tzütttr Watt IH- Zchrgang fekbeb* «g«* 1*2 be»S«**<*g«. D,e „fitefcowr SroriflenUätter" t*e«bet hem ,3tajrt«(tr 4 »tential wöchenllick bogeiegt, ho* JSieishbUt ftr he« Kr«* «ie$«r jnxunorf wöchentlich. Die „Qm-ioiNlcheMch««, ieit- frageil" erscheinen inenaUich ;w«>m«t. Gichener Anzeiger General-Anzeiger flr Gberhejsen Montag. Z. August 19 ^ Rotationsdruck und Verlaq der Brühl'ichen UnwerfttülS - Buch- und Eteindruckerei. R. Lange, Gietzen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul« siraße 7, Expedition und Verlag: e-^ 5l. Redaktion:«-^ 112. Tel.-Vdr.:AnzeigerL>etze». i Eine Ztadtverordnetenfitzung über Maßnahmen aus Anlaß des ttnegZMsbruches. Metz«, den 2. AugE lN-kässt i«h wohl schwer sagen, ob je in unserer Stadt- verortzmeken Versammlung eine so erhebende Einmürrqkevl di« Vertreter der Stadt beseelle, ats aui gestrigen Sonntage. D« Stadt»«rsrdneten waren pünktlich und vollzählig rut^rvm, allen sah -nwui die ruhige Entschlossenheit an. die große Eoergntise zeüigl Oderbnrgermerster Keller legte i» nrarvgeo .-sagen alle-? das dar, was die Verjarrrmtuag amäd]|t zu tu» Iirche Er richtete solgcntx Ansprache an die Kersamraluag. &mä) Schluß der werden wir den »krieg führen im Berkrauen auf unser gulrs Gewissen, aus die innere Kraft unseres Volkes und auf dir Stärke und Schlag fettrgleu unseres .EriegSheeres. in dem die wehrhaften Söhne unseres Volkes den Bestand des Deutschen Reiches und die grotzen Güter deutscher Kultur vertridigen werden dis zum Aeutzerftru und gegen jede Uebrrmacht. tLebbatter Beifall.) Meinr Herren! In dieser ichwrren Zeit mutz sich die Studtoertrrtung chrer verantwortungSvollenAnf- gaben doppelk dewutzt werden, und Sie, meine Herren, werden tmt mir einig gehen in der Ergreifung dersrnigrn Maßnahme». die ein etwa ausbrechender Krieg auf den man- nrgsächsten Gebieten in unserer Stadl erfordert. Die lange Spannung und Ungewißheit Hot eine gewiss« Nervositäl hervorgerufen und bewirkt, das; ängstliche Gemüter B o r ea t skäu fe. namentlich an Lebensmitteln, in ganz nnlngründeter Beile und in übrrtriedenem Matze vor aenommen haben ES mutz auf das dringenbstr hiervor gewarnt werden, da hierdurch die Lebensmittel verteuert werden Deutschlands Versorgung mit LebeuSmittetn ist gesichert nachdem mir sofortiger Wirkung durch Brrordmrnge» deS Kaffees dir Ausfuhr nach dem Anstande verboten worden ist: mich stet» eine gute Ernte bevor. Edens« mutz davor gcwarut und entschieden mitzbilligt werden, datz in einzelnen Füllen Gratzhändler und LeschäftS- üchader die Preise erhöhen, ohne datz hierzu ein Anlatz aorgelegen hätte. Ich rühre an die Brivohurr der Stadt Gietzen die Bitte. nur in normalen Mengen zu kaufen, und die Rtahmrng an dir Geschäftswelt, die Stadt in schwerer Zeit vor künstlichen Preissteigrrungen zu bewahren. Ich mutz auf das aUerrindrurglichstr vorAbhebung von Einlagen bei der hiesigen Brzirksspar lasse warnen. Die öfstntlichrn mündelsichcrrn Spar kafsen dielen für alle Spareinlagen abfolule Sicherheit. Die Einlagea sind dem