Nr. 187 Der »letzener llnzelger erscheint täglich, außer Sonntag?. — Beilagen: viermal wöchentlich SsetzenerFamillendlätler; zweimal wöchcnll.llreis- blattfürden »reis Sieben (Dienstag und Freitag); zweimal monatl. Land- wirtschaftlich« öcltfragen siernsprech - Anschlüsse: für die Redaktion 112 , Verlag n. Expedition öl Adresse iür Depeschen: Anzeiger »ietzea. Anaayme von Anzeigen iür die Tagesnumnier bis vormittags S Uhr. Erstes Blatt 164- Jahrgang Mittwoch. 12. August 1914 General-Anzeiger für Oberhessen Rotationsörnd und Verlag der SrShl'scheu Univ.-Yuch- u»d Sttiudnulerei R. Laug«. YeznqSyreir: monatlich 7LPf„vieriel- jährlich Mk. 2 . 20 : durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Ps.: durch diePost Mk.2.— Vierteljahrs. auSschl. Aestellg. Zeilenpreis: lokal 15Ps„ auswärts 20 Mennig. Lheiredakteur: A Goctz. Verantwortlich iür de» polii. Teil: Aug. Goeg; für .Feuilleton', .Vermischtes'und,Gerichtssaal': Karl Neurath; sür .Stadt und Land': ReöaMon, Lrpeditiou unö Druckerei: Zchulstratze 7. Ligenwü:' wieder ein deutscher Erfolg! Berlin, 11.Aug. Eine vorgeschobene gemischte Brigade des französischen 15. Armeekorps wurde von unseren Sichernngstrnpprn bei Lagarde in Lothringen angegriffen. Der Gegner wurde unter schweren Verlusten in den Wald von Parroy nordöstlich von Lunsville zu- rückgeworfeu. Er liest in unseren Händen eine Fahne, 2 Batterien. 4 Maschinengewehre und 700 Gefangene. Ein französischer General ist gefallen. Heute ist der 11. Mobilmachungstag. Daß in fo kurzer Zeit noch keine Entscheidungsschläge erfolgen, ist 'Mw; selbstverständlich. Der Aufmarsch wird noch kniieSlvegs ganz vollendet sein, und wenn wir heute über den Erfolg des Mülhausener Gefechtes nichts weiter hören, so ist das nicht verwunderlich. Gerade jetzt müssen die Truppenbewegungen geheim gehalten werden, und was ,der deutsche Generalstab etwa von dem Standort und der Lage des zurückge- schlagenen französischen 7. Korps weiß, wird er nicht in die Welt hinausposaunen, ebensowenig wie er verraten wird, wie sich die deutschen Truppen numnehr verhalten werden. Die Kommandanten, die jetzt in 'der Front stehen, müssen es mit dem Sallet'schen Worte halten, das er dem alten Ziethen in den Münd gelegt hat: „Soldat, das bin ich, potz Element, kein Schreiber oder verpfuschter Student!" Die heutige Siegesnachricht von der Erbeutung einer französischen Fahne, der Gefangennahme von 700 Frcm- zosen darf zwar nicht als eine Hauptschlacht der Millionen- hcerc angesehen werden, aber die Tatsache, daß es deutsche Sichernngstruppen waren, die dem „vorgeschobenen" Gegner.so gründlich heimgeleuchtet haben, darf doch: unseren wohlberechtigten Optimismus aufs neue beleben. Die genauen zalstenmäßigen Angaben bezeugen, daß, an diesem neuen, immerhin recht bedeutungsvollen Erfolge reicht ge- zwcifelt werden kann. Ebenso, wie wir uns vorläufig mit knappen Meldungen begnügen müssen, so müssen wir uns auch dabei bescheiden, die deutschen Waffenerfolge lediglich zu registrieren; da wir nichts über den planmäßigen Aufmarsch der beiderseitigen Truppen wissen, können wir auch nicht ermessen, inwieweit sich durch! die neuesten Ereignisse die strategische Lage gewendet hat. Daß wir aus Belgien auch heute noch keine neuen Nachrichten haben, 'ist aus allen diesen Gründen ebenfalls begreifiich. Wir wollen nod) aus die nachstehenden trefflichen Worte des Geucral- guarfiermeisters v. Stein besonders Hinweisen, die allgemein beherzigt werden müssen. Wer in diesen ernsten Zeiten vage Gerüchte in Umlauf setzt oder weiterschwatzt, der bezeugt nicht nur feine Urteilslosigkeit, sondern versündigt sich anfs schwerste an den Interessen des Vaterlandes. An den neuesten Meldungen ist besonders erfreulich die Tatsache, daß die eingesessenen Elsaß-Lothringer sich nicht nur loyal verl-alten, sondern, wie der Straßburger Uditarbeiter der „Franks. Ztg." feststellt. anä> an den sieg- rcichen Gefechten tätigen Anteil genommen haben. Wir sind von unseren Neidern im Anslande gehaßt, wer aber deutsche Art und Arbeit, deutschen Geist und deutsche Ordnung närklich kennen gelernt hat, der schlägt sich auf unsere Seite. So hüben fremde Kolonien in Deutschland, italienische, dänische, schweizerische, amerikanische, Deutschland ihre Anteilnahme ausgesprochen, und auch die Tschechen sind durch Muht zum Licht vvrgedrungen und haben ihren deutschen Brüdern die Hand zuin Bunde gereicht. Lauter werden auä> die Stimmen aus En gland, die den Krieg gegen Deutschland verurteilen. Mag Sir Edward Grey in seinem Blanbuch. das jetzt zum Teil bekannt geworden ist, nod) so sehr seine Haltung beschönigen, mag er noch, so oft betonen, daß er und sein Herrscher gern den Frieden erhalten hätten — die Tatsache wird er nicht aus der Welt schaffen, daß er die russischen Anmaßungen, auch die entscheidende Mobilmachung des Zaren, geduldet und gefördert hat, während er in Berlin hemmend einwirkte. Die Waffen haben diesen zu unserem Nad-teil geflochtenem Knoten endlich zerschlagen, und die Engländer werden ctr- sahreri, daß die Politik ihrer amtlichen'Stellen sid- Mündlich verrechnet hat! Vom Kriegsschauplatz im Osten. Berlin, 11. August. Die Strecke Sosnowice- Tschenstochan ist wiederhcrgestellt. Zahlreiches rollendes Material und große Kohlenvorräte wurden erbeutet. Auch die Brücke bei Granica ist wiederhergestellt. Russische Furcht. Stockholm,10. Aug. Aus Finnland angekommene Reisende teilen mit, daß die Russen in Hangö ans Furcht vor einem deutschen Angriff die Hafenanlagen und verschiedene öffentliche Gebäude in die Luft sprengten. Auch die kostspielige Haf e n m ole sei zerstört ivorden. Der gesamte Schaden betrage 20Millionen Rubel. Ein französisches Flugzeug beschlagnahmt. Schneidemühl, 11. August. Am Sonntag wurde auf dem hiesigen Güterbahnhof ein in mehrere Kisten verpacktes französisches Flugzeug beschlagnahint, das für Rußland bestimmt war. Die beschlagnahmten Kisten wurden nach Posen gebracht. Ter