Nr. 158 Zweites Blatt 164. Jahrgang Erschein! täglich mit Ausnahme des Sonntags. Tie „Siehener .famjlicndlätter" werden dem .Anzeiger' viermal wöcheulttch beigclegt, das „ilreirdlatt für den Kreis Sieben" zweimal wöchcnilich. Tie „landwirlschallllchen Seil- sragen" erscheinen monatlich zweimal. Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Vberhefsen Donnerstag» 9.Zu!i 1914 Rotationsdrrrck und Verlag der Vrübl'jchen UnwersitäkS - Buch- und Steiudruckerei. R. Lange, Gievea Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- stratze 7. Expedition und Verlag: e^&jol. Redaktion: S^112. Tel.-Adru AnzcigerGießen. hessische Zweite Uammer. rb. Darmstadt, 8. Juli. Am Regierungstischc: Staatsminister Tr. v. Ewald, Finanz- minister Dr. Braun, Minister des Innern b. Homberg k, Staotsrat Tr Becker, Ministerialrat H ö l z t n g e r. Präsident Köhler erössnet die Sitzung um Uhr, da vorder noch wichtige Verhandlungen des FinanMisjchusies mu der Regierung stattfandcn. Als erster Punkt der Tagesordnung steht die E r s a tz w a h l eines Abgeordneten für den 2. Wahl kreis der Provinz Rheinhessen (Al,eh). Tie Wahl des Abg. Justiz rat Calman (Ntl.) wird dem Amrag dos dritten Ausschusses entsprechend für gültig erklärt Wie der Ansichußbcrichteislailer seststcllt, sind Unregelmässigkeiten von Belang he, der Wahl nicht vorgekommcn. Notar Eattnan erhielt 2735, Landivirt Knell 1829 und Stadtv. Lückel 352 Stimmen. Aus Vorschlag des Präsidenten wird die Beratung der beide» Regierungsvorlagen, bctr. den Er- welch der Solms-Braunfelsschcn Brauntohlengruben und den Ausbau des Krastwcrks „Ludwigshossnung" bis nach der Pause vertagt. Es folgt die Beratung des Antrags Schönberger, bctr. die Erhebung der Staatssteuern. Der Antrag verlangt bekanntlich, dass die Kammer die Grossh. Regierung ersuchen möge, die Erhebung der Staaisstcucrn aut die Gemeinden zu übertragen und die dafür seither bestehenden Bezirkskassen auszuheben. — Ter Antragsteller ist der Meinung, dass die Durchführung dieses Antrags eine Ersparnis von 548,600 Mk. jährlich erbringen würde. Ter Finanzausschuss hat sich eingehend mit dem Antrag beschäftigt und ist — wie der Berichterstatter, Abg. Henrich, seststcllt — darüber einig, dass für die künftige Gestaltung und Entwickelung des staatlichen Kasscnwesens folgende Zielpunkte zu erstreben sind i l. Tie Erhebung aller öffentlichen Gefälle für Staat und-Gemeinde durch eine Kasse, möglichst am Wohnort des Pilrch- tigeni als gemeinsame örtliche Kasse würden in erster Linie die Gemeindekassen in Betracht zu ziehen sein. 2. Verbilligung der Kassckontrollc durch Ilebertragung der Kontrolle der örtlichen Hebestcllen an die Bezrrkskasscn und Visitation der letzteren durch Revtsionsbeamtc der Obcrrechnungskammer oder der Ministerien. — Der Ausschuß hält diesen Weg für gangbar. Er verzichtet jedoch daraut, jetzt schon ins einzelne gehende Vorschläge z» machen, glaubt vielmehr, sich mit der Andeutung.des Weges und Zieles der angcstreblcn Reform begnügen und zunächst nur die nachstchcn- den Anregmigen geben zu.sollen, deren Konsequenzen und Ausführbarkeit sich jetzt schvii eher übersehen lassen, Ter Ausschuß beantragt daher: 1, Dje Großh. Regierung zu ersuchen, in Erwägung darüber cinzutreten, ob eine iveiterc Ausgestaltung und zugleich eine Pcr- einsachung des staatlichen Kasscnwesens zunächst in folgender Richtung zu erzielen ist: '• a) bei ei »tretender Vakanz einer Untererhebestelle, die nicht mit einer GcmeindeftMe vereinigt ist, sind die Funktionen der Untererheber — soweit möglich — aus die Gemeinde-Einnehmer der in Betracht kommenden Orte zu übertragen. b> mit der Koistrollierung der örtlichen Hebestcllen sind die Bczirkskassierer und mit der Visitation der letzteren Revisions- beamte der Oberrechnungskammer oder bei dem Ministerium der Finanzen zu beauftragen. — Ter Antrag Schönberger und die Vorstellung des Verbandes hessischer Bürgervcreinc in Mainz, betr, die Erhebung der Staats- und Gemeindesteuern beantragt der Ausschuß damit sür erledigt zu erklären. Abg. Schönberger begründet seinen Antrag ausführlich, bleibt aber bei per (herrschenden Unruhe ans der Tribüne unverständlich, Zum Beweis dafür, in welcher Weise der Steuerzcttel, resp. die Steuererhebung sehr vereinfacht iverden kann, hat der Antragsteller in seiner Begründung einen Mustersteuerzcttel aufgestellt, den er eingehend erläutert. Als er die jetzige Art der Steuercinbrinqung in Hessen als einen „alten Schlendrian" bezeichnet, der von der Regierung selber großgczogen würde, rügt Vizepräsident Korell- Angenrod diesen Ausdruck. Ter Redner dankt zum Schluß dem Präsidenten dafür, daß er ihm noch vor Schluß des Landtags Gelegenheit zur Begründung seines Antrags gegeben habe. Tie weitere Debatte über diesen Punkt wird darauf zunächst zurück gestellt. Zur Beratung gelangen alsdann die Regierungsvorlagen, bctr, den Erwerb der Solms-Braunfclsschen Kohlen- (gruben lind betr. den Ausbau des Kraftwerks „Ludwigs- Hoffnung", Abg, ,Ulrich (Svz.) erstattet hierüber den Ausschußbericht und begründet an Stelle der früheren Ausfchußanträge auf vorläufige (Ablclmnng die folgenden Anträge: 1. Zur Vorlage über den Erwerb der Gruben: Tic Kammer erNärt sich zu dem Erwerb der Gruben vorbehaltlich weiterer Per Handlungen grundsätzlich geneigt, der Vorlage znzustimmen und fic zum Zweck der in Aussicht genommenen Verhandlungen an Gvosch, Regierung zurückzuverweisen, 2, Die Großh, Regierung zu ersucknn, mit der Provinz Obc» shcssen nach Maßgabe der früheren Beschlüsse beider Kammern ivcgeii einer Vergesellschaftung der beiderseitigen technischen Betriebe alsbald in Bethandlungen zu treten, ' Zur Vorlage über den Ausbau des Kraftwerks beantragt der Ausschuß: Tie Kammer möge sich mit dem Ausbau des Kraftwerks „Ludnrgshosfnung" zum Zwecke der Erfüllung der vom Staate gegenüber der Provinz Oberhesscn übernommenen Ver- lpstichtungcn einverstanden erklären und hierfür der Großh, Regierung zunächst einen Betrag bis zu 135 000 Mk, zur Beifügung stellen ztvecks Aufstellung eines Rcservcoggrcgats von 1f>40 Kilowatt, — Tritt die unter Pos, 2 erwähnte Verständigung mit der Provinz ein, so beantragen wir zwecks Aufstellung der größeren Reserve Zustimmung zu der ursprünglichen Forderung von 250 000 Mark, - In der Debatte über diese Anträge erklärt sich . Abg, Dorsch (Bbd.) im Prinzip für den Erwerb der Gruben, wünscht aber nähere Mitteilung über die zukünftige