Nr. W Der «leßeuer An,»lg«, erscheint täglich, außer Sonntags. - Beilagen: viermal wöchentlich «leßenerZamMenblätter: zwennalwöchenll.Xreir- (Dienstag und Freitag); zweimal nionnll, laiid- wirtschastltch« Zeitsragen Frruivrech- Anschlüße: >ür die Redaktion IIS, Verlag i,. Expedition 51 Adresse lnr Depeschen: Anzeiger Siehe». Annahme van Anzeigen lür die TageSntlmmer bis vormittags S Uhr. Erster Blatt M. Jahrgang Samstag. 21 . Juni IM Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Bototions6nuf und Verlag der vrühl'schrn Unw.-Such- uni» Steinönuferei B. Langt. RfOattion, Lrpedition und vrnckerel: Schnlsttahk * ® ,irt *' nb,: ~ ae? Veziigsor-i»: mcmotIiA75iM,oierte[- jährlich Alk. 2.20; durch Abhole- n. Zweigstellen monatlich 05 'Ui.; durch die'Uosl Alk. 2.— viertel« fährt. ausschl. Bellellg. Zeilenpreis: lokal I5Us, auSivärts 20 Pienniq. Chefredakteur: A. Goetz. VeranNvortlich für de» polit. Teil: Auq. Goetz; für .Feuilleton*, .Vermischtes* und »Gerichts- saal": Karl Neurath; lür .Stadt und Land'" ' r. Änzeigentell: H. Beck. Die heutige Nummer umsaht 18 Seiten. politische Wochenschau. Gießen, 27. Juni. Tes Heimganges Georgs II. von Sachsen-Meiningen, gedanken alle Deutschen mit ehrsurchtsvoller Teilnahme ^er 89jahrige Greis hatte im rüstigen Mannesalter die Glanztage der Reichsgründung miterlebt und mar der deutschen Fürsten einer, die an Bismarcks Werk mit Be- geisterung mitgearbeitet haben. Er hatte aber nicht nur diese Verdienste eines sürstlicksen Herolds des Reichs- gedankens. Von der „Geschichte Fluten" schiffte er sich nach dem großen Kriege ins Reich der Musen, und lme er dem Pathos eines Schiller reines, ernstes Verständnis entgcgen- brachte, so hat auch er, um das dem Schöpfer „Wallensteins" gewidmete Wort anzuwenden, „geübt und vollgehaltig das bretterne Gerüste nicht verschmäht". Die Bühne nämlich, aus der er den Geist unserer großen Klassiker lebendig lverden ließ. In der Geschichte des deutsck>en Theaters gesellte sich an die Seite der großen Weimarer Zeit die ebenso würdevolle Tätigkeit der Meininger. Georg II. hat dem deutschen Reiche hohe Kulturgüter geschaffen, denn sein Bühuenstil, die Belebung des Historischen, hat die besten Geister unserer dramatischen Literatur dem Volke nahe gebracht. Der kunstsinnige Fürst war eine krastvolle, geschlossene Persönlichkeit, die den monarchischen Gedanken förderte wie kaum ein anderer. In der Fricdcnsepoche des neuen Reiches rauschten durch ihn die Fittiche gemeinsamen Kunststrebens über alle deutschen Stämme, und im Auslande zeigte sich nach den Kricgsjohren auch deutsche Kultur als Siegerin. Wohl durste die strenge Regiekunst, wie sie am Hofe Georgs II. geineistert wurde, nicht verknöchern; es war so natürlich und notwendig, daß eine neue Generation über dem malerisch und pathetisch einstudierten Zusammenspiel auch die höchste Kunst des - Neue wertvolle Zünde auf dem Nömerkaftell Saalburg. ! 'Aus Bad Homburg v. d. Ö„ 26. Juni, wird uns geschrieben: Die Ausgrabungen auf dem Römerkastell Saalburg und dem Zuginantclkastell bei Idstein i. T. förderten „ach einem Berichte des Direktors des Saalburgmuscums. Baurat Heinrich Jacobi, in letzter Zeit nuedcr äußerst interessante und wertvolle Funde zutage. Durch genaue Beobachtung von Ausgrabungsergcbnissen ist Baurat Jaeobl zu einem sür die Geschichte der Saallmrg äußerst wichtigen Ergebnis gekommen, nämlich zu dem sicheren Nachweis, daß das letzte — jetzt wieder gutgebaute — Kastell erst im Anfang des 3. Jahrhunderts unter Kaiser Caracalla errichtet worden ist. Damit ist eine vorher schon mehrfach igehegte Vermutung zur Gewißheit geworden. Baura! Jaeobl bat ferner am Limes ein römisches Zwischen kastelt sestgZtcllt und auf dem Zugmantcl nicht weniger als 28 Keller, Gruben und Massivbauten, sowie 6 Brunnen ausgr- graben und bearbeitet. Die Zahl der den, Erhrcich enthobenen! Einzelfunde ist geradezu erstaunlich: aut der saalburg 86, aut dem Zugmanlkl 348 Silber- und Bronzemünzen, unter den Zuqmantel- wüirzeu ein Gesamkinnd von 140 Silberdenarcn aus der Zeit von etwa 200—350 n. Ehr., die Ersparnisse eines Soldaten, die dieser offenbar bei einem germanischen Uebersall, NM sie zu retten, in hie Erde vergraben hatte. Ferner ans beiden Kastellen Hunderte von Gewandnadeln, 'Anhängern, Schmuastücken der verschieeensten Form, Waffen, Werkzeuge und Geräte aus Eisen, Lcdcrzeug, Gegenstände aus Horn und doli. Tausende von Tongefaßcn und Tonscherben, vielfach mit Tüpferstemveln und Kritzelschristen, ein Kollektion,nd von 26 kegelförmigen Tongewichten usw. Von ganz besonderer Wichtigkeit sind zwei Funde von Mühlenteilcn, einer, von der Daalbnrg, der andere vom Zugmantcl. Auf der Saalburg sand sich ein Mühlstein mit der lies eingemeißclten Jnschrrit: Eontubcrnrum Brittonis, d. k. Korporalschait mit Brrtto. 'Danach hatte also jede Korvvralschait der Kaüellhesatzung ihre eigene dand- urüble in ihrer Mannsäzastsbaracke. Reicher war der Fund aut dem Zugmantcl Hier lnnten sich von einer Mühle für Großbetrieb die beiden großen Mühlsteine mit durchgehender Achse und der »c drehenden Trommel erhalten. Es war keüie erhebliche Muhe, hierzu da» nötige Schwungrad mii Zahnübersetzung zu rekonstruieren, ,o daß nun eine vollständige Ivicdcr t^rgestellic große Getreidemühle aut der Saalburg zu sehen ist. Der Fund ist bis jetzt einzig >n s c rrkc r Art. Grenzqänge und Grenzfeste. 