Kaiser. Berlin, 11. Aug. Der Kaiser empfing heute mittag fin Schlosse die Zöglinge der Kadettenanstalt von Lichtcr- jetbe. Die älteren Kadetten van 17 Jahren auswärts wurden als Fähnriche und Leutnants eingestellt. Ich langen Zügen marschierten die jnngen Leute in Paradeuniform in den Schloßhof, wo sic dann den Eid leisteten. Bei ihrem ®< nrarsch wurden sie von dem Publikum, das sich vor dem Schlosse versammelt hatte, lebhaft begrüßt. Warnung vor Klatsch nnd Gerüchten. Generalquartiermeister v. Stein erläßt folgende sehr berechtigte Mahnung: Es ist natürlich, daß unser Boll in diesen Tagen mit Spannung ans sedes Gerücht achtet. Durch Weitertragung pstegcn sich die Gerüchte zu vergrößern, mag es sich um Erfolge oder Mißerfolge Unserer Waffen handeln. So lausen Gerüchte um, daß gawe Regimenter vernicl-tet worden seien, z. B. das Regiment Gardes du Corps. Dies wurde zu einer Zeit verbreit«, als sich das Reginrent noch aus dem Transport befand nnd den Kriegsschauplatz noch gar nicht erreicht hatte. Auf der anderen Seite nmrüen unmögliche ErfÄge verbreitet, so die Einnahme von B e lf o r t. Es hieß sogar, kaiserliche Kraftwagen hätten die Ortschaften dnrchsahren und diese Nachricht kundgegebm. Solche Gerüchte können der Phantasie entsprungen sein, können aber auch seindlicherseits absichtlich verbreit« werden, um uns zu jä>adcn. Denn mich ein vorgespiegelter Erfolg, wie d« Fall von Belsort, kann Unheil anrichten, wemr sich die erweckte Hoffnung später als trügerisch erweist. Mit wie niedrigen Mitteln unsere Gegner arbeiten, mag die Meldung beweisen, daß wir England eine Teilung der Niederlande zur beiderseüigen Vergrößerung angeboten hätten, um Englands Neutralität zu erkaufen. Ueber solche Gemeinheiten wird ein höher« Nicht« «ltscheiden. Alle diese Machenschaften beweisen nur. daß wrr eine gute und gerechte »Sache verscchtm, und uns«e Gegner das Gegenteil, Unser opferwilliges Volk wird immer wieder aufgesordert, nur solchen Nachrichten über die Kriegsereignisse Glauben zu schenken, dre von dem Geueralstab veröffentlicht worden sind. Die meisten kennen den Krieg nur aus den Erzählungen von Büchern. 2lmh dort spielt die Phantasie eine Rolle in gutem wie in bösem Sinne. Die imendlichen Schwierigkeiten nnd Mützen, unter denen ein Erfolg in lang« Zeit langsam heranreist und geemtet wird, kennen selbst nur wenige d« Beteiligten. Wenn es Zeü ist, wird alles bekannt gegeben werden, ab« irnr so, daß wir dann nichts mehr zirruckiiepmen, sondern mir noch manches eriveiternd hiirzw- zUfügen haben. Wir halten das Versprechen, kerueu Mißerfolg zu verschweigen und keinen Erfolg zu vergrößern. Auch einen «waigen Mißeffolg, mü dem unter den schwankenden V«hältnissen des itzrieges imM« ge- reckmet werden muß, loird uns« starkes Volk ertragen, nnd ein Effolg wird keine überschwenglichen Hoffnungen und Uebernrnt erwecken, des sind Wir gewiß. Amerikanische Sympathien in München. München, 11. August. In der heutigen Sitzung des Magistrats dankte Oberbürgermeister v. Borscht in einer eindrucksvollen Ansprache den in München lebenden Amerikanern sür ihre ivarmherzige Anteilnahme, die sie Deuffchland in dem schweren Kampfe bewiesen hätten. Ter Oberbürgermeister teilte dann mit, daß Herr Henry Kaufmann (PittÄbürg) ihm persönlich 10 000 Mk. zugesagt have, die zur Hälfte dem Wohlfahttsäusschuß, zur Hälfte dem Roten Kreuz zur Verfügung gestellt werden sollen. Der Mrgistrat beschloß dann, den sich auf 18240 Mk. beziffernden Beitrag der Stadtgemeinde zu dem aus Anlaß des 70. Geburtstages des Königs beabsichtigten Ehrengeschenk zur Hälfte dem Wohlfahrtsausschuß und zur anderen Hälfte dem Roten Kreuz zur Verfügung zu stellen. Die in Hannover lebenden Holländer sandten an den Kaiser eine telegraphische Sympathiekundgebung, auf welche nack-stehende Antwort einge- lausen ist: Der Kaiser und König lassen für die Sympathiekundgebung der dortigen Holländer bestens danken. Geh. Kabinettsrat v. Valentini. Ein Protest englischer Gelehrter gegen Englands Krieg mit Deutschland. In der verspätet eingegangenen „Times" vom 1. August find« sich ein nachdrücklicher Protest einer Reihe hervorragender englischer Gelehrter gegen Englands .Krieg gegen Deutschland, d« uns bezeugt, daß die Stimme der Wahrheit nnd Gerechtigkeit denn doch auch jenseits des Kanals sich erhoben hat, freilich ohne die erwünschte Wirkung zu erreichen. Der Aufrns ö« Gelehrten laut«: „Wir «blicken in Deutschland ein Volk, das in Künsten und Wissenschaften führend ist und wir alle haben von deutschen Forschern gelernt und lernen noch immer von ihnen. Krieg gegen Deutschland in Serbiens und Rußlands Interesse ist eine Sünde gegen die Gesittung (will be a sin against civilization). Sollten wir mit Rücksicht aus unsere Verpflichtungen unglückseligerweisc in den Krieg hineingezogen wer- den, so könnte Vaterlandsliebe unseren Mund schließen, aber in der augenblicklichen Loge halten wir uns sür berechtigt, Protest zu erheben gegen die Hin«nziehung in den Kampf Wider «n Volk, das uns so nahe verwandt ist und nnt dem wir so vieles gemeinsam haben." Ehre den Männern, die in dieser Verantwortlichen Stunde ihre Stimme sür Recht und Wahrheit «hoben haben. Ihre Namen sind die folgenden: Professor des Arabischen an d« Universität Cambridge C. G. Browne: Professor d« Theologie zu Cambridge F. C. Burkitt: Professor I. Estlin Carpenter, Oxford; Professor F. I. Foakes-Jackson von Jesus College, Cambridge: Rektor K. Latim« Jackson; Professor Kirsopp Lake; Professor W. M. Ramsay, früh« an der Univ«sität Aberdeen: Professor W. B. Selbie, Oxford; Professor d« Physik I. I. Thomson, Cambridge. * . ' Pressestimmcn über die Schlacht bei Mülhausen. Berlin, 11. Aug. Die „Voss. Ztg." schreibt: Schwül und dunstig hängt d« Abend üb« der Stadt, nur durch «nen SÄ«« grüßen die Lampen, und es fällt «u feiner Nebel. In den Straßen stehen die Menschenmassen und Watten auf neue Nachrichten. Es ist kurz nach 8 Uhr: da