Nr. *84 Ter «letzener Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags. — Beilagen: viermal wöchentlich Slebenerzainiliendläller, zweimal wachen:l.Kteis< blatt fär btnKttis witgtn (Dienstag und Freitag); zweimal nionail. land- wlrtlchaftlich« Seitfragei, tziernsprech - Anschlüste: lür die Redaktion 113, Verlag ». Expedition S1 üldrefse ffir Tepelchen: Anzeiger «üießco. Annahme van Anzeige, Kit die Tagesnnmmer bis vormittags tz Uhr. Erstes Blatt *64. Zahrgang §amstag, 8. August *9*4 General-Anzeiger für Oberhessen votalionrüruck »nü Verlag der vrihi'schen Univ.-Such- vuö Zleindruckerei K. Lange. SczugSSretS: nwnatUch 75 V!., vierteljährlich Mk. 2.20: durch Adhole- u. Zweigstellen monatlich 6a Pj.: durch diePost Mk.2.— viertel» jätirl. ausschl. Bestellq. Zeilenpreis: lokal 15Ps, auswärts 20 Pseimiq. Clieircdakieur: 21. Goey. Verantwortlich sür den polil. Teil: Aug. Goetz: iür .Feuilleton., .Vermischtes. und.GerichtS- saal": Karl Neurath; iür .Stadt und Land.; Ne-aktlou, «SrpeMtion und OruJcrci: Zchulstratze 7 . Ln^ig^mäl:' H?B-L m Lüttich im Sturm genommen! Gestern abend 9 Uhr war bei uns sollende Nachricht -tngelausen und durch Aushang bekannt gegeben worden: Berlin. 7. Aug. Lüttich ist von den deutschen Truppen im Sturm genommen worden. Berlin, 7. Aug Unsere Borbuten rückten gestern 'ängs der ganzen Grenze in Belgien ein. Eine un- bedeutende Truppenabteilung versuchte -inen Handstreich aus Lüttich mit großer Kühnheit. Einzelne Reiter drangen in die Stadt rin >nd wollten sich des Kommandanten bemächtigen, der sich nur durch die Flucht retten konnte. Ter Handstreich auf die modern ausgebautc Festung selbst glückte nicht, die Truppen stehen vor der Festung in Fühlung mit dem Gegner. Natürlich wird die gesamte Presse des feindlichen Ausländer diese Unternehmung, die aus den tüang der großen Operationen ohne jeden Einfluß ist. zu einer Niederlage stempeln Für uns ist sic mir eine in der .Kriegsgeschichte einzig dastehende Tat und ein Beweis für die todesmutige Angriffslust unserer Truppen. Zu der obigen entscheidenden Meldung kamen sodann heute früh noch folgende Ergänzungen: Nachdem dir Abteilungen. die den Handstreich auf Lüttich unternommen hatten, verstärkt worden waren, wurde der Angriff durchgeführt. Heule morgen 8 Uhr war die Festung in deutschem Besitz. Ter Kaiser hat dem General der Infanterie v. Em- m i ch. der persönlich de» sturm aus Lüttich befehligte, den C tben „Pour l c M c r i t c" verliehe». Berlin, 7. Aug. Der Kaiser, welcher den Chef des Generalstabs empfangen hatte, schickte soeben einen scffier Flügeladsntanten nach dem Lustgarten und ließ dem Publi fum mitteilcn, dir Festung Lüttich sei gefallen. Das Publikum brach in begeisterte Hoch- und Hurrarufe aus. * * * • Lüttich ist die drittgrößte Stadt Belgiens, Hauptstadt der gleichnaniigen Provinz. Mittelpunlt eines docheniwickel ten Industriebezirks, liegt im Tale der Maas, an der Mündung der Ourthc und bat einschließlich seiner Boronc über 200000 Einwodner. Die Altstadt und größere Halite liegt aus dem linken User der Maas, aus dem rechten liegen Fabriken und Arbeiterviertel. Derneue Fortgürtel um gibtLültich alsEllioic mit 6 bisst Kilometer Entfernung und Zwischenräumen v o n 3,5 bis 6,5 Kilometer. Tic Garnison besteht aus zwei Jnsan- lerieregnnenlern, einem Artilleriereqimenk und zwei Regimentern Kavallerie. Infolge der Maasregulierung ist Lüttich eine der schönsten Städte Belgiens geworden. Die erste größere deutsche Siegesbotschaft hat überall die größte Begeisterung hervorgcruien. Wenn man bedenkt. daß es n»r deutsche Borlruvven sind, wie cs heißt. 6 Brigaden, dir am 6. Mobilmachungslag diese herrliche Wassentak vollbrachten, so kann man den weiteren Ereig niisen mit guten Erwartungen entgegenschen. Tie Maas- linie bildet den nördliche» Teil der vorderen französischen Verteidigungslinie gegen Deutschland sowie gegen Luxem bürg. Aus der untere» Maaslinic, die als Turchgangs- straßc durch Belgien dient, ist außer Lüttich noch die Festung Nomur in den neunziger Jahren bescstigl worden. Lüttich dal einen Gürtel von 12 Forts, Nnmur von 9 Forls. Da die Belgier sich zu unseren Feinden geschlagen haben, wer den auch die Geschütze und das gei'amle Kricgsmaierial in deutsche Hand gesallcn sein. Wird Namur nun ebenfalls genommen ivielleicht auch Antwerpen!, so ist die Bahn sür das Eindringen in Frankreich frei, und den Franzosen wird öS bald ungeinürlich werden, denn sie haben im Vertrauen aui die belgischen Befestigungen a>i ihrer Nordgrenze bei wcileni nichi so viel getan als im Westen. Ter Ueberiall scheint mit größter .Kühnheit durchgeführt worden zu sei», und bas ist sür uns Deutsche eine gute Vorbedeutung.' Wenn Lüttich auch kein Belfort ist, so hatte es als Festung doch den Zweck, einen vordringcnden Feind ausznlxtlten Wenn sie gleich beim ersten Ansturm siel, to tu das für die Belgier kein Ruhmesblatt, denn die Deutschen hatten kein großes Bclagcrungsbeer. Ter tapfere deutsche General v Ein mich, der den Sturm befehligte, bat bereits voni Kaiser de» Orden „Pour le inerite" erhol ten Diese Tat wird unsere deutschen Truppen zu weiterem tapferen Vorgehen ermutigen, und wenn es heißt, daß in Antwerpen große Erbitterung gegen die Deutschen fick, geltend mache, so werden »vir leicht darüber hinwegkommcn. Dir kragen setzt nicht? inehr nach svmpathie oder Antipathie. Die Hailptsache, die uns allen das Herz so hoch schlagen läßt, ist, daß das deutsche Volk »un genau weiß, was es min: es muß die Welt durch seinen Geist der Einmütigkeit und der Tapser- keir endgültig von scincni Werte und seiner Bedeutung überzeugen »utd die Neider über den Hausen rennen. Hocherfreu- licv ist cs, daß auch die Tenttchen im Auslande treu zum Nutterlande hotten, so haben die Deutsch-Amerikaner in amerikanische» Zeitungen schon einen Ausruf oerörsenilickü. in dem sic aussoiwera. -in Zukunft vom Ankauf englischer Waren abzustehcn. Diese Nachricht allein ist so vorteilhaft: -lnd die Durchführung der Maßregel jo wunschenSwerr, daß Meldungen, wie die jetzt bekannt werdende Kriegserklärung Montenegros an Leiterreich zur völligen Bedeutungslosig- keir hcrcwsinken. Deutschenhaß in Antwerpen. Berlin, 7. -Aug. Eü. aus Antwerpen gestern abend ziiriickgekehricr Berliner erzählt, daß vor .zwcr Tagen scimI- licheDe urschen an gewiesen ivurden, innerhalb einer Stunde Antwerpen zu