Nr. m Der Slehener Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags. — Beilagen: viermal wöchentlich SithenerHamilienbläNer; zweimal wöchenll.Nreis- blott sürden Ureis Sietzen (Dienstag und Freitag); zweimal monntl. Landwirtschaftliche Zeitsragen Fernsprech - Anschlüsse: für die Redaktion 112, Verlag u. Expedition 51 Adresse sür Depeschen: Anzeiger Gieße». Annahme von Anzeigen iür die Tagesnuunner bis vormittags 9 Uhr. Erster Blatt (64. Jahrgang iehenerAnzeiger General-Anzeiger sür Oberhessen Donnerrtag, (6. Juli 19(4 Bezugspreis: monattich75Pi.,vteriel- jährlich Mt. 2.20; durch Abhole- »u Zweigstellen uwnatlich 65 Pf.; durch diePost Alk. 2.— viertel« jährl. ausschl. Bestell«, Zeilenpreis: lokal 15Pf^ auswärts 20 Bfenniq. Clieiredakteur: 21. Goetz. Verantwortlich sür den polil. Teil: Aug. Goel;; sur .FeliMetonE, .Vermischtes" und^Gercchts» saal": Karl Neurath; iür .Stadl und Land^: Notationrdnlck mid v«rlog der vrühl'schen Uaiv.Svch- und §tti»druck«r«i 8. Lange. Nedattion. Lrpedttion und Vruckerci: Schulftrotze 7. An^igcmest:' H? «-L Eine neue wehroorlage? Reue Steuer- und Monopolplanc. Ir weniger aktuelle Fragen tu dicicr sommerlichen parlamcnkslosen Zeit die Ceffcntlidtfcit bewege», besiv eifriger wird hinter de» Mtiliffcn gearbeitet oder„geparlainen- >elt", wie sich einst der alte Liebknecht anSdrückc Gerüchte über eine neue Wehroorlage, neue Steuern und Monopole, eine eveiitnelle Auslösung des Reichstags schwirren umher. Eine halbe Milliarde siir strategische Zwecke soll im nächsten Winter dem Reichstag abverlangt iverdcic. 3o behauptet wenigstens ein Mitglied des Reuchstags in einer Zuschrift an den Vorwärts, die von der bec uns nie abrcißendeu Frage: Neue Steuern oder nicht 7 auSqeht, Das brauche natürlich nicht notwendigenoecle eine „stiüsrungs- Vorlage" zu sein, aber sie könnte sich doch - uni nur ein Beispiel zu nennen — aus Eisenbahnbautcn beziehen, Diese Vorlage solle eoentuell zur Auflösung des Reichstags benutzt werden. Das M d R, betont, daß cs aus sehr guter Quelle geschöpft habe. Vom bayerischen Kriegsministerium wird diese Darstellung bestritten, doch ist das kein Beweis, daß sie nicht richtig ist. Es scheint auch als bestände ganz ernsthast in Regierungskreiscii die Absicht — oder aber inan steht vor einer Notwcndigleit — neue Steuern zu erfinden, da man wieder Geld benötigt. Eine neue F l o t t c n vorlag e wird sicher kommen und zwar noch vor 'Ablaus dcS Flottengesepes von ‘1900. Es wird schon nicht mehr bestritten, daß in diesem oder spätestens im nächsten Fahre die Marineverwaltung eine Vermehrung der Mannschaften und die Vergrößerung unserer AuSIandsslotte fordern wird. Auch noch andere Aufgaben, die ipit großen «osten verknüpft sind, müssen gelöst werden, da sich Reichstag und Regierung schon aus sie scstgelegt haben:BesoldungSerhöhun- gcn, Ausbesserungen der Altpensionäre, bessere Beleranen- iursorgc und vielleicht eine Herabsetzung der Altersgrenze bei her Invalidenversicherung, Eine Deckung ,ür alle diese Ausgaben ist nicht vorhan den. Der Wehrbeitrag wird kaum inehr bringen als die verlangte Milliarde, 'Mer es gilt noch etwa 200 .Millionen flüssig zu machen ftir fortdauernde Ausgaben des letzten Wehrgcsetzes bis zum Jahre 1917. Man hatte gehofft, — d, h. nicht in RcgierungSkrejsen! — daß der Wehrbeitrag 1 200 Millionen ergeben wurde, Tann wäre diese Sorge nicht nötig geivesen. Man hofft setzt Deching zü finden durch das Rennwettgesetz, ein Zigarren und Zigarettesi- monopol. Ein parlamentarischer Optimist rechnet schon in einem süddeutsclhcn Zcntrumsblatte aus, das Zigarettcn- monopol werde dem Staate IM Millionen jährlich bringen! Dann macht er noch eine interessante Andeutung, indem er jagt, eS schwebten Vorarbeiten sür ein weit wichtigeres Monopol einer Materie, deren Besteuerung der Reichstag schon früher abgelehnt habe. Hiermit kann weiter nichts gemeint sein als das Branntwein-Monopol, das Fürst Bülow 1908 mit seinem Steucrbukett dem Reichspa rla- meut überreichte. In unterrichteten Berliner Kreisen wird bestätigt, daß tatsächlich dieser Plan im Reichsschatzamt eifrig bearbeitet wird, aber man fügt pessimistisch Hinz», der neue Gesetzentwurf werde noch viel mehr die Inter, essen der agrarischen Spirituszentralc wahrnehmcn, als der Entwurf von 1908, Auch wird zugegeben, daß man verschiedene andere Monopvlpläne in den Kreis der Erörterungen einbezogcn hat. Sind so die Aussichten sür den deutschen SIcuerzalster nicht sehr rosig, so dürsten doch die Leute, die von einer im Herbst bcoorstchenden Reichstagsauslösung orakeln, völlig unrecht haben. Auch in Rcgicrungskrcisen wird ein gesehen, das; man an der langen und zum Teil unfruchtbaren letzten Session des Reichstags initschuldig rst. und man will in diesem Herbst neue Wege finden, um ein ersprießliches Zusammenarbeiten zwischen Regierung und Par lamcnt zu erzielen. Vor allem sollen neue Vorlagen nach einem vom Bundesrat und Scnwrcnkonvent gemeinsam zu bestimmenden Arbeitsplan dem Plenum vörgelegt werden, Man glaubt dadurch eine bessere Verteilung und schnellere Erledigung in den Kommissionen zu erzielen. Bei seinem Zusammentritt soll der Reichstag schon eine Liste der Regierungswünsche vorsrnden, deren Verabschiedung die Regierung als dringend betrachtet. Das sind imnicrhin Zeichen von gutem Willen und Anfänge einer Besserung, die wieder der Reichstag unterstützen könnte durch eine Einschränkung der jetzt geradezu endlosen Etats- dcbattcn. Im Zusanimenltang mit den neuen Steuerplänen und den sonst zu erwartcichen Gesetzentwürfen muß noch hcrvorgchoben werden, daß die Ultrakonjcrvotivcn ein leb lpiltes Kesseltreiben gegen den Reichskanzler beginne», weil er den Reichssäckelmeister Kühn und den Staatssekretär de.s Auswärtigen zu Mitgliedern des preußi scheu Staatsmcnisteriums gemocht hat. Die „Kons. Korr," ivendet sich heilig gegen Herrn v, Bethmann, da nun schon fünf Staatssekretäre dem preußischen Ministerium angehören und „die Reichsstimmen den preußischen säst die Wage halten!" Man sicht, die Konservativen habe» Angst um ihre Vorteile, Ter Kanzler wird sich aber durch diese Treibereien nicht verblüffen lassen. Man kann den konservativen Zorn ja verstehen : Denn man darf annchmen, daß Herr v, Bethmann seine Stellung als Reichskanzler, die in der letzten Zeit nicht gebührend gewürdigt wurde, auch als Präsident des preußischen Ministeriums stärker betonen will. Das ist anerkennend' zu begriißcn, weil nur so den ostelbischen Bestrebungen, die reaktionäre Welle noch mehr zu verstärken, ein wirksamer Tamm entgegengesetzt werden kann. Zraittreich. Poincaräs Abreise verschoben, Paris, 15. Juli, T ie Abreise des Präsidenten Poincare nach Rußland, die auf heute vormittag 11,20 Uhr festgesetzt war, wird, falls Kammer und Senat im Lause des Vormittag» betreffend des BudgclS nicht einig werden sollten, eine kleine Verzögerung erfahren. Man hält eS für inöglich, daß der Präsident der Republik seine Reise deshalb erst morgen früh antrcten könne. In dicsenr Falle lverde er sich statt nach Cherbourg nach, Dünkirchen begeben, um sich von dort nach Kronstadt cinzuschrffen. Die Beratungen der Kammer. Die französische Kammer nahm in der Nacht- sitzkPg die direkten Steuern sür 191,5 an, zugleich mit einer Entschließung, wodurch die Regierung ansgesordert wird, bei der im Oktober beginnenden Session eine Vorlage einzubringen, beireffend die Herabsetzung der Personal-, Mobiliar , Tür- und Fcnslersteucr im entsprechenden Verhältnis zum Ergebnis der Einkommensteuer, Paris, 15, Juli, Ter »ationali iichc Abgeordnete Tr > ant führte aus. baß der Feldzug, tvelcher ilb vorbereitete. daraus abziele, eine» W e rtt f c 1 i m Oberkommando hcrbmimibrcn und an diele Stelle eine politisch-militärisch- kliguc zu setzen, General Pedova, erklärte Triam, bat mir forbcit ganz ansrltblig ge tagt: wir wollen General Fosirc durch General Sarrail ersetzin. : Widerspruch rechts, Pedova rnlt: Fa! Lebhafter Beitall link? »Nb Lärnt, Rechts wird gerufen: Angeber! Denunziant!) Triam dielt daraus eine temperamentvolle Lobrede ans Iossre, der seit drei Jahren methodisch »tid konseguenl gearbeitet bade. Er schloß: Wir ioollen nicht, daß Iosire durch eine» Politiker ersetzt wird, der seit Fahren die Armee verfolgt bat, Beisall rechts, Wider- ivruch links Andrö Lesevrc erklärte, piß der ungenügende Instand de-- MalerialS von den ungenügenden Krediten derkäme. Es ist unzulässig, sagte er, einzelne Beamte zu beschuldigen, Rich- - ilg ist, dost das Land seit 15 Fahren nicht die iür die Verteidigung notwendigen Opfer bewilligte, KriegSminister Messt mp ersuchte die Kammer, sich nicht in persönlichen Fragen z» verlieren. Er versprach die sreizügigslc und lonalste Mitivirkung bei der Kontrolle über die Aiiwendung der- neiibcwilligtcn Kredite, iBcisall links,) Präsident Tcschanel machte daraus ausmerksam, daß Pedova