Lr. *92 Zweiter Watt *64- Zahrgaug Erscheini täglich mit Ausnahme des Sonntag;. Die „Kietzener LamilienblStter" werden dem .Anzeiger' viermal wöchentlich beigelegt, das „tlreiLblol! für den Kreis Sietzeu" zweimal wöchentlich. Die „candwittschastllchen Sett- fragen" erscheinen monatlich zweimal. Gietzener Anzeiger General-Anzeiger Kr Oberhejsen vienstag, *8. August *9*4 Rotationsdruck und Verlag der Br üblichen Universums»Buch- und Steindruckertt. R. Lange, Gießen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul» straße 7. Expedition und Verlag: e®51. Rcdaktion:«^112. Tel.-?lür.:AnzcigcrGicßen. wo Oesterreich schlägt. Nun hoben die österreichischen Truppen den Vormarsch -ins serbische Land begonnen, und sie haben ^machst senen NvrdrvestNpsel des Lcntdes in ihren Besitz gebracht, der von der Save im Nvtt>en und der Drina im Westen vrngesabt äst Biebsach gewunden ist der L-ruf der Save, die der Schiff» fahrt durch Untiefen und weite Riedsrrecken so manches Lnudernix. entgegensetzt, die Drina aber, die in Lied und Sprrchworr viel berufene, ist ein träge strömender Fluß, der sich in einem etwa 500 Meter breiten, malerischen Telia in die Save ergießt. Die Stromrinne am serbischen User ist dort nur schmal und sie wird von einem von Menschenhand nicht berührten Urdirkicht von Weiden, Erlen. Eichen und Unter» Hotz aller Art begleitet. Dieser Nordwestzipsel des serbischen Landes ist ein Zentrum des bekannter Pflaimrenhandels; .aber es ist Mgjleich ein geschichtlicher Schaupkrtz. eine alte Äaakpfstätlc. aus der sich schon seit Jahrhunderten blutige au»d entscheidvngsvolle Kriege um den Besitz des Landes «rtsponnen haben. Und besonders ist Sch ab atz, das die österreichischen Truppen jetzt bereits in ihre Land bekommen Hader, von jeher ein geschichtlich und militärisch rviichtiger Mstch gewesen. Schadatz ist ein etwa 10000 Seelen zählender Ort an ider Save, der recht freundlich ist und in neuerer Zeit einen ndhi unerheblichen Aufschwung genommen hat. Dieser Aufschwung prägt sich auch in der Erscheinung der Städr aus, die eine Anzahl ansehnlicher öffentlicher Wcbäube, und in der Peter- und Paul »irche ein Gotteshaus anfweist, daß, wenn auch künstlerisch nicht einwaichsrei. so doch für eine Stadt Venn Range von Schabatz ungewöhnlich stattlich ist. Wohlstand und Bedeutung der Stadt beruhen auf ihrem Pflaumeund Fruchthandel; die militärische Bedeutung dieses Punktes aber hatte schon der kundige Blick der alten Römer bemerkt, die Iper eine Festung angelegt haben. Auf dem Grundrisse des römischen Werkes erhob sich dann später die türkische Zitadelle von Schabatz. die ein gesondertes' Christen - und ein Moslem-Viertel beherrschte. Diese Feste hat Sultan BLahmud im Jahre 1471 gebaut, nachdem er die Stadt in seine Gewalt gebracht hatte, freilich ist die türkische Herrschaft iiber den ivühtigen serbischen Gren-zort seit damals innner wieder bestritten worden. 1476 hat der tapfere Ungarnkönig Matthias durch eine „trefslich große Bestürmung" Schabatz in seine Hand gebracht. 1521 miride die Stadl dam: dauernd türkisch, aber 169.', nmrdc sie bereits wieder durch den Grafen ibuido Starhembcrg beÄvungen, auch 1717 und 1737 haben die österreichischen Truppen, .zum Teil mit Erfolg, um Schabatz gestritten und so ist die Stadt unausgesetzt ein Kampfobsekt zwischen Türken und Oesterreichern gewesen. Im Jahre 1786 hat Kaiser Josef II. die türkische Besatzung von Schabatz geschlagen und die Feste erobert, die damals auch den Mann in ihren Mauern soh>der der letzte Kaiser des alten römischen Reiches deutscher diation sein fällte: den späteren Franz ll. Eine neue Epoche in der wechselvoklen Geschichte der Stadt begann, als die Serben sich gegen das türkische Joch erhoben. Da cutbranuten neue hefiige .Kämpfe um den Besitz der Sapestadt. Die Pforte legte dabei, wie Felix Kcrrtttz bemerkt, aus den Besitz des alten Türvenschlosses den allergrößten Wert, und noch im 19. Jahrhundert sorgte sie für die Ausbesserung der verfallenen Festungswerke. Die Lage der türkischen Garnison war damals nick« angenehm: die Soldaten durften das ungesunde Fort nur selten verlassen und ihre Einkäufe in der Stadt zu zweien besorgen. Bald mußte der Halbmond von der alten Festung herunter gehen: im April 1867 zog der letzte soldat des Sultans aus oer einstigen Save-Feste. Sv wurde Schadatz, das ost österreichischer und Kruge türkischer Besitz gewesen war, serbische Landesstadt urrd eine Itarke Garnison wurde rn die «dadt gelegt. Jetzt ist diese längst verschwrrnden und hat sich vor den Oesterreicheru ins Innere zurückgezogen. Bon den Wällen der Festung von schabatz aber weht jetzt die