Nr. *94 Zweites Matt M. Zahrgang Erscheint täglich rnit AoSvohmc d«S-Sonntags. Die „Gietzena ^aml8«>»stMa" werde« dem .Anzeiger' viermal wöcheisttich beigelegt, daS „llreisdiatt für de» Kren Kietze»" ziveimal roddjenifct Tür ^WUbwtrtschafÜtchr» Seii- frage»" ers chsn«, morrattrch zweimal. Gietzener Anzeiger Seneral-Avzeiger für Gberhchen Donnerstag, 20. August PU Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schcn Universttäls - Buch- und Steindruclcrci. R. Lange, Sieben. Redaktion, Expedition und Druckerei: Sch-.ll- ftraßr 7. Expedition und Vertag: e^Aöl. Redaktion: esS 112. Te!.-?Idr.: AnzcizcrGießc»- Der Krieg der Unterseeboote. 16 " vernritzt, vielleicht verhören, — cmst dreier llsterseLbor>te eine kShrir Htchrck nach der eurflistchen Allste totentoTOBCT: haben Aksc» gerade die Waffe, der nrcni wegen ihrer cDipebtebei: Schwäche geraten hatte, zrrtzarpc M vleiben. hat im Teekriege die Offensive er g r iffe n. Die •äfegorr Höchen rrns eben wieder einmal nnterschätzt und werde» Kch tat» titaabem, wie Deutschland im Frseiwn gearbeitet tzat »nd tmrs es nrrn iw Kriege kersben lcarn. Das Boot ^2 IS", inen» wrrkkch verloren, ist wie ein Dydreckopi ersetzt chwrch die drei neuen ll nte rfe e bvote, die in diesen Tagen fertig von der W erft kamen und M unserer Motte stießen Aeätere SchKaeftern dürften noch folgen Ldeb Brrrerlond rmacgt ruhig sein! Qg ist noch qpi nicht lange her, da fc*rr ä*SEo6e, nufere Unterseeboote Dl bekritteln: fie stünden, Zo hieß eS, weit hinter den englischen zurstck, hätten ein «dsrtend klei ne re s Dech4l»cenicnt und e in e n engeren W- ttcwSratnns: «fere älteren Boote seien weit wernger wort, ttä tüe ikertreter der englischen R-Kioffe, und auch keines der a rme n deutschen Boot» baffe sich nur entfernt mit den Sfc°- vrrsenmnten der englischen C- «nd D Klaffe vergleichen, MS dann pKtzkvch die brisanten Leistnirgen unserer U-Boote bet de» lehren SAcrwSvorrr der Hochseeflotte den Krinkchbecn ein Dicht anfsterkwu Da mar auch der letzte Zweifel r»ber- mtot Bon den tnnMgfnhen Ligenfchaften unserer Taucher, denen es yfaaft. ihre Torpedos mit leichter Mühe ans Gchknhtsthhfe Dl lancieren und sich gingen jedesnwü in so exakter Distanz aus ihre 88^enfeinde. d«e Schlachtschiffe los, daß jedes Boot sicher chnm Tresse: M verzeichnen hatte Könnt einmal wurde boö «ugreijende Unterseeboot tnrti seinem Gegner entdeckt Am Schkaß der Manöver herrschte sckstechtcs Wetter und hohe See, nieuNwd hielt es für möglich, baß ein Unter- feebvoESangrifl erfvigen könne, sogar die Torpedoboots- bfieöm iw schützenden Hafen Da plötzlich er- vei der blerkierenden Flotte, also auf hoher See ein Dutzend Unterseedovtr und gaben ans so nahe Ent- iscrmlng ihre Schüsse oh, daß kaum einer sein Ziel verfehlt habe» dürste Die Unparteiischen erklärten die vier bv- Pchosjencn Schiefe als außer Gefecht gesetzt. Und daS war Nicht einmal eru Ansmrhwesakl. Die «nrrdiqen versichern, daß den Mrtlff an den Manövern keiliubinenden Untersee- Hgoten mehr tochksje sirvu Opfer gefallen seien, als den ue»nzjg Torpedobooten beider Brrckeren Das »var noch HchedeaSsprel! ALan kann sich denken, wie unsere Unters« boote mrter den gegnerischeu Schissen Mrfränwen werden, wenn es ihnen gelingt, ihre Frchrten wie setzt bis an ine eagkksche Küste zu erstrecke». Man rechnet ;eyt für dos Tvrpet« »njcrer U-Swiote mit Schußdistaazen bis zu 8000 ! Metern «rd mit gnteu Dreffchancen ans 5—6000 Meter, TSSir Mindern hier keine Gehernrntffe aus, rändern « cinii e ri, nur au be stnrutj^ge denr Darm.) Nach Ansicht unserer Ma- rrneverwrcktung geuhgt ein Treffer des Torpedos, dessen Sprengladung ans 160 ÄSfogunmu angewachsen ist, um ein Schlachtschiss für lange Zeit kcrnrpfnnfähig W machen; zwei Tre s ser dürste» zxrr vollständigen Bernichtuug führen Datürlich darf man nun nicht Uebernoiürliches von den L-Bootrn verlangen Es wäre ein unnützes Opfern von istrteqsrwnerinl und Menschenleben, wenn die Boote, iwchdem pch ihre Änwestnhelt verraten, den Kamps iu offener See- ßhlachk nrit seirrdlnhen Schtachtschiisen oder .Krr nZer u ans- nehmen wollten. Das Ilnterseebot ist heute und in absehbarer Zeit noch daraus angewiesen, sich, sobald cs beineckt wird, fernen ffcinden durch die Macht zu entziehen. Wird es enö deckt, solange tä, noch ansgeLanchl fährt, so ist es während der Zeit des llntertauchens (5 bis 1ü Munnen, dem Ängriss selbst des schwächsten Gegners schutzlos preisgegeden Ein guter Trefser des feindlichen Schffscs. und M brave Blaiv- lacken nebst crner Million Mark Baukosten sind verloren. Eirws »st jedenfalls sicher: Unsere U-Boötr stehen den englischen und