seinen Resolution» an trag zurückgezogen babe und daß die Tagesordnung erschöpft sei Finanznnnistrr Nou» lenS beantragte, das Budget an den Senat zurückzuoerweyen, Die Kammer nahm dann mit 513 gegen 244 Stimmen entgegen dem Beschluß des^ Senats den Artikel des Einkommensteuerenlwuris. der voii Einschätzung iiach dem Tode handelt, an, TaS gesamte Budget wurde schließlich mit 378 gegen 103 Stimmen angenommen, Heute findet noch eine Nachmittagssitzung statt. Nachdem Senat und Kammer nach längerer Beratung über olle Punkte des Budgets einig geworden ivacen, verlas deute abend kurz vor 8 Uhr der Iustlzminister Bjenvcnu-Martcn im Senat und Minister de» Fnnern Malvy in der Kammer dos Dekret über tut Schließung der Session, Finanzminister Noulens legte aus dem Bureau der Kammer das Budget sür 1915 nieder. Die „Enlhiilliingen" und die Presse, Paris, 15, Juli, Auch die gestrige Senalsaussprach« wird in der Presse eifrig erörtert und von den Blättern der einzelnen Parteien zumeist zu scharfen Angriffen gegen die politischen Gegner benutzt. Das nationalistische „Echo de Pari»" sagt: „Es ist zu töricht, wenn die Radikalen die Schuld für die enthülllen Zustände aus die Bureaus des KricgSmiiiisteriumS uud den lßeneralstad abwülzen wollen. lieber diesen steht der veranttvorlltche Minister, Tas Land kennt nun dicicnigen, welche dresc beängstigende Lage geschaffen haben: das sind die P o l i t i k c r des Eombismus, das sind die geeinigten Radikalen, die sich dem TreisabrcSsnstcm widersetzt haben und die unab- weiSlichcn Kredite für die Wiederherstellung unseres Kriegsmaterials verweigern, — Der „Figar o" bemerkt, daß der Kriegsminister Messimy an den gegenwärtigen Zuständen mitschuldig sei: habe er doch im Fabre 1908 als Berichterstatter für das Kriegsbndget geschrieben, daß eS ein Wahnsinn wäre, die militärischen Anstrengungen Denffch- lands blindlings nachzuahmen, und verlang!, daß das Kriegsbndgct möglichst eingeschränkt werde. Man dürfe nicht zögern, habe Messimy damals erklärt, alljährlich etliche 10 Millionen vom K ricgsbubget wegzu nehmen, um sie Schutzmaßnahmen gegen Krank- heit und Tod zu Ividmen, — Ianres schreibt in der „Human ile": Was das Kchlimmste und Traurigste an den „Enthüllungen" HumbertS ist, das ist die Tatsache, daß sie in Wirklichleit keine En thüllungen sind. Seit langem ZpaziergSige durch die Gewerdeausstellung. VIII. Die sich immer höher entiöiclelnbe Kultur stellt auch immer höhere Ausgaben: dem ernsten Besucher unserer Ausstellung begegnen aui Schritt und Tritt Beispiele genug, nicht ,um wenigsten, wenn er sich Zeit und Mühe nimmt zum Studium der Wähnungs- kunkt, die uns die Architekten vor Augen zu führen besttebt ivaren, Baukunst und Baustil wiegeln so recht eigentlich den geistigen Kulrurstand eines Volkes und einer Zeit under, wr er sich aus Sitte, Religion und Bedürfnis ünd zugleich aus dem zur Verfügung stehenden Baumaterial zu einer in sich fertigen Form herausgebtldtt hat. Wir hatten bereits Gelegenheit, in unserer letzten Besprechung über die Gewcrbcausstellung (VI1 aut die hervorragende» Arbeiten von Architekt HanS Meyer Gieße»' hinzuweiscn und wollen im folgenden nun im zweiten Obcrgetchoß des Hauptgebäudes die Zimmer der Reihe nach durchwandern und mit Kämpfer »nd Wissenbach, Architekten in tzanau-Keiselstadt begrünen: — sie zeigen uns durch zahlreiche Amcarelle und Photographien EigenhauSanlagcn, Beispiele und Gegenbeispiele von -Wohnungseinrichtungen, Reihenhäuser und einen Plan sür die Kolonie von Emiamilcenwoknhäuscrn, Hieran schließt sich: Gemcindebauweien der kreise der Provinz Oberhessen unter Leitung der Großherzoglicheil Bauinsycktoren, Vertreten ist der Kreis S dt o 11 c n mit zwölf photographischen Abbildungen von Schul' und Psarrbäusecn, während der Kreis Büdingen die altbekannte Straßenbrücke, eine Innenauinahme des Rathaussääles, beides in Büdingen selbst, ein Schul Haus in Hainbach und anderes — im ganzen sechs große Photographien — ansstellt. Der Kreis Fried- bcrg betätigt sich ebenfalls mit Schul- und Rathäusern in gefälliger Form, — Vor den an den Wänden hängenden Bildern sind lange Tische angebracht, aui denen Mavven liegen, mit Plänen vom Gemeinde-Bauwesen Kreis Gießen, d, h, von schul- und Pfarrhäusern, einem Pacibaus, der Novelle der Provinzial-Sicchen Anstalt und einer Klcinkindcrschulc, - Eine sehr große Mappe enthält Photographie» von den Hochbehältern in Reiskirchcn und Watzenbvrn-Stcinbcrg, dent Pumpenhaus in Kesselbach, neun Schulhäusern, der Kapelle in sAllcttshausrn und der kreiscibdcckciei; hierher gehören auch noch Photographien über Transsmmai Stationen nttö eine graste Mappe mit Plänen von den Friedhöfen i» StoclHausen, Staufenberg, Rabertshausen, Laoten, Beuern und Geilshausen, sowie ein Platt der Platzanloge iür Hungen vor der neuen Schule. Die Kreise Alsfeld und Lanterbach ltc- ieiligcn sich mit vorzüglichen Pboiographien von Lchul- und anderen Häusern sowie mit zahlreichen Plänen in Mappen, Wir verlassen den Raum und finden draußen an der Wand im Gang.F, Reuter, Baumeister und H, Reuter, Architekt, beide in Lauterbach mit einer große» Zahl von Photographien und Plänen verireren; besonders beachtenswert sind Billen, Arbeiler- und Forstmarthäufer und cm sehr schönes Trcppenhaussenster in der Billa Tichm zu Lauterbach, Wir begegnen bei diesen beiden Architekien auch erstmals einem sehr hübschen und genau gearbeiteten Modell mit Plänen eines sür vier Familien bestimmteit Arbeiter-Wohnhauses — der Firma R, u, M. Wcgener Blitzenrod gehörend —. und ser ner einem Modell der Forstmeister-Dienstwohnung zu Weißenbach in Untersianken, geräumig und sehr oraktiich konstruiert, mit Stallung. Gemüsegarten usw, — Letzteres im Besitz des Freiherr» von Thüngen, Ter nächste Raum ist der Dcutichen Freien Architektenschast, Zweigverein Giesen, reserviert: außer Konkurrenz! Links und rechts vom Eingang hat Gustav Hamann, Architekt in Gießen, interessante Photographien und Pläne über Architektur, Fnnen- Ausbau, Kunstgewerbe und Gartenbau ausgestellt: ihm schließt sich nach links an: Ernst Schmidt mit hübschen Federzeichnungen, Photographien und Aatwrellen, und ein Weitbewerb-Entwurs der Moselbrücke in Trier als Aauarell mit vorzüglicher Per spcktivc. Es folgt: Th, Nicolaus, Architekt mit besonders großen Äauarellen, dann: L, Rohrbacd, Architekt ln Alsfeld mit Poto- graphicn und Pläne», Tann: Christian, Karl Freundlich iFried- berg mit Photographien non Villen und Plänen: lehr beachiens wert ist sein Neubau eines Schuhgeschäfts von Ehrlich in Frfcd- berg, seine Modesl-Pboiographien und seine Innen Architektur, Tie Architekten Fifcher und Zipp -Gieße» treten mit dem Umbau der alten Klinik, Wettbewerb Rathaus Gießen als Schaubild mit Kennwott,„Frühlina" lürvvr, ebenia mit Photograpltzcii von Grabdenkmälern, Geschäfts- »nd Fonthäuiern u. a, m, Herr Koäerdcck zeigt uns das stimmungsvolle Innere einer Kirche und diven'e andere -Bauten und führt uns ein in das Reich der Skizzen, Einen eigenen Raum Hai Regierungsbaumeister a, T, Karl Schön, Architekt B, T, A, n»d T, W, B, belegt, zweifellos die größte Ausstellimg unter seinen Fachgenossen, Mit viel Sorgfalt und Fleiß in eigener Werkstatt gefertigte Modelle fallen icdem Besucher sofort aus: zunächst Pläne und Modelle von der Schule und dem Friedhosshäuschen in Bobenhain, dann ein Modell und Entwurf der Außen-Ausicht des Wohnhauses von Frau Dr, Kempsk ^Gießen, dazu Phkographien der Innen-Einrichtung aus diesem Hause, Vom Ausbau der Domäne Schiffcnberg legen drei große Photograpkien beredtes Zeugnis ab. Zwei sehr geschmackvolle Muster-Kacheln eines bunten Kachelofens iit der Halle eines Herr ichaitshauses hängen zusammen mit der Photographie dieses Ofens au der Wand, Auel; der Kachelofen in der Hesienkneive und Pläne sowie Entwurf und Modell eines Wohnhauses in Güttingen sind zu sehen. Ferner verschiedene Phocograpbien, darunter ein reizendes Jagdhaus ..Rehsclde" in der Hohen .Kühnsdorier Heide, das als Modell in der Mitte des Zimmers Platz gefunden hat. Auch eine Innen-Anncht von „Rehielde" läßt die Behaglichkeit und oraktischc Anordnung in beschränktem Raume erkennen. Bon ?lrchitekt Schön stammt weiter das noohl vielen Gceßenern bekannte, neue Wohnhaus, im Besitz von Professor Tr, vot, Eicken: wenn man das Modell siebt, glaubt man nicht in der Ausstellung, sondern var dem Hause selbst in der Friedrichstraße Nr, 37 zu stekeii, so natürlich und bekannt tritt es in die Erscheinung, Auch Pläne und Pb-oiographicn der sehr geschmarkvollei, „nd neuzeil- lichc» Innen-Einrichtung dieses Hauses vcranichauliche» das Ganze, Ferner führt uns eine größere Anzahl ausgezeichneter Photographien die Heil- und Pflege Anstalt in Gießen vor Angen: so die Flurhallc in der Verwaltung, einzelne Gebäude oder mehrera zusammen, die Direktor-Wohnung und die Kapelle, Einen ganzen Komplet: von Mödellen