Nr. ,59 Zweites Blatt ,64- Jahrgang Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. Tic „Kietzener Zamiliendlätter" werden dem .Anzemcr' viermal wöchentlich beigelegt, das „Kreisblatt für den Kreis Sieben" zweimal wöchentlich. Tie „rnndwirlschasllichen 8eit- fragen" erscheinen monatlich zweimal. ©tepier Anzeiger General-Anzeiger für Cderhejsen Srcitag, Xt.Zuli >R-, Rotationsdruck lind Verlag der Vrübl'schcn Unwersilats - Buch- und Sleindruckerer. R. Lange, (öießen. Redaktion, Expedition und Dnickerei: Schul- stratze 7. Expedition und Verlag: e=^ol. Redaktion:«^ 112. Tel.-Adr.: AnzergerGietzen. hessische Zweite ttammer. rb. Darmstaat, 9. Juli. Am Regicrungstische: Staatsminister Tr. v. Ewald, Finanz- midister Tr. Braun, Minister des Innern v. Hombergk. Staatsrat Tr. Becker, Ministerialrat Schlicphake, Lbcr- jinanzra! Baller. Präsident Köhler eröffnet die Sitzung um 9', Uhr. Abg. Mollhan schließt die Debatte. Bes der Abstimmung wird der Antrag Calman und der Zusatzantrag Lutz-Fenchel ein st immig angenommen; der Antrag Reh ist damit erledigt. Tie Beratungen der Zweiten Kammer sind damit beendet und Präsident Köhler nimmt das Wort zu folgender Schlußrede: Tie Verhandlungen auf dem gegenwärtigen Landtag sind geschlossen. Weitere Gegenstände können nicht mehr erledigt werden, und es bleibt denjenigen, die einen Antrag oder eine Vorstellung) cingceeicht haben, die unerledigt sind, überlassen, diese auf dcnr nächsten Landtage zu wiederholen. Beim Schluß des Landtags gebe ich Ihnen eine kurze Darlegung über unsere Tätigkeit. Die hcuttge Sitzung ist die 127. Wir haben 14 Sitzungen mehr gehabt, wie auf dem vorhergehenden Landtag. Ich darf hierbei feststellcn, daß die Plenarsitzungen im allgemeinen gut besucht waren und nur in ganz wenigen Fällen Anlaß war, die Beschlußunsähigkeit des Hauses zu erklären, ein Beweis, daß alle Mitglieder bestrebt waren, ihre Pflicht zu tun. Auch die Tätigkeit der /Ausschüsse war keine geringe. Sie lmben 238 Sitzungen abgehalten, tvovon allein auf den ersten Ausschuß, dessen Arbeitsleistung besonders hcrvorgehobcn zu werden verdient, 159 entfallen. Ter zweite Ausschuß hat 26, der dritte 9, der vierte 33 und der fünfte, der zur Beratung der Revision der laudständischen Geschäftsordnung besonders gebildet worden war, 11 Sitzungen abgeyalten. Zu nennen sind schließlich noch 7 Sitzungen der Kommission zur Beratung über die Vereinfachung der Staatsverwaltung und eine Anzahl Sitzungen des Kanimervorstandes. Jn diesen Plenar- und Ausschußiitzungcn waren im ganzen 1197 Gegenstände zu erledigen, nämlich 86 Regierungsvorlagen, 275 Anträge, darunter ff Initiativanträge, .734 Vorstellungen lund Beschwerden, 64 Anfragen und 38 Wahlprüfungen. Erledigt wurden 82 Regierungsvorlagen, 241 Anträge, 687 Vorstellungen und Beschwerden, 56 Anftagen, im ganzen 1066 Gegenstände. Au größeren und wichtigeren Vorlagen sind zu erwähnen: das Besoldungsgesetz der Staatsbeamten, welches diesen Landtag durch 2 Vorlagen, vorläufige und endgültige Regelung, beschäftigte und mit welchem eine Reihe anderer gesetzgeberischer Aeude- rungcu verbunden Ivar, wie die Regelung der Lchrergehalte, die Reudcrung der WiNven- und Waisengelder, das Gesetz über die Kosten der höheren Schulen, usw. Ferner sind zu nennen das Ordensgesetz,, die seit langem gewünschte landständische Geschäftsordnung. die Hauvtvoranschlägc für 1912, 1913 und 1914, alle Gegenstände, welche die Kammer längere Zeit in Anspruch genommen haben. Bedauernswert ist die Richterledigizng der Regierungsvorlage über das Kraftwagcngesetz seitens der Ersten Kammer. Das Verzeichnis der unerledigten Gegenstände erscheint demnächst als besondere Drucksache, und ich glaube deshalb von einer Verlesung desselben absehen zu dürfen. Das Verhältnis der zur Erledigung gekommenen Gegenstände ist gegenüber den unerledigten günstig, man hat sich bemüht, nach Möglichkeit reine» Tisch zu machen. , In den Ziffern, die ich Ihnen eben vorgetragen habe, stellt sich eine große Arbeitslast dar. Jn der Zahl der Plenarsitzungen haben wir säst die höchste Ziffer erreicht. Rur der 31. Landtag übertraf den gegenwärtigen noch um eine Sitzung. Wenn cs möglich war, die Geschäfte in so gedeihlicher Weise zu erledigen, so ist dies in erster Linie Ihrem Pflichteifer und Ihrer angestrengten Arbeit zu danken, nicht minder aber auch den hervorragenden Leistungen unserer tüchtigen Beamten. Be sondercr Dank gebührt aber auch den Ausschüssen und ihren Herren Präsidenten, die in aufopfernder Weise die ihnen übertragenen Arbeiten erledigten und das Material in vorzüglicher Weise vorbereiteten. Wenn cs mir dann möglich gewesen ist, die Geschäfte so zu leiten, wie ich sie nach meinen schwachen Kräften geführt habe, so danke ich das Ihrer liebenswürdigen Unterstützung, danke es in erster Linie der trefflichen Unterstützung meiner Lerren Kollegen im Präsidium und den beiden Herren Schriftführern dieses Hauses. Als das hohe Haus mir mit der Uebertragung der Würde seines I. Präsidenten seinerzeit die höchste Ehrung, die die Vertreter des Volkes einem Staatsbürger erweisen können, zu teil werden ließ, habe ich Ihnen versprochen, die Geschäfte des Landtags zu fördern, die Rechte der Kammer festzuhalten, die Redeftciheit zu schützen, die Würde und dgs Ansehen des Hauses nach Kräften zu wahren. Ich hielt es aber auch für meine Pflicht, so weft cs mir möglich war, die Kenntnis der Herren Kollegen von den verschie denen Teilen unseres Hessenlandes durch Besichtigungsreisen und dergleichen zu sördern, und ungeachtet aller politischen'Gegensätze die Herren Kollegen persönlich einander näher zu bringen. Gcgcn- seitigcs Verstehen und Achten kann nur der gemeinsamen Arbeit zu gute kommen. Aus demselben Gesichtspunkte glaubte ich auch die persönlichen Beziehungen mit den .Herren Mitgliedern der Großh. Regierung und des anderen Hauses des Landtages durch wiederholte Zusammenkünfte fördern zu sollen. Inwieweit mir dies alles gelungen ist, müssen Sie. m. H. entscheiden. Jedensalls