verlassen. Es wurde ihnen nicht einmal Zeit gegeben, ihr Eijpmtum initzunehmen. sic mußten alles im Stiche lassen. Biele Deutsche, darunter zahlreiche Reiervcoisizierr, wurden verhaftet. Es berrschl ein ungeheurer Deutschenhaß. Sämlliche deulschen Wirtschaften wurden vom Pöbel zertrümmert und viele Deutsche ans der Straße udersallen und mißhandelt. Jin Jahre 1870 erging der Mobilmachungsbefehl am 15. Juli. Erst nach drei Wochen kam es zum ersten größeren Gefecht. So ivird auch letzt trotz des ausgedehnte» Bahn netzes die Versammlung der Malienheere zuni entscheidenden schlaue noch einige Zeit dauern. Tie Lcsscntlichkeil muß dar über klar sein, daß die Rücksicht aui die bevorstehenden Ope- ralwnen der obersten Heeresleilung nocki unbedingte Zurückhaltung mit de» zu veröffentlichenden Nachrich te» auferlegl. Der deute beginnende 7. Mobilmachnngslaq läßt aber bereits eine Mitteilung über den bisherigen Bcr laus der Mobilmachung zu. Wie wir von maßgebenden Siel len Horen, ist an den Großen Gencralstab noch keine einzige Rückfrage gestellt worden. Tie Mobilmamung und die Eisen bahntransportbewegui'.gen verlausen danach in größter Ordnung, nach dem im Frieden ausgestellten Plan. Auch im verbündeten O cstcrrcich llngarn geht die Mobilmachung glatt vonstartcn. Die zwischen den Gencralstabschess der österreichischen und der deutschen Armee seil Jahren be stehenden nahen persönlichen Beziehungen verdichteten sich zu einem cngcnBcrlraucnsocrbällnts. * * * Grohherzog Ernst Ludwig zieht mit ins Feld. T armstad k. 7. «u«. tir ..Darmstädter Zeitung ' teilt mit: Leine Königl. Hoh. der G r o ß h e r z o q haben bei Lr. Majestät dem Kaiser telegraphisch den Wunsch zu erkennen gegeben, ins Feld zu rücken, um seinen Truppen nahe zu sein. Le. Majestät vaben dieser Ab sichk zugestimmt und demnächst durch besonderes Hand schreiben weitere Bestimmungen für die Zeit unmittelbar nach Beendigung der Truppentransporte in Aussicht ge stellt. Der Kaifers Tochter als Regentin von Braunschweig. Braun schweig, 6. Aug. Die amtlichen „Braunschweiger Anzeigen" vcrösientlichen Folgendes: Bon Gottes Gnaden, Wir Ernst August, Herzog zu Braun- schweig und Lüneburg usw. »ügen hiermit zu wissen, daß Wir uns bewogen gesunde» haben, sür die Zeit unserer Abwesenheit sür den Kriegsfall oder he, sonstiger Verhinderung. uns von unserer geliebten Gemahlin Viktoria Luise, Herzogin zu Braunschweig und Lüneburg, Prinzessin von Preußen, Königliche Hoheit, zu unserem Stellvertreter in der Negierung des Herzogtums zu ernennen. Urkundlich unler unsere, eigenhändigen Unlcrschrist und bci- gedrucklem geheimen Kanzleisiegcl. Braunschwcig, tcn 31. Juli 1914. E r n st August. C. Wolss. Boden. Die „Brarmichweiger Anzeigen" verössentlichen ferner folgendes: Ter Herzog, mein geliebter Mann, hat lick ru der Armee begeben. um gegenüber dem großen Paterlande seine Pflicht zu erfüllen, die sür alle Deutschen, vom Fürsten bis zu ni schlichten Mann, die höchste Berpslich- t u n g ist Mir ist laut Perordnung meines Gemahls die ernste Ausgabe »ugewieien. »vährend der Abwesenheit des Herzogs in seiner Vertretung die Regierung des Herzoglum» zu führen. Indem ich dieic Brrtrttung übernehme, versichere ich bei meinem fürstlichen Wort, daß ich bei der Stellvertretung die Landesverfassung in allen ihren Bestimmungen beobachten, auirechterdalten und beschützen werde. Ich weiß gleich dem Herzog, daß alle Braunschweiger und olle sonstigen Bewohn-r des Großherzogtunis das Aeußerste aiiioietcn werden, um das Vaterland zu einem glücklichen Ziele zu führen. Wir beide wissen, daß auch die Regierung zur Wohlfahrt des Herzogtums bei jedermann hingebende und ausopseliide Hilfe und stütze finden wird. Ein jeder wird bas eigene Geschick dem großen Ziele freudig unterordnen, so wird deutsche Treue nach allen Richtungen unvergleichlich und unvergeßlich sich bewähren. Das walte Gott! Urkundlich unter unserer eigenhändigen Unterschriit und bei- gedrucktem geheimen Kanzleisiegel. Braun schweig, 6. August 1914. Viktoria Luise. C. Wolfs. Boden- RÜcktritt englischer Minister. Daß die Stimmung in England nicht ungeteilt für das Vorgehen -Sir Grehs rst, gehr aus folgender Meldung hervor: London, 6. Aug. Reuiermeldung. über Kopenhagen., Premierminister A s g u i r h kündigte im Unterhaus e au, daß der Lordpräsrdent des Acheuncn Mts-Viscount Mörlen. der Handelsminister Burns und der Parkaments- sckretär im Unterrichiscunt Trcvclnan von thren Aem- rern zurückgetrelen sind. Lord Beauchamvs wurde zum Nachsolger Marlens ernannt. Burns wurde durch den Land- wirtschastsminister Runciman ersetzt. • . * Die Beschlüsse der Bundesratr. Berlin, 7. August. Ter Bundesrat 1>at zwei gesetzliche Anordnungen getroffen, durch welche einem allgemeinen Moratorium vorgebeugt iverdcn soll. Ein allgemeines Moratorium iv i r d nicht erlassen. Gerichtliche Zahlungsfrist Nach der ersten Anordnung soll das Gericht dem Schuldner für eine vor dein :!1. Juli entstandene Fordern»z eine Zahlungsfrist von längstens drei Monaten iitötigenfalls unter Auslage einer Sicherheit) beivilligen können, soweit dieses nötig und mit der Mckslcht auf den Gläubiger vereinbar ist. Ter Antrag soll nicht nur un Prozeß oder während der -sivangsvollstreckung, sondern: schon vorher zulässig sein. Tic Gcrichlskostcn werden mög- lichst gering bemessen. Tie zweite Anordnung betrifft die Suspendierung von -lnslaudssordernngcn. Ter Bundesrat hat beschlossen, ausländische Forderungen grundsätzlich von der Geltendmachung im Jnlande auf drei Monate auszilschließen, soweit cs sich um An- svriickie bandelt, die vor dem 31. Juli 1914 entstanden sind. Ter Reichskanzler soll crniächtiat sei», -Ausnahmen von dieser Borschrist und zwar sonwhl sür ganze Länder, als aucl) sür einzelne Länder zuMlasscn. Keine Anwendungj findet die Suspendierung der Forderungen von -Austäirdern auf solche ausländische Betriebe und m>s Anslünder, die nn Jnlande ihren Titz haben. Der Reichskanzler soll aber Ausnahmen von dieser Borschrisl zulassen dürfen, insoweit au. - länDtfoic Staaten die dort an'.rssigen Deut>ck»en von st T~' Geltendmachung ihrer Rechte ansschließen. Tie aus vorläufig hrci Monate, d. h. bis zum 3l. Oktober 1914 er- lassrne Maßregel lann im Bedarfsfälle verlängert werden. Tie Verordnung deniht ans den, Gedanlen der «Kcgenseitig- leit. Da aber bei der gegenwärtigen Lage eine genaue