Rr. (H Der kleiner Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags. — Beilagen: viermal wöcbenilich SietzenerjamIUenblätter; zwennativöchenil.ltrrir- blattfflrdcvUreti Sietzen (Tienstag und Freitag): jweunal nitnatl. Lant- »irtschastliche Seilsrage» Fernsprech - Anschlüsse: sür die Redaktion 112, Verlag ». Expedition LI Adresse dür Depeschen: «ureigcr «ietzen. Annahme een Anzeigen iür die Tageönunnner bis vorrnittags S Uhr. Erstes Blatt P (64. Jahrgang 5re!tag, 51. Juli 19(4 General-Anzeiger für Oberhessen Rotation$»ni(f nni Dtrlag »rr Srihflschc» Uxio. yuch. »,» St««i>rusck>e>i Mobilisierungen rief hier große Auftegung cher- ivor. Es werden ernstliche Beratungen über den einzunehmenden Standpunkt Deutschlaads gepflogen. Der Tepeschen- wechsel zwischen Zar und Kaiser dauert fort. Falsche Gerüchte. Berlin, 30. Juni. Der „Berliner Lokalanzeiger" verbreitet folgendes Extrablatt: Durch einen groben Unfug hnirtcn heute mittag Extrablätter des „Berliner Lokal- anzcigerS" verchreitet mit der Meldung, dal; Deutschland die Mobilmachung des Heeres uich der Flotte ungeordnet habe. Wir steflen fest, daß diese Meldung unrichtig ist. Berlin, 30. Juli. Ein hiesiges Abendblatt meldet, der Kaiser habe soeben die Mobflmachungsordre für daS erste, fünfte und siebzehnte Armeekorps erlassen. Auch diese Meldung ist falsch. Berlin, 30. Juli. Der K. K. österreichisch-ungarische Botschafter teilt mit, daß laut einem Telegramm des Stadt- Halters von Böhmen, Fürsten zu Thun, die Nachricht gewisser Blätter über eine Behinderung der Mobilisierung in Dux und Brüx durrl) Spannen von Drähten ans der Luft gegriffen ist. , Paris, 30. Juli. Ein Mittagsblatt veröffentlichte heute vollkommen unrichtige Angaben über Entschlüsse militärischer Art, die von der Regierung gefaßt worden seien. Diese Nacht hat kein Ministerrat im Elnsee stattgefundeii. Tie Einberufung von Rescrvisien- klassen ist keineswegs beabsichtigt. Tie Regierung hat unverzüglich Maßnahmen ergriffen, um die Weiterverbieitung dieser durchaus phantastischen Gerüchte zu verhindern. Tic Stiiiimnng in Berlin. B e r l i n, 30. Juli. Die herrschende politische Spannung 'drückt sich heute auch in dem Straßenleben von Berlin un- verlennbar aus. Bor den, Palais des Reichskanzlers sam- ; vielten sich um die Mittagsstunde, als die Minister beim Kanzler zur Besprechung erschienen waren, größere Men- ■ schengruppen an, die wahrend der ganzen Tauer des Mi- iristerrais beisanimen blieben und die Minister beini Verlassen des Reichskanzlerpalais still, aber achtungsvoll begrüßten. Natürlich bildete der vermutliche Gegenstand der Ministerbesprcchuiig. der völlig geheim gehalten wird, das Thema der allgemeinen llnterl>a!tung. Bon der Börse her war das Gerücht bekannt, daß das Königsberger Armeekorps uwbilisiert sei. doch maß man dem Gerücht, da die Beglaubigung ausblieb, ebenso wenig Bedeutung bei, lvie der Behauptung, daß der Buudesrat telegraphisch zusammen- bcrufen worden sei. Auck) Unter den Linden bildeten sich an verschiedenen Steflen große Menschenansammlungen, Die vor der russischen Botschaft stehenden Schutzmannschasten htttten keinerlei Anlaß, irgendwie einzusthreiten, weil dort, wie überall die taktvollste Ruhe beobachtet wurde. Ebenso zeigte sich in der Umgebung des Schlaffes eine gewisse Ergriffenheit des Publikums, die sich in Gruppcnbildungen kundlat. Der Grundzug der allgemeinen Stimmung ist Zuversicht und Vertrauen in die weitere Entwicklung. Uebrigcns heißt cs, daß die politischen Bemühungen, eine Annäherung zwischen Oesterreich und Rußland herbeizuführen, auch jetzt noch uicht außgegeben worden seien und noch lange nicht alle Hoffnung gescknvnniben ist. — Ein unrichtiges Extrablatt eines Berliner Blattes betreffend die Mobilisierung rief eine gewisse Aufregung hervor, die sich aber sogleich legte, als das Blatt selbst die Meldung zurücknahni. Eine Warnung. Die Köln. Ztg. schreibt: Ruhig Blut! Zeiten wie die heurige gel»n mit den abentenerlick-stcn stferüchten sckvvonger, lmä ein Beispiel dafür, wie sic in die Oefsentlichkeit gefangen, zeigen bist gestrigeu Vorgänge in Berlin. Daß auch bei uns die Mobil- machungsoader in der Lust liegt, ist heute, nach der Nachricht, daß Rrißland offenkundig zum Kriege rüstet, sür keinen Menschen ein Geheimnis mehr. Dieser Möglichkeit müssen wir in aller Ruhe ins Auge sehen. Um einen Rekord in der Fixigkeit zu erzielen, latte eine Berliner Zeitung Sonderausgaben sür den Fall der Mobilmachung vorbereitet: sie waren aber aus ihrer Offizin gestohlen und auf den Straßen verbreitet worden, imd erst als die Polizei einsrhrüt und die Blätter konstszierte, und als amtliche Stellen die Nachricht als unwahr bezeichneten, trat wicher Beruhigung ein. Inzwischen verbreitete sich^das falsche Gerücht über ganz Deutschland. Möglich, daß zur Stunde, wv wir ine Zxilen schreiben, tatsächlich die Mobilmachung schon vollzogen ist, möglich aber, auch, daß uNiere Heer^verwaltung sie noch nicht für notwendig hält, und niöglich schließlich, daß sie in Anbetracht der furchtbaren schwere der Folgen und der immer noch nicht auigc- a ebaizcn tzoffchinS der Diplomatie, den Frieden trotz allem zu erhalten, noch vermieden wird. ?lbcr selbst, wenn imiere wassen- sähigcn Männer zur Jahne einberusen werden sollten, bedeutet das vorderhand iwch nicht den Krieg, sondeni iwr die Bereitsclzrit, ihn zu Aihrcn. Darum auch dann noch: ruhig Blut! Das Spiel mit der Ungewißheit wird sich in den nächsten Tagen und Wochen, vielleicht Monaten noch oft wiederholen Gcwiffenlose, die sich nicht schämen, mit der Sensation »ich der öffentlichen Neugier Geschähe zu machen, sind in soliden Zeiten an der Arbeit, um Nachrichten zu sabrizieren und sic zu Gelb zu inachen. Das wird sich schon bei den Kriegsereig- nissen aus den, Balkan zeigen: es sei deshalb daraus ausmerlsam geniach«, daß alle Nachrichten über krieOwische Doffälle, formt lie nicht die amtliche Beglaubigung tragen, mit der größten Vorsicht auszunehmen sind. Schon ,etzt waltet i» Oesterreich-Ungarn die strengste Zensur bei allen Meldungen, die irgendwie auf die Kriegslage Bezug haben. Man darf deshalb getrost annehmen, daß Sensationsmeldungen nicht von, Kriegsschauplatz stammen, sondern irgendwo in einer dunsten Stube mit einiger Kombinationsgabe ausgesetzt irttb zurechtgemacht sind. Drum abermals und abermals: kaltes Blut und Nerven! Eine Entspannung zwischen Dreibund und Dreiverband? Paris, 30. Juli. Der Ministerpräsident Viviani empfing heute die Direktoren sämtlicher Pariser Tagcslblätteu und crftichte sie, fortan Wer militärische Bewegungen nur amtlich begliiubigie Mitteilungen zu veröffentlichen. Minister Malvv erklärte, daß durchaus noch nicht alle Hoffnung auf Erhaltung des Weltfriedens auf-gegeben sei, tvefl eine Entspannung zwischen dein Dreibund und d>m Dreiverband sich vorbcreite. Ter Schwerpunkt der Lage siege heute in Petersburg, wo die Verhandlungen zwischon Seiso- nvw und dem deutschen Boffchafter Fortdauern. Günstigere Beurteilung in Paris. Par-is, 30. Juli. Der Minister des Innern, Malvh, erklärte heute abend in den Werndelgängen der Kammer, daß. aus Deutschland Nachriebten ein gelaufen seien, die eine günstige Beurteilung der Lage znlassen. Eine ähnliche.Erklärung gab kurz darauf der Unterrichtsminister Augagneur ab. Infolge der Laue beschloß die Mgierung eine Gesetzes- llausel, betreffend ine Sparkassen vom 24. Juli 1895, in Kraft treten zu lassen, derzusolge den Einlegern lediglich Summen bis zu 50 Franken bei 14tägiger Kündigung aus» gezaW werden sollen, j Bemühungen zur Aufrcchtcrhaltung des Friedens. Berlin, 31,Juli, Wie der „Berl, Lok.