schwarzgelbe Fahne, die die tapferen Oesterreicher bald weiter gen Osten urrd Süden tragen werden. Die Erfolge der Lesterrcicher- C e ti n j e, 17. August. Die rnoutenegrinischeu Truppen haben fett zwei Tagen in der Umgebung des Berges Lisa- nitz in der Gegend von Grahowo gegen bedeutende österreichische streitkräste gekämpft. Die Verluste der Montecw- griner in diesem Kampfe betrugen 45 Tote und Verwundete. Das 16. österreichische.Armeekorps greift die Westgrenze Montenegro auf der Lutte Kri oac a-Gr a h o wo an. Das 15. österreichische Korps marschiert ans die Linie Tscharn icha-Gatzkv Die österreichische Flotte bombardiert die montenegrinischen Stellungen auf den Lovren. Wien, 17. August. Die gestern gemeldeten Kämpfe au der Drina hoben zu einem e n t s che ideubcnSiegc der österreichisch-ungarischen Truppen über starke feindliche Strertkräftc geführt. Zalstreiche Gefangene wurden gemacht und viel Kriegsmaterial erbeutet. Die Verfolgung deS Feindes ist im vollsten Gange. Unsere Truppen kämpf ten mst bewunderungswürdiger Tapferkeit gegen den in starken Stellungen befindlichen und an Stärke ebenbürtigen Feind. Besondere Brwähnung verdient das Barasdirier Infanterie-Regiment Nr. 16, dessen Offiziere rrnd Mtumscixrf» ten unter den schwierigsten Verhältnissen mit der altbewährten Tapferkett der stets kaisertreue» Kroaten zum Siege stürmten. Ausführliche Nachrichte« über den Verlauf der Kämpfe und über die erbeuteten Trophäen folgen. Die in ausländischen Zeitungen erschienenen Nachrichten über angebliche russische Erfolge in unseren Grenzgebieten stehen mit der Wahrheit in vollstem Widerspruch. Einige russische Detachements, die stellenweise im Grenzbereiche einige Kilometer wett vorgeriickt waren, sind gleich wieder über die Grenze zurückgeworfe» worden. Dagegen sind mehrere unserer Kavalleriekörper wett über die russische Grenze jn dpts Innere Rußlands cingcdrnngen. Keine Waren der Feinde mehr taufen! Wien, 17. Aug. Die Reichs orgnnisa ti ön der Kausleute Oesterreich-Ungarns hat creitct. Sic sollte das vollenden, was am 14. und 16. August >egoimen war: die Rheinarmee unter Bazaine auj Metz zurück- uwcrien und an der Vereinigung mit Mac Mahon zu hindern, dies« Entscheidungsschlacht wurde erst 4 Wochen nach der Kriegs- rklürun-i geschlagen: auch letzt ist ein entscheidender Schlag wohl aum früher zu erwarten. Noch in der Nacht nach der Schlacht von VioiwiNe-Mors la lour am 16. August hatte Bazaine an seine auf dem Schlachttelde iwattercnden Truppen den Befehl ergehen lassen, sich mtt Tages- rauen näher an die sfestung virückzuzichen. Tie neue Stellung, >8che seine Korps jetzt am dem Höhenrücken zwischen Roncourt nd Rvzericulles einnahmen, icac ichon von Natur außerordeM- ch stark und wurde zudeni durch alle Mittel der Feldbesesti. 7 nng erstarkt. Der Marscholl hielt immer noch an dem gänzlich irrigen Hauben fest, die Deutschen nwllten ihn von Atetz abdrängen, und ntrrnahm daher am 17. keinen Angriff, wie im deuff'chcn Haupt- uartter erwartet worden war Am Abend des 17. verfügte er der eine Truppenmacht von 125000 bis 150 000 Mann in einer Vi Meilen (nt der Luitlinie' langen Stellung Dcutscherietts handette es sich darum, bis zum 18. Apgnst rm Feinde gegenüber hinreichend starke HeereSmafsen am linken losettöer zu vereinigen, um mit ihnen die Eicljcheidmig herbei- chren zu können. König Wilhelm trat am 18. Augnü morgens m 6 Uhr aus Ponts a Mousson aut der Höbe südlich von -üwignn ein und übernahm den Oberbefehl. Es waren zarr telle von der eilten Armee das 7. Korps i'üdkjch von Grave- >ttr, das 8. südlich Rczonville: vmr der z:veitcn Armee das Korps zwischen Rezonoille und Bionvttte: das preußische «rdekorps zwischen Bionoüle und Mars la Tour und das 12. önigliä, sächsische > Korps sndliäi Mars la Tour. Das II. Korps fand sich erst von Pont a Mousson her rm Anmarsch, , Lon Berneville schollen gegen 12 Uhr die ersten Kanonen- Wf herüber. Hier war das 9. Korps, welches das Ende des artzösischen rechten Flügels schon bei Anranmllers glauüle, rechts agqchwenki und hatte den Angriff begonnen. Es zeigte sich nun bald, daß man keineswegs gegen den seind- lickien rechte» Flügel, sondern ungefähr gegen die Mitte der französischen Stellung vorgestoßen war, weshalb die zunächst aus- sahrendc Artillette des 9. Korps dem^weit überlegenen Feinde gegenüber in eine schlimme Lage kam. Sie nmßte aber durch ihre vorzügliche Präzrsimi im Schießen wie durch die Kaltblüttgkeit und Stand ha ittqkeit ihrer Btt>icnungsmannschasten trotz der ge- walttgen Verluste ihre Position zri behaupten. Die Jnsantette des 9. Korps geriet gleichfalls sehr bald in verheerendes