Kenntnis der Maßregeln anderer Staaten nicht ohne Verzug zu gcwinrcn ist so mußte der bundcsr.it das „Moratorium" auf das gesamte Ausland erstrecken und dafür dein Rerchstanziec die Befugnis Vorbehalten naä» Maßgabe der betanntgeivordeiicn Ge,etzgebu»g der einzelnen Länder Ausnahmen ziizulassen. Soiveit sestzustelle», sind bisher in England, Frankreich, Italien, Oesterreich-Uiigiant, Sckiwcden, Serbien r>".d Türlei bcfriftctc Moratorien ergangen. In Rußland ist ein allgenieines Moratorium erlasse». Die Er- nrächligung des Reichskanzlers, aitch in einzelnen Fällen Ausnahmen von dem Moratorium zuznlassen. gilt sür sokckic Forderungen, deren csteltendmachung aus Billigkeitsgründ«! crniöglicbl werden muß, z. B. für Lieferungen an den Sta»rt zu Verteidigungszwecken. Italiens Syalfuitg. Rom. 7. Aug. Der Ministerpräsivcnt Salanüra richtete an Dir Präfekten der Provinzen ein R u n d s ch r e i» ben . in welchem er diese aiisfordert. die Pflichten der Neu- tratstät genau zu beachten und Anwerbungen und Kundgebungen für oder gegen die Kriegführenden zu verbieten und bei Urberlrekungen strenge Strafen zu ver. hängen. Unter den gegeilwärligen ernsten Umständen müsse die Regierung allein die berechtiglen Fnteressen des Landes wahren Der Ministerpräsident appelliert dann an die Bn lerlandsliebr und Klugheit der Italiener u»d Iwift, daß es nickst notwendig sein werde, mit Strafmaßnahmen einzu- ichrriten. Tic „Franks. Ztg." meldet aus M a i l a n d vom »> Aug.: Gestern abend traf in Rom der italienische Botschafter ,n Wie». Gras Avarna, ein. Cr bringt angeblich e,n eigenhändiges S ck, r c i b c n des Kaisers Franz Josef an den König von Italien. Heule wird Avarria zunächst vom Minister des Lluswärttgcn San Giuliirno und vom Premicrniinister Salandra, später vom König empfangen, illach der „Italic" ist auch der ehemalige deutsche Militärattache in stiom, Kleist, mit einer Botschaft Kaiser Wilhelms an den König von Italien in Rom einge- troffen. Mit Rricksicht auf das Eingreifen Englands ivird <-ie Neutralität Italiens von vielen Blättern als vorläufig einzig richlige Stellungnahme erliärk, da sonst die italic- nische Küste den Angriffen der französischen und englischen Flotte ausgesetzt wäre. Eine Äundgcbuug des Fürsten Bülo>v. Fürst Bülow veröffentlicht in den „Haniburger Nachrichten" eine große patriotische Kundgebung. Er ichlietzt an eine Erinnerung an. Fürst Bismarck hat in seiner Gegen- »vart an seinem 70. Gebunstag zu .Herbert v Bisinarck gesagt: „Ten großen Erfolg meines Lebens verdanke ich im Grunde dem, daß ich mick> iimncr an den Vers gehalten habe „Und setzet Ihr nicht das Leben ein, nie wird Euch das Leben gewonnen sein". „Heute," so schreibt Fürst Bülow, „geht es um Haus und Hof. um Geqenwatt und Z.ukunst, um die materiellen und die viel kosl- bareren idealen Gitter, cs aetn um alles, um die Früchte von 1870, um das, was unsere Barer vor hunoett Jahren erkampsl. £?. geht nicht nur um das junge Reich, es geht auch u« das alte Preußen. Leer 1 mb Flaue werden liefe ichlaqen. toie sich ine Deut- fcksen immer geschlagen haben Wir sind tm Reibt. wie wir cs 1870 waren. Jetzt handelt es sich darum, den Platz in der Welk zu behalten. auf den das deutsche Volk nach seiner GeiitNing und Be abunq. nach seiner Arbeitskraft und nach seinen Leistungen für ie Menschheit Anspruch hat. den Platz, den man uns mAt gönnen und bestreiten will. Je mrhr Feind« uns umgeben. i« widerwärtiger Ungerechtigkeit, Laß und var allem Neid empor- züngkln mögen, um so fester sei unser Mur Denken wir an die erhabene Gestalt unseres alten Kaisers, blicken wir auf Bismarck, wie er, die Land um den Griv des Zchwerres gelegt, über dem Limburger basen steht Denken wir an das alles, das wir erreichen müssen: einen Frieden, wert der ungeheuren Ovftr, die das Vaterland in dieser § runde fordere. Ten Blick aus dieses .siel gerichtet, lassen wir uns weder durch Erfolge, die Gott geben möge, in T ich er Heft wiegen, noch dürft' Mißeefolqe, die Gott ver- bük»n möge, entmutigen Noch nie ist das deutsche Holk unterlegen, wo e « einigwar. Leute sind wir einig. Tank auch dem Last unserer Feinde, die uns noch fester zniammcn- hämmerten Wir cmvftnden setzt, wft gering die Unterschiede der Parteien sind, gemessen an dem. was uns gemeinsam ist Tie Laltung des deutschen Volkes in dem Augenblick. wo plötzlich und unvermutet schwere Gewitter über uns mederz-ben. ist über iedes Lob erbaben. Tas anzaerkennen sei auch die Pstickit dersenigertz denen deutsche Eigenküml-chr-,ten. dft uns in der Vergangenheit Schaden brachten, Sorg« für die Zukunft ein'löstten Leut« musi'rn sich alle nei;en vor dem prosten deutschen Volk „Und wenn dir. Welt voll Teufel wär', unter Volk wird seinen Platz an der Sonne verteidigen und behaupten." Zunehmendes vertrauen in Elsaß-Lothringen. Metz. 7. Aug Als Beweis für das zunehmende Brr- trauen in die Sicherheit der Sparkassengelder und daS Vertrauen aus die Schlagfertigkeft unseres Heere» gibt der Bürgermeister bekannt, daß die Sparkasseneinlagen bedeutend zugenommen und in den letzten beiden Tagen 110000 Ml. betragen haben Tie „Metzer Zeitung" bebt die vorbildliche Art hervor, wie in diesen schweren stunden die alteinheimische lothringische Bevölkerung ihrer Wehrpflicht uachgekommen ist. So »var die Dämmung der säst ausschließlich aus Einheimischen zu- sammengesetzten Reserve- und Landwedrsormalion die denkbar beste ohne jede mißmutige Miene. Ferner wird dem Platt von verschiedenen seilen mitgeteilt. daß dft einqe- togenen Lothringer auf jedem Posten ihre Pslicht und Schuldigkeit tun. Sine dringende Mahnung der Heeresverwaltung an die Bevölkerung wird vom Wolfs-Bursa n verbreitet. ES wird noch einmal dringend daraus hingewiesen, daß da- in» Unvernünstige ausartende Aufhalten der Kraftwagen aus den Landstraßen unbedingt auf« hören muß. Unsere Grenzen sind jetzt abgesperrt und eS ist nicht anzunehmen, daß noch fremde Kraftwagen herein oder herauSlommcn. Die Maßnahmen. die die Ortspolizei und a„ vielen Stellen auch die Beoöllarung zum Aushaliei, und Dingsestmachen fremder Spione getroffen haben, sind geiviß aut gemeint, aber sie dürfen nicht über da» Ziel lftnauSschießen und dazu führen, daß selbst Offiziere und Kvriere ausgehalten werden, »oelche Nachrichten oder Beseble befördern, von deren rechtzeitiger Ankunft viel für das große Ganze abhangt. Bor ollem müssen die von den Militärbehörden gestempelten AiiSirerse beachtet und ihre Ich Hab er ungehindert durchgclassen werden. Tie Rückkehr de» Fürsten LichnowSkh. Amsterdam. 