Nr. *76 Zweiter Blatt 164. Jahrgang Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntag?. Tie ..«iehener ^aniilienhlätter" werden dem .Anzeiger" viermal wöchentlich beigeleg!, das „Kr«i*Watt fflr den Ktm «tetzen" zweimal wöchentlich. Die „condwirktchchtlichen Seit- fragen" erscheinen monatlich zweimal. Deutschlands handelsbezichungen zu Serbien Ikon Dr. Phil. Paul St raum er, Danzig, (Techn. Hochschule). ?lacküwuck verboten.! Unter den Ländern, die die ReichZstatrstik in der Abteilung R^Spezialhandcl mir den hauptsächlichsten Bezugs- und Absaygr- , bieieu unter Aufführung der nnchngstcn Waren" beha-.chell. er- >ßhc,ni Serbien mit einem (öeiamiumiatz von 24,9 Mill. Mark «n letzter Stelle. Roch vor ihm stehen von den Balkanländern Bulgarien mit 39,1 Mill. Mark und Griechenland mit '50,3 MiL Es darf dabei natürlich nicht übersehen werden, daß rin großer Teil des serbischen Handels nich unmittelbar statistisch .rrsatzbar ist. sondern vornehmlich in den 1,932 Milliarden Mark, die Ein- und Ausfuhr unicres Nachbar- und Bundeslandes Tcsterreich-Unyarn ausmachen, enthalten iind. Der vor- unegend londwinichoftlichc Clxirakler des von der Morawa durch sch»,lenen Berglanoes zwischen Bosnien und der Walachn, daS Serbien darnctlt. kommt im statistischen Bilde deutlich zum Ausdruck, mir ist das Bild infoiern etwas verschoben, als von brr «nmittelbaren Einfuhr Deutschland», die 1913 10,5 Mill. Mark betrug, nicht ein Produkt der Viehzucht, des wichtigsten Zwei- grS serbischer Landtvrrrschaft und hier des Schweines, das nian „daS heüigc Tier" der Serben nennen konnte, steht, iondern da» es die Zwetschge ist, in deren Kultur Serbien seil je Ruhm ge- nießt und die man entforochmd ,chie heilige Pflanze'" der »Serben nennen könnte, die mit 2,3 Mill, Mk. am stärksten an der Einfuhr auS Serbien beteiligt ist. Aus Zweffchgen hergeitrlller (Mus kam für 300000 Mk, zu uns, Weizen, von deni im Jahre 11912 für nahezu 6 Mill. Mk bezogen, trat 1913 mit l,1 Mill. > 'Mark auf, Bon Produkten der Schweinezucht kauiten wir ’ 1913 für 900000 Äkk. Scktweineschmalz. Nicht imbeträchllich ist für die '.erbliche Bolkswtrffchoft die Federviehzucht. 1912 nahmen mt für 2.9 Mül. Mk,. 1913 für 1,4 Mill, Mk, Eier „ u> für 390000 Mk. geschlachtetes Federvieh aus, AIS Kleidung der Balkanvöller, auch der Serben, sind die Schafpelz« allgemein bekannt. Wir bezogen 1913 an roden, behaarten Lamm- und »Schaffellen für l Mill. Mk Auffallend ist eS, da» Mais, der 1912 mit 1,8 Mill, Mk, 1911 sogar mit 6*.’j Mill zu beziffern war, 1913 in der Statistik gar nicht er» scheu!i. Gegenüber der ziemlich hohen Einfuhr von Weizen (LI Mill. ffit., 1912 5,9 Mill.) ist die von Roggeil aus Serbien mit 200000 Mk. (1912) recht gering, was auf den fruchtbaren Boden der serbffchen Gefilde, soweit sie nicht n>egen zu großer Aebirgigke» den Ast er bau gar nickst zulaffen, schließen lässt. Einen dmchmis nicht geringen Teil, nabe 1,5 der Einfuhr aus Serbien r»och< rohes Kupier mit 1,9 Mill. Mk, (1912 2,2 Mill. Mk.) I aus. Bon den 335, Mül. Mk., die Deutschland 1912 für Kupfer f an das Ausland zahlen nrufzte, wovon die Bereinigten Staat»! ' von Nord-Amerika 294 Mill. Mk. erhielteu, ist es freilich nur rrn recht kleiner Teil. F üh r t e n wrr 1916 für 10,5 Mill. Mk auS Serbien ein, so Rlieferren wir dahin im gleichen Jahre für 19,4 Mill. an Waren. »Luch bei der Ausfuhr ist sehr daran zu denken, daß von den Aus- tzfn bewerten nach anderen Ländern, namrnüich nach Oesterreich »Teilc auf Serbien entfielen, die in der Statistik nicht Nar zur ^Darstellung gelangen, I!m vergangenen Jahre war unsere Han- dextzilonc zo- Serbien eine stark aktive, d. h, Serbien bezog von «ra* mehr als wir von Serbien, Das Saldo zu unseren Gumlen ' betrug 8,9 Mill. Mk. In den beiden vorhergehenden Jahren war sie passiv, das Saldo zu Serbiens Gunsten war 1912 1,2 SWI Mk , 1911 3,5 Mill , in den Jahren 1910 und 1909 dagegen war sie wieder aktiv. 1910 lieferten wir mehr (17,9 Mill. Ernftchr, 19,1 Mill Ausfuhr! für 1,2 Mill Mk. 1909 betrug unser Pkus (Ernftchr 15,4 Mill., Ausfuhr 16,5 Mill. Mk, 1.1 Mill. Mark, An unserer Ausfuhr nast, Serbien, die wie gesagt 10,5 Mill, Mk. betrug, wirren, der Jndustriearmut des Landes ent- 1 sprechend, Jndustricerzenginsje mit 7,3 Mül Mk. am stärksten [ beteiligt. Unter den Wauen, die die Statistik nennt (der Betrag mu» zu diesem Zwacke 100000 Mk. erreichen) gehen Erzeugnisse der Moschinenindnstrie mit 2.3 Mill Mk. voran. Obenan stehen davon Dampflokomotiven mit 1,2 Mill. Mk. ES folgen Eisenbahngüterwagen mit 0,4 Mill Mk. (eS sei hier an Felix Hollärtder-: Finanzroman „Sturmwind im Westen" cr- maer. deffen Held an unglücklichen serbischcir Effenbahnpro,ckt.n »ugri nde geht!. Unsere Eisenindustrie lieferte 1913 für 800 ODO Mk. int Ganzen, davon waren für sstmnebbares Esten, «ustz Träger», 0,6 Mill Mk.. Oefen, Röhren, Weichen uiw us schmiedbarem Eisen, bearbeitet für 200000 Mk. 1912 t»u ie Ersenindnstrre im tGanzen mit 1,3 Mill Mk. vertreten, eeger Eeneral-Anzeiger für Oberhessen Donnerstag, ZO-Zuli Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen UmversilälS - Buch- und Steindruckeret. ' R. Lange, Gießen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstraße 7. Expedition und Verlag: e=^)51. Redaktion: 12, Tel.-2ldrp AnzeigcrGießen. 5»P wovon z. B. an eisernen Pflügen, fernen Messern. Scheren und Drahtstiften 400 0M Mk. abgeietzt wurden. Von den Erzeugniffcn der Masckunenindustric müssen als interessante Anzeickxm, welch« Richtung die langsam eiiisetzcnde Jndusrricetrtwicklun .1 des behandelten Land«? einistüägt, noch genannt norden: Nähmaschinen mit Gestellen für 300000 Mk. (1912', Müllercimaschinen mit 200000 Mk. 1912 600 000 Mk.', sonne als besonders beachtlich Maschinen und Geräte der Zuckerinduftrie mit 200000 Mk. (1912!. Diese letzte Position verdient deshalb besondere Beachtung, weil auch sic ein Schriltlben zu der Bedrängung der dcuffchen Rübenzuckerindustrie und damit deS Rübenzuckeranbauc; durch ausländische Zusterkullur bedeutet, woraus Bersasser im Zusammenhang von Ausführungen über Flachsbau mehrfach hlnzu- weilen halte. Die Textilindustrie, die 1912 mit 2,9 Mlll. Mk. voranging, steht 1913 init 1,8 Mill Mk. da. Bon ihren Er- zeugnissen wurden abgeietzt an Wollgewcden, Kleiderstoffen usw. 0,7 Mill. Mk an Garnen auS Wolle uiw. für den Einzcl- verbruf für 500000 Mk., an Frauen - und Mädchenklci- dcrn für 200000 Mk. und an baumwollenen Eleweben n, b. g. gefärbt, gedruckt, bunigavebt für 400000 Mk. (1912 0,8 Mill Marl, irr Textilindustrie sind Waren ivie Ledersckuhc' mit Sohlen (200000 Mk. , Sattler- und Täjchnerwaren 500 000 Mk ', sowie Ober- und Sohlleder (400000 Mk.) nahe zu stellen. Die unmittelbare