-Anz." hört, ist die deutsche Negierung noch anhaltend bemüht, eine Versöhnung der Standpunkte von Wien und Petersburg herbeizuführen, Paris, 31. Juli, Man nimmt hier an, daß Deutschland mit einem positiven Vorschlag zur Versöhnung und zur Vermittelung hervortreten werde, der sich dem Londoner Vorschläge bis zu einem gewissen Grade nähere. London, 31, Juli. Hier ist aus Paris die Meldung eingetroffen, daß nach einem Telegramm aus Berlin Deutschland sich bereit erklärt habe, mit Rußland, England und Frankreich in Unterhandlungen zu treten, um den österreichisch-serbischen Konflikt zu lokalisieren. London, 31. Juli. In diplomatischen Kreisen verlautet, daß Sir Edward Greh gestern der deutschen Regierung anhcimgestcllt habe, eine diplomatische Akliou zur Ueberwindung der Schwierigkeiten anzuregen, die von Oesterreich-Ungarn g»billigt werde. Man erwartet Deutschlands Antwort hier mit Spannung, da der weitere Verlauf der Krise zum größten Teil von dieser Antwort abhangen werde. Die rusfischc Mobilmachung. Petersburg, 30. Juli. Ein kaiserlicher Ukas ruft unter die Fahnen l. die Rescrvisteir vou!23 ganzen Gouvernements und von 71 Distrikten von 14 anderen Gouvernements ; 2. einen Teil der Reservisten von neun Distrikten in vier Gouvernements; 3. die Reservisten der Flotte von 64 Distrikten aus 12 russischen und einem finnläichischeu Gouvernement; 4. die beurlaubten Kosaken des Dongebietes, Lubau, Tcrck, Astrachan, Orenburg und Ural; 5. die entsprechende Anzahl von Reserveoffizieren, Aerzten, Pferden und Wagen. l ' Notiz des Wolffbureaus: Zu der russischen Mobil- mack)uugsorder ist zu bemerken, daß das europäische.stiusp- land 58 Gouvernements hat. l Rußlands Borsichtsmaßregeln. Wien, 31. Juli. Rußland erklärte den Mächten, daß es militärische Vorkehrungen treffe, um beim Ausbruch eines Krieges nicht ungerüstet zu sein und sein Prestige auf dem Balkan irahren zu können. Denn ^iutzlaud wolle nicht zn- geben, daß Oesterreich nach dem Kriege ein Protektorat über Serbien.ausübe. Rußland will keinen Krieg mit Deutschland. Fr au k furt a. M., 30. Juli. Der ehemalige russische Ministerpräsident Graf Witte hat sich heute nach Beendigung seiner Kur in Bad Salzschlirf in Frankfurt aufgehalten. Er fuhr abends nach Paris weiter. Angeblich soll er sich in: unverbindlichen Gespräch dahin geäußert haben, daß die Bemühungen um die Erhaltung des Friedens noch nicht gänzlich aussichtslos seien. Rußland wolle keinen Krieg gegen Deutschland. Indessen lehnte er Preffevertretern gegenüber eine Aeußerung ab. Die Stellung Rußlands. Berlin, 30. Juli. Wau schreibt der Korrespondenz Piper aus Petersburg: Aus Grund meiner Unterhaltungen nrii hiesigen leitenden Persünsichkeit-en möchte ich wie folgt resümieren: Der Standpunkt Rußlands wuL in den anderen Ländern nicht richtig beurteilt. Es ist richtig, Oesterreich hat erklärt, es beabsichtige kesiir Gebietserweiterung auf Kosten Serbiens. Das ist aber nach der Auffassung, die hier herrsche mcht genügend. Oesterreich mag Serbien besiegen und die dlncrkennung seiner Rote erhallen, soweit sie alle austroplwben Bestrebungen und Vorgänge betrifft, und keinen Zoll serbischer Erde behalten; aber wenn Serbien in eine abhünaige Stellung M Oesterreich hingedrängt wird, die auf eine ^töncug seines gegenwärtigen Einfluffes aus dem Balkan lffnauslauft, dann fft das schlimmer, tvie eine fleinc Gebietsabtretung. Solange Rußland nicht außer der zuverlässige,, Zusicherung der Erl>altung der territorialen Integrität Serbiens eine ebensolckze Zusicherung erhalten hat, daß sich Oesterreich-Ungarn auch in Zukunft keinen Einfluß auf Serbiens Staatsleitung anmatzen wird, soweit die internationalen Beziehungen -Serbiens in Frage kommen, solange kann Rußland die Krise nicht als gelöst betrachten, -d. h. auf DeMscki, daß Rußland rüstet, um jeden Augenblick für die Hegemonie auf dem Balkan oder anders ausgedrückt sür den vorherrschenden Einfluß in den Balkanstaaten ein-> schreiten zu können. Der Ausstand in Russisch-Polen. Wien, 30. Juli. Man hat hier zuverlässige Nachrichten ans RUssisch-Polen, tvonach der Aufstand dort nicht nur nachgelassen hat, sondern weiteren Urnsong minimnit. Die Sprengung des Pulvertnrms in Worschmr ist ein Werk der Aufständischen. Warsckian soll sich schon in Revolution befinden. Bombenattentat in Warschau. Krakau, 31. Juli. In Warschau ist ein weiteres Bomben- attentat und zwar auf das Haupwostanrt verübt worden. Das Gebäude soll m Flammen stellen; auch andere Anschläge im fgestungsbereich sollen ersolgt sein. Fapan tritt in Erscheinung. W i e n, 30. Juli, Als außerordentlich bedeutungsvoll wird! eine Unterredung angesehen, die der neue japanische Botschafter in Wen heule mit dem Grafen Berchtold hatte. Di« Konsceeuz nachni 2>/. Stunden in Anspruch. Ihr Ergebnis! wird streng geheim gchaltru es heißt jedoch, daß der Zweck der Unterredung sei, zu treffende Vereinbarungen zu besprechen, die zwischen Oesterreich und Japan für den Fall einer kriegerischen Verwicklung mit Rußland> in Kraft treten würden, Italiens Bermittlungsbeslrebungen. Wi e n, 30. Juli. Wie von unterrichteter Seite mitgeteilt wird, ist Italien im Verein mit England noch wie vor bc- nrüht, in Petersburg zu vermitteln, und wie es heißt, soll Rußland einer italienischen Vermittelung.ge- n e i g t s e i n. Der italienische Boffchafter in Petersburg hat jedoch nach Wien gemeldet, daß eine Preisgabe Serbiens von russisckfcr Seite unter allen Umsbäichen ausgeschlossen sei. Fagdreise des Königs von Italien. Rom, 30. Juli. Der Wnig hatte gestern längere Konferenzen mit dem Kriegs- und Marineunnister, sowie mit dem C^f des Generalstabs. Der König reiste sodann zum Jagdaufcnthalt ab. Eine amtliche Erklärung Englands. London, 30. Juli. Amtlich wird gemeldet, daß die. militärischen Behörden keine Maßregeln getroffen haben, die. den Charakter einer Mobilisierung hatten. Die einzigen Befehle, die gegeben worden sind, sind lediglich Vorsich ts-> maßregeln und tragen defensiven Charakter. Die Maßregeln der Marine sind ebenfalls Vorsichtsmaßregeln und keine Mobilisierung ist angeordnet worden. Die Blätter mel», den, daß die erste Flotte gestern von Portland unter versiegelter Order nach westlicher Richtung in See gegangen. London, 30. Juli. Sir Edward Grell erwiderte ans eine Anstagc Bonar LakoS rm Unterbaue: Ick) kann nur sehr wenig sagen und bedauere, nicht sagen zu können, daß die Lage wenigen, ernst als gestern ist. Die wichtigsten Tatsachen sind ziemlich unverändert. Oesterreich-Ungarn bat den ikrieg gegen Serbien begonnen und Rußland hat eine teilweise Mobilisierung anaeordnet. Dies hat, so viel wir wffsen, nicht z» entsprechenden Schritten seitens anderer Mächte gesühtt. Wir fahren fort, das große eins Ziel zu verfolgen, den europäischen Frieden zu erhalten. Zu diesem Zwecke halten wir enge Fühlung mit anderen Mächten. Hierin hatten wir, wie ich mit Freuden bemerke, soweit keine Schwierigkeiten mit anderen Mächten, wenn es auch für die Mächte nicht möglich war, sich der diplomattschen Aktton anzuschlicßen, die am Montag vorgeschlagen wurde. Der Premicrniinister beantragte die Vertagung der zwritcu- Lcsung der Zusatzbill und sagte: Wir versammeln un? heute unter- Bedingungen, deren Ernst in unser aller Erfahrungen kaum seinesgleichen hot. Die Frage, ob Krieg oder Frieden hängt in der Schwebe Wir stehen ecner Katastrovhe gegenüber, deren Umfang und Wirkungen unmöglich abgeschätzt werden können. Unter diesen Umständen ist es von vitaler Bedeutung sür das Interesse der ganzen Welt, daß England, das keine eigenen Interessen direkt aus dem Spiele stehen hat lBeisall) eine geschlossene Front zeigt tLrbhafter Beifall) und imstande ist, mit der Autorität