Br. 188 Zweites Blatt Erscheint täglich mit Ausnahme des Die „«fthemr Zmmllenblätter" werden dem .Anzeiger^ viermal wöchentlich beigelegt, das „KttisMatt fir den Krtis Gießen" zweimal wöchentlich. Die „Lantwirtschastlichen Seit- sragen" erscheinen monatlich zweimal. IH Jahrgang encr Anzei General-Anzeiger für Gberhejfen Donnerstag, \ 3 . August Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universiläls - Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstraße 7. Expedition und Verlag: s^51. Nedaktion:L-M>I12. Tcl.-Adr.:AnzcigerGicßem Oesterreichs Vorgehen gegen Montenegro. Es sind just eben zwei Jahre her, da — am 8. Juni .1312 — hielt S. M. Nikolaus I. von Montenegro, „Nikita", seinen feierlichen Einzug in Wien. Man achtete den Zaunkönig einem Könige gleich, nahm ihn mit königlichen Ehren auf, und Kaiser Franz Josef der Erste ernannte »chn zum Oberstinhaber des 55. Infanterieregiments, llnd heute? Da wagt cs S. Dl. Mkita, Oesterreich-Ungarn btn Krieg zu erklären! Diesmal wirklich und mit vollstem Ernste, nachdem es 1911 nur die Absicht eines Feldzuges gegen Oesterreich zu erkennen gegeben hatte, um die Eui- verleibung Bosniens in das eigene „Reich" zu erkämpfen und dessen Einverleibung in die Donaunrcmarchie zu ver- hwdern. Diese Kriegserklärung Montenegros kann man nur mit lderrugtuung begriißen. So ist wenigstens Klarheit geschaffen und einen, Bandenkrieg vargÄcugt. Schon immer eigentlich beunruhigt das kleine Montenegro ja Europa. Man erinnert sich ja z. 58., sehr gut der Täfache, daß, während die Diplomaten der — tempi passati! — damals noch vereinigten und einigen Großmächte den Balkankrieg 1912 zu verhindern emsig sich mrMen, während sie noch die Antwort an die vier krftgs- küstxruen Balkanstaaten berieten, just deren kleinster den 'Krieg vom Zaune brach! Und wie oft hat Montenegro ,nuooil,siert"! So ist denn jetzt endlich der Augenblick gekommen, wo man mit diese,» Ländchen endgültig abzurech- ueu hat, das so oft schon Heu Friede,: Europas keck be- t-coht hat. Man kennt ja Nilitas und aller Montenegriner Traum: Ein Groß-Montenegro, ein groß-serbisches Kaiserreich unter einem Petrovic Njegos, wie sich die Fürsten Montenegros nach ihrem Ahnenstammsitz nennen. G, roß- farbische Utopien, Wünsche und Hoffnungen sind es, die zu dieser .Kriegserklärung Darmstadt, 12. Aug. Die Erneuerungswahlen zur Zweiten Kammer, die für den 6. November ds. Js. anberaumt waren, sind vom Grotzh. Staats- ministerium auf unbestimmte Zeit verschoben worden, da infolge der jetzigen KriegSvcrhäilnisse eine vollständige Erneuerung der Wählerlisten erforderlich wird. Die Meldung von der bevorstehenden Einbcrusung deS hessischen Landtags wird uns von zuständiger Seite als unwahr bezeichnet. Märkte. ko. Wiesbaden, 12. Aug. Biebmarkt. Aui dem heutigen Biehmarkl waren ausgetrieben 83 Rinder (Ochsen 14, Bullen >1, Kühe 55), Kälber 117, Schase 9, Schweine 515. — Geschäft mittelmäßig. Ltmbnrg a. d. Lahn. 12. Aug. Fruchtmark!, Durchschnittspreis uro Malter. Roter Weizen (Naffauffcher) 00.00 Mk„ weißer Weizen (angebaute Frcmdsorteift 00,00 Aich 5lorn 14.75 Mk., Gerste (Futler) 0,00 Mk., Braugerste 00,00 Aich Haler 12.50—0,00 SM„ Erbse» 0,00 Aich Kartoffeln 50 Kilo 5,00—0,00 Mk , Butter das Psund 1,00—1,10 Mk., Eier das Stück 8—9 Psg. Airchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. Wartburg-Verein. Sonntag, des» 16. August, abends8 Uhr: Versammlung im Markussaale, Kirchstraße 