Ausfuhr der Chemischen Industrie erscheint in der Statistik mit 1,4 Mill Mk. ES gehört hierher alS besonder»- intcreffant Sprengpulver und Dynamit für 500000 Mk.. ferner Teerfarbstoffe 200 000 Mk., verschic- denc Vitrio'e (200 000 Mk.! und endlich Arzneiwarcn für 0.2 Mill. Mk. Bei aller Sympathie für unseren österreichischen Bundesgenossen ist es doch zu bedauern, da» von den Ausivcn- dungcn für die Militärlieserungen nicht mehr zu unS geflossen ist. Um von den Ballanaufträgen. die namentlich auch nach Beendigung des jetzigen Kriege»; reichlich ergehen werden, mehr für die dentsckie Industrie enizu heimsen, wurde erfreulicherweise der ^Deutsche Ba lkanvcrein" gegründet, der insofern auch schon Erfolge zu verzeichnen hat. als ihm sowohl die Vreffc als auch ine Regierungen der Balkanstaaien viel Entgegen- kommrii gezeigt haben und sich eine ganze Anzahl von Ballan- sinnen mit dem Anstichen an ihn wandten, Lieferungen für bestimmte Aaren nackzzuweisen. Dabei handelte es sich um Aufträge für Militäreffekten, Militärtuchlieierungen, Motoren, Jute- »varen, Karbid, Papier, Druckmaschinen, Porzellan, serncr Einrick,rungen für Druckereien, Fabriken und Dampfziegelrien. Wenn man bedenk:, welche schwere Sckfädigungen sckwn allein durch die polinickien Beunnchignngen und Unjicherheiten, die von den Bal- kanstaalen, nicht zuletzt von Serbien, auSgingen, deutschem Handel und Wandel zugefügt worden sind, so ist der Wunsch, da» nach Erledigung der Streitigkeiten und Gesundung der Berhält- nijsc durch lohnende Aufträge, Entschädigungen and Gcgenwcrtr geboten würden, sehr wobt gerechtfertigt und begründet. vor Heilverfahren in der AngesteStenoerfichenmg. Zn der kurzen Zeit seit dem Znkrafttreten der An- flestekltenversickernng haben sieh die Fälle der Ernleituwg eines HeikverfaizrenS, das neuen der tstentengewährung die bedeuäsaurste und bis zinn Ablauf der zehnjährigen Karenzzeit die einzige Gestenleistvng der ReichSverfichcrungsanstalt an die Angestellten darstellt, bereits in einer Weise ver- mehrt, die mit Rücksicht auf die hierbei zu Tage getretenen Mis-ständc ernste Beachtung verdient. 9chch den veröffentlichten statistischen Mtteilungcn waren in den ersten drei Monaten des Bestehens der Angestelltenversickierung nicht weniger als 4027 Anträge auf Uebcrnahme des Heilverfahrens gestellt worden, und diese Zahl tvar in ivachsendenr llinfange bis zum 22. November v.svcrsicherungsanstalt vor einiger Zeit ein Rund- schrechen an die Pertraucn-smänner entsandt, in welchein vor übertriebenen Ansprüchen gcipcrrnt und zugleich daraus hingewiescn Ivorden ist, da» der Zweck des Heilverfahrens und die Grundsätze für die Gewährung des letzteren vielfach vcrkännt würden. Die Rechtslage in dieser Hinsicht ist folgende: Nach 8 36 des Angestellten-Bersicherungs-Gesetzes (ADG.) kann Vv» der Rcich-sversicherungsanstalt ein Heilverfahren emgeleitet nwrden: 1. um die infolge einer Erkrankung drohende Bc- rusSunfähigkcit eines Bcrjicherten abzuwenden: 2. wenn zu crnxirlen ist, hast ein Heilverfahren einen Rulwgeld- empfänger wieder bcrufSfähig inacht. Der zweite Fall wird selten Vorkommen, da der Ruhcgeldempsäiigcr in den meisten Fällen zur AuSiibung feines Berufes dauernd unfähig ist oder das 65. Zal,r errciäll lzar. Es handelt sich somit wesentlich um die Einleitung de-s Heilverfahrens zlvecks Wivendung der infolge einer Erkrankung drohenden Berufst Unfähigkeit eines Bcrfickserten. Die Einleitung des Heilverfahrens erfolgt ans eigene Veranlassung der ReichSi'crsiäx'rungSanstalt oder auf Antrag deS Versicherten. Eine Berpffichtung der ReiclzSvcr- sichcrungsanstolt oder ein Reciztsanspruch des Persick)erten auf die Einleitung deS Perchchrcns besteht nicht. Während des Heilverfahrens erhalten gemäß 8 38 ABEI. die Angehörigen des Erkrankten, deren Unterhalt er ganz oder übrrn'icgend aus seinem Arbeitsverdienste bestritten hat, von der ReichsversichcrnngsMistalt ein Hausgeld int Betrage von täglich mindestcn-s '/«> des zuletzt gezahlten Monalsbeilrages. Diese»; Hau»sgeld toimnt i» Fortfall, wen» der Angestellte von seinem Arbeitgeber Lohn oder Gehalt aus i'ärund eines Rechtsaiüpruclw»; erltzilt. Ein derartiger Rechtsanspruch wird durch die Vorschriften des 8 616 BGB., des 863HGB. und deS 8l33aGO. gegeben. Z616B0lB. bestimmt allgemein: „Ter zur Tcenftleisluna Bcrpilichtetc ivird beS Anspruchs auf die Vergütung nicht dadurch verlustig, da» er für eine verhältnismäßig nicht erhcbliche Zeit durch emen in seiner Person liegenden Grund ohne sein Verschulden an der Dienstleistung ucrlnndcrt wird. Er muß sich jedocki den Betrag aureänien lassen, wclclwr ihm für die Zeit der Verhinderung aus einer auf Grund qeielc- licher Verpflichtung bestehenden Kranken- oder Unsallversicherung zu kommt." 863HGB. bcstimint für Handlungsgehilscn und Lehrlinge: „Wird der Handlungsgehilfe durch unverschuldetes Unglück an der Leistung der Dienste verhindert, so behält er seinen Anspri>ch aus Gehalt und Unterhalt, scdoch nicht über die Dauer von sechs Wochen hinaus. Der HandlungSgehilie ist nicht vervslichtet, sich dcm Betrag anrechncn zu lasse», der ih»r für die Zeit der Verhinderung auS einer Kranken- oder Uiiiallvcrsichernng znkomint. Eine Vereinbarung, welche dieser Vorschrist zuwiderläust, ist nichtig." 8 133c GO. bestirnmt für die sonstigen gewerblichen Angestellten : „Gegenüber den im 8 133» bczeichnetrn Personen kann die Aushebtina deS DienstverhältniffeS insbesondere verlangt werden,, lveun sic durch anhaltende Krankheit oder durch eine längere Frei-, beitSstrasc oder Abwesenheit an der Verrichtung der Dienste ver-' hindert werden. In dcm Fall zu 4 bleibt der Anspruch ans die tm» tragSmäßigen Leistungen des Arbeitgebers für die Dauer wm sechs Wochen in Kraft, wenn die Verrichtung der Dienste ourch unver- jchnldetes Unglück verhindert worden ist, jedoch mindern sich die Anfvrüchc in diesem Falle um denjenigen Betrag, welcher dem Berechtigten ans einer auf Grund gesetzlicher Berpflichkung bestehenden Krankenversicherung ' der lluiallversicherung jufontmt." Ein wesentliclzer Unterschied der Bestiimrrniigen süv Handffmgsgehilfen und sonstige gewerbliche Angestellte besteht also »ur in bezug ans die Anrechimng der ikranken- kassen und -ersichernngsgelder, nährend gemeinsMne Voraussetzung des Anspruchs auf Gehalt das Vorliegen einer unverschuldete» Erkrankung ist. In einem solchen Falle besteht eine Verffflichtung deS Arbeitgebers zur Gehaltszahlung ohne lliückfickst darauf, ob ein Heilverfahren eingeleitet jst oder nicht. Die Anwendung des Heilverfahrens in der Angesiell- tenvcrsickzerung bedeutet somit de jore keine neue finanzielle Belastung des Unternehmens, da er »ur in den Fällen zur Fortzahlung