Gestaltung der Verhältnisse in den neuen Gruben, ! Abg, Tr, Weber (Bbd.) tritt für die Annahme der Aus- scknßanträge ein. Besondere Aufmerksamkeit müsse der beabsichtigten Bildung einer Gesellschaft zwischen Staat und Provinz geschenkt werden, Tic Provinz Obcrhessen besitze ein Monopol für die Verwendung der Kohle imd der Staat würde sich eine große Last auserlegen, wenn er für sich allein Vorgehen wollte. Er habe von der Provinz Oberhessen den Auftrag, zu erklären, daß sic bereit sei, mit dem Staat -isammenzuarbeiten und den Vertrag nicht zu ungunsten des Staates zu ändern. Bet rascher Entscheidung werde sich die Bewilligung der erforderlichen 200 — 250 000 Mark wohl noch um ein bis zwei Jahre hinausschieben lassen. Wg. Bähr (Bbd.) geht auf verschiedene Einzelheiten näher ein und verlangt, daß bei Vergebung der Jnstallationsarbeiten die guten bcssischen Firmen in erster Linie berücksichtigt werden sollten. Abg. Grünewald (Vp.) sübrte aus: Er stimme mit seinen politischen Freunden den Ausschußanträgen zu und bemerke im einzelnen: in bezug auf den Ankauf der Braunscls'schen Gruben sei größte Vorsicht geboten. Gutächtliche Aeußerungen über den Wert von Bergwerken seien kritisch zn beurteilen, das zeige der Ausschußbericht, der Gutachten zitiere, die 210, 280 und solche, die 540 Millionen Hektoliter als vorhanden und abbauwürdig bezeichnen. Der derzeitige Geschäftsführer des Eigentümers der Gruben sei außerordeirttich klug und oeivandt und bei den Verhandlungen ,t-i große Umsicht am Platze. Was den zweiten Antrag betresse, so lassen die Ausschußanträgc ganz und gar die Stadt Gießen mit ihrem großen Elektrizitätswerk außer Betracht. Dasselbe sei viel größer eingertchlei als nach dem Absatzgebiet, da» ihr übrig bleibe, die Rrirtabilität sichere und cs müsse daraus Bedacht genommen werden, daß ihr eine Rente bleibe und daß das städtische Werl nicht erdrosselt werde: die Sleuertrast der Stadt Gießen müsse erhalten bleiben. Gewiß fti die Vergcscll schaitung zweckmäßig, aber in dieselbe müsse das Gicßener Werk ein bezogen werden. Er wolle nicht untersuchen, wer die Schuld trage, daß das Werk so groß gebaut sei, aber das Absatzgebiet müsse ihr, nachdem das Werk einmal da ier, in genügendem Maße bemessen werden. Tic Stadt Gießen stehe in einem Vertrags- Verhältnis mit der Provinz, das sie nötige, mit ihren Kilowaitpreisen denienigcn der Provinz zu folgen. Nunmehr wolle die Provinz einen Vertrag schließen — oder habe ihn bereits vorbehaltlich bei ministeriellen Genehmigung geschlossen — mit einem industriellen Unternehmen, der R h e i n i s ch c n 2 ch u k- k e r t - G eI e l l s ch a s t, und es entstehe die Frage, ob die Stadt Gießen gehalten sei, dieser nepen BetrrebSgcmeinsckrast, einem neuen Rechtsträger oegenüber, die Verpftichtungcn z» erfüllen, die der Vertrag mit der Provinz ihr auserlcgc. Es sei etwas ganz anderes, ob die Provinz chr als Kontrahent gegenüberstehc, oder eine mit ganz anderer Kapitalkraft und Leistungsfähigkeit ausgestattete Jnduftriegesellschaft, die gar keine Rücksicht zu nehmen habe aus die Stadt Gießen. Letztere könne einer solchen Produktionsstätte mit ihren Preisen nicht folgen. Soviel er wisse, habe die Provinz Rheinhessen mit ihrer Verbindung mit der Rheinischen Schuckcrt-Gcsellschast keine guten Ersahrungcn gemacht: er bedauere, daß die Provinz Obcrhessen in so enge Beziehungen mit derselben zu treten beabsichtige. Redner ersucht die Regierung dringend, bei Prüfung des Vertrags die Interessen der Stadt Gießen wahrzu- nchmcn und bei der Gcsellschastsbildung zwischen Staat und Provinz das Gießener Werk einzubeziehe» und nach seiner vollen Leistungsfähigkeit zu bewerten. Die Verstärkung der Zentrale Ludwigshossnung halte er sür dringlich, da ohne Rcserve- einrichtung die Provinz eines Tags ohne Licht sein könne. Abg. Molt Han (Ztr.) wird mit seiner Fraktion für die Ausschußanträge stimmen. Mit der Stadt Gießen sei man wegen des Gesellschaitsvcrtrages noch nicht in Verbindung getreten, weil von solchen Wünschen bisher nichts bekannt war. Abg.. I o u 8 (Wild) geht auf einzelne Punkte näher ein. Tie Ausführungen bleiben aus der Tribüne unverständlich. Abg. Busold (Soz.) sucht darzntun, daß die geplante Vergrößerung der ganzen Anlagen keinerlei Rentabilität verspreche. Tie fürstlich Solms-Braunselssche Verwaltung habe schon lange leinen Finger mehr zur Erhaltung der Gruben gerührt und sie warte mit Schmerzen darauf, daß ihr der Staat de» Dorn aus dem Fuße ziehen solle. Man dürfe sich vor allem nicht übereilen und müsse die Gruben so billig wie möglich erwerben. Abg. Henri ch (F. Vp.) ist ebenfalls der Meinung, daß der Kansprcts zn hoch sei, hat ober gegen die Ausschußanträgc nichts cinznwcnden. Abg. S t ö p l e r (Ntl.) ist im Gegensatz zu den Vorrednern der Ansicht, daß der Vertrag sehr vorsichtig abgefaßt ivvrden sei. Es dürfe doch nicht vergessen cvcrden, daß die Provinz Oberhcsscn bisher einen recht erheblichen Zuschuß zu dem Kraftwerk geleistet habe. Mg. Brcidenbach (Bbd.) wünscht eine Verbilligung des Preises sür den elektrischen Strom. Die brüte Maschine sei dringend notwendig, damit Obcrhessen nicht eines Tages plötzlich im Dunkeln sitze. Minister Dr. Braun führt aus, daß der Betrieb der Gruben weitcrgcsührt werden solle: auch die Knappschastskasse würde verbleiben. Ob ein Betriebs- oder Gesellschastsverhältnis zwischen Staat und Provinz geschlossen svcrde, sei eine offene Frage, ebenso der eventuelle Eintritt der Stadt Gießen. Der Minister wendet sich dann den Ausführungen der einzelnen Redner zu. Nach weiteren Ausführungen der Abg. I o u tz, Dr. Weber und Dorsch schließt die Aussprache. Bei der Abstimmung werden die Ausschnßanträge e i n- stimmig angenommen. Es folgt daraus Fortsetzung der Debatte über den Antrag Schömberg er. Staatsrat Dr. Becker geht ausführlich auf die Darlegungen des Autragstcllcrs ein. Wenn Abg. Schönberger glaube, daß durch seinen Antrag erhebliche Ersparnisse erzielt werden könnten, so sei das Nur dann zutreffend, wenn man den Gemeinden die ganze Erhebung der Staatsstenern ohne Entschädigung ausbürdc. Dafür würden sich aber wohl die Gemeinden und besonders die Gemeinde- reck.ner schön bedanken. Durch Zusammenlegung der 12 Steuerziele zu 3 Zielen würde nur Unzufriedenheit hervorgerusen und durch die oorgeschlagenc Zentralisation eine Verbilligung der Er- hebnngskosten nicht erreicht werden. Abg. Schönberger