9. Israelitische Religionrgemeinde. > Gottesdienst in der Synagoge (Süd-Anlage)« Samstag, den 15. August 1914: Vorabend: 7.15 Uhr, Morgens: 8.30 Uhr. Nachmittags: 4.00 U6t. Sabbatansgang: 8.35 Uhr. Israelitische Religionrgeselkschast. Gottesdienst. Sabbat sei er am 15. August 111 t: Freilag abend 7.20 Uhr. Samstag vormittag 8.00 Uhr, Samstag nachmittag 4.00 Uhr. Sabbat-ÄuSganq 8.35 Uhr, Wochengottesdienst: Morgens 6.00, abends 7.00 Uhr. Aus der Geschichte der Festung Namur. Namur, die zweite große Festung der belgischen Maaslinie, ist als wichtiges Eingangstor aus Frankreich nach den Niederlanden der Gegenstand häufiger Kämpfe gewesen, und ihre starken Wälle sind oft und lange belagert worden. Die Stadt war schon in frühester Zeit beseitigt. Als aber dann die Niederlande m Ihren snccht- barrn Krieg mit Ludwig XIV. verwickelt wurden, erhielt die Stadt ein Schutz- und Schirmkleid von besonderer Stärke, das ihr der große Festnngsbaumeister der Niederländer, der Baron pan ,Coc Horn, annraß. Trotzdem unternahm Ludwig XIV. im Jahre 1622 in höchst eigener Person mft 46 000 Mann die Belagerung, und nun entspann sich um Namur ein Wettkampf der beiden größten Be- ftLnngotechnrker der Zeit vanCoehorn und dem genialen 58anban. Banülln als Meister der 58elagerungskunst leitete die Arbeiten, wÄwend der Herzog von^Luxemburg mit 60 000 Mann die Belagerung deckte. In der Stadt selbst kommandierte der Prinz von Broban^on die spanische Besatzung, die nur 8300 Mann zählte. In der Nachi vom 29. zum 30. Mai wurden die Lansgräben eröffnet, und am 6. Juni mußte sich die Besatzung, die zu schwach war, um die ansgedepnien Werke verteidigen zu können, in die Züadclle nnh in das »ach seinem Erbauer Coehorn beitanntc Fort zurückzichcn. Wer auch hier konnten sie sich nicht halten, und nach dreiwöchentlichem harten Kampf kapitulierte zunächst das Fort, und am 30. folgte die Zitadelle, deren Verteidiger sich auf das hckdcnmütlgstc a rt halten. Schuld an dem Verlust von Namur war eine ofigkeft der Engländer, deren König Wilhelm Hl., obwohl er dem Marschall von Luxemburg gegenüber im Felde stand, nichts E rnstl i che-, zum Entsatz unteriwnrmen hatte. Snnuir wieder zu gewinnen, war nun das stete Streben der S&eöeri&töcr, und so rückten sic denn Anhang Juli 1695 vor die Stadt, dir die Franzosen unter Boutfslers besetzt hielten. Diesmal leitete Coehorn die Belagerungsarbeiten, aber in Ranrnr befand sich ein vorzüglicher Meister der Verteidigungskunst, der Marquis von Grftnp, nächst Vanban Frankreichs erster Ingenieur. Wiederum mußte nach tapferem Widerstand zunächst die Stadt kapitu- lrerenz die Verteidigung der riesigen Werke mach« zu bedeutende Schwierigkeiten, und so zogen sich denn am 5. und 6. August etwa 1000 Franzosen in die Zitadelle zurück Die Leitung des Angriffes gegen die Burg wurde dem Kurfürsten Maximilian Emannel von Bmxern übertragen; aber der von ihm am 30. August mit großer Wucht unternommene Ansturm wurde zurückgeschlagen. Bevor noch ein weite r er Angriff dem tapferen Häuslein den Rest geben konnte, übergab Bvufslers am 1. September 1695 die Zftadelle und durfte mft allen kriegerischen Ehren abziehen. 