Feuer. , Inzwischen erhielt das ltzardekorvs, das nebst dem 12. die Unrgestuny des rechten stanzösischen Flügels bewerkstelligen sollte, auf seinem Vormarsche iniolgc der Wahrnehmung, daß jener rechte feindliche Flügel noch über St. Pttvat h-inausreiche, die Weisung, mit beiden Divisionen über Hebonville zu marschieren. Diesen Ott erreichte die zwette Division - General v. Budritzki- gegen 2 Uhr, als die 1. (General v. ^ 1*1 schon darüber hinaus war und St. All mit ihren Vottruppen besetzt hatte. Ungefähr gleichzeitig war die Avantgarde des 3. Korps bei Balillh, in der Nähe von St. Ail angelangt. Ent die 3. Infanteriebrigade des Gardekorps brachte im Verein mit der aus der Reserve vorgezogenen Kon^sanillette des 3. Korps den vom 9. verfrüht begonnenen Kampf ins Gleichgewicht. Aus dem deutschen rechten Flügel batten auch das 7. und 8. Korps kurz naäi Mittag den Kamrö eröffnet. General v. Steinmetz ließ das 8. Korps (General v. Goebcn, über Gravelottc vorrücken. und auch hier war es wieder die Artillette, welche der Fn- fantettc »orarbttten sollte Dich sic hatte aber eine überlegene Maste von Geschützen, die noch dazu ganz omderkt ausgestellt war. sich gegenüber und bekam ans dem Gehölz von Geni- vaux außerdem empfmdliches Ehastepotfeuer. General v. Zastrow (7. Korps) ließ daher sttnc Divisionsund ttnen Tttl der Korpsartillette südlich von Gravelotte aus- fahven, um die Arttllette des 8. Korps zu verstärken. Von letzterem Korps erhielt die 15. Division (v. Weltzien) den Aufttag, jenes Gehölz zu nehmen, während die 16. als Reserve in Gravelotte zu- rückblieb. Der Wald gelangte nach erbitterten Kämpfen auch wirklich in den Besitz der preußischen Trurnicn. ebenso wurde das feste Gehöft St. Hubctt bald nach 3 Uhr in ttnem heldenmütigen Anstürme gsrommen: dagegen wollte es nicht gelingen, die Gehöfte Moskou und Point du Jour den gkttchialls mit großer Bravour fechtenden Franzosen zu entreißen. Ein sehr krittscher Augenblick begann am diesem Flügel, als General v. Steinmetz bald nach 3 Uhr den Feind bereits weichen zu sehen glaubte und nun einen entscheidenden Vorstoß gegen ibn zu M>ren versuchte Nur das Eingreifen des 39. Regiments und die auioviernde Hilfe niehrercr anderer Truvventttle verhütete ttne Katastrophe. Nach 5 Uhr trat dann bei der ersten Armer eine kurze Kaolpjpanse «tu. Dies ist der Augenblick, um uns nach dem deustchcn linken Flügel mnzuschauen, aus dem die Enstcheidung lag. Dott hatten kur; vor 3 Uhr nachmittags die sächsischen Battctten gemttnsam mit denen des preußischen ttzardekorps das Torf St. Marie au; (5Hönes beschossen, woraus das Garde- und 12. Korps den Ort nach heftigem Kampfe etttürmten, der nun als Stützpunkt der wttteren Ovcra- ttvnen gegen den snndlichen rechten Flügel besetzt imirde. Diesen Flügel batte nunmehr das sächsische Armeekorps zu umfassen, bis dahin sollte der Geschützkamps sortgesühtt und dann das stark bc- sestigtc Dott St. Pttvat glttchialls gemttnsam angegrisscn werden. Während die Sachsen auf Roncourt mattchierten, hatte Pttnz August von Württemberg, der Kommandeur der Garde, seine 3. Brigade deni 9. Korps zu Hilfe nach Amanoillers gesandt. Als er dann gegen 5 Uhr französisclfc Truppen von Roncoutt nach St. Pttvat ttlen und jensttts Sie. Matte sich ttne lange deutsche Ärttllcttelinie entwickeln sah, so lstclt er das Eingreifen der sächsischen Umgehungskolonne für unmittelbar bevotttekend. Er unter- imhm daher, ohne länger zu warten, mit sttncn drtt übttgen Brigaden uni 5 3 /t Uhr ttnen Angriff auf das ftttungsattig ttne sanft anstttgende .Höhe krönende St. Privat, der die heldenmütig vor- dttntzende Garde förmlich dezimierte und doch mißlang, obwohl Tauiendc von Toten und Bcrwundtten den blutgetränkten Boden I>edeckten. Ettt nachdem die Attillette den Ott in Brand geschossen hatte und um 7 Uhr die Sachsen nach der Einnahme von Ron ‘ court von Norden gegen St. Privat vorgingen, l-attc ttn zwttter, von der Garde und dem 12. Korps gemttnsani unternommener Sturm den gewünschten Ettolg. Der rechte sranzösischc Flügel war hiermit geschlagen. Ter strategisch wichttgste Tttl der Tagesaufgabe war gelöst, der letzte Weg nach Verdun für die Rhttnarmee vcttperrt worden. Die Erstürmung von St. Pttvat hatte den Tag entschieden, aber toelche Opfer hatte sie auch gekost«! Tie (tzarden hotten mit Einrrch- nung der btt Atnauvillers kämpfenden Bttgade über 8000 Mann vettoren. Nachdem die Entscheidung btt St. Pttvat gttallen war, gingen das 3. »nd 10. preußische Korps aus ihrer Rttcrotttellung auf den Kamm der vielnmstrittenen Höhen westlich AmanvillerS vor, wodurch die Lage des 9. Kwrps btt Verneville eine