bilden die Neubauten aus dem Rittergut Menüisch-Ahlsdori im Regierungsbezirk Merseburg, Frau Di Georg von Siemens-Berlin gehörend Erklärende Pläne über Eisiellerbau -Stalle sind bei gesüßt, Ebenio Pläne und Modelle des Kammergutes Reinsdorf in der Mark mit Gemeindehaus und Kleinkindcrichulc, Dopvelnwhnhaus, Beamten- wohmingeu, Arbeiterhäuieni sür zwei icnd vier Familien — alles im Besitz von Frau van Siemens. Ermähnt sei auch der behagliche Kamin-Oscn mit Holzbank im Schön'schen Zimmer, KreiSittaßenmcister Mohr zeigt uns Weitbewerdsentwurte kür eine Schule in Fulda und für die Baugenoiicnichgst des Evanz Arbeitervereins, Von Bauiechniker Senßselder finden ioir ctit giu gelungenes Modell einer bäuerlichen Hoireike mit Grundriß in Alten-Buieck, Von allgemeinem — und für Landwirte von beiowdercm Interesse sind die von den kulturiechnikern Reitz und Roos aiisgestellten Reliefs einer Gemarkung vor und nach der Feldbereiniguug, Tic beiden Reliris iind räumlich und landfchastlich ganz gleich: das Tori ist aui beiden in der Mitte gelegen, verfügte vor der Bereinigung über' 16430 Meter und nach derselben über nur noch 5195 Meter Feldwege, die Tinerenz ist also zu Aäerland geworden, Waren früher 5807 Parzellen vorhanden, io kommen nach der Zusammenlegung nur noch 1351 in Betracht, dis bedeutet z, B, iür einen der beteiligten Landwirte, daß er statt seiner trühecen 71 Parzellen jetzt nur upch deren 9 zu bewirtschaften hat. Ter Vorteil liegt auf der Hand: cs ist klar, daß ivenige und größere Parzellen leichter und ertragsreicher zu bebauen iind und mit weniger Zeitverlust als so und io viele, die zerstreut in der Gemarkung liegen: diö Feldbereinignng wirb daher auch von den meisten Gemeinden angcsttebt und durchgeisthrt. Es folgt noch: Leornhard Kraft, Architekt, B, D, A, -Bad- Nauheim , Auch er stellt vorzügliche Modelle zur Schau, die an Größe alle anderen übertreffen, und zwar sehen wir das Iohanni- terkrankenhaus in Nieder-Weisel, die Kinderheclstäite Elisabeth- Haus in iBad-Nauheim, ein Waiserturmproiekt als^Aouarell, Photv- aravhien der Tamvnväiche ,md die Billa Lchautnsland als Modell, beide in Bad-Nauhcim. Wir verlassen niete lehrreiche Abteilung der Gewerbe-AnS- Itellung und wünschen den 'Ausstellern Ivic den Fittercsjciiten gleich guten Erfolg für die Zukiinsl. >H iuu ^euiiuuuu uu|(ut 'ot r t e 11> i y an gsn> Il- tel Mannt. Bor einem Jahre schon mußte man alle diese Mangel oingestehen, nl» man vom Budgetausschuß einen außerordentliche» »redii verlangte. Schon bemüht man sich, die furchtbare» Enthüllungen gegen die Demokratie und gegen die Republik auszubeuten, diese Enthüllungen, durch welche die militärischen und chauvinistischen Zlückschrittler lür immer diskreditiert werden sollten. Nicht die Millionen haben geiehlt, sondern die Ideen und die Kopse. Man l«t in Paris die albernen Zapfenstreiche einge- iuhrt und auscls lene plumpen Vorurteile entfesselt, denen das Drerjahrgesetz seinen Ursprung verdankt. Und ltente wird man aus Frankreich zwei weitere Milliarden herauspresjeu. um es für die begangenen Dummheiten zu bestrafen Aber ine Stunde der Rechnungslegung wird bald schlagen." — Elemeneean schreibt im „Hamme libre": „Wie kommt es, daß ein einfacher Parlamentarier uns diese unheilvolle Lage enthüllt hat, anstatt die Kriegs- minister, die auseinander folgten? Wie unsagbar traurig ist es,' daß der gegenwärtige Kriegsminister genötigt ist, in kläglicher Weise nach Entschuldigungen für unverzeihliche Nachlässigkeiten zu suchen?" Aus Albanien. Wien, 15. Juli. Tie Albanische Korrespondenz meldet aus Monastir: Die Eviroten haben Biglischta beseht und die Einwohner entwaffnet. _ Janina, 15. Juli lAgenee Havas.) Tie Stadt Teveleni ist von den epirotischen Bataillonen beseht wachen, die einem Angriff der albanischen Ausständigen aus die Stadt zuvorkommen wollten. Aus StaSt «nv Land, (Siegen. 16. Juli 1914. "Tageskalender lür Donnerstag, 16. Juli: Steins äs a r t e » : Abends 8)4 Uhr: 5. Sl b o n n e m e n t i • S o n j e r t der Negimenlskapelle. , ** Die Veranlagung des Wehrbeitrags in Hessen kann in der Hauptsache als beendet angesehen werden. Das Ergebnis stellt sich nach amtlicher Bekannt- ttiachung insgesamt auf rund 16 000 000 Mk. und verteilt sich wie folgt auf die einzelnen Veranlagunqs-sFinanzamts-) Bezirke: Alsfeld 140949 Mk., Büdingen 233908 Mk.. Buß- bach 138072 Mk., Friedberg 795 201 Mk. 0) i e tz e n 916 878 Mark, Grünberg 56697 Mk. Homberg 42876 Ml., Hungen 358806 Mk., Lauterbach 109 365 Mk, Nidda 102 972 Mk , Schotten 32061 Mk., Beerfelden 49 917 Mk, Tarmstadt I 35534lXl Mk., Darmstadt II 187 725 Mk, Dieburg 113 601 Mark, Fürth 128 049 Mk, Groß-Gerau 149 205 Mk., Heppenheim 68256 Mk, Höchst 50 909 Mk., Langen 14,188 Mk, Michelstadt 226959 Mk Offenbach I 1 728 783 Mk., Offen- dach II 97 488 Mk, Reinheini 86139 Mk, Seligenstadt 38 925 Mk.. Zwingenberg 476 235 Mk., Alzey 207108 Mk., Bingen 357 210 Mk. Mainz I 2372 529 Mk. Mainz II 217 617 Mk, Mainz III 453 700 Mk, Ober-Jngeiheim 134373 Mark, Oppenheim 202 068 Ml, Osthofen 159855 Mk, Wörrstadt 68589 Mk., Worms I 1686 738 Mk, Worms II 163 455 Mark. •* Aus dein Schuldienste. Uebertragen ivurde der Schulamisaspirantm Eva Busch ouS Ober-Mörlen, Kreis Friedberg, eine Lehrerinstelle an der VolkSschnle daselbst. " Kaisermanöver. Der König von Italien wird der Einladung deS Kaiser- zu den Käiscrmonövern Folge I'iftcn. Der König mit Gefolge wird kurz vor Beginn der ik iiserwanöver in Bad Homburg einireffen und in dem Hom- rnrgrr Schlosse als Gast des Kaisers Wohnung nehmen. »* Eine größere militärische Hebung findet in diesen Tagen in dem Gelände zwischen Großen-Linden, Wetzlar und Butzbach statt. Es uebwen daran Teile der 21. Kavallerie^Brigade, die llnteroffizierschule Wetzlar, die Butzbacher und Gießener Garnison teil. In der Nähe von Klein-Linden findet großes Biwak statt. Ein Metzger aus Klein-Linden ist mit der Lieferung zweier lebender Schlachtschweine beauftragt worden. " Gewerbe-Ausstellung. In den letzten Tagen wurde die Ausstellung fleißig von Landwirten und Schulen besucht; so war in großer Zahl der Landwirtschaftliche Verein des Regierungsbezirks Wiesbaden gestern vertreten. — Um die segensreiche Tätigkeit des roten Kreuzes zu fördern, vor allein »m dem hiesigen Verein Mittel zu beschossen, die im Falle einer Mobilmachung sofort Verwendung finden können, hat der AuSstellimgSvorstand, einer Anregung folgend, Samstag, den 25. Juli, einen Roten-Krenz-Tag eingeschaltet, dessen Ertrag dem hiesigen Roten-Kreuz-Verein zufließcn soll. Es ist beschlossen, vormittags, nachiiiittags und abends Konzerte abznhalten, aber von basarähnlichen Deranstaltwige,, abzusehcn. Als Eintrittspreise werden auf alle Dauer- und Beikarten je 20 Pfg. »»d aus Arbeiterkarten je 10 Psg. erhoben. Mitglieder von auswärtigen Kriegervereinen und ihre Angehörigen zahlen bei vorheriger Anmeldung 50 Pfg. Für andere Besucher gelten die üblichen Tagespreise 70 Pfg. für die Person. "Die Aillageiimusik findet infolge Verhinderung der Regimentskapelle am Sonntag, den 19. Juli bei gutem Wetter morgen Freilag abend um 7 Uhr statt. Ter Spiel- plan ist folgender: 1. Hesse Darmstädter sain mir! 2. Luvcr- türe^ur Operette: „Die Irrfahrt ums Glück", Fr. v. Suppe. 3. „So recht von Herzen gern", Mazurka-Eapri.ee, P. Eim. 4. Auf zum Nordpol! Marsch, Fr. Meister. »»Wissenschaft licheHoöb-fahrtdesVereins für Luftfahrt in Gießen. Tie im vorigen Jahre von den Herren Privatdozent Tr. A. Peppler-Gießen uud- Dr. K. S t u ch t e h-Marburg .begonnenen Hochsahrten, bei denen, wie den Lesern des Gießener Anzeigers noch erinnerlich, Höhen von 8000 Metern erreicht wurden, werden in den nächsten Tage» bei günstiger Witterung fortgesetzt. Der Verein für Lustfahrt in Gießen hat durchseinen Vorsitzenden, Herrn Pros. Dr. W. König, das Protektorat über die Fahrten übernommen. Durch die Bemühungen des Herrn Geheimen Regierungsrats Prof. Dr. R. A ß m a n n - Gießen ist es gelungen, den neuen 2200 Kubikmeter fassenden Ballon ,,Heinrich Hertz", dessen Eigentümer Baron Krupp von Bohlen-Halb ach ist, für die Hochsahrten kostenlos zu erhalten. Ta im Interesse der wissenschaftlichen Messungen Höhen über 8000 Meter erreicht werden müssen, war es leider nicht möglich, mit dem Ballon „Gießen", der nur 1680 äubik- rneter faßt, zu fahren. Zurzeit existieren in Deutschland nur 9 Ballone von 2200 Kubikmeter Inhalt, von denen 7 ein Alter über 5 Jahre haben, also für Hochfahrt nicht mehr dicht genug find. In Frage kamen nur noch die Ballone „Metzeler" und „Heinrich Hertz". Der berühmte Höhen- Weltrekord von Süring und Bouson bis 10 800 Meter wurde mit einem 5400-Kubikmcter-Ballon ausgestellt, kann also bet den heutigen Ballongrößen ntcht annähernd erreicht werde». Der Atademische Wartburgduud zOrisgrupve Gictzeni veranstaltete am Dienstag abend eine Versammlung. in der