des Gelalltes verpflichtet ist, in denen er es auch ohne die Einleitung des Hvilversaltrens sein würde. Trotzdem aber wird d-rs .veilvcrsatxrcn de facto doch zu einer, und zwar erheblichen filranzicllen Mehrbelastung des Unternehmers führen, weil das AuSsdwidcu der Fälle, in denen der Unternehincr nicht zur itzelialiS- Ueber ten Werl öts Nadiumr. Bereits an früherer Stelle (G. A. v. 20. Januar 1914' haben wir oaraui krngrwiffen, da» in bcr Röntgenröhre ben Rädiunv, j Präparaten bald eine empiindlickw Konkurrenz erw«chien dünte, welche mirer Umftanden sogar dieselben völlig auSzuichalten im Stande fei. Wir wollen rms nicht aut drn Ttandonnh Frankels tBre-hn, stellen, welcher bei Gelegenheit einer Umfrage die Er- klSrnng atznib. dir ganze Aera der Röntgen- und Radiumstrablen, Meso vieles in der Medizin, werde vcifcluvinhen, io:veit cS sich um deren therapeutische .Anwendung handele, und der TtrahlciUl-erarne nur eine ganz eng begrenzte Berechtigung gibt. Im allgemeinen ist wohl eine endgülffg« Stellungnahme Vl dem Wen oder UnweN der Röntgen- und Radiumiherapie bei Krrb»' »sw. noch verirühr. wir veriügrn noch nicht über Tauer- hähiug i, denn eine scheinbare Heilung, welche iich über zwei bis drei Jahre erstreckt, konnten wir bereits früher auf chirur- gilckiem Wege erzielen, und bei dem heutigen hohe» Sland- Dmkte der Chirurgie kamt man für einen iolcken En'olg der Operation eine ziemlich iwitgeltende Garantie leisten. Nun haben wir in den Rönigenstrohlen ein wertvolles HüllSmittel erhalten, welches unS wenigstens unter Unrstänhcn die Möglichkeit gibt, eine zunächst nicht operierbare cRnchwulst in eine operierbare I» verwandein, dadurch, daß die X-Strahlen die Krebszellen zur Mnschmrlzung und die Geiänvulst so zur Schrumlnung bringen. Wie verhält eS sich dagegen mit dem Radium, für welche; im Vcr- «ui des vorigen JphreS so sehr Stimmung gemacht ivurde? E»Z ist stiller davon geworben, denn die Röntgentechnik hat nicht .^Muht. Kirstkin (Marburg kommt in seinem Ilebersichl»:-rcserai 'Wa-; hrachle da; Jahr 1913 der gynäkologischen Röntgentherapie'»' tu dem Schluß: daß kem Grund vorliegr, den radioaktiven Sub- «ancen das Feld zu räumen. Strebcl (München hat nun »n- ßwöchen hen Nactgveis erbracht, daß in den sogenannten äußeren Katlw demrrahlrn ein den Radium- und Meothorrumstraklcn ooll- werrigrr Ersatz vorhanden ist. Mit dem Physiker Tmrle konstruierte Otrebtl ffne Röhre, mit der man ein OKmiich von äußeren »athodennrohlen (entsprechend den primären und sekundären Ttrah- ün des Radiums > sowie von Rönlgenstrahlcn Gamma-Strahlen de; Radiums, erzeugen kann. Diese Strahlen wirken aui Gcschwulst- tbe ganz analog wie solche beS Radiums und Mesoihormms. brdars also nur einer verhältnismäßig ciniachen Ergänzung "S Rön t gei rü t st r uu i en tariilm, um die traren anderen Präparate lu enctzen. ' Abgesehen von diesen Versuchen sind auch bereits andere Forscher »rähnltchcm Ergebnis gekommen, und man kann wobl mit *»Se Kc^chliguvg jagen, .daß die Hochkoniunklu: Oeä RaüunnS, soweit es die Behandlung deS Krebses betrifft, vorüber ist", wenigstens komm»en nur noch Geschwülste an ganz wenigen, unseren sonstigen Hülssmitteln unzugänglichen Stellen in Frage, und da fragt es sich nock. ob Wir durch die Bestrahlung inS Ungewiss« an unzugänglicher Stelle, wo wir den »Erfolg unserer Bchcrndlung nicht kontrollieren k»nn»cn, nicht unter Umständen mehr Unheil anrichlen als nützen. Wie wir ferner dcm Berliner Tageblatt" vom 28. Juli entnehmen, konnte Gehcimrat Summ, der Direktor der Brrlcncr Fraucicklinik, in der Huielandischen Gesellschaft bereits irüher gemoäne Angaben jetzt dahin bestätigen und erweitern, daß ei mit Hülfe stark gefilterter und großer Massen harter Röntgcnstrahlen gelingt, bis zehn Zentimeter Nef in das erkrankte Organ cinzudringrn, während die Radiumstrahlen nur tvenigc Millimeter cinzudringcn vermögen. Im allgemeinen neigt sich die Aniicbt unicrer maßgebenden Gelehrten der Rönlgenbeitrablung unter Anwcnd:mg geeigneter Hülfsmittel, wie sie uns gerade die letzte Zeit brachte, zu. ' - Ob eine Heilung deS Krebses überhaupt möglich, zweifeln die Pathologen sehr an, denn in den meisten Fällen, in welchen eine Heilung festgeitellt wurde, lag pathologisch-anatomisch kein KrebS vor. und wurde ein solcher festgestellt, so vermochte man eben nur vorübergrhendc Besserung zu erzielen, was bei einer Erkrankung wie dem Krebs ia immerhin schon rin großer Eriolg fein kann. T»er Berliner Pathologe von Hansemann hat in diesem Same „noch keine Heil»nng des Krebses beobachtet". Was an Tiergeickwülsten erreicht ist, läßt sich nicht beim Menschen erzielen, weil Tier» und McnichcnkrebS verschieden sind, und was beim Menschen beobachtet wurde, sind niemals Heilungen, meistens nur Effolgr von lehr kurzer Tauer. Wir daben also beute noch mehr wie früher daS Recht, uns bei der Beschaffung von Radiinnpräpaeaten ab- n-artend zu verhalten. In kurzem werden die künstlich hoch- jgeschraubren Preise des RadiumS icdensallS bedeutend sinken, und für die Zwecke unserer unnnttrlbcrren Forschung und für die zweckmäßige thrrapentiiche Anwendung nnd unsere in Frage kommenden Jnstinite genügend »ersehen. Das waS man im Anfang dachte, den vraktffchcn Aerzten von den Zentralstellen aus die Präparate in geeigneter Form zu mäßigem Preise oder umsonst zur Verfügung zu stellen, hat sick bei der Gefährlichkeit des .Radiums in unerfahrenen Händen als ganz unmöglich herausgestellt und wird auch unter den allergLnsrigsten Umständen stets unmöglich bleiben. — Ein interna tional er Musikwettstreit wird von der »Stadt Nantes zu Pfingsten des kommenden Jahres vorbereitet. Der Wettstreit erstreckt sich auf Chorgciaag, also auf Gesangvereine, und auj Faaffarrn- und Bloierkon^rre und ist voü der Stadtverwaltung mit sehr ansehnliclxni Preisen auSacstaltet. DaS städtische Parlament von Nantes hat bereits 30000 FrS. bewilligt, die sowohl in Ehrenpreisen wie auch in Geldpreise» an die am Wetckamps teilnelmnnden Vereine verteilt werden. Als Generalkommissar des Musihvclfftreites nnrkt M. Morisson, der Leiter deS Choral Nantais" uich Präsident der Federation musicalc der Bretagne und von Anjou. — Wälder, die sich selbst entzünden. Schon mehrfach ist von Reisenden die BehaiU'tunq ausgestellt worden, daß Wälder sich durch die Reibung der von, Wind bewegten ausgctrock- neten Aeste von selbst entzünden können. Durch die fortwährende Reibung erhitzt sich daS Holz, und schließlich kommt der Augenblick, da eine lleine Flamme mcszüngelt, und das trockene Holz Feuer fängt. ?lus diesem Vorbild der Natur, so nnirbf oft vermutet, schöpfte der vriminve Meissch den Gedanken, durch das Aneinanderreiben trockener Hölzer Feuer