Zugriff des Staates sowohl wie des Fein des entzogen, Für sie hastet neben den Hnvolbcken, Wrrt- papseren und dem sonstigen Vermögen drr Sparkasse die Stadt Gietze» mit 34 Landgemeinden des Kreises mit ihrem geiamrev Vermögen und ihrer gesamten Steurrkrast Der Grschästsbetrieb der Bezirkssparkassr wird auch im .striege rntng wciler geführt. Es kann daher den Bürgern nur drin gend empfohlen werdrn. auch im Falle eines Krieges alles verfügbare Geld don niedrrzulegen. nicht aber die Ersparnisse abzu heben Es ist bedauerlich, datz — wir mir wiederholt milgrtrilt worden ist — vielfach dir Annahme von Papiergeld verweigert worden ist. Dir Reichsbanknoten sind gesetzliches Zah lungSmittel. und es ist jeder zu ihrer Annahme verpflichtet. Nichiannahme entbindet den Zahlungspflichtigen unter Ilm ständcn von seiner Zahlungspflicht. Auch die finanzielle Schlagkraft des Deutschen Reiches ist eine autzerordentlichr. tmd der Reichsbank wird es gelingen, ihrer wichkigen Auf gäbe als ZenrralgeldinMut des Reiches gerecht zu werdrn Das Publikum mutz aber nuch seinerseits dazu beitragenl datz der Geldverkebr in grordneten Bahnen bleibt. Der Kaiser hak das Reichsgebiet in st r i e g S z u st a n d erklärt. Die voll ziehende Gewalt ist dnmtt auf dir Mililär-Befehlsbadrr über gegangen. Dir Erklärung des Kriegszustandes ist zur raichrn und sicheren Durchführung militärischer Matznahmen rrfor derlich. Dir Schnelligkeit und Sicherheit unseres Aufmarsches erfordert rinheikliche und zielbewutzte Leitung drr getgntten vollzjehrndrn Grwalk. Dir städtische Vern'nimng hak nach dem Kriegsleistungsgrsrtzr in den nächsten Tagen überaus wichtige und sebr verantwortungsvolle Aufgaben zu erfüllen Ich ersuche alle Bürger und namentlich dir Grotzdändler und Geschäftsinhaber, die Stadtverwaltung hierbei nach .grasten zu unterstützen. ES ist Ehrenpflicht jeden Gietze nerBürgers. in er st er Linie Sorge zu tragen für das Bohl der mobilen Truppen, die zum Schutzr des Barerlandes in den Kampf hinausziehen. Die Erklärung des Kriegszustandes hak mtturgemöh eine Verschärfung der Gesetze zur Folge. Wer das Gesetz bcachtrk und den Anordnungen der Behörden wil lig Folge leistet, wird durch Sie verschärstrn Gesetze in keiner Beile veichränkl. Ruhr und Besonnenheit find die besten Mittel, im Kriegszustand Handel und Ban üel in sicherem Gleise zu erhallen Ich rufe die Bürgerschaft auf. der Stadtverwaltung helfend zur Seile zu treten in der Erfüllung der schweren Ausgaben, die ihrer darren. Vornehmlich gllk es, alle Bohl sach-rtsbestrcbungen, namentlich das Note Kreuz. zu unterstützen, die im Intrrrsie tmierer VatrrlouSsverrei üiger in unterer Stadt geichaffrn werden und z»m Teil schon geschaffen sind. Zahlreiche Männer und Frauen unfrrrr Stadt haben sich mir bereits zmn Werke der Menichenliebe zur Verfügung gestellt. Auch Gaben find bereits gespendet worden. Ich gebe bekannt, datz bei der städtischen Verwaltung eine Sammelstelle für Liebesgaben eingerichtet worden ist und erhoffe von drr ftrts bewahrten