taucht plötzlich in der Friedrichsttaße «n Schutzmann aus, der auf dem Rade schnell in die Leipziger Straße einbiegt. Er springt auf einen Straßenbahnwagen der Elektrischen und rust laut: „Das 7. franzö- sischeKorpsistvorBelfortaufgerieben." Die Menge hört es und weiß nicht, was sie davon halten soll. Dann erst sieht sie, daß es rin Schutzmann ist, d« es verkündet und brausend« Jubel setzt ein, der sich auch weiterhm sortpslanzt, wo die Siegesnachricht bekannt wird. Die „Tägl. Rundschau" schreibt: Wied« Kunde vom Sieg. Dem großen Erfolg aus dem östlich«! rechten Flügel unseres Aufmarsches gegen Frankreich, der Besetzung d« starken Festung Lüttich solgt voui äußersten linken Flügel unserers Ausmarsches an der Westgrenze die erste Boischast von «nein Siege in offener Feldschlacht, früher als irgend jemand erhoffen duffte. Die Franzosen standen hier mit genau derselben Truppenstärke im Feuer wie vor 44 Jahren, fast genau am Jahrestage dies« Schlacht bei Mülhausen, am 6 . August in der Schlacht b« Wötth. Die Franzosen glaubteneinengroßenSchlag wagen zu dürfen. Hier allerdings hatten sie die Rolle übernommen, die b« Wörth die D«itschen inne hatten. Hiermit wollten sie das Tor d« Rcichslande gewaltsam durchbrechen, aber auch in dieser Rolle sind sie durchgesallen. Die „K r e u z z e i t u n g" sagt: Die kriegstechnischc Bedeutung dieses offenbar sehr blutigen Zusammenstoßes läßt sich noch nicht mit Sicherheit bestimmen. -_ Ter daß die zurückgezogen haben. Es müsse also gelungen sein, die Rückzugs- linie nach Westen zu verlegen. Mit der Schlacht von Mülhausen dürfte die vielgerühmte französische Offensive ihr Ende e«eicht haben. Das „B erl. Tageblatt" schreibt: Um 8 V 4 Uhr jagte gestern abend ein Automobil durch den mittleren Fahrweg des Brandenburger Tores. Hoch aufgettchtet stand in ihm «n General st absoffizier: er legte die Hände an den Mund und mit weithin schallender Sttmme ruft er über den Pariser Platz: „Ein Sieg der Deutschen bei Besfort: das 7. Armeekorps und «ne Division d« Franzosen geschlagen! (tzebt es wett«." Die Rackirickst bttngt in die Seitmstraßm, die von den Linden in das Innere der Stadt führen. Schutzleute sprengen sie aus, und binnen wenigen Minuten sind die Sttaßen schwarz von Menschen. Es haben sich in der kurzen Zeit bereits Varianten der Botschaft herausgcbildet. Den Kern d« Nachricht aber, daß die Deutschen am neunten Mobilmachungstage in der Nähe der fast uneinnehmbaren Festung Belsort ein französisches Armeekorps zu Paaren getrieben haben, hat jed« richtig erfaßt. Ein Regiment, das durch die Linden marschiert, stimmt „Heil dir im Siegerkranz" und die „Wacht am Rhein" an. Die Menschenmengen ziehen vor das krvnprinzlichc Palais. Mcht lange, so zeigt sich die Kronprinzessin an einem Fenster und dankt winkenh der begeisterten Menge. Der e r 1. L 0 k. -- Anz.: sagt: Es ist von höck-st« Wichtigkeit, zu nott«en, daß dieses 7. Armeekorps, das nach Südm zurückgedrängt umrde, das Elite- k 0 r p s ist, führt doch die 41. Division den Namen einer B 0 - gcsendivision, d. h. einen Namen, auf den sic mindestens ebenso swlz sind, wie d« Tiroler auf seine Kaiser-JägerbatailloneT Von diesem 7. Körps stand nur eine Division, die 14.. in der Festung Belsort, die 41. ob« in Remivemont, t> h. bettäckÄlich weit südlich von Ntülhausen, wo ihr Eimnarsch in Feindesland ein baldiges Ende fand. Freilich batten die Franzosen, die bernts 1870 in Spatenarbeit «was Ittstetni, ibre Stellung Mülhausen-Senn- heim durch Erdwerke verstärkt. Aber eine Armee, die' iuie die deutsche Armee moderne Festungen mit stürmnider .Hand nimmt, läßt sich durch derarttgc Hind«nissc kaum aufhalten. Daß d« genwffme F«nd nach Süden zurückging, läßt vennuten. daß man ihm «ne and«e Rückzugslinie nicht ließ. Eine weitne Rückzngslime wäre drficnige über Damm«kirck nach Bel- fort gewesen. Ab« die deutschen Truppen, die seinen linken Flügel bei Sennhnm Waffen, sind ihm vieilffcht auf dm Fersm gefolgt und habm dafür gesorgt, daß « nicht nach Belsort znrückkam.^ So wmig man die Franzosm cingeladen l-at, nach dem Oberelsaß zu kommen, um so mehr wird mau bfftrebt sein, sic dort wird« znm Rückzug M zwingm. Die d«:tsche He«esl«tung wttd wissen, loes- halb man dm Franzosm dm Äbmaffch nack» Südm diktierte. Wien, 11. Aug. Die Blätter dfficken ihre Freude über den neuen Erfolg der deutschen Armee bei Mülhausen aus, heben dessen Bedeutung für die zukünftigen Ereignisse auf dem Kriegssckzauplatze hervor und bcglückivünschcn die deutschen Truppen zu der glänzenden Einleitung des Krieges. Die Presse ivendet sich ferner mit Entschiedenheit gegen die Ausführungen des russischen Kaisers sowie gegen die Erklärungen "des Ministers des Aeußern Sasonow in der Duma. Das „Frem d e nb la t i" sagt: „Die Ansprache des russischen Kaisers, mit der er offenbar vroNami«te, daß Rußland üb« die Slawen jenseits der Grenzen seines Rnches, also über die gegen uns wühlenden Serben des Königrttches und üb« die Slawen in der österreichisch-ungarischm Monarchie «n Protektorat anstrcbc, beweist, daß cs höchste Znt war. daß wir dem bis an dm Thron gelangten Panslawismus das Schwert entgegensetzten. Noch schärf« tritt dieses Bestreben in der Rede Sasonows hervor, der jetzt offen zugesteht, daß daS Ziel, wclckzes « mit d« Schäftung des LKUkanbundes Der» folgte, die Anigung der Slawen, mit anderen Sorten die Zerstörung Oesterreich-Ungarns war. Tie Slawen und Orthodoxen Oesterrnch-Ungarns haben in den letzten Tagen diesen ,vansta- wisttschm Gldankm zettreten. Mit herrlicher Einigkeit schlossen sich die D«tr«er der Slawen in der Monarchie zusammen, und statt «ner Einigung der Slawen mit Rußland vollzieht sich in Wirklich- knt «ne starke unauflösliche Einigung der Slawen gegen Rußland." Ein österreichisch-serbisches Vorposten- Gefecht. Ofenpest, 1l. Aug. Heute nacht setzten zwei Wtet- lungen des 61.Jnfomtette-Regimcn1s imber der Führung von drei LcuL»vttö aus Kühnen über die untere: DvnQu