einer einigen Nation zu sprechen und ja handeln Ti« Debatte über die Zusatzbill könnte unter solchen Umständen verderbliche Wirkungcti aus die internattvnake Lage haben. Er beantrage daher übereinstimmend mit Bonar Law die Vertagung und sprach die Hoffnung aus, daß der Patriotismus aller Parteien dazu beitrage, soviel als dies in Englands Macht liege, das Unheil, das die ganze Welt bedrohe, wenn nicht abzuwenden, so doch wenigstens zu umgrenzen. Englands Haltung. London, 30. Juli. (W, B.) „WcstminsterGazette" schreibt: Wir vertrauen, daß G re >, jedes denkbare Mittel er- schöpsen wird, um Frieden durch eine Konferenz und Verhandlungen zu erhalten. Inzwischen send wir ent- flehen geprn den Setfufi, feine Kinde »u binden und ib» schon im voraus auf einen bestimmten Kur? de? Han- delnr sestjulegen c-eme einzige Aussicht. Europa in dieser Lage zu delsrii ist, ivenn er unparteiisch als Vermittler »wi- »7' *" ?Z\'l l l T ® eban,c d-ß!wähE-d» seine ls>e, thelt betont, er tatsächlich e,n Parlc,- 'Eden Einsluß, den er aus die Machte verhängnisvoll fmt. Me 5 ,c ' I)in Ö c rittwickeln, und was dieser Woche erheischt. Es sind zweifellos ^v dar. unter denen England kein uninteressierter * europäischen Konflikts bleiben könnte. Alle j! n ^ die Umstände zu beurteilen und 0^"-..^der wir haben Interessen und Verpslich- zu berücksichtigen, die jede Entscheidung ernstlich berühren. die wir betreffend des europäischen Konflikts tressen Ä?E"rr *"? -Sicherheit Indiens und das ''f™!! 1 Pp- übe r se eischen Dominions und B e s i tz u n- •' 1 m , u “’8' in einem solchen Augenblick zu sprechen, als ob wir unbegrenzte Streitkräne hätten, die wir vollstän- oag iur militariiche Unternehmungen in Europa bcstiinmen tonnten, ohne an die gewaltigen Interessen ander- wartS zu denken, die unserer Obhut anvertraul sind. in Gibraltar, 3V. Juli. Die Proklamation über i t > ch t s m a h n a hm e n zur Verteidigung der Ban ist aufgehoben worden. Eine holländische Friedensmahnung. Amsterdam, 30. Juli. Das Blatt „Telegraf" veröffentlicht einen Artikel des früheren bevollmächtigten Ministers, welcher der niederländischen Regierung empfiehlt, bei der englischen Regierung Schritte zu unternehmen, daß diese ui friedlichem, beruhigendem Ginne bei Rußland ihren Einfluß zur Aufrechterhaltung des Friedens in Europa ausübe. Der Artikel schließt mit einem Appell an die Königin Wilhelmine, die als Vorkämvserin für den Weltfrieden bekannt sei, sie möge sich persönlich beim englischen Hofe bemühen, dieses Ziel zu erreichen. Ein Appell des Amsterdamer Stadtrates. Amsterdam, 30. Juli. Der Stadtrat von Amsterdam hat einstimmig einen Antrag angenommen, in dem erklärt wird, daß angesichts der drohenden internationalen Lage der Stadtrat im Namen der Menschheit einen Appell an die Regierungen und Nationen richtet, um die Menschheit vor den Grausamkeiten bei dem Ausbruch eines Krieges zu bewahren. | Die Haltung Bulgariens. Sofia, 30. Juli. (W. B.) Die halbamtliche „Volia" erklärt in einem inspirierten Artikel, der sich mit dem Kriege befaßt: In diesen für Serbien entscheidenden und ernsten Augenblicken hegen wir, die durch die serbische Treulosigkeit am tiefsten getroffen worden, keine Schadenfreude. Die bulgarische Regierung erklärte bereits, daß sie Neutralität bewahren werde. Dies übersteigt alles, was Serbien berechtigterweise erwarten s. ante Jndesjen muß die bulgarische Regierung sehr aufmerksam die Entwicklung der Ereignisse verfolgen. Was sich heute ereignet, bildet die dritte Phase des BallkankviegeS. ®ie moralische Verantwortung dafür fällt ganz auf Serbien, denn diese dritte Phase wäre nicht in so schrecklicher Werse jum Ausdruck gekommen, wenn Serbien sich nicht geweigert hatte, den serbisch-bulgarischen Bündnis vertrag durchzufiihren. Wie sich die Entwicklung gestalten wird und wie die Folgen sein werden, das ist noch nicht klar. Gegenwärtig ist es das Wahrscheinlichste, daß der Konflikt lokalisiert wird. Die Regierung hat die Pflicht, wachsam und bereit zu sein und die Interessen Bulgariens und ausschließlich diese Ml verteidigen. Konferenz««. V ari s, 30. Juli. Der Ministerpräsident und Minister des Aeußcrn Viviani hatte gestern abend um 10 Uhr eine Besprechung im Ministcriuni des Innern mit mehreren Kollegen. Darauf empfing Präsident Poincare das Kabinett. Paris, 30. Juli. Die heutige Vormittagssrtznng de? Ministerrctts unter dem Vorsitz des Präsidenten PoincarS war vollständig der Besprechung der auswärtigen Lage gewidmet. Wogen der gegenwärtigen Umstände wurde beschlossen, täglich im ffltjfee eine Ministerberatuna abzuhalten. Paris, 30. Juli. Der russische Botschafter Jswolskh besuchte heute vormittag den Ministerpräsidenten Viviani. London, 30. Juli. Marineminister Churchill besuchte heute früh und heute mittag das Auswärtige Amt. Finanzminister Lloyd Georgehat dauernd Unterredungen mit dein Premierminister A s q u i t h. Wien, 30. Juli. Die „Neue Freie Presse" erhalt aus unterrichteten Kreisen über die Konferenzen des österreichisch-ungarischen Botschafters in Petersburg mit deui russischen Minister des Aeußern folgende Mitteilung: Es ist richtig, daß Graf Szaporp mit Sasonowan den letzten Tagen Konferenzen abhielt, welche in bester Form verliefen. ES ist möglich, daß bei dieser Gelegenheit Mich die Frage zur Erörterung gelangte, daß wir keinen Eroberungskrieg mit Serbien führen" Es ist, da es sich hierbei um einen Meinungsaustausch handelte, zu keinerlei Vereinbarung gekommen. ' Aus Frankreich Paris, 30. Juli. Es werden hier Gerüchte in Umlauf gesetzt, wonach in den Wandelgängen der Kammer mehrere Minister sich in beruhigendem Sinne ausgesprochen haben. Paris, 30. Juli. Dem „Journal des Debets" zufolge ist gegen den Leiter des Blattes „Paris-Midi", Wal esse, wogen der von diesem Blatte verbreiteten falschen Alarmnachrichten ein Haftbefehl erlassen worden. Der Ramps zwischen Oesterreich und Serbien. Risch, 27. Juli. lVerspätet eingetrvffen.) Me öfter- reichisch-ungarischen Militär- und Zivilbehördcn haben am 26. Juli auf serbische Schiffe auf der Donau das Feuer er- öffnen lassen und daraus Besitz von ihnen genommen. Bier Schiffe sielen den Lesterreichern in die Hände. Ein fünftes .serbische Schiff wurde bei Orchova von einem österreichischen Flüstkanonenbvot crngrhalten. Das Kanonenboot holte die serbische Flagge nieder und ersetzte sie durch eine ungarische. Am folgenden Morgen feuerten Finanzwachen auf zwei andere serbische Schiffe, die sich sogleich.ohne Bedeckung serbischer Truppen auf der serbischen Seite auf- steMen Der Schaden ist erheblich, dagegen sind keine Ber- laste an Menschenleben zu verzeichnen. Bon österreichischer Geste wird da? Feuer auf daS Fort Amont Snwderevo an Her Donau fortgesetzt. s Wien, 30. Juli. Wie noch Läge derDinge nicht anders zu erwarten war, beschränken sich die bisherigen Kriegs- creigniffe auf unbedeutende Plänkeleien. Wiederholt kan, eS bei Patrouilleugängrn längs der che lljer irevnenben Gtemöff« zum lAoShmsch von Kschehrschstffen, der jedoch keine nennenswerten Verluste im Gefolge hatte. GtwaS ernsteren Charakter hatten die kleinen Gefechte, che sich an der Semliner Brücke entspannen. In der Nacht vorn Dienstag zum Mitttovch sprengten, wie schrm gemeldet, che Serben die genannte Brücke, doch war der Erfolg unzu-> rfidxmb. Me serbischen Bemühungen, d«S Zerstvrungswerk zu vollenden, wurden durch che twn den österreichischen Vorposten unterstützte Lattd- und Schiffsartillerie vereitelt. Bei Progor an der Save scheiterte der.Versuch einer irregulären scrbffchen Bande von 60 Mann, den Fluß zu überschreiten, an der Wachsamkeit der österreichischen Vorposten. Endlich gelang es chr