Opfrrwllligkeit drr Bevöllenurg. datz zur Linde rnng der Folgen des Krieges reiche Gaben gespendet werden. In fetnc Ansprache flocht Oberbürgermeister Keller ein, Seist er der Erwägung der Herren Siatuverordneren anlxstm- gebe, zur Bekämpfung der Teuerung urid zur Fürsorge filr die Familien der eittberuseuen städtischen Bedienstrteti und ■üMtctter (den Beamten steht der Weiterbezug ihres Gehaltes zu) einen Älredst von 50000 M«rk z« den»illigen hieraus ergrrff Beigeordneter G rü ttett»a Ft* ba? Wort Die Perfammlung werde dein Ober bürge rmeistcr für seine patriotischen und erhebenden Worie dwik- bar sein. Das gute Gewissen der deutjchn diation und Regrening, das sie hnrsichkkich dieses Krieges habe, werde ein wertvolles m o ral i f ehe S Moment für den Geist der Armee, für ihren El a n sein. Bis zum letzten Augenblick, so lange als es die Ehre der Nation nnd die Sorge für ihre militärisch Bereitschrst gestattete, hat die Regierung gezögert — erst als offenbar war, das; die valtnng der Gegner auf Täuschung berechnet war, datz sie he i nt> l i ch rüsteten und offen Iriedensfundgebungeii verlautbarten — noch vor weitigeu Tagen habe fferr Poinearö und der russisch Kaffer so gehandelt — erst da habe Deutschland zur Wehr gegriffen. Das Unrecht der Gegner, das Recht der Notwehr auf unserer Seite bildet«! mora tische Werte von ungeheuerer Bedeutung. Mit Recht bezeütme der Oberbürgermeister die Aufgaben der Stadtverwaltung olls große und schorerige, aber nüi>l nur sie, a ll e B ü r g e t, die nicht ins Feld rücken müssen, haben grotze potriotffch Ausgotben zu erfüllen. Ein gewaltiger Zug von Einmütigfeit und Opsermut beseele das ganze Volk. Alle Unterschiede sind ausgeglichen, kein solche der Kbnfesffon, der Partei, keiner zwischen Reich nnd Arm stehe im Wege Woran er. Redner, nie gezweifelt habe — was aber für Manchen doch eine Sarge bildete — habe sich glänzend bewahrheitet: di« sozialdemokratischen F-ührer rufen dev letzten Mann auf ^ut Verterdi g«»g des Bater- l a n de s , lein Etreit mehr soll zwischen uns bestehen, alle bringen wir für daS Baterlarrd, was wir haben, denn alles steht auf dem Spiel. Wenn die Stadt- gemelnde Sckmlden machn rnüstte zur Unterstützung der ins Feld ziehenden Bürger so brauchen imr uns dieser Schulden vor unseren l'cachsahren nicht zu schämen! Zahlreiche dande regen sich für die Kämpfer, im Raume nebenan drängen sich Mämcer und Frauen, um dem Roten Kreuz ihre Dienste anzubaeten -— aber wichtig ist auch dü Fürsorge. datz die ins Feld ziehenden Krieger freigestellt werden von den Gedanken, ihre zurückbleibenden Anbehörigen könne Not und Elend befallen, sie müssenvondieserSorgebefreitwerden Staat und Gemeinden werden Borkehrungen treffen, die privaten Arbeitgeber werden Mif die Unterstützung der Frauen und Kinder ihrer einberufenen Angestellten bedacht sein, im Rahmen ihrer Leistungsfähigkeit. Am schwersten sei die Familie des Lohnarbeiters betroffen, die nach dem Gesetz eine kärgliche Unterstützung genietze, für sie iniffse die Gemeinde unb