entgegnet, daß er durch die Ansfüh- rungen vom Regierungstische in seinen Anschauungen nicht wankend gemocht wvrdenttei. Abg. Henrich (Fvrtschr. Vp.) hält den Antrag Schönberger doch für sehr beachtenswert. Wenn er auch damit nicht durchge- drungeu sei, so bleibe es doch sein Verdienst, die Frage überhaupt in Floß gebrackft zn haben. Die volle praktische Durchführung seiner Anregungen sei bei den gegenwärtigen Vcchälkniffen nicht möglich Und deshalb empfehle er die Annahme des Ausschuß- antrages. Bei der Abstimmung wird darauf der Ausschußantrag einstimmig angenommen. Zur Beratung gelangt nun nach der Antrag Reh und Gen., betr. die Gewährung von Darlehen an Mitglieder Hess, landwirtschaftlicher Genossenschaften. An der Debatte hierüber beteiligen sich die Mg. Henrich, Reh, Ministerialrat Schliephake und Staatskommissar Michel. Ta die Verhandlung hierüber der vorgerückten Zeit wegen nicht Hu Ende geführt, sondern die Fortsetzung ans morgen verschoben wurde, werden wir morgen im Zusammenhang über den Verlauf der Debatte berichten. Die Sitzung schloß vor 2 Uhr. < Nächste Sitzung: Tonnerstag ftüh 8 Uhr. hessische Erste ttammer. rb. D a r m st a d t, 8. Juli, Am Regierungstischc: Geh, Obersinanzrai Dr, Roh de, Finanzrat B a l s e r. Der erste Vizepräsident Fürst Solms-Hohensolms- Lich eröffnet die Sitzung um 1U/» Uhr. Er teilt zunächst mü, daß die Zweite Kammer die Rückäußerungen der Ersten Kammer genehmigt hat. Ucber die Regierungsvorlage, betr. den Staatsvertrag zwischen der Badischen und Hessischest Regierung über den Ban einer Eisenbahn von Ncckarsteinach nach Schönau im Odenwäldcr Stcin- achtal -erstattet Bankdircktvr P a r c u s Bericht, woraui die Vorlage genehmigt wird. Ueber die Regierungsvorlage, bctr die Ausführung des Besoldungsgesetzes vom 21.,März 1914 berichtet der Ausschußbcrichterstatter Geh, Rat Koch. Er gibt eine Begründung der Vorlage und beantragt Zustimmung dazu. Dagegen kann sich der Ausschuß mit den gestern von der Zweiten Kammer angenommenen Anträgen Tr. Weber und Henrich, betr. die Milderung der Brcmsvorschriftcn (Art. 27) nicht einverstanden erklären, da sic eine starke finanzielle Mehrbelastung, sowie einen Fluß von unabsehbaren weiteren Anjordcruugen aus Beaintenkreisen zur Folge haben würden. Ter Ausschuß beantragt deshalb die Mlchuung dieser Anträge. Das Haus stimm: daraus der Regierungsvorlage zu und beschließt die Ablehnung der Anträge Tr. Weber und Henrich. Tie Beratung der Regierungsvorlagen, betr. den Erivcrb der Solms-: Braunscls'schen Braunkohlcngruben in der Wetterau und den Ausbau des Krastwcrks „Ludwigshossnung" wird vorläufig zurückgestellt. lieber den Antrag Singer, betr. einen Staatszuschuß von 5000 Mark zwecks Renovation deS Steinhciwer Torturmes in Seligenstadt erstattet Gras Erbach-Fürstenau C rl .V beantragt^Bcwil- liguug der auch von der Zweiten Kammer genehmigten Summe. Das Haus stimmt dem Antrag ohne Debatte zu. Es tritt daraus eine Pause ein. Um r»2 Uhr nahm die Kammer die Sitzung Wiederaus über die beiden Regierungsvorlagen, bctr. den Erwerb der Solms- Braun s e l s'schen Kohlengruben und bctr. den 'Ausbau des Krastwcrks „L u d:vi g s h o s s n u n g". Namens des Finanzausschusses erstattet Bankoircktor P a r c u s Bericht über die soeben darüber gefaßten Beschlüsse der Zwesten Kammer. Der Berichterstatter legte dar, daß zwischen den Anträgen des Finanzausschusses und den Bcschlülsen des anderen Hauses nur unwesentliche Unterschiede vorhanden seien und daß daher der Ausschuß emvsehlc, diesen Beschlüssen bcizutreten. Das Haus beschließt darnach einstimmig den Beitritt zu den Beschlüssen der Zweiten Kammer. Damit ist die Tagesordnung erledigt und der Präsident schließt die Sitzung um s /»2 Uhr. Deutsche» Ucicd. Die „H o h e n z o l l e r n" ist nach sehr schöner Fahrt durch den Fjord am Mittwoch abend 6 Uhr vor O d d c cingctrosscn. Die Weiterreise nach Bergen erfolgt am Donnerstag mittag. Keine Verstärkung des Schutzes der Ärbeits-» -willigen. Von einer Seite war gemeldet worden, daß die Maßnahmen zum Schutze der Arbeitswilligen aus dem Vcrord- nungstvege revidiert und die Schutzvvrschrtslen verstärkt werden sollten. An unterrichteter Stelle wird diese Nachricht als unbegründet bezeichnet. An eine Verstärkung des Schutzes der Arbeitswilligen sei nicht zu denken. Aus Zabern. Nach der „Straßburger Post" .spricht das Sachvcrständigen-Gutachten in der Klage des Arbeiters Fritsch aus Zahlung von 300 Mark Entschädigung die teilweise Berechtigung seines Ansprüche» aus, Fritsch hatte geklagt, weil er sich tu dem ZabernerKa s e r n e n k c l l c r ein Leiden zugczogcn hatte, DieSittlichkcitinElsaß-Lothringcn. AuS einer Eingabe _ des Vereins für Sittlichkeit hat das elsaß-lothringische Ministerium Erhebungen über-den Umfang des Konkubinats gemacht, Die Eraehniffe waren derart, daß zum 1, Januar eine Vorlage über Aufhebung des Konkubinats zu erwarten sein wird. R ei chst a g s er sa tz wa h l im Kreise Heidelberg- Eberbach. Durch die Neubesetzung deS Postens deS Vorstandes der badischen Landesvcrsichcrungsanstalt durch den Amtsvorstand von Lahr, Geh. Oberregierungsrat Beck, wird in dem von ihm seit 1891 vertretenen Reichstagswahlkreis Heidclberg-Eberbach eine Neuwahl erforderlich. Ausland. Im englischen Oberhaus hat die Einzelberatung der Besttmmungen ,i>es Zusatzantrages zur Homerulebill begonnen. Dabei wurde die Besttmmung, die Ulstergraffchastcu sür sechs Jahre auszuschliehen, wenn die Mehrheit der Wähler einer Gras- schost für den Ausschluß ist, mit 18 gegen 38 Stimmen abgelehni. Mac D o n n e l l scklug vor, einen Plan für die lokale Autonomie Ulsters unter dem Homernleparlament anszuarbciten. Ter Plan.wurde mit 196 gegen 20 Stimmen abgelehnt. Lord Lans- downe brachte einen Znsatzantrag ein, in dem er sich sür best ?lusschlnß der ganzen Provinz Ulster ans unbestimmte Zeit aussprach. .Earl »f Erewc erklärte, eine Beilegung könnte nur erreicht .werden, wenn man nicht nur daran däckste, >oas die Unionisten, sondern auch, was die Nationalisten annehmen würden. Er könne nicht sagen, ob die Nationalisten in Ulster diesen Vorschlag annchmen ivürden. Er müsse gegen ihn stimmen. Ter Znsatzantrag wurde daraus mit 138 gegen 39 Stimmen angenommen. , Einer ,Blättermcldung ans Budapest zufolge ist der frühere Sekretär des Königs von Bulgarien, Rudolf Pol Yak, als russischer Spion verhaftet worden. . Das französische Finanzmini st eri um gibt