Professor Dr. Srbian einen Vortrag hielt über: „Die gegenwärtige Kirche »auskrittsbewegung und die Gebildete n". Kirchenaustrttte von einer christlichen Ge- meinlchast in die andere, so führte er, aus. hat es zu allen Zeiten gegebcii. erst seit Mitte de? 19. Jahrhunderts auch zur Konscinons- losigkeu. Die Jahre um die Jahrhundertwende bis 1912 zeigen ein Hin- und Hertluten der Austritts,iffer 'Dock kann von einer wirkliiben Bewegung erst im Jahre 1913 die Rede sein, denn sie war „gemacht" Allein in Berlin kehrten etwa 20000 der Kirche den Rücken. Auch die tatholüche Kirche iß nicht ganz unbeteiligt. Der Gesamtverlust der evangel. Kirche von 1906—1913 beträgt /ungefähr 110 000 Seelen bei einer Bevölkerungsfchichi von 40 Millionen evangelischer Christen Deutschlands. Bedenken wir, daß die 40 Millionen Evangelischer vom 14. Lebensiahre ohne weiteres dos Recht haben, aus ihrer Kirche auszuireten, io ist die Zahl der Austritte doch klein zu nennen. Noch günstiger stellen sich die Verhältnisse, wenn man bedenkt, daß den Austritten auch Eintritte in die Kirche gegcnüberstehen. So allein im Jahre 1911 bei 17 000 Austritten 10 300 Einttitte. Nicht alle Austritte sind immer solche zur KonsessionSlosigleit. ein großer Teil ist aus die Werbearbeit der Sekten und der katholischen Kirche zu setzen. Die meisten Eintrerenden kommen aus der katholischen Kirche. Die Austritte im Jahre 1913 sind fast durchweg solche zur Konfessionslosigkeit. Ganz in der Stille bereitet das Komitee Koni- seiiionslos den Angriif auf die Kirche vor. Eine Anzahl Austritts- etklätungen wurden zunächst gesammelt, um dann durch Massenetklärung Stimmung zum Austritt zu. machen. Ter Eriolg. zumal bei den Gebildeten, kann als gänzlich Mißlungen bezeichnet! werden. Nun wandte man sich an die „Massen" und paktierte mil der Sorialdemokratie. in erster Linie mit Liebknecht und Peus. Ter Vorstand nabm ossiziell von einer Begünsttgung der Bewegung Abstand, da Ibm durch dar Erfurter Programm, das die Religion zur Drivaisache macht, geboten war, sich zurückzu- halten. Durch Massenagnation luchte man zu wirken. Am meislen versvrach man sich von Kirchenaustrittsversammlun- ae n, wie sie am 20. November gleich an 12 verschiedenen Stellen Berlins veranstaltet wurden. Auch am Kirchewonntag und am 13. Januar landen wieder 12 Versammlungen statt Wohl Hot man mit „Wiüenschist" reichlich um ilch geworfen, aber sie mußte naturnolwendigerwen'e ohne Eindruck aus die Gebildeten bleiben. Die denkbar niedrigsten Mittel, deren man sich bediente, veriehlten andererseits aut die Radaumassen ihren beabsichtigten Eindruck nickt. — Tie Gründe zu jener Kirchenflucht sind verschiedener Art. Zunackit die Steuermüdigkeit. Vielleicht empfand man auch gewisse Einrichtungen der Kirche als unsozial, io das Vermieten von Kirchenstühlen, vielleicht cntbcbrten auch manche Amtshandlungen der Pfarrer des nötigen Takts. Ein nicht zu untcrschäsender Faktor ist der Haß gegen den Staat. Man honte mit dem Austtitt aus der mit dem Staate verbundenen Landes- lircke diesen selbst zu treffen. Weiterhin maßgebend dürste die Gleichgültigkeit gegen die Religion gewesen sein. Von all diese» Gründen durste für die Gebildeten nur der letzte zugkräitig sein. Doch im Gegensatz dazu findet sich icho» heute unter ibiien mehr Verständnis und Interesse für Kirche^ und Theologie. Selbst bis in die Kreise der revisionistischen Sozialdemv- kräiie hinein ist das spürbar, wo man sich nicht scheut, der Lebensireudigkeit und dem Slerbenstrost des Christentums das Wort zu reden Mit einem Avpell an die Gebildeten in der Beurteilung der christlichen Religion richtig zu leben und richtig zu iinden. schloß Proiessor O. Dr. Sckian seine mit Beiiall ous- genommene Darlegung. Eine Aussprache schloß sich an, an der sich u. a. Proiessor Tr. Bogt beteiligte. K. R. "Die Vieh markte in Gießen finden wegen der herrschenden Senchengcsahr bis aus weiteres nicht mehr statt. *» D i c Viehmärkte für das Jahr 1915 sind wie folgt festgesetzt worden: an dem Datum mit Kreuz findet gleichzeitig ein Krämermarkt ans Oswalds-Garten statt: Januar 5. und 6., 19. und 20.; Februar 2. und 3., 16. und 17.: März 2. und 3., 23. und 24.4 imn 24. März Ps erdemarkt: ..April 13., 27. und 28.4; Mai 11. Uitd 12.4. 25. und 26.; Juni 8., 22. und 23.4: Juli 6. und 7.4, 20: und 21.: August 3. und 4.4, 17. und 18., 31. und September 1.4, 14. und 15., 28. und 29.f (29. September Pferde markt); Oktober 19. und 20.4; November 2. und 3.4, 16. und 17.4, 30. und T e z c m b e r 1., 14. u. 15.4. »» Das Gewitter, das gestern nachmittag die ersehnte Abkühlung brachte, ging vorüber, ohne emen ernsten Charakter anzunchmen. Anders im Voriaunuslandc, dos abermals von einem furchtbaren Unwetter mit verheerenden Blitzschläaen und wol- lenbruckartigen Niederschläge» peimgesücht wurde. In Trars- M unzenberg hagelte es sehr stark. Vom Hagelschlag wurden auch die Felder Fricdbcrgs verwüstet. " Vons Hitzschlag getroffen. Ein Versicherungsagent ans Gießen, der am Dienstag in Begleitung eines Marburgcr Agenten von Cyriaxweimar nach Niederweimar ging, beklagte fich plötzlich über Unwohlsein und stürzte zn Boden. Ein Hitzschlag halte seinem Leben ein Ende bereitet. ** Ein Doppeldecker überflog heute morgen 9>/, Uhr Gießen in der Richtung nach Marburg. "Ausbau vornehmer Läden. Der Umbau der Ladenlokalc in moderner Art vollzieht sich am Selierswcg in einem recht erfreulichen Maßslabc. In dem Straßenzug. der den HauptgeschästSverkchr der Stadt vermittelt, kann auch selbst der Geschäftsluann, der am althergebrachten hängt, nicht mehr zurückstehcn gegenüber seiner Nachbarschaft und der Konkurrenz. Daher erklärt es sich, daß der Scliersweg in den letzten Jahre» durch Neubauten mit modernen Läden oder durch Umbauten ein großstädtisches Ansehen erhalten hat. Es scheint auch, als wenn sich der immerhin nicht bedeutende Geldaufwand für die zeitgemäßere Ausmachnng der Läden einigerniaßen bezahlt macht. Zu wünschen wäre cs, daß nun endlich zwischen Kreuzplatz und Maigasse der Seltcrsweg verbreitert wird, um hier ausreichend Platz zu schaffen für den sich von Jahr z» Jahr steigernden Geschäftsverkehr, der an dieser Stelle durch die Straßenbahn lebensgefährlich geworden ist. »» Eine S o l da t e n f a m i l i e. Aus dem Cronbcrg benachbarten Krontbal dient augenblicklich der ftcbentc Sohn des BrunncnmeisterS Paul Schneider beim Militär. 1897 trat der älteste Sohn Wilhelm beim 3. Fußarttllerie-Regiment »in, 1900 der zweite Tohn Fritz in das Infanterie-Regiment 166. 1902 der dritte Sohn Karl in das Jntanteric-Regnncnt 177, 1906 der vierte Sohn Eduard in das Jnfanterie-Regüneni 171, 1907 der füm'tc Sohn Adolf in das I » f a n t e r - R c g. 116, 1910 der sechste Sohn?>aul ln das Jnfantcric-RegiinsNt W „nd jetzt trat der jüngste und 'siebent' Sobn Heinrich ebenfalls in dar 88. Jnsantcric-Rearment ein. Der Vater dieser sieben Solbalen bat selbst des Königs Rock getragen unö 1870—71 den Feldzug gegen Frankreich mitgcmacht. »» Tic silberne Hochzeit feiern am Freitag Zugführer Heinr. Bender und Frau, Johanna, geb. Lehrmund. »» 2 5jähriges Tienstjubiläum feierte heute der Polstcrcrmeistcr der Hofmöbeliabrik Th. Brück, Herr P. H k n n i q , und wurde durch die Firma und die Angestellten mit Geschenken bedacht. ** Arundstücksvcrkchr. Grundstücke zu B c r g h c i m, die aus den Namen des Heinrich H o i II. und seiner Ehefrau Marie Emma ged Jüngling in Bergheim eingetragen waren, sollen Montag, den 28 September 1914, vormittags 9 Uhr, aut dem Ortsgericht Bergheim anteilmäßig, d. b die dem Ehemann gehörende Halite. im Wege der Zwangsvollstreckung versteigert wer den. Ter Berstesgerungsvermcrk ist am 17. Juni 1914 in das Grundbuch eingetragen worden »» Güterrechtsregister Kauimann Leovold Keller und dessen Ehefrau Clementine gib. Stern in Fried b erg, und Lolomotiviunrer Heiiiruh voller UIIV reuen Eueuau Lina aep. Holler zu Frlkdbc.g.Fauccbach lmdcn Ecrungenichaslsgemeimchaltt vereinbart. Landkreis Gießen. — Obbornhofen, 16. Juli. Am l. August wird ins dem Orte Obbornhosen i Kreis Gießern unter Aushebung der' Posihilsstclle eine Postagentur eingerichtet. Tie neue: Postanstalt erhält die Bezeichnung Obbornhofen (®et* terau). Kreis Büdingen H. B üd in g e n, 14. Juli G e mei n d c ra t s s i tzung. Das Kreisamt hat zum Boranicktag der Gemeinde Büdingen Revr- sionsbemerkungen erhoben, die vom Gemernderot geprüft unp wozu die Abänderungen im Voranschlag beschlossen werden. 