hat es bei mir an ehrlichem, redlichem Willen nicht gefehlt. Auch das darf ich sagen, daß ich bei der Leitung der Geschäfte des Landtags mich Ms nur von sachlichen Gründen habe leiten lassen. Run m. H. sage ich Ihnen Lebewohl. Ich wünsche Ihnen für die nächste Zeit gu:e Erlwlung von den anstrengenden Arbeiten und wünsche, daß die Arbeitsleistung des nächte» Landtags sich würdig anrcihen möge derjenigen, die die Zweite Kammer aus dem jetzt zu Ende gehenden Landtag betätigte. Unsere Arbeit galt dem Wohl des Landes. Deshalb soll auch der letzic Ruf, der hier ertönt, enlspreckiend einer seil langem bestehenden Sitte, unserem Hcssenlande gelten. M. H, ich bitte sich zu erheben und mit mir zu rufen: Unser 'icbes, herrliches Hessen» land, unser Heimatland, dem unsere Al teil und unser Sttcbcn gilt, es lebe hoch, hoch, hoch! Das Haus hat sich bei den Schlußsänen erhoben und stimmt begeistert und einsffmmig in das dreimalige Hoch ein. Abg. Schönberger dankt als ältestes Mitglied des Hauses dem Präsidenten für seine unparteiische Geschäftsführung und wünscht, daß er noch red* lange an dieser Stelle dem Wohl des Landes dienen werde. Präsident Köhler dänft für die Anerkennung und bittet, sie auch aus die übrigen Vorstandsmitglieder und die Beamten der Kammer übertragen zu dürfen. Daraus schließt die letzte Sitzung. vie Thronrede zum tandtagsschlutz. Die offizielle Verabschiedung des 35. Landtags erfolgte gestern mittag 1 Uhr in hergebrachter feierlicher Weise. Als sich die Mitglieder beider Standckammcrn im Thronsaal des Residenzschlosses versammelt hatten, nahmen die drei Minister und die obersten Hofchargen vor dem Tlsron Aufstellung, woraus der Groß Herzog auf die Meldung des Oberzercmonicnmcistsrs erschien und vor dem Thron stehend die folgende, ihm vom Staatsminister Tr. v. Ewald überreichte Thronrede verlas: Meine Herren Stände! Bei dein Schlüsse des 35. Landtags gereicht cs Mir zur besonderen Freude, Ihnen persönlich Meinen Tank und Meine Anerkennung für die Pslichttreuc auszusprcchen, mit der Sic sich in der abgelausencu außergewöhnlich arbeitsreichen LandtagSpcriode den Angelegenheiten des Landes gewidmet haben. Einen erheblichen Teil ihrer Tätigkeit haben die Verhandlungen über die Ausbesserung der Bezüge der Staatsbeamten und Volksichullehrer und ihrer Hinterbliebenen, sowie der StaatSdicnst-- anwärtcr beansprucht. Nachdem durch die vorläuiigcn Bewilligungen für die Jahre 1912 und 1913 zunächst den dringendsten Ansprüchen genügt war, haben Sic sodann in sckuverer Arbeit im Zusammenwirken mit Meiner Regierung zu Meiner hohen Befriedigung jene Bezüge in organischer Weise neu geregelt und mit den Ansorderungen der verteuerten Lebenshaltung in Einklang gebracht. Auch für die Pensionäre konnten erfreulicherweise gleich- zeillg erhöhte Beträge bereit gestellt werden. / Besonderen Tank schulde Ich Ihnen auch dafür, daß Sie gleich- zeillg durch Erhöhung der Zivilliste die Möglichkeit geschaffen ha» den, den Hosbeamten und -Bediensteten sowie dem Personal des Hostheaters und der Hofmusik die notwendige Aufbesserung ihrev Dicnstbezüge zuteil werden zu lassen. Die Rücksicht aus die Finanzen des Landes gebot dabei überall vorsichtige Zurückhaltung in der Inanspruchnahme der vorhandenen Staatsmittel: aber auch die Erschließung neuer Einnahmen war notwendig. Jn dieser Erkenntnis haben Sie auch den Vorlagen Meiner Regierung über Aenderung des Urkundenstcmpcl- gesetzes und des Gesetzes über die Erhebung von Zuschlägen zur Reschserbschastssteuer, sowie dem Gesetzentwurf über die Neuregelung der Bcitragspslicht der Gemeinden zu den Kosten der höheren Schulen zugesttmmt. Im Interesse der Ausbildung der Aerzte und zur Fürsorge für hilfesuchende Kranke haben Sie für den Bau zweier neuen Kliniken an der Landcsunivcrsität in dankenswerter Weise die Mittel bereit gestellt. Tie Forderungen, die Meine Regierung stellen mußte, um dem Interesse der Wissenschaft und der Fortentwicklung der beiden Hochschulen des Landes durch Errichtung neuer Lehrstühle und den Alwbau von Hochschulinstituten gerecht zu werden, haben zu Meiner Freude Ihre Zustimmung gefunden. Bei der gesetzlichen Neuregelung der Entschädigung für Bieh- verlustc aus Grund des neuen Reichsviehseuchcngesctzes konnte auch die bereits früher erfolglos versuchte Einsührung einer Entsckmg digung für an Maul- und Klauenseuche gefallenes Rindvieh ermöglicht werden. Tie Landbevölkerung wird das dankbar erkennen. Durch die über das landwirtschaftliche Genossenschaftswesen her- cingebrochenc Krisis sind weite Kreise der Bevölkerung in Mitleidenschaft gezogen worden. Ich hoffe,« daß die unter Ihrer Zustimmung getroffenen Maßnahmen geeignet sein werden, die schweren Folgen der Krisis zu lindern und das landwirtschaftliche Genossenschaftswesens wieder in gesunde Bahnen zurückzusühren. Es gereicht Mir zur Befriedigung, daß die Vorlage Meiner Regierung über die Revision der Ordensgesetze, die einzelnen religiösen Orden und ordensähnlichen Kongregationen eine freiere Tätigkeit in religiöser, charitativer mib sozialer Richtung ermöglichen soll, die Zustimmung der Stände erlangt hat. Ich gebe Mich der Hoffnung hin, daß die daran geknüpften Erwartungen, es werda der konfessionelle Friede in Meinem Lande erhalten bleiben, sich vollauf erfüllen werde. Ich begrüße es, daß durch Annahme des Gesetzentwurfs, die Teilung von Grundstticken betressend, die Verwaltungsbehörden in den Stand gesetzt werden, dem Bedürsnis der Grundstückscigentünier in Ansehung der Teilung ihrer Grundstücke mehr gerecht zu werden, als dies bisher möglich war. ^ Aus Grund des von Ihnen angenommenen Gesetzes, betr. die Losgesellschastcn, die Veräußerung von Jnhabcrpapieren mit Prämien und den Handel mit Lottcriclosen, wird es möglich sein, dem dos Volkswohl in hohem Maße schädigenden Treiben gewisser Gesellschaften und Vereinigungen, die durch marktschreierische und übertriebene Hoffnungen auf Spielgcwinn erweckende Reklamen und Offerten die Spicllust übermäßig anzureizen und