bekannt, daß die 'Anleihe von 805 MiUioncn Franks etwa vicrzigmal überzeichnet worden ist. Frankreich und die Weltausstellung in San Franziska. Paris, 8. Juli. Der Deputierte Gerald erklärte in seinem im Namen des Handels- und Jndustricaus- schusses der Kammer erstatteten Bericht überdicBcteiligung FiankreichsanderWeltausstellnnginSanFran- z i s k o, das Vorgehen der nordamerikanischen Zollbehörden bilde eine dreiste Herausforderung der „Welt der Arbeit". Tie Regierungen von Washington und 'Paris hätten gegen diesen Skandal fast nichts getan, und es sei begreiflich, daß dieses Verhalten die französischen Aussteller entmutigt und schwer verstimmt habe. Gleichwohl müsse Frankreich aus wirtschaftlichen Interessen und aus Gründen der allgemeinen Politik die Weltansstetlung beschicken. Er drücke aber das tiefe Bedauern über die skandalösen amtlichen Mißbräuche aus, deren Opser die sranzösischcn Erpvr- icurc in ihren Beziehungen zu den amerikanischen Zollbehörden seien und fordere die Regierung mif, mit allem Nachdruck dafür cinzutreten, daß diesem unerträglichen Zustand ein Ende bereitet werde. Der albanische Ministerpräsident Turkhan Pascha ist von Wien nach Petersburg abgereist. Au» StaSt und Land» Gießen, 9. Juli 1914. ** Lehrkräfte für Prrvatschulcn. Tie Leiter hessischer Privatschulen haben in letzter Zeit häufig die Bestätigung nichthcssischer Lehrkräfte beantragt mit der Angabe, daß hessische Anwärter nicht zur Verfügung ständen. Solche Gesuche werden insdesondere von den Leitern der sogenannten Reformschnlen an die Mlnisterialschulabterln.ng gerichtet. Bei der großen Anzahl unbeschäftigter hessischer Anwärter sür das Höhere Lehramt glaubt die genmintc Behörde solchen Anträgen nur dann entsprechen zu sollen, wenn geeignete inländische Lehrer zur Ilcbernahmc nicht bereit sind. Zurzeit sucht dse Leitung der Mainzer Fraucn- Arbeitsschnle für ihre Reform-Vorschule (Knaben und Mädchen) einen Lehramtsassessor, der sich den besonderen Aus- gaben dieser Schule hingeben will. Auch die Dürerschra« in Hochwaldhansen sucht einen wissenschaftlichen Lehrer. ** 4. Soinmer-Abonnements-Konzert. Für das heute, Donnerstag, abend 81,4 tlhr in Steins Garten stattfindende Konzert unserer Regimentskapelle, bei toelchew der SftinißT. Preufi. Kaminermnsirer Fritz Werner-Wiesbaden »IS Solist initwirN, hat Oberrnusikmeister Löher wieder ein gut ausgedackftes Prvgrainm zusaiinnriizvstellt, lpelck>rs hohe Anforderungen an jedes Mitglied der Kapelle stellt, n s i k. Infolge Verhinderung der Regiments- Musik an, Sonntag, findet die Anlagenmusik morgen, Freitag (bei gutem Wetter) abends um 7 Uhr mit folgenden: Programm statt. 1. Für Thron und Ehre! Marsch von W. Ko,»mallem. 2. Ouvertüre zur kam. Oper: ,Leichte Cavallerie*, Fr. v. Suppe. 3. Der Natursreund l Potpourri, E. Starke. 4. Armeemarsch Nr. 224, Großherzog Friedrich von Baden, I. Haefclc. •• Die Ceylon-Ausstellung, deren Schluß sür den l 2. d. MtS. vorgesehen war, wird bis zu», 2. August ver- längcrt. Es soll hierdurch den Schulen, welche die Ausstellung bisher nicht besuchten, Gelegenheit gegeben werden, ihren lk lassen, da? sehr reichhaltige Anschauungsmaterial zu zeigen. Gestern wurde die Ausstellung, die sich steigenden Besuches erfreut, ». a. von den höheren Schulen in Grünbcrg, die Pra- varandcn-Anstalt und höheren Mädchenschule zu Lich, sowie den Schulen von Annerod. Neiskirchen und Rödgen besichtigt. ** Bürgerverein OHe&en. Wie im Anzeigenteil des Gieß. Anz. loicderholt bekannt gegeben wurde, hält Provinzial- dirckwr Geheimerat Dr. Ilsinger morgen — Freitag, 10. ,vul: — einen Vortrag über „Die Elektrizitätsversorgung der Prornnz Löberhessen". In der Zeit, da die Eddertalsperrc ihrer Vollendung entgcgengeht nnd auch die Stadt Gießen an der Arbeit ist, ein größeres Gebiet an ihr Elektrizitätswerk anzuschließen, dürste es mit großer Freude nnd Dankbarkeit begrüßt werben, daß die berufenste Stelle es den Mitgliedern unseres Vereins und der gesamten Büigcrichaft unserer Stadt ermöglicht, sich einen Einblick in die Vorgeschichte »nd Durchführung des Werkes zu verschallen (Näheres über den Vortrag im Anzeigenteil ds. Bl.) ** Das große Wasser-, Turn- und Sportfest des I u n g d c u t sch l a n d be z i r ks Gießen-Stadt ist vorüber und bat bei der Jugend großen Anteil gesunden, das zeigen die Zahlen der Meldungen. Zum Schwimmen halten sich 65 Jungen gemeldet, 58 tkaten an: zum Rudern meldeten sich 64, * von denen 56 antraten. In beiben Fälle» hielt wohl der Regen eine Anzahl Schwimmer und Ruderer, vor allem aber auch da? Publikum, zurück Und doch zeigte unl'ere Jugend gerade mit der Durchführung des Wassersvorts trotz des cingetretenen Rcgcn- wcttcrs, mit welcher Hingabe sic zur Jung-Dcutschland-Sachc hält. Am Schlüsse des Wettruderns sand noch eine Bootsaussahrt statt, an der sich 3 Schulvierer des Vereins Rudersport, der akademische Vierer der Rnderqesellschast und ein Vierer des Ruderllubs basjia beteiligten. Ein schönes Bild jugendlichen Könnens. Zum Turnen ivaren 285 Anmeldungen eingelausen und 266 Jungen an- getretcn. Am Freitag fanden schon die Ausscheidungskämpse sür den Rasensport und die Spiele statt, wobei 250 Jungen antraten, von denen etwa 130 in den Vor- und Zwischenkämpsen ausschicdcn. Auisallcnd ist das Zahlenverhältnis der einzelnen Schulen untereinander. Die Stadtknabenschukd hatte allein mehr Jungen gemeldet als die drei höheren Schulen, Gvmnasium, Real-Gymnasium »nd Ober-Realschule, zusammen. Hier muß in Zukunit die Werbetätigkeit des Bezirksvorstandes cinsepcn, die allerdings nur dann Erfolg haben kann, wenn auch das Lehrerkollegium diese Bestrebungen unterstützt. Herr Direktor Brackemann vom Gie- ßener Pädagogium hatte dem Bezirk einen prächtigen Bis - inorckschild als Wanderpreis für die Schulen gestiftet mit der Bestimmung, daß er der «chule zuiallen sollte, die beim Gesamt- fest die meisten Siege erzielte. Sollte der Schild von einer Schule dreimal hintereinander oder überhaupt sünsmal erkämpft werden, - so geht er in das Ekigentum der Schule über. Für 1914 errang ihn die Stadtknabenschule mit 50 Siegen vor der Ober-Realschule, die 47 Siege errang. Dann folgt das Real-Gymnasium mit 31, das Gymnasium mit 24 und das Pädagogium mit 7 Siegen. Ter Bezirksvertrauensmann, Rechtsanwalt Kaufmann, leitete um ö'/j Uhr abends die Siegerverkündigung. Er dankte den beiden Vorsitzenden des Landesverbandes, den Mitgliedern des