sranzösischen in diesem Kriege nicht nur nicht nach, sondern es dürste sich eine tost'ächlich, Ucberlegeuheir der deutschen Waffe ergeben. Bon der ausposaunlen Liejen- zaht der englischen Unterseeboote waren bei Begnn, des Krieges tatsächlich nur zwei Drnlet verwcndungsbereit, und die 5iälfte dieser hat nur eine beschränkte Seeansdauer, die sic also nur zur Verwendung in unmittelbarer Nähe der .Küste geeign« mackn. S-ie ersetzten nur die Mstrenhasrn sperren, aus die Dculschland aus guten Gründen nicht ver- zickper hat. Und was die sranzösischen Boote anbetrisst, so har der Berichterstatter der sranzösischen Budgetkonunission vor gar nicht langer Zeit in der Devurierteulanrnicr darüber geklagt, daß vvri den französischen U-Bvown nur die Hülste militärischen Wert besitze. Was die Germanicuverst in Kiel und die stuserlictze Werst in Danzig au U^ooten aufs Wasser gesetzt hat, das w«rd feine Pflstht und iwch viel darüber hinaus tun. Es >vird sich zeigen: Man hat »ms unterschätzt! Die russischen Mordbrenner. Eure»n briestichen Berichte an die „Post" aus der Umgegend von Bialla, wo bekanntlich em Teil der Kosaken kurze Zest die Greirzc üderschrstren holte, entnehmen wir folgendes; Der pmchwolle Läontagmorgen Äugustl ließ sich leis, friedlich an. Plötzlich steigen über dem Dorse Säninddern starke Ranch- sänken aus, die sich bald zu einer großen Masse ballen. Lange bleibt ma.ii nicht im Ungaoissen. Im eigenen Dorfe zucken Heuer- flammen in den Arvhdächern hier und da auf. Die Main men breiten sich Mer die Dachfläche auS, und bald steht das Elehöft in Klamnrru. Jammernde zsausdeivodner stürzen aus den Häusern hem»s nnd poijchcndiwch reiten dnnlelbrrrmie Teufel in Kosaken- gcstalt umher; und nach welchem Dach sie ihre verruchte Hand strecken, das ist den Hlammen verfallen. Die Greuelfzcnen, die sich entspannen, spotte» ceder Beschrerbung Äm schlimmsten gingS im G r e n z ort Schtznddern zu, wo die BarriLrden gebaw waren. Schoa der bloße Gedanke, daß den Strppeinvölfcn Widerstand geleistet werden sollte, stachelte sie zur Rache au Einzelne steckten von der Mlckseitc die ksteböstc an und einzelne die Hüpfer von der Straße au». Zur Erhöhung der Panik wurde kommandier!: Lewo, prawo! Lewo, praivo! Links, rechts! Links, rechts! und Salven senilen zwischen die skiehenden und iarnmernden Bewohner Dos Retten der Sache» wurde gehindert Die angesehene Besitzersiran Wiktor kies mit germrgenen Händen über die Straße und ivurdr »vedergeßhossrn Do ihre Leiche fast zwei Tage ans der >Ttrnße liegen blieb, wurde sic von Tckiweinen angefressen. Die Leiche eines- Mädchens wurde am dritten Tage erst in einer Sandgrube, von Krüheu und Schweine» angcgrüfrn. gefunden. Der tzliddrige Mt sitzer Sokoknoisi wurde a»»f der Hcülsschwelle erschossen und dir Lerche ins brennende Haus geworfen, wo sie verkokt aufgesmrden wurde. Im ganzen wurden in Schwiddern sechs Tote und mehrere Brrwnndele gezählt. In Kvsuchen wurde ein Mannangeschossen mrd ein Schulmädchen erschossen. .Hier und in anderen Orten »rnude wenigstens den Leuten die Rettung ihrer Sachen gestattet. In Biolia wurde die Postschafsnerssrau Hnvni, Mutter von sieben Kindern, am Henster erschossen. Der Kaufmannsgedilfe Günther wurde vor bic Türe gelockt und niedergehauen. In Bialla waren sieben Tote und ungefähr zehn Verwundete. Hast alle Schaufenster wurden zertrümmert und einzelne Läden geplündert. Viele Häuser weisen Kugelspureu ans. Die Dörfer Sulimmen, Bclzonzen und Skodden sind fast völlig cingeäschert. Hier wurden auch die massive» Häuser Niedergebra nnt. In vielen Häusern wurden die Möbel zertrüinniert. Einem Linker wurde der Honig — über 2 Zentner —» aus de» Hoi gegrmen, zertreten und verunreinigt. Die ver- ärwstigten Bcwvbner slnchtrten mit den Reste« ihrer beweglichen Habe in die Brüche und Wälder, wo sie tagelang umhrrirrten. Manche flohen ins Arps, Lützen und Rastenburg. Das find bis 8 Meilen weit. Einzelne such noch nicht am Samstag heimgckehrt. Bielen war auch das Bieh verbrannt. Dem Wüst Kordasz in Schwiddern verbrannteu 7 Werde, 17 Stück Vieh und 10 Schweine. DK besten Pferde »richten die ibv-saken. Die Beivohner nuu-cher B——j —— ii ii ii ii I i I...... II ■ i ■ i i i nur - T -—-- Dörfer mußten ihnen daS Esten liefern. Sie betrachteten sich als die Herren des Landes. Am Monragnachmittag zeigte sich in der Lust eine Rumvlertaude. All»- atinete aus »nd die Hoffnung griff Platz: Unser Heer verläßt uns nicht. Das Flugzeug überslog die ganze verwüstete Gegend. In den nächste» Tagen wiederholten sich da Ereuetszene» in lleuierevi Maße. Einem jungen Manne in Lodigowen wurde der balde 