müsse die private Unterstützung ein- treten. Erst dann könne der Soldat ffeudig seine Pflicht unter der Fahne erfüllen und a n ch d i ef e s M o in e n t s e i roidt- i i g für den Geist der Truppen. (Bravo.) An eine Teuerung oder gar Hungersnot glaube er nicht, eine reiche Ernte steht zur Verfügung, deren Erträgnis durch das Ausfuhrverbot für das Reich gesichert sei Industrielle Arbeiter, die nicht zur Fahne treten müssen, aber dnrch die Einstellung von Hütten, Fabriken, Bergwerken ihre Be- schäfligung aufgeben müßten, werden den landwirtschaftlichen Arbeiten sich zuwenden: die landwirtschaftlick>en Arbeiter auf größeren Gütern, die russischer Staatsangehörigkeit sind, werden durch eine deutsche Regierungsordre zurückgehalten. Man dürfe auf gute Einbringung der Ernte hoffen. Daß die Stadtverwaltung demnächst Mehl in größeren Posten kaufe, halle er für richtig. Er habe nicht gezweifelt, hast alle deutschen Bürger einmütig für das Vaterland zusammenstehen werden, aber es sei doch gut und bedeutsam, daß diese Einmütigkeit zum begeisterten Ausdruck gekommen sei. (Lebhafter Beffall!) Stadtv. W i n n bemerkt, daß gegen die Preistreiberei vorgegangen wird und keilt mit, daß nicht alle Geschäftsinhaber sich daran beteiligen. Auch für die durchziehenden Truvpen muß die Stadl Vorsorge treffen: Redner empsieblt das Stehenlassen der Ausstellungsgebäude, auch die Einrichtung eines Sicherheitsdienstes und bei Arbeitsmangel Einstellung eines Kredits und Schaffung von Arbeitsgelegenheit. Ter Oberbürgermeister bemerkt, daß die alte Klinik bereits für den Krieg vorgesehen sei. Er könne nicht bei allen Fällen die Zustimmung der Stadtverordneten einholen und bitte deshalb, ihm Indemnität zu erteilen. Er sei bereits mit Lebensmrttelbändlern in Verbindung getreten und habe sie ersucht, daß sie alle übertriebenen Warenkäuse verhindern sollten. Stadiv. Krumm ist auch der An'ichl, daß dem Oberbürgermeister ireie Hand in Ergreifung der notwendigen Maßregeln gelassen werde. Vorerst möge Arbeitsgelegenheit in der Hinsicht geschaffen werden, daß die Ernte einqebracht werden köuue Die Kolonialmaren-Großhändler hätten ein- mütig jeden P««ckruffchlag abgete&u, und er begrüß: es. daß viele Lebensmttlelhändler nicht ausgeschlagen haben. Bei eimvelendem Notstand müsse die Stadt Helsen, und auch dem Noten Kreuz alle inöglichc Hilfe angedeihen lassen. Unter lantem Beifall erklärte Stadiv. K r u in m , daß die Sozialdemokraten nicht mehr danach ffagcn. ob der Krieg nötig war, ;«tzr sei es Psltchg eines >eden, ftrt> dem Vater lgt keine Besürclstung wegen einer Jene- rung und führt einige Fälle an, in denen hiesige Händler sich bereit erlläri habe», zu normalen Preisen zu vertaiisen; ein Händler (Anfänger l>abe sogar seinen Vorrat der Mili- tärvcrwatinna gratis zur Verfügung gestellt. Er liegt die feste Zuversiäit, daß deutscher Opsernint sich auch hier bc- u*ti»reii wird. — Stabt». Vetters erklär! sich mit den Aus» siihrungen des Stadiv Krumm einverstandeu. daß alle helseii müßten, wenn das