österreichischen am Ufer gegenüber Velko Gradiste aufaestchrenen Artillerie, zlvei in Ausrüstung befindliche feindliche Dampser unter Feuer zu nehmen,und zu vernichten. i Nisch, 30. Jüli. Einige Banken soioie öffentliche und private Gebäude, besonders die englische Gesandtschaft, sollen wahrend des Dymbardemrnts von Belgrad ge- t r o s f e n worden sein. Belgrad soll von Truppen entblößt sein. > B erlin, 30. Juli. Die „B. Z." meldet aus Wien: Einer hier eingetrosfenen Meldung zufolge hat an der serbisch-bosnischen Grenze bei F o t s ch a ein für die österreichisch-ungarischen Truppen ersolgrcicher Kamps slattgcsun- dcn. 600 Serben sollen gelötet und 2000 gefangen worden sein. Auf österreichischer Seite sind 200 Mann gefallen. Nisch, 30. Juli. Bei Kicznicy und Smederovo hat ein Artilleriekampf begonnen. I. Wien, 30. Juli. Der Kaiser Und der Thronfolger sind heute mittag in Wien eingetroffen und haben sich nach Schönbrunn begeben. Me Begrüßung des greisen Monarchen durch die seit dem frühen Morgen aus den Kaiser harrende Wiener Bevölkerung. von der sich Lmnderttausende in der Estisahrtsstraße ein gesunden hatten, gestaltete sich zu einer einzigartigen und überwältigenden Kundgebung für den Heur scher. Nisch, 27. Juli. (Verspätet eingetroffen.. Serbisches Korr.-Bnr.) Die österreichisch-ungarischen Militär- und Zivilbehörden haben am 26. Juli ans serbische Schfffe auf der Donau das Feuer eröffnen lassen und daraus Besitz von ihnen genommen. Vier Schiffe fielen den Oesterreichern in die Hände. Ein fünftes serbisches Schiff wurde bei Orchova von einem österreichischen Flußkanonenboot angehotten. DaS Kanonenboot holte die serbische Flagge nieder und ersetzte sie durch eine ungarische. Am folgenden Morgen feuerten Finanzwachen aus zwei andere serbische Schisse, di« sich sogleich ohne Bedeckung serbischer Truppen auf der serbischen Seite ausstellen. Der Schaden ist erheblich, dagegen sind keine Verluste an Menschenleben zu verzeichnen. Von österreichischer Seite wird das Feuer aus das Fort Amont Smodenevo an der Donau fortgesetzt. B e rli n . 30. Juli. Die „B. Z." meldet aus Semli n: Seil Miltcrnachl wird das bei Belgrad gelegene serbische Milttärlager von B r u n i c a beschossen: vom serbischen User sind nur vereinzelt Gewehrschüsse hörbar. Belgrad selbst liegt in liesstem Dunkel. (Notiz des W. T. B.: Eine Bestätigung der Nachricht liegt noch nicht vor.) Das Gewehrfeuer verstummte gegen Morgen. Etwa um 1 Uhr wurde der ungarische Schleppdampfer „Allotmany" mil einem großen Boot im Schlepptau von serbischer Seite mit einem mörderischen Feuer überschüttet. Das Schiss geriet in Brand, doch gelang es, es bald zu lösche», woraus der Schleppdampfer an das österreichische User zurückkehrte. Bon fünf Mann der Besatzung wurden zwei gerötet und einer verwundet. Das Manöver des Danipstrs hatte seinen Zweck erreicht, den Beweis zu führen, daß die Belgrader Festung nicht geräumt ist, sondern noch zahlreiche Verteidigung hat. (Diese Nachricht ist noch nicht bestätigt. D. Red.) Kampf um Belgrad. Wien, 30. Juli. Etwa um Mitternacht begann auf der Belgrader Teste nad). längerer Ruhe wieder ein Maschinengewehrfeuer, woraus hie österreichischen Monitor« die Stadt beschaffen. Gegen 1 Uhr nachts explodierte infolge des Bombardements in der Stadt der Pulvertum. Heute b«tm Mor- ävauen versuchteu hie Serben abermals erfolglos die Brücke zu sprengen und die BrückenpseUer zum Einsturz zu bringen. Da vom serbischen Zollhaus die oiter- reichischcn Truppen beschossen nmrden, richtete dir österreichische Arttllerie ihr Feuer auf dieses Clebäude, dä? bald darauf in Schutt lag. Sodann wurde wieder Gewehrseuer hörbar. Gleichzeitig wurden in Belgrad mehrere Feurrs- brünste sichtbar. Im Verlaus der verschiedenen serbischen Versuche, die Brücke zu sprengen, wurden 16 Serben gefangen genommen. Gerüchte wollen wissen, .daß in Neu- serbien Unruhen b«dentenderen Ilmf anges ausgebrochen sind. Me mchffcrbischen Elemente weigern sich, in die Armee einzutrcteN, so daß bei der Aufstellung neuer Regimenter erhebliche Schwierigkeiten eintreten. Belgrad von den Leftcrreichern besetzt. London , 3l„ Juli. Einer Meldung des „Standard" zufolge ist Belgrad von den Oesterreichern besetzt worden. Me Truppen. welche bei Senionarie in serbisches Gebiet eingerückt sind, (marschieren gegen Osipaonica auf dcnt Woge » die ihr durch den österreichisch-ungarischen Gesandten am 23. Juli 1914 überreicht worden ist, fo sieht sich die K. K. Regierung genötigt, selbst auf den Schutz ihrer Rechte und Interessen zu sehen und zu diesem Zweck an die Getvalt der Waffen zu appellieren. Oesterreich-Ungarn betrachtet sich von dtesem Augenblicke an als im Kriegszustand mit Serbien befindlich. Minister des Auswärtigen von Oesterreich-Ungarn : Gvaf Berchtold. Z Ein Danktclegramm Kaiser Franz Josefs. Budapest, 30. Juli. Auf die Huldigung der Hauptstadt hat Kaffer Franz Joseph telegraphisch für 'die erwiesene Treue und Anhänglichkeit gedankt. l Kaiser Franz Josefs Ankunft in Schönbrunn. Wien, 30. Juli Als Kaiser Franz Joseph nach seiner Ankunft im Schönbrunner Schlosse dem Wagen entstieg, hielt Bürgermeister M. Weißkirchner eine Ansprache, w der er den Schwur zu Kaffer und.Reich im Ncaneu best Wiener Bürgerschaft erneuerte. Der Äaiser-erUjhsre-, „Mt treser Rührung nehme ich diesen Beweis der Treue, welcher mir aut allen Teilen der Monarchie zugekommen ist, entgegen. Ich danke Ihnen herzlich fiir diese .wundged-nncf" Biirgermeistcr Dr. Weißkirchner dankte sodann dem Kaiser im ütameii der Bevölkerung für den Iwhen, gewiß schweren Entschluß und sagte: „Me Lesterreick>er wollen für die Ehre und den Ruhm Oesterreichs alles daran setzen." Der Kaiser sagte: „Ich glaubte, mein Alter in Frieden verleben zu können. Der Euffchkuß ist mir gewiß schwer gefallen, aber aus den allseitigen Kundgebungen gewinne ich die Ueber- zeugiing, daß mein Entschluß der. richtige war." Bürgermeister Dr. Weißkirchner sagte darauf: „Gott möge .die Mvnarichie schützen und die Waffen Oesterreichs segnen!" Linz, 30. Juli. Kurz nach 9 Uhr vormittags berührte der Kai> er auf der Durchreise Linz. Auf dem Bahnhof hatten sich Erzl,erzog Joseph Ferdinand, die (Generalität und sämtliche Offiziere der Garnison eingesunden. Der Kaiser schritt das ganze Offiziersspalier ab und sagte .zu den Offizieren: „Es hat mich sehr gefreut, die Herren hier zu sehen. Ich sage Ihnen zum Abschied in dieser ernsten Stund« nur wenige Worte: daß ich auf den guten CKist, die Ausdauer und Tapferkeit meiner Armee baue." Als der Kaffer sich verabschiedete, sagte er: ^,Jch wollte den Frieden e r halten." Beschränkung des Eiscnbahn-Berkehrs in Oesterreich. Laut Kundmachung der k k. Siaatsbahndirektton Wien, namens der österreichischen Eisenbahnverwaltungen, ist auf einer Anzahl Eisenbahnsttecken und Donau-Schisfährtslinieii der Zivilpersonen- und Gcpäckvcrkehr, sowie der Zivileilgül- und Foackitgütverkehr eingestellt; rollende Güter wevden an- gehalten und zur Verfügung gestellt. Nähere Auskunft erteilen die Fahrkartenausgaben) Gepäck-, Eilgut- und Güter- abfcrttgungeu, cruck) werden entsprechende Bekanntmachuu- gen aus den Bahnhöfen crusgehänigt. Das rote Kreuz, Wien, 30. Juli. Durch allerhöchstes Handschreiben wurde der Protekwr und Stellvertreter des Roten Kreuzes in der Alo- navchie, Erzherzog Franz Salvawr, zum Generalinspcktor der stciwitligen Saiütätspstege ernanm. Erzherzogin Maria Theresia bat den Kaiser um Genehmigung, als Rote 'Kreuzschwester dienen zu dürfen. * . * Benizelos bleibt in München. K o n st a n t i n o p e l, 30. Juli. Mc griechische Regierung hat an Benizelos telegraphiert, er möge in München bleiben, denn der Grvßwesir könnte, falls sich die auswärtige Lage bessere, am l. August nach München zur Zusammenkunft mit Benizelos abreisen. Die Börsen. Paris, 30. Juli. Ueber ein Moratorium, das man von gewisser Seite zu fordern scheint, wird im Unanzministerium erdSrt, daß eine ähnliche Maßnahme nilrimänherstenNot- s a l l c getroffen werden könne. Man sei nicht der Ansicht, daß die gegenwärtige Lage diese Maßregel erjorderlich mache, die im allgemeinen nur im Kriegssalle gerechtfertigt sei. Berlin, 30. Juli. Wie aus der gestrigen Meldung hervor- geht, bleibt an der Berliner Fondsbörse der Ultimvversthr eingestellt. Es sinden nur Geschäfte in Kassaverkchr statt. .