dadurch das Publikum auszubeuteu suchen, mit voller Energie entgegenzutrcten. Mit besonderem Danke habe Ich die Förderung begrüßt, die Sie der Rechtspflege durch die Bewilligung einiger weiterer definitiven Amtsrichterstelleu, die an Stelle von seitherigen Aus- hilfsstellen treten sollen, erwiesen haben. , Wenn Ick, anr Schlüsse des vorigen Landtags seststellcn konnte, daß die allgeuicinc Finanzlage des Landes sich günstiger entwickle, so hat sich dies in der Zwischenzeit bestätigt. Mit der sorglichen! Pflege der Staatseinnalmien und der nach wie vor durchaus gebotenen Sparsamkeit in den Staatsausgaben hat die normale Weiterentwicklung der Steuererttäge gleichen Schritt gehalten, so daß cs trotz erheblichen Ansteigens wesentlicher Staatsbedürfnisse nicht nötig geworden ist, die Steucrausschläge zu erhöhen. In gleicher Weise sind die Ueberschußanteile aus der Eisenbahngemein- schast steigend geblieben, wenn sie auch, entivrecheich dem gegenwärtigen BUd unseres Wfttschaftslebens überhaupt, neuerdings zu eincni Süllstand gckmrmen zu sein schcinem Unter den obwaltenden Verhältnissen befriedigt es Mich besonders, daß ein» gesetzlich geordnete Schuldentilgung, die Ich zu Beginn dieses Landtags erneut als notwendig bezeichnet hatte, in einem noch genügendem Maße sich bot verwirklichen lassen. Damit im Zusammenhang haben weitere Maßnahmen durchgeführt werden können, die den Staatshaushalt noch mehr vor den Folgen unvermeidlicher Schwankungen mit Hilfe verfügbar bleibender Reste sicherstellen sollen. TMt {inoitjhfkn Bezieht, »geil bcr GHnjftftaatm MM Rttcki sind mich in dar abgclausrncn Landlags»>rriodc nicht unverändert «cdt>el>cn. Die Reickissiiuinzreform des Jahri's l 9 l.3 hat die «lMdeSfinnnzen dnrcki weiterc Jnansvruchnalmie von Landesab- üaben für das Muh und durch Einführung neuer Reichsstrnern snnminrtbar und mittelbar in einer Weise beeinflußt, daß es Meiner Regiernng nudl leicht falten konnte, fick» init ihr abzu- findiNi. Die Stärkimg der Wehrkraft des Reiches war indes ei» Unabweisbares Bedürfnis t ich' znzustimmen war für Meine Re- «ttnmn eine ebenso selbstverständliche wie freudig crMllte Pilicht. Dnß bei der Deckung der Kosten der Hecresvermehning auch Mein Land Opfer dringen mußte, ließ sich bei den gegebenen Verbälttiissen nick» vcrnieidcn. Den Zlvccken der Landesvettcidigrmg wie sonstigen allgemeinen sZwecken. die namentlich den Ivechselseitigen Berchhr der Provinz lRheiilpessen mit dein Rheingau zugute kommen werden, soll das von Ihnen verabschiedete Gesetz über den Bau einer Rheinbrnckc im Zug« der Verbindungsbahn von Rüdcsheim nach Sarmshttnz dienen Das wachsende Vettrauen in die Tätigkeit der Landeshypotheken- ibank und die fortschreitende Erkenntnis der Notwendigkeit und Nützlichkeit dieses Instituts haben es erforderlich gemacht, seine Mittel erheblich zu verstärken. Es ist dies dadurch ermöglicht worden, daß Sic der Erhöhung des Grundkapitals der Bank auf 14 Millionen Mark zugestiinntt haben. In, Interesse der hessischen mittleren Beamten in der liessisch-preuhischen Eiscnbahnqemeinschaft kann cs nur begrüßt ivcrden, wenn Sic sich damit einverstanden erklärt haben, daß die Abstellung dieser Beamten mit derjenigen der preußischen auch in zeitlicher Hinsicht vollkommen gleichgeordnet wird. Mit dem Verkauf der nicht zu Hofgütern gehörigen kameral- siskalischen Grundstücke konnte unter Ihrer Zustimmung fvrt- lgcsahren und damit der wirtschaftlicheki Stärkung des mittleren tirnd kleineren bäuerlichen Grundbesitzes im Lande weiter gedient werden. Unter den gleichen Gesichtspunkten und als Maß- itegcl gegen ein Abwandern von Arbeitskräften vom^ heimatlichen Grund und Boden und deren Ucbergang in die Industrie ist auch 'die beabsichtigte und von Ihnen genehmigte Auflösung des Losguts Sensselder Hof anzusehen, weshalb ich diesem Vorschlag Meiner Regierung gerne zugestimmt habe. Ich entlasse Sie, Meine Herren Stände, mit der Versicherung Meines sortdauernden landessürstlichen Wohlwollens uird mit dem Wirnsche, daß die Ergebnisse Ihrer Beratungen und Beschlüsse Meinem geliebten Land und Volk zum Segen gereichen möchte». Nach dieser Thronrede erklärte St^atsministcr Tr. von Ewald in Allerhöchstem Auftrag den Landtag für geschlossen und überreichte dem Vizepräsidenten der Ersten Kammer, Fürsten Solms-Hohensolms-Lich, das Dokument des Landtags-Abschiedes, der in üblicher Weise eine Zusammenstellung und Uebcrsicht über die vom 35. Landtag beschlossenen Gesetze, Anträge usw. gibt. Fürst Solms brachte darauf ein dreifaches hoch auf den Groß- herzog aus, womit der Festakt beendet war. Im Anschluß Larau fand im ibaisersoal des Rcsidenzschlosfes in Gegenwart des Großhcrzogs, der Minister und der obersten Hofchargen eine Hostasel zu 100Löedeckcn statt. 2fu* Stadt nnd Land. Gießen, 10. Juli 1914. — Eine große militärische Aufklärungsübung findet vom 13. bis 18. Juli unter Leitung der 21. Kavallerie-Brigade in Oberhessen und an- lgrenzenden preußischen Gebieten statt. Sie erstreckt sich hauptsächlich in dem Raum zwischen Vogelsberg, Wetzlar, Marburg, Zwankenberg, Büdingen, Hanau und Gießen. Viele Gemeinden werden im Laufe der Hebung Masseuguar- >ficre erhalten. ** Mitteldeutscher Sängervcrband. Das diesjährige Bcrbandsscst, das, lose sck»on gemeldet, am 19. Juli in Großen-Lindcn stattstndet, scheint außerordentlich stark von Sängern besucht zu werden. Bereits 26 Vereine lfabcn ihr Erscheinen zugesagt, und weitere Amueldungeu stehen noch bevor. Eingeleitet werden die Gcsangsvorträgc durch den Mastenchor „Niederländisches Dankgcbct" (mit Orchcstcrbegltttnng). Dann folgen die Einzelvorträgc der Vereine in der Turnhalle. Das Ergebnis der Wertung, die von den ersten Fachmännern aus Gießen, Fricdbcrg usw. vorgenommen wird, wird diesmal den Vereinen nach dem Feste schriftlich zugestcllt. Auch werden die Erfahrungen des Vcr- bandslcstes den Besprechungen eines im Herbste cinzubcruscnen Dittgenteittags als Grundlage dienen. ** Vichmarkt in Gießen. Bei dem am 7. und 8. Juli