wesentlich bessere wurde. Btt Beginn der Dunkelhttt trat Ladmirault mit seinem 4 Korps den Rückzug an. Auf dem äußersten rechten Flügel hielt inzwischen das 7. Korps in sttner allen Stttlung zwstchni Vaux und der Gravelotte-Metzer Straße immer noch den Wald von Baux bttetzt; daneben stand des 8. Korps, das die starke Position von Moscou nicht zu nehmen vermocht hatte, aber den Wald von Genwaux und das wichttge Deftls von Gravetotte behauptete. Angttffsversuche der Franzosen wurden zwar zurückgewresen, allein inan konnte ohne wertere Unrer- Tuamtfabal in Gießen: Scttlamofttx Lmns Sölsrng in Groß- ßdba. 2. Silber ncStaat^ nt eboitteunböolbcncSIud« st cllungs-Medaille: Buderus'sche Eisenwerke in Wetzlar: Gießener Giimmisabrik Povve u. Co in Gießen: Schreinermeister LouiS Beil in Gießen. , 9. B r o n z e n e S t a a t s m e d a i l l e u n d G o l d e n c A u s- st e I l u u g sni eda i l l e: Schreinermeister E. H. Bcüller inGießen: Messerschinied A. Reinig in Gießen: Fabrikant Gotthold Hempel in Gießen: Möbelsabrikani C. Ringshansen in Nidda: Kunstverlag Gustav Mandl in Lauterdach. 4. Goldene Medaille der Provinz Oberhessen und Goldene Ausstellungsmedaille: Maschincnsabrik A. I. Tröster in Butzbach. ö. Goldene Medaille der Stadt Gießen und G o l d e n e A u S st c l l u n g S m c d a i l l e: Bänninger, GmbH., Fittingsiabrik in Gießen: Fabrikant Petri u. Lehr in Offcnbach; Alex. Koch, Kunstverlag in Darmstadt: N. G. Elwertstcher Knnn- Verlag in Marburg: Otto E. Kobe, Feinmechaniker in Marburg. t> Goldene Ausstellungs medaille: Jean Dcrn u. Co., Zcmentsabrik in Gießen: Georg Martini,, Backofenbaumcistcr in Gießen: Einil H. Ntüllcr. Holzbearbeitungssabrik in Gictzen; .Heinrich Amend, Schlossermeister in Grünbcrg i. H.: Aug Krl- binger, Sattlcrmeister in Gießen: Mar Peteler. Edelichmied in Hanau: Hoi- und llniversitäts-Truckerei Otto Kindt in Gietzen, Brühl'sche Univcrsiläts-Biich- und Steindrnckerei, R. Lange, in Gießen: A. Graesc u. Co., G. m. b. Ä. in Gießen: Willi Woelkc, Graphiker in Gießen: Leonh. Bauer. Kunsttöpsermeister in Lauter bach: Keßler u. Burg, .Kunsttöpsermeister in Wieseck: Großhcr-ogl. Bergmeisterei in Darmsladt: Fr. Krogmann, Geldschrankiabrikant in Gießen: Ludwig Schmittgall, Feinmechaniker in Gießen: Conr. List, .Handweberei in Lautcrbach: Willi. .Zurbuch, Lacksabrik in Ehesten: Braubach u. Fischer, Färberei in Butzbach: Bäcker-Innung G»eßen: With. Mavcr, Obstkcltcrei in Gießen^ Rex Konservenglas- Gesellschaft in .Homburg v. d. H.: Karl Berg, Schuhmachermeistcr in Gießen: Gebr. Jmheuscr in Gießen: Möbeisabrik C. Heinr. .Hering in Marburg: Möbelfabrik Th. Brück in Gießen: Karl Schocn, Architekt in Gießen: Otto Docrbeckcr, Architekt in Marburg: Johs. Ködding, Bildhauer in Gießen: Dr. A. Baumgärtner, Bcrlags- buchhandlung in Leipzig: Otto Fennel Söhne, Werkzeugsabrik in Kassel: Finna Klein u. Stiesel, Maschinenfabrik in Fulda: Weber werke in Weidenau a. d. Sieg: Firma Krause u. Co. in Großen» Linden: Wilhelm Paul, Schuhmachermeistcr in Wcilburg. 7. Silberne Medaille der Provinz, Oberhcssen und Silberne Ausstellungsmedaille: Gewerkschait Grube Messel bei Darmstadl: Gg. Reit. Maschinenfabrik in Gießen: Oberhessische Werkstätten, G. m. b. ,H. 8. Silberne Medaille der Stadt Gießen und Silberne Aus st cllungsmcoaille: C. u. G. Panse, Fabrik für Städtebedars in Wetzlar: Wenzel u. Tborwesten. Gartenarchitekten in Franksurt a. M.: Richard Ritz, kiinstgcwcrbliche Werkstätte in Frantenberg in ,H.-N.: Ehr. Langbein, Kii,eimeister in Butzbach: Petri, Bcrgassessor a. T., Bergwcrksbesitzer in Gietzen: W. Heckenroth, Möbeliabrikant in Herborn. 9. Silberne A us st el l n n g s m cd a i l l e: Gebr. Reinhard. Kunststeinwerk in Flacht: Hessische Steindrucke, G. m. b. H. in Londorf: Hermann Scholl, Bildhauer in Darmstadt: Ausdcr- mauer u. Laberenz, Stukkateur m Gießen: Fr. Zeiß, .Holzbear- beitungssabrik in Griedel: Karl Hahn, Schreinermeister in Gießen: Job. Lenz, Schreinermeister in Gießen: Gg. A. Haincr, Schreinermeister in Gießen: Karl Krailing, Schlossermcistcr in Gießen: Martin Dörr, Schlossermeister in Gießen; August Stumps, Sckstossermeistcr in Homberg a. d. Chm: Heinrich Tichv, Friscur- meister in Gießen: Balth. Sckstrle, Goldschmied in Marburg: Wilh. Wagner, Küsermeister in Großen-Buseck; Wilh. Nebhuth, Seilcr- meister in Gießen: Joh. Huhn, Filzwarenfabrik in Schlitz: Christ u. Herr, Buckchruckerci in Gießen: Valentin Elsesser, Rohrmöbelfabrik in Hamm (Rheinhessen): Moritz Gregori, Spielwarengeschäft in Gießen: F. A. Hartmann u. Co., Masihinensabrik in Offenbach: Urbanck, Bohrmaschinensabrik in Frankfurt a. M.: I. u. H. Gricb, Maschinenfabrik in Gambach i. H.: Eugen Kaufsmann, Lampensabrik in Gießen: Alsselder Möbelfabrik, G. m. b. H.