— Das. selbe gilt auch von der Franffurter Börse. Wien, 30. Juli. In der Zeit von Vrl bis 'k2 Uhr mittags fand die Versorgung sowohl per Wochenarrangement als per Ultimo statt. Die Prolongation gestaltete sich umeaelmäßig. Der Zinsfuß ist seitens der Banken aus b% Prozent festgesetzt worden. Einen beruhigenden Eindruck machte die namens der Banken! abgegebene Erklärung, wonach die unversorgt gebliebenen imd heut« im Lause des Nachmittags beim Wiener Giro- und Kaisenverem auigegcbenen Postttvnen settens der Bankinstitute zu ttesstcn Kursen vom letzten Freitag mit Zuschuß von 20 Prozent übernommen werden. Englische Prestcstimmen. L ondon , 30. Juli. Die „Times" betonen, datzdie Besprechungen zwischen Berlin und Petersburg fortgesetzt würden. Es sei ein offenes Geheimnis, daß Dcuffchland sein Bestes tue, »m den Draht zwischen der ruffischen und österreichischen Hauptstadt wieder herzustellen. — „Daily Telegraph" sagt, England bleibe der Tripelentente treu und sei vollkommen bereit, seine Verpflichtungen gegenüber der Entente zu erfüllen. — Der „Standard" schreibt, man müsse sich darüber klar fein, daß England stch in keinerlei Verpslich- tung befinde, Sir Edward Grey habe noch am 12, Juli im Parlament erklärt, daß England im Falle eines Bruchs zwischen europäischen Mächten vollständig freie Hand habe, — Der „Daily Graphic" hofft auf eine friedliche Ausgleichung, teils weil alle Mächte mit großer Aufrichtigkeit und Selbstverleugnung handelten und teils weil die Differenzen zwischen Oesterreich und Rußland tatsächlich nicht so außerordentlich groß seien. Der „Dailh Chronicle" meint, daß man aus den durchaus angemeffenen Vorbereitungen der brilischen Flotte keine falschen Schlüsse ziehen dürfe. Das! Blatt sagt, in den wichtigsten Haupfftädten ist so viel guter Wille vorhanden, daß wir uns an die übriggebliebenen Hoffnungen klammern. — „Daily Mail" schreibt, so lange der deutsche Kaiser und der Zar, die beide in der unmittelbaren Vergangenheit den Beweis für ihre Friedensliebe gegeben haben, in freundlicher Korrespondenz stehen, kann die Lage nicht als absolut verzweffett angesehen werden. * .» * Helgoland nimmt auch weiterhin Kurgäste ans. Helgoland, 30. Juli. Me von Berlin, Hamburg und anderen Orten verbreiteten Gerüchte, daß wegen der Kriegsgefahr in Helgoland keine Kurgäste mehr angenommen werden dürfen, sind, wie vom Bürgermeister amtlich mitgeteilt wird, v o l l- stündlg unwahr, * » * Konfiszierte deutsche Zeitungen. Berlin, 30. Juli. Me Polizei hat diejenigen Exemplare der „Berliner Neuesten läachrichten", der „Deuffchen Zeitung", der „Deutschen Nachrichten" und der „Deutschen Warte" ungehalten, mebche die Meldung enthielten, daß mobllisiert sei. Me Kvnffskatvon erfolgte wegen groben: Unfugs. I i ! : ; , * * * Die Rew Yorker Preffe an Kaiser Wilhelm. New Bork, 30. Juli. Alle Schattterimgen der Presse und des Publikums erkennen an, daß jetzt die große Gelegenheit gekommen ift für einen wettsehenden und hoch- aesinnlcn StaalSmann, und in dieser Verbindung wird an den deutschen tSaffer der Appell gerichtet, der Menschheit einen gewaltig- n Menst zu leisten — Me „Evening Post" sagt, esset sehr glücklich, daß es'jetzt verantwortliche Staatsmänner gebe, die sich bewußt seien, datzsie sich nicht an das wilde Geheul des Straßenmops kehren dürfen. Sie wissen, welch ein sürchtvares Ding es sein würde„15> Millionen Soldaten Wer die weiten Gefilde Europas in den Kampf zu wvrsen, deffcn 7wScprng niemand vorherseyen könne. Wer alle Aäenschen kpmien vorhersehen, das; der fiinf Ländern zngefügte Verlust und das Elend für sie uneruietzlick» sein würden, während eS sich nur um eniM illujorffchen Rühm haudckln tont- M . . _ Au» SkaSt mtb Cant, Gießen, gj. Juli 1914. Das neu« Rathaus in Gießen. Die gestrige Stadwerordnetensitzung halte sich neben einer Anzahl kleinerer Anträge, Baugcsuche u. dgl mit der Mcschafsung von Amtsräumen für die städtische Verwaltung 4 M beschäftigen und faßte nach dreistündiger Beratung den Beschluß, die ahte Klinik ;um Rarhause uimzubcmcn, Die «rmcniftche Abstimmung, die wir an anderer Stelle veröffentlichen, hatte das Ergebnis, daß sich 16 Mitglieder der Stadtverordnetenversammlung sür den Kommrlnonsanlrag. der die Verlegung der Bürgermeisterei in die alte Klinik %vtm Ziele hatte, aussprachen, darunter der Oberbürgermeister und die Beigeordneten Grünewald und Krenzien, während 8 Herren dagegen stemmten, unter ihricn der Beigeordnete Emmclius, Daß einige Stadtverordnete ihre Meinung geändert hoben, ist wohl auf dic^achmännischcn Aus- führungen des Beigeordneten Krenzien zurückzusührcn Ob unsere Befürchtungen, die wir gegen die Verlegung der Aemtcr in die Klinik hegten, zutreffend sind, muß eben die Zukunft lehren, W,r können den gefotzten Beschluß ge- mäß unserer bisherigen Ausführungen nur bedauern, und mit uns ein großer Teil der Gießener Bürgerschaft, darunter wohl die meisten Architekten, Wie die Abstimmung nach den Wahlen ausgefallen wäre, ist durch die jetzige Er- kedigung leider nicht festzustellen, — Tageskalender lür Freitag, 31. Juli: Stntrbt- A n «st, I l >, n g: llonzert der Regünentskavelle 8—11 Ubr abends, Freilichtbühne: .Der Pfarrer van fiirchseld.' Ansang abends I Uhr. Alldeutscher verband: Vortrag Dr. Ritter, 3)4 Uhr in Steins Garten, , ** H es fische Schlachtungsstatistik Nach der amtlichen Statistik über die Schlachtvieh» und Fleischbeschau wurden im Großherzogium in den Monaten April, Mai und Juni 1914 (bczw 1913 geichlachlet: 254 ,290, Pferde. 3681 (3692) Ochsen, 449 (468) Bullen, 8514 (9053) Kühe, 8304 (7407) Jungrindcr ■filier 3 Monate alt. 20 835 (18 89t) Kälber bis 3 Monate alt. 92 833 (83 009) Schweine, 1071 (1203) Schate und 14 972 (12 660) Ziegen, ** HesstschcrSvarkassenvcrband, Aus den soeben in den „Mitteilungen der Großd Hessischen Zentralstelle für di« Lanbcssdanstik" erschienenen Gescknsitsergebnisicn der Sparkassen des Hessischen Svarlassenverbandes, Ende 1913, gebt die Tatsache hervor, daß dos Darmstädter Institut hinsichtlich der Zahl der Sparbücher mit 49 406 an der Spitze sicht, wähycnd der Betrag der Spareinlagen mit 46 254 583 Mk, in Mainz (Stadt) der höchste ist. Hieraus folgt Worms mit 42 482 000 Mk,, Tarrnstadt mit 38 677 656 Mk, und Mainz (Land) mit 29 237 718 Mk Aui mehr als ehr Zehntel der Spareinlagen stellt sich der Reservefonds h> Alzey. Bingen, Mainz iStadtt und Worms, Bei weitaus den meislrn umer den 33 Instituten ist der größte Tcll der Bestände in Hvtwlheken zinsbar angelegt. Eine Ausnalnne machen Alzey, Grünberg, Herbstem, Höchst, Läubach, Mainz (Land) und Schlotten, wo auch Gemeinden und sonstige Kormnrmalverbände besonders bedacht sinh, sonne Oppenheim und Ortenberg, wo die AMaqe in finnffchillinqen besonder» m Betracht kommt, verhältnismäßig die meisten Jnhabcrpapierc hat höchst mit 39,9 Proz. )der GeimnreiMagen, wähnend Estsiollbttnten solche überhaupt nicht chesitzr, Per den Jkmttttrten in Allzey, Erbach, Mainz (Stadt und Sand), Nidda >mt> Schotten, bestehen