7 August. Ter deutsche Botschafter LichnowSkh ist an Bord des Dampfer» „Petersburg" der Harivichlinic in Hoek van Holland eingetroffrn. Er passierte obend» in Begleitung mehrerer deutscher Konsuln in Großbritannien mit ihren Damen den Zenlraibahn- dof in Amsterdam auf der Weitersohrt nach Deutschland. Tie versorg»,,g der Städte mit Lebensmitteln. Berlin, 6. Aug Bom 7. MobilmachungStage. dem R August, einschließlich, ab stehen zur Versorgung großer Städte mit Lebensmitteln fick täglich zu gleicher Zeit wiederholende Züge im Militärsahrvla» zur Verfügung Die Zug verb,nd u n ge n werden durch die Linienkomman- dauturen in der Presse vcrössentlicht und an den Bahn- dösen angeschlagen Jntcressenlen haben sich um Auskunst wegen Bereitstellung von Wagcnmalerial an die Handel»- und Landwinschastskammern zu wenden. Eiue Bekanntmachung de» preußischen KriegSmiutfterium«. B er l i n , 6 August. Da» KriegSministerium erließ Be- kanniurachungen über dieUntersuchungaufMilitär- tauglichkcit vor Ablegung einer Notprüsung, ser- ner über die Errichtung eine» Zentral Nachweis- b u re au» für da» Heer, wrlches wahrend da» Kriege« über alle Berwundeien. Gefallenen. Bermißien und der im Laza- retl behandelten Personen der eigenen Armee AuSkunsl erteilt . Maßnahmen der Berliner Stadtverwaltung. Berlin, 6. Aug. In der heurigen Sitzung der Berliner Stadtverordnetenversammlung wurde einstimmig eine Vorlage angenommen betreffend die Bewll- ilguug eine» Kredit» in der Höbe von 6 M i i l i o n e n Mark,urBcschassungvon Med l. Brotgetreide undanderen Nahrung» Mitteln Ferner wurde eine Vorlage über dft Au»sübruna de» Gesetze» vom 28 Februar 1888 betressend die Unterstützung von Familien von in den Dienst eingetreienen Mannschaften bei Mobilmachungen angenommen, mit der Abänderung, daß auch d»e unehelichen Kinder, wenn hierfür die Voraussetzungen vorliegen, in gleicher Weise wie die ehelichen Kinder unterstützt werden sollen. Tie deutsche Ernährung ist gesichert. München. 7. Aug Tie bayerische „StaalSzeittrng" schreibt, die deutsche Ernährung ist geiiweri. T-.e bisherige Ernte übcrsrrrgl die vorjährige ui reichlichem Maße An Getreide verbleiben noch nach der Aussaat 2.4 Doppelzentner pro Kopf der Bevölkerung. Tee .'larlvifelernte w,rd mit >4 Millionen Tonnen nmti die de» Vorzahre» übersteigen. Ebenso 1 >al>en wir eine reiche Heuerute sonne 'eine solch« >on andere» Futtermitteln z-u erwarten. Kaiserliche Stiftung sür da» Rote Kreuz. Berlin, 7. August Ter Kaiser stellt« für die Zwecke »eS Roten »kreuze» 100000 Mark und für d,e Fürsorge ür die Familien der zu den Fahnen Einberufenen gleich, all» 100000 Mk. au» seiner Schatulle zur Per- ügung. Ter deutsche Kriegsschatz. Außer dem Krregsschatz im Juliusturm von 120 Mik- tonen Mark Gold sollte bekanntlich laul vorjadnzem F,- csetz eine KriegSreierve von wcfteren 120 Millionen üwiü geschasjeu werden. Bon ihr waren vor dem Ausbruch des Krieges aber erst 85 Millionen Mark ange- sammelt. Nun harre die Reichsüank gleich aus ihren eigenen Beständen die fehlenden 35 Millionen Mark absondern können. Um jedoch eine Verminderung des eigenen Goldbestandes zu vermeiden, unterblieb dies. Infolgedessen c:rt- hält die Kriegsreserve einmal aus dem Juliusrurm dessen 120 Millionen, alsdann jene weiteren 85 Millionen Gold und 35 Millionen Mark rn Reichskasiemcheinen, Die gesamte Lumme ist in die Kassen der Reichsbank geflossen, so daß der Merallbestand des Institutes bei der Beröiient- lichung deS nächsten Ausweises eine wesemliche Erhöhung zeigen wird. Gleichzeitig wird freilich auch der Wechsel- bestand und der Norenumlaus den jetzigen Berhälrnrsfen enrfprechen, eine neue, sehr wesentliche Steigerung erkennen lassen. Immerhin ist sestzustcllen, daß in den letzten Tagen die Ansprüche an die Reichsbank euvas abgenommen haben. Falsche Gerüchte. Berlin. 7. Aug. In Berlin sind Gerüchte im Umlauf, daß die deutschen Truppen an der Ostgrenze schwere Verluste erlitten hätten. Diese Gerüchte sind unwahr. Tie RcichSzentrale sür Arbeit»„ach«ei». Berlin. 7. Lug. In der heutigen Sitzung der Reickis- zentral« sür Arbeitsnaclnvers wurde sestgesrellt. daß zurzerl ausreichend« Organisationen für alle einschlägigen Fragen bestehen und die bestehenden sämtlich mit der Reichszenrrale zusammenarbeiten. Tie Bildung weiter-» Organisationen ist daher zu unterlassen, da die Füll« die Organnation zu stören droht. ES ist zunächst erforderlich, einen Uedcrblick über die Lage des landwirtschaftlichen Arbeiter- markte» zu erlangen, der für die Bergung der Ernte besonder» dringend ist. Zu dem Zwecke sind die untere»» Verwaltungsbehörden telegraphisch angewiesen worden, die Nachfrage und den Bedarf an landwirtschaftlichen Arbeitern zu ermitteln. Da vorderhand ein Ueberangebot von Arbeitskräften vorliegt. sollen die UnterrichtSverwaltungen ersucht werden, die Lchulbesreiuna älterer Schüler vorerst nicht weiter zu gestalten, auch Pfadfinder und ähnliche freiwillige Helfer können für landwirtschaftliche Arbeit vorerst keine Verwendung finden, solange andere, großenteils besser geeignete volle Arbeitskräfte verfügbar sind. Schriftsteller al» Freiwillige. Berlin. 7. Aua. Richard Tehmel, der bereit» mehr al» 50 Jahre zählt, hat sich al» Kriegsfreiwilliger gemeldet. ebenso Sanghoser. der sich auLgebelen hat, gegen Rußland marschieren .zu dürsen. * * * Ter erste aus deutschem Boden gefallene Franzose. Heidelberg,?. Aug. Ueber den ersten aus deutschem Boden gefallenen Franzosen wird dem Heidelberger Tageblatt von einem Reichsbeamten in Markirch mttgeteilt: Am 3 August ist der erste sranzösischeChasseur von deutschen Jägern erschossen worden. Ter aus deutschem Gebiet gefallene Chasseur war inelendesterBersassung.er hatte zerrissene schuhe, die Hosen znmteil mit Ticherheitsna- dein befestigt, trug die Patronen in Packpapier mit Bindfaden verschnürt: bei der Leiche wurden V» Liter Schnaps gesunden — Ueber dft Patrouille, von der der Reichskanzler sprach, erfährt das genannte Blatt, daß sie aus einem Dragoneroisizier und sechs Mann bestand, dft aus einem Eskadronsrilt vordrang. Schweden» Maßnahmen. Berlin, 7. Aug. Ta» schwedische Konsulat in Berlin macht bekannt, daß bei sämtlichen Truvoenteilen Schweden» die diesjährigen Regiments- und Repelilionsübungen am 7. August anstatt am 15. August beginnen und daß solche Stellungspslichiigen sich sofort bei ihren Truppenteilen em- zuiinden haben. Der Bund unserer Feinde. Petersburg, 7. Aua Nach der Mitteilung von dem Ausbruch de» Kriege» zwischen England und Deutschland nohnl.cn die Botschafter von England undFrank- reich um Mitternacht an einem feierlichen Gottesdienst für die Heere Frankreichs. Rußlands und England» in der französischen Notre-Dame-Kirche teil. Deutsche Militärpflichtige au» Rumänien. Klausenburg. 