d. I. abgehaltenen Viehmorkte waren 1188 Stück Rindvieh und 208 Schweine aufgetrieben. — Der nächste Markt fiirdet am 21. und 22. Juli statt. ** Warnung vor dem Eintritt in die französische Fremdenlegion. Immer noch ist der Zugang zur französischen Fremdenlegion von jungen Deutschen ein großer, hauptsäckstich wegen der Unkenntnis und Täuschung über die Verhältnisse in dieser Truppe. Das Großh. Ministerium für Schulangelegen- heilen hat daher die unterstellten Behörden veranlaßt, daß die Schüler, insbesondere die Fortbildungsschülcr, vor Entlassung aus der Schule in geeigneter Form belehrt und gewarnt werden. Am besten geschieht dies an der Hand der von dem Deutschen Schutzveretn gegen die Fremdenlegion herausgegebcnen Warnungstafeln und durch die ebenda erscheinende Zeitschrift „Fremdenlegion". Die genannte Behörde macht auf diese Schriften aufmerksam mit dem Bemerken, daß die Warnungstaseln vor allem zur weitesten Verbreitung empsohlen werden können. ** Wichtige Entscheidungen des Reichsgerichts. Das Reichsgericht hat eine Reihe neuer Entscheidungen gefällt, die für die Allgemeinheit von Wichtigkeit sind: Schmerzensgeld für Ausgabe der militärischen Lausbahn. Kläger ist Artilleriemajor. Er hat beim Reiten durch die Olgastraße in Ulm einen Unfall erlitten und die Stadt Ulm wegen der mangelhasten Instandhaltung der Straße in Anspruch genommen. Er hat unter anderem einen Entschädigungsanspruch wegen der nötig gewordenen Aufgabe der militärischen Laufbahn erhoben und aus diesem Grunde auch vom Oberlandcsgericht 4000 Mark zugesprochen erhalten. Das Oberlandcsgericht Hai dazu ausgesührt, daß der Anspruch auf Entschädigring sür den immateriellen schaden durch den Zwang, die Uniform abzulegeu und einen andcren Beruf ergreifen zu müssen, begründet sei, sowie auch mit Rücksicht daraus, daß der Kläger nicht mehr die Aunehmlichlleiten in Bezug aus seine soziale Stellung bat. Das Reichsgericht hat dieses Urteil bestätigt. — Verletzung beim Telephonieren undUnfallversicherunq. Das Reichsgericht bat jetzt entschieden, daß Störungen des Nervensystems durch außergewöhnliche Geräusche im Telephonavvarat zu den crsatz- vilichtigen llnsallsolgen gehören. Zwar läßt sich nicht verkennen, so hatte das Berufungsgericht ausgesührt, daß mehrere Einwände gegen den Kläger sprechen, da dieser neurasthenijch veranlagt war' doch ist aus Grund der Gutachten mit großer Wahrscheinlichkett anznnchmen, daß die außergewöhnlichen Knattergeräusche im Tele- Vhon eine körperliche Verletzung ider Gchörsncrvcueuden, des Rügers verrmacht hoben. Die gegen dieses Urteil des Berufungsgerichts eingelegte Bernfung ist vom Reichsgericht zurückgewicsen worden. — Die Straßenbahn ohne Führer — erhebliche Erhöhung der Betricbsgcfahr. Die Erhöhung der Betrrebsgcfabr der Bahn spielt bei Betriebsunfällen, die zum Tctt auf dem Verschulden des Verunglückten beruhen, eine große Rolle. Selbst bei grobem Verschulden. das sonst geeignet wäre, eine Lastpfticht der Bahn ganz ausznschließen, wirkt die Erhöhung der Bettiebsgefahr ganz nach dem Grad ihrer Höhe ein Im gegenwärtigen Rechtsstreit hatte der Kläger den nur sür die Bahn bestimmten Strahenstreifen als Gehweg benutzt, woher er von der führerlosen Bahn, die ohne Signal mit eingestelltem Strvni bergab fuhr, durch eine oksenstcheiide Tür, aus der der Führer herausgefallen loar, amgeroarfen Wochen ist. Das Obe» laudesgericht lmtte seinen Ersatzanspruch tvegen des mitwirkendeu groben Verschuldens des Klägers abgrnnescn. Das Rttck>sgettckü hat das Urteil ousgeboben und die Saä>e zur ondeaveiten Verhandlung an das Oberlandesgkttckü znrückverwicsen. ** Gnterrcchtsregistcr. Krug, Heinrich, Landivirt in Ober-So rg, imd dessen Ehefiau Anna geborene Rausch, Jungk, Heinrich, Maurer in BiUertshausen, und dessen Ehefrau Lina geh. Richtberg und Orth, Hermann, Landwirt in Ermenrod, und dessen Ehefrau Minna geh. Necb haben Errungcw- schaftsgemrinschast vereinbart. , " .Konkurse in Hessen. Im Konkursverfahren über den Nachlaß des Adam E ck III. von H e v v e n b e i m soll die Schlubver- teilmig erlolqen. Dazu sind verfügbar .1106.00 Mk. Zn bernckstch- tige» sind 37.61 Mk. bevorrechtigte und 6669.21 Mk. nicht bevorrechtigte Forderungen. — I» den, Konkursverfahren über das Ver- inögen des Allrcd Rodria», Kaufmann i» Alzey, Inhaber der Firma Alfred Rodria», Herrengarderobe und Maßgcschält in Alzey ist infolge eines von dem >, Bingen, ist »ach erfolgter Abhaltung des Schlußtermins aufgehoben. — Das Konknrsveriahi-eu über das Vermöge» des Johann P r c i f > g, Kaufmann in Schornsheim, ist »ach ersolgter Ab» haitmig des Schlußtermins aufgehoben ivorden. Kreis Alsfeld. o. Alsfeld, 8. Juli. Auf der Tagesordnung der Stadt- vorstandssitzung stand u. a. die Vergebung der Arbeiten und Lieferungen für die allgemeine Kanalisation unserer Stadt. Zu Los 1: Erd- Maurer- und RohrverlegungSarbettcn siegen verschiedene Angebole vor und zwar init höchstens 343075 Mk. und niedrigstes 213139 Mk. Die Großh. Aülturinspcktio» Gießen, welche mit der Leitimg und Aufsicht betraut ist, empfahl, der Firma P. Rieben, Höhr, welch!' schon früher verschiedene Stadtteile ohne Beanstandungen ausgelührt hat. den Zuschlag zu ihrem Angebot von 230 399Mk. zu erteilen. Zu einem cichgültigcn Beschluß konnte man noch nicht kommen, vielmehr soll die nächst wenigstiorderndo Firma I. Großclstnger n. Co. in Frankfurt gehört werden, ob sie bereit ist, ihr Angebot von 217 148 Mk. aufrecht zu erhalten, falls ihr Los 2 und 3 nicht übertragen tvird, welche Bedingung die Firma noch zuvor an ihr Angebor gcknüvst hat. Die übrige» Lieferungen wurden vergeben und zivar erhielten dep Zuschlag! Los 2 t Sie» scrung von Stcsnzeugrohren usw. die Firma Gebr. Muhle in Bremen sür 42 514 Mk. Lds 3: Lieferung der Zemcntrohren den Alsselder Anlnetern, Firma Arnold Etting, Lorenz Rößner, Otto Lcidncr und Wilhelm Egner für 23 137 Äk. Los 4 t Eiienteile, der Firma I. A. Waldeck-Alsfeld sür 3808Z5 Mk. Lieferung von Spnlschiebern der Firma Heinrich und August