5Die Stadt wurde dann durch den „äfamerttroftat" 1715, durch den England den holländischen Generalstaaten zu ihrer künftigen Sicherheit den Besitz einer Reihe von Festungen in den spanischen Niederlanden gewährleistete, zuni Barrröreplatz erklärt und von den Holländern besetzt. Ae Franzosen haben jedoch Namur ftn 18. Jahrhundert verschiedene Wal« BBBRBBtmnen. Im Jahre 1746 erschienen sie unter Tlermour vor Namur, dessen 9000 Manu starke Besatzung unter dem Befehl des 80jährigen General Colyar stand. Dieser Greis verteidigte die Stadt so jämmerlich, daß auch der bald an seine Stelle beruscne General Crommelin die Festung nicht hatten konnte, sich nach 14 Tagen in die Zftadelle zurückftehen und sich 10 Tage später auf Gnade oder Ungnade ergeben mußte. 1792 unternahm nach der Schlacht bei Jemappes der franzö- sische General Valence die Belagerung; kaum waren die Parallelen eröffnet, so mußte die Stadt auch schon verlaffen werden; in der Zitadelle leistete die österreichische Besatzung unter General Maielle tapferen Widerstand, ohne sich aber halten zu können Im folgenden Jahre mußten die Franzosen infolge der Schlacht bei Neerwinden die Stadt wieder räumen; aber als 1794 die Verbündeten den allgemeinen Rückzug gegen die Revolntionsarmce antraten, übergab die schwache österreichische Besatzung die Zftadelle von Namur den Franzosen, ohne Widerstand zu leisten. Du Eroberer schleiften damals alle Werke, und so war Namur für lange Zeft seines starken Schntzgürtels entkleidet. Es war nun 20 Jahre lang, von 1794 bis 1814 die Hauptstadt eines französischen Departements. In dem Feldzug von 1815 gegen Napoleon war sie zum letztenmal der Schauplatz kriegerischer Ereignisse: am 20. Juni sa>ld hier ein sehr heftiges Rückzugsgefecht zwischen dem nach der Schlacht bei Belle-Alliance sich zurückziehenden Korps Grouchys und einem preußischen Armeekorps unter General Pirch statt. Blutige Kämpfe spielten sich in den Straßen ab. Seitdem ist Namur wieder außerordentlich stark befestigt nwrden. aber eine Hundertjahrfeier des Friedens wird es am 20. Juni 1915 sicherlich nicht begehen können. * Dichter als Samariter im Kriege. Mehrere deutsche Dichter waren im Jahre 1870, da sie nicht mit in die Reihen der Kämpfer treten konnten, als Samariter in den Krieg gezogen und schildern uns in ihren Autobiographien ihre Erlebnisse. 58ei anderen finden sich auch Mederschläge der Eindrücke in ihren dicherischcn Schöpfungen. .Herinann L i n g g schloß sich kurz nach der Uckergabe Sedans einem Sanitätszuge an, der von München an die belgisch-französische Grenze ging, um in Libramout Verwundete anfzunckmen. Güterwagen waren mit Betten zur Ausnahme hergerichtet Wochen und dienten außerdem noch als Schlafstellen der Aerztc und Gehftfen. In Libramont gab es das 58Ud des Krieges. „Ringsum ans dem Vorplatz", so scknldert der Dichter es, „war es weiß von Scharpien, wie besät von Schneeflocken, hier wurden die zweftcn 58erbände nach den ersten Notverbänden ans den Schlachtfeldern angelegt. In den Nachmfttags- stnnden kcmcen^ in langer Reihenfokgp die Bauernwagen. ans denen sich die Verwundeten bestücken, ans Stroh gelagert und ans- stöhnend, wenn ine Bcwognng der Wagen über dm holprigen Wegen ihnen Schmerzen vernHactttc. 