zu getoinncn. Allein fast alle Reisenden begnügten sich damit, die Wadrscheinlich- keit dieser selbsttätigen Emstelrung von Waldbränden zu b.tonen, Augenzeugen eines solchen Vorganges ffhllen. Darum ,7l die Beobachtung des Ingenieurs R. I. Eldrigde, die im Geograybiral Journal veröffentlicht wird, von erhöhtem Interesse. Eldrigde Halle monatelang auf einer etwa 200 Kilometer südlici, ton Hongkong liegenden Ncinen Sandinsel zu arbeiten, die an Vogeldünger sehr reich ist und einen Buschwald von nwa sün, bis sechs sMctcr Höhe trägt. Die Büsche haben einen niedrigen Stamm, bereits in einer Höhe von dreißig Zentimetern zweigen sich die zahlreichen Aeste ab und verschlingen sich mit denen der Nachbarbäume. Im Verlause von drei Monaten erlebte der Ingenieur in diesem Buschwold verschiedene Waldbrände, die man aiiiang; auf die Unvoriichiigkeft und die Nachlässigkeit des chiueiisciien Personals Zturücisührte. Die Chinesen oerteidigten sich und behaupteten, die Brände entständen durch die Geister der aus der Insel begrabenen Ahnen. Eines Tages aber konnte Eldridge beobacht.ni, wie sich in seiner unmittelbaren Nähe ein Ast unter Umständen entzündete, die den Ingenieur von der gleichsam selbsttätigen Entstehung des FcnerS überzeugten Die Flamme leuchtete piötztka> aui, währte einige Augenblicke und erlosch dann. Als Eldridge den Ast unter», suchte, fand er alle Spuren des vollzogenen Verbrennungsprozesses: gebrannt hatte offenbar eine sehr leichte sasernhaltigg Masse mit welken Blättern. Weitere Beobachtungen zeigten nun, daß dir Daldbrände in der Tat nur während der trockenen Jahreszeit und zwar ausschließlich an windigen Tagen entstehen. Es ist sonrft kaum zwesselhast, daß der enie Funke dieser Waldbrände durch die Reibung nebeneinander liegender trockener Aeste entsteht, dec von dem jBitu>e bewegst und durch die Reibung erhitzt werden, verpflichtet ist, p r vNi sch sehr schwierig sein wird. -Man wird damit rechnen instjsen, daß auch in denjenigen 'Erkroackungsfallen, in denen der Angestellte an sich an der ^Verrichtung feiner DienftleisUwg nicht gehindert ist, in ' denen er aber aus Weisung der Reichsversicherungsansralt -eine HeÄanstalt auffucht, vvu ihm ein ärztliches Artest bei- ^ gebracht werden wird, nach welchem.gennrß 8 36 des W5G, die Gefahr einer Berufsunfähigkeit rnsoloe der Krankheit ! cutzunehmen ist und die Notwendigkeit der Berbrrngung sin eine Heilanstalt bescheinigt wird. Der Arbeitgeber wird also in diesen Fallen, in denen 'der Angestellte infolge der auf Anordnung der Reichsver- jicherungSanstalt erfolgenden Einleitung des Heilverfahrens :'an der Leistung der Dienste verhindert ist, während der -Dauer von sechs Wochen zur Fortzahlung des Gehaltes in ^ den nreiften Fällen verpflichtet sein. Ob er sich dieser 95er« tchflühtuna durch vertragliche Abmarliungen entziehen kann, erst eine strittige Frage, die indessen von den Gerichten so- «oohl hinsichtlich des Z63 Abs. 1 HGB., wie auch hinsichtlich des z IXte 0C mehrfach bereits verneint worden ist. Unter solchen Umständen dürfte eine grundsätzlich ab« dehnende Stellungnahme der Arbeitgeber in der Frage der Fortzahlung des Gehaltes während eines Heilverfahrens, wie sie von vielen Seiten empfohlen wird, kaum in Frage konrnren, Es wird vielmehr für die Durchführung des 95er- fahrens ein Einvernehmen sowohl mit den Angestellte» wie mit den Behörden anzustreben imb zu empfehlen sein. Hier« Lmf weisen die folgenden Erwägungen: Weder der Angestellte noch die Reichsversichernngs« anstalt ist verpflichtet, den Unternehmer von der bevorstehenden Einleitung eines Heilverfahrens für einen seiner An gestellten rechtzeitig in «eirntnis zu setzen. Das kann schwerwiegende Nachteile für den Unternehmer zur Folge haben. Gerade bei denjenigen Firmen, die ihren Angestellten bisher regelmäßig ernen^ Erholungsurlaub ge- ioährt haben und daher über die Urlaubszeiten genaue Dispositionen zu treffen gewöhnt sind, wrrd das durch ern Heilverfahren ohne vorheriges Einverständnis der Firma bewirkte Fernbleiben tne einmal getroffenen Dispositionen «mpfiridlich stören. Ein sehr bedeutendes industrielles Unternehmen hat daher den Versuch gemacht, diesem Miststand dadurch zu begegnen, dast es in seinem Werke durch öffentlichen Anschlag -eine Bekanntmachung erliest, derzufolge tue Firma in jedem "Jolle unbedingt von der Absicht, den Antrag auf Einleitung 'd«S Heilverfahrens zu stellen, benachrichtigt iverden must Dieser Weg dürfte als gangbar und zur einheitlichen Nochachtung anzuempfehlen sein Es ist ein durchaus berechtigtes Verlangen, dast die Angestellten sich, falls sie ein Heil- (verfahren beantragen wollen, vorher mü den Arbeitgebern in 95erbindung setzen, damit bei der Festsetzung und Durch- !fiihruug des Heilverfahrens auf die Bedürfnisse der Betriebe Rücksicht genommen werden kann und damit jedenfalls der Arbeitgeber in der Lage ist, sich gegebenensälls .früh genug nach Zertretungem für die Zeit des Heilverfahrens umzusehen. Dr. R. Zur Freisprechung der Zrau Laillaux. Pari». 2». Juli. Der »Figaro' erörtert den Freispruch der Frau tzaillatix n einen, übernu« hettiaen Leitartikel, in dem e« »>. a. helft: Drti h diesen ungeheuerlichsten Skandal unserer Zeit >t>at sich di« radikal« Republik mlt Kot und Blut beschmutzt. Die Richter, di« sich |» dieser abscheuliche» Parodie der Gerechtiqkett berqegebe» haben, bedecken sich mit unauslöschlicher Schmach, llaickaux Hai dielen Freispruch den anqstersullien Geschworenen, einer vor Furcht zitternden Regierung und deslochenen Richtern entrissen. Von lxute ad müllen wir uns aus die Rache Eaillnnx' >md seiner Anhänger geiaßi inacdem All« diejenige», welch« ihm den Weg versperren wollten, werden nunmehr an ihrem Lebe» und ihrem Eigentum bedroht werden. Eaillanx ist da« Oberhaupt einer neue» Schrecken«herrschalt, und gerade iin Augenblick, wo Frankreich so sehr der Gerechtigkeit und de« Recht« bedarl, um stark zu sein, Hot die radikale Pariei ihrem Führer einen schmachvolle» Triumph bereitet. — In den üdrigei» Blättern finden sich nur spärliche Kommentare. Der .Petit Parifien' sagt: 9lllc auten Bürger, welch« die Rechttpfiegr achten, mäßen sich vor diesem Wahrspruch beugen. Di« Angelegenheit der Frau llatllaux ist erledigt. Nu» Stadt und Canft» Sieben. 