7. Aug. In der vergangenen Nacht traf hier ein Sonderzug mit deutschen Militärpflichtigen aus Rumänien ein. die nach Deutschland reisten. Eine riesige Menschenmenge bereitete ihnen am Babnhose stürmische Ovationen. Bürgermeister Gustav Haller hielt eine Anivrache. Tavaus wurden die Leute von der Stadt bewirtet. Tie Menge brachte ununterbrochen Hoch» aui die deutsche Armee, Kaiser Wilhelm und den Dreibund au», was die Teukschen mit Hochrufen aus die Monarchie und die habSburgische Tnnastie erwiderten. Die Deutschen schenkten der Stadt eine deutsche Fahne: als Erinne- rungSzeichen erhielten sie dafür eine ungarische. Ein dänischer Tampser von den Engländer« angchalten. London. 7. Aug Ueber Kopendagen.) Wie Lloyd» au» Liverpool gemeldet wird, wurde dort der dänisch« Dampser .^Iens Beng", der gestern au» Stertin. für Manchester bestimmt, in Mersey ein traf, von den Bedörden angehalten. Das Militär ergriss von dem Dampfer Besitz. Das schiss liegt jetzt in Merfey vor Anker. Sin österreichischer Dampfer im Schwarzen Meer beschlagnahmt. Pari». 7. Aug. iUeber Kopenhagen Im Schwarzen Meer ist e»n österreichischer Dampfer beschlagnahmt worden Bertranen zu den österreichischen Sparkassen. Wien. 7. Aug Tie dieftgen Abendblätter melden: Bei der ersten österreichischen Sparkasse. der Wiener Zen- ttalsparlasse, überschritten gestern die Einlagen di« Rückzahlungen bedeutend. Tas ESkompiegrschäft der Oesrerreichinb-Ungorischen Bank ist in vollständig normale Bahnen zurückgekehrk. Eine tschechische Acußeruog. Prag, 7. August. Das kschechisch-radikale Organ „Cseko Slovo" swreibk zur Lage: Wenn i«mal» Zweifel bestanden, namentlich in der slawischen Welt, an der Solidität de S österreichisch-deutschen Bündnisse», besonders von Seiten Teutschlaud», so müßten diese Zweifel heule völlig schwinden. Tas Wort von der Nibelungentreue konnte zurzeft des Marokrolonflitres alS bloße Phrase gelten, heute Sber wurde dieses Wort in die Dar um gefetzt. Mit diesem Faktum muß inan in der deuttgen entscheidenden Zeit rechnen. Aus dem europäischen Kriegsschauplatz sind die Geschicke der Monarchie und des Deutschen Reiches untrennbar verbunden durch ein Bündnis aus Leben und Tod. Ter Minister sür Kroatien in Frankreich seftgchalten. Wien, 7. August. Tie „Neue Freie Presse" meldet miS Osenpest: Wie verlautet, wurde der Minister sür Kroatien, Gras Mesacievioh, der in Bichn weilte, von den Franzosen an der Heimreise verhindert. Er und seine Familie sind zwar nicht in .Haft, jedoch unter militäri'cher Bewachung und sollen große Entbehrungen erleiden. Ter Wortlaut der österreichischen Kriegserklärung an Rußland. Dien. 6. August. Wiener Corr-Bureau ) Eine Estra- auSoabe der Wiener Zeftung meldet: Auf Grund einer allerhöchsten Ermächtigung wurde am 5. August der österreichii'äi- ungarriche Botschafter in Petersburg beauftragt, an den russischen Minister des Aeußeren folgende 2kvte zu überreichen: Im Aufträge seiner Regierung deedrl sich der unterzeichncie cflerreichiiw-un «arische Bolfchaiier Seiner ErceUen» dem russischen Minister de» Aeutzern solqendes »ur Kennmi» zu bnnien: Im Hinblick aus die drodend« Haituna Rußland» in dem Konilikre zwischen oer osterreichiich-ungarischen Monarchie und Serbien sowic angesichts der Tatsache, daß Rußland infolge dieses Konslikles naä, «nur Mitteilung de» Berliner Kabinette» die Feuidseligkrrlen gegen Teutichlanü eröiinen e r Botschafter, durch de» freundschaftlichen Ton der Unterhaltung rrregesührt, denken könnte, daß England abseits stehen werde, lvenn die Entwicklung ernen derartigen Weg nehmen würde, daß die enalische Regierung daran denken müßte, daß. die englismen Interessen eine Intervention sür England notwendig machten England «mißte dann sofoN intervenieren. Ter Brief Grey» an den englischen Botschafter in Paris. Bertis, vom 31 Juli bringt diesem zur Kenntnis, daß der französisch« Botschafter davon verständigt sei, daß die britische Regierung keine bestimmte Verpflichtung, in einem Kriege zu intervenieren, übernehnren kvnne, aber daß d«e Lage noch einmal in Erwägung gezogen würde bei dem Eintritt einer »euen Entwichung. Ein Telegramm Berti» an Gren vom 1. August meldet, der sranzösisck»: Kriegsminister habe dem englischen Militärattach» vorgestellt, der einzige Weg zur Sicherung bc» Frieden» wäre eine militärische Aktion durch Eiiglano. Ter Prinz von Wale». London. 7. August. Der Prinz von Wale» ist bei den Grenadieren eingetre ten Ausschreitungen in Petersburg. Petersburg, 7 August. Dos Gebäude der deutschen Botschaft «st Gegenstand wüster Ausschrei- tun gen gewesen. Es iyurde äußerlich beschädigt >ind im Innern zum Teil geplündert Die Volksmenge soll durch unwahre Nachrichien über eine liükiichtslose Behcmdlnng der Zarinmutter und des Großsürste» Konstantin auf deutschem Boden ausgereczt worden sein. Die Polizei verhaftete gegen hundert an den Ausschreitungen beteiligte» Personen, dre dem Kriegsgericht zugcführt »uurden. Ter Oberkommandicrende der Schweiz. Bern. 6. Aug Tie vereinigte BundeSversommlung wählte zum eidgenössischen General den Lbcrst-Korvskom- mandanien Ulrich Wille, bisher Kommandant de» 3. Armeekorps. Ter Teutschc »nd der Lefterreichische Alpeuverein baden, wie au» Wien gemeldet wird, beschlossen, dem Roten Kreuz für Deutschland 16000 Mk und für Oesterreich 10000 Kronen zu überweisen. Zum Abbruch mit Frankreich. Berlin. 7. August. Da» Telegramm be» Reichskanzlers an den deutschen Botschafter in Pari» vom 5. August 1 Udr nachnnttag», in dem Freiherr v. Schoen den Austrag erhielt, infolge de« Einbruch» französischer Truppe» aus deutsche» Gebiet der sranzäsiichen Regierung zu erklären, daß sich Deutschland durch die iran- zöi'iick-rn Angriffe in den Kriegszustand versetzt sehe, ging in Paris — vielleicht absftdrliä, verstümmelt ein. so daß e» in vielen Punften unverständlich blieb Gleick»- nwhl gab der Botichaiter in richtiger Erkenntnis der Lage eine Erklärung ab, die >m wesentlichen seiiiem Auftrag«! entspricht Der Auftrag lautete solgendermahen. „Berlin.August. 