und „P 0 st" effch«nt die Bemerkung besoutwrs bcdmttmgsvoll, Franzosen sich nicht nach Westen, sondern nach Süden itmfcn sich auf tÄ-e dort besNidLcben feindlichen Vorposten, Es entsparrn stch ein blutiges Handgemenge, bei welchem die derd-en S0 Tote und viele Verwtzrnd«tx: zurück- lteHen. Die Verluste «ns unscver Seite betrugen nur 1 Tdten Und drei Bernnonidete. Nachdem die Abteilungen, die sich durchweg a»s Leuten zusamimmsctztcn, welche sich freiwillig (^meldet hatten, mehrere Delephondrahte des Feindes zcr- fchattteu uw» mit xiemlichem Erfolg Sprengungen von Brikken rmd Stegen vovgenommen hatten, kehrten sie in das Lager zurück, wo sie mit Jubel empfangen wurden. Es ist.M bemerken, daß sich in den Reihen dieser heldciunütigen Leute viele befanden, deren Muttersprache serbisch ist. Frauzöstfchc Beleidigungen gegen Italiener. Wffom, 11. Aug. Einen interessanten Beitrag zu der Art der Behandlung, die die französische Kultur- n-at io n selbst den Angehörigen derjenigen Staaten, die sich neutral erklärten, zuteil werden läßt, bietet eine in einem Blakte in Trcntino veröffentlichte Zuschrift aus Brescia, worin es heißt: In Bresria sind mehrere italienische Arbeiter eingctroffen, die gleich allen anderen italienischen Ar-j beiteru aus Frankreich ausgewiesen worden sind, Sic befanden sich in bedauernswertem Zustand und erzählten von geradezu bestialischen Torturen durch französische Agenten und Soldaten, Die Italiener wurden mit Lanzen und geladenen Revolvern zum Bahnhof getrieben und mußten sich alle Be« schimpjungen, so das übliche Schimpfwort „dumme Macche- roar" gefallen lassen. * * * Die Tätigkeit unserer glottc. Ber l t n, 11, An-g, lieber die Tätigkeit unserer Flotte im bisherigen Kriegsabschnitt ist bekannt geworden, daß auf den drei Kriegsschauplätzen: in der N o r d s e e, O st s e e und im Mittelmeer, Teile der Marine ihre Tätigkeit bis an die feindlichen Lüsten vorgeschoben haben. Diese Unternehmungen zeigen den o f f e n s i v e n militärischen Geist, wie er unsere ganz« Flotte beseelt. Die Beschießung des Kricgs- -hobens von L i b a u und sein« Sperrung, wobei von unseren Streit!rösten außer dem kleinen Kreuzer „Augsburg" auch der Kreuzer „Magdeburg" beteiligt war, ist von Erfolg begleitet gewesen: die dadurch hervorgeruscne Bestürzung zeigt sich u. a. in der Sprengung der Hafenanlagen von Hangoe, Nicht minder wirksam war das Erscheinen . unserer im Mittelmeer befindlichen Schiffe an der Küste von Algier und die Beschießung der befestigten Plätze Phi- .lippevikke und Dorm, wodurch die französischen Truppen- lransportc in erheblichem Maße gestört wurden, en glischen Zeitungsnachrichten Hot das helden- mtttige Vorgehen der kleinen „Königin Luise" unter Führung ihres unerschrockenen Kommandanten Korvettenkapitän Br ermann tiefen Eindruck auf ganz England gemacht und Besorgnis erregt. Trotz der schwierigen Lage, in der sich einzelstehende AuÄandsschiffc den meistens überlegenen fremden Streitkrasten gegenüber befinden, Haider Haine Kreuzer „Dresden" nach englischen Nachrichten den Dampfer „Mauretania" der EuuarB-Lin ie b'is vor den Hafen von Halifax ge j ag t. In der Nordsee haben unsere Seestreitkräfte mehrfach Äorstöße unternommen, ohne aus einen Gegner zu .stoheu, Die Natur des Seekrieges bringt es eben mit sich, daß auf diesem Kriegsschauplatz Zusammenstöße, die tvahr- schettttich zur Entscheidungsschlacht führen würden, unter Ärrrstäoden erst noch geraumer Zett zu erwarten sind. Die „Augsburg" entkommen. Die „Kieler Neuesten Nachrichten" bringen die erfreu- Whe Mtteilung, daß der kleine Kreuzer „Augsburg", der nach den letzten Meldungen Lübau beschossen hatte, und dabei mit einem russischen Kreuzer ins Gefecht gekommen war, seinen Verfolgern glücklich enttonnen und unbeschädigt geblieben ist. Das Gefecht bei Soldau. Von dem Bruder eines Offiziers, der an dem Gefecht bei Soldau teilgcnommen hat, wird der „Bossischen Zeitung" folgender Brief des Bruders zugestefft: Bei dem Gefecht bei Soldau hat unsere Batterie die ersten Lorbeeren geerMet. Unsere Arttllcrie lag ganz im Sand« vergraben grub war kaum zu sehen. Wir schickten eine Kompagnie Radfahrer aus. Ws diese von der russischen Kavallerie erblickt wurden, wollten die Russen sie über den Haufen reiten. Wir ließen die russische Kavallerie auf 500 bis 600 Meter herankommen und gaben dann Feuer, Die Russen ließen 800 Tote und 200 Verwundete zurück: 120 wurden gefangen genommen, twu denen 20 Offiziere waren. Wir selbst hatten nur «wer leicht Verletzte, Die Russen sind ein ganz feiges Volk, Täglich kommen Deserteure über die Grenze, Die russische Kavallerie hat schöne Pferde, aber die Soldaten können nicht schießen, — Ich hoffe dann, im Novenibcr wieder bei Euch zu sein und grüße Euch alle herzlich usw. Die Heimbringung der Ernte, Me „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" schreibt: Me seit Beginn des Krieges vielfach hervorgetretene Befürchtung, es werde wegen der Einberufung eines großen Teiles der lcmdwirffck^fftlichcn Bevölkerung zu den Fahnen nicht gelingen, die Ernte hereinzubringen, darf jetzt als unbegründet bezeichnet werden. Noch den aus vreußischcn Provinzen vorliegenden Berichten ist der Be- darf an Erntearbeitern in den meisten Gebieten aus den beschäftigungslos gewordenen gewerblichen Arbeitern der Umgegend gedeckt worden. Es fehlt jetzt nur noch in wenigen östlichen Bezirken, hauptsächlich in der Provinz Ostpreußen, an landtvirtschaftlichen Arbeiter:,, Mit der Befördernng von Arbeitern nach dem Osten ist be- gönnen worden; da Arbeitskräfte reichlich zur Verfügung stehen, wird die Nachfrage in kurzer Zeit überall befriedigt werden können. Tie Jesuiten zur HilfSseelsorgc zugclassen. Getreu dem Worte des Kaisers, daß er keine Partei und keinen Konfessivnsuutcrschied mehr kenrne, hat der Reichskanzler, der Erzbergerschen Korrespondenz zufolge, angeord- net, daß die bekannte Bundcsratsvcrordmmg äußer 'Kraft tritt und daß