30. Juki 1914. ** Was bedeutet der österreichische Krieg? Heber diese Frage wird in einer vom Alldeutschen Verband veranstalteten Berfammlunq morgen Freitag abend Dr. Alb. Ritter sprechen. Dr. Ritter ist in Gießen bereits bekannt durch einen Bortraa über „Oesterreichs und Deutschlands Niederlage im Balkankriege", den er im vorrgen Herbst hwr dielt. Ter Redner ist Oesterreicher und weilt zurzeit noch in Oesterreich. ** Unfallversicherung Der Arbeiter Heinrich Beck in Vilbel zog sich bei der Arbeit einen Leist«nbruch zu. Die Beriissgeuosscuschaft lrhnte eine Rente ab. mit der Begründung, dasi ern BetrrebSunsall nicht vorlrcqe Nach dem von ltzeh. Mrd -Rat Haberkorn im Termin vor dem Oberverfuberungearnr erstatteten Gutachten ist der Bruch rächt durch die Dätigkcü im Betrieb verursacht. sondern nur gelegentirch der Arbeit zum Ausbrnch gekommen. Der Verletzte warbt deshalb neu fernem Einbruch ad- «-rwiesen. Anders erging es dem Ludwig Stoll in Vilbel, der sich im Belieb eine Rwprnauetschung zu gezogen hatte. Da nach dem Gutachten de« vorgenannten Arzte« der Untallfolgrn noch nrcht voUstandrg beseitigt sind, wurde dem Verletzten eine Rente von 10»o zugespiochen Der Renten empsäng« Gg, Konrad Gerhardt in Inheiden batte Antri^s aus Erböduug seiner Rente gestellt, tmirde aber vom Oberverszcherungsamt abqrwiefen, weil nach dem Gutachten der Chirurgischen Klinik Giestea eene Ber- schlrmnrerlrnu in den Unsallsolgen nicht eingerre«e» ist. Der Peter Z a b r t in Rüddingsdausen batte gegen einen 95efcherd der Berus«- „cnossrnschast. wonach die Rente aus 80^z herabgesetzt wurde, Bc- rumng tierlolgt, nrtt dem Erfolg, daß ihm vom Lderversichcrungs- ,rint die BoUrcnte ivleder zugesprochcn wurde, > " Keine Kartoffelkäfer. Man frboeSt na« aus Friedberg vom 29. Füll: Auch «nr kSnigllrcve Behörde ist nicht urrleblbar, ganz besonders der dMumickum und wologflcden „Exkursionen", Gestern warnte das Landratsamt de« O ber- tannnskreises zu Homburg eöünrnglich vor dem Kar- tokselkäser, der in unserm Kreis« au sin trete» lein sollte, und Mid gn,e VerdoltmnisNmßregekn qegeu i»S böse Infekt, Sn den aml- iixtKtt Siclhen in Hoznbnrg pramtken auch fett gestern ioqar große tlSaririmasroffln. Heu he ktcklt sich nun Kern»», dast der wflsen- schanlubc ,.I>*entnrt" für Zvokoqjc und Botaüik un Dlaudrats- crmt den Käfer in der Eile mit der — Kartof^felfü«le veo- irnktpelt hat. Es ist dns eine Knockhii:, dir Pchzen idre Ent- sirhung t>erdaokl und tatjöchlnb im Kreise verheerend grassiert, mit dem Käfer aber mtter keinen Umständen verwacht ist •• Im Lichtspielbause erregt »ur^ett der imkenn che Kunstfilm „Blick des Herzen«" in drei Akten berechtigte« Aufsehen. Ein ebensallS dreiaktiae» Schauspiel „Seibstverlrugnung" ist ontzer- ordcntlich spannend. Eine prächtige Naturaufnahme von ttzebirg«- schluchten im Staate Rewvoek erstem da« Auge »nd biete! erae wertvolle Hille zur anschaulichen Derinzttlirnr geoaraptnscher Kenn, ■ nissc. Max Lindner glänzt in seine» Schlager „Max will sterben". Eine »conlKne ,Lwbn als Reiter" und da« Pathö-Jonraal vervoll- släudigcu da« voerLgliche Progrmm». ** Ja, ja; ^— her Krieg! (Hn Leser schreibt «ns: Gine solche Aufregung, wie sie augenblicklich uMer den Leuten in der Stadt und beionder« aur dem Lande vorherrscht, dal man sett ! bcobachtere, w>r sie sich sortwädrend di« Tränen trocknete. Ich tr at am sre^ zu und sratte sie „Nun. was baden Sie dennl: warum Wernen Sie?" Erstaunt enmegegnerr du Fra«: ,^la. wisse se dann net, daß Rußland aach de Krieg erklari hoat, »nd wann doß so ist dann Mülle mci zwo Beuwe aach rn de Kriegt" Neben ernsten Austritten erlebt man auch manchen hsttrren Zwischenfall, Kvmmr da gestern ein Reisender in die Dirkichatt eine« Nachbarorte«. tritt an den vollbesetzten runden Tiich und verkündet mit wichtiger Mierre: „Die Russen sinh schon in Moskau!" . „92fc . . . Da . . . was". . .. ertönt es wie aus einem Mund« . . . ,^chon in Mo-kau'" Schade, daß ein Allz»>chlaucr dabei war. der den Schtvrndel gleich auideckt«: cs wäre Mvrisellos eine interessante Unterholtung gefolgt, — Honentlich briNMN die nächsten Tage Aufklärung in di- Sache, damit das 95l»i in den 9ldern wieder ruhiger kreis! und hoffentlich trägt jeder sein Dell dazu bei, um das Voll zu beruhigen, denn „so schnell schießen die Preußen nicht"! ** Kleine Mitteilungen, Ern Landwirt zu Lauter, der seine drei fetten Schweine nicht verkausen konnte, grill zur Selbfthilse. schlachtete und verkauite sie auf der Kirmes zum Preise von 60 Psg. tür da« Piund Fleisch und Wurst I» einem Tage war alle« oerkoust. — In Viernheim ist bei der Montage der elektrischen Hochspannleitung aus der Nebeichadnstrecke Vicrnheim- Weinhrim der etwa 24 Jahre alte Arbeiter Christoph Falter- m a n n von etwa 10 Meter Höhe abgeikürzt und bat sich io schwere Verletzungen zuqezoqrn, daß er bald im Kranstnhause starb — Am letzten Sonntag wurde in Da »bringen der dmcb einen Hirnschlag an» dem besten Mannesatter dabingerissene GastrviN Wilhelm Lepper zur letzten Ruhe getragen. Kouknrse in Hesse». Das Konkuröverlahrrn über da» Vermögen des Jakob R ü h l IX. z» P l u n g st a d t lst nach er- solater Abhallnnq des Schlußterms»» a»laeboden worden. — In dem stonkiirsverlahren über dos Vermögen des Friedrich Hermann Schober in Oppenheim ist zurPrülunq der nachträglich an- aemeldelen Forderungen Termin n»l Alittivoch, 23. Eevtdr. 1814, vormittags 10 Uhr, vor dem Großh. AuiISgerichl in Oppenheim anberaumt worden. Kreis Büöinqen. — Bad-Salzhausen, 29. Juli. Ta« Konzert, das am letzten Sonntag abend Hofovernsänaerin Frl. Minna Leopold aus Mannbeim unter Mitwirkung des Pianisten Georg Wetze! und de« Violinkünstlers Hermann Schmidt, beide au« Frankfurt a, M„ im hiesigen Kursaal vrranstallete, bot allen Besuchern einen seltenen maiikalischrn Genuß, war aber nur mäßig besucht Ein starker Gewitterregen vor Anjang de« Konzerts hicll vielr Musikfreunde an« der Umgegend ab. die gern ihre Lands» männin — die Sängerin ist in Nidda geboren — wieder einmal gehört hätten, — Gestern war hier unter Leitung de« Kurhau«- vächier« Lunicke ein große« Kinderfest, woran sich etwa 7f> Kinder von Kurgästen beterligten. Unter Vorantritt einiger Musikanten zogen die Kinder iml dualen Mützen und dazu passenden Schärpen. Kränzchen und Fähnchen vom .Kurhaus durch die Orts- ftrgßen und den Park in den Kursaal, Leider mußten de« unbeständigen Wetters wegen die weiteren Veranstaltungen st» Saale stgttiinden — Nächsten Sonntag wollen einige hier zur Kur ivei- lent* musikalische Kstnstler im Verein mit dem Dtrigertten de« Kaiser-Orchesters str Nidda, Gewerbelehrer En Hers, zum Besten des Roten Kreuzes hier ein Wohltätigkeitskonzert veranstalten, X Nidda, 29, Juli, Die goldene Hochzeittzseier der Eheleute Wagner qestaltrlc sich für da« Jubelpaar »u nurm hohen Ehrentage, Vormittags erschirnen außer den nächsten Verwandten der Kirchenvorstand und eine 95ertretuug de« Stadtvor- standr« zur Beglückwünschung in der Wohnung und überreichten sinnvolle Geschenke, Pfarrer Werner dielt eine herzliche Ansprache: der Großherzog übersandte sein Bild nebst Glückwimsch- lkhreiben; nachmittag« land eine größere Feier im Hotel ,Lur Traube" statt, woher sehr zahlreiche Glückwünsche, Gefcdenke und Glückwunschschreiben dem goldenen Hochzeitspaare zuteil wurden, — Ober-Widdersdeim, Ä. Juli. Unsere malerisch gelegene, aus dem 13.Jahrhundert stammende Kirche wird einer Erneuerung unterzogen. x. Bavenhausen II. 27. Juli. Endlich ist auch hier im VogelSbevg die Zett der Kirschenernte bernngekonrme» Trotz der mnTÜnstraen Witterung im Frübiadr zur 95lütezei: der Bäume, smd dre mrrsten Bäume doch lehr gut bedangen Auf der Kreisstraße Bobenhauscn—Ulrichstein, ebenso ans der Kreisstraße Boben- hauien—Ober-Seibertenrod ist man seit einigen lagen daran, die veredelten Kirichrn zu pflücken. Da tue Kinchen aufgrrissrn suid, kostet das Mund nur zwischen 20 und 25 Psch Kreis Laitterbach. R. Laitterbach. 