7lrm abgehackt, damit er nicht zum Militä» gehen könne. In Czulwrren lourde am Donnerstag der Kätner Michalzik vor leinem Lxmse, obwohl er um sein Lebe» bat, mcdergrschosscii. Weinend »ring die Wittvc mit ihren sieden Kindern, von denen die zwei jüngsten getragen lourde», von ihrem verbrannten Enhött nach Bialla Endlich rückte auch tzKililär in untere liegend ein, und hosscnllich sind ivir die Hunnen los. Russischer Gesinde! in Czenstochall hat bekanntlich einen nächtlichen Ucb^rsall auf die deutsche Beiatzmig vi-rübi. In einem an die „Echtes. Ztg." gelangten Fcldpostchties heißt es: Czeustochan «xponierter Posten. Vom Feinde siuchtarttg ver- lassen: der öffaoe aber vor Abzug die Gesänginise und ließ die Bestien auf die Mensä,hctt los, diesmal aus oie deutsche. Auch rufsiicche Kosaken, die ihre Pferde lieber verkauften und Wrück- blicbcn, versteckt in der Stade, ohne Unisinrn, Das ist das Ee>, findet, das, bewaffn,x von edeuwlignr russisch,-!! O ffizi ere n und Untervfmiercn, inner dem Schutze der Ämkclhcit liier Klein fwn 'tt>nbl. Ltußerdalb der Stadt sinden sch Verschick in den großen Wäldern des Gvoßfürften Mick«el Alcxanorowitsch. in der Stadt in den berindttgten Vorstädten der Wallf«chrd-i!a 0 i. Raä» dem Abzüge der Russen tzalvn du' Polen iich lrinr behörtikich selbst organisiert, betrachten sich al von RuÄand unabhängig und unterstütze» offen und kräftig das deutsche Heer. Pomviers in gläryenden Hettnen und Sttuz-Mämrer versetzen den S läierdeusdrenn und bemühen sich, verdächtige s»tt>- lelte aufzuhebcii, russische Waitendevou- u> sindni und auszu- liesern, si-uhrparks zu tzilden ,ür Verpfleg»ng-zuncke usw. Polnische Arbeiterkolo»ncn arbeiten an der WiedertzcrsuUuug zerstörter Brüctrn »ind an der Wiederinbetnetzietzung der Eisen- balm. Man hilft den Deutschen, ivv nuiu kaun. Schon am 7. August waren wir in den Vorvofbenstellungen von dzcn- stochru. xiwar Iwttrn die Druptwi, vor uns schon mphnerr Freischärler und Bandcten stmwrechtlich erschossen, dockt ivaren die '^chießercien immer wenig wirkend gewesen. Der 7. August sah den Platz vor dem alten Paiilaiiei .Kloster der sckvvarzcn Madonna von Ezcnstochan als ein Kriegslaqer: Gewchrpuramiden, Feldküchen, WngtUparkS und bum es «Rnosinmel der ^oldatr-n. Ter heiße Tag halte müde geniactü und um 8.30 lltzr abrndS lag hier alles schon in Ruhe, als lwn dem elektrisch l>et,mchtetrn minarrttähniichcn Turm des Paulanerkloflers die >siockc„ tzilb zehn schlugen, da dervnnicke plötzlich ain Ostende der llöstrr- lichen Parkaiübqen eine Bomlie und wie mif Komunand,- sicl>» von den Dächern >md m:s Fenstern der gt-genüberllcgeitd,-» väu- serrrihe nun Schutz um crchntz gegen das biwakiccende Bataillon, ivelches sofort alarmrert, das F-ener erwiderte nnd dir teige Meuctzelmördergesellsclioft zun: Scküoeige» tzrachti-. 'Jtun ging es ans Gesaugcnemirache!,. lieber 600 Subjekte sine- Hvil.e.ch-H-,- auf dem Wege noch Reiße. Zur Stattiicning soiorttgei, Eiempcls wurden Nvei Smbjekte au der Klostecuamcr in confpectu der übrige» Gesangenen, meist LlasterarMliischen Gi-stattcn, standreckstlich er- schosse»,. Der feige llebersall der Irreg,üären von Czcnswchau kostete dcnr Regiment 9 Tote, 27 Bettvirndete. «tzleichtzecttg waren auch die Vorposten aus naheyeli-genen Häusern beschoste» worden. Die vom ReginrentÄmnn»md>-ur noch loätzrenb des Gefechts befohlene Wegnahme iniü Einästtieruiig durch eine Kompagnie war die Folge. Leider raubte der 7lngrifj auf die Vorposten der l l. .ieompagulc den Feldwebel. Die Tölen und Verwundeten, ein Feldwebel, ein SanilätSnntervsfizier und 31 Mann, wurden nach Lubliiritz gebracht. Der Laudrat von Liiblinih orientierte Czcn- stochaus Besaitung, daß so die Art des rivslschccki tNeinkrreges sei, und man ans weiteres gefaßt sein müßte. Die Gefangen» nahiiic von über 600 Subjekten, die rigoros diirchgefüchrteu Zwangsmaßregeln gegen die Stadt, strengste Bewack»u»g, vor allen Dingen aber das nächtliche Standrecht, scheinen dockt etwa-: geholfen zii Hatzen, Auch die polnische Bürgcrschatt, empört über dies« Art rusii scher Kricgsübruiiq, hat mit gewirkt. Verdächtige zu internieren, Waffendepvlc- au-r-imdig zu zu mackten und durch Maueranschläge vor Wiederholmig zu schrecken. So blieb cs denn, abgesehen von einigen Porpvstcu- schießerrrcn, auch nachher ruhig. Msternir-5agen. Zur Srmnrnsürsternis am 21. Angusi Loa Franz Pflüger. Bon jeher haben die F-inslermsse, Sonne» wie Mondfiuster- wsfr ans die Mruschcv einen gevralnge» Eurdruck gemacht und rhre Phantafre anss Lebdaßeste beslbäiligt Be, alle» Völker» sinden wir deshalb Mtzthen, Märchen oder -Sagen, di« die