über 10 Prozent der Ge- stmrtanlagcn in Jnhaberpapieren. " An die Besitzer von Spargeldern, Angesichts her drohenden Kriegsgefahr hat sich des sparenden Publikums eine lcbhailc Beunruhigung bcmäänigt, die in manchen Städten in einem Ansturm aus die Sparkasse zum Ausdruck gekommen ist. Es erscheint daher dringend geboten, dos Publikum aus das Unbesonnene einer solchen Handlungsweise hinzuweisen. Die öffentlichen mündeliichercn Sparkassen bieten dem Sparer, besonders in Zeiten der Gefahr, absolute Sicherheit sür seine Anlagen Ein Verlust ist auch im Falle eines Krieges vollständig iansgeschlvssen Als Sicherheit für die Einlagen hatten neben den mündelffcheren Anlagewerten in Hvvotdcken imd Staatspapieeen Pie riqencn, erheblichen Reserven der Kasse, Die Meinung, daß di« Spargelder vielleicht zu Kriegszwecken verwendet werden könnten, ist irrig. Die Svarkassengekder ffnd Privatrigantum und in Kriegszeiten nach Völkerrecht unantastbar. Das Publikum sollte daher viel eher alle keine Barmittel zur Svarlaffc tragen und nur nach Bedarf abhcben. Es ist dringend anzuratcn, schreibt die amtl Zgt,, ip, Kriegssalle nur die notwendigsten Barmittel zu Hause zu behalten, um der Gefahr zu entgehen. daß die Gelder gestohlen werden oder verloren gehen. Die Sparkasse wird auch in Kriegszeittn genau wie im Frieden für das Publikum geöffnet sein, •• Alldeutscher Verband. Ain Mittwoch hätte Gießen Gelegenheit, die österreichisch-serbische KriegSfragc vom soziatHkmokratischcn Standpunkte a„S beleuchtet zu sehen. Heute abend wird in dem Dortrag des Alldeutschen Verbandes: .Was bedeutet der österreichisch-serbische Krieg?' Gelegenheit geboten, die Frage von einem Ocsterreichcr, Dr. Ritter, imter nationalen Gesichtspunkten behandelt zu »hören. Der Dortrag findet in Steins Garten statt: Beginn «V. Uhr. »* Di« Schlachtviehpreise für unsere Metzger .haben, seitdem die Märkte verboten sind, wieder eine Älei- ntzgkeit angezogen. Es stellen sich der Zenttier Schlachtgewidst Ochsen 90 bis 92 Mk,, vollsteif chrge Bullen 74 bis ,76 Mk,, Rinder 86 bis 88 M,, Kühe, junge ausgemästete Tiere, 80«s 82 Mk , alte ausqeuiWetc War« 68 bis 74Mk, »wohnnnq enthält, soll in nächster Zeit Wurscksthe fiO JKg 64. Kälber 82-84 Mk,. Schweine, pcsicrc »krhältnißc geschaffen werden. umgebaut und da»'' schtvrre fette Ware, 54 bis 56 Mk , bnctKere chftifthwore 56 bis M Mk., Mutterschweine 48 bis 5> «ttc schwere Milchkühe, die sehr knapp sind, weil die Zuftchr fehlt, sind um 40 bis 50 Mk, 52 Mk, Die Preise tur > sind, weil in die Höhe gegangen — Gewerbe-Ausstellung, Gestern abend batte sich zum Benefiz des Kapellmeisters Zirn die Festhallc gefüllt, um dem ansectesencn Programm zu lauschen In, Aufträge des Aussiel lungsvornandes überreichte Fabrikant Hornberger Herrn Zirn ein Servis, ein Erzeugnis oberhessischcr Kunstiöwerei. nnd gedachte in warmen Worlen seiner Verdienste um die Ausstellung, Buch von attt-em Seite wurden dem Bcucsiftanlen Ehrengaben zuteil, — Pesch-Mario, der beliebte H'.iinoeist. gibt am Srms tag, 1, August, seinen Benefiz- und Abschiedsabend, Ta Herr Pesch-Mario mit vollstänbig neuem Programm auswartet, so ist mit einem guten Besuch sicher zu rechnen, nnd es empfiehlt sich, zeitig für Latten zu sorgen, die in der Festballe, an der Kasse der Ausstellung, sowie in der Zigarrenbandlung Löb, Bahndoi- straße. zu haben sind. Ter Eintrittspreis betragt 30 Psg, einschließlich Progmmm, Anfang 8 Uhr, " Fachkurslls für Damenschneiderci. Gesfttti wurde d»rch Herrn Regierungsrat Reuter der von Großh Zentralstelle veranlatzic und von Frau Damenschncidermessterin Wunderlich geleitete Fachknrs wr Damenichnciderei offiziell geschlossen, Ter Vertreter Großh, Zenttalstclle lobte in seiner An spräche ganz besonders den Fleiß und die Leistungen der Teilnehmerinnen, »me auch die zur Ausstellung gelangrcn Arbeilrn. Er hob ganz besonders hervor den großen Umiang des zu Erlernenden, denn cs wurde gelehrt: Umänderung des (Grundmodells der jeweiligen Mode entsprechend: Maßnahmen, Grundmodell- zcichnen. Zuichnetdcn, Bau und Obcrslächcngestaltung des Körpers, Besprechung der Rohmalettalien uiw,, Stoffeimeilung, Sclbst- kostenbcecchnung, Geometrie und Gcichoslsrechncn, Abänderung schlecht sitzender Kleidungsstücke u, dgt,. Am Schluß der Feier dankte Frl. 8 r a tz - Grüuberg im Namen sämtlicher Teilnehmerinnen Großh, Zentralstelle sür diese AusbildnngSgclegrnbeit und Fra» Wunderlich für ihre Belehrung, durch welche sie uns sür unsere benislickie Tätigkeit ihr Bestes gab. Hieraus wurden die ausgestellten Arbeiten besichtigt und den Besuchern, dic sich aus Jntcr- ciicntenkreii'cn znsammensctzten, eingchrnd erklärt, ** Dic zwcitr Brut der Vögel ist min auch ausge- flogcn. Da aber in letzter Zeit die Witterung sehr rauh und regnerisch ist, haben die armen Tierchen sehr damit zu kämpfen sind manchem iungen Vögelet» wird ein vorzeitiges Ende bereittt, wie schon den Alten die Lage zur Beschaffung hinreichender Nahrung erschwett wird. " Kleine Mitteilungen, Die Leiche eines neugeborenen Knaben wurde am Mittwoch abend zu Frankfurt am Eisernen Steg aus dem Main geborgen, — In einer Wohnung der Feldbergstraße zu H ö chst a, M, versuchte sich gestern eine Frau mit Leuchtgas zu vergssten. Sie wurde von Nachbarn, dic den Gasgeruch merkten, in besinnungslosem Zustande ausgesundcn und dem Klankenbause zugefübrt, — In A »spachi, T. ist unter den Kindern eine Keuchhusten-Epidemie ausgcbrochcn. Mehrere Kinder liegen schwor krank darnieder. *' Konkurse in Hessen, lieber das Dermögen der D e >i l I ch e » S o n> in e r - F l» g w e r k z e u g e, G. m. b. H. in DarmstadI, ist am 27, Juli dos llonkursverlabre» crössnet worbe», da die Firma selbst Antrag ans ErössiiUiig des üonkurses gestellt und glanb- dast geinaclit bat, daß das Vermöge» der (tzesellschast überschuldet ist. Rechtsanwalt Meise! in Tormstadt wurde zui» Konkursverwalter ernannt. Konkursiorderunqen find bis zum 8, September 1914 bei dem Gerichte anzumetden. Es wird zur Beschsuß- lassung über die Beibehatlung des ernannten oder die Wahl eines anderen Verwalters usw. au! Montag, 24. August 1914, voriniklags 10 Uhr, und zur Prlllnng der angcmeldeten Fordernngeik aus Freitag, 18. September 1814, vormittags 10 Uhr, Termin anberanmt. — Das Konkursversahren über daS Vermögen der Firm« ,M a r k u s Mayer' und das Vermöge» deren Alleininhabers Hern,. Mayer In Seligen st adt ist, nachdem der in dem Vergleichsterm,ne von, 12, Mai 1914 angenomniene ZwangSvergleich durch rechtskräftigen Beschluß voin 12. Mai 1914 bestätigt war, autgebobe». - Vor dem AintSgertcht wurde beule (30. Juli) mittag daS KonknrS- verlahren über das Abzahlungsgeschäft von R. Fuchs Rach', z» F r a,i k s» r t »ab seine zafilreichen Filialen ni den verschiedensten deutschen Städten ansgesprochen. Eine starkbesuchte Gläubiger- konftrenz, die gestern einen außergerichtlichen Vergleich herbeisübren wollte, verlies ergebnlslos. Wie hoch die Passiven find, darüber konnten besllmmte Zahlen noch nicht genannt werden. Mo» spricht von 2,5—3 Millionen Mark, von anderer Seite werde» 4 Millionen Mark genannt. Storkenbutp und Rhemhefsrn. rm, Darm stat>4, 31. Juli Die soziwldeinokra« 4 r s che Partei hielt heute ftbrnd im Schützenhofsaal eine gut besuchte Versammlung iu der Rrichstagsabgcordncter Dr. Lincsscl über die Ursache und die stchvcrcn Folgen des Krieges sprach, Hessen-Nassau. (-Marburg, 30, Juli. In den Lahnbergen, in der Nälie des Dorses Cappel, wurde ein inngcs Mädchen, das dort mit seinen beiden iüngcrcn Geschwistern spazieren ging, von einem Strolche an ge hallen Nachdem er ihnen ihre Portemonnaie» abgenommen hatte, verschwand er im Gestrüpp Die Gendarmerie ist ersttg dahinter, den Sttaßenräuber zu ermitteln l, Löhnberg, 30. Juli Der Nachbargenreindc Selters ivnrde vom Ministerin», eine Beihilic von 10 000 Mk, zu einer Brücke über die Lahn bavilligt. Dazu hat der Ober- tahnkreis eine Bechüic von 10000 Mk, in Aussicht gestellt b, Herbvrn. 