Rößner hier iür 1762,35 Mk. Kreis Lauterbach. R. Lauterbach, 9. Juli. Nach der von Großh. Zentralstelle für die Landcsstatistik jetzt beendeten Zusammenstellung über die Zwischenzählung der Schweine am 2. Junilo. Js. tmivden im Kreise Lauterbach insgesamt 16 776 Schweine gezählt, gegen 19 014 bei der Zühluiig am 1. Dezember 1913. Hierunter waren 49 Zuchteber und 1378 Zuchtsauen, die übrige» Masfichweine. Der Rückqanst gegen die Dezembcrzählung ist wohl auf das Konto der hohen Fer- kelprcisc zu setzen, obschvn die Zahl der Zuchrschweine seil einem Jahre um 118 Stück gestiegen ist. R. Lauterbach, 9. Juni Die 5peidclbeeren sind jetzt auch in den Wäldern des nördlichen Vogelsberges zur Reife gelangt und es ist bereits vereinzelt nnt der Ernte begonnen worden, obschon es angebracht wäre, nicht allzufrüh mit dem Einfanrmeln zu beginnen, da die unreifen Beeren mit den Stränchern umgetreden werden und nicht zur Reife kommen. Die Ernte fällt in diesem Jahre spärlicher aus wie in Vorjahren, weil die Blüten durch die Fröste sehr gelitten haben. Anzucrkennen ist, daß das Ab- erntcn der Beeren mit Kämmen nur sehr vereinzelt vorkommt, wodurch die Sträncher geschont bleiben. Der Versand nach auswärts hat noch nichli begonnen. (ib) Lauterbach, 9. Juli. Die Heuernte ist in unserer Gegend befriedigender ausgefallen, als zuerst dem Anschein nach crloartet wurde. Die Nachfrage nach Heugras ist groß, infolgedessen bringen die Versteigerungen hohe Preise, wie sie in den letzten 5 Jahren nicht mehr vorgekommen sind. Die H^rernte ist hier übrigens noch in vollem Gang. (ib) Altenschlirf, 9. Juli. Am Sonntag, den 19.Juli, soll hier das Missionsfest des Dekanates Lauterbach gefeiert werden. Kreis Schotten. z. Ans dem oberen Bogclsbcrg, 8. Juli Wenn ia auch der Frettag abend cingetretene Regen dem Landwirt, da er mit der Heuernte sehr beschäftigt ist, gerade nicht willkommen erschien, wird er ihn aber auf der andern Seite dock, wieder zu begrüßen wissen. Das Gras auf den mageren Bergwiesen sing schon an abznsterben, sowie sich noch ein weit größerer Schaden an den aus das freie Feld verpflanzten Gartenpflanzen bemerkbar mackste. Ein großer Teil hiervon waren verdorrt und mußten wieder durch neue ersetzt werden. Auch den Saaten anl dem Felde sah man schon teilweise den Trockcnstanü an. Kreis FrieSberg. (s) Butzbach, 8. Juli. Ein bei einem hiesigen Bäckermeister bedicnstetes Dicnstmädchon gebar in der Nacht auf Montag ein Kind. Der Bäckerbursche hörte angeblich Kinder- wimmern aus der Mädchcnstube und meldete dieses sofort seinem Herrn.. Ms dieser der Sache auf die Spur gehe^ wollte, hatte die unnatürliche Mutter das Kind in die Dachrinne versteckt, wo es noch lebte. Herr H. befahl dem Mädchen, das Kind an sich zu nehmen. Bei späterem Nachsehen hatte sie das Kind beseitigt. Bei Auffindung ergab sich, daß das Kind an Zunge und Mund stark verletzt und tot war. Das Mädchen soll dem Kinde die Verletzungen mit einem Stück Glas beigebracht haben. Die Polizei nahm das Kind an sich, die Mutter wurde ins Lazarett nach Niederweisel gebracht. ^7 Vilbel, 8. Juli. Der bei dem Maurermeister Franz Schmidt brschüstigte 29 Jahre alte ledige Maurer Christtan K r e i l i f, g aus Vilbel st ü r z t e heute abend 6V- Uhr beim Mdruch des alten Stationsgebäudes zu Bouames etwa 3Meter hoch von einer Letter und brach das Genick. Die Leiche wurde auf den Friedhof nach Bouames gebracht. — Die Gemeindesteuerzettei sind bis jetzt den Steuerzihlcrn noch nicht ansgehändigt worden. Die Gemeindesteuer lstit sich um 20 Proz. erhöht, so daß der Prozentsatz jetzt I60Proz. beträgt Starkenburg und Pheinhessen, m, Offenboch, 9. Julr. Das 4b. M a i n g a u- T u r n > «st der Deutschen Tuincrschast, das in den erste» Tagen des August in Offcnbach abgehallcv. wird und der Ofien- bacher Turngescllschast übettragen worden ist, wird diesmal einen außerordentlich großen Rahmen einnchmen, der bei dem zu cr- Ivarlenden Massenbcfnck, und der Vielseitigkeit der Veranslaltungcn einem Kreisturnscst nicht nachstehen dürste. Als Fcftrckatz ist der 66 000 Quadrattncter umfassende Raum an der Löwrnwiesc voc- nesehen. Dnu Schauturnen dient ein an der Lstscite dieses Turnplatzes errichtetes großes Podium. Tie llnkosien belaufen sich aus 15 — 16 000 Mk., denen ein Garaniiefonds in gleicher Höhe gcgenüberstcht. Dos Gauturnsest des Maingancs, der über 8000 Turner umfaßt, wird mit einem von der Ofsenbacher Turnerschast am 26. Juli zu veranstaltenden Schauturnen einqelcitct. Vereinsnachrichten. k. Butzbach, 8. Juli. Gestern abend fand in der Gomeind« Ebcrftadt bei Butzbach tti der ööastlpirtschait „Zur Post" eine out besuchte Versammlung statt, in der die Gründung c l II c s Turnvereins beschlossen wurde. Der Versammlung ioobntcn Blttgermeister G ö r l a ch, der die Versammlung leitete, die Mitglieder des Gemrinderats, die Vertreter des Krieger- und tbesang- vereinS imd vom Turnverein Butzbach der erste Sprecher Schneider. Zcugwart ?ll>olf Schütz rmd Jakob Häuser bei. Der neugegründetc Verein trttt dem Gau Hessen der deutschen Turncr- scksttft bei. Bei der Vorstandsioahl wurden gewählt als l. Vor- silender Lehrer Löffler, 2. Vorützender August Gor lach, Präsident des Riegervrreins, Schttitführcr Wilhelm Düttnger, Landwirt und Schweinehändler, Rechner Landnnrt Karl Rützl; 1. Turnwarl Wilhelm Fischer, Metzger und Landwirt ; 2. Turnwatt August Gorr, Laichwirt; Zeugwart Heinrich Müller, Wagner: 1. Beisitzer Bürgermeister Görlacht 2. Beisitzer August Gorr. Rach der DorstandÄvahl sprack, der 1. Sprecher Schneider von Bntz- back, seine Freude über das Zustandekommen des Vereins ans mtt dcni Wunsche, daß ebenso wie die Gemeinde Ebctttadi auch der neugegründete Verein einen guten Ruf genießen möge und brachte ein drciiack, Gut Heil anl die deutsche Turnerschast ans. Bürgermeister Görlach dankte allen Mittvirkenden, besonders den Vertretern des Turnvereins Butzbach. Gcrichtssaal. Der gekränkte Bürgermeister. h. Bad Hoinburjg v. d. H., 9. Juli. In Obcrnrsel schlug