Vorstandes und der Fachausschüsse sür die Vorbereitung und Durchsührung des Festes und brachte ein begeistert ausgenommencs Hurra aus das deutsche Vaterland und unser liebes Hcssenland aus. Dann verkündete Herr G. Petri die Sieger aus den wasscrsportlichn, Herr Karl Fix die aus den turnerischen und Herr sind. yhil. E m m e r i ch die aus den rasensportlichcn Wettkämpfen und Spielen. Herr Emmerich brachte dann noch ein Hipp, Hipp, Hurra! aus Jnng- Deutschland und dessen hessischen Führer Exz. Bernhardt aus. Zuin Schlüsse dankte Exz. Bernhardt sür alles, was ihm in dieser zweitägigen Arbeit gezeigt worden sei und freute sich, scststellen zu können, baß die Jugend mit großer Liebe und Hingebung trotz der Ungunst der Witterung Hervorragendes geleistet habe. Er dankte dein Bezirk sür die treue Bditarbe.it und wünschte ihm ein ferneres Wachsen und Blühen. ** lit neue Automobitspritze wird innerhalb der koniinenden Woche hier cintresfen, inzwischen sind orei Mann unserer zukünftigen aktiven Feuerwehr, zwei Schlosser und ein Schmied, zu Opel nach Rüsselsheim entsendet, um sich mit dem Bau und der Konstruktion des Fahrzeuges bekannt zu machen und als Fahrer dafür ausgebilvet zu werden. Bekanntlich ist den Lpelwerkcn die Lieferung des Feuerwehr-Autos von der Stadt übertragen worden. ** Keine neuen W o h n u n g s b au t e n. Um die Errichtung neuer Wohnungsbauten ist im abgelaufenen Vierteljahr beim städtischen Hochbauomt zur Genehmigung nicht nachgesncht. Es lagen nur 7 Gesuche für Umbauten vor, während im gleichen Zeitraum des Vorjahres 15 Bau- gcsuche, darunter 7 Wohnhäuser, genehmigt wurden. ** Der Kr ä rn e r m ar kt auf Oswaldsgarten hatte zahlreiche Landkundschaft gestern in unsere Stadt gezogen. Aus dem Markt herrschte ein lebhaftes Leben und Treiben. ** Warnung vor dem unlauteren Geschäftsgebaren von Serienlosgesellschaftcn. Schon wiederholt ist vor dem unlauteren Geschäftsgebaren zahlreicher inländischer und besonders ausländischer Unternehmer von sog. Serientos- Spielgeiellichasten gewarnt worden. Das Wesen dieser Unternehmer besteht darin, daß der Unternehmer einen Anteil an Serien- losen oder die Aussicht auf den Gewinn aus einer größeren oder lleincren Anzahl solcher Lose verlaust, und daß die Zahlung des Kauivreiies in der Regel in Raten erfolgen kann. Der Betrieb solcher Geschäfte ist strasbar. Es kommt hinzu, daß das Spielen in außcrheifiichen Lotterien, die nicht mit sloatlicher Genehmigung im Großherzogtum zugelassen sind, bei Geldstrafe bis zu 600 Mk im Großherzogtum Hessen verboten ist. Die Serienlosgesellschasten beruhen säst ohne Ausnahme aus schtvinbelhasier Grundlage. Die Beitrittserklärungen lassen die Natur des Geschäfts und die den Teilnehmern zuslehenden Rechte nicht klar erkennen. Dazu besteht nicht einmal die Geivähr, daß der Unlernehmer sich im Besitze der Lose besindet, an denen die Teilnehmer einen Antftl erwerben sollen. Das Großh. Dolizeiamt Gießen sicht sich deshalb veranlaßt aus diese Gelichtspunkte wiederholt lnnzuweisen, da trotz häufiger Warnungen m der Presse, trotz zahlreicher Bcstrasungen von Nmcr- nehmern derartiger SpielgeseNschasten, trotz der traurigen Erfahrungen vieler Spieler sich immer noch Leute finden, die aus die verlockenden Anerbieten dieser klugen Geschäftsunternehmer herein- sallcn, namentlich wenn diese unter einer hochtrabenden Firma wie „Interna,imale Vcreinsbank", „Nationale Renten- und KnHit- bank". „Deutsch-österreichisches Bankcsscklcn- und Kvmmcrzhaus" oder dergleichen sustrcieu, ' ** D-a s Kürassier-Regiment Gras Geßlcr (Rher- nisches) Nr. 8 in Deutz begeht am 17., 18. und 19. Juni '1915 die Feier seines „Hundertjährigen Bestehens". Alle ebonaligen Osfizicrc, Reservc-Osfizierc, Beamten, Unlerosfiziere »nd Mannschaften des Regiments, die an der Feier teilnehnien wallen, wer- hierzu aufgesordert imd gebeten, ihre genaue Adresse an das Regiment zu sende». Hierbei ist anzugeben: Bar- und Zuname, Sland, Wohnort, Kreis bczlv. Postslation, Straße, Hausnummer, Dienstzeit im Regiment, Eskadronsnummer, letzte Charge, mitge- Machte Feldzüge, sowie Orden und Ehrenzeichen. Weitere Mitteilungen gehen dann jedem Auge,neideten zu. Sämtlickze Anmeldungen find an das Regiments-Geschäftszimmer zu richten. Kreis Büdingen. DGlauberg, 8. Juli. Hier und in den umliegenden Dörfern war der Ertrag der diesjährigen Kirschencrnte recht gut. Das Pfund ivurde zu 25 Psg. in den benachbarten Städtchen und in der i,ord>i>estlichen Wetterau abgcsetzt Doch infolge der schweren Regengüsse in den letzten Tagen sind die Früchte meistens ausgeplaht und können kaum zu 15 Psg. das Pfund noch vcrkautt werden. Kreis Schotten. /XSelllirod,8. Juli. Ein Landwirt befand sich am Mähen des Heugrases. Ein junger Mann, der früher an epileptischen An- sälle» litt, brachte ihm den Morgenkasfee. Der Mäher sah il/n sich in der Nähe der Wiese auf einen Stein setzen. Er dachte, der Mann wolle sich ein wenig ausruhen und mähte weiter. Als eine geraume Zeit verstrichen war, und der Kasscebringer nicht ausstchen wollte, ging er der Stelle zu. Da gewahrte er zu seinem Schrecken, daß ein Toter aus dem Steine saß. Ein Herzschlag hättc dem Unglücklichen ein jähes Ende bereitet. Hessen-Nassau. ? Simmersbach, 8. Juli, Unserm Pfarrer W. Löw wurde von der theologischen Fakultät zu Marburg der Grad eines Lizentiaten der Theologie verlieh:», m. Merenberg b. Weilburg, 7, Juli. Der hiesige langjährige Bürgermeister Molitor hat sein Amt aus Gesundheitsrücksichten niedergrlegt. veretnsnachrichten. = Blibenrod, 8. Juli. Bei dem am 6. d. M. in Fulda abgehaltencn G c s a n g s w e I t st r e i t errang der hiesige M ä n - ncrgesangverei n mit 39 Sängern in der l. Gastklasse (Vereine über 35 Sänger) den l. Preis mit 169 Punkten, obwohl der Wettbewerb sehr scharf war. Der Männergcsangvcrcin Schlüchtern mit 64 Sängern erhielt den 2. Preis mit 168 Punkten: „Sangeslust" Altengronau (39 Sänger) den 3. Preis mit 166 Punkten und Männcrgesangverein Heringen (72 Sänger) den 4. Preis mit 150 Punkten. Gewertet wurde bis 5. Gerichtrsaal. Gießen, 7. Juli. (S ch ö s s e n g c r i ch t.) „D as A m t s - g e h c i m n i s". Der Landwirt und Schmied Johannes L. von H. war zum Mitglied der örtlichen Bcranlagungs- k o m m i s s i o n sür die Gemeinde H. bestellt und an Eides Statt verpflichtet worden. Obwohl er zur Geheimhaltung des Inhalts der Kommissionsverhandlungen durch seine eidesstattliche Verpflichtung angchaiten war, äußerte er sich im November 1913 und Februar 1914 gegenüber dem Polizeibicncr des Ortes über die Tätigkeit und das Verhalten eines anderen Mitgliedes der Kommission und über die von diesem in den Verhandlungen gestellten Anträge, Hierdurch hatte L. sich aus Grund des Art. 36 des Hess. Einkommensteuergesetzes strafbar gemacht. Das Schöfscngcricht verurteilte ihn wegen seiner Pjlichtvcrletzung zu einer Geldstrafe von 40 Mk. — Ein „B r ö t ch e n d i e b" wurde i» der Person des Gelegenheitsarbeiters Emanuel N. von G. gefaßt und heute zu einer Haftstrafevon 3 Wochen wegen „Mundraubs" verurteilt. 