30, Julr, Aus dem Baiairwerk Roth ver- irnglückien ztvei mit Sprengarbrttrn beschäftigte Arbeiter, Muer wurde rm Gesick« schwer verletzt, wahrend der andere Arm- und Beinbrüche davonirug, n. Ans Nassau, 30, Juli. Grrrcralmasvr p. Kl öden bat den Vott'itz rm „Nasiausichen Bmierrwer -in" „iebergtteql. Er begründet seinen Rücktritt nsil der erfchivetten Eftschäftstühnrng. die durch die Erweiterung der Organisation bedingt ist, n, T r i k d o r s. 30, Juli, Die Heuernte aus dein Westerwald wird dieses Jahr als gut bezeichnet, wie scsi Jahren nicht. Dic Preise sind deshalb niedttg, man bezahll nur 1,90 bis 2 Mk. sür den Zentner, h Höchst a M,, 30, Juli, In der Napbwlabteisimg der Farlimerke stürzte der Arbeiter Boicheck von einer hoben Leiter ab und schlug im Fallen mit den! Kops aut einen eisernenl Kübel ans. Er kam schiververletzl in das Krankenhaus, Nnlvcrsitätr.r^achrichten. — Der Vertreter der neulestanwnttichcn Theologie an der Unipersilät Rostock, Rektor Dr, theol, Alfted Seeber g, irmrdc an die Universität Kiel als Nackgolger von Prosesjvr Joh. Leipolt beruien, — Der Tübinger Staats- nnd VenvaltmrgsrcchtSlebrer Pwftffor Dr, jur, Rudolf Smend hat einen Ruf an die llni- versftät Bonn als Nachfolger von Geh,-Rat Prof, Zorn crl>atten. vermischte». * Das mißglückte Kompliment, Bei ihrer letzten ägyptischen Reise ninßte die Herzogin von Cvnnanght, die dieser Tage ihren Gcbnttstag seiertc, eine Strecke in einer improvisierien Sänfte getragen werden. Ms Träger walttten eine Anzahl ein geborener ägyptischer Artilleristen ihres Amtes. Unterwegs wandte sich die Herzogin freundlich zu dem eingeborenen Untcrossi-ier: .„Hoffnttlich slerngt es Ihre Leute nicht zu sehr an," Woraus der braune Untcroisittcr eifrig versicherte: „Oh, nein, gewiß nicht. Sic sind nicht schwerer als dic große Kanone, mit der sic sonst immer manövrieren müssen," Erst als der Herzog bei diesem unglüllltcken Vergleich laut auilachtc, merkte der wackere Aegypter, daß sein Versuch, galant zu sein, nicht recht geglückt war , , , Wctteraussicksten in Hessen am Samstag, den 1. Aug. 1914: Bielioch heiter, trocken, wärmer. Meteorologische veobachtungen der §ta ion Siehe«. Juli 1914 I=| 2 g 20 v * w ZK Z- t» I % -f S Z ® t> f if i Ui ii?! Ss-g« co.o 5-sl Wette» 30. J 746,7 17,8 10 8 71 WKW 4 6 Sonnenschein 30. 9 J 747.6 14 I 11.3 94 NE 2 9 Bew. Himmel 31. 750,0 13.6 10 9 94 w 2 8 Sonnenschein Nebel Höchste Temperatur am 29.—30. Juli 1914 = + 19,5 V. Niedrigste . „ 2D.-30. , 1314 = + 13,2'. Niederschlag 3,4 mm. Letzte TIaehrichten. KreiS Blwkngen. = Glauberg, 30. Juli. Unsere nahezu 800 .Seelen zählende Gemeinde erhält vom I. August d.J. an eins Postagentur, zu der aur^ das benachbarte Heegheim und dic in der Nähe liegende Muhle zugeteilt worden sind. Seither gehörten diese Orte zum Landbestell bezirk des Karjerlichen Postamts Stockheim, s Kreis Alsfeld. X Aus dem oberen Ohm tal, 30. Juli.Die Ob st- ernte fällt in diesem Jahre an vielen Orten höchst spärlich aus. Den Hauptgrund darf mau wohl in der ungünstigen Witterung im Frühjahr, als die Bäume ru Blute standen, suchen. Eine Ausnahme machen jedoch die Bäume der Kreis- sttaßt' Mücke-Ruppertenrod, Sehr edle Sorten sind mitunter reichlich behängen, j Kreis Schotten. § Sellnrod, 30. Juli. Unser im Jahre 1868 erbautes Schulhaus, welches eine zum Teil feuchte und enge Lehrer- Erhöhung des Diskonts und Lombardzinsfutzes. Berlin, 31. Juli. Die Deutsche Reichsbank erhöhte I,eute den Diskont um ein Prozent von vier auf süntProzent und dcnLombardzinssub von t uns aus sechs Prozent. l^. A 1^ 5rE[kenpferd-5eiTe dtE beste lili'enmflch-SEiFe von Bergmann & Co-, Radebeul, für zarte weiße Haut trod blendend schönen Teint, a Stück 50 Pfg. Überall zu haben. 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Dirigent: Muslklehrer Kasten Montag, 3. August. 5 bis 5 Uhr nachm. unter persönlicher Leitung de; Herrn Nbermnstlincifter; Zwirnemann in der Zefthalle in der Montag. 3. August. 5 bis 6 Uhr nachm. Festakt Montag. 3. August, 6 bis 8 Uhr nachm. Festtafel Montag. 3.Aug., 8 'l 2 bisU'^UHrabendsWi'Ww.K unter persönlicher Leitung de; Herrn Gdermustlmeifter; Swirncimnin der Ausstellung IhlfMilllllll 1111II imMUHIUIIIIIlTTTf llll II 111(11 Ä*nnnn TmTnrffjniTi7MTHTnTHTnMn?mHTFMniTnni jFESTHALLEI Samstag, den i. August, abends 8 Uhr I Benefiz- und Abschieds-Abend I mit vollständig neuem Programm Eintritt 30 Pfennig inklusive Programm Es ladet freundlichst ein 8928V - PESCH-MARIO NB. Karten im Vorverkauf in der Festhalle, an der Kasse der | Ausstellung und im Zigarrengeschält Loeb, Babn'iofstrasse. | illllllll""""...... 1 ............................. iiiiiiiiiiiimiiifiiiiiiii imriiiiiii iiMiiiiimniii imiiimumiimiii Für die Reise! 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Hoheit des Großherzogg von Hessen g = iiiiiiiiiiiiiimiMiiiiiiimiimiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimimiiiiiimimiiiiii = 1 Schlußtag | ^ ___________8843C________ Stadttheater Einladung znm Abonnement auf die Spielzeit 1914/15 Die Liste zum Einzeichnen liegt in der Musikalienhandlung von E. Challier am Neuenweg auf, wo auch jede Auskunft erteilt wird. Der Theaterrerein. 8375 D Die Direktion. Gesangverein „Heiterkeit“ Samstag, den 1. Augutt, abends S Uhr, (S933D im Bereinslokal. Tagesordnung: 1. Rechnungsbericht, 2. Borstandswahl, 3. Verschiedenes. Zahlreiche Beteiligung erwünscht Der Vorstand. Das Beste für die Hautpflege Ist: 25 Pfg pro Stück. 3 Stuck 65 Pfg. Nachahmungen weise m.zurtick. Vereinigte Chemische Werke Aktiengesellschaft, Charlottenburg, Salzufer 16. Abteilung Lanolin-Fabrik Martinikenfelde Immer wieder bewähren sich die Antomat- Toirn aus das allerbeste „ . zum Ein- ffcj kochen von Gcmüie. VWWW Ob« !»» und allen Jtlcildiart. Z. bezieh, d. Itlill«, Kroll, Ploekitril«. 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'S -o c A A cyj iS Z G ;i = * * 1 1 ? * 0 3 — a 'S" « ^ ® 2 ^ E 4 c* g J, £ | w ' SS A l«ii \ = ? = s ® f ? = = |> | “ s: ° 1 1 | ®|i1 *. •£ ** Ji c üo üo A 5 2. 3 ÜF a” a" 05 ^ s' » » w 5 ; * [kl*3 W* 'S" • £ £ 0 ? -H «ö Ec s s S . n s co 0 t-" CO CO = S 8-e»“ ss =4 S(s| = CO ^ § § _» e "p = 2 x ™ 11® g s D j = ■= ’5 , S'1 £ — , '^ , cccr>oo7or^*-1 o 0_ C 7; OO ft O ld co co ~ r-~r-~c-Tao~cc — cm f—'..i ■*?« co 1^- S k— r—'ccT-uTo" —'so' —' OC L2"sf"-L k—SO >!% e»' -7>t' .r r-’ ci oo c« r—'r— er’ o'oo“-ef.' co'«• cd co' ^o^^40^eOio-H'8j'r:s}*v-«ooi>xc'iOP-«—cot» — -r*—'*at-dO;- , nr--oMO ~ .S J 2 ^ i S I §11*1 03 CO OI »—> O- ^ rd —< 33 C. 3 *t O OO TC - . , -f O »s O "• v ifl r. r 6 ». n M J ü ?i N 3 - (15 r ’J 70 :C *■ Ol 8 - >Q CO —' w lO iQ TT ® t- (M CI 40 i - r. O | C. 'T X i'- 77 - i ~ f- o O O N C. X S 5 .ÜCiO(N71Cr-0«r-OtJlh- '*g®ss2a'ass®ss'8ass s^g*'s w ss*s;sf222'RS8's2'aa' 2 s a s s ^s k §:Ä 52 s;s 2 s£ 1 #L " - ^ 1 = tr 2 «2 «3 | 8SLL8ZL8LT8 1 SgöS5SSgSS8S8SS I2S22 i ISSR2 1 S8g82S$S2S8S 1 1 1 ZZLZ ao — 03'- | cooo55ff50osT8o-v.iß&iff)^'iftt»'C'i , ö>c'i^t-X'j , nf , croiNvsooflit»K.in ift — eo o in -8 tc o io r. ^ o *tt oj t- in in ff> N ?i o Ji ff) o »• — r- Q - b- tc -* — ^3rtO'*cnixflC-»X'<<(r- «wArcnSir >cr^'»003C07o ^ i- C O r. o v r. v aeffi-JKOOtOOOO©OOQQ O Q O © O co ^ O O O C O O O O Q © O Q O O 0©©00©00©©©©0Q00Q©Q ggoöoggogggxojpopg ISJo^o^BxooSxSSäSSSoäo HOlOCO'fj5r*t~f-^ , WC5 r, Or*iß COOOCOQOefVOIC-t-lß-1 10 ® iß ff) rt Jio ef 0»CO©©X'et , lO-eJ*CO*d*iC©^ , 4005C3-»» 1-4 «-I ** — -1-1— 1—4 »H rtlflO- 1-4 If CO Hßl CO © © 1 — — — — Gemeinden a» b E • • s = _| ■ -f • s • •!