Vaterland in Gefahr sei, nachdem die Sozialdeinokratie alles versucht, um den Krieg zu verhüte», lieber diejenigen, die gegen dir- Arbeiter und den Frieden gehetzt, solle jetzt iiicku gerichtet werden, jetzt gilt es, das Vaterland zu verteidigen (Braoaff Beig. Grüne wald gibt seiner Freude über die Erklärungen Krumm- und Vetters Ausdruck und teilt mit, daß die Ernte durch Heranziehmig frei werdender Industriearbeiter eingebracht werden könnte. Nactidem noch Stadtv. Huhn die Vermittelung des städtffci>en Arbeitsamts für die arbeitslos werdenden Arbeiter enrpfohlen, uitd Stadtv. Urstadt betcmtc, daß Vor- kehrungeu zur Ausrechte-l>alNlng der städlisclien Straßen« Ixchn getroffen werden möchten, wird die Resolution, wonach die vom Oberbürgermeister beantragten 50000 Mk. bewilligt werden sollen, einstimmig anqeuommeri. Oberbürgermeister Keller schloß darauf die Versammliung mit eine Hoch auf den Kaiser, das deutsche Volk und Vaterland, in das die Versammlung begeistert ernstunmt. • » * Liebesgabe der Stadt an das Regiment. Iü der nichtöffentlichen Sitzung wurde emstimmig beschlossen, deni RegimentalsLiebesgabeeineerste R a t e v o n 3000 Markzuüberreichen,diean minder bemittelte Unteroffiziere und Mmmschafte» verteilt werden sollen Das an den Regimentskoinmandeur gerichtet« Schreiben lautet: Hochgeehrter Herr Oberst! Ich beehre mich, »nvcrweilt ergebenst mitznteilen, das; die Stadlverordneten-Versammlung in ihrer heutigen außerordentlichen Sitzung auf meinen ?lntrag beschlossen hat, dem Regiment als Liebesgabe eine erste Rate von 3000 Mk. Dreitausend Mark — zu überweisen. Diese Summe soll gemäß dem Wunsche der Stadlverordnelen Versammlung au minderbemittelte llittcroffijterc und Mannschaften nach Ermessen des Herrn Regiments-Kommandeurs möglichst schon vor dem AuSmarsch verteilt werden. Ich habe die Stadtkasse angewiesen, die genannte Summe morgen vormittag zur Auszahlung zu bringen. Euer Hoctmwhlgebvren darf ich ergebenst bitten, in geeigneter Weise dem Regiment hiervon Kenntnis zu geben, weil die Stadtverordneten Versammlung daraus Werl legt, dem Regiment von allem Anfang an zu versichern, daß die Vertretung der Stadt Gießen vom Beginne bis zum Schluffe eines Feldzuges in fürsorglicher Weise hinter-dem Regiment stehen wird. In dem Augenblicke, d« es im Begriffe ist, ins Feld zu zielen *ur Verteidigung des Reichs nnd der hohen Güter deutscher.Kirltur, ist es mir ein Bedürfnis, dem Regiment namens der Bürgerschaft der Stadt Gießen ein Ipcrzliches Lebewohl zuzurusen. Wie i» der Garnison in Zeiten deS Friedens immer bestes Einvernehmen Müschen dem llkegiiwmt Kaiser Wilhelm und der Stadt Gießen gewaltet hat, so werden wir das in den Krieg ziehende Regiment fortdauernd mit unseren treuen Wünschen begleiten und seiner glücklichen und siegreicheic Heimkehr dereinst gewärtig sein. Mit der Versicherung ausgezeichneter Hochachtung bin ich Euer Hochtoohlqeboren ergebener Keller Oberbürgermeister. Meteorologische Beobachtungen der Station Kietzen. Aug. 3914 |*o 1 Jif 5 s- ff. JO - C 3 N § £-2 s M Weil» » 1 2. 