Nr. m Der «kfimr Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags. - Beilagen: viermal wöchentlich OiehenerZamiUenbliitter; »Ivennat wöchenil.itreir- tziail süröen Lrei; Kietzen (Dienstag »ndFreilags; zweimal »nonatl. la»tz- »irlschaftlich« Zeilsrageu Fernivrech - Anschlüße: sür die Redaktion 112, Vertag u. Expedition bl Adresse lür Depeschen: Anzeiger «irßcn. bnnahme von Anzeige» Kir die TagcSnunniier dis vormittags 8 Uhr. Donnerstag, 20. August 19tf Erstes Blatt |64. ZahrMg ' Donnerstag, 2( »ietzener Anzeiger VezngSvreiS: monatlich 75M.,vienel- jährlich Mk. 2.20; durch Abhole- iu Zweigstellen mouatlich 65 Pi.: durch die Post Mk.L.— viertel» jährl. ausschl. Beslellq. Zeilenpreis: lokal 15Ps, auswärts 2O Psenniq. Clieiredakieur: A (Äoeg. Peraiitwortlich sür de» poiil. Teil: A»g. Goei;; für .Feuilleiou", .Vermischtes' und.Gerrchis» saal": Karl Iteuralh; iür .Stadt »ud Land": NotofioKrdr,ck und Verlag der Vrvhl'schen U«io.-Vuch and §teinör»ckerei 8. Lang«. Redaktion. Lxpedition und Druckerei: Schulftratze 7. A^eimmeü: o? Be" General-Anzeiger sür Oberhefsen Zwei Ziege über die Berlin, Id. Aug. Die franwnichr 5. Kavallerie- dimfion wurLe heute unter schweren Verlusten t>:°i Perwe; (nördlich von Namur» von unserer Kavallerie zurückgrworf.n. Berlin. 19. Aug. Bayerische und badische Truppen schlugen dir bis Veiler (15 Kilometer nordwestlich von Schleltftadl» vorgeürungene .55. Infanterie Brigade, brach ten ihr große Berluste bei uud warfen sie über Oie Vogesen zurück. Berlin. 19. Aug Der hiesige japanische Geschäfts- träger überreichte heute im Aufträge seiner Regierung eine dloce. worin unter ttterusung auf das englisch japanische Bündnis die sofortige Zurückziehung der deutschen Kriegsschiffe aus den japanischen und chinesischen Gewässern oder Abrüstung dieser Schiffe. ferner bis 15. September die bedingungslose lledergabe des gesamten Vachkgebietcs Äiau tichan an die javanischen Behörden und unbedingte Annahme »er Forderungen bis 23. August verlangt wird. Mlt den tfwi Siegesbotschaften, die wir gestern abend Ist Uhr in unserer Geschäftsstelle durch Lichtbild belannt pccken und die mit begeisterten. Hurrarufen begrüßt lvurdcn, ist lieute auch die Kunde über das Austauchen eines neuen FeindeS, Japans, ausgetaucht! Das hindert uns nicht, das; wir uns der genannten Siege gegen unfern Haupt» gcgner, Frankreich, von ganzem Herzen freuen. Besonders ckt die Meldung, die aus Belgien konimt, geeignet, uns das Herz höher schlagen zu lassen, denn wir wissen nun, das; dort unsere Truppen vorrückcn und das; die Besorgnis des Königs der Belgier, in die Hände der Einrückenden zu fallen, nicht unbegründet gewesen ist. Er l>rt sich, wie wir gestern mitteilien, nach Antwerpen in Sicherheit gebracht. Unsere Truppen aber sind über die Maas vorgebruiigen nick befinden sich «ruf dem Wege zur belgischen Hauptstadt! Welche strategischen Pläne unsere Heerführer verfolgen, bleibt zunächst noch unklar Das neue Gefecht, dos nördlich von Namur einer französischen Kavallerie-Division starke Verluste und eine völlige Niederlage bereitete, ist vielleicht ein Vorbote zur Belagerung und Einnahme der vielgenannten Festung Namur. Der Sreg bei Weiler hat die Schlappe von Schirmeck glanzend wieder wettgemacht. Weiler liegt dicht an der Grenze, nnd die vorrückende französische Infanterie-Brigade, die eS versucht lwtte, auf deutschen Boden zu gelangen, hat dies mit schweren Verlusten bezahlen müssen; sie wurde über die Vogesen zurückg'eworfcn. Die Bayern und Badener haben sich brav gehalten, nnd die Wacht anr Rhein steht heute fester denn je. , Japans Verhalten ist ivahrlrch kein Heldenstück. Es ist die Taktik des Wegelagerers, und nicht einmal des Tapfersten, die sich hier schamlos zeigt Tie deutsckze Regierung wird dir einzig mögliche loürdigc Antwort er- leilen, dessen sind wir gewis;. Mag diellebermacht der falschen Gelben, denen Germania eine Lehrmeisters» gewesen ist, sowohl was die Handhabung der Waffen, als auch was die Fortschritte in der Wissenschaft anlangt, unsere treuen Brüder in Kiautschau in schwierige Lage bringen: sie werden sich des beirtschen Namens würdig zeigen. Die Tatkraft unseres Zwischen Lüttich und Karner. Die Anqen der ganzen Welt sind aus jenen südbelgischen KriegSicbmiplav gerichlel, der hiuptt'ächiich durch das Tal der Maas zwischen Lüttich und Namur uud darüder biuaus, etwa noch bis Dinanl. gebilder wird Es ist ein herrliches Land, das von Bergen uwsärunle Tal der Maas: nur hot die gewaltige Industrie dir Schönheit der Gegend überall verstümmelt. Durchfährt man sie nachts mit der Eisenbahn, so dringt beißender Rauch von den Schornsteinen nie rubcuder Fabriken durch die Fenster, und Hochöfen und Koksösen, die hier außerordentlich dicht neben den Eisenbahnschienen liegen, werfen ihr grellrote» Lickst in den Zug. Fährt man von Lüttich zu Schilt maasauswärtS, so gelangt man aut dem sich schiängelnt«n Fluß zwischen einer schönen grünen Landichalt hiudurch »ogleich in eine Gegend, wo die Wasser des Flusses von den Abtvössern der Fabriken getrübt sind; bleiern liegen die Rauchwolken der zahllosen Fabrikschornürine aus dem Wasser, überall sielst man hakenartige Anhäufungen von Schlacken der Hvclwien und Abfällen der Kohtenqruben. und bald wechseln rauchige Industrie- und Fabrikorte mit blühenden Dörfern inmitten üppiger Flirren: wilde Felsen, D ein geb irre. Wiesen, Kornfelder. Hvvsciipstanzungen wechseln mit den Fabrikorten und den Steinbrüchen, die namentlich am Oberläufe der Maas zu linden sind, und hoch oben aut den Felsen der User sicht man malerische Ruinen und moderne Schlösser Bei der Wanderung von Lüttich aus maasauswarts stößt man, wenn man die Vorstädte hinter sich bat. bei einer scharfen Biegung des Flusses plötzlich aut Seraing, einen Fobrikvri mit Maschincn- wcrlen (den öockerill Werken » von gewaltiger Ausdehnung. Einst dehnten sich hier schöne Waldungen au-s, einst war hier der Lirb- lrngsiitz des BilchoiS von Lüttich: allein sein alter Palast ist zur Fabrik geworden, und beute bedecken die Eisenwerke von Seraing eine Fläche vom über 108 Hektaren Landes Der Wanderer läßt am linken User Flcmall innter sich, dann fällt sein Blick aui das Schloß Chokier au» bohen, deir Weg überhängcnden Klipven. Umcr den zahlreichen Schlössern des Maastales ist Ebvkier neben Aigrc- mont vielleicht das bemerkenswerteste. Aigremont har in der Brr- gangendcik eine bedeutende Rolle gespielt: es tvar dir Zuflucht? hätte RinaldoS t-on Mvurauban und icincr Brüder. Als der Biichoi von Lütticki Aiqremoni nahm, hatte eS mir dem Schloß sein Ende, denn der Bischor zerstörte die Festungswerke vollständig Etwa m der Milte zwischen Lüttich und Namur, wo an einem Flußknicke von beiden Seilen Bergbächc einmünden, liegt H u n inmitten eines weinbautreibenden Gebietes. Wenn man mit der Eisenbahn von Lüttich kommt, wirkt Him besonders mächtig, denn, wenn man aus eineni der zahlreichen Tunnels hcrauskomml. sällt der Blick tue schöue Stadl, dw sich au; beiden Leiten des Flusses aus- Kanzosen. - Vas Heeres aber, das die Entscheidung einzig und allein aus europäischem Boden erficht, wird durch diesen neuen brutalen Streich unserer Feinde nur gehoben und unwidcr stchlich gemacht werden. Denn cs ist ganz klar, daß Albion auch dieses Wcgelagcrerslück planmäßig ins Werk gesetzt hat, und cs zeigt sich mit jedem Tage mehr, daß die englische Politik, trotz hochtrabender Humanilätsphrasen, ein so skrupelloses Handwerk ist. wie es die Welt kaum jemals gesehen hal. Prosil, nicht einmal Ehrgeiz, der früher die Triebkraft großer Eroberer gewesen ist, ist das moralische Rüstzeug, niil dem England die Well in Brand setzt! Noch aber hal sich die Kehrseite solchen Handelns nicht gezeigt! Ob das britische Weltreich nicht vielleicht doch bald in seinen Fugen krachen und ächzen wird, müssen wir bald erfahren. Tic französische Regierung will schweigen? Wien, 18. August. Aus Bukarest wird gemeldet: Verschiedene französische Gesandte im Auslände sind ersucht ivordcn, bckannlzugcbcn, das; die Regierung der Republik sich entschlossen habe, keine Nachrichten mehr im Augenblick über den Verlauf der militärische» Operationen auszugeben. (Diese Mastregel des französischen Oberkommandos ist erst ergriffen worden, nachdem man Meldungen über französische Siege in alle Welt hinausposaunt hatte. D. Red.) Angesichts der fortdauerirdcn Lügen der ausländischen Presse stellt die ...Köln. Ztg." fest, daß der Kommandant der Festung Lüttich, General L e m a n, heute im Automobil als Gefangeneren Köln cingetroffen ist. Tic