16 Tage Untersuchungshaft wurden ihm angercchnct. — „Hausfriedcusbru ch". Anfang Mai d. Js. lamcn die Studenten Fritz W. von I. und Hans R. von M. in angeheitertem Zustande in das hiesige Antomaten-Restaurant. Durch angebliche „Scherze" und lautes Lärmen nnd sonstigen Unfug belästigten sie alsbald die anderen Gäste, so daß sie der Wirt aus dem Lokal verwies. Beide leisteten aber der Aussorderung keine Folge, so daß der Wirt, Kellner nnd andere Gäste sic gewaltsam aus dem Lokal cntserncn mußten. Auf der Straße — vor dem Automat — mißhandelte W. den einen Kellner, indem eu ihn gegen einen Trottoirstcin warf. W. wurde heute wegen Hausfriedensbruchs, M i ß h a ndl u n g und groben Unfugs zu Gcld- strasen von 35, 25 und 6 Mark, R. wegen Haussriedensbruchs und Unfug zu 20 und 6 Mark Geidstrasen verurteilt. Ein Prozeß um Strrndbergs „Kronbraut". h. Frankfurt a. M., 7. Juli. Bei einer Ausführung von Strindbergs „Kronbraut" am 4. Mai im „Neuen Theater" gab der Oberamtsrichter U h d e (Freiburg i. B.) seiner Meinung über das Stück in unverblümter Weise Ausdruck, indem er laut äußerte: „Das ist ja eine ganz gemeine Handlung, die ist ja schlimmer alz Ibsen." Als sich der in der gleichen Reihe sitzende Kunstmaler A. Kunz lMünchen) derartige laute Aeußerungen verbat, ries u h d e s Schwager ihm zu: „Sie sind wohl verrückt!" Kunz, der meinte, daß der Obcramtsrickücr diese Antwort gegeben habe, cnt- gegncte nun dem Uhde: „Sie sind ein ganz unverschämter Lümmel!" Die Folge war, daß Uhde den Maler forderte, was dieser ablehntc. Daraus verllagte Uhde den Kunz wegen Beleidigung, und Kunz den Schwager Uhdes cbensalls wegen Beleidigung. In der heutigen Verhandlung vor dem hiesigen Schössengcricht bekundete eine als Zeugin geladene Dame, daß der Oberamtsrichter die Vorstellung durchs ein Gespräch über ein Diner gestört und daß er und nicht der Schwager den Ausdruck „Verrückt" gebraucht habe. Der Dame wart Ilbde hierauf eine wissentlich salschc Aussage vor. worauf des Angeklagten Kunz Verteidiger erklärte, daß der Kläger die Zeugin bereits mit einer Anzeige beim Staatsanwalt bedroht habe. Die ganze Klage und Widerklage endete schließlich nach langen Verhandlungen mit einem Vergleich, in dem der Maler die gegen den Obcramtsrichter gebrauchte Beleidigung bedauernd zurücknimmt und die Kosten trägt. Sodann nahm der Schwager des Richters unter den gleichen Bedingungen die Klage gegen den Maler zurück. Lnftschifscibrt. — Eine arktische Rettungsexpedition mit der Flug Maschine. Aus Petersburg wird berichtet: Die russische Regier,mg rüstet gegenwärtig eine Expedition aus, die so schnell als möglich in die arktischen Regionen ausbrechen soll, um nach dem Schicksal der verschollenen Leutnants Russanow und >Brussilow zu forschen, die 1912 nach dem fernen Norden ausbrachen und von denen seitdem keine Kunde mehr cingetrosfen ist. Die Ret- ttmgserpedition, die der Norweger S v e r drn p leiten wird, nimmt einen Farman-Zweidecker mit. Das Flugzeug wird in der Arktis von dem bekannten Piloten Juskukow gesteuert werden, der als Flieger am Balkankrieg teilnahm nnd sich durch seine Ueberfliegung des belagerten Adrianopels anszeichnete, Juskukow hat die Ausgabe, mit dem Flugzeug die Eisfelder abznsuchen und außerdem die Verbindung der Rettungsmannschaft mit ihren Prooiant- stationen zu vermitteln. Die Expedition tritt bereits in den nächsten Tagen die Ausreise an. 6an6(L § 91. E. G. Nach dem vom Vorstand der Allgemeinen Elektri- züätsgescllichaft rn Berlin erstatteten Bericht beliefen sich zum 30. Avril 1914 die Umsätze aus 371 Mill. M. gegen 349 Mill. i. V , die vorliegenden Aniträgc einschließlich der gebuchten Aufträge sür die A. E. G. Schnellbahn im Betrage von 60 Millionen Mark auf 413 Mill. Mk. gegen 330 Mill. Mk. i. B.. in Summa also 784 Mill. oder um 105 Mill. Mk. mehr als in der gleichen Zeit des Rckorchahres 1912/13. Die verfügbaren Geldmittel der Gesellschaft weisen eine ungewöhnliche Höhe ans. An die Berliner Elektriyckätswerke waren zu Ende des Geschäftsjahres 1913 14 etwa 280 700 KW angeschlossen oder etwa 28 200 KW. mehr als bei Beginn des Geschäftsjahres. Märkte. •' Kirsche.......... 9l»l Osivaldsgarten ii»d an der Wcstanlag« standen gestern ettva 120 Körbe = 60-70 Zentner Kirsche» zum Berkaui. Die Hochelhenuer Landwir,»-Frauen, welche gute Herz- kirfckie» hatten, standen an der Westanlage, doch Ivar man sich schon iniltags bei Beginn des Marktes vollkonnnc» einig, die Früchte nicht unter 2b Pig. das Pknnd z» verkanlen, Nur einige Handelsleute, ivelche kleine »nd zmn Teil matschige Ware keilbolen, verkanien kür 20 PIg. Bei dem ichönen Wetter war der Marlt oon unserer Be- völkernng stnrk besucht, die natürlich des Glaubend ivar, dnk dem Markt billiger ei,Kamen zu könne» als bei den Händlern in der Stadt. Entkänicht verließe» zahlreich unsere Hanslranen den Markt und erklärte», dann hole ich mir das Psund Kirschen in der Stadt, wenn ich doch 2b Pfennig bezahlen soll, Troß des starken Andrangs ging der Derkans der Kirschen bis aeaen b Uhr »achmiitagS nur sehr langsam >md der Aorrat wäre sicher nicht Uiitcrziibrmgen gc» ivesen, ivenn nicht die Hochelheimer Fronen zuerst den Preis um b Pig. ermäßigt hätten, den, natürlich die Höker ans LswaldSgarlen notgedrungen iolgen nnibten. Stoch „ach 7 Uhr ivaren zu diesem wenigstens billigere» Preis Kirschen zu kansen, die man weit srüher los geivorden wäre, wenn man zeitiger den 'Abschlag bcwillial hätte, * Nidda, 8. Juli. Die Zufuhr zu dem heute hier abgelwltcncu Schwei nm-rkt war fchr groß: sogar aus der Gegend von Altenstadt waren Züchter von Ferkeln gekominen. Im ganzen betrug der Austrieb 750 Stück Ferkel und Springer. Diesen, starken Angebot entsprach aber nicht die Nachfrage. Deslxüb ging her Handel bei recht gedrückten Preisen langsam, und ein großer Teil Ferkel blieb unvcrkaust. 