'Als in, Mittelalter und bis tief in die Neuzeit hinein die Gele noch der vielen 'Akten und Gcmarkungskarien entbehrten, :den Streitigkeiten um die Gemarkungsgrenzen. Festlegungen er und Veränderungen alter Flucht- und Ackerlinien nicht aur grünen Tisch, sondern an Ort und. Stelle durch sogenannte Grenz- gängc erledigt. Die Grcnzgänge gehörten zu den bedeutungsvollsten Gepflogenheiten der alten Gerichte und Ortsvcrwaltungcn. In ieier- lichem Zuge gingen die Gerichtsherren, die Stadtvcrtretcr und die Bürgerschaft im Spätherdst jeden Jahres an der Gemarkungsgrenze entlang, jede Grcnzsteinvcrsetzung wurde sofort berichtigt, jeder Stein untersucht undstede Beschädigung scstgestellt. Der ganze Akt ging ohne Schreibereien vor sich, der ganze Verlaus der Grenze war dem treuen Gedächtnis der Grenzgänger seit Jahren unverlierbar eingeprägt. Im Lause langer Jahre gewannen die trockenen einförmigen Begehungen eine feierlichere Ausgestaltung., Man verband mit ihnen farbenfrohe Umzüge mit Musik, Gesang, Prozessionen, Tanz und festlichem Schmaus und schuf aus diese Weise IN inanchen Städten und Dörfern Feste, die ein wahres, volkstümliches, und die guten alten Gepflogenheiten veredelndes Gepräge trugen. Tie neuzeitlichen Gerichte haben mit ihrem ausgedehnten Akten- uitb Kartenkram den Grenzgänger! den Untergang bereitet und damit eine schöne Sitte beseitigt. Nur in verschiedenen wenigen Orten hält man noä> an den geheiligten Ucberliescrungcn verklungener Jahre,linderte fest und feiert den Grenzgang nock» in den Formen mittelalterlicher Tradition. Das gilt in erster Linie von dem Städtchen Biedenkopf. Hier hat sich die Sitte des Grcnz- ganges zu einem Volksfest enlwickclt, das bis heute seine Anziehungskraft unvermindert bewahrte. A l l c sieben Jahre ist in Biedenkopf Grcnzgangsscst, und das Fcstjahr führt den Namen Grenzgangsjahr. In diesem wommcr, im August, ffndet das Feit abermals statt. Es ist Brauch, daß während des Grenzgangsjahrs kein anderes Fest gefeiert wird. Seit Wochen schon wird das diesjährige Fest vorbereitet. Tie Burschenschaften und Männergesellschastcn sind organisiert, diese wählen ihre Vorsitzenden, besonders den Männcroberst, den Leiter des Festes. Drei sonderbare Gestalten sind mit dem Fest verbunden: der mit Teer gefärbte Mohr und die beiden Wcttläuscr. Das Fest wird vom Donnerstag bis Samstag gefeiert. Der erste Tag beginnt mit der Paradeaulstellung und einer Ansprache des Bürgermeisters aus dem Marktplatz. Tann geht es nach Ludwigshütte, wo der Grenzgang beginnt und am Waldsestplatz endet; hier ist sür Er- srischungeu und Belustigungen gesorgt. An den beiden andern Tagen ivird in gleicher Weise die weitere Grenze begangen. Nachmittags ist Volksfest aus dem „Seewasem". Sonntag abends klingt das Fest mit dem Abbringcn der Fahnen in des Obersten Haus aus. — Neue Briefmarken. Zum 20. Geburtstage der Groß- hcrzogln Marie Adelaide von Lurcmburg sind am 14. Juni drei neue Wertzeichen der Lu rem bürg-Serie, die jetzt bekanntlich das Porträt der jungen Großherzogin zeigt, zur Ausgabe gekommen. Die drei neuen Marken sind eine grüne 12>/» Centimes, eine grauschwarze 15 Eentimes und eine blaue 25-Centimcs-Marke. — Die britischen Salomon-Jnseln lmben eine neue Halbpcnny- ?Aarke und eine Einvennp-Marke ausgegeben, aus denen statt des sonst erscheinenden Wortes „Postage" die Apffchrist „Postage and Revenue" austaucht, — Bon Surinam ist eine 5- Eents-Marke mit einfarbiger Grundierung herausgekoinmen, — Für den Brief- verkcbr nach dem Ausland bat die Türket eine neue lp«-Piaster- Marke ausgegeben, die zur Unterscheidung von den Inland-Marken im Ueberdruck einen blauen Stern zeigt. — In der großen Internationalen Briefmarken-Ausstellung, die im Zusammenhang mit dem 6. „Philatelistentag" der deutsäien und österreichischen Marken- sammler im August in der Stadthalle zu Kassel italtsindct, wirb auch König Georg von England ausstellen. Und zwar zeigt der Monarch seine berühmte einzigartig vollzählige Sammlung von Bclagcrungsmarken von Mascking, die während der Umschließung der Stadt durch die Buren ausgegeban wurden und den Ausdruck „Mafeking Besiegcd'" tragen. Da die Marken sofort nach Aushebung der Belagerung und Schluß des Krieges eingczogen wurden, repräsentieren die wenigen noch vorhandenen Exemplare einen hohen Sammelwert, — Ein unlicbenswürdigcr Druckfehlerteufel hat vor einigen Tagen in der Setzerei einer Zeitung in Französisch- Lolhringcn ein Gastspiel gegeben. In der Hast und Eile, mit denen eine Zeitung sertiggcstellt werden muß, kommt cs ja nicht selten vor, daß dein Setzer Berschen unterlaufen, Titel vertauscht und Zeilen „verhoben" werden. Aber der jüngste Streich des Druck- iehlcrtcuiel» geht doch ein wenig zu weit. In der Eile verwechselte der Setzer die Titel und die letzten Zeilen von zwei Notizen. Das Ergebnis war das folgende: Eine schöne Hochzeit. Zwei schlecht beleumdete Burschen, ein gewisser Albert G. unh Paul S., belustigten sich gestern morgen in der Avenue de la Grande Arnipe, den Hund des Herrn Z., des geschätzten Ingenieurs, zu quälen. Sie banden dem unglücklichen Tiere einen Tovi an den Schwanz und steckten ihm Frösche in die Ohren. Eine große Anzahl von Freunden war zur Beglückwünschung des Paares cin- getroffen und brachten ihre schönsten Wünsche dar, denen wir uns aus vollem Herzen anschließcn, , Zwei Cretins. Gestern wurde in der St. Augustinus-Kirche die Trauung des Herrn Joseph Hispano mit dem Fräulein Helene de Pont-Mirabeau vollzogen, der Tochter des Lldmirals und der Madame de Pont- Mirabea», gcb.