Rr |56 Ter Gtetzener »yei-er erscheint täglich, außer Sonntags. — Beilagen: viermal wöchentlich SietzenerLamiliendlätter. zweimai wöche»tO»rei5- btattfLr den Xrrir Ziehen (Dienstag undfUreitag); zweunal moncnl. Land» «ir6chaDiche Leittrod«, ^enkiprech - Anschlüsse: für die Redaktion 112, Vertag u. Expedition öl Adrehe ssir Depeschen: Arr^ecgcr &te%cii. Annahme von Anzeigen iür die Taqesnllmmer bis vornnttags 9 Uhr. Erstes Blatt r m (64. Jahrgang Dienstag, 7. Juli 19(4 General-Anzeiger für Oderhejsen Rokationsdnick bhä vertag der Vrühl'fchrn Uaiv.-Buch- »nö Zteinäruckerri R. Lange. Redaktion, Erpcdition und Druckerei: Lchulstrahe 7- Bezugspreis: monatlich7öPi.,viettel- ’ä'jrlirf) 'JJlf. 2.20; durch 2' bfjole- u. Zweigstellen monatlich 00 Pf.; durch diePost ü'tt.2.— viertel- jährl. ausichl. Bestellq. Zeilenpeeii: lotallöPs, auswärts 2ti Pfennig. Chefredakteur: A.Goeq. Berantwortlich für den polit. Teil: Aua. Goetz; fiu- .Feuilleton", ,Ver- miichtcs'uud.Gcrichls- jual": Karl Neurath; für .Stadt und Land": Kurl Beadt; für den Anzeigenkell: H. Beck. Enthüllungen des türtischen Zinanzministers. „Ewig dankbar" müsse dir Türkei den Franzosen sein, so verkündet der Finanz,ninister Tsänuvid Bei in der kur tischeil Kanuuer Tiefe Erklärung enthält ein starkes Scttft- lob iufasern. als Tschawid Bei cs selbst ivar, der die neuen sranzösrich-türlischen Verträge vor zwei Monaten mit Tou- niergue in Paris paraphiert lzat. Don den deutsch- lür kr scheu Derhandlungeu, die nun schon sechs Monate dauern, enthüllt Tschawid nur die Konvertierung der vier- prozentigen Ldltganoncn der Bagdadbahn in sünsproze» tige und die Herabsetzung der Bauiosten von 270000 Franks für das Kilometer aus 220000 Franks Don den deutsch- französischen Derhandlungeu erwähnt der Finanz- nivrrster des Sultans nichts; sic silld aber schon in März d I. im Berliner Auswärtigen Ami paraphiert worden Nachdcui nun Tschawid Bei in Paris mit fast allen seinen Wiiirjichtm ans Ziel gelangt ist, besteht gar kein Grund, die Ein-eltzetten des Abkommens zu verheimlichen, durch das die ganze Bagdadlxth,, voll .Ha,da, »Pascha bis zu ihrem End Punkt bei Wasra in das ausschließliche Interesse des den, scheu Kapitals irbergeqongeu ist, während andererseits DepHchland seine Zusiiminnng zu den türkischen Zoll erbölhungen und den anderen Finanzmaßnahmen gibt, sür die Dschawid Bei die Genehmigung der Mächte nachgesucht har. Die Deutsche Bank, die das Aiissckzeißei, der französischen Kapitalisten von der Beteiligung an der Bagdadbahn erwirkte und dafür ihre nordaiiatvlischen Konzessionen hingab, hak erreicht.»>vas sie ivotiie. Ader die deutsche Tiplo- inotte hat wieder cinniol aus dem für uns so loichligcn Gebiete nftrtschostspolitifcher Entfaltung weniger erfolgreich ab geschnitten. Die Rede des Finanzminifterr. Konstantinovel, 4 Juli. Tie türkische Kammer begann am Samstag in Anwesenheit sämtlicher Dättgliedcr des Kabinetts die Beratung des Budgets. Der Finanzminister Tschavid Bcv erstattete em erngehendrs Fiuanzcrvoie. Der Minister erklärte, das es idem inngrürkrschen Kabinett gelungen sei, trotzdem das vorauf- ae«Mteue Kabinett kein Geld auftreibeti kannte, Geld zu finden. Die Älledereinuahiue von Adriaiwvel habe den Europäern ioicder IDenrauen zn der Türkei cingeflößc sodann beschäftigte sich der Frnanrvnnistrr mit der in Paris abgeschlossenen geoßeil Anleihe, sür die die Türkei Frankreich etmg inürde erkenntlich sein müsse. Eingehend befvrach der Minister tadann die unitschaftlichcn Der- lhandiungcn mit Frankreich, wobei er einige bisher unbekannte Ernzelheiten anfühtte, so die Zustimmung Frankreichs zur Ein- sührnng von Abgaben aus den Konsum von Kolonialwaren, die Entsendung von Delegierten nach Konstantrnovel. tvelche die Slus- gabe baden sollen, einerseits den auf die Rechtsprechung bezüglichen Teil der Kaottularionen abzuändern, und andererseits aus der.Grundlage des internationalen Rechtes einen Handelsvertrag mit der Türkei abzufchließen. , Bei der Auszählung der Frankreich gewährten E i I c n b a h n - kouz.e.ssioncn hob der Minister hervor, daß die Eisenbahngesell» schaff fttr die Linie Sm h rna — Kassasva das Vorrecht für die Zweigtellie erhietl, ioelchc Soma-Panderma mit Brustä verbindet imd daß der Gesellschaft sür die syrische Eisenbahn das Vorrecht für die Leine von Hams—Mesopotamien eingeräumt wurde. Ter Minister erwäbme ladatin dos ranzösnch-deutschc Neberciakomitrcn bezüglich der iBagdadbahn und sagte, die Franzosen, die aus die Bereüigung an diesem Unternehmen verachteten, erhalten als Gcgemoert tür ihre Bagdadbahnobligalionen Titres rm Betrag von drei Millionen Psund Sterling, die bei» zweiten Abschnitt der mit deutschen und österreichischen. sowie ungarischen Banken abgeschlossenen türkisäse» Anleihe darstellcn. Somit gäbe cs keüie schwebende Frage zwischen der Türkei und Frankreich. Tas türküch-iranzonsche Abkommen sei von änßerordentlich-polili- scher Bedeutung, da Frankreich die Verpflichtung übernommen habe, an der Pariser Börse künftig türkische Anleihen, die für öftentliche Arbeüen, für die Ausgestaltung des Armee- und Marine- niatrrials bestimmt und deren Erfordernis im Laufe der nächsten zehn Jahre aus 2 231 Millionen geschätzt wird, zur Konvertierung znMlaften. ^ Tschavid Be» erinnerte daran, baß imter dem frühere» Sultan die Konzession zur Ausbeutung der Petrolcumjelder in Mesopotamien der Zivillifte eingeräumt worden sei, die ihrerseits dieses Recht der Deutschen Bank abgetreten habe. Diese habe jedoch von der Konzession keinen Gebrauch gemackn. Jntolgc des Abkommens der Deutschen Bank mit bei Anglo Pcr- sian Oil Companh würden die Petrolcumscldcr in Mesopotamien zitier neuen Gruppe abgetreten werden, a» der otto- manrjchc Staatsbürger oder die türkische Regierung beteiligt sein würden An der 'Lxliftalztt au» dem Schatt-el Arab und Euphrat, welch' letzterer bis MeSkene schiffbar gemach; werden solle, von wo eine Eisenbahnlinie bis Alerandrette werde geben können, werde die Türkei mü zwanzig Prozent beteiligt sein. Englund sei seine Eisenbohnkonzcision Smyrna— Aidin verlängen worden. I» Erörterung der