9lur der Bemerkung aus Erhöhung der Umlage um 3000 Mk. wird nicht zugestimmt, sondern beschlossen, daß die Umlage in der Hübe von 107 000 Mk.. wie bereits genehmigt illr 1914, bestehen bleiben solle. — Der Verttag mit Karussetibesitzer Ernichütz über Vergebung des Platzes zur Ausstellung des Karussells bei den beiden Jahrmärkten ist abgelaufen. Me weitere Vergebung aus drei Jahre sott öffentlich ausgeschrieben werden. — Zur Einführung der Elektrizität in Büdingen soll aut'dem alten Festungsturm im Hirschgraben beim Rosenkäuzchen eur Transformawr angelegt werden. Der Gemeinderat ist im Interesse des Tenlmalschutzes nicht geneigt, seine Zustimmung zu geben. Es wird empfohlen, ihn auf einem Grundstück in der Nähe des geplanten Platzes zu erbauen. Dieses wird nach Orksbesichtigunz unter Zuziehung eines Ingenieurs beschlossen. — Die Erbauung eines vierten Gasofens wird, da der bisher IM Gebrauch grwesem! erneucrl werden muß. beich.losieii und die 'Aussührung der Firma Bereinigte Chamotie-Werke in Marktredwitz übertragen. Die Aufwendung hierfür beträgt nach Mitteitung des Bürgermeisters 7000 Mk. — Nach langen Verhandlungen wird die Erbauung einer Leichenhalle beschlossen. Nack dem vorläufig von der Kreisbaninspektion mitgetcilten Voranschlag beträgt die Bau-' summe etwa 5000 Mk. . X Orleshausen, 15. Juli. Heute feiert hier Lehrer Wilhelm Strack sein 50jähriges Dienstjubiläum im Kreise seiner Familie, vieler Lehrer und der Vertreter der Schulbehörde. Der Jubilar hat viele Jahre lang in Ratnrad und Glashütten des Kreises Schotten gestanden. Kreis Alsfeld. §§ Ruppertenrod, 15. Juli. Dem verstorbenen Reinhold Allendorf aus Gebftädt in Thüringen, der Ruppertenrod ein Armenkapital, einen Fonds für die Konfirmanden und andere Zuwendungen gestiftet hat, hat die Gemeindevertretung aus Dankbarkeit eine Gedenktafel aus schwedischem Granit gewidmet, die jetzt in der Kirche angebracht wurde. Der verstorbene Stifter hat auf dem hiesigen Friedhof seinen einzigen Sohn liegen, der als Soldat aus dem Durchmärsche hier durch den Hufschlag eine? Pferdes tödlich verletzt wurde. — Das Scheibenschießen des hiesigen Kriegervereins an den lebten beiden Sonntagen brachte als Sieger den 70jährigen Wagnermeister Konrad Rohn, der jetzt in Ober-Ohmen wohnt. Am ersten Sonntag schoß er 36, am letzten 37 Ringe. Kreis Friedberg. h. Friedberg, 15. Juli. Tie noch sngendliche Köchin Hermann aus Frankfurt hat fich gestern in ihrer hiesigen Dienststellung mitLeuchtgas vergiftet. Starkenburg und Rbeinhessen. -- Tarmstadt, 15. Juli. Bei dem Bau der Zeppe- li n l u f l s chi s f h a l l e ereignete sich heute ein schwerer Unfall. Ter an dem Eisengeräi beschäftigte Schlosser Au rache sttirzie herab und erhielt so schwere Verletzungen, daß er bald daraus starb. d Mail, z, 15. Juli. In der heutigen Sitzung der Stad t- oerorbneten wurde Fabrikant T,, ckerhoIs (Nationall.) als Stadtverordueler in sei» Ami eingesührt, nachdem der Berwal- lungsgerlchlsbol die aus den Sozialdemokraten Hirsch bügel in Moiuz-Kaüel geladenen Stimmen kür ungültig erklärt hat. — Stabtu. K l i u g e l s ch >r> > 11 brachte Beschwerde gegen das Relnigiuigsamt vor, daß Abbruchsarbeilen in eigener Regie aus- lühre »nd damit de» Gelverbetreibcudeu die Arbei! eutziehe. Die Sozialdemotraten legten sich für die Regiearbeiten ins Zeug, während Sladlv. Gewerberal Ja l t dem energisch wiedersprach. Die Angelegenheit ioll von der Reinigungsdeputation geprüft werden. - gilt den Ausbail des rechte» Rheinulers unterhalb der Slrahenbrücke in Mainz-Kostel wurden I1S9Ü0 Mk. bewilligt. Nach Fertigstellung der Arbcil erhält die Stadt vom Staate einen Zll- schuß von 69 500 Mk. Hesstn-Nassau. (i Marburg. 15. Juli. In der lutberischenPfarrkirche wurde heute das Miisiorissest der Diözese O b c r h e s s c n abgcbalten. Wie immer, so batten sich auch diesmal viele Besucher aus dem hiesigen und den umliegenden Kreisen cingeiunden. Fcstprediger waren Oberkonsistorialvräiidcnt v. Tr. B c z z e l - München und Pastor R ä d c r -Hermannsburg. * a Attenkirchen, 15. Juli. Hier hoi sich ein Verein zur Errichtung eines B i S »in rckt u r u> e s gebildet. Die Kosten des Turmes, der eine Höhe von 4b Fuß erhalten soll, sind auf 12000 Mk. veranschlagt. Ein Grundsatz von 8 bis 9000 Mk. ist bereits vorhanden. i> Biedenkops, 15. Juli. Die diesjährige Bürgermei sie r v c rsa muilu » g deS Kreises war auS allen Gegenden gut besticht. Es gelangten zur Besprechung: die Rachprüsulig der Polizeiverordmmgen. das neue Wasierrecht, die ütilsdchnung der ElektrizttätSoccsorgimg, die Verbesserung der Verkehrsmittel des Kreises, die Schularzifrage, die Frage der Errichtung einer Krcisabdcckerei und die Frage, ob für den Kreis eine landwirtschaftliche Schule z» errichten sein wird. «erictztrsaal. Eine wichtige Entscheidung. b Cronberg, 15. Juli. Scholl seil lailgem klagen hiesige Erdleerzücbler über erheblicbe Schäbeli, die ihren eingezänntea Kullureu durch die Rehe zugelügi lverdeu. Die Jagdpächler iveigerten sich, für den Schade» aulzukommen, da sie in eingezlkunten Grundstücke» nichs jagen dürlen, icnd lührie» eine gerichtliche Gut- scheldnng herbei. Auch die Ltadl als Veroächteril, Hane ei» Interesse al> dem Ausgang des Prozesses, weil lür sie die Frage von Wichtigteit ivar. weiche Grundstücke als elngezäunt anzusehen sind. Das Gericht entschied jetzt in letzter Instanz dahin, daß die Pächter für Wildschäden, der den Kulturen tu umhegten Grundstücken ju- oefiigt wird, nicht herangezogen werden können. Tie Eladt als Verpächterin verlor de» Prozeß. Sport-, — Ruderregatta. Vorschau Me Meldungen zu der Ruderregatta am Sonntag, den 19. Juli, am Bootshaus der Gießener Rudcr-Geicttscboii 1877 aus der Lahn lind sehr zahlreich. ausgefallen. 15 Vereine haben Boote mit Rudcrcnt gemeldet und da die hiesige Regatta ziemlich den -Beschluß -der diesiährigeu, Ruderzeit bildet, so treffen sich am Sonntag nur bereits erprobte und iieareich geiveienc Mamischistten. um aut der Lahn ihre Kraite zu messen. Gleich das erste Rennen, die seit Jahren von den Labn-BerbondSoereinen heiß umstrittene Trophäe um den Wanderpreis des verstorbenen Ehrenvorsitzenden der Gießener Ruder- Gescllichoit 1877, des Herrn Jean Kirch. wird ein icharies Rennen zwilchen der kräftigen Limburger Liercrmannichait, den ovriahrigen Siegern, uns dem bereits in Ems und Essen erfolg- teuf)-gerodenen Leerer der ©. fft.-kä. 187? roeifiot, wahrend man von den Weltbürger Herren hener noch nichts gesehen har. Zn dem zweiten Rennen — Innior-Achter — sind Vorrennen nötig, die am Sametaa nachmitta« 4,30 Uhr ansqeiahren werden Gleich im ersten Lauf treffen die schärfsten Gegner, Rubergesellichall Darms uni- Frankfurter^ RudergeseMchan Germania Sfjamm-n 'Jua oeche Achter schon wwdcrbolt Siegeslorbeeren errungen öäben dürfte dar- Rennen nur mir Druchierien van Sekunden entschieden werden. Im weiten Lwit trericn sich drei Liienbacher -»!ann- ickaiicn, v.on denen woßi ,,Undine" die bessere sein sollte T,e Lieger aus den beiden Vorlauten kommen ,ns dauvirenneir Ter Labnpolal-Einer dürfte eine sichere Sache iür den norzuglichen Mainzer Slullcr Richard Pie» sein, wahrend der Ausgang de« kAchtcr-Rcnnens zwischen den beiden Lahn-Vereinen Limburg und Gießen mit Spannung entgegengesechen werden dürfte ssier werden die Gießener sehr schwere Arbeit bekommen, da Limburg seit Wochen das Training in dieser Booisgattung sorrrert wahrend die Gießener Mannschaft erst seit süns Tagen zusammenrudert, Ter „Zweite Vierer", zu dem am Sonntag vormittags 'sS Uhr Vorreniren.stattfrnden, bringt zunächst ein interessantes Tuell zwischen den Siegern im Hamelner »aiicr-Vicrer, dem Ruderverein Cassel und dh» sieggewohnten grankrurier itzermanen, denen sich im Hauvtrennen noch die Senioren der Franks R -G „Sachsenhausen" stellen werden, T,e Sieger im Iurigmann-V-errr, zu dem dm Sonniaa früh VjlO Uhr Ausscheidungsrennen get'bren werden, dürften zwischen Essen und Worms zu suchen sein Im Akadem Vierer wird die Sludenten-Mannschaki der Gießener Ruderges, 1877 versuchen, ihren Berliner Kommilitonen den au, der Ickten Regatta von diesen gewonnenen Preis der hiesigen Universität zu entreißen Die Giehener Mannschaft iir gut zu sammengearbeitei und dürste bei etwas leichterer Arbeit einen nicht zu unterschätzenden Gegner abgeben. Im Iungmann-Einer iü das Starten des Herrn Reser, Knievkamv-Eisen zweiselhait geworden, >o das es zu einem Kamps zwischen Korimann-Ditten und Ioedt-Giesen kommen dürste, Ter Limburger Skuller dürll- bei Gegnern von so hoher Klasse keine Rolle itnelen. Im Ren neu XI treffen die Iungmannen der drei Lahn-Berbands-Bereine zusammen, wahrend im „ersten Vierer", Preis der Stadt Gieß,en, die Junioren der Giehener Ruder-Ges, 1877, die vorher schon im Bierer und Achter gestartet haben, den ganz irischen Essener Senioren emgegentreien werden. Zum „ersten /Junior-Vierer-- sind wieder Vorrennen nötig, d,e am Sonnabend, 6,10 TIbr ausgefahre» werten. Es Ware interessant, hier einmal das Zusammentressen der Gießener Manirjekas, mit den besten Süddeutschen Junioren beobachten z» können, doch ist es unwahrscheinlich, das die Giehener Herren auch dieses Rennen noch fahren können, da sie sich honoris eausa im Rennen vorher den Essener.Herren stellen