< in Alsfeld: Heinrich Mobr, Schneeschnhmacher in Breungeshain: Heinr. Reger, Eisschrank- und Büsettfabrik in Lich; H. Müller, Apselweiickelterci in Ostheim: Karl Ph. Müller, Apselweinkelterei in Darmsladt: Konrad Stei, Schuhmachermeistcr in Marburg: Schuhmaschinen-Gesellschaft Fulda: Marie Wunderlich, Damen- schnciderin in Gießen: Andreas Scharfer, Möbelfabrik in Marburg: Carl Sauer, Möbelschreinerei in Echzell; Wilh. Hartmann, Mübelschreinerci in Münzcnberg: Carl Stückrath, Möbeisabrik in Gießen: G. Haubach, Schreinermeister in Gießen: Gießener Fröbel- scminar in Gießen: Lconhardt Kraft, Architekt in Bad-Nauheim; Hans Meyer, Architekt in Gießen: Kämpfer u. Wissenbach, Architekten in Hanau-Kesselstadl: Willi Maas, Photograph in Marburg; Heinrich Nickel, vorni. Ehr. Zimmer, Photograph in Gießen; Seemann fr Co., Verlagsbuchhandlung in Leipzig: Ernst Voigtländer, Verlagsbuchhandlung in Leipzig: Gg. Th. Stier d. Ä. in Frankfurt-Rödelheim: Ernst Schmidt, Architekt in Gießen: Ludwig Bernhardt, Schuhmachermcister in Gießen: G. Schnell, Schuhmachermeistcr in Lollar: Gustav Chr. Schmidt, Malermeister in Gießen: Albert Godosar, mechanische Weberei in Gcorgen- hammcr; Gießener Stempel- und Farbenfabrik Joseph Kreuter in Gießen. — Oberhessische Werkstätten: Jul. Bach, Ausstnttnngs- geschaft in Gießen: Hermann Hildebrandt, Schreinermeister in Großen-Linden: Metzger u. Schlecht, Möbelfabrik in Münzcnberg; Hermann Schmidt III., Schreinenneister in Lich: Ernst Wasser, sttitzung nicht vorwärts kommen, und sah daher dem Eintreffen des 2. Korps mit sehnsüchtiger Erwartung entgegen. Um rechtzeitig auf dem Kampivlatz erscheinen zu können, hatte der Kommandant des 2. Korps, General der Infanterie v. Frau secky, seine braven Pommern schon um 2 Uhr morgens den Marsch von Pont a Mousson beginnen lassen, lim 4 Uhr nachmittags etwa ivaren die Truppen bei Rezonville angclangt, und um > .>6 Uhr sandte der König, welcher seyl mit dem großen Hcuvtauartier in der Gegend zwisckw» Gravclottc und Malmaison hielt, dem ttzeneral v. Fransecky den Besehl, sein .ftorvs dem Oberbesehlslwber der ersten Armee für einen letzten allgemeinen Vorstoß aut die Höhen von Pont du Jour gegen den scheinbar stark erschütterten linken Flügel des Feindes zur Versügung zu stellen. Tie^ Tambours schlugen den Sturmmarsch, die Hornisten bliesen ihre «ignale und alles drängte »ach vorn. Mer die Franzosen (2. und 9. Äorvsj setzten ihre letzten dort stehenden Reserven ein, ilire Batterien nahmen das lange zurückgehaltcnc Feuer mit aller Macht wieder aus, und die preußischen Bataillone gerieten in ein so mörderisches Chasscpot und Mitrailleusenseucr, daß namentlich beim 8. Korps eine Gesechtskrisis eintrat, die zum Glück nicht lange währte. Die Pommern gingen unter den Augen ihres Kommandeurs mit hervi scher.Standhaftigkeit vor, und der st. und einem Teil der 5. Bri gäbe gelang es, dis dicht vor das brennende Gedöst Point du Jour zu gelangen und sich in den dortigen Steinbrüchen scstzuscyen. Immerhin war jedoch, als die Nacht eine Fortsetzung des erbitterten Kampscs unmöglich mackste, die Hauvtstcllung der Franzosen hier faktisch und uncrschüttert. Die Deutschen biwakierten aus dem Schlachtselde. Sic hatten den französischen rechten Flügel und einen Teil des Zentrums vollständig geschlagen: der andere Teil des Zentrums und der linke Flügel aber ivaren in der Front und von Norden her derartig bedroht, daß eine Katastrophe nur durch ein engeres Konzentrieren bei Metz abzuwenden war: noch in der Nacht räumten die Franzosen datier auch diese Stellungen und gingen put die Festung zurück. Mit Recht hatte daher General von Moltke, nachdem er das Eingreifen der Pommern beobachtet hatte, seinem greisen Monarchen, der westlich von Reovnville beim Scheine eines Wachtfeuers ihn crworlcte, melden können: „Majestät, wir haben gesiegt!" _ Gravelotte ist die am meisten heroische Schlacht des Krieges 1870/71 gewesen, desgleichen eine der verlustreichsten der neueren Zeit, in erster Linie für die Deutschen, die gezwungen waren, gegen starke und gedeckte Stellungen vorzugehen. Sie verloren 899 Ossi ii re und 19 231 Mann; die Franzosen nur 11678 Mann, davon 2500 gefangen. Schreinermeister in Angersbach: Otto Lind, Schreinermeister in Groß-Felda; Wilh. Schmidt, Schreinermeister in Lauterbach: Gg. Appel, Spengler und Installateur in Gießen: Heinrich Hochstätter, Tapctenhaus in Gießen: Gebr. Bender, Schreinermeister in Rodheim a. d. Bieber; I. H. Fuhr, Spielwarengeschäft in Gießen; Karl Schlierbach IV., Schreinermeister in Rodheim a. d. Bieber; Hans Burg, Architekt in Gießen; Ludwig Schevv, Schreinermeister in Hausen: Friedrich Schaejcr, Schreinermeister in Groß-Felda: Heinrich Wasser, Schreinermeister in Rixfeld: WUhelm Krämer II., Schreinermeister in Langsdori: K. Müller Söhne,^Möbelfabrik in Alten-Buseck: Georg Rausch, Schreinermeister in Schadges: Wilh. Bernhardt, Kunstschlossermeistcr in Rodhcim a. d. Bieber: Eugen Groß, Maler- und Weißbindermeister in Gießen; Mar Berle, Holz bildhaucr in Gießen; A. .Hetz, Schreinermeister in Gießen. 