23. Jbüi. Man schreibt rar«: Obtchon in den letzten Jahren die Bankätigkeit in unserer Stadt eine ganz rege gewtten ist und einige Mietshäuker. delmtders in der Nähe der beiden B>tdnl»ö»e entstanden lind, uuuht iich immer noch ein Mangel an belleoen Mtenovtarimmn bemerkbar. Sv waren bei der letzten Zälstunq nur zwei leerstehend« WohnutUngi von se »oe> Zrnnnern vorhan d en, die aber wegen ihrer Lage und unaenüqcnden Raum nur für kleine inid ärmere Familum in Betracht kommen kömwn. dagegen bcflere irrrü gröbere Wod- nungrn, w« sie von Privat- ooer sdaaütchen B e mm en gewünscht werden, ist nicht eine ernzroe leentehende zu verzeichne». E» droht deshalb, wie es tatsächlich vorgekourmen ist, die verwerfliche Sitte »ich erieznjcdieutien, daß Wohernngluchende bei den baus- rl>nm:ün»ern andere Mieter durch Ueberdirten des Mietprerie« au« ihren „rnrhadenden Wohmoegea zu oerdräoqen nuherr. De«- bald kömnr dmch Erbauung von Mirdchaufern noch «da ge- icheden urrd donrtt für ein jAnwachien des -t ä dkche u s gesorgt iverden, ohne daß dem Uinern-Hmer Gefahr für etwaige« Leersieden einer Wowrunq erttstchche Ein Pensionär, der gerne ferne alten Tage in Laicherbach ver t ede n und hierher zeeden wollte, lucht« dreier Tage veigetärch muh catrr vollenden Wolnarng roch l o en d ew dem Scäturhei, w»tzer den Rücken, um anderwärts sein ''Rück zu » rr j uchcn . --gcherkrch trägt der itcte^Mangel an MtttS- wvimuugen nicht dazu bei. cm stä r k e re s 'AnwachsM der Eur- imchnerzahl zu fördern. , Kreis Schotte«. Die deei höchsten Gc meindeu »logen d«S Krelsri Schotte». Hält man sich die Uebersicht üder die in den Gemeinde» des Kreise« Schoeic» zu erhebende» Gemrindcumkogen für das Rrch- nungchadr 1914 vor kluge», so «kennt man, da» die 3 Gemeruden Schotten, Laubach und Gedern an der Spitze marschttoen. Der ctiemeindeumlageubedarf ist der Rerhe nach folgend«: Schotte» 47 0«, M7 . Laubach 32000 MX, und Gedern 30000 Mk An versteoerbarem Vermögen flud ebenfalls diefe drei genannten Gemeinden die höchsten. Schotten versteuert ein B«mögen von 12146 400 MT. Laubach d 988 300 Mk mch Gedern «n solche, »m» Ä 773 400 ML Auf 100 ML Steuerwerk de« derrnogen« wer- c^.. nmh 19 9SJ in Zaubach rund 17 Psg^, 'ütd II 0^, ^Zädr 21 Mo. Mt'sgr.'cdlasrn Die staatliche» Ernkom ^ue^eilen llÄ aur 95 > <¥) fiffubad) 21 12b, 10 Ml. uno «?cocri 12 742,90 ML Die ÄuSschlayÄkoefnZ^n^ ^M^staatkche |trt kommrnsteu« imd im. Schölten 106 Ms., m Laubach 79, Mg 8 Eschenrod. 29, Juli. Die Arbeiten an unsere: neuen Kirche sind in vollem Ilmsange ausgenommen. Dn Grund st einlegung wurde durch den O rlvvrarrer nx Beisein der Gemeinde durch eine entsprechende Aniprache mit Einmauerung einer Urkunde vorgcnommen. Kreis Fnrdbrra. L. Feiedberg, 28 , Juli. Inder Stadtverordneten- sitzung führte Bürgermerst« Baural Stahl den - Lagerung und Ümknicken der vollen Äehrcn gebe W Wiesen zeigen für die Grnmmcrernlc einen guten G.rasä7!i>V Hessen-Rassa«. m Kirckbain. 29. Juli. Nach der jetzt im Amtsblatt der Königlichen Regierung vcrölleuiücliien Zusammenstellung hat die Sparkasse d« Stadt Zkirchharn im Jahre 1913 wieder fiiwn «deblichen Zuwachs »u verzeichnen und fleht an «ft« Stelle unter den Sparkaii'en de« Kreise«, Am Ende des Rechnungsjahres 1912 betrug d« Ernzrlbesland 3601 387,45 'IW. am Ende des Jahres 1913 -- 3 781 944.83 Mk. im Jahre >913 wurden 322 Spar- kassrnbüch« neu ansgegehrn und 240 Büch« zurückg«il'imnrn, nni emgeie^l wurden 696 229,54 Mk,, zurückgezablt 647 327,46 Mk, an Zogen wurden gutgrschrirben 131 655Z0 Mk. D« Reservefonds beträgt 230 184,85 Mk, Die Perwall>rng>kost«> betragen 3398,95 Mark Bon dem Vermögen d« Svarkasie sind 7 20 891,8 6 Mk in In had«vavieren, darunter 361 400 Mk, in Schuldverschreibungen de« Deutschen Reiches und Preußen« »estqelegt. h, Herborn, 29. Juli, An den 98aldtt»rqendes Forst« orts Bicken wwrde von .Holisarnnflern ein noch neit Gers gefüllter Ballon, dercnn 17, Juli imPariS anfgestiegen war, aufgesunden. Der Ballon e.rrkchiekt die Adresse des Absenders und einen Zettel nrtt der tzvitte mir Bcnacß- rnlstrgung der Eigentümer. b. Frankfurt a, M„ 29. Juli. Das Beispiel d« Mainz« Preller'errreter im dortigen Stadtpariament gegen allzu langn>eil,irenzwlg von Weide- oder Acker stücken dienen, allsährlich im Lause de« Sommer' tmt der Heckenschere zu kürzen. Fast durchioeg geschicln dir« Ende Juni. Äniaug Juli, zu ein« Z«t allo, loo d« Jodanmstrieb sich <-»t- nnckelt. Im Wrntrr denkt, von g«ingtügrgen Ausnobinrn abge- iehen, niemand an dies« Verrichtnna, UiH doch jolllc inmz incinen. daß gerade daun der gegebene Zettpuntt wäre. Die Monate Dezember. Januar, Februar stehen aus dem Laude im Zeichen d« Arbeitkruhe, Zwar gzbl e« auch zu noi, doch nicht eutiernr i» dem Maße wie im Früblmgc, Sommer und Lrrbste Jedenfalls kommen immer einmal etliche Tage vor. wo mau nicht recht weiß, womit man die Leute bcsihästigen soll. Warum dent.m wir da nicht an dat Schncidrn der Hecken'-' Das wärr ern fürsprechend« Punkt, Ab« ankerersrits können wir ü» Winter, im» die Pstanzen schlumm«» und ihr« grünen dichten Blätter entkleidet stich, die Fehlslellcn lcrcht aullinden, für cioc Nachvilanzung Zorge tragen und v«dorrtr. cingeganqcne Stämme aus merzen Im Sommer ist die« sehr viel schwrerrger und «- recht geschultes Auge, Nicht zuletzt aber mll dies t It! Landwirtschaft. 53. Wanderversammlung des Oberhessischen Bienenzüchtervereins ? Mücke, 29. Juli. Die 53. Wauderversaniinlung des LberhessischenBienenzüchtcrvereins am Sonntag und Montag hatte trotz des schlechten Wetters einen voll- ^ kommenen Erfolg. Obschon der diesjährige Jahrgang nicht als ein - Hoaigjahr bezeichnet werden kann, war doch die mit der Versammlung verbundene Ausstellung aut beschickt. Am Montag fände" die Hauptverhandlungen unter Leitung des Bereinspräsi- . d >ur Lehrer Buß-Leihgestern, statt. Die Einnahmen des Bcr- »für tue mtge« 3530 ML. die Ausgaben 3251.50 Mk., so daß ein «dmen m. m 228,50 Mk. übrig bleibt. Ter Reservefonds wurde aus »ad iur 2* ergänzt. Lehrer Hensel machte die Mitteilung, daß die . Kleidung b u n b aller deutschen Imker endlich gelungen sei. Lehrer lh hlklze^st r» Okarben hielt einen Vortrag über „Förderung und Regelung des Honigadsatze i“. Die Prämiierung geschah in 4 Gruppen. l. Gruppe, Lebende Völker: l. Preis Lehrer Holtet mann und Hübner-Nidda, weitere Preise: Lrast-Allendors, .stcck- lit 1 »ledern. 