ ltl*imarck......... „ „ 10 „ „ Kaiser Friedrich..... „ ,, 12 ,, „ Kaiser Wilhelm..... ,, H 15 „ In Kisten von 5 0 Stück ni 11 In Wehr und Waffen Fest und Treu Marke Fest...........per StUck 12 Pft. „ Tren........... „ „ 15 „ 5 1* r n r. e n t X a c h I a 0. 9247 Geeignete Packungen zweck» Venendunß von Zicarren und Zigaretten in Feldpostbriefen stelle ich ohne jede Sonderberechnung rar Verfügung. Auch übernehme Ich die pünktliche und sorgfältige Absendung von Zigarren, Zigaretten in Feldpostbriefen nach Auftrag in bestimmten Zwischenräumen. seitersweg 63 Wilhelm Moeser, Grossh. hessischer Hoflieferant Fernsprecher 778 Iw •Muniieii Marke H sowi la re rei loslb zu Geschw pi« arlwig 4 Vogel, Stollwarck chrlebentr Feld- :lel*Paekang liabcu bei .Altenpohl, ck*tr. 4 . Imdi Für Militärlieferungen 9838] kauten wir HaferÄrl Roggen Weizen Gerste zu höchsten Preisen. Bär&Wetterhahn Giessen Liieblgstrasse 3 Air jkhigkil Aiicklit einvscble in lu. Qualität: Sviuat. Feldsalat, Winter- lalat. Koviialat. Karotten. Nettich, Weihkrani, 29ie ft„g, -öerbstrübeu, Lens, Lommerrüben usw. üeinr.kadn, 8 amendanä 1 ung »nstadt 8 Telephon 408 AntrÄ ge für Lebensversicherungen werden noch entgejpengenommen durch [ M A. Fröhlich, General-Agent Giessen. \ord-AnIage 31. Telephon 244. £rn^Chaflieri Rudclph's riadii. Gieren • üeuenweg 9 • Tel. 6711 musikalien- u. Ulusikinstrumenfen-ßaus Grammophone Offizielle Ocrhauisilelle der deutttien Granunophon- i | gkliea-Selelllchast Berlin | Ä EIgB ITT Liebigstr. 83 B DEL! I M Islepltonl« __Maler- und Weissbinder-Geschätt enpUtklt ii:k Itr WohnaagariDOTierangen Lackieren voa Möbeln and dgl. Beete Ans- Uhreeg. Ptaktl. BeAlesaag. Billigste Preise ] Im Nu! ein luftiges Äiölcnfewr durch »Tchnellieuer" D. R. P. der Holzwerke Aßlar, Fried- berg in Hess. 2. 25 Muster 70 tzfennia. Biosvekie frei. Siiederlaae bei Gebr. Kabl, Kohlenbandlung.(Siesten. - >, Tapeten! Natarell-Tapelen v. 10 'vig. an, Bold-Tepelen von 2t Via. n» in d. schönst. ». neuest. Must. 'Man vcrl.kostensi.Musterb.7st Sehr. Ziegler, Lttnebnrg. Drockenes. kurzaelchnliiene» Äbfallliolz lEchwarlew zinn Feueran- machen liefert von 5 Ztr. an, für Mk. 1.15 pro Itr. fxei an» HauS. 1181 B.Nuhn, Lollar. Wäsdi-ddmd täibonil Satm-Tcm-'Xur P— • i “ÄAÜ ßU ' Abrääcr z Ist. (Qualität empfiehlt billigst M. Rosenthal Liebigstraße 13. '4>rinia |6230 Tpcisctartosfcln cinviiclilt zu den billigsten Taaesorellen Kartostel- Handluiia H. TrechSIcr, Lteinstr. 4st. Tel. 5stl. Lehrerheimb.-lliottkii Prachio. Höhenlage. Dicht a. Walde. Audi für Nichilebrcr. Anerk. beite Vervil. TenniS- vlatz. Bad. 2aal i». Klavier. Walh-Wirtlch. Kinderlolelvl. Pächter:illnd. Müller. >103.1 Äer gedatt dal KeK- Pressfulter oorzüglicheSHunerhirjunyc Echweiuc und Milchvico. ver Lack- 12V Mund Mk.2L0. bei ~) Lact Mk. 2Ü . ver yiödjn. P. Grie«, Lehua, PostGeismar i i mm ir T T mhM.iiiiiiiiii.iiiiiiiiiMiii i imi , . T7 i , i " . ' . ' i T i TnrnT 7 r;iT l 7TTr . Tntn v l 7 ir. , i.iiMi f l mi.i r . T : , . TiTi i , iiyri.iiim , i Ich empfehle meinet Stahlkammer mit Schrankfächern (Safes) unter eigenem Mitverschluß des Mieters 9330 D Obst und Gemüse, welche sich zum Einmachen eignen, auch Gurken, nimmt die Alice-Schule, Steinstratze 10, entgegen. Anmeldung tags zuvor erbeten. 9328V wenn sie statt den teueren Marken unsere Einkochgläser und Apparate kauft. — Durch ganz bedeutende Abschlüsse sind wir in der Lage, zu folgenden enorm billigen Preisen verkaufen zu können. Einkoch-Gläser„Renata“ genau wie Rexgläser ' in garant. bester Qualität, schmale */« Vz j*/, Vi Ltr. zu jedem Apparat passend, Form 35 40 45 50 Pf. a * .. mit,Deckel und Ia. Gummi- breite '/, '•/, 1 I > , 2 Ltr. , ... iLiig Form 50 55 00 70 >0 Pr. 8« iisl Ü von Jlk. " an II der denkbar beste u. einfachste Mk. Kochbucli mit Gebrauchsanweisung zu jedem Apparat gratis. Eiiikochkriige.Kinmaehtöpfejttcleeglüser.Saff flaschen Saftbeutel, AnsetzHasclien, Koehtöpfe für Oelee usw. Z0F~ Trotz der billigen Preise noeh Rabattmarken. "18 r Porzellanhaus Löwer&Bechstein | Neu« j stadt 2—1 Telephon 481 Ttrictabend Sonntag, den 'ili . August, abends 8 Uhr, nach Mollke- itrnfjc 4 ein. 9626 D Der Vorstand. Lichtspiel-Haus Ualinhofstrasse 34. 