müssen, um eine» Alleingang zu vermeiden. Zum Ermunterungs-Vierer sind ,echs Rennt,»gen eriolgt, so daß auch Inerzu am Sonnabend 7,10 Uhr Borrennen nötig werden, Ter Grohherzogs-Achter bringt ei» interessantes Zusammentreffen zwischen den beiden Lssenbacher Ruderklubs „Undine-' und „Verein pon 1874" und der Frankiurrer R -G Sachsenhausen. Rach dem bisherige» Abichneiden zu urteilen dürfte Sachsenhausen als Ja vorn gelten, — Alles in allem sind am Samstag und Sonntag sochinteressante Rennen au, der Lahn zu erwarten, die vielen Freunde des Rudersports in unserer Stadt werden reichlich aus ihre Konen kommen. Von dem Bootshaus der Gießener Ruder- Gesellschaft aus kann man die vierzehn zum Austrag kommenden Rennen leicht beobachten. (nftscbiffahrt. Zusammenstoß in der Luft. Schwerin, 15. Juli. Aus dem Flugplatz G o r r i e s sind gestern zwei starrende Flugzeuge zusammenaestotzen. Das Flugzeug deS Fluglehrers Geig an t versuchte die Maschine des kur» zuvor aestarleten Leutnants von der Lühe zu überstiegen, wobei die Apparate zusammenstieken. Geigant erlitt eine schwere Gehirnerschütterung, von der Lühe ernste innere Verletzungen. Metz, 15. Juli. Gestern abend gegen '.6 Uhr landete an der Grenze der Kreise M e t; - Land und Dolchen, bei Rötlingen ein init drei Zivilisten ans Nancy besetzter französischer Freiballon. Die Insassen packten sogleich den Ballon zusammen, luden ihn ani ein Fuhrwerk, ohne die Behörden in Kenntnis zu letzen und wollten von der nächsten Bahnstation, Herlingen, ans mit der Bahn nach Nancy znrnckkebren. Aus der Station aber wurden üe von einem Gendarmen gestellt und genötigt, zu übernachten. Heute morgen nahmen die benachrichtigten Zivil- und Militärbehörden eine ein* gehende Untersuchung des Ballons vor, da sich aber iiichts verdächtiges eigab, wurde den Herren heilte mittag die Rückkehr nach Nancy gestattet. Paris, 15. Juli. Anläßlich des Nationalsestes unternahni der Flieger Enteret in Meanr einen Ausstieg mit einem Freiballon und ließ de,i Werklührer der borttgen Gasiabrik, (5 hcron, ans dessen Ersuchen den Flug mitmachen. Oberhalb eiucS Waldes bat C-Heron den Leiikcr des Ballous, ihn landen zii lasseii. Tilterct riet feinem Passagier, die Aesle einer Pappel zii ergreifen und sich daran hinabzulassen. Gheron versuchte dies, stürzte jedoch atls der Gondel und blieb auf der Stelle tot., Budapest, 14. Juli. Der deutsche Flieger Besser, der deute früh um örUhr auf Flugplatz Johannisthal aus einem Numplerdoppcldccker mit Fabritdirektor Elias als Passagier aufsricg, ist nach ununterbrochenem' Flug üher Dresden, Tcschen, Brünn, Goeding um 10 Uhr vormittags auf dem hiesigen MugplaL QtlanUi. Dre Meger geben!», heule nachmittag nach Sosra werterzuflregen. vie vlumen ver Nacht. .Wenn der lanae Sommeriag zu, ifiüite aedi ichireßen die meisten Blumen ihre Köpfchen nnd lenken i,ch zu Baden: einiges leichtlebiges Geiindel — Glollenbiumen, Taubnesseln, Wicken und Bohnen — bleibi auch ine Rach: bmdurch wach, >ür andere aber degmni letzt erst daS ei^enllich- Leben: es lind die Blumen d-r Rachi, die zur Zeil des L-onnenuniergange» anrangen, iufe, starke luite auSzuhauchen, um Rackarichwarmer und anderes nächtliches Getier anzulocken Ileberall sinken sie iich, aus Flur und Feld, im Garten und im Gewächshaus, Berauschend ist der Tust, den die schönen Blüten des Geißblattes, auch Ielängerielieber genannt, ausbauchen Wie reines, weißes Porzellan ist die Blüie innen: außen ist iie blaßrvi, solang« sie pung ist, wenn sie aber ldre Ledrnsaufgabe er füllt Hai, so erscheint iie am zweiten Tage hellgelb, Abends gegen sechs Uhr fang, das Geißblatt an, seine Tuststosse auszutiauch-n, und die Rachti'chwärmer, deren Bedürfnissen sic aus» vollendetste angeraßt ist, kommen herbei, schweben vor der Blülenrohre, saugen im Fluge den Honig aut ihrer Tiefe und stoßen dabei unsevlbrr mir dem Kopse an die Staubgeiäße, .die aus der lungen Blüte herausragen. Eine Blüte nach der andern suchen sic ab: an langen Blüten beladen sie sich die Kopfe mit Blütenstaub, wahrend itnen die alteren Blüten, an denen die Staubgefäße schon abge i'.afct lind, die Narben cntgegen'rrecken, um den Blütenstaub in Empfang zu nehmen, Aehnlich wie dir Blüte des Geißblattes l.ickt die Nachtkerze, die leuchtend gelb blubende Amerikanerin, die sich allentbalben iindei, durch Tülle und das schwache Licht ihrer gelben Bluten, Nachtschwärmer an. Im Garten duitet die Rachtviole,'die wegen ihres veilckienartigen, lieblichen Tustes zu ihrem Namen gekommen ist, „In dunklen Rächten baucht ihr reines Leben Die Nachtviole aus, die zarte Blume: Tie Welt bemerkt es nicht, und nur die Sterne Freuen sich ihrer, —" io sagt der Dichter poetisch aber falsch. Sie blüht übrigens nicht nur während der Nackt, sondern auch bei Tage, allein ihr eigen« liches Leben und Dullen beginnt erst abends, Rai, blau, gelb und iveiß leuchten dre großen, prächtigen Blüten der Trichierw,»de>, Ipomeen an Lauben und Veranden, wenn man das Gewirr der graßen, herzförmigen Blätter zur Abendstunde betrachtet: fast den ganzen Tag über ist iie blülenlos. abend» sängt das Aufblühen an, die Rach! hindurch erschließen sich inrnrer mehr Blüten und wer zur frühesten Morgenstunde in den Garten kämmt, sieht die Trichterwrnden in ihrer vollsten Pracht, Wenn die Sonne aus gegangen ist, sangen sie an zu welken, und um Mittag sind nur noch traurige, verirocknete Reste vergangener Pracht zu sehe» Tas Gewächshaus beherbergt zuweilen eine» Gast, der den «ressenden Namen „Königin der Rach!" führt. Es ist eine Ccrens- Art. ein Röhrenlaktus, Eereus grandislorus mit sehr großen weißen, außen 'rangegeiben Blüten von herrlichem Wohlgeruch Abends 7 Uhr iangei, die Blüten an zu Suiten und acht Stunden daraus sind sie gewöhnlich schon wieder verwelkt, Ticie „Königin der Nacht" swird aber von einer andere» Königin im Reiche d:r Blnien ubertrollen, die ebensall» zur Nachtzeit erblüht: es ist hie Viktoria regia, hie sich neuerdings gar nicht mehr io selten in Europa findet, Ter 10, Juli 1882 war der denkwürdige Tag, wo sie zum erstenmale in Teutschlond, und zwar im Barsigschen Barten in M-'äbit, Sn einem tropischen Wasserbecken erblühte, das man iür iie hergerichiei Halle, Ganz Berlin wallsahrte nach Maabii um das Ereignis, das heute »ich: mehr so ungewöhnlich ist: aniaiigs iind die Blätter her Rieienblüie von, reinstem Weiß, am nächsten Tage 'werde» sie abends im Innern rötlich nnd purpurn, und nun ist der Augenblick gekommen, wo die Nachiblüie iich ganz csllict: die Blütenblätier breiien sich ganz aus, und das letzt purpurn blühende eigentliche Herz der Blüte h.-bi iich empor. Es ist, als ob seine Farbkras« aus die Umgebung abiärbt, den» die weißen Blätter werden rang angehaucht, iim nach kurzer Zeit wieder zu erblassen. Während dieses eigentlichen Blühen» hauch! die Pietaria regia einen milden, ananasähnlichen Tust aus: ist das Blütenwundei: vorbei, jo sinken die Blätter der Blume matt und welk aus» Wasser, vermischte». * Bildcrdieb stahl. Aus Fürth wird gemeldet: Ein anscheinend bereits vor vielen Wochen erfolgter Tied- stahl von 40 Bildern ans der Städtischen Galerie wurde erst jcßt bemerkt, als ein Frankfurter Händler einige ge stohlcnc Bilder der Fürlhcr Galerie zum Kausc audvl, * L p s c r d e r B c r g c. Am 5 ä n t i» ist der 27jährige Tr, Hans Schönau aus Bregenz ab gestürzt. Er bestieg am Samstag, begleitet von zwei Herren, den Säntis und trennte sich am Nachmittag von ihnen, weil er durch aus über den sogenannten blauen Schziice zurückkehrc» wollte. Er stürzte am Samstag abend beim Lauberkops ab, Ter Tod war anschcinerld nicht sofort cingctrcten. Ein Sohn des Seealpwirtss fand die Leiche am Dienstag morgen, - Tic Meldungen über zablreiche Erkrankungen an Hißschlag beim G r e n a b i c r r c g i nt c n t 97 r_ 12. in Frankfurt a, L, stellen sich nach den von zuständiger Seite eingezogenen Erkundigungen als stark übertrieben heraus, Tem Garmionlazarett und im Anschluß an die Uebung nur elf Leute zugkiührt worden Bon diesen wurden noch an dckarselben Tage acht wieder enttaiien, Bon den drei schwerer Erkrcuiteu, die rm Lazarett zurückgeblieben sind, ist einer, der Einiahrlg-Frrlnnlllge, Grireiie Kuinzer, an d-n Folge» eines ->>Hsch1ag«s gestorben Die: l eiten andern Leute beiindei, iich zwar nach in Lazaretlbebandlung. iind aber bereits außer Gefahr Ter irrliimliche Eindruck, daß zahlreiche Heute an Hipschlag erkrankl icien, entstand offenbar da» durck, das die Bataillone de:- Regimentes beim Rückmarsch IN den Standort mehrere Leute, die Anzeichen -an Schwäche ver- rieten, aui Fahrzeugen lieiorder» ließen Iiii ganzen benußten 2V Mann die elektrische Straßenbahn, um in die Kaserne zurück» zulehren, Seckiszedn sind au> Wage» beiordert ivorden. Elf sind zu Fuß nach Hause marschiert, nachdem sie zum Zivecke einer längeren Rast hiiiier der Truppe zuruckgeialie» ivorden waren MIe diese Leute iiabmen keinen Schade» an ihrer Gesundheit, was schon der Umstand beweist, daß kein einziger von ihnen an dem aus die Ilerung solgenden Tage reoierkrank war, * Wahlivoiber. 