10. Bronzene Medaille der Provinz Ober- hcssen und Bronzene Aus st ellungsmcdaill c Engelbert Bürck, Photogravb in Gießen: Wilh. Mettenheimer II., Drechslermcister in Eichelsachsen: Roos, Kultnrtechnikcr in Gießen; Städtisches Ticsbauamt in Gießen; Emit Horst, Zementwarenfabrik in Gießen. l l. Bronzene A u s s! e l l u n g s m e d a i l l e: Georg Becker, Baugeschäft in Gießen: «ack u, Jughardl, Zementwarenfabrik in Gießen: I. Atzbach, Steinmetzgeschäst in Gießen: Mar- burger Kreissteinbrüche Dreihausen, in Marburg: Georg Avvel, Spengler und Installateur in Gießen; Gg. Luh. Glasermciner in Gießen; H. Fillmann, Glasermeister in Gießen: B. Bieran, Glaser- meister in Gießen; Heinr. Arnold, Glasermeister in Gießen; Louis Müller, Schreinermeister in Gießen: Heinrich Schmidt IX., Schreinermeister in Großen-Buseck: Georg Euler, Schlossermeister in Gießen: Karl Schmidt, Schlossermeister in Gießen: Adolf Hasselbach, Schlossermeister in Rodhcim a. d. Bieber: Heinr. Scheid II., Drechslermcister in Großen-Buseck: Johannes Bomben, Drecyiler- meister in Strebendori: Arno Feigenspan, Friseurmeister in Bad- Nauheim: Joh, Friedr. Wurstius, Friseurmeister in Alsfeld: Julius Fritz, Küiernieister in Bad-Nauheim: .Heinr. Jakob Eißiellcr, Seilermeistcr in Groß-Felda: Ernst Bloedner Nachf., Willi Tocter, in Gießen: Typogravhische Gesellschaft in Gießen: Marie Schmidt, Ttickereigeschäit in Gießen: Richard Menzel, Kunstwerfftatt in Frankfurt a. M.; Alois Schmitt, Kimstiverkstatt in Gießen: Aloysc -ptahl, Stickereigeschäft in Gießen: Gewerkschaft Friedrich in Hungen: Gewerkschaft Lusc und Ilsdorf in Gießen: Gewerkschaft Luise in Nieder-Ohmen; Eisenei,-Aufbereitungs-System Sicbel-Frcngang in Gießen: Magnus, Drahtseilfabrik in Aßlar: GewerlschastSelters- Hessen in Gießen: Gebr. Wieder. Werkzeugsabrik in Remscheid; Gg. Schieserstein, Maschinenfabrik in Lich: I. u. T. Eifert, Wagenbauer in Lauteroach i. H.: Johannes Stunivf, Wagenbauer in Lauterbach i. H.: R. Sternberg, Seiicniabrik in Gießen; George, Gipswertc in Alt-Morschen: Karl Schweiler, Fabrikation von Kücheiwrävaratcii in Homberg a. 0. Ohm: Wfth. Wagner, Apfel- iveinkeltcrei in Großen-Buseck: Friede. Köhler, Obstweinkeltcrci in Zell: Gebr. Bücking, Aiisstattungsgeschäst in Alsfeld: Fr. Sicvcr, Putzgeschäft in Gießen: Käthe Wcyl-Groß, Tamenschneiderin in Friedberg: Johannes Mcrschrod, Schreinermeister in Ober-Sorg; Johs. Schneider, Säircinermstr. in Wittelsberg: Fröbel-Kindcr- gartcn in Giesen: H. Kroth, Bildhauer in Nidda: Aug. Frees, Ber- lagsbuchhandtung in Gießen; I. I. Arnd, Verlagsbuchbandtung in Leipzig: Heinr. Echoen I., Schloifermcister in Gießen: G. I. Göschcii'schc Verlagsbuchhandlniig in Berlin: I. I. Weber, Verlagsbuchhandlung in Leipzig: A. Hartleben's Verlag in Wien: Jos. Rothschild II.. Bnrstcnmachermeister in Alsfeld: Heinrich Blöser, Werkstatt für moderne Künststcinherstelliing in Kesttich; John Schneider, Kunsttöpfermelster in Marburg. ,12. LobendeErwähnung: Johs. Hansel VI., Schindler- nicister in Dirlammen: Johannes Habermehl, Schindlcrmeister in Allmenrod: Gg. Dahmer, Svengler und Installateur in Gießen; W. Schmitt, Glasermeister in Gießen: B. Wolf, Glasermeister in >ließen: Paul Jox, Schreiner in Ober-Bessingen; Fr. Kehr, Schreinermeister in Heuchelheim: Heinrich Baumann, Schlosser- meister in Gießen: Herm. Pröschold, Schlossermeister in Gießen; Carl Hohmeicr, Schlossermeister in Gießen: Karl Bender, Schmiede- mcister in Rodhcim a. d. Bieber: Karl Hohmann II., Drechslcr- mcister in Hclvershain; Karl Revv I., Stcllmachi'rmeistcr in Rudingshain: Ludwig Petr«. Stellmachermeistcr in Hattenrod: Heinrich Günther I., Stellmachermeistcr in Rcbgeshain; Gerlach, Stcll- machermeistdr in Rodheim a. d. Bieber: Wilhelm Baumann I., slelimachcrmstr. in Gettenau i. W.; Friedr. Köhler, Kiifernieistcr in Zell: Louis Bender, Küsermeister in Kroidori: Johannes Zufall, Metallgießer in Gießen: G. A. Belitz, Maler- und Weißbinder- Meister in Gießen: L. Petri II., Maler- und Weißbindermeister in Gießen: Jobs. Fink, Maler- und Weißbindermeister in Gießen; Chr. Schmidt