^ Rand. Diese beiden Idioten Ivurdcn von einem Schutzmann auf die Wache gebracht, wo ein Bcrsahrcn gegen sic emgeleilet wurde. Wir wollen hoffen, daß sic in eine Bcsserunas- anffalt geschickt werden, um dort über die Sinnlosigkeit der Tat, die pe begangen laben, eine Woilc Nachdenken zu könnni. SViilcittwmpin: f»l(itvn der SRtflatta. Tie „SVftoria üuiie" der Haypg-Ltnie war mit Gästen für die Kielet Woche des ilNvrgens non Brunsbüttel knurrend, de, der Strauber eingcttvffen und in der Nähe des Startes vor Anker gegangen. Bei der «eewcttfahrt des Kaiserliche» Nachtklubs ging der .Meteor" etwa INN IV« Uhr hinter „Germania" durchs Ziel de, Laboe. Eilte Diippelseier in Kiel. Kiel, 26. Juni. Heute vormittag traten eine große Anzahl KON Düppel st ürmern aus alten Teilen des Reiches z» einer Düppelicier hier ein. Auch die an dem «türm aus die Düppeler «chanzen beteiligte» Rech»,enter ltatten Abordnungen entsandt, darunter das baherische Infanterieregiment Nr. 6, die Ariillerie- reginienler Nr 2 und 22. Tie Begrüßung der alten Herren am Bahnhol war sehr herzlich. Bor dem Bahnhot hatten die Iticsigen Krieger- nud Militärocrcinc Aufstellung genommen, deren Fahnen sich beim Passieren . der Tüvpelstürmer senkten. Es bildete sich nun ein Fcstzug. dessen Spitze. frulterc Offiziere von s-üppel bildeten. Es folgten dm Fahnenabordnungen der Kricgervcreinc, an tvelche sich die Tüppeliiürmcr in einer Stärke von 400 Man» onschlvsjen. Unter den Klängen des Düppclmarschcs, gespielt von der Kapelle des Infanterieregimentes Nr. 85, bewegte sich der Zug nach dem Schloßgarten, ivo er sich auflöste. Tic Gäste tnurdcn dann in ihre Wohnungen geleitet. Im Laufe des Tages werden noch tveitere Tüppelslürmcr cintreffen und ebenfalls feierlich etn- gehvlt werden. Um 7 Uhr abends nahmen die zur Düppelfeier eingetrosicnen Veteranen zu der Huldigung für den Kaiser Aufstellung aut dem Strandweg, weit über 4000 an der Zahl. Ter Kaiser in Admiral s u n i f o r m trat kurz vor 7Vs Uhr aus dem Portal des kaiserlichen Jachtklubs, begleitet von dem (sscfolgc sowie von Grotz- admiral v. Titvitz und anderen Admiralen und schritt die Fronten ab. Er zeichnete viele alte Leute durch freundliche Ansprachen aus, besonders solche, die das eiserne Kreuz trugen. Dann wurde zum Parademarsch angetreten. Nun zogen die alten Tüppelstürmer vorüber, keiner unter 70 Jahren, entblößten Hauptes, voran die Generale und Erzcllenzen, dann die Oesterrcichcr. Zuletzt sprach der Kaiser aus das freundlichste mit einigen Invaliden, die nickst hatten mttmatschicten können, besonders mit einem alten Mann, der einbeinig und sich der Krücken bedienen mußte, und dem man zwei Main, von den 85ern zur Unterstützung beigegeben hatte. Er trug seine Kriegsdenkmünzen vollzählig aus der Jacke und hatte einen Lorbeerkranz um die alte Soldatenmützc gcnmnden. Das Publikum brachte den Veteranen und dem Kaiser stürmische Huldigungen dar. Zu Ebrcn der Veteranen von 1864 veranstaltete die gesamte Kieler Studentenschaft heute abend einen Fackel- zug, an den sich eine von der Stadt veranstaltete Begrüßungsfeier anschloß. , Berlin, 26. Juni. Heute morgen legten die D ü p p e l e r Kriegs Veteranen und das Ehrenkomitee am Denkmal Kaiser Wilhelms in der Siegesallee einen Kranz nieder. Weitere Kränze wurden niederaclegt vor den Denkmälern des damaligen Kronprinzen Friedrich, des Fürsten Bismarck, Moltkcs, Roons und Wrangels. Au; Albanien. Durazzo, 25. Juni, abends 8 Uhr. Die auswärts verbreitete Meldung, daß Prenk Bibdoda gefangen genommen, aber gegen Ehrenwort freigelassen worden sei, ist ans der Luft gegriffen. In der vergangenen Nacht sowie int Laufe des Tages ereignete sich nichts Bemerkenswertes. Die Ausrodungen auf der Sumpfsläche und die übrigen Befestigungsarbeiten werden eifrig fortgesetzt. Der Waffenstillstand wurde bis abends verlängert. Inzwischen laufen aus dem Süden fortwährend ungünstige, jedoch nicht genau kontrollierbare Nachrichten ein. Auch scheint sich der Fall Berats noch nicht zu bestätigen, jedenfalls sind aber diese und die Stadt Fieri gefährdet. Balona ist noch nicht bedroht. Ismail Kemal soll in Balona und in den südlichen Gebieten, wo er Einfluß besitzt, eifrig bemüht sein, ein Fr e i wi ll ig e n ko r p s zu sammeln, um den vorrückenden Aufständischen entgegen- zutretcn. Mit den Aufständischen fanden heute keine Verhandlungen statt. Die Lage ist allgemein ungeklärt. — eilte ras der Bruder ver Fürstin, Prinz Günther von Schocnburg-Waldenburg hier ein. Für morgen früh ist ein allgemeiner Artillerieangriff geplant, während die Stadtbattericn die feindlichen Stellungen am Rasbul bombardieren sollen. Auch soll die „Herzegowina" die Stellungen in der Richtung auf Kavaja und bei Sasso Bianca beschießen. Tie „Neue Freie Presse" meldet aus Durazzo: Die Verhandlungen mit den Aufständischen sollen auf Betreiben der holländischen Offiziere vollständig abgebrochen worden sein. Auslanv. Französische Beschuldigungen. Aus Nancy wird gemeldet, daß von den dort verhafteten Ausländern, die Deutschen Harder und Acht und der Schweizer Alle inane, welche beschuldigt sind, einem Soldaten bei der Desertion Vorschub geleistet zu haben, diese Tat gestanden haben. Acht, der Photograph ist, soll auch zugegeben haben, daß er die von ihm hergestelltcn Photographien von Offizieren, Beamten und Privatleuten der deutschen Polizei verlaust habe, die hierdurch in den Stand gesetzt worden sei, die schweizerischen Reisenden besser zu überwachen. Pcniidtc Kofenten. JmGouvernementsratfürDeutsch-Ostafrika wurden am Mittwoch bei der Fortsetzung der Besprechung der Arbeiterfrage Klagen über den Arbeitermangel besonders für Sisalpslanzungen vorgebracht. Das bisherige Ergebnis der Aiiwcrbeordiiuna habe enttäuscht. Ter Gouverneur legte dar, daß ungeachtet des zettweiligcn Zurückbleibens des Arbciterangebotes hinter der Nachfrage die Arbeiterverhältnissc in Deutsch-Ostafrika am günstigsten von allen deutschen Kolonien lägen. Ter Gouverneinentsrat billigte die Grundsätze der Denkschrift des Gouverneurs. Ans Staöt uns Land. Gießen, 27. Juni 1914. Kirschen. Zu den beliebtesten Arien des Frühobstes gehören die Kirschen. Um'er Kirschbaum mit seinen vielerlei Abarten hat d t f i S t a m m formen: die Vogellirsche ober Süßkirsche i Prunus avium), die Sauerkirsche (Prunus cerasmus) und die Weichselkirsche PrnnuS malmleb:. Von der Vogelkirsche, die fast überall in Hecken und Wäldern als Strauch und als mäßig starker Baum wächst, stammen unsere vielen Arien der Süß- und Herzkirschen mit gelben, rolen oder schwarzen Früchten, die durch die Kultur mannigfach in Olroßc tmb Farbe verschieden sind. Die schwarzen Hcrzkirschen, die Wachskirichen, Knorvelkirfchen und Marmorkirschen find als