2. Gruppe, Bienenhonig: 1. Preis Post Verwalter Erbot Mucke, Verein Schlitz, sodann Fund-Sellnrod. Postsckretär Pbilipvi- N» Mücke, Lehrer Runk Okarben, Lehrer Hosmann-Frriensccn und Kumps - Grimberg. In Gruppe 3, Wohnungen und Geräte: er- Schmmkc-Sachsenbera, Hübner-Mdda, zdrast-Allcndors, steck-Gr- a-k brrn. In Gruppe 4, Lehrgegenstände: Schminkexroachsenberg, Buß- n» ' Wetzlar und Heidenreich-Sonnenberg. Unsversitäts-Nachrichten. — In Berlin-Lichterfeldc ist der Direktor des Kgl. Materialvrüsungsamtes, Dozent für Materialprüsungswesen an der Berliner Tcttmischen Hochschule, Geh. OberrcgierungSrat Pros. Dr. Ing. Adolf Martens im Alter von 64 Jahren ge stör den. Erdbeben. Aus Hobenheim, 29. Juli, wird gemeldet: Die In- snumeuie der Erdbebenwarte haben gestern abend ein zweites starkes Nachbeben ausgezeichnet. Der Herd liegt in einer Entfernung von 150 bis 200 Kilometer. Die erste Erschülte- rungswcllc traf um 11 Uhr I6Mimitcn 29Sckundcn ein. Darauf solgten zwei Hauplanschläge, die durch einen Zeitraum von 7 Sekunden von einander getrennt waren. Die Rickztung des Bebens steht noch nicht fest., vermischte«. — Goethe über dasMärcheninderNinderstube. Die in Lausanne erscheinende Bibliothöguc imiverscllc veröffentlicht ein fesselndes Dokument aus der Goethezcit, das „geheime Tagebuch" einer sungeu Schweizerin, eines Fräulein Louise Martin, die als ErzicdcrtN an einenr kleinen deutschen Hose tättg war. In diesen tllujzeudmmgrn berichtet Louise Marttn mich über eia padagogiitties Gespräch mit Goethe. „Goethe und ich," so heißt es in dev, Tagebuch, „unterhielten rms. Ich fragte ihn, ob er es für bedenklich lalle, den Kindern Märchen und Allegorien zu erzählen. Er sagt« nein, ja im Gegenteil: die Phautaiie, dia ein Tri! unseres Wesens sei und ebeirso in den Kindern lebe, müsse genähtt werden: wenn ttuni den zdradern keine Märchen erzähte, würden sie sich selbst Märchen ersinnen: man könne die Neigung und die Vorliebe der Klcrnen für das Wunderbare nutzbringend machen. indem man den Märchen einen moralischen Zweck gäbe, nachdem inan die Kinder aufgeklärt habe, daß diese und ,cne Dinge erdichtet und zu iknem Vergnügen erfunden such. Tenn er will nick», daß man die Kinder täuschte: sie aber unterscheiden sehr gut das Wirkliche von dem Unwirklichen und werben nicht glauben, daß die Tiere 'vvochen oder andere derartige Tinge. .Ich weiß wohl." fügte er hinzu, „daß Rousseau sich heftig gegen diesen Gedanken ausgelehnt hat. aber ich nehme mir die Freiheit, seine Meinung nicht « teilen. Wir werden die Phantasie nickst aus- löschen, und Gott inöge das verbäten, denn ohne sie inrd wir nichts. Aber wir lassen sie auerseldcin schweifen, cudeß wir cs wohl vermocht bätten. sie zu ordnen, tnbent wir ihr wohl- bereitete Kost reichen." 'Kinderlogik. Fritz ist unartig gewesen. und sein Bo,er will ihn dafür bestrafen. „Du weißt. weshalb ich dich letzt prügele?" fragt der Vater streng. ,Za," «Uwvrtct der Kieme heulend, weil du stärker bist als uh." Märkte. t Bermntshain, 28. Juli. Heute wurde hier Schweine- und krämermarkt odgehallen. Trotz der imgünstigru Witterung wurden annähernd 50J Schweine aiisgetriedcn. Ter Handel bewegte sich etwas schleppend. Iür Ferkel von 8 Wochen wurden 30 Mt», Iür Ferkel von Id—l'? Wochen öd Mk. Iür das Paar bezahlt. Läuier standen aul demselben Preise wie vor vier Wochen. — Ter krämermarkt des Nachmittags, verbunden init Tanz, war von geringem llinsang. I, Fricdberg, 29. Juli. Ter heutige Markt war wieder gut beschickt und dauerte dir gegen 4 Uhr, da wieder die Berkäuser ans Ockstadt anwesend waren Kirche» kasteien I2Psg. dar Plund: Erd- und Himbeeren und Stachelbeeren das Plund 2d PIg, Heidelbeeren 30 Plennig der Liter, Birnen 12 PIq. das PInnd: llälematte 20 PIg., Butter Mk. 1,4> das Plund, Eier das Stück 7 und 8 PIg., Kaie 6 PI«.; Wetteraner neue Kartoffeln b Mk. der Zentner. Biel Kernerbien und Bohnen, Elnmachgurke», b PIg. das Stück, waren seilgeboten, sowie Gemüse und Suppenkräuler, auch Jallävlel. eli. Riever-Jngelbeim, 2 S. Juli. Obst markt. Kirschen 28 Mk.. Stachelbeeren 10 —12 Mk., Johannisbeeren 12 Mk., Aprikosen 16—28 Mk., Pstrsiche I 2 - 2 b Mk., Frnhbirnen 9-14 Mk, Jrühäpsel 10—14 Mk., Pflaumen 10—20 Mk. der Zentner. Lirnburg a. d. Lahn, 29. Juli. Fruchtmark!. Durchschnittspreis pro llllaltrr. Roter Weizen sNasiauischerl od.dd Alt, weißer Welzen (angebaute Fremdsorten» vstdü Mk, Korn 12 TO Mt, Gerste 0,00 Mk, Braugerste 00,00 Mk, Haler 0,00-0,00 Alt., Erbse» 0,00 Mk, Kartoffel» 50 Kilo 0,00—0,00 Ml, Butter da« Psund l,15—1,20 Mk, Eier das Stück 8—9 PIg. kr. Frankfurt a.M. Diehhoimarktbericht vom 30. Juli. Aultrieb: Rinder 147, Ochsen 45, Bullen 5, Kühe und Färsen 97, Kälber 832, Schale 86 , Schweine 376. Tendenz: Kälber statt, Schafe ruhig, Schweine rege, wird geräumt. Kälber. Mk. Feinste Mastkälber . . . . . . . . , . 60-64 Mittler- Mast- und best« Saugkälber. . . . 54-58 Geringer« Mast» und gut« Saugkälber . . . 50-54 Sch a<«. Stall,n-stschck« Mostlämmer und jünger- Mastbammsl Aeltere Masthammel, aut genährte jimge Schafe und geringere Mastläinmer......M Sch wei ne. Sollllestchlq, S weine von 60 —100 ctz Ledendaewis.........48X10—>50/01 vollfleischige Schweine unter 60 lc? Lebendgewicht........ 47.00—48.00 vollfleischige Schweine von 100—120 lcx Lebendgewicht........ 48/00—50,01 vollfleischige Schweine von 120—150 cx Lebendgewicht ....... . 48.00 —50.00 Preis snr 100 Pid. Lebend- Schlachtgewicht Mk. 100-107 92-93 35-93 41—42 90 - 92 34-36 82-85 62.90—83 99 60.30-61/» 60.00- 62 >1 60.00— 62.00 FC. Wiesbaden, viehhoi -Mark lb eri cht vom 29. Juli. Auftrieb: Rinder 105 fOchsen 27, Dullen 13, Kühe und Färse» 65z Kälber 274, Schafe 77, Schweine 429. Preis« iür 100 Bfd Geschält: mittel. Lebend- Schlacht- Ochfrn. aewtcht vostlleiichlg«. m,»gemästete, höchsten Schlacht» MH Mk. ^ Ivettes im Alter von 4—7 Jahren .... 46—52 85 —92 Tie nach nicht gezogen haben lungejocht«) . . 47—51 84—90 Junge, fleischige, nicht ausgemästetr und älter» auSgemästete............ 42—46 75—83 Bul l« n. volllleilcbige, aukgew, höchsten Schlachtw. . . 40—44 68—75 vollpeischtgc, jünger» .... ......87—40 66 — 70 Färsen. Kühe. Aollstelfchige ausgemckstete Färfen höchsten Schlachtwetter........... 