deutsch-türkische» De r handln n g e n führte der Minister aus; Die schwierigste Frage sei die der Bagdadbahn. Im Lause der Verhandlungen, die seit sechs Monaten dauerten, habe die Pforte im Prinzip der Konvertierung der vierprozenttgen Obligationen der Bagdadbahn in süniprozemige zugestimmt; die .Einzelheiten seien noch Gegenstand von Verhandlungen. Tie Worte habe dagegen die Herab- setzung der ursprünglich mit.270 000 Francs pro Kilometer test- gesetzten Baukosten verloitgt. Nack» langen Perhanblungen sei es gelungen, die Baukosten aut 225 000 Francs herabzuietzcn. ES erübrige sich noch, den Enrissionskurs der künftigen 'Anleihe der Bagdadbahn festzusetzen. Ter Direktor der Teutschett Bank lxrbe hierüber in Berlin mit den dortigen Finanzkrcisen beraten lind er hoffe, daß nach seiner Riickkehr alles geregelt sein werde, Drr Minister erörterte hieraus die Zweig l i nie», die deutschen Konzessionären eiiigeräumt tverden sollen, und gab weiter Ausschluß über die russisch-türkischen Verhandlungen. deren Absckluß die Bereinbarung mit den Mächten krönen soll. Gegen gewisse Vorteile, habe Rußland seine Zustimmung gegeben, zum Teil aus sein ausschließliches Vorrecht zu verzichten, das es 1900 bczügliäz des Baues von Eisenbahnen vom Schwarzen Meere aus erlangt habe. Dank deni Verzichte Ritßlands, der mit der Unterstützung Frankreichs erzielt worden sei, sei es mögliä; gewesen, Konzessionen sür französische Eisenbabnlinien an, Säiwarzen Meere zu reservieren. Ter endgültige stlbichluß des türkiich-ruiiischcn Abkommens hänge von den Verhandlungen zwischen der Türkei imd Deutschland ab. Da diese iuxO Tort» dauerten, sei er, der Minister nicht in der Lage, sich näher darüber zu äußern; er müsse ledach auf leben Fall den guten Willen Rußlands anerkennen Alle diese Vereinbarungen würden die Beziehungen der' Türke: zu den Aiächten befestigen. Dank der Inangriffnahme dieser Ver- tmndlungen sei cs möglich gewesen, die Unterslützung der Mächte in der Frage der Zugehörigkeit Adrianovels sowie in anderen kFragen zu erlangen. Die Erhaltting der Integrität der Türkei sei hiermit zu effiem Fofter d-r cirroväitchen Politik geworden. Ter Mniifter schloß, indem er auf das Verhalten Frankreichs nach 1971 tzinwics und die ottomanische Nation anffordertc, mit Ciiv und Selbstverleugnung zu arbeiten, denn mir auf diese Weise werde sic' Herrin ihrer Geschicke werden und die jetzt dem fremden Kapital eingeräumten Untcrnchmungcil wieder an sich nchmetl können. Ter Schluß der Bede des FinanznrinifterS machte auf die Kammer tiefen Eindruck. K o n st a n t i n o v e l, 6. Juli. Der Finanzminister setzte sein Exvos« über das Budget fort und führte bei der Marine aus, daß noch 890 000 Pfund für den Dreadnought „Sultan Osman" zu bezahlen feien. Tie Türkei werde in den nächsten 10 Jahren 8 0 M i l - l i o n e II Pfund für Eisenbahnen, Häfen und Bewässerungs-Arbeiten und 10 B! i l l i o n c n für Munition, Beicstigungen und Kriegsmaterial benötigen. TaS Budget werde in 10 Jahren 50 Millionen betragen. Diese Ziffer flöße Besorgnis ein. Man müsse aber bedenken, daß die Schienenwege und die Be wässerungsarbciten in ?lden und Mesovothomien eine gewaltige Tr Höhung der Einnahmen bewirken würden. Er sei fest überzeugt, daß der Türkei eine glänzende Zukunft bevorstche, nur Itküsse man an ihreni Fortschritte arbeiten. Die hoswirren in Cesterreich. Wien, 6. Juli. Der Kaiser empting heute vormittag den Grafen Berchtold in 1» - ständiger Audienz und daran anschließend den gemeinsamen Finanzminister v.BilinSki. — Die Rückreise des Kaisers nach Bad Jscktl ist auf morgen festgesetzt tvorden. E>» Handschreiben de > Kaisers. Wien, 6. Juli. Tie „Wien. Z." v'röffenlticht nachstehendes H a n d s ch r c i b c u des Kaisers au seinen S b e r- hosmeistcr; „Lieber Fürst von Nlontcnuovo! Im Vollbesitze meines Der traue»» seit einer Reihe von Jahren au der Spitze meines Hofstaates stehiiid haben Sic stets in Ucbcrcinstlmmung mit meinen Intentionen unermüdlich mit ganzcni Erfolge Ihres verantwortungsvollen Amtes gewartet. In den jüngsten Tagen da> das .Hinscheiden meines geliebten Neffen, des Erzherzogs Franz Ferdinand, mit toetchcm Sic andauernd vertrauensvolle Beziehungen verbanden, ganz außerordentliche Anforderungen an 2 ie.^ lieber Fürst, herantrete» lassen und Ihnen neuerlich Ge legcnheit geboten. Ihre aufopfernde Hingebung au meine Person und an mein Haus in hohem Psaßc zu bctvähren. Ich ergreife gern diesen Anlaß, Sie meines wärmsten Tankes und meiner vollen Erkenntlichkeit für die ausgezeichneten treuen Dienste zu oersickzern. Wien. 6. Juli FLanz Josef M. P. Der österreichische .Hochadel. Wien, 6. Juli. In einer Bersamnilung des Katholischen Bolksbnndes hielt Erbgraf von Traulmannsdorss eine anfseheuerregendc Trauerrede anläßlich der Ermordung des Tl)ronfolgcrpaares, deren Spitze sich gegen den Eberhos- mcister Fürsten Älontcnnovo richtete, dem kleinliche Engherzigkeit bei dem Arrangement der Tranerfcicrlichkciten vorgcworscii wurde. Schließlich wurden Hnldigungsdcpeschen an bei, Kaiser und den jetzigen Thronfolger Karl Franz Josef abgcsendct.. \J Budapest, 6. Juli. Tic Polizei von Zimonv ver- hastete einen aus Seraieivo zugereisten Serben namens P o p o w i t s ch, dem die Mitschuld an der Scrajewoer Bluttat zugeschrieben wird.