die bekanntesten Atten der Süßkirschen ein sehr beliebtes Tafelobst. Aus den Früchten der Stammart bereitet man ein gebranntes Wgsser, das Kirfchwasser, welches stch durch seinen, von einem Gehalt an Blausäure herrührenden, eigentümlichen Geruch auszcichnct. Tie S a u c r ki r sch c, die durch Lueullus aus ihrer ursprünglichen Heimat am Schwarzen Meer nach Rom gebracht wurde, hat ebenfalls eine Menge von Spielarten, wie die Ostheimer und die Forclleirktrfchc, dte rote Maikirsche, die frühen und späten Amarellen und die kleinen und großen Glaskirlchen. Die «auer- kirschcn reifen im allgemeinen etwas später wie die «üs,Ulrichen, gewähren al>er geräde in den heißesten Monaten da^ Jahres etn großes Labsal und werden deshalb sowohl, als^auch weil sie nie Maden enthalten, noch mehr geschätzt als die Süßkirschen. Die Weickiselkirschc, anch Steinweichsel genannl, ist ein in den Gebirgswäldern von Süd- und Miilelenropa heimischer Strauch mit schwarzen, unangenehm bitter schmeckenden Früchten. Sein rötliches, wohlriechendes Holz dient zu seinen Drechstcr- arbeilen. Die geraden, schlanken Aestc sind als «pazietstöcke und Pseiicntühren oder Zigarrenspitzen lehr beliebt. 'Nachdem die Kirsche in ihren beiden Hauviarten, der «üß- und der Sauerkirsche von Asien aus einmal in Italien bekannt geworden War, hal sie sich bald über Gallien und Britannien verbreitet und wird jetzt in allen gemäßigten Ländern in ungemein vielen Parielälen angebaut. Als ein de son derer Verzug der Kirsche ist.cs anzusehen. daß sie so frühe mitten im Sommer reist und mrs in der heißesten Zeit des Jahres ihren erwischenden Satt spendet, wenn die übrigen Früchte mit der Zeit ihrer Reife noch im Rückstände sind. Dieser Umstand bat jedensatls wesentlich dazu beigeiragen. daß sich der Kirschbaum so rasch und so weit verbreitet hat. Tic Früchte haben denn auch eine vielseitige Verwendung: sic dienen zum Rohgenuß, zum Kochen, Dorren, Einmachen, zur Bereitung von »irschsast, Kirfchwasser »itd Kirsch- btanntwein und bilden in jeder Form einen gesuchten Handelsartikel. Der Kirsch Wildling liefert Bäume, welche erst spät tragbar werden. Da auch die Früchte solcher Bäume nicht schön sind, so werden säst alle Kirschensorlcn im Obstgarten aus Mahaleb als Unterlage genomnien. Wenn aber die Äirschbäume in Buschsorm auf mageren,, wenig tiefgründigem Boden angcpflanzt werden, dann kann man als Unterlage auch Sämlinge der Vogelkirsche verwenden. Die beste und ein träglick st e Form des Kirsch- b a ii m e s ist der Hochstamm. Zur Bekleidung von Mauern ist der Kirschbaum recht wertvoll. Für die Anpilanzung an Landstraßen und Wegen eignen sich die Wcschselsorten nicht gut, da die Bäume nur mäßig in die Höhe gehen. Für die Anzucht zu Balinctteu sind alle Sotten, ausgenonimen die Heiz- und Knorpeltiriche», gut geeignet. Zur Zwischeiipstanznug in Baumgätten sind Amarellen, Glaskirschen und Weichseln gut verwendbar, aber auch für sich gc- pilauzt, ist die Kultur der Kirschartcn lohnend. Tie Bäume ent- wickeln sich schnell, sind bald tragbar und selbst dort, wo andere Öbstbäumc kaum noch sortkontmen. Junge Bäume werden gern von der Blattlaus hcimgcsucht. Zu deren Vertilgung bringen jetzt die Fabriken der Obstbaumschutzmiitcl gute Präparate aus den Markt. Sehr empfohlen wird aus Grund vieler Versuche und mehrjähriger Erfahrungen das Obstbaumkarbvlinenm und das „Flora- evit" ans der chemischen Fabrik für Tcerfabrikaie von F. Schockst in Brauuschweig. Auch gegen die Maden, die uns so osl de» Genuß der Kirschen verleiden, gibt cs jetzt gute Schutzmittel, unter denen sich die Hinsberg'schen Fanggüriel immer mehr verbreiten. In manchen Jahren tritt auch die K t r sch bl a 11 w c s p e stark ans, die int Jinli und Juli ihre Eier an die Blätter ablegt. Tie grünen Larven, d>"iich bald mit einem schwatzen Schleim überziehen, so daß sie wie kleine, schwarzglänzende Schncckchen aus- schen, weiden das Blaitslcisch ab, so daß auf der Unterseite nur noch die braune Oberhaut stehen bleibt. Auch die Kirschen- fliege, deren Maden das Innere der Kirschen um den Stein herum ausfressen, so daß die reifenden, süßen Kirschen faul werden, bringt manchmal großen Schaden. Sehr nützlich erweisen sich in den Kirschenamagen die Roischioäirzchen und Fliegenschnäpper. Sehr empfehlenswert ist aber die rechtzeitige Anlegung der bekannten Obsttnadensaklen von Hinsberg und eine vorschriftmäßigc Anwendung von Obstbanmkarbolincum im Winter und von Schachts „Floracvit" im Sammer. Obschon in inanchen Iahten die F r ü h - jahrssröstc die Ernte der Frühkitsckten säst ganz vernichten, beruht doch der Wohlstand mancher Gegenden aus dem Kirschbaum, der in großer Menge angcpslanzt und gut gepflegt, säst alljährlich eine reiche, lohnende Ernte bringt. Die Lorbeerkirsche oder der Kirschlorbeer, der aus seiner ursprünglichen Heimat in Kleinasicn nach Europa gebracht wurde und jetzt in den Ländern am Mittelmcer wild wächst, wird bei uns häufig in Gewächshäusern und in Gärten als Zierstrauch gezogen. Er bleibt aber sttanchartig oder wird höchstens ein Bäumchen von 3—4 Meier Höbe mit hübscher Krone. Aus seinen Blättern destilliert inan das »irschlorbccrwasser, welches in der Heilkunde Verwendung findet. Das Kirschbaum holz ist hart und glänzend, aber nicht sehr dauerhaft. Es nimmt leicht eine schöne Politur an und wurde daher früher mehr als setzt zu feinen Möbeln verwendet: es ist auch lienkc noch als Werkholz für Tischler- und Drechslcrarbeitcn gesucht. ^ ** Tageskalender sür Samstag, den 27., und Sonntag, den 28. Inn,: G t e b e n e r Freilichtbühne: Samstag abend 6V, Uhr Eröffnungs-Vorstellung: Tie versunkene Glocke. El e,v e r be a » S st el I un g : Sonntag nachmittag von 4 bis 7 Uhr und abend? von 8—II Uhr Konzert der Kavelle Weller. Ober hessischer Kunst verein, Tie Geniälde-Ansslellnng ist täglich von 11—1 Uhr. Mittwochs von 3 bis 5 Uhr, und an Sonntagen von II—3 Uhr geöffnet. Ober hessisch es Museum und Gail'sche Sammlungen, Geöffnet Sonntag vonnittags 11—1 Uhr unentgeltlich. MII s e »IN f ii c Völkerkunde. Geöffnet an Sonntagen vormittags vo» 11—1 Uhr unentgeltlich. (Beide Museen find anch Mittwochs »nd Samstags von 3 bis ö Uhr gegen ein Einlrittsgeld von 21Psg. sür die Person geöffnet.