belgische Regierung warnt vor Ucbcrgrisscn. C ö l n, 18. August. Der „Köln. Ztg." wird von der holländischen Grenze gemeldet: 'Nach den; „'Nieuwe Roller- damsche Courant" warnt der belgische Minister des Innern vor allen Handlungen, die dem Feinde Veranlassung zur Vergeltung geben könnten. Die Bürger dürfen an keinem Kampfe teilnehmen: sie uriilsen sich des Schnupfens und Drohens enthalte». Sie sollen in ihren Häusern bleiben, die Düren und Fenster schließen, wem: Gefahr droht, damit sie nicht der Herausforderung beschuldigt werden können. Wo der Feind jia, zeigt, sollen sie ihm Plast machen. Jede geringste Gewalttat eines Einwohners wäre ein großes Verbrechen am Lande, das die strengste Vergeltung durch den Feind nach sich zieht. (Nationatztg.) C-innahme einer serbischen Stadt. Wie die „Wiener RcichSpost" meldet, haben die öster- rcichisch-rmgarischen Truppen auch bei Progar, 28Kilometer ivestlich von Semlin, die Save überschritten und die serbische Stadt Ob reu o watsch genommen. Aufstand im Aaukasur. Konstanttnopel, 19. Aug. Wie „Jkdam" erfährt, gewinnt der Aufstand im Kaukasus gegen Rußland an Ausdehnung. Die Aufständischen haben die Brücke über den Araxcsfluß an der einzigen Eisenbahnlinie gesprengt, die Rußland mit Persien verbindet. Die russischen Truppen fliehen mit ihren Waffen und Gepäck an die türkische Grenze. Vorgestern hat eine große Zahl von Soldaten die dehnt: r.'chis sind die .»öügel mit Wein bestanden, links erblickt man bewaldete Klivven, die genwltige, sicbenbogigc Brücke der Maas (neben der Rose im Westportal der Kvllegiatkirche »Notre Dame und einer Stadtguelle eins der „Drei Wunder" der Stadt) springt sogleich in? Auge, vor allem aber das Fort, das über dem grauen Felsen thront, so daß sich ein herrlicher Forbenkontrast zwischen den weißen Häusern der Stadt, den grünen Hügeln imd den graiten Felien ergibt. Die Zitadelle, deren Anfänge ans das Fahr 1822 znrückreichen, fällt in Terrassenbattericn zum Tale ab: ihre Werke zeichnen sich dadurch aus, daß sie zum Teile in den Felsen ein gesprengt sind Erklettert man eine der Höhen. d>c Hnn beherrschen, so dm man einen herrlichen Blick ans die Seücntäler des Hovoux und der Mehaigne, mit ihren vielen Schlössern^und Ruinen, unter denen die Ruinen von Beaufort und das Schloß Modave am Hoyour hervvrgchoben zu werden verdienen. Folgt man von Huy aus dem Laufe der Maas weiter, so gelangt inan bald nach Andenne am rechten User, einem kleinen StäbtdK« mit Papier und Fancnce-Fabriken. einst dem Sitze eines adeligen Iunqsrauenstists, das im Jahre 1785 nach Namür verlegt wurde. Hier wird die Maas von einer eisernen Brücke überspannt, die nach Seilles, einem weüläusig angelegten, durchs viele Kalkösen ausgezeichneten Doric führt, dessen Hauptiebenswürdig keil die Burg Seille, ein Besitztum des Grasen von Borchgrave, ist. Weiter nach Namür zu wird das Flußtal der Maas außcr- ordemiich krümmungsreich: man gelangt zwischen rvinantii'chen Felsen hindurch, man bewundert in der Gegend von Namechc den berühmten, von Ruincnresten gekrönten Tamion Felsen, in dessen Nähe es viele Höhlen in den Felsen gcht, in denen angeblich noch deute ungehobenc Schätze ruhen und wenn man Namechc mit seiner schönen Torskirche hinter sich hat, erreirA man bald hinter den Eisenösen von Enous Marchr-les-Dmnes. Das von Gärten umgebene Schloß des Herzogs r»vn Arenberg blickt zwischen Baum- gruvken an einer cscuübersponnenen Felswand empor. Der Name wird aui Ritterirauen aus der Zeit der Kreuzzügc zurückgcsührl: als Albert der HI., Gras von Namur. rns heilige Land zog. blieben viele Rittersranen zurück, die hier eine Kapelle bauten Bon den Kreuzrittern kehrten nur wenige wieder: diele Hollen ihre Frauen zurück und die übri»gebliebenen Witwen bauten hier das Kloster, das nach etwa 3 Jahrhunderten in eine Zisterzienser-Abter um- gewandclt wurde. Je weiter man sich irwr der Stadt Nanrlrr nähert, desto rornaniilcher nach phantastischer werde» die Mer: Wieien wechseln nrst Wein- und Obstgärten ab, ab und Mt liegen im Flusse grlsrc Inseln, und wenn man die gewaltigen Felsen von Grarids Malades nach einem alten Auslätzigenipital io genannt hinter »ich bat, tauchen in der Ferne die Dächer und Türme von Namur aus; man sieht die beiden Brücken, die die Maas und Sambre überspannen, vor allem abet fällt die hohe Zitadelle aus dem Berg- Ultimatum Japans. Grenze überschritten, um aus türkisches Gebiet zu flüchten. Die Preise sür Lebensmittel sind im Kaukasus auf das Vierfache gestiegen. Es wird immer schwieriger, den Aufstand zu unterdrücken. Die Vorgänge in der Türkei. Konstantinopel, 19. Aug. Der Emir von Nedschd in Arabien, Abdul Asis Jbn 2v»d, hat an den Sultan ein Telegramm gerichlet, in dein er ihn seiner Treue versichert. Der Sultan hat seiner Befriedigung darüber Ausdruck gegeben. Die Landschaft Nedschd, die bisher ein Sandschak war, wurde zum Vilajet erhoben. Der Emir erhielt den Zivilrang eines Börsirs und ivurde zum Walt und Militärkommandanten ernannt. Die Türken beten sür uns. Wien, 19. Aug. Der „Politischen Korrespondenz"wird aus Koiistantinopel gemeldet, das; in allen twrfigen Moscheen Gebete für den Sieg der österreichis chen und denk scheu Armee veranstaltet lverden. Das sei, bemerkt die „Pol. Korr.", lwchst bedeutsam, denn zum ersten Male in der Geschichte des Ottomanenreick-es geschehe es, das; die Muselmanen in ihren Gottcshäuseni für den Sieg ch r i st l i ch c r Völker beten. Wie England die Neutralität achtet. Leipzig, 18.Aug. Nach einer Meldung des Leip> ziger Tageblatts ist ein holländisches Schiss, das mit 35 wehrpflichtigen Deut sch en , darunter den Oberlehrer Dr. Paul Rühlmann von Lissabon »ack» stiotlerdnm unterwegs war, von einem englischen Kriegsschiff im Kanal angehalten worden. Die 35 Deutschen wurden als Kriegsgefangene nach Plymouth gebracht. Seitdem fehlt jede Nachricht von ihnen. Die Beschlagnahme de» Dampfers Wißmann. Berlin, 19. Aug. Die Engländer haben, wie bereits gemeldet, den Dampfer Hermann Wistmann" auf dem Nfassa-See, dem südtvestlichen Grenzsee A'bL.,"st" afrikanischen Äi)ichgebiets, gekapert und den »üpirän gefangen genomncen. Man irmst die dortigen Verhältnisse kennen, den kleinen bansälligen Klahn gesehen haben, um den Vorteil, den die Engländer mit dieser KKicgstat ge» wanneii, richtig zu beurteilen Sie spielen durch diesen Unfug >— anders kann man solches Vorgehen nicht bezeichne» — sehr mit einer für alle Europäer und nicht mit letzter Linie für die Engländer bestehenden (R'fahr, nämlich der Erhebung der Eingeborenen gegen die Weistcni. Hermann Wißmann ist ein alter kleiner Schleppdampfer von 18 Tonnen Tragfähigkeit. Der Ansckwfsunqsn>ert betrog ungefähr 35000 Mk. Der Dampfer wurde gegen Ende des vorigen Jalwhunderts von dem damaligen Rcichskom- missar Wistmann in zerlegten; Zustande über Land nach dem See transportiert. Mnonen sind nicht an Bord. Der Dampfer ist überhaupt nicht für Kriegsztvecke eingerichtet. An Europzier-Besatzung hatte das Schiff eine» Steuermann und einen Maschiniste;,, sonst bestand die Besatzung aus wenigen sckstvarzen Matrosen. Dem deutschen Schutzgebiet ist tont der Wegnahme des Dampfers weder der Handelsiveg ».»vrswunae über dem Müiidungsdreieck zivischeu dm beiden Flüssen ins 'Auge. Anstelle der zerstörten Burg der (traten von Namur wurden in, 17. Jahrhundert hier Festtm-iSnxnke errichtet, die viele Jahrzehnte nach ilper Erneuerung der Stadt überlassen wurden, die auf. der Bergivitze einen Park anlegte. Au; dem höchsten Punkte des ZitadellcnbergeS liegt imnthl»» üchtbar und eine herrliche Fernsicht gestattend, das Zitadellcnhotel. * Zum Gedächtnis au Großherzoa Ludwig IV., den Kommandeur der Hess. Vivisiou im Keldz'ua 1870 H. Unsere Truppen stehe» vor dem Feinde ivie vor vier- undvicrzig Jahren, und es scheint, dast, wie damals, auch jetzt wieder im Monat August die Schlachten geschlagen werden, die für den Ausgang des .Krieges entscheidend sÄn können. Ta liegt cs nalic, den Blick auch einmal rückwärts zu richten auf den 18. August 1870, den Tag, an welchem I ich unsereDivisioninblutigemRingenihren vollen Anteil an dem Siegeslorbeer er- kämpft hat, da liegt es insbesondere nahe, des heldenmütigen Führers seiner Hessen, des Prinzen Ludnng zu gedenken. Wir tun das, indem wir aus dem Schliistabschnitt des Beckerfchen Buches über den Anteil der hessischen Division an der Schlacht bei Gravelottc die Charakteristik des prinzlichen Führers bringen, die in diesen ernsten Zeiten bei unseren Lesern besonderes Interesse finden dürfte: Sind wir so glücklich sagen zu dürfen, daß