«•? ••!! -B '•■*=••• 'I ‘-2 •? 0 -_f 1c •e-J Jf? 2«1! 2 c'5 gJ.Ef g gjx E|5»iS© w<£- b„ s»«is ll E|E i|||! | = f | = f|£gt =-le Illililll? S-sNRs!Z«NNSKAZZKK§§D^JSSSS «-! aZ 0 ZL 22aZ!ZN»AKs2OQ§QclN«^ I arwum^-söunnqLO HßicO'^incor-cocO'-tNcoij'ißor-coc'o'-'OicO'i'incnh-xioiQ’-'OicO't'iotnt^aDC ©—iiNco^intct- »o-. © — cico'*'ic©t'-co HHHHHHf-ii-t^-.r-tC3ClC3CICIC3C3CIClC3COCOCOCOeO©CO©©© iJ'il'i}''S'4l'i}'iri3'i3'4PiOtOiOiOOiOtniOia Kursblatt des Gießener Anzeigers vorn '"» 0 . )uli ^ 14 . Van! für Handel und Industrie Niederlassung Sietzen Bank-Aktien. ReichSdank . . . M. 1000/3000 Frankfurter Bank . . W. 1000 Badisch« Bank . . . Tlr. 100 Dividende 5.86, 6.4 b 9 l 9 6.7.1 7 Vm«. Hyp^ u. Wechselbk. s. fl. 500 Berliner HanbelSg. . M. 500/1000 da. HNP.-BI. Sit. A W. 1000 da. da. Sil. B M. 1000 Breil- Tiskontobank Mk. 800/1200 Lomwerz.u.Tl4tonii»Bauk M. 1060 Larmstädter Bank . . Dl. 1000 Bank!. Handeln. Industrie» Deutsche Bk. E.I-X M. 600/1200 Well..«. Wechfelb. Llr. 10a Beneinidank . . . R. 600 TOtlaeU0-gesellschasl M. 600,1200 Dresdner Bank. . w. 600/1200 13 11 * 7 67, 12V- 6 6 10 87, 14 n 67, 67, 6 6 67, 287.50 10 «!- 108.- 140— 127, 6 6 10 «7. 210.50 109— 114.75 169.50 136.50 Ltfeubahn-Renten-Br. . M. 1000 grantf. H-pdIhek..Bank M. 1000 da. Hyp.-Kr-d.-B. Dl 600/1200 SPiitMC. Bdkr. (@rtij) Au.B.'JM. 1U00 Mitlelbfche. Krcdilb. . M. 300/1200 Rallb. f.Dtjchl.E.I-VIM.800/1200 9 7 ' 57. 67, ; 10 10 8 57. 67, 7 175.— 148— 99— Nürnberg. Bereiusbk. 27.300/1200 Oest.-Ung. Bank . . Kr. 1400 Oest--Sänderbauk . . d.flSOO Lest.-«rebiI.A»sta!k. . i.fl. 260 Pfälzische Baak . . . M. 1200 Preug. Bodenkreditbank Tlr. 200 da. Hyp.-Ati.-Bk. M.600/1200 Rbeiu «redilbk. Dl. 600/1000/1200 Rhein. Hyp.-Bank . 600/1200 Schafjhaul. Bankoer. . SDi. 1000 Südd. BodcnIredit.Bank . Dt. 600 Ungar. «ftbitbonf . , 6. fl. 200 Untonbaak (Wien) . . 8. fl. 200 Wiener Bankverein . t. fl. 200 Würltbg. Bankanstalt. 600/1200 da. BcreiaSbaul ).,l, 350 11 7» 0 77, 10%, 7 8 6 7 » 77, 8 UV. 87. 1’ 7 12 242.50 87, 7 7» 10/16 175 — 7 8 50.- 6 7 9 189— 5 87. —— 11 V. 87. 7 * —.— 7 129— Pfandbriefe. 4 Beil. Hqp -Bk. (vr. Pammr.) abgest. 80»/, 37, do. do. abgest. 80 \ 4 Fr!. HyP.'Bk. Eet. 14 4 do. do. Ser. 16 u. 17 »nk. 1910 4 do. do. Ser. 13 4 do. do. Ser. 20 37. do. do. Ser. 12, 13 37, do. do. Ser. 15 92.30 33J0 93.50 93.20 93.50 9150 böJO 85 JO «V, Frk. Hob.-Bk. Eer. 19...... 37 . do. do. Kommunal Ser. 1 unk. 1910 4 Frk. Hvp.-Ered.-Ber. E. 15.19,21-27,31,34,35-39*42 4 do. do S. 43 unk. b. 191» . . . 4 do. do. 8. 48 kündb. ab 1908 . 4 do. do, S, 47. . 37 . da. do. 8. 44 nnk. b. 1913 . . . 37 , do. d°. S. 28.30, 32 (tilgb.) . . . H do. to. 8. 45 (tilgb.) . . . . 47, Landw. streditbau! Pfandbc. X-V . 4 to. do. Lit. . ..... 4 Hambg. Hyp.-Bk. S. 141 -340kündb.ad 1905 4 da. da. S. 341-400 unk. b.1910 4 do. do. 6. 401-470 unk. b. 1913 37, Hambg. Hyp.-Bk. Ser. 1—190 u. 301-310 37, do. da. 8eE.311-350uiif.M913 47. Mecklb . Hyp. ». Wbk. See. I Verl. 4125 37, do. do. Ser . 3 abgest...... 3 1 /, do. do. Ser . 2 u. 3 künbd. ad 1925 4 Pieiuinger Hstp.-Bk. Ser. 2 . . . , 4 do. do. Eer. 6..... 4 do. do. Ser. 7 kündb. ab 1906 4 do. do. Ser. 8 unk. b. 1914. 4 do. do. 6er. ’J „ „ „ . 37 , da. do. abgest...... 37, H do. do. lünbb. ab 1905 . . do. do. »ündb. ab 1907 3*/, do. Eer. 10...... da. HyP.B.Zf. kündb. ab 1905 . da. 4 Preuß. HypoIhekea*A!l..Bk. 37, 4 «7. 4 4 4 4 4 ft u da. da. da. da. da. da. da da. da. da. da. da. auf 80"/. abz, Pst>bc. Bk. S. 18 kündb.ab. 1903 do. S. 19 unch b. 1909. do. e. 22 unk. b. 1912. do. S. 25 mit. d. 1914. da. E. 27 unk. b. 1915. da. E. 23 unk. b. 1912. do. S. 26 unk. d. 1914. do. S. 17 u. S. 18 . . do. S. 24 unk. b. 1912. Hup. Mannheim tündü. ab 1902 do. da. kündb. ad 1907 do. do. unk. b. 1914 . . . . da, . »a. . da. da. 00 «ommunal. , . LÄetzü. Bdkr. byp. (Köln) J. I n. 2 . . . da. da. da. Eer. 5 aast b, 1909 da. da. da. Sen 6 aut. b. 1911 da, 00. da Ser. 7 unk. b. 1913 85.30 96.50 93.- 93.50 93.50 93.50 87— 85.50 85.50 84J0 92— 92— 92— 83— 93.50 93.50 93.50 93.60 93.50 85— 85.— 85— 85— 91.50 84.20 94.50 87.80 93.60 93.80 93.60 93.60 95— 87— 87— 85— 85.— 93J0 93 JO 82.50 83— 85— 94— 94— 94— 94— 3'/, Westd. Bdkr. Hi,»- (Käln) 8.3 kündb. 1905 84— 37, d«. d». 60. Ser. 4 kündb. 1906 84— 4 Südd. Boden Kr. S.53u.54 kündb. 1906 98.80 87» da. dis inef. Ser. 52 . 89.00 ktaatt. oder drobinzi al-garanL 4 He ff. Landes-Hhp. Bank Ser. 12—13 . 96.90 n. 14—15 . 96.90 37, do. fco. E-r.l—II nnk. 1909 84.20 4 da. do. Som. 0dl. 8. 5—6 . > 96.90 u. 7—8 . ! 96.90 37, dd. da. Kommunal SerI u. II unk. 1909 84.20 37, Naffauifche SandeSb. Sit. 12 Fr. 400 da, ... . Ultimo . Fr. 400 Ungar. Staats B-uetiau-r . , Lire 30 ^ Diverse Obligationen. 4 Buderus t. 103....... 1 47, Tisch. Sufcmh. coro......' 47, d°. r. 102...... 47, Eifenb. Renleuban! ...... . 4 da. do. ....... 47 Eisenwerk- Sdllar r. 102 .... , 47, Et-ktr. Werk Homburg r. 103. , . , 4 T. Atlant Telegraf....... 4 Franken-Allee, garanl. 0. Frankfurt . 4 Franks. Hof r. 105..... 4 diene Boden r. 102 .... 37. do. do. r. 101 . . . . ! . ! 4°/» Ung. Lokalbahn Serie I r. 105 . . i 47, da. do. Serie II r. 102 . . Verzioillche Lose. 4 Badtfche Prämien Serie II. Tlr. 100 a DonLll-R-gnllcrnug .... k. st. 100 »'/.Eolyaec Präm. Pfanddr. I . . Tlr. 100 3»/, do. do. 11 . Tlr. 100 3 Hamburger 0 . 1868 .... Tic. 50 3 Holländische Komm. v. 1871 . h.fl. 100 3»/,«äln.M»u>enec..... Llr. 100 3'/, Lübecker 0 . 1863 .....Llr. 50 27,Snilicher 1853 ..... Fr. 80 3 Madrider abgest. . . , . Fr. 100 4 Memingec Präm. P,andbrt . . Tlr. 100 4 Lesterr. 0 . 1860 8. fl. 500 3 Lstdeavurg-r.......Tlr. 40 5 Siufstfche 0 . 1864 . . all. K. Rbl. 100 5 Russtfch: 0 . 1866 ... all. St. DtM. 100 27.Etnytweip-»d..R»»b.Graj . . a.fl 150 2»/. da. da. C(. X. Sch. , ö. fl. 150 M. - Anrechts cheia« ... fl. Industrie, Aktien. _ !t«*M»»>«t 6°>>! iierliirr jfitfe. — * — Bfchast.Maich.Pad Äachumer ^Jug Nene Boden Ä. 0!. —.-- ^uderuS Elsen 93.— Brauerei Bmd>ng. — .- Eoucordla Äergb. 94.80 Henmnger. do. Pr. »Ir. - Dt. Luxemb. Bgiv. Elettr.^lchtu.»raft 93.— ' «empst ■ . 116— Richweiler Äergw. Mainzer Akt. Fagon ^iaunslaüc 93.— ' Rettenmig:- 110— . Le«h. »lektr. . Alben . . . D. >8. S. Sch-ide* 364^50 i>eittmoor Zement Hlbernla Äergm. Hdjch. Erscnlv. VUluvolo Masch. . ^ourahütte. . onstalt . . . MulhelmerBergiv. Hoizverlohlg.* lÄcs. Rordd. Woükämm. D6 All. Tetegrapg ^berichte,.E-.Zuo. Elellr. «äs- Borz. Pyön^ ^iergw. „ Allgem. Berlin 213.— Rheln-Rass.-Bgiv. , Sagmei,er . . Ryem. Slaylmerle , Schulter! 114— Rrebeck Montan . i _ , Siem. LHalSle —— Schlej. Berg.Zmk —.— , Untern. Zürich —.— Wegelin L Hübner Farbwerke höchst. 399 50 Westeregelu Alkali -— tzunstsetdeFft.a. M. Mafch. «leger. . Srrtzner . , „ Fab.LSchleich. Hamd.-Am.-Plttft. Rordd. Lkago . . Sttan» Ram-Peer. 9b!- 106.00 92.00 „ Dorj. Akt. 101X5 103— 154.00 130— 101.75 120.— 13.3__ 130— 201 — 162 JO 16o!üO 142.00 159 JO 95J0 i Grbramgt W—«r Ulla SS - ™ 3 2 - •o'd rei 2 c S'KÖ? !tS-f- 3 3§g-g ■g_,| c 3 n.g 3 Ss 2 = S O'^ — -.^Aa_,P 5 ^ -£?> Ä 2 C cy ^3 3 3 3S «? g 3 H gtS ° " 3 *” or S 3 . 5 * = | = : Ptf if ; § 41.11 3.o-,§'|5 , s- 1^2 ®-g 3 2. fl.3g.ii 3 :sf 2"« g or - S’S sT v ijj © o: r*“ © »i ^ - = @® 1 gs I 3«fffl 2 2 ^■o'O «5 H, 3 2 ^ H, c ^ 2 L — Of® - 7 ."= E 2 n - 3 ® : = 2 3 ^> &f?= s? '»o - 3 2 2 " 5?» ^ 1 = - =.- ® D §-= Wg A? :'Safr? s&»a gffs«alsäi'f s j 5 s 3 3 o © : 3^— C^n af — 5 ^ -s2“=oI S 3g- 3 |pI Sc3 ' w “ P = pj»88ifä -SJj= 11*1 Ks-S» ro Ii S O '! o-H = 3 S‘5 ~ ^$^<0 ^ "* ^ 5 ? 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