8 Wochen alte Tiere kosteten das Paar durchschnittlich 25 Mk., 12 Wochen alte das Paar nur 28—30 Mk. Auch Springer waren sehr billig. Außer dem Aujschwnng der Schweinezucht in den letzten zwei Jahren trägt auch die Besorgnis über die zukünftige Kartosfelcrnte ivegen der bisherigen nassen Witterung und der hohe Preis für alte Kartoffeln zum Sturz der Schweineprcisc viel bei, denn ein Malter alte Kartosseln kostete in den letzten Tagen hier nnd in der Umgegend 8—9 Mk. F(\ Wiesbaden. Dlehhai-Marktboricht vom 8. Juli. Auftrieb: Rinder 80 kOchsen 19, Bullen 13, Kühe und Färlen «8,, Kälber 217, Schate 40, Schweine 4b2. Prelle für 100 Psd. Geickäst mittel. Lebend- Schlacht Ochsen. , gewicht Bollflellchlge, anSqemästete. höchsten Schlacht- ML Mk. werter im Alter von 4—7 Jahren .... 48—b2 8b—91 Junge, lleilchige, nicht auSgeniäslete und älter» anSgemästete..... 47—51 64—90 Mäßig genährte junge und gut gegenährte ältere........... 42—IG 75—83 Buk l e n. Bollfleischlqs, auSgew. höchsten Schlacht»». . . 41—44 70—75 Bollfietschigs, jüngere...... .... 38—40 68—70 Färsen. Kühe. Dollflelschlqs anSgemästete Färsen höchsten Echlachtivertes . .. ........ 46-40 64—90 Bollfleischige auSasmästste Kühe höchsten CchlachtwerteS bis zu 7 Jahren..... 38—42 68—76 Akltere auSgemästeke Kühe und Ivenig gut entwickelte jüngere Kühe......... 40—44 76—91 Mäßig genährte Kühe und Färsen , , , > 33—37 82—68 Gering genährte Küh« und Färsen..... 29—32 58—01 Kälber Feinste Mastkälber....... 62-64 103—108 Mittlere Mast- »nd best» Saugkälber.... 54—58 90—97 Geringere Plast- und gute Saugkälber , . , 48—53 80—83 Geringe Saugkälber.......... 45—47 76—80 Echafr. Weidemaftschase: Mastlämmer und jüngere Masthammel . 44,00—45,50 93—91 Schweine. ^ Lolkfleischige Schweine von 80—190 fcg Lebendgewicht.............. 44-16 57-59 Bollsteischiqe Schweine unter 80 leg Lebendgewicht 43' .-45 56 53 Bollfleijchig! Schweine von 100—126k; Lebend»' gewicht.............. 457,-47 57—59 Vollfleijchige Schweine von 120—150 k» Lebendgewicht .............. 44-45 55—56 Fettsckiweine über 150 kg Lebendgewicht . . 40-43 50 -44 LImbnrg a. d. Lahn, 8. Juli. Fruch'markt. Durch» schnittevreis vro Malte:. Roter Meize» (Naiinuischer) 16,90 illlc,, weißer Weizen (angebanle Fremdsorten, 18,40 Korn 13,00 Mk., Gerste (Futter) 0,00 Mk„ Bra,meiste 00,00 Pik., Hafer 9,00—0,00 Alk., Erbsen 0,00 Pik. Kartosseln 50 Kilo 0,00—0,00 Mk, Butter das Piund 1,10—1,15 Pik., Eier das Stück 7 Psg. kirchliche Nachrichten. Israelitische Religionsgemeinde. Eottcr-icnst in der Synagoge (Süd-Anlage), Samstag, den II. Jul! 191t: Borab end: 7.45 Uhr, Morgen?: 8.30 Uhr, Nachmittags: 4,00 Uhr. Schristerklärung. Sabbatausgang: 9.35 Uhr. Israelitische Rcliyionsgesellschast. Gottesdienst. Sabbatleler am II. Juli 1914t Freitag abend 8.00 Uhr. Samstag vormittag 8.00 Uhr, Samstag nachmittag 4.00 Uhr. Sabbat-ÄuSqanq 9.35 Uhr, Wochengottcsdienst: Morgens 6.09, abends 7.39 Uhr. Müllersche Badeanstalt. L a> e rw örn>e der Lahn am 9. Juli 14' II, Meteorologische Beobachtungen der Station Sieben. Juli 1914 — o S ZF Ä u o «O W sA .ö if i je «’S |1|| cu Wetter 8 2’ 6 751,1 21.2 90 48 w 4 6 Sonnenschein 8. 1> 8 * 751,0 17 1 10 5 72 w 2 5 9. V •52,0 16 V 10 3 80 sw 8 Sonnenschein ^ochste Temperatur am 7.-8. Juli 1914 = -s- 21,2° vriedria'te , , 7.-6. , 1914 = + 8.8°, Niederschlag 0,0 mm. _ Verantwortlich für den politischen Teil i. V.: N. L a n g e. Danksagung. Für bic vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei unserem schweren Berluste sagen wir innigen Dank. ?ic ticftMttiil>cil Hintcrblicbkncn. Jda Gennies uud Sohn Lothar. Gießen, den 9. Juli 1914. mm 05461 Danksagnttft. Für bic vielen Beweise herzlicher Teilnahme sowie für bic zahlreichen Blumensvenben bei bcm unerwarteien Hinscheiben unicrcs inniall gelieblen Töchlcrchcns 05473 36ö sagen wir aus biesein Wege herzlichen Dank. Familie K. (tzöbcl. Bietzen, den 9. Juli 1914. VWU 1 ,,. I........r.TTT.!. 7 . 7 . 7 ..... '. 7.7 Vom Unterzeichneten Verlag, sowie durch den Buchhandel zu beziehen: Wanderungen j undSehifahrfen rund um GieSlen m ■■■------« Preis 1 9Iark — Das Büchlein kommt einem wirklichen Bedürfnis nach, wie schon eine kurze Einsichtnahme in das Inhaltsverzeichnis aufweist. Es sind zusammen gestellt und in knapper Form behandelt: Wanderungen in Gießens nächster Umgebung mit Sonntagsfahrkartenverzeichnis, Wegebezeichnungenin der Umgebung von Gießen 20 Hauptlinien des V. IL C. Wanderungen in Kurhessen, im Vogelsberg, im Westerwald und im Taunus Mehrtägige Wanderungen Schneeschuh.wanderungen im Vogelsberg uud Westerwald = Karte des Wandcmngsgebietes = Verlag der Brühl’schen Universitäts- Buch- und Steindruckerei - R. Lange Fernsprecher 51 - GieSSen • Schulstrasse 7 Vertretungen: Steinway & Sons, ßechstein, Berdux, Feurich, Hofberg, Kuhse Mannborg, Neumeyer, Peraina, Rönisch, Schiedmayer, Thürmer Pianinos 400 bis 1700 Mk. wenn sie statt den teueren Marken unsere Einkoohgläser und Apparate kauft. — Durch ganz bedeutende Abschlüsse sind wir in der Lage, zu folgenden enorm billigen Preisen verkaufen zu können. Einkoch-Gläser „Renata“ genau wie Rexgläser in garant. bester Qualität, schmale V« V, */ t '/, Ltr. zu jedem Apparat passend, Form 35 40 45 50 Pf. mit Deckel und Ia. Gummi- breite >/, */. 1 l 1 /, 2 Ltr. ~!King Form 50 55 CO 70 SO Pf. Kochliuch mit Gebrauchsanweisung zujedemApparatgratis. Einkochkrüge, Einiiiachtßpfc.ttelecjjlHser.Saftduselien Saftbeatei, AnsctzUasclien. KocbtSpfe für Gelee nsn. Trotz der billigen Preise noch Rabattmarken. Porzellanhaus Löwer&Bechstein Angenehmer, weicher und elastischer Gang Keine Erschütterung! Keine Ermüdung! Ungemein dauerhaft! Verlangen Sie von Ihrem Schuhmacher amdn ick lieh Absätze Continental Einzelwohnhauskolonie an der Marburger Strasse Villen-Gelände in ruhiger, gesunder Lage mit herrlichem Fern-BIJck XeuNtadt 2—4 8009 Telephon 181 7830a Sparsame Hausfrauen Kochen, Braten, Backen, Grillen mit Reissmann- Gasherden •mnnnniiiiiiiisiniibtgitiioiRiaiaiiiigniiuuiaeMD Niederlage: J. B. Häuser, Neustadt t M>OCK*OOOOOOOOOCK) !XKK»>>»>(W >>•» Einfamilien-Häuser 78020 in jeder beliebigen Grösse, teils fertig, teils im Bau begriffen, mit allen Neuheiten und Bequemlichkeiten ausgestattet, sind unter günstigen Bedingungen von M.12000. an zu verkaufen. Ebenso werden Bauplätze in jeder beliebigen Grösse preiswert abgegeben. Näheres Hoch- und