9324 a VoüsSänäij renoviert! Vollständig renoviert! Ab Samstag, den 22. August: Eine Auslese der besten deutschen und deutsc’. amerikanischen P'ilmineisterwerke! Das Geheimnis des Affen Hochspannende kriminalistische Studie in 3 Aktei In den Hauptrollen die, besten Schauspieler der ersten Theater Berlins! Der Irrtum des Trappers Interessantes Wild-West-Schauspiel. Als Han|»tsehenswiirdigkeit: IM INI fl julbll UllUUi I Ferner die übrigen erstklassigen Filmnovitäten! im Reichsbankgebäude 9322D ine! mite S bis I ipfehle: Hemden Hosen Hautjacken Walkjaeken Westen Leibbinden Kniewärmer Pulswärmer Strümpfe Socken Fusschlupfer Fusslappen Hosenträger Paten thosenknöpfe Ohrensehützer Schneemützen usw. Taschentücher ferner empfehle; Bettücher Bettkolter in allen Preislagen für Pflegerinnen u. Schwestern weisse Schürzen mit langen und halben Aermeln für die Strickerei Strickwolle Ideutsche Marken) von 50 Pf. bis M. 1.40 p. 10 Lot 9296a Wir bitten Frauen unserer Mitglieder, deren Männer zu den Waffen gerufen worden sind, sich im Gcwcrbchaus (bei Frau Michel, Kirchstr. 161 zu melden. 9332h Ter Vorstand. Dr. Krausmüller, Borsitzender. Meine Sprechstunden finden bis auf weiteres nachmittags von 2-4 Uhr statt. Dr. Reinewald Hals-, Nasen- u. Ohrenarzt Liebigstraße 32. 933t Bekanntmachung. Während meiner Zugehörigkeit »um akliven Heere und der dadurch bedingien Abwesenheit von Gienen besteht der neiamic UntcrrichtSbctricb des (Siebener Pacdngo niumd völlig unverändert fort. Die Klanen der fchul- vilichngen Schüler haben Acricn bis zum 45. Sevt. Alle anderen Abteilungen haben Ferien von etwa 3 Wochen von linde September ab. Sprechstunden meines Vertreters: täglich non 2—5 Ubr. Acuausnahmen von Knaben und Mädchen finden ständig statt. 19032 Direktor Brackeman», Bleichstraße 6. Herzogi. Braunsohw. Baugewerkschule Holzminden. “ fjoebbau % p S n9S '- Tiefbau C . D ,™ Sommerunterricht 2. April. Reifeprüfung. TOinterunterricht 15. Oktober. - öleichdcrechtigt mit den König!. Preufi. Baugetperkfdjulen. Fakirin vatemamilich geschützt, ist das bestbcivährte und Im Gebrauch billigste RkiniglmB-, Polier- und Konservierungsmittel für Linoleum,Parkett,Möbel,Wand-u.Mbckleidungca ivie überhaupt für alle schmutzig gewordenen Anstriche. reinigt, poliert und konserviert, ohne die 0'"'^"' r1arben anzugreisen, ist »gs; wischbar, erzeugt sosort Hochglanz, sämiiert nicht, ist sosort trocken und wirkt desiniizierend. Die Slnwendung ist die denkbar einiachstc. Prospekte und Gebrauchsanweisungen gratis. Ddcht. ülle anderen Reinigungsmittel wie Stahlivane, Terventiii, Bohnerwachs überflüssig. Ein Versuch überzeugt! gakirin übertrisft ?IllcS! ^afilän wird verkauft i» Kannen ä Liter Mk. 4.40 1 Liter 2>/> Liter 5 Liter 4L5 Liter u. 25 Liter zu Mk. 2.20 Mk. 2.4« Mk. 2.00 Mk. 4.90 Mk. 4.8» pro Liter, erklusive Kannen, die mit: Mk. -Mk. 0.4« Mk. 0.75 Mk. 4.20 11. Mk. 2.- berechnet und in gutem Zustand zu *l 3 der Preise zurück genommen werden. In Giessen zu haben bei: 7646 Georg Wallenfels Tel. 16. Marktplatz 2 k, gegenüber d. (^ngclavotbeke. Ia. Hüttenkoks für Zentralheizungen gibt zu den billigsten Preisen ab Ed. KBinkel ^ Telephon 620. Bahnhofstr. 10. Der aufgeklärte Landwirt kauft nur Hiiitenbefgia Drill- und Hackmaschinen (früher Torpedo) Der enorm steigende Umsatz büivrt fü^ beste Qualität u. Lei- stunersfähiprkeit- Mäßi# im Preis, stabil in Bauart Verlangen Sie Prospekte und kostenlosen Besuch von der Anton Volk, Butzbach 2251 D