2" Ui, 3 21,4 13,5 71 SE 9 Bew. timmel 2. 9» U4,8 19,0 13.2 80 E 2 10 Bed. öimmci 3.|J- 747,6 13.1 9.9 64 W 2 5 Somienschein döchtie Demperatur am I.—2. August 1911 =s 4- 22,0 ” t mtöägfte , . 1.-3. . Uli = + 12,4». Der Krieg steht unmittelbar bevor. Rußland geht zusammen mit den serbischen Fürstenmördern und will Oesterreich hindern, die für seine innere Ruhe nötigen Zusicherungen von Serbien zu fordern. Getreu seiner Lundespflicht muß auch Deutschland in den Kampf eintreten. Es handelt sich aber auch um eine innere Notwendigkeit, daß wir die Millionen Deutscher Brüder in Oesterreich nicht dem Slaoentum preisgeben. Ein Rassenkamps steht uns bevor gegen die immer inächtiger vorwärts dringenden Slaven, die unser geistig und sittlich höher stehendes Deutschtum vernichten wollen und sich dazu mit unserm Erbfeind, den Franzosen, verbunden haben, gegen die wir auch kämpfen müssen. Tausende Deutscher Brüder werden auf den Schlachtfeldern bluten und es ist die Aufgabe des Roten Kreuzes, den Heeressanitätsdienst zu unterstützen und zu verstärken. Helfer und Helferinnen vom Roten Kreuz gehen in großer Anzahl hinaus, um Verwundete und Kranke in den Kriegslazaretten zu pflegen und in die Heimat zurückzubringen. Auch an uns in Gießen tritt die Aufgabe heran, die durchkommenden Verwundeten und Kranken auf der am Bahnhof zu errichtenden Verband- und Erfrischungsstelle zu beköfttgen und zu erquicken, wie wir auch die in den hiesigen Reservelazaretten unterzubringenden Verwundeten in jeder Weise unterstützen wollen. Große Anstrengungen und Ausgaben stehen uns bevor, für die unsere Ersparnisse nicht ausreichen. Wir bitten daher um reichliche Geldspenden entsprechend der gewalttgen Krast- anstrengung, die unser ganzes Volk machen muß. Darum lasse niemand unsere Sammlerinnen vergeblich an seine Türe Klopsen. Der Geschäftsraum des Roten Kreuzes befindet sich zunächst in der Bürgermeisterei Zimmer Nr. 12 und wird nach Räumung der Ausstellung in die alle Klinik, Liebigsttaße, verlegt, wo wir auch ein Depot für Liebesgaben eröffnen werden. Wir wollen auch unsere draußen kämpfenden Truppen mit Gaben der Liebe aus der Heimat erfreuen. In dem Geschäftsraum wollen sich alle diejenigen melden, welche ihre Dienste dem Roten Kreuz zur Verfügung stellen. Männer und Frauen sind für den Dienst bei der Derband- und Erfrischungsstelle noch erforderlich. Die Vorsitzende des Aliee-Fraueuvereius Fra« Geh. Fustizrat Gebhardt. Der Vorsitzende des Zweigvereins vom Roten Kreuz LmrdgerühtSnrt Wrerrer. v \ g 'S S - c 3 * ®x. 5 '©.s' J> lill 1 b 5 0 :s « P G '- Sss* m.s Öl **c^ s _ v*o 3 rr « 3 I 2 ® a>£ « " .iS? En ^ ^ «- _,x,e 2 g a = w .2 .s; Ä £ EO £■** = , 2 -©' 3 £ -»- =|Ö)« - - äi : HÄ «^«5 2 S '- -LS- - Z -- - - - Z*°^ Ll^'S as2£| «d 0 0 -O 2 'S - W a-° 2-- u* —— — >s ^ 2 — L 2 EOSS •£ = 22 « - - - -2 C .iJ 2 2 e£».E L u.E äjO 1 » a i 52 ^«2 g©-“ "s| = — £.Je© “ — -b f “ : 2 ; -=®5 .B ft> ^ *-» «“See* ’s 9 Ö 5 2 g Egt: aZ SK-^sLZ ^LSLZBT 2 ^ - o «. 