1,0.'» Uhr nachm Teutsche Truppen hatten bi» letzt den Beiebl, die fvanzöslkche Grenze strengsten» zu respektieren und daüen diesen überall »tritt befolgt Dagegen ubrrschrftteu trotz der Zusicherung einer :^ehnttlometerzone sranchsische Truppen schon gestern dft deutsche Grenze. Bei Altmunsterol und auf der Gebirgsstraße >n den Vogesen stehen sft noch aui deutschem Gebier. Ein französischer Flieger, der belgisches Gebiet überflogen Iwben muß, ist bei den» Versuch, dft Eii'enbahn bei Wesel zu zerstören, schon gestern herabge- schossen worden. Mehrere andere französisch« Flugzeuge wurden gestern über dem Eiselqebiet zweiielsftei jesigeftellt; auch diese müssen belgisches Gebftl überflogen haben. Gestern warfen sranzöiische Flieger Bomben aui die Bahnen bei Karlsruhe und Nürnberg Frankreich hat uns somit in den Kriegszustand versetzt. Ich bitte Ew. Exzellenz, vorstehendes beule nachmittag 6 Uhr der dortigen :'üeoie- rung mftzuteilen. Ihre Pässe zu sordern und nach lieber- gäbe der Geschäjte an dft amerilanische Botschaft aozu- reisen." h Rur dM Reiche.--- 'SJectiff, 7. fltuguft. Tie der Berliner Bereinigung an gehörige» hiej lgen großen Ba nten und Bankfirmen haben beichlossen, größere Geldbeträge sowohl sur dw Pflege der kanten und Verwundeten, als zur Airsorge für die zurückgebliebenen der Familien der *um Seeres- incnfte Einberufenen zur Verfügung zu stellen Bk haben biete Beträge dem Zentralkonritee des Deutschen Vereins vom Roten Kreuz zur Verwendung für das gesamte Deutsche Reich überwiesen. Frankfurt a. M., 7. Lug. Tie Borberritungen für die Ausnahme von Verwundeten sind hier in vollem Gange. Anmeldungen zur Ausnahme von Verwundeten in Pnvalwobnungen gehen fortgesetzt in großer Anzahl bei der Kriegssürsorge,teile ein. Turch Herrn Hohenemser wird ein Haus zur Krankenpflege in zweckmäßiger Weise eingertch- iet werden, ebenso stellt Frau Wcrtheimer-de Barn ein zu Lazarett,wecken eingerichtetes Haus bereit. — BiS jetzt sind bereits 7000 Lagerstellen und 1300 Belten angemelder. Köln. 7. Aug. Prinz Max von Sachsen, der als Professor am Prieften'emtnar in Köln tätig ist, stellte sich soiorl nach der Mobilmachung als Feldgeistlicher dem Militärkommando zur Verfügung. Er suhr mit den anderen Sol baten, der .Mln. Bolksztg " zufolge, in einem Abteil dritter Klasse von Köln nach Dresden, um bei den sächsischen Truppen als Militarscelsorgcr Dienste zu tun. Wiesbaden. 7. Aug. In der heutigen Sladtverord- netensitzung wurde ein K r e d i t m unbegrenzter Höbe bewil- ligk zur Lebensmittelversorgung der Stadl Wiesbaden, zur Fürsorge sür Kranke und Verwundete und zur Unterstützung jnS Feld gezogener Bürger bezw. deren Angehörigen. München. 7. Aug. Tie b a n e r i s ch e n Rechts- anwäl te beschlossen, während der Kriegszeit Recht «- auskunftean Angehörige der zum Kriege Einberufenen nicht zu berechnen. Frau Prinzessin Witwe Arnulf von Bayern und Prinz Heinrich von Bayern haben dem Kriegsministerium zuaesagt, ihren Landsitz Holzen im Isartal neben acht Landhäusern als Verwundeten und Genesenden zur Berfügimg des Chefs der Hosverwaltung zu stellen. München, 7. Aug. In München ist eine Bewegung un Klange, goD'oene Frauenrr'nge aui den Altar des Vaterlandes zu legen. Tie ersten'Ringe Find bereit- zum Lpscr gebracht worden. — Die Münchener Bäckermeister werden aufgesordert, in dieser schweren Zeit alle Lurusbäckereien zu Unterlasten und nur Schwarz- und Weißbrot zu backen. München,?. Aua. Das Königspaar erössnetc die Limmlungcn sür die Vcrwundelensürsorge und Angehöri- gciifürsorgc durch Spenden von 10000 Mark. Nürnberg, 7. August. Tie Lehrer haben beschlossen, 33.Prozent ihres Gehalts zur Hilfe der in den Krieg Biogenen abzuführen. Karlsruhe, 7. Aug. Der Broßherzog und die Grobherzogin haben sür die Sammlung des Roten Kreuzes 10 000 Mark und die Grobherzogin Luise 3000 Mark gespendet. Außerdem bat der Großhcrzog dem Roten Kreuz das Prinz-Karl-PalaiS zur Verwendung als Lazarett zur Verfügung gestellt. _ An» StaSt unö LanS. Diesten, 8. August 1914. ** Empfang. Der Großhcrzog empfing am 7. August den Generalleutnant Noell. stellvertreienSer Kommandeur der 49. Jnsanlrrie-Briqade, den Oberstleutnant von Westrcll, Kommandeur des Reserve^Jniaitterie-Regtinents Nr. 118, den Major v. Westrrnhagen. Kommandeur des 1. Bataillons Reserve-Inionterie-RegimenlS Nr. 116, den Major v. Brauconi, stellvertretender Kommandeur des Land- wehrbezirls 1 Tarmstaül. ' GewerbeauSsleliung. Am SamStag abend (I.Aug.) wurde direkt nach Bekanntgabe der Mobilmachung die Gewerbe- au'rftcllung durch den Vorstand geschlossen. Tie AiiSräummigS. arbeiten setzten sofort ein und wurden Dienstag früh beendet, da die AuSstrllungSgebäude für Zwecke des Roten Kreuzes benutzt werden sollen. Das AnSstellungSburean bestndet sich für die allernächsten Tage noch im ÄcwerbehanS (Kirch- straste). Tort können auch von 9—1 Uhr bie Diplome abgeholt werden. " Newerbebank Gießen. Der Aussfchtsrat der Ge- werbchmck hat in seiner gestrigen Sitzung beschlossen. den zu den Fahnen einberusenen Beamten der Bank die Gehälter werter zu Mblen. Die seitherigen Kassenstunden (von 8—12 und von 2 —5 Uhr, Samstag bis 1 Uhr) sollen beibehalten werden. ** Eine Mahnung an bie Quartiergebrr. Dir werden darauf aufmerksam gemackit, daß zahlreiche Frauen, die an der Dahn dei der Vervilegmrg der Truppen mrnmrken. oftmals zu Hmife die eiuauarncrlcii Landwehrlente vernachläsfigcn, indem sie glicht in genügender Weste sür deren Vervileglmg sorgen. Wir mesticn. daß e5 nur dieses Hinweifes bedarf, um Abhilfe eürtretcn zu lassen. *• Die Erfrischung der am hiesigen Bahnhof durch ko m m enden Truppe» ist vom Roten Kreuz in vollkommener Weise organisiert worden Die ihm gessendeten LicbeS- ? laben waren außerordentlich reichlich, ja vielleicht zu reichlich, o daß weitere Liebesgaben leicht verderblicher Art nicht erforderlich find: dagegen werden Liebesgaben, die dem Bewerben ind» auSgefetzt sind, an der LicbeSgabensammelstelle gern entgegen genommen ; sie werden Verwendung finden, wenn demnächst Lazarrtt- züge durchkommen. " Ichuldranstnachricht. Erledigt: Eine mit einem evangAischen Lehrer' pi besetzende Lehrersteile an der Volksschule zu Evvclsheim, Kreis Worms. Mit der Stelle ist Orgamstcndlmst veichunden. ' An die Krankenkassen-Mitglieder. Die zu den Fahnen einberusenen Kasjenmitgliedec können ihren Familien die Wohltaten der Krankenoersichernug erhalten, ivenn sie von dem Recht der freiwilligen Weiterversichcrung Gebrauch machen. Aus die amtliche Bekanntmachung in heutiger Nuunner wird hingewiesen. •• Soldatendank an bie Stadt. Ter Bürgermeisterei ist eine Feldpo'ikarte unter der Adresie: An die ivohllöbliche Stadt Gießen zn.egangeii folgenden Inhalts: »Für die freundliche Bewirtung sagen wir Ihnen unferen herzlichsten Taut. Nu Gott für König und Daterlaud! Ti« ganze 8. Kompagnie 82, Arolsen. Wir werden in Ehren kämpfen oder sterben. x. Ball. 83.