II., Maler und Weißbindermeister in Gießen: Georg Wagner, Maler- und Weißbindermeister in Gießen: Theo Nau- heimer, Maler- und Weißbindermeister in Gießen: H. Launspach, Maler- und Weißbindermeister in Gießen: Heinr. Becker, vorm. Gg. Hieronimus, Dekorationsmaler in Friedl-erg: Ludtvig Martin, Dekorationsmaler in Alsscld: Julius Siemscn. Dekorattonsmaler in Lauterbach: Mohr, Kreisstraßenmeister in Gießen: H. Seitz I„ Knnsttöpiermeifter in Homberg a. d. Ohm: Fürstlich Solms-Braun- fclssche Bergverwaltung in Friedberg: Grünzweig u. Harlmann, Korksteinfal'rik in Ludwigshaien a. Rh.: Wilh. Hasselbacki, Geld schranksabrik in Rodheini a. d. Bieber: Georg Mandler, Schulbank iabrik in Heuchclheim: Ferd. Germer, Stulilsabrik in Hcuchelyeim: Wagner, Schuhmachermeistcr in Gießen: N. Spier Söhne, Garde- robcngeschäft in Alsfeld: Frau Anna Anacker, Dameuschiieiderinei- sterin in Gießen: Minna Rabenau, Schneidermeisterin in Gießen: Witwe Marie Reitz, Putzgeschäft in Gießen; G. Braun, Schneidermeister in Marburg; Louis Beil, Schreinermeister in Gießen: A. Müller, Knnstschreinerci in Alten-Buseck: Gotthard Pich, Schreiner meister in Ebsdors: Aug. Hohl, Schreinermeister in Gleimenhain Wilh. Meyer-Jlschen, Verlagsbuchhandlung in Stuttgari: W. Dür deck Nacks. (Inh. Alb. Höß) in Gießen. 13. A us st el l nn g s m eda i l l e: I. Reuter u Hch. Reuter. Architeften in Lauterbach: ffsustav Hamann, Architekt in Gießen: Hch. Kockerbeck, Architekt in Gießen: Fischer u. Zipp, Architekten in Gießen: K'arl Frcundlieb, Architekt in Friedberg: L. Rohrbach, Archftekt in Alsield: Ph. Nicolaus, Architekt in Gießen: Rudolf Kreß, Bildhauer in Marburg: Cartos Tips, Kunstmaler in Dessau: Otto Ubbelohdc, Kunstmaler in Goßfelden: Carl Fries, Kunstmaler in Gießen: Ernst Eimer. Kunstmaler in Groß-Eichen: Frau Baurat Becker in Gießen: W, Banhel, .Kunstmaler in Gießen; Johannes Maiiskovs. Kunstmaler in Daubliausen. Gießen, den 7. August 1914. Der Ansstellungsvorstand: Prof. Dr. K r a u s m ü l l e r, Vorsitzender. um, smd &djaciber und Schneiderinnen, die die Kvskikme nnnhew- oder haben sonst irgendwie nrft der Kinematographie zu tun. kirchliche Nactirichten. Evangelischer Gotlesdienst. Lollar: Mittwoch, den 19. August, abends 9 Uhr: Kriegs- gebetstund«. Daubringen : Donnerstag, den 2J. August, abends 9 Uhr: Slrie.-.sgebetftunbe. _ Märkte. Gießen, 18. Aug Marktbericht. Sink dem heutigen Wochenmarkte kostete: Butter das Pkimd 1, 10—1,20 Mk.; Hühnereier 1 Stück 9—10 Big., 2 Stück 00 Pkg,: Enteneier 1 St. 10 Pkg., 2 St. 00 Pkg.; Gänseeier 1 St. 0 — 0 Pig,, 2 St. 00 lüg.; Käse das Stück 10—12 Dsg., Kasematte 2 Stück 5—6 Psg,: Tauben das Paar 1,00—1,40 Mk., Hühner das Stück 1,50—3,00 Mk., Hahnen das Stück 1,50 — 3,00 Mk,, Enten das Stück 3,00—4,00 Mk» Gänse das Pkd. 00—00 Pkg,; Welsche 4—5Mk.: Och'cnstevch dasPsd. 86—96 Pig., Rindstcisch das Plund 90—94 Psg., Kuhfleisch 80 Psg., Schweinefleisch das Plund 70—86—96 Psg, Kalbfleisch daS Wd. 84—88 Psg., Hammelfleisch I Piimd 70—96 Psg/ Kartoffeln 100 Kg, H0V bis 19,00 Mk.: Weißkraut daS Stück 10—29 Pig.; Zwiebeln der Ztr. 12,0:1—15,00 'Mk.; Pkilch das Liter 22 Psg.: Aepiel der Zentner 10—20 Mk.: Birnen das Plund 10—20 Psg., Nüsse 100 Stück 80 Pig., Gurken 10 > Stück 2,00—3.00 Mk., Bohnen 1 Pfand 10-bis 15 Pig. — Marklzeit von 7 bis 1 Uhr. fc. Wiesbaden, 17. Aug. Bich III a rk t. Aus dem heutigen Viehmarkt ivaren auigetrieben 72 Rinder (Ochien I», BMeii 13, Kühe 44), Kälber 77, Schal« 23, Schweine 408. — Notierung fand keine statt. ke. Frankkurt a.M. Vieh hol Marktbericht vom 17. Slug. Austrieb: Rinder 1330, Ochsen 231, Bullen 99, Kühe und Färsen 1060, Kälber 577, Schale 86, Schweine 1635, Tendenz: Rinder ruhig, Schweine lebhaft, flaut später^ab. vrkkmnchte». * Die Kinostadt. Eine einzigartige Stadt, die in der Welt nicht ihresgleichen iindet, hat Amerika auszuweisen. Es ist Univcrial City in Kaliiornien. eine Stadt von über 1000 Einwohnern, die ganz für das Kino und durch das Kino lebt. Wie William E. Pittnck im „Millgatt Monthly" mittcilt. irnden alle Bürger von Universal Citv, vom ältesten bis zum süngsten, vom Bürgermeister bis zum Straßenkehrer ihren Unterlmlt in der Kineniatogravbie. Tie ganze Stadt ist iür kineniatographische Auinadmen eingerichtet. Wodl hundertmal int Jahre verändert sie ihr Aussehen: Häuser werden eingerissen, Straßen verschwinden: wo früher ein wüster Platz war, entsteht ein Garten, malerische Anlagen iverden um den vorhandenen sec geschaffen: se nach Bedürfnis lebt Universal Cich in der Gegenwart öder in der Vergangenheit. .Hier steht ein normnnnffches Schloß neben einem Renaissancebau, dort breiten sich die