9l»s Loiidoii, Ir. I»ili ivird gemeldet Als der Selreiär sür Schottlaiid, -Me. Ktiiiioii Wood vormittags ans seiner Wohnung trat, griße» ihn zwei Anhängerinnen des Fra»e»stim»»-echts ai> ui,d peiljchtei, ih», Tie Frauen lourbcn verbaiiel. ' Briefträger-Rekords, In einer eiiglischen Wackien» schrill wird eine Sialiittk mitgeteilt, iiach der 17 britijche Post- boie» eine Geiamrstrecke van Z 646 897 eiiglischen Meilen zuruck- gelegi haben e>» Rekord, der n>abrscheinlich so leicht Nicht überdoiei, ,Verben wird. Im Turchschnit! ke mnen dabei aus leben dieser braven Landbriesträge, 2I4Ü28 eng ische Meilen, Tresen Turchschnm uberlrist'l d>-r Postbate, der an tier Svipe nein, indessen 'oft um das Taovelte 'Richard Williani» in Cressage rn Shrov- flirr, der sich nach 8b Tienstiahre» hat pcilioniere» lasse», bat den größten Teil seiner Twnstzen über iagiick> 8b englöchc Mellen, also 60 Kilometer zuruckgelegi, im ganze» die erstaunlickie Strecke von 4IÜ620 englischen Meilen ober 16mal rii»d um die Eiche. Vricfkaftcn der Rc-aktion. l«»oupi»e Ausragen bleiben unberücksichtigt-^ 1!, ls„ Mertentritz, Wir eiiiosehle» Ihne», sich in den Besitz einer Caguiig (Ltatnlsi der Kaste z» setzeii. Jedem Mitglied der Kaste, in diesem Falle Ihrer Laiistra», iii» » eine solche Satziiiig ausgehäiidigt iverdeii, Boi, dem Krankeiigeld Huben S>e ein Drittel, ooi, deii, Iiivalideiibenrag die valiie ,i> zahle». Ob bei einer monatliche» Vergütung von 8 Mt, eine Versicherungivsticht befiehl, könne» wir von hier aui nicht deiirleileii, Lasten Cie die Frage, ob ihre Oanftra» verlicherniigspstichtig ist, durch das jiistäiidtgc Kreisaiiit scllftelleii. Alles übrige könne» Sie aui der Satzung f). B., Kietzen, a' Geschäitssührer der Orlskraiikeiikaste sür beit i.'nnbfiei« Giestei, ist Georg Schlipp, Kaiser-Allee 3 dahier: d> ®e» schältssührer der Laiidkraiikenkaste ist Heinrich Bechlhold dahier; el Vorsitzender der Ortskrankeukaste für den Landkreis Gießen ist ülechtsaiiwalt Saiidinaiili itt Hungen. Tie Namen der Vorstaiids- iiiiialieder st»d mir nid): in der Lage, Ihnen ininuteUen, da die Zahl derselbki, ziemlich grast ist. Doch köiinen Sie ihre Name«, sowie alles üdrige durch die ge»air»ten drei Herren erfahren. Amtlicher Wetterbericht, Oöffentlicher Wetterdienst, Gießen, WettcraiiSilchte» in Dessen am Freitaa, den 17 Juli 1914: Vorwiegend wolkig, vereinzelt Regeuiälle, kühl, nordwestlicheWindc. Letzte rücictivichten. Albanien, A i e n, 16, Juli. Tic „97clic Freie Presse" meldet aus Turazzo: Trc Epiroten stehe» etwa 10 Stunden, die albanischen Äusständischen etwa 8 Stnndeir vor Valona. Der stRunilionsnachschub von Iaiiina iibcr Argyrocastro wird von griechische» Militärautomobilen unter griechischer Flagge geleitet, P o i n r a r s s Abreise, Paris, 16. Juli, Präsident PoiNcär6 ist i» Begleitung des Ministerpräsidenten Divram um^Mitternacht nach Tünkrrchen abgereist, von wo aus er sich zu ipchisf nach Rußland begeben wird, Feuersbrun st in Petersburg, Petersburg, 16. Juli, Ein im Arbeiterviertel in der -Rahe des 9iitolausbah„Hofes ausgcbrochenes Feuer hat 2.7 Hauser zerstört und gegen 1000 Personen obdachlos gemacht. Unter de» Trümmern würden vier Leichen g«. iuiidcn. Sechs Kompagnien Soldaten halsen der Feuer- wehr bei der Löschung des Brandes. A III stc r da m , 15, Juli, Tas feierliche Leichenbegängnis des in Albanien gesallcne» Obersten Thomson fand beule vormittag unter großer Beteiligung statt Ter Kriegs- miniitcr hielt namens der Regierung riue Ansmache, in der er die Taten des Verstorbenen würdigte Mid seinen Verlust beklagte. ThUringl3Ch6S» Technikum JImenau Elektro-und Maschinen- | Ingenieure, -Techniker, Werkmeister. Prospekt. I Dir. Prof. Schmidt Preisausschreiben sind so zahlreiche Bewerbungen eingepanffen. dass der Umfang des zu prüfenden Materials weit erheblicher ist. als wir erwarteten. Es wird daher bei aller Anstrengung nicht möglich sein, die bei der Disconto-Gesellschaft deponierten 12 000. Hk. schon am 15. Juli zur Verteilung zu bringen- Um den Preisrichtern eine eingehende und gerechte Würdigung der einzelnen Einsendungen zu ermöglichen, muß die PreisverteilunS 798thv noch um einige Wochen hinausgeschoben werden, u.bit.ten wir die verehrtenEinsender, sich bis dahin freundlichst zu gedulden. Providol Ges. m. b. Ji . Berlin NW. Xiehnne bestimmt am 3. Angnst | 1295 üeldgcvinne Hauptgewinn 16200 -, | 6000 „ 5 Lase ä 1 Mark bei allen Lose-Verkäufern zu haben. General-Vertrieb Bachacker, Neuen Bäue 11 Daselbst 11 Lose, gemischte Nummern, für 10 Mk., solange noch Vorrat. Für Porto u. Liste 25 Pfg. mehr. Nachnahme teurer. Rönisch-Pianos Erstklass. Fabrikat Allein - Vertretung: Wilh. Rudolph Hoflieferant Seltersweg 91 Verdingung. In der Zulammenlegungsiache van Oberkleen soll der Ausbau der Falgeeinrichtungen ästenilich vergeben werden und zwar: ca, 28000 rbm Erdbewegungen „ 63000 lide, Meier Wege nnoo 1100 Gräben Iemenirähren Durchlässe und Diirnstückc oan 0,23 bis 0,90 m l, W, , 40 „ „ Platten - Durchlässe iEichen- brennerl von l,00bis 1,20 mLS. „ 4150 m Drainage, „ 100 chm Bruchsteinmauerwerk » 48 „ Siamvsbclon „ 16 „ Eilenbeion, Termin hierzu ist anberaumi aus: Freitag, den 24. Juli >>>44. vormittag» 41 Uhr, in der Wiriichait von Heinrich Rübl zu Lbcrklecn, Mastenverzcichnis. Zeichnungen und Bedingungen liegen im Dienstgebäude der König!, Svezialkammissivn I, zu Wetziar, Zimmer Nr, 6, zur Einstchl aus, Berschlostene mit cnilvrcebender Ausschrisi oer-'ebene Angebote iind bis zu dielen! Termin NN die Königliche Sveziaikommission I, zu Wetzlar einzureichen, ader bei Beginn des Termine» uarzulegen Die Eromiung der Angebaie erialgi >m Termin, Wetzlar, den 8 Juli 1914. Königliche Svezialkammissran I. [8127D Graustückkalk Weißstückkalk TTTTTTTTTTTTTTnTTTTTTTTTTrTTTTTTTTTTTnTTTTTTTTTTTrTTTTnTTTTTTnTTTTTTTTTTTTTTTTTnTTTTTTTTTTT zu Bau-. Dünger- u. chemischen Zwecken ab ihren Werken Großen-Linden und Bieber bei Gießen, sowie Kalksteine zu Bau- und Hüttenzwecken ab Station Bieber-Abendstern crapliehlt (Inhaber Carl Haas jr., Gießen), Fernsprech-Anschlüsse Amt Gießen: Werk Großen- linden Nr. 139, Werk Bieber Nr. 1080, Bureau Nr. 282. Abfuhr kann täglich erfolgen, cventl. Anlieferung durch eigenes Fuhrwerk. 3306D Prima nene Kartoffeln (Kaitarkrooe) q]|f Ä 7& empf. p. 3[v. J*U*"*** ** H. Trcchsler, Steiaatr. 4«. Tal. 581. Wiederverkäufer und Großabnehmer extra Preise. Neue Speise -Kartoln Kaiserkrone, per Zentner Mk. 4.50 mit Sack versendet unter Nachnahme (8338 David Grtincbanm Bnt/.hai-h. Tel. 262. Neue Kartoffeln Pfälzer verZtr. 5,50 Mk.. Wetterauer 1,75 Mk. frei -Haus, alles prima Qualität ^ Zonnemtr.tt Telephon88 8060 Bntterbrot - Papier liefert billigst 70l ‘ Lmlg. Kroll, Plockatr. Joghurt Erzeugnisse aller Art zur Herstellung von Joghnft- Jlilch und zum, Gebrauch auch ohne Milch, zu haben im 63,7 Reformhaus Krenzplatz 5. SS 1 Eier haltensich mindestenslJahr friHch, wenn m. iie in vräv. Vier WassernlasiKruq 30 Pf. für cn.lOOli;icr)_etnfcflt. Adler-Drogerie SclterS w eg 99, Ctto Sdiaai. 8030 Freitag, den 17. Juli 1.A, nachm. :t Uhr, sollen t. städi. Pfand lokale, Seliersweg 11 dahier die wegen rückstäud. ^rte« kranken kaffe beitrage gepfändeten Gegenstände ^ Aiöbel aller Art, wie Schreibtische, Bertikos, Sot'as.Sekre iäre,.^leiderschränke,Spiegel Kassenschranke, eine Bade manne u. v. a. versteigert werde«. Wö Wemtwerfer, Psandmetster. §itu 8 =$trftti|trnn!i zwecks Erbauseinandersetzg, Donnerstag, bk» r.8.Juli b,Fs„ »achm, 3 Uhr foinmt am' de», Bureau Wr. Crt» »ericht Gieße». Gartenstr 2 das Llnivese» des verstarb, Herrn Eberl,. Dort. Wall torstraße t.i, incistbietend zur Versteigerung, In de mHause wurde langer als LNIabrc ei» lausmänni- iches Geichstsi mii bestem Er- iolgc beiricbcn 8103 Aeußerü günstige Beding- ungeii, gute »»d leichle Ge- legcnbeii z,relbslandigkeit. Der Rachlaßoerwalicr L. Aliboss, Ichmi-feslrera, Feirater, Otwriichte B^lkooe.Türen Sprosseiwwk. • Ladenironlcn I Schön. Glessen. I EB B. 5 c öiefrener Freiliditbübne - <«CAV. 1909. - SUhiitkviidbc Leitung: Walter Dworkowski Samstag, de» 18.Fuli 1SI4, abends 6Uhr: Der Wmr tum ßirdifclii Volksstück mit vlcsang von L. Anzengruber. Klieumsti8mu8-, Ischias und Gichtleidende nehmen die glikn/.enri bewhhrten Petrin - Tabletten Name gesetzlich geschützt 7607 anerkannt beste« Mittel, da > »llstänrfis unschädlich. ohne jegliche Nebenerscheinungen und sicher wirkend. — Xn haben in allen Apotheken, wo nicht, durch Universiläts-Apotheke zum goldenen Engel in (ließen, welche auch zu ieder Auskunft gerne bereit i-l>. 