'Sic wurden vcrbundm und ftr die Eisenbahnwagen verladen, auch da gab es noch viel Avchzen und s chmerz liche Anssttxveic. An Labung und hllssbereften Hmckcn fehlte «3 nicht. Mancher wackere Scüdal drückte mft, wenn ich ihn verbunden hatte, stnnkm die Hand oder sah nüch mft dankbaren Blicken an, viele seuftten nach der Heimat und wünschten sft noch zu erreichen" Ein paar Tage später begleitete Lingg einen Transport in die Heimat und übte sich dabei, wälnend der Fahrt an den Waggons hin und her zu klettern. Verbände zu erneuern und die Transporte nach den Spitalern zu leiten. Felix Dahn bat seiner Samaritertätigkeit die gewaltigste Er- rmierung sein«? Lebens zn danken: er hat die Schlacht ber Sedan mitgemacift, die er dadurch in einem Gedicht verhcrr- lichm konnte, von dem Scheffel sagt: „Man spürt darin den Staub und das Blut des Tchlachxseldes an den Fersen und an den Versen." Jvrtgcrissm von Begeisterung riß er das rote Kreuz von seinem Arm, natm eines der voit Vcrmnndeteu ab- gelegtm Geioehre, — ein Leutnant steckte ihm aus einer Pa- tronentasthe eine Hand voll Patronen zu — und stürzte sich in den Kampf. Dafür hatte er dann das Glück, vmn Ehampagner Napoleons zu triicken. Man hatte den ltzüchenwagen des Kaisers abgefaßt. „So hat mft noch mein Lebtag kein Trunk gewvltdet, wie dieser Kaiserwcin ans dem öden Heidemoor." aber, als er im Lazarett tätig war, bekam er das Lazarcttficber und mußte ftr die .Heimat zurück. Aber auf dem Schlachtfeld hafte er die Eindrücke: „So wogte die Erfüllung meiner Träume von Schlacht und Heldensckzaft rings um mutt! Und in welcher Vollendung! Ans dem Boden des Erbseinds, in sieghafter ?ll»vehr fteveln Angriffs, von den vereinten Kriegern aller deutschen Stämme, mft dem nunmehr nnentreißbaren Ziele der Herstellung des deutschen Staates: denn >vahrliä> und wahrhaftig: während des röllckiden Ikvachens der Kanoiren, das manchmal den Atem stocken mackne, drängte sich mir aus tiefster Brust die Empfindung ans: So ist's rocht! Das sind die Salven, die das neue Deutsche Reich begrüßen!" Richard V o ß war ein im neiurzctnUimLebens- iahre stckender, kränllicher Jüngling, der rmtürlich nicht kämpfen konnte, aber doch nicht zu Hause bleiben konnte und uwchte. „Nach Fvanfteich ging ich," so erzählt er, „und tu Frankreich blieb ick» volle zehn Aftmate. Ich sah die S von der Fußartilleric, 1)von den Pionieren und Tclcgraphen- truvven, xs vom Train, die sich bis jetzt nocl> nicht gemeldet baden und ihre Lrait der guten Zacke, dem Dienste des Vaterlandes widmen wollen, wollen sich beinr BezirkSkvnmiamw U'rcs Wohnortes melden. Letzteres wirb auf Wunsch auch den Truvventeil angeben, bei dem voraussichtlich die Verwendung erfolgen kann. Frankfurta. M. den 1l. August 1914. Stellvertretendes Generalkommando XVHI. Arinerkorvs. Bclr.: ObNvcrwertung. An dir Grvtzh. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Vom 1. Juli ab dis Mitte Dezember erscheinen die Mitteilungen der Zentralstelle für Obstverwcrtung zu Frankfurt a. M., Fschardstratze 58, ivicdernm allwöchcntlicl» einmal. ES ist für den Obstabsay von größter Wichtigkeit, daß die Obstzüchter und Land, wirte über die Obstpreise, Marktoerhaltnissc ujw. eingehend unterrichtet sind, und daß ihnen gleichzeitig Gelegenheit geboten wird, auch Absatzgucllcn zu ersahren. Daher muß es auch irichtig genug erscheinen, diese Mitteilungen nach Möglichkeit in allen ltzemrinden verbreite! zu wissen. Die einzelne Nummer derselben kostet durch die Post bezogen nur 50 Psg. piertelsäbrlich. Jedoch würde die Zentralstelle Vereinen und Gemeinden, wenn sie mehrere Exemplare benötigen, dieselben direkt an eilte derselben auszugebcnde Adresse übermitteln und zwar nur gegen Vergütung des Portos, welches bis zu 20 Exe,Notaren 1.50 Mk.. bis zu 40 Exemplaren 3 Mk. vierlciiäbrlich berrageir ivürdc. Auch dünste es fün enrp- schlen, daß durch die Bürgermeistereien ein oder mehrere Exeor plare bezogen würden, welche, imc