__ Aus Albanien- Rom, 6. Juli. Die Agcnzia Stesani meldet aus T u - razzo; Am 5.Juli ist eine Abordnung ans Argvrokascro hier eingetrosfen, um den Fürsten zu ersuchen, Maßnahmen znm Schutze von Arghrvkaskro zu erchicisen. Wenn der Fürst dies ablehnt, will sich die Stadl mit den Epiroten verbinden. — Trei Unterhändler sind im Aufträge der sranzchz« scheu Gesandtschast abgcrcist, um über den Ucberfall aus die Wohnung eines französischen Bürgers in Jsni Erkundigungen cinzuziehen. Du razzo, 0. Juli. Die Meldung auswärtiger -'iAöif“ ter, daß Jssa Bolstinap getötet worden sei, ist unrichtig. Jssa befindet sich gegenwärtig in Duraz.zo. — Nach bisher ' unbestätigten Meldungen haben die Epiroten Koritza angegriffen und eingenommen. Nach heftiger Gegenwehr wurden Regierungstruppen, die holländischen Offiziere Schmol- ler und Matinkrotb und der in atbanischcii Diensten stehende frühere österreichisch-ungarische Offizier Ehillardi gefangen genommen. Durazzo, 6. Juli. Die Aufständischen haben S t a r g j a nach heftigem Kampfe mit den von Koritza herbeigeeilten Streitkrästen der Regierung c i n g e n o ni m e n. London, 0. Juli. Im Oberhaus lenkte Lord Laming ton die Aufmerksamkeit auf die in der letzten Woche von dem Staatssekretär Grey betreffs Albaniens abgegebene Erklärung und fragte an. welche Schritte unter- nommen worden wären, um die Unabhängigkeit Albaniens zu sichern, und welches die augenblickliche Stellung des Obersten Philipps ioäre. Viscount Mo rieh betonte in seiner Erwiderung, daß der Gegniftand, den Lord Lamiugton zur Sprache gebracht habe, eine ganze Reihe von internationalen Fragen in sich schließe. Die britischen Interessen in Albanien seien gegen jede Olefahr durch die britischen Kriegsschiffe geschützt. Altersweirheilen von Hans Thoma. Aleistrr Hane- Tboma ist nicht nur Maler, sondern, wie be- konm, auch Schrittstelter und sogar Redakteur — nämlich als Mitberansqcber der „Süddeuttchen Monatshefte" in München. In deren nächstem Hefte veröffentlicht der Künstler nun eine kteine Sammlung treuer Aphorismen, die er „Allerlei Möglichkeiten" überschreibt linder erklärt diesen bescheidenen Titel mit einem Vorworte, darin sich der ganze Mann spiegelt. „Es ist möglich iso sogt erh daß, n>enn ich diese Bettachttmgen in jüngeren Jahren geschrieben hätte, ich sic loobl als Gennßheitcn bebauptet haben wittde; aber im 75. Jahre kommt eine große Unsicherheit nicht nur in die Beinr. sondern auch in den .Kopt des Menschen. Bei jeder Erwägung mag dami >oobl der Zweifel auftauchen, ob es doch auch nicht anders fein könnte. Ta hilft man sich und braucht Redensarten wie; cs ist möglich, es kommt vor, cs kann sei», man darr verminen, cs scheint und dergleichen. Man gebraucht solche Botte csteichkam als Stäbe, nni den beweglichen Tüin der Oledankcit zu stützen Dem Alter ^gehört der stützende Stab, der Jugend Wehr sei der scküitzende -tock. Man deutet gen, ,cden tzstuiland, m den Zeir und Leben uns hincinführt, zuni Oluten — und da dünkt mir. daß der Zweifel on den „Geivißheiten" in Regungen der Seele begründe, ist, die ahnungsvoll der Befteiung vom irdischen Staub und erdenschweren itzedanken entgrgen- flattern mochte" Der Ton, den die letzten Worte anschlagrn, klingt in des Meisters Altersiveishciicn dann sott. Es sind last durchweg ticT emvfttndene Gedanken religiöser Sttmmung. Wir teilen einige der keunzeicbnendsten dämm mü; „Es ist möglich, daß einer vor Gott beniütig knüm und ihn an- beten will, wenn er dabei gegen seine Brüder hochmüttg bleiben, IniO) sie hassen darf. — Es soll Leute geben, denen es leicht scheint, tftott über alles zu lieben, denen es aber- schwer wird, ihren Nächsten zu lieben wie sich selbst. — Es ist möglich, Hünen Nächsten 'U lieben, wie sch, selbst, tvenn man sich nullt über alles liebt. Eine Möglichkeit bestcbt. daß einer, der in einer Lebens- toeisheft bankerott gemacht Hai, den Bettelswlz abwirft iinü fich IN das Attirendaus Gottes wisitchmcn läßt. Es fchcint notwendig. daß nurn einen Höllenlärn, wachen muß. n>mn man der nitleu Fricüeiisstw.ui^ des Himmels Gehör verschaffen will. Wenn das Himmelreich IN dft soll Wurzel fassen, mußt du^ das ■ Sperrgich Wekdccuschauikng dwruhen lassen- — MoMherwerse ist das Gewisse» das Gewisseste, was die Menschen über die Tiere erhebt. — ES ist möglich, daß im Herzen eines qeivavvncten Kriegers mehr Friede herrscht, als in deni eines ichalmeienden Schäfers. -— Es scheint manchmal, daß zu dem Taktschlaqe des Herzens, mft dem wir unauftialtsam durchs Leben marschieren ftrüffen, eine liebliche Melodie ertönt, eine himmlische Weise, wie ein Friedeusklang ans der etvigen Heimat, der wir cntgegen- wandern. Möchten wft diesen Heimatklängen recht oft lauschen lönnen, sic sind das Rauschen vom Ouell» der Poesie, es ist der Atem Gottes, den er Adam cmgchaucht hat." In einer kleinen Hnndegcschicktte gibt Thoma eine feine Lehre über den Bttkchr mit.Tieren. Er spricht davon, daß der Mensch unter bestimmt,w Umständen die Sprache der Tiere versteben könne und erzählt; „Ein junger Hund, ein pchnauzer mit intelligenten, Kovf und Nugen Augen, mit nngesmtztem Tchweir und Obren, die ein ausdruckssähiges Olcbäroenspirl ermöglichen, hat mir eine Zcitlang viel zu schaffen gemacht; ich wollte das tnimtere, Nuge Tier zu dem erziehen, wie ich cs brauchen könnte. Bor allem wollte ich ihm das ungestüme Bellen abgewöhnen, womit er jeden iftnkömntling belästigte, ich stellte ihn mit der Peitsche NI der Hand zur Rtche und verbot ihm sein Bellen. Er wedelte mit dem ganzen Körver und iah mich treuherzig furchtsam an — m diesem Augenblicke kam die Gabe, die Tiersprachc zu verstehen, über mich — „Herr Professor", sagte das Vieh, „wenn Sie da: Bellen nicht dulden wollen, so hätten Sic sich keinen Hund aiischaffeil sollen, iür Sie hätte ein schas genügt." Iw mußte dies ruhig einstecken und die Peitsche aucki. Flock reichte mir zur Bcrsühiiung das Pfötchen und aus einem leisen Winseln ervangs wie eine uralte .Klage, init der er mich dattuu beneidete, daß ich den Vorzug einer Hand habe und er nur Pfoten" Schließlich fehlt es in diesen Alters,ocisheiten auch nicht an ein paar Kcrnwotten über Kunst. Hier find sic: „Cs könnte sei», daß ein Volk seine .Kunst selber und nur sür sich machte, ohne lxinach zu tragen, wie sic seinem Nachbarn gefällt. — Kunstwerke können nur in dem Lande, dos sie Hervorgehracht hat, ihre volta gute Wirkung ousüben; durch das Herausreißen aus ihrem Boden tverden sie zur Ware, welche dem Pieistbietenden gehört. Kunstwerke sind ttN Reichtum des Volkes, der tmrdi f.in Geld auf» arwdgcn werden kann, ia sie sind als geilttgc Werte in gewissem Sinn eilii Gegensatz, znm Geld," — Das Münchner Künstlcrtheatcr crössiiete seine diesjährige Spielzeit mit Shakespeares „Sturm". Ter Anstakt war rtwas sehr stark naturalistisch, indem sich in die szenischen Sturmgcräusche das Brausen eines wirtlichen Gewitters, außerhalb dcS Bühnenhauses, mengte, das