die Division ihre Ausgabe mit Ehren gelöst hal, so verdienen auch die Eigenschasten ihres Führers besonders bervorgchoben zu werden. Je weiter wir zeitlick von dem Bilde des Prinzen abrücken, um so^ Heller treten seine Soldatentugcndcn hervor, um so mehr wäckst seine Persön- lickkeit in unserer Erinnerung, und um so richtiger verstehen wir zu schätzen, nws wir an ihm besessen hatten. Tic hessische Division kannte und liebte ihren Kommandeur als einen in Krieg und Frieden bewährten Führer. ^Tie war ihm aber auch treu ergeben als Prinz des angestainmten Fürttentrauses. Er hatte nicht nötig, um Sympathie zu werben, was auch seinem Soldatenhcrzen fiemd gewesen wäre: wohl aber warb er gern zu braver, muttger Tat, die seiner Natur entsprach und stets seinen fieudiqen Beiiall ,'and. Hätte man auch über seine Leutseligkeit und Anspruchslosigkeit, sonne sein schlichtes, einfaches Wesen vielleicht den Prinzen vergessen können, so war doch »eine Erscheinung vor der Truvve nicht nur von vorbildlicher müilärischer Haltung, sondern auch eine unverkennbar fürstliche. Er war mit Leib und Seele Soldat, besaß Herz für die Truppe, wie Berständnis für noch der Verbindungsweg der militärischen Stützpunkte oder Verwaltungsstellen gestört, lieber die Ermordung von vier Deutschen in Monaco durch Franzosen wird der „Voss. Ztg." ans dem italienische» Grenzvrte Bentimiglia berichtete Ms die Franzosen sich am 3. August der ftlrstl. Landesvcrwaltung be- müchliglen, aus Furcht, deutsch« Kriegsschiffe könnten den neutralen Hafen von Monaco zerstören, verleiteten sie de» .Kasinodirektor Kurz soioie drei andere Deuische namens H a u s ch i l d aus Berlin, K n a t t e aus Nürnberg und H v - brecht aus Hamburg. Der amerikanische Konsul legte sich ins Mittel. Mau versprach ihm, daß man den Direktor Kürz frcilassen werde. Als der Konsul zwei Tage darauf sehr energisch die Erledigung der Angelegenheit forderte, wurde ihm in Nizza die Antwort zuteil, daß Kurz mit acht anderen Dcuks«l>e» in dringendem Verdacht der Spionage stehe. Drei Tage später hörte man, daß er bei einer Olegenüberstcllung mit seinen Anklägern von der in den Gerichtssaal eingedrungenen Volksmenge gepackt, auf die Straße geschleift und ermordet worden sei. Recht und Gesetz ist hier unten im Süden gegenüber Deutschen und Oesterreichern außer Kurs gesetzt. In anderen Teilen Frankreichs dürste es nicht besser, eher schlimmer sein. Ter Fürst Albert von Monaco ist eines der ersten Opfer des Krieges geworden, und man weiß, wie der Korrespondent mitteilt, bis heute nicht, wo sich der von den Franzosen aus seinem Lande verjagte Herrscher von Monaco befindet. Der Korrespondent erzählt u. a. noch: Wie viele unschuldige Deutsche unter dem bloßen Verdacht der Spionage hier erschossen worden sind, ist unmöglich festzu- stellen. In vielen Fällen sind Deutsche aus französischem Territorium, noch ehe der Krieg erklärt worden war, mitten in der Nacht aus ihren Betten geholt worden, um nach wenigen Stunden füsiliert zu werden. Ter von einem Schuldner geäußerte Verdacht, daß der deutsche Gläubiger ein Spion sei, genügte. Zur Führung einer Untersuchung läßt man sich keine Zeit. Der Direktor Kurz wurde beschuldigt, daß ein an ihn gerichteter postlagernder Brief auf ein Komplott gegen Frankreich hingewiesen habe. Ein Kricgsidhll auf hoher See. Die „Tägliche Rundschau" schreibt: Im Schein der Morgensonne steigt das Flugzeug an der deutschen Nordseeküste aus; es gilt, das neue Flugzeug zu erproben. Plötzlich tritt ein Moiordefekt ein, das Flugzeug muß auf dem Wasser landen. Glatt gelingt die Landung. aber bald stellt sich heraus, daß eine Reparatur mit Bordmitteln unmöglich ist. Der auffrischende Wind und die zunehmende See bringen das Flugzeug in eine gefährliche Lage und schließlich kentert cs. Der Führer, ein Seeoffizier, und sein Begleiter, ein Heizer, halten sich fast 43 Stunden, mehr unter als über dem Wasser. Dann nähert sich ein Fischerdampser und sofort fragt der Offizier nach englischen Schiffen. „Wat hewt man bloß mit die Engländers?" fragt der biedere Mann im Oelrock. „Mann, wissen Sie denn nicht,, daß wir schon seit über einer Woche mit England, Frankreich und Rußland im Kriege liegend' Der Manu steckt die Hände in die Taschen und schiebt den Priem auf die andere Seite. „Düwel, Düwel, denn man her mit dat Gewehr, Modell 71/84, keim ick noch." Der Mann hat tatsächlich noch nichts vom Kriege erfahren. Er nimmt die beiden Verunglückten auf und fetzt sie auf ein Torpedoboot über, das sie nach Helgoland bringt. Bon dort ist ja Gelegenheit, nach Deutschland zu kommen Aber der Wasserweg dauert den tapferen Piloten zu lange und schon am nächsten Morgen steigen sie mit einem fremden Flugzeug auf, um nach Cuxhaven zu gelangen. Der italienische Geldmarkt. Rom, 19. Aug. Ein königlicher Erlaß ermächtigt den Staalsminister, neue Staatsnoten zu 10 und 5 Lire bis zum Betrage von 350 Millionen auszugcben, die sämtlich durch die im Staatsschatz ruhende silberne Scheidemünze gedeckt sind. Ferner werden Scheine zu zwei und ein Lire ausgegeben, die ebenfalls durch die Höhe des Wertes der Scheidemünze gedeckt werden. VuS Albanien. Wien, 19. Aug. Die „Alban. Korresp." meldet aus Durazzo: Der Fürst begnadigte den seinerzeit vom Kriegsgericht in Valona zum Tode verurteilten serbischen Major Vezier Bey und seine Mitvcrschuwrcneu. ihre Bedürfnisse und zeichnete sich durch hohen Gerechtigkeitssinn aus. So hatte ihn das vollste Vertrauen seiner Untergebenen in die Schlacht begleitet, und auch in den kritischsten Augenblicken derselben hat er es gerechtfertigt. Prinz Ludwig zählte zu den durch den Sinn fürs Einfache begünstigten Führernaturcn — fürs Einfache, das ja im Kriege doch meist zum Ziele sührt. Er hatte kaum danach zu suchen nötig, er griii zu und griff nicht fehl. Eine gewissenhafte Prüfung seiner Entschlüsse ließ er jedoch nicht außer acht. Er war ein durchaus besonnener Führer, doch nie ein Zweifler. Und diese natürliche Begabung lieh ihm, bei aller persöntickien Bescheidenheit, doch ein Matz von Sicherheit, von Selbstvertrauen und Ruhe, das ihn auch zu entschlossenem Handeln befähigte. Die Schlacht ist ein zuverlässiger Wertmesser der Persönlichkeit. Wenn unter dem Gefühle der Verantwortung, die sie dem höheren Führer auserlegt, keine Aenderung in dessen Wesen eintritt, wenn auch cii; scharfer Beobachter keine Verschiebung am inneren und äußeren Menschen wahrzuuehinen vermag, so spricht dies jedcusalls für die Echtheit seiner Eigenschaften und eine starke Natur. Tics aber traf im vollen Maße beim Prinzen zu. Seine unerschütterliche Ruhe bewahrte er vom Anfang bis zum Ende der Schlacht. Aufregung kannte er nicht, er befand sich durchaus in seelisck>em Gleichgewicht. Seiner abgehärteten Gesundheit und seiner Jugcndkraft sowie seiner Ausdauer und Gewandtlreit als Reiter >»ar es zu danken, daß er auch bei den großen körperlichen Anstrengungen des Tages keine Müdigkeit empfand und seine Frische bis zum Gnbc der Schlacht belvahrte. Was seinen Hessen bereits bekannt gewesen, in der Schlacht aber für alle erneut in die Erscheinung trat, war des Prinzen hoher persönlicher Mut, seine Rücksichtslosigkeit gegen sich selbst, seine Nichtachtung seglicher Gefahr. Ein vornehmeres Beispiel konnte in dieser Hinsicht nicht gegeben werden: ein jeder erkannte, daß sich die Natur des Prinzen zeigte und nicht etwa ein Beispiel zu geben beabsichtigt war. Auch Seiner Königlichen Hoheit dem Prinzen Friedrich Karl war diese Eigenschasl des Prinzen bekannt, wie aus einer Aeußerung Hervorbing, die er wenige Tage nach der Schlacht einem Offizier des Drvil'ionsstabes gegenüber tat. Aus seinen Worten und der Wärme ihres Tones klang zugleich wohltuend heraus, wie Seine Königliche Hoheit die ihm offenbar sympathische Soldatennatur des Prinzen Ludwig schätzte, sowie seine Führereigcnschasten anerkannte. So haben in dieser Schlacht nicht nur die hessischen Truppen ihre Feldzeichen und Geschütze mit frischem Lorbeer schmücken dür- sen, auch die Geschichte des hessischen Fürstenhauses wurde um ein weiteres Ruhmesblatt bereichert. Ter Reichskanzler über die Lage. Christi« nia, 19. August. Hiesige Blätter berichten über eine Unterredung, die am 15. August der Reichskanzler dem Publizisten Björn Björnsvn gewährt hat. Dieser berichtet: „Der Reichskanzler, der sehr gut aussieht, obwohl eine riesige Arbeitslast ihn seit Wochen an den Schreibtisch scssclt, sprach mit Wärme von dem mustergültigen Verhalten der neutralen Staaten und mir vornehmer Zurückhaltung von den Machen- sclxmcn der