neulich der dortige Bürgermeister Füller einem 15jährigen Realschüler die Mütze vorn Kopse und verabfolgte ihm noch eine Ohrfeige, weil der Schüler ihn nicht gegrüßt lzatte. Darob strengte der Baker des Jungen die Beleidigungsklage gegen den Bürgermeister an. Der Angeklagte nrachtc geltend, daß man (!) ihn als Mitglied des Schulkuratori ums zu grüßen habe (!) und zog als Beweis dafür ein alttiasscrnisches Edikt heran. Es kam schließlich ein Vergleich zustande, iit dem festgelegl lvurde, daß die Obcrurselcr Realschüler ihren Bürgeririeister nicht zu grüßen brauchen. * Büdingen, 6. Juli. (Schöffengericht.) Der Schornsteinfeger F. K. von Fürfcld, zurzeit hier in Untersuchungshaft, wurde wegen Bettelns zu vier Wochen Hast unter Anrechnung der erlittenen Unterjuchungshaft verurteilt. —■ Der Gärtner K. H. aus Allcndors, Kreis Hersscld, zurzeit hier in Umcrsuchungshaft, wurde wegen Bettelns zu einer Läftstrase von drei Tagen verurteilt. — In der Privatklagesachc des Schneidermeisters K. R. von Himbach gegen den Arbeiter W. St. daselbst wegen Körperverletzung wurde der Angellagte K. zu 5Mk. Geldsttasc oder l Tag Gefängnis verutteilt. Am l. März l.Js. hatte der Pttvatkläger mit «ttberat Gästen in bcr Reibcrt'schen Gastwirtschaft in Himbach eine Sluseinandcrsctzung über eine Eingabck, die er in einer Rad- sahrersache an das .Krcisamt gerichtet hatte, an der der Angeklagte aber in keiner Weise beteiligt war. Der Angeklagte, ein Schwiegersohn des Bürgermeisters, hielt sich veranlaßt, den Pttvotkläger zur Ruhe zu verweisen, anderenfalls er ihm Entfernung aus der Wttt- schast androhe. Er hat den Piivatkläger auch dann zur Wirtschaft hinausgctan und ihn durch diese Handlungsweise tätlich beleidigt. Märkte. eh. Rieder-Ingelheim, 9. Juli. Ob st markt. Kifichen 10—25 Mark, Erdbeeren 00 Alt., Stachelbeeren 6—lö Mt., Jobannisbeere» II —lö Mk., Pßrstche 60 —80 Mk., Jrnhbirnen 13—15 Mk.. Avrikolen 00 Mk. der Zentner. le. Wiesbaden» 9. Juli. Heu- und Strohmarkt. Angeiahren waren: lö Wagen beu, 2 Wagen intt Stroh. Dia» nolierie: Heu höchster Preis 3,80 Mk., niedrigster Preis 3,10 Pik., Durchschnittspreis 3,64 Mark. Stroh (Richtstroh) höchster Preis 2,60 Mk., niedrigster Preis 2,50 Mk.; Durchschnittspreis 2,60 Mt. Krnmnistroh höchster Preis 0,00 Mk„ niedrigster Preis 0,00 Mk.; Durchschnittspreis 0,00 Mk. — Frachtmarkt. Haser höchster Preis 10,00 Mk., niedrigster Preis 9,30 Mk.,- Diirchschnittspreik 9,-7 Mk. Alles sür 60 Kilo. H Marburg, 9. Juli. Dem benligen Schweine markt waren 864 Schweine zugelahren. Bei fchivachem Geschäii wurden bezahlt sür 6—8 Wochen alle Ferkel 40—60 Mk., fixe Lauser 85 — 93 Mk. und Iür Einleaeschweine 120 Mk. per Paar. Müllersche Badeanstalt. Wai erwärme der Lahir ain 10. Juli 16' kt. Meteorologische veobachMngen der Station Sieben. Juli 191-1 !*o.l B . K U bi jE> ^ & ii -ZU s; z w ii Bf i S5sf SS?® 1-51| Wetter 9 5 1 751.8 22 8 10 8 60 NNW 2 3 Sonnenschein 9. b ** ^52.2 18 5 12 9 81 NNW 2 0 10. r 1 53,3 17.2 12,0 82 NW 1 0 Sonnenschein Höchste Temperatur am 8.-9. Juli 1914 = 23,1 Niedrigste , , 8.-9. , 1914 = + 11,2’, Niederschlag 0.0 mm. _ Verantwortlich für den politischen Teil i. V.: 91. Lange. Es ist nicht cinettci, womtt die Schuhe behandelt iverden, denn auch MI Schuhwrrk kann man spmen. Manche durch schreiend« Rctlame enipfohlenc Schnhcremcsorten sind minderwcrng und für das Leder schädlich, darum sollte man beim Einkauf nur das Beste wählen. Die länger als dreißig Jahre in Kundcnkreifen sich des besten Rufes erfreuende Fabttk Rnd. SlarckettiMcllc (Hann.) liesett eine gute Schuhcreme anerkannt bester Qualität unttr dem Namen ,,D ia m a n t in e". Dieses Fabrikat crfieul sich großer Beliebtheit, denn es ist ein reines Wachspräparat. aus den feinsten Swfsen hergestcllt, konservictt somit das Leder bestens und man erzielt damit überraschend schnell einen prachtvollen Hochglanz. Anßcrdeni liesett die Fabttk diese Tiamantine auf Wunsch mit dem ihr patewamtlich geschützten Sparsicb. Durch das Sparjieb wird die größte Spattamkttt bttm Verbrauch erzielt und fomtt bietet lDimnantinc-Schnhcrcme in jeder Beziehung Vonttle. hv 10 /,, Heute abend 9 Uhr entschlief nach kurzem, schwerem Leiden sanft und gottergeben unser guter Vater, Grossvater, Bruder, Schwager und Onkel Herr Hauptlehrer Peter Holtmann im Alter von 67 Jahren. Krofdorf, den 9. Juli 1914. In tiefer Trauer: Emma Volk geh. Hossmann Marie HoHmann Heinrich Volk Karl Suchan. m0B Die Beerdigung findet Sonntag, den 12. Juli, 4 Uhr nachmittags, in Krofdorf statt. Danksagung« J>ür t>ic rnclcn Beweise herzlicher Teilnahme bei dem u»c- so schwer bcirossene» Bcrluste, soivie sür die zahlreichen Blnmensvendeii saaen wir allen aus diesem Wcae inniaitc» Dank. Be sonderen Dank seinen Herren Bornesehlen uiid Kollegen snr die innige Anteilnahme. Die lieslrauernden Hinterbliebenen: Frau Karl Ritzel Wwe. u. Kinder. Wiegen, den 9. Juli 1914. ^ Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme sowie für die zahlreichen Blumenspenden bei dem unerwarteten Hinschciden unseres »nnigstgeliebten Döhnchens Erich sagen wir ans diesem Wege herzlichen Dank. 8110 Heinrich Metzler und Frau gcb. Gutb. Heuchelheiin, den 19. Juli 1914. Betau nt tu ach »mg. In unser Haiidclsrecffster Abt. A wurde heute bezüglich der Firma Friedrich Ainend in Großcn- Lindcn eingetragen: Friedrich Ainend jr. in Großen- Lindcn ist mit Wirkung vom 8. Juli 1914 aus der Gcsellschast auSgcschicden. Gießen, den 9. Juli 1914. 8113 L Großherzogliches Amtsgericht. Bekanntinachttttg. In unser Handelsregister Abt. A wurde heute eingetragen die Firma: Otto Scheel, Gießen. Inhaber: Otto Scheel, Kausuiann in Gießen. Gießen, den 9. Juli 1914. 8112 B Eroßherzogliches Amtsgericht.' Räumungs- Verkauf nurnochbisl5Juli in Herren-Oberhemden, Einsatzhemden Sporthemden :: Sportstrümplen Selbstbindern, Socken, Schürzen Russen-Kittel, Waschröcken, Handschuhen etc * u bedeutend ermüssiRten ' - Preisen - Auf alle übrigenWaren and echte Jäger-Unterkleider bei Barzahlung 10% ansser Garne während des Ausverkaufs. Julius Schulze Kreuzplatz 8122a Todes-An zeige. Gestern abend >/,! 