sich durch d'en Zaubcrstab des Prospcro nicht bannen ließ und eine Uutcrbreckiung von einer halben Stunde hervorrics. Aber nicht die genngstc Stimmungsstörung trat ein, da schon äußerlich beim Fortsctzcn der Vorstellung der Charakter des ersten starken Bühnenbildes noch einmal vor Augen trat i» der ganzen cillfachen, plastischen Schönheit, die dieser rinzigartigen Bühne eignet: Links und rechts im Dämmer zwei große Felsstückc, dir als seitlicher Abschluß währrnd des ganzen Stückes erhalten blieben und hinten Meer, weit hinaus. In dieses dunkle Gemisch von blau und braun war hochausraqend die Gestalt des Prospero gestellt, in rotem Mantel leuchtend, und neben ihn hingcknict Miranda in goldenem Gewand. In ruhigem gemessenen Fuß wuchs dann das Werk hervor, mehr Mysterium als Schauspiel, mit tvundcrvoll'en echt Shakesvearesche» Rüvel- izcircn und Verwickelungen, getrieben von den Pulsschlägen, die ihm dns Wirken Prosveros und seines Geistes Ariel verleiht Bis zu einem gewissen Grade werden bei einer Tarstrliung mtistischer Begebenheiten Unvollkommenheiten bleiben. Was aber an Vollkommenheit erreichbar ist. das wurde geleistet. Tic genialen Leiter des Düsseldorier Schausvielhausrs; Louise Tumont und Gustav Lindemann haben im Verein mit ihren schauspielerischen Kräften und den im Münchener Künstlertheatcr liegenden Jm- vulsen mit einem heiligen Ernst in wochenlangen Proben eine Wiedergabe vorbereitet, die als ein richtiges Festspiel im Tinno der alten Künstlerthcater-Traditton angesehen werden dort. Tas ist vielleicht das Bedeutsamste an dem Ereignis, daß diese Aufführung nach sahrelangen Abweichungen zu dem ursprünglichen echten Künstlertheater, wie es 1908 gegründet worden ivar, energisch zurücksührt. Darüber ist der Jubel allgemein sehr groß, denn nur aus diesem Wege kann man hassen, daß der schon gewonnene Einsluß wieder gesteigert, ia, daß die Idee selbst in ihrer Aus- iührung gesteigctt werden kann. Mit größter Svannniig sieht daS ganze künstlerische Deutschlüirb nun nach diesem außerordentlichen Anlang den angekündigten Aufführungen der „Iphigenie" und des „Peer Gynt" entgegen, neben denen noch einzelne andere Werke, mie z. B. „Die gelbe Jacke" aus dem Spielplan crschei- ncu sollen. vie prösideiltenwühl in Neriko. tr\to City. «3. Juli Bei den Präsidenten. W M Mt erlieft Huerta ein c i n st i ni in i ge - Vertraue n S v o 1 u m. Die Wahlberichte lassen die Wiederwahl aller geaenuärligcn Deputierten und Si'nalorcn erivarte». Die Wahlbeteiligung ist die niedrigste seit vielen Jahren, sowohl ui der Hauptstadt wie in den Naüwarstädtcii. Die Unterredung zwischen Billa und Carranza hatte das Ergebins. daß Billas Armee Carranza als den ersten Führer anerkennt. Villa bleibt der Führer der Armee des Nordens. A«s StclSt «nS CtfJSÖ* Wichen, 7. Juli 1914. •* Tageskalender lür Dienstag, de» 7. Juli: S > n ist- t li ca i e i : .Wie einst i»i Mai." Ansang 8 Uhr, (Gastspiel dcS Vad-Nauheiine« Kiirthealers.) » Offenc Stellen. Erledigt sind: Die Stelle de» Hnuptslenccam 1Skontrv11 cnrS bei deiii Großh. Hanpl- sleiieranit Ossenbach z»m l. Oktober d. I. — Tic stelle eines Buchhalters bei Großb. Hauptslaatskaffe Darmsladt. " Pcrsonaln ach richten der Ob e r-P oft - ! d i r e 1 t i o n. Verliehen: der Charakter als „Pastsekre- lär" den Ober-Postassistente» B ii 1 t n c r in Buhbach. Hölscher und Nick las »I Gießen: der Charakter als „Tele- graphensekretär" dem Ober-Tetegraph'nassistent Scibert in Bad-Nauheim - Versetzt: Postdirektor Harrer von r Vensheim nach Friedbcrg, Postverwalter F ölsing von ' Londorf nach Beerfelden; die Lber-Postassistenten Berg- j mann von Mainz nach Londorf als Postverwalter. M e y e r von Grevenbrii.-k und T h r a u Ni von Friedberg nach Liehen; ».die Ober-Tclegraphenassistenlen EidenmüNer von Bb- U dingen noch Darmstadt und Zauer von Ossenbach nach MWüdingen; Postassistenl Gebhard von Gießen nach Fried- Mbcrg und Werts chenk von Butzbach nach Menden (Kr. . Iserlohn). — Ernannt: zum Dize-Postdircltor: Post- . . inspettor Frisch in Friedberg. — Bestandenste Tel'- aphenassistentenpiüfung: I;l graphenanwai ter 3 ch u ! d t "in Gießen. — Angenommen; zu Telegraphengehilsinnen: : .Hasse und Keller in Gießen; zu Postagenten: Koch in Obbornhvscn, Mobs in Niedcr-Mörlcn. — I n d e n R n h e- : stand tritt: Postsctretar Louis T ahm er in Gießen. ** Aus der 25. Division. Kundt, Lberstlt beim Ztabe des Königin-Augufta-Garde-Gren.-Regle. Nr. 4 zum Obersten befördert und zur Vertretung des abkoiii»! Komm, des 5. Großh. Hess. Inf. Regts. Nr. 16? komm Zum überzähligen Hauptmann befördert: «ander, ini Ins-Regt. Kaiser Wilhelm (2. Großh. .Hess. Nr. 116. In dem Kommando zum Zeininar fiir orientalische Sprachen in Berlin belassen: Hebold. Hauptm. ,m 5. Großh. Hess. Ins.-Regt. Nr. 16 b. bis zum 1. August 1915. Versetzt; der Leutnant Be hm IM Großh Necklenb. Fus Regt. Nr. 9» Kaiser Wilhelm, in dos 5. Großh. Hess. Ins. Reg!. Nr. 168. Zu Oberleutnants befördert; die Leutnants Müller im Jnf.-Regt. Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess! Nr. 116. v. Li ns in gen im Garde-Tc»g.-Regt. (1. Großh. Hess.) Nr. 23. "syerbftübungen 1914. Nach einer vom I?. Armeekorps herousgegebenen Zeiteinteilung für die im Herbst slattsindenden größeren Truppenübungen, soweit ii im Gelände abgehalten werden, tommen folgend.' Landesteile in Betracht; Die Regiments- und Brigadeübungen der Truppenteile der 21. Tiviiion (Frankfurt a. M.) finden bei Hanau und Gadernheim und Fürth i. O. statt: diejenigen der 25. Division (Großh. Hess.) zwischen Frantsurt mü «.iesbaden. und zwar übt die 49. B r i g a d e bei B i e r - sind t. die 50. Brigade bei Oberurscl. Am 4. Zeplein- ber beginnen die eigentlichen Brigademanöver für sämt- . liche Truppenteile. Die 41. Brigade hält diese bei Rein- hcim, die 43. bei LuidenselS i. 0., die 49. zwischen Höchst am Main und Mainz, die 50. Brigade zwischen Frankfurt und Friedberg ab. Dimsionsmanöver >i»d für den 7. und 8. Zevicmber vorgesehen und finden für die 21. Division bei Neinheim i.