Gegner Deutschlands. Nur einmal zeigte er so etwas wie Erregung, als er von England sprach. Der Reichskanzler sagte u. a. folgendes: Daß die nordischen Länder und Holland sich io entschieden neutral verhalten, wird in Deutschland sehr dankbar empfunden. Wir sind entschlossen, diese Neutralttät mit allen uns zu Gebote stehenden Mitteln zu stützen. Dies gilt insbesondere von unseren unmittelbaren Nachbarn .Holland und Dänemark. Ich lat fünf Jahre lang alles. um den Weltkrieg zu verhüten, sogar nach der jetzigen, allgemeinen Mobilmachung versuchten loir alles, wgs möglich war: aber vergeblich. Rußland scheute nicht vor der schweren Verantloortung zurück, den Weltbrand zu entfesseln. Ich erhielt soeben von unserem Botschafter in Konstantinopel ein Telegramm, in dem ihm mitgeteilt wird, daß an dem dortigen englischen Botschastsgebäcche ein Plakat angeschlagen sei, daß die deutsche Flotte in der Nordsee eine furchtbare Niederlage erlitten und zwanzig ilrrcr besten Schisse verloren habe. Kein wahres Wort ist an dieser^Ge- schichte. Sie sollte natürlich dazu dienen, bei den Türken Stimmung zu machen. Tie frivole Politik Rußlands trägt die direkte Schuld an dem Kriege. Wir kämpfen beule nicht nur für uns. Besonders die skandinavischen Länder müs'en ja verstehen, daß es auch um ihre Existenz geht, wenn Rußland siegen sollte, daß also mit unserem Schicksal auch dasjenige anderer germanischer Länder von höchster Geisteskultur verknüpft ist. Das läßt uns, die wir reinen Gewissens in den Krieg ziehen, mit doppelter Entschlossenheit kämpfen. Man hat oft den Einwand gegen mich erhoben, daß ich zu viel ethische Momente in die Polittk trüge. Betrachten Sie die Haltung unseres Volkes, bedenken Sie, was es heißt, daß auch unsere Sozialdemokraten, die mir so oft in der inneren Politik Schwierigkeiten bereitet haben, jetzt Mann für Mann mit uns gehen. Es sind tiefe sittliche Kräfte, die alles vorwärts treiben. Noch eins: unsere Mobilmachung ist noch nicht ganz beendet, und schon erzielte unsere Armee beträchtliche Erfolge bei Lüttich, Mülhausen und Lagarde. Das Land ist vom Feinde gesäubert. Das Volk aber, das sich im Vollbesitz seiner moralischen Krast wie ein Mann erhoben hat, und so Bewundernswertes zu leisten vermag, das kann nicht unter die Räder kommen und kommt nicht unter die Räder." Ein Aufruf des deutschen Wertbundcs. Das deutsche Volk hat nicht nur gegen eine aanHe Welt in Waffen zu kämpfen, es hat sich auch einer förmlichen Sintflut von Lügen und Verleumdungen zu erwehren. Alle Zeitungen draußen sind voll von „deutschen Niederlagen" und von „belgischen, französischen, russischen und englischen Siegen", In Deutschland herrscht „Hungersnot und Revolution" und „die Bundesstaaten empören sich gegen Preußen". Unsere Soldaten sind „schlecht gekleidet, ichlecht genährt und desertieren". So belügen die englischen und französischen Agenturen die weite Welt. Wir Deutschen lachen über solche Machenschaften und halten sie gar für Dummheiten, weil wir die Wahrheit kennen und erleben. Aber die Volker draußen sollen an deutscher Art und Kraft irre werden, sie sollen gegen Deutschland eingenommen werden lin des Wortes buchstäblicher Bedeutung) — so will es überall die feindliche Verleumdung. England beherrscht die Ueberseekabel und benützt sie mit völkerrechtswidriger Gewalttätigkeit. Frankreich liefert leichten Herzens rasch fertige Phrasen für die leichtgläubige Masse. Solche planmäßige Verleumdung soll alte Freundschaften Deutschlands stören und in böse Entfremdung verwandeln: durch solche Verleumdung soll Deutschland politisch vollends isoliert werden. Gegen solche Gefahren ist allseitigc Aufklärung eine vaterländische Pflicht und Notivcndigkeit. Es gilt, mit allen Kräften die Wahrheit über Deutschland und unsere Erfolge draußen der Welt zur Kenntnis zu bringen und die wirklichen Tatsachen den wartenden Völkern zu vermitteln: durch Depeschen und durch Zeitungen, durch Briese und durch Broschüren. Das kann vielfach jeder einzelne Deutsche leisten, indem er Bekannten und Freunden draußen Zeitungen und Zeitschriften zusendct zur persönlichen Kenntnisnahme und zur weiteren Verwendung für die fremde Presse; auch jede geschäftliche Korrespondenz kann dazu Gelegenheit geben und soll dazu benutzt werden. Mit solcher persönlicher Tätigkeit muß und soll jetzt auch eine allseitige und planmäßige Bearbeitung Hand in Hand gehen. Die Organisation dieser Aufgabe hat der Deutsche Werkbund übernommen. Der Deutsche Wcrkbuird hat seine große Kölner Ausstellung, die dem deutschen Gedanken in der Welt zu dienen bestimmt war, geschlossen und er stellt sich und seine Beziehungen jetzt in den Dienst der deutschen Wahrheit in der Welt. Der Deutsche Werkbund ist in der Lage, alle noch möglichen Verbindungen der Post und der Schisfahrt auszunutzen und aus sicherem Wege Nach- richten und Zeitungen ins .Ausland zu befördern. Der Deutsche Werkbund bittet deshalb darum: 1. ihm Zeitungen in allen Svrackzeu zu senden, welche Lügennachrichten über Deutschland und die deutsche Kriegsführung eutbalten, und 2. ihm vertrauenswürdige Persönlichkeiten im Ausland zu nennen, an die zur Aufklärung wahrheitsgetreue Nachrichten und zutreffende Zeitungsberichte gesandt werden können. Wir bitten uin schriftliche Mitteilung an die Geschäfts- stelle des Deutschen Werkbundes: Berlin, Schöneberger Ufer 36 z. Gegen die PreiStreibcr. Saargemünd, 18. Aug. Die großen Mühlen von Ernst Bloch, dem Präsidenten der hiesigen Fruchtbörse, sind wegen Preisüberbictung militärisch gesperrt worden. Gegen den Besitzer ist ein Strafverfahren eingeleitet, (Boss. Ztg.) Papst plus X. f. In diesen ioaffenklirrcnden Tagen wird der Tod des streitbaren Oberhauptes der katholischen Kirche, der heute gemeldet wurde, weniger Aufsehen machen, als es in fried- lict-en Zeilen der Fall gewesen wäre. Pius X., der beim Ausbruch des Weltkrieges alles, was in seinen Kräften stand, daran gesetzt hotte, für den Frieden zu wirken, ist, wie aus Kummer darüber, daß es ihm nicht gelungen ist, ins Grab gegangen. Er war in Geistcsftagen, wie wir ans den letzten Jahren wissen, durchaus kein Mann stiller Duldung und Ergebenheit. Er hat das religiöse Leben unserer Zeit in die regste Bcivegung gebracht, nicht nur, indem er dem katholischen Volke neue strengere Satzungen gab, sondern indem er, oftmals herausfordernd, Kritik übte au dem Kultus Andersgläubiger. So dürfen wir es aus« sprechen, daß er den konfessionellen Frieden nicht immer ungetrübt erhalten hat. Aber auck> die Ruhe seiner, Katholiken hat er mehrfach durch jähe Eingriffe unter» krochen. Angesehene katholische Männer und Gelehrten wurden auf harte Gewissensproben gestellt und schließlich inuß» tcn sie sich aa«ch gegen ihre innere Ueberzeugnng der päpstlichen Gewalt beugen. Die einschneidendste Wirkung hat das Auftreten Pius X. auch im tnnerpolitischen Leben Deutschlands gekerbt. Das Zentrum sah durch ihn seine Parteigrundsätzc angesochtcn, und der Kampf, den es u»r seine llebcrlicserung führte, >var noch nicht entschieden. Nun ist durch den Tod des Papstes vielleicht nicht nur ein Waffenstillstand eingetreten, sondern her Kamps um den Charakter der Zentrumspartci und die Organisation der Arbeiterbewegung wird vielleicht ganz zu Ende sein. Pius X., vorbei Giusevve Sario, ist Papst seit dem 4. August 1903. Geboren am 2. Juni 1835 in Riese, Provinz Treviso, studierte er in den Seminaren zu Treviso und Padua: mu 18. September 1858 imrrde er zum Priester geweiht. 