Er n st c chuug der Finsterniiic zn erklären suchen. Und wenn auch die RBen- Lausr der Jahrtausende die ErscheiuMge» in ein- I Weise zu deuten wußte, so erhielten sich die Gcbüde der doch von Gesctstecht zu Geschlecht. Bin der Beeidest dieser Sagen imd ihrem verschiedenen Ur- kprnng 8t es kein Wunder, daß sic sich im eiirzrknen wesentlicki eBUcmmtbn- unter, chertze», die Grundzüqr der .'Rhchcn aber sirch »on überraschender tSlerchmätzstrkcst In vielen dieser Dchthrn wich » B. Krankheit oder Tod des Himmetskörvers als Ursache der «erfenürruiig angenommen Dieser Aunassung begrguen wir bei nvrdchen Indianern, den Gariben, Inka-Peruaneni, Hottentotten, Aino, Minrrngkabanern aus Sumatta u. a, m. Da inan n»lu nwist schLannc Folgen befürchtet, so legt man die Hände nicht sorglos in de» Schoß, sondern tut alles nebgliche. drohender- llnhest abimoenden So waren die allen Inka-Peruaner der Meurmlg. der Mrnch »«rde. »alls die Finsternis bewirkende K rn nkdei: sich nrchr hebe, unfehlbar sterben und vom Hinrmci sollen: olles wstche zugrunde gehen und das Ende der Welt da »ei». Deshalb mnchten sie mit Trompeten. .Hörnern, cstünbetn nnd Tronrrxetn einen schrcckLcden Lärm, vrügettcn ibrr Hunde fürchterlich durch r» der Uederzeagnnq. daß der Mond, dem sie eine gwHc Liebe zu diesen TDcen zuschricden, aus Mrücü> inst ihnen ans der durch die Krmckdert ver u rsachten Beiänlarng erwachen würde. Groß war dann die Freude, wenn die Mittel angeschlagen hatten und der Mond lorcder in vollem «Ranze erstrahlte. Die Aiuo auf Jeffo Asicnl schleppen Wasser herbei, spritzen es gegen ine Sonne, um die ohumächtige wieder zu belebe», und rufen ihr ermu tigend z»: „ ftamm atnnia. Ittrrnin atemlos" 3D (5oc, wir uunhen dich ivi eder lrbeadigck , während cmdere Lökker die HrntwclS- körpiu dnrch Beten und Javanern ans ihrem Todesfchlaie zu erwecke» suchen. Heu und wieder b e g r g-ir e u wir bin den allen Iich>-Deraa»er auch der Ansicht, daß dir Sonne Ser erncn von den Menschen hgzängcvru Fehkrr erzürnt sei, weshalb ihr Antlitz gtestb dem crurs zoruigeu Menschen entstellt sthcme, die Tlinkitrn Mord- muercko ! aber veiiuiilcn bei einer Mouperuüernis. daß der Hstn- «klskörper, zvrnec, über einen ertittenen Verlust, sein Antlitz ver- fr nsterr . Dethalb tragen die Reichen ihren gesamten Besitz ans dem JJxntfr und kü rte» ihn dem Monde an Ist dre Finster» so briwgen sie schlauirigst chr.- Habe wieder in S icher h e i t, dem Monde nur eine k^rnr Gabe rnrücklassend. Bei einer totalen Finsternis gtcrube» sie, der Mond habe sich verirrt. Darum gehe» sie alle hinanS und stimmen bestmderc Geiäiige an, mu den Mond wieder auf den rechte» Weg zu bringen. Die Esll» mos erzählen, der Mond schleiche zur Zeit der Finsternis in den Häusern bcrnm, um eltvas von den Fckl- und Eßwaren zu stehlen und wohl gar die Leute »nrzubringen. Daher verstecken sie alleS; die Männer aber tragen die stiste» nod itejfei aujs Haus und schlagen nnt einem solche» Gcprasicl darauf, daß sich der Mond endlich davor furchtet und wieSer au seinen Ort geht. Ein ganz ätuckichcr Glaube herrscht bei den Alente» Der Maud kommt zur Erde herab, nascht in den Häusern und tütet die Menschen, die »tickst alle Enthaltfamkeitsregeln befotgen. Ans dem bisher Gesagten gebt hervor, daß man sich dir Hnn- melskörver als Wesen mensch!nbec. beziehmsgSweise göttlicher Natur vorstelltc, die alle möglichen Eigeuschasbrn besaßen und auch Krankbett nnd Tod uttterworscn waren. So kam man zu der Ansicht, daß Sonne und Mond bei Vcrnnsterungen krank seien oder ,m Sterben läge», daß sich ihr Anttitz im Zorn verdüstere oder daß sie vom Himmel herabstiegrn, um sich untrr die Menschen zu mische». Diese Mythen haben wir jedeusalls als die ursprünglichsten auzuseheil. Nach und nach erhob sich aber die Vorstellung vom Wesen der Götter bei den verschiedene« Völkern auf eine höhere Stufe. Wenn diese auch Menschengestalt besaßen, uxiren sic doch nicht mehr allen menschlichen liebeln^ ausgeseyt, sonder» vollkoimnener gebstdet und eines besseren Schicksals teilhaftig. Jnjvlgedessen dachte man sich Sonnen- und Mondgott nickit mehr Krankheit und Tod unterworic» und schui nene Btpthen. Drc w der Mehrzahl der vrimittven Religionen zutage tretende Rri- gnng zur dualistischen Anschaunugsweisc schuf überall gute und böse Prurziveen, Freunde der ^Menschen und schädtichc Dinnonrn. Die Sonne als Lichtt'pcnderrn des Tages und der Mond als Er- heller der Nacht galten natürlich zu allen Zeiten und überall als Freunde der Menschheit, ihnen aber stellte die mytbcichildendc Pbantasic der Menschen übernalüiliche Feinde in der Bestatt von