£., für die 25. Division zwischen Homburg vor der Höhe und Mainz statt. Für den 9. September sind s sür beche Divisionen Krregsmärschc bestiinmr. worauf am 10. und 12. September Korpsmanöver östlich von Darm- stadi gegen Groß-Umstadt stattsinden. Vom 14. bis 18. Scp- kember wird das K a i s e r m a n ü v e r abgehaltcn. Tie " Bezirtc, in denen sich dasselbe abspiclt, sind noch nicht bekannt gegeben. " Beurlaubung zu Erntear beiten. Der Kriegsminister v. Falkenhahn hat vor kurzem einen neuen Erlaß über die Beurlaubung von Mannschaften zu Ernte- arbelten herausgcgcbcn. worin cS heißt: „Klagen über Ar- beitermongcl aus den beteiligten Kreisen Insonderheit des OstenS: lassen cs angczeigt erscheinen, den Wünschen der landwirtschastlichen Bevölkerung um Beurlaubung von Mannschaften zur Aushrlsc bei (f rill (-arbeiten möglichst weit «ntgegenzuko inmen. Das Kriegsministerruin stellt unter Bezug auf sein Schreiben vom 29. November 1908 ergebenst anheim, die Truppenkommandeurc anzuweiscn, Gesuche dieser Art wohlwollend zu prüfen und Beurlaubungen hierzu cintreten zu lassen, soweit es mit den dienstlichen Verhältnissen vereinbar ist." ** Der Ballon „Gieße n" hat am Samstag von Barmen aus unter Führung des Fabrikanten Andernach aus Beuel an einer W c k! f a h r t teilgenommcn u((d ist bei Bruchsal nach 20stündigcr Fahrt gelandet. Dem Ballon wurde der erste Preis zugesprochen. ** Oberhessische Gesellschaft für Natur- und Heilkunde (Naturwissenschaftliche Abteilung). Wie bekannt, hat sich Herr Provinzialdirektor Geheimcrat Tr. U s i n g e r bereit erklärt, am Freitag, den 10. Juli, in der Neuen Aula einen Vortrag zu halten über „Tie Elektrizitätsversorgung der Provinz Obcrhcssen, ihre Vorgeschichte und Durchführung". Der Bortrag findet pünktlich 8* , Uhr abends statt. Im Anschluß " an diesen Vortrag wirb voraussichtlich am 18. Juli ein Aus,lug nach den; Krasllverke Wötsersbeim stattsinden. Zu dem Vorträge sind Gäste willkommen. *>* Hessischer Schlosser tag Unter dem Vorsitz des Verbaut sv.,riitzeiwen Georg Ph. Geist iDarmsladt wurde am S-niniag ,n Oiienback, der dritte Verbandsrag dcs he, i, scheu Sch 1 oss er m e ist er v e rb a u d er abgehaltcu. zu dem sich die firerirerrr der P.ibandsvcreine aus allen Städten des Gratzhcrzog- tums cingciundcu hatten. Den Jahresbericht erstattete H .-Inzer 1 in g Dar,»stadt>. Daraus geh, hervor, daß die Miiglledcr- zabl von 134 in, Vonabre au> 175 angcwachlcn ist. Schloiier- meister Brand Karlsruhe, hielt einen Vortrag über das „Kalkül a t i o n s w c i e n im S ch I o s s c r b a n d w e r in dem et eilt Bild von den Grunolagcn gab. aui denen ,ede Kullulaiion Mtigebaut werden muß. El kam zu dem Schluß, daß d-> oberste Grund sah darin bestehe, daß kein Angebot unter den, Selbstlostenoreis abgegeben werden darf. Es wurde beschlossen, einen Kl> u s s ch u ß. iür das K a 1 k u 1 a t, o n s w e s c n fult>e„ der über die Festsetzung des Stundcnlohnes »ns der rariszusän- ,n bezug au, die auszuschlagenden Uni osten Erhebungen anstellcn t«d auk Grund des angejammeuen Materials mit der Regierung in Verbindung treten soll. II,n A-Iiä.lutz hieran I iraiti «^adw-r- ordnetet Franz Nessel 'Offenbach' Uber „Zwc»n gsi ii »u II g oder Freie Vereinigung oder beides zugleich". ** D i e L a n d c s v e r s a m i» 1 u n g der liessiichen F1 c i s ch b es ch a u c r und D r i ch i n e n j ch a u c r . fand am Sonntag in Bingen statt Nach dem Jahresbericht ist der Mit- gticderstand ,503. Kreisvetcrinärarzt Lr. Beil IN g 'Mainz hielt einen Vortrag über „Die Fleischversorgung Dcutichlands". Der Bottragende fühttc u a. aus. die hohen Flriscttprciie die im: Jahre 1913 lhren höchsten Stand erreicht hätten, seien vor allen Dingen aui die Zunahme des Flmchcoimuns zurückzuführen In den mittleren und unteren Schichten würde jefct mehr Fleisch als früher verbraucht. Die Flciichbeltände hätten in der legten Zeü ebenfalls bedeutend zugenommcn. so daß Deutschland das nötige Fleisch selbst vrodnziei-en könne. Kreisvetcrinärarzt Dr. Fauer-- bach Bingen sprach über „Der Landesverband der hessischen Fleilchbeichauer und seine Bedeutung". Ter Vortragende regte in seinem Vertrage an. saß der Landesverband dahin vorstellig werden soll, daß die Laienileischbeichauer icües Jahr erwa 8—10 Tage an einem östentlichen Schlachthose einen neuen Kurs durch- niachen müßten. Ferner müsse "ie Zuständigkeit der Flcischbeschauer vergrößert werden, ebenso zur Ueberwachung der Konsiskate und deren Vernichtung. Es wurde beschlossen, beim Ministerium und den cin-clnen Krcisämtern vorstcltig zu werden, damit ein: llnwll- iasfc sür die Loienstciichbeichauer errichtet würde. Beschlossen wurde ferner die Herabsedung der Berbandsbeiträge aut 0.50 Mark. Zun, Ort der Tagung >m nächsten Jahr ivurdc G i e ß c » gewühlt. *” Vortrag. Wie aus dem Jnseratemeil ersichtlich, läßt die Freie Siudentenschasr heute abend einen össemlichen Vortrag im großen Hörfaal der Universitär halten. Dr. C. Sonnen- f ch c r n wird über „Die soziale S t u d e II t e n b c w e g u n g" sprechen. Dr Sonnen ich em, der langjährige Leiter des Setre- tariats iür soziale Studenrenarbcü in München-Gladbach, hat, alterdings aui toniesiioneller Grundlage, seit Jahren eine tict- schürfewde Arbeit an diesen Problemen geleistet, die sür leden von einiä neidender Bedeutung sind. Es sei hier nur erinnert an die Fragen, die IN dieses Gebiet fallen und noch immer in ihren! wichngsten Testen der Erledigung harren, weil eben bedauerlicher- Iveisc sich ein großer Prozentsatz der zur Mitarbeit an der Lösung Berufenen »ich t dazu auiraiien kann, in eigner Weise Stellung :u nehmen. Non den wichtigsten Seiten des Themas seien hier nur die „Wohnungsfrage" und die ,.S e % u o 1 c t f) t f" genannt. Um endlich mit der sttcrmüttertichen Behandlung solcher Problenie auszuräumen. läßt die Freie Studentcnschatt (wie bereits anläßlich des Vortrags voü Herrn Pros. Dr. Messer angekündigt' Herrn D: Sonnenschein sprechen, in der Hoffnung, daß sich in der anichließcnden Diskussion neue Gesichtspunkte ergeben werden. Anhänger wie Gegner erhalten freies Rederecht. ** E in neuer Trott wurde am Samstag abend nach lern Rudern von Jung-Deutschland den zahlreich