« Ceylon-Aus st ellung im Botanischen Garten vormittags von 9 — 12 Uhr. Nachmittags mir für Vereine nach vorheriger Anmeldung. Lichtspielhaus: Täglich Dorstellung. U n i o n - T h e a t c r: Täglich Vorstellung. ** Der Stern von Brabant. Der Großherzog! hat dem Kabinettssekretär Dr. Wilhelm W e h n e r in Darmstadt das Ritterkreuz 1. Klasse des Sterns von Brabant verliehen. ** Ruhestandsversetzung. Der Großherzvg hat den Oberrevisor bei der Oberrechnungskammer Rechnüngs- rat Georg H o o s auf sein Nachsuchen, unter Anerkennung seiner langjährigen treu geleisteten Dienste, mit Wirkung vom 1. Jutt 1014 an in den Ruhestand versetzt und ihm aus diesem Anlaß die Krone zum Ritterkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. ** U ebertragen wurde dem Schulamtsaspiranten Eduard Brand aus Biebelnheim eine Lehrerstelle mr der Volksschule zu Monsheim. ** Gewerbeausstellung Gießen. Durch Zuschrift des Großh. Kreisamts Gießen vom 24. Juni 1914 wurde dem Aussiellungsvorstand mitgeteilt, daß sich das Großh. Ministerium des Innern bereit erklärt hat. für die Gewerbeausstellung in Gießen 2 goldene, 3 silberne und 5 bronzene Staatsmedaillen zur Verfügung zu stellen. Wie sich aus der mit Ermächtigung des Großherzogs von dem Großh. Ministerium des Innern am 8. August 1003 veröffentlichten Bekanntmachung ergibt, wird die hessische Staatsmedaille in drei Klassen nur bei Ausstellungen von nicht bloß lokaler Bedeutung verliehen, um hervorragende Leistungen auszuzeichnen. Auf Vorschlag des Aussteltungs- preisgerichts wird die goldene Medaille direkt vom Großherzog, die silberne und bronzene Medaille von dem zuständigen Ministerium verliehen. Daß der Gießcncr Ausstellung diese große Anzahl von Staatsmedaillen zur Verfügung gestellt worden ist, zeigt, eine wie hohe Bedeutung man ihr in Bezug auf die Förderung unseres heimischen Handwerks höheren Orts bcimißt. “* Statistik des Fleischverbrauchs. Aus Veranlassung des Reichskanzlers sollen während des Kalenderjahr«,e 1914 Ermittlungen über das DurchschniltsgewickK der Schlachttiere stattsindcn. Die Ermittlungen der Getmchte haben als Grundlage der Fleischverbrauchsberechnung für das Deutsche Reich zu dienen, weshalb es darauf ankvmmt, möglichst zuverlässige Zahlen zu gewinnen. Das Großh. Ministerium des Innern hat.stch in einem eingehenden Aus- schreiben in dieser Beziehung an die Kreisamter gewandt und Grundsätze ausgestellt, in welcher Weise die Ermitt- liingen vorzunchmen sind. Die Durchführung dieser Anordnung stößt in den Kreisen des Metzgcrgewerb-s aus Schwierigkeiten, da vielfach angenommen wird, die Ergebnisse der Verwiegung fänden im Stenerinteresse Verwendung. Tic Handwerkskammer hat sich daher aus Veranlassung des.Ministeriums mit dem deutschen Fleischcrverband ins Benehmen gesetzt und der Verbandsvorstand erkennt an, daß das Fleijchcrgewerbc das größte Interesse an einer Statistik über das Geivicht der Schlachtticrc habe. Vor allem aber auch daran, daß dieser Statistik nicht angenoinmcne, durch Schätzung erhaltene Gewichte zugrunde gelegt, sondern nur solche, die aus Grund von einzelnen Verwiegungen eingesetzt werden. Wert wird weiter darauf gelegt, daß tatsächlich nur das Fleischgewicht sestgestctlt und deshalb Nieren- und Schlußfett vorher zu entfernen sei. Der Verbandsvorstand hält es für seine Pflicht, die Behörden bei einer Ausstellung zur Stattstit zu unterstützen, weshalb die Angelegenheit die verschiedeueu Bezirkstage und den Verbandstag beschäftigen soll. Die Handwerkskammer weist darauf hin, daß diese statistischen Erhebungen im Interesse des Metzgergelverbes liegen, weshalb es sich empfiehlt, der Aufforderung der Kreisämter auf das genaueste nachzukommen. Die Kreisämter sonore Meygerubcrmeister Lautz zu Tarmstadt sind jederzeit bereit, entsprechende nähere Aufklärung zu geben. ** L e h r p l ä n e s ü r d c n Ze i ch c >i u n t c r r i ch t. Dte oberste Schulbehörde hat bestimmi, daß au die Stelle des' Z 10 der Lehrplane für die Gymnasien und Realgymnasien vom 18. Januar 1893, und sür die Lberrealschuleu vom 4. Februar 1901, sowie der Ziffer 9 des Lehrplans für die Realschule» vom 6. Dezember 1839, fortan die entsprechenden Abschnitte eines neuen Lehrplanes sür den Zeichenunterricht an den Gymnasien, Realgymnasien, Oberrcal- schulcn und Realschulen zu treten haben. Tic methodischen Bemerkungen unter All dieses Lehrplanes gelten sür alle S ch u l g a t t u n g e u. Nach diesem neuen Lehrplan soll schon im lausenden Schuljahr unterrichtet werden und wie für alle übrigen Lehrfächer, so sind auch für das Zeichnen auf Grund des amtlichen Lehrplans Sonderplänc von dv e r b c a u s st e l l u n g in einer Auswadl durch Herrn Bertverksdirektor W i l d e n h a n n zur Veranschaulichung gebracht Die Wünschelrute wurde in früheren Jahrhunderten ufton im sächsischen Erzgebirge und im Harz angeivendei, um Erzlager ansznsiichcn, ivozu sogenannte Rutengänger staatlich angestellt waten. Verschiedene, geheimnisvolle Zeremonien wurden beim Schneiden der Ritte beobachtet, zu der man gewöhnlich die gabelsötmigcn Zweige des Mistel-, des Haselnnßstrauchs oder auch Weiden benützte. So mußte u. a. der Rittenscbneider bei _ Sonnenaufgang in einer heiligen Nackt (Johannisnacht) diese Arbeit unbekleidet verrichten. ES läßt die Wünschelrute aus Beziehungen zu dem aliscmttischkn Zaubcrstab schließen, der nach der Sage vom Baume des Lebens im Paradiese von Adam geschnitzt sein soll. Es liegt auch der Gedanke nahe, daß die Wünschelrute Beziehungen zum Schlangcnstab des Hcrnies, magischer Stab der Babplonier auch zu Moses' Stat hat. Außer aus Holz bedienen sich einige Rutengänger. Wünschelruten aus Messing- oder Stahl droht. Es steht fest, daß der menschliche Organismus in nicht seltenen Fätlen so sensitiv veranlagt ist. daß et Veränderungen in den Ausstrahlungen der Erde «vahrzunehuun L".