Wesen gegenüber, welche durch Vernichtung der Himmelskörper den Erdenbewohnrrn zu schaden suchten. So «zählen die Cariden lNordameriku Hm Dänro» Mabosa. dem Hasser altes Lsthts, der Sonne und Mond zu verschlingen wchtr, nnd eine von Bastian »ritgeterlte badhrstische Form der Fiirfternismpthe schildert den H imm e l sgott Indra, wir er de» Dämon Rah» inst seinem Dourrer- kest verfolgt und ihm den Bauch aufschliyt, so daß er die Himmelskörper. wenn er sie auch verschluckt hat, doch immer wieder hcraus- schlüpfcn lasse» muß. Auch Griechcu und Römer erzählte» oo« einem Dämon, den sie durch böllvchen Lärm zu venckeuchen f»chten, w ä b r eiid die Kclren das llnhcil eincm Riesen z»s ch r ie ben Wie de» meisten bösartigen Dämonen lieh die Phautasir vieler Böller asfen und dem .Handwerk neue Aufträge zukommen zu lassen. Dann wird es möglich sein, dem .Handiverk Wer die schwere Mise hiiüvegAuhelfeu und damit dem Vaterland einen wichtigen Dienst zu leisten. '* Vereins-Spende. Der KellnervereinGießen, c. B., überwie? 200 Mk. dem Noten Kreuz. Ferner erhält jedes ins Feld gezogene Bercinsmitglieü, resp. dessen Angehörigen. sowie die arbeitslos gewordene» Mitglieder au? der Verein-kaffe eine Unterstützung. Da? sür ko? Stiftungsfest im August ersparte Geld loll zu wohltätige» Zwecken verwendet werden. — Die Sektion Ob er Hessen de? deutschen und ölt erreich. 51t p c n* verein? hot In einer gnt besuchten Versammlung einstimmig beichlosse». de» größten Teil ihres Vermögen? z» vaterländischen Zwecken zur Versügung zu stellen. Eine erste Rate wird dem Herrn Oberbürgermeister zur Verwendung für di« städtische Wohlfahrtspflege wie deni Ziveigverein vo n Roten Kreuz zur Vcr- wendung in Gießen alsbald über,vielen werde», während über die Verwendung der weiteren Raten ein Ausschuß später beschließen soll. ** Kriegsgabe der Oberhessischen Gesellschaft sür Natur- und Heilkunde. Für die Zwecke der Gicßencr Ortsgruppe des Roten Kreuzes hat bie Oberhefsischc Gesellschast für Natur- und Heilkunde den Betrag von 400 Mk. zur Verfügung gestelli. * Brie fadressen a n die Soldaten. Aus Briefen, Postkarten, Drucksachen »sw. an Soldaten ist nur der Truppenteil, dem der Empfänger angehörie. anzugebcn, aber nicht der Standort Garnison!, einerlei, ob der Empfänger schon im Felde ststht oben noch in der Friedensgarnison. Beispiel: Musketier Adam Müller, Infanterie Regiment 116, 4. Kompagnie, 18. Armeekorps, 25».Division. 49. Ins.-Brigade. Am besten verwende man Ädressciuvor- drucke. die fowobl in Postkartensorm wie als Briefumschläge zu haben sind. + * Das S olda t c n t c st a in e nt. Nicht allgemein dürfte bekannt fein, daß es de», Soldaten im Kriege ermöglicht ist, ein leftmiuiit zu errichten, das entsprechend der Lage nur ein ganz geringes Maß von Förmlichkeiten orfardcrt, das sog. Militär- oder Soldalcntestameiit. In dieser einiachen Form können nach 8 44 d>s Rcichstoiilftärgesepes alle dem aktiven Heere angcbörenden Personen, ebenso auch die Beamten der Militärverwaltung ihren letzten Willen erklären. Dieselbe Vergünstigung genießen alle Personen, die sich in cüiem Dienst- oder Verlragsverhilmis bei dem kriegführenden Heere befinden oder sonst sich bei demselben auihalten oder ihm solgrn. Dazu gehören Krankenpfleger, Marketender usw. aber auch Kriegsmaler und Kriegsberichterstatter. Schließlich sind bierzu zu rechnen die Kricgsgcsangciicn und zwar sowohl die deutschen zuerst vom Schlafe erwache, solle in Zukunft am Tage scheinen, dem Faulen gehöre die Nacht. Lachend, als könne er gar nicht verlieren, schlici der Mond ein. Davon hat er das lachende Gesicht behalten, Tie Sonne aber konnte vor Aerger über den langweiligen Gemahl nicht lange rubn. Frühzeitig wach, zündete sie der Welt das Licht au. weckte deir phlegmatischen Galten und verkündete ihm ihren sestcu Entschluß, nie mehr eine Nacht mit chm zu verbringen Seitdem leuchtet der Mond bei Nacht, die Sonne am Tage. Bald bereute die Sonne aber ihren voreiligen Sckwur, denn eigentlich liebte sic doch ihren Mann, und auch dieser fühlte sich recht unglücklich. So möchten sie sich gern wieder vereinen. Manchmal führt ihre gegenseitige Sehnsucht sie zusammen, das ist die Zeit der Sonnenfinsternis. Dir haben im vorstehenden nur eine beschränkte Zahl der Finsternis-Sagen geboten, aber schon aus ihnen geht hervor, daß die märchenhaitc Naturaufiassunq der Völker bei aller Verschiedenheit ,m einzelnen doch eit ganz ähnliche Grundzügc auf- weist. Häusig wird sich ia solche Aebnlichkeit durch die Wanderung der Sagen erklären, denn was ist flüchtiger als Sage und Märchen, die zeitliche und räumliche