die Jesuiten zur Hiffsseelsorge zugelassen sind. Me ganze deutsche Ordcnsprovinz hat sich sckfvn vor acht Tagen dem Heer und der Flotte zur Berfügung gesteM und zwar unter Angabe der Sprachenbeherrschuug der einzelnen Mitglieder, da heute Männer, die die polnische und die russische Sprache verstehen, sehr gut zu gchrauchen sind. Freiherr v. d. Goltz an die Jugend. Berlin, 11. Aug, Generalfeldmarschall Freiherr von der Goltz erlaßt im Namen des Jungdeuffchlvndbundes folgenden Ausruf an die deutsche Jugend: Mit inniger Freude habe ich aus allen Teilen des Reiches die Nachricht erhalten, daß die Jungmannschaflcn unseres Bundes durch wackeres Verhalten, braves und tüchtiges Zugreifen bei den Erntoarbeiten, Hilfeleistungen jeder Art, durch Manneszucht und Ordnung firfi die höchste Anerkennung erworben haben. Ich spreche ihnen allen meinen herzlichsten Dank und meine Anerkennung dafür aus. Ihr Verhallen beweist mir, daß die durch die Lehoen des «Bundes gestreute Saat kräftig ausgegangen ist wrd in der Zukunft reiche Früchte ttagrn wird, in der, wie ich hasse, sich die gesamte deutsche Jugend ohne Ausnahme im großen JUngdcutschlandvundc zusanrmenffndcn wird. Ich glaube, nicht nöttg zu haben, unsere Jungmannschaft zum Ausharren in den begonnenen Hilfeleistungen zu mahnen, Sic wissen ja, daß es unser Grundsatz bei allen Hebungen war, niemals ein angcfangr- nes Werk unvollendet zu lasten: das wird sich jetzt bewähren. Vorwärts also, deutsche Jungmannschaft! Jeder von Euch tue seine Pstichr für das Vaterland, für unseren geliebten Kaiser und sein Reich, gleichgültig, an welchen Platz der cinzrlUc gestellt wird. Während der Dauer des Krieges tritt unser Bund vorübergehend in die allgemeine Neuordnung der Jugendkräfte ein, die in nächster Zeit von höherer Stelle aus getrosten werden wird. In ihr sollen die älteren Klassen vom 16, Lebensjahre auswärts eine AuSbildting erhalten, durch welche sie unmittelbarer als bisher für den Krregs- dicnst vorbereitet werden, Jungbcutschland hat sich früh an den Gedanken gewöhnt, zur Verteidigung des Vaterlandes berufen zu sein. Jetzt sicht es dieses schneller, als wir alle dachten, erfüllt. Es freue sich dessen und setze alle Kräfte ein, sich dieser Bestimmung wert W zeigen. Zur Nordsee! Einer unserer Mitarbeiter schreibt uns: Hamburg, 8, August, Am Tage nach der Kriegserklärung Englands fuhr ich mit cinenr MUitärlokalzug von Homburg nach der Nordseeküste, Langsam fuhr der Zug, gestillt mit Reservisten aus ganz Deutschland, die ihren Secbätaillonen lUtgegUnstrebtcn, und mit vielen jungen Burschen, die sich in Wilhelmshaven oder Cuxl-aven als Freiwillige nielden wollten, aus der mächtigen Halle deS Hamburger Haut'tbahnhofes heraus, „Fenster Müssen vorläuiig geschlossen bleiben!" lautete der strenge Befehl, Denn der Zug pastiert bald binter Hainburg kilometerlange Rampen und Sterndogen und die beiden gewaltigen Brücken über die breid.m Arnre der Elbe, die mit äußerster Ausmerstamleit bewacht werden, K'urz vor Harburg überschreitet die Bahn die letzte große Elbbrückc, Weile Schilgmesen steigen bis zum Wasser hinunter. Zahlreiche Arbeiter und Bauern, oft bis zu den Hüften inr Wasser stehend, schlagen mit Sensen und Sicheln Schilf imd Ried und mit Aorten das Weidengestrüpp nieder, um etwaigen Spionen jede Möglichkeit zu nehmen, sich der Brücke unbemerkt zu nähern. Hinter Harburg dürfen die Fenster wieder geöffnet werden, Langsam rollt der Zug den Schienenweg entlang, über den in Friedenszeit allwöchentlich Tausende nach Cuxbavcn fahren, um von dort aus mit irgend einem der großen Ozoandainpfer nach Amerika zu reisen. Das ist nun alles vorbei, Feder Blick, jeder Gedanke fängt sich wie in einem Netz in dem einen Wort Krieg! Au den Ucbergängen und Brücken der Bahnstrecke stehen mit geschultertem Gewehr die Vosteu, lauter brave Lcmdwchrmäirner, di« noch vor einer Woche friedlich ihrer Arbeit nachgingcm, Zahlreiche Militärzüge fahren an uns vorbei Aus den Fenstern schauen Reservisten, bartlose Marschbauern, Heilster oder Torfstecher mit zu- sammengeknistenen Lippen und schiveigsamw Stirn, hinter der ein eiserner Wille sitzt, und viele junge Burschen, blond, mit hellen Augen und frischen Gesichtern, singend und frohen Mutes. Es ist, als sei jeder Zug einqehüllt in eine herrlick/e Atmosphäre hoher vaterländischer Entschlossenttit, Nack» fast siobenstündiger Fahrt kamen nur gegen neun Uhr abends in Enxhckven an. An den durch Posten geiverrtcn Bahnsteigausgängen müssen wir uns legitimieren und dürfen passieren. In einem Hotel in der Nähe des Bahnhofes — die Hotels nach der Secseite zu sind sämtlich geschlossen — finden wir Unterkunft, jedoch auch nur nach scharfer Legitimierung, Man ist äußerst vorsichtig, rund sünsziq Personen sino in den letzten Tagen in Cuxhaven als spionageverdächtig ergriffen, viele erschossen worden. Um zehn Uhr werden alle Lichter gelöscht. Ich sitze am Fenster im dunsten Zimmer und schaue über die Stadt und empfinde wie nie vorher den schweren Atem des Krieges, Auf der Straße wird kein Zivilist gäduldet, Posten marschieren, Mititärautomvbile rattern unter den dickten Schatten der Nacht, Der Mond steht hinter den Wolken, Kein Lichtlein glimmt von der Elbe her. Weit, schwarz und schweigsam liegt die Nordsee, Ein kleiner Kellner kommt blaß und bebend herein: „Es wird ein Nachtangriff 'der englischen Flotte befürchtet!" Aber es war wohl melw eine Bofftellung seiner verwirrten Phantasie , , , Die Nacht blieb schwer, düster und still. Früh am Morgen meldete ich mich auf der Kommandantur beim Polizcimeister zur Erlangung eines Ansenthaltsschcines, Erhielt aber weiter nichts als den Rat, schleunigst abzureisen, _ So blieb nichts anderes übrig, als beim Magistrat der Stadt einen Erlaubnisschein zirr Abreise ju holen. Mit dieser starken Legitimation in der Tasche war ,ch noch einen halben Tag, bis, zur Msahrt des Zuges, in Cuxhaven, Die Atmosphäre der kleinen Stadt ist Volk von