* ** Deutscher Soldatenhumor. Tie prächtige Stimmung. von der unsere braven Krieger aui ihrer Fahrt st, Femderi- land beseelt sind, svicqell sich in den Aufichriiten widen, die sie, zum Teil unter Zuhilicnahinc bildlicher Darstellungen, den sie beiördernden Eisenbahnwagen mit Kreide gegeben haben. Wir lassen einige in bunter Reihe folgen: Aus nach Paris! — Auf nach London! — Kleine Runen 2 Stück 5 Psg. — Die Franzoien iressen wir zum ersten Frühstück — Väterchen Zar. n.nnn dich ur acht, sonst wirst du zu Leberwurst gemacht! — Nikolaus, mit dir ist'S aus! — Relervekaiender wird veriängert — Achtung, deutscher Benzin! — Immer lustig über'» Rhein bis nach Frankreich hinein — Jeder Schuß ein Rufs, jeder Stoß ein Franzos'. — Svciiekartc: Französisches Beeisicak. ulll englischer Sauce und russischem Salat, deutsche Hüli'enstüdile. — Allgemeine Geldnot in Rußland. Nächste Woche wird Fersengeld bei beu Runen aus- gegeben, — Engländer, Franzosen, Runen. Serben, alle müssen sterben. — Bei ungünstiger Wülerung ''indel der Krieg im Saale statt. — Evern shoot a man! — Rette sich wer kann, die Preußen kommen. — Den Deutschen das eiserne Kreuz, den Russen das Eisen ins Kreuz! — Ellgut nach Frankreich. — Immer feste druff! — Enrazug jum Schutzeniest nach Moskau. — Russische Eier, französischer Sekt, deunche Hiebe, wie das schmeckt! — Es lebe der Teufel und die 4. Kompagnie! — Wir wollen daS Lind schon schaukeln. Kreis Büdingen. Büdingen. 7. Aitg. Für die Ausnahme von Verwündetrn im Fürstlichen Schlosse. Lberhos. Pallns des Prinzen Alfred. Dlotbitdenhospital und Gemciiidepslegrhcun slnd zirka 100 Betten zur Berfügimg gestellt worden. Kreis Friedberg. 44 Bad-Nciitheim, 6. August. Der ,.Genercrl-Anzeiger der Stadt Betd-Nauheim" hat während der Dauer des Krieges sein Erscheinen eingestellt. Es wird ersucht, die Bezieher zu verständigen. Starkcnburg und Nhrinhcssen. O k f e n b ach. 8. Aug. Der D. u. Lest. Atpcnvercin, Sektion Lümbach, machl bekannt, daß das für den 30. u. 31. Jan. 1913 aeplainc große Fest auSsällt. Ter dafür anzeiammelle Grundstock von 1000 Ml. wird je zur Halste dem Roten Kren; und dem städtischen Ausschuß zur Unterstützung I.ilsSbedüNtiger Frauen und Kinder überwiesen. ch. Aus R h e i n h e s s c n, 6. Aug. Das Geschäft auf den Rheinhessischen Obstmärklen stockt augenblicklich last vollständig. Tic Abfuhr gestaltel sich infolge des Krieges recht schwierig, i« daß sich augenblicklich nur wenig Käufer auf dem Markte ein- sinden. Die Preise sind allgemein stark zurückgegangc». Sobald sich die Verkehrsverkältnisse günstiger gestalten werden, was wodl in kurzer Zeit der Fall sein dürfte, wird daS Geschäft ivobl auch etwas lebhafter werden. Tie Preise werden dann zwar etwas in die Höhe gehen, doch wird daS Obst wohl auch dann billig bleiben. Sessrn-Nasfa«. Wiesbaden, 6. Aug. Der Polizeiprästdenr macht bekannt, daß aus allgeineimm sicherheitSvvlizeilichen Gründen sür sämt-- licko Gast- und Schankwirtschrsten des Stadtkreises Wiesbaden Polizeistunde auf 11 Uhr abends festgesetzt wird. Zeppelin. Aus unserem Leserkreis geht uns folgendes Gedicht zu: Graf Zeppelin, Gras Zcvvelin Mein deutsches Volk, bewnndre ihn! Als wir acknzehnhundertiiebzig Sind auf Frankreich losmarschiert. Har ein junger, kühner Reiter UnS das Borspicl ausgefübrt. Sprengt der Zcpp'lm dicvch die Lande, Hat den Feind uns aufgespäht. Den wir daun mit unfern Waffen In der Fcldschlacht hingemäht. Nun wir ncunzehnhundertvicrzehn Wieder nach Paris marschieren. Wird ein greiser, kühner Flieger UnS das Borspiel neu aufführen. Fährt der Zepv'lin durch die Lüfte, Wird den Feind uns bald erspähen, Ten wir dann mit unseren Wasten t tt der Fetdschlachl niederniahen. ras Zepvelin, Gras Zeppelin: Mein deutsches Volk, verehre ihn! L. H. StandescnntsnaÄirichten. Gießen. Eheschließungen: August 1. Michael Seifen. Schneider in Gießen, mit Anna Auguste Elisabetha Luise Heger in Gießen. — 2. Heinrich Möller, Bankbeamter in Hanau, mit Margarete Weisel in Gießen. — Franz Karl Bogt, Kaufmann, mit Martha Plane Elise Köhler, beide in Gießen. — Tr. Johann Heinrich Robert Schütz, LehramtSreserendar, mit Emilie Lina Schädel, beide in Gießen. — Earl Christian Hühner, Schlosser, zurzrii Musketier in Gießen, mit Katharina Elisabethe Bender in Tarm- sladl. — Emil Kart Otto Wilhelm Müller, Hoboist, Sergeant, mit Franziska Helene Nebl, beide in Gießen. — Johann Philipp Schiander, Elektromonteur, zurzeit Musketier »in Gießen, mck Dorothea Lorenz in Damrstadt. — Albert Glarner, Anstreicher, zurzeit Gefreiter in Gießen, mit Eva Elisabethe Pauliue Lenz in Seel dach. — Heinrich Peter Wilhelm Hermann Graulich, SanitätS-Uirleroffizicr in Csteswn, mir Anna Wagner in Rülfenrod. — 3. Pbllipp Paul Nies, Lizeseldwebel za Gießen, mit Anna Henriette Reetz in Usingen. — Peter Joseph HauSrurh, HUssheizer in Gießen, mit Wllhelmine Milller in Philippstein, — Georg Friedrich Kreuzburg, Lotomotivbeizer, mit Marie Goß, beide in Gießen — Wilhelm Müller, Schmied, mit Amalla Becker, beide in Gießen. — Hermann Ludfpig Karl Ewald, Vizc- seldwcbel in Gießen, mit Marie Christine Schiller in Herdorn. — Hermann Amend. Sergeant, mit Luise Heß. beide in Gießen. — Friedrich Jakob Willzelm Sdzliner. Sergeant, mit WUhelmin« Pdillpmuc Luise Torn, beide in Eßesien. — Fritz Liktor Ludwig Adam. Gerichtsassessor in Wiesbaden, mit Flora Sckzweitzer in Hadamar. — Ludwig Frey, Maurer, mit Elise Johannetle Temper. dcide iir Gießen. — Joicok Pianin Hubert Mions Eute. neuer, prost Arzt, mit Helene Wilhelmine Mathilde Becker, beiüc- in GKfcn. — Jvhliim Friedrich