dies z. T. im verflossenen Jahre geschehen, öffentlich ausgehangt werden. Die Zentralstelle wird gerne an die einzelnen Gemeinden Probenummcrn der Mittcr- jungen unentgelllich überweisen. Gießen, den 11. August 1914. Großherzogliches Krrisamt Gießen. I. SB.: Wrlcker. Dicnstnachrichtcn des Grosth. Krcisamts Gicstrn. Dem Orrsvoriland zu Orlenberg ist in Verbtnduwg mit dem am 5. November 1914 dortielbst ftatttindenden ..Kalten ILarkt" die Ausgabe einer Lotterie von 7000 Losen, ä 1 Ä8., und ch Vertrieb in der Provinz Oberhessen gestattet worden. Es werdet verlost: Vieh und andere Sachgewinne. _ Bekanntmachung. B et r.: Fcldbereinigung Münster: hier Drainagen. Die mit Bekanntmachung vom 23. Juli l. I. angeordnet Ofsrillegnng wttd hiermit aufgehoben. Friedberg, den 3. August 1911. Ter Grvßherzvgliche Feldbet ettiigungZkomnnssär: Schnittspahn, Kreisamtmann._ Bekanntmachung. Bctr. : Fcldbcreinigung Allcndors a. d. Lda.: hier den allg McliorattonSplan. Die mit Bekanntmachung vom 13. Juli l. Js. angcorduet Osienlegung wird hiermit aufgehoben Friedbcrg, deir 8. August 1914. . . ) Ter Großhcrzogliche Feldbercinigungskoimutssärl Schnittspahn, Krcisamtmann. _ Bekanntmachung. Bctr.: Feldbereinignng Treis a. d. Lda.: hier Drainagen. Die mit Bekanntmachung vom 2l>. Juli l. Js. augeordner Osseulegung wttd hicrnnt ausgelwbcn. : . Friedbera, den 8. August 1914. Ter Graß herzogliche Feldbereinigungskonrmiffär.Z > ^ Schnittspahn, Ktteisamtmann. Kindsr- mehl Krankenkost. Hervorragend bewährt» Nahrung. « Die Kinder gedeihen vorzüglich dabei u. leiden nicht an , Verdauungsstörung. Wir machen unsere Mitglieder hierdurch darauf aufmerksam, daß in unserer noch einige Schrankfächer zu vermieten sind. Mietpreis für das Jahr Mk. 10. — . Die Schrankfächer werden auch auf kürzere Zeit abgegeben. Gewerbebank zu Gießen eingetr. Genossenschaft mit öeschr. Haftpflicht. 91780 ÜWI Ü I ül — ü Je jchM ANjllilt emvseblc in In. Qualität: Spinat. Feldialal. Winter ialat, Koviialat, Karotten. Bcttich, Weihkraut, Wir sing, Hcrbstrübcn, Senf, Sommcrrübc» usw. Mar. Hahn, Samealiaadlnng XeoKtadl 8 Telephon 40; Lebewohl und Danksagung! Da es uns wegen des plötzlichen Kriegsausbruches nicht mehr möglich war, jedem einzelnen Herrn vom Ausstellungsvorstand und vom Ausstellungsausschuss unser „Lebewohl und Dank“ zu sagen, so rufen wir Ihnen aus der Ferne unser Lebewohl und unseren Dank zu! Das Ehepaar Hajna aus Dresden, s. Z. in Giessen, Ausstellung, Garderobenverwaltung, Lose- und Drucksachenvertrieb. 9186 0 Die befindet fich im 8«. kfaliml Sr. 12. Einsendung von Liebesgaben für diese an den Oberbürgermeister, Stadthaus, Zimmer Nr. 15. Es wird dringend empfohlen, daß Vereine jetzt private Sammlungen über den Kreitz ihrer Mitglieder hinaus unterlassen. TaS Polizeiamt wird hierzu fernerhin Genehmigung nicht mehr erteilen, da die gesamte Wohlfahrtspflege während des .Krieges in der Zentralstelle für Wohlfahrtspflege znsammcugcfaßt ist. Gießen, 10. August 1914. Ter Oberbürgermeister. Keller. 9148 8 Volksküche im Cas« Ebel, Burggraben N. Die Abgabe eines kräftigen Mittagessens an bedürftige Familienangehörige der Kriegsteilnehmer geschieht kostenlos täglich mittags von 18 bis 2 Uhr. Anmeldungen müssen in gleichem Lokal am Abend vorher zwischen 6 und 8 Uhr erfolgen und werden Marken ausgegeben, die zum Empfang je einer Portton berechtigen. Teller und Löffel sind mitzubringen. Gleichzeitig ttchtcn wir an die Bürgerschaft die herzliche Bitte, diese Wohltätigkeitsanstalt durch Ueberscndung von Nahrungsmitteln feiÜH fl Istrasse 14 J 3110] Hguspänc Mk. 2.75, trockenes, fleiiincmncbiefl Gicbcnbolz Mk. 3.25 per .starren frei Haus. Jiil.Wcllböscr, Tclcvü.74 >. b. tntcress. Trab lmlnneg Gebll) mil berühmten Dom vers. oral, d. Derk. Verein. >85470] _ tlcden ?,irsiKtajr dimI Fveitag 9000 Zwiebelkuchen I?. Faß. Kaiicr-AUcc 20. Neue Kartoffeln sretS In. Q ualität ausLag. !