1 Uhr verschied sanft im 62. Lebensjahre nach langem und schwerem, mit grosser Geduld ertragenem Leiden mein lieber Mann, unser guter Vater, Schwiegervater, Grossvater, Schwiegersohn, Bruder und Schwager Herr Wilhelm Repp Laubach, Frankfurt am Main, Neukölln, Cassel, Homberg an der Ohm, Darmstadt, den 10. Juli 1914. Die tieftrauernden Hinterbliebenen. I. d. N.: Elisabeth Repp geb. Michel. Die Beerdigung findet Sonntag, den 12. Juli, nachmittags 4 Uhr, vom Trauerhause aus statt. gl 29 Ab Samstag, den 4. Juli bringe ich sämtliche Damen-Blusen nur diesjährige Neuheiten in Voile-, Crepe- und Batiststoffen mit feinen Filet- und Stickerei-Handarbeiten 0 7947a Preisermässigung in den Verkauf 20 ü 4 #^$^ 20 Rabatt " ^ Rabatt CarlA.Hartmann Ausstattungsgeschäft und Wäschefabrik CREME DEHNE beste 5IW in 3 Neue Kartoffel« vrima Q.ualität Z empfiehlt billig Z Zonnenstr.6 Telephon 88 fWWW’W? VW Bekanntmachung. Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß das aus Grund der Feldbereinigung neu errichtete Grundbuch der Gemarkung Gießen Flur 7 bis 19 und 40 bis 60 nebst den dazu gehörigen Parzellenkarten aus dem Ortsgerichtsdureau zu Gießen offengelegt ist. Die Beteiligten sind befugt, dasselbe während der Zeit der Offenlegung in diesem Lokal einzu- sehc», auch gegen die entsprecheude Gebühr von dem Ortsgerichisvorstehcr in Gießen Grundbuchs» aiiszüge zu verlangen und werden sie durch letzteren aus die entdeckten, sie betreffenden Fehler aujmerk» sam gemacht werden. Allen denjenigen, welche sich bei den Angaben des Grundbuchs bezüglich des Besitzstandes und der Größeiiangabcu sür beschwert erachten, steht es frei, binnen einer »nerstrccklichcn Frist von sechs Monaten ihre Anstände ius gütlichem Wege bei den> Vorsteher des Ortsgerichts der Stadt Gießen, vor welchem sie ihre etwaigen Gegner vorladen laffcii können, zu beseitige» und, insofern dies nicht von Erfolg ist, ihre Ansprüche bei dem sür Bcsitz- strcitigkcilcn zuständigen Gericht geltend zu machen. Ist diese« Gericht ein anderes als das Unterzeichnete, so haben sic davon, daß letzteres geschehen, in derselben Frist dem Unterzeichneten Gericht Anzeige zu machen. Dieselbe Anzeige liegt ihnen binnen derselben Frist alsdann ob, wenn sie vor Offenlegung des Grundbuchs gegen die daselbst eingetragenen Besitzer eine Besitzklage angcstelll haben. Nach Ablans dieser Frist wird der Besitz, wie ihn das Grundbuch in Verbindung mit den dazu gehörigen Parzcllenkarten angibt, in Bezug auf die Personen der Besitzer und der Größenangaben in allen den Fällen sür richtig angenommen, in welchen weder eine gütliche Beseitigung bei dem Vorsteher des Ortsgcrichls zu Protokoll gegeben, noch eine gerichtliche Klage deshalb erhoben und erforderliche» Falls bei dem Unterzeichnete» Gericht zur Anzeig« gebracht worden ist. Zugleich werden diejenigen, welche die in Gemäßheit des Art. 30 des Gesetzes vom 21. Februar 1852, die Erwerbung des Grundeigentums betreff., beigcfügten Erwerbtitel berichtigt zu sehen wünschen, ansgesordert, die erforderlichen Anträge binnen der festgesetzten Frist von sechs Monaten bei dem zuständige» Gericht zu stellen, und wenn dies ein anderes als das Unterzeichnete Gericht ist, bei diesem die Anzeige zu machen. Die unerstreckliche Frist von sechs Monaten beginnt mit den« 16. Juli 1914 und geht mit dem 15, Januar 191b zu Ende. Gießen, den 7. Juli 1914. 8IHB _ Großherzogliches Amtsgericht. _ HfchendteicMfeine im Format der rheinischen Schwemmsteine. Auskunft über Preis usw. auf der Grabe Ladwigsboflaang iuWölfers- hoim oder durch 79170 Teleyh. 11. GroBh. Bergwerksdlrektion Friedberg i. Hessen. Amtliche Bekanntmachungen der Stadt Gieheu. Vom 1. August bis Mitte September dö. wird voraussichtlich keine Sitzung der Stadtverordneten^ Versammlung nbgehalken Dringliche, die Beschlutzfassunrv der Stadtverordneten-Bersammlung erfordernde 'Angelegenheiten sind daher spätestens bis »um 24. Juli dö«. einzureichen. _ 77318 Aus der Stiftung der Daniel Moog Ww. sind am 2. Cftober d. Is. die diesjährigen Zinsen im Betrage von 17ö.—Pik. an hiesige, bedürftige. unbescholtene, tut Witwen- stände lebende Bürger und Witwen von Bürgern zu verteilen. Anmeldungen nimmt das Stadt. Armenamt, Aster- weg 9, bis zum 31. Juli d. Is. entgegen. _ 80 >78 Nachstehende Bekanntmachung bringe ich hierdurch zur öffentlichen Kenntnis. _ Bekanntmachung. Betrifft: Scharsschivffen. Am 25. ds. MtS. hält daS Infanterie-Regiment Kaiser Wilhelm auf dem Wiesengelände südöstlich Wieselt ein Schnrssch eben ab und ist daS Betreten deö von Posten abgesverrten Geländes von oorinittagS ^/r bis 12V, Uhr un ersagt. insbesondere und die Strafen Wicseck—Alien- Buseck und Wieseck—Trohe für jeden Verkehr gespert. Der Wagenverkehr von AileN-Buseck nach Gieffen kann über Trode— Rödgen umgeleitet werden. Den Weisungen der militärischen Posten iit unbedingt nachzukommen. Giehen, den 2. Juli 1914. GroschcrzvglicheS Kreisamt Gießen. _ I. B.. gez. Langermann. _ 8103 B Stadt.Wolnturiqsr»achweiH Gienen, Astern,ca i). Es sind zu vermieten: 81178 1 Wohnung von 7 Zimmern. 1 Wohnung von 6 Zimmer«, 3 Wotmungen von 5 Zimmern. 2 Wohnungen von drei Zimmern. 4 Wohnungen von 2 Zimmern, 1 Wohnung von 2 Zimmern ohne Küche, 1 Wohnung von 1 Zimmer mit Küche, 1 mübl. Zitnnter. 2 unmöblierte Zimmer, 1 Werkstatt, 1 2ager- oder Jabrikraum, 1 dreistöcktges Lagerhaus mit Pscrdestall und Heuboden. Zu mieten aeiucht: 40 Wohnungen von 2—6 Zimmern. zftädt. dtrbeiisn aehiöeis giessen. Usterwcg 9. ES können eingestellt werden: ». bei diesigen Arbetlaebsra 1 Waancr, t Schreiner, 2 Metnlldreber. 2 Schuhmacher, I jüngerer Mebaer, 1 Anstreicher, 1 Wcitzbinder, Dlenst- und Kindermädchen, Lehrlinge: 1 Bäcker, 1 Kausmann: d. bei andmärllgen Arbeitgebern 1 Schmied, 2 Bäcker, t Müller, I Schneider, 2Svengler, I Schreiner, > Anitreicher. 