1875 wurde er zum bischösl. Kanzler gewählt, am 10. Nov. 1884 zunr Bischot von Mantua präkonisiert, am 12. Juni 1893 zum Kärdmal- priester kreiert und am 15. Juni zuin Patriarchen von Venedig ernannt. Nach seiner Krönung a>n 9. Aug. 1903 wurde Pius X. als vorwiegend der chriittich-pricsterlichen Seite seines Amtes sich widmende Papst begrüßt. In der päpstlichen Verwaltung hat er cnne Reihe von Reformen durchgeführt. In neuerer Zeit hat er sich besonders bemüht, jede liberale Richtung m der Theologie, besonders in der Blbelioissenickiast und Krachen geschickte zu unter- drückcn, auch lzat er sich mehrfach sckzars gegen den sog. Resvrm- kathollzismus, wie ihn besonders französische und italienische Theologen verrrateu. ausgesprochen. Am 18. Sept. 1908 feierte Pius X. sein 50jähr. Priesleiiudiläum und erließ aus diesem Anlaß ein Ausschreiben an den kath. Klerus über die Pflicht des priestrrlichen Amtes. Dem vielfach kurz nach seiner Wahl von der italienischen Presse geäußerte Wunsch, der Papst möge den alten Hader zwischen Staat und Kivchc ein Ende machen, stellte der Osservatore Romano ein offizielles Communique entgegen, worin cs heißt, daß Pins X. sich ebenso wie sein Vorgänger sub hostih dominatione betrachtet. Rom, 20. Aug. Nach dem Krankheitsbericht über das Befinden des Papstes um 3,25 Uhr nachmittags wurde der Vorsteher des Vatikans zum Papst gerufen, um ihin die Sterbesakramente zu überreichen. Breivsan und Mönche beten im Nebenzimmer. Die Kardinale sind in den Vatikan gerufen worden, darunter Kardinal Bernsiiw Danutelln und der österreichisch-ungarische Boffchafter, der bayerische Gesandte und andere Diplomaten, die beim Vatikan beglaubigt sind. Das Leiden war Bronchitis. Au» StaSt unS Canti Gießen, 20. August 1914. ** Die neuesten lkriegsereigniffe interessieren jetzt unsere Oeser mehr als alles andere. Trotzdem infolge der Einberufungen unter die Zahne unser personal auf eine sehr kleine Zahl zusammengeschmolzen ist, sind wir in der Lage, den Textteil unseres Blattes in solchem Umfange erscheinen zu lassen, daß eine lückenlose Uebersicht der Ereignisse geboten werden kann. Unser Telephondienst mit dem amtlichen lvolff-Bureau ist erweitert worden, so daß wir mit der lviedergabe neuester, zuverlässiger Nachrichten allen anderen Blättern, soweit sie an demselben Tage noch in unserem Bezirke ausgegeben werden, voraus sind. Meldungen über größere Schlachten usw. werden durch Extrablätter verbreitet, die anderen in den Nachmittags- und Nbendstunden einlaufenden Nachrichten sollen von heute an abends in unserer Geschäftsstelle durch Lichtbild bekannt gegeben werdep. Ls ist klar, daß wir jetzt und in den kommenden Tagen wünsche unserer Leser und Mitarbeiter, die in gewöhnlichen Zeiten erfüllt werden konnten, öfter unberücksichtigt lassen müssen; die Einsender müssen sich bemühen, ihre Empfindlichkeit darüber zu unterdrücken. Ungezählte Nufruse und namentlich auch gutgemeinte Gedichte sind uns zugegangen; sie wandern, soweit Nüressen angegeben sind, zum großen Teil zurück. Ulles Brauch, bare verwenden wir, soweit wir Raum haben, gerne, und wir hoffen, daß unsere Zeitung, die sich aller Sensations- mache enthält, auch in dieser ernsten und schweren Zeit unseren Lesern, deren sich viele neue angcmeldet haben, ein treuer Begleiter sein wird. * ** Erlaubniszur Annahme eines fremden Ordens. Der Großherzog hat dem Ferdinand Freiherrn von Reitzcnstcin zu Dresden die Erlaubnis zur Annahme und zum Tragen des ihm von dem Kaiser von Japan verliehenen Verdienstordens der Ausgehenden Sonne 5. Klasse erteilt. "Ruhestandsversetzung. Tie Großherzogin hol den Kreisgeoineter Adam Keil in Dieburg und den Lehrer an der Volksschule zu Gou-Algeshcim Karl Palzer auf ihr Nachsuchen wegen geschwächter Gesundheit in den Ruhestand versetzt. ** Gießener Strafkammer. Die Sitzung Freitag, den 21. August, fällt aus. ** Die Krankenversicherung während des Krieges. Infolge des Krieges ist ein großer Teil der Familienväter aus der seitherigen Beschäftigung ausgeschieden und von denc Arbeitgeber aus der Krankenkasse abgemeldet: worden. Mit dein Austritt aus der Krankenkasse verlieren auch die Angehörigen der betr. Mitglieder etwaige seitherige Ansprüche aus ärztliche Behandlung usw., wenn sie nicht u m - gehenddie W e i l e r v e r s i ch e r u n g des zu den Waffen Einberufenen bei der Krankenkasse beantragen. Wenn auch durch das Notgesetz vom 4. August 1914 alle Mehrleistungen (dazu gehört auch die ärztliche Behandlung der Familien-« angehörigen) aufgehoben ivordcn sind, so können die Kassen auch für die Folge aus Verfügung des Vcrsichcrungsamts höhere Leistungen gewähren, wenn die Leistungsfähigkeit der betr. Kasse gesichert ist. Eskanndeshalbnichtdrin- gendgenugdaraushingewiesenwerden, daß die Weitcrversicherung umgehend bei der betr. Krankenkasse beantragt wird. Die Weitcrversicherung ist aber auch für solche Personen von besonderem Wert, die infolge Arbeits- Mangel oder Betriebseinstellung ohne Arbeit sind und die Wohltaten der Krankenversicherung auch während ihrer Arbeitslosigkeit nickt entbehren können. Die gemeinnützige Rechtsberatungsstelle des Evaugel. Arbeitervereins Gießen! ist zur unentgeltlichen Beratung und Aufklärung in den Sonntags, vormittags von 11 bis 12 Uhr, Hinter der West- Anlage 11 pari., stattsindenden Sprechstunden gern bereit. t r e n 11 t, fi »« klff, WO Oll' 8kl Ott' ff fin oc rin *u: foii otb, iorr ** Tie Ausübung der Jagd. Man schreibt uns aus fnristischrn Kreisen: ES sind hier und da Zweifel laut geworden, ob die Ausübung der Jagd in gegenwärtigen Kriegszeiten stalltest sei. Nun ist selbstverständlich in den ^andeSteilen. die den Kriegs- schauilätzen nabe liegen, die Ausübung der Jagd nur im Rahmen besonderer behördlicher Erlaubnis statthait, auch ist allgemein daraus zu ballen, dast gröbere Gcstll'chaitsjagden mit Gastrreien und dergleichen schon im Hinblick aut den Ernst der Zeit vermieden werden, im übrigen aber ist die Ausübung der Jagd nicht nur stattbatt. sondern, wie jede nirlichaitlicke Tätigkeit, erwünscht und notwendig. Der reguläre Abschust des Wildes must eriolgen, sowohl mit Rücklicht auf den sonst der Landwiiwchast erwichstndru Wildschaden wie namentlich auch im Hinblick ai» die Unentbehrlichkeit des Wildbrets tür dre Ernäbrung von Kranken und Verwundeten. Ist somit die Ausübung der Jagd vom volkSwirtichaitlichen Standpunli aus mich in gegen- märliger Zeit anqemeffcn, so ist damit gleich die Frage beanniwrlet. ob eS valsend ist, dem Bergungen der JagdauSüdung obzulicgen, den» sie bildet eben nickt nur ein iolcke? sondern eine ixrecktigte. wie j-de andere Beichäitigung wirii'chaittiä» nickt zu entbebrcndc Tätigkeit. — Dast »uiola- des vairiotiichen Sinnes un'erer Jäger das Erträgnis manches JaadtageS den KrieqSlazaretten als Liebes aabe Lberw e'en w rden wird, ist loobi zu erwarten Ter baldige Aufgang der Hühnerjagd tvird hierfür Gelegenteit bieten. ** lat m Habt und brr russische Feind Der Tarm- stäbter ..Täglich» An,einer" brachte umer der lleber'ckrin „Un- ersreulubcS au« Hessen" eine» Angriss gegen dir dri ische Regie rung. die mich i» der jetzigen Zeit den Zaren, dem dock die Haupt» schuld an dein geaeinvärtigen Kriege bei,»messen sei, in Schutz nebme. ES beißt in dem Artikel: ..TaS amtsiche Crnan der kefsischen Regierung, die „Tarmstädtcr Zeitung" bat eS ierligg-bracht. ihren Leiern wichtige Teile au? dem Weißbuch der Reil Sregierung einfach ,u iinter>ck>enbrie> des Wolincken Bureaus, de.' einen gekürzten AuSzua aus dem Weistbuck enthielt, sofort und v-enaetr-u veröffentlicht Ebenso >'ei es unwabr. das, die „Darm- städter Zeitung" seit Jahren die Weisung dabk. kein- Nackrickien über Rustlnnd und Montenegro zu veröffentlichen, die etwas Un günstiges über diese Staaten enthalten. Weaen der gegen dgS SiaatSministerium erhabenen Vorwittie sollen gericktlichc Schritte eeien den „Täglichen Anzeiger" eingeleitet werden. " Zweckmäßiger Kleingartenban. Im Hinblick aus die Notwendigkeit einer »weckmästigen Bermestrung der Badener,eugnisse sei hingewiesen mis die von dem Hessischen Zcn- tralverein für Errichtung billiger Wohnungen herauigegebene Tchrjst „Der zweckmäßige Kleingarten", versastt non KreiSobstbau-Jnivektor Mazarin in WormS. In kurzer und keichtverständlicker Weise behandelt die Schrift alle einsch'äaigen Fragen. betr Dadenbcorbeitnng. Düngung, Bepflanzung. Obstbai- ck-temüteteu. Zücktung von Beerenobst. AuSiaat Besonders wertvoll erscheinen gerade in der jetzigen Zeit die DgrsteUiengan über rationelle Ausnutzung eines Beetes mit genauen Angaben darüber, wie die Bepilanzung in der gegenwärtigen und in sväiercr JabreSzeit in »weckmästiqer Deist zu rrsolgen hat Die Sckirift kmin van genannten! Berein in Darmstadt, Dilhclininenstraste 3, unentgeltlich bezogen werden. " Zur Nachahmung empfohlen! In welch ovier seendiger Weise sich in der heutigen schweren Zeit der Einzelne seiner bedürstigen Mitmenichen aunimmt. ohne dabei mit seinem Namen in der Oefieirtlichkrit zu qkänzrn, benwist wiederum folgender Fall. Mehrere — jedenfalls befsergeslellte — Mitglieder des Konsumvereins Gießen und Umgegend verlangten in einigen BerteilungSstellen Brotmarken zu kaufen zur Estatis- abaabe an bedürftige Jamilien von eingezogenen und arbeitslos gewordenen Arbeitern. Obwohl der Konsumverein bisher Brotmarke» nicht geführt hat. hat her Bnrstand des Vereins doch ioiort Vor orge getroffen, dast solchem Verlangen entviochen werde» kann, und können von jetzt ab alle diejenigen bessergestellten KoniumvercinSmitalieder, die bereit sind, dem oben erwähnten Beispiel z» iolgen, jederzeit Brotmarken