WigwamS eines Jn- dianerstammes neben einem idyllischen Landhaus, und ein römisches Forum verträgt sich bestens mit einer großen Fabrik. All das sind nur Kulissen, um die sich die Dramen und Bilder, die im Film verewigt werden sollen, abipielen. Dem verschiedenen Aussehen ihrer Häuser und Straßen Lassen sich die Einwohner au. Stets erscheinen sie in andern Kostümen, bald geschichtlich, bald modern: heute kleidet sich ein Teil der Bürger in altröniiiche Togen: morgen tragen die Männer Schößesrack und Perücken, die Frauen Reifrocke und Schönheitspftästerchen. Diejenigen von der Bevölkerung, die nicht mitsvielen, sind Tischler ittid Maurer und bauen Häuser und Straßen in paffender Weise bleibt Uebersland. Ochsen. Voklflellchlge, onsgemästet-, höchsten Schlachtwertes, 4—7 Jahre alt........ Junge fleischige, nicht ausgemästete und ältere ausgeinäslete........... Bullen. Voflflcilchige, ansgewachsene, höchsten Schlacht v. Vollfleischtge, jüngere.......... Färsen. Kühe. Vollfleilchige gusgem. Färsen hochkt. Schlachtw, Vollfieischige ausgemästete Kühe höchsten Schla:h- wertes bis zu 7 Jahren........ wenig gut entwickelte Färsen..... . ältere ausgemästete Kühe........ Preis für WO Psd. Lebend- Schlachtgewicht Mk. «8. Gering genährte Kühe und Färsen Kälber. Feinste Mnstkälber..... 55-63 101-110 49-53 90-95 48-54 88-85 43—46 75-80 46-52 81—95 43-47 82-85 37-41 71—79 33—42 70-78 31-33 62-68 22—29 50—66 45 -43 76-81 40-44 68-75 36 -40 61-68 13-44 94-95 58.01—59.0) 73.00—7fc0) 5101-59.00 70.00—75.0) 55.00 -58.0 ) 70.00—75» 70.01— 75.00 Geringer? Mast- und gut; Sauzkäloe: « ch g» e. Staliniastschal«: Mastlämmer nno jüngere Masthrmmel E ck> w e i n Boflstekschige Schwein: von80—100 Lebendgewicht....... Voll fleischig; Schwein» unter 8) Lcbenogewlcht ..... . . ■ Bollfleijchigr Schweine von 100—110 Lebendgewicht ...... Vollstetjchige Schwein: von 120—150 c; Lebciidgeivicht ........ 56 01 —63.00 fc. Frankfurt n. M., 17. Aug. (Orig.-Telegr. des ,Gteß. Anz."> Amtliche Nolierungen der heutigen FruchtmwrSt,>r«ise. Weizen khieflaer) Mk. 21.00—25.00, Kurl,«ssischer Mk. 24.00—26.00, Weiterauer Mk. 00.00-01.00. Rogacn (hiesiger) Mt. 21.00 — 82.00, Gerste (Wetterauer) Mk. 20.50-21.00, Gerste, Franken, Pfälzer, 'stieg A!k, 20.00—21.00, Haler Mk. 20.00-22,00, VlaiS Mk. 00.00-00.00, Weizenmehl 0 Mk, 00.00—00.09, Weizenmehl I Mk. 00.00—00.00, Weizenmehl III Mk. 00 00 - 00.00, Roagemnehl 0 Mk, 00.00—00.00, Roagcnmeftl 0/1 Mk. 01.00-00.00, Rogqenmehi I Mk. 00.00—00.00, Weizenkleie Mk. 0,00 — 0,00, Weizenschalen 'Bit. 0.00—04)0, Roggen- llcie Mk. 09.00 — 00.00, Maizkeime Mk. 90,01—00.00, Biertreber 00.00 - 00.00, Futtergersle Mk.00.00 — 00.00. Alles per 100kg ab hier. fc. Frankfurt a. M., 17. Aug. (Orig.-Telegr. des „Gießener Anzeigers".) Kartoffelniarkl. Man notierte: Kartoffeln in Waaaons Mk. 8,00 — 9,00, im Kleinhandel Mk. 10$0—12,00 lür je 100 kg. Meteorologische Beobachtungen der Station Elche». Aug. i » - | c Ö u a ‘H S-Zr js S •If z do 4? I.f N 3 E Ä«o •, 5 sZKs 1^1 ScttH 17 i 2 06 ' 18.2 10 i 66 NE 4 10 Regen 17. 9“ 747,0 149 120 95 N 2 10 Bed. Himmel 18. <’■ ‘48,1 149 12.0 95 N 5 . Sonnenschein Höchste Temperat'nr am 16.—17. August I0lt --- -f- 15^3 1 Niedrigste . . I6.-17. . 19:1 = + 14.3". Nicdericblag 2,7 m». ___ Verantwortlich für den gesamten redaktionellen Teil: Aug. Gvetz, Amtlicher Teil. Bekanntmachung. Nrcht mehr dienstpflichtige, jedoch nmh oarursondienstfShige Osffziere und Unteroffiziere a) von der Jnianterie (einschl, Jäger), b) von den M a > ch i n e n g c w e h r t r u p pe n (einschl, der am Maschinengewehr ausgebildetcn anderer Masse n), o) von der Kavallerie, 6) von der Feldartillcrie, e) von der Fußartillerie, fifon den Pionieren und Telegrapheu- truppen, ß) vom Train, die sich bis jetzt noch nicht gemeldet haben und ihre Kraft der guten Lache, dem Dienste des Vaterlandes widmen nwllen, wollen 'ich beim Bezirkskommando ihres Wohnortes melden. Letzteres wird aus Wunsch auch den Truppenteil angeben, bei dem vvraussichtlich die Verwendung erfolgen kann. Franksurt a. M.. den 11. August 1914. Stellvertretendes itzeneralkommando XVIII Arnniekorvs. B e t r.: Mobilmachung. ~ An Die LchulvorftänDe Des Kreises. Wir erinnern an die umgehende Erledigung des Aus- ichreibcns vom 10. August l. Js., soiern sich über bisher noch zweiselbaite Fälle von Einberuftinge» Gewißlieit schon ergeben Hai oder in den nächsten Tagen ergibt, -vird um sofortige 'Anzerge ersucht, damit wir die nötigen Anordnungen zur Weiterführi«g eines geregelten Schulunterrichts treffen können. Gießen, den 18. August 1914. Großherzogliche Kreisschulkommission Gieße». / I)r. Using er.