1 Dachdecker, 2 landwiri- schastiiche Knechte, 1 Fahrbursche, 1 Wagner, Dienstmädchen, t Reisender, Ledrlinge: 1 Bäcker, 1 Kellner. Es sticken Arbeit: 1 Gärtner, I Svengier, 1 Wagner, 1 Anstreicher, t Buchbinder. 2Sattler und Daoezierer, 3 Schuhmacher. 1 eifert» dreber, 1 Schneider, 1 Käser, 3 Schreiner. 3 Schlosser, 2 Heizer und Maschinisten, Anstreicher und Weistbinder, Maurer, Karlen- und landiuirtschasiiiche Arbeiter, Erd- arbener. Taaluhner, HauSdurschen, And-, Waich- und "anisrauen, I Krankenvsteoer, 3 Handtungsgehiiien und Schreiber: East- und Schankwirtichaitdgcwerbe: Kellner, Au»b>lsskellner, Zävler. I8418L Lehrlinge: 1 Schloster. nteressantes Angebot! I Kilulvr-Scliiilie Grösse 18/22.............. M 1.50 JKInder-Stiefel durchgenäht 21—22 1.75 23—24 1.95 25—26 2.15 Schwarze Scliulstiefel aus samtweichem, haltbarem Oberleder Grösse 22/24 .............. Grösse 25,26 .............. Grösse 27/30 .............. Grösse 31/35.............. M. 2.20 M. 2.40 M. 3.15 DHunen-Schnürstiefcl M. 3.95 Spangen-Scliulie schwarz und weiss, 36—42 ........ Moderner Dameii-Halbseliiih mit echter Lackkappe, neueste amerikanische Form, Nr. 36—42 ........... . «D95 Meisser Ilalbscliuli hochmodernes, neuestes Fasson 36—42 . . . -D75 M. U Derby-Dainen-Stiefel vorzügliche Passform, neue amerikanische sA 9 Z Form, Nr. 36-42 ...........M. O Danieii-Tcnnisseliulie *95 neueste Form, sehr solid, Panama . . . M. Derby-Damcn-Stiefel mit Lackkappen, neue amerikanische Absätze R 95 vornehme Schaftausführung, Nr. 36—42 . M. Derby-Da men-Slie‘el Satin. Chromleiior, angenehmes Tragen, flotte ^95 Passform, Nr. 36—42 M. w Derby-Mädchen-Stiefel hervorragende Qualität, saubere Ausführung, JE 95 Nr. 33-36 ..............M. Derby-Kiiaben-Stiefel normale Form, englischer Absatz, feinnarbiges jg 95 zartes Oberleder, Nr.3ö—39 mitu.ohneLackk. M. Herren-Teiiiiisscliuhe »95 neue amerikanische Form.......M. Hä 1 Herren-A^rafFen-Stiefel für Sonntags, breite Form, saubere solide Mach- fJT95 art, engl. Absatz, Nr. 40—46 ......M. Damen-De rby-Lnekhalbsch uhe eitj neueste Fasson, Nr. 36—42 .......M. 3 Arbeiter-Stiefel extra solide Arbeit, mit Agraffen, mit und C95 ohne Näge., Nr. 40—48 .........M. & Derby-Herren-Stiefel (neuer Schnitt) m. Pr ssf.. neueste amerik.Form, A*95 engl. Absatz, echte Lackkappe, Nr. 40—46 . M. M Herren-Stiefel g95 vornehme bequeme Form, Nr. 40—46 . . . M. O Derby-11 erren-Stietel neue amerik. Fasson, flotte Passform, Lack- £*95 kappe, Pressfalten, Nr. 40—46 ......M. w Die grosse Mode! Derby-Danien-Halbscliulie Pressfalten, feinst. Lackleder, neueste amerik. £*95 Fasson, vornehme Kleidung, Nr. 36—42 . . M. w Große Auswahl in Pantoffeln und Hausschuhen. Sandalen von Mk. 1.25 an Schuhhaus Wolff Die beste Schuhcreme und der beste Lederputz ist halt doch Pilo. Diese Worte kann man täglich tausendemale von den Hausfrauen, Dienstmädchen, Hotel- dienern und Soldaten hören. — Das macht die vorzügliche Qualität. Pilo ift überall zu haben l 3s, Kronen - Hummer in Posen ä Mk. i.10, 1.75, 2.8» und 3.65 Mayonnaise n. Remonladen-Sance p. Patentglas Mk. —.50, —.75 und 1.20 Anchovispaste u. Sardellenbutter p. Tube Mk. —.40 und —.60 Sardellen und Anchovisfische in Gläser Ochscnznngen, ausgewogen p. Pfund Mk. 5.— Gekochten Schinken „ „ „ „ 2.40 * m empfiehlt Carl Schwaab Hoflieferant Alle obigen Artikel sind aus der bestrenommierten Nahrungsmittelfabrik von H. W. Appel, Hannover P V eddigrohrsessel N."8L,"^uai. »on ante.so -H- bis Mk. 38.—, ganA schwere Ausführung (Clubtessel-Fnsions) bis zu Mk. 62.— per Stück. ersiellb. kiudesessel .und Rohr «ear- - beitet, bis zu Mk. 45.—. Plftech- and Rohrsessel, Peddlgrohr-Klndersttthle. lumen, Krippen und Ständer l T 2 8 „ü', r , Ausführungen. K omplette Peddlg-Garnituren Zirka UÖ Sssssl am Lagar. Eigene St»hl-, Sessel- nnd Klnderstnbl-Fabrlkalton. Prima Reierenzen. Ph. Henkel ■ Sonnenstr.14 Echt hessischerSteinhäger eingeführt in sämtlichen Restaurationsbetrieben der Gewerbe-Ausstellung Giessen Eigene Probierstube 7845 Krause&Cie.,Groß.-l_inden 10000 Beerenprellen sind zwar nicht vorrätig aber die größte Auswahl und billigsten jj Preise finden Sie && 2b- lil'P 1 bei ^ J. B. \eostadt 56 anser Hans- und Küchengeräte Telephon 660 Cölner Benzin-Raffinerie G. m. b. H°, Göln - Braunsteld liefert alle Sorten Benzin sowie 90% gereinigtes Benzol in anerkannter Güte. 7702D Lager in Giessen Vertreter: Bernhard Stern, Giessen, Fernspr. 1008. X Braunkohlen-Presssteine der staatlich. Grube Ludwigshoffnung billiger und vorzüglicher Brand, gleichwertig jedem Brauukodlenbrikctl. 5082 O Grossh. Rcrgnei kNdlrekt. Friedberg (Hcshcd) Zu beziehen in (f.ickcn von der Kohlenhandlung: Johann Flucher, Alicestrahe 28. 8099a • iBein Xehtcr tPttle* t >or Vernöschiedung unsrer föchm warboß fic nscymalv eine so vorLügUche Sauce aus ‘Sd)md|^r s ^6aufm Würjvl —das Stach zu IDptz hinreichaib für b-SDerf- 1 tixbereite ver toürrcl Uurj «rklcmarf b • Braten gleich bei 1Stuign'Be6 Skduwrens ruae- : tztrt. er enEM M»cntziam.^ . 2itaT£m,WU:Wehffrt)tBita KrSuirrtlt flarttht mitmdlHa-SchutimackL . -frier übetnll 2Uhoben. i&xchenSit einen-Oerfuch. f Wir ersuchen unsere Lieferanten ihre Forderungen bis 1b. Juli an uns einzusenden. Später einlauscndeNechnungen können nicht mehr berücksichtigt werden. Der Gietzcner Wingolf ( rr ~ ) ^ I. N. u. A.: Fritz Weber, dp/' dzt. Hptdx. Biedenkopf Resl! Balbao fi CTtlh-: Fritz Wenk, lc.1«. tähriger Oberkellner im Hotel Lenz. Altren. not bdrgerllclies Hass; neu eingerichtet. st Min. vom Babnbost dir. a. Markt. Bereinslokat des Ober- den. Touristen-Vcrcins. SchlüstelanSgabestellc,. AuSstchis-Turm Kaller Wilhelm II. auf d. Sack- vleilc. Gescllichalls-und Billardzimmer. Säle s. Vereine zum Abhaltcn W , I von Festlichkeiten und tklsen iAmncldunn crbcieni. Cflcftrifri, Licht. Auto-Halle. Tel. 81. Lommcrlriichlcrn besten» cinvlolilcu. flhpi-rihnf a rl I ahn »• USän.SBalbunfl. umn. Pension uuerrwui a. a. Ldnn Inm Weln i, er g. Bin. >uenf. aun, mr Passanten, neu eingericht.. an d.Chausseenachstaurenburg gelegen. 4 Min. v. Bahnh. Näh. bei «es.: Job. Pauli,. ( 7 *"D