Tiefbau-Gesellschaft. Bureau: Bahnhofstrasse 65. Reise-Artikel in bekannt gnten Qualitäten Bahnkoffc* Necessaires Tonristenartikel Hutkoffer Japankörbe etc. etc. Handkoffer Handtaschen Eig. Fabrikation Rundreisekoffer Rucksäcke Billigste Preise Aug. Kilbiaiger, Seltersweg 79 77Z! 1200 bis 3300 Mk. HARMONIUMS 36 bis 1000 Mk. Nur anerkannt gute Fabrikate. Höchst Barrabatt Kleinste Raten Langjährige Garantie. Probelieferung überallhin Färberei Braubach L Fischer Chemische Waschanstalt Seilersweg 79a, Tel. 627 Neuenweg 4, Tel. 553 | Gegründet 1848 | Grösster Betrieb der Branche in Hessen L__125 Angestellte_I Wir erlauben uns, die Besucher der Gewerbe- Ausstellung auf unseren Pavillon im Garten aufmerksam zu machen. (Katalog Nr. 230.) — , Pianinos Zu vermieten: monatlich 2 bis 30 Mk. Harmonlan.» Bei Ankauf eines gemieteten Instrumentes Gutschrift der Miete laut besond. Bedingungen Pianola, Phonola 1250 und 950 Mk. Phonola-Piano 2150-2650 Mk. Gespielte Pianinos, Flügel u. Harmoniums sind meistens in groß. Zahl vorrätig (30-1200 Mk.) Grosse Reparatur-Werkstätte für Flügel, Pianinos u. Harmoniums Klavierstimmen. Aufpolierai von Pianos Willi. Rudolph Grossh. Hess. Hofliaferot Fernspr. 389 Giessen Se hers — g 91 Der feine, prickelnde und aromatische Geschmack und die ausserordentliche Bekömmüchk it run:::::unu::: meiner Flaschenbiere Marke Mainzer Marke Sandler Aktienbier Culmbach steht einzig und unerreicht da. Jeder Versuch fahrt zur dauernden Kundschaft« Fuhrwerke jeden Tag nach allen Stadtteilen. Von 6 /i oder 10 / t Fl. Lieferung frei ins Haus. Röhrle’s Biergrosshandlung narborger Strasse 7 Telephon 344 Lose Die Ziehung der ersten Klasse beginnt wieder am IO. Juli. _ ^8 S__j2_^t_ pro 15.--'1.10.-'I.20.-'1.'40- Klas99 sind zu beziehen durch die Königlich Preuß. Lotterie- Einnehmer in Gießen: Buchacker Flimm Legier Neuen Baue II Walltorstr.63 Süd-Anlage 5 Fernsprecher 877. Fernsprecher 237. Fernsprecher 82. Joseph Herz Bankgeschäft Neuen Blue 23 GieSSen Telefon No. 104 ErOOnmio von Moden Beclrnnnoen. Vorschüsse auf Wertpapiere unter günstigen Bedingungen. Einlösung von Zins- und Dlvldenden- sebeinen und verlosten Stücken. An- und Verkauf von Wertpapieren an allen in- und ausländischen Börsen. Verwaltung ton offenen and geschlossenen Depots. Ausstellung von Kreditbriefen aul alle grölicra Plätze des ln- und Auslandes. Eröffnung von provisionsfreien Scheck-Rechnungen. äeubne iob Geldeinlagen oboe Prtmslonsberecbeiig und verzinse dieselben bd täglicher Kündigung 3*/ t Ibei talbjihrl Kündigung ?»/.•/, • ftencljairl , »'//,.! , ganxjährt . *% UebAgb bis n M. 200,- werden stets mit 4% rcrdtBt Stahlkammer ■11 Sctraatücben unter Selbrtwscbltß der Kielet. ■ i vom 10. bis 25. Juli Verlust- und Ausverkaufspreise. Derby - Lackkappe hochmoderne F orm Chevrette, Derby- Lackkappe Sehr elegant Kinder- Mädchen- Sandalen mod. breite Formen 22—24 Mk. 1.40 25—26 „ 1.50 27—30 , 1.75 31—35 . 2.00 Herren-Stiefel | Wicbsleder. Moderne Form rg sehr stark jetzt H Bl 1 ■ml K erren-Stiefel Boxleder, sehr haltbar und W M moderner Schnitt H 6 k. ttr-MI schwarz 22—24 Mk. 2.25 sehr stark 25-26 Mk. 2.75 27-30 „ 3.25 Boxleder 22—24 Mk. 2.30 braun elegante, mod. Form 22—24 Mk. 3.25 25—26 „ 3.75 ] E]inzelpaarezujedemPrei; (bestehend aus Schaufensterpaaren und Restbeständen) 3 Posten Damen-Stiefel Zurückgesetzt! Wert bis 8 HSk. ÄHÄ Ml 2 Bitte beachten Sie meine Schaufenster Rheumatismus-, Ischias- und Gichtleidende nehmen die glänzend bewährten Petrin - Tabletten Name gesetzlich geschützt 7607 anerkannt beste« Mittel, da vollständig nnsch&d- lieh, ohne jegliche Nebenerscheinungen und sicher wirkend. — Xu haben in allen Apotheken, wo nicht, durch Universitäts-Apotheke zum goldenen Engel in Gießen, welche auch zu jeder Auskunft gerne bereit ist. Graustückkalk Weißstückkalk iiiJtmiiNiTTTTTTTnTTTTTTTTnTTTTTTTTmiiiMiiiiiiiiilliiiiiimiiiillllillllllllillliniili zu Bau-, Dünger- u. chemischen Zwecken ab ihren Werken Großen-Linden und Bieber bei Gießen, sowie Kalksteine zu Bau- und Hüttenzwecken ab Station Bieber-Abendstern empfiehlt (Inhaber Carl Haas jr., Gießen), Fernsprech-An Schlüsse Amt Gießen: Werk Großen- linden Nr. 139, Werk Bieber Nr. 1080, Bureau Nr. 282. Abfuhr kann tiiglich erfolgen, eventl. Anlieferung durch eigenes Fuhrwerk. 3303D Wenn Sie reisen so vergessen Sie nicht Ihren Bedarf in Rciscutensilien wie Toilette-Seilen : Parfüms : Eau de Cologne N a g e 1 p o 1 i e r-Pr äparate Kämme : Haarbürsten Schwämme: Schwammbeutel : Zahnpflegemittel zu doeken - tirit8Sto + + Answahl finden Sie 8088a Waschanstalt Schwan Klektr. Bttricb Znh. Zr. Otto LiebigsiriU 63 Uebernahme aller Arten Wäsche Berechnung nach Gewicht u. Stück Spezial-Abteilung: Herren-Ztärkewäsche Garantiert schadlose Behandlung 7414 pREYER’S REX" !!! Konkurrenzloses Resultat!!! Rex-Dauerwaren welche2maldenAequatorpassierten,wurdeninden Klassen Nr. 46, 38 und 20 mit folgenden Auszeichnungen bedacht: 2 erste Preise (silberne Medaille) , > 2 dritte Preise (bronzeneMedaille) und 1 Anerkennung » Dl ° Gläser haben an der Prüfungsreise nach Aus tralien vom Dezember 1913 bis April 1914 teilgenommen.“ 8069 Deatsche Landwirtschafts-Gesellschaft. 1913 — Königl. Preuss. Staatsmedaille. Rex-Conservenglas-Gesellschaft Bad Homburg Vertreter: H. Mettenheimer (Inh. C. Hosch & C. Kerber) Giessen Kreuzplatz 3 Telephon 74 Kassenschränke * Kassetten feuersicher ■ schmelzsicher • fallsicher ■ einbruchsicher 14 Schränke in verschiedenen Ausführ, u. Maßen im Erdgeschoß Raum 49 der Gewerbe - Ausstell. Gießen 1914 ausgest. Kostenvoranschläge und Auskunft jederzeit bereitwilligst u. ohne jede Verbindlichkeit. Zwanglose Besichtigung erbeten Einzige Spezial-Kassenschrankfabrik Hessens FR. KROGMANN • GIESSEN Bahnhofstraße Nr. 30 • Fernsprecher Nr.401 i von westfäl. Werken ausser • Syndikat billig abzugeben ,M ‘D August Cramer. Bochum. Gaslüfter GaSkronen, Gaslampen usw. um rasch zu räumen spottbillia LarlZchunck^VÄ 03726 Butterbrot- Papier liefert billigst 7034 Ludg. Kroll, Plockstr. Nene Kartoffeln “T vrima Qualität 3 empricblt liillin Z 'V 'JUriinf 2omicnftv.il TcU'aljon 88 Fortgesetzte Ersparnisse im Haushalt! Meine Nass- und Pfund-Wäsche ist zirka 50°/« billiger als jede im Haus gereinigte Wäsche :: Ohne Anwendung scharfer Mittel zu jeder Jahreszeit blendend weiss Lieferzeit zirka 2 Tage -------— GROSSWASCHEREI EDELWEISS Schützenstrasse 12 GIESSEN Fernsprecher 487