- s & &■' l motoruc^Stoft um-usetzen vermag Daraus allein beruht o^_dJünschetruLe. Und zwar wirkt die Wünschelrute, Vraknler behaupten, nicht nur bei deui Vorhandensein ^aNer, lonbern auch bei Kohle und bei metallischen worlommen -uverläsüg. Die vielfach sich widersprechenden Rä** “ te der Wünschelrute haben gelehrte und un- ^-»^IputaNouen hervorgerufen, doch steht soviel auher Zwei- chrfach auch Erfolge durch Personen mü der Wünschelrute urden, die als Medium geeignet sind und durch unterirdisch 'gendes Master, durch Erzlagerstätten usw. in eine gewisse ^ ra ^ n ' scheint atsi/, als ob es die Nute nicht tut. / ^."srsönlichkeil. Es ist bekannt, dast in unser« Kolonien f ^^s"^chelrute angeblich große Erfolge erzielt sein sollen, i AutNndung von Quellen. Ob man nicht auch auf anderm -oder mit Mitteln, die der Durchschnittsmensch mehr begreift, Mselben Erfolg gekommen sein würde, das ist der Streit, der LoS ist. Jedenfalls ist trie Vorführung der geheimnis In Muntcheirute in der Gewerbeausftcllung für die Besucher interessant, weshalb wir darauf hinwerfen »"Ein kleiner Führer durch die Weltaus- ^llung für B.uchgetoerbe und Graphik in " e rpzrg wird in unserer Geschäftsstelle kostenlos an Inter essenten abgegeben. Das mit Mihlreichen Abbildungen ge- schmückte 48 Seiten starke Heft gibt einen vorzüglichen Ueberblick über die gesamte Aussrellungsanlage und behandelt die einzelnen Ausstellungshallen in kurzen, unterweisenden Aufsätzen. Am Schluß des Büchleins bcsindct sich eine kurze Uebersicht über die Rsiseverbindungen nach Leipzig. ** Biehmarkt in Gießen. Bei dem am 23. und 24. Juni abgehaltenen Viehmarkt waren aufgetrieben 1496 «tüct Rindvieh und 153 Schweine. Der nächste Viehmarkt lindct am 7. und 8. Juli d. I. statt; am letzteren Tage auch Krämcrmarkt (Kirschcnmarkt). ** Güterrcchtsregister.' Landwirt Friedrich Bock zu Schadenbach und dessen Ehefrau Lina geh. Fischer haben die Errungenschastsgcmeinschast des Bürgerlichen Gesetzbuchs vereinbart. — Der Taglöhner Heinrich Johann Kraut und dessen Ehefrau Wilhclmine geborene Gottwalts, beide in Rodbcim v. d. Höhe, haben Gütcrtrennuna vereinbart unter Ausschluß ihres seitherigen Güterstandes. — Tie Eheleute Zimmerinciücr Jakob Heinrich KrauSgrilk »nd Marie KrauSgrill geh ttißlcr von N i cd c r-W c i s el haben Errungenschaftsgcmeinschast vereinbart. Ang. 2 e i v, Tclegraphenarbeitcr zu R c i s k i r ch e n, »nd dessen Ebesrau Marie geh. Geiß haben Errungcnschastsgemcinschast vereinbart. , " Konkurse i» Hesse». Das Konkursverfahren über das Vermöge» der offenen Handelsgesellschnsl Ad. Ehr. Engelbrecht in Mainz wird, nachdem der in den, Vergleichsterinine vom Jiini 1914 angcnoinmen« Zwnngsvergleich durch rechtskrasligen Beschluß vom 4. Juni 1914 bestätigt hl, ausgehoben. Landkreis Gießen. y Großen.Linden, 25. Juni. 3m Jahre 1848 wurde hier die zweite Schulklasse, 1888 die dritte, 1894 die vierte, 1910 die fünfte und heute die sechste Klasse errichtet. Ans cijjc Klasse kommen jetzt im Durchschnitt 57 Schüler. Im Jahre 1888 unterrichtete der noch jetzt hier im Amte befindliche Lehrer Dieiiier 128 Schüler. cl. Langsdorf, 27. Juni. Am 26. d. M. stieg ein Haiidtverksbnrsche durch ein offenes Fenster in eine Wohnung »nd stahl ca. 40 Mk., eine Taschenuhr sowie noch verschieden,' andere Gegenstände. Der Täter trug blauen Leiiiwandkittel, schwarze Monteur-Mütze und ist ca. 26 bis 28 Jahre alt. Als er verfolgt wurde, verschwand er in den nahen Waldungen. U7 Lollar, 26. Juni. Die Buderuswcrke haben voil hier e-AIang der Bahnlinie bis nach Marburg ihre Ueberlindzeniral« ^-.rveirqtz, um der Stadt Marburg, welche mit ihrem nur llcinen Elektrizitätswerk (Marburg arbeitet mit Gaskrastmaschinen und transportabler Lokomobile) an der Grenze der Leistimgssähigkcit angelangt ist, elektrischen Strom zu liefern. Die Orte, welche längs der Bahnlinie liegen, wie Fronhausen, Nieder-Balgern usw., werden gleichzeitig mit angeschlosscn. Kreis Fricdbcrg. L. F r i e d b e r g, 25. Juni. Da im September das Großherzogliche Hoflagcr nach Fricdbcrg verlegt wird, so toird eben emsig im Innern der Schloßgebäude und im Schloßpark gearbeitet und dann, wenn dieses vollendet ist, am Acußern der Gebäude h. Fried b erg, 26. Juni. Von dem Langholzwogen eines Güterzuges fielen in der vergangenen Nacht bei Bruchenbrücken wehere große Baumstämme auf die Schienen. Dadurch trat eine mehrsründige Verkehrsstörung ein. Der ganze Verkehr mußte bis zur Beseitigung der Hindernisse auf einem Gleise weiter geleitet werden. I-Friedberq, 28. Juni. In Ober-Rosbach hat die Kirschen ernte begonnen. Tie Bäume lieiern reichen Ertrag. Ans de», Friedberger Markt kostet das Piimd 24 Psennig. An> Sonntag findet in Ober-Rosbach das kirlchemest statt. (SB) Bad-Nauheim. — Das Festkonzert der Kur- kapclle unter Professor Windersteins Leitung zum Besten des Alice- Froue».Vereins im Konzerthaus am 25. Juni, das Ihre König!. Hoheit die G r 0 ß b e r z 0 g i tt mit ihrer Gegenwart bis zum Schluß beehrte, war von Kurgästen und Verehrern vornehmen musikalischen Genusses, auch aus der weiteren Umgebung, sehr zahlreich besucht. Von den Mitwirkenden crrmig Prosesfor HeinrichKieser,der berühmte Berliner Celtomeister, mit Vorträgen von B l e h l c (Konzert für Cello und Orchester, C h 0 v i n s Etüde und Nocturne -Op. 27 Nr. 2 und C a s c l l a s Chanson napolitaine) durchschlagenden Erfolg. Frau Rothwell-Wolfs, eine anmutige, sympathische Erscheinung, früher langsährigc Schülerin des Hoch,scheu Konservatoriums und dramatische Sängerin am Hosthcatcr in Weimar, seitdem in Amerika