Haas, Geometer 2. K!., mi, Frieda Wagner, beide in Gieße». — Karl Pliiüvv MooS. Eisenbabn-Obericknüner in Gießen, mit Marie Eliiabctd Fischer in Lick» — Ernst Martin Herrlich. Handlungsgehilfe, mit Johanna Elisabeth Arnold, beide in Gießen. — -I. Johann August Renz. Bäcker, mit Elisabethe Größer, beide in «'Sieben. — Georg Tamm. Metzger, mi, Anna Pia st, dcide in Gießen. — Friedrich Jakob Lobnianii. M,iblenarbeit-n. zurzeit Hornist in Mw. nrit H-lem- DeiS in Osllwfen. - Withelm Wols. Le'rgeant in Gießen, mn Entilie Marie Helene Anna Lina Merbotd in Hirzenhain. — Georg Willelm Vogel. Mgurer, zurzeit RäuSketier in Gießen, mn K,itharine Armdnist in Vilbel - Ludwig Körber. Vizeield. webe! in Gießni. iml Katharina Eliiabetha Stroh in Reiskirchen. — Franz Eduard Aniini idurl Roie. L.mtuant. mit Ernie Iba Vena Helene von Jhermg, beide in Gießen. — Karl Wiste «Schlosser, mit Eliialxthe Augnsre Wilkx'Imiiie Schweitzer-, beide in Gießen. — Gustav Fischer, Vizeieldwebcl in Gießen, mit Liskttc Heck in Hartenrod. — Karl Albert Adolf Emil von Grolman, Lcutnailt. mit Ennna Ottilie Hildegard König, beide in Gießen. — 5. Augnn Han stein. Postbote, mit Sophie Ritvverr beide in Gießen. — Gevra Franz Adolf KocitigSseld, Studeirt der Ttekerinäianedizin in QHriVii, mit Margareta Hereriette Fuck>s in Düsseldorf. — Heinrich Riegel. Werknieister, mit Elisabeth' Pfatt, beide in Gießen. Heinrich Karl Rinner, Scktnozder. mit Philippmr Röth, beide in Gießen. — Heinrich Dames Georg Sauer. Sergeant, mit Christine Antonic üro»i!>ach, beide in Gießen. — Philipv Willi Hosmann, Zigarrensortierer, zairzeit Musketier in Gießen, mit Helene Rinn in Henchellieim. Ernst Keller, Maurer, zi«rzeit Muskeller in Elleßen, mit Anna Elisabethe Bonner in Grälen hausen. — 8. Mathias Wilhelm Giegerich. Schreiner, zurzeit MuSkeller i» Gießen, mit Anna Katharina Ha sunt in Franksurt a.M. — Wilhelru Arnold Eute- neuer, Lokomotivheizer, mit Marie Käthe Veronika SadowSki. beide in Gießen. — Karl Fink. Ler>wam. mit Elisabetha Jüng, beide in Gieße». — Peter Karber, Sergeant, mit Marie Luise Walter, beide in Meßcn. Friedberg. Eheschließungen: August 2. Dr. Gustav Schneider, Tierarzt, «nit Otlllie Katbastna Maria Steinhäußer, beide in Friedberg. — 3. -Adam Emil Haustein, Kaufmann, mit .ffntba« rine Marie Schneider, beide in Friedberg. — Johannes R>wo, Installateur, mit Anna Elisa Katharina Ham buck:. l»eide in Fwied- berg. Ludwig Peter .Kricgba«tm, «Sergeant, mit Anna Dorothea Friederike Mülle«:, beide in Friedberg. — Walter Paul Friedrich Wiese, Feldwebel in Friedberg, «nit Christine Marie Büttner m Wetzlar. — 4. Schaim Vinzenz Koller, Weißgerber. iml Marie Kul'ino, beide in Friedberg. — Heriiiann Rcuß, Kaufniann in Friedberg, mit Emilie Kirchhof i» Ober-Lckunilleii. — August Wilhelm Peter-, Gest etter in Friedberg, link Rtarie Elisabethe Thorn in Grosz-Karben. — ö. Karl Jakob Knoch, Eleklro-Mvn- teur, nnt Charlotte Philipvine Müller, beide in Ftrebberg. Geborene: Juli 27. Dem Gärtner Johann Heinrich Friedrich Baiser ein «Sohn, Jodanil Heinrich Gustav. > -» 2 l e r bc f ä l l e: Augnst 2. Otto Welle, Bäcker. 26 Jahre alt. — Heinrich Karl Müller, Landwirt, 65 Jahre alk. — Johann Friedrick,- Meub, Landwin. von Stammheim, 41 Jahre alt. —. 3. Start Walbert Le gar, Gärtner, 41 Jahre alt. Sanvel. § Fraiizosifcher Bankdiskoiit. Tie letzte» Meldungen, die ii»S Paris ,«ach Teutschlaud getomnik» ünd, bezifferte» den Bankdiskoiit mit iü Proz. »nd de» LonibardzinSIntz mit b'l, Prozent. Es war allgeincin a»geno»,n,en worden, daß inzwischen eine weitere Erhöhung vorgenoiiiuieil ivorden ist. Tatsächlich stellte sich I nach einer, der .Franst. Zig.* direkt au» Pari« ziiaekommeneii; J»>orn>at,oi> bereits am I. August der olßzielle Wechseldiskont der, Wert- voll Frankreich auf 6 Prozent u«,d der Loml-ardsiiiSsuß ans 7 Prozent. _ KriegSer frischnn gen. Schwere Tage voller Entbrh- rmtgcn stestnl unseren Liebe», die für >ms ins Feld gingen find, bevor. Die Daheimgeblicbenen gedenken der Femen mit banger Sorge und wohl bei den meisten nnrd der Wunsch rege, die Strapazen des Feldzuges zu mildem, soipeit es in ihrer Macht steht. — Zu bcnimiffoi Nahmngsnllltetn, denen die Wisfmschaft eine besondere tzkährkrast zugesprockien hat. gehört vor allm 'Dmgen die.Schokolade. Sic hat sich schon in früheren Kriegen tresikich bcwiU-rt und sie wird in dm kommenden Zeiten im Felde eine noch größere Rolle spielm. Sie nimmt ivmiq Platz ein und läsü sich darum leicht im Tornister »erpackim. Aus anstrengenden Märschen unterdrückt sie nicht nur dar H-imgergefüh!l sondern beugt «ruck, der vorzeitigen Erschlaffung vor. Diesem Umstande Rechnung ttagmd, lat die bekaimtc «Schokoladenfabrik von Gebrüder Stollwcrck A.-G. in Köln eine besondere Abtellung, die K.-Ablcunng, einererickitet, bei der Bestelllmgeit auf Nachfendung nicht nur von guter Schokolade, sondern auch von ersrischmdm Psefscmiün-,-PaitiUm an die im Felde stehmdm «Soldaten an» gcnommm werden. Die Abteilung versmdet diese Warm in srankiertm Feldooilbricieli vvu zirka 250 törantzm und zwar auf Wunsch- mir Schokolade oder nur Pfesscrniünz oder auch beide« abwechselnd oder beides gemischt. So ein Doppelbrief kostet ein« Mark. Air machm auf die heutige Anzeige der genannten Firma ausmerksaui, aus der alles Nähere hervorgekt. */«Di f ' I Ihre »m 3. August in Kaltennordheim rolliogene | Vermahlun« beehren sich ergebenst auzuzeiaen Oheramtarlchter K!ärl PiärtlDSIlIl i CäTOlsL ficirtlllällll geh vonSlünchow Kaltennordheim (Rhön), August 1914. [9119] l * Schreib-, pack- und Einwickelpapiere. Schreib - Menfilien. Karl Ampt, I Papierwarenarotzhaudla. 8ie»«,,. BaHnHoM. 39. Taschenlampen Ia. Birnen Ia. Batterie atterbilllgi». [t£»72 Karl Schnnck StritffflfffÄisfH LZ'rK: zahl. Qtto Müller, Maqde- b>rrg.z'ui,eburg-Lir.19.«** hv RedktUrLiaieiuAntiVwpe», W Jnümaan >u Siegelt, Srabeustiaße 7. tz. Slip,steta ia gaaiikitti f a“LZälin 8 weiß z. bleich, wird i.H.Zabn- ieckmRundsdi-C b l oro d o » f iaeseyt-gesch.« warm emoiobt. Herrlich erfrisch. Zahuvana, a. geg. üblen Mundaeruch u. Zabniieinanlatz.garan.unsch. l.d.Zchmrlz-Tubcöü-S> u-1^. Probeiubegrat. Ued. crhältl. In GleBeii: Birschapoth, Franö. Str. 4. (6716&S) Prim» frische Landbutter solange Vorrat, in Ballen k 85 Psg. Mob Malernus Eite Klinik- und Franksurier Straße. 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