31101 vauipänc Mt 2,75, trürtcnco. klcluacmachKS Eichenholz Mk. 3.25 per Karren frei HauS. Ful. Lklcll böser . Televh.743. Mjlhe-Mereieli Grober Posten, ein,ge 1000 Mir., knicke 4'/? Mtr. halt, ver Stück 75 Psg solange Vorrat reicht, reaul. Preis ganz bedeutend höher. 18327 Bndnbofftraüc 60 Part. Lein baden. Fernspr. 269. Preise der Plätze: Numerierter Platz Mark 2.—. umrumeriertcr Platz Mark 1.50, Stehplatz Mark 0.75. Sechferkartcn haben Gültigkeit. — Der -Vorverkauf findet i. d Cballicr'ichcn Musikalienhandlung statt Für die Freilichtbühne: Tr. Bernbeck. >8353 v MERCEDES ^nmmppipicrhp Rest. u.Pens.„Waldfriede". Eisenb.-St.Saalb. uMMnsn lol-IU, ietz,Bes.4»e»d2v«r»»»».Tel.A.BadHombg.87 Sisins Garten Tonnerstag, lti. Juli 1914, abends 8> , Uhr: der Regimentahapelle . » « ll Braunfels. seift Des 70j. Vejicliciis Des Muntt-WiiMtins verbunden mit der Weihe einer neuen Fahne. Lonntag. den l9. Juli, nachmittags 2 Uhr Festzug. Aus dem Festplatz am Altenbachsweg: Gesangsvorträge. Tanz, Volksbelustigung. Abends: Vorführungen des Turnvereins Braunfels. Montag, den 20. Juli: Frühkonzert um 11 Uhr auf dem Feiwlatz. Nachmmags von 3 Uhr ab: Tanz und Volksbelustigung. Wnftk: Die Kavcllc der 80er aus Bad - Homburg. Am Sonntag, den 19. Fuli findet statt. Es ladet freundlichit ein 8356 Johannes Aff II. Photograph. Apparate/ Fordern Sie bitte die neueste Camera-Liste bei jfugust Tlotl JCreuj^brogerie Bahnhofstrasse 51 1250 Mk 1 ^ 50 1650 .uh.ii.usWilhelmBenner Allein- SSch ■ Marktstrafie 34 8-271 a Fernsprecher 596 Prospekt über Mk. 4500000 4% vom Jahre 1924 ab tilgbare Anleihe der Stadt Giessen vom Jahre 1914 Dr. Ploch vom 21. Juli ab verreist 833 4 Das Beste für die Hautpflege ist: 25 Pfg pro Stflck. 3 Stuck 65 Pfg. b ' Nachahmungen weisem.zurück. Vereinigte Chemische Werke Aktiengesellschaft, Charlottenburg, Salzufer 16. Abteilung Lanolin-Fabrik Martinikenfelde Waschanstalt Schwan ßltftr. Mich iiill,. Zr. Otto LikbigßrM 63 Uebernahme aller Arten Wäsche verechnung nach Gewicht u. Stück Spezial-Abteilung: Herren Ztärkewäsche __Garantiert schadlose Behandlung im Die Stadt Giessen hat unter dem 18. Mai 1914 (Reichsanzeiger vom 28. Mai 1914 Nr. 124) von dem Grossherzoglich Hessischen Staatsministerium die Genehmigung erhalten, auf den Inhaber lautende mit 4°/ 0 jährlich am 1. Januar und 1. Juli jeden Jahres verzinsliche, seitens der Gläubiger unkündbare Schuldverschreibungen im Gesamt- betrage von Mk. 4500000 auszugebeu, und zwar in folgenden Abschnitten: Reihe VIII Nr. 1— 150 150 Stück zu je Mk. 5000 — Mk. 750000 , „ 151— 850 700 „ 2000 — „ 1400000 „ „ 851—2350 150G „ JOOO = „ 1500000 „ 2351—3550 1200 „ 500 — „ 600030 , „ 3551—4050 500 „ 300 — „ 150000 „ 4051—4550 500 » " - „ 200 = „ 100000 Mk. 4500000 Die Schuldverschreibungen sind mit den Unterschriften des Oberbürgermeisters oder dessen gesetzlichen Vertreters versehen. Der Erlös der Anleihe ist bestimmt zur Beschaffung der Mittel für Grunderwerb, Errichtung von Gebäuden und baulichen Anlagen, Nenherstellung und Verbesserung von Strassen und Wegen, Kanal- und Wasserbauten, Ankauf von Aktien des Volks- bades, Verstärkung des Stadterweitcrungsfonds, Ansbau und Erweiterung des Gaswerks, Wasserwerks und Elektrizitätswerks, Herstellung einer Strassenbahnverbindung Giessen — Wieseck und Giessen — Krofdorf, Hingabe eines Darlehens an den Aliceschulverein, Kursverlust, Stempel, Druckkosten und dergl. Die Tilgung erfolgt durch Ankauf oder Auslosung vom 1. Juli 1924 ab jährlich mit IV, % des Kapitals unter Zuwachs der ersparten Zinsen. Die Auslösung geschieht gegebenenfalls im Monat März. Die Stadt ist vom 1. Juli 1924 ab auch befugt, die Tilgung zu verstärken oder die ganze Anleihe auf einmal zurückzuzahlen. Alle Bekanntmachungen, welche die Anleihe betreffen, insbesondere die Bekanntmachung der ausgelosten Schuldverschreibungen, geschehen alsbald nach der Ziehung durch den Deutschen Reichs- und Königlich Preussischen Staats-Anzeiger, die Frankfurter Zeitung, die Darmstädter Zeitung, den Giessener Anzeiger, die Berliner Börsen- Zeitung und den Berliner Börsen-Courier. In diesen Blättern sind auch die Nummern der bereits früher fällig gewordenen, aber noch nicht eingelösten Schuldverschreibungen bis zu ihrer Verjährung mit zu veröffentlichen und zwar in jeder Bekanntmachung über zur Rückzahlung gelangende Schuldverschreibungen; die Veröffentlichung der Restanten geschieht jährlich mindestens einmal. Wird die Tilgung der Schuld "durch Ankauf von Schuldverschreibungen bewirkt, so wird dies unter Angabe des Betrages der angekauften Schuldverschreibungen im Monat März in gleicher Weise bekannt gemacht. Geht eins der vorbezeichneten Blätter ein, so wird an dessen Stelle von der Stadtverordnetenversammlung ein anderes Blatt bestimmt, jedoch werden sich unter den Blättern stets ausser dem Reichsanzeiger noch 2 Berliner Zeitungen und eine Frankfurter Zeitung befinden. Die Auszahlung 4er Zinsen und Kapitalbeträge, die Ausgabe neuer Zinsschein- bogen sowie etwaige Konvertierungen erfolgen kostenfrei ausser bei der Stadtkasse in Giessen bei dem Bankhaus Delbrück Scbickler L Co. in Berlin, „ der Mitteldeutschen Creditbank in Giessen, Berlin, Frankfurt a. M., Friedberg i. H., Marburg und Wetzlar, „ dem Bankhaus L. & E. Wertheimber in Frankfurt a. M., n n n Leopold Seligmann in Köln nnd Coblenz. Giessen, im Juli 1914. Der Oberbürgermeister der Stadt Giessen. Auf Grund des vorstehenden Prospektes sind 8332a Mark 4500000 4% vom Jahre 1924 ah tilgbare Schuldverschreibungen der Stadt Gießen vom Jahre 1914 zum Handel und zur Notiz an der Frankfurter Börse zugelassen. Frankfurt a. M., im Juli 1914. Mitteldeutsche Creditbank. L. & E. Wertheimber. Bekanntmachung. In unser Handelsregister Abt. A wurde heute bezüglich der Firma Wilhelm Baeger in Gießen eingetragen: Die Firma ist erloschen. Gieße», den 14. Juli 1914. 8840 B Grobherzogliches Amts gericht. _ Bekanntmachung. Das Umlagekalaster der land- und sorstwirt- schastlichen Berussgenossenschast sür die Gemarkung Birklar liegt vom 17. d. Mts. ab zwei Wochen lang aus Unterzeichneter Bürgermeisterei zur Einsicht offen. Birklar, den 15. Juli 1914. Großh. Bürgermeisterei Birklar. _ __ Müller. __ 8357 Bekanntmachung. Das Umlagekalaster der land- und forstwirtschaftlichen Berussgenossenschast von 1913 sür die Gemarkung Dors-Gill lieg! vom 18. Juli ab zwei Wochen aus der Unterzeichneten Bürgermeisterei offen. 8346 Dors-Gill. den 15. Juli 1914. Großh. Bürgermeisterei. _ Kühl. _ Bekanntmachung. Das Umlagekataster der land- und forstwirtschaftlichen Berussgenossenschast sür die Gemarkung Garbenleich liegt vom 16. Juli an zwei Wochen lang aus dem Bureau der Unterzeichneten Bürgermeisterei zur Einsicht offen. 8366 Garbenteich, den 15. Juli 1914. Großh. Bürgermeisterei Garbenteich. _ Kissel. _ Bekanntmachung. Das Umlagekataster der land- nnd forstwirtschaftlichen Berussgenossenschast im Großherzogtum Hessen für die Gemeinde Trais-Horloff sür 1913 liegt vom 20. Juli 1914 bis zum 3. August 1914 auf der Unterzeichneten Bürgermeisterei zur Einsicht der Beteiligten offen. Trais-Horloff, den 15. Juli 1914. Großherzogliche Bürgermeisterei. > Born mann. S3H Bekanntmachung. Das Umlagekalaster der land- und sorstwirt- schastlichen Berussgenossenschast sür bas Großherzogtum Hessen sür das Jahr 1913 liegt zwei Wochen lang, nämlich vom 17. Juli bis I. August d. Js., auf der Bürgermeisterei zur Einsicht der Beteiligten offen. Etwaige Widersprüche dagegen, daß ein Betrieb in das Kataster ausgenommen oder nicht ausgenommen, sowie dagegen wie er veranlagt ist, sind innerhalb eines Monats nach Ablauf der Offenlegungssrist bei dem Borstande der land- und sorstwirlschaftlichen Berufsgenossen- schast in Darmstadt zu erheben. Später eingehende Widersprüche können keine Berücksichtigung mehr finden. Billingen, am 15. Juli 1914. Großh. Bürgermeisterei Billingen. N ü h 1. 8367 Bekanntmachung. Der diesjährige Alsfelder Pferde- u. Fohlenmarkt in Derbindung mit den: I’rftmirnmarkt rindet am Montag, den 37. Juli IS* 14, statt und wird von dem Landwirtschaitskammer-Aiisschuh, dem Landes» vserdezuchtverein und der Llgd! Alsield gemeiniam ver- anitaliei. An Prämien kommen insgesamt ca. 2300 Mark zur Verteilung, davon ca. 1403 Mark für Pierde u. «lohten und ca. 800 Mark stir Bullen, diühe Zchivrine. Biegen. Beginn des Marktes: ' ,8 Uhr vormittags. Beginn der Prämiierung: 1 .'■> Uhr vormittags. Anmeldungen von Simon und Fohlen haben unter Angabe von Raste, Abstammung- Alter, Geschlecht und Farbe bis ivakenens 19. Juli bei dem Oandivirtichaiiskammer-Ansschub in Giesten zu erfolgen. In Verbindung mit dem ni „-Ir. Pferde,varlt nndet ein Illiiritl statt. Mit dem «r von «Fohlen, Zucht- Markt ist eine w “* ttereii, Maschinen und landwirtschaftlichen Geräten ec. verbunden. Ter vosebeirieb liegt in den Händen der Volterie-Ageniur Georg Kurtz jr. in Alsfeld. Alsfeld, den 1. Jul, 1911. Grobherzogliche Bürgermeisterei Alsfeld. _ Dr. Bülsi» g. _8213 Bfchen*kei