anwesenden Zuschauern am Bootsrlai- der Gießcner Ruder-GeseUschast vorgenihrt. Es handelte sich,um W a s s e r g l e. i t e n Herr Adolf Geisse jr. I.atte sich den da-u nötigen AvvaraJansertigen lassen, und tonnte beweisen, daß er ein vorzüglicher '«chwimmer und ein tüchttgcr Turner ist: denn beides muß man sein, wenn man aui dem schwan- lendcn. vom Motorboot gezogenen Brett den neuen Sport aus- iiüen will. Die Vorführung, welche sehr hübsch gelungen ist, brachte cs allerdings mit sich, daß der Ausiührcnde auch einmal vom Brett ins Wasser mußte, aber es gelang ihm dann auch wieder, out dem Vierte festen Fuß zu sasjen und st> zwischen den beiden Usern hin und her penoeind. über dis durch das Motorboot auigetnrmlen Wassertämmc hinwcgzugleiren. Es gehört Mut Und Geschicklichieit zu dem neuen Saisonsvort, so perblüsfend einfach die Geschichte auch anzuiehe» ist. ** Damen schneiderinncn-Fachkursus. Der von Großh. Zentralstelle sür die Gewerbe rn Tarmstadt angeordnete Fachkurius iür Tamenschneiderei hat heute unter der Leitung der Tainenschneidermeistcrin Frau M. Wunderlich seinen Ansang genommen und w,rd wöchentlich an fünf Nachmsttagen jeweils von 2 bis 6 Uhr in der Effwerbeschulc abgehalten. Derselbe dauert bis 28. Juli. Der Unterrichtsvlan erstteckt sich aus olle vraktischen und sachlich theoretischen Gegenstände. " JnderHerbergezurHeimat kehrten im Juni 1130 Wanderer (gegep 1ß45 im gleichen Monat des Vorjahres! ein. Davon entfallen auf Gäste, die Herberge und Verpflegung 'gegen Arbeitsleistung erhielten 400 (287). Tie Zahl der Selbstzahler betrug 730 (758). Im Arbeitsnachweis waren 118 offene Stellen angemcldet. von denen 116 besetzt wurden, darunter 27 nach außerhalb und 88 Arbeitskräste sür die Ttadi. Bei den Arbeitskräften, die unterkamen, waren 60 Handwerker und 54 ungelernte Arbeiter. Ueber- sluß herrscht aus dem Arbeitsmartt in Bauhandwerkern. '* C c li c n 11 i d) c B >1 che rh a i 1 e. Ii» I II » i Ivurden 19 3 7 Bände a »s g e l i i b « ». Davon kommen ans; Erzählende Liieratnr Zeüschriite» 210, Jugendschrisie» 176, Literaturgeschichte 1 '. Gedichte und Trainen bl, Länder» »nd Völker- Innde 69, Knltnrgeschichte 21. Geschichte und Biographien 54, Kunstgeschichte 17. Nolurwissenschnst und Technologie 57 , Heer- und Seewesen 13, Hans- »nd Landivirlschnst 6. Gesnndhcitslehre 14, iKeliflio» und Pbllosovliie 20, Staatswissenschast 27, Sorgchwissen» irlinft 15, Fiemdsprachliches 20 Bände. Nach onsmärts kaincn 59 Bände. ** Gcwerbeausstellung lieber dos Konzert, das am vergangenen Donnerstag der Gesangverein „Li e d er k r a n z" Mit der hiesigen Regimentsmusit ,m Garten der Gewerbe-Ausstellung veranstaltete, wird uns noch folgendes geschrieben: Großer Dank gebührt der Sängerschar und ihrem Dirigenten, Herrn lFranz Bauer, iür die uneigennützige Art. mit der sie sich in den Dienst der guten Sache gestellt haben, sowie tue den hohen Genuß, den sie durch ihre geianglichen Leistungen boten Daß sich der Verein neben der .Pflege unseres oeutichen Volksliedes auch die Ausgabe genelll har, den Kunstgesang zu vilegen, das bewies der vollcndcte Vortiag des schwierigen Hegar schen Chores: „Moren im Walde". Auch die übrigen vorgetragenen Chore, von cnen nämemlich der vrächtigc Grieg-jäzc Männerchor mit Orchester; „Landcrlcnnung", bei dem auch die beiden Solisten sich sehr wacker hielten, außerordentlich gefiel, wurden in einwandfreier Weise zu Gehör gebracht. Ganz besonderer Dank gebührt aber dem Verein dafür, daß er den Bcanen d:S kürzlich verstorbenen beliebten Komponisten flottim seine» Tribut gezollt hat. indem er zwei der bekanntesten Koichailiedsr; „Verlassen" und „Am Wörther Sec" mit Orchesterbcgleituiig tadellos vortrug Die zahlreiche Zichörcrschast, die während der Vorträge völlige .Ruhe bewahrte, kargte denn auch nicht mit ihrem Beifall, io daß siö die Sänger zu einigen Wiederholungen bezw. Einlagen verstehen mußten. Ter „Liederlranz" und sein nnermüdlicher Geiangs- leiter lönnen mit Recht stolz aus den Verlaus des schönen Festes sein. ** Anleihe derProviuz Oberhcisen. Wie wir Mitteilteu, hat die Mitteldeutsche Kreditbant, Filiale Gießen, in Gewcinschast mit zwei Berliner Bankhäusern eine vier- prozentige Anleihe von 3 Millionen Marl zum Kurse von 94,56 übernommen und wird sie rum Kurse von 95,40 am 14. Juli auslegen. Es handelt sich dabei, wie noch hinzu- zusügen ist, um eine Anleihe der Provinz Lberhessen. 'Grundstücks »er kehr. Das Grundstück zu Gießen, Leßpeingasse 10 Schätzung 43 500 Mark', das aut den Namen des Hofmann, Philipp, und desten Ehefrau Elisabeth geb. Reiß in Gießen, als Geiamtgut der Errungemchattsgemeinichait, eingetragen war, soll.Freitag, den 28. August 1914, vormittags 9‘ i Uhr, durch das Amtsgericht in deisen ^aal Nr. 18 im Wege der Zwaiigsvollstreckung versteigert werden Der Persteigcrüngs- vermrrk Ist am 15. Juni 191t in dos Grundbuch eingetragen worden ** Stand der Maul- und Klauenseuche in Hessen. Nach der letzten Veröffentlichung in, Reichs- anzeiger sind in O b e r h e s s e n 31 Gehöfte innerhalb einer Gemeinde mit der Seucke betrofsen. Unter den 31 Fällen sind 10 Erkrankungen neu. Die Zahl der besallencu Gehöfte in Starkenburg i|t 8 in 6 Gemeinden, Die in vier verschiedenen Kreisen liegen. Sämttiche Fälle in Alarkenburg 11 »ii iici. In chheinlMocn brach in 62 Achöftcii in vier Ge» meinden die Mau;- und Klauenseuche neu aus, so daß Rhein- hesicil setzt die erstaunlich hohe Zahl von 205 desällcncm Gehoslen in 7 Gemeindeu und 2 verichicdcnen Kreisen auf» zuweijeit hat. Kleine Mitteilungen. Schwer vrrungiückt ist am Montag abend zu Darmstadt der zu einer Hebung beim Art.» Regr, Nr. 25 eingczogenc Reservtst ;p r h n> a n n, der aus den, von brr Bergstraße kommenden Zug fiel und an ebiner Gehirnerschütterung ichwer verletzt in das CiarntiönslazareN kam. Er hatte bcabsichttgt, aui dem Südbahnhoi auszusieigen. aber die Station oerjehlt und sprang anscheinend aus dem >n voller Fahrt beiindlichen Zuge. — Während heftigen Regens lanizeie Montag abend gegen 8 Uhr in der Nähe der Jägerkascrne. aui dem sag. Hirscnseld zu Marburg unter sehr schwierige» Verhältniijcn -in mit zwei Offizieren ans Mühi!»uien besetzter Dnvvcldecker. Das Flugzeug wurde bei der Landung etwas beschädigt. " Kontlirsc i» Hessen. Im Konkurs über den Nachlaß des Heinrich Nene r von N e ck a r st e i n a ch soll die Schliistoerteilnng criolgen. Dazu sind 5203,93 Mk sür die ulchtbevocreckitigten )for- dernngen vcriügbar. Die bevorrechligten Jorderniigen find dezahlt. Tie niebibevorrcchtigten Fordernnaen betragen 14 717,26 'Mk. Das Schlnßver-eichnis liegt aus der Geiichtsschreid-lii des Großh. Autts- gcrichlS Hirschhorn zur Einsicht aus. Landkreis Gießen. = Londors, 4. Juli. Nachdem der bieiiae (Äewerde- vercin bereits am 29. Ivlärz den Beschluß geiaßt trat 1 c, unsere Sonntagszeichenschule in eine an einem Werltagnachmittag ab» znbaltende g c w e r b l l ch e Fortbildungsschule nmzn- ivandein. konnte heute, nachdem die Berhandlnngen mit der Großh. Zentralstelle in Darnistadt und den Lehrern zum -Abschsnß gebramt waren, der erste Unterricht an einem LamStaa nachmittag von I—6 Uhr erteilt werden. Tie Erteilung de» Unterrichts haben Herr blrchitekt H. Garn on, Gewerbeschnllehrer an der Skeiverbe- fchnle IN Gießen, und Herr L. Etöhr, Lehrer an der diesigen Volksschule, übernommen. Kreis Büdingen. KSiockheim, 6. Juli. Gestern tagten hier die P o l i» zeidiener des Kreises. 8 Orleshausen, 6.Juli. Nächsten Samstag feiert der Lehrer llarl Strack in voller Rüstigkeit das 50jäh- rige Dienstjubiläum. Ter Jubilar wirkte vorher eine lange Reihe von Jahren in Rainrod und Glashütten, Kreis Schotten. 8 Gettenau, 6. Juli. In nächster Zeit erhält unser Tors die erhoffte Kanalisation. Kreis Alsfeld. 88 Alsfeld. 4. Juli. Heute nachmittag waren die Lecher und Lehrerinnen des Kreises Alsfeld im Saale des „Deutschen (Hauses" versammelt, um sich von ihrem bisherigen Kreissckul- inspeltor Herrn Schulrat Eck zu verabschieden. Der älteste Obmann der Bczirkslchrerveceine des Kreises. Lecher Weitert, hielt jn> Namen der Lehrer die Abschicdsre^>e. Ober-Reälichul- ibireftor Dr. P i tz feierte den Scheidenden, wie er ihn als Mitglied der Kreisschultommilsion kennen gclernk. Ferner iorachcn Lecher Neeb und Lehrer Strack. Schulrat Eck dankte für die Beweise der liebevollen Anerkennung seines Wirkens. 88 Merlan, 6. Juli. Die Gemeinde seiertc gestern ein Dovpeliest: die Einweihung chr nenerbauten zweiten Schule und das 25jähttge Jubiläum des Kriegerveretus. Am Südwestende chr Ortsstraßc nach Mücke stellte sich der Festz ug auß. Vor chm Hause, in dem bisher die 2. Klaffe untergebracht war, nahm Schul- vcrwaltcr T e g r o t e Abschied. Bor chm Neubau fand eine Feier statt, die chr Gesangverein Merlau und ein Schülcrchm; unter Leitung des Lechers Gcmmer eröffneten. Pfarrer S-iebeck hicll die Weiherede. Kreisanilmann B1 u ra f r s sprach der Gemeinde den Dank chr Kreischhörch aus für che Qpfer. welche die iffemeinde gebracht habe. Kreisichulinsvekwr Hufs füchtc die Ziele chr Volksschule in Unterricht und Erziechug vor. Ttraßenmeifter H v s» mann, der den Plan m Uebereinstimnttttlg mit Herrn Baurat Bcrtb ausgcarbeitet hat, überreichte den Schlüssel zum Neubau, den der Ortsbürgermeister ausschloß. Die maktlichen Räume siud aus einer früheren Pachtschcuer. von der che starken Grundmauern stehen geblieben waren, geschasfen worchn. In chr Festwirffchast Hörle brachte der Präsident des Kriegervereins, Herr B a u m a n n. ein Hoch aus den Kaffer aus. Kreisamtmann Blumers überreichte die vom Großberzog geftiftetc Fahnenschleise und schloß seine Ansprache mit einem Hoch aui den Großherzog. Pfarrer T i e b e ck ließ das deutsche Vaterland, unser Hcsscniand und die Gemeinden Merlau und Kirschgarten hoch leben. Den vier ältesten Mitgliedern des Kriegervereins wurden vom Bereinspräsident schön gerahntte Ehrenurkunden überreicht. Kreis Laulerbach. x S cb 1 i tz , 6. Juli. 2lm Samstag fand unter dem Vorsitz des Beigeordneten Jungblut im Deutschen Haus eine stark besuchte Protest Versammlung statt, die Stellung nahm gegen den von her Eifenbahndirektion vorgesehenen Fahrplan für die neue Bahn stracke S ch li tz'—N i e d e r - A u l a. An der Aussprache nahmen teil Bürgermeister Zinßer, Beigeordneter Jungblut, Kauffnann Schilling und andere. Es ivirrde hervor- gchoben. daß durch den neuen Fahrplan wohl eine gute Verbindung nach tzersfeld gesichert sei, aber leider auf Kosten der Verbindung nach dem Süden nach Fulda-Frank- surt und auch nach Gießen, lind doch seien gute Anschlüsse nach Frankfurt und Gießen nach wie vor die Hauptsache sür Schliß. Auch wurde entschieden bemängelt, daß die erste Post nach dem neuen Fahrplan 1> ■> Stunden später eintressen soll, als bisher. Tics würde aber für unsere geschäftlichen Verhältnisse ganz pnhaltbarc Zustände her- rorrusen. Eine Petition um Abwendung dieser drohenden Uebelstände erhielt zahlreiche Unkerschriften. Kreis Friedberg. m. F r i e d b e r g , 5. (Juli. Durch das gestern abend herrichende Unwetter riß gegenüber dem neuen Bahnhot ein Draht der Telegravhenleitung und kam mit zwei Drähten der elektrischen Lichtanlage in Berührung. Das Pferd des vorbeiiahrendcn Fuhr- werls des Bäckermeisters Karl Engel verwickelte sich in den Draht, stürzte hin und wurde aui der Stelle getötet, lDer Sohn des Herrn Engel, welcher seinem Pferde zu Hiffe eilen wollte,- wurde noch rechtzeitig vom angeiammelten Publikum zu- rückgehalten. Hessen-Nassau. (1 Marburg, 6. Juli. In der heutigen Stadtverord- nctensitzung brachte der Oberbürgermeister zur Kenntnis, daß die Inhaber der Banktirma Barucki Strauß in Marburg ein Kapital von 1,5 000 Mk. zum Gedächtnis ihrer verstorbenen Eltern zu den, Zwecke überwiesen haben, kranken unbemittelten Kindern einen Kur- und Badeauicnthalt zu ermöglichen. — Der Ausnahme einer Anleihe zur Bestteitung laufender 'Ausgaben in Höhe von 651 000 Mk. wurde zugestimml. X Hanau, 6. Juli. Der vor einigen Wochen auZ- gcbrochenc AuSstand der gesamten organisietten Arbeiterschaft der Franksurter Maschinenfabrik „Framag" in Groß- Auhcim bei Hanau ist, nachdem beide Teile zu» und abgegeben haben, beendet worden. X .Hanau, 6. Juli. Heute nachmittag hat sich aus der Landstraße Frankfurt—Hanau, zwischen Dörnigheim und Wilhelmsbad, ein schwerer 'A u t v in o b i 1 u n s a ! 