Grenzen mit Leichtigkeit überschreiten. Aber gerade bei vielen Finsternismythen kann von einer Entlehnung keine Rede sein, und wem, wir da trotzdem Gebankengängen von so ausfallender Gleichmäßigkeit begegnen, so dürfen wir die Vorstellungen über bie Entstehn mg der Finsternisse zu jenen elementaren Eigentümlichkeiten auf mythologischem Gebiete rechnen, welche allen. Völkern gemeinsam sind, also eine Art Kulmrgut der gesamten Menschheit bilden. in Feindesland, wie auch dieienigen Personen, die das^ deutsche Heer zu Kriegsgefangenen gemacht hat. Als Form des Soldaten- testaincnts ist nur vorgesehen, daß der Testator das Testament eigenhändig geschrieben und unterschriebe» hat. Ort und Datum, deren Angabe ja bei den Kriegsnürrrn oft auch cwr nicht möglich wäre, ist nicht erforderlich. Kanu der Testator nicht selbst mehr schreiben, wohl aver noch unterschreiben, so müssen entweder zwei Zeugen mit unterschreiben oder ein Kriegsgerichts rat oder ein Offizier, an deren Stelle bei Kranken und Verwundeten ein Sanitätsoffizier. Feldgeistlicher oder höherer Lazarettbeamter treten kann. Schließlich kann auch, was namentlich bei Schwervcrwundeten in Betracht kommen wird, eine Verhandlung ausgenommen werden, die von zwei Zeugen und einer der vorerwähnten Personen unterzeichnet snn muß. Nach Artikel 44 des Einsührungsgesetzes zum Bürgerlichen Gesetzbuch fiird diese für das Heer geltenden Vorschriften entsprechend aus die Kriegsmarine ausgedehnt worden. Tie Gültig- leir des Soldotentestamenls erpicht mit Ablauf eines Jahres nach der Demobilmachung, da ja dem Testator die Möglichkeit geboten ist, im Verlause dieser Frist ein Testament zu errichten, das den Anforderungen des bürgerlichen Rechts entspricht. ** Heber bie Verpflegung von Kriegsgefangenen erlaßt der Hessische Landesverein vom Roten Kreuz an die sieben eingerichteten Verband- und Erfrischung s st e ll c n folgende Grundsätze: „1. Deuffche Soldaten gehen unter allen Umständen denen des Feindes vor. 2. Die Verpflegung von unvcrwundeten Kriegsgefangenen ist Sache der Militärverwaltung, nur in Ausnahmefällen tritt das Rote Kreuz sür sie ein. 3. Unver- wundete Kriegsgefangene sind zu verpflegen mit cftisacheu Nahrungsmitteln in einer Menge, die zum Lebensunterhalt eben ansreicht. Keine Leckerbissen, kein Tabak. 4. Bcrirun- dete Kriegsgefangene sind zu behandeln wie verwundete Deutsche. 5. Eisenbahnwagen mit unverwundeten Kriegsgefangenen dürfen nur von männlichen Hilfskräften betreten werden. 6. Damen sind zum Dienst des Roten Kreuzes nur in schlichter Kleidung ohne Hut znznlaffen. Sollte eine Dame im Verkehr mit Soldaten des Feindes sich würdelos benehmen, so ist sie ohne Ansehen der Person vom Bahnhof anszuweisen, nachdem ihr vorher Answeiskarte und Armbinde abgefordert worden sind." Bedauerlich ist es, daß dieser Art. 6 zugefüg^werden mußte. Landkreis Gießen. kl. L o l l a r, 18. Aug. Die BuderusschenEisenwcrke Lollar haben beschlossen, den Faniilien der ins Feld gezogenen Arbeiter bis aus weiteres folgende Unterstützung zu gewähren: Die Frau eines jeden einberufcnen Arbeiters erhält pro Woche 5 Mark und überdies jedes Kind bis und mit 15 Jahren 2 Mark die Woche. Von dieser Lumme kann besser situierien Hmtcr- bliebenen bis >/, abgezogen werden, der dann mindecbeuiüteltcn Familien zugute komm!. — Die Firma Scheidhauer und Gießin g, Schamollcsabrik, Main-lar, gewährt den Angehörigen der ins Feld gezogenen Arbeiter ebenfalls Unterstützung. — Alleudorf a. d. Lda., 19. Aug. Ter Turnverein hat an seine ins Feld gezogenen Mitglieder 150 Mk. und für das Note Kreuz 25 Mk. bewilligt. Kreis Alsfeld. — Ober-Seibertenrod, 19. Aug. Wie in allen Orlen, so ivurde auch hier für das Rote Kreuz eine Samnilung veranstaltet. Obgleich da? Törtchen sehr klein ist, ergab die Haus- kollekte den ansehnlichen Betrag von 172,10 Mark. — 91 u? dem oberen Ohintal. 19. Aug. Begünstigt durch das gute Wetter, sangen die Leute an, die Wiesen zum zweiten Male zu mähen, während noch die Getreideernte in vollem Gange ist. Korn, Gerste und Weizen sind bis aus wenige Aecker geschnitten. 