der Abnung des fernen Feindes, Man ist völlig von der Außenwelt abgeschlossen, es kommen keine Zeitungen, keine Briefe, Die Zeitungsredastionen sind ohne Telegramme und Dcvcschenbricse und müssen ibre Blätter mst „alten Ladenhütern" füllen, weil sie nichts erfahren. Die Befestignngswerke sind in weitem Umkreis durch Postenketten abgesperrt. Im Gestänge neben der Seewartc geben die Flaggenzeichen aus und nieder. Auf dem Uhrturm am Hafen weht, breit und ruhig, die Flagge des Roten Kreuzes, Die letzten deutschen Heringslvggcr, KolKcnschoner nnd Fischcwer werden von Schlcvpern aus der Nordsee herausgeholt. Und auf dem grünen Dämm, der breit nnd wichtig zum Sand- strcrnd hinuulerläust, rennt ein kleines Mädelchen, 5 Jahre alt, lachend nnd mit ausgcstreckten Armen zwei taumelnden Schmetterlingen nach. , . Ein deutscher Tamvfer kommt von London mit letzten deutschen Flüchtlingen und Milllärpflichtigen, Durch schweren Nebel hindurch sitck sie den englischen Sbähschifsen entwischt. Er wird angeholten rcnd fährt weiter nach Hamburg, Passagiere erzählen den Offizieren, daß durch ganz London eine ungeheure Bewegung gegenden Krieg geht. Alle Autodroschken sind mit Plakaten beklebt: „We want no war with Germ anv!" „Wir wallen keinen Krieg mit Deritschland!" Aber der Krieg ist da. Und kein Protest wirst die Ereignisse ins Ungeschehene zurück. Es ist natürlich im Interesse der Verteidigung streng verboten, irgend welche Beobachtungen über Befestigungen und Schiffsverkehr mitzutellen. Man kann nur sagen, daß die Eingangspforte zur Elbe und zur deutschen HandelSmetrovole sich in einer imponierenden Kriegsbereitschaft befindet, Osstziere und Mannschaften sind von bewundernswetter Ruhe und Zuvefficht, Alles ist freundlich miteinander. Man svütt es freudig bis ins ttefste Herz: Bruder steht neben Bruder, Aber gleichwohl liegt eine schwere Spaimung in der Lust, Vielleicht die Ruhe vor dem Sturm, Taktiker der Theorie vermuten dieses, vermuten jenes — aber was wirklich geschehen nnrd, weiß natürlich niemand. Aus jeden Fall dar! die deutsche Nation das große Vettrauen haben, daß sich die feindlichen Panzer an den mächtigen Stützpunsten der Nordsee die stählernen Köpfe einrennen können. Spät in der Nacht kam ich nach Hamburg zurück. Zusammen mit vielen Freiwilligen, die man in den Garnisonen der Nordseestiste als überzählig hatte zurückweisen müssen. Manche waren schon viele Tage untenoegs, um irgendwo unterzukommcn. Aber sie verlieren Mut und Begeisterung nicht. Sie schmücken ihre Eisenbahnwagen mit srischem Laub und bunten Feldblumen, die sie mit ihren Taschenmessern eilig von den Bahndämmen herunterschneiden, wenn der Zug eine Minute hält, und singen unermüdlich ihre tavseren Vaterlandslieder, Man kann hinkvmmen, wohin man will, immer steht man auis neue ergriffen unter dem gewaltigen Eindruck: das deutsche Volk steht aus! Kurt Küchler. hinter den Uulissen der sranzöjijchen heerer. Grimmiger Humor der Geschickte! Für diesen Herbst hatte die sranzösische Heeresleitung Manöver des 1. nnd 2, Korps unter der Leitung des Generals Eastelnau in Aussicht gen»,umen, die an der belgischen Grenze stattfindcn iolUni. Es ist der Kriegsschauplatz von heute uud jetzt jind die deuticheil Truppen dabei, den Franzosen vor der Zeit zu zeigen, welche Fehler sie bei diesen Manövern nicht lzntten nräckzcn dürfen. Zu dem kleinen, beleibten General Jofsre, jetzt dem Generalissimus der fianzösischen Armee, hal>cn dieicnigei, 6>eneräle, die sich mehr mit müitärü'chen Fragen, als mit Polittk befassen, von jeder wenig Vertrauen besessen, Ec ist als „politischer Eicneral" verschtteen, wie sein Freund 6Venera! Faurie, der im Herbst vorigen Jahres großem Lärm der radikalen Parteien zur Dispositiou gestelll. wuibe, Joffrc war es, der im August des vergangenen Jahres nacht Petersburg fiihr, um angesichts der „drolxmden Rüsttingen Deutschlands" das mllitärischc Bündnis mit Rußland zu erweitern und' neue Abmachuirgen mit dem russischen Generalstab filr ein gemeinsames Zusammenarbeiten für den jetzt ja eingetretenen Kriegssaklzu treffen. Die „Seele" der französischen Armee ist dagegeii General Eastelnau, der nur durch seine Bekanntschaft mit eirrrr Reihe: rohalistischer Führer daran verhindert wurde, auch wirllich die> Leitung des aus 12 Alitgliederu bestehenden obersten Kriegsrates« zu übernehmen. Die letzten Monate vor dem Kriege l>abm wieder-: lzolt schwere Meinungsverschiedenheiten zwischen^ Castclnau und Joffie ergeben, der sich vielfach darauf beschränkte, vom grünen Tisch aus einander übcfftürzende Anweisungen zu: erlassen nnd dadurch mit den einzelnen Korpskommandeurrn in, Konflikte geriet. Der vielgenannte einarmige General Pan —: Frankreichs „Graf Haeseler" — dürfte als taktischer Führer kaum in Frage komincn: er ist ein alter Haudegen, aber kern Stratege. Und wie steht es mit der Armee? Mau wird sie als tollkühn, aber wenig organisiert bezeichnen können. Vielleicht sind die Anllagcn, die Senator Humbett noch kurz vor Aus- ^ bruch des Krieges gegen die Militärvcrivaltung erhob, zum Teil. übertrieben, da er als militärischer Mitarbeiter der Zeitung „Le Journal" unwillkürlich die Interessen seines Brotherrn vertreten haben wird, der jetzt der Wasfenfabrikant Schneider in Creuzot als Inhaber dieser Zeitung ist. Immerhin ging zu Friedenszeiten schon > vieles darunter und darüber und jetzt wird es noch schlimmer sein., Eiirige Beispiele werden das am besten beleuchten, Zuefft die Toll- ' kühnheit. Ein französischer Fliegerosiizier bemerkte in 2000 Metern Höhe, wie sich eine Schraube seines Kattentisches gelockett hatte uud jetzt von der unteren Tragilächc seines Dovvcldeckers ^egeir den Propeller zu fallen drohte. Dies wäre sein sicherer uod gewesen, da der kleinste harte Gegenstand den aus vielen hundett dünnen Holzscheiben acarüciletcn Propeller zersplittert. Was tun? Er stellt das Steuer test, verläßt in schwindelnder Höhe seinen Sitz und stößt mit dem