lebend, tvo sic sich den Rui einer der bedeutend- ' steil Sängerinnen crworbsn hat, hatte ihre reichen Fähigkeiten in aocrlcnncriSwcrtcr Weise in den Dienst der guten Sache gestellt. Ihr glockenreines, klangvolles Organ und die Gefüblswärme ihres Ausdrucks, mit welchen sie Lieder von Massenet, Brahms ' und Rich. Strauß zur Geltung brachte, eroberten ihr die vollsten Svmpathicen der Zuhörer, wc der lebhafte, niederhotte Beifall bewies. h. Nieder Weisel, 26. Juni. In tor seit 1895 den Kapitelsitzungen des Johnninlerordens dienenden unleren Kapelle der alten Kumturkirche fand heute mittag der diesjährige Konvent der Johanniter statt. An den Konvent schloß sich in der Kirche ein feierlicher Festgottesdienst, der der Einweihun g des ncucrbauten Johanniter- Krankenhauses gewidmet war. Pfarrer Sack hielt die Fcslpredigt. Sodann erfolgte unter der Führung des Sani- tätsrats Dr. Ohnacker ein Rundgang durch die neue Anstalt. Diese bietet vorläusig Raum für 50 weitere Betten, kann aber jederzeit durch Seitenflügel erweitert werden. Nach den Einweihungsseierlichkeiten, die in den schlichtesten Formen gehalten loaren, vereinigten sich die Johanniterritter mit ihren Gästen zu einem Festmahl im „Kaiserhos" zu Bad- Nauheim. r. Reichelsheim, 25. Juni. Bei der am 24. d. 50!. abgehaltenen Henprasversteigerung wurden mittlere Preise erzielt. Der Morgen kam im Durchschnitt aus 40 Mk. Tie Steigerer waren in Anbetrachl des unbeständigen Wetters zurückhaltend, zumal schon Stellen des hiesigen Wiesentals unter Wasser stehen. Starkcnburg und Rheinhessen. ä. Mainz, 28. Juni. In der heutige» Schlußsitzung der Stadtverordnete» in der Beratung der städtische» Haushalts- Voranschläge wurden die Ausschlags,ifjevn lür die Umlagen von 116,4 ans 182 erhöbt, es werden von 100 Mk. Steusrkavital statt wie bisher 22,9 lür das laulende «teuersabr 27 Pkg. erhoben. — Bingen, 27. Juni. Gelandet wurde gestern die Leiche der seit den, 31. Mai vermißien Näherin Anna Sperling. Damit hat ein Liebcsroman seinen Abschluß gefunden, der damit endete, daß der Buchdrucker Tahinen seine gewesene Braut in den Rhein stürzte und dann sich leibst. Die Leiche des Dahme» wurde schon vor längerer Zeit gelandet. Kreis Wetzlar. w. Wetzlar, 26. Juni Den Kaisertagen in Hamburg hat auch unser Landsmann Professor Hans Br a un eck, der Klassenkamerad des Kaisers auf dem Kasseler Gymnasium, auf besondere Einladung des Kaisers beigewohnt. Hesjen-Nassau. ss Gladenbach, 26. Juni. In vorletzter Nacht war in Niederiveidbach ein Ein bruchsdieb stahl verübt worden. Gestern gelang es einem Gendarmeriewachtmeister drei Verdächtige scstzunehmen. Im Gefüngnishosc drangen die Verhafteten mit M e sscrn und Revolver auf den Beamten ein. Zwei der Einbrecher ergriffen die Flucht, wahrend der Dritte vom Publikum sestgehalten wurde. Einer der beiden Ausreißer wurde wieder sestgenommen. Der Gendarm wurde schwer und zwei Personen, die ihm helfen wollten, leicht verletzt. + Aus Niederhessen, 26. Juni. Bei einer llebung des Kurhess. Pionier-Bataillons Nr. 11 aus Hann. Münden auf der Werra ertrank heute der Einjahrig-Freiwillige Mühlhausen aus H a n a u. Lanöwirtschaft. - Kassel. Wie wir bereits initteilten, soll die zweite dies- sährige B e s i ch t i g » n g s r e i s c hessischer Landwirte nach dem Ansiedelungsgebiet am 7. Jnti von Kassel aus angelre- ien werdew Da dieie Reue die Provinz Wesiprenße» zum Ziel Hai, und dadurch größere Eiseubnhnlahrkosten entstehen, so erhaileu die Reiseteilnehmer außer der fveien Beherbergung und Verpfle- g»»g noch «ne Rcisekostenbeihille in bar. Näberes hierüber erfahre» Jntcressenien durch den Berlranensmann der Königliche» Anfiedlungskommission, Herrn W. Schau,»bürg/ Kassel, Schön- selder Siraße 7. ätz Do rsg ü l l, 2 8. I „ » i. Wle in früheren Jahren so standen auch auf der d esjäbrigen Ausstellung der Deutschen La»d- wwiichasls-Gesellschait in Hannover die vom O e k 0 » 0 in 1 e r n t Hossmann-üosgüll ansgestellten Edelschweine mit a» erster Stelle. Bei einer llonkiirrcn, von 181 Meldungen in der iide schwein-Ktaise sielen aus die vom Hosgnt-Hofgüit ansgcstelllen 10 Tiere, 9 Einzclvre se und der 2t. Saunnlungspreis, ei» Eriolg, der als außerordentlich gut z» bezeichnen ist. Die ' erde hot hiermit auch ans dieser Ans ellnng dr» alten Nnl, eine der besten Deutschlands zu sei», wieder bewähil. Holgüll hat seit 1887 18 Ausstellungen der Deutsche» LaudivirllchaitS-fßcsellschatl mit de,» Edetschwein beschickt, aus welchem bisher im ganzen 18 7 Preise zuerkannt wurden. Sx>ort-. — Wettiviclcaus d ein Trieb. Sonntag, den 28. Junc, nachniittags von 3 Uhr ab finden auf dem Trieb die Wettspiele in Faustball mn die Meisterschaft im 2. Bezirk vom T u r n g a 11 Hessen statt. Es beteiligen sich folgende Vereine: Turnverein von 1846 Gießen, Männer-Turnverein Gießen, Turnverein Grünberg, Turnverein Großen-Linden. Citftidiifrabrt. Der Ostmarkenflug. Danzig, 26. Juni. Zu dem AusklärungSslug nach G r a n - d e n z und zurück sind sämtliche Flieger gestartet, als erster Leutnant Schäfer um 6,15 Uhr. Hier wieder eingetroffen ist als erster Leutnant v. K a r st e d t um 8,46 Uhr. Der Kricgsminifter weilte heute ebenfalls aut dem Flugplatz. Bei der Verabschiedung sprach er dem Veranstalter des Ostmarkensluges, Geheimrat Professor Schütte, die vollste Anerkennung der Heeresverwaltung für den außerordentlich gelungenen Flug auS. Mit der heutigen Auf- klärungSübung ist auch ein photographischer Wettbewerb verbunden, zu dem sich acht Flieger gemeldet haben. Ein Uutall. Bitsch, 26. Juni. Heute nachmittag stürzte ein Militärflugzeug, das hier eine Zwischenlandung vorgenommcn hatte, kurz nach dem Wiederaufstieg aus einer Höhe von 10 Metern ab. Der Flugzeugführer konnte sich durch Abspringen retten, während der Passagier, Hauptmann Büchner vom 166. Jnfan- tcriercgüncnt in Bitsch getötet wurde, wie es heißt, durch eine Ervloiron des Motor». _ Gcrichtsfaal. = Dar IN stadt, 27. Juni. In der gestern iortgesetzten Siraskamnieroerhandlung gegen Isaak fand nur die Abgabe der Enta öten der beiden Sachverständigen Aeh. Rat Bastian »nd Bankier Jeussen aus Frankiurt a. M. statt. Die beiden Gutachten widersvrachen sich in vielen Punkten. Die gegenseitigen Auseinandersetzungen dauerte» bis nach 6 Uhr abends. Heule wird der Staatsanwalt Dr. Kaust sei» Plaidoner beginnen. vermischte». * Die Besucherzahl der Leipziger AuS st ellnng für Buchgewerbe erreichte am Donnerstag die erste Mtllioi,. * 'R i c sc » b r a nd in Amerika. Tie Stabt Salem in Massachusetts ist von einer Fcuersbrunst hcimgesucht worden. 