8 Aus dem Ohmtal, 19. Aüg, Das Ausheben der Pferde hat die Feldarbeiten nicht im geringsten behindert. Wohl hat es in manchen Betrieb eingegriffen, aber nirgends Stillstand der Arbeit gebracht. Trägt man schon das Opfer der Mannschaften sür das Vaterland, so trägt man auch dieses Opfer gern. Briefe aus dem Feldzug gesaunnelt werden. Ferner soll ein mures Verzeichnis der Kriegsteilnehmer von den < meindcn geführt werden. _ Landwirtschaft. . ** Erhaltung der Viehbestän d c. Die Erhaltung der Viehbestände ist zurzeit sowvhl im Interesse der Ausnutzung der reichlichen Futtcrernte, als auch zur Sistierung der Bolksernährung mit allen zu Gebote stehenden Mitteln anzustrebeii. Ts wird deshalb nicht nur in den Viehzucht trcidendcu Landwirtschaftsbetrieben, sondern auch in den Abmelkivirtschaste» alles nur irgendwie brauchbare Jungvieh aufzuziehe» sein. Besonderes Gewicht muß daraus gelegt werden, daß Schlachtvieh erst dann »erämVrt wird, wenn cs eine vollkommene Entwickelung Schlachtreifes erlangt hat. Dos Schlachten nicht schlachtreifer Tiere ist dem Gcmeimpohl schädlich und deshalb zu vermeiden. m Hvmberaa d O 19 Ana Die Oblternte an den ivv M r-eoenogewimi ov.vv--w.vv Schlachtgewicht v o mv erg a. o. LA. lv. ANg. E -Dfrernr e «'^ .jvg.vo-ps.ooMk.. vollslelschige Schweine unter 80 kg Lebendgewicht 54.50—59.00 Mk„ Schlachtgewicht 70.00—75.00 Mk.: vollsieischige Schweine von 100—120 ksj Lebendgewicht 56.00—58.00 Mt, Schlachtgewicht 70.00— 7 5 Mk.: vollsieischige Schweine von 120 Schlachtgewicht Kreisstraßen bringt in diesem Fahre nur ausnahmsw-effck Erträge. Zn diesen 9lnsnahmen gehört unsere .Kreisstraße nach Nieder-Gemünden. Hier stehen manche Bäume in so vollem Behang, daß die Aeste gebunden werden mußten, Kreis Schotten. -u Schotten, 18. 9l»g. Das KreiSamt gibt bekannt, daß in dieser Woche Einwohner, vorwiegend Frauen und Kinder, ans der F e ll u n g BI c h, die ans inllitärstchen Gründen ihre Heimat verlasten müssen, ans Kosten der Stadt Metz in unserem Kreise untergebracht werden. Kreis Friedberg. tz Bad-Nauheim, 19. Aug. Heute kamen 6 5 Einwohner der Stadt Metz nach etwa 24stündigcr Fahrt hier an. zirmeist Frauen und Kinder. Tic Leute wurden durch dies Stadtverwaltung in Bürgerhäusern und Pensionen ernquartiert., Für die nächsten Tage steht noch die Ankunft weiterer Transporte in Aussicht. — Der Gesangverein „Fro hsinn" hat beschlossen, den Ertrag seines diesjährigen Konzertes aus de« Terrasse den Kriegsteilnehmern unter seinen Mitgliedern zu übermitteln. — Das Polizciamt erläßt eine Bekanntmachung, wonach cs den Einwohnern unsere^ Badestadi strengstens untersagt ist, noch Ausländer solcher Nationen anfzunchmen, die sich zu uns im Kriegs- Verhältnis befinden. H o el, - W c i s e l, 10. 9lng. Scheugcwordene Pferde gingen mit einer Mähmaschine durch und rannten in ein« Grupp« in der Nabe beim Frühstück sitzender Leute. Mehrere derselben trugen Verletzungen davon. Einer Bauersfrau wurde der Arm zersplittert. Man brachte sie in da? Nieder-Welseler Krankenhaus. Starkcnburg uitD Nheinhesse» * Aus Starkcnburg, 19. Aug. Im Kreis Gernsheim ist angeordnet worden, daß diejenigen Pserde» besitzer, denen im Interesse ihrer Wirtsrhaft oder ans andern Gründen ein Pferd belassen worden ist, ihren Mitbewohnern beini Einfahren der Ernte und sonstigen unbedingt nötigen Arbeiten gegen ortsübliche Vergütung Hilfe zu leisten baden. .Fm WeigerungsfaK lzaben die betreffenden Pserdebesitzer zu gewärtigen. daß die nachträgliche Aushebung der Pferde erfolgt. Kreis Wetzlar. Io. Wetzlar, 19. Aug. Gestern wurde ani hiesigen Lehrer- icnriitev die Notabgangspruiung abgehalten, der sich 28 Zöglinge der ersten Klasse und ein Erierner unterzogen. Davon sind bereits l8 -junge Leute als Freiwillige cingctrclen, die in Uniform cr- schienen ivarcn. Alle Prüflinge wurden für bestairden erklärt. X Waldgirmes, 18. Aug. An? hiesiger Gemeinde Ivurden an Liebesgaben bereit? abqelieiert. 103 raib Brot, 1000 Eier, 260 Plnnd Speck und Wurst, 1 Flasche Himbcersalt, 2 Glas Bienenhonig. I Kiste Schokolade, 40 Pfund Butter, 1000 Zigarren, Tabak und Zigaretten. — Tic Arbeiter der Hiebgen Zigarrcniabrik stifteten 1500 Zigarren. Hessen-Nassau. h. Frankfurt a. M., 19. Aug. DaS bevorstehende Eingreifen Ja vans in den Weltkrieg scheint den Japanern, die hier zahlreich in Frankftrrt weilten, schon vor Woche» bekannt gewesen zu sein Denn bereits am 28. Juli erhielten die in hiesigen Geschälten und- Fabriken angestellten Javaner die telegraphische Aufforderung zur sofortigen Heimkehr nach Ostasten, eine Tatsache, die damals als sür Deutschland günstig aufgcsaßt wurde. 