Ilbsatz ein Lock» in die Tragfläche, durch das nach einigem Balancieren die Schraube lstndurchiällt. Er ift_ gerettet. Aus den viel einfacheren Weg, den Motor abzustellcn und im Glcit- slug niederzugehen, ist er nicht gekommen, Tie Tollkühnheit raubt« ihm die lleberlegung. Denkt man dazu an die mannigfachen Klagen, die selbst von französischen Ossizieren über den Schlendrian aut den Flugplätzen gefühtt worden sind, >vo oft Dutzende fettiger Flugzecige ohne die dazu gehörigen Avvarate lagen, dann wird man erkennen, warum einzelne sranzösische Flieger zwar Heldenhaftes vollbringen, die Lösung größerer Ausgaben aber an Mangel an Organisation scheitern muß. Noch ein Beispiel aus der Marine, Tie französischen U u- tersceboote führen zum Teil deutsche Dieselmotoren, die früher auch aus Deutschland bezogen wurden. Als eines Tages der; Motor eines Unterseebootes in Toulon versagte, wandte man sich, an die Zentralstelle in Paris und diese schrieb wiederum an die ^ deutsche Firma, Darauf erhielt die Mattneverwalttmg eine An-' ahl von Broschüren mit einer Anleitung über die ^Handlung:: es Motors, In Toulon ninktc man, daß diese Anweisungen in deutscher Sprache abgcfaßt waren. Da keiner der Offiziere di«' deutsche Sprache so beherrschte, um die technischen Anweisungen zu übersetzen, ging man zu einem deutschen Dolmetscher, Diestt umr bereit, die Ueberseyung rwrzunchmen, erklärte aber, man müsse ' ihm auf einem Unteffeebovt einen in Tättgkeit befindlichen Motor vvrführen, damit er sich mit bessert .Einzelhesten zureckitfinde. Das war aber nach Ansicht des kommandierenden fAdmirals unmöglich, Alle Einwände, der Motor.selbst stamme ja aus Deutschland, infolgedessen sei auch seine Konstruktion dort bekannt, halsen ihm nichts, „Wenn ich einen Deutschen auf ein französisches llnttt« seeboot lasse, bin ich morgen pensionittt," entgegnete der Wmiral., Man nahm also den Motor heraus und ersetzte ihn durch ement vollständig neuen, der — hoffen wir es — vielleicht nach einiger Zeit auch nicht mehr funkttonierte, iveil man ihn mcht zu behandeln vmtand. Daß die französische Pulvcrsabrikation auf die chemische Industrie Deutschlands angewiesen ist, dürfte wohl allgemein bekannt sein. Als man eine Zeitlang nur iranzösisches Material verwendete, waren die Explosionen des berüchtigten L-Pulvers an der Tagesordnung, Aus dem Reiche. Berlin, 10. August, Von großen Spenden sind bei dem Zentralkomitee des Rote» Kreuzes eingegangen: 60 000 Mk, von der Commerz- und Tiskontobänk, 50 000 Mk. von der Bank für Handel und Industrie, Berlin, 1l. August, In einer amtlichen Bekcrmit- machung irnrd darMkf hiiigewiesen, daß Vergnügungen, leichterArt (tolle Possen, Tanzlokale, Tingeltangel usm.)' dem Ernste der Zett nicht-entspräckfen. Auch könnte das dafür ansbegebene Geld besser verwendet werden. Der patriotische Sann des deutschen Volkes würde schon dos richtig« Maßhalten lehren, Essen, 10, August, Herr und Fran Krupp von Bohlen und Halbach stellten für sich und die Firnra Krupp für die verschiedenen Zentralen der örtlichen Organisationen für Kriegsliebesdienste eine Million Mark zur Verfügung, München, ll. Aug, Der Fabrikbesitzer Hugo von M as fei stellte die Kartoffelernte seines Gutes, etwa 10000 Zentner, den Familienangehörigen von Kriegsteilnehmern zur Vcrfiigung. Zum gleichen Ziveck sttsteten die Münchener Rückversicherungsgesellschaft 10000 Mk. und die Kommerzienräte Hermann und Theobald Heine,nann je 5000 Mark. Leipzig, 11. Aug, Der hiesige Oberpostdirektor Do- mizlofs ist zum Fe ld o b e rp ostmc ist e r der deutschen Armee ernannt worden. Deutscl-e Koldtiicit. Die Besetzung von Lome. Die „Norddeutsche AIlg, Ztg," schreibt: Tie Besetzung von Lome, der Hauvtstadt unseres Schutzgebietes Togo, durch eine aus der benachbarten Goldküste eingedrungene englische Truppenexpedition hat, wie wir hören, im Reichskolo- nialamt nicht imgcringstcn überrascht. Bei der geographisch außerordentlich schwierigen Lage der lang- geftrecktcn schmalen, zwischen französisches und englisches Gc- b,et eingekeilten Kolonie mußte mit einem derariigen Handstreich gerechnet werden. Wir müssen uns deshalb mit einer vorübergehenden englischen Verwaltung in unserer kleinen Mu,terkolonie abfindcn. und sind überzeugt, daß unsere zuc Verteidigung aus natürlichen Gründen wirksamer vorbercitc- ten großen afrikanischen Kolonien das Schicksal Togos nicht >o leicht teilen dürften, namentlich unsere wackeren Süd- orster, Militür- und Zivildevölkerung, werden sich ihrer ^>aut zu wehren wissen. Wie es aber auch kommen mag, über ias Schicksal unseres Kolonialbesitzes wird auf den Schlacht- cldern Europas entschieden werden. Diese Entscheidung önnen und ivollen wir ruhig abwarten. Au» Stadt und Land» Gießen, 12. August 1914. Ich bin ein Deutscher. Zu singen nach der Melodie: Ich bin ein Preuße. Ich bin ein Deutscher, kennt Ihr meine Farben, Die Fahne weht uns schwarz-weiß-rot voran — ■ Das deutsche Reich, dein unsere Väter starben, ES lebt, das deuten Euch die Farben an. Wir wollen's nim behüten Vor unserer Feinde Wüten. — Sei's trüber Tag, sei'3 Izcit'rrr Sonnenschein, Ich bin ein Deutscher, will ein Dcutsct>er sein. Bon Ost und Westen zucken jetzt die Blitze, Es rast der Sturm im deutsctxn Eichenwald, Im Donner löst sich nun di» schwüle Litze, Des Schicksals Stimme dröhnend widerhallt. Vergeblich sei das Wettern, Die Deutschen zu zerschmettern. Die Russen hier, Franzosen dort uns droh'n. Im Bund mit Dir, Du schnödes Albion. Ms Slavenherrschcr steht aus breiter Erde Mit srechenr Blick der russische Koloß, Er haßt den ttzeist und züchtet nur die Herde, Gewalt irnd Roheit ist sein wüster Sproß Wir stehen wie die Mauern ; Und > vollen nicht erschauern. Koinmt auch von Ost die große Rciterslut, Die deutschen ivdärmer haben guten Mut. Uud Frarrkreich, das dereinst im Reich, dem alten, Mit Deutschland hat der große Karl gepaart, Ws Erbsciud haben wir Dich lang gehalten. Weil deutsches Land