46—50 84—90 38— 42 40—44 33-37 39— 82 vollfietschig« ausgemästete Kühe höchsten Schlachtwette» bi» zu 7 Jahren ..... Wenig gut entwickelte Färsen. . ..... Aellerr ansgemästete Kühe....... Mäßig genährte Kühe und Färsen..... Rät bei Feinste Maslkälder.....62—64 Mittlere Mast- und beste Saugkälber ...» 56—60 Geringere Blast- und gute Saugtälbee ... 51—55 Gering« Saugkälber..........45—48 Schake. Weidemastlchaie! Mastläinmer und Masthammel.... 44,00—45,50 Schweine. kolNleiichtge Schweine von 80—100 k* üefeeitV gewicht..............46-47 kollfleischige Schweine unter 80>c^ Lebendgewicht 44-45 Vollstckschige Schwein« von 100—120 K? Lebeni»- gewichk..............46-48 Bollsteiichig« Schweine von 120—150 kg Lebendgewicht .............. 4445'/, Fettschiveuie über 150 hx Lebendgewicht . . 40-43 68—75 76—82 62—33 58-60 103-107 94-100 85—92 76-81 92—91 53-60 57-58 58-60 {>5—57 60-54 Eingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubttk strbende» Artikel übcrninimt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Gießen. 29. Juli. Ein ö s s e n t l i ch e r M i ß st a n d. Heute, 29. Juli, findet Einsender in seinem alle zwei Stunden geleerten Btteskasten einen Sieuerzettcl vor, der eine nachträgliche Gemeindesteuer von ihm tordett, und zwar sollen die beiden ersten: Ziele noch im Juli bezahlt sein. Wie iveit diese Anforderung, in diesem Zeitpunkt aui so kurze Fttst gestellt, gesetzlich möglich ist, weiß Einsender nicht: daß es aber der Absicht des Gcsetzgeher -5 widerspncht. wenn die aus sechs Zirlc vetteclte Steuer in dieser Weise einae t r i e b e n wird, ist auck) deni Laien ohne weiteres verständlich. ES liegt hier ein immer loiederkehrcnüer ösfentltcher Miß- stand vor, der dringend Ädbilse heischt. Airchlictze Aachrtchte«, Irraclitische Religionrgemeiodr. Sotterdienst in der Lynagog« (Süd-Anlage^ Samstag, den 1. August 1914: Vorabend: 7.45 Uhr. Morgens: 8.30 Uhr. Nachmittags: 4.400 Nbr. Sa bbo tau« gang: 9.05 Uhr. Jrraelitische kieligtonzgesellschaft. -»tterbieaft. > N Sabb atlei er am l. August 1914: F«ttag abend 7.50 Uhr. Samstag vormittag 8.00 Uhr. Samstag nachmittag 4.00 llhr. Sabbat-Ausgang 9.05 Uhr, Wochengottcsdlenst: : Morgens 6.00, abends 7.30 Uhr. Spiewian Grohh. NuttlMlcs Vad-Naoheim. Spielplan-Acnücr u ng: Freitag, den 3l. Juli statt .Wie einst im Diai': Gastspiel der Kgl. HosopernsäiiqerS Eduard Licht en stein vom König!. Hoskheater in Wiesbaden: .Der Bettel st udent.^ Meteorologische Beobachtungen der Station Sichen. In» 1914 f-oi 0-3 = = ° r w * 3 M 2 3 k -8 M 1 s% z to «•C S"3> r, 5 ÖD i« 5 s |jf m «ett» 29. jJ 742,8 16,5 10.4 74 WSW 4 10 Bed. Himmcl 29. 9» 743,9 140 104 87 w 2 8 Bcw. Himmel 30. 7*1 146,0 13,8 10.2 86 w 2 10 Bed. Himmel Höchste Temperatur am 28.—29. Juli 1914 =» -s- 17,2 *a Niedrigste . , 38.-29. „ 1814= + 13.1«, Niederschlag 0,0 mm. Verantwortlich für den politischen Teil i. V.: R. Lauge. -stinäermedl -ßcantzentzort Isusenckkscst dsv/ZKnio Mahrung bei; Brechdurchfall, Diarrhöe, Darmkatarrh, etc. % Statt besonderer Anzeige. Heute mittag 12 Uhr entschlief nach langem, mit grosser Geduld getragenem Leiden unsere herzensgute Tochter, Schwester, Schwägerin und Tante Fräulein Ottilie Koch im Alter von 25 Jahren. Um stilles Beileid bitten «44« die tieftrauernden Hinterbliebenen: Frau Lehrer Koch Wwe. Otto Koch Willy hoch Richard Koch Karoline Koch geb. Richter Hermine Koch geb. Seipp. Butzbach, den 29. Juli 1914. vis BeeniUrumt findet Freita*,31. Juli, nachm. 4 Uhr vom Sterbehause, LudwigstraBe 5, ans statt. Kondolenzbesuche dankend verbeten. Danksaknng. Für die herzliche Teilnahme bei dem Hinscheiden unseres lieben Verstorbenen Herrn Conrad Kreiling sagen wir unfern aufrichtigen Dank. Die trauernden Hinterbliebeneir. ließen, Gummersbach, Frankfurt a. M.. den 30. Juli 1914. 8675 Butterbrot- Papier liefert billigst “• I,nd(. Kröll. FlKkltr. mit deaneueft-elektr-Trocken- Avvaraie» in sev. Sabinen, Ondulieren »nd Aristcreu. Frau E.ftreb Tchulktrane 5 Spezial • Damen Salon. Abonnements werden anae- Bekanntmachung. Das Ilmlagekataster der land> und forsttvirk- schasllichcn BerusSgcnoffenschaft für daS Großherzog- tum Hessen für daS Jahr 1913 liegt 2 Wochen lang, nämlich vom 1. August bis zum 14. August d. I. aus der Bürgernieifterei zur Einsicht der Bcteiligten offen. Ettvaige Widersprüche dagegen, daß ein Bcttieb in das Kataster ausgenommen oder nicht aufgenomnien, sowie dagegen, wie er veranlagt ist, sind innerhalb eines Monats nach Ablauf der Offen- legungSfrist bei dem Borstande der land- und forst- wirtschaftlichen Berufsgenossenschaft in Darmstadl zu erheben. Später eingehende Widersprüche können keine Berücksichtigung mehr finden. 8873 Londorf, den 29. Juli 1914. Großhcrzoglichc Bürgermeisterei Londorf. A umann. Bekanntmachung Dar Umlagekataster der land- und sorstwirt- schastlichen Berufsacnosscnfchaft für die Gemarkung Reiskirchen für 1913 liegt vom 31. Juli ab zwei Wochen lang aus dem Bureau der Unterzeichneten Bürgermeisterei zur Einsicht offen. 8882 Reiskirchen, den 29. Juli 1914. Großh. Bürgermeisterei Reiskirchen Wagner. Bekanntmachung. Das Umlagekataster der land- und forstwirt- schastlichen Berufsgenoffenschaft von 1913 für die Gemarkung Queckborn liegt vom I. August ab zwei Wochen ans der Unterzeichneten Bürgermetsterci offen. Queckboru, den 29. Juli 1914. 8881 Großh. Bürgermetfterei Queckborn. Schwsd4. Bekanntmachung. DaS Umlagekataster der land- und forstwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft von 1913 für die Gemarkung Weickartshain liegt vom I. August ab zwei Wochen auf der unlerzeichncten Bürgernieisterci offen. 8880 Weickartshain, den 29. Juli 1914. Großh. Bürgernteisterei. Knöß. Bekanntmachung. DaS Umlagekataster der land- und forstwirt- schafUichen Berufsgenoffenschaft für die Gemarkung Lumda liegt vom I. August d. I. an 2 Wochen lang auf dem Bureau Großh. Bürgermeisterei Lumda zur Einsicht offen. 8878 Lumda, den 29. Juli 1914. Großh. Bürgermeisterei Lumda. Schultheiß. Bekanntmachung. Das Umlagekataster der land- und forstwirtschaftlichen Berufsgenoffenschaft für das Großherzogtum Heffen für das Jahr 1913 liegt 2 Wochen lang, nämlich vom 31. Juli bis zum 15. August dieses Jahres auf der Bürgermeisterei zur Einsicht der Beteiligten offen. Etwaige Widersprüche dagegen, wie er veranlagt ist, sind innerhalb eines MonatS nach Ablauf der Offenlegungsfrist bei dem Borstande der land- und forstwirtschaftlichen Beruss- genoffenschaft in Darmstadt zu erheben. Später eingehende Widersprüche können keine Benücksichtig, ung mehr finden, tzggg Stockhanseu, den 30. Juli 1914. Großh, Bürgermeisterci Swckhansen. Aochrm. 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