'Aus den hiesigen wissenschaftlichen Instituten, wo die gelben Herren bald HauSrecht besaßen, lind sic seit fünf Tagen still und heimlich verschwunden, ohne Dank und Abschiedsgruß. Heute weiß man, warum es geschah. X Hanau, 19. Aug. Nach einer Verfügung des .Kgl. Konsistoriums zu Kassel soll zum dauernden Gedächtnis dieser ernsten und großen Zeit eine Kriegschronik abgefaßt, auch faßen die vsrn,tfcdtcr. * Eine T od eS - A n zci g e. Aus Berlin wirb gemeldet: Wie weit der Meuchelmord auf belgischem Gebiet gegangen ist, das erfährt uran erschütternd aus einer TodeS-9ln^jge in der „Kreuzzeitung", welckre lautet: „Ter Allmächtige hat unseren lieben Bruder Armin v. Klützow, Hauvimann und Kom- pagniechef, wrd seine treueste Gattin Helen v. Klützow, geb. Hoher von Rotenheim, heimgenifen. Er starb den Heldentod, sie wurde aiis dem Wege zum gefallenen Gatten in Feindesland das Opfer teiger MeuäielMörder. Im Name» der Familie von Ktützoi»- Dedelow." * E i ii hübsches Beispiel von o v f e r nri 11 1 g er Vaterlandsliebe wird aus Ludwigslust in Mecklenburg berichtet: Dort erschien ein junger Mann aus der Umgegend aus dem Reginwntszimmer und ließ sich auch durch die Bekanntmachung an der SttibciitLr, daß Freiwillige nicht mehr eingestellt lverden, nicht zurückhalten, sondern bat imi seine Einstellung als Kriegsfreiwilliger in das Regiment. Als ihm nun der Beschefa wurde, daß das Regiment vollzählig sei, auch kein Pferd mehr zur Verfügung stel-e, wiederlwlte der brave Vaterlandsverteidiger seine» Wunsch, KrieAssreiwilliger zu werden, und bekräftigte ihn mit den Worten: „Ein Pferd habe ich gleich mitgebracht." Nunmehr wurde er sofort angenommen, und mit sttablenden Angen eilte der iunge Mann zur Regnneiitskammer, um sich enrfTeEben zu lassen * i3 n Warmbrun u fSchlesien) erschien dieser Tage in der Geschäftsstube der Sparkasse ein etwa lOiäbriger Knabe, dessen Vater zur Fahne einberusen worden ist. Unterm Arm hielt er sein in eine Zeitung eiiigescblagcnes Sparkassenbiilh tramvfdaft fest. Das darin verbuchte Gutl-aben betrug nicht viel über 15 Mk. Als die Reche an den kleinen Sparer kam, wurde er vom Kastierrr gefragt: „Nun, was willst du. Kleiner?" Mit etwas zagen Worten kam es über die Lippen des braven Jungen: „Ich möchte gern 12 Mark rmis haben, mein Vater muß m'n Krieg, und da möchte ich chm auch gerne was mllgeben, daß er was übrig hat, und nicht in Not jbndntt." „.Hat dir dein Vater erlaubt, daß du das Gelb abhebst?" fragte der Kassennmnn. „Ja," gab der Kleine zurück, „der Vater Izatfa erlaubt. Ich had meinen Vater gebeten, daß ichfa holen kann, und da freu ich micch daß ich's Vater geben kann!" Mll strahlenden 'Augen und freudig klopseudem Herzen nahm das Kind das Geld in Empfang, um es mit stolzer Freude seinem Vater in die Hand legen zu können. Märkte. *> fc. Wiesbaden, 19. Aug. Vieh !I> ark t. Aus dem heutigen Viehmarkt ivaren anigeirieben 78 Sünder (Ochsen 9, Bullen 15,, Kühe 51), Kälber 1 44, Schate 2, Schweine 258. Limburg a. d. Lahn, 19. Aug. Fruchtmark!. Durch» Ichnittsprei? vro Matter. Roker Weizen (Nassauischer) 00,00 Ach, weißer Weizen (angebante Fremdsorteu» 00,00 Mk, Korn 15,00 Ach, Gerste (Futter) 0,00 Alk.. Braugerste 00,90 Mk„ paser 12,26—0,00 Alk., Erbsen 0,00 Mk, Kartoffeln 50 Kilo 5,00—0,00 'JMt., Butter da? Pfand 1,00—1,10 Mk., Eier das Stück 8—9 Psg. (In einem Teil der Auslage wiederholt.) !e. Frankfurt a. M. S ebwei neninrkt be ei vom 19. Aug. Aillgetrleben waren Schweine. Vollsieischige Schweine von 80 bi? 100 kg Lebendgewicht 56.00-59.00 Mk.. " bi? 160 tu» Lebendgewicht 55.00—58.00 Mk, 70—75.00 Mk. Geschäft rege, bleibt llcberstand. k. Frauksurt a. M., 19. Aug. (Orig.-Tclegr. de? „Gleg. A»z."i ?lintliche Notierungen der heutige» Frnchtmarktpreise. Weizen thiesiger) Mk. 21.00-25 10, .'knrlies'iicher Mk. 21.00-26-00, Wclteraner Mk. 00.00 - 00.00. Roggen (hiesiger) Mk. 21.50—82.00, Gerste (Wetteraner) Mk. 20.00 — 21.00, Gerste. Franken, Pfälzer, Ried Mk. 00.00-00.00, Hafer Mi. 20.00-22.00, Blas« Mk. 00.00-00.00. Wetzenniehl 0 Mk. 00.wl-00.00. Weizenmehl I Mk. 00.00- Sabbat leier a nt 22. August 1214: Freitaa abend 7.05 llhr. Samstag vormittag 8.00 Uhr. Predigt. Samstag nachmittag 4.00 Uhr. Sabbat-LIuSgang 8.20 Uhr, WochengotteSdienft: Dlorqen? 6.00. r.hc.ivj 7.00 Uhr. Aug. -ll.14 »o.J r a r: "S CE *o 'S. s| II» •sf 97 2 W • « jO ~ l| 19 2” 749,4 21,8 9.6 19 w i 19. 6»; 760,1 15 2 10 5 81 NW 2 20. ‘ j 751,4 12,9 9,6 86 N 2 sr“ 5 §=•3 e“ I ll-i Wett» Höchste Temperatur am 18.—19. 2lugnst 1914 Niedrigste , , 18,-19. , 1911 Niederschlag 0,0 mir. Sonnenschein I Leicht bew. Himmel Sonnenschein I + 21.8 - i + 9,8° . Verantwortlich für den gesamten redaktionellen Teil: Aug. Goetz Milch dar! den Lauglingen »ich: „egebcu werden, wenn sie an Brechdurchlall oder anderen Darmstürungen erkrank: sind. Man reiche statt besten „Kufeke" in Wasser gekocht: es in metiiens die einzige Nahrung, die die Kinder vertragen können und die gleich» zenig verdauungsregclnd wirkt. Nach ,ibe> iiaudener Krankbeil beginne man. der ,.Kuseke"-Wastersupve allinäblich wieder Mllch »n- zuletzen, wie es in der Gebrauchsanweisung angegeben ist. l8898bei