** Sonnentag «iVt yCI Lclevhon88 Errrmachfäsfer Eümmchftänder enirl. äußerst billig stüseret Bb. Sommerkoril, Blcick- klrnstc 10. 9184 JüSeiidwelir- 3.95 iUC i,,n 'sirns«e 14 Betreffend: Rotes Kreuz und Kriegshilfe. " - Veröffentlichung. Zur Förderung der Tätigkeit der im Kreise Gießen bestehenden Zweig« vereine vom Roten Kreuz sowie zur Gründung eines leitenden Organs nrit dem Ziele, die Arbeit der in den Kreisgemcinden zum Zwecke der Kriegshilfe gebildeten Ortsausschüsse zu unterstützen und zweckmäßig zu gestalten, ist ein Kreiskomitee zusammcngetreten. Diesem Komitee gehören außer den Unterzeichneten und unter, S$.or* behalt der späteren Zuwahl zunächst an: Ihre Durchlaucht die Fürstin zu Solms lsiobeniolms-Lich in Lich. Oberbürgermeister Keller, Gießen. Landgerichtsrat Wiener, Gießen. Pfarrer Schwabe, Gießen. Krcisschulinspektor Professor Dr. Alles, Gießen. Landwirt Georg Simon. Gießen. Frau Gchcimerat Dr. Usingrr. Gießen. Frau Geh. Justizrat Gebhardt. Gießen. Oberanrts- richlcr Rausch, Lich. Kirchenrat Dekan Hiiiner, .Gungen. Bürger-^ meister Fendt, Hungen. Bürgermeister Ranft, Grünbcrg. Pfarrer Schmidt, Grünberg. Pfarrer Barth, Großen-Buscck. Unter unmittelbarer Leitung' des Kreiskomitces sollen den OrtsMls- schüffen zunächst folgende Ausgaben zufallen: 1. Geldsammlungen für das Rote Kreuz gemäß den von dem Landes- vercin an dir Großh. Bürgermeistereien ergangenen oder noch ergehenden Ersuchen: 2. Vermittlung von llnterkunftsstcllen für in Genesung befindliche Soldaten; 3. Errichtung von Auskunfts- und Vermittlungsstellen für den schriftlichen Verkehr mit im Felde Stehenden: Besorgung der zur Nachforschung über den Verbleib vermißter Kriegsteilnehmer nötigen Schriftlichkeiten; 4. Herstellung von Wäsche, Strümpfen und dergleichen für im s5;db* befindliche Soldaten, für Verivnndete und Zurückkehrenhe; 5. Aufnahme und Vermittlung von Unterstützungsgcsuchcn bedürftiger Angehöriger von Kriegsteilnehmern: 6. Schaffung von Gelegenheiten zur Beaufsichtigung von Kindern, deren Angehörige dem Erwerbe nachgehen müssen: Fördcrimg der Wöchnerinnen- und Säuglingspflege; 7. Ausbildung voll >ogenannten Nothelferinnen für Ortszwecke. 8. Belehrung über fachgemäße Aberntung und Aufbewahrung von Win- tergemüsc, späterhin Feststellung der vorhandenen Gemüscvorrätc und Nachweis der hiervon zur Abgabe nach außen verfügbaren Mengen. lieber die Art, wie sich das Kreiskomitee die Erfüllung dieser Aufgaben denkt, wird baldmöglichst in einer Zuschrift an die Ortsausschüsse nähere Mitteilung gemacht werden, ebenso darüber, wie die Sammlung der nicht in Geld bestehenden Liebesgaben zu bewerkstelligen sein wird. Gießen, den 11. August 1914. Provinzialdirektor Geheimerat Dr. Usingrr, Vorsitzender. Rechtsanwalt Dr. lllosenberg' Schriftführer. Metallbetten votzrabmemnatratz.. Kinderbett. bist, an Private. Kal. fr. Herzog!. Braunschw. Baugswcrkscluile Holzminden " mm " fioct]bau «. D "SS n,s ' Tiefbau Sommerunterrldjt 2. April. Reifeprüfung, winterunterricht 15. vktodn