1 zu- getragen. Ein den Adlerwerken in FrankNirt gehörendes Autvnwbil, in dem ein Fahrmcister und sechs Ehausfeur- vrüslinge saßen, überschlug sich insolgc Berjagens der Stcne rung. Bier der Prüflinge, nämlich Anton Keßler, Fr. Schmidt und T i n s ch aus Franisurt a. 9K., sowie der Bahnhosswtrl .Besser aus Langenfebolö der Vttmm nwu> den schwer verletz! Be,,er erlui einen Bemirrno,. die anveren trugen Gedirnerlchüiterungen mit Berletzungen davon. Ein rünster Injoile des Automobils kam mit leichteren Verletzungen ixu»n. Die schwerer Verletzten wurden in doS St. Vinzenz kranken Haus nach Hanau verbracht. Fürst «egen Kreistag. X. Gclnl,«uien. 1 Juli. Lme von der IXreknon der KSixbiersbaitzer ^tem-mtiadrik Besitzer Fürst zu -gsenöurg- D 'ditrribadil einderuiene Versammlung hatte den Zweck, tut die Ausbeulung der dem Fürsten zu Menburg-Wachrerrboch gebärenden Braunkoblengrube^zur E l c k t r i z i t ä t S v« r- f o r g u n 9 >m Krersc Gelnhausen Stimmung zu machen und die gevlanie > .ekirrsche Ueberlandzenrralc sür den Kre,» Gelnbousen zu beiriechen. Der der Versammlung beiwohnende Furü zu Men- burg-Lachtersbach erbob in einer einleitenden Rede Augrisse gegen die KreiSiagsmitglicder, den Kreisausschutz. sowie die, srüherrn Ponrtzenden und den jetzigen Vorsitzenden in dem -inne, als wenn die genannten Korporalionen und deren Vorsitzende m Ausübung ihres Amtes den Interessen des k'rejseS bei ihren früheren und gegenwärtigen Entschließungen und Vro,ektcn in pflichtvergessener Weise zuwider gebandelt hätieir. Ern sofort emberusener Kreistag des Kreises Gelnhausen hat sich mir dieser Angelegenheit beschäftigt Tic Angrtsfe des Fürsten zu Bienburg-Wächteisbach wurden von sämtlichen Rednern, worunicr sich ftiirft zu Jfenburg-Birsteiu. Geh. Reg-Rot Dr n.Savignn u. a befanden. zur ückgew teI en. In emer emüunmig crsolglcn Beichlutzfastung wuchc beiont. daß die in der Rede des Fürsten zu Menburg-Wächiersbach enlhaltenet, Augrisse gegen Len Kreistag und leinen Voriitzcndcn nur insoweit Beachlunq verdienten, als sie «ur Isrreiührung der Kreise,nge- icsßenen beitragen könnten. Diese Angriffe entbehrten leder lach- fichen Begründung. Ter Kreistag verwahre sich gegen die Unier- lreUungen und weise sie zurück. Zum Schlüsse Hai der Kreistag ein^lerrrauensvokuni für den Vorsitzenden, llandrat Grat von Wcmenslebcn. und seine Vorgänger abgegeben. Vermischte». * Ein Millroncnkonkurs. lieber dos Vermögen der Wemhandlung Gebrüder Eckel in Dridesdeim c steiniger Inhaber nxrr der vrntorbene Konnnerzienral Fritz Eckel- wurde die illaetg atz Verwaltung bet dem Amtsgericht Diirkdcim beantragt. Tic Passiven ber Firma werden aus annähernd vier Millionen Mark geschätzt. Freie Aktiven sollen leine vorhanden sein Alle namdastcn Beiitzungen der Firina sollen den intorcmmn, Banken verwändet sein Letter verlautet laut „Pfälzischem Kurier". daN grichäfilübe Unregelmätzigkeiien vorgekvmmcn jem solle». . ^ L a h l w e l b e r Als das englische Kinigspaar im offenen Wagen den Bahntzoi >u Edinburgh verließ, wart eine Slimmrechtleriu eine Anzahl Flugschristen in den Wagen sowie einen Pavicrballcn, der die Inschrift trugt ..Dem König zur Kenninisnobme, datz Frauen gefoltert werden, wert sic die Freibeil verletdigcn!" Kleine üagescbroiuf. Lus der schmalivurigen Diljamowbabn sind zwei Personcnzügc zusammengesiotzen. 12 Personen wurden dabei verletzt. Märttc. tzO. Frankfurt a. M.. 7. Juli. Aul dem Heuligen Heu- und Stroh markt war nichts angelnhreu. Amtlicher Wetterbericht. Wetteraussichten in Hessen am Mittwoch, den 8. Juli 1914: Wechselnde Bewölkung, vereinzelte Regrnsälle, Temperatur wenig geändert. südweliliche Winde. Letzte rinchrichten. Ein geplanter Anschlag gegen den Zaren? Paris, 7. Juli. In Beaumont wurden zwei russische Landstreicher verhaftet, bei denen zwei Bomben und ein Revolver gesunden idoeö« waren. Tic beiden sollen einem Tolmctschcr erklärt haben, daß ii&i bcaujtvagt seien, einen A nsck> lag gegen den Zaren auszusührc». Man wird der Richtigkeit dieser Machrickit berechtigte Zweifel entgegenbeiiigen müssen. T. Ted.) Zur Frage der Entente zordiale. London, 7 Juli. Der französische Senator Humberk crllärte aus eine Anfrage des ..Standard", ob er von der Eutenlc cordiale in ihrer gegenwärtigen Form befriedigt sei. daß er ein definitives Bündnis befürworten wurde, wenn ei» solches Bündnis keine Erhöhung der Piannschaj- len bedingen würde. Tie Ausgabe Englands wurde es dann sein, die Rord- und Westküste Frankreichs durch seine Flotte zu schützen. Er fügte hinzu, daß die vollständige Abtretung des Condoininiuins über die Reuen Hebriden von England an Frankreich viel dazu beitragen würde, das in beiden Skaaicn sonst noch bestehende Borurkcil zu zerstreuen. Creme und Seife erhalten bei regeltnl&lgem Gebrauch die Haut fchön, gefund und jugcndfrifch. «lvt»8elfe1SLS0Pf..3St.1.40V Nivea-Crtmeiu10.20,40,75Pf.u.1 ■■ Lader > Sommerfrifdien Pensionen Braunfels a. d. Lahn STÄa» a? eSfflSfcS Brosp., 4 50—6.50«-#, t>om. n. Bereinb. vo n Mtihlbacfa, ltet.54 ' I anHanfpnlhalt Ruhe- u. Erbolunasbedllrst. find. frdl. L.dNNdUIVNMdII. 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Gieffen, 6. Juli 191-1. OefseMch. Vortrag Auf Anregung der naturwissenschaftlichen Abteilung der obrrhessischc» GcseUschast für Natur- uud Heilkunde, sowie des Bürgervereins tzttesten hat sich Herr Provinzialdirektor Geheimerat Dr. llsinger bereit erklärt, am Freitag, den st). Zuli 1914, abends 8% Uhr pünktlich, in der Neuen Aula Danksagung. Für die vielen Beweise innigster Teilnahme bei dem uns so schwer betroffenen Verluste, sowie für die zahlreichen Blnmenspenden sagen wir allen, besonders den kathol. Schwestern für chre Hilfe unseren herzlichsten Dank. 05420 Die trauernden Hinterbliebenen: Wilhelm Henrich «ud Kind. Giesen Mittelweg 14), den 6. Juli 1914. einen Vortrag über folgendes Thema zu halten: Die Elektrizitätsversorgung der Provinz Gberhessen, ihre Vorgeschichte und vurchführung. 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