60 0 Däuser sind zerstört. Der ganze Fabrikdislrilt ist ein Raub der Flammen geworden. 15 000 Einwohner beklagen den Verlust ihrer Wohnungen und sind obdachlos. 50 Leute erlitten schwere Brandwunden. Das Feuer entstand in einer Lederfabrik durch Erplosio» von Chemikalien. Die Feuerwehr machte den Versuch, den Brand dadurch einzudämmeu, daß sie eine ganze Häuserreihe mit D n n a m > t niedcrlcgte; doch sprangen die Flammen wciier über und richteten furchtbare Verwüstungen an. — Eine andere Meldung betagt: D>t kalbe Stadt ist bereits verwüstet. Das Feuer wütet nocki weiter: dock glaubt man, seiner Herr zu sein. Ter Schaden ist außerordentlich groß. 10 600 Menschen sind obdachlos. In der Masvnstraße ervlodierten die OcltaniS und zerstörten die Oelwerte sowie 13 Häuser. 50 Personen wurden in das Hospital gebracht. DaS Waisenhaus und da§ Hospital wurden später zerstört: die Jnsafsen tonnten in Sicherheit gebracht werden, Kleine Tagcrchronik. In Tittigheim (Kreis Mosbach in Baden) brach in der Nacht zum Freitag gegen ,-3 Uhr Gro ßfc u er aus, das int ganzen 1 5 W 0 I) n h Lu sc r und cbensovicle Scheuern in Asche legte. Es wird Brandstistnng vernrutct. Ein heftiges Erdbeben richtete aut Sumatra großen Schulden an. Alle Telecpeaphenlinien wurden beschädigt: ein Unter- scekabcl ist gebr-ockien, viele Häuser, auch Regierungsgebäude. sind cingestürzt. Zahlrciche Menschen sielen der Katastrophe zum Opfer. Vanvcl. " Wie wir von der Mitteldeutschen Credit bank büre», ist die neue 4 öS i c 6 e 11 c r Siadtan leihe ansvcr- kanst und das Bank-Konsorti»>» hat sich autgelöst. Lingesauvt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehe,chcn Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Gießen, 26. J,mi. Schon seit einigen Tagni wird in der unteren Frankfurter Straße in der Nähe des hhgienischcn Instituts von einigen Schießern täglich mit dem Teschin aus Singvögel in den Gärten geschossen. Hoffentlich bekümmert sich die Polizei einmal um diesen ttnhig, zumal ivcgen der schmalen Gärten diese Saclze nicht ungesährlich ist. Amtlicher Wetterbericht. WetteranSsichtc» in Hessen am Sonntag, de» 23. Juni 1914: Meist beiter und tiocken, warn,, vlewitlerneignng. Letzte rinchrichtcn. Ein Fleegcrunfall. K i c l, 27. Juni. Ein von D a r m st a d i kommendes Militärflugzeug mußte in der Nähe von Kiel eine Notlandung vornehmen. Hierbei stieß der Apparat hart aus und wurde zcrtrünimcrt. Der BeobachtungSoffizicr Leutnaut Gehl erlitt schwere Verlesungen, während der Führer Leutnant Gleiche, mit einer Gehirnerschütterung davonkam. Erdbeben in Sachsen. Leipzig, 27. Juni. Heute früh 2i/« Uhr wurde hier eine heftige Erderschüticrung wahrgenommen. Oesterreichischc Freiwillige für Albanien. Wien, 27. Juni. Die ersten 200 Freiwilligen für Albanien, deren Zahl bis 3 Uhr Mitternacht bereits auf etwa l 400 an g cw a chs e n war, iverdcn sich am Sonntag oder Montag noch Turazzo elnschisfen. Alsdann sollen die Hauptmassen in mehreren Transporten nachsolgen. Eine Anzahl zu Führern bestimmte Offiziere stellte in einer gemeinsamen Besprechung fest, daß das Korps ivcder eine Söldnertruppc noch eine Mannschaft sei, die ein fremdes Volk zu bekriegen gedenke, sondern eine Freischar, bereit, den Fürsten von Albanien in seiner ihni von der zivilisierten Welt übertragenen Aufgabe zu unterstützen. Unter den 1200 Angeworbenen befinden sich nicht nur Oesterreicher und Ungarn, sondern auch 5 0 Reichsdeutsche sowie ein Amerikaner, 10 serbische Ofsiziere, darunter ein bulgarischer und ein japanischer Oberleutnant. Tie Anregung zu der Bildung dieses Freiwilligenkorps rührt von dem Architekten Leopold Wirth her, der seit einigen Monaten in Durazzo lebt. Herr Wirth machte ein Gefecht mit und reiste dann nach Wien, um hier Freiwillige zu werben. Hauptmann Bursch »er übernahni die Ausführung des Planes. Den beiden stehen 100 000 Kronen zur Verfügung. Prenk Bibdoda. D u r a z zo , 27. Juni. Prenk Bibdoda dringt er« s 0 lgreich vor. Seine Vorhut steht bereits 'sechs Kilometer von Schiak entfernt. Bei Äroga loill er sich mit Mall Be» vereinigen. Alte Ortschaften, die er streifte, haben sich ihm unterworfen. Quebeck, 27. Juni. Das Urteil des Untersuchungsausschusses über den Untergang der „Empreß of Jrcland" wird in 14 Tagen bekanntgegeben werden. : Dampfwaschanstalt „Mignon“ Wetzlar Fernruf 89 Fernruf 89 Rasenbleiche, Apprettieranstalt empfiehlt sich im Reinigen von Wäsche jeder Art u. Garantie für schonende, fachgemäße Behandlung Spezial-Abteilung für Stärke-Wäsche in welcher die vornehmste Arbeit geliefert wird Gardinen-Wäscherei und -Spannerei I I 2 I ' w hauswäsche nach Gewicht BIm Kam Aufhängern fertig: 25 Pfund......Mark 2.— Jedes weitere Pfund . „ 0.08 Fast schrankfertig: 25 Pfund......Mark 3.— Jedes weitere Pfund . » 0.12 Abholen u. Rückliefern der Wäsche in Gießen jedeWcche Donnerstags 0891D vc//&er bei J&IIenmu nur mit J Jtus£(2/t'r~ für i £ic SuLÜerv beö - f C. C. Pfeiffer, tilesfcen, ßteinstr. 11. 12874 .Eisschränkes * kauft mau änderst ? £ :: preiswert bei :: * S - Lndg.Kröll,Plockstr. ® kann jeder in zehn Taaen gänzlich beseitiyen. Auskunft kostenlos neu. Rückmarke. Frl. k. Losssta. 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