Dir einst zur Beute ward. Wir kämpfen jetzt als Hüter Für unstre hWigen Güter. War nicht genug des Sedan-Krieges Qual? Aus deutschem Eisen hämmert Ihr jetzt Stahl. Engländer Ihr, der Angelsachsen Erben, Dmchseucht mit Düirkel und mit Eigensucht, Mach Mich schallt einst das bitt're Wörtchen: Sterbe»! l Seid von Gen Minen ewig mm verflucht! Ihr helft setzt den Barbaren, Wir woften uns bewahren: Vernichtung sinnt Ihr unserer Macht und Wehr! Di« Flotte scluttzt uns wie zu Land das Heer. Der Kaiser sprach: „Der Hader ist verschwunden, Das ganze Volk steht zu mir scst und treu, Nichts von Parteien gibt's in diesen Stunden, Ter alte Geist von sichtig tvurde neu!" — Laßt's unsere Feinde hören! Wir alle wollen schwören: Heil Kaiser 'Dir, Heil deutsches Reich imd Land, Es eint uns feft des deutschen Volkes Band, — Nun kommt ein Kampf, wie ilm die Welt nicht schaute, Europas Völkern bringt er höchste Not, Was lange schon still inr geheimen graute. Nun wird es Wahrheit: Siegen oder Tod. 2lus! Laßt die Fahnen fliegen Durch schweren Kamps zum Siegen! Schwarz, weiß und rot, die deuten im Verein: Wir wollen Deutsche, wollen Deutsche sein! Gießen, am 8. Aug. 1914. Or. R. Sommer. *' Ordensverleihung. Der Groß Herzog hat dem Vorstand des städtischen Hochbnuamts in Mainz Baurat Adolf G c l i u s das Ritterkreuz 1. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen, dem Direktor des städtischen Krankenhauses in Mainz Geheimen Medizinalrat Dr. Mi- chacl Reisingcr das Ritterkreuz 1. Klasse des Sterns von Brabant mit der Krone, der Anna Schneider, Schwester- Oberin Hildegard des Ordens der Barmherzigen Schwestern des hl. Bincenz von Paul, im städtischen Krankenhaus zu Mainz, das Ernst-Ludwig-Elconoren-Kreuz verliehen. ** Ernennungen. Der Großherzog hat den Lehramlsasscssor Wilhelm Philipps aus Fricdbcrg zum Oberlehrer an dem Lehrerseniinar zu Friedüerg, den Finanzaspiranten Wilhelm Filsinger zu Darmstadt zum Revisor bei der Eichungsinspektion ernannt. ** S ch u 1 d i e n st. Uebcrtragen wurde dem Lehrer Wilhelm Kratz in Rodheim v. d. H. eine Lehrerstelle an der Volksschule zu Wieseck. ** Hinein in die Feuerwehren! Infolge der Ein- berusung vieler Feuerwehrleute sind die freiwilligen Feuerwehren, namentlich aus dem Laiche, vielsach schwach besetzt, so daß im Falle eines Brandes ein rasches erfolgreiches Löschen kaum möglich wäre. Das würde gerade in Kriegszeften doppelt verhäng», voll werden, da große Frucht- und Futtervorräte der Bernichtnag anheimftelen, die uns jetzt doppelt wertvoll sind. So wichtig die Einbringung der Ernte ist, so wichtig ist ihre Erhaltung, ,arnm rnöge sich scher freie Bürger der Wehr seines Wohnortes zur Verfügung stellen! ** In der Volksküche im Lase Ebel wurde am Dienstag bereits an 200 Personen Essen v>erabreicht. Für heute wird sich diese Zahl wohl verdoppeln. Wi« uns mitgeteilt toirb, funktioniert die Volksküche vorzüglich. Langkreis Gießen. e. Langsdorf, 11. Aug. Tie HauSsammlung tür das Rote Kreuz ergab die schöne Summe von 423 Mk., die Kirchenkollekte am Sonntag 200 Mark. An den beiden letzte» Eonnlagen wurden stark besuchte Abendmahlgottesdienste für die Einrückenden und ihre Angehörigen abgehalten. — Die Ernte schreitet rasch vorwärts dank der gegenseitigen Hilft. Alles ist von dem Bewußtsein erfüllt: Hier gilt nicht mehr das Wort ,mein", sonder» nur noch das 'Wort .unser'. _ Ei» Versuch überzeugt. Wenn Säuglinge und .Kinder im erben Lebensalter trotz iorgsältigitcr und liebevollster Pflege nicht recht ln der Ernährung vorwärts kommen, so empfiehlt sich unter allen Umitände» ein Versuch mit Nestle'S Sindcrmchl. Bel Magew und DarmiMrungen, die infolge Verabreichung schwer verdaulicher Kuhmilch, oder nicht geeigneter Nährmittel entstanden sind, wirkt Nestle hänsig in kürzester Zeit geradezu Wunder. Für einen Versuch sendet eine Probcdose gratis und franko Restle s Kinder mehl G. m. b. H., Berlin W. 57. 850ss Bekanntmachung. Betreffend: Erhaltung des Viehstandes. Im Interesse möglichster Erhaltung des BiehstcrndeS und um eine spätere unnötige Steigerung der Preise für Schlachtvieh und damit für Fleisch selbst zu vermeiden, wird dringend empfohlen, bis auf weiteres Vieh nur an solche Händler zu verlausen, die sich als von der Militärbehörde zum Bi ehankauf beauftragt ausweisen können. Was andere Verkäufe anlangt, so werden solche möglichst direkt cm die Metzger und unter Ausschluß des Zwischenhandels angeraten. Die Großherzoglichen Bürgermeistereien wollen entsprechend dem Vorstehenden auf die Bevölkerimp e i n w i r k e n. Gießen, den 12. August 1914. G-roßherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Ufinger. Für Einberufene! Riesen-Posten ITrikotap I Unterhosen 2 . 001.50 1.25 Unterhemde^.... 2 . 351.05 1.25 Qnnlfan Wolle *nd Baumwolle <5 er 50CK6n -..... 0.95 0.50 U.dü Hosenträger . . . 0.95 0.75 0.40 Fnsslappen....... 0.30 0.25 13unteTaschentiichero.45 0.30 0.15 Enorm billig TAG) I Schlafdecken . . 1.10 0.85! 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LIM» Sigmund ISahnhofstrasse 54 I. w Gutenbergstra.ßel4 i Sochf. Eerrsi!haT!s-Wc! 2 nnu 5 , 8 .Himmcr nebit Wintergan., Bad. Zentral-Helznng, Gas »nd elekir. Licht und allem Zubehör auf 1. Oktober zu verm. Näheres dnselbit. l^> | 6 Zimmer | ßosthez!r.3SI sch. B-Zinuncr- woha. in. Loggia, Balkon und all. Zub. o. Oktob. zu nenn. " Nab. Frankfurter Sir. 29. Zimmer für den Todesfall. Die Versicherung tritt sofort in Kraft. Anmeldungen werden entgegengenommen und Policen innerhalb 24 Stunden verabfolgt. A. Fröhlich, Generalagent! Nord-Anlage 31. 90 Pferdeversteigerung. Donnerstag, den 13. August 1014, vor- nittags 10 Uhr, sollen im Großh. Hofmarstalle >ahier 8 ausrangierte Landgestütsbeschäler, darunter wer, der seit mehreren Wochen kastriert, versteigert »erden. Wir bemerken hierbei, daß die Pferde an Zwischenhändler nicht abgegeben werden. Darmstadt, den 8. August 1914. 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