zu diesem Zwecke im Buren» deS KoniumvcreinS, Schanzcnstrastc 16. erballen •• Fstrlorqe I st r die A » a e ll e l l t e i>. T ii fflrma tz. Schall lta edt, «st. m. b k>. hier, bat, wie »nS bericklel wird, »ach dem Vor^il» anderer indultriellcr U»>erii»h,n»»geii belchloslen. den Jginilien ihrer z» de» Fahnen einberuienen ve>heiratete» Be- amten, auck wenn letztere lckon »nmillelbar »gch der Mobil- iiialiiing einqerückt sind, das Gehalt lür den Monnt A»qu0 voll giisziibezahle», während von, l September ab bis a„l weiteres die Hallte de« bisherigen Gehaltes zur AuSzahlunq aelangt. Die Fra» jedes ins Feld gezogenen verheiratete!' Arbeiters erhält bis an- weiteres wöchentlich Mk. 4,60 und jedes Kind unter 15 Jahren wöchentlich Mk. 1,50. " D i e Lage deS A rb e i ts m a r kt es in Hessen im Juli 1914. In der Metallindustrie nahm nach dem Bericht deS Städt. Arbeitsamtes in Frankiurt a. M. die Zahl der besetzten Stellen gegen den Bormonat etwas ab und die Zahl der Arl-eitslostn etwas zu. Gegen den gleichen Monat im Vorjahre war eine Besserung zu verzeichnen. In Mainz war die Nachstage nach Fabrikipenglern und Elekstoinstallateuren lebtest Im Sattler- und Tapeziergewcrbc war in Frankfurt a. M. die Nackirage zufriedenstellend: alle oistnen Stellen wurden besetzt, und alle Bewerter konnten Arbeit rinden. Bei den Sattlern war die Arbeit: qeleaeiibeit nicht so reichlich, verlangt wurden besonders Leute für Estichirr- und Kaqcnarbeit. An Frankiurt a. M. dielt die schleckte Arbeitsgelegenheit lür Tapezierer iast den ganzen Monat an: erst gegen Ende deS MonatS setzte eine kleine B'lserung ein In Mainz war bei den Tapezierern soniolil das Angebot wie die Nackirage geringer In der Industrie der Holz - und Schnitz st osse war in Franknirt a. M. bei den Sckreinern gegen den Vormonat ein Fortgang in der BcriiiiltliingStätiqkeil zu verzeichnen. Auch die Zahl der Arbeitsuchenden batte sich weiter verringert ES tourten Banichreiner und Anschläger soivie Leute für Kundschait-S- und kleine Reparaturarbeiten und teilweise für Neubauten verlangt. Für Möbelschreiner und Schreiner für besseren Innenausbau uwr gar keine Nachirage vorhanden. Auch der Deutsche volxirteitervertend in Frankfurt a M. teilt ms», dast der Ge- schäitS-gang im BericktSmonat als gut bezeichnet werden könne, die Zod! der o'senrn Stellen erreichte die deS gleichen MonalS im Boriabre. während die Zahl der Arbeitslosen beträchtlich siel. Eine giöscre Anzahl Zngerciuer konnte untcrgebrackt werden. In Mainz war große Nachträge nach Bau» und Möbelichreinern für land Itdx Betriebe In der Wrinküstrei war die Ge'chästslaqc schlecht. In der Tabakinduftrie setzte nach dein Bericht deS Deutschen Tabakarbeiiervcrbande», Sitz Frankfurt a. M., gegen Ende des Monats eine grösterc Arbeitslosigkeit ein. Im BcklcidungS- ? >ewerbe war in Frankfurt a. M. die Beichästigungsgelegenbeit owobl bei de» Schneidern wie bei den Schuhmachern durchweg beiier als im Bormoizal: das Eieickäst ilaute zivar durch die Schulferien etwas al'. doch konnten eine beträchtliche Anzahl Stellen mehr besetzt werden als im gleichen Monat deS Vorjabres. In Main, war starke Nachfrage nach Schuhmachern. Tie Nachstaqe nach Schneidern war gleich die des Vormonat», sie betrug clwa ein Drittel de» Angebots, konnte aber dennoch nur schwer gedeckt werden. weil die arbeitslosen Eroststückarbeiter die lür die z«einstück- arbeiter osicnen Stellen nicht annebmen wollten und auf Umsonnen nur wenize geübt waren. Im Baugewerbe war nach dem Bericht de» Ltädt. Arbeitsamtes in Frankfurt a. M die allgemeine Lage gegen den Vormonat etwas günstiger. Besonder» lebhait war die Nachirage für Maler, Weistbindcr und Tachdcckcr: bei den übrigen Berufen wie Maurer, Zimmerer, Ajphalreure uiw. war da» Angebot an osjenen Stellen und Rachstage normal. In Kassel war im Baugewerbe der Geschäitsgang schleppend. In Mainz mutzten die für Zimmerer gemeldeten Stellen säst sämtlich mit Zugereisten besetzt weroen. Für die gegen den Vormonat in erholter Zahl vorgeinerkten Maler und Tüncher fehlte es an genügender ArbeitSgeiegenbeit. Im Graphischen Gewerbe wird nach dein Bericht deS Deutschen Buchdrucker-Verbandes in Frankfurt a. M. die Lage des ArdeitSmarktes als sehr schlecht bezeichnet: eS weiden nur ganz vereinzelt Gchilstn eingestellt, dagegen nimmt die Zod! der Arbeitslosen songcsetzt zu. ES verblieben am Monatsschtust ICIö Arbeitslose gegen 13ö i. V Durck die Mobilmachung wurden einzelne Geschäite sofort geschlossen. Der Deurichl' Buckdrucker-Brrband in Kasiel bezeicknetc die Lage des ArbeiteinarkteS als trviUos. Einige Firmen haben ben Betrieb bereits stillgclegt und andere werden noch folgen, Jim G a st - wirtgcwerbc war in Frankfurt a. M. die Vermittlung iür AuSbilsen infolge der imgünstigen Wiitrrung schlecht. In Kassel waren die VermittlungSergebniss« bcstiedigend Im TranS- vortgewerbe sowie für Erdarbeiter war nach dem ^stricht des Stadt. Arbeitsamtes in Frankfurt a, M. die Arbeit« Marktlage im BericktSmonat beiier als im Vormonat und besser als im gleichen Monat des Voriabres. Hingegen war die Verniittlung für Fabrikarbeiter kaum nennensiostt. Die Nachstage nach älteren Ausläufern und Packer» sowie Lagerarbeitern war sehr gering. Die Nachirage nach jugendlichen Arbeitskräften war zuiriedenstellrird. Es herrschte Mangel an geeigneten Hausburschen. In Mainz war lür ungelernte Arbeiter insbesondere in den Zementsabrrken ArbertS- qelcgenbcit In der landwirtschaftlichen Abteilung de» Städt Arbeitsamtes in Frankfurt a. M. war im BerichtS- nwnar die Vermittlung gröstrr als im gleichen Monat des Vorjahres, insbesondere war starke Nachstage nach Knechten und ständigen Arbeitern. In Kassel war zur AuSführiiiig von Erntearbeitern große Nachfrage nach landwirtichasllichen Kstiechlen, während Taglöbner weniger verlangt wnrd,m. In Mainz verlangte wird erhielt die Landwimckast eine gegen den Vormonat erheblich gesteigerte Zahl von ArdcitSstisten. Landkeri^ Kirsten. -I Wtfinl’trq, 19. Ang Ein schwerer llnsall trug stch beim Frucklniälie» z». Ter Lob» de» Landwirts Oueckbörner kain vor da» Meüer der Mäbniaschine: da? Bein wurde ibin Über dem Knöchel bis t» den Knocken durchschnitten. Ter Pater brachte dar Kind in die Klinik »ach ckjesten. Lauterbach, 19. Aug. Ruck hier soll ein Lazarett errickt-t werden, und zwar in der während de» Krieges stille stehenden D a m e n hn l io b r i k von Feik. die große Helle Räume enthält nnd eine ruhige Lage hinter der Realschule Hai. idl A u S dem K c e i s e L a u t e r ba ch Dir Erntearbeiten nehmen eimn slotien Fortgang. Die Bauersleute brlsen sich gegen »eilig io bereitwilli , und iind so unermüdlich sleistig, dast sremdc Hilke nicht nötig ist. znmal da» gute Detter, das Gott beschert hat, die Arbeiten sehr fördert. KreiS Tchoktc«. tz HartmannSbain, 19. Aug. Ein reckt bewegte» Leben hat fick seit weniqen Taqen aus bieii'trm Bahnhöfe durch Heu- verladen entwickelt. Die B-nvvbner hiesiger Gegend und der nahe- gelegenen Orte au» preußischem Gebiete kommen täglich mit großen Fuhren Heu angeiabren. um dasselbe hier zu verladen. ES werden im D-,vchschnitt am Tage b— fi Waggon» verlaben Händler, ioelckv das Heu für dos Proviantamt Hanau auskaufen, zahlen für den Zentner Mk. 2,40—2.99 bestes Wstfenheu. KreiS Frikdbera. lßl Dad-Nn u li eim. 19. Aug Mit Rücklicht auf die anwesenden Russen in Bot^Nauheim wurde gestern ein Erttablatt der ..Bad N a u b e i e r Zcitun g", da» au» der ..Norddeutschen Allgemeinen Zeitung" die Notiz brachte, die deutsche Regierung habe erneut Derliandliinqen mit Belgien angeknüpst, um dessen Neutralität herbeilusübren, durch die Polizeibehörde beschlagnadutt. Starkrilünrg u»L stihrinliessrn. rm. Darmstadt, 20 Aug. Der erste Berwundeten- t r a n S p o r t ist heute nachtt hier eingetroffcn. ES sind etwa 90 teil» sckitoer, teil» leicht Verwnndetc verschiedener Regimenter, die um» Teil von der belgischen, teils von der stanzösischen Estckiz« kamen und meist in dem in der Trchuiichen Hochschule eingerichteten Lazarett untergebracku wurden. — Um den Preistreibereien der Großhändler aus dem Wockwnmarkt entgegen,uarbeiten. hat da» Polizeiam! angeordnet. dast von jetzt ab das Aufkäufen von Gegenständen de» Lockenmarktverkehrs zwecks Wiederverkaufs erst von 9 Mir ab zugelaisen wird Tie Markt,eit bleibt im übrigen aus vormittag» 6 bi» abends 5 Uhr bestehen Dir ausgestellten Gegenstände dürfen nicht zum Schern dostehrn, sonder» jedeni ikäuser must aus Verlangen der Preis angegeben und die Ware gegen Zahlung deS Kaufpreises überlassen n>erden Htsseii-Rassau