0 O 2°2 EjO =o L>-§©>2 g 2 a a 1 “ 2 — — — 3 «: b© s c - ^ 3 " - a ^ ^ ^ S E £ »i O 3 3 «u*R 3o* er*»-. 3 oii •- ® g 2.0 s 3.2 >-» <3 -r 3 <& j- 4 — -o ft-* vf? ^£^£0 s«- 1 -" CT i>) 3 -£*~” p cr> a ü 2 «ge ’S r -» -*- W .B -x> ^ ,- *~7 -*•* 2 e o ■— »-->22 ;«;E a -OilSw S* *w 2 .ü«“, ■§1*0- i £ s «u £ C -Ö O •H^ §d ~ 0 <3 3 - Cs s«i. i e~ 2© g'Cü^o 5 cz.p> - - o^-S o.it’elS E (~ 7 —t j» ^ W - g* 1 —.a 1 « - 3 o _ - ° ® u i - e ? -L-S^G^tzLZS-S^LS ! ‘^ “ “»a-B *0 ^3 1 L-ZL S ZM^d.L^-DZ “gj — -O ©•-,£ — e C — eH _ u ..— — a n C^i " z£:^ e e s ~ §.2*2 - »; 1*0® o (v g ^5. ^ JU Z L , 2 - 2 -S« :ir 2 d 2 o. " —-g 5 J 'g.'ü- 0 g' (Ä ’3 jo «• 2 2 it'S -» ^ o t- •=-* 2i ^ S ,Ü *• ” 5 » %>---^ «2 - c a - 2 j .5 2 er 2 ^ S 5 I -§2 4* u ** IT > o “ o 2^.??. - ■ £i- 5 *^ä | i s« I <3 L E L a^ ° o ,-Ellwo- gs ~ 2 H«,,» 2 g-E’ c | ■SJ§£ | : “ C ~ H-> 3 -- -r.— 3 (0 2 «0 ( gg_ 2 -Sgl . 5-9 a »1 E " 2 C ■“ " Ol' Lt^-S o = 2 ~ 2 t D =ii^ 2 ®2S 2-o^ = . g.Sg» iv 3 o o - ^ « £ SQ j, £- 0 o-° 2-0 a> _ S » wojS^w — JO g 2 r; 2 £ c L-- 3 2. a L-o 3 :» 3 C g>--- 'S jtvS £-0 2 !Z 2 ^Sg.S 2^®^| 3 2 /Vi . rr —, . rt » — ■“' . r> ^ W vO 3 s S— £*2^"”® | [ > V jO 1 » w 1 » L p 3 V gc *0 3 a,^ ^-O ~ ft-* |ia|ä*l®Sl P 1 £2-ß>0-» c =o er V «5 M * 05 __ ' p Q T$> j-^r -- - t* « 41 C V _ o .E**aT. r- ti C. }JG - irr* >0 ^3 3 gü — - 3 a E 3 --— 3 n»w d«3 'S 3^ ; :a 3 *-^ 3 ®$ ü «1 iLLLS^S««-- ä*ö 5^ 3 c >0 ft-* ~— ft-* - 3 s"«s- •«> o.; c g-jjjo" *>•— *^*4? =a5?£si ,■2 w «js 1 ©»! 0| ®>2 £" v £i -* —* w 2E «» a “23« " - a _—-o »--o x.o 2 Efiaat , oV — 2^ 3 w -'-LZ 2ZZ^^ -*3 »oT — »-» 3-®-* na 05 2>^L — T3 XL— — -5.tr *0 x c- * i£* 4_, >-» -1 3 V* »> 33Q o>ft>Tz “««eSl*“' 8 '* Z-Zs -2 ^--s« q 4» ^ c 2 ^ r; 0 B~£ - „ S-e 2 3 2" ^ * g-sl^g.S c “ -Z^-£s,5 g | ~Z 2 k> g 5 "S'S 2 L 2 -2> 2 >0 2 - >-- a 2 L 3 .'•ä'eeSü^E A 2 2 8.2 ^ —-£L 2 'Sä 'Z-ZZ-H ^ZLL-' 2 3 e^wss g © * « g £ <-© < K-^S8LH -L- ~ — - 2§-£K; .-C5 5«^ ^2 ®E 2 , g *» - “3 ■8 I » s 3 <3 C» si 1 •B 2 I « 1 ■fr 3 N s ■2 ■ 2 - | rr S ■B a / ^I□£?«SS§*2b - s=^ Ä 3 ^t - 3 £ w * ^>"1 ac 3 ~f9 5^ 2 :W—, o —. — q » L> (?) 2^13 5 ^ 3 o — 3 . r^rrr Z.^ ^ rZ.ZsZ'S' Hftf; ?2- 2e?*P®~ -». © = s <* * «rl-o 3 JLsacsig 2K.S-» ^ ■?=?=© fpa-s = rr ^ »1 q - 3» 2 = 3?; *: "> a o •So \ % ( 3 t C C % 3 « rr»-. ~ ~ o»g c o -^ —e IHsSJs p*§?ä| ^ ^3 ^! ^ ^32-^ 2- **> S 1 t n <9 h H *%* ^ 5X <% »? 3 ■S' 1 ■i §■= —»«_.- LL?ßvao ?ä^s -g=? ~1 9 R g 3 8 -» 8 SS* || § 3 3 ° r »Sg- - g‘ or t?5lx :s § = ia5 {? 3s=HS.'3 J*® 3' sgTSSgP^: * -a- Z"s^ iS:: 3?« 2 cr2 c ' • *% 3 ? 2 3>_: g ' : 2» “ 2 & 5*2 ° _ O = 3 ty*-- O H O* - Cor ** o *=T er ° X 5 a X 3 ^ ~ ** 2 x © " 3 zr - £ a^S " '-a :.2!§’5 • = 3. §■- gi* 0 - 2 .? *■% 3 —• *"' — - 22 — " 21 £.- : erg-° §«,** S^«r - ~ 2 n f©3 3 7> - ^rs-SS, .. 0^2- 3 cr*£ (D - 3 ET«’^ 2 «• 3 ^ -5 -O P 0 ® 0*0 c = S*®2>= -* —-■ ^ p S^a- ' 5 5- 3 .- 3- t H' - „ BC - 1 n ~ -.« 1 Sg;" Ä s '5 x* " Lr- — —^ <© g-°- ft? 3 Lr^: O-;*' g" 5 » 3 3. 7?«3 7 f5>2'es5^e ?=- ga ® - ^© " 2,3 S”? 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