Frankfurt a. M., 19. Aug. Eirostc Bageisterimg herrschte in den Reihen der Nordamerikaner, die ieitber im Gebiete de» deutsckxn Reiche» als Gäste geweilt und heute gegen 1.15 Uhr nachm, aus dem Lauptbahnhok in Frankfurta.M. auS dem Norden und bilden sowie au» den umliegenden Badeorten cintraien, um gegen 2 Uhr mit Sondeezug stiber ttöln nach Rotter- dain weuer zu fahren und von da die Reise über den Ozean m die Heimat anzutreten. Der rünlzehn Wagen starke Zug ivar völlig besetzt und zwar nur von i'olcknm nordamerikanischen Gästen, deren Her; hockuiehoben war von Stolz und Freude über das deutsche Heer und seine Feldlwrrn. die die Franzosen und Moskowiter bereits in namhaften G'strhlen überwunden durch deutsche .Erait und deulichc Hiebe. AS der Souderzug auf Statton Höchst a. M. hielt, wurde unseren amerikanischen Freunden eine Ueberraschung zuteil. Damen vom „Roten Stirn," überreichten ihnen rote und weiße Nelken. Hocherfreut nahm man die duftenden AbschicdSgrüst« in Empfang und legten reich- litte Spenden für da» „Rote Stirn," in die zarten Da men- bände, die mit der Zeit sich als viel zu klein erwiesen, um die Ningendrn Münzen z» fassen. Bevor der Zug sich in Bewegung setzte, richtete ein alter Herr auS New Bork folgende schlichte Worte in gebrochenem Deutsch an die Anwesenden: „Adio Ihr gute Teut- itten! Nur En chder Sieg! Nieder mit allen Euren Feinden, auck nieder mit Japan!" Tie Sette lösten tiefe Ergriffenheit au» Ein Pfin. — Der Sonderzug setzte sich in Bewegung und verliest unter lüchenckwenkeii, Hockruien und den Rusen aus Wiedersehen die alte Halle de« Badirdos» Höchst a M. und dampfte mit den Freunden des deutschen Volke» dem Rhein zu. Eingesandt. Gießen, 18. Aug. Btkämvinnst der krimintiltn Pagabunöagr. Während unsere Truppen im Felde stehen, beginnt soeziell an den großen Vcrkcbrsstrastcn, wie wir sie z. B in Gießen in dem Ttratzcnzug von Frankiurt nach Kassel baden, da» Vagabundentum sich bemerkbar zu machen. Auch sollen in den letzten Tagen mebrere Diebstäble erfolgt sein. Gerade in KrregSzeuen muß im Jntcrrssc der arbeitenden BevöUerrmg, die vom besten Sillen veiccti in, \huucu ....... ytmicn Werk oer LandeS-Verieidigunq mitzudctieii, gegen kriminelle Arbeitsscheue, die sich die allgemeine Loge zu Nutze machen, energisch vorgegangen iocrden. Datei ist zwischen unverschuldeter Arbeitslosigkeit und krimineller Vagabundage ein scharfer Unterschied zu machen. Der Eim'ender lwtte in den Tagen seit der Mol'ilmachung mehriack Gelegenbeii. solche vagierende Faulenzer zu beobachten und hält speziell sür Gießen folgende Maßnabmen für nötig: 1. Rasche Verlegung de» P o l i z e i a in t e s Gießen oder eine, Abteilung davon in die frühere Ohren klinik an dem Eisenbahn- Übergang in der Frankfurter Straße, um die Franksurtei Straße al» Hauptpaisagc dieser Personen leichter unter Wache teilen zu können 2. Fall» die» rechtlich möglich ist. ein Zwang für alle Wandern, sich in dem Arbeitsvermittlungsamt der Stadt zu melden mit eventueller Bescheinigung hierüber. Festnahme der Landstreicher, die sich dieser Llufsicht zu entziehen (ncten, und Heranziehung zu gomciiiiiützigen Arbeiten nuterpolizeiLckzerAussicht. 3. Vermehrung der polizeilichen Aussichtsbeaiiiten, durch T r c i • willige Hilter, die beionderS zu kennzeichnen und ,n i i AuSweiS zu versehen nstiren, so daß sie im Noffall polizeilich« Funktionen auSüten können. Sieter werden sich nnter den auS irgend loelten Gründen nicht zum Militär AuSgebobenen eine ganze Reite finden, die zu einer >nieten frcinnlligen Polizei-Hilfe bereit wären Wir lxiten in den Tagen te-r Mobilmachung gesehen, wie sehr sich die sofortige Einslellimg von älteren Leuten alS Wachtposten an Brücken und Eiirntehnüdergän-vm bewädri bat. Das gleiche Verfahren könnte auch der besonders in striegSzetten listigen Plage deS kriminellen LondstreickiernimS geg>müter von Ltutzeii sein. ^ Dabei denke ich nicht nnr an eine Aussickst bei Tage, ionder» auch bei Nackt, besonder» in den periptewisckien Teilen der Stadt. Frrner matten eine Reite' von Erfabrnngeil die Ausdehnung des Vorschlages Nr. 3 aus die Organisation der Gendarmerie in der Umgebung von Gießen iröiig. lim Aeusterung zu diesem Vorschläge wird gebeten. WetteranSsichlen in Hessen am Jreitag, den Ll. Aug. 1914: Meist heiler nnd trocken, dock Geivilterneiguna. Letzte Nachrichten. Deutsche Siege. Berlin. '20. Aug. Unsert Tnirwrn eroberten Tir- ltmont. eine Feldbaitrrie. eine schlurre Batlerir nnd eint Fahne und machten '>00 tsirfangenr Unsere Kavallerie nalim dem Feinde bei Perwez zwei Geschüße und zwei Maschinengewelirc ab. Ein crsolgicichcs Seegefecht ;wcicr deutscher Kreuzer. B e r l i n . 20. Aug. Die beiden kleinen Kreuzer „Tkrast bürg" und „Stralsund" haben in den lebten Tagen einen Vorstoß nach der südlichen dlordsee auSgrsnhrt. Hier bei sichtete die „Skraßburg" nnnieit der englischrn »üfte zwei feindliche Unterseeboote, von denen sie eins auf große Entfernung mit wrnigen Schüssen zum Sinken brachte. „Stralsund" kam in rin Feuergefecht mit »irhrerrn TorpedoboolSztrjtörtrn auf größere Enlfcrnnngen. Zwei Zer st ö rer erlitten Brichädigungen. Br» dieser Gelegenheit konnte ebenso, wie bei der Erkundigungsfahrt eines Luftschiffes bis zuin Skageragg erneut feftgestettt werden. daß die deutsche Küste und ihre iKewässcr frei von Feinden sind und die neutrale Schiffahrt unbehindert passicrrv kann. Ein Telegramm des lOouvcrncurS von Kiautschau. Berlin, 20. Aaiggtst. An amtlicher Stelle ist folgendes Telegramm ans Kiautschau eingelanfen: Ich bestätige die Mitteilung von dem japanischen Ultimatum. Emstehe fiir Pslichtcrjüllungbis aufs äußerste Gmrvernenr. Die japanische Unotrschümtheit. Berlin, 20. Aug. Zu dem japanischen Ulti- matum an Deutschland ä.ißcrn die Blätter übereinstimmend, daß englischer Geist au» dem einfach mwer-- schämten Ulttmalum spreche. Der „Vorwärts" bezeick^ net die jopanisc!»en Forderungen als erpresserisch. Dir ..Neuesten Nachrichten" sagen: England führe die sarbige» iXassen gegen Europa teran. Ii» der „V o s s i s ch e n Zeitung" schreibt Beinl>ordt: „Nicht ausgeschlossen ist es, daß durch das japanische Vorgehen der Krieg, der berrits Europa in Flammen gesetzt hat, imnmehr auch die ganze übrige Welt hell auslodern läßt. In dem Ultimattim ist kla» und deutlich ausgesprochen, daß im Umkreise des Stillen Ozeans allein Jaz«n und England herrschen wollen. Es scheint uns sehr wichtig sür Amerika. Die Bereinigten Staate» von Nordamerika liaben jetzt die Wahl." Tie „Kreuzzeitung" sagt: „Wir täusck»en unS nicht bar- über hinweg, da,; uns Japans Vorgehen schwere Opfer kosten wird. Aber sie erschüttern uns nicht. Wir sind bereit, sie zu den anderen auf unsere Schultern zu nehmen." Deutsche Frachtdrimpftr brschlagnnhmt. i. Köln. 20. Aug. Die „Köln. Ztg." meldet aus Berlin: Die in Ehristiania erjcheincnde Handels-,md Secfahrtzeitung berichtet, daß der Frackstdampser „Eidsoold" auS Berge» voi, Ärchangel in Tromsoe eingctroffe» sei. Das Sckfiss berichtet die Russen hätten in Ärchangel 1 4 deutsche Fracht- schisse beschlagnahmt und ihre Besatzung an Land gebrackst. 4 deutsck)e Frachtschifte tourden im Eingang deS Hafens von Ärchangel in den Grund gebohrt. Ter deutsche Dampfer „Helene" >>at vor dem Kriegsausbruch Arcluingel mit einer für Schottland bestinimlen »»etreideladnng vcr- lassen. Der Kapitän hat anscheinend unterwegs die .siriegs- erklärung Englands erfalpen, denn er lief nicht in dem Bestimmungshasen, sondern in dem nonvegisckien Hafen Stavanaer ein, wo er die Ladung 24 00t) Tonnen Welzen und 8000 Tonnen Hafer nach Ehristiania verkauft. Aus Holland. Haag. 20. August. Ter französischeGesandte ist nach Paris abgereist. Allize, welcher bis jetzt fron- zösijchcr Gesandter in München war. ist mit der Geschäfts- führung der Gesandtschaft beaustragt worden. Amtlicher Teil. Betr.: Naturwissenschaftlicher Fvrtbildunqskursus und Turn lurws im Herbst 1914. An die Schulvorstände des Kreises. Die obrnbezeichneien Kurse finden des Krieges wegen nicht statt Giesten, den 18. August 1914. Grostherzoglüte Kreisichulkommrssion Giesten. I. V.: W e t tf er. Bekanntmachung. Bete: Pserdeausbebung im Bezirk b»mgen. Wir bnngen zur Krirnmis der Jntrressentrn. daß dir Gelder sür im AuShebungSbezirk Hungen auSgetebeuc Pferde sämtlich bei Grosth Bezirkskasse II dahier. Micestraste ll, zur Auszahlung ge< langen und daselbst im Lause dieser Woche an jedem Tage erteten werden können. Giesten, den 19. August 1914. Großherzogliches KreiSmnt Gieß«. OK: Hemm erde. Neu eingetroffen! Schulstr. 10 Braune und schwarze 1,298 • Militär-Schnür- u. -Schaftstiefel sowie braune und schwarze Gamaschen L. Bernhardt, Schuhmachermstr. Telephon 435 Wi rtsch afts - Eröffn u ng. Einem verehrlichen Publikum von Gießen und Umgegend hierdurch die ergebene Mitteilung, daß ich am Donnerstag, den 20. August, die von mir gepachtete Wirtschaft Ost-Anlage 19 Zum Justizpalast u 99 (neben dem Gerichtsgebäude) eröffne. Es wird mein eifrigstes Bestreben sein, meine verehrlichen Gäste durch Verabreichung von nur prima Speisen und Getränken bestens und reell zu bedienen. Zum Ausschank gelangt das beliebte Ihrings-Bier. Indem ich um geneigten Zuspruch bitte, zeichne hochachtungsvoll Wilhelm Schmid. Bekam Gemäß dem NeichSgesetze vom 5. August ds. Js. ist in Gießen für den Geschäftsbezirk der Neichsbankstellc zu Gießen eine Tnrlchnskafse errichtet worden, welche ihre Tätigkeit am 5. August VS. Js. aufnimmt. Die Geschäftsräume der Darlehnskasse sind mit denjenigen der vorgenannten Reichsbankanstalt vereinigt. Die Gcschästsstundcn sind auf die Zeit von 9 bis 12 Uhr vormittags festgesetzt. Der Vorstand der Darlehnskasse besteht aus den Unterzeichneten, von denen der an zweiter Stelle Genannte als Reichsbcvollmäch- tigter fungiert. Gießen, den 5. August 1914. 9070V Irr ÜSd'i'jkiiä der IsckWkO z» ®iejjen. hofmaim. Großh. Oberstaatsanwalt. nHHäaHBHHnHGEB Müller, Kaiser!. Bankdirektor. J aus der Fabrik von Mey & Edlich in L-Plagwitz — jeder anderen Wäsche vorzuziehen. — einmaliger Versuch führt zu dauernder Ver- Sendung. - Nur wenige Pf ennige jedes Stück, gj Vorrätig in Gießen bei: Willi. Kiee. Marktstr. 2; IMi. Liidckinj;, Selters- weR 5; Ernst Italner, Müusburgll i.lniiiinlloon, Bahnhofstr. 41: Gießen. Verlagsdruckerei Al I>1 n Klei ii Selterswcg83; I, I» ItingclK Ottmar Köhlers Nachfolger, | Schreibm.; K.Diefenbach S Klinikstr.22; in Itntr.hach K [bei A. Welckhardt, sowie in allen durch Plakate @ [kenntlich gemachten Verkaufsstellen. :iS 471 )e< 1EW~~ dvts sich vor Sacbahmiingcn mit ähnlichen Eti- | ketten nnd Verpackenden, sonie^densclbon Benennungen, A. FrHr. von Zungenfeld. Rentner. Adolf Noll. Kommerzienrat. LS HochHerrschastl, 1. Stock, mit allem Komfort. Zeniralbelz.. in rii&iner Vage tiitb Nahe der Universität ver 1. Oktoll. z» vermieten. tv08 Nähere? in der Geschäfts- stelle des Gieb Ilnzeigers. B Zimmer teoiierstraäc 14 ftiibithe ö.'t im.-Wobunng nebst Zubehör, Garicnanteil re. zum 1. Oktober s:t vermieieu. I*® 1 Näheres Hoimannstr. 14. Uiob Etl- E ! sssiaj i i'f* 4 Zimmer j Ächtun|! Verkaufe Freitag sriih von 8 Uhr ab Bahuhosstr. 23 neben Kaushaus Berdux eine grobe Sendung frisch gepflückter (VÜUUftrfigUl'fcU zu sehr billig. Preisen. Mache besonders darauf ausmerksam, dah es nur hiesige und keine Ueberrheinischc, durch Transport gelittcne Warc ist. Daher billiger wie jede sreivde Konkurrenz. Wicder-Verk äuscr Extra-Preise. !«.«! Fr. Hub». (^rmnmetftras Verftcigcrnng. Donnerstag. 27. I. MtS.. vormittags »'/-Nbr. wird das tllruiiuiietgras von den siSkaliichcn Wiesen in den Gemarkungen Gnrbcntcich, tzciftgestern. Schiffe» bcra und Wallenborn, das Gras vo» Schneisen, P,'ab- piatlen und den (Lisieickien in den Forüwartcicn Baum garte» und Lcihgcitcr» in der Wirtichait des Georg Sommer 71. zu Wallenborn veriieigerl. Weitere Auo- kunfl erteilt der Groüb. Forflivari MengeS zu ForstbauS Baumaartcn. Gieben. 20. August 1914. 9297 B Grobberzogtichc Obcrsärsterei Schisscnbcrg. T r a u t w e i n. i>ii 4 - Ziinuietwoiiunug sär bald oder später zu vermieten. Näheres Walltorstrabc 75. Srbulstrabe II, Stadtvost fleräum. 4-Zim. Wobnnng ini Dachstock ver 1. Oktober zu vermieten. Näh Hofmaan- s trade M ob. b. luasssar E ratz, Schulstrabe 11. • 8092 Tchvnc 4 Zimmer Wobn. iowri vreisw. zu vermieten. Walltorllrabc .12, 9290 3 Zimmer tHiitii 3 ;iuti. m. au. Mob. ios. zu verm. tziidwiattraffc 4«. 9 Zim-Wobn. im Hinicrb. ver sof. od. später zu ver»,. 00228 VudwigSVIall 4. All jktzjgkii Aiichnt empsehle in Ia. O-ualilät: Svinat. Feldsalat, Wintcr- lalat. Kovffalat, Karotten. Rettich. Wcibkrant, Wirsing, Hcrbstrübeti, Sens, Sommcrriibcn »iw. Hemr. Karin. Zamenüsnärnng \ea«itadt 8 Telephon 103 2 Zimmer LWi»cr,Kilüicli.. 1 iibcii. zu vermieten. 19298s Näheres _ Marktplatz 17. Verschiedene Kleine Wohnung zu verm. Rittcrgassc 2.9. 06212 Suche 2 g. möbl. Zimmer, Wohn>u. Schlasz. m. 2 Betten. evtl. m. Mittags!, i. bess. Hause.Schr. Ang. u. ». Weller a. d. Geschäfts». d. G. Anz. erb. 06215 Für zwei Damen geschützte, ioniiiac Wobnuva gejucht i. d. Nähe d. Nahrniigsberges. 3 bis 4 Zimmer tnit Bad u. Zubehör. Osscrt. mit Preis erbet, an $>. Beck im Giebener Anzeiger. 19300 time fdiäne 2Zimmcr- Wobnniig von kinderlosem Beamten bis 15. Sevt. oder 1. Okt. gcs. HLWZlsIrass» ZS. txeio Wut möbl. Zim. in antem Hanse zu mieten acs. Schristl. i'lngcbole an BlsmareknSr. 8 iHnnsmeistcri. s 06229 Tüchtiges, durchaus zuverl. Mädchen welches alle Hausarbeit versteht, gleich od. später gesucht. Fean Jacob Maternus, Klinikstra b e 22. _ |!fcH5 Braves solides Mädchen, welche« zu Hause schiajen kan», sofort oder später grs. Eravhtarler 8tr. « I. 106216 Verkaufe (sine fnil neue BnchSflinle billigst abzugeben, stiüdcres zu ersabren bei 8. Oosriaer, Forstgarten b. Gieben. wemeekkitsser, alle Grüben, billig zu verlausen. [06214 Lichcr Ttrnbe 9. Kartoffeln (Pauls gnli> z» verkaufen. 06213 Licker Straffe 9. Rsliiitii- unD Mrstrsh zu verkaufen. 9299 Birkenitork & Schneider. Koch- a. EBbirnna Psd. lOPsa. Nord Anlage 19. 06Ä4 rrllhrplol «vorz. Taiclüvielt u. Rcineklaudcii b. S. gevfl. z. verk. EroSÄorlcr Str. 5 p. 06226 Wir kaufen Hafer für Militärlicscrnngcn zu höchsten Preisen und kann derselbe fortgesetzt angcttei. werden bei 9076 Rär & Wetlerhahn, Wichen, Licbinstraffc 3. An der Krankenpflegerinnen- idiulc der Universtiät Mar> bürg beginnt am I. September d. Js. ein neuer Unterrichtskurs. Nähere Bestimmungen sind zu erhalten durch die Direktion der medizinischen Klinik. Marburg a. ü. 9189V fiüufmflnn, Ä iffiü stille siebt, s. Beschästigung. KarlMalkomrsius, Kaiser- Allcc 14. >9253 Sudie ntsMaschinensübrer bei Dreschinaichine ais- bald Bcichäsiigung. I0G217 illädercs Löbcritrahc 7 v. Ein duräiauS zuveri. Piann, gei. Maurer, Familienvater ohne Arbeit sucht (06227 Schlohgassc 15 H. I. rMt.Pkrklliistrill L',?Lg. H>Ucbrandstrahc2I!I. FnngeS Mädchen sucht Stelle als Stütze. Beding. Familicn-Anschl. Schr. Ang. erb. ». Wilholaislr. 3 p. Fllng. u. ältere Mädch. s. St. Sovbic Tülser, gewerbs- mäbige Srellcnverntittlerin, Neustadt 5«. ,0823V 1100(0 Donnerataa von 2 Uhr ab a. mar,»» Freitag aan S Uhr Ms 7 Uhr ahenti findet im Feleenkellep billiger Verkant von (06211 statt. IvOStck. 1.50^2.«etzte Sendung, m. Seih, Blhll». Morgen Freitag trifft eine Sendung frische, auöerlelenc >06223 ein. i. SelmeerUek.Kahnhekztr. Jieoe iceannde, »nie Kartoffeln! und Zwiebeln billigst bei Aug. Wallenfels Kelanlalwarea a. Delikatessen Marktplatz 17. Tel. 2S2. 3110] Hnuivänc Mk. 2,75, trockenes, kleingcmachteS Eichenbolz Mk. 3.25 per Karren frei HauS. Ful.WrUböicr, Tcleph.7«. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme, sowie für die zahlreichen Blumen» spenden bei dem Hinschcidcn unseres geliebten Sohnes, Bruders und Enkels sagen wir ans diesem Wege allen unfern auftichtigsten Dank. Familien Lotz und Pfeiff. Wieseck, den 20. August 1914. <, m Durch die glückliche Geburt eines gesunden Sohnes wurden erfreut Oberlehrer L. Barth und Frau Ida geb. Christ Giessen, den ly. August 1914 06221 ___ J Anträge für Lebensversicherungen werden noch entgegengenommen durch L A« Fröhlich, General-Agent Glessen, Nord-Anlage 31. Telephon 244. FürMilitärbedarf empfehle: Hemden Hosen Hautjaeken Walkjaeken Westen Leibbinden Kniewärmer Pulswärmer Strümpfe Soeken Fussehlupfer Fusslappen Hosenträger Paten thosenknöpfe Ohrensehützer Sehneemützen usw. Taschentücher ferner empfehle; Bettücher Bettkolter in allen Preislagen für Pflegerinnen u. Schwestern weisse Schürzen mit langen und halben Aermeln für die Strickerei Strickwolle (deutsche Marken) von 50 Pf. bis M. 1.40 p. 10 Lot 9296a Jede Plätianstalt | braucht eine PaUntplAttmascbino von dor FöntorWTUcherri-HasehiDeiilabrik Rmscli 6 flammer | 75008t. Im Betriebe. Forst LL 163 Offerte kostenlos. Einmachfäsfer Einmachftänder empf. äuberst billig Küserei Pb. Sommcrkoru, Bleich- ftzahcIO. 9184 Prima [9250 Speifekartoffeln einvsieblt zu den billigäeu Tagespreisen